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Full text of "Stadtpläne von Goslar"

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rn. Joh. Papı wi 


Staatsarchtodtreftor 


- Der Archivar 


Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen 


Im Auftrag des Vereins Deutscher Archivare herausgegeben vom Staatsarchiv Düsseldorf 
| Schriftleiter: Bernhard Vollmer. 


INHALT: 


Referate des 28. Deutschen Archivtages in Wiesbaden . ... ve... 0. 49 
I. Archivalienschutzgesetzgebung . . -. . .... - Se 
=Gesetzentwürfe der Ausschüsse 

I. Die Scheidung von staatlichem und städtischem en 


a) Referat von Rudolf Grieser . . - BEN c, Dr rn ur ia as /:0B: 

—b) Referat von Hans Pfeiffer - - » : BE. een 

—c) Referat von Fritz Zimmermann . . 2 nennen nn 87 

III. Die Lage der Ostarchive 

-Referat von Adolf Diestelkamp . . : 2.2 2 nenn. 787 

"“Diözesanarchiv Frauenburg . ....... 20 Er 94 

Neue russiche Archivalien zum Feldzug gegen Napoleon 1805-1806 . . .. 9 

Neuer Schwedischer Reichsarchivar . . » 22.2 2200er 94 

1. Literatan, 2 20000 nn ne ea 95 

—S Archivkursusin München . . . 2.2... een en a ae 98 

Stellenausschreibung. . . : » 2.20% ey N Er 98 

Kaufgesuch,. 22 = 0 0 0 0 0 e Me een 98 

Säurefreies Pergaminpapier zur Wiederherstellung von Archivalien ... . . - 98 

Personalveränderungen in der staatlichen bayerischen Archivverwaltung . . 99 

"Vermißte Archivalien des Stadtarchivs Speyerer. Sl ven 99 

Stadtpläne von Goslar . 2200 0 so lee nenn. 100 

Schlußbemerkung . » 2: 22200 N aaa. en cs 100 

Liste der Verstorbenen - 2:2: 20 na a een 100 

| Nachrufe auf Richard Knipping und Albert Pfeiffer... 2220. 101 


Druck und Vertrieb: Ed.Lintz K.-G.,, Düsseldorf 


April 1950 Bezugspreis je Heft 1,50 DM ’ II. Jahrgang Heft Nr. 2 


ii 


Personalveränd: 
in der staatlichen bayerischen Archivrei 


1. 10. 49 — 31. 3, 50 


1. Beförderungen: 
Staatsarchivrat Dr. Otto Puchner (Nürnberg) 
2. Ernennungen: ; 
Staatsarchivrat Dr. Josef Klemens Stadler (Hau 
archiv München) 1.2. 50, 23% Y 
3. Verleihung der Beamtenrechte auf 
Lebenszeit: 
Staatsarchivdirektor Dr. Hans Burkard ( er 
Ernennung zum Vorstand des Staatsarchivs Amberg 27.2 
Staatsarchivrat Dr. Ludwig Friedrich Barthe 
staatsarchiv München) 28. 2. 50. N 
Staatsoberachivar Dr. Josef Heider (Neuburg a. 
unter Ernennung zum Vorstand des Staatsarchivs Neubu 
a. d. D. 1. 3. 50. 2874 
Staatsarchivrat Dr. Heribert Sturm, (Neuburg a.d. D.) 
1.3. 50. far 
4. Aufnahme vonVolontären (höhererDienst) 
Dr. Friedrich Merzbacher (Würzburg) 3. 2,50. 
5. Pensionierungen: % 
Staatsarchivdirektor Franz Westermaier (Kreisarchiv 
München) 31. 12. 49. 5 


Vermißte Archiyalien des Stadtarchivs Speyer. 


Die Urkundenbestände des Archivs der Stadt Speyer waren 
während des Krieges zunächst in der Seyssel-Kaserne zu Germers- 
heim/Rhein ausgelagert und sollten auf erneute höhere Weisung 
in den ersten Märztagen 1945 per Bahn ins Rechtsrheinische 
verbracht werden. Der plombierte Güte in dem die 
transportablen, aus braun gebeiztem Eichenholz gefertigten Ur- 
kundenkästen verladen worden waren, blieb jedoch infolge ein- 
setzender Kampfhandlungen auf dem Bahnhof ü) 
stehen. Beim Einmarsch alliierter Tru wurden Wagen und 
Kästen von Russen und Polen erbrochen, der Inhalt auf dem 
Bahnhofsgelände zerstreut. Eine Reihe von Kästen ist ver- 
schwunden, einer mit dem gesamten Inhalt (Kaiserurkunden), 
die anderen nur mit vereinzelten Urkunden. Ein Teil der fehlen- 
den Urkunden wurde im Sommer 1945 im Keller des Pfarr- 
bauses in Kuhardt (Südpfalz), eine Einzelurkunde in Stuttgart 
in einem von der 1. franz. Armee zurückgelassenen Fahrzeng, 
eine weitere Einzelurkunde in Straßburg in einem imer 
(vom. Departemmental-Archiv Straßburg übergeben) ge: n. 
Seit Rückleitung nach Speyer fehlen etwa 200 Stücke. Es ist 
wahrscheinlich, daß die Urkunden zum Teil auf dem Markt er- 
scheinen. Im Falle ihres Auftauchens wird um Nachricht an das 
Archiv der Stadt Speyer gebeten. Die einzelnen Urkunden 
befanden sich in starken, zusammenfaltbaıen, blauen Tekturen 
mit der Aufschrift „Archiv der Stadt Speyer“ und der Urkunden- 
nummer (in der linken unteren Ecke). Die Urkunden selbst 
trugen sämtlich den Stempel „Archiv der Stadt Speyer‘ auf der 
Rückseite. 


I. Kaiserurkunden 
1. Ludwig der Bayer (15 Stück, 1332—1346) 
2. Karl IV. (22 Stück, 1347—1378) 
3. Wenzeslaus (10 Stück, 1378—1394) 
. Ruprecht (1 Stück, 1408) 
. Sigismund (6 Stück, 1419—1434) 
Friedrich IV. (6 Stück, 1442-1479) 
. Maximilian 1, (9 Stück, 1495—1516) 
. Karl V. (3 Stück, 1521—?) 
. Ferdinand I. (3 Stück, 1559—1563) 
10. Maximilian II. (2 Stück, 1565—1566) 
11. Rudolph II. (1 Stück, 1582) 
12. Matthias (1 Stück, 1616) 
13. Leopold I. (1 Stück, ?) 
14. Joseph I. (1 Stück, 1704) 
15. Franz I. (1 Stück, 1754) 


II. Transsumpte von Kaiserurkunden(8 Stück, 


eaoanpupm 


1111—1529 

Il, Innere Angelegenheiten der Stadt (44 
Stück, 1260—1662) 

IV. Äußere Angelegenheiten der Stadt (l02 


Stück, 1254— ?) 


Archivschuis 


Stadtpläne von Goslar 


Das Stadtarchiv Goslar besitzt in seinen Karten. 
beständen keinen einzigen Plan der Stadt Goslar aus der Zeit 
vor 1800, Lediglich auf einigen älteren Grenzkarten ist Goslar 
selbst auch — naturgemäß nur sehr klein — eingezeichnet, je. 
doch nicht im Grundriß, sondern als Ansichtsskizze. 

Es wäre für die Stadt Goslar sehr wichtig zu wissen, ob etwa 
irgendwo durch Zufall noch ein älterer Stadtplan der Stadı 
Goslar erhalten geblieben ist. Alle Stellen, an denen zunächst 
derartige Pläne vermutet oder erhofft wurden, haben leider 
negativ antworten müssen. BE Er 

Wir bitten um gefällige Benachrichtigung, wenn sich in einem 
Archiv ein Stadtplan von Goslar aus der Zeit vor 1800 finden 


sollte. 
Stadtarchiv Goslar 


(20b) Goslar am Harz, Marktstraße | 


Schlußbemerkung yY\ 


Dem Beitrag von Herrn Bürgermeister Karl Meyer über „das 
zonale Archivlager in Goslar‘ im letzten Heft des „Archivars“ 
ist eine Vorbemerkung vorangestellt, in der sich der Verfasser 
gegen zwei Bemerkungen in meinem Aufsatz über „die Er- 
haltung des Deutschordensarchivs‘‘ im 2. Heft des vorigen Jahr- 
gangs wendetund von einer Richtigstellung dieser Punkte spricht, 
Esist sehr schade, daß der Verfasser es nicht vorgezogen hat, sich 
persönlich mit mir in Verbindung zu setzen; ich hätte ihm gerne 
versichert, daß mir nichts ferner gelegen hat, als die Bemühungen 
der derzeitigen fachlichen Verwaltung des Zonalen Archivlagers, 
die eben leider keine ständige ist, in Zweifel zu ziehen. Es wäre 
dann vermieden worden, daß sich an meinen Aufsatz, der gerade 
eine allgemeind Einmütigkeit in bezug auf die Erhaltung wert- 
vollsten deutschen Kulturgutes zum Ausdruck bringen sollte, 
eine Auseinandersetzung über an sich doch nur sehr am Rande 
liegende technische Fragen knüpfen mußte. 

Zudem kann ich nachweisen, daß tatsächlich nichts richtig- 
zustellen ist, sondern daß die Ausführungen von Herrn Meyer 
meine Bemerkungen vielmehr bestätigen. Die beiden beanstan- 
deten Punkte sind offenbar: 1. Das Einbinden der fotokopierten 
Findbücher, das ich mit Rücksicht auf den gefährdeten Zustand 
im März 1949 als dringend erforderlich hingestellt hatte. Wenn 
Herr Meyer mitteilt, daß alle Bände jetzt gebunden sind, so 
ist dies erst nach meinem Hinweis geschehen, wodurch die 
Berechtigung dieser Anregung erwiesen wird. 2. Das Fehlen einer 
Kennzeichnung der geretteten modernen Bestände in den Find- 
büchern im März 1949. In der „Richtigstellung‘“ heißt es, daß 
„andere Reposituren ... bis auf einen geringen noch in Be- 
arbeitung befindlichen Rest in den Findbüchern kenntlich ge- 
macht sind“. Auch hier ist meine Anregung offenbar aufgenom- 
men worden, wobei immer noch unbezeichnete Bestände vor- 
handen gewesen sind, als der Beitrag geschrieben wurde. Auch 
diese Sachlage bestätigt meine Bemerkung. 

Was die fachliche Betreuung im ganzen angeht, so bedarf es 
wohl keiner Erwähnung, daß man eine Beschäftigung von durch- 
schnittlich zwei Tagen in der Woche nicht als eine ständige 
bezeichnen kann. Auf die Ausführungen von Herrn Meyer im 
einzelnen einzugehen, versage ich mir in dem Wunsche, dad 
diese Sache nunmehr mit Rücksicht auf wesentliche Ziele als 
erledigt gelten kann. 

E. Weise 


Liste der Verstorbenen 


Staatsarchiv Koblenz 
Dr. Knipping, Richard, Staatsarchivrat, f 28.1. 1950 in Rotholz 
bei Jenbach, Tirol, im 85. Lebensjahre. 
Hauptstaatsarchiv München 
Dr. Schrötter, Georg, Staatsarchivdireetor i. T., t 12. 2. 195V 
Staatsarch v Neuburg a.D. 
Dr. Deml, Joseph, Staatsarchivar i.R., f 12. 2. 1950. 
Staatsarchiv Nürnberg 
Dr. Steck, Friedrieh, Staatsarchivrat, } 15. 1. 1945 laut Tod: 
erklärung. 
Stadtarchiv Rheydt 
Müllers, Heinrich, Leiter des Stad:archivs, + 5. 1. 1950 
Staatsarchiv Stettin 
Dr. Kupke, Georg, Staatsarchivrat i. R., + 22.1. 1950 in Berl 
«er&4Lebensjahre. 


Marburg