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Full text of "Bibliotheca Germanorum, erotica & curiosa; verzeichnis der gesamten deutschan erotischen literatur mit einschluss der Übersetzung, nebst beifügung der originale"

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Bibliotheca  Germanorum  Erotica  & Curiosa 


Digitized  by  the  Internet  Archive 
in  2017  with  funding  from 
Duke  University  Libraries 


https://archive.org/details/bibliothecagerma07hayn 


Bibliotheca 
Germanomm  Erotica 
& Curiosa 

Verzeichnis  der  gesamten  Deutschen 
erotischen  Literatur  mit  Einschluß  der  Übersetzungen, 
nebst  Beifügung  der  Originale. 

Herausgegeben 

von 

Hugo  Hayn  und  Alfred  N.  Gotendorf 

Zugleich  dritte,  ungemein 
vermehrte  Auflage  von  Hugo  Hayns 
„Bibliotheca  Germanorum  erotica“. 

Band  VII  (S—T) 


München  1914  / Verlegt  bei  Georg  Müller 


Druck  yon  M.  Müller  & Sohn,  München 


Saadi 


I 


z2öö 

S.  1 

SAADI,  Schich  (-Scheich,  aus  Schiras),  Gulistan,  das  ist. 
Königlicher  Rosengart  des  Persischen  Poeten 
Sadi.  Durch  Joh.  Friederich  Ochssenbach,  aus  dem 
Frantzösischen  Andr.  du  Ryer  ins  Deutsch  gebracht.  Tübin- 
gen b.  Philibert  Brunn.  12®. 

O.  M.  V.  1637.  E la;  Bibi.  Kielmans-Egg.  II.  p.  1335, 

III.  p.  1224;  Cat.  libr.  Hamb.  22.  Nov.  1741.  p.  167. 

Sammlung  von  Fabeln,  Erzählungen  und  kleineren  morali- 
sirenden  Dichtungen.  — Sehr  seltene  erste  deutsche  Ueber- 
setzung. 

Persianischer  ROsenthal.  In  welchem  viel 

lustige  Historien,  scharffsinnige  Reden  und  nützliche  Regeln. 
Vor  400.  Jahren  von  einem  Sinnreichen  Poeten  SCHICH 
SAADI  in  Persischer  Sprach  beschrieben.  Jetzo  aber  von 

ADAMO  OLEARIO,  ....  übersetzet und  mit  vielen 

Kupfferstücken  gezieret Schieß wig  In  der  Fürstl.  Druc- 

kerey  gedr.  durch  Joh.  Holwein.  Bey  Joh.  Nauman  Buch- 
händlern in  Hamburg.  Im  Jahr,  1654.  Fol.  (In  Göttingen: 
Poetae  240;  auch  in  Elbing,  Stadtbibi.)  (40  Mk.  Edm.  Meyer, 
Berlin,  1908:  „Stellenw.  ausgebess.“;  44  Mk.  Paul  Graupe, 
Berlin,  1908.) 

Kupfertitel,  Titel,  Portrait  des  Herzogs  Christian  Lud- 
wig von  Braunschweig,  25  Bll.,  196  S.,  15  BU.  Reg. 

Interessant  ist  das  Werk  für  die  Geschichte  des  Buchdrucks 
in  Norddeutschland.  Druck  sowohl  wie  Papier  sind  erstklassig 
und  vorzüglich  sind  die  von  Chr.  Rothgiesser  aus  Husum 
gestochenen  Kupfer.  Nagler,  Künstlerlexikon  XIH,  467  sagt 
über  den  Künstler:  „Man  sieht  daraus,  dass  dem  R.  mehr 
Studium  als  Talent  gefehlt  habe.“  S.  i8iff. : Des  weisen 
Lokmans  Sinnreiche  Gedichte  und  Fabeln. 

Dasselbe.  Mit  36  Kpfrn.  (incl.  Kupfertitel)  in  schar- 
fen Abdrücken,  von  Chr.  Rothgiesser.  Ebd.  1660.  Quer-40. 

(6  Mk.  50  Pfg.,  mit  Gebrauchsspuren,  W.  H.  Kühl,  Berlin, 
c.  1882;  jetzt  theurer!) 

40  Bll.,  360  S.,  12  Bll.  — Bibi.  Reusch.  Heimst.  1741. 
p.  298;  Auction  Lobris.  München,  L.  Rosenthal,  1895,  rio- 
Dasselbe,  in : Adami  Olearii  Reise-Beschreibun- 
gen nach  Musskau  (sol)  und  Persien  . . . . Mit  vielen 
Kpfrn.  Hamburg  1696.  Fol.  (In  Göttingen:  Itinera  207a.) 
(2^/3  Rthl.  Richter  & Harrassowitz,  Lpz.,  vor  1890;  jetzt 
theurer  I) 

Die  einzelnen  Stücke  mit  besonderer  Pagination:  Scheich 
Saadi,  Der  Persische  Rosen  Thal,  übers,  von  O 1 e a - 

1 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


2 


Saadi— Saalheim 


rius  I — iio;  Lokmans  Fabeln  in  — 117;  Arabische  Sprüch- 
wörter  117 — 119.  — Scheich  Saadi,  Persischer  Baum- 
gar  ten  I — 106;  Sinnsprüche  107 — 115;  Inhalt  des  Baum- 
gartens 116 — 120. 

Proben  von  O 1 e a r i u s’  Übersetzung  des  „persian. 

Rosenthal’s  in  R a m 1 e r ’ s Sammlung  der  besten  Sinngedichte 
der  teutschen  Poeten. 

Persianisches  Rosenthal  nebst  Locmans  F a - 

beln.  Neue  veränderte  Ausgabe  (von  Joh.  Gottlieb  Schum- 
mel).  Wittenberg,  Zimmermann,  1775.  8°.  (5  Alk.  Gust. 

Fock,  Lpz.,  1907.) 

Drei  Lustgänge  aus  Saadi’ s Rosenhain,  Aus 

d.  Persischen  übers,  von  B.  Dorn.  Hamburg  1827.  8. 

Rosengarten,  aus  d.  Persischen  von  Wolff.  Stutt- 
gart 1841.  8°.  (iVio  Rthl.)  (1/3  Rthl.  Wilh.  Koebner,  Bres- 
lau, vor  1885.) 

■ Moslicheddin  Sadi’s  Rosengarten.  Nach  dem  Texte 

und  dem  arabischen  Commentar  S u r u r i’s  aus  d.  Persischen 
übers.,  mit  Anmerkungen  und  Zugaben,  von  Karl  Heinr.  Graf. 
Leipzig,  Brockhaus,  1846.  Kl.  8®.  22  u.  302  S.  (DL  Rthl.) 
Vergriffen!  (2  Alk.  O.  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908;  3 Alk. 
50  Pfg.,  unbeschn.,  Adolf  Weigel,  1908.) 

Der  Persianische  Baum-Garten,  mit  auss- 

erlesenen  Propffreisern  vieler  Geschichten 
. . . . (übers,  von  Adam  Olearius).  0.0.  1696.  (Im  British 
Aluseum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  3 (nach  dem  Cat.  des  genannten  Museums). 

Saadi’ s B o s t a n aus  dem  Persischen  übersetzt  von 

Friedrich  Rücker t.  Leipzig,  S.  Hirzel,  1882.  Kl.  8°. 

Aus  Rückert’s  Nachlaß  herausgegeben  von  W.  P e r t s c h. 
— W.  V.  Maltzahn’s  Bibi.  no.  1861. 

Dasselbe,  tit. : Lustgarten.  (Bostan.)  Aus  d.  Pers- 
ischen übers,  von  K.  H.  Graf.  2 Bde.  Jena  1850.  12°. 

(i  Alk.  50  Pfg.  O.  Schönhuth,  Alünchen,  1909.) 

Der  Fruchtgarten.  Aus  d.  Persischen  auszugs- 
weise übertragen  von  O.  Al.  Frhrn.  v.  Schlechta- 
Wosehrd.  Alit  10  Taf.  Illustr.  in  Holzschnitt,  Stahlstich, 
Chemitypie,  Chalkographie,  Lithographie,  Stilographie,  Galvano- 
graphie  und  Siderographie.  Wien,  Staatsdruckerei,  1852.  8°. 

(2  Rthl.)  (Ve  Rthl.  Alaske,  Breslau,  vor  1875;  Kthl. 

Völcker,  Frf.  a.  Al.,  1875.) 

SAALHEIM,  Louise,  oder  Liebe  und  Leidenschaft, 
eine  Geschichte  in  Briefen.  Alannheim,  Löffler,  1808.  8°.  (2/3 
Rthl.) 

Zuerst  gedr.  ebd.  1795.  VIII — 218  S.  Mit  Titelkpfr. 

u.  Titelvign.  — Zahm. 


Saalnixe — Sachen 


3 


SAALNIXE,  Die,  eine  Sage  der  Vorzeit.  Zweyte  ganz 
umgearb.  Auflage.  Mit  einem  Anhänge:  über  Sitten  und 
Gebräuche  deutscher  Vorzeit.  2 Bde.  Mit  Kupf. 
Leipzig,  Rein  und  Comp.,  1804.  8°.  (1V2  Rthl.) 

§ SABINERINNEN,  D i e g e r a u b t e n.  O.  O.  u.  J.  8».  (In 
München:  Eur.  91,  i.)  Rar! 

SABINUS,  Von  den  Damen  an  die  Damen.  Rosen- 
Epistel  mit  untermischten  Humoren  u.  angenehmen  Pikanterien 
über  das  Siebengestirn  ,, Jugend  — Schönheit  — Leben  — 
Liebe  — Treue  — Ehe  — Glück“,  Sieben  Postscripten,  Er- 
innerungen u.  cris  d’allarme  an  die  Männer,  u.  einem  Sonetten- 
kranze:  das  Jahr  u.  seine  Monate  — das  Leben  u.  seine 
Zeiten;  von  — . Hamburg,  bei  F.  W.  L.  Meuch,  1825.  Kl.  8°. 
3 Bog.  Selten ! 

A.  G.  S c h m i d,  Gallerie  deutscher  pseud.  Schrittst.  Grimma 
1840.  Kl.  4O.  p.  169 — 170. 

SACCHETTI,  Franco  (geb.  ca.  1335,  f nach  1410),  Die  (223) 
Novellen  des  — , Bürgers  von  Florenz.  Ins  Deutsche  über- 
tragen, mit  einem  Lebensbild  des  Autors  und  einem  literar- 
historischen Anhang  versehen  von  Dr.  Hanns  F 1 o e r k e. 
3 Bde.  Mit  Portrait.  München,  Georg  Müller,  1907.  8°.  (In 
Hprgt.  ä Bd.  Mk.  10 — ; Luxusausgabe  auf  van  Geldern,  in 
Ganzprgt.,  in  Cartons,  ä Bd.  Mk.  20 — .)  (30  Mk.,  tadelloses 
Gelegenheitsexpl.,  eleg.  gebd.  in  Hprgt.,  in  Cartons,  Adolf 
Weigel,  1910.) 

Einmalige  Auflage  von  800  numer.  Expll.  — Bildet  auch 
Bl.  I — 3 der  Serie  „Perlen“  älterer  romanischer  Prosa.  Lustige, 
oft  auch  groteske  und  gepfefferte  Geschichten  aus  dem  Flo- 
renz des  14.  Jahrhunderts.  Da  mehrere  derselben 
stark  gewürzt  sind,  der  Übersetzer  sich  aber  nicht  dazu  ent- 
schliessen  konnte,  eine  Ausgabe  in  usum  Delphini  zu  ver- 
anstalten, musste  ihre  Veröffentlichung  auf  dem  Subskrip- 
tionswege erfolgen.  — Von  den  „Trecento  Novelle“  des 
Vf.  sind  nur  223  auf  uns  gekommen. 

Orig.;  Delle  novelle  di  Franco  Sacchetti,  cittadino 
fiorentino,  parte  prima  e seconda.  2 vol.  Firenze  1724.  Gr.  8°. 
(16  Mk.,  bei  expl.  de  la  3me  Impression  suivant  Gamba, 
völin,  Adolf  Weigel,  1908.)  — Novelle.  2 vol.  Milano  1804. 
(Citirt  R.  H a u b o 1 d in  s.  Diss.  üb.  B.  des  Periers.) 

§ SACHEN,  Angenehme,  Vor  die  Candidaten  des 
Ehestandes.  (Große  Vignette  in  Barockrahmen  und  mit 
Bandschrift:  Num  alibi  melius.)  Strassburg  (Zierstock)  Zu 
finden  bey  Ferdinand  Graffton  (fing.)  1696.  12°.  (Auch  in 
Dresden : Lit.  Germ.  rec.  C.  933.)  Aeusserst  selten  I 

Titel,  I Bl.  Vorwort,  235  S.,  i unbez.  S.  Inh.-Verz.  — 
Darin  S.  105 — 126:  „R  u h e s t a t (sol)  der  Liebe  oder 
S c h o o ß (vulva)  der  Geliebten“  (obscönes  Gedicht  in 
Alexandrinern,  von  Joh.v.  Besser);  S.  127 — 168:  „MONSIEUR 

1* 


4 


Sachen 


HARLEQUIN  oder  des  HARLEQVINS  Hochzeit,  vorgestellet 
in  einem  S i n g e - S p i e 1“  (von  Chrn.  Reuter). 

Dasselbe,  in:  Instrumentum  (s.  d.)  pacis  oder 

Friedensschluss  ....  Cöln  1707. 

§ SACHEN,  Lesbare,  be  ym  V e r d a u u n g s g e s c h ä f t e 
und  am  Putztische.  Zwanzig  Begebenheiten  (in 
Prosa  und  Versen,  gesammelt  von  August  v.  Kotzebue).  Mit 
figurenreichem  Titelkpfr.  (Gastmahl,  von  C h o d o w i e c k i)  u. 
Titelvign.  (unsign.).  St.  Petersburg  und  Leipzig,  in  Commißion 
der  Dykischen  Buchhandlung,  1783.  8°.  Selten!  (12  Mk.,  schönes 
Expl.,  Frdr.  Klüber,  c.  1905.;  15  Mk.,  Titelvign.  angemalt, 
Adolf  Weigel,  1908.) 

Tit.,  I Bl.  (recto  i frz.  Gedicht  von  D o r a t , verso  ein  deut- 
sches Gedicht  von  Wieland),  i Bl.  Inh.,  414  S.,  i Bl.  Druckf. 
— I.  Die  Nachtigall  (frivoles  Gedicht  nach  d.  Franzos.;  nach 
Wahl  nicht  von  Rost,  sondern  von  Chm.  Nie.  Naumann, 
S.  I — 14).  2.  Phyllis,  Königin  von  Thrazien,  an  Demophoon,  des 
Theseus  Sohn.  Freye  Uebersetzung.  Ovid  Heroid.  Ep.  II.  (S. 
15 — 29.)  3.  Periander  (theils  aus  Herodot,  Buch  3,  theils  aus  den 
Diogenes  Laertius  Leben  des  Perianders,  S.  30 — 63 : 74  achtzeil. 
Str.).  4.  Edwin  und  Athelstan  (in  Versen,  Stoff  aus  Meissner’s 
Skizzen,  S.  64—75).  5-  Die  eherne  Tafel,  oder  Geschichte  eines 
indianischen  Genie’s  (Prosa,  S.  76—174).  6.  Zoroaster  (freies 

Gedicht,  S.  175 — 200,  mit  Prosa-Stellen,  Fragment  aus  der  Cyro- 
pädie).  7.  Das  wundersame  Hündlein.  Ein  Feenmärchen. 
Nach  la  Fontaine  (S.  201 — 261:  150  achtzeil.  Str.).  8. 

A b e n t h e u e r 1 i c h e , aber  wahrhafte  und  lehr- 
reiche, so  traurige  als  lustige  Liebes  - und  Ge- 
spensterhistorie der  schönen  Kunigunde:  oder, 
die  durch  den  Teufel  bestrafte  Strenge  der 
ehrbaren  Frau  Sibylla.  Im  Jahr  nach  Zerstörung 
der  Stadt  Jerusalem  1702.  (27  achtzeil.  Str.,  S.  262 — 273. 

— Erschien  auch  als  Einzeldruck.)  9.  Der  wieder 
gefundene  Sohn.  Eine  (zahme)  Geschichte  (in  Prosa,  S.  274 
333).  10.  (Wieland)  Nadine  (freies  Gedicht,  S.  334 — 337). 

II.  Chloe  (zahmes  Gedicht,  S.  338—341).  12.  Der  Donner. 

Eine  (komische)  Erzählung  (gegenseitige  Beichte  von  Frau 
und  Mann,  in  Versen,  S.  342—346).  13.  Selinde  (etwas  freies 

Gedicht,  S.  347 — 353).  14.  Die  Theilung  (freies  Gedicht,  S.  354 
-356).  15.  Der  über  uns  (pikantes  Gedicht,  S.  357 — 359).  16. 
Der  Schiffer  (Warnung  vor  Hahnreischaft,  Gedichtchen,  S.  360 
-61).  17.  (Thümmel)  Die  Inokulation  der  Liebe.  Eine  (etw'as 
freie)  Erzählung  (in  Versen).  Dem  Herrn  Kreissteuereinnehmer 
Weiße  gewidmet  (S.  362—406).  18.  Das  Hirschgeweih  am 

Männerhaupte,  dessen  Entstehung.  Eine  Romanze  (16  Str. 
Knüttelverse : junger  Mann  namens  Acteon  beschleicht  eine 
schöne  Dame  „von  Wien“  beim  Baden,  und  erhält  durch 
das  Anspritzen  der  Schönen  ein  Hirschgeweih  am  Haupte. 
S.  407 — lo).  19.  Der  Staatsminister  und  sein  Kutscher.  Eine 
Erzählung  in  Versen  (frivol,  S.  411  — 12).  20.  Gedanken  eines 
Bauers  bey  dem  Guckkasten  (5  Str.  mit  moralisirender  Spitze. 

s.  413—14)- 


Sacher-Masoch 


5 


Sacher-Masoch, 

Leopold  Ritter  von  (geb.  in  Lemberg  in  Galizien, 
d.  27.  Jan.  1836,  t 9.  März  1895). 

ADAM,  Der  kleine.  — Sascha  und  Saschka.  Stutt- 
gart, o.  J.  8°.  (Mk.  I — .)  (70  Pfg.  Ernst  Geibel,  Hannover, 
1907.) 

AFRIKAS  Semiramis.  Roman.  Hrsg,  von  C.  H.  v. 
Schlichtegroll.  Dresden  1901.  8°.  (Mk.  3 — .) 

AMOR  mit  dem  Korporalstock.  — Eine  Frau  auf 
Vorposten.  Zwei  Novellen  aus  den  russischen  Hofgeschich- 
ten. Berlin  1885.  8®.  (Mk.  i — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper,  Barmen, 

1897.) 

AUFSTAND,  Der,  in  Gent  unter  Kaiser  Carl  V. 
Schaffhausen  1857.  8°.  (i  Rthl.  24  Sgr.) 

AUS  einer  andern  Welt.  Eine  Novelle.  Berlin  1886. 
8°.  (Mk.  I — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper,  1897.) 

AUS  dem  Tagebuche  eines  Weltmannes.  Cau- 
serien  aus  der  Gesellschaft  und  der  Bühnenwelt. 
2.  Aufl.  Halle  1872.  8«. 

BLUT-HOCHZEIT,  Die,  zu  Kiew.  — Ariella.  2 Liebes- 
geschichten. Berlin  1886.  8®. 

CASTELLAN,  Der  alte.  Roman.  Berlin,  o.  J.  8°.  (Mk.  i — .) 
(50  Pfg.  A.  Graeper,  1897.) 

DAMEN  in  Pelz (Mk.  4—.)  (3  Mk.  W.  A.  Gabriel, 

Berlin,  c.  1902.) 

Der  neueste  Skandal  in  der  Highlife.  — Eine  Nacht  im 
Paradiese.  — etc. 

DAMEN-DUELL,  Ein.  Eine  russische  Hofge- 
schichte. Berlin  1885.  8®.  (Mk.  i — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper, 
1897.) 

— — , Ein  Lustspiel  in  3 Aufzügen.  Erfurt  1 893.  8°. 
(Mk.  2 — .)  (i  Mk.  der  Vorige,  1897.) 

Mitverfasser : Gustav  Kaegeler. 

DONAU-VENUS,  Die.  Berlin,  Klinger. 

Verboten  v.  Kr.-G.  Neutitscheim,  13.  III.  1901.  § 516. 

DONSKI,  Graf.  Eine  galizische  Geschichte  1864. 
2.  Aufl.  Schaffhausen  1864.  8®.  (i  Rthl.  24  Sgr.)  (2  Mk. 
60  Pfg.  List  & Francke,  Lpz.,  1910;  2 Kr.  80  H.  A.  H.  Huber, 
Salzburg,  1909:) 

„Die  erste,  anonym  erschienene  Auflage  ist  von  der  öster- 
reichischen und  deutschen  Kritik  als  eine  hervorragende  Schöp- 
fung bezeichnet  worden  und  hat  allenthalben  grösstes  Auf- 
sehen erregt.  Halb  Roman,  halb  Sittenschilderung,  enthält 
dieses  Werk  Schilderungen  des  Volkslebens,  der  Culturmomente. 
das  landschaftlich  und  ethnographisch  Charakteristische  in  einer 
überraschenden  Frische  und  Anschaulichkeit  der  Darstellung.“ 


6 


Sacher-Masoch 


EMISSÄR,  Der,  Novelle (Mk.  i— .) 

ERNTEFEST,  Das,  und  Die  Todten  sind  unersätt- 
lich. 2 Novellen.  Berlin  1887.  8°.  (Mk.  i — .) 
ERZÄHLUNGEN,  Lustige,  ausdemOsten.  2 Bde.  Bres- 
lau 1893.  8°.  (Mk.  5 — .)  (2  Mk.  A.  Graeper,  1897.) 
EUDOXIA,  die  Sängerin,  und  andere  galizische 
Geschichten.  Berlin,  o.  J.  8*’.  (Mk.  i — .) 

FRAU,  Die  geschiedene.  Passionsgeschichte 
eines  Idealisten.  2 Thle.  2.  Aufl.  Halle  1872.  8®.  (Mk. 
5,25.)  (i  Mk.  20  Pfg.,  Leihbibl.-ExpL,  E.  Geibel,  Hannover, 
1907.) 

FRAUEN,  Grausame.  Novellen.  6 Bde.  Leipziger  Verlag, 
G.  m.  b.  H.,  o.  J.  (190*).  8^.  (ä  Mk.  i — .)  (ä  60  Pfg.,  Lipsius 
& Tischer,  Kiel,  1908.) 

I:  Sphinxe'.  7 Novellen.  II;  Starke  Herzen.  8 Nov.  II;  Sieger 
und  Besiegte.  6 Nov.  IV;  Amazonen.  8 Nov.  V;  Richter 
und  Henker.  6 Nov.  VI;  Weiberrache.  7 Nov. 

Händler-Kritik;  „Als  Schilderer  eigenartiger  Frauen- 
gestalten und  namentlich  solcher  Weiber,  deren  Sinnlichkeit 
mit  raffinierter  oder  auch  manchmal  brutaler  Grausamkeit  ge- 
paart ist,  hat  Sacher-Masoch  sich  dauernden  Ruhm  erworben. 
Ausnahmslos  fast  gleichen  die  Heldinnen  seiner  Werke  schö- 
nen Raubtieren,  die  den  ihnen  in  Liebe  nahenden  Mann 
lächelnd  zerreissen,  aber  ihm  trotzdem  solche  Wonnen  ge- 
währen, dass  er  den  Untergang  seiner  Person,  seiner  Ehre. 
Vernichtung  von  Freiheit  und  Existenz  darüber  fast  noch  als 
berauschendes  Glück  zu  empfinden  vermag.“ 

GESCHICHTEN,  Galizische.  Novellen.  Leipzig  1875.  8°. 
(Mk.  3,75.)  (i  Mk.  50  Pfg.,  Leihbibl.-Expl.,  E.  Geibel,  Hanno- 
ver, 1907.) 

Dasselbe.  Berlin  1886.  8°. 

Dasselbe.  5.  Aufl.  Leipzig,  o.  J.  (c.  1908).  8°.  (Mk.  4 — .) 

(2  Mk.  B.  Seligsberg,  Bayreuth,  1911.) 

Dasselbe.  Neue  Folge.  2 Bde.  4.  Aufl.  Berlin,  o.  J. 

80.  (Mk,  9—.) 

, Polnische.  2.  Aufl.  Breslau  1906.  8®.  (Mk.  4,50.) 

, Harmlose,  aus  der  Bühnen  weit.  Leipzig 

1878.  80. 

GHETTO  - Geschichten,  Polnische.  München  1886.  80. 
(Mk.  3 — .)  (i  Mk.  25  Pfg.,  A.  Graeper,  1897.) 

GLÄUBIGER  als  Heiratsstifter.  Novelle.  Berlin  1886. 
80.  (Mk.  I — .)  (50  Pfg.  der  Vorige.) 

HAJDAMAK.  Novelle.  Berlin,  o.  J.  80. 

HASARA  Raba.  Novelle.  Berlin,  o.  J.  80.  (Mk.  i— .)  (60  Pfg. 
der  Vorige.) 

HERMELIN,  Falscher.  Kleine  Geschichten  aus  der 
Bühnenwelt.  Leipzig  1873.  ^o.  (Mk.  5,25.)  (i  Mk.  Th. 


Sacher-Masoch 


7 


Ackermann,  München,  1883;  i Mk.  50  Pfg.,  Leihbibl.-Expl., 
E.  Geibel,  1907.) 

Dasselbe.  6.  Aufl.  Mit  7 Illustr.  von  Klic.  Berlin,  o.  J. 

80.  (Mk.  4—.) 

Dasselbe.  2 Bde.  Berlin,  o.  J.  (c.  1900).  8°.  (Mk.  8 — .) 

(5  Mk.  W.  A.  Gabriel,  Berlin,  c.  1902;  3 Mk.  50  Pfg.,  B.  Se- 
ligsberg,  Bayreuth,  1911.) 

Band  I:  Der  Dämon  der  Jungfräulichkeit.  — Adam  und 
Eva.  — Tugend  beim  Ballet.  — Ein  harmloser  Blaubart. 
— Ein  galanter  Landesvater.  — Die  neue  Pompadour.  — 
Der  weibliche  Pandur.  — Flegeljahre  eines  Idealisten  u.  s.  w. 

Band  II:  Der  liebenswürdige  Kurfürst.  — Der  neue  Jupiter. 
— Soubretten.  — Ein  platonischer  Harem.  — Die  Scham- 
losen. — Amor  auf  der  Börse.  — Miß  Ella.  — Eine  unheilige 
Tochter  des  heiligen  Vaters.  — Die  drei  Peruvianerinnen  u.  s.  w. 

— — Dasselbe.  Neue  Folge.  Bern  1879.  8®.  (2  Mk.  Theod. 
Ackermann,  1883.) 

Dasselbe.  Neue  Folge.  4.  Aufl.  Berlin,  o.  J.  (Mk.  4 — .) 

(i  Mk.  50  Pfg.,  A.  Graeper,  1897.) 

HIOB,  Der  neue.  Roman.  Stuttgart  1878.  8®.  (Mk.  4,50.) 
(2  Mk.  Völcker,  Frf.  a.  M.,  1909.) 

HOCHZEIT,  Die,  von  Kiew.  — Die  verliebte  Redak- 
tion. (c.  1880.)  8®.  (i  Mk.  50  Pfg.,  Gust.  Klötzsch,  Lpz.,  1885.) 
HOFGESCHICHTEN,  Deutsche.  Geschichten  aus  der 
Zopfzeit.  Leipzig  1890.  8®.  (Mk.  i — .)  (75  Pfg.,  A.  Grae- 
per, 1897.) 

— — , Russische.  Historische  Novellen.  4 Bde.  Leipzig 
1873 — 77.  8®.  (Mk.  15 — .)  (5  Mk.  etwas  fleckig,  M.  Edel- 
mann, Nürnb.,  c.  1905.) 

Meist  Skandalgeschichten  vom  Hofe  Kathari- 
na ’ s II. 

Dasselbe.  2 starke  Bde.  (zus.  885  S.).  Berlin,  o.  J.  8®. 

(ä  Mk.  5 — .)  (5  Mk.  R.  Klinger,  Berlin,  c.  1905.) 

Dasselbe.  7.  Aufl.  Ebd.,  o.  J.  8®.  (Mk.  10 — .) 

Dasselbe,  ii.  Aufl.  Leipzig,  o.  J.  8®.  (2  Mk.,  wie  neu, 

B.  Seligsberg,  1911,  ohne  Theilesangabe.) 

, Wiener.  Novellen.  Berlin  1885.  8®.  (Mk.  4 — .)  (i  Mk. 

80  Pfg.,  Hugo  Streisand,  Berlin,  1909.) 

Dasselbe.  9.  Aufl.  Ebd.,  o.  J.  8®.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk. 

B.  Seligsberg,  1911.) 

HYÄNE,  Die,  der  Pussta.  Berlin  1885.  8®.  (Mk.  i — .) 
(50  Pfg.,  A.  Graeper,  1897.) 

IDEALE,  Die,  unserer  Zeit.  Roman  in  4 Büchern  (= 
4 Bänden).  Bern  1875.  8®.  (Mk.  15—.)  (3  Mk.  50  Pfg.,  Leih- 
bibl.-Expl., E.  Geibel,  1907.) 

IM  Reich  der  Töne.  Musikalische  Novellen.  Mit  Titelbild. 
Mannheim  1891.  8®.  (Mk.  5 — .) 


8 


Sacher-Masoch 


IM  Venusberg  und  andere  Geschichten  von  den 
Messalinen  Wiens  (s.  d.).  Berlin,  o.  J.  8®.  (70  Pfg., 

H.  Hugendubel,  München,  1903.) 

Dasselbe.  Bern,  o.  J.  (c.  187*).  8°.  (2  Mk.  Taussig,  Prag, 

1904.) 

Dasselbe.  6.  Aufl.  Berlin,  o.  J.  8°.  (Mk.  i — .)  (60  Pfg., 

C.  Winter,  Dresden,  1895.) 

KAISERIN,  Eine,  beim  Profoss.  — Nero  im  Reif- 
rock. 2 russische  Hofgeschichten.  Berlin  1885.  8°.  (Mk.  i — .) 
(50  Pfg.,  A.  Graeper,  1891.) 

KAUNITZ.  Kulturhistorischer  Roman  in  2 Büchern;  i.  Buch: 
Kaunitz  und  Voltaire.  2.  Buch:  die  Epigramme  Friedrichs  des 
Großen.  Prag  1864.  8®.  Vergriffen!  (3  Mk.  60  Pfg.,  Taussig, 
1904.) 

Dasselbe.  2 Bde.  Leipzig  1873.  8®.  (3  Mk.  Jos.  Jolowicz, 

Posen,  1908;  2 Mk.,  Leihbibl.-ExpL,  E.  Geibel,  1907.) 

Dasselbe.  Neue  Ausgabe.  Ebd.,  o.  J.  (c.  1908).  8®.  (Mk. 

3—.)  (3  Mk.  50  Pfg.,  B.  Seligsberg,  1911.) 

KEUSCHHEITS - Kommission,  Die.  Novelle.  4.  Aufl.  Ber- 
lin, o.  J.  8®. 

KÖNIG,  Der  letzte,  der  Magyaren.  Historischer  Roman. 
3 Bde.  Jena  1870.  8®.  (42/4  Rthl.)  (3  Mk.  E.  Geibel,  1907.) 
KOMÖDIANTEN,  Fahrende,  und  andere  Novellen 
. . . .(Mk.  I—.) 

KUNST,  Die,  geliebt  zu  werden  und  Nur  die  Toten 
kehren  nicht  wieder.  Zwei  russische  Hofgeschichten .... 
(Mk.  I—.) 

LEBEN,  Jüdisches,  in  Wort  und  Bild.  3.  Aufl.  Mit 
vielen  Text-Illustr.  u.  Vignetten  von  Görardin,  Levy  etc. 
Mannheim,  o.  J.  Gr.  4®.  (7  Mk.,  eleg.  gepr.  Orig.-Lwdbd.  in 
Futteral,  W.  Jacobsohn  & Co.,  1910.) 

LIEBE,  Die,  des  Plato.  Novelle.  Mit  4 ganzseitigen  Voll- 
bildern in  Lichtdruck  und  mehrfarbigem  Titelbild  von  Marquis 
Franz  von  Bayros.  Leipzig,  Georg  H.  Wigands  Verlag 
(c.  1908).  (Mk.  4 — .) 

Dasselbe.  Numer.  Luxus-Ausgabe.  Holländ.  van  Gel- 
dern Bütten.  Gebd.  in  apart.  Ganzldrbd.  (Mk.  12 — .) 

Erschien  zuerst  in  „Das  Vermächtnis  (s.  weiter  unten) 
Kains“,  als  4.  Novelle  des  ersten  Theils:  „Die  Liebe“  betit. 

Aus  dem  Prospekt:  „Die  Liebe  des  Plato“  behandelt 
das  Problem:  gibt  es  eine  Liebe,  die,  von  allem  Sinnlichen 
absehend,  nur  im  Geistigen  Glück  und  Genüge  zu  finden  ver- 
mag? Des  Dichters  Antwort  auf  diese  Frage  ist  eine  be- 
jahende. Der  neue  Plato,  in  dessen  Seele  die  Sehnsucht  nach 
einer  solchen  Liebe  wohnt,  sucht  sie  und  findet  sie,  nachdem 
er  beim  Weibe  die  unausbleibliche  Täuschung  erlebt,  an  der 


Sacher-Masoch 


9 


Seite  eines  gleichgestimmten  Freundes,  mit  dem  er  sich,  dem 
Lärm  der  Welt  fliehend,  in  der  Einsamkeit  begräbt. 

Der  uns  von  jeder  Seite  des  Buches  entgegenleuchtende 
hohe  Idealismus  des  Dichters,  die  vollendete  Form  der  Dar- 
stellung und  die  meisterhafte  Charakteristik  der  Hauptpersonen 
machen  die  Lektüre  der  „Liebe  des  Plato“  zu  einem  hohen 
geistigen  Genuß. 

Einen  besonderen  Reiz  gewinnt  die  vorliegende  Neuausgabe 
dieser  Meisternovelle  Sacher-Masoch' s durch  eine  An- 
zahl von  Lichtdrucken  voll  feinsten  und  intimsten  Reizes,  mit 
denen  Marquis  Franz  von  Bayros  das  Buch  geschmückt 
hat.  Zwei  congeniale  Naturen  — der  Maler  und  der  Dichter 
— einander  befeuernd  und  ergänzend,  haben  hier  ein  Kunst- 
werk geschaffen,  das  an  innerer  wie  äußerer  Schönheit  von 
wenigen  nur  erreicht,  von  kaum  einem  übertroffen  werden 
dürfte.“ 

LIEBESGESCHICHTEN  aus  verschiedenen  Jahrhun- 
derten. Novellen.  3 Sammlungen.  Bern  1877.  8°.  240.  263, 
271  S.  Selten!  (15  Mk.  H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 

Dasselbe.  8.  Aufl.  2 Bde.  Berlin,  o.  J.  (c.  190*).  8®. 

(Mk.  8 — .)  (3  Mk.  Lipsius  & Tischer,  1908;  3 Mk.  50  Pfg. 
B.  Seligsberg,  1911.) 

MAGASS,  der  Räuber.  — Unser  Deputirter.  2 galizi- 
sche  Geschichten.  Berlin  1887.  8®.  (50  Pfg.,  J.  Halle,  München, 
1905.) 

Vorher:  Leipzig  1886.  8®.  (Mk.  i — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper, 
1891.) 

MANN,  Ein,  wird  gesucht.  Roman.,  Berlin  1879.  8®.  (Mk. 
3 — .)  (i  Mk.  25  Pfg.  der  Vorige,  1897.) 

MARCHANDE  de  modes-Mädc  hen.  Das,  und  andere 
Geschichten  von  den  Messalinen  Wiens.  Berlin, 
o.  J.  8®. 

MARIA  TheresiaunddieFre  i m a u r e r.  Historische  No- 
velle. Leipzig  1872.  8®. 

MENSCHEN,  Gute,  und  ihre  Geschichten.  Ein  Novel- 
lenbuch. Berlin,  o.  J.  8®.  (Mk.  3 — .)  (i  Mk.  50  Pfg.,  A.  Grae- 
per,  1897. 

Inh.:  Gläubiger  als  Heirathsstifter.  — Die  verliebte  Re- 
daktion. — Aus  einer  anderen  Welt. 

Dasselbe.  Leipzig,  o.  J.  (190*).  8®.  (Mk.  4 — .)  (i  Mk. 

50  Pfg.,  B.  Seligsberg,  1911.) 

MESSALINEN,  Die,  Berlins  (s.  d.).  Realistische  Novellen 
und  Sittenbilder  aus  dem  high  life  der  Reichshauptstadt.  12. 
Aufl.  Leipzig,  o.  J.  (190*).  8®.  (Mk.  3—.)  (2  Mk.,  wie  neu, 
B.  Seligsberg,  1911.) 

Sacher-Masoch  wohl  untergeschoben. 

, Die,  Wiens  (s.  d.).  Geschichten  aus  der 

guten  Gesellschaft.  2 Bde.  4.  Aufl.  Berlin  1886 — 87. 


10 


Sacher-Masoch 


30.  158-I-174  S.  (Mk.  4—.)  (i  Mk.  50  Pfg.,  Frdr.  Klüber, 
München,  c.  1902.;  2 Mk.  50  Pfg.,  M.  Edelmann,  Nürnb.,  1906.) 
Vorher:  Leipzig  1873.  8».  328  S.  Erste  Ausgabe. 
(Mk.  4,50.)  (6  Mk.  50  Pfg.  Taussig,  1907;  i Mk.,  gebrauchtes 
Leihbibl.-E.xpL,  E.  Geibel,  1907.)  — Bern  1877.  80.  (Mk.  6—.) 
(3  Mk.,  eleg.  Lwdbd.,  Völcker,  Frkf.  a.  M.,  1878.)  — Berlin 
1885.  80,  (i  Mk.  40  Pfg.  C.  Winter,  Dresden,  1895.) 

Karl  Wallstein  nennt  als  Verfasser : Emil  Mario  Vacano. 
Aus  dem  Inhalt:  Unter  der  Peitsche.  — Karneval  der 
Liebe.  — Ein  Hirschpark  in  der  Provinz.  — Eine  gute  Partie. 
— Die  Frau  nach  der  Mode.  — Im  Venusberg  u.  s.  w. 
Dasselbe.  5.  Aufl.  Berlin,  o.  J.  80.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk. 

A.  Graeper,  1891.) 

Dasselbe.  8.  Aufl.  Ebd.,  o.  J.  80.  (i  Mk.  Jos.  Jolowicz, 

Posen,  1908.) 

Dasselbe.  Berlin,  Neufeld  & Henius. 

Verboten  v.  L.-G.  Lemberg,  17.  X.  1896.  § 516. 

Dasselbe.  13.  Aufl.  Ebd.,  o.  J.  (190*).  80.  (Mk.  4 — .) 

(i  Mk.  80  Pfg.,  B.  Seligsberg,  1911.) 

Dasselbe,  titulo : Die  Messalinen  an  der  Donau. 

(190*.)  (3  Mk.,  zus.  mit  den  „Messalinen  Berlins“,  W.  A. 

Gabriel,  Berlin,  c.  1905.) 

MYSTERIEN,  Kleine,  der  Weltgeschichte.  3.  Aufl. 
Leipzig,  o.  J.  80.  (Mk.  i — .)  (60  Pfg.,  A.  Graeper,  1897.) 
NOVELLEN,  Hinterlassen  e.  2 Bde.  Dresden  1901.  8°. 
(ä  I Mk.  M.  Edelmann,  c.  1905.) 

Jeder  Bd.  enth.  7 Novellen,  der  i.  mit  d.  Titel:  „Grau- 
same Frauen“  (s.  weiter  oben). 

PARADIES,  Das,  am  Dniester.  Roman.  Berlin,  o.  J.  80. 
(Mk.  I — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper,  1897.) 

PARIS,  Der  neue.  — Eine  Hochzeit  im  Eispalast. 
Zwei  russische  Hofgeschichten.  Berlin  1885.  80.  (Mk.  i — .) 
(50  Pfg.  A.  Graeper,  1897.) 

REDAKTION,  Die  verliebte.  Humoristische  Novelle.  Berlin 
1886.  80.  (Mk.  I—.)  (50  Pfg.  der  Vorige.) 

REPUBLIK,  Die,  der  Weiberfeinde.  4 Bde.  Leipzig 
1878.  80.  (Br.  Mk.  9 — .)  (4  Mk.,  Lwdbde.,  Frdr.  Klüber ’s 
Nachf.,  München,  1909.) 

SATTEN,  Die,  und  die  Hungrigen.  Roman.  2 Bde. 
Berlin  (c.  1908).  80.  (Mk.  6 — .)  (2  Mk.  80  Pfg.,  wie  neu, 

B.  Seligsberg,  1911.) 

SCHATTEIN-BILDER,  Soziale.  Aus  den  Memoiren 
eines  österreichischen  Polizeibeamten.  Ein  Sei- 
tenstück zu  „Falscher  Hermelin“.  Halle  1873.  ^o.  (Mk.  4,50.) 
(i  Mk.  50  Pfg.  Th.  Ackermann,  1883.) 

SCHLITTENFAHRT,  Eine,  und  Anderes.  Berlin  1 886. 
80.  (Mk.  1 — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper,  1891.) 


Sacher-Masoch 


II 


SEELENFÄNGERIN,  Die.  Roman.  2 Bde.  Berlin  (c.  1908). 
8°.  (Mk.  9 — .)  (3  Mk.  50  Pfg.,  wie  neu,  B.  Seligsberg,  1911.) 
SERAPH.  — Zwei  Königinnen  — Die  vier  Tempera- 
mente. Novellen.  Breslau  1888.  8<>.  (Mk.  4,50.)  (i  Mk. 

50  Pfg.  A.  Graeper,  1897.) 

SOIREEN,  Zwei,  in  der  Eremitage.  Berlin  1886.  8°. 
(Mk.  I — .)  (50  Pfg.  der  Vorige.) 

SOLD  AN,  Frau  von.  Roman.  Leipzig  1884.  8®.  (Mk.  i — .) 
(60  Pfg.,  Lwd.,  der  Vorige.) 

SULTAN,  Ein  weiblicher  (Kaiserin  Elisabeth  von 
Russland,  die  berüchtigte  Messaline).  Historischer  Roman. 
3 Bde.  Bern  1877.  8^.  (Mk.  9 — .)  (4  Mk.  50  Pfg.  M.  Edel- 
mann, Nürnb.,  c.  1905.) 

Vorher:  Leipzig  1873.  (Gmähle's  Leihbibl.,  München, 
no.  31,  781 — 83.)  (2  Mk.  80  Pfg.  Th.  Ackermann,  1883.) 

Dasselbe.  8.  Aufl.  Berlin,  o.  J.  (190*).  8°.  (Mk.  4 — .) 

(2  Mk.  A.  Graeper,  1891;  i Mk.  80  Pfg.  B.  Seligsberg,  1911.) 

Dasselbe.  Leipzig,  o.  J.  8°.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk.  E.  Geibel, 

1907.) 

TERKA.  — Die  Maus.  — Maria  im  Schnee.  Novellen. 
2 Bde.  Breslau  1894.  8°.  (Mk.  5 — .)  (2  Mk.  25  Pfg.  A. 
Graeper,  1897.) 

UNGNADE  um  jeden  Preis.  Eine  russische  Hofge- 
schichte. Berlin  1886.  8°.  (Mk.  i — .)  (50  Pfg.  der  Vorige.) 
VENUS  im  Pelz.  Novelle.  Leipziger  Verlag,  G.  m.  b.  H., 
o.  J.  8®.  200  S.  (Mk.  5 — .) 

Dasselbe.  2.  Aufl.  Dresden  1901.  8®. 

Dasselbe.  3.  Aufl.  Mit  vielen  Illustrationen.  Ebd.  1904. 

8®.  (Mk.  5 — .)  (4  Kr.  Vict.  Eytelhuber,  Wien,  1904.) 

Händler-Kritik:  „Dieses  so  höchst  eigenartige  Buch 
schildert  eine  Episode  aus  dem  Liebesieben  des 
Verfassers  selbst.  Es  ist  wohl  das  wunderbarste  Buch, 
das  je  geschrieben  worden  ist.  Geradezu  unfasslich  erscheinen 
dem  Leser  die  Launen  und  Begierden,  die  die  beiden  Haupt- 
personen des  Romans  äussern.  Kurz,  eine  seltsame  Leiden- 
schaft rollt  sich  vor  unseren  Augen  auf,  die  in  dem  Leser 
eine  Erschütterung  wachruft,  welche  noch  lange  anhält,  auch 
wenn  er  das  Buch  schon  lange  aus  der  Hand  gelegt  hat.“ 

VERMÄCHTNISS,  Das,  Kains.  2 Thle.  in  4 Bdn.  (I : Die 
Liebe.  2 Bde.  II:  Das  Eigenthum.  2 Bde.)  Stuttgart 
1870 — 77.  8°.  (ii-f-i2  Mk.)  (Cplt.  12  Mk.  L.  Rosenthal,  1910; 
I apart:  4 Mk.  50  Pfg.  der  Vorige;  II  apart:  5 Mk.  A.  Graeper, 
1907.) 

Renommirtestes  Werk  des  Verfassers. 

Dasselbe.  Th.  I (die  Liebe).  2 Bde.  Mit  Kürn- 

berger’s  Einleitung.  New-York,  o.  J.  4**.  (2  Mk.  50  Pfg. 
Taussig,  1907.) 


12 


Sacher-Masoch 


VOLKSGEÄICHT.  Novelle.  Berlin,  o.  J.  S«.  (Mk.  i— .)  (6o 

Pfg.  Jos.  Jolowicz,  Posen,  1908.) 

VOM  Baume  des  Schweigens.  Berlin,  o.  J.  8°.  (60  Pfg. 

J.  J.  Heckenhauer,  Tübingen,  1908.) 

ZEVY,  Sabbathai,  und  die  Judith  von  Bialopol. 

2 Novellen.  Berlin  1886.  8°.  (Mk.  i — .)  (50  Pfg.  A.  Graeper, 

1897;  Derselbe  noch  i Expl.  von  „1887“.) 

ZUR  Ehre  Gottes!  Ein  Zeitgemälde.  Leipzig  1872.  80. 

(Mk.  3,75.)  (i  Kr.  20  H.  Halm  & Goldmann,  Wien,  1904; 

80  Pfg.,  Leihbibl.-Expl.,  E.  Geibel,  1907.) 

— . — Dasselbe.  2.  Aufl.  Berlin,  o.  J.  8°.  (Mk.  3 — .) 

Dasselbe.  Leipzig,  o.  J.  (190*).  8°.  (i  Mk.  50  Pfg. 

B.  Seligsberg,  1911.) 

SACHER-MASOCH,  Wanda  v..  Meine  Lebensbeichte. 

Memoiren,  i. — 5.  Tausend.  8^.  Mit  2 Portr.  (Wanda  u.  ihr 

Gatte).  Berlin  und  Leipzig,  Schuster  & Loeffler,  1906.  500  S. 

(Mk.  5 — ; eleg.  gebd.  6 — .)  (3  Mk.  50  Pfg.  Adolf  Weigel, 

1908;  3 Mk.  Theod.  Ackermann,  München,  1909.) 

Aus  dem  Prospekt:  „Der  Name  der  Verfasserin  überhebt 
uns  einer  näheren  Vorstellung;  jeder  Europäer  kennt  Sacher- 
Masoch,  kennt  seine  pikanten  und  galanten  Bizarrerien  und 
kann  leicht  erraten,  daß  die  Memoiren  seiner  Gattin  einem 
Füllhorn  von  Begebenheiten  gleichen,  die  so  leicht  nicht  ihres- 
gleichen haben. 

Und  so  ist  es:  wir  blicken  in  ein  Leben,  wie  es  romantischer 
nicht  gelebt  wurde,  in  einen  Roman,  wie  er  phantastischer 
nicht  auszudenken  ist.  Schier  erdrückend  durch  ihren  nie  ab- 
reißenden Stoff,  den  Atem  versetzend  durch  seltsamste  Vor- 
gänge, birgt  diese  Lebensgeschichte  aber  mehr,  als  das 
Märtyrertum  einer  schönen  Frau,  die  die  frevel- 
haften Launen  Sacher-Masochs  zehn  volle  Jahre  ertragen  mußte; 
diese  Aufzeichnungen  geben  mehr  als  sensationelle  Enthül- 
lungen des  „Masochismus“,  sind  mehr  als  nackte  Aufklärungen 
über  die  lasciven  Neigungen  eines  anormalen  Mannes  und  seine 
Auffassung  vom  Eheleben  — das  Buch  bietet  in  rührender, 
von  weiblich-delikatem  Empfinden  und  zugleich  von  einer  über- 
raschend suggestiven  Kraft  getragenen,  alle  menschlichen  Ge- 
fühle alarmierenden  Darstellung  die  Geschichte  eines 
Lebens  voll  Enttäuschung,  Not  und  Verzweif- 
lung, die  Geschichte  einer  resoluten  Vertei- 
digung gegen  die  Brutalitäten  der  Welt,  eines 
unerhörten  Kampfes  mit  dem  Mann. 

Aber  nicht  nur  Sacher-Masoch  allein  war  es,  der  dieses 
liebebedürftige  Herz  zermarterte,  — ein  anderer,  der  die  Ge- 
brochene aufrichten  wollte,  vernichtete  das  zweite  Mal  und 
noch  grausamer  ihren  Glauben  an  den  Mann  und  an  die 
Liebe. 

Das  „Tagebuch  einer  Verlorenen“,  einer  zweimal  an  Un- 
würdige Verlorenen  — auch  so  könnte  der  Titel  dieser  Beichte 
lauten;  einer  Verlorenen,  die  aber  nicht  untergeht,  sondern 
aus  dem  Leben  als  Siegerin  hervorging,  einer  edlen  Frau 


Sacher-Masoch — Sachs 


M 


und  sorgenden  Mutter,  die  aus  Hunger  und  Liebe  zur  fein- 
fühligsten Dichterin  wurde  und,  auf  ein  Leben  voll  Grausam- 
keiten zurückblickend,  der  Menschheit  heute  als  Einsame  ihr 
Testament  vermacht. 

Wanda  von  Sacher-Masoch' s Vermächtnis  ist  ein  er- 
greifendes psychologisches  Dokument  zur  Erkenntnis  der  weib- 
lichen Seele  und  darum  ein  Buch  für  die  gesamte  Menschheit, 
soweit  sie  an  ernsten  Lebens-,  Liebes-  und  Ehefragen  teilnimmt. 

Es  ist  unzweifelhaft,  dass  dieses  Werk  eines  unerhörten 
Aufsehens  sicher  ist;  es  wird  bald  das  literarische  Tages- 
gespräch der  gebildeten  Welt  seinl“  (Ging  ziemlich  spurlos 
vorüber.) 

Schlichtegroll,  C.  F.  v.,  „Wanda“  ohne  Pelz 

und  Maske.  Eine  Antwort  auf  „Wanda“  von  Sacher-Masochs 
„Meine  Lebensbeichte“,  nebst  Veröffentlichungen  aus  S.-M.’s 
Tagebuch.  Leipzig  1906.  Gr.  8®.  (Mk.  5 — .)  (4  Mk.,  br., 
unbeschn.,  Adolf  Weigel,  1907.) 

Sacher-Masoch  und  der  Masochismus. 

Litterarhistorische  und  kulturhistorische  Studien.  Mit  S.-M.’s 
Portr.  u.  Abbild.  Dresden  1901.  Gr.  8^.  (Mk.  6—.)  (2  Mk.  50  Pfg. 
Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1905;  4 Kr.  80  H.  Halm  & Goldmann, 
Wien,  1904.) 

SACHER-MASOCH,  Wanda  v.,  Masochismus  und  Ma- 
sochisten. Berlin,  o.  J.  (1908).  Kl.  8°.  94  S.  (Br.  Mk.  2 — .) 

„C.  F.  V.  Schlichtegroll  hatte  auf  die  Lebensbeichte 
der  ehemaligen  Gattin  Sachers  mit  dem  Buch  „Wanda  ohne 
Pelz  und  Maske“,  Leipzig  1906,  geantwortet.  Schon  in  diesem 
Werk  war  Frau  Wanda  nicht  in  besonders  günstigem  Lichte 
erschienen.  Jetzt  läßt  sie  endlich  als  Nachtrag  zu  ihrer  Beichte 
eine  Replik  drucken,  die  geeignet  ist,  die  unangenehmen  Seiten 
ihres  Charakters  noch  deutlicher  zu  erhellen.  Unter  pikanten 
Indiskretionen  aus  der  Sphäre  des  Masochismus  ergeht  sie 
sich  in  maßloser  Verächtlichmachung  ihres  geschiedenen  Man- 
nes, der  doch  in  einem  Teil  seiner  literarischen  Produktion 
sich  die  Unsterblichkeit  errungen  hat.  Allein  der  „Don  Juan 
von  Kolomea“  sollte  genügen,  um  diesen  Mann  mit  der  größ- 
ten Ehrerbietung  zu  behandeln.  Frau  Wanda  ahnt  nicht,  daß 
Sacher  ihr  noch  ein  letztes  Mal  aus  dem  Grabe  antworten 
wird.  Wie  das  geschehen  wird,  will  ich  hier  nicht  verraten. 
In  meinem  Kommentare  zum  Panormita-Forberg  habe  ich  es 
angedeutet.“  (Dr.  A.  Kind  in  d.  Bibliogr.  zur  Sexualwissen- 
schaft.) 


SACHS,  Hans  (geb.  5.  Nov.  1494  zu  Nürnberg,  f ebd.  in  der 
Nacht  vom  19.  auf  den  20  Jan.  1576,  begp'aben  am  21.  Jan.)  — 
Ernstliche  Trauerspiele,  liebliche  Schau- 
spie 1 e , s e 1 1 s a m e Fastnachtsspiele,  kurzweilige 
Gespräche,  Fabeln  samt  andern  lächerlichen 
Schwänken  u.  Possen.  Herausg.  v.  Büschin g.  3 


14 


Sachs 


(starke)  Bde.  Nürnberg  1819—24.  Gr.  8^.  Längst  vergriffen! 
(15  Mk.  Scheible,  c.  1905:) 

Sehr  gesuchte  Ausgabe.  Viel  Derbes  enthaltend. 
Mit  schönem  Portrait,  Titelkupfer  u.  einigen  hübschen  Kupfer- 
vignetten im  Texte,  wobei  eine  freie. 

Hans  Sachs  im  Gewände  seiner  Zeit,  oder 

Gedichte  dieses  M e i s t r s ä n g e r s in  derselben 
Gestalt,  wie  .sie  zuerst  auf  einzelne  mit  Holz- 
schnitten verzierte  Bogen  gedruckt  verbreitet 
wurden.  Gotha  1821.  Imp. -Folio.  (24  Mk.,  schönes  Expl., 
Scheible,  c.  1905:) 

Im  Handel  gänzlich  vergriffen,  bereits  sehr  selten!  Mit 
den  zahlreichen  sehr  grossen  drastischen  u.  kostüml.  interes- 
santen Holzschnitten  von  den  in  Gotha  befindlichen  Ori- 
ginalholzstöcken abgedruckt. 

Flugblätter  mit  Holzschnitten  u.  unten- 
stehendem Gedicht  in  Typentext,  in  derselben 
Gestalt,  wie  sie  zuerst  auf  einzelne  Bogen  ge- 
druckt, vom  Bürger  u.  Landmann  um  etliche  Kreuzer  ge- 
kauft, an  die  Wände  u.  Thüren  der  Wohnstuben  geklebt  wor- 
den sind,  auf  Handpapier  i.  J.  1821  reproducirt.  Die  Holz- 
schnitte sind  von  d.  Original-Holzstöcken  d. 
Derschau’schen  Sammlg.  abgedruckt.  Gr.  Fol. 

Unter  den  17  Nrn. : Nr.  i.  König  David  im  Ehe- 
bruch mit  Bathseba  vnd  Mörderey  mit  Vria. 
Holzschn.  mit  untensteh.  3spalt.  86  zeil.  Typentext.  (3  Mk. 
B.  Seligsberg,  Bayreuth,  1907.)  — Nr.  2.  Die  Judith  mit 
Holoferne,  ob  der  Belegerung  der  statt  Bethulia.  Holz- 
schnitt mit  4 Spalt,  zoozeil  Gedicht  in  Typentext.  (3  Mk.. 
1.  c.)  — ■ Nr.  3.  Susanna  mit  d.  zweyen  falschen 
Richtern.  Holzschnitt  v.  Hans  Schäuflin  mit  5spalt. 
300zeil.  Gedicht  in  Typentext.  (3  Mk.  50  Pfg.,  1.  c.)  — Nr.  16. 
Viererley  Wirkungen  des  Weins.  4spalt.  250zeil. 
Gedicht,  (i  Mk.,  1.  c.) 

Ohne  Unterschrift.  B a u e r n k i r c h w e i h.  O.  O.  u.  J. 

(Nürnberg  1528).  6 Kleinfolioblätter  mit  Holzschnitt:  Bauern 
bei  Tische,  die  zwei  Pfeifer,  zwei  tanzende  Paare;  die  letzten 
drei  Blätter  jedes  mit  drei  tanzenden  Paaren,  darunter  ein 
Pfarrer  mit  einer  Frau.  — Im  Besitz  des  Dr.  Detmold  in 
Hannover.  Passavant,  Peintre-Graveur  IV.  p.  84. 

Eins  mals  ich  auff  ein  kerhwey  kam 
Gehn  Megeldorff  da  ich  vernam 
In  einem  grossen  Wirtes  Hauß 
Die  Pawren  lebten  ihm  Sauß. 

Unter  dem  Pfarrertanze  steht: 

Darnach  der  Pfarher  von  Schweinaw 
Der  tantzet  mit  des  Mesners  Fraw 
Von  Schniglingen,  die  hat  er  lieb 
Viel  schwatzens  er  am  reyen  trieb. 

W e 1 1 e r , Emil,  Der  Volksdichter  Hans  Sachs  u.  seine  Dicht- 
ungen. Nürnb.  1868.  8°.  S.  135. 


Sachs 


15 


Anzeygung,  wider  / das  Schnöd  Laster  der 

/ Hurerey.  / Mehr  der  Sabat  / brecher.  / Hans  Sachs.  / 

— A.  E.:  Gedruckt  zu  Nürem-  / berg,  durch  Georg  Merckel. 
/ Wonhafft  auf  den  (so  I)  newen  baw,  / bey  der  Kalkhütten.  / 
1553-  / 6 Bll.  40.  (85  Mk.,  leicht  stockfl.,  C.  G.  Börner,  Lpz., 
1907:) 

Weller,  Hans  Sachs,  80b.  In  Reimen.  Am  Schlüsse 
der  ersten  Schrift  eine  Querleiste  mit  dem  Druckerzeichen 
Georg  Merckel’s. 

Dasselbe  (andrer  Druck).  Ibid.  eod.  a.  4°.  6 Bll. 

(15  Mk.  Jacques  Rosenthal,  c.  1903;  18  Mk.  Emil  Hirsch, 
München,  1907.) 

Weller,  no.  80;  Goedeke  II.  426.  No.  117. 

— — Beschreibung,  Eygentliche,  aller  Stände 

auff  Erden  . . . . Durch  den  weitberümpten  Hans  Sachsen 
. . . . beschriben.  Frkf.  bey  Georg  Raben  in  Verlegung  Sig- 
mund Feyerabends.  1568.  4°. 

Goedeke  II,  417,  16  (nach  Sinceri  Nachr.  I,  63 — 67). 

— — Dasselbe,  tit. : Eygentliche  Beschreibung 
aller  Stände  auff  Erden  Hoher  u.  Nidriger,  Geist- 
licher u.  Weltlicher,  Aller  Künsten,  Handwercken  u.  Händeln 
u.  s.  w.  Frankf.  a.  M.,  Paul  Reffei  in  verleg.  Siegm.  Feyer- 
abend,  1574.  Mit  114  prächt.  Holzschn.  von  Jost  Amman. 
4 Bll.  (Widmung  an  Wenzel  Jamnitzer),  114  einseitig  bedr. 
Blatt  u.  Impressum.  4°.  (In  Celle.) 

Andresen  I S.  379/384.  Nro.  231;  Auction  Lobris.  Mün- 
chen, L.  Rosenthal,  1895,  no.  1159. 

Dasselbe.  Frkf.,  Sigm.  Feyrabend,  1580.  4°. 

Goedeke,  1.  c.  (nach  Clessius  II,  277). 

Die  Zwoelff  Eygen-  / schafft  eines  boss- 

haff/tigen  weybs  //  Holzschnitt  //  Hans  Sachs.  / — 
A.  E.:  Gedruckt  zu  Nürem-  / berg,  durch  Georg  Merckel.  / 
Wonhafft  auff  dem  newen  baw,  / bey  der  Kalckhütten.  / 
1553.  / 8 Bll.  40.  (75  Mk.,  Expl.  mit  Gebrauchsspuren  u. 

gestemp.  Titel,  C.  G.  Börner,  Lpz.,  1907;  38  Mk.,  wie  vorhin, 
Max  Perl ’s  Berliner  Octob.-Auct.  1907,  no.  739.) 

Weller,  H.  Sachs,  no.  29. 

Eyn  Schön  ge-/sprech  von  der  Lieb,  darin 

jr  / art  vnd  eygenschafft,  für-  / gebildet  wirdt.  (Hlzschn. : 
3 Männer,  unter  Bäumen  ausruhend.  Darüber  schwebt  ein 
Greif  mit  dem  Rumpfe  eines  Weibes,  dessen  Kopf  am  Boden 
liegt.)  Hans  Sachs.  — Am  Ende:  Gedrückt  zu  Nürmberg, 
durch  Georg  Merckel.  8®.  8 Bll. 

Eins  mals  war  mir  meyn  weyl  gar  lang  ...  — A.  E.: 
Den  trewen  raht  geyt  jm  Hans  Sachs.  — W.  v.  Maltzahn  I. 
p.  10. 


i6 


Sachs 


Ein  gesprech  zwischen  Syben  Mennern, 

darin  sie  jhre  Weyber  beklagen.  Nürnb.,  Ham- 
sing,  o.  J.  (c.  1550).  40.  4 Bll.  mit  Zierleiste.  (6  Mk.  Baer 
& Co.,  Frf.  a.  M.,  1893;  jetzt  theurerl) 

Weller  no.  104. 

— — Der  gantz  Haußrat  / bey  dreyhundert 
stücken,  so  vngefehrlich  / inn  eyn  jedes  Hauß  gehöret. 
/ Mehr  ein  nützlicher  raht,  den  jun-  / gen  gesellen  die  so 
sich  verheyraten  wollen.  (Hlzschn. : Zu  einer  Tischgesellschaft 
tritt  ein  Fremder  hinzu.)  Hans  Sachs.  O.  O.  u.  J.  (155*). 
4°.  5 Bl.  In  Reimen. 

ALS  jch  eins  tags  zu  tische  sas  . . . A.  E.:  Den  trewen  rat 
geyt  vns  Hans  Sachs.  — • W.  v.  Maltzahn  I,  p.  10. 

Dasselbe,  tit. : Der  gantz  Haußrat,  / bey  drey- 
hundert stücken,  so  vngefehrlich  / inn  ein  jedes  Hauß 
gehöret.  / Mehr  ein  nützlicher  raht,  den  jungen  / gesellen 
die  so  sich  verheiraten  wöllen.  / . . . Nüremberg,  G.  Merckel, 
1553.  40.  8 Bl.  Mit  zwei  Holzschnitten.  (2  Rthl.  T.  O.  Weigel, 
1870;  jetzt  theurer!) 

Weller,  Ann.  11.  S.  371 ; Kuczynski  no.  2327. 

Die  Neunerley  heudt  / einer  bösen  Fraw- 

en  / sambt  / ihren  Neun  Eygenschafften.  / Mehr 
das  Bitter  Süeß  Ehlich  / Leben.  (Titelholzschnitt.) 
Hans  Sachs.  / — (Schluss :)  Gedruckt  zu  Nüremberg  / durch 
Georg  Merckel.  Wohnhafft  auff  dem  Newenbaw  / bey  der 
Kalchhütten,  o.  J.  (1553).  4°.  8 Bl.  (80  Mk.,  unbeschn., 
aber  am  Rande  fingerfleckig  u.  Titel  gestemp.,  C.  G.  Börner, 
1907.) 

Weller  40,  II.  Mit  einem  sehr  interessanten  Titelholz- 
schnitt  und  einem  ebensolchen  auf  Seite  8.  Der  Titel- 
holzschnitt stellt  einen  Mann  dar,  welcher  mit  einem  Haus- 
gerät auf  eine  am  Boden  liegende  Frau  einschlägt.  Daneben 
stehen  zwei  Männer. 

Es  scheint  verschiedene  Drucke  zu  geben. 

Dasselbe  (wohl  Umarbeitung  nach  Hans  Sachs), 

titulo : Beschreibung  von  denen  9 Häuten  der 

bösen  Weiber,  wie  solche  die  Männer  auf  manierliche  Art 
abziehen  und  ein  recht  frommes  Weib  daraus  machen  können. 
O.  O.  u.  J.  (um  1600).  Fol.  (12  Mk.,  aufgezog.  Expl.  in 
Prgt.-Decken,  L.  Rosenthal,  1886.) 

Ein  Holzschnitt  mit  einem  Gedicht  in  136  Zeilen. 

Dasselbe,  tit. : Kurtze  Beschreibung  von  denen 

neun  Häuten  der  bösen  Weiber,  wie  solche  die 
Männer  auf  manierliche  Art  abziehen,  u.  ein  recht  frommes 
Weib  daraus  machen  können.  Gedruckt  in  diesem  jetzigen 
Jahr.  Anon.  Holzschnitt  mit  4spaltigem  Gedicht  in  Typen. 


Sachs 


17 


Satyr.  Einblattdruck  um  1675.  Qu.-Gr.  Fol.  (27  Mk.,  unbed. 
wasserfl.,  Jacques  Rosenthal,  c.  1903;) 

Weller,  Hans  Sachs,  No.  40  führt  diesen  Druck  nicht  auf. 
Eine  andere  Ausgabe  hat  Weller,  Annalen  II,  p.  487 
Nro.  1052  V.  Jahr  1680  mit  Kupferstich. 

§* Ein  Kampff  gesprech,  Zwischen  eyner 

Frawen  vnd  ihrer  Haußmaydt.  Mehr  ein  Kampff 
gesprech  zwischen  einer  Haußmaydt  vnd  einem 
Gesellen.  (Holzschnitt)  Hans  Sachs.  — Am  Ende:  Ge- 
druckt zu  Nüremberg,  durch  Georg  Merckel.  Wonhafft  auff 
dem  newen  baw,  bey  der  Kalckhütten.  1553.  4**.  (Auch  in 
Nürnberg,  Stadtbibi.  u.  im  German.  Museum.)  (4  Mk.,  beschäd. 
Expl.,  Baer  & Co.,  1893:  12  Bll.,  letztes  leer.) 

Auf  13  S.  ein  Holzsch.,  über  der  Druckanzeige  die  Quer- 
leiste mit  GM. 

Dasselbe,  andere  Ausgabe,  tit. : Ein  Kampff 

gesprech.  Zwischen  einer  Frawen  vndjrer  Hauß- 
maydt. Mehr  ein  Kampff  gesprech  zwischen 
einer  Haußmayd  vnd  einem  Gesellen.  (Holzschnitt) 
Hans  Sachs.  — Am  Ende:  Gedruckt  zu  Nüremberg,  durch 
Georg  Merckel.  Wonhafft  auff  dem  newen  baw,  bey  der  Kalck- 
hütten. 1553.  4®.  (Besaß  Antiquar  Fidelis  Butsch  in  Augsburg.) 

II  Bl.  mit  denselben  Holzsch.  — Weller,  no.  61. 

— — ■ Dasselbe.  Mit  Titelholzschnitt.  O.  O.  u.  J.  Kl.  4°.  (4  Mk., 
Expl.  in  imit.  Prgtbd.,  mit  Titelkpfr.  [??],  H.  Kerler,  Ulm, 
Cat.  46.  [1892.]  no.  2548;  6 Mk.,  ebenso,  C.  Winter,  Dresden, 
Cat.  31.  (c.  1890].  no.  881.) 

§ Ein  Kampff  gesprech  zwischen  einer 

haußmeidt  vnd  Kindtbeth  Kelnerin.  (Holzschnitt) 
Hans  Sachs.  — • Am  Ende:  Gedrückt  zu  Nürnberg,  durch 
Friderich  Gutknecht.  O.  J.  (15**).  4°.  (Auch  in  Nürnberg 
[Stadtbibi.  u.  German.  Museum]  und  in  Solothurn.) 

4 Bl.  Am  Schlüsse  eine  kleine  Zierleiste.  — Weller,  no.  62. 
§*—  Ein  Klagredt  dreyer  Mayd  vber  jr  harte 
dienst.  Mehr  der  Nasentantz.  (Holzschnitt)  Hans 
Sachs.  — Am  Ende:  Gedrückt  zu  Nürmberg,  durch  Georg 
Merckel.  Wonhafft  auff  dem  Newen  baw  bey  der  Kalckhütten. 
O-  J-  (i55*‘)-  4°-  8 Bl.  (Auch  in  Berlin  [Magistratsbibi.]  und 
in  Nürnberg:  Stadtbibi.  u.  German.  Museum.) 

Weller,  no.  96. 

Die  Brüderlich  Lieb  / hat  keyn  Fuß  mehr. 

(Color.  Hlzschn. : Eine  Frau  säugt  zwei  Kinder.  Vor  ihr  steht 
ein  Mann.  Ein  anderer,  mit  Flügeln  versehen,  schwebt  über 
der  Gruppe.)  Hans  Sachs.  O.  O.  u.  J.  (15**). 

Eins  mals  jch  inn  dem  heyssen  Sumer  . . . Am  Ende: 
Gott  wendts  zum  besten,  wünscht  Hans  Sachs. 

W.  v.  Maltzahn  I.  p.  10,  ohne  Formatsangabe. 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


2 


i8 


Sachs — Sachsen 


— — Die  achzehen  schöne  einer  Jungkfrawen, 
sehr  kürtzweilig  zu  lesen  vnnd  zu  hören.  Mehr ; Ein  schön 
Jungkfraw  lob,  in  der  Briefweys  des  Regenbogen.  — Am 
Ende:  Gedruckt  zu  Nürmberg,  bey  Hans  Kholer.  O.  J. 
(1557)-  4°- 

4 Bl.  Mit  Titelholzschnitt.  Auf  5.  und  letzter  S.  Vignetten. 
Das  Regenbogsche  Gedicht  mit  3 Gesetzen.  — Weller,  no.  164. 

■ Dasselbe  (neue  Bearbeitung,  tit.) : Die  achtzehen 

außbündige,  herrliche  vnd  über  alle  maß  lieb- 
liche Schöne,  einer  Erbarn  vnd  T ug  e n t r e i c h e n 
Junckfrawen  . . Gesprächsweiß  gestellt  durch  Pamphilum 
Parthenophilum.  O.  O.  u.  J.  (Nürnberg,  c.  1622).  Foliobl. 
mit  Kupfer  von  Peter  Isselburg.  108  Verszeilen. 

Weller,  1.  c.  (nach  Drugulin’s  Bilderatlas,  no.  2553. 

Schwane  k.  Die  faul  hausmaid.  An'o  Salutis. 

M.  D.  XXXII II.  Am  X.  Tag  Augusti.  (1533.) 

Weller,  Hans  Sachs,  S.  97. 

SACHS,  Joh.,  Anleitung,  wie  Mann  und  Weib  im 
H.  Ehestand  christlich  leben  können.  Erf.  1624.  8°. 

5 o in  der  Bibi.  Langii  p.  II.  Lips  1704.  p.  312. 

§ SACHS,  Martin  (d.  i.  Ernst  Aug.  Ant.  v,  Göchhausen, 
geb.  1740,  f 1824),  Meines  Vaters  Hauschronika, 
ein  launiger  Beytrag  zur  Lebensweisheit,  Men- 
schen- u.  Weltkunde.  Mit  Belegen,  Aneedoten  u.  Cha- 
rakterzügen. Hrsg,  von  — — . Erfurt,  1790.  bey  Georg  Adam 
Keyser.  8°.  (Auch  in  Marburg,  Univ.-Bibl. : XVI  C 627.)  (15  Mk. 
schönes  Expl.,  A.  Buchholz,  München,  1906;  13  Mk.  50  Pfg., 
Jul.  Neumann,  Magdeb.,  1906;  16  Mk.  Adolf  Weigel,  1906.) 
XLIV  (incl.  roth  u.  schwarz  gedr.  Tit.),  516  S.,  nebst  2 Bl. 
Errata.  Zuschr.  „an  meine  lieben  Nachbarn  zu  Lindenfeld“, 
ist  dat. : „Lindenfeld,  unter  meiner  Hütten  Thür.  Im  Jahr  1790.“ 
Enth.  teilweise  sehr  derbe  Erörterungen  über  Teufel, 
Concubinat  u.  Ehebruch.  Mit  Nachwort,  worin  G. 
das  Buch  seinem  ,, lieben  Mitbruder  A s m u s“  [Matth.  Clau- 
dius] widmet.  Der  Verfasser,  Geheimer  Rath  in  Weimar,  stand 
auch,  besonders  durch  seine  Schwester  Luise,  dem  Goethe- 
kreise nahe. 

§ SACHS,  Max.,  Im  Konkubinenstock.  Humoreske. 
(S.-A.  aus  d.  Feuilleton  der  „Süddeutschen  Presse“.)  München, 
Pollner,  1882.  8°.  19  S.  Zahm. 

SACHSE,  Mich.,  s.  S a x = S a x o. 

SACHSEN,  Kgr.  — Anekdoten,  Charakterzüge  u. 
Sittengemälde  aus  der  Sächsischen  Geschichte. 
Samml.  i — 3 (cplt.  ?).  Leipzig,  Köhler,  1792.  8°. 

Biographien,  Kleine,  auch  Anekdoten  und 

Karakterzüge  aus  den  Leben  der  meißnisch- 
sächsischen Regenten,  auch  anderer  merkwür- 


Sachsen 


19 


digen  Personen,  die  unter  ihrer  Regierung  leb- 
ten. Heft  I.  Dresden  u.  Leipzig  1791.  8°. 

Briefe  (6)  über  Sachsen,  von  Einem  Rei- 
senden. (Lat.  Motto  aus  Horaz.)  Berlin  1786.  Bei  Chrn. 
Friedr.  Himburg.  8^.  (In  Dresden:  Hist.  Sax.  A.  362,  mit 
3 Beibdn.) 

Zahm.  Enth.  u.  a.  Interessantes  üb.  den  Königstein.  — 
156  S.  (incl.  4 Bll.  Vorst,  u.  2 Bll.  Inh.),  i Bl.  Verlag  d. 
Firma.  — Bl.  2;  „Dem  Herrn  Hofrath  Wieland  zugeeignet.“ 
— Das  Motto  lautet: 

— Quid  sit  pulchrum,  quid  turpe,  quid  utile,  quid  non 
— — — — — — — ( — — — — — — ) dico. 

Horat. 

Caracteres,  Les,  de  la  cour  de  S(axe)  compre- 

nant  les  maximes,  la  politique  et  la  conduite  des  ministres  etc. 
depuis  l’annee  1700  ä 1706  (par  J.  G.  Guinez).  Cologne,  Pierre 
Marteau,  1739.  maroquin  vert,  Halm  & Gold- 

mann, Wien,  1907:) 

Sehr  interessante  Schmähschrift,  worin  die  einzelnen 
Würdenträger  des  sächsischen  Hofes  unter  Namensnennung  ge- 
schildert werden.  Darunter  Fürst  Fürstenberg,  Pflug, 
Bose,  Fleming,  Benkowsky  u.  v.  a.  In  keiner  Biblio- 
graphie beschrieben. 

D ö h n e 1 , Karl  F rdr .,  Die  sächsischen  Frauen, 

als  Mädchen,  Gattinnen,  Mütter,  Erzieherinnen,  Wirthinnen, 
Künstlerinnen,  Freundinnen,  Trösterinnen,  nach  dem  Leben 
geschildert.  Ein  Weihgeschenk  für  sächsische  Frauen.  2.  Aufl. 
Schneeberg:  Rentzsch.  1843.  Kl.  8°. 

In  43  achtzeil.  Str.  28  S.  (incl.  Tit.  u.  2 Bll.  poet.  „Weihe“). 
— Selten! 

Ehe-Ordnung,  wie  dieselbe  in  Chur-Sach- 
sen gehalten  werden  soll.  Datirt  Dresden  1623.  12 

Bll.  4°.  (4  Mk.  Jacques  Rosenthal,  c.  1903.) 

Ehe-Ordnung,  wie  dieselbe  in  des  Chur- 
fürsten Johann  Georg  zu  Sachsen  Landen.... 
gehalten  ....  2 Thle.  Dresden  1625 — 32.  4°.  5-I-29  S.  (2  Mk. 
75  Pfg.  Max  Harrwitz,  Berlin,  1891.) 

— — Ehe-Ordnung  d e s s . . . J o h a n n Georgen, 
Hertzogen  zu  Sachsen,  Wie  dieselbe  in  S.  Für- 
stenthumb  vnd  Landen  . . .gehalten  werden  sol. 
Dressden,  Berg,  1626.  4°.  20  Bll.  (5  Mk.  v.  Zahn  & Jaensch, 
Dresden,  1906.) 

Hemsen,  Theod.,  Des  Ministers  Sündenbuch. 

3 Bde.  Brünn,  o.  J.  8°.  (4  Kr.,  Expl.  in  Liefrgn.,  A.  H.  Huber, 
Salzburg,  1909:) 

Dieser  historische  Roman  behandelt  die  Schicksale  des 
verworfenen  Ministers  Brühl,  der  unter  dem  Schat- 
tenkönig August  III.  in  Sachsen  sein  Unwesen  trieb.  Das 

2* 


20 


Sachsen 


i8.  Jahrh.  mit  seiner  bodenlosen  Corruption  spiegelt  sich  in 
diesem  Roman  trefflich  wieder. 

Honigschnabel,  Dr.  Holofernes  (ps.),  Eisele’s 

und  Beisele’s  Kreuz-  und  Querfahrten  durch 
das  Königreich  Sachsen  nebst  umliegenden 
Dörfern.  O.  J.  (1864). 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  260. 

— — - Lettres  saxonnes  (par  Charles  Louis  Baron  de 
Pöllnitz).  2 tom.  A Berlin,  aux  depens  de  la  Compagnie 
(Amst.),  1738.  pet.  in-i20. 

H.  Bukowski,  Stockh.,  Novbr.-Auct.  1884.  no.  972;  Anon.- 
Lex.  III.  p.  53  (nach  Meusel).  — Rarei 

Loeser,  M.  Joh.  Christoph.  (Pastor  zu  Rochlitz),  D i e 

denen  u n b u ß f e r t i g e n Juden  gleichende  Säch- 
sische Einwohner,  an  den  (1)  i.  Bußtage  des  1704. 
Jahres  fürgestellet.  Leipzig  1704.  40.  5 Bogen. 

Bibi.  Ludovici  (bibliop.)  continuatio.  Vitemb.  1705.  — Sehr 
rarl 

Policey  : Hochzeit  : Kleider  : Gesind  : Taglöhner 

und  Handwergs  (so !)  : Ordnung,  Erneuerte  und  vermehrte,  zum 
Auf f nehmen  des  lieben  Vaterlandes  (Sachsen)  publiciret  1661. 
Dressden  1661.  4°.  (4  Mk.  E.  Frensdorff,  1903.) 

V.  Posern-Klett,  Frauenhäuser  und  freie 

Frauen  in  Sachsen. 

In : Archiv  f . d.  Sächs.  Geschichte.  Hrsg,  von  Wachs- 
mut  u.  V.  Weber.  Bd.  12. 

Prostitution.  — Die  ander  weite  Regelung 

des  P r o s t i t u t i o n s w e s e n s im  Königreich  Sach- 
sen betreffend.  Freiberg  1889.  (Fis  eher ’s  Zeitschrift 
für  Praxis  und  Gesetzgebung  der  Verwaltung.)  (ln  Dresden: 
Bibi.  d.  Gehe-Stftg.) 

Prozeß  gegen  die  Hersteller  unzüchtiger 

Films.  — Derselbe  wurde  zu  Dresden  am  4.  August 
1910  im  Unterrichtssaale  des  Polizeidirektionsgebäudes  %'er- 
handelt  und  erregte  in  weiten  Kreisen  berechtigtes  Aufsehen. 

Der  Fall  steht  in  der  deutschen  Kriminali- 
stik bisher  einzig  da.  Der  Hauptangeklagte  ist  der 
Begründer  der  Filmverleihzentrale  „Glückstern“  auf  der 
Prager  Straße,  der  Kaufmann  Otto  Karl  Albert  Dederscheck. 
Neben  diesem  ist  weiter  der  Kaufmann  Max  Carl  Kretz- 
schmar  am  meisten  beteiligt.  Ferner  sind  angeklagt  ein 
Photograph,  einige  Kaufleute,  sowie  Modelisteherinnen  und 
Dienstpersonen,  insgesamt  21  Personen.  Die  Anklage  stützt 
sich  auf  § 184  des  Reichsstrafgesetzbuches,  betreffend  die  \' e r- 
breitung  unzüchtiger  Schriften.  Die  polizeilichen 
Recherchen  führte  deshalb  die  politische  Abteilung  der  König- 
lichen Polizeidirektion.  Inkriminiert  sind  18  Films,  die  im  Deder- 
scheckschen  Geschäftslokal,  zum  größten  Teil  jedoch  im  Mo- 
ritzburger Forst  aufgenommen  wurden.  Die  beteiligten 


Sachsen 


21 


Personen  waren  meist  ohne  Stellung;  sie  erhielten  für  ihre  Tätig- 
keit 5 — IO  Mark  pro  Aufnahme.  Die  beanstandeten  Handlungen 
reichen  bis  zum  Jahr  1906  zurück.  Auffällig  ist,  daß  in  dem 
belebten  Moritzburger  Walde  niemand  hinter  das  unsittliche 
Treiben  gelangt  ist.  Erst  durch  die  Vorführung  einiger  der- 
artiger Films,  die  in  Extravorstellungen  eines  Kinematogra- 
phen-Theaters  in  Pirna  erfolgte,  erhielt  die  Polizei  Kennt- 
nis und  beschlagnahmte  sofort  die  Films.  An  der  Hand  der 
im  Film  enthaltenen  Photographien  ermittelte  sie  die  Teil- 
nehmer. Unter  den  Modellen  herrschte  darüber  nicht  geringe 
Bestürzung,  daß  man  sie  erkannt  hatte;  es  war  ihnen  fest  ver- 
sichert worden,  daß  die  durch  ihre  Mithilfe  hergestellten  Films 
keinesfalls  in  Deutschland,  sondern  nur  im  Auslande  zur  Vor- 
führung gelangen  würden.  Von  den  weiblichen  Angeklagten 
sind  inzwischen  drei  verheiratet.  Die  photographischen 
Reproduktionen  geben  die  unglaublichsten 
unsittlichen  Handlungen  wieder,  wie  schon  die 
Titel  einiger  Films  erkennen  lassen,  so  z.  B.  „Haremsfreuden“, 
„Im  Harem“,  „Geraubte  Unschuld“,  „Das  unfreiwillige  Bad“, 
„Der  unbarmherzige  Strolch“,  „Lesbische  Liebe“,  ferner  die 
„Schmetterlingsjagd“,  „Die  Heidelbeersucher“,  „Mönch  und  Non- 
ne“ usw.  Nach  Verlesung  der  Anklageschrift  gelangten  die  Films 
im  Verhandlungssaal  zur  Vorführung.  DJe  9 Zeugen  waren  erst 
für  mittags  12  Uhr  geladen  worden.  Während  der  Dauer  der  Be- 
weisaufnahme blieb  die  Oeffentlichkeit  ausgeschlossen.  An  der 
geheimen  Verhandlung  nahmen  Vertreter  des  Ministeriums  und 
der  Polizeidirektion  teil,  unter  ihnen  bemerkte  man  die  Herren 
Ministerialdirektor  Geh.  Rat  Dr.  Rumpelt  und  Polizeipräsident 
Koettig.  Die  Verhandlung  wurde  nur  durch  eine  einstündige 
Pause  unterbrochen.  In  der  8.  Abendstunde  konnte  die  Be- 
weisaufnahme, in  der  auch  der  bekannte  Berliner  Polizeikom- 
missar V.  Treskow  als  Zeuge  vernommen  wurde,  geschlossen  und 
mit  den  Plaidoyers  begonnen  werden.  Als  erster  Verteidiger 
sprach  Herr  Rechtsanwalt  Kohlmann.  Er  hob  hervor,  daß 
die  Films  ursprünglich  nicht  im  Inland  vorgeführt  werden 
sollten,  sondern  ausschließlich  für  das  Ausland  bestimmt  waren. 
Die  Mitangeklagten  machten  zu  ihrer  Verteidigung  geltend, 
aus  Not  gehandelt  zu  haben.  Das  nach  längerer  Beratung 
Um  ^/^lo  Uhr  durch  den  Gerichtsvorsitzenden  Herrn  Land- 
gerichtsrat Dr.  Kraner  verkündete  Urteil  lautet  gegen  den 
Geschäftsführer  Otto  Carl  Albert  Dederscheck  und  den  Kauf- 
mann Max  Carl  Kretzschmar  auf  je  5 Monate  Gefängnis, 
den  Filmverleiher  Paul  Gelbert  auf  200  Mk.  Geldstrafe,  den 
Photographengehilfen  Wendler  und  den  Kaufmann  Ettelt  auf 
je  80  Mk.,  die  Lisbeth  Andrä,  Alma  Witschas  und  das 
Stubenmädchen  Theile  auf  je  70  Mk.,  die  Meta  Geipelt  auf 
50  Mk.,  die  Geschäftsteilhaberin  Johanne  Margarete  Wollner, 
die  Kenterich  und  Heinemann  je  30  Mk.,  die  Müller,  Tirsch- 
mann,  Walli  Andrä,  Elmrich  und  Pohle  je  20  Mk.  Die  Ar- 
beiterin Paul  und  der  Kaufmann  Gebhardt  werden  freige- 
sprochen. Gegen  Hartmann  und  Glombeck  wird  das  Verfahren 
abgetrennt  und  anderweitiger  Termin  anberaumt.  Die  an- 
stößigen Films  sind  einzuziehen.  In  der  Urteils- 
begründung führte  der  Gerichtsvorsitzende  Folgendes  aus;  Die 
Beweisaufnahme  habe  ergeben,  daß  die  beiden  Hauptangeklagten 
Dederscheck  und  Kretzschmar  seit  Sommer  1908  als  Inhaber 


22 


Sachsen— Sachwalter 


der  „Deutschen  Kinematographen-Werke“  kinematographische 
Aufnahmen  gemacht,  vervielfältigt  und  vorgeführt  haben,  die 
alle,  mit  einer  Ausnahme,  „Die  Tänzerin“,  geeignet  seien, 
das  Sittlichkeitsgefühl  auf  das  gröblichste  zu  verletzen.  Bei 
der  Verbreitung  der  unzüchtigen  Bilder  habe  der  Angeklagte 
Gelbert  als  Filmverleiher  ganz  erheblich  mitgewirkt.  Die 
Hauptangeklagten  Dederscheck  und  Kretzschmar  gelten  als  Ur- 
heber der  ganzen  Veranstaltung  und  haben  unter  Mißbrauch 
ihres  Ansehens  die  „Modelle“  und  Angestellten  veranlaßt,  sich 
preiszugeben.  Dadurch  sei  ein  erheblich  sittlicher  Schaden 
erwachsen  und  das  Scham-  und  Sittlichkeitsgefühl  schwer  ver- 
letzt worden.  Die  Angeklagte  Paul  war,  wie  besonders  her- 
vorgehoben wurde,  nur  mit  der  Bedienung  der  Kopiermaschine 
betraut  und  hatte  von  dem  Charakter  der  beanstandeten  Bilder 
keine  Kenntnis;  dasselbe  gilt  auch  von  dem  Angeklagten  Geb- 
hardt. Der  gegen  Dederscheck  erlassene  Haftbefehl  wird  am 
Schlüsse  der  Hauptverhandlung  aufgehoben.  (Dresdner  Nach- 
richten vom  5.  Aug.  1910.) 

Sachsen,  Das  galante,  s.  oben  August  II., 

der  Starke. 

Vogtland.- — Köhler,  Dr.  Joh.  Aug.  Ernst,  Volks- 

brauch,  Aberglauben,  Sagen  und  andere  alte 
U e b e r 1 i e f e r u n g e n im  Vogtland,  mit  Berück- 
sichtigung des  Orlagaues  und  des  Pleissner- 
1 and  es.  Ein  Beitrag  zur  Kulturgeschichte  der  Vogtländer. 
Leipzig  1867.  Gr.  8°.  VI,  652  Seiten. 

„Der  Verfasser  hat  es  unternommen,  in  dem  vorliegenden 
starken  Bande  alles  aufzuzeichnen,  was  von  dem  älteren  Volks- 
leben des  Gesamtvogtlandes  der  Gegenwart  erhalten  geblieben 
ist.  Treu  dem  Ausspruch,  daß  eines  Volkes  Gebräuche  und 
Ueberlieferungen  gewiss  nicht  weniger  Beachtung  verdienen 
als  der  Boden,  welcher  ihm  zum  Heimatland  wurde,  hat  er 
unter  gewissenhafter  Benutzung  der  vorhandenen  Lokalge- 
schichten auf  seinen  vielen  Wanderungen  durch  das  Vogt- 
land des  Volkes  Eigentümlichkeiten  kennen  gelernt  und  in 
traulichen  Gesprächen  mit  den  Alten  herausgelockt,  was  an 
alten  Ueberlieferungen  in  ihnen  lebte.“ 

Wahrmund,  E.  (ps.),  Unkraut  und  Waizen. 

Auszüge  aus  dem  Tagebuche  Ahasverus,  des 
ewigen  Juden,  während  dessen  letzter  Wander- 
ung durch  Sachsen.  1 830. 

Weller,  Lex.  Pseud.  p.  602.  — Sehr  selten! 

SACHSEN,  Eines  gebohrnen,  sehr  curieuse  Rei- 
sen und  dessen  seltsame  Begebenheiten,  so  ihm 
bey  seinem  S c 1 a v e n - S t a n d e in  Algier  und  bey 
seiner  Freyheit  zu  Ispahan  in  Persien  begegnet 
sind,  mit  Kupfern,  (Jena)  b.  Christ.  Heinr.  Cuno.  8°. 

So  im  O.  M.  V.  1740,  I 4b,  sub  1.  f.  n.  p.  — Wirklich 
erschienen? 

SACHWALTEIR,  Der,  des  schönen  Geschlechts,  oder 
Beweis  dass  es  dem  weiblichen  Geschlecht  höchst  nachtheilig. 


Sack — Sack  p fei  fer 


23 


so  lange  zu  warten  bis  ein  Freyer  kömmt,  und  dass  das  Frauen- 
zimmer selbst  auf’s  Freyen  ausgehen  müsse.  Mit  i Kpf.  Wien 
1752.  8°.  Rar! 

SACK,  Ganz  neuer,  voll  Witz,  Spass  und  Ernst, 
für  Leser  von  Geschmack  zur  Beförderung  der  Verdauung 
und  für  Hypochondristen  ....  Hamburg,  o.  J.  (c.  178*).  8*^. 
SACK,  Ein,  voll  Witz,  Spass  und  Ernst,  für  Leser 
von  Geschmack  zur  Beförderung  der  Verdauung  und  für  Hypo- 
chondristen bey  übler  Laune  zur  Erschütterung  ihres  Zwerch- 
fells. Mit  TVign.  Frkft.  u.  Lpz.  (Wien)  1789.  8°.  (i  fl.  80  xr. 
Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  c.  1890.) 

216  SS.  Enth.  248  Nrn.,  einige  derb. 

SACK,  Z um  zweytenmal  a u s g e f 1 i c k t e r und  erwei- 
terter, voll  Witz,  Spass  u.  Ernst.  Zum  Besten  schlag- 
befürchtender Grossvaterstuhldrucker  und  für  Hypochondristen. 
2 te  vermehrte  Aufl.  Ibid.  1790.  8°. 

Auch  ein  Druck  von  1812  vorhanden? 

SACKMANN’S,  Jobst  (geb.  1643,  war  von  1680 — 1718  Prediger 
zu  Limmer  bei  Hannover),  plattdeutsche  Predigten. 
8.  Auflage.  Mit  Lebensgeschichte  S.’s  von  Voigts  und  Bild- 
niss.  Celle  1864.  8®.  (9  Sgr.  Heberle,  Cöln,  c.  1872:) 

Predigten  in  altdeutscher  Derbheit  und  Geradheit;  Schalk- 
haftigkeit und  Munterkeit  der  Behandlung  des  Stoffes,  wie 
die  gesunde  praktische  Moral  dieser  Reden  stellen  Sackmann 
dem  Abr.  a St.  Clara  zur  Seite. 

Frühere  Ausg. : Ebd.  1827.  S'’.  (i  Mk.  50  Pfg.  Osw. 

Weigel,  Lpz.,  1883.))  — 6.  Aufl..  Ebd.  1859.  8^.  (60  Pfg. 
B.  Seligsberg,  Bayreuth,  1896.) 

* SACKPFEIFER,  Der  Pohlnische,  Das  ist  Allerhand 
lustige  Geschichten,  artige  Fragen,  Kurtzweilige  Antworte,  pös- 
sierliche  (sic!)  Reden  von  allerhand  Standes-Persohnen : den 
kurtzweilliebenden  Leser  zu  gefallen,  aus  dem  Holländ.  ins 
Hochteutsche  übergesetzet,  und  in  Druck  geben.  Gedruckt  im 
Jahr  1663.  12°.  (75  Mk.  C.  G.  Börner,  Lpz.,  1907:) 

Sehr  originelle  und  reichhaltige  Sammlung  volkstümlicher 
Anekdoten  in  deutscher,  grösstenteils  sogar  in  sehr  hoch- 
deutscher Sprache.  Es  ist  in  der  Tat  erstaunlich,  mit  welch' 
urwüchsigem  Humor  und  welcher  Harmlosigkeit  auf  der  einen 
und  mit  welcher  Virtuosität  auf  der  andern  Seite  der  Ver- 
fasser die  heikelsten  und  pikantesten  Abenteuer  u.  Anek- 
dötchen berichtet;  nach  unserer  Auffassung  von  Sittlichkeit 
würde  eine  solche  Sammlung  sicherlich  noch  beim  Drucker 
konfiszirt  werden. 

116  SS.  (incl.  Titelholzschn.  u.  ^ Bll.  Vorst.)  Enth.  74 
Stücke,  darunter  S.  52 — 56  eine  Harlekinade  in  holländ. 
Sprache.  — Vorr.  unterz. : E.  D.  H.  B. 

Dasselbe.  O.  O.  1665.  12®. 

Dasselbe  m.  d.  Tit. : Der  polnische  Zack-Pfeif- 


24 


Sackpfeifer — Sade 


fer,  oder  ein  gar  lustiges  Tractätlein  etc.  Mit  Titelhlzschn. 
O.  0.  1666.  12O.  (25  Mk.  Baer  & Co.,  1888.) 

Dasselbe,  titulo : Der  Polnische  Sack-Pfeiffer, 

Oder,  Ein  gar  Lustiges  Tracktätlein,  Anitzo  Vermehret 
mit  vielen  kurzweiligen  Historien,  benebst  etzlichen  feinen  Ge- 
schichten, artigen  Fragen,  und  allerhand  Antworten,  dem  kurtz- 
weil  liebenden  Leser  zu  Gefallen  herausser  gegeben,  von  Mons. 
de  Kribbekop  (Holzschnitt).  Noch  wird  der  Liebhabende 
Leser  Auch  hierinnen  zu  finden  haben,  etlicher  vornemer  hoher 
Leute  Titul,  so  man  an  selbe  zuschreiben  hat,  ihren  rechten 
Titul  zu  geben.  O.  O.  u.  J.  (ca.  1700?).  120. 

Alle  4 Drucke  sind  gesuchte  Raritäten! 


Sade,  Marquis  de. 

SADE,  Donatien  — Alphonse  — Fran?.  Marquis  de 
(geb.  d.  2.  Juni  1740  zu  Paris,  wurden  1772  zu  Aix  wegen 
Sodomiterei  und  Giftmischerei  verurtheilt,  aber  erst  5 Jahre 
später  festgenommen  und  in  Vincennes  eingekerkert,  dann  durch 
die  Revolution  in  Freiheit  gesetzt,  starb  74  Jahre  alt  am  2.  De- 
cember  1814  im  Narrenhause  (ohne  verrückt  gewesen  zu 
sein)  zu  Charenton-Saint-Maurice.  De  Sade  gilt  als  der  Be- 
gründer dessen,  was  man  heute  Sadismus  nennt. 
Justine  und  Juliette,  oder  die  Gefahren  der  Tu- 
gend und  die  Wonne  des  Lasters.  Kritische  Ausgabe 
nach  d.  Franzos,  des  Marquis  de  Sade.  Leipzig,  Carl  Minde, 
o.  J.  (1874).  120.  155  S.  (Mk.  6—.)  (3  Mk.  Fisch- 

haber; 3V2  Mk.,  eleg.  Ppb.,  Kühl,  vor  1885;  3 Kr.  60  H. 
Halm  & Goldmann,  Wien,  1904;  12  Mk.  E.  Frensdorff,  Berlin, 
1907.)  Vergriffen! 

Ist  keine  Uebersetzung,  sondern  nur  eingehendes 
Raisonnement  über  Sade’s  Roman,  mit  der  Biographie 
des  Verfassers.  lieber  letztere  bemerkt  Karl  Wall- 
st ein:  Der  anonyme  Bearbeiter  sagt,  dieses  Buch  sei  1772 
ersch.  (S.  26);  es  sei  die  Autobiographie  des  Verf.  (S.  14); 
obschon  der  Roman  nichts  Anderes  ist  als  die  Memoiren  des 
Marquis  de  Sade,  so  kann  man  doch  nicht  erkennen,  was  darin 
Fiction,  was  aber  Wirklichkeit  ist  (57);  sein  Buch  ist  nur 
Roman,  soll  folglich  als  Fiction  gelten  (58);  in  wie  weit  der 
Roman  eine  getreue  Copie  seines  Lebens  ist,  läßt  sich  nicht 
beurtheilen  (91).  Oder  will  de  Sade  das  Ganze  überhaupt  gelten 
(lassen?  (86);  ich  bin  sehr  ‘geneigt  anzunehmen,  das  ganze 
Buch  für  eine  Ausgeburt  einer  auf  den  höchsten  Punkt  hinauf- 
geschraubten krankhaften  Phantasie  zu  halten  (119).  — Indem 
ich  hier  die  wirkliche  Lebensgeschichte  des  Verf.  %mn  „Justine 
und  Juliette“  zum  Besten  gebe,  „thue  ich  nichts  anderes  als  die 
.Urbilder  dieses  Romans  und  die  Haupthandlung  selbst  im 
Auszuge  mittheilen“  (14). 


Sade 


25 


Von  den  biographischen  Angaben  sind  alle 
falsch;  S.  8 heisst  de  S. : Charles  Louis;  er  habe  sich,  nachdem 
er  ein  ausschweifendes  Leben  geführt,  in  ein  Kloster  zurückge- 
zogen, wo  er  sich  durch  s.  streng  moralische  Aufführung  und 
seinen  Ascetismus  auszeichnete  und  dort  auch  entweder  zu  Ende 
der  Regierung  Louis  XV.  od.  zu  Anfang  jener  Louis  XVI.  starb; 
Jahr  und  Tag  sind  unbekannt.  Man  findet  auch  jezt  keine 
nähern  gedruckten  Notizen  über  ihn  (S.  128).  — S.  130  ff. 
wird  ein  dem  Verf.  angehängtes  Märchen  über  de  Sade  er- 
zält;  Derselbe  sei  1776  od.  1778,  63  J.  alt,  gestorben,  und  sei 
seiner  Frömmigkeit  wegen  zur  Kanonisirung  vorgeschlagen  wor- 
den u.  s.  w. 

Dasselbe.  Berlin,  o.  J.  8°.  160  S.  (5  Mk.  Taussig, 

Prag,  1904.) 

-Geschichte  der  Juliette,  oder  die  Wonnen 

des  Lasters  (auszugsweise  übers.).  Eingeleitet  durch  eine 
Biographie  des  Verfassers  u.  eine  Inhaltsüber- 
sicht. Bucharest,  1892.  Cesareano  & Co.  8°.  Lat.  Typen, 
holl.  Büttenpap.,  saub.  Ausstattg.  (Mk.  10 — .) 

152  S.  (incl.  2 Bll.  Vor-  u.  Haupttitel,  S.  5 — 24  Biographie. 
S.  25 — 36  Inh.-Uebers.).  Erster  Versuch,  einige  Stellen  dieses 
so  berüchtigten  Buches,  dessen  Lektüre  bei  jedem  Menschen 
nur  tiefsten  Ekel  hervorrufen  muß,  im  Deutschen  wiederzu- 
geben. („Ganz  werthlos,  nur  die  tollsten  Stellen  enthaltend.“ 
— Dr.  N e u m a n n - Berlin.) 

Dasselbe,  tit. : Juliette  oder  die  Wonne  des 

Lasters.  Chicago,  o.  J.  (c.  1895?).  8'’.  (12  Mk.  Bangel  & 
Schmitt,  Heidelberg,  1905.) 

Justine  und  Juliette.  Aus  dem  Französischen  in 

Deutsche  übers,  v.  Rene  L e u k h.  2 Bde.  M.  94  Zeichnun- 
gen in  besonderem  Bande.  Verlag  der  Bibliophilen.  (G.  m. 
b.  H.)  Berlin  1904.  8°.  Hocheleg.  Ausstattung,  Büttenpap., 
in  vornehmen  Liebhaber- Einbdn.  (Mk.  125 — ; Zeichnungen 
apart  Mk.  40 — .)  (140  Mk.,  Orig.-Lwdbde.,  Schaper,  Han- 

nover, 1904.) 

Aus  dem  Prospekt:  Das  Werk,  welches  bekanntlich  dem 
Begriff  „Sadismus“  den  Namen  gab  und  welches  hier  zum 
ersten  Male  in  einer  ungekürzten  und  unge- 
milderten  deutschen  Übersetzung  erscheint,  be- 
darf keiner  Empfehlung  bei  den  Kreisen,  an  die  allein  wir 
uns  damit  wenden : die  Bibliophilen,  die  Kulturhistoriker,  die 
, Ärzte,  Philosophen,  Criminalisten. 

In  einem  separaten  Bändchen  sind  beigegeben  9 4 
Zeichnungen,  sorgfältig  reproduziert  nach  den  vom  Mar- 
quis de  Sade  selbst  entworfenen  Illustrationen  der  Origi- 
nalausgabe: Histoire  de  Justine  et  Juliette.  10 
vols.  Illustrd  de  103  grav.  En  Hollande  1797.  pet.  in-80.  (250  Mk., 
prächtiges,  vollständig  unbeschn.  Expl.  in  eleg.  braunen  Kalb- 
Idrbdn.,  oberer  Schnitt  vergold.,  Adolf  Weigel,  1908.)  — 

La  nouvelle  Justine  ou  les  malheurs  de  la  vertu. 
4 vols.  Avec  36  (au  lieu  de  44)  gravures  tres  libres.  En 
Hollande  (Paris)  1797.  8°.  (100  Mk.,  chagrin  rouge  avec  bordures 


26 


Sade 


dor.,  dos  orne,  tr.  dor.,  quelques  taches  de  papier,  Südd. 
Antiqu.,  München,  1905.)  (Expl.  in  München:)  „La  seconde 
edition  de  ce  non-plus-ultra  d’un  roman  sotadique,  rempli  d’hor- 
reurs  et  d’atrocitds  sanguliaires  incroyables.  Ouvrage  trefes  im- 
portant pour  l’histoire  du  flagellantisme.“  (50  Mk.,  sans  les 
44  grav.,  Adolf  Weigel,  1908.)  — Histoire  de  Juliette 
ou  les  prosperites  du  vice.  6 vols.  Illustre  de  60 
gravures.  En  Hollande  1797.  pet.  in-S^.  (150  Mk.,  vorzüglich 
erhaltenes  und  vollständig  unbeschnittenes  Exemplar  in  präch- 
tigen Lederbdn.,  Adolf  Weigel,  1908.)  — Justine  ou  les 
malheurs  de  la  vertu,  ade  Edition,  corrig4e  et  aug- 
mentee.  2 tom.  En  Hollande  1797.  8°.  (30  Mk.,  cart.,  sans 
les  44  grav.,  Adolf  Weigel,  1910:)  Reimpression  du 
roman  celebre,  epuisee  depuis  longtemps.  1 : 232  pp.  (y  com- 
pris  5 feuillets  prelim.),  aff.  blancs.  11:  241  pp.,  i ff.  blanc. 
— Chaque  titre  porte  le  motto  suivant:  O mon  amil  la 
prosperitd  du  crime  est  comme  la  foudre,  dont  les  feux  trom- 
peurs  n’embellisent  un  instant  l’atmosphere,  que  pour  preci- 
piter  dans  les  abimes  de  la  mort  le  malheureux  qu’ils  ont 
übloui.“ 

Histoire  de  Justine,  ou  les  malheurs  de  la 

vertu.  4 vols.  En  Hollande  1797.  (Reimpression.)  Bruxel- 
les 1870.  12O.  Avec  les  gravures  dans  un  portefeuille.  (130  Mk., 
br.,  n.  r.,  Taussig,  Prag,  1906.)  — Justine  ou  les  mal- 
heurs dela  vertu.  Reproduction  textuelle  de  l’edition  ori- 
ginale (en  Hollande).  Avec  i frontisp.  gr.  Paris,  J.  Liseux, 

1884.  Tres  gr.  in-8®.  (20  Mk.,  d.-rel.  chagr.,  decoupure  d'un 

nom  du  titre,  Adolf  Weigel,  1910.)  — Juliette,  ou  les 
Prosperites  du  vice,  par  le  Marquis  de  Sade.  6 vols. 
Avec  60  figg.  libres.  S.  1.  ni  d.  8°.  pap.  verge.  (400  Mk. 

Oscar  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908;)  „Curiosite  bibliogra- 
phique  de  la  plus  grande  rarete.  Nous  croyons  inutile  de 
faire  valoir  ici  cette  ceuvre  fameuse  du  trop  celebre  marquis. 
Rappeions  qu’il  s’agit  d’une  reimpression  textuelle 
et  bien  complete  de  cet  ouvrage,  le  plus  etrangement  ob- 
scfene  et  criminel  qui  existe.“  — Extraits  de  Juliette 

•ou  les  voluptes  du  vice.  Orne  de  1 1 gravures  sur  cuitTe 
(incl.  frontisp.).  Introduit  par  une  biographie  de  Sade.  Am- 
sterdam 1892.  8^.  XXXIV — III  pp.  (25  Mk.,  Expl.  in  Cor- 
recturbogen  mit  einigen  Correcturen,  M.  Edelmann,  Nürnb., 
1906;  10  Mk.,  seulement  avec  le  frontisp.,  Adolf  Weigel,  1908.) 
Dasselbe  (andere  Ueberstzg.),  tit. : Justine  und  Ju- 
liette. Die  Leiden  der  Tugend  und  Die  Won- 
nen des  Lasters.  Ins  Deutsche  übertragen  von  Raoul 
Haller.  4 Bde.  (Bd.  4 enth.  die  zum  ganzen  Werke  ge- 
hörigen guten  Reproduktionen  der  103  Originalkupferstiche, 
nach  Zeichnungen  vom  Marquis  de  Sade  selbst,  auf  echtem 
Büttenpap.)  O.  O.  u.  J.  (1905).  8°.  (Mk.  125 — .)  (90  Mk.,  eleg. 
Orig.-Lwdbde.,  Lipsius  & Tischer,  Kiel,  1908;  80  Mk.,  br.. 


Sade 


27 


Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M.,  1909;  60  Mk.,  eleg.  Orig.-Lwdbde., 
tadellos.  Gelegenheitsexpl.,  Adolf  Weigel,  1909;  nur  der  Text: 
Mk.  35—.) 

Privatdruck  in  einer  einmaligen  Auflage  von  550  Exem- 
plaren. Beim  Herausgeber  vergriffen. 

Dasselbe  (andre  Ueberstzg.),  tit. : Die  Geschichte 

der  Justine  oder  die  Nachteile  der  Tugend.  Die 
Geschichte  der  Juliette  oder  die  Vorteile  des 
Lasters.  Aus  d.  Franzos,  zum  i.  Male  ins  Deutsche  übertr. 
V.  M.  I s e n b i e 1 (d.  i.  Dr.  F i e d 1 e r).  2 Bde.  Mit  103  freien  Illu- 
strationen in  Mappe  (genauen  Reproduktionen  der  französischen 
Orig.-Ausg.  in  Holzschnitt).  O.  O.  (Wien)  1906.  8°.  (120  Mk., 
Origbde.,  Südd.  Antiqu.,  München,  1905;  70  Kr.,  eleg.  Ldrbde., 
Carl  Greif,  Wien,  1908.) 

Nur  in  550  numer.  Expll.  hergestellter,  bereits  vergriffener 
Privatdruck. 

Englische  Uebersetzgn.:  ( Sade,  Marquis  de.)  Opus 
Sadicum:  Justine,  or  the  misfortunes  of  virtue. 
A philosophical  romance  for  the  first  time  translated  from 
the  French  original  (Holland  1791).  With  an  engraved  fron- 
tispice.  Paris,  J.  Liseux,  1889.  Roy.  8vo.  (40  Mk.,  wrappers. 
uncut,  quite  as  new,  Adolf  Weigel,  1904:)  Copy  an  Dutch 
paper.  Splendid  edition  of  the  most  famous  er  ...  . book  of 
the  i8th  Century,  only  250  copies  printed,  quite  out  of  print 
and  scarce.  — The  Pleasures  of  cruelty,  being  a 
sequel  to  the  reading  of  Justine  and  Juliette. 
3 pts.  London,  s.  d.  8°.  (Mk.  126 — .)  (75  Mk.,  H.  Barsdorf, 
Lpz.,  c.  1905.)  Rarer  Privatdruck. 

— — Die  Philosophie  im  Boudoir.  Nachgelassene 
Werke  (so!)  vom  Verfasser  der  Justine.  (Motto.)  2 Bde.  Mit 
6 Handzeichnungen  (Copien  der  französ.  Originalstiche).  Lon- 
don. Auf  Kosten  der  Gesellschaft.  1794  (so!).  Handschrift. 
8°.  (In  Wien,  Stadtbibi.,  2 Hlwdbde. : Secr.  I 51 1.) 

Gay,  4e  ed.  HI.  p.  730.  — Diese  deutsche  Uebersetzung 
scheint  im  Druck  überhaupt  nicht  erschienen  zu  sein. 

Orig,  (in  München) : La  philosophie  dans  le  bou- 
doir,  ouvrage  posthume  de  l’auteur  de  Justine. 
2 tomes.  Avec  figg.  Londre  1795.  12°.  — Reimpression: 
La  Philosophie  dans  le  boudoir.  Oeuvre  post- 
hume. Bruxelles,  chez  les  marchands  de  nouveautes,  1891. 
8°.  276  pp.  — Londres  1795  (recte  1895).  H.  8^.  207-I-247  pp. 
(25  Mk.  Taussig,  Prag,  1906;  18  Mk.  Ottmar  Schönhuth,  Mün- 
chen, 1906.) 

Die  Schule  der  Wonne.  Aus  d.  Französischen 

des  Werkes:  La  philosophie  dans  le  boudoir  von 
Marquis  de  Sade,  Verfasser  von  Justine  und  Juliette.  Leip- 
zig, Karl  Minde,  Druck  v.  W.  Schuwardt  u.  C.  in  Leipzig. 
O.  J.  (1878).  12O.  (3  Mk.  Ed.  Fischhaber,  Reuth;  3 Mk. 
50  Pfg.  A.  Bielefeld,  Carlsruhe,  vor  1885;  jetzt  theurer!) 

Verboten  vom  L.-G.  Wien,  1878.  § 516.  — Vergriffen! 


28 


Sade 


Die  Philosophie  im  Boudoir  oder  spezielle 

Unterweisung  in  der  L i e b e s - P hi  1 o s o p h i e und 
der  höheren  und  raffinirten  geschlechtlichen 
Wollust.  Zum  I.  Male  ins  Deutsche  übertragen  von  Dr.  A. 
Schwarz.  2 Thle.  O.  O.  (Budapest)  1907.  S».  276-1-342  S. 
(Mk.  40 — .)  (50  Mk.  Schnabel  & Walter,  Potsdam,  1907,  mit 
Angabe  des  [richtigen?]  Druckorts;  27  Mk.  B.  Seligsberg, 
Bayreuth,  1908;  30  Mk.,  eleg.  Orig.-Ldrbde.,  Adolf  Weigel, 
1909.) 

Nur  in  500  in  der  Presse  numer.  Expll.  hergestellter  Pri- 
vatdruck. Ein  Neudruck  findet  niemals  statt.  — Bildet 
Bd.  IV  der  „Curiosa  der  Weltliteratur“.  Hrsg,  von  Dr.  Georg 
Cordesmühl  (ps.). 

Aus  dem  Prospekt:  „Unter  den  vielgeschmähten  aber 
vielbewunderten  Angehörigen  der  sogenanten  „satanischen 
Schule“  nimmt  der  Verfasser  vorliegenden  Werkes,  der  Mar- 
quis de  Sade,  einen  Rang  ein,  den  ihm  keiner  seiner  Ge- 
nossen oder  Nachahmer  seither  streitig  zu  machen  vermochte. 
Manche  andere  Satanisten  mögen  in  ihrer  Art  gross  sein,  — 
de  Sade  ist  gigantenhaft.  Sein  Stil  wie  aus  Granit  gemeisselt, 
die  Kühnheit  seiner  Bilder  überwältigend,  seine  Lascivität  un- 
geheuerlich; Mut  oder  Frechheit,  mit  der  er  allem  nicht  bloss 
den  letzten  Schleier,  sondern  womöglich  noch  die  Haut  weg- 
reisst,  so  einzig  dastehend,  dass  alles  an  das  Wüten  einer  ent- 
fesselnden Naturkraft  gemahnt. 

Seine  „Philosophie  des  Boudoirs“  ist  die  des  Heroenmen- 
schen in  krassester  Form.  Die  ganze  Welt  ist  nur  dazu  da, 
seinem  Genuss  dienstbar  zu  werden;  Genuss  ist  das  höchste 
Gut  des  Lebens,  ja  des  Lebens  Zweck!  Genuss,  das  einzige, 
wegen  dessen  es  sich  lohnt,  zu  leben;  Genuss,  den  wir  skrup- 
pellos  aus  allem  schöpfen  und  saugen  sollen,  was  wir  sehen, 
was  existiert,  einerlei,  ob  Mord,  Schmerz,  Wollust,  Willkür 
oder  was  sonst  immer  uns  diesem  Ziele  entgegenführt. 

Wer  dies  Buch  gelesen,  hat  einige  Stunden  in  der  Hölle 
verlebt;  entsetzlicher  Nacktheit  hat  er  ins  Auge  geblickt;  die 
Vernichtung,  der  Schrecken,  Grausen  und  Höllenjubel  zugleich 
hat  sich  ihm  offenbart.  Die  „Philosophie  des  Boudoirs“  ist 
ein  Werk,  das  sich  nur  tötliche  Feinde  oder  begeisterte  Freunde 
zu  erwerben  vermag.“ 

Die  hundertzwanzig  Tage  von  Sodom  oder 

die  Schule  der  Ausschweifung  vom  Marquis  de  Sade. 
Erste  u.  vollständige  Uebertragung  aus  dem  Französischen 
von  Karl  v.  Haverland.  2 Bde.  Wien  1908.  Gr.  8°. 
(Mk.  50 — .)  (50  Mk.,  eleg.  Ganzldrbde.,  Adolf  Weigel,  1910:) 

Dieses  Werk  wurde  in  einer  einmaligen  Auflage  von  nur 
200  in  der  Presse  numerierten  Exemplaren  in  2 Farben  attf 
Büttenpapier  gedruckt  u.  mit  zahlreichen  künstlerischen,  erot- 
ischen Leisten  u.  Vignetten  von  Karl  Maria  Diez 
geschmückt.  Ein  Nachdruck  findet  unter  keiner  Bedingung 
statt.  — Gehört  zur  Serie:  „Curiosa  der  Weltliteratur.“ 

Orig.:  Les  120  Journees  de  Sodome  ou  l'E  c o 1 e 
du  Libertinage  par  le  Marquis  de  Sade.  Public  pour 


Sade 


29 


la  premifere  fois  d’apr^s  le  manuscrit  original  avec  des  anno- 
tations  scientifiques  par  le  docteur  en  m^decine  Eugene  D ü h - 
ren  (d.  i.  Dr.  med.  Iwan  Bloch).  Paris,  Club  des 
Bibliophiles,  MCMIV.  (1904.)  Ed.  in-40.  8 et  543  pp, 

(175  Mk.,  couv.  orig.,  Ernst  Frensdorff,  Berlin,  1906; 
140  Mk.  Oskar  Rauthe,  Berlin,  1908;  150  Mk.,  ed.  de 

luxe  sur  grand  pap.  ancien  [imite]  ä 20  expls.  num^rotes,  avec 
envoi  autogr.  de  l’editeur  [200  frcs.],  Adolf  Weigel,  1908;) 
De  toute  expl.  sur  papier  du  Japon,  seulement  imprimd  en 
5 expls.,  E.  Frensdorff,  1907:)  Roman  retrouve  en  manuscrit 
ancien  orig,  et  impriine  exclusivement  pour  la  souscription  en 
1 60  exemplaires,  savpir  5 sur  papier  du  Japon,  5 sur  papier 
de  Whatman,  10  sur  papier  van  Geldern  et  140  sur 
papier  verge  ä la  forme.  De  grande  rarete. 

Aus  dem  Prospekt  zur  deutschen  Uebersetzung : Das 
Manuskript  des  hier  zum  erstenmal  in  deutscher  und 
vollständiger  Übersetzung  vorliegenden  Werkes  des 
Marquis  de  Sade,  das  — obwohl  es  nicht  völlig  vollendet  ist 
— als  das  Hauptwerk  des  ebenso  berühmten  als  berüch- 
tigten Autors  angesehen  werden  muß,  hat  eine  merkwürdige 
Geschichte.  Es  war  wohl  gerüchtweise  bekannt,  daß  de  Sade 
einen  Roman  unter  dem  Titel  „Les  120  Journees  de  Sodome 
ou  l’Ecole  du  Libertinage“  verfaßt  habe  (auch  de  Sade’s  Zeit- 
genosse und  Widersacher  Retif  de  la  Bretonne  erwähnt 
dieses  Werk  in  seinem  Buche  „Theorie  du  Libertinage“,  und  der 
gelehrte  Bibliophile  Pisanus  Fraxi  spricht  davon  in  seinem 
„Index  librorum  prohibitorum“),  man  hielt  jedoch  das  Manu- 
skript für  verloren  und  stellte  deshalb  auch  keine  ernsthaften 
Nachforschungen  danach  an.  „Die  meisten  Manuskripte  des 
Marquis  de  Sade“,  sagt  der  verdiente  Sade-Forscher  Henri 
d’A  1 m e r a s „Briefe  sowohl  als  Wercke,  wurden  zu  verschiede- 
nen Zeiträumen  von  der  Polizei  saisiert  und  zerstört.“  So  weiß 
man  z.  B.,  daß  im  Jahre  1832  das  Manuskript  eines  unedierten 
Romans  von  de  Sade  im  Beisein  eines  Mitgliedes  der  de  Sade- 
schen  Familie  verbrannt  wurde.  Dieses  verbrannte  Manuskript 
wurde  wohl  irrtümlich  für  das  Manuskript  der  „120  Jour- 
nees de  Sodome“  gehalten.  Das  Verdienst,  diesem  als  ver- 
loren geltenden  Werke  planmäßig  nachgeforscht  und  es  end- 
lich wieder  entdeckt  zu  haben,  gebührt  einem  deutschen  Sade- 
Forscher,  Dr.  Eugen  Dühren  (d.  i.  Dr.  med.  Iwan  Bloch), 
der  die  Geschichte  dieser  überraschenden  Entdeckung  in  seinem 
Buche  „Neue  Forschungen  über  den  Marquis  de  Sade“  aus- 
führlich erzählt.  „Die  120  Tage  von  Sodom“  wurden  von  de 
Sade  während  seiner  Gefangenschaft  in  der  Bastille  verfaßt. 
Der  Marquis  schrieb  dieses  Werk,  das  in  der  unserer  Ausgabe 
zugrundeliegenden  französischen  Ausgabe  (der  einzigen, 
welche  bisher  existierte,  nur  in  100  Expll.  veröffentlicht  wurde 
und  500  Frcs.  kostete).  526  Druckseiten  in  Lexikonformat 
umfaßt,  wie  aus  einer  handschriftlichen  Note  de  Sades  auf  dem 
Manuskript  selbst  hervorgeht,  in  der  Zeit  vom  22.  Oktober  bis 
zum  27.  November  1785,  also  in  36  Tagenl  Er  arbeitete  daran 
täglich  nur  3 Stunden,  und  zwar  von  7 bis  10  Uhr  abends.  Er 
schrieb  auf  lose  Blätter,  die  er  dann  der  Länge  nach  aneinander- 
klebte. Den  auf  diese  Weise  entstandenen  Streifen  beschrieb  er 
dann,  da  er  offenbar  an  Papiermangel  litt,  auch  rückwärts.  Das 
Manuskript  bildet  also  einen  I2,i  m langen,  beiderseitig  be- 


30 


Sade 


schriebenen,  aufgerollten  Streifen.  Als  der  Marquis  im  Jahre 
1789  die  Bastille  verließ,  verblieb  dieses  Manuskript  zunächst 
mit  anderen  de  Sadeschen  Schriften  in  der  Bastille.  Dann 
gelangte  es  auf  kurzem  Umweg  in  den  Besitz  der  Familie 
Villeneuve-Trans,  wo  es  drei  Generationen  hindurch  verblieb, 
bis  es  durch  Dr.  Dühren  entdeckt  wurde.  Einem  jungen  deut- 
schen Romanisten  gelang  die  Entzifferung  der  fast  mikrosko- 
pisch kleinen  und  mit  der  Zeit  fast  unleserlich  gewordenen 
Schrift  dieses  Manuskriptes. 

Es  handelt  sich  hier  unzweifelhaft  um  das  von  Retif  de  la 
Bretonne  erwähnte  Hauptwerk  des  Marquis  de  Sade.  Schon 
ein  flüchtiger  Blick  auf  das  Manuskript  läßt  die  überaus  cha- 
rakteristische, kleine  und  elegante  Handschrift  des  Marquis 
erkennen.  Wer  aber  bereits  die  „Justine“  oder  die  „Juliette“ 
gelesen  hat,  bedarf  keiner  äußeren  Beweise  mehr,  um  sich 
hier  einem  Werk  de  Sade’s  gegenüber  zu  wissen.  Denn  alle 
die  unnachahmlichen  Eigenheiten  seines  Satzbaues,  seiner  Rede- 
wendungen und  seiner  Erzählungsweise  finden  sich  hier  wieder. 
Vor  allem  jedoch  ist  die  de  Sade'sch^  Philosophie,  diese 
einzig  dastehende  leidenschaftliche  Verteidigung  und  Heilig- 
sprechung der  ausschweifenden  Wollust,  in  diesem  Werke  klarer 
und  lauter  zum  Ausdruck  gebracht,  als  in  allen  seinen  übrigen 
Werken.  De  Sade  wollte  in  diesem  Werke,  das  — um  vieles 
größer  angelegt  als  selbst  die  umfangreiche  „Juliette“  — nur 
zum  kleineren  Teil  ausgeführt  ist,  dessen  ausführlicher,  voll- 
ständiger und  präziser  Plan  jedoch  erhalten  und  dieser  Aus- 
gabe beigegeben  ist,  alle  sexuellen  Perversitäten, 
die  es  überhaupt  gibt  und  die  überhaupt  denkbar  sind,  an 
600  verschiedenen  anekdotischen  Beispielen  veranschaulichen. 
Er  ging  hiebei  nicht  planlos  und  willkürlich,  sondern  nach 
einer  ganz  bestimmten  Einteilung  der  Fälle  vor,  er  bringt  in 
die  Fülle  sexueller  Verirrungen,  die  er  vor  uns  ausbreitet,  ein 
psychologisches  System.  De  Sade  darf  deshalb  wohl  als  der 
erste  Systematiker  der  Psychopathia  sexualis 
gelten.  Und  wie  immer  man  .über  den  Marquis  de  Sade 
denken  mag,  wie  konträr  dem  gesunden  Empfinden  seine  mehr 
als  realistischen  Schilderungen  der  äußersten  Perversitäten  sein 
mögen,  eines  steht  unleugbar  fest : de  Sade  ist  ein  wun- 
derbarer Psycholog  der  dunkelsten  und  fürch- 
terlichsten Triebe  im  Menschen,  seine  Kenntnis 
der  geschlechtlichen  Verirrungen  ist  eine  verblüffend  vollstän- 
dige, und  die  Beispiele,  die  er  erzählt,  machen  oft  genug 
den  Eindruck  einer  erschütternden  Wahrhaftigkeit.  Für  den 
Psychiater,  den  Arzt,  den  Juristen,  den  Psychologen,  den  Päda- 
gogen und  Kulturhistoriker  ist  dieses  Werk  eine  unentbehr- 
liche Fundgrube  der  Erkenntnis.  Der  Umfang  und 
die  Intensität  irregeleiteter  Gesclilechtlichkeit  werden  in  diesem 
Werke  auf  eine  unvergleichliche  Weise  deutlich  gemacht. 

Der  Plan  des  Romanes  ist  folgender : Vier  reiche 
Wüstlinge,  zu  blasiert,  um  an  den  gewöhnlichen  Genüssen 
des  Lebens  noch  Geschmack  zu  finden,  vereinigen  sich  zu 
einer  ebenso  seltsamen  als  wollüstigen  Unternehmung.  Sie 
lassen  durch  Kuppler  und  Kupplerinnen,  die  in  ihrem  Auf- 
trag ganz  Frankreich  durchziehen,  die  schönsten  Knaben  und 
Mädchen  aus  angesehenen  und  vornehmen  Familien  entführen. 
Aus  diesen  Knaben  werden  die  allerschönsten  ausgewählt  und 


Sade 


3^ 


mit  anderen  Objekten  der  Lust  auf  ein  einem  der  Wüstlinge 
gehöriges,  unzugängliches  Felsenschloß  gebracht.  In  dieses 
Schloß  schließen  sich  die  vier  Wüstlinge  mit  ihren  Opfern 
ein,  alle  Zugänge  werden  vermauert,  die  einzige  Brücke,  die  den 
Fels,  auf  dem  das  Schloß  steht,  mit  der  Außenwelt  verbindet, 
wird  abgebrochen.  Und  nun  beginnen  — vor  jeder  Über- 
raschung und  Störung  gesichert  — in  dem  prächtig  und  zweck- 
mäßig eingerichteten,  mit  allem  Nötigen  reichlich  versehenen 
Schlosse  seltsame  Orgien.  Vier  der  erfahrensten  Bordellwirt- 
innen von  Paris  haben  die  Aufgabe,  unseren  Wüstlingen  die 
Erlebnisse  aus  ihrem  Berufe  detailliert  und  nach  einer  be- 
stimmten Ordnung  zu  erzählen.  Jede  dieser  „Historikerinnen“ 
erzählt  einen  Monat  hindurch  die  150  interessantesten  Fälle 
geschlechtlicher  Perversität,  die  sie  in  ihrer  Praxis  erlebt  hat. 
Es  werden  also  im  ganzen  600  verschiedene,  systematisch  ge- 
ordnete und  stufenweise  immer  seltenere  und  perversere  Fälle 
sexueller  Ausschweifung  erzählt.  Das  ganze  große  Gebiet  der 
Psychopathia  sexualis  wird  auf  diese  Weise  anschaulich  und 
gründlich  aufgerollt.  Die  bei  den  Erzählungen  anwesenden 
Objekte  der  Lust  jeden  Geschlechtes  und  Alters  dienen  den 
Wüstlingen  dazu,  die  in  ihnen  durch  das  Anhören  der  Er- 
zählungen erregten  Begierden  sogleich  zu  befriedigen 

Die  Erzählungen  der  vier  Bordellwirtinnen  und  die  diesen 
Erzählungen  vorangehenden  und  ihnen  stets  folgenden  Orgien 
bilden  den  Inhalt  dieses  einzigartigen,  zugleich  äußerst  phan- 
tastischen und  äußerst  naturalistischen  Romanes. 

Verbrechen  der  Liebe.  Eine  Reihe  hero- 
isch-tragischer (zahmer)  Gemälde.  Aus  d.  Englischen 
(vielmehr  aus  d.  Franzos,  des  Marquis  de  Sade).  2 Bde.  Mit 
I Titelkpfr.  Leipzig,  b.  Wilh.  Rein  1803.  8°.  (6  Mk.  Heinr. 
Lesser,  Breslau,  1875;  theurerl)  Rar! 

I:  TKpfr.,  Tit.  u.  278  S.  i.  Miss  Henriette  Stralson.  2. 
Mathilde  v.  Forelange.  3.  Florville  und  Courvall.  II:  3 Bll. 
u.  256  S.  I.  Roderich  oder  der  Zauberthurm.  Ein  allegor- 
isches Gemählde.  2.  Lorenzo  und  Antonio.  Eine  italiänische 
Novelle.  3.  Ernestine.  Eine  schwedische  Novelle.  (Alle  3 
auch  einzeln  gedruckt.)  Nur  die  Erzählungen  in 
Bd.  2 — 3 des  französ.  Originals  sind  übersetzt. 

Orig.:  Sade  (Marquis)  D.  A.  F.  („auteur  d’Aline  et  Val- 
cour“), Les  crimes  de  l’amour,  nouvelles  hdroi- 
ques  et  tragiques:  prdcedds  d’une  idee  sur  les 
r o m a n s , et  ornös  de  4 gravures  (non  signdes).  4 vols.  Paris, 
Masse,  an  VIII.  (1800.)  8^.  (30  Mk.  vente  G.  Salomon,  Dresde,  le 
8 mars  1875;  35  Mk.,  d.-chagr.  vert,  filets,  tr.  marbr.,  bei 
expl.,  S.  Calvary  & Co.,  Berlin,  1897.)  2 Bll.,  XLVij  (47 — 228, 
274,  256,  245  pp.  (de  plus  I p „table  des  nouvelles  contenues. 
au  prdsent  recueil“).  — Tres-rare  et  recherchel  — „Jamais, 

— s’ecrie  ce  monstre  dans  la  curieuse  prdface  de  cet  ouvrage, 

— jamais,  je  le  röpete,  je  ne  peindrai  le  crime  que  sous  les 
Couleurs  de  l’enfer,  je  veux  qu’on  le  voie  ä nud  . . . .“  Et 

plus  loin:  „Qu’on  ne  m’attribue  plus  le  roman  de  J 

(Justine);  jamais  je  n’ai  fait  de  tels  ouvrages,  et  je  n’en  ferai 
sürement  jamais;  il  in’y  a que  des  imböciles  ou  des  mechants  qui, 
malgre  l’authenticitd  de  mes  dönegations,  puissent  me  soup- 


32 


Sade 


gonner  ou  m’accuser  d’en  etre  l’auteur.“  T a b 1 e.  I ; Juliette 
et  Raunai,  ou  la  conspiration  d’Amboise,  nouvelle  historique, 
f.  I.  — Le  double  epreuve,  f.  loi.  II:  Miss  Henriette  Stralson, 
ou  les  effets  du  desespoir,  nouvelle  anglaise,  f.  i.  — Faxelange  ( ?), 
ou  les  torts  de  l’ambirion,  f.  107.  — Florville  et  Courval,  ou  le 
fatalisme,  f.  175.  III:  Rodrigue,  ou  la  tour  enchantee,  conte 
alldgorique,  f.  i.  — Laurence  et  Antonio,  nouvelle  italienne. 
f.  37.  — Ernestine,  nouvelle  su^doise,  f.  131.  IV:  Dorgeville, 
ou  le  criminel  par  vertu,  f.  i.  — La  Comtesse  de  Sancerre, 
ou  la  rivale  de  sa  fille,  anecdote  de  la  cour  de  Bourgogne, 
f.  53.  — Eugenie  de  Tranval,  f.  105.  — R6impression 
(extrait) : Les  crimes  de  l’amour.  Suivis  des  idees 
sur  les  romans  de  l’auteur  des  crimes  de  l’amour  ä 
Villeterque,  d’une  notice  bio-bibliogr.  du  marquis  de  Sade, 
l’homme  et  ses  dcrits  et  du  discours  prononce  par  Sade  ä la 
section  des  Piques.  Avec  portrait.  Bruxelles  1881.  8®.  (20  Mk., 
d.-veau,  tete  dor.,  dos  orne,  n.  r.,  belle  ed.  ä 500  expls. 
numdr.,  S.  Calvary  & Co.,  1897;  25  Mk.  H.  Barsdorf,  Berlin, 
c.  1905:)  Les  bibliophiles,  les  psychologues  et  les  medecins 
trouvent  ici  un  specimen  des  ouvrages  du  cdl^bre  mono- 
mane drotico-criminel,  auquel  on  a adjoint  des  mate- 
riaux  biographiques. 

ÜIO-BIBLIOGRAPHISCHES  über  den  Marquis  de 
Sade:  DÜHREN,  Dr.  Eugen  (d.  i.  Dr.  med.  Iwan  Bloch, 
Spezialarzt  für  Haut-  und  Sexualleiden  in  Charlottenburg,  geb. 
zu  Delmenhorst  8.  April  1872),  Der  Marquis  de  Sade 
u.  seine  Zeit.  Beitrag  zur  Cultur-  und  Sittenge- 
schichte des  18.  Jahrhunderts  mit  besonderer 
Beziehung  auf  die  Lehre  von  der  Psychopathia 
sexualis.  (Auch  titulo : Studien  zur  Geschichte 
des  menschlichen  Geschlechtslebens.  I.)  Berlin 
und  Leipzig,  Barsdorf,  1900.  Gr.  8°.  (Mk.  10 — .)  (6  Mk.  M. 
Edelmann,  Nürnb.,  1906.) 

Inhalt:  1.  Das  Zeitalter  des  Marquis  de  Sade.  11.  Das 
Leben  des  Marquis  de  Sade.  III.  Die  Werke  des  Marquis  de 
Sade.  IV.  Theorie  u.  Geschichte  des  Sadismus. 

Verboten  v.  L.-G.  Laibach,  24.  11.  1900.  §§  303,  305. 
316;  Kr.-G.  Königgrätz,  15.  III.  1901.  § 302,  303,  305,  316. 

Dasselbe.  2.  Aufl.  Ebd.  1900.  Gr.  8°.  502  S.  (Mk.  10 — .) 

(7  Mk.  50  Pfg.,  Orig.-Lwd.,  Adolf  Weigel,  1909;  7 Mk.  50  Pfg. 
H.  Hugendubel,  München,  c.  1908.) 

Dasselbe.  3.  vollständig  durchgesehene  und  vermehrte 

Auflage.  Ebd.  1901.  Gr.  8°.  537  S.  (Mk.  10 — .)  (7  Mk. 

50  Pfg.,  wie  neu,  Max  Perl,  Berlin,  1904.) 

Dasselbe.  Dieselbe  Auflage.  Liebhaber- Ausgabe.  Kl.-Fol. 

Imit.  Büttenpap.  (25  Mk.,  br.,  unbeschn.,  Adolf  Weigel,  1909:) 

Von  dieser  bereits  vergriffenen  Liebhaber-Ausgabe  wurden 
nur  100  Exemplare  gedruckt. 

Dasselbe.  4.  Aufl.  Ebd.  1906.  Gr.  8°.  544  S.  (Br. 

Mk.  IO — , gebd.  11,50.) 


Sade 


33 


Franzos.  Uebersetzg. : Duehren,  Eug.,  Le  Mar- 
quis de  Sade  et  son  temps,  trad.  par  Dr.  A.  Weber- 
R i g a.  Avec  une  pr^face  d’  O.  U z a n n e : L’idee  de  Sadisme 
et  r^rotologie  scientifique.  Berlin  1901.  8°.  IV  et  501  pp. 

(Mk.  IO — .)  (6  Mk.  Taussig,  Prag,  1909;  6 Mk.  50  Pfg.  H. 
Hugendubel,  München,  1908.) 

Neue  Forschungen  über  den  Marquis  de 

Sade  und  seine  Zeit.  Mit  bes.  Berücksichtigung  der 
Sexualphilosophie  de  Sade’s  auf  Grund  des  neuentdeckten  Orig.- 
Manuskriptes  seines  Hauptwerkes  „Die  120  Tage  von  Sodom“. 
Mit  mehreren  bisher  unveröffentlichten  Briefen  und  Fragmen- 
ten. Berlin  1904.  Gr.  8°.  XXXI I u.  488  S.  (Eleg.  br.  Mk.  10 — , 
in  Orig.-Calicobd.  12 — .) 

Eine  ausführliche,  14  Seiten  umfassende,  ,das  Werk  ein- 
leitende Widmung  an  Dr.  med.  J.  L.  P a g e 1,  a.  o.  Pro- 
fessor der  Medizin  an  der  Kgl.  Friedrich  Wilhelms-Universität 
zu  Berlin,  beleuchtet  die  neuen  wissenschaftlichen  Ergebnisse 
dieses  Werkes. 

— — Dasselbe.  Luxus-Ausgabe  auf  Büttenpapier  in  nur 
100  numerierten  Exemplaren  mit  historischem  Portrait  und  2 
Facsimiles.  (Mk.  20 — .) 

EULENBURG,  Dr.  Alb.,  Der  Marquis  de  Sade.  Vortrag. 
Dresden  1901.  8^.  (Mk.  i — .)  (90  Pfg.  Taussig,  1904.) 
JANIN,  Jules,  Der  Marquis  von  Sade.  Leipzig  1835. 
8°.  Sehr  selten!  (7  Mk.  50  Pfg.  Hugo  Streisand,  Berlin,  1908.) 
Längst  vergriffen  1 

LUDWIG  DER  XIV.  und  der  Hirschpark.  Eine  krit- 
ische Ausgabe  des  Werkes:  Justine  u.  Juliette. 
Hottingen-Zürich,  o.  J.  8°.  (3  Kr.  Halm  & Goldmann,  Wien, 
1904:) 

„Kein  Roman,  sondern  eine  Abhandlung  über  das  berüch- 
tigte Werk  von  de  Sade.“ 

RATZEBERGER,  Simon,  der  Jüngere  (d.  i.  Chrn.  Jac.  Wagen- 
seil), Literarischer  Almanach  für  1827.  Dasselbe  für  1829. 
Leipzig. 

Mit  höchst  interess.  literar.  Räsonnements  über  Jacobi,  Wie- 
land, Leop.  Graf  Stolberg,  Krummacher  u.  a.,  einer  Kritik 
über  Sade’s  „Justine“  u.  einer  Bibliographie  d.  Alma- 
nachliteratur  von  1801 — 25.  (Mart.  Breslauer’s  Berliner  Oct.- 
Auct.  1910,  no.  2198.) 

RAU,  Hans  (d.  i.  Dr.  A.  Sper),  Der  Marquis  de  Sade  und 
der  Sadismus.  Berlin,  o.  J.  (1904).  8°.  (Mk.  2 — .)  183  S.  (i  Mk. 
80  Pfg.  Taussig,  Prag,  1906;  i Mk.  35  Pfg.  O.  Schönhut, 
München,  1906.) 

SADE,  Le  marquis  de,  ses  avantures,  ses  oeuvres, 
passions  mysterieuses,  folies  etc.  Avec  beaucoup 
d’illustrations.  Paris,  Fayard,  s.  d.  Gr.  in-8o,  de  930  pp.  Rare! 

3 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


34 


Sade— Sudeler 


(20  Mk.  Scheible,  c.  1905;  12  Mk.,  d.-veau,  Jos.  Jolowicz,  Posen, 
1910.) 

(SCHLITZ-GÖRTZ,  Graf  [ursprüngl.  Frhr.  v.  Labes],  ein  meck- 
lenburg.  Edelmann.)  Memoiren  eines  deutschen 
Staatsmannes  aus  den  Jahren  1788  — 1816.  Leip- 
zig 1833.  8°.  (7  Mk.  50  Pfg.  Adolf  Weigel,  1908:) 

Enth.  u.  a.  intime  Mittheilungen  über  den  Marquis  de  Sade. 
— Selten  1 

UZANNE,  O.,  Idee  sur  les  romans  de  Sade.  Paris 
1878  80.  48  + 53  pp.  (3  Mk.  50  Pfg.  Taussig,  1906.) 
VILLERS,  Ch.,  Lettre  sur  le  roman  intitul^  Justine 
ou  les  malheurs  de  la  vertu.  Paris  1877.  pet.  in-8o. 
de  23  pp.  sur  pap.  verge.  (2  Mk.  Frdr.  Klüber,  München, 
c.  1902.)  150  expl. 

Tirage  ä 150  expls.  seulement. 

X,  Dr.  Jacobus,  Le  Marquis  de  Sade  devant  la 
Science  m6dicale  et  la  litterature  moderne.  Pa- 
ris, s.  d.,  in-80,  vers  500  pp.  sur  papier  de  Hollande.  (32  Mk. 
Taussig,  c.  1905.) 

AÜTOGRAPH.  — Eigenhändiger  Brief  mit  Unter- 
schrift: „de  Sade".  Ce  6 7bre  1814.  (Franzos.)  i volle 
Seite.  (24  Zeilen.)  40.  Von  vorzüglicher  Erhaltung.  (200  Mk, 
Rieh.  Bertling,  Dresden,  1907:) 

„Muni  pres  de  vous,  Monsieur  de  la  recommandation  de 
Mr.  Gauttridi  ( — oder  ähnlich,  der  Name  ist  ziemlich  unleser- 
lich — ) notre  commun  ami,  je  prends  la  libertd  de  vous 
faire  passer  la  lettre  que  la  danse  a laquelle  . . .“  etc.  etc. 
— Auf  der  Rückseite  registrirte  der  Empfänger:  6 7bre  St 
Maurice  Pres  Paris  De  Sade.“ 

Kostbares  Stück  und  im  Handel  von  der  aller- 
grössten Seltenheit.  Auch  hat  dieser  Brief  noch  einen 
ganz  besonderen  Werth  dadurch,  dass  er  im  letzten  Viertel- 
jahr vor  de  Sade’s  Tod  geschrieben  ist.  Es  interessirt  daraus 
zu  ersehen,  dass  derselbe,  zwar  in  einem  Irrenhause  internirt. 
um  diese  Zeit  jedoch  bei  voller  Vernunft  war. 

FACSIMILE.  — Schönes  Facsimile  eines  Briefes 
von  de  Südens  Hand  (aus  der  Collection  de  Mr.  de  la  Porte) 
befindet  sich  in  vol.  4 des  Werkes:  „Isographie  des  hommes 
cölebres  ou  collection  de  fac-simile  de  lettres  autographes  et 
de  signatures  . . par  Th.  Delarue.  Paris  1843“. 


SADELER,  Aeg.,  Theatrum  morum.  Artliche  gesprach  ( I) 
der  thier  mit  wahren  historien  den  menschen  zur  lehr.  (Meist 
in  Versen.)  Prag,  P.  Sesse,  1608.  Mit  Frontisp.  u.  138 
reizend  radierten  Abbildungen.  2 Bll.  u.  277  SS.  4°. 


Säbel — Sätze 


35 


Grässe,  tr^sor,  Bd.  VI  i.  S.  21 1;  Auction  Lohns.  München, 
L.  Rosenthal,  1895,  no.  1172.  — Sehr  selten  I 

[SASTROW,  Bartholom.  (Bürgermeister  von  Stralsund,  2.  Hälfte 
des  XVI.  Jahrh.).  — Mohnicke,  G.  Chr.  Fr.,  Bartho- 
lomäi  Sastrowen  Herkommen,  Geburt  u.  Lauff 
seines  gantzen  Lebens,  auch  was  sich  in  dem  Denk- 
werdiges  zugetragen,  so  er  mehrenteiils  selbst  gesehen  und 
gegenwärtig  mit  angehört  hat,  von  ihm  selbst  beschrieben.  Aus 
der  Handschrift  hrsg.  u.  erläutert.  3 Bde.  Greifsw.  1823 — 24. 
8°.  (8  Mk.,  schönes  F.xpl.,  Ma.x  Perl’s  Berliner  März-Auct. 
1909,  no.  935.) 

Als  zeitgeschichtliches  Dokument  sind  diese  Denkwürdigkeiten 
von  bleibendem  Werthe.] 

SÄBEL-TASCHE,  Die,  Skizzen  aus  dem  Leben  eines 
Husaren.  Schwedt  1 834. 

Wildmoser’s  (München)  Leihbibl.-Cat.  no.  4312.  — Selten  1 
SÄNGER,  Der,  eine  (pikante  Hahnrei-)  Geschichte.  Aus  dem 
Türkischen.  (Prosa-Uebersetzg.  von  einem  Ungenannten.) 

„Der  Amethyst“,  Heft  3,  Febr.  1906,  4'’,  S.  85 — 89. 

§ SÄNGERINN,  Die  schöne,  oder  lesenswürdige  Be- 
gebenheiten der  Marquisin  Justin a.  Aus  d.  Wäl- 
schen  (des  Abbe  Pietro  Chiari)  übers.  2 Thle.  Augsburg 
u.  Leipzig  1770.  8®.  (H/g  Mk.  Scheible,  1872;  2^/2  Mk.  W. 
Koebner,  vor  1885.) 

Orig.:  La  Cantatrice  per  disgracia,  osia  1 e 

Avventure  della  marchesa  N.  N.,  scritte  da  lei  mede- 
sima.  Napoli,  Fr.  di  Lieto,  1755.  11.  8*^.  (Vorher:  Venezia. 
Pasinello,  1754.  8'’.) 

Franzos.  Uebersetzg. : Adrienne  . . . . 1768.  (Gay 
I,  34).  — La  Cantatrice  par  infortune,  ou  les 
aventures  de  Madame  de  N****  jsj****^  Werkes  par 
elle-meme  (Trad.  de  l’italien.)  3 vols.  Avec  3 frontisp.  gr. 
(n.  s.).  Paris,  Maradan,  an  VII,  (1799.)  8'’.  I XXIV  et 
228  pp.  2:  I f.,  212  pp.  (ci-incl.  p.  205  et  suiv.  un  cat.  de 
romans  nouveaux).  3:  i f.,  218  pp.  A la  fin  de  ,,ravis  des 
traducteurs“  du  ler  vol.,  se  trouve  un  poeme  intit.  „les  bergeries“ 
(un  peu  libre). 

SÄNGERIN,  Die,  aus  dem  Alpenthal  e.  Eine  wahre 
Geschichte.  2 Bde.  Erfurt,  bey  Beyer  u.  Maring,  1806.  8°. 
(H/4  Rthl.  Damköhler,  Berlin,  vor  1885.) 

Tit.,  286  u.  215  S.  Übersetzung  aus  d.  Franzos.?  Theil- 
weise  etwas  frei. 

SÄNGERIN,  Die  Schöne,  aus  Kaschmire  (siel).  Mit 
(drast.)  Titelvign.  (C.  Kinzl  inv.  et  sc.).  Budweis,  Prag  u. 
Leipzig,  gedr.  u.  verlegt  bei  Joh.  Diesbach.  I79*- 

78  S.  (incl.  gestoch.  Tit.  m.  lat.  Lett.  u.  Vign.),  nebst  i Bl. 
Druckt.  Einiges  ziemlich  frei. 

SÄTZE,  Drey hundert,  aus  der  weiblichen  Natur- 

3* 


3^ 


Saffeini—Sagitta 


lehre.  Mit  Anmerkungen  u.  Beyspielen  erläutert.  Aus  d. 

Engl,  von  W.  Reinhard.  Wien  1785.  8°. 

300  zum  Theil  sehr  verfängliche  Sentenzen.  Bibi.  Bülov. 
11.  2.  p.  304.  (i  Rthlr.  Scheible  34.  p.  163.) 

Zuerst  gedr.  Leipzig  1776.  8°.  (Bibi.  Günther.  III.  no.  6362.) 
— — Dasselbe.  2.  Aufl.  Mit  kom.  TVign.  Wien  1787.  8°. 

(2  Mk.  Kühl,  Berlin,  c.  1882.) 

SAFFEINI,  W.  K.  (ps.  ?),  Unsere  junge  Mädchen.  Stu- 
dien nach  dem  Leben.  Freib.  1901.  8°.  (i  Mk.  M. 

Edelmann,  Nürnb.,  c.  1905;) 

„Nicht  für  Backfischei“ 

SAGARS,  J.  A.,  Misgeburt  (!)  des  Müßigganges; 
oder  allerhand  durch  einander.  Erstes  bis  drittes 
Stück  (soviel  ersch.  ?).  Wien,  1781  bey  Jos.  Edlen  v.  Kurz- 

böck.  8°. 

Magaz.  d.  Buch-  u.  Kunst-Handels.  Jahrg.  1781.  Lpz.  gr. 
8*^.  S.  688.  — Fehlt  bei  Kayser. 

SAGEN  der  Ritterzeiten.  (Motto:  3 engl.  Versz.)  Leip- 
zig, verlegts,  (sic!)  Adam  Friedr.  Böhme.  1792.  8®.  (4  Mk. 
50  Pfg.  Frdr.  Klüber,  c.  1905.) 

Tit.  u.  188  S.  (incl.  i Bl.  Inh.:)  i.  Die  Kinder  der  Liebe. 
(Hahnreigeschichte.)  2.  Die  Wette.  Nach  d.  Franzos,  des 
Grafen  T r e s s a n.  3.  Zschäpel  von  Grüne,  e.  Ballade  (nach 
e.  sächs.  Volkssage,  in  40  vierz.  Str.).  4.  Litegarde  v.  Hau- 
bingen u.  Albert  d.  Lautenschläger.  5.  Prüfung  u.  Frauen- 
geduld. 6.  Thekla  u.  Elfried,  e.  Heldengedicht  (in  He.Ka- 
metern,  nach  d.  sächs.  Sage  vom  Ritterfräulein,  welches  sich 
aus  dem  Schlosse  Salekin  in  die  Saale  herabstürzte,  zugleich 
Nachahmung  von  des  Musäos  „Hero  u.  Leander“,  S.  167  ff.). 

SAGEN,  Mährchen  und  Anekdoten  aus  dem  Mor- 
gen 1 a n d e (,)  oder  Moralische  Erzählungen  (von 
Georg  Friedr.  v.  Pöschmann).  Riga  und  Leipzig,  bey  Wil- 
helm Christian  Andreas  Müller.  1798.  Kl.  8®. 

VIII — 312  S.  I.  Der  glückliche  Tag,  oder  der  gebesserte 
Geitzige.  2.  Der  reiche  Bettler.  3.  Die  Macht  des  Glückes. 
4.  Der  Philosoph,  e.  chinesische  Geschichte.  5.  Würdigung 
des  menschlichen  Lebens.  6.  Gleichheit  gehört  zur  Freund- 
schaft. 7.  Die  Absicht  des  Lebens.  8.  Sadi.  oder  die  Würde 
des  Dichters.  9.  Barmherzigkeit,  10.  Die  Freundschaftsprobe. 
— Sämmtlich  zahm.  Anon.-Lex.  IV.  p.  5 (nach  Kayser,  Recke- 
Napiersky,  Meusel);  Goedeke  V,  528,  50,  4:  Vgl.  Neue  Allg. 
dtsch.  Bibi.  55,  304. 

SAGEN  aus  der  Geister-  und  Zauber-Welt  (von 
E.  Th.  Jünger).  Leipzig  1805. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  4 (nach  Meusel  u.  Goedeke);  Kayser 
hat  „1802“. 

SAGITTA’S  Bücher  der  namenlosen  Liebe.  Band  II: 
Wer  sind  wir?  1 908.  Gr.  8®.  62  S.  (P  r i v a t d r u c k 

auf  Bütten,  1000  Expll.,  br.  Mk.  4 — .) 


Sahme — Saint 


37 


Kurz  besprochen  (von  Dr.  Alfr.  Kind),  in : Blätter  f.  Biblio- 
philen. Heft  2,  März  1908,  S.  108. 

SÄHME,  R.  F.  (praes.  P.  S c h w e n n e r),  De  matrimonio 
senum,  Von  alter  Leute  Heirathen.  Regiomonti  1703. 

(In  Rostock,  Landesbibi.) 

SÄIDI,  Said  (ps.),  Amor  im  Harem.  Erbauliche  Geschich- 
ten, den  großen  Kindern  erzählt  von  dem  Weisen  — — . 
Herausg.  von  Paul  H eichen.  Berlin  W.,  R.  Jacobsthal  Ver- 
lag (siel),  o.  J.  (c.  1888).  8®.  Im  Illustr.  Umschi,  (in  Roth- 
u.  Schwarzdruck.)  (i  Mk.  20  Pfg.  Taussig,  Prag,  1904.) 

158  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  Einleit.  m.  Vignette),  4 Bl. 
Inh.:  I.  Gul  we  Bulbul.  2.  Der  Zuckerzeug-Speicher.  3.  Wer 
den  Schaden  hat,  darf  für  den  Spott  nicht  sorgen.  4.  Das 
Gespenst.  5.  Elami’s  Traum.  6.  Fascinetta.  7.  Die  listige 
Selem.  (Sämmtl.  zahm.) 

SAJJID  Batthäl.  — Die  Fahrten  des  — . Ein  alt- 
türkischer Volks-  und  Sittenroman.  Zum  ersten 
Male  vollständig  übersetzt  von  H.  Ethe.  2 Bde.  Leipzig, 
o.  J.  (1871).  8°.  (2^/3  Rthl.)  (3  Mk.  50  Pfg.  Adolf  Weigel, 
1908;  6 Kr.  Gilhofer  & Ranschburg,  1909.) 

SAILER,  F.,  Die  Magdalenensache  in  der  Ge--^ 
schichte.  Ein  Beitrag  zur  Sittengeschichte.  Hamburg  1880. 

8°.  (Mk.  2,50.)  (i  Mk.  20  Pfg.  M.  Glogau  jr.,  Hamburg, 
1906.) 

SAINT-ANGE,  Louis  de  (ps.),  F rauengunst  oder  das  Ge- 
heimnis sich  beim  schönen  Geschlecht  beliebt 
zu  machen,  seine  Gunst  u.  den  Sieg  über  das- 
selbe zu  erlangen.  Nebst  einer  Abhandlg.  v.  d.  Kenn- 
zeichen eines  zärtl.  Temperaments  und  Anhang,  enth.  die 
Gedanken  des  Montaigne,  Labruyere  u.  Larochefoucault.  Frei 
nach  d.  Französ.  v.  August  v.  B.  Ilmenau  1826.  8°.  Zahm. 

(2  Mk.  50  Pfg.  A.  Bielefeld,  c.  1885.) 

Orig.:  Le  Secret  de  triompher  des  femmes  et 
de  les  fixer...  Paris  1825;  1827.  8°.  u.  öfter.  — Bru- 
xelles, s.  d.  12*^.  (i  Mk.  50  Pfg.  Scheible,  1881.) 

Dasselbe,  tit : Das  Geheimniß  über  die  Frauen 

zu  triumphiren  und  sie  zu  fesseln.  Nebst  den 
Zeichen,  welche  die  Neigung  zur  Liebe  verkünden.  Aus  d. 
Französ.  frei  übers,  von  Gust.  Sellen  (d.  i.  Ludw.  v.  Al- 
vensleben).  2.  Aufl.  Leipzig,  Taubert,  1828.  12'’.  162  S. 

Dasselbe.  3.  Ausgabe.  Ebd.,  Krappe,  1836.  12°.  7 Bog. 

A.  G.  Schmidt,  Gallerie  etc. 

SAINT-CYR  (bei  Versailles).  — • * Tumult  und  Auff- 
ruhr.  Der  Durch  vieles  Wehklagen  endlichen 
entstandene,  Von  Denen  M a n n - b e gi  e r i g e n 
Jungfrauen  Zu  St.  Cyr,  Seither  der  Eroberung 


Saint 


?8 


Namur.  Auss  dem  Frantzös.  ins  Teutsche  übersetzt.  Cölln, 
Gedruckt  bey  Peter  Marteau  Sei.  Erb.,  Anno  1696.  12°. 

TKpf.  u.  130  SS.,  über  welchem  steht:  „Zetter-Geschrey 
der  Dames  zu  St.  Cy  r.“  — Enth.  ausser  polit.  Geschichten 
u.  Gedichten  die  theilweise  pikanten  Begebenheiten  zweier  atis 
St.  Cyr  entflohenen  Mädchen.  Das  Kloster,  eine  Erziehungs- 
Anstalt  unweit  Versailles,  stand  unter  besonderer  Protection 
der  M a i n t e n o n , welche  auf  Befehl  Louis  XIV.  erscheint, 
um  die  Revolte  der  Pensionairinnen  beizulegen.  — Ausser- 
ordentlich rar! 

SAINT-ELME,  Mme.  de,  s.  Casanova  femelle. 
SAINT-EVREMONT  (Charles  Margotelle  de  Saint-Denis,  sieur 
de,  1613 — 1703),  Der  unglückselige  Galant,  vorge- 
stellet  in  dem  leben  (!)  des  Grafen  C***  und  beschrieben 
durch  den  H.  von  S.  Evremont.  aus  dem  Frantzösischen  (des 
Abbe  Villiers)  übersetzet.  (Pegasus  als  Signet  d.  Verlegers.) 
Leipzig,  bey  Thomas  Fritsch.  1700.  8®.  (In  Warmbrunn: 

Reichsgräfl.  Schaffgotsch’sche  Majoratsbibi. : S.  L.  D.  no.  207.) 

Tit.,  2 Bll.  Vorr.,  762  S.  — Im  XVII.  Jahrhundert  in  Frank- 
reich, Polen,  Spanien,  England  etc.  spielende  Liebes-Avantüren 
in  decenter  Darstellung.  — Zuerst  erwähnt  in  O.  M.  V.  1698, 
H 4 b. 

Orig.:  Mdmoires  de  la  vie  du  comte  D**  avant 
sa  retraite;  contenant  diverses  avantures,  qui  peuvent  servir 
rinstruction  ä ceux  qui  ont  ä vivre  dans  le  grand  monde. 
Redigez  par  M.  de  Saint  Evremend  (vielmehr  verfasst  vom  Abbd 
Villiers).  Paris,  Michel  Brunet,  1696.  II.  12^.  u.  ö. 

Dasselbe.  Mit  Kpfrn.  Ebd.  1722.  8®.  744  S.  (3  Mk. 

60  Pfg.  Scheible,  vor  1875;  jetzt  theurer!) 

Bibi.  Schadeloock.  II.  p.  323. 

Dasselbe,  titulo : Der  allezeit  verliebte  und 

allezeit  betrogene  Graf  von  C**.  Aus  d.  Frantzös. 
Leipzig  1705.  8°.  (In  Görlitz,  Bibi.  d.  oberlausitz.  Gesellsch. 
d.  Wissensch.) 

Bibi.  Edzard.  Hamb.  1754.  p.  203. 

Dasselbe.  Ebd.  1709.  8°. 

Jahn’s  Bibi.  II.  Lpz.  1754.  no.  3759- 

Sämmtlich  höchst  selten! 

SAINT-FLOUR  und  Justine  oder  Geschichte  zweier 
Liebenden  wie  es  wenige  giebt  (von  Anton  Adolph  Hay- 
der).  Berlin  1795. 

Anon.-Leuc  IV.  p.  6 (nach  Kayser). 

SAINT-GERMAIN,  Graf  v.  (Abenteurer,  f 1795)-  — Nach- 
richten, von  ihm  selbst  aufgesetzt.  Frankf.  1780. 
8®.  (2  Mk.  Paul  Neubner,  Cöln,  c.  1890.) 

Münchhausen,  Ph.  O.  v.,  Graf  Saint  Ger- 

m a i n.  Lebensbeschreibung  dieses  berühmten  Abenteurers. 
Göttingen  1842.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  Isaak  St.  Goar,  Frf. 

a.  M.,  1909.) 


Saint — Salander 


39 


Oettinger,E.  M.,  Saint  Germain.  Leipzig  1846. 

12°.  (i  Mk.  50  Pfg.  Paul  Neubner,  c.  1890.) 

SAINT-HENRI,  Chevalier  (ps.),  Nachtviolen.  Ein  No- 
vellenkranz. 1843. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  494.  — Selten  I 
SAINT-ROMAIN,  Die  Grafen  von,  oder : Der  Kampf 
der  Leidenschaften.  Historischer  Roman.  Aus  d.  Fran- 
zos. von  L.  V.  Alvensleben.  4 Bde.  Leipzig  1859.  8®. 
„Pikante  Abenteuer  und  Ausschweifungen  eines  pariser  Ca- 
valiers.“  (2  Mk.  Mindestgebot,  R.  Zinke’s  Dresd.  März-Auct. 
1906,  no.  285.) 

ST.-URBIN,  Gustav  Markis  (!)  von,  und  O't t i 1 i e 
von  Blaingevour.  Eine  Klostergeschichte.  Aus  d.  Franzos. 
Frankfurt  u.  Leipzig  1783.  8®.  (In  Oettingen,  Fürstl.  Bibi., 
laut  Doubl.-Cat.  p.  85.) 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  II.  p.  355.  — Selten! 

SAINT-WALBO,  Graf  v.  Alikanta  oder  die  Geheim- 
nisse des  Klosters  zu  St.  - Sebastian.  Eine  wunder- 
bare u.  höchst  interessante  Geschichte  von  dem  Verfasser  d. 
Abenteuer  d.  Herrn  v.  Lümmel  (Ernst  Bornschein).  Lübben, 
Gotsch,  1799.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  Frz.  Teubner,  Düsseldorf, 
c.  1898.) 

Dasselbe.  Ebd.  1807.  8®.  (2/3  Rthl.) 

Kayser,  Roman-Verz.  p.  107. 

SALADIN  (d.  i.  W.  Steward  Ross,  Verf.  von  Jehovas  gesam- 
melt. Werken),  Gretchen:  gemischte  Essays  über 
das  Ewig-Weibliche,  deutsch  von  W.  Schaumburg 
(ps.).  Zürich,  o.  J.  (1894).  Gr.  8®.  XIV  u.  213  S.  (3  Mk. 
Taussig,  Prag,  1906.) 

SALAMANDER,  ein  Liebhaber,  oder  desto  schlim- 
mer für  ihn.  (Aus  d.  Französ.  des  Cointreau.)  2 Thle. 
Berlin,  Nikolai,  o.  J.  (c.  1760?).  8®. 

Kayser,  Roman-Verz.  p.  107,  ohne  Jahrzahl. 

Orig,  (in  Stuttgart) ; L'Amant  Salamandre,  ou  les 
Aventures  de  l’inforturde  Julie,  histoire  veritable 
(par  Cointreau).  2 pts.  Londres  et  Paris,  chez  Duchesne. 
1756.  8®.  — Meme  ouvrage  titulo;  Tant-pis  pour  luy 
ou  l’amant  salamandre.  2 pts.  S.  1.  1761.  8®.  (42  xr. 
Th.  Ackermann,  1875;  j^^zt  höher!) 

SALANDER  (d.  i.  Franz  Henning  Schade),  Gründlicher 
Auszug  aller  geist-  und  weltlicher  Rechte, 
welche  meist  dem  noch  unverehelichten  Frau- 
en-Zimmer  nach  seinen  herrlichen  Privilegiis 
eigentlich  zustehen.  Franckf.  a.  M.  1725.  8®. 

Vorgebunden  ist  dem  Marburger  Expl.  (XVIII  f C 1047) 
ein  anderes  Curiosum  desselben  Verf. : Der  Kern  unter- 
schiedener Rechte,  absonderlich  das  Tauben-, 


40 


Salander — Salbach 


Bienen  - oder  Immen-Recht,  geliefert  von  Salandern. 
Franckf.  u.  Lpz.  1724.  8°.  — Beides  rarl 

Den  wahren  Namen  des  Verf.  nennt  die  Bibi.  Hintz.  I. 
Hamb.  1757.  p.  422. 

E r g ö t z 1 i c hk  e i t e n,  Juristische,  vom  Jung- 

Gesellen-Rechte,  bestehend  in  Nutz-  u.  Lehr- reichen 
Gesetzen,  Exempeln  u.  Begebnüßen,  wde  solche  ehemahls  von 
Herrn  D.  Schöpffern,  u.  Herrn  Schützen,  auf  dem 
Jurist.  Catheder  zu  Franckf urth  a.  d.  Oder  defendiret,  voritzo 
aber  den  Gelehrten  u.  Ungelehrten,  Künstlern  u.  Handwercks- 
Leuten,  etc.  zu  beliebiger  Ergötzlichkeit  ....  in  teutscher 
Sprache  etwas  vermehret  an  den  Tag  gelegt  worden.  Mit 
TKpf.  (3  Darstell,  m.  8 Reimzeileo.)  Franckfurth  u.  Leip- 
zig (Erfurt,  Ritschel),  1723.  8°. 

62  S.  Daran  m.  fortlauf.  Seitenz.  (m.  Ueberspringung  von 
63—68)  69 — 226;  2ter  u.  3ter  Theil  m.  Specialtiteln:  Kern 

unterschiedlicher  Rechte,  absonderlich  des 
Jungfern-Rechts,  geliefert  von  SALANDERN.  Ebd.. 
verlegts  Hieronym.  Philipp.  Ritschel,  Universitäts-Buchhändler. 
1724.  8°. 

Jungfern-Recht.  Leipzig  1724.  8°. 

Multifarii  generis  libr.  cat.  Lips.  1750.  p.  640. 

Kern  des  Jungfern  Rechts.  Franckfurt  u.  Leip- 
zig 1725.  8®. 

Rüdiger,  Berlin,  cat.  univ. 

§ Vorrath,  Allerneuester,  von  auserlesenen 

(auch  Liebes-)  Briefen.  Frkft.  u.  Lpz.  1751.  8°.  (ln 

München:  Epist.  778.) 

SALARDO  der  Schreckliche.  Eine  schauderhafte  (zahme) 
Erzählung  aus  Lorenzo’s  Papieren.  Zweite  verbesserte 
Auflage.  Th.  (i)  2.  Mit  Titelportraits  (Gianetta’s  u.  Sa- 
lardo’s,  gez.  von  Junge,  gestoch.  von  A.  A.  Bruckner  in 
Lpz.).  Leipzig,  bey  J.  Sühring.  1829.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg., 

etwas  fleckig,  R.  Bertling,  Dresden,  1888.) 

2 gestoch.  Titel.  — I:  XVI  (incl.  6 [I]  Vorreden),  286 
S.  2 : 287  S.  (incl.  6 „Nachreden“  u.  i S.  „Appendix“).  — 
Ed.  1.  c.  1810? 

SALBACH,  J.  Chr.,  Zwofache  Seule  Philologischer 
Merck-würdiger  Curiositäten,  deren  die  Erste  den 
Heidnischen  G ö t z e n- T e m p e 1 durch  Beschreib- 
ung aller  heidnischen  Weissagungs-Götter  u. 
Zeichendeuter  . . die  Andere  (das)  alte  historische 
Rom,  durch  Erklärung  der  Antiquitäten  . . . unter- 
stützet . . . Nebst  Fortsetzung  durch  Beschreibung 
der  Sibyllen...  mit  ihren  Bildnüssen.  2 Thle.  Mit  49 
Kpfrtaf.  Franckf.  1678.  4°.  ii2-}-43  S.  (7  fl.  50  xr.,  etwas 
beschäd.,  Bermann  & Altmann,  Wien,  1898;  5 Mk.  J.  Halle, 
München,  c.  1905.) 


Salcontes — Salisbury 


41 


SALCONTES  Betrug  bey  der  Schäferey,  mit  poet- 
ischer Feder  entworfen.  Langensalza  1751.  8°.  3 Bog. 

Cat.  Meissner  III.  p.  538;  fehlt  in  Weller’s  Lex.  Pseud. 
— Sehr  rar! 

SALE,  Ant.  de  La,  s.  oben  La  Sale. 

* SALES  ET  DELITI^  CONJUGALES.  Das  ist:  Schöne, 
nützliche  vnd  höffliche  QU^E-stionen,  Discursen  vnd  be- 
dencken,  wie  vnd  wann  man  sich  in  den  Ehestandt  begeben, 
wie  man  darin  leben : vnd  was  man  dabey  nothwendig  in 
acht  nehmen  soll.  Durch  einen  guten  Freund,  welcher  damals 
im  Spittal  der  Liebe,  Kranck  gelegen,  auch  sonsten  nicht 
viel  zu  thun  gehabt,  vnd  die  zeit  nicht  vmbsonst  fürüber 
gehen  lassen  wollen,  von  andern  vornehmen  Authoren  Colli- 
girt  ANNO  Wie  man  Hat  geschrieben  1616.  Itzo  aber  In 
Druck  verfertiget  vnd  verlegt  durch  Johann  Kallen,  Buch- 
händlern zu  Berlin,  M.  DC.XXII.  — A.  E.:  Gedruckt  zu 
Berlin  im  Grawen  Kloster,  durch  George  Rungen,  In  Ver- 
legung Johann  Kallen,  Buchhändlern  daselbst,  ANNO  M.  DG. 
XXII.  (1622.)  (Nebst  Druckerzeichen.)  8°.  (In  Berlin:  Yz  341.) 

Dialog:  Jüngling.  Jungfraw.  Zum  Theil  in  Versen.  3 Bll., 
u.  sign.  A4 — H 4,  nebst  i Bl.  (dessen  Stirnseite  leer  ist; 
auf  der  Rücks.  nur  obige  Druckorts-Anzeige).  Titel  in  Ein- 
fassung. — Höchst  seltener  Berliner  Druckl 

* SALISBURY,  S a 1 1 y (=  Sara  Priddon).  — * Walcker, 
Charles.  — Der  berüchtigten  Engländerin  SALLY 
SALISBURY,  Seitzahme  Lebens-  und  Liebes-Ge- 
schichte.  Von  CAPT.  CHARLES  WALCKER  in  Eng- 
lischer Sprache  beschrieben,  und  aus  derselben  ins  Teutsche 
übersetzet.  Welchem  beygefüget  der  Process  wegen  Verwundung 
des  Herrn  John  Finch;  Samt  ihrem  accuraten  Portrait.  PI  AM- 
BURG, gedruckt  und  verlegt  durch  seel.  Thomas  von 
Wierings  Erben,  bey  der  Börse  im  güldnen  A,  B,  C.  1723. 
8°.  (12  Mk.  Paul  Neubner,  Cöln,  c.  1892;  24  Kr.  Halm  & 
Goldmann,  Wien,  1907.) 

Portr.  Sally’s,  Tit.,  9 Bll.  Dedic.  (an  Jungfer  Sara  Priddon. 
zugen.  Sally  Salisbury),  136  SS.  Text.  Von  grösster  Seltenheit  I 
Einiges  etwas  frei. 

Orig.:  Cptn.  Walker,  Charles,  Authentick  me- 
moirs  of  the  life,  intrigues  and  adventures  of 
the  celebrated  Sally  Salisbury,  with  the  true  cha- 
racters  of  her  most  considerable  gallants.  With  portrait.  Lon- 
don, s.  adresse  (Oxford)  1723.  S**.  Very  scarce.  XXXII — 150 
pp..  With  portr. 

SALISBURY,  Miß  Sara.  Ein  Roman.  (Aus  d.  Französ.  der 
Marie- J eanne  Laboras  de  Mezieres,  dame  Riccoboni,  übers, 
von  Chrn.  Leberecht  Heyne  = Ant.  Wall  ps.)  Mit  reizen- 
der Titelvignette  (Rosmassier  inv.,  del.  et  sc.).  Leipzig, 


42 


Salisbury — Salmuth 


im  Verlage  der  Dykischen  Buchhandlung.  1782.  8°.  (5  Mk. 
Adolf  Weigel,  1908.) 

560  S.  (incl.  Vor-  u.  Hauptitel).  Ohne  alle  Vorrede  etc. 
Zahm.  Andere  Expll.  haben  die  Titelangabe : Miß  S . . . S.. 
eine  englische  Begebenheit.  Aus  dem  Englischen. 

Bildet  auch  Bd.  2 von : Die  besten  Werke  der  Frau 
Riccoboni,  bestehend  in  Romanen  und  Erzählungen,  frey  über- 
setzt und  zum  Theil  ganz  neu  umgearbeitet  von  Anton  Wall. 
Leipzig,  Dyk,  1781 — 82.  IV.  8°. 

Orig.:  Oeuvres  de  Madame  Riccoboni.  Paris,  Humblot, 
1781.  VIII.  12O.  (u.  schön  früher?). 

SALLMAYER,  H.,  Das  französische  Weib  auf  der 
Bühne.  Den  französischen  Ehebruch-  und  Pro- 
stitutions  - Dramatikern  gewidmet.  Königsberg 
1878.  8®.  Vergriffen!  (i  Mk.  G.  Priewe,  1909.) 
SALMANDINGEN,  Ida  Gräfin  v.  — Griesinger,  Carl 
Theod.,  Ida,  Gräfin  von  Salmandingen.  Geschicht- 
liche Novelle  aus  dem  Ende  des  I2ten  Jahrhunderts.  (Auch 
m.  d.  Tit. : Historische  Novellen.  Von  — . Th.  i.)  Stutt- 
gart, C.  A.  Sonnewaldsche  Buch-  und  Musikalienhandlung. 
1830.  8°. 

Doppeltit.,  238  S.,  I Bl.  Verlag  d.  Firma.  — Zahm. 

§ SALMON  (Thomas),  Die  Wichtigkeit  des  Ehe- 
standes, oder  besondere  freymüthige  aber  un- 
V o r g r e i f f 1 i c h e Betrachtungen  über  das  Hey- 
rathen, ledige  und  eheliche  Leben.  In  Engl. 
Sprache  entworffen  und  ins  Deutsche  übers.  Leipzig  1738. 
8°.  (In  München  2 Expll.:  H.  g.  hum.  405;  Ph.  pr.  1048t; 
auch  in  Amsterdam,  Bibi.  Gerätsen.)  (6  Mk.,  fleckig,  E.  Frens- 
dorf!, 1904.) 

Orig,  ist  vielleicht : Salmon,  An  essay  concerning 
marriage.  To  which  is  added  an  historical  account  of 
the  marriage  rites  and  ceremonies  of  the  Greeks  and  Ro- 
mans, and  our  Saxon  ancestors,  and  of  most  nations  of  the 
World  at  this  day.  2d  ed.  London  1724.  8*^.  (In  Amster- 

dam, Bibi.  Gerätsen.)  (Ed.  I.  ibid.  eod.  anno?) 

SALMUTH,  D.  Heinr.  (protestant.  Pfarrer  in  Leipzig,  f 20.  Mai 
1576  im  Alter  von  54  Jahren,  2 Monaten,  18  Tagen,  laut  Por- 
trait-Unterschrift  auf  Titelrücks.),  CHristliche  vnd 
Nützliche  Erklerung  Der  Haußtaffel,  Dar- 
innen von  den  dreyen  Stenden,  sampt  andern 
z u g e h ö r e n d e n , gehandelt  wird, 

1.  Von  Stenden  in  gemein  (S.  i — 29). 

2.  Von  Lehrern  vnd  Predigern  (S.  29 — 55). 

3.  Von  Zuhörern  (S.  55 — 75). 

4.  Von  Weltlicher  Obrigkeit  (S.  76 — 95). 

5.  Von  Vnterthanen  (S.  95 — 109). 

6.  Vom  heiligen  Ehestande  (S.  109 — 126). 


Salmuth— Salome 


43 


7.  Von  Eheleuten,  Mann  v n’  weih  (S.  127 — 151). 

8.  Von  Eltern  vnd  Kindern  (S.  151 — 171). 

9.  Von  Herrn,  Frawen,  vn‘  dienstboten. 

(S.  1 71  — 197). 

10.  Von  Schulmeistern  und  Schülern  (S.  197 — 227). 

11.  Von  Stieffeltern  vnn  stieffkindern.  Auch  von  Vormün- 

den vnd  mündlin  (S.  227 — 241). 

12.  Von  alten  vnd  jungen  Leuten  (S.  241 — 270). 

13.  Von  Widwen  (so!)  vnd  Waisen  (S.  270 — 297). 

14.  Von  Kriegsleuten  (S.  297 — 326). 

1 5.  Von  allen  Christen  in  gemein  (326 — 343). 

Mit  angehengtem  nötigem  Vnterricht  vnd  Trost, 
(S.  345 — 380)  für  vnfruchtbare  Eheleute  vnd 

schwangere  Weiber,  Auch  von  vngetaufften  Kindlein, 
Vnd  da  sonsten  schwere  Geburt  sich  zugetragen.  (Hrsg,  vom 
Pastor  Lic.  Joh.  Salmuth  ebendas.,  Sohn  d.  Vf.)  Leipzig. 
CVM  PRIVILEGIO.  1583.  — A.  E.:  Gedruckt  zu  Leipzig, 
bey  Georg  Defner,  Im  Jahr  M.  D.  Lxxxiij.  (1583.)  4®.  (10  Mk. 
Volckmann  & Jerosch,  Rostock,  1892;  15  Mk.  Adolf  Weigel, 
1908.) 

Titel  (roth  u.  schwarz,  auf  Rücks.  blattgr.  Holzschn.- 
Brustbild  d.  Vf.),  3 Bll.  interess.  „Vorrede“  (an  den  Churfl. 
sächs.  Rath  u.  Commissarius  perpetuus  d.  Univers.  Leipzig. 
Caesar  v.  Breitenbach  [Brettenbach ?]  auf  Seigeritz  u. 
Plaussigk,  dat.  Lpz.  25.  Dez.  1583),  6 Bll.  „Nützl.  Erinnerung, 
Von  dem  Tittel  dieses  Büchleins“  . . . [unterz. : „M.  Georg 
Justus,  Diener  des  Worts  Gottes  ....  zu  Leipzig“],  380 
numer.  S.,  i Bl.  Reg.,  i Bl.  Druckanz.  — Selten  u.  wenig 
bekannt  I 

Von  großem  kulturgeschichtlichen  Interesse,  speziell  für  die 
Pädagogik  des  XVI.  Jahrhunderts. 

Laut  Zuschrift  hatte  der  Herausgeber  2 Jahre  vorher  (auf 
Ansuchen)  auch  seines  Vaters  „Catechismuspredigten“  ver- 
öffentlicht. 

SALOME.  — Die  ungemein  schöne  und  gelehrte 
Finnländerin  Salome,  Welche  zwar  von  teutschen  El- 
tern gebohren,  jedoch  in  der  zärtesten  Jugend  von  ihnen  mit 
nach  Finnland  genommen,  also  daselbst  naturalisirt  worden. 
Es  finden  sich  in  dieser  ihrer  Lebens  Geschichts- Beschreibung 
verschiedene  nigromantische,  magpsche,  auch  curieuse  Liebes- 
Begebenheiten,  anbey  deren  Entführung,  Schiffbruch,  in  wel- 
chen ihr  Entführer  hat  crepiren  müssen.  Sie  aber  glücklich 
erstlich  in  Holland,  ferner  in  Sachsen  bey  ihren  Groß-Eltern, 
endlich  in  Finnland  bei  den  leibl.  Eltern  wieder  eingetroffen, 
nachhero  den  Grafen  von  Hx.  zum  Ehe-Gemahl  bekommen. 
Dieses  hat  aus  sichern  Nachrichten  curieusen  Lesern  zum 
Plaisir  ausgefertigt  ein  HISTORIOGRAPHUS.  Franckfurt 
und  Leipzig.  1748.  8®.  800  S.  Mit  Titelkpfr.  (Besitzt  Prof. 


44 


Salome — Salomon 


Dr.  Ullrich,  welcher  S.  146  seiner  Robinsonaden-Litt.  sagt: 
Für  den  Verfasser  dieses  Buches  bin  ich  geneigt,  Joh.  Gottfr. 
Schnabel,  den  Autor  der  Insel  Felsenburg  (s.  hier  Nr.  16), 
zu  halten. 

Dasselbe.  Andere  Auflage.  Mit  Titelkpfr.  Frank- 
furt und  Leipzig  1751.  8°.  (6  Mk.  A.  Buchholz,  München, 
1906.) 

§ SALOMO.  — Grieninger,  A.,  Salomonischer 
S c e p t e r , das  ist:  über  Salomons  Hofhaltung,  Le- 
benslauf und  denkwürdige  Sprüche  erfri- 
schende Poeterei.  Mit  Melodien.  Augspurg  1685.  12°. 

Weller,  Annalen  I.  p.  417,  II.  p.  561.  — Sehr  rar! 

§ SALOMO’S  versch  mähte  Liebe  oder  die  belohnte 
Treue.  Ein  Liebesgedicht  aus  dem  salomonischen  Zeitalter 
(von  Chr.  Fr.  Ammon).  Leipzig  1790.  8°.  (8  Sgr.  Heinr. 
Lesser,  Breslau,  c.  1875;  jetzt  höher.) 


Salomonis  Hohes  Lied. 

(Alphabetisch  nach  den  Uebersetzern  oder  Bearbeitern.) 

AINSWORTH,  Henr.,  Hohes  Lied  Salomonis.... 
erkläret;  aus  d.  Engl,  übersetzet.  Franckfurt  (a.  O.),  ver- 
legts  Jerem.  Schrey  ....  1692.  8°.  16  Bogen. 

O.  M.  V.  1692.  C.  3b;  Bibi.  Ludovici  continuatio.  Vitemb. 
1705;  Georgi’s  Europ.  B.-Lex.  hat:  „Wittenberg  1692.  12®." 

§ Dasselbe.  Mit  einer  Vorrede  von  Dan.  Ernst  J a b - 

lonski,  Berlin  1735.  Marburg,  Univ.-Bibl.) 

Frühere  Ausgabe  ebd.  1714.  8°.  16  Bog.  (Georgi,  1.  c.) 

Orig.:  Annotat.  on  the  five  Books  of  Moses  the  Psalms 
and  the  Songs  of  Salomon.  London  1639.  Fol.  Beste 
Ausgabe. 

Holländ.  Ueberstzg. : Leeuwarden  1690.  Fol. 

* ALBINI,  Joh.  Geo.  — Salomons  Engeddisches-Gar- 
tenlied,  übersetzt  Durch  Johann:  Georg:  Albini  von 
Weissenfels,  Im  Jahr  1652.  Leipzig,  In  Verlegung  Philipp 
Fuhrmanns,  Gedruckt  durch  Quirin  Bauchen.  Im  Jahr  1652.  4°. 

2I/2  Bog.  Höchst  selten,  wie  das  folgende. 

*  Dasselbe.  Ibid.  1653.  4°.  (In  Göttingen:  P.  2982.) 

Ist  enthalten  in:  Johann-Georg- Albini  von  Weissenfels  Geistl. 
u.  Weltl.  Gedichte.  Leipzig,  In  Verlegung  Philipp  Fuhrmanns, 
Gedruckt  bey  Henning  Kölers  Sei.  Erben.  1659.  4°.  no.  2 

(mit  d.  Jahrzahl  1653).  (In  Göttingen:  P.  2982;  nur  Titelbl.) 

ALBRECHT,  Fr.,  Das  Hohelied  der  Bibel.  Eine 
Sammlung  von  hebräischen  Liebesliedern  in 
deutsche  Reime  übersetzt  u.  erläutert.  Ulm  1858. 
12°.  (In  Stuttgart.) 


Salomon 


45 


ALTSCHÜL,  Jakob  (geb.  zu  Leipzig  14.  Febr.  1843),  Der 
Geist  des  Hohen  Liedes.  Geschichte,  Kritik 
und  Übersetzung.  Wien  1 874.  8°. 

ANTON,  Konr.  Gottlob  (geb.  zu  Lauban  29.  Nov.  1746, 
f 4.  Juli  1814),  Übersetzung  des  hohen  Liedes. 
Leipzig  1772.  8“. 

Autor  edidit  Petronii  Arbitri  Satyricon  ....  Lipsiae  1781. 
8®.  — Priapeia  ....  Ibid.  1781.  8°. 

ARNOLD,  Gottfr.  (1666 — 1714),  Poetische  Lob  - und  Lie- 
bes-Sprüche  von  der  Ewigen  Weissheit,  nach 
Anleitung  des  Hohenlieds  Salomonis:  Nebenst 
dessen  neuer  Uebersetzung  und  Beystimmung 
der  Alten;  ausgefertiget  von  — . O.  O.  u.  J.  (c.  1700). 
8°.  (In  Göttingen : P.  3264.) 

8 Bll.  u.  351  S.  — Rar! 

BARTHOLMÄ,  J.  G.,  Das  Hohe  Lied  Salomonis,  in 
43  Minneliedern  aus  dem  13.  u.  14.  Jahrhundert, 
nebst  nöthigen  Erläuterungen  hrsg.  von  — . Nürnberg  1827. 
120.  50  S.  (2  Mk.  Frdr.  Klüber,  München,  1904.) 

* BECCAU,  Zuläßige  Verkürtzung  müßiger  Stun- 
den, Bestehend  in  allerhand  Geistlichen  Ge- 
dichten . . . . HAMBURG,  Bey  Christian  Liebezeit  und 
T.  C.  Felginer.  Anno  1719.  8°.  (In  Berlin;  Yk  8^  2781,  mit 
3 Beibdn.) 

S.  107 — 128:  Das  Hohe  Lied  Salomonis  In  acht 
CANTATEN.  (Sehr  üppiger  poet.  Dialog  zwischen  Salomon 
u.  Sulamith.) 

(BEHRENS,  F.)  Das  hohe  Lied  im  deutschen  Reim. 
O.  O.  1893. 

Anon.-Lex.  V.  p.  195  (Eigenbericht). 

BERFRIED,  Das  Hohelied.  Ein  Vermählungs-Fest- 
spiel im  Harem  Salomo’ s.  Mit  e.  weiteren  Brochüre 
von  Blaubach  über  das  Hohe  Lied.  Berlin  1855.  8°.  (2/3  Rthl.) 

S o angezeigt  in  einem  R.  Zinke’schen  Dresdner  Auct.-Cat. 
(c.  1908). 

BEYER,  Joh.  Franz  (geb.  zu  Siegen  9.  Jan.  1767),  Samm- 
lung von  Liedern  der  Liebe  im  Geschmacke  Sa- 
lomo’s,  neu  übersetzt  u.  mit  Anmerkgn.  versehen.  Marburg, 
Krieger,  1792.  8°.  (i  Mk.  80  Pfg.  A.  Bielefeld,  Carlsruhe, 
vor  1885.) 

BÖTTCHER,  F riedr.,  Die  ältesten  Bühnendichtungen. 
Der  Debora-Gesang  und  das  Hohe  Lied  dramatisch 
hergestellt  und  neu  übersetzt.  Leipzig  1850.  8'’.  (In 
Hannover,  Stadtbibi.) 

BRAEEL,  Israel  Abrah.,  Salomo’s  hohes  Lied  für  die 
jüdisch-deutsche  Nation  übersetzt  und  mit  eini- 


46 


Salomon 


gen  erklärenden  Anmerkungen  versehen  von 
Moses  Mendelssohn.  Braunschweig,  Schröder,  1789.  8®. 
BRÜHWEIN,  J.  F.  L.  (kein  Pseud.),  A d e o n a oder  etwas 
in  das  Ridikülchen  des  schönen  Geschlechts. 
Breslau  1804.  12^. 

Darin  auch  eine  famose  Travestiedes  HohenLiedes. 
Selten  1 

BRUN  von  Schonebeck.  — Fischer,  A.,  Das  hohe 
Lied  des  Brun  von  Schonebeck  {=  Sconebeck,  1266  Kon- 
stabel  zu  Magdeburg  und  ein  gelehrter  Mann).  Breslau  1886. 
(Germanist.  Abhandlungen,  Heft  6.) 

Goedeke  2 I,  205.  — Die  Erklärung  und  Umschreibung 
des  Hohen  Liedes  als  Handschrift  von  1267  ist  in 
der  Breslauer  Stadtbibi,  befindlich. 

Das  Hohelied  u.  A.  hrsg.  von  Dr.  Arwed  Fischer. 

Tübingen  (198.  Publ.  d.  Liter.  Ver.)  1893.  8°.  (10  Mk.,  br., 
unbeschn.,  L.  Rosenthal,  1906;  8 Kr.  Rudolf  Heger,  Wien, 
1904.) 

(BÜRMANN,  Joh.  Heinr.,  Prof.  u.  Direktor  d.  Handelsakad. 
in  Mannheim),  Sulmis,  ein  alt-orientalischer  Hoch- 
gesang der  Liebe  (in  5 Handlungen).  Für  meine  Freunde. 
Frankfurt  u.  Leipzig  (Mannheim)  1806.  12°.  (2  Mk.  Jos.  Jo- 
lowicz,  Posen,  1906.) 

Dramat.  Bearb.  des  Hohen  Liedes  (Schir  Haschirim 
= Canticum  Canticorum  = Gesang  der  Gesänge).  XVT — 36  S. 
incl.  Anmerkk.  Auf  S.  XVI  (Vorr.)  wird  ein  Lehrgedicht 
in  sechsthalbtausend  kurzen  Versen  (in  demselben  Versmasse 
wie  Schiller’s  Hymne  an  die  Freude),  m.  d.  Titel  „Ostens 
Mystenschule  1803“,  lobend  erwähnt. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  133  (nach  Goedeke);  Hayn,  H.,  The- 
saurus, libror.  Phil.  Pfister  ....  München  1888.  Nr.  1563. 
CAESIUS,  Philippus,  s.  Z e s e n , Phil.  v. 

CHIMONIUS,  G.  F.,  Das  Hohe  Lied  Salomonis  nach 
dem  a p o c a 1 y p t i s c h e n Schlüssel,  in  gebundener 
Rede.  Berlin  1770.  8°. 

DELITZSCH,  F.,  Das  hohe  Lied  untersucht  u.  aus- 
gelegt. Leipzig  1851.  8°.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl.) 
DERESER,  T.  A.  (i.  e.  Thaddäus  a 5.  Adamo,  geb.  zu  Fahr 
im  Würzburgischen  3.  Febr.  1757),  Die  Sprichwörter,  der  Pre- 
diger, das  hohe  Lied,  das  Buch  der  Weisheit  und  Jesus 
Sirach  Aus  dem  Hebräischen  und  Griechischen 
übersetzt  und  erklärt.  Als  Fortsetzung  des  v.  Bren- 
tanoischen  alten  Testaments.  Frankfurt  a.  M.,  Varrentrapp, 
1800.  8°. 

Cfr.  Meusel  X\TII  sq. 

DILHERR,  Joh.  Michael  (geb.  zu  Themar  im  Hennebergischen 
14.  Oct.  1604,  Prof,  in  Jena  1631  u.  1642  in  Nürnberg,  1646 


Salomon 


47 


Prediger  zu  St.  Sebald  das.,  f i8.  April  1669.  — Goedeke  III, 
179,  109,  wo  das  hier  citirte  Werk  fehlt).  — Göttliche 
Liebesflamme:  Das  ist  Christliche  Andachten, 
Gebet  und  Seufzer  über  Das  Königliche  Braut- 
Lied  Salomonis....  Mit  TKpf.,  Portr.,  Kpfrn.  u.  Mu- 
siknoten. Nürnberg,  W.  Endter,  1651.  120.  (Im  German. 

Museum.) 

Zuerst  gedruckt:  Jena  1640.  12°.  Aeusserst  rar!  (In 

München.) 

Dasselbe.  Ibid.  1654.  12®. 

W.  V.  Maltzahn  p.  274. 

Dasselbe.  Ebd.  1660.  12®.  (12  Mk.,  Seidenbd.  mit  2 

hübschen,  gut  vergold.  Silberschliessen  u.  ciselirt.  Goldschn., 
Völcker,  Frf.  a.  M.,  1877.) 

Dasselbe.  Ebd.  1675.  ^2®. 

Dasselbe.  Mit  Kupfferstücken,  und  anmuthigen  Liedern, 

auf  bekande  ( 1)  und  neue  (2stimmige)  Melodeyen  zu  singen.  Am- 
sterdam 1672.  12®.  (3  Mk.  50  Pfg.,  I Kpfr.  fehlte,  i Textbl. 
beschäd.,  Kirchhoff  & Wigand,  Lpz.,  1892;  jetzt  viel  theurer!) 

W.  V.  Maltzahn  p.  274.  — Sehr  selten! 

DÖDERLEIN,  Der  Prediger  und  das  hohe  Lied  über- 
setzt mit  Anmerkgn.  Jena,  Schmid,  1791.  8®. 

Auch  in  dessen  Schriften,  Th.  2. 

DURHAM,  Jac.,  Auslegung  des  Hohen  Liedes  Sa- 
lomonis.... ins  Deutsche  übers.  Berlin,  b.  Joh. 
Mich.  Rüdiger.  4®. 

O.  M.  V.  1696.  F 3 b. 

* EHRLICH,  M.,  Das  Hohe  Lied  Salomonis.  In  poet- 
ischer Nachbildung.  Berlin  1867.  12®.  (i  Mk.  Baer 

& Co.,  vor  1885.) 

EWALD,  Geo.  Heinr.  Aug.,  Das  Hohelied  Salomos 
übers,  m.  Einleit.,  Anmerk.  u.  einem  Anhang  üb.  den  Pre- 
diger. Göttingen  1826.  8®.  156  S.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl. ; 
I Mk.  Dieterich,  Göttingen,  1911.) 

Ist  im  Anon.-Lex.  III.  p.  63  zu  streichen,  da  Vf. 
genannt. 

FEINLER,  Gottfr.  (geb.  zu  Gleina  uv  1650,  1676  Diakonus 
zu  Wiehe  und  Pastor  zu  Garnbach,  f nach  1704),  Heilig 
verliebte,  und  hinwieder  hertzlich  geliebte 
Sulamithinn,  aus  dem  Hohen-Liede  Salomonis 
in  C Madrigalen....  Jena,  verlegts  Ernst  Claude  Bail- 
liar.  1698.  12®.  Sehr  rar! 

FIHCKELTHAUSS,  Gottfr.  (aus  Lützen,  Stadtschreiber  zu  Leip- 
zig, f nach  1 647),  Des  weisen  Salomons  Hohes 
Lied,  Sampt  andern  Geistlichen  Andachten.  M.  G.  F.  L. 


48 


Salomon 


Leipzig,  Getruckt  bey  Henning  Kölern.  Im  Jahr  1638.  8°. 
(In  Göttingen:  P.  2723.) 

Sign.  A — J 8.  — Ungemein  selten! 

FRIEDRICH,  E.  F erd.,  Das  sogenannte  hohe  Lied 
S a I o m o n i s oder  vielmehr  das  pathetische  Dra- 
ma t i o n „S  u 1 a m i t“  parallelistisch  aus  dem  Hebräischen  ins 
Deutsche  übersetzt.  (In;  Altpreussische  Monatsschrift.  5.  Hft. 
Juli-Aug.  u.  6.  Hft.  Aug.-Septbr.  1865.) 

(FÜRER  V.  Haimendorf,  Chph.  = Lilidor  I.  im  Pegnitz- 
orden, 1663 — 1732)  Uebersetzung  des  „Hohen  Lieds 
Salomon  s“  in  Alexandrinern,  in;  Christliche 
Vesta  und  Irrdische  Flora....  O.  O.  (Nürnberg) 
1702.  80.  S.  3 — 19.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl. : XVI  C 425p; 
auch  in  Berlin,  Hamburg  u.  München.) 

— — Dasselbe.  Nürnberg  1724.  8^. 

§ GEDANKEN,  Gottselige,  über  das  Hohe  Lied  Sa- 
Salomonis.  Augsburg  1781.  8®. 

iGESSNER,  Das  hohe  Lied  Salomonis  erklärt  u. 
übersetzt.  Quakenbrück  1881.  (Mk.  2,50.) 

R.  Zinke’s  Dresdner  Nov.-Auct.  1905.  -Nr.  239. 
GOETHE.  — Der  i.  vollständige  Abdruck  von  Goethe’s 
Übertragung  des  hohen  Liedes,  von  der  Schöll 
vor  30  Jahren  zuerst  Kunde  gegeben,  in:  Briefe  Goethe’s 
an  Sophie  von  La  Roche  und  Bettina  Brentano 
nebst  dichterischen  Beilagen.  (Hrsg,  von)  Gust. 
V.  Loeper.  Berlin,  W.  Hertz,  1879.  241  u.  LI  S. 

Citat  Carl  W a 1 1 s t e i n ’ s. 

GRAETZ,  H.,  Schir  Ha-Schirim  oder  das  Salomon- 
ische Hohe  Lied,  übersetzt  u.  kritisch  erläu- 
tert. Wien  1871.  Gr.  8°.  219  S.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk.  50  Pfg. 
Rieh.  Bertling,  Dresden,  1907.) 

HAHN,  H.  A.,  Das  hohe  Lied  von  Salomo  über- 
setzt und  erklärt.  Breslau  1852.  8°. 

HAUPT,  P.,  Biblische  Liebeslieder.  Das  soge- 
nannte Hohelied  Salomons  nach  der  Urschrift 
verdeutscht  u.  erklärt.  Leipzig  1907.  8°.  (Mk.  5,50.) 
(3  Mk.,  wie  neu  in  eleg.  Orig.-Lwdbd.  in  Carton  m.  Gold- 
schn.,  B.  Seligsberg,  Bayreuth,  1908.) 

HENCKEIL,  Ludw.  Graf.  — Das  Hohe  Lied  Salomo- 
nis, In  Deutsche  Verse  gebracht,  Wobey  der  deut- 
sche Text  Nach  der  Übersetzung  Lutheri  in  unzerbrochener 
Ordnung  mit  differenten  Buchstaben  in  die  Augen  fället,  . . . . 
Nebst  Einem  Anhang  verschiedener  Poesien, 
Vornehmlich  Dem  Dreyeinigen  GOTTE  zu  schuldigen  Ehren; 
. . . . , im  Verborgenen  aufgesetzet,  und  auf  (!)  in  Druck  ge- 


Salomon 


49 


geben  Von  Weiland  dem  hochgebohrnen  Grafen  und  Herrn, 
HERRN  W.  Ludwig,  Grafen  Henckel.  Zweyte  und 
vermehrte  Edition.  Halle,  in  Verlag  des  Wäysen-Hauses, 
.MDCCXXXV.  (1735.)  80.  (In  Zürich,  Stadtbibi.)  (3  Mk, 
50  Pfg.,  wie  neu,  F.  Waldau,  Fürstenwalde,  1909.) 

Titel  (roth  u.  schwarz),  i Bl.  mit  8 Verszeilen,  imterz.  W. 
L.  G.  H.,  6 Bll.  Vorher,  des  Herausgebers  D.  P.  A.,  dat. 
Halle  1721  (Jahr  der  ersten  Ausgabe,  welche  in  Berlin:  Bu 
10,070),  d.  29.  Jul.,  208  S.  (incl.  Anhang  S.  166 ff.).  SeltenI 
HENGSTENBERG,  Prof.  Dr.  E.  W.,  Das  Hohelied  Sa- 
lomo nis.  Berlin  1858.  8°. 

Vorher  ebd.  1853. 

§ * (HERDER,  Joh.  Gottfr.  v.,  1744—1803).  — Lieder  der 
Liebe.  Die  ältesten  u.  schönsten  aus  Morgen- 
lande (siel).  Nebst  vier  u.  vierzig  alten  Minnelie- 
dern. (Herausg.  v.  Herder.)  Leipzig,  in  der  Weygandschen 
Buchhandlung,  1778.  80. 

216  S.  (incl.  3 Bll.  Vorst.)  — Inh.:  i.  Salomons  hohes 
Lied.  2.  Ueb.  den  Inhalt,  die  Art  u.  den  Zweck  dieses 
Buchs  in  der  Bibel.  3.  Von  Uebersezungen  desselben,  besonders 
Einer  in  alten  Minneliedern  (verfaßt  von  einem  Oberdeutschen 
aus  Bayern  od.  Franken  um  1300,  zuerst  hrsg.  v.  D.  Schober 
in  Gera  nach  der  einzigen  in  dessen  Besitz  befindl.  Handschrift). 

HETZEL,  Wilh.  F riedr..  Neue  Uebersetzung  u.  Er- 
klärung des  hohen  Liedes  Salomons,  nebst 
zw  een  Briefen  an  einen  Staatsmann.  Breslau,  Meyer, 
1777.  Gr.  8®. 

HINTZ,  Geo.,  Hohes  Lied  Salomonis,  als  eine  wahr- 
hafftige  mysteriöse  Liebes-Geschichte  in  Ver- 
sen, nebst  Betrachtungen  von  der  göttlichen 
Liebes-Vermählung.  Hamburg  1701.  12®.  Rar! 
HIRZEL,  L.,  Das  Lied  der  Lieder  oder  Sieg  der 
Treue  übersetzt  und  ausgelegt.  Zürich  1840.  8®. 

HÖLEMANN,  Herrn.  Gust.,  Die  Krone  des  Hohenlie- 
des. Leipzig  1856.  8®.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl.) 

HOLDA  (d.  i.  Mevr.  J.  Clant  van  der  Müll-Piepers),  Das 
Hohelied  und  andere  Gedichte  (deutsch  u.  holländisch). 
Leiden  1876.  8®. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  259. 

HOLLÄNDER,  Das  Hohelied,  deutsch  übersetzt 
und  hebräisch  commentirt  ....  1871. 

HOROWITZ,  S.,  Das  hohe  Lied.  Das  älteste  dra- 
matische Gedicht  aus  dem  M o r g e n 1 a n d e . . . . 
metrisch  übersetzt  . . . . Wien,  Gerold’s  Sohn  in  Com- 
miss.,  1862.  12®.  XIX-48  S. 

(HUFNAGEL,  Wilh.  Friedr.)  Salomo’s  Hohes  Lied,  ge- 
prüft, übersetzt,  erläutert.  Erlangen  1784.  8®.  (In 

4 


Hayn,  Bibi.  Gemianor.  erot.  VH 


50 


Salomon 


Marburg,  Univbibl. ; auch  in  Zürich,  Stadtbibi.,  u.  im  British 
Museum.) 

Anon.-Lex.  III.  p.  69  (nach  Winer,  Meusel  u.  den  Catalogen 
genannter  Bibliotheken). 

HUG,  J.,  Das  Hohe-Lied  in  einer  noch  unver- 
suchten Deutung  mit  dessen  S c h u t z s c h r i f t für 
diese  Deutung.  Freyburg,  Herder,  1813.  40. 

JAHN,  Gustav  (geb.  23.  Febr.  1818  zu  Sandersleben),  Das 
Hohe  Lied  Salomonis  in  Liedern.  Halle  1848.  8°. 
(i  Rthl.)  (i  Mk.  25  Pfg.,  stockfl.,  Schaper,  Hannover,  1904.) 
Brümmer  I,  404.  hat  „1847"  (?).  — Vorher  ebd.  1845. 
8^.  (Auct.  Bukowski,  Stockh.  1884.) 

* — — Dasselbe.  3.  Auflage.  Ebd.  1853.  8°.  (i  Mk.  Baer 
& Co.,  vor  1885.) 

— — Dasselbe.  4.  Aufl.  Ebd.  1860.  8°. 

— — Dasselbe.  5.  Aufl.  Ebd.  1872.  8°. 

INFANDER  (d.  i.  Joh.  Nicolaus  Funk),  Der  mit  seiner  Kir- 
chen in  Liebe  verbundene  Jesus,  nach  Inhalt  des  Hohen- 
liedes Salomonis,  in  sehr  erbaulichen  Cantaten  und  andern 
Poesien  vorgestellt.  Giessen  u.  Franckfurt  1721.  8°.  Sehr  selten! 


Der  Verfasser  war  Professor  in  Rinteln. 

JOSEFFY,  B.  N.,  Das  Hohelied  oder  Wettgesang 
zwischen  dem  Friedefürsten  (Salomo)  und  der 
Brautgemeinde  (Sulamit).  1877.  8°.  (80  Pfg.,  Schaper, 
Hannover,  1904,  ohne  Ortsangabe.) 

(KELLER-SCHLEIDHEIM,  Franz  de  Paula  Ignaz  Joseph 
Frhr.  v.)  Das  hohe  Lied  dramatisirt  von  einem 
Bibelfreund.  (Vorher,  unterz.;  v.  K.)  Mannheim,  Kaufmann, 
1814.  8”.  Tit.,  2 Bl.  Vorher,  u.  34  S. 

Anon.-Lex.  III.  p.  63  (nach  Kayser,  Meusel  u.  dem  The- 
saurus libror.  rei  cathol.).  — Selten! 

KLÄNGE  aus  dem  Hohenlied  e.  Berlin  1883.  Kl.  8°. 
70  S.  (60  Pfg.  Heberle,  Cöln,  1904;  i Mk.  G.  A.  Wolff, 
Bonn,  1910.) 

(KLEUKER,  Joh.  Friedr.)  — Salomo.  Sammlung  der 
Gedichte  Salomons,  sonst  das  Hohelied  oder 
Lied  der  Lieder  genannt  (übersetzt  von  Joh.  Friedr. 
Kleuker).  Hamm  1780.  8°.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl. ; auch 
in  Zürich,  Stadtbibi.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  7 (nach  Lübker-Schröder). 

KRAMPF,  S.  J.,  Das  hohe  Lied  aus  dem  hebrae- 
ischen  Originaltext  in’s  Deutsche  übertragen, 
wie  auch  sprachlich  und  sachlich  erläutert  und 
mit  einer  umfassenden  Einleitung  versehen. 
Prag  1877.  8°. 

Dasselbe.  2.  (Titel-)  Auflage.  Ebd.  1880.  8°. 


Salomon 


51 


* KÜHLMANNS,  Qvirin,  Bresslauers  (geb.  25.  Febr.  1651,  am 
3.  Okt.  1689  zu  Moskau  wegen  anstössiger  Weissagungen  und 
eines  Aufruhrversuches  lebendig  verbrannt),  Himmlische 
Libes-küsse  über  die  fürnemsten  Oerter  Der 
Hochgeheiligten  Schrifft,  vornemlich  Des  Sa- 
lomonischen Hohenlides,  wie  auch  anderer  derglei- 
chen Himmelschmekkende  Theologische  Bilder  Poetisch  ab- 
gefasset.  Zu  Jehna  Drukkt  (sic!)  Sam.  Adolph  Müller  Im 
Jahr  1671.  80. 

8 Bll.  Vorst,  u.  72  SS.  (letzte  unbeziff.).  K.  gab  diese 
Arbeit  im  Alter  von  13  Jahren  als  Schüler  des  Gymnas.  zu 
Maria  Magdalena  in  Breslau  heraus.  Ungemein  rar,  wie  die 
meisten  Schriften  dieses  Schwärmers. 

Goedeke  III,  199,  18,  2;  Schon  1665  oder  6 6 wurden 
diese  Gedichte  nach  Tauler  und  Arnd  gedruckt  und  schon 
in  der  Vorrede  zu  den  Grabschriften  unterm  15.  März  1668 
mit  „andern  Frühlingsgedichten“  erwähnt.  — Jahn,  Verz.  1246. 
LAMBERT,  Frandscus  (Avenionensis),  In  Cantica  Can- 
ticorum  Salomanis  libellum  quidem  sensibus  altissi- 
mis,  in  quo  sublimia  sacri  coniugij  mysteria,  quae  in  Christo 
et  ecclesia  sunt,  pertractantur,  Commentarij.  Norimbergae, 
Jo.  Petreius,  1524.  8°.  (7  Mk.  Paul  Graupe,  Berlin,  1910.) 

LEDERER,  Jos.  (geb.  1733  in  Ziemetshausen  in  Schwaben, 
t im  Octob.  1796),  Das  hohe  Lied  Salomons,  ein 
Singspiel  über  den  Zustand  Gottes  von  den  Zei- 
ten Davids  bis  an’s  End  der  Welt;  oder  das  jüd- 
ische und  christliche  Jerusalem  in  poetischen 
Sinnbildern  entworfen;  aus  übereinstimmenden  Stel- 
len der  heiligen  Schrift  erörtert.  Burghausen  1788.  8°. 

LIED  der  Lieder,  Das,  oder  Das  Hohelied  Salo- 
monis,  nach  dem  Grundtexte  übersetzt  u.  er- 
kläret. Mit  Titelkpfr.,  einem  2ten  Titelkpfr.  in  Fol.,  von 
Sprüchen  umrahmt.  Halle  und  Leipzig  1756.  8^.  56  u.  1186  S.  1 
(4  Kr.  Halm  & Goldmann,  Wien,  1907.) 

Seltenes  Curiosum  der  religiösen  Erotik. 

LIED,  Das  hohe,  Salomonis,  ein  Versuch  in  ge- 
bundener Rede.  O.  O.  (Nürnb.,  Felsecker)  1767.  8°. 

3 Bogen. 

Cat.  Meissner.  — Selten! 

LIED,  Das  hohe,  übersetzt  ....  Berlin,  Rottmann,  1789.  8°. 
LIPPERT,  G.  Fr.  W.,  Sulamith  oder  das  Lied  der 
Lieder  dem  Salomo  (gewidmet),  seit  2800  Jahren 
zum  erstenmal  aus  seiner  T r a u m - B i 1 d e r- S p r a- 
che,  in  die  gewöhnliche  B e g r i f f - S p r a c h e , frei 
übertragen  und  seinem  Inhalte  und  Sinne  ge- 
mäss erklärt.  Nürnberg  1855.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  Jul. 
Neumann,  Magdeb.,  1906.) 


4* 


52 


Salomon 


MAGNUS,  Ed.  Isid.,  Kritische  Bearbeitung  und  Er- 
klärung des  hohen  Liedes  Salomo’s.  Halle  1842. 
8°.  (In  Marburg,  Univbibl.) 

MANUELSTAMM,  J.  L.,  Das  hohe  Lied  metrisch  über- 
setzt und  erklärt.  Berlin  5^23 — 1862.  8®.  XLVIII-37  S. 
MARBACH,  Sulamit.  Das  schönste  Lied  der  Liebe, 
üb  ers  etzt  u.  erklärt.  Frankf.  1863.  16®.  (50  Pfg.  Zipperer, 
München,  1905.) 

R.  Zinke’s  Dresdner  Nov.-Auct.  1905,  Nr.  241. 

MEINHOLD,  C.,  Das  Hohe  Lied  Salomo’s  in  Bibel- 
stunden ausgelegt.  Berlin  1856.  8®.  (50  Pfg.  Mindest- 
gebot, R.  Zinke’s  Dresd.  Auct.,  c.  1908.) 

MEISNER,  D.  Gfr.,  Biblisch-geographische  An- 
merckungen  über  Salomonis  Hohes  Lied  samt 
dessen  geistlicher  Deutung.  Hamburg,  b.  Gfr.  Lie- 
bezeit. 12®. 

O.  M.  V.  1687.  C4a. 

(METZGER,  Joh.  Christoph)  Neueste  Übersetzung  des 
hohen  Liedes  und  Predigers  Salomonis;  mit  kur- 
zen Anmerkungen.  Basel  1789. 

Anon.-Lex.  III.  p.  63  (nach  Kayser),  IV.  p.  245  (nach  Meusel). 
(MÖLLER,  W.)  Über  das  hohe  Lied  Salomonis  und 
dessen  Gebrauch  im  Volksunterrichte  . . . . Elber- 
feld 1826. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  201  (nach  Kayser). 

* MÜLLER,  Ernst,  von  Marpurg,  Das  Hohe  Lied  des 
Königes  Salomons,  wie  es.  Zu  der.  ...in  Gott 
verliebten  Seelen  G e i s t - f e u r i g e r Liebes-  üb- 
und  Külung....schrifftmässig  erkläret  gesun- 
gen; und  mit  anmutigen  Kupffer-  und  Sinnen- 
Bildern  . . . . ausgefärtiget  hat  — . Mit  vielen  Kpfrn. 
n.  Musiknoten.  Franckfurth  am  Main  1656.  (Nebst  Kupfer- 
titel.) Quer-8®.  (54  Mk.  Baer  & Co.,  vor  1885.) 

Von  grösster  Seltenheit! 

— — Dasselbe,  tit. : Das  Hohe  Lied  des  Königs  Sa- 
lomons, nach  Ordnung  des  Textes  schrifft- 
mässig  erklärt,  gesungen  und  mit  anmuthigen 
Kupffer-  und  S i n n - B i 1 d e r n , Gebeten,  Glossen 
und  Schlussliedern  ausgefertigt.  Mit  Musiknoten, 
Titelkpfr.  u.  8 Kpfrn.  Frankfurt  a.  M.,  bey  Daniel  Fiev'et 
zu  finden  bei  Casp.  Vulpius  in  Giessen,  1662.  Quer-8®.  (18  Mk., 
Prgtbd.,  Völcker,  Frf.  a.  M.,  1905;  24  Mk.,  cart.,  L.  Ro- 
senthal, 1906.) 

12  Bll.  u.  300  S.  Eitner  VII,  104.  — Höchst  selten! 

* OPITZ,  Martin  (1597 — 1639).  — Salomons  Des  Hebre- 
ischen  Königes  Hohes  Liedt;  Vom  (sic I)  Martin 


Salomon 


33 


Opitz  in  deutsche  Gesänge  gebracht.  Gedruckt  zu 
Bresslaw,  In  Verlegung  David  Müllers  Buchhändlers,  Im  Jahr 
1627.  40.  20  Bll.  (Auch  in  Göttingen:  P.  2729.) 

Höchst  selten  I — Auch  in  den  Poem.  1690.  3,  3. 
(OPPENHEIMER,  Eberh.  Carl  Frdr.)  Lied  aller  Lieder. 
Eine  Erklärung  des  Hohenliedes  Salomonis. 
O.  O.  1745.  ; 

Anon.-Lex.  III.  p.  61  (nach  Schröder). 

RÄABE,  And.,  Das  Buch  Ruth  und  das  hohe  Lied.... 
übersetzt  . . . . Leipzig,  Fernau,  1879.  8®.  157  S.  (Mk.  4,50.) 
REBENSTEIN,  A.  (d.  i.  Aaron  Bernstein,  geb.  zu  Danzi 
1812,  t 1885  od.  86),  Übersetzung  und  Bearbeitun 
des  ,,Hohen  Liedes“.  Berlin  1834. 

Citirt  Carl  Wallstein  ohne  Formatsangabe. 

ROEPERUS,  M.  Nie.  („Schol.  Hamb.  Rector“),  Helleuch- 
tender (so!)  Spiegel  der  Liebe  des  himml.  Bräu- 
tigams und  seiner  Braut  der  Christi.  Kirchen 
aus  den  hohen  Liede  Salomonis  in  91.  Predigten 
vorgetragen.  Mit  Kpfrn.  Jena  1662.  4'’.  Starker  Band: 
8 Alphab.  u.  2 Bog.  Kpfr. 

Ludovici  (bibliop.  Vitemb.)  bibl.  nominalis  curiosa.  Vitemb. 
1705.  — Rarl 

* ROLLE,  F.,  Das  Hohe  Lied  Salomonis,  in  Wei- 
sen des  deutschen  Volkslieds  übertragen.  Hom- 
burg 1869.  Gr.  8°.  (i  Mk.  Baer  & Co.,  Frf.  a.  M.,  vor  1885.) 
SALOMONIS  Hohes  Lied.  Frkft.  1776.  8«. 

SANDERS,  Dr.  Daniel  (geb.  zu  Altstrelitz  12.  Novbr.  1819), 
Das  hohe  Lied  Salomonis....  Leipzig,  Wigand, 
1888.  80.  (Mk.  1,50.) 

Vente  Bukowski.  Stockh.  1884. 

SCHÄFER,  B.,  Das  hohe  Lied,  neu  untersucht,  über- 
setzt und  erklärt.  Münster  1876.  80.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk. 
50  Pfg.  Th.  Ackermann,  München,  1886.) 

SCHAFFRATH,  Maxim,  (geb.  7.  Septbr.  zu  Niederkrüchten, 
Bez.  Aachen),  Sulamith,  das  hohe  Lied.  Metrisch 
nachgedichtet.  Köln  1868.  12®.  68  S. 

SCHLEZ,  Joh.  Ferd.  (geb.  27.  Juni  1759),  Salomons  Lie- 
der, eine  metrische  Übersetzung  mit  Anmerk- 
ungen. Ansbach,  Gassert,  1782.  8®. 

SCHOCH,  Joh.  Geo.  (geb.  28.  Febr.  1627  in  Leipzig,  lebte 
noch  1686  im  Dienste  des  Herzogs  von  Braunschw.),  Das 
Hohe  Lied  Salomons  in  8.  Poetische  Handlun- 
gen abgetheilet.  Leipzig,  b.  Chm.  Kirchnern.  8®. 

(O.  M.  V.  1655.  D 4 b.)  Wirklich  erschienen?  — Bei  Goedeke 
nicht  erwähnt. 


bo  bo 


54 


Salomon 


(SCHOBER,  David  Gottfr.)  Das  Hohe  Lied  Salomons, 
aus  zwoen  alten  deutschen  Handschriften, 
deren  eine  in  Reimen,  die  andere  in  gebundener 
Übersetzung  besteht  . . . . (hrsg.)  von  D.  G.  S.  Augs- 
burg 1752.  SO. 

Anon.-Lex.  II.  p.  297  (nach  Rüdiger,  Neuester  Zuwachs. 
Liegnitz  1787—93.  IV,  129). 

SCHRÖDER,  Rudolf  Alex.,  Das  hohe  Lied  Salomonis. 
Auf  Grund  der  Übertragung  von  Emil  Kautzsch  bearbeitet 
von  — . Mit  Initialen,  Doppeltitel  und  Einbandzeichnung  von 
F.  W.  Kleukens.  Leipzig,  Insel-Verlag  (190*).  (300  Exem- 
plare, gedruckt  auf  der  Ernst  Ludwig-Presse  S.  K.  H,  des  Groß- 
herzogs von  Hessen.  40  Exemplare  in  Ecrase-Leder  Mk.  24 — ; 
die  übrigen  in  Leder  Mk.  14 — .) 

SCHÜLER,  Georg  Mich.  (geb.  zu  Würzburg  14.  Mai  1833), 
Das  Hohelied,  ein  Singspiel,  metrisch  übersetzt  und 
erläutert.  Würzburg  1858.  8°. 

SCHÜTTEN,  M.  Paul  („Past.  & Przepos.  Greiffenberg.“),  Com- 
ment.  in  Canticum  Canticor.  Salomonis.  Lipsize 
1682.  40.  2 Alphab.  7 Bogen. 

Bibi.  Ludovici  (bibliop.  Vitemb.)  bibl.  nominalis  curiosa. 
Vitemb.  J705.  — Rarl 

SIEBER,  Justus  (1628 — 95).  — Justus  Siebers  Seelen- 
Küsse  oder  Geistliche  L i e b e s - G e d a n k k e n aus 
des  Hebreischen  Königs  Salomonis  Hohem 
Liede,  Welche  itzo  verbessert  und  in  gewisse 
Ordnung  versetzet  worden.  Leipzig,  Gedruckt  bey 
Johann  Bauern,  Im  MDCLIIIsten  Jahr.  (1653.)  Quer-80.  6 
Bogen.  (In  Göttingen:  Poet.  3109.)  Sehr  rarl 
Früherer  Druck  noch  nicht  nachweisbar. 

* Justus  Siebers  Pöetisierenden  (!)  Jugend, 

Dritte  Abtheilung  (=  S.  129 — 190),  In  welcher  Uber- 
schriffte  Uber  die  fürnehmsten  Oerter  deß  Sa- 
lomonischen Liedes,  So  sonst  Küsse  benähmet. 
(Dresden,  Auff  Andreas  Löfflers,  Buchführers,  Verlag  druckts 
Melchior  Bergen  Im  i658sten  (so!).)  (Auch  in  Breslau,  Kgl. 
u.  Univ.-BibL:  Lit.  Teut.  II.  8°.  563  mit  i Beibd. ; ferner 
in  Göttingen:  Poet.  3109.) 

STADELMANN,  Heinr.  (geb.  22.  März  1830),  Das  Hohe- 
lied, ein  dramatisches  Gedicht.  Metrisch  be- 
arbeitet. Mit  I Titelbild.  Eichstätt  u.  Stuttgart  1870.  8°. 
(In  Hannover,  Stadtbibi.)  (Mk.  1,50.)  (80  Pfg.,  Origbd.  m. 
Goldschn.,  H.  Hugendubel,  München,  1903.) 

Brümmer  II,  376. 

STEIGER,  Joh.  Chrn.,  Geistliche  Lieder  und  Kantaten  nebst 


Salomon 


55 


demhohen  Liede  Salomonis,  aus  dem  Hebt,  über- 
setzt. Frankfurt  und  Leipzig  1773.  8®. 

Citirt  Carl  Wallstein,  wie  das  folgende  Werkchen. 

STURM,  Julius  (geb.  zu  Köstritz  d.  21.  Juli  1816),  Zwei  Ro- 
sen oder  das  hohe  Lied  der  Liebe  (Salomons  ?)  Leip- 
zig 1854.  12®. 

SUDERMANN,  Daniel  (aus  Lüttich,  geb.  1550,  hielt  sich  in 
seiner  Jugend  [1576 — 88]  bei  Fürsten  und  Herren  zu  Cöln  und 
Strassburg  auf,  Schwenkfeldianer,  schrieb  viel  in  Vers  und 
Prosa,  dürfte  bald  nach  1631  gestorben  sein.  — Goedeke  III, 
30,  9.).  — XXV  Schöne  ausserlesene  Figuren  vnd 
hohe  Lehren  von  der  Begnadeten  Liebhabenden 
Seele,  Nemlich  der  Christlichen  Kirchen  vnd 
jhre  Gemahl  Jesu  Christo.  Zum  theyl  auß  dem 
hohen  Lied  Salomonis,  wie  auch  auß  der  alten  Christ- 
lichen Kirchenlehrern  Schrifften  gezogen,  vnd  in  Deutsche 
Reimen  verfaßt,  alles  mit  H.  Schrifft  Concordieret,  Nach 
dem  Vralten  S.  Jeron.  Text.  Durch  D.  5.  (Vignette.)  Franck- 
furt,  Jacob  von  der  Heyde  Sculpsit.  (1620.)  Fol.  50 
beziff.  in  Kpf.  gest.  Bll.  (In  Hannover  u.  Stuttgart.) 

*  Schöne  auserlesene  Figuren....  O.  O.  u. 

J.  (Strassburg.)  4 Thle.  200  Kupferbll.  Fol.  (120  Mk.,  nur 
190  Bll.  in  gepr.  Prgtbd.  m.  Lederrücken,  L.  Rosenthal,  1906.) 

*  Hohe  geistreiche  Lehren,  vnd  Er- 

klärungen Vber  die  fürnembsten  Sprüche  Dess 
Hohen  Lieds  Salomonis,  von  der  Liebhabenden 
Seele,  d.  i.,  der  Christlichen  Kirchen  vnd  jhrem 
Gemahl  Jesu  Christo....  in  Deutsche  Reimen 
verfasset  ....  Durch  D.  S.  Mit  schönen  Figuren  gezieret, 
gedruckt  vnd  verlegt,  durch  Jacob  von  der  Heyden,  Chal- 
cograph:  Anno  M.DC.XXII.  (1622.)  — A.  E.:  Gedruckt  zu 
Franckfurt  bey  Eberhardt  Kieser,  In  Verlegung  Jacobs  von 
der  Heyden,  Chalcograph : Anno  M.DC.XXIII.  (1623.)  66 

Bll.  Fol.  m.  Kupf.  (Expl.  auch  in  Hannover,  Zürich,  Tübin- 
gen u.  Wolfenbüttel.)  (15  Mk.  M.  Edelmann,  Nürnb.,  1904: 
Expl.  in  Hprgt.) 

Grosse  Seltenheiten!  — Weller,  Annal.  II.  p.  386. 

Schneider,  A.  F.  H.  (Oberlehrer),  Zur  Litera- 
tur der  S c h w e n c k f e 1 d i s c h e n Liederdichter  bis 
Daniel  Sudermann.  (Progr.  d.  Königl.  Realschule  in 
Berlin.)  Berlin  1857.  4®.  40  S. 

Goedeke,  1.  c. : Wackernagel,  Kirchenlied  II,  666 — 718  Nr.  433 
-442;  V,  546 — 676.  Nr.  794 — 1004. 

TERNE,  Joh.  Geo.,  Stern  und  Kern  des  Hohen  Lie- 
des Salomonis.  Leipzig  1732.  8®.  Rar! 


Salomon 


S6 


THALMANN,  M.  Joh.,  Hochzeit-  oder  Brautlied  Kö- 
nigs Salomonis,  das  ist,  Erklärung  der  Hohen 
Lieder  Salomonis....  Leipzig,  b.  Sam.  Scheibe. 

M.  M.  V.  1653.  Ezb;  M.  M.  V.  1654.  E 3 a. 
TRAVESTIE  des  Hohen  Liedes  s.  in:  Brühwein,  J.  T.  L., 
Adeona  ....  1804. 

TÜRHAM,  Jac.  Anglus  (V.  D.  M.  Glasgow.),  Clavis  Can- 
ti c i , oder  Auslegung  des  hohen  Liedes  Salomo- 
nis. Leipzig  1695.  4°-  4 Alphab.  12  Bogen. 

Ludovici  (bibliop.)  bibl.  nominalis  curiosa.  Vitemb.  1705.  — 
Rarl 

ULLRICH,  Titus  (geb.  22.  August  1813  zu  Habdschwerdt), 
Das  Hohe  Lied.  Berlin  1845.  8'’-  (2  Mk.  50  Pfg.  Jos. 
Jolowicz,  Posen,  1908.) 

Brümmer  II,  441 — 42. 

ÜMBREIT,  Prof.  Dr.  Frd.  Wilh.  Karl,  Lied  der  Liebe, 
das  älteste  und  schönste  aus  dem  Morgenlande, 
neu  übersetzt  und  ästhetisch  erklärt.  Göttingen 
bey  Vandenhöck  und  Ruprecht  1820.  8°.  162  S. 

Dasselbe.  2.  Ausgabe.  Heidelberg  1828.  (1826?)  8®. 

(i  Mk.  20  Pfg.  Wagner,  Brnschw.,  1886.) 

VAGET,  Barth.,  Hohes  Braut-Lied  Salomonis.  Ham- 
burg 1680.  4®.  Rar! 

VELTHUSEN,  Joh.  Kasp.,  Das  Hohelied,  begleitet 
mit  einem  vollständigen  Commentarundhistor.  - 
kritischen  Untersuchungen.  Braunschweig, 
Schulbuchhandlung,  1786.  8®.  (In  Marburg,  Univbibl.)  (i  Mk. 
80  Pfg.  Scheible,  vor  1885.) 

Der  Amethyst;  Beitrag  h i s t o r i s c h - k r i t- 

ischer  Untersuchungen  über  das  Hohelied,  in 
näherer  Beziehung  auf  die  Geschichte  der 
Menschheit  Ebd.  1786.  8®. 

VERSUCH  d er  Erklärung  des  Hohen  Liedes  Sa- 
lomonis, nach  dem  sensu  literal i.  Bresslau  1720. 
8®.  Rar ! 

VESPER,  W.,  Das  Hohelied  Salomonisin  43  Minne- 
liedern. Neudeutsch  von  — . 1906.  8®.  (Mk.  1,20.)  (70  Pfg. 
Paul  Alicke,  Dresden,  1910,  ohne  Ortsangabe.) 

(W ACHTER,  Georg),  Hohes  Lied  Salomonis,  nach 
dem  Grund-Text  mit  Anmerckungen.  Memmingen 
1722.  4®.  Selten! 

Anon.-Lex.  III.  p.  69  (nach  Mylius). 

WEISSBACH,  Fr.  Ed.,  Das  hohe  Lied  Salomo's  er- 
klärt, übersetzt  und  in  seiner  poetischen  Form 
dargestellt.  Leipzig  1858.  8®.  (2  Rthl.)  (2  Mk.  Otto, 

Erfurt,  1886;  2 Mk.  50  Pfg.  Dieterich,  Göttingen,  1911.) 


Salomon 


57 


WILHELMI,  Joh.  Jac.,  Versuch  einer  poet.  Ueber- 
setzung  des  Hohenlieds  Salomonis,  nebst  .... 
Anmerk.  Leipzig,  Breitkopf,  1764.  8°.  3^/2  Bogen.  (In  Mar- 
burg, Univ.-Bibl.) 

WILLERAM  {=Willeram,  abbas,  von  Geburt  ein  Franke,  in 
Paris  gebildet,  Scholasticus  zu  Bamberg,  trat  zu  Fulda  ins 
Kloster,  wurde  1048  Abt  zu  Ebersberg  in  Baiern,  f 5.  Jan. 
1085.  — Goedeke  i^,  29).  Paraphrase  d.  Hohen  Lie- 
des in  Lat.  Versen  u.  Fränk.  Prosa. 

§ Willirami  abbatis  in  cantica  Salomonis  my- 

stica  explanatio  per  Menradum  Moltherum  in  lucem 
restituta.  Hagenoae  1528.  8®.  (In  München  2 Expll.) 

* Willerami  abbatis  in  Canticum  canticorum 

paraphrasis  gemina,  quarum  prior  rhytmis 
latinis,  altera  lingua  francica  concepta  est.  Ad- 
dita  explic.,  lingua  belg.,  notae  etc.  Edente  Paullo  G.  F.  P.  N. 
M e r u 1 a.  Lugduni  Batavor.  ex  officina  Plantiniana  apud  Ra- 
phelengium.  MDHC.  (1598.)  KI.  8*^.  14  Bll.,  179  S.  (20  Mk. 
Adolf  Weigel,  1904,  mit  i interess.  Beibd.) 

Erste  Ausgabe  des  deutschen  Textes.  Jördens 
V.  504.  Dabei  eine  holländ.  Uebersetzung.  — v. 
Meusebach:  Lugd.  Bat.  1602.  12®.  kommt  vor  im  Cat. 
Bibi.  Th.  Hasaei.  Brem.  1732.  p.  244;  ist  aber  ohne  Zweifel 
Druckf.  oder  eigentlich  Lesefehler  aus  der  Jahrzahl  „MDIIC“ 

(1598). 

Uhralte  Verdolmetschung  des  Hohenlieds 

Salomonis.  Aus  Abt  Walrams  ( !)  berühmbter  Teutschen 
Auslegung,  die  Er  vor  550  Jahren  darüber  gestellt  hat,  ab- 
gedruckt von  Gotthard  Vögel  in.  (Hrsg,  von  Marquard  Fre- 
her.)  Wormbs,  J.  Mayerhoffer,  1631.  8°.  36  Bll. 

§* Dasselbe  abgedr.  in:  Schilt  er,  Joa.,  Thesau- 

rus antiquitatum  tentonicarum  . . . . Ulmae  1727 — 
28.  III.  Fol.  Bd.  I.  (vorher  einzeln:  Ulmae  1726.  Fol.): 
W illerami  paraphrasis  gemina  cantici  canticorum  etc. 

§* Francisci  Junii  Observationes  in  Wille- 

rami Abbatis  Francicam  Paraphrasin  Cantici 
canticorum.  Amstelod.,  typis  et  sumptidus  auctoris.  1655.  8®. 
Jördens  V,  505.  — v.  Meusebach  zu  Koch  I.  p.  32, 
2:  Eine  Ausgabe  der  von  Merula  besorgten,  zusammen  mit  Fr. 
Junii  Observ.  1655.  8®.  nennt  Freytag  in  den  Analect.  p.  1094. 

§* Uebersetzung  u.  Auslegung  des  hohen 

Liedes,  in  doppelten  Texten  aus  der  Breslauer 
u.  Leidener  Handschrift  hrsg.  mit  einem  Wörterbuchs 
V.  H.  Hoff  mann.  Mit  i Facs.  Breslau  1827.  8°.  (Auch 
in  Marburg,  Univ.-Bibl.)  (3  Mk.  W.  Koebner,  Breslau,  vor 
1885.) 


58 


Salomon 


Der  Text  nach  der  Breslauer  Handschrift  abgedr.  in:  Hagen, 
Germania  IV,  153  sq.  und  V,  143. 

§* Das  Hohe  Lied,  übers,  von  W Hier  am,  er- 

klärt von  Rilindis  und  Herrat  Aebtissinen  (sic!) 
zu  Hohenburg  im  Elsaß  (1147 — 1196).  Aus  der  ein- 
zigen Handschrift  der  k.  k.  Hofbibliothek  zu  Wien  hrsg.  von 
Joseph  Haupt.  Mit  i xylograph.  Tafel.  Wien  1864.  8®, 

(i  Rthl.  16  Sgr.)  (Auch  in  Marburg,  Univ.-Bibl.)  (2  Mk. 
H.  Kerler,  Ulm,  c.  1898;  2 Kr.  Frz.  Malota,  Wien,  1909.) 

F.  B e c h,  Germ.  9,  352 — 76;  W.  Scherer,  Ztschr.  20. 
198 — 205.  Dagegen  T.  Hayner:  Das  St.  Trudperter  (Hohen- 
Bürger)  Hohe  Lied  (in  Paul’s  Beiträgen  3,  491 — 523)  von  einem 
Manne;  alemannisch. 

Williram^s  deutsche  Paraphrase  des  Hohen- 
liedes. Mit  Einleitung  und  Glossar  hrsg.  von  Jos.  See- 
müller.  Strassburg,  Trübner,  1878.  Gr.  8®.  XVI-147  S. 

(Goedeke^  I,  30  hat:  XXIV  u.  148  S.  (Mk.  3 — -.)  (2  Kr. 

Frz.  Malota,  Wien,  1909.) 

Quellen  und  Forschungen  XXVIII. 

Seemüller,  Jos.,  Die  Handschriften  und 

Quellen  von  Willirams  deutscher  Paraphrase 
des  Hohen  Liedes.  Ebd.  1877.  8®.  117  S.  (Mk.  2,50.) 
(i  Mk.  50  Pfg.  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1902.) 

Quellen  und  Forschungen  XXIV.  Dazu  Anzeiger  f.  deutsches 
Alterthum  1878.  S.  278  ff.  ; 

Entholt,  H.,  Die  Sprache  der  Leidener 

Williram-Handschrift.  Bremen  1897.  8®.  (i  Mk.  20 
Pfg.  Bernh.  Liebisch,  Dresden,  1902.) 

— — Hundt,  Fr.  G.  Graf  v..  Das  Cartular  des  Klo- 
sters Ebersberg,  hrsg.  (Abh.  d.  Münchner  Ak.  14,3.) 
München  1879.  4®.  82  S. 

Junghans,  F.,  Die  Mischprosa  Willirams. 

Berlin  1893.  8®.  (i  Mk.  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1902.) 

Reichau,  H.,  Williram,  Abt  zu  Ebersberg. 

Progr.  Magdeburg  1877.  4®.  25  S. 

Daraus  P.  Pietsch  in  Ztschr.  f.  d.  Ph.  9,  227  ff. 

Scherer,  W.,  Leben  Willirams,  Abtes  von 

Ebersberg  in  Baiern.  Beitrag  zur  Geschichte  des  XI. 
Jahrhunderts.  (Wiener  SB.  1866).  Wien  1866.  8®.  foy  S. 
(i  Kr.  50  H.  Frz.  Malota,  Wien,  1909.) 

Wiedemann,  Th.,  in  der  österr.  Vierteljahrschr.  f. 

kathol.  Theol.  1864.  3,  83  ff. 

Zingerle,  O.,  Bruchstück  des  Williram,  aus 

Hohenems.  In;  Ztsch.  f.  d.  Ph.  9,  156 — 161. 

ZEHNER,  Joh.  Val.,  Hoheslied  Salomonis,  Reimen- 
weise erkläret,  nach  der  Melodie:  Wie  schön 


Salomon—Salope 


59 


leuchtet  der  Morgenstern.  Schleusingen  1761.  Gr.  8®. 
31/2  Bogen.  Rar  I 

Dasselbe.  Hildburghausen,  Manisch,  1763.  8®. 

Heinsius  IV,  497. 

ZESEN,  Philipp  v.  — C 32  s i i , Philippi  (d.  i.  Phil.  v.  Zesen, 
i6ig — Deutsches  Helicons  Erster  und  Ander 
Th  eil,  Oder  Unterricht,  wie  ein  Deutscher  Vers  und  Getichte 
auf  mancherley  Art  ohne  fehler  recht  zierlich  zu  schreiben  .... 
Wittenberg,  Gedruckt  bey  Johann  Röhnern,  Im  Jahr  M DCXLI. 
(1641.)  8®.  (In  Göttingen:  P.  1638.) 

Th.  II,  S.  97 — 142:  „Salomons  Des  Hebräischen 
Königs  Geistliche  Wollust,  oder  Hohes  Lied. 
In  Dactylische  und  Anapästische  Verse  ge- 
bracht, von  Phil.  Cös.“ 

* Salomons,  Des  Erbreischen  Königes, 

Geistliche  Wohl-lust  oder  Hohes  Lied;  In  Pal- 
men- oder  dattel-reimen  , mit  bei-gefügten  neu- 
en, vom  fürtreflichen  J.  Schopen  gesetzten 
sangweisen,  auch  kurtzen  erklährungen  des  geistlichen 
Verstandes;  beides  nach  art  der  gesprächspiele,  auf  öffentlicher 
schau-burg  fürgestellet  von  Filip  von  Zesen.  Mit  Titelkpfr. 
u.  Musiknoten.  Amsterdam,  Kristof  Kunraht,  1657.  (Nebst 
Kupfertitel.)  32®.  7 Bll.,  148  S.,  6 Bll. 

Auction  Lobris.  München,  L.  Rosenthal,  1895,  110.  1554. 
— Höchst  selten  I 

Sultzberger,  Joh.  Ulrich  (Music.  u.  Zinckenist  in 

Bern),  Drey-gestimmter  Zesischer  Salomo  n.  D. 
i.  Salomons  dess  Ebreischen  Königs  Geistliche 
Wohl-Lust  oder  Hohes  Lied  von  Filip  v.  Zesen.  In 
der  Fruchtbringenden  Gesellschafft  der  Fertig-wohl-setzende  in 
künstliche  Palm-  oder  Dattelreimen  übersetzet  und  von  Joh. 
Schoppen  mit  zwey-stimm.  Melodeyen  gezieret.  Jetztunder 
aber  mit  einer  anderen  Stimme  vervollkommt  und  mit  vielen 
Melodeyen  vermehret ; sampt  bey-gefügter  geistlicher  Seelen- 
Lust.  3 Bde.  Bern,  G.  Sonnleitner,  1674.  4®.  (Wenigstens 
der  I.  Theil  in  Leipzig,  Stadtbibi.)  (65  Mk.,  Prachtexpl.  in 
3 goldgepr.  Ldrbdn.,  M.  Edelmann,  Nürnb.,  1901  : 

Aeusserst  seltenes  Werk!  Weder  Becker,  noch  Fetis,  noch 
Riemann  etc.  kennen  dasselbe. 

Einige  französische  Uebersetzungen  des  Ho- 
hen Liedes  s.  bei  Gay,  Bibliogr.  de  l’amour  II,  1079; 
spanische  ibid.  106. 


SALOPE,  Die,  ein  scherzhaftes  Gedicht  (von  J.  C.  Krau- 
seneck).  Franken  (Bayreuth)  1765. 


6o 


Salope—Salz 


Dasselbe.  Neue  Auflage.  Ebd.  1767. 

Weller,  fing.  Druckorte.  — Beide  Drucke  rar! 
SALTARINO.  Fahrend  Volk.  Abnormitäten,  Kuriositäten 
und  interessante  Vertreter  der  wandernden  Künstlerwelt.  Mit 
135  authent.  Abbildgn.  Leipzig  1895.  8®.  (16  frcs.,  eleg.  Lwdbd., 
neu,  Adolf  Geering,  Basel,  c.  1898.) 

SALTERS,  C.,  Samuel  Horn.  Leben  u.  Schicksale, 
Leiden  u.  Freuden  eines  armen  Schelms.  Aus  dem 
Gebiete  der  Wirklichkeit  genommen  u.  wiedererzählt.  2 Bde. 
Grimma  1847.  8^.  Selten!  (2  Mk.  Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M., 
1909.) 

* SALUSTroS,  Hilarius  (ps.^  MELANCHOLINI  wo  hl -auf- 
geräumter Weeg-Gefährth,  Vorbringend  Lächerliche, 
anbey  kluge  Fabeln,  nützliche  Fragen,  denckwürdige  Geschich- 
ten, wundersame  Würckungen  der  Natur,  auch  ersprießliche 
Sitten-Lehren.  Allen  Mit  der  Miltz-Kranckheit  und  Unmuth 
beladenen  Scorbuticis,  zur  nützlichen  Ergötzung  ans  Taglicht 
gegeben.  (Zierstock.)  Gedruckt  im  Jahr  1717.  O.  O.  8°. 
(Auch  in  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl.:  Lit.  teut.  1.  8°.  254.) 
Rar  I 

Tit.,  15  Bl.  Reg.,  400  S.  Bessere  Sammlung,  frei  von  Schmutz. 
SALVATARA,  Raphael  v.,  oder  der  Mann  ohne  Liebe, 
von  F.  li(ahn).  Mit  TKpfr.  u.  gestoch.  Tit.  Leipzig,  W. 
Rein,  1817.  8°.  360  S.  Zahm. 

Zuerst  gedr.  1801.  8°.  (1I/2  Rthlr.).  — Bildet  auch  Th.  2 
von:  „Das  Räubermädchen.“  Ebd.  1798. 

§ SALVEN  des  Witzes  und  der  Laune.  Eine  Samm- 
lung der  pikantesten  Anekdoten  aus  dem  Leben  gegriffen. 
2 Abtheilungen.  Ulm  1840.  8°.  Selten!  (4  Mk.  50  Pfg.  G. 
Priewe,  1895;  Abth.  2 apart:  2 Mk.  50  Pfg.,  der  Vorige; 
cplt.  8 Mk.  50  Pfg.  M.  Edelmann,  1907.) 

I)  Kleingewehrfeuer  f.  zarte  Nerven.  II)  Grobes  Geschütz 
f.  starke  Naturen. 

§ SALZ  und  Laune  unter  mancherley  Gestalt 
(von  Aug.  Wilh.  Leop.  v.  Rahmel,  geb.  12.  März  1749  zu 
Rheinfeld  in  Pommern,  f I5-  Febr.  1808).  Bresslau,  Gutsch, 
1794.  8®.  Selten!  (Auch  in  Warmbrunn.) 

Enth.  Parodien,  Epigramme  etc. 

Dasselbe.  Halberstadt  1795. 

Meusel  X,  441. 

— — Dasselbe,  tit. : Salz  und  Laune  unter  mancher- 
lei Gestalt  von  einem  ehemaligen  Krieger  bei 
der  preussischen  Armee  a/Rhein.  Breslau  1806.  8°. 
(3  Mk.  60  Pfg.  Taussig,  Prag,  1904.) 

— — Dasselbe  (?),  tit.:  Schnurren,  Launen  und  Ein- 


Salz — Salzburg 


6l 


fälle  eines  ehemaligen  preussischen  Kriegers 
inderArmeeamRhein.  Constantinopel  (Breslau)  1 796.  8®. 
Dasselbe.  Leipzig,  Sommer,  1808. 

Dasselbe.  Constantinopel  1808.  8®.  (i  Mk.  Scheible, 

1879  u.  1886.) 

SALZ,  Laune  und  Mannigfaltigkeit,  in  com- 
ischen  Erzählungen  (hrsg.  von  Levin  Chrn.  Sander). 
Hamburg  1790,  bei  Benj.  Glo.  Hoffmann.  8®.  382  S.  u.  Inh. 
(In  Leipzig,  Univers.-Bibl.)  (3  Mk.  Scheible,  vor  1885;  4 Mk. 
Max  Jaeckel,  Potsdam,  c.  1906.) 

Enth.  9 Nm.,  theilweise  in  Versen,  u.  a.  Erzählungen  nach 
G r a z z i n i u.  der  Königin  Margarethe  v.  Navarra. 
— Darin  auch  Beiträge  von  einigen  deutschen  und  von  folgenden 
dänischen  Schriftstellern : Jens  Baggesen,  Henriksen  Chri- 
sten P r a m (s.  d.)  und  Knud  Lyne  R a h b e k.  — Kayser 
hat  die  Jahrzahl  „1792“  (?). 

* SALZ  und  Scherz  vor  Gericht.  Eine  Sammlung  iron- 
ischer und  unterhaltender  Memoiren  aus  d.  Franzos.  Uebers. 
von  C.  F.  Gramer.  Leipzig  und  Dessau,  Gelehrte  Buchh., 
o.  J.  (1783).  8®.  499  SS.  (In  Berlin:  X 225;  auch  in  Düssel- 
dorf, Kgl.  Landesbibi.)  (2  Mk.  Scheible,  1878;  i Mk.  20  Pfg. 
R.  Härtel,  Plauen,  1904.) 

Viel  Satirisches  gegen  die  Juristen  enthaltend. 

Dasselbe.  Hamburg,  Campe,  1800.  8®. 

Kayser  II,  364. 

SALZBURG.  — Hanswurst.  — Die  Regierung  des 
Hanswurstes,  eine  Komödie  aus  dem  vorigen  Jahrhundert. 
Aus  dem  Leibstuhl  eines  alten  Präsidenten.  Zweite,  mit 
dem  Handbillet  des  Hanswurstes  vermehrte 
Auflage.  Salzburg  (Wien,  Wucherer),  1786.  8°.  (In  Dres- 
den.) (ii  Mk.,  für  den  i.  Druck  von  47  S.,  Max  Perl’s 
Berliner  März-Auct.  1909,  no.  868.) 

48  S.  (incl.  Tit.  u.  2 Bll.  Vorher.)  — Sehr  seltene  drama- 
tische S a t y r e in  burlesken,  stellenw.  cynischen  Versen 
(wie  die  folgenden  Beilagen),  auf  den  Salzburger  Erzbischof 
Leop.  Anton  Frhrn.  v.  F i r m i a n,  der  1727 — 45  mit  seiner 
Maitresse,  der  bayer.  Gräfin  v.  A r c o,  und  seinem  Kanzler 
Christian!  mißregierte.  — Die  erste  Ausgabe  von  dem- 
selben Jahre. 

— — Das  Handbillet  des  Hanswurstes.  Eine 

Beilage  zur  Regierung  des  Hanswurstes.  Ibid.  eod.  anno.  8®. 

Der  Tod  des  Hanswurstes.  Die  letzte  Beylage 

zur  Regierung  des  Hanswurstes.  Ebd.  1787.  8®.  (In  Dresden.) 
(41/2  Mk.,  für  die  3 Stücke,  W.  H.  Kühl;  10  Mk.  Leo  Liep- 
mannssohn,  Berlin;  jetzt  wohl  bedeutend  höher.) 

39  S.  (incl.  Tit.  u.  2 Bll.  Vorher.).  Ebenfalls  dramatisiit 
und  in  Versen. 

Alle  3 Stücke  finden  sich  selten  beisammen. 


62 


Salzburg — Salzmann 


Handbilletdes  Hanswurstes,  abgedr.  in : 

Drolligte  Geschichte  der  Akademie  zu  Kwäzen 
(Jesuiten-Universität  zu  Breslau).  Zweiter  Theil.  Nebst 
. . . . einer  Geschichte  ....  des  selten  gewordenen  Wiener 
Products,  betittelt  (1):  das  Handbillet  des  Hanswur- 
st e s ...  . Mit  Akademischen  Schriften.  O.  O.  u.  J.  (Kayser, 
Roman-Verz.  1836,  hat:  Frankf.,  Geyer,  1788.)  Kl.  8°.  Unge- 
mein rar!  (Expl.  in  Hohenelbe,  Bibi.  d.  Oesterr.  Riesengeb.- 
Vereins.) 

R i e p e 1 , J.  A.  W.,  Der  wachend-träumende 

König.  Singspiel  in  Salzburger  Mundart  (von 
Jacob  Anton  immer).  Salzburg  1749. 

Anon.-Lex.  III.  p.  385  (nach  Wagner,  Goedeke,  Hittmairi.  — 
Rar! 

Spaur,  J.  V.  — Abhandlung,  betreffs  des 

Johann  v.  Spaur,  Domicellars  zu  Salzburg,  wel- 
cher mit  der  Gräfin  L.  C.  von  Wittgenstein  eine 
Ehe  eingegangen  ist  u.  in  Folge  dessen  seine 
Präbende  vergeben  worden,  worüber  J.  v.  Spaur 
den  Recurs  an  Sr.  kayser  1.  Majestät  ergriffen. 
O.  O.  1782.  Fol.  128  S.  Rar!  (6  Mk.  A.  Bielefeld,  Carlsruhe, 
1883.) 


Teufel  (Der)  ist  los,  ein  Mischmasch  von 

Satire,  Moral  . . . . O.  O.  (Wien?)  1783.  8°. 

Nr.  9:  So  denkt  der  Pöbel  in  Salzburg.  Eine 
Probe  zur  Ueberzeugung.  (Auf  die  dortige  Schaubühne 
bezügl.,  mit  Abdr.  eines  Theaterzettels,  S.  117 — 122.)  — Rar! 
SALZBURG,  Franz  v.  (d.  i.  Franz  Micheu),  Des  Weibes 
Sünde.  Ein  Dutzend  Dutzendgeschichten.  Leip- 
zig, o.  J.  (1904).  8°.  (80  Pfg.  Th.  Ackermann,  1909.) 

* SALZMANN,  Chrn.  Gotthilf  (1744 — 1811),  Carl  von  Carls- 
berg oder  über  das  menschliche  Elend.  Sechs  Theile. 
Mit  Kpfrn.  v.  Chodowiecki  u.  Penzel.  Leipzig,  bey  Sieg- 
fried Lebrecht  Crusius  1783 — 88.  8°.  (In  Berlin,  Magistrats- 
bibi.; Th.  4 — 6 dieser  ersten  Auflage  auch  in  Berlin,  Kgl. 
Bibi.:  Yw  1901.)  (10  Mk.  50  Pfg.,  etwas  stockfl.  Expl.  mit 
schönen  Abdrücken,  Max  Perl’s  Berliner 
no.  156;  12  Mk.,  Hldrbde.  aus  der  Zeit, 
satzpap.,  Leo  Liepmannssohn,  Berlin,  1907; 


Octob.-Auct.  1907. 
mit  interess.  Vor- 
28  Mk.  M.  Edel- 


mann, Nürnb.,  1907;  34  Mk., 
Zeit,  Edm.  Meyer,  Berlin,  1909.) 
I:  Leipzig,  Crusius,  1783. 
TV.  V.  Chodowiecki. 

II:  Ebd.  1784.  8».  351  S. 
III:  Ebd.  1784.  8«.  354  S. 
IV:  Ebd.  1785.  8«  2 Bll. 
TK.  u.  TV.  (v.  Demselben). 


leicht  stockfl.  Hldrbde.  der 
8«.  2 Bll.,  363  S.  Mit  TK.  u. 

Mit  TK.  u.  TV.  (v.  Demselben). 
Mit  TK.  u.  TV.  (v.  Demselben), 
u.  380  S.  (378  ist  Druckf.).  Mit 


Salzmann 


63 


V:  Ebd.  1787.  S**.  2 Bll.  u.  364  S.  Mit  TK.  (nach  Klass 
von  C.  G.  K r a g e r gestoch.)  u.  TV.  Anhang  zu  Th.  V : 
Ebd.  1787.  8°.  118  S.  (Dieser  Anhang  ist  rar!) 

VI:  Ebd.  1788.  8«.  2 Bll.,  336  S.,  15  Bl.  Reg.  Mit  TK. 
(von  J.  P e n z e 1)  u.  TV.  (nicht  v.  Chodowiecki-Engelmann 
537). 

Der  Verf.  dieses  „moralischen  Romans“,  unter  welche  Kate- 
gorie die  Literaturhistoriker  das  Werk  verpflanzen,  sagt  in 
d.  Nachrede  (Bd.  VI.  S.  324 — 325):  „Da  ich  dieses  Buch  ge- 
endigt habe,  ....  bin  ich  mit  folgenden  Stücken  unzufrie- 
den : ....Daß  ich  einige  wollüstige  Auftritte 
zu  lebhaft  geschildert  habe  etc.  etc.,  u.  werde 
sie  deswegen,  bey  einer  neuen  Auflage,  ab- 
ändern." — Wegen  der  Chodowiecki’schen  Kupfer 
s.  Engelmann  no.  476 — 77,  494 — 95,  510 — 11,  536 — 37.  (2  da- 
von stellen  Geisselungsscenen  dar.) 

* Dasselbe.  Th.  i — 3.  2.  verbesserte  Auflage.  Ebd. 

1784 — 85.  8°.  (In  Berlin:  Yw  1902.) 

§ Dasselbe  (Nachdruck).  6 Thle.  Mit  TKpfrn.  u.  TVignn. 

(nach  Chodowiecki  u.  A.).  Carlsruhe,  bey  Christian  Gottlieb 

Schmieder.  1784 — 88.  8“.  (In  München:  P.  o.  germ.  1208, 

Bd.  164 — 169.) 

I:  1784.  2 Bll.,  392  S.  II:  1784.  397  S.  III:  1784.  2 Bll.. 
354  S.  IV:  1785.  2 Bll.,  378  S.  V:  1787.  2 Bll.,  364  S. 
— Anhang  mit  Sondertit.  u.  d.  Jahrzahl  1788:  i Bl.,  118  S. 
VI:  1788.  336  S.  u.  Reg.  (zu  1—6)  15  Bll. 

§ Dasselbe.  Ebd.  1787.  8®.  (In  München  in  3 voll.; 

P.  o.  germ.  1197.) 

§ Dasselbe.  Neue  verbess.  Auflage.  Mit  Kpfrn.  Ebd. 

1789.  8°.  (In  München  in  4 voll.:  P.  o.  germ.  1208,  Bd.  170 — 

173.)  (i  fl.  48  xr.  Beck,  Nördlingen,  vor  1870;  5 frcs.  Adolf 

Geering,  Basel,  c.  1890.) 

Dasselbe.  (Nachdruck.)  6 Thle.  Frankfurt  1785.  8°. 

(7  frcs.  50  cts.  Schneider,  Basel,  c.  1885.) 

— ■ — Dasselbe.  Zweyte  verbesserte  Auflage.  (Nachdruck.) 

6 Bde.  Frankfurt  und  Leipzig  (o.  Adresse)  1785 — 89.  8°  (4  Mk. 

50  Pfg.  Beck,  Nördl.,  1888.) 

I:  Tit.  u.  362  p.  — II:  351  p.  — III:  363  p.  — IV:  Titi 
u.  390  p. — V:  Tit.  u.  396  S.  — VI:  Tit.,  348  p.  u.  16  Bl.  Re- 
gister. 

Apologie  des  Carl  von  Carlsberg. 

Leipzig,  W.  Vogel,  1787.  8°.  Sehr  selten! 

lieber  die  heimlichen  Sünden  der  Jugend. 

Mit  Titelvignette.  Leipzig  1785.  8°.  (In  München:  Paed.  329.) 

(2  fl.  Gilhofer  & Ramschburg,  Wien,  c.  1890.) 

Ziemlich  seltene  Originalausgabe  dieser  renommirten 
Schrift. 

Dasselbe.  Ebd.  1787.  8®.  u.  öfter. 


Salzmann — Sambelle 


64 

Krebsbüchlein  oder  Anweisung  zu  einer  un- 
vernünftigen Erziehung  der  Kinder.  (Scharf  sa- 
tyrisch.)  Erfurt  1792.  Kl.  8°.  232  S.  (2  Mk.  Scheible.) 

Dasselbe.  4.  Ausgabe.  Ebd.,  Kaiser,  1807.  8°.  (i  fl.) 

(75  Pfg.  Kirchhoff  & Wigand,  1892.) 

Allg.  Anzeiger  f.  Lit.  u.  Kunst.  Jahrg.  I:  1807.  München, 
Lentner.  4°.  S.  134. 

Ausfeld,  JW,  Christian  Gotthilf  Salzmann, 

Gründer  d.  Erziehungsanstalt  in  Schnepfenthal.  2.  Aufl.  Schnep- 
fenthal 1834.  8°.  (75  Pfg.  Kirchh.  & Wig.,  1892.) 

Von  demselben  Vf.  erschienen  bereits  1813  Erinnerungen 
aus  Salzmann’s  Leben. 

Fischer,  R.  R.,  Christian  Gotthilf  Salz- 
mann. (In:  Denkmäler  verdienstvoller  Deutschen.  Bdchn.  4. 
Leipzig  1829.  S.  23 — 42.  Mit  S’s  lithogr.  Brustbild.) 

Hennings,  W.,  Deutscher  Ehrentempel. 

Gotha  1821 — 31. 

Enth.  auch  eine  Würdigung  Salzmann’s.  Mit  Portrait. 

Morf,  H.,  Ch.  G.  Salzmann.  Biographie.  Mit 

Portrait.  Winterthur  1887.  8°.  (i  fr.  Adolf  Geering,  Basel, 

c.  1890.) 

Taschenbuch,  Pädagogisches,  für  1844. 

Erster  (einz. ?)  Jahrg.  Allen  Lehrern  gewidmet  von  P.  J.  Beu- 
m e r.  Mit  4 (drolligen)  säubern  (Holzschnitt-)  Bildern.  Wesel, 
J.  Bagel.  Kl.  8». 

119  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  „Fürwort“),  i S.  Inh.,  6 S. 
Notiz-Kalender.  Selten  u.  wenig  bekannt!  Enth.  auch  Bio- 
graphisches über  Salzmann.  — Dr.  Franz  Schnitzer’s  BibL 
München  1902.  No.  1372. 

SAMBELLE,  Franciscus  (ps.).  — Der  neuausgefertigte 
Jungfer-Hobel,  durch  welchen  ein  und  andere  Jungfer- 
liche  Untugenden  abgehobelt  und  sonsten  allerley  Schnützer 
und  Fautten  desselbigen  Volckes  abgesaubert  und  auff  die 
Seite  geworffen  werden,  in  einer  Historischen  Erzehlung  um- 
ständlich eingeschrenckt  und  an  Tag  gegeben  von  dem  be- 
rühmten Weiber-Hächler  Francisco  Sambelle.  Gedruckt  im 
Jahr  1681.  12°. 

Satyr.  Roman  (wie  der  folgende  nur  dem  Titel  nach  pikant), 
übers,  von  Jan  Rebhu  (=J  oh.  Huber).  Mit  Holzschnitten. 

* Des  berühmten  Spaniers  Francisci  Sambelle  wol- 

ausgepolirte  Weiber-Hächel,  Darinnen  demselbigen 
Geschlecht  Die  Warheit  tapffer  aufgefiedelt,  die  Laudes  hur- 
tig gesungen  und  ihre  Handlungen  Choraliter  herunter  figu- 
riret  werden  ....  aus  dem  Span,  ins  Hochteutsche  über- 
setzet, durch  den  allenthalben  bekannten  Jan-Rebhu  (Joh. 
Fl  aber).  Von  S.  Georgen  aus  dem  Ländlein  ob  der  Enss. 
Cölln,  Bey  Peter  Marteau  seel.  Söhnen  Anno  1714.  K.  8°. 


Sambelle— Sammlung 


65 


TKpf.,  188  SS.  incl.  7 SS.  Vorst.  Die  Zuschrift  in  kauder- 
welschem Deutsch  an  Hans  Wofel,  sonst  W o 1 f f g.  Gir- 
s t o r f e r gen.,  Hispanischen  Sprachmeister  in  Regensburg,  ist 
unterz. : Jan-Rebhu  Magg  Hächel  und  der  Mauss- 
fall. — Zuerst  gedr.  o.  O.  1680;  rep.  o.  O.  1692.  12°. 

Beide  Romane  gehören  zu  den  Raritäten! 

S.  auch  Rebhu,  Jan’ 

* SAMMLUNG  (chronologisch).  — Sammlung  Aller- 
hand Sinn-reicher  Gedichte,  Von  C**  und  H** 
(Geländer  und  Hochgesang).  Bey  verschiedenen  Gelegen- 
heiten entworffen,  und  nun,  nebst  einigen  auf  den  Großmäch- 
tigsten König  CARL  XII.  Und  den  Durchl.  Printzen  EUGE- 
NIUM,  Von  berühmten  Poeten  verfertigen  Lob-Gedichten,  Ans 
Licht  gestehet.  Stockholm,  Bey  Gabriel  Neunhertz  (Hamburg, 
Liebezeit),  1721.  8®.  (In  Berlin:  Yk  2411.) 

Tit.,  I Bl.  Vorr.  (des  angebl.  neuen  Verlegers,  190  (Hoch- 
gesang) -j-  472  (Geländer)  Seiten.  Sind  die  Originaldrucke 
von  1717  und  1716.  (Beide  in  Berlin.)  — Im  Eingang  d. 
Vorr.  heißt  es:  „Mein  Leser!  Es  wird  dir  die  Sammlung 
dieser  Gedichte  vielleicht  nicht  unbekannt  seyn;  und  du  hast 
Recht,  wenn  du  bey  derselben  Ansicht  den  Herrn  Geländer 
und  Hochgesang  erkennest,  welche  vor  einiger  Zeit  durch 
die  Hällischen  Thür-Hüter  des  Parnasses  mit  protest  zurück- 
geschickt worden.  Was  soll  ich  dir  nun  zu  Ihrer  Recom- 
mendation sagen  ? nichts  anders,  als  daß  ich  solche  nach 
dem  Tode  Ihres  ehemaligen  Verlegers  (war  Ghri- 
stian  Liebezeit  in  Hamburg)  an  mich  gehandelt. 
Ihnen  einen  neuen  Mantel  umgegeben,  und  einige  Poesien  derer 
unvergleichlichen  Herren  Riehe y,  Wagner,  und  anderer 
grossen  (!)  Dichter  beygefüget,  damit  sie  unter  der  Bedeckung 
dieser  Salveguarde  Ihr  Glück  besser,  als  bey  der  ersten  Aus- 
flucht, machen  mögen.“  etc.  etc.  (Datum  Stockholm,  am  Fast- 
nachten, 1721.) 

Hier  folgt  die  Uebersicht  derin  Gelände  r’s  Samm- 
lung befindlichen  erotischen,  oft  höchst  ob- 
seönen  Gedichte,  welche  ich  hier  nachtrage,  da  mir 
beim  Abdruck  der  Geländer' scheu.  Titel  das  Material  nicht 
zur  Hand  war. 

Amors  Schätze.  (Ueppige  Darstellung  der  Frauenzimmer-Reize. 
S.  I — 6.)  Die  unvollkommene  Schönheit.  (6 — 9.)  An  die  Nacht, 
als  ihm  seine  Maitresse  eine  Nacht-Lust  verheissen.  (13 — 14.) 
Er  ist  zu  fromm.  (15.)  Daß  der  Brüste  Kuß  annehmlicher  als 
der  Lippen  sey.  (16 — 17.)  Liebes-Brief  an  seine  Maitresse. 
(21 — 22.)  Liebes-Gespräch  zwischen  unsern  ersten  Eltern  (Adam 
u.  Eva;  letztere  redet  in  den  geilsten  Ausdrücken).  (25 — 27.) 
Als  er  ihre  Brüste  küßte.  (28.)  Über  ihre  Brüste.  (28.) 
Als  er  bey  ihr  schlieffe.  (33 — 34.)  Als  er  in  ihren  Busen 
griffe,  und  sie  ihn  mit  der  Nadel  stach.  (34.)  Über  die 
Nacht-Lust  bey  Chloris.  (36 — 37.)  Almidor  an  die  sich  zornig  stel- 
lende Selinde.  (41 — 42.)  Sehndes  Antwort  an  Almidorn.  (Bei- 
des überaus  lasciv.)  Arismene  verweiset  ihm  seine  Drei- 
stigkeit (weil  er  ihre  Schooß  betastet,  während  sie  ihm  nur 

5 


Hayn,  Bibi.  Germonor.  erot.  VII 


66 


Sammlung 


die  Brüste  freigiebt,  deren  Schönheit  sie  aufs  Eingehendste 
schildert.  (47 — 51.)  Lysanders  Antwort  an  Arismenen  (worin 
er  die  Lüste  preiset,  welche  ihm  das  Betasten  der  Schooß 
gewährt).  (51 — 55.)  (Beide  Nrn.  gehören  zu  dem  Ueppigsten 
in  deutscher  Sprache  Gedrucktem.)  An  die  schöne  Nonne  zu 
-|-***  Sonnet.  (62 — 63.)  Verliebte  Thorheiten.  Aus  d.  Latein, 
d.  Herrn  Corn.  Galli.  (63.)  Liebes-Brief  an  Clelien  (worin 
der  Verehrer  die  Reize  ihrer  Schooß  besingt).  (64.)  (Die 
verliebten  Diebe  (die  Mädchen).  (70 — 71.)  Gespräch  zwischen 
Adamald  u.  der  Nonne  Adina  (welche  sich  nach  langem  Sträu- 
ben in  den  wollüstigsten  Ausdrücken  besiegt  erklärt).  (81 — 87.) 
Eine  schöne  S**  (Schooß  = vulva).  Sonnet.  (87.)  An  die 
allzuverliebten  Mädgens.  (90 — 91.)  Lob  des  Frauen-Zimmers. 
(Ueppige  Abmalung  der  Reize  desselben.)  (93 — 94.)  Er  preiset 
sein  Glück  (bei  der  Belline,  deren  Brüste  er  nicht  genug 
rühmen  kann).  (97 — 99.)  Als  er  sie  entblösset  sah.  (99 — loo.'i 
Die  Venus  zürnet,  daß  sie  sich  entblösset  sehen  lassen.  (100 — 2.) 
Ein  nicht  zu  junges  Frauen-Zimmer  raisonniret  üb.  das  Sprich- 
wort: Die  Alten  Sind  die  Kalten,  nach  vorgeschriebenen 
End-Reimen.  (iio.)  (Durchaus  obscön.)  Liebes-Gespräch  des 
Hirten  Dämon  mit  der  Schäfferinn  Hyelle.  (Stark  erot.  Bearb. 
einer  Idylle  des  Theokrit.)  (115 — 121.)  Als  einer  im  Schlaff 
verschwenderisch  gewesen.  (Wohl  das  Frechste  im  ganzen 
Opusl)  (125.)  Er  belauert  sie  im  Bade.  (Sehr  lüstern.)  (128 — 29.)  Als 
ihm  die  vermählte  Arsinoe  er  weiß  nicht  was  zuließ.  (13 1 — 33.)  Er 
vergleicht  die  Lesbia  (in  obscöner  Weise)  mit  einem  Garten. 
(136 — 37.)  Da  sie  ihn  besuchte.  (137 — 38.)  Er  bittet  sie  zu 
küssen.  (138 — 39.)  Er  wünschet  eine  Blume  (an  ihrem  Busen) 
zu  sein.  (141 — 42.)  Als  sie  sagte,  ihre  Brüste  wären  nicht 
hübsch.  (146.)  Der  Venus  Freude  über  des  Paris  Ausspruch. 
(149 — -51.)  Die  Lust  des  süssen  Todes.  A.  d.  Französ.  (154.; 
Die  glückliche  Mittags-Ruhe.  [Ovid.  Amor.  lib.  I.  Eleg.  V.)  (156.) 
Als  sie  zu  ihm  sagte ; er  wäre  zu  furchtsam  (weil  er  höchstens 
ihre  Brust  berührt).  Rondeau.  (157 — 58.)  An  Arlinden,  da  sie 
ihn  liebkosete.  Sonnet.  (158.)  Lieben  u.  geliebet  werden  ist  das 
höchste  Vergnügen  (überaus  üppig).  (164 — 65.)  Als  ihn  die 
schöne  Secantis  nach  langen  (!)  Abwesen  wieder  umarmete. 
(i68.)  An  das  sich  gleich-gültig  stellende  Frauenzimmer  (raf- 
finirt  wollüstig).  (169 — 72.)  Sie  \vünschet  allezeit  in  ihres  Lieb- 
sten Armen  zu  ruhen.  (Sehr  pikant.)  (175.)  An  die  Nacht. 
(Obscön.;  (198 — 99.)  Als  zwey  Verliebte  (Amariane  u.  Helari  im 
Bette)  durch  den  dritten  verstöhret  wurden.  (204 — 5.)  Er  preiset 
sein  (Liebes-)Glück.  (Altes  volksthüml.  Lied,  nicht  von 
C.)  (206 — 8.)  Da  sie  ihren  Busen  veste  vermachte.  (208 — 9.) 
Ihre  Antwort.  (209—10.)  Auf  ihre  Brüste.  (214.)  Als  ihm  Sa- 
linde  eine  Nacht-Lust  (Schäferstunde)  versprochen.  (220 — 22.) 
,An  die  Nacht.  (Ueppig.)  (223 — 24.)  Wechsel-Aria  der  Ga- 
lanen  u.  Maitressen.  (Burlesk-obscön.)  225 — 27.)  lieber  zwey 
Verliebte.  Paspiö  (siel).  (232 — 33.)  Die  rechte  Garten-Lust. 
(Voller  Zweideutigkeiten.)  (233 — 35.)  Nacht-Lied.  (Sehr  üppig.) 
(252 — 53.)  Er  liebet  sie.  (Lasciv.)  (258 — 60.)  Das  süsse  Küs- 
sen (des  Mundes,  der  Brüste,  des  Schoosses).  (260 — 61.)  Er 
verlanget  nach  der  Nacht.  (274.)  Als  sie  ihm  eine  Nacht- 
Lust  verheissen.  (278 — 79.)  Er  preiset  sein  Glück  (wegen 
der  versprochenen  Schäferstunde.)  (282.)  Als  er  Blondinen 
nach  ihren  (!)  langen  Abwesen  wdeder  umarmte.  (282 — 83.) 


Sammlung 


67 


Er  liebet  in  der  Stille.  (Lasciv.)  (S.  287.)  Er  bittet  um  die 
letzte  Gunst.  (292 — 93.)  Sie  ist  verliebt.  Cantata.  (320 — 21.)  Sie 
liebet  ihn.  (321 — 22.)  (Höchst  pikant  u.  curios,  wie  das  vorige.) 
Deutliche  Liebes-Erklärung.  (1)  Aus  d.  Frantzös.  (Frivol.)  (329.) 
das  süsse  Sterben  der  Verliebten.  (330.)  Man  will  die  mannsüchtige 
Talestris  im  Bette  sehen.  (Obscön.)  (332 — 33.)  Als  sie  sich  als  eine 
Nonne  verkleidet.  (333.)  Er  verlanget  ihren  Fuß  zu  küssen.  Ma- 
drigal. (333 — 34.)  Über  ihre  Brüste.  (Obscön.)  (334.)  Das  ange- 
nehme Rauchwerck.  (Sotad.)  (336.)  Sie  an  ihm  ( !)  da  er 
sie  zu  frey  (auf  die  Brüste)  küßte.  (338.)  Als  sie  den  Busen 
zudeckte.  (339.)  Uber  der  Catholica  blosse  Brüste.  (344.)  Die 
Brust  (Reize  der  Frauenzimmer).  (346.)  An  ihr  Schooß-Hündgen. 
(Obscön.)  (347.)  Er  liebet  eine  Wittwe.  Aus  d.  Frantzös. 
(Frivol.)  (349.)  Als  er  in  ihren  Busen  greiffen,  und  sie  es 
verwehren  wolte.  (350.)  Auf  ihre  .Nacht-Cornet.  (350.)  An 
einem  (I)  so  eine  Jungfer  geschwängert.  (351.)  Der  nächtl. 
Thier-Kreyß  der  Liebe.  (353.)  Brasine  macht  sich  zu  gemein. 
(356.)  Der  Liebsten  Mund.  (356.)  Auf  die  Blumen  in  der  Doris 
Busen.  Aus  d.  Frantzös.  Madrigall  (1).  (Frivol.)  (357.)  Der 
beliebte  Dactylus.  (358.)  Die  unter  sich  steigende  Liebe.  (359.) 
Die  Fruchtbahre  (1).  (359.)  Der  Hahnrey.  (359.)  (Die  4 letzten 
Nrn.  nach  Owen' s Epigr.)  An  die  geile  Thais.  (361.)  Da 
sie  halb  entblösset  schlieffe.  (361.)  Als  sie  sagte,  es  könten  (1) 
die  Brüste  nichts  mehr  charmiren  als  das  Gesichte  (von  Co- 
piantes).  (363.)  Auf  ein  Frauen-Zimmer,  die  ein  Bereiter  ein 
wenig  scharff  geliebet,  und  der  er  die  Proben  davon  hinter- 
lassen (von  Copiantes).  (363.)  Auf  ihre  Brüste.  (364.)  Auf 
die  Brüste  seiner  geliebten  Sideminda.  (365.)  An  die  Citrone 
so  vor  ihren  Brüsten  steckte.  (365.)  Auf  das  schöne  Frauen- 
Zimmer,  so  im  güldnen  Engel  logirte.  (370 — 71.)  Die  verhaßten 
Stacheln.  (Obscön.)  (376.)  An  den  betrogenen  (Hahnrei)  Mops. 
(379.)  Dorinde  will  nicht  Mutter  werden.  (381.)  Das  freye 
Mädgen.  Aus  d.  Frantzös.  (382.)  Tempel  der  Liebe.  (Erot. 
Phantasie.)  (383 — 89.)  Der  glückseelige  Liebhaber.  Sonnet.  Nach 
vorgeschrieb.  End-Reimen.  (392 — 93.)  Gedancken  über  die 
schöne  (badende)  Susanna  (u.  die  beiden  Alten).  (Sehr  lüstern.) 
(400 — 2.)  Die  Wollust  an  das  Frauen-Zimmer.  (Aufforderg. 
zur  Entblößung  der  Brüste  bis  an  die  Warzen);  Straf-Rede 
der  Ehrbarkeit  an  das  Frauenzimmer;  des  Frauenzimmers  Ant- 
wort an  die  Ehrbarkeit;  Freuden-Arie  der  Wollust;  das  Frauen- 
Zimmer  an  die  Wollust.  (5  sehr  pikante  Nrn.,  S.  402 — ii.) 
Allerhand  schöne  Raritäten  u.  schöne  Spiele-Wercke,  welche 
auf  dem  Binnisch-  u.  Gräntzischen  Hochzeit-Feste  vorgestellet 
der  Deutsche  Welsche  Mann.  (Pikanter  Hochzeitscherz  in  20 
sechsz.  Str.  u.  Refrain.)  (414 — 18.)  An  die  übelsehende  Lu- 
pina,  da  sie  sich  beschlaffen  lassen.  (Obscön.)  (419 — 21.)  An 
das  veraltete  Frauen-Zimmer.  (Cynisch.)  (421 — 23.)  Auf  die 
spröden  Mädgen  zu  J**  (Jena?).  (Freches  Studentenlied.)  (423 
-24.)  Die  wohlfeilen  Mädgen.  (Pendant  z.  vorig.)  (424 — 25.) 
Quodlibet.  (Burlesk-pikant.)  (444 — 49.)  Letzte  Ehren-Bezeugung 
der  unvergleichlichen  Louisen,  einer  Römischen  Damen,  die 
sich  lieber  ermorden,  als  ihre  Ehre  nehmen  lassen  (im  Gegen- 
satz zu  Lucretia,  die  nach  genossener  Lust  durch  Selbstmord 
endete).  (465 — 66.) 

§ SAMMLUNG  Lustiger  und  Sinnreicher  Grab  - und 

5* 


68 


Sammlung 


Uberschrifften  Zu  erlaubter  Gemüths-Ergötzung  und  er- 
freulichen Zeit-Vertreib  ans  Licht  gegeben.  3 Stücke.  Mit 

1 TKpf.  Berlin  u.  Leipzig  (J.  J.  Rembold,  c.  173*).  8°.  (5  Mk. 
Georg  Lissa,  Berlin,  1892.;  6 Mk.  Baer  & Co.,  1893.) 

48  fortl.  gez.  SS.  Holzschn.  auf  Rücks.  d.  Tit.  Enth.  nichts 
Erotisches. 

Dasselbe.  Anderer  Druck,  ohne  das  Kupfer.  8°.  (4  Mk. 

Baer  & Co.,  1893.) 

SAMMLUNG  auserlesener  Gedichte,  welche  als  mehren- 
theils  neue  Proben  der  nach  jetzigem  Geschmack  erfahrner 
Kenner  eingerichteten  u.  einfliessenden  Deutschen  Poesie,  zum 
gemeinen  Nutzen  und  Ergötzen,  wie  auch  der  Jugend  zu  ge- 
schickter Nachahmung  vorgelegt  werden.  (Hrsg,  von  Joh. 
Heinr.  Stuss.)  Leipzig  u.  Nordhausen,  bey  Jos.  Heinr.  Gros- 
sen. 1734.  8®. 

Anz.  d.  Verlegers;  Anon.-Lex.  IV.  p.  9 (nach  Mylius).  Cfr. 
Waniek,  Gottsched.  Lpz.  1897.  S.  ,180. 

* SAMMLUNG,  Eine,  allerhand  auserlesener  Mo- 
ralischer und  Satyrischer  Meister-Stücke.  Aus 
dem  Engl,  übers.  Erste — Dritte  Probe  (Probe  3 hrsg.  von 
T.  A.)  ....  Aufgeweckten  Gemüthern  beyderley  Geschlechts, 
statt  eines  angenehmen  Nach-Confects,  bey  Tisch  aufgesetzt. 
Berlin  und  Leipzig,  Bey  Joh.  Andr.  Rüdgern,  1737,  38,  39. 
8°.  (In  Berlin : Ze  6348,  mit  i Beibd. ; auch  in  Breslau,  Stadt- 
bibi. [8®  V 1340,  I vol.]  u.  in  Marburg,  Univ.-Bibl. : XVI  C, 

2 voll.)  (24  Mk.  L.  Rosenthal,  1907;  25  Mk.  Gust.  Fock,  Lpz., 
1908.) 

318,  328  u.  334  Seiten  (incl.  Vorst.).  Titel  zu  i in  Roth- 
u.  Schwarzdruck.  Vor  Theil  2.  Jonath.  Swift ’s,  vor  Th.  3 
Joseph  A d d i s o n ’ s Portrait. 

Enth.  4,  9 u.  3 Stücke  a.  d.  Engl,  des  William  W a 1 s h . 
Will.  Secker,  Swift,  Addison,  Littleton,  Fr.  Quar- 
1 e s , Arth.  Warwick  u.  Middleton. 

Darin  sehr  derbe  u.  freie  Erört.,  u.  a. ; Vertheidigung 
des  weibl.  Geschlechts,  in  einem  lustigen  Gespräch 
V.  William  Walsh  (I,  i — 102).  — Die  entdeckte 

Staats-Klugheit  des  Frauenzimmers,  od.  d.  künst- 
lichen Practiken  eines  verschmitzten  u.  arglistigen  Weibes.  In 
drey  Abth.  i.  Von  ihren  Anlockungen  und  Reitzungen,  Un- 
bestand und  Wanckelmuth,  Liebe,  Rachgier,  Hochmuth  u.  Un- 
dank. 2.  Ein  lustiges  u.  nützl.  Gespräch  zur  Vertheidigung 
ehrlicher  Männer  gegen  heimtückische,  falsche  u.  schmäh- 
süchtige Weiber;  Nebst  unterschiedenen  merckw.  Exempeln 
des  Unfugs  und  Elends,  so  aus  ihrer  ungezähmten  Wollust 
und  Hoffart  erfolget.  Und  3.  Abbildung  eines  in  der  That 
tugendhafften  u.  rechtschaffenen  Weibes  (I,  S.  159 — 318).  — 

{Swift)  Die  Wohlthat  des  F S erkläret:  oder 

die  Fundament  — all  Ursache  der  Kranckheiten,  denen  das 
schöne  Geschlecht  so  sehr  unterworffen  zu  seyn  pfleget,  unter- 
suchet : . . . . Lang-fart  (Longford)  in  Irland,  bey  Simon  Bum- 


Sammlung 


69 

bubbard,  in  der  Wind-Mühle,  der  Quatscher-Straße  gegen  über. 
1738.  (II,  S.  155— 170);  ferner:  {Swift)  „Das  Wunder- 
volle Wunder  der  Wunder  als  eine  genaue  Beschreib- 
ung der  Geburt,  Auferziehung,  Lebens-Art,  Religion,  Staats- 
Kunst,  Gelehrsamkeit  etc.  meines  A - - S.  (11,  171 — 182.)  (Re- 
produktionen der  beiden  letzten  Scatologica  erschienen  1890  bei 
Franz  Teubner  in  Köln.)  — Ein  Paar  Dutzend  wohl- 
getroffene Characters,  od.  sinnreiche  Schil- 
dereyen  &c.  eines  Anonymi.  (Schilderung  einer  Ga- 
lanterie-Schwester oder  Courtisanin ; eines  schönen  Rastrum- 
Mägdgens;  einer  gemeinen  Nothhelferin  oder  Hure;  eines  Kup- 
lers  oder  Huren-Wirths;  eines  Frantzosen- Arztes  &c.)  (II,  S.  183 
-214).  — Convivium  Sybariticum,  oder  des  Tri- 
malchio  Fest,  eine  Nachahmung  Titi  Petronii 
Arbiters,  von  Addison  (II,  S.  215 — 132).  — Zwo  Wunder- 
Proben  weiblicher  Tugend  und  beschämter  Un- 
treu ihrer  Männer,  von  Mid  die  ton  (III,  293 — 334). 

* — — Dasselbe.  Erste  Probe.  Andre  Auflage.  Mit  den 
Portraits  von  Swift  und  Addison.  Ebd.  1741.  S*’.  (In 
Berlin:  Ze  6349;  Probe  2 — 3 von  1738 — 39  ist  angebunden.) 
SAMMLUNG  vermischter  Schriften  (von  Jacob  Friedr. 
Lamprecht,  1707 — 44).  Erster  (u.  einz.)  Band.  Berlin,  1744. 
8®.  (In  Berlin:  Yz  4861.)  Selten! 

SAMMLUNG  verschiedener  poet. , moral,  u.  polit. 
Schriften,  in  welchen  theils  die  merkwürdigen  Zufälle  dieser 
Zeit  beurtheilt  u.  der  Ruhm  höchster  Personen  etc.  in  Ge- 
dichten vorgestellet  werden  etc.  53  Stücke  (soviel  ersch.  ?). 
Mit  Kpfrn.  O.  O.  1744.  4®.  (2  Mk.  C.  H.  Beck,  Nördl.,  vor 
1885;  jetzt  theurer!)  Rar! 

SAMMLUNG  neuer  Oden  und  Lieder.  3 Thle.  Hamburg 
1744 — 52.  Lex.-80.  (5  Mk.  F.  Butsch,  Augsburg,  1878;  jetzt 
theurer !) 

Jedes  Lied  mit  in  Kupfer  gestoch.  Musik.  — Cplt.  rar! 
SAMMLUNG  Moralischer  und  Satyrischer  Schrif- 
ten. Aus  dem  Englischen  (des  Heinrich  Stonecastel)  über- 
setzt. 4 Thle.  ZELLE,  Bey  Georg  Conrad  Gsellius,  priv. 
Buchhändler,  1751 — 56.  8®.  4 Bl.  u.  1036  S.,  sowie  noch 

6 unbez.  Bl.  in  Th.  3 u.  4. 

Zuerst  gedr.  ebd.  1745  (i — 3) — 1749  (4).  (In  Stuttgart  u. 
Zürich.)  — Th.  4 titulo:  Henrich  (I)  Stonecastels  moral- 
ische und  satyrische  Briefe.  Aus  d.  Engl.  Zelle  und 
Leipzig  1749.  80.  — Selten! 

SAMMLUNG  scherzhafter  Versuche  (Gedichte  etc. 
von  Johann  Georg  Möller).  Rostock  1752.  8®.  8^/2  Bog. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  16  (nach  Adelung  und  Meusel);  Cat. 
Meissner  III.  p.  539  und  W.  v.  Maltzahn  p.  441  no.  953, 
ohne  Angabe  des  Orts  und  Verfassers. 

SAMMLUNG  einiger  Gedichte  (von  Adolph  Friedr.  v. 
Reinhard).  Göttingen  1754. 


70 


Sammlung 


Dasselbe.  2.  Auflage.  Bützow  1760. 

Beides  im  Anon.-Lex.  IV.  p.  12  (nach  Meusel). 
SAMMLUNG  von  Sinngedichten.  In  drey  Bücher 
abgetheilt  (verfasst  von  Christoph  Otto  Frhrn.  v.  Schön- 
aich). O.  O.  1755.  (Ina  British  Museum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  18  (nach  Maltzahn,  Meusel,  Kayser).  — 
Vgl.  auch  Deutsche  Litteraturdenkmale,  hrsg.  von  Sauer,  70 
-81.  S.  557. 

SAMMLUNG  kleiner  Romane  und  Erzählungen  der 
Ausländer.  (Uebersetzer : Joh.  Gottfr.  Gellius.)  2 Thle. 
Leipzig  1755 — 56.  8°.  3 Alph.  6 Bog. 

Cat.  Meissner  II;  Anon.-Lex.  IV.  p.  14  (nach  Meusel  u. 
Kayser). 

SAMMLUNG,  Neue,  merckwürdiger  Geschichte 
von  u n t e r i r r d i s c h e n Schätzen,  Höhlen  und 
Gängen,  wie  auch  einigen  besondern  Begebenheiten  von 
wahrhaften  u.  betrüglichen  Erscheinungen  der  Geister,  sonder- 
baren Träumen,  Vorbedeutungen,  auch  Zaubereyen  etc.  Von 
C.  E.  F.  Bresslau  1756.  8°.  528  S.  Selten!  (10  Mk.,  gutes 
Expl.,  Carl  Uebelen,  München,  1898.) 

Eine  der  interessantesten  Fundgruben  z.  Geschichte  des  Aber- 
glaubens. Enth.  163  Nrn.,  u.  a. : Von  e.  verliebten  Geiste, 
welcher  übel  bezahlt  worden.  — Von  e.  betrügl.  Geistererschein- 
ung, welche  in  Jena  mit  e.  Studioso  passierte.  — Vom 
Blocksberge.  — Von  unterird.  Gängen,  welche  bei  denen 
papistischen  Klöstern  von  einem  ins  andere  ange- 
troffen werden.  — Von  einer  Heydnischen  Weibs-Person,  welche 
von  einem  jungen  Menschen  geschändet  worden,  in  der  Mey- 
nung,  es  geschehe  solches  von  dem  Gott  Anubis  etc.  etc. 
SAMMLUNG  scherzhafter  Erzehlungen.  Mit  Titel- 
Vignette  (die  3 Grazien)  in  Rötheldruck.  Berlin  und  Leipzig 
1756.  8°.  2 Bll.  u.  211  S.  (4  Mk.  50  Pfg.  G.  Priewe,  1895; 
25  Mk.  [1],  etwas  wasserfl.,  Adolf  Weigel,  1907.) 

Nahezu  unbekannte  Sammlung  von  40  zum  grossen 
Theil  galanten  und  lasciven  poetischen 
Schwänken.  Enthält  u.  a. : Die  Gans  des  Bruders  Phi- 
lipps, die  Matrone  von  Epheso,  die  dresdnische  Brücke. 

SAMMLUNG  vermischter  Gedichte  (von  Joh.  Adolph 
Friedr.  v.  Genzkow).  Leipzig  1759 — 61. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  16  (nach  Jördens). 

SAMMLUNG,  Neue,  wahrer  und  merkwürdiger 
Schicksale  weiblicher  Personen,  als  Denkmale 
der  göttlichen  Vorsehung.  5 Thle.  (i — 2 verfasst  von 
Joh.  Friedr.  Es  per ; 3—4  von  Joh.  Heinr.  Widmann;  5 %^on 
Joh.  Georg  Christian  Fick.)  (Herausgeber : Joh.  Paul  Satt- 
ler.) Erlangen  1761 — 92. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  20  (nach  Meusel,  Fikenscher,  Goedeke). 
SAMMLUNG  auserlesener  Romanen  (!)  und  Erzehl- 
ungen, aus  d.  Französ.  Bd.  i.  (einz.  ?).  Mit  Kpfrn.  Stutt- 


Sammlang 


71 


gard  (u.  J.  Geo.  Fleischer  in  Frankf.  a.  M.)  1763.  8°.  (In 
Stuttgart,  Landesbibi.,  u.  in  Stralsund,  Rathsbibi.) 

I.  Zadig,  von  Voltaire.  2.  Abbassai,  eine  morgen- 
ländische Geschichte  (von  Mlle.  de  Fauques),  S.  123 — 400.  3. 
Don  Juan  und  Isabelle,  eine  portugiesische  Erzählung, 
von  Hrn.  V er  gier.  — Selten  1 

SAMMLUNG,  Vermischte,  allerhand  nützlich  - auch 
lustiger  und  scherzhafter  Curiositäten.  7 Thle. 
Mit  Abbild.  O.  O.  1761.  8°. 

Haydinger’s  Bibi.  I.  2.  Wien  1876.  no.  878:  i voL 
SAMMLUNG  oder  nach  der  Mode:  Magazin  von  Ein- 
fällen. Leipzig  1763.  8®. 

Satirisches  Complimentirbuch.  — Goedeke’s  Bibi.  (Brockhaus’ 
Juni-Auct.  1888.  no.  2255.) 

SAMMLUNG  merkwürdiger  Rechtshändel,  sammt 
ihren  Zweifels  - u.  Entscheidungsgründen.  (Hrsg, 
von  Joh.  Phil.  Orth.)  17  Thle.  (cplt.).  Frankfurt,  gedruckt 
mit  Scheperischen  Schriften.  1763 — 78.  8®.  (In  Leipzig,  Reichs- 
gerichtsbibi.; auch  im  British  Museum.)  (5  Mk.,  cplt.,  E.  Gei- 
bel,  Hannover,  1909.) 

Stark  corrumpirte  Orthographie.  Nur  wenig  hierher  Ge- 
höriges, u.  a.  in  Th.  3,  Nr.  XV  (S.  719 — 745):  Rechts- 
handel, worinnen  die  von  einem  minderjährigen  Sohne,  ohne 
Bewilligung  seines  Vaters,  mit  einer  40jährigen  Weibsperson 
heimlich  versprochene,  hernach  durch  fleischliche  Vermischung 
und  priesterliche  Trauung,  vollzogene  Ehe  ....  für  gültig  er- 
kannt ....  — Anon.-Lex.  IV.  p.  15. 

SAMMLUNG  komischer,  lyrischer  u.  epigrammat- 
ischer Gedichte.  Frankfurt  u.  Leipzig  1764.  8®.  200  S. 
(3  Mk.  Adolf  Weigel,  c.  1905.) 

Enth.  auch  2 Lustspiele  nach  d.  Französ.  der  Mme. 
R i c c o b o n i : „Das  Gesetz  der  Diane“  und  „Adonis“. 
SAMMLUNG  moralisch-  und  satyrischer  Abhand- 
lungen. Breslau,  Korn  jun.  1765.  Gr.  8®.  (H/3  Rthl.) 

Vandenhöck's  cat.  univ.  II.  p.  492. 

SAMMLUNG,  Kleine,  unterschiedener  Poesien. 
Augsburg,  bey  Elias  Tobias  Lotter,  1765.  8®.  4 Bll.  102  S. 
(Max  Perl’s  Berliner  Oct.-Auct.  1909,  no.  1046:  Unbeschn. 
Expl.) 

Laut  Vorn  von  4 Verfassern:  i Franken,  i Sachsen  u. 
2 Hannoveranern. 

SAMMLUNG  vermischter  Gedichte  (von  Philipp 
Pastor).  Frankfurt  a.  M.  1765.  (Im  British  Museum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  16  (nach  Kayser). 

SAMMLUNG  moralischer  Erzählungen,  oder  etwas 
für  den  Geschmack  vieler  Leute,  als  eine  Zugabe 
zu  allen  denjenigen,  welche  bisher  im  Druck  erschienen  sind. 
Aus  d.  Französ.  übers.  Cassel  1767.  8®.  19^/4  Bog. 

Cat.  Meissner  11.  — Selten  I 


72 


Sammlung 


SAMMLUNG  für  den  Verstand  und  das  Hertz. 
(—  — „Juuat  di  versa  ferentem  / Ingenuis  oculisque  legi, 
manibusque  teneri.“  Horat.)  (Mit  unsign.  Titelvign.  in  Kpfst.) 
Bremen,  bey  Job.  Heinr.  Gramer  (m.  Signet  auf  d.  Vignette). 
1767.  8°.  Selten! 

8 Bll.  Vorst,  (incl.  Tit.,  2 Bll.  Zuschr.  [an  Amtsrath  R u d - 
1 o f f in  Gatersleben],  4 Bll.  Vorr.,  i Bl.  Inh.),  352  S.  — 
I.  Paliris  u.  Dirphe  (6  Gesänge),  a.  d.  Franzos,  (in  Prosa) 
übers.  (S.  i — 112).  2.  de  B ar,  Ueb.  die  Ekloge,  a.  d. 
Erz.  (S.  113 — 25).  3.  Montesquieu,  Zulima,  e.  orienta- 

lische Geschichte,  aus  den  „lettres  persanes“  (S.  126 — 38). 
4.  Ein  Gespräch  über  das  Pathetische  (zwischen  Agathokles  u. 
Philaleth,  S.  139 — 74).  5.  Voltaire,  Der  Schwazhafte,  e. 

Lstsp.  (in  I A.,  S.  175 — 226).  6.  Briefe  (S.  227 — 62).  7.  Ge- 
dichte (S.  263 — 304).  8.  Gedanken  der  alten  u.  neuem  Schrift- 
steller (S.  305 — 35).  9.  Deshouli^res,  Mme.,  2 Idyllen 

(der  Bach;  Iris),  a.  d.  Erz.  (in  Prosa)  übers.  (S.  336 — 43). 
IO.  Pomfret,  Der  Wunsch,  e.  Gedicht,  a.  d.  Engl,  (in 
Prosa)  übers.  J(S.  344 — 50).  ii.  Martialis,  Das  glückliche 
Leben  (Gedicht  nach  — , S.  351 — 52). 

* SAMMLUNG,  Neue,  vermischter  Gedichte  von  dem 
Verfasser  der  Bukolischen  Erzählungen  {^eo,  Aug.  v.  Breiten- 
bauch, 1731 — 1817).  Altenburg,  in  der  Richterischen  Buch- 
handlung, 1767.  8°.  (In  Berlin:  Y1  6841,  mit  i Beibd.) 

137  S.  (incl.  IO  S.  Vorst.),  i unbez.  S.  Enth.  S.  ii — 58 
3 Prosa-Erzählungen:  Das  Land  der  Liebe  an  Sylviens  Ver- 
mählungs-Feste geschildert  den  9.  Oct.  1765.  — Das  erweckte 
Alterthum,  dem  Dämon  gewidmet.  — Radegunde.  — Ferner 
5 Lehrgedichte  (S.  59 — 90),  14  Oden  u.  andere  Gedichte  (S.  91 
-119),  Anmerkgn.  (S.  120 — 137). 

In  der  Vorr.  heißt  es,  „Diese  sowohl  als  die  vorige  Samm- 
lung (tit. : „Bukolische  Erzählungen  u.  vermischte 
Gedichte.  Frkf.  u.  Lpz.  1763“.  8°.)  zeiget  sich  gegenwärtig 
dem  Publico  in  einer  von  iener  sehr  verschiedenen  Gestalt, 
die  sie  bey  ihrem  ersten  Entwurffe  hatte.“ 

SAMMLUNG  v e r s c h iedener  deutscher  Gedichte 
eines  Slavoniers  (von  Joseph  Frhrn.  v.  Petrasch).  Frank- 
furt und  Leipzig  1767 — 68. 

Anon.-Lex.  I^h  p.  16  (nach  Petrik  u.  der  Allg.  deutschen 
Biographie).  — Rar! 

SAMMLUNG  a nmuthiger  Geschichte  und  Erzähl- 
ungen, welche  aus  den  besten  Schriftstellern  zusammen  ge- 
tragen, nebst  einigen  dazu  sich  schickenden  Sittenlehren.  A.  d. 
Frz.  Stettin,  b.  Ge.  Matth.  Drevenstedt.  8°. 

S o im  O.  M.  V.  1768.  S.  962. 

§ SAMMLUNG  anmuthiger  Geschichten  und  Er- 
zählungen. Breslau  1768.  8°. 

Bibi.  J.  J.  Schwabii.  — Mit  vorigem  gleichen  Inhalts? 

SAMMLUNG,  Neueste,  allerliebster  Romanen,  aus 


Sammlung 


73 


d.  Franzos,  übersetzt.  Frkft.  u.  Lpz.  (J.  J.  Keßler  in  Frankf. 
a.  M.)  1769.  8°. 

M.  M.  V.  1769.  S.  1172;  Bibi.  J.  J.  Schwabii  II.  p.  329. 
SAMMLUNG  historischer  Schilderungen  und 
Anecdoten  berühmter  Männer  in  alphabetischer  Ord- 
nung. Aus  d.  Franzos.  3 (starke)  Bde.  Leipzig  1769 — 70.  8°. 
(i  Mk.  20  Pfg.  F.  Butsch,  Augsburg,  1878;  jetzt  höher  1) 

Dr.  Franz  Schnitzer’s  Bibi.  München  1902,  no.  442. 

SAMMLUNG  einiger  Comedien,  bestehend  in  Lust- 
und  Schäfer-Spielen.  Frankfurt  1770.  8°.  (i  Rthl. 

Scheible,  Cat.  43  [ca.  1872],  p.  48:) 

„Enth.  5 Stücke  mit  ziemlich  pikanten  Scenen.“  — Rarl 
SAMMLUNG  von  Gedichten  aus  Uz  und  anderen 
(hrsg.  von  Christian  Gotthold  Contius).  Leipzig  1771. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  17  (nach  Kayser,  Meusel,  Otto). 
SAMMLUNG,  Neue,  von  Romanzen  (verfasst  von  Daniel 
Schiebeier).  Hamburg  1771. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  20  (nach  Meusel,  Kayser,  Schröder). 

SAMMLUNG  einiger  Gedichte  von  J.  Q.  E.  R.  (d.  i. 
Joh.  Geo.  Eman.  Rosner).  — Disiecti  membra  poetae.  (Kl. 
Ornam.-Vign.)  Bayreuth  bey  Johann  Andreas  Lübeck  1773. 
8°.  (In  Dresden  u.  Warmbrunn.)  Zahm. 

Titel,  2 Bll.  Vorher.,  unterz.  K - - k (d.  i.  J.  C.  Krau- 
s e n e c k).  i Bl.  Inh.,  94  S.,  i Bl.  Druckf.  — Selten  1 

SAMMLUNG,  Neue,  von  Gedichten,  Erzählgn.,  Ro- 
manen, Satiren,  T h e a t e r v o r f ä 1 1 e n und  einiger 
Correspondenzen.  Ein  Potpourri.  Mit  TVign.  Wien  1775. 
(5  Mk.  L.  Rosenthal,  1907;  12  Kr.  Gilhofer  & Ranschburg, 
1908 :) 

Das  Vorwort  sign.  v.  N.  Interessant  u.  selten! 
SAMMLUNG  theatralischer  Gedichte,  nebst  eini- 
gen Gedichten  und  Epigrammen  auf  Schau- 
spieler und  Schauspielerinnen.  Erste  (u.  wohl  einz.) 
Sammlung.  Leipzig,  C.  Fr.  Schneider,  1776.  8°.  200  S.  (3  Mk. 
50  Pfg.  Völcker,  Frf.  a.  M.,  1876;  jetzt  viel  theurer!)  Höchst 
selten ! 

SAMMLUNG  von  Briefen  und  Geschichten,  aus 
fremden  Sprachen.  (Uebersetzer : Joh.  Gottfr.  Gel- 
lius.)  Leipzig  1776 — 77. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  17  (nach  Meusel);  Kayser  hat  „1776 — 78.“ 
SAMMLUNG,  Auserlesene,  angenehmer  Erzählun- 
gen u.  sinnreicher  Einfälle.  Frkft.  1777.  8°.  (i  Mk. 
80  Pfg.  Scheible,  vor  1885.) 

SAMMLUNG  epigrammatischer  Gedichte  (verfasst 
von  Christian  Gottlob  Hempel).  Wismar  1777. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  13  (nach  Meusel). 


74 


Sammlung 


SAMMLUNG  witziger  Einfälle,  kleiner  scherzhaf- 
ter Erzählungen  u.  Sinngedichte.  Besonders  für 
Kinder  und  junge  Leute.  (Kl.  Ornament- Vign.)  Berlin  und 
Leipzig  (o.  Adresse)  1779.  8®. 

XVI — 220  S.  (Schluß  fehlte),  i.  Witzige  Einfälle.  2.  Spöt- 
tereyen.  3.  Witzige  Gegenantworten,  oder  Repartien.  4.  Ab- 
fertigungen. 5.  Unverstand  u.  Dummheit.  6.  Verstand  u.  Klug- 
heit. 7.  Listiger  Betrug  u.  Spizbüberey  (1).  8.  Gaskonaden 

oder  lächerliche  Großthuereyen.  9.  Geiz.  10.  Vermischte  scherz- 
hafte Erzählungen,  ii.  Sinngedichte  (i — 46,  S.  205  ff.).  — 
Zahm. 

SAMMLUNG  anmuthiger  und  wahrhafter  Ge- 
schichte. 12  Thle.  Augsburg  1779 — 98.  8. 

Citirt  Heinsius’  B.-Lex.  — Cplt.  rarl 
SAMMLUNG  von  Gedanken  solcher  Männer.... 
hrsg.  V.  J.  Bauernjöpel.  Wien,  Schmidt,  1782.  8®.  (In 

Warmbrunn.) 

Der  pseud.  Herausgeber  fehlt  bei  Weller.  — Sehr  rarl 

SAMMLUNG  kleiner  Gedichte  von  J.  J.  K-  C.  C.  D. 
(Joh.  Joseph  Ritter  v.  Kausch?).  Breslau  1782. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  14  (nach  W.  v'.  Maltzahn). 

* SAMMLUNG  wahrer  merkwürdiger  Geschichten 
zur  angenehmen  und  nützlichen  Lektüre.  Bd.  (i) 
2.  3.  4.  Brandenburg  1783 — 87.  8®.  (Pa  8382  in  Berlin.)  Selten! 

* SAMMLUNG  deutscher  Gedichte  aus  dem  XIL(,) 
XII  1.  und  XIV.  Jahrhundert,  hrsg.  von  Christoph 
Heinrich  Myller.  3 Bde.  Berlin  1784 — 85.  Cplt.  rar!  (Goe- 
deke  I,  76.) 

I;  Der  Nibelungen  Liet.  — Die  Eneidt.  — Der  Gott  Amur. 
— Parcival.  — Von  dem  armen  Heinriche.  — Von  der  Minnen. 
— Von  der  Wibe  List.  — Von  dem  Pfennige. 

H:  Tristran  von  Gotfrit  von  Straßburg.  — Tristran  des  von 
Vribert  (d.  i.  Heinr.  v.  Vriberg).  — Von  Floren  und  Blant- 
scheflur.  — Iwein  von  Hartmann  von  Ouroe.  — Ein  Aldt 
Meister  Gesangbuch.  — Frygedank. 

HI:  Conrad  von  Würzburg  vom  trojanischen  Kriege  Vers 
t — 25,245.  — Fragmente  und  kleinere  Gedichte. 

SAMMLUNG  und"  Erklärung  merkwürdiger  Er- 
scheinungen aus  dem  menschlichen  Leben  (von 
Jacob  Friedr.  Abel).  Frankfurt  und  Leipzig  1784 — 90. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  16  (nach  Kayser  u.  Calliseri). 

* SAMMLUNG,  Vermischte,  historischer  Selten- 
heiten aus  meiner  Lectüre.  Halle  1785.  8.  (Pa  8394  in 

Berlin.) 

§ SAMMLUNG,  Lehrreiche,  vermischter  freund- 
schaftlicher und  galanter  Briefe.  Berlin  1788.  8®. 
SAMMLUNG  zerstreuter,  poetischer,  und  prosa- 
ischer Aufsätze  deutscher  Schriftsteller  (hrsg. 


Sammlung 


75 


von  Josef  Berhandtsky  von  Adlersberg).  Frankfurt 
(Salzburg)  1788. 

Anon.-Lex.  IV.  (nach  Kayser,  Hittmair,  Meusel).  — Selten  I 
SAMMLUNG,  Neue,  von  Anekdoten,  Erzählungen 
u.  Charakterzügen  aus  d.  wirklichen  Welt.  Leip- 
zig 1789.  8°. 

SAMMLUNG  kleinerer  Romane  u.  Erzählungen. 
(Aus  d.  Franzos,  übers.)  ii  Bde.  (die  ersten  6 mit  Titel- 
Vignetten,  unsign.).  Strasburg  (I),  im  Verlage  d.  Academ. 
Buchhdlg.  1789 — 91.  8°.  (In  Dresden:  Lit.  Gail.  B.  108.  wo 
Bd.  7 fehlt.)  Selten  cplt.  1 (8  Mk.  50  Pfg.,  nur  Bd.  6— ii  in 
3 vols.,  sauberes  Expl.,  Frdr.  Klüber,  1907.)  Herausgeber  war 
David  Christoph  Seybold  (1747 — 1804). 

I:  X — 256  S.  I.  Geschichte  des  Abbd  v.  Buquoit; 
od.  Brief  an  einen  Freund,  auf  Veranlassung  des  (I)  Memoires 
Hr.  (1)  Mazers  de  la  Tude,  a.  d.  Franzos.  (S.  i — 66). 
2.  Virginia,  e.  Geschichte  nach  Saint  Pierre  (S.  67 
-256). 

2 (1789):  222  S.  (incl.  Tit.).  Enth. : B 1 a n 9 a y,  vom  Vf. 
der  neuen  empfindsamen  Reise  durch  Frankreich.  (2  Thle.) 
(Von  G o r j y.) 

3 (1789):  240  S.  (incl.  Tit.).  i.  Geschichte  des  Schiff- 
bruchs u.  der  Gefangenschaft  des  Herrn  de 
B r i s s o n,  Officiers  der  französ.  Colonialverwaltung.  Mit  der 
Beschreibung  der  afrikanischen  Wüsten  von  Senegal  bis  nach 
Marokko.  2.  Savary,  Die  Liebe  des  Anas  Eluschud 
u.  der  Prinzessin  Uardi,  eine  a.  d.  Arab.  übersezte  ( 1) 
Erzählung  von  — . Ein  hinterlassenes  Werk.  A.  d.  Französ. 
(S.  141 — 198).  3.  Julie,  e.  allzuwahre  Begebenheit  (S.  199 
-209).  3.  Mütterliche  Liebe.  E.  chines.  Erzählung  (S.  209 
-227).  4.  Der  Talismann  d.  Wahrheit.  Eine  Erzähl- 
ung (S.  228 — 240). 

4 (1789):  Gorjy  („Vf.  des  Blangay"),  Victor  ine.  (2 
Thle.)  240  S.  (incl.  Tit.). 

5 (1790):  Titelkpf.  u.  240  S.  (incl.  Tit.).  i.  Geschichte 

des  Lebens  u.  der  Abentheuer  der  Herzogin 
V.  Kingston.  (2  Thle.)  (S.  3 — 131.)  2.  Reynie,  Abbd 

de  la,  Aimee  du  Maisse,  od.  die  Liebende  im 
Wahnsinne.  E.  wahre  Anekdote  unserer  Zeiten  (S.  132 
-149).  3.  Wahnsinn  aus  Haß  (S.  149 — 159).  4.  Die 

wahnsinnige  Holländerin  (S.  159 — 163).  5.  Die 

Wahnsinnige  von  Paris  (S.  164 — 179).  6.  Anatomie 
des  Herzens  eines  galanten  Frauenzimmers  (S. 
179-188).  7.  Reise  nach  der  Bastille,  gethan  d.  16.  Julius 
1789.  u.  geweiht  der  Frau  von  G.**,  zu  Bagnols  in  Languedok  (1) 
durch  Michael  von  Cubiöres,  Bürger  u.  Soldat,  a.  d. 
Frz.  v.  G,.  i.  s.  (S.  189 — 240). 

6 (1790):  244  S.  (incl.  Tit.).  Enth.;  August  u.  Luise, 
od.  Liebe  aus  Dankbarkeit.  E.  Geschichte  in  Briefen 
(in  2 Thln.). 

7 (1790);  214  S.  (incl.  Tit.  m.  Vign.).  Enth.:  i.  Florello. 
Eine  Geschichte  aus  den  Mittagsländern.  Th.  i 


76 


Sammlung 


u.  2.  (Zuerst  gedr.  Breslau,  W.  Korn,  1780.  8*^;  neue  Aufl. 

tit. : Florello,  od.  der  junge  Einsiedler,  eine  amerikanische 
Novelle.  Lpz.  1808.)  2.  Mercier,  Die  Gefahren  der 

Empfindsamkeit.  Nach  d.  Englischen.  Th.  i.  (In  Briefen, 
S.  91 — 214.) 

8 (1790):  240  S.  (incl.  Tit.).  — i.  Die  Gefahren  der 

Empfindsamkeit.  (Th.  2.,  S.  3 — 120).  2.  Rosenberg, 
Gräfin  v.,  Deo  u.  Bettina.  E.  Venezianische  Geschichte. 
Eingeleitet  durch  Gedanken  über  Volksheroismus  u.  einige  Nach- 
richt von  den  Formen,  Gebräuchen  u.  Gewohnheiten  einer 
Regata  (so!)  od.  Wettrennen  mit  Gondeln  (S.  121 — 171). 

3.  Geschichte  der  Miß  Melwil  (histor.  Nachricht, 
S.  172 — 85).  4.  Der  Karaibe,  e.  sehr  merkw.  Erzählg. 

(S.  186 — 204).  5.  Die  Familie  Arnold.  E.  wahre  Ge- 

schichte (S.  205 — 37,  unterz.  M.).  6.  Anekdoten  (4  Nrn., 
S.  238—40). 

9 (1791):  240  S.  (incl.  Tit.).  1.  Betty,  od.  eine  ver- 
nünftige Erziehung  vermag  alles  (in  Briefen,  S.  3 
-206).  2.  Ehstnisches  Jagdvergnügen  (S.  207 — 19). 

з.  Schreiben  des  Herausgebers  (Seybold)  an  eine 

Dame:  ob  sie  ihrem  Sohne  einen  Hofmeister 
halten  solle?  (S.  220 — 38).  4.  An  Marzia,  Teren- 

zia,  Klelia  etc.  etc.  (Unter  den  beiden  letzten  Nrn.  nennt 
sich  Seybold.) 

10  (1791):  232  S.  (incl.  Tit.).  i.  d’Arnaud,  Sargi- 
nes, e.  Novelle  a.  d.  Franzos.  (S.  3 — 112).  2.  Briefe  über 
La  Trappe,  von  einem  Novizen  dieses  Klosters  geschrieben 
(S.  113—232). 

11  (1791):  240  S.  (incl.  Tit.).  i.  Karl  Kornfeld  u. 
Louise  V.  Kleeborn,  e.  Beitrag  z.  Geschichte  d.  weib- 
lichen Herzens  .... 

SAMMLUNG  1 aunichter  und  sinnreicher  Einfälle 
zum  Nutzen  und  Vergnügen  für  muntere  Gesellschaften.  2 Thle. 
Leipzig  (o.  Adresse),  1790.  8°.  (4  Mk.  J.  Halle,  München,  ca. 
1905;  2 Mk.  50  Pfg.,  Einband  beschäd.,  L.  Rosenthal,  1907.) 
I:  Tit.,  7 Bll.  Inh.  (der  200  Nrn.),  151  S.  H:  Tit.,  7 Bll. 
Inh.  (der  200  Nrn.),  139  S.  — Unter  diesen  400  .Anekdoten 

и.  Geschichten  vieles  ganz  Vortreffliche,  auch  manches  Derbe! 
SAMMLUNG  der  besten  Romanen.  4 Bdchn.  Frankf. 
1791.  8°.  (i  fl.  36  xr.)  (48  xr.  C H.  Beck,  Nördl.,  vor  1870.) 

I : Juliens  Rj  iefe  an  Ovid.  2 — 4 : Briefe  zweier 
Liebenden  in  Lyon.  — 

~ Zuerst  gedr.  Berlin  1790,  ohne  Theilesangabe,  mit  dem- 
selben Inhalt,  laut  Schlesinger's  Berliner  Leihbibl.-Cat.  von 
1825. 

SAMMLUNG,  N eue,  der  merkwürdigsten  altdeut- 
schen Geschichten.  (Stellenweise  anstössige  Romane  von 
Carl  Gottlieb  Heinrich  Kapf.)  Bayreuth  1793 — 95. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  19  (nach  Goedeke). 

SAMMLUNG,  Neue,  peinlicher  und  bürgerlicher 
Rechtsfälle  (hrsg.  von  Christian  Andreas  B e h r und 
Wiedemann).  Zeitz  1 794. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  21  (nach  Meusel). 


Sammlung 


77 


SAMMLUNG  kleinerer  Kupfer  und  Vignetten  . . . . 
(hersg.  von  Paul  Christian  Gottlob  Andreae).  Leipzig  1794. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  14  (nach  Kayser).  — Cplt.  sehr  rarl 
SAMMLUNG  angenehmer  und  lehrreicher  Erzähl- 
ungen, ein  Beytrag  zu  den  Volksbüchern  für 
mancherley  Leser.  Magdeburg,  Scheidhauer.  1796.  8. 

Fehlt  Kayser  p.  108.  unter  Romanen.  — .Selten  1 
SAMMLUNG  erbaulicher  Gedichte  . . . . 1 796,  s.  Lauk- 
hard,  Friedr.  Chrn. 

SAMMLUNG  der  ausgesuchtesten  u.  besten  moral- 
ischen Geschichten  u.  Erzählungen  etc.  etc.  Ein 
Pendant  zu  Carl  v.  Karlsberg.  Augsburg  1797.  8°.  616  S. 
(i  fr.  50  cts.  Adolf  Geering,  Basel,  c.  1890;  i Mk.  80  Pfg. 
Frdr.  Klüber,  München,  1904.) 

Inh. : Verirrungen  u.  Leidenschaften.  — Er  hatte  gefehlt.  — 
D.  gekrönte  Beständigkeit.  — Juliane  Baronesse  v.  Draskow, 
oder  unglückl.  Folgen  d.  Leichtsinns  u.  d.  Eifersucht  etc. 
SAMMLUNG  von  Haarwickeln,  die  ich  so  nach  u. 
nach  aufgehoben  habe.  Buderhaussen,  bey  meinem 
lieben  verstorbenen  Grossvater.  O.  J.  (um  1800).  8°.  (2  Mk. 
Völcker,  1876;  jetzt  theurer!) 

Interessantes  und  rares  Jocosum. 

SAMMLUNG  verschiedener  Aufsätze  für  junge 
Leute.  Frkft.  1800.  8°.  (1I/2  Mk.  Scheible,  vor  1885.) 

Enth.  u.  a. : Schatzkästlein  f.  junge  Leute,  die 
gerne  tanzen  (von  Joh.  Ferd.  Schlez). 

SAMMLUNG  wahrer  Geschichten,  welche  auch  als 
Romane  gelesen  werden  können.  Leipzig,  bei  Joh. 
Gottlob  Heinr.  Richter.  1805.  8®.  (18  ggr.) 

Anzeige  des  Verlegers. 

SAMMLUNG  von  Anekdoten  u.  Charakterzügen 
....aus  den  beiden  merkwürdigen  Kriegen  in 
Süd-u.  Nord-DeutschlandindenJahren  1805  — 9. 
40  Hfte.  (19 — 40  hrsg.  von  Joh.  Adam  Bergk).  Mit  einigen 
Portraits,  Ansichten  u.  i Taf.  Facsimiles  der  Handschrift  Na- 
poleons. Leipzig  1810 — 12.  8°.  (20  Rthl.)  (6  Mk.,  nur  26 

PIfte.,  Mindestgebot,  R.  Zinke’s  Dresdener  März-Auct.  1906:) 
„Eine  Fülle  pikantester  Vorkommnisse,  wie  solche  nur  das 
Entgegenkommen  deutscher  Mädchen  und  Frauen  gegenüber 
den  Franzosen  ermöglichen  konnte.  Eine  wahre  Scan- 
dalchronik,  besonders  auch  für  d.  Geschichte  Leipzigs 
von  Interesse.“  — Cplt.  kaum  noch  zu  erlangende  Rarität. 
Anon.-Lex.  IV.  p.  17  (nach  Meusel  u.  dem  Neuen  Nekrolog). 
SAMMLUNG  kleiner  Romane.  Hrsg.  v.  C.  Th.  B — , 
(1.  Der  Maler.  11.  Liebesnoth  u.  Liebesglück.  III.  Bellino  u. 
Florine.  IV.  Wettstreit  der  Grosmut.)  Eisenberg,  Schöne,  1806. 
8°.  225  S.  (i  Mk.  50  Pfg.  Frdr.  Klüber,  1907.)  Ziemlich 
harmlos. 


78 


Sammlung — Sand 


SAMMLUNG,  N eue,  kleiner  Romanen.  Erzählungen. 
Glogau  1807.  Neue  Güntersche  Buchhdlg.  8°. 

Tit.,  I Bl.  Inh.  (der  18  Nrn.),  176  S.  — Darin  u.  a. ; 
Gedanken,  Launen  u.  Meinungen.  (3  Porzionen.)  — Fragmente 
aus  einem  Briefe,  veranlaßt  durch  Friedrichs  des  Zwei- 
ten Gedanken  üb.  d.  Religion  u.  M ü 1 1 e r ’ s philosoph.  Auf- 
säzze  (S.  70 — 82).  — Silhouetten,  od.  — etwas  mehr.  (Mo- 
ralisirende  Satyren  gegen  Scheinheilige  u.  Koketten.)  — Kathrin- 
eben,  e.  (etwas  freie)  Erzählg.  (S.  113 — 131).  — Preussen’s 
Hoffnungen.  Bei  d.  Thronbesteigung  . . . . FriedrichWil- 
helm’s  III,  im  Novbr.  1797  („ein  Reigengesang“,  S.  140 
-144)  etc. 

SAMMLUNG  von  Gedichten  (von  J.  Ch.  P.  Daberg).  Wis- 
mar 1842.  (In  Rostock,  Landesbibi.) 

Fehlt  im  Anon.-Lex. 

SAMMLUNG,  Neueste,  von  (zahmen)  Anekdoten  u. 
Scherzen.  2 Bdchn.  Oels,  o.  J.  (1844).  8°.  (In  Breslau, 
Kgl.  u.  Univ.-Bibl.)  Selten! 

SAMMLUNGEN,  Neueste,  vermischter  Schriften 
(hrsg.  von  Joh.  Rudolf  Ziegler).  Zürich  1754 — 57.  (In 
Zürich,  Stadtbibi.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  22  (nach  dem  gedr.  Catalog  genannter 
Bibliothek). 

* SANCHO  P a n g a ( so!)  Oder  die  Verwandlungen  des 
baierischen  Aesops’  Ein  Traum.  (Satyre.)  Gedruckt 
unter  der  Presse  der  Wahrheit.  (1768.)  4°.  (In  Berlin;  Yy 
6061.)  2 Bogen.  Rar! 

SANCTA  Clara,  Abraham  a (pseud.),  Weiberschau  in 
Satyrs  Guckkasten,  ein  Quodlibet  von  Weiber- 
toll- und  Thorheiten.  Cöln,  o.  J. 

Fehlt  in  Weller’s  Lex.  Ps.  — Rar! 

SANCTA  Clara  der  Jüngere,  Abraham  a,  Wahrheiten. 
1799. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  498.  — Rar! 

SANCTA  Clara  II,  Abraham  a,  Proteus.  Eine  Lektüre 
für  Ernst  und  Scherf.  1849. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  498. 

SAND,  Georges  (d.  i.  Mme.  Lucile  Aurore  Amandine  Dade- 
vant),  Nonne  und  Schauspielerinn  oder  V e r i r r- 
ungen  der  Liebe.  Deutsch  von  L.  v.  A 1 v e n s 1 e b e n. 
2 Bde.  Leipzig,  Lit.  Museum,  1836. 

Engelmann  1.  p.  343. 

Rose  und  Blanche,  oder  Schauspielerin  und 

Nonne.  Ein  Roman  v — — . Aus  d.  Franzos,  v.  Adelbert 
Keller.  (Auch  tit.:  Ausgewählte  Schriften.  Lfrg.  i — 5.) 
Stuttgart  1836.  160.  (ä  Lfrg.  3 gl.) 


Sand — Sandrub 


79 


Die  Beichte  eines  jungen  Mädchens.  Roman. 

Ins  Deutsche  übertr.  von  Albine  Leonhard.  Berlin,  o.  J. 
8°.  (2  Mk.  O.  Rauthe,  Berlin,  1909.) 

Sämmtlich  zahm. 

SANDER,  H.,  lieber  die  Vorsehung.  2 Thle.  Mit 
Titelvign.  Leipzig  1780 — 81.  8®.  (4  Mk.  50  Pfg.  O.  Rauthe, 
Berlin,  1909.) 

Vortreffliches,  reichhaltiges  Werk.  — Enth.  u.  a. : Vom 
Konkubinat.  — Sinnlicher  Gottesdienst.  — Unglück  in 
Klöstern  (besonders  Nonnenklöstern).  — Märtyrer  aus  Spa- 
nien. — Sklaven  in  Amerika.  — Schreckliche  Züch- 
tigungen. 

SANDHAGEN,  Daniel,  s.  Hamburg. 

SANDOVAL,  Lodoiska  von,  oder  das  Nonnenkloster 
von  St.  Honoria.  Aus  d.  Engl,  (von  Wolfg.  Adolf  Gerle, 
oder  dessen  Original-Roman?).  2 Thle.  Leipzig,  Joachim, 
1804.  8®. 

Goedeke  IX,  131,  4. 

SANDRART,  Joach.  v.,  auf  Stockau,  Iconologia  Deorum 
oder  Abbildung  der  Götter,  welche  von  den  Alten 
verehret  worden.  Aus  den  Welt-berühmtesten  Antichen  ( I)  der 
Griechischen  u.  Römischen  Statuen,  auch  in  Marmel,  Por- 
fido-Stein,  Metall,  Agat  ....  Samt  dero  eigentlicher  Beschreib- 
ung . . . Auch  Vorbildung  der  Thiere  u.  anderer  Sachen  . . . 
Derne  allen  vorgefügt  ist  Des  Durch  1.  Palm-Ordens 
der  Fruchtbringenden  Gesellschaft  auf  dem 
Parnass  aufgestellter  Ehren-Tempel.  Mit  TKupf., 
Portr.,  2 Vign.,  26  ganzseit.  u.  8 doppelseit.  Kupfertaf.,  gez. 
vom  Verf.,  gest.  v.  Joh.  Jac.  u.  SusannaMariav.  Sand- 
rart  u.  G.  C.  Eimmart.  Nürnberg,  bey  M.  u.  J.  Fr. 
Endtern  u.  Frankfurt,  bey  Joh.  v.  Sandrart,  1680.  Folio. 
(30  Mk.,  sehr  schönes  u.  sauberes  ExpL,  Adolf  Weigel,  1908:) 
Großes  Prachtwerk,  das  wegen  seiner  sorgsam  ausgeführten 
Kupferstiche  u.  seiner  Allegorien  sehr  geschätzt  wird. 

* SANDRUB,  Laz.  — DELITIzE  HISTORIC^  / ET  POETI- 
CAL,  j Das  ist:  / Historische  vnnd  / Poetische 
Kurtzweil.  / Darinnen  allerhand  kurtzweilige,  lu-  / stige  vnd 
artige  Historien:  schöne  anmutige  / Poetische  Gedicht,  Höff- 
liche  Bossen  vnd  Schwen-  / cke,  zu  Vertreibung  die  Mauhen- 
choley,  zur  erfrischung  dess  / Geblüts  in  der  Aderlass,  zu  er- 
lustigung  dess  langweiligen  / Bürschleins  bey  den  Collazen  vnd 
Zechen,  dienende,  / Reymenweise  verfasset  vnd  begrif-  / 
fen  seyn.  / Auss  den  Historicis  vnd  hoch-  / gelärter  berümbter 
Poeten  Schrifften  / vnd  Gedichten,  wie  auch  auss  eigener  Er- 
fahrung / mit  sonderm  fleiss  verdeutscht,  Colligiret  vnd  zusam-  / 
men  getragen,  in  gewisse  Capitel  vnd  Vnterscheid  abgetheilt,  / 


8o 


Sandrub — St.  Louis 


vnd  in  sonderliche  Register  der  Historien  vnd  Nahmen  der  / 
Authorum  ordentlich  verfasset.  / Durch  Lazarum  Sandrub,  Phi- 
losophiae  & Theolo-  / giae  Studiosum,  der  Poeterey  besondern 
/ Liebhabern.  / Getruckt  zu  Franckfurt  am  Mayn,  bey  Antoni 
Hum-  / men,  In  Verlegung  Conradi  Eifridts.  / M.DC.XVIH. 
i6i8.)  8°.  Rariss.  (In  Berlin:  Yh  8751.  — Auch  in  Darmstadt 
[E  5630]  u.  Wolfenb.)  (80  Mk.,  etwas  wasserfl.,  sonst  sehr 
gutes  ExpL,  Ludw.  Rosenthal,  1906.) 

Tit.,  202  num.  SS.  (ind.  ii  SS.  Vorrede,  dat.  12.  Febr. 
1617),  16  unbez.  SS.  Reg.  u.  4 leere  SS.  Signatur  A. — O. 
Tit.  roth  u.  schwarz  gedr.  — Enth.  135  stellenw.  derb-pikante 
Nrn.  Am  Schluss  der  meisten  moralisirende  „Erinnerungen“ 
in  Prosa. 

§* Dasselbe.  Abdr.  d.  einzigen  Ausgabe  (1618).  (Nach 

d.  Wolfenb.  Expl.  hrsg.  von  Gust.  M i 1 c h s a c k.)  Halle,  Max 
Niemeyer,  1878.  8°.  (Ldpr.  Mk.  1,20.) 

IV — 154  SS.  u.  I Bl.  Reg.  d.  Autoren.  — Auch  m.  Tit.: 
Neudrucke  deutscher  Litteraturwerke  d.  XVI.  u.  XVII.  Jahr- 
hunderts. No.  IO — II. 

Dasselbe,  angezeigt  mit  der  Adresse:  Franckfurt  bei 

Joh.  Pressen.  8°. 

O.  M.  V.  1641.  G 2 b.  — H.  M.  V.  1641.  C 3 a.  (Wirk- 
lich neuer  Druck??)  Zu  dieser  Frage  fügt  v.  Meusebach 
(zu  Koch’s  Compend.  I,  252,  23)  die  Notiz  bei:  „Vielleicht 
hiess  der  Verfasser  Burdanz  oder  Bauerdanz.  Bei  Koch 
steht  irrig  ,, Sandrup“. 

SANDWERK,  Das,  s.  Familie  von  Dienen,  Die  .... 
SANGUINEOCHOLERIKUS,  Der,  oder  :Lasterundgutes 
Herz,  in  der  Geschichte  Emanuel  Sündbergs, 
eines  deutschen  Jünglings.  (Stellenw.  stark  frivoler 
Roman  von  5.  G.  Presser.)  Mit  TKpf.  u.  TVign.  Breslau  u. 
Leipzig,  1786.  bey  Joh.  Fr.  Korn  d.  Aelt.,  im  Buchladen  auf 
dem  grossen  Ringe  nächst  dem  Königl.  Ober-Accis-  und  Zoll- 
Amt  in  Breslau.  8°. 

XIV — 318  SS.  u.  I Bl.  Druckf.  Unter  der  Vorrede  nennt 
sich  Presser.  Selten!  (4  Mk.,  Leihbiblexpl.,  Lehmann  u.  Lutz, 
c.  1883;  jetzt  tljeurerl) 

SÄNKE,  Elise,  oder  das  Schicksal  des  Dr.  Stein- 
thal. Sensations-Roman  aus  dem  Leben.  Illustriert.  4 Bde. 
(190*.)  8°.  (Mk.  6,90.)  (4  Mk.  O.  Rauthe,  Berlin,  ohne 

Orts-  u.  Jahrsangabe.) 

ST.  LOUIS.  — § Börnstein,  Heinr.,  D i e (galanten)  G e - 
heimniße  von  St.  Louis.  4 Thle.  in  2 Bänden.  Cassel, 
H.  Hotog  (dann  Magnus  in  Hamburg),  1851.  8°.  (1-/3  Rthl.) 
Ziemlich  zahm. 

Dasselbe.  4 Bde.  Altona,  o.  J.  (186*).  8°.  (6  Mk. 

Scheible;  3 Mk.  Albert  Unflad.) 


st.  Petersburg 


8l 


Dasselbe.  4 Bde.  Ebd.  1868.  8®.  (4  Mk.  Erras,  Frkft. 

a.  M.,  c.  1882.) 

ST.  PETERSBURG.  — §Aus  der  Petersburger  Ge- 
sellschaft. (Verf. : Jul.  Wilh.  Alb.  v.  Eckardt,  geb.  1836.) 
Leipzig,  Duncker  & Humblot,  1873.  8®.  2 Bll.  u.  254  S.  (In 
München : Russ.  466.) 

Dasselbe.  2.  Aufl.  Ebd.  1874.  8®. 

Dasselbe.  3.  Aufl.  Ebd.  1874.  8®.  (Mk.  5,50.)  (i  Mk. 

Völcker,  vor  1885.) 

Dasselbe.  4.  Aufl.  Ebd.  1875.  8®. 

Dasselbe.  5.  Aufl.  Ebd.  1880.  8®.  (Mk.  7,20.)  (In  Stutt- 
gart u.  in  Detmold,  Landesbibi.)  (4  Mk.  Alfr.  Lorentz,  Lpz., 
1897.) 

Inhalt:  Aus  den  Tagen  des  Kaisers  Nikolaus.  Die  Gross- 
fürstin Helene.  Graf  P.  Schuwalow.  Gräfin  Antoinette  Bludow. 
Die  Grafen  Adlerberg.  Die  Brüder  Miljutin.  Die  drei  Tur- 
genjew. Graf  Protassow.  P.  A.  Walujew.  Unsere  Unterrichts- 
minister. Fürst  Gortschakow.  Schriftsteller  u.  Journalisten.  Ge- 
neral Ignatjew. 

Dasselbe,  tit. : N e u e F o 1 g e.  3.,  vermehrte  u.  bis  auf 

die  Gegenwart  fortgeführte  Aufl.  Leipzig,  Duncker  & Humblot 
(m.  Signet),  1881.  8®.  (In  Stuttgart  u.  Detmold,  Landesbibi.) 
(Mk.  7,20.)  (4  Mk.  Alfr.  Lorentz,  1897;  2 Mk.  J.  Eckard 
Mueller,  Halle  a.  S.,  1896.) 

2 Bll.,  353  S.  Inhalt:  I.  Die  Nationalitäten.  2.  Kaiserliche 
Brüder  u.  Söhne.  3.  Fürst  Bismarck  in  St.  Petersburg.  4.  Li- 
teratur u.  Presse  unter  dem  Kaiser  Nicolaus.  5.  Puschkin  u. 
Dantös.  6.  WassUy  Ostrow  u.  die  Akad.  d.  Wiss.  7.  Das 
höhere  Beamtenthum.  8.  Die  Umgebung  Kaiser  Alexander’s  II. 

Anon.-Lex.  V.  p.  22  u.  49. 

§ Neue  Bilder  aus  der  Petersburger 

Gesellschaft.  Ebd.  1874.  8®.  4 Bll.  u.  318  S.  (In  Mün- 
chen : Russ.  46e.) 

Chronique  scandaleuse  des  Petersburger 

Hofes  seit  den  Zeiten  der  Kaiserin  Elisabeth. 
Oder:  Geheime  Memoiren  zur  politischen  u.  Re- 
ge n t e n g e s c h i c h t e des  Russischen  Reichs  aus 
der  Periode  von  1740  bis  zum  Tode  des  Gross- 
fürsten Constantin.  Aus  dem  Nachlasse  eines  alten 
Staatsmannes.  2 Thle.  Fürth  1832.  Fr.  Korn’sche  Buchhdig. 
8®.  (10  Mk.  R.  Bertling,  Dresden;  12  Mk.  v.  Zahn  & Jaensch, 
ebd.,  c.  1900.) 

I:  Titel  (mit  lat.  u.  deutschen  Lettern),  i Bl.  Inh.,  218  S. 
II:  Titel  (wie  I),  III  S.  Inh.,  197  S.  — Vergriffen  u.  sehr 
gesucht  1 

Höchst  interessante,  pikante  u.  freimüthig-geschrie- 
bene  Mittheilungen,  ein  treuer  Spiegel  der  heillosen  Despo- 
ten- u.  Günstlingswirthschaft  unter  Elisabeth, 


Hayn,  Blbl.  Qennanor.  erot.  VII 


6 


82 


5/.  Petersburg 


Katharina  II,  Paul  I.  u.  dem  Grossfürsten  Constan- 
t i n (erster  Sohn  des  vorigen,  der  auf  die  Thronfolge  ver- 
zichtet hatte  u.  später  eine  Schreckensherrschaft  als  Gouverneur 
von  Warschau  führte). 

§ Dasselbe  (auszugsweise),  tit. ; Denkwürdigkeiten 

und  Geheime  Geschichten  des  Petersburger 
Hofes  von  Peter  I.  bis  Nicolaus  I.  Leipzig,  Druck 
und  Verlag  von  Philipp  Reclam  jun.  1845.  VI  u.  362  S. 
(3  Mk.  Frdr.  Klüber,  1905;  4 Mk.  50  Pfg.  E.  Frensdorff, 
c.  1906.) 

Geheimnisse,  Die,  von  St.  Petersburg.  Ein 

Roman  aus  der  Gegenwart.  3 Bde.  Leipzig,  Ludw.  Schreck, 
1844.  Kl.  8°.  (i  fl.  50  xr.  Gilhofer  & Ranschburg,  Wien, 
c.  1890.) 

IV— 194,  IV— 192,  IV— 168  S. 

Dasselbe.  2.  Auflage.  9 Bdchn.  Ebd.  1844 — 45. 

Citirt  Appell  (o.  Formatsang.). 

§ Gemälde  von  St.  Petersburg.  Mit  i Kpf. 

Reutlingen  1822.  8°.  (In  München;  Russ.  41t.) 

Grimm,  H.,  Die  Geheimnisse  von  Peters- 
burg. Würzburg  1866. 

Gmaehle’s  (München)  Leihbibl.-Cat.,  no.  25717. 

Homburg,  C.,  Ein  Winter  in  St.  Petersburg. 

Nebst  einem  Ueberblick  über  die  heutigen  innern  Zustände 
des  russischen  Reiches.  Leipzig  1860.  8°.  (12/3  Rthl.)  (3  Mk. 
Schweitzer  & Mohr,  Berlin,  1909.) 

Kantoschkin  der  schrekliche  (sic !)  Mutte r- 

mörder  von  St.  Petersburg.  Eine  Kriminalgeschichte 
aus  seinen  Untersuchungsakten  biographisch  bearbeitet.  (Fri- 
voler Roman.)  ....  Petersburg  und  Moskau  (Erfurt,  Hen- 
nings) 1805.  8°. 

X u.  S.  II — 206.  Vorrede,  dat.  an  den  Ufern  der  Newa  . . 
1804,  ist  unterz. ; Fedor  Basilowiz  Slubawsky.  (Fehlt  in  Wel- 
ler’s  Lex.  Pseud.)  — Rarl 

Kowalewski,  E.  P.,  Petersburg  am  Tage 

und  bei  Nacht.  Aus  d.  Russischen  von  Löwenstein. 
8 Bdchn.  Stuttgart  1847.  12°.  (60  Pfg.  Heckenhauer,  Tübin- 
gen, 1879;  jßtzt  höher  I) 

Petersburger  Geheimnisse.  2 Bde. 

C.  A.  Dempwolff  (München),  Leihbibl.-Cat.,  no.  2693 — 94, 
ohne  Angabe  von  Ort  u.  Jahr. 

Krestowsky,  Petersburger  Enthüllungen. 

4 Bde.  (1.  c.  no.  8976 — 79,  ohne  nähere  Angabe). 

Le  Flaneur.  Harmlose  Federzeichnungen 

eines  Petersburger  Flaneurs.  Mit  Portr.  Petersb. 
1883.  Gr.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  R.  Levi,  Stuttg.,  1892.) 


st.  Petersburg  8 3 


Lüdemann,  W.  v.,  Petersburg  wie  es  ist. 

Dresden  1830.  8®. 

Interessantes,  stellenw.  etwas  freies  Sittengemälde.  — Längst 
vergriffen  I 

Meschtschersky,  V.,  Die  Frauen  der  Pe- 
tersburger Gesellschaft.  Roman.  Aus  dem  Russ.  von 
Clark.  3 Bde.  Breslau  1885.  8®.  (Mk.  12 — .) 

Geheimnisse  von  Petersburg.  Die  Nihi- 
listen. 2 Bde.  Leipzig,  o.  J.  8®.  (2  Mk.  50  Pfg.  Paul  Neub- 
ner,  Cöln,  1892.) 

Pittoresken  aus  Norden  (von  W.  Chr.  Friebe). 

2 Bde.  St.  Petersburg  (Leipzig,  Hartknoch),  1795 — 9^- 
(Bd.  I in  Stuttgart.) 

Enth.  den  Roman : „M  eine  und  meines  Freundes 
Geschichte“.  I:  (lag  nicht  vor).  II:  373  S.  — Rarl 

Sanct  Petersburg  am  Ende  seines  ersten 

Jahrhunderts  . . . . (von  Christoph  v.  Reimers).  St.  Pe- 
tersburg und  Penig  1805.  (In  Hamburg,  Commerzbibi.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  22  (nach  Meusel  u.  Kayser).  — Selten  I 
Sitten,  Gebräuche  und  Kleidung  der  Rus- 
sen in  St.  Petersburg  ....  mit  Beschreibungen  (Text 
von  Joh.  Gottfr.  Gruber).  Mit  Kupfertafeln.  Leipzig  (1801 — 3). 
(Im  British  Museum.)  Sehr  selten  I 

Spaziergänge,  eine  moralische  Wochen- 
schrift für  das  deutsche  Publikum  in  St.  Peters- 
burg. Mit  Titelvignette.  St.  Petersburg  1772.  8®.  3 Bl.  u. 
416  S.  (2  Mk.,  Mindestgebot,  R.  Zinke’s  Dresdener  März- 
Auct.  1906,  no.  525:) 

Ebenso  schöner  wie  interessanter  Druck.  Sehr  selten  I 

Spaziergänge  in  St.  Petersburg.  Enthaltend 

eine  Beschreibung  dieser  Hauptstadt  u.  eine  Schilderung  der 
Russen.  Aus  d.  Franzos,  übers.  Leipzig  1814.  8®.  (i  Mk. 

50  Pfg.  E.  Frensdorff,  1910.) 

Thiele,  J.  C.  v..  Der  Eremit  in  St.  Peters- 
burg, oder  Leben  u.  Treiben  in  der  Hauptstadt 
des  nordischen  Kaiserstaates.  Ein  humanistisches 
Gemälde  im  Geschmacke  des  Jouy.  Kaschau  1826.  Kl.  8®. 
2 Bl.  u.  176  S.  (i  fl.  35  xr.  J.  Taussig,  Prag,  1895;  5 Mk., 
Expl.  im  Orig.-Ppb.,  E.  Frensdorff,  1907.) 

Enthält  u.  a. : Charakteristik  u.  Physiognomie  der  Stadt. 
— Kaiserliche  Jagdschiffe.  — Elegante  Kleidung  der  Matro- 
sen. — Oeffentliche  Kunstausstellungen.  — Geschmack  der 
Russen  in  den  schönen  Künsten.  — Kaiserin  Cathari- 
na  II.  — Unerschrockenheit  der  Russen  auf  dem  Wasser. 
— Musik  und  Volksgesang  der  Russen.  — Einige  Liederproben 
in  russischer  Sprache.  — Der  Kaiserliche  Winterpalast.  — 
— Hoftheater.  — Militärische  Paraden.  — Springbrunnen  von 

6“ 


84 


SanoPs — Sapho 


Branntwein,  Wein,  Bier.  — Nymphen  des  Boulevards. 
— Sonderbare  Eigenthümlichkeit  des  russischen  Kaufmannes.  — 
Grosse  Theaterwagen.  — Glänzende  Ballets.  — Innere 
Einrichtung  des  grossen  National-Theaters.  — Deutsches 
Theater.  — Abschweifungen  vom  Thema,  über  das 
Theaterwesen  überhaupt. 

Zechanowitsch,  A.,  Die  Petersburger  Nana. 

Roman  aus  der  modernen  Petersburger  Gesellschaft.  Leipzig 
1903.  8®.  242  S.  (2  Mk.  50  Pfg.  J.  Taussig,  1904.) 

SANOI’S  (!),  M.  (d.  i.  5.  F.  Jonas)  („Vf.  des  schwarzen 
Karl,  des  Rupert  etc.“),  Magnus  Scelus,  das  ist  der 
größte  Bösewicht,  der  je  gelebt,  oder ; Der  Blut- 
hund. Ein  Buch  f.  Criminal-  u.  Räubergeschichten-Leser. 
2 Bde.  Nordhausen,  bei  Ernst  Friedr.  Fürst.  1839.  8®. 

Ordinair  u.  stellenw.  cynisch.  — I:  176  S.  (incl.  Tit.  u. 
2 Bll.  Vorw.).  II:  159  S.  (incl.  Tit.). 

SANS-FAQON,  Le  (ps.).  — Auf  der  Extra-Post  ein- 
gelauffene  curiöse  und  wichtige  Nachrichten 
in  9 accuraten  Post-Charten,  entworffen  von  Le  sans  Fagon. 
Mit  Titelkupfer.  Gedruckt  zu  Labetz  1745.  8®.  (5  Mk.,  schönes 
Expl.,  Paul  Neubner,  Cöln,  1892:) 

Seltenes  Werkchen  voll  pikanter  Klatschgeschichten,  fingirter 
Büchertitel  und  sonderbarer  Raritäten.  — Weller,  Lex.  Pseud. 
p.  500. 

SANTERRE,  J.  F.  W.,  s.  bei  Ansbach. 

SANTO,  Carl,  Crassinello  der  verkappte  Dirnen- 
räuber, oder : Der  Teufel  in  Menschengestalt. 
Eine  (pikante)  Schaudergeschichte.  Leipzig,  Schreck,  1841.  8®. 
(4  Mk.  Paul  Neubner,  Cöln,  1892.) 

199  SS.  Zieml.  selten. 

SANTO-DOMINGO  (Hippol.  Comte  de),  Cardinäle,  Bi- 
schöfe und  Priester  als  Liebes-. Abenteurer 
durch  Cölibatgebot  und  jesuitische  Grund- 
sätze. Historisch  geschildert  von  — . Aus  d.  Französ.  Leip- 
zig, Verlags-Expedition,  Stuttgart,  J.  Scheible,  1833.  (Nebst 
dem  Vortitel;  Liebesabenteuer  der  katholischen 
Geistlichen.)  8®.  Xu.  203  S.  (4  Mk.  Frdr.  Klüber,  c.  1902.) 

Einiges  pikant.  Handelt  auch  von  dem  Skandalprozess 
betreffs  des  Jesuitenpaters  G i r a r d und  der  von  ihm  v'er- 
führten  MUe.  Catharina  Cadifere.  (S.  bei  J e s u i t e n.) 
SAPHO  (=  Sappho  Lesbia  aus  Mitylene  auf  Lesbos,  lebte  in 
der  44.  Olympiade,  c.  600  v.  Chr.).  — § * XAHOOYX  ME  AH 
Gedichte  der  Sappho,  übersetzt  von  Jacob  Stählin.  Mit 
TVign.  (vom  Uebersetzer).  Leipzig  1734.  Gedruckt  bey  Bern- 
hard Christoph  Breitkopf.  8®.  (In  Berlin;  an  Vh  9260;  in 
München  2 Expll. : A.  gr.  a.  2033;  P.  o.  germ.  1664  m,  6; 
auch  in  Zürich,  Stadtbibi.)  (54  .xr.,  Dedic.-Expl.  d.  Ueber- 


Sapho  85 

Setzers  an  s.  Vater,  mit  Unterschrift  dat.  Leipz.  i.  Dec.  1734,  L. 
Rosenthal,  1873  j j^Vt  mindestens  10  Mk.  werth.) 

32  S.  (incl.  15  S.  Vorst.).  Mit  dem  griech.  Text  links. 
Alte  Textausgabe:  Sapphus,  Poetriae  Lesbiae,  f r a g - 
menta  et  elogia  . . . . cura  et  studio  Jo.  Christ.  Wol- 
f i i . . . . Londini  (aut  Hamburgi)  apud  Abr.  Vandenhoeck. 
1733-  4*^  u.  ö.  Mit  Anakreon  schon  im  XVII.  Jh.) 

Uebersetzungen  in  fremde  Sprachen  s.  Graesse, 
trösor  VI.  p.  270 — 71,  mit  Anakreon  I.  p.  iio— 113. 

Der  lesbischen  Dichterinn  Sappho  über- 
setzte Poesien  (von  Benj.  Neukirch;  in  dessen  aus- 
erlesenen Gedichten.  Regensp.  1744.  8°.  S.  282 — 288). 

Die  Gedichte  Anakreons  und  der  Sappho  Oden  aus 

d.  Griech.  übersetzt  (von  Joh.  Nik.  G ö t z)  und  mit  Anmerk- 
ungen begleitet.  Karlsruhe  1760.  8®. 

Sappho  Leben  und  prosaische  Übersetzung 

ihrer  Poesien  (von  Wilh.  Heins  e)  in:  Iris  von  Joh. 
Geo.  Ja  CO  bi.  Düsseldorf  1775.  8®.  III,  2,  S.  114 — 150. 

Anakreons  Gedichte,  nebst  ....  den  Oden  der  Sappho. 

Aus  d.  Griech.  in  die  Versarten  des  Originals  übersetzt  (von 
Joh.  Heinr.  Frdr.  Mein  ecke).  Leipzig,  Weidmann,  1776.  8®. 

Lieder  der  Liebe  von  Sappho  und  Anakreon  aus 

dem  Griechischen  durch  Samuel  Friedrich  Günther  Wahl.  Mit 
Titelvign.  Erfurt  1783.  Bei  Georg  Adam  Kayser.  8®.  7 Bll. 
u.  318  S.  u.  I Bl.  (6  Mk.  E.  Frensdorff,  1909.) 

Bion,  Moschus,  Anakreon  und  Sappho-,  aus  d.  Griech.; 

neue  Uebersetzung  in  Versen  (von  Sam.  Heinr.  Catel).  Ber- 
lin und  Liebau,  Friedrich,  1787.  8®. 

Anakreon  und  Sappho,  übersetzt  von  Chrn.  Adolph 

Overbeck.  Lübeck  und  Leipzig,  Rein,  1800.  8®. 

Dasselbe.  Neueste  Ausgabe.  Jena,  Voigt,  1822.  8®. 

— — Anakreons  auserlesene  Oden,  und  die  zwey  noch 
übrigen  Oden  der  Sappho.  Mit  Anmerkungen  von  K.  W. 
R a m 1 e r.  Mit  Titelvign.  von  Henne  u.  Schlussvign.  von 
Bolt.  Berlin,  bey  J.  D.  Sander.  1801.  8®.  VI  u.  175  S.  (4  Mk., 
Ppb.  d.  Zeit,  Max  Perl,  1910.) 

Die  Fragmente  der  Sappho,  übersetzt  von  G(eorg) 

Ch(ristian)  B(raun).  Wetzlar  1809.  8®. 

* Die  Oden  der  Sappho,  griechisch  und  deutsch, 

mit  erklärenden  Anmerkungen  von  E.  Anton  L.  Möbius. 
Hannover,  b.  den  Gebrüdern  Hahn.  1815.  8®.  63  S.  (In  Berlin: 
V 5698.) 

Allg.  Lit.-Ztg.  1815.  Nr.  181.  Sp.  670 — 72.  — Goedeke  VII, 
597,  91,  14- 

Anakreon  und  Sappho.  Freie  Nachbildung  für  den 

deutschen  Gesang  yon  Wilhelm  Gerhard.  Mit  Vorrede  von 
K.  A.  Böttiger  u.  6 Kkpfrn.  Leipzig,  Leo,  1818.  8®. 


86 


Sapho 


Anakreons  und  Sapphos  Lieder  nebst  andern  lyr- 
ischen Gedichten.  Text  und  Uebersetzung  von  Joh.  Friedr. 
Degen.  Mit  Anmerkgn.  für  Freunde  des  griechischen  Ge- 
sanges. 2 Auflage.  Leipzig,  Liebeskind,  1821.  8®. 

XXXIV— 445  S. 

Zuerst  gedr.  1787.  (Graesse,  trdsor  I.  p.  iii.) 

§ Oden,  griech.,  lat.  u.  deutsch,  mit  Anmerk,  bekleidet 

(siel)  von  Mich.  Heckner.  Dihngen  1821.  8®.  (In  Mün- 
chen: A.  gr.  a.  2566.) 

Sappho's  Oden,  nebst  mehreren  Fragmenten 

derselben.  Uebersetzt,  erklärt  und  mit  lateinischer  Para- 
phrase versehen  von  J.  G.  Weidmann.  Würzburg  1822. 
8®.  (i  Mk.  20  Pfg.  Scheible,  1879.) 

(Die)  Lieder  des  Anakreon  und  der  Sappho,  übersetzt 

von  Reinhold  (Ludw.  Joh.  Samson)  v.  Himmelstier n.  Mit 
dem  Originaltext.  Riga,  Häcker,  1826.  8®. 

Anakreons  und  Sapphos  Lieder,  in  deutschen  Ver- 
sen, nachgebildet  von  B.  Brockhausen.  Lemgo,  Meyer, 
1827.  12®. 

— ■ — Anakreon  und  Sappho,  übersetzt  von  Karl  Ludw. 
Kannegiesse r.  Prenzlau,  Ragoczy,  1828.  12®. 

* — — Proben  einer  Uebersetzung  der  Sappho  und 
Erinna,  des  Anacreon  und  Simonides,  nebst  zwei  Bruchstücken 
des  Alkäos,  von  Frz.  W.  Richter.  Göttingen  1831.  4®.  (ln 
Berlin:  Vf  5344.) 

*  Dasselbe.  Quedlinburg  und  Leipzig  1833.  8®.  (In 

Berhn:  Vf  5350.) 

*  Sappho  und  Erinna  nach  ihrem  Leben  be- 

schrieben, und  in  ihren  poetischen  Ueberresten  übersetzt 
und  erklärt  von  F.  W.  Richter.  Ebd.  1833.  8®.  (^/o  Rthl.) 
(In  Berlin:  Vf  5890.)  (60  Pfg.  J.  E.  Mueller,  Halle,  1909.) 
Sappho  und  Erinna,  übersetzt  mit  Lebensbe- 
schreibung und  Erklärungen  von  F.  W.  Richter. 
Ebd.  1834.  8®.  (i  Mk.  50  Pfg.  Paul  Graupe,  Berlin,  1910.) 

Poesies  de  Sappho.  Frangais  et  allemand.  Die 

Gedichte  der  Sappho.  Frz.  u.  dt  sch.  Uebers.  von  W. 
Jäger.  Berlin  1836.  8®. 

Les  Poösies  de  Sappho.  Frangais  et  allemand. 

Berlin  1852.  8®.  (1/3  Rthl.  Scheible,  1872.) 

Welcher,  Fr.  G.,  Sappho  von  einem  herrsch- 
enden Vorurtheil  befreyt.  Göttingen  1816.  8®.  151  S. 
(2  Mk.  50  Pfg.,  br.  unbeschn.,  R.  Bertling,  Dresden,  1907.) 

Ueber  die  Homosexualität  bei  den  Alten. 

Chabrillan,  Madame  C.  de.  Die  Sappho.  Berlin, 


Sara—Sarcerius 


o.  J.  (ca.  1860).  8°.  312  S.  (12  Mk.  H.  Streisand,  Berlin, 
1907.) 

Flach,  J.,  Sappho.  Griechische  Novelle.  Leipzig 

1886.  8°.  (Mk.  2—.) 

Sappho  u.  Sokrates,  oder  Wie  erklärt  sich 

die  Liebe  der  Männer  und  Frauen  zu  Personen 
des  eigenen  Geschlechts?  Leipzig  1896.  8°. 

R.  Zinke's  Dresd.  Novbr.-Auct.  1905  no.  146. 

SARA  von  U r i z oder  das  Ruinengespenst.  Eine 
Kunde  aus  der  Vorzeit.  (Ziemlich  zahmer  Roman  von  Joh. 
Bapt.  Durach).  Hof  1793.  8°.  428  S.  (15  Mk.  [I],  Hldr., 
H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 

§ * SARCANDER.  — AMOR  Auf  Universitäten,  In  unter- 
schiedlichen Liebes-Intriguen,  Zu  vergönnter  Gemüths-Ergötz- 
ung  vorgestellet  von  SARCANDERN.  Mit  Titelkpfr.  Cöln, 
Anno  MDCCX.  (1710.)  Kl.  8°.  (In  Berlin:  Yv  651.)  (4  Mk. 
50  Pfg.,  Titelbl.  defekt,  Adolf  Weigel,  1905;  18  Mk.  J.  Halle, 
München,  c.  1905.) 

4 Bll.  Vorst,  u.  136  SS.  Sehr  rarl  Galante  Studentenaben- 
teuer aus  Leipzig,  Halle  u.  Jena. 

*  M e 1 e t a o n (d.  i.  Joh.  Leonh.  Rost)^  Abgenöthigte 

Entschuldigung  wegen  vermeynter  Verfertig- 
ung des  Tractätgens:  Amor  auf  Universitäten. 
O.  O.  1710.  8°.  (In  Berhn:  an  Yv  441.) 

4 Bll.  — Rost  verwahrt  sich  wegen  des  frivolen  Inhalts  dieses 
Romans  gegen  die  ihm  vindicirte  Verfasserschaft. 

SARCERIUS.  Erasmus,  Etliche  predigten  von  Zei- 
chen vnd  Vrsachen,  wo  wir  uns  nicht  bessern, 
es  werde  einmal  übel  mit  vns  Deutschen  ge- 
schehen. Leipzig  1551.  4°. 

Hugo  Helbing’s  Münchner  März-Auct.  1907.  (Miltenb. 
Schlossbibl.).  No.  1785.  — Sehr  rarl 

§ Ein  Buch  vom  heiligen  Ehestande,  vnd 

von  Ehesachen,  mit  allen  vmbstendigkeiten  geschrieben. 
Item  werden  in  diesem  Buch  auch  viel  feile  in  Ehesachen 
gesetzet,  sampt  gelerter  Theologen  rathschlege  darüber.  4 Thle. 
Leipzig,  Jac.  Berwald,  1553.  Fol.  (In  München  2 Expll. : Polem. 
166,  I,  I vol.;  J.  can.  P.  241.)  (5  Mk.,  ohne  Theilesangabe, 
Prgt.,  P.  Neubner,  Cöln,  1893.) 

*  Dasselbe.  Eisleben  1556.  Fol. 

Dasselbe,  tit. : Corpus  juris  matrimonialis. 

Vom  Ursprung,  Anfang  vnd  Herkhomen  des 
heil.  Ehestandes  vnd  von  allen  Ehesachen,  mit 
allen  vmstendigkeiten.  Mit  Portr.  d.  Autors  von  Jost  Ammann. 
Franckf.  1569.  Fol.  (13  Mk.  50  Pfg.  L.  Rosenthal,  1886:) 
Culturhistorisch  äusserst  interessant  1 


88 


Sardenheim — Sassen 


SARDENHEIM,  Phantasie-Büchlein  für  Mißver- 
gnügte u.  Traurige  in  Prosa  u.  Gedichten.  Frank- 
furt und  Leipzig  (Mannheim,  Tob.  Löffler)  1782.  8°.  (20  xr.) 
(i  Mk.  Völcker,  1876;  jetzt  höher!) 

SARDUS,  F.  (Dr.  Simon  SpengeV),  Stacheln  und  Blät- 
ter. München,  Jaquet,  1827.  16°.  5V2  Bog.  (2  Mk.  50  Pfg., 
H.  Hugendubel,  München,  1905.) 

Nicht  enthüllt  in  Weller’s  Lex.  Ps.  p.  501.  — Seltenl 
SARG,  Der,  oder  die  Zwillingsschwestern.  (Roman 
von  Georg  Ludw.  Peter  Sievers.)  Hamburg  1805 — 7. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Goedeke).  — Seltenl 
SARG,  Der  steinerne,  im  Ulmthale,  oder  der  wan- 
delnde Geist  Erichs  von  Dreieichen.  Ritter-  und 
Geistergeschichte  des  13.  Jahrhunderts.  2 Bde.  Mit  i Titel- 
kpfr.  Leipzig  1821.  8°.  (2  Rthl.  6 Sgr.)  (i  fl.  50  xr.,  Hfrz., 
Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  c.  1886.) 

SARKASMEN  ....  Aus  der  dänischen  Originalhandschrift 
(des  Jacob  Christian  Bie)  übersetzt  (von  Gerhard  Wilh.  Aman- 
dus Lempelius).  Adrianopel  (Schleswig)  1792.  8°.  (ßöxr.) 
(18  xr.  Beck,  Nördl.,  Cat.  i.  [1829];  jetzt  höher!) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Goedeke  u.  Weller);  Kordes  nennt 
Lempelius  als  Verfasser.  (?)  — Weller,  fing.  Druckorte, 
hat  „Altona,  Hammerich“  als  wirkl.  Druckort. 

SARRAZIN,  A.  A.,  Romanzen,  Balladen  und  Er- 
zählungen. Bremen,  Heyse,  1809.  8°.  (Lat.  Typen.) 

(iVe  Rthl.)  Rar! 

SASSAFRAS,  Dr.  (ps.).  Zehn  Jahre  aus  dem  Leben 
einer  schönen  Frau,  oder : so  kommt  man  unter 
die  Haube.  Eine  lehrreiche  (zahme)  Geschichte.  Mit  TKpf. 
u.  illustr.  Umschi.  Leipzig,  Verlag  des  Literatur-Bureau  (W. 
Röhl),  o.  J.  (1873).  Kl-  8°.  112  S.  (1/3  Rthl.  Scheible;  i Mk. 
50  Pfg.  A.  Bielefeld.) 

Die  Jahrzahl  nennt  Weller,  fing.  Dr.  p.  502. 

Zehn  Jahre  aus  dem  Leben  eines  jungen 

Mannes,  oder : So  kommt  man  zu  einer  schönen 
Frau.  Zürich,  Literatur-Bureau  (187*.)  8°. 

SASSE,  Karl,  Sultan  Orosmann’s  unglückliche 
Liebe.  Ein  histor.-romant.  Gemälde  aus  der  Vorzeit  der 
Türken.  Nordhausen  1829.  8®. 

SASSEN,  Marie  Charlotte  Ale.xandrine  v.  („Verfasserin  des  [I] 
Koralli,  oder  die  Liebe  in  heisseren  Zonen“,  d.  i.  Wolfg.  Adolf 
Gerte,  1783—1846),  Alexis  und  Nadine,  oder;  Der 
Engländer  in  Amerika.  Leipzig  (Prag  1803)  in  der 
Joseph  Poltischen  Buchhandlung.  8®.  156  S. 

Vgl.  Annalen.  Sept.  1804.  Nr.  99.  Spalte  216  „ . . . . Der 
Verfasser,  der  sich  dieß  Mahl  sub  sexu  foeminino  zu  prä- 
sentiren  für  gut  befunden  hat“.  (Goedeke  IX,  131,  3.) 


Sassenburg — Satansstreiche 


89 


SASSENBÜRG,  Elsbeth  Gräfin  von,  oder  die  Räu- 
ber von  Kingrätz  . . . . (von  Joh.  Jac.  Brückner).  Leip- 
zig 1800. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Meusel);  Kayser  hat  „1802“. 
SASSENHEIMER,  Franz  v.,  und  Adelheid  von  Barr, 
oder  Argwohn  und  Liebe.  Eine  Geschichte.  Lübeck, 
Bohn,  1797.  8°. 

Geschichts-  u.  Romanen-Litt.  (Cat.)  Breslau  1798.  — Rarl 
SATANAS  oder  der  Teufel  wie  er  seyn  soll.  (Zahmer 
Roman.)  O.  O.  1801.  8°. 

Tit.  gestoch.  m.  Vign.,  IV  u.  123  S.  — Fehlt  bei  Kayser 
im  Roman-Verz.  p.  108. 

SATANELLI,  Diavolo  (d.  i.  Daniel  v.  Kdszony),  Aufzeich- 
nungen eines  verliebten  Pensionatsfräuleins. 
Leipzig,  Verlags-Anstalt  (W.  Röhl),  o.  J.  (1877).  8°.  (14  Rthl.) 
88  S.  Mit  illustr.  Umschi.  (4  Mk.,  unbeschn.,  Adolf  Weigel, 
1907.) 

Zahm,  wie  die  folg.  Schriftchen. 

Geheimnisse  eines  u n t e r r i r d i s c h e n Gan- 
ges zweier  Klöster.  Ibid.  (1877).  8°.  Rthl.)  72  S. 

Mit  illustr.  Umschi. 


Liebschaften  einer  berühmten  Opernsän- 
gerin. Ibid.  (c.  1877).  8°.  (1/4  Rthl.)  77  S.  Mit  illustr. 
Umschi.  (4  Mk.,  unbeschn.,  der  Vorige.) 

Sünden,  Geheime,  des  C o n s i s t o r i a 1 p r ä s i - 

denten  Mucker.  Ibid.  (c.  1877).  8‘'.  (1/4  Rthl.)  77  S. 

Mit  illustr.  Umschi. 

Teufel,  Der,  unter  den  Crinolinen.  Bil- 
der aus  dem  Leben  galanter  Damen  der  Haute- 
volee. Ibid.  1870.  8°.  (In  Hamburg,  Bibi,  der  „Harmonie“.) 
SATANELLO  (d.  i.  Josef  Markus),  Auf  Irrwegen.  Skiz- 
zen aus  dem  Leben.  Aus  d.  Ungarischen.  Mit 
Budapest,  Gust.  Grimm,  1886.  8°.  (Mk.  2,50.)  (i  Mk. 

Scholz,  Brnschw.,  1896.) 

Ziemlich  zahm,  wie  die  3 ff.  Schriftchen. 

Leichtfüssige  Histörchen.  Ebd., 

(i  Mk.  20  Pfg.  H.  Hugendubel,  München,  1905.) 

Kunterbunt.  Mit  Illustr.  Ebd.,  o.  J.  8°.  (Mk.  2,50.) 

(i  Mk.  50  Pfg.  J.  J.  Heckenhauer,  Tübingen,  1908.) 

Exotische  Pflanzen.  Erzählungen.  Mit  Illustr. 

Ebd.  1886.  8°.  (i  Mk.  Jos.  Jolowicz,  Posen,  1910.) 
SATANSSTREICHE,  Entschleierte,  oder  die  Beschäm- 
ung der  Ungläubigen  durch  eine  rothe  Emi- 
nenz. (Aus  d.  Französ.  des  F.  P.  Wicherski.)  Mit 
4 Photogr.  (Reprod.  der  Kupfer  des  Originals).  Rom,  Luigi 


Illustr. 

Wilh. 


o.  J.  8°. 


90 


Satiren— Satyr 


Carnieri  (Berlin),  1874.  VI  u.  58  S.  (2  Rthl.  Scheible, 
vor  1885.) 

Orig.:  Les  Supercheries  de  Satan  Devoil4es 
ou  la  Confession  des  Incredules  par  Une  Emi- 
nence  Rouge  (par  un  savant  polonais).  Rome,  De  L’imprimerie 
de  Sa  Saintet^  MDCCCLXVII.  (1867.)  (Bruxelles,  A.  Poulet- 
Malassis.)  8°.  70  pp.,  avec  4 grav.  sacril^ges  sur  acier,  en 

rouge  et  en  noir  (par  un  peintre  polonais).  (21/2  Rthl. 
Scheible,  vor  1885;  15  frcs.,  pap.  rayd,  doubles  öpreuves 
des  grav.  sur  chine,  rouge  et  noir,  H.  Bukowski,  Stockholm. 
1884.) 

SATIREN  und  Pasquille  aus  der  Reformations- 
zeit, hrsg.  V.  O.  Schade.  3 Bde.  Hannover  1856 — 58. 
8°.  Vergriffen  und  selten!  (25  Mk.,  schöne  Hmaroquinbde., 
Rudolf  Haupt,  Halle  a.  S.,  c.  1905.) 

SATIRICUS,  Jocosus  (ps.).  — Labe-Becher  für  Fahr- 
lustige. Die  launige  Locomotive  oder  der  lustige 
Gesellschafter  auf  der  Eisenbahn  . . . . von  JoCo- 
suS  SatlriCuS.  Mit  Skizzen  (2  Lithogr.)  von  O.  Rahfeld. 
Meissen,  F.  W.  Goedsche.  O.  J.  (1842).  8°.  190  S.  (In  Berlin; 
Magistratsbibi.)  (2  Mk.  P.  Neubner,  Cöln,  1892.) 

SATORI,  J.  (d.  i.  Johanna  Neumann),  Die  Nonne.)  Ein 
(zahmer)  Roman.  2 Bde.  Danzig  1847.  8°.  (3  Mk.  Schaper, 
Hannover,  1904.) 

SATÜRNIN  und  S u z o n , oder  Die  geilen  Geschwi- 
ster. Von  A.  M.  2 Bde.  (Zus.  260  S.)  (6  Mk.,  eine  böhm- 
ische Firma,  1901,  ohne  nähere  Angabe.) 

Vergriffen  oder  gar  nicht  erschienen? 

SATURNY,  B.,  Der  Zauber  der  Aphrodite.  Berlin, 
o.  J.  (190*).  8®.  (Mk.  2 — .)  (i  Mk.  H.  Hugendubel,  Mün- 
chen, 1905.) 

SATYR,  Der,  in  englischer  Uniform.  Nach  der  7. 
Londoner  Orig.-Ausg.  übers.  Mit  i Kpfr.  1787.  8°.  (3  Mk. 
Frdr.  Klüber,  1905.)  Selten! 

SATYR,  Der  launige.  Brandenburg  1812.  8. 

Bibi.  Günther.  III.  Dresd.  1834.  mo.  4418.  — Selten! 
SATYR-BIBLIOTHEK.  7 Bdchn.  Mit  Illustrationen.  Berlin, 
Satyr-Verlag  (189*),  ä 32  S.,  Kunstdruckpap.  (ä  50  Pfg.). 
(W.  A.  Gabriel,  Berlin,  c.  1900.) 

Das  erzliederliche  Wochenblatt  „der  Satyr“,  seit  länger  als 
I Dezennium  erscheinend,  ist  laut  Reklame  des  Verlages  i 7 
mal  verboten  gewesen  und  „heute  das  gelesenste  ( ?) 
satir.-humorist.  Blatt  von  Berlin“. 

Die  „Satyr-Bibliothek“  enth.  (soweit  bis  ca.  1900  erschienen): 
Susanna  im  Bade.  — Amor  auf  der  Pariser  Weltausstellung. 
— Flirt,  ein  Bilderbuch  für  Lebemänner.  — Liebesgötter, 
neues  Bilderbuch  für  Lebemänner.  — Coulissenzauber.  — Leda 
mit  dem  Schwan.  — Frau  Potiphar. 


Satyren 


91 


SATYREN  (-Satiren,  chronol.)-  — Satyren  oder  Gedichte, 
in  welchen  allerhand  Laster  ridicul  vorgetra- 
gen werden.  O.  O.  1719.  8®. 

So  angeführt  im  Cat.  Monath.  Th.  III.  Nürnb.  1784.  p. 
572.  — Wahrscheinlich  identisch  mit:  Welt  (s.  d.).  Die 
abentheurliche,  in  einer  Pickelheerings-Kappe  Oder  S a - 
tirische  Gedichte  . . . . 8 Stücke.  O.  O.  1718 — 20. 
(In  Berlin.) 

SATYREN  (24  Prosa-  von  A.  R.  Bünetnann).  Franckfurth  und 
Leipzig  (Helmstädt,  Hechtei).  1762.  (Dieser  gestoch.  Titel  um- 
geben von  reizender  Rokoko-Bordüre,  inmitten  ein  Satyr  auf 
Felsbrücke,  ohne  Signet  des  Künstlers.)  8°.  (10  Mk.  E.  Frens- 
dorff,  Berlin,  1909.) 

Höchst  selten  u.  nirgends  citirt!  Tit.,  i Bl.  Zuschr.  („an 
den  Herrn  Magister  Schaaf“),  2 Bll.  Vorr.,  2 Bll.  Inh.-Verz., 
180  S.  In  der  Vorrede  heißt  es  u.  a. : „Es  kann  dem  Leser 
nichts  helfen,  ob  er  den  Verfasser  kennet  oder  nicht.  Ver- 
muthlich  ist  es  ein  Mann,  der  gern  scherzt,  und  andern  auch 
gönnet,  über  seine  Grillen  zu  lachen.“  — Viel  Humor- 
volles, u.  a. : Nr.  V : Auf  gefangener  Hannoverscher  Thorzettel. 
(S.  42 — 44.)  VI H.  Reglement  für  diejenigen,  welche  uns  hey- 
rathen  oder  verkuppeln  wollen.  (S.  58 — 63.)  XI.  Bittschrift 
der  Frösche  und  Mäuse,  wie  auch  Maulwürfe  an  Se.  Lustig- 
keit den  königlichen  Mops.  (S.  79 — 83.)  XIV.  Von  Hals- 
Pandeloquen  (Halsgehänge,  Halstücher,  S.  104 — 114).  XVII. 
Nach-Ordnung  für  die  Bewahrer  jungfräulicher  Keuschheit.  (S. 
132 — 138.)  XIX.  Brust  (Brüste)-Reglement  für  die  Stadt*** 
(pikante  Erörterung  in  12  §§,  S.  145 — 148).  XXL  Einer  jungen 
Frauensperson  glaubwürdiger  Bericht,  von  einer  entdeckten 
Verbindung  mit  dem  Teufel.  (S.  154— 159.)  XXIH.  Schrei- 
ben eines  Vaters  an  seinen  Sohn  auf  Universitäten,  worinn 
aus  vernünftigen  Ursachen  bewiesen  wird,  daß  es  am  klügsten 
sey,  ein  dummer  Teufel  zu  seyn.  (S.  170 — 176).  etc.  etc. 
SATIREN  (von  Christian  Nicolaus  Naumann).  Magdeburg 
1763- 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Kayser).  — Rarl 
'*  SATYREN,  Sieben,  nebst  drei  Anhängen  gesamlet 
von  N.  N.  (verfasst  von  Friedr.  Justin  Riedel).  O.  O.  (Jena) 
1795.  8°.  350  S.  (Auch  im  British  Museum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Kayser,  Meusel,  v.  Maltzahn 
u.  der  Allg.  Deutsch.  Biogr.). 

SATYREN  (von  Joach.  Heinr.  Campe,  geb.  1746,  f 1818). 
(Enth.  nur  des  ungenannten  Verfassers  eigene  Lebensbeschreib- 
ung in  2 Thln.,  u.  i satyr.  Rede.)  Helmstädt  u.  Magdeburg, 
verlegt  u.  zu  finden  bey  dem  Commerzienrath  Dan.  Chrn. 
Hechtei  (mit  dessen  Signet  als  Titel vign.  in  Kupferstich).  1768. 
8°.  4 Bl.,  123  S. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Goedeke  u.  A.  G.  Schmidt). 
Kayser  nennt  als  Vf. : Nicolaus  Dietrich  Giseke.  ( ?) 

§ * SATYREN,  Ein  Päckchen  — , aus  Oberdeutsch- 
land (von  Beda  Mayr,  geb.  1742,  f 1794;  hrsg.  von  Heinr. 


92 


Satyren 


Braun).  Mit  Titelvignette.  München  1770,  bey  Johann  Ne- 
pomuck  Fritz,  Buchhändlern  nächst  dem  schönen  Thurm.  8®. 
(In  Berlin:  Yy  6161;  auch  in  München:  P.  o.  germ.  9i2q, 
mit  I Beibd.;  auch  in  Warmbrunn;  ferner  in  Breslau,  Kgl. 
u.  Univ.-Bibl. ; Lit.  Teut.  II  8°  1312.)  136  S.  u.  i Bl.  Druck- 
fehlerverzeichnis. (6  Mk.  E.  Frensdorf f,  1909.) 

Enthält  u.  a. ; Die  beste  Welt.  — Project  zu  einer  Geld- 
fabrik. — Briefwechsel  in  Besetzung  eines  Schulmeisterdienstes. 
— Der  Spatzierstock  in  seinem  Glanze.  — Nachricht  von  einem 
merkwürdigen  Buche.  — Johann  Kehrwischens  Reise  in  den 
Mond,  samt  dem  Realregister  über  die  Merkwürdigkeiten  der- 
selben. — Der  Seelenspiegel. 

Die  erste  u.  letzte  Satyre  ist  nicht  von  Mayr, 
u.  Heinrich  Braun  gab  sie  ohne  s.  Wissen  heraus.  (Cfr.  C. 
L.  Baaders  Lex.  -j-  baier.  Schriftst.  I.  2.  Augsb.  u.  Lpz.  1814. 
8.  p.  13,  m.  d.  unrichtigen  Jahrz.  1769.) 

SATIREN  (von  Georg  Ignaz  Lucius).  Leipzig  1771. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  24  (nach  Kayser). 

SATYREN,  Auserlesene  (4)  des  XVIII.  Jahrhun- 
derts. Franckfurth  u.  Leipzig  (Halberstadt,  Gross)  1771.  (Tit 
in  Kpf.  gest.)  8®.  (6  Mk.  A.  Bielefeld,  1892;  7 Mk.  Frdr. 
Klüber,  1905.) 

I.  Hutten,  Ulr.  v.  Spottschrift : Niemand  betitelt.  — H. 
Schutzschrift  vor  Heinrich  dem  Vierten.  — III. 
Die  satyrische  Ehescheidung  od.  die  Liebes- 
begebenheiten  (Ausschweifungen)  der  Königinn 
M a r g a r e t h e (s.  d.j  V.  N a V a r r a.  A.  d.  Franz.  (Unfläthige 
Skandalschrift.)  — De  la  Motte  le  Vayer,  Unterredung  von 
den  seltenen  u.  vortreffl.  Eigenschaften  der  Esel  dieser  Zeit, 
zwischen  dem  Philonius  u.  Paleologus.  Aus  d.  Franzos.  — Rarl 
SATIREN  nach  d em  Geschmacke  des  Rabeners. 
Wien,  Trattner,  1778.  8®.  8 u.  200  S.  (36  xr.) 

Cat.  Monath.  III.  Nürnb.  1784.  8.  p.  572;  Goedeke  IV,  30, 
28.  — Rar  I 

SATYREN  über  Verstorbene.  (Motto  aus  Geliert.) 
Deutschland,  gedruckt  auf  weiß  Papier,  mit  leserlichen  Schrif- 
ten. 1783.  8®.  Selten  1 

Jocose  Nekrologe  auf  Männer  u.  Weiber,  oft 
Ziemlich  derb.  Die  Namen  der  Verstorbenen  sind  groteske 
Fiktionen:  Almarus  v.  Krimsthal,  Brunus  v.  Eichsberg,  Cali- 
nus V.  Pisterhelft,  Dorothea  Rittmeisterin,  Gertrude  Lach- 
nassin, Henriette  Fixsternin  etc.  etc.  — 72  S.  (incl.  „Nach- 
schrift, die  gar  nicht  satyrisch  ist“,  S.  65  ff.). 

SATYREN  eines  Kapuziners,  über  sein  Zeitalter. 
Vor  seinem  Eintritt  in  den  Orden  niederge- 
schrieben. Wörtlich  abgedruckt.  (Vignette.)  Wien  (Basel, 
Neukirch),  1789.  8®.  184  S.  (2  Mk.  Völcker,  1876;  9 Mk. 
Max  Perl’s  Berliner  März-Auction  1909,  no.  936.) 

Pikant  und  rarl  — Weller,  fing.  Druckorte. 


Satyrikus— Sauerbrunnen 


93 


SATYRIKUS,  Witzmagazin.  3 Hefte.  Mit  Bildern.  Leip- 
zig, o.  J.  8.  (75  Pfg.  Riemann,  Coburg,  vor  1890;  jetzt  höher!) 

Nicht  in  Weller’s  Lex.  Ps. 

§*  SATYRICÜS,  Der  kurtzweilige,  welcher  Die  Sitten 
der  heutigen  Welt  auf  eine  lächerliche  Art  durch  allerhand 
lustige  Gespräche,  und  curieuse  Gedancken,  in  einer  ange- 
nehmen 011a  Patrida  (sic I)  des  durchgetriebenen 
Fuchsmundi  . . . . vor  Augen  gestehet.  An  das  Licht  ge- 
geben von  einem  lebendigen  Menschen  (Jos.  Ant.  Stranitzky, 
berühmter  Hanswurst  seiner  Zeit,  1712  Pächter  des  Stadt- 
theaters am  Kärtner  Thor  in  Wienj.  Mit  (curiosem,  unsign.) 
TKpf.  Cosmopoli,  Auf  Kosten  der  Societät.  In  dem  Jahr  Da 
Fuchsmundi  feil  war.  (Leipzig,  Fritsch.)  Anno  1728.  8°.  (In 
Berlin:  Yy  3186,  mit  2 Beibdn.)  (18  Mk.,  Einbd.  beschäd., 
J.  Halle,  München,  c.  1905.) 

8 Bll.,  524  SS.  u.  2 Bll.  Reg.  Titel  roth  u.  schwarz.  Enth. 
66  derbe,  doch  nicht  erot.  Gespräche  Fuchsmundis 
(Hanswursts)  mit  allerlei  Leuten  von  allerlei  Gegenständen,  in 
Prosa  u.  Versen.  — Zuerst  gedr.  titulo : Olla  Patrida, 
des  Durchgetriebnen  Fuchsmundi....  Worin- 
nen Lustige  Gespräche,  angenehme  Begebenheiten  ....  sich 
in  'der  Menge  befinden.  An  das  Licht  gegeben  vom  S c h a 1 c k 
Terrae  . . . . In  dem  Jahr  Da  Fuchsmundi  feil  war.  1722. 
8°.  8 Bll.,  524  SS.  u.  2 Bll.  Reg.  (30  Kr.,  defektes  ExpL, 
Gilhofer  & Ranschburg,  1904.)  Vgl.  Schlager,  Wiener  Skiz- 
zen. N.  F.  S.  263  ff. ; Goedeke  540.  — Beide  Drucke  äusserst 
rar!  Da  beide  völlig  gleiche  Paginirung  haben,  so  scheint 
obige  Ausgabe  von  1728  nur  Titelauflage  zu  sein. 

Dasselbe.  Neudruck.  Wien  1886.  8°.  (7  Kr.  20  H.) 

(4  Kr.  Rudolf  Heger,  Wien,  1902.) 

SAU-ALLOTRIA  für  grosse  Kinder  . . . . (2  Mk.  50  Pfg. 
ein  anon.  Händler,  190*,  ohne  nähere  Angabe.) 
SAUBACHER,  Ihrahim  (ps.),  Historia  naturalis  Por- 
c o r u m oder  Naturgeschichte  der  Schweine.  Leip- 
zig, Expedition  der  Naturgeschichten  (ca.  1880).  24  S.  Kl.  8°. 
(i  Mk.  50  Pfg.  Adolf  Weigel,  1908.) 

* SAUER-BRUNNEN,  Der  Neu-entsprungene,  Zur  Auf- 
munterung der  Gemüther  Wieder  ( 1 ) die  gefährliche  und  höchst 
schädliche  MELANCOLIE  so!),  Oder  Fünftzig  auser- 
lesene CONTES  Mit  hin  und  wieder  beygefügten  (8  unsign.) 
Kupfern  (wobei  einige  freie).  Strassburg,  gedruckt  im  Jahr 
1720.  8°.  (In  Berlin:  Yk  2911;  auch  in  Carlsruhe:  Qb  1204.) 
Aeusserst  selten!  (51/3  Rthl.  Scheible,  vor  1885;  jetzt  theurer!) 

In  Versen.  Titel  (roth  u.  schwarz),  1 1 Bl.  Vorn,  240  S. 
u.  Reg. 

Inhalt:  i.  Die  wohl-übel  angewandte  Nacht,  oder  der  betro- 
gene Gasconier.  2.  Der  zaubernde  Soldat.  (Bekannter  Hahnrei- 
schwank.) 3.  Das  zu  junge  Töchterlein.  4.  Der  gesattelte  Esel. 
(Origineller  Hahnreischwank.)  5.  Der  großmüthige  Artzt.  6. 


94 


Sauerbrunnen — Sauglocke 


Die  unmögliche  Sach  (nach  Lafontaine).  7.  Der  verrätherische 
Kreiden-Strich.  (Hahnreischwank.)  8.  Das  Schloß  wozu  sich 
alle  Schlüssel  schicken.  9.  Der  entschuldigte  Verlust  der  Jung- 
fernschaft. IO.  Die  arge  Tochter  und  die  noch  ärgere  Mutter 
(betrügen  ihre  Männer).  11.  Der  wohlbezahlte  Exequierer. 
12.  Die  verlogene  Mutter.  13.  Das  närrische  Mitleyden.  14. 
Der  sich  selbst  zum  Hanrey  machende  Müller.  15.  Der  un- 
barmherzige Hochzeiter.  16.  Die  fast  wieder  ertappte  Priorin. 
17.  Die  wunderliche  Gabel.  18.  Die  hartnäckichte  Frau.  19. 
Der  betrogene  Einäugichte.  (Hahnreischwank.)  20.  Der  ange- 
nehme Schrecken.  21.  Der  gar  kleine  Unterschied.  22.  Das 
angestochene  Zehend-Fässel.  (Ein  Bauer  nimmt  komische  Rache 
an  einem  ehebrecherischen  Pfaffen.)  23.  Der  verschwiegene 
Buhler.  24.  Der  erdappte  Galan.  (Hahnreischaft.)  25.  Der  mit 
gleicher  Müntz  bezahlte  Schneider.  26.  Die  durch  den  Geiß- 
bock verthaidigte  Frauen-Unschuld  (drolliger,  oft  ver- 
kommender Hahnreischwank).  27.  Die  belohnte  Weibs-Treu 
in  dem  artig-gezüchtigten  Männer-Muthwillen.  28.  Der  sich 
Rath  und  Hülff  schaffende  Aff.  29.  Der  auf  dem  einen  Ohr 
sitzende  Hut,  oder  der  zu  seinem  eigenen  Schaden  Fürwitzige 
(Hahnrei).  (Origineller  Schwank.)  30.  Die  durch  die  Natur 
widerlegte  Meynung.  31.  Der  fast  keinmal,  doch  endlich  be- 
friedigte Mann.  32.  Der  Arm-verzweiffelt  Getröstete  und  der 
Reiche-Geitzig  Verzweiffelte.  33.  Die  bequehme  und  nützliche 
Furcht.  (Die  zum  Ehebruch  mit  ihrem  Knecht  [durch  auf  der 
Landstrasse  begegnende  Soldaten]  gezwungene  Edelfrau.)  34. 
Der  verständig  und  artig  abgefertigte  Fürwitz  des  Beicht- 
Vaters.  35.  Die  fromme  Einfalt.  36.  Der  Romanische  Lieb- 
haber. 37.  Das  angehefftete  Hemd.  38.  Der  von  den  Kloster- 
Frauen  erbärmlich  ausgefiltzte  Violinen-Informator,  od.  die 
Schüler  wider  den  Meister.  39.  Die  gefangenen  Eheleute.  40. 
Die  bestürtzte  Pilgrimme.  41.  Das  nagende  Jungfer-Gewissen. 
42.  Der  betrübte  Faden-Mangel.  (Das  oft  bearbeitete  Thema 
von  der  angenähten  Jungfernschaft.)  43.  Die  gedämpffte  Winde 
(einer  Ehefrau).  44.  Die  gestieffelte  Frau  (Hahnreischwank). 
45.  Der  stolpernde  Gaul.  46.  Die  einfältig-kluge  Braut.  47. 
Die  gar  zu  gleiche  Brüder.  48.  Das  gütlich  unter  einander 
aufgehobene  Verbrechen.  49.  Die  Ohnwissenheit  der  Sprach. 
(Lustiger  Hahnreischwank:  Der  ausländische  Soldat  wird  in’s 
Bauern-Ehebette  aufgenommen,  um  sich  zu  wärmen.)  50.  Die 
der  Frauen  gleich  in  der  ersten  Nacht  benommene  Autorität. 

SAUFNARR,  Fress-  u.  Rauchnarr;  sind  auf  3 Esel  mit 
einem  Kopf.  — Anonym.  Kupferstich  (ca.  1750).  Querfolio.  Dar- 
unter die  Verse:  „Mein  Freund,  so  du  hier  still  wirst  stehn, 
Vier  Esel  mit  einem  Kopf  kannst  seh’n,  Wen  suchst  noch, 
du  bist  selbst  der  Viert’,  Der  unsern  Eselskopf  aufziert,  Hättst 
du  die  reimen  nicht  gelesen.  So  Wärest  du  kein  Esel  gewesen.“ 
(5  Mk.  E.  Frensdorff,  1904.) 

SAUGLOCKE,  Die.  O.  O.  u.  J.  (c.  1840?).  8«.  23+23  beziff.  S., 
ganz  mit  lithogr.  Schreiberschrift,  cursiv. 

Sotadische  Parodie  von  Schiller’s  Glocke 
und  einige  andere  erot.  Gedichte.  (Räthsel  [tulva]. 
— Scene  aus  der  Oper  Schlande  und  Lumpelia.  — Parodie 


Sauglockengeläute — Saur 


95 


auf  Theod.  K ö r n e r ’ s Gedicht  „Die  Wunde  brennt,  die 
blassen  Lippen  beben“  etc.  — An  meinen  Spitz  (penis).)  M i t 
7 stark  erot.  lithogr.  Vollbildern  u.  höchst  ori- 
ginellem illustr.  Carton-Umschlag  (Rebus).  (3, 
Rthl.  Scheible,  Cat.  34;  10  fr.,  mit  nur  6 Lithogr.  u.  lithogr. 
Umschi.,  H.  Bukowski,  Stockholm,  1887;  jetzt  viel  theurer!) 

Dasselbe.  Handschrift!  279  S.  (so!)  u.  2 Bl.  In- 
dex. MitobscönemTitelbl.  u.  öebensolchen  Hand- 
zeichnungen nach  obigen  Originalen.  (In  Wien,  Stadt- 
bibi. : J 506,  Hlwdbd.) 

SAUGLOCKENGELÄÜTE.  Erotische  Gedichte  u.  saftige  Schnur- 
ren. O.  O.  u.  J.  (ca.  1895).  8°.  Lat.  Lett.  (i  Mk.  50  Pfg., 
eine  böhm.  Firma,  c.  1901.) 

Alles  in  elenden  Reimen.  — 16  S.  (incl.  Tit.  u.  i BL 
Inh.).  I.  Das  hat  kein  Schiller  geschrieben.  (Parodie.)  2.  Meine 
einzige  Freud  ist  eine  Hur!  (Parodie  auf:  Meine  einzige  Freud 
ist  mein  Bua.)  3.  Gebärmutterliebe.  (Parodie  auf : Die  Mutter- 
liebe.) 4.  Fischerin,  du  kleine!  (Parodie.)  5.  Saftige  Schnada- 
hüpfeln. 6.  An  Robert.  (Parodie.) 

SAUGLÖCKLEIN  oder  wunderschöne  Märchen,  aber 
nicht  für  Kinder.  7 Hefte.  Mit  (sehr  obscoenen)  Bild- 
chen. O.  O.  u.  J.  (187*?).  12®. 

Ungemein  selten!  (7  Rthlr.  Scheible,  Cat.  49.) 

SAUM,  C.,  DAuids  Eebruch:  Mordt  / Straff  vnd 
Buß.  / Ein  kurtze  verzeychnuß  vn‘  / Außlegung  des  xj.  vnd 
xij.  Capitels,  des  / Andern  Buchs  Samuelis,  von  dem  Fall, 
Mordt,  / vnd  Eebruch  Dauidis.  . . . Vlm,  H.  Varnier,  1534. 
40.  24  Bl.  (2/3  Rthl.  T.  O.  Weigel,  1870;  jetzt  viel  theurer!) 

Kuczynski  no.  2356.  — Rariss. 

SAUR  (-Sawr),  Abrah.  (von  Frankenberg  in  Hessen,  Advo- 
kat am  Fürstl.  Hessischen  Hofgericht  zu  Marburg),  Straff- 
büchlein, Darin  begriffen,  wie  man  heutiges  Tags  peinlich 
zu  straffen  pflegt  ....  Mit  Titelvign.  Franckf.  a.  M.  1579. 
8°.  (12  Mk.,  Prgtbd.,  Max  Harrwitz,  Berlin,  1906.) 

§ Dasselbe.  Ebd.  1581.  Fol. 

§ Dasselbe,  tit.:  Fasciculus  criminalium,  vulgo  Straff- 

buch . . , . 5.  Ed.  Ebd.  1583.  8°. 

Dasselbe.  Ebd.  1587.  (Citirt  Graesse.) 

Dasselbe,  tit. : Fasciculus  de  poenis,  vulgo  Straffbuch, 

d.  i.  Gründliche  vnd  rechte  Vnderweysung,  wie  heutigen  Tags 
nach  allgem.  beschriebenen  Geistlichen  u.  Weltlichen  Rech- 
ten ....  etliche  grobe  Sünde,  Frevel  u.  Missethaten  bürger- 
lich u.  peinlich  zu  strafen  gepflogen  werden.  (Mit  vielen  beach- 
tenswerthen  großen  Holzschnitten.)  Franckf.  a.  M.,  durch  Nicol. 
Bassaeum.  1590.  Fol.  (4  Mk.  Harrassowitz,  Lpz.,  vor  1885; 
14  Mk.  Max  Harrwitz,  1906.) 


96 


Saur — Saussay 


Culturgeschichtlich  von  nicht  geringem  Interesse.  Ueb.  sodo- 
mitische  Unkeuschheit,  Schwarzkünstler,  Kupplerey,  Ehebruch. 
Nothzucht,  Blutschande,  unfruchtbar  machen  etc. 

§ Dasselbe.  Zum  siebenden  mal,  darbey  es  auch 

endlich  bleiben  sol,  widerumb  ersehen  vnd  gemehret.  Ebd. 
1596.  120.  (6  Mk.,  Prgtbd.,  J.  Halle,  c.  1905;  12  Mk.  Max 
Perl,  Berlin,  1905.) 

Graesse,  tresor  VI,  i.  p.  276. 

Dasselbe,  tit. : Fasciculus  constitutionum  de  poenis,  vulgo 

Straffbuch,  gründtliche  u.  rechte  Underweysung,  wie  heu- 
tiges Tags  nach  allgemeinen,  beschrieb.,  geistl.  u.  weltl.  Rech- 
ten, Reichs-  auch  Lands-Ordnungen,  Statuten,  Opinionen  der 
Rechtsgelehrten  u.  Gewonheiten  etliche  grobe  eusserliche 
Sünde,  Freffel  und  begangene  Missethaten  Bürgerlich  u.  Pein- 
lich zu  straffen  gepfleget  werden.  Durch  C.  G.  Saur  von 
newen  übersehen.  Mit  vielen  prächtigen  Holzschnitten.  Ebd. 
1598.  Fol.  (5  Mk.  W.  Koebner,  Breslau,  vor  1885;  20  Mk., 
schönes  Expl.,  O.  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908:) 

12  Bll.  (incl.  roth  u.  schwarz  gedr.  Titel),  203  S.  u.  Reg. 
Handelt  auch  über:  Meyneyd,  Zauberey,  Ketzerey,  Wider- 
täuffer,  Unkeuschheit  und  Hurerey,  Jungfrauen  entführen,  Not- 
zucht etc.  etc. 

§ Dasselbe.  7.  (sol)  Ed.  Ebd.  1603.  8°. 

§ Dasselbe.  8.  Ed.  Ebd.  1620.  8®. 

Diarium  historicum,  d.  i.  Ein  besondere 

tägliche  Hauss  vnd  Kirchen  Chronica,  darinn  be- 
sondere Nam  vnd  warhafft.  Geschichte,  schreckl.  Mirackel, 
lustige  Exempel  etc.  etc.  verzeichnet  werden.  Mit  Holzschn. 
Franckf.  a.  M.  1582.  Fol.  (18  Mk.,  Prgtbd.,  Jaques  Rosen- 
thal, c.  1903.)  Rarl 

SAUSSAY,  V.  du.  Blühendes  Fleisch,  glühende 
Schönheiten.  Realistischer  Roman.  Einzig  autorisirte  voll- 
ständige Uebersetzung  aus  dem  Französ.  v.  G.  Rein  b erg. 
Budapest  1903.  8°.  512  S.  (Kr.  6 — .)  (4  Kr.  Vict.  Eytelhuber, 
Wien,  1904.) 

In  Deutschland  verboten. 

Orig.:  Chairs  espanouies,  beautes  ardentes. 
Roman  d’aventures  et  d’amour.  Avec  30  illustr.  Paris 
1902.  8®.  (Kr.  4,20.)  (3  Kr.  der  Vorige,  1904.) 

Dasselbe.  2 Thle.  Wien  1903.  8®.  (3  Mk.,  etwas  fleckig, 

F.  Waldau,  Fürstenwalde,  1908.) 

„Junges  Mädchen  mit  Make  1“.  Ein  Passions- 
roman der  Liebe.  Wien  1903.  8®.  (Mk.  3 — .)  (i  Mk.  80  Pfg. 
H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 

Schönheit.  Roman  einer  Kurtisane.  Buda- 
pest 1906.  8®.  (Mk.  3 — .)  (2  Mk.  der  Vorige,  1908.) 


Savary — Sax 


97 


SAVARY,  Liebesgeschichte  des  Anas  Eloujoud 
und  der  Ouardi.  Eine  arabische  Erzählung.  (Aus  d.  Fran- 
zos.) Eisenach  1790.  8®.  (60  Pfg.  Heckenhauer,  Tüb.,  1879; 
2 Mk.  40  Pfg.  Conr.  Skopnik,  Berlin,  1909.) 

Orig.:  Les  Amours  d’Anas-Eloujoud  et  de 
Ouardi,  conte  trad.  de  l’Arabe  par  M.  Savary.  A Bagdad, 
se  trouve  ä Paris  chez  Onfroy,  1789.  16®.  (i  Mk.  20  Pfg. 

Scheible,  1875.) 

SAVELLO,  Victor  (ps.).  Der  fahrende  Münchhausen 
oder  neue  Reisebilder  zu  Wasser  und  zu  Lande 
etc.  Aus  d.  Franzos,  von  Hyronimus  (!)  Frhrn.  v.  Münch- 
hausen. 1840. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  373  u.  503. 

SAX  (!),  Der  junge  Hans  (ps.).  Ein  Spaciergang, 
Geschehe’  von  einem  Vatter  vnd  Sohn  etc.  (R  e i m - 
gespräch  gegen  das  Papstthum.)  1585. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  503.  — Ungemein  rar! 

SAX  (=  Saxo,  Sachse),  Mich.  (Hofprediger  zu  Thonna).  — 
Mich.  Sachsen' s Neuntzehen  Geheimniß  des  ehe- 
lichen Traurings  mit  vielen  Historien,  Gleichnussen  vnd 
arcanis  Naturae  bewert.  Erffurdt  1586.  12®. 

Citirt  Jul.  Krone. 

Predigten  über  die  Ehe.  Erfford  durch  C.  H. 

Preuser  (ca.  1589).  12®.  (5  Mk.,  Titelbl.  fehlte,  eine  mir  ent- 
fallene Firma.)  Rar  1 

Mit  zahlreichen  Reimen.  Widm.  an  den  Herzog  J o h. 
Casimir  von  Sachsen  durch  den  87jährigen  Autor. 

Arcana/AnnuliPronubi/  Das  / ist  Geheim- 
nis / vnd  nutze  bedeutung  des  / Ehlichen  Trau- 
ringes ....  Mühlhausen  an  der  Unstrut,  durch  And. 
Hantzsch,  1589.  12®. 

Mit  Reimen.  — Sehr  rare,  wohl  erste  Ausgabe. 

Dasselbe,  tit. : Arcana  annuli  pronubi,  d.  i.  Ge- 
heimnis u.  bedeutung  des  Ehelichen  Tra u - Rin- 
ge s ...  Aus  Gottes  Worte  erkleret  ...  3.  Ausgabe.  Mit 
Holzschnitten.  Leipzig,  M.  Lantzenberger,  1594.  8®.  328  S. 
(6  Mk.  Max  Weg,  Lpz.,  1897.) 

* Drey  GüldeneKleinod,  Christlicher  Ehe- 

leute. Darinnen  mit  Fleiß  beschrieben:  i.  Die  Hoheit,  Nutz 
vnd  wirdigkeit  deß  Ehelichen  Standes : Abgebildet  in  der 
Edelen  vnd  wohlriechenden  Blumen  der  weissen  Lügen.  2.  Sehr 
schöne  Regeln,  Gebet  vnnd  Trost,  für  schwangere  vnd  ge- 
behrende Weiber.  3.  Notwendiger  Bericht,  wider  sechserley 
beschwerungen  der  Eheleute.  Sampt  angehengten  Sprüchen, 
inn  mancherley  Fällen,  vor  betrübte  Hertzen,  Durch  Michaelem 
Sachsen,  Hoffprediger.  (Holzschnitt.)  In  Vorlegung  Bartholo- 

7 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


98 


Sax 


m£ei  Voigts.  1597.  — A.  E.:  Gedruckt  zu  Leipzig,  durch 
Frantz  Schnellboltz.  Typis  haeredum  Beyeri.  Im  Jahr,  M.  D. 
XCvij.  (1597.)  8°.  (In  Berlin:  Da  7282,  Beibd.  3.) 

I:  IO  Bll.  Vorst,  (incl.  Titel  in  Roth  u.  Schwarz  u.  Vorr., 
dat.  Ohrdruff,  Neujahr  1593),  61  bez.  Bll.  II:  29  bez.  Bll. 
III:  53-I-15  Bll.,  nebst  4 unbez.  Bll.  Register. 

Dasselbe,  tit. : Mahlschatze.  Darinne  alle  darzu- 
gehörige, vnnd  bey  hohen  vnd  niedern  gebreuchliche  Ding  er- 
kleret,  mit  Zeugnissen  der  Schrifft,  Exempeln  u.  Historien  be- 
wehret. Mit  Holzschnitten.  Nürnberg  1603.  12°.  177  Bll. 

(18  Mk.,  etw.  wurmst.,  Ldrbd.  mit  Goldpressgn.,  Jacques  Rosen- 
thal, c.  1903;  12  Mk.,  I Bl.  fehlt,  M.  Edelmann,  Nürnb., 
c.  1905:) 

Äusserst  seltenes  u.  kulturgeschichtl.  interess.  Schriftchen. 
Enthält  u.  A. ; Woher  d.  Gebrauch  komme,  dass  man  den 
Mahlschatz  giebt.  Wie  christl.  Eheleute  bei  d.  genommenen 
Mahlschatze  sich  sechserley  Dinge  erinnern  sollen.  Was  das 
Hembde  bedeut,  so  die  Braut  ihrem  Vertraweten  schencket. 
Was  das  Facinetlein  bedeutet  so  die  Braut  dem  Bräutigam 
gibt  etc. 

*  ARCANA  ARRHZE,  Das  ist:  Eröffnung  der 

Geheimus  deß  Mahlschatzes.  Darinn  alle  darzu  ge- 
hörige, vnd  bey  hohen  vnd  Niedern  gebreuchliche  dinge,  also 
erkleret,  mit  Zeugnissen  der  Schrifft  vnd  Veter,  mit  Arcanis 
naturae,  Erfahrung,  Exempeln  vnd  Historien  bewehret  wer- 
den, daß  es  jung  vnd  alt,  Mannen  vnd  Fra  wen,  zu  lesen 
lieblich,  vnd  zubetrachten  hochnützlich  seyn  kan;  Gestehet  durch 
Michaelem  Saxen,  Gl.  Spielbergischen  Hoffprediger  zu  Thonna. 
Mit  schönen  figuren  (Textholzschnitten)  gezieret.  (Holzschn.) 
Cum  Gratia  & Privilegio.  1601.  Leipzig,  In  Vorlegung  Bartholo- 
maei Voigts.  — A.  E.:  Leipzig,  Gedruckt  durch  Frantz  Schnel- 
boltz,  Typis  Haeredum  Beyeri.  Anno  M.  DC.I.  (1601.)  8°. 

(In  Berlin : Da  7282,  mit  3 Beibdn.) 

1 1 Bll.  Vorst,  (incl.  Titel  in  Roth  u.  Schwarz  u.  Vorr.  dat. 
Thonna,  Pfingsten  1590),  281  S.  Manche  unverblümte  Erör- 
terungen, vermischt  mit  Historien  u.  Reimen. 

*  Artliche  Erklerung,  liebliche  deutung, 

vnd  auslegung  d e s WISCHTUCHES,  oder  Schnuppf- 
tuchs,  seiner  4.  Ecken,  vnd  anhangenden  4.  Que- 
sten  (!),  so  die  Braut  dem  Bräutigam  gibt,  vnd 
Er  jhr  zu  Ehren  treget.  16  (Holzschn.)  02.  Gethan 
in  2.  Predigten,  Durch  Michael  Saxsen,  Pfarherrn  zu  Wech- 
mar. Gedruckt  zu  Erffurdt,  bey  Martin  Spangberg,  In  Ver- 
legung Heinrich  Birnstiels,  Buchführer.  O.  J.  (ca.  1602).  8°. 
(In  Berlin:  Da  7282,  Beibd.  i.)  Sign.  A — E 3 u.  i weißes  Bl.) 

*  Die  Edele  Perle.  Ein  Hochzeitpredigt,  aus 

dem  31.  Capit.  der  Sprüche  Salomonis,  darinnen  die  Krafft  vnd 


Sax — Scävola 


99 


Nutz  der  edelen  Perlen  gezogen  wird,  auff  den  Nutz  frommer 
Christlicher  Eheweiber,  lieblich  vnd  nützlich  zu  lesen.  Gethan  zu 
Wechmar  auff  dem  Beylager.  Des  Edlen,  Ehrenvesten  Hans 
Phillips  von  Bergen,  vnd  Dorotheä  Spitznäsin,  Im  Jahr  1598. 
den  22.  Sontag  Trinitatis,  Durch  Michael  Saxsen,  Pfarherrn 
daselbst.  (Ornament.)  In  Vorlegung  Heinrici  Birnstiels,  Buch- 
händlern in  Erffurt.  Anno  1603.  8°.  — A.  E.:  Gedruckt  zu 
Erffurt,  durch  Isaiam  Mechlern.  Im  Jahr,  1603.  8°.  Sign. 
A — E 7,  I weißes  Bl.  (In  Berlin:  Da  7282,  Beibd.  2.) 

Das  I.  Theil  des  christlichen  Zeitvertrei- 

bers  oder  geistl.  Rätzelbuchs  . . . . Dresden  1593.  8°. 
(Mk.  2 — , etw.  fleck.  Expl.,  Heberle,  Cöln,  Cat.  74  S. ; jetzt 
theurer  1 

Geistliches  Räzelbüchlein.  2 Thle.  Wittenberg 

1596.  8°. 

Dasselbe.  Dresden  1597.  8^. 

— — Dasselbe,  titulo : Christlicher  Zeitvertreiber 
oder  geistliches  Retzeibuch.  Darinnen  von  Gott,  von 
der  Schöpf  fung,  von  Engeln,  Teuf  fein,  Menschen  vnd  von 
allen  Creaturen  vnd  Erdgewechsen  gehandelt  wird.  2 Thle. 
O.  O.  1601.  8°.  (Mk.  4,15  Ludw.  Rosenthal,  1886;  Mk.  8 — 
Jacques  Rosenthal,  ebd.,  c.  1903.) 

— — Dasselbe.  3 Thle.  Leipzig  1609 — 12.  8*^.  (Mk.  10 — 

Jacques  Rosenthal,  c.  1903.) 

Der  dritte  Theil  erschien  zuerst  1612. 

Dasselbe,  tit. : Christlicher  Zeitvertreiber  oder 

geistliches  Raetzelbuch,  darinnen  die  aller  lustigsten 
Fragen  vnd  Antwort  verfasset  sind.  Von  Gott,  von  der 
Schoepffung,  von  Engeln,  Teuffein,  Menschen  vnd  von  allefley 
Creaturen  vnd  Erdgewaechsen.  2 Thle.  Ebd.  1612 — 16.  8°. 
(5  Mk.,  Prgtbd.,  Paul  Neubner,  1892.) 

— — Dasselbe  (plattdeutsch),  tit. : Christlike  Thydt- 
vordriver  edder  dat  geistl.  Affragelseboeck.  i. 
Deel.  Allerlustigste  Tragen  mit  enem  Andwort  van  Gade,  v.  d. 
Scheppinge,  v.  d.  Engelen,  Düwelen,  Minschen,  Fruwens,  Scha- 
pen, Hunden,  Vogelen  etc.  Hamborch,  Lucius.  1597.  8°.  Höchst 
selten!  (3  Mk.  Th.  Ackermann,  München,  1886;  jetzt  viel 
theurer  I) 

Spiegel  glückseliger  vnd  auch  vnglück- 

licher  Ehe,  Reimensweiss.  Erffordt,  Heinr.  Birnstiel, 
1607.  8®.  Rar! 

SCÄVOLA,  Emerentius  (angebl.  der  ehemal.  preuss.  Offizier, 
spätere  Postdirektor  von  der  Heyden  zu  Königsberg  in  der 
Neumark.  — Schrieb  zwischen  1825 — 40  eine  Menge  bände- 
reicher Romane,  meist  liederlichen  Inhalts.  Stehen  niedrig  im 


7* 


100 


Scävola 


Preise.)  — Adolar,  der  Weiberverächter.  Novelle. 
2 Thle.  Berlin,  Schlesinger,  1833.  8°.  44I/2  Bog.  (3  Rthl. 
12  Sgr.)  (3  Mk.,  Lesespuren,  Südd.  Antiqu.,  München,  c.  1808.) 
Wolfg.  Menzel  III.  p.  472:  Adolar  verführt  alle  Weiber, 
bis  ihn  einmal  Eine  um  beide  Augen  bringt.  Blind  und 
ohne  Mittel  setzt  er  dennoch  seine  Lüderlichkeit  fort,  indem 
er  sich,  immer  noch  ein  schöner  Mann  und  wegen  seiner  Blind- 
heit um  so  gewisser  diskret,  an  vornehme  Frauen  verkauft 
und  nunmehr  Geld  für  das  einnimmt,  wofür  er  es  sonst  ausgab. 
Eine  Hetäre  männlichen  Geschlechts. 

Dasselbe.  2.  Ausgabe.  Güstrow,  Opitz  u.  Frege,  1836.  8®. 

Andronica.  Roman.  3 Thle.  Güstrow,  Opitz  u.  Frege, 

1836.  Gr.  8°.  (5  fl.  24  xr.  Scheible,  vor  1870;  i Mk.  50  Pfg. 
Riemann,  Coburg,  c.  1890.) 

348,  384,  371  S.  Freien  Inhalts. 

Briefe  eines  Flüchtlings.  4 Bde.  Bunzlau,  Ap- 

pun,  1838.  80.  631/2  Bog-  (3  Mk.  H.  Kerler,  Ulm,  1892.) 

Camera-Obscura-Bilder.  Novellen.  i.  (einz.) 

Theil.  Berlin,  Schlesinger,  1832.  8®.  (U/g  Rthl.)  251/^  Bog. 
Das  Geheimniß  der  Reminiscenz.  — Die  Fesseln  der  Erde. 
— Die  Gattin  u.  das  Campagnepferd. 

Dasselbe.  Neue  (Titel-)  Ausgabe.  Ebd.  1836.  8®. 

Die  Erbsünde.  2 Thle.  (i  : Die  Erblasser.  2:  Die 

Erben.)  Berlin  u.  Königsberg  in  der  Neumark,  Vereins-Buch- 
handlung, 1834.  8°.  (2V2  Rthl.)  251/2  Bog.  (3  Mk.  50  Pfg., 
unbeschn.,  Adolf  Weigel,  c.  1906.) 

§ Genossen  der  Mitternacht.  Novellen.  2 Thle. 

Berlin,  Schlesinger,  1832.  8°.  (3  Rthl.)  18  Bog. 

I:  Die  Mumie.  — Der  Sünderin  Engel.  — Der  Todten- 
bote.  — Va  banque.  — Der  Todtenerwecker.  — Der  Gruß 
aus  dem  Grabe.  — II:  Zwangeid  und  Eidzwang  oder  Glaube 
und  Aberglaube.  — Der  Theezirkel  auf  dem  Schlosse  Aar- 
weiler. — Der  selig  gesprochene  Verdammte. 

§ Die  Kreolin  und  der  Neger.  Galerien  romant- 

ischer Bildwerke,  i.  Gallerie.  (3  Thle.)  Frankfurt,  Sauerlän- 
der, 1836.  Gr.  160.  (41/2  Rthl.)  61 0/4  Bog.  (4  Mk.  50  Pfg., 
mit  d.  folg.,  etw.  fleckig,  Adolf  Weigel,  c.  1906.) 

Th.  I : Der  Königsenkel.  Ein  romant.  Charakter-  u.  Zeit- 
gemälde. — Th.  2 : Die  Kreolin.  — Th.  3 : Dessalines. 

§ Dasselbe.  2.  Gallerie.  Ibid.  eod.  a.  8®.  (41/2  Rthl.) 

54  Bog.  (5  Mk.,  mit  d.  vorig.,  Südd.  Antiqu.,  c.  1808.) 

Th.  4 : Die  Blutsfreunde.  Ein  romant.  Zeit-  u.  Charakter- 
bild. — Th.  5:  Die  Kaperbeute.  — Th.  6:  Hayti. 

§ Learosa,  die  Männerfeindin.  Ein  Roman. 

3 Bde.  Leipzig,  Brockhaus,  1835.  8®.  (Mk.  20,50.)  138  Bog. 

(3  Mk.  Adolf  Weigel,  c.  1906;  5 Kr.  40  H.  A.  H.  Huber, 
Salzburg,  c.  1905;  6 Mk.  F.  Waldau,  1707.) 

Wolfg.  Menzel  III.  p.  472 — 73:  Die  Heldin  „Learosa", 
ein  unschuldiges  Mädchen,  fällt  in  die  Arme  mehrerer  Ver- 


Scävola 


lOI 


führer,  bleibt  aber  unschuldig,  heirathet  einen  Greis  u.  bleibt 
unschuldig,  bis  ein  Traum  zum  erstenmal  sie  darüber  belehrt, 
wo  die  Unschuld  aufhört.  Nun  glüht  sie,  den  Traum  zu 
verwirklichen,  verliebt  sich,  geräth  aber  im  Dunkeln  in  die 
Arme  eines  Scheusals.  Außer  sich  vor  Aerger  will  sie  sich 
auf  andre  Art  entschädigen,  wird  aber  nochmals  im  Dunkeln 
betrogen  durch  — ihren  eigenen  Bedienten.  Das  Ende  ist 
im  Bordell. 

§ Leonide.  Ein  Roman.  4 Thle.  Leipzig,  Brock- 

haus, 1835.  80.  (5  Rthl.)  693/^  Bog.  (3  Mk.  Adolf  Weigel, 
c.  1906;  3 Mk.  50  Pfg.,  Gebrauchssp.,  Südd.  Antiqu.,  Mün- 
chen, c.  1908.) 

Wolfg.  Menzel  III.  p.  473:  In  diesem  Roman  bricht 
die  Heldin  als  Nonne  ihr  Gelübde,  um  zwei  Männer  zu  hei- 
rathen,  denen  sie  sich  abwechselnd  hingibt.  — Genug,  die 
Analyse  der  noch  übrigen  Romane  dieses  Scävola  wollen  wir 
uns  ersparen. 

Der  Veteran  und  sein  Sohn.  Novelle.  2 Thle. 

Bunzlau,  Appun,  1837.  Kl.  8®.  28^/2  Bog.  (i  Mk.  Riemann, 
Coburg,  vor  1890.) 

A.  G.  Schmidt,  Gallerie  etc.  Grimma  1840.  Kl.  4O.  bringt 
Näheres  über  den  Verfasser:  Der  Postdirector  von  der  Heyden 
zu  Königsberg  in  der  Neumark,  wie  man  bisher  mit  ziem- 
licher Bestimmtheit  angenommen  hat  [s.  u.  andern  Convers. 
Lexik,  der  Gegenwart,  wo  es  S.  991  heißt:  „Em.  Scävola^ 
wie  man  vermuthet  ein  angesehener  Postbeamter  in  der  Neu- 
mark, ein  ehemal.  preuß.  Militär  in  vorgerückten  Jahren  mit 
ehrenvollen  Wunden  bedeckt“],  der  es  aber  nach  einer  mir 
(Schmidt)  brieflich  gegebenen  Versicherung  nicht  sein  will, 
und  wahrscheinlich  deßwegen  dafür  gehalten  wird,  weil  er 
die  Mittelsperson  zwischen  Em.  Scäv.  u.  dessen  Verlegern 
gewesen  ist.  — Das  sehr  entfernte  Asyl  im  Auslande,  in 
welches  sich  unser  Pseudonymus  zurückgezogen  hat,  darf  Hr. 
etc.  V.  d.  Heyden  nicht  verrathen.  Em.  Scäv.  will  von  seinen 
Verhältnissen  und  Erlebnissen  nicht  mehr  veröffentlicht  wissen, 
als  von  ihm  selbst  in  seiner  letzten  Schrift  „Briefe  eines 
Flüchtlings“  (s.  oben)  mitgetheilt  ist.  In  diesen  erzählt  er  als  Flücht- 
ling, daß  er  aus  adeligem  Geschlecht  stamme,  früher  preußi- 
scher Officier,  und  zwar  ein  sehr  tapferer  und  unterrichteter, 
Rittergutsbesitzer  und  reich  gewesen  sei,  gegenwärtig  aber  als 
preuß.  Landrath,  u.  zwar  als  ein  sehr  brauchbarer  und  wohl- 
verdienter fungire,  ohne  Rittergut  u.  Vermögen  lebe,  den  Orden 
des  eisernen  Kreuzes  trage,  daß  er  sein  Vaterland  Preußen 
unendlich  liebe,  durch  dauerndes  U ebelbefinden  (durch  den 
Schmerz  über  den  Sieg,  welchen  die  Macht  der  pietistischen 
Coalition  über  ihn  errungen,  wie  eine  andere  Nachricht  mel- 
det) genöthigt  worden  sei,  seine  nördliche  Heimat  mit  den 
südlicher  gelegenen  Gegenden  Sachsens,  Böhmens  und  Tirols 
zu  vertauschen. 

Urania.  Taschenbuch  auf  das  Jahr  1836. 

Mit  Auber-Portr.  u.  5 Stahlst.  Leipzig.  16“.  356  S. 

Darin  u.  a. : Sternberg,  Emerentius  Scävola. 


102 


Scandal — Scaramuza 


SCANDAL-GESCHICHTEN  europäischer  Höfe.  Nach 
den  hinterlassenen  Papieren  eines  alten  Diplo- 
maten. (Vf.:  Daniel  v.  Käszony.)  lo  Bde.  Leipzig,  Ver- 
lags-Anstalt (W.  Röhl).  O.  J.  (1871).  Kl.  8°.  (62/3  Rthl.)  (15  Mk. 
Adolf  Weigel,  12  Mk.  Conr.  Skopnik,  Berlin,  1910;  20  Kr.  Halm 
& Goldmann,  1904;  16  Mk.  Max  Perl,  1905.) 

Jeder  Band  hat  c.  10  Bogen  u.  dieselbe  Illustr.  auf  d. 
Umschlag.  — Zahmen  Inhalts. 

I:  Oesterreich.  II — III:  England.  IV:  Italien.  V:  Spa- 
nien, Portugal.  VI — VII;  Frankreich.  VIII;  Schweden,  Däne- 
mark. IX;  Türkei,  Polen,  Rußland.  X:  Niederlande,  Deutsch- 
land. 

SCANDERBEG,  H e r m a n v.  (ps.),  Pillen  aus  meiner 
Hausapotheke.  Ein  Geschenk  für  Freunde  des  Scherzes 
und  der  Satyre,  zunächst  für  Badegäste  bestimmt.  Gondar, 
bei  Lokmans  Erben  (Rudolstadt,  Hofbuchhandlg.).  1819.  8°. 
4 Bll.  u.  136  S.  Zahm.  (3  Mk.,  unbeschn.,  im  jokosen  Orig.- 
Umschl.,  Adolf  Weigel,  c.  1908.) 

Inh.:  Scaramuz  als  Finanzminister.  — Meiner  Schicksals- 
Geschichten  am  Hofe  von  Samosata  erstes  bis  letztes  Ca- 
pitel.  — Der  Bokkowarische  Finessenseppei,  e.  antiquarische 
Untersuchung.  (Sämmtl.  dramatisirt  u.  z.  Theil  in  Versen.) 
Nachschrift.  — Weller,  fing.  Dr. 

SCAPPIN  (ps.).  Der  Verreist-gewesene  und  nun 
wieder  angekommene  Kilian  Brustfleck,  Mit 
sich  bringend  allerhand  rare  Historien,  kurtzweilige  Geschich- 
ten, Schertz-Reden,  etc.  Zum  Druck  befördert  (verfaßt)  von 
— . Mit  Titelkupfer.  Gedruckt  zu  Haraenberg  1769.  8°.  Selten! 
(2^/2  fl.  Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  1889,  aus  Jul.  Krone’s 
Bibi.;  jetzt  theurerl) 

F r ü h e r e Drucke  von  1729  und  1730  in  Weller’s  Le.\. 
ps.  p.  503  citirt,  wo  obige  Ausgabe  fehlt. 

SCARAMUZA  (ital.  Scaramuccia,  frz.  Scaramouche, 
recte  Tiberio  Fiorilli,  geb.  zu  Neapel  1607,  f zu  Paris  1694, 
beerdigt  8.  Dezbr.  in  der  Kirche  St.  Eustache,  einer  der  stehen- 
den Charaktere  der  von  ihm  geschaffenen  italien.  Stegreif- 
komödie. S.  ging  ganz  schwarz,  in  spanischer  Hoftracht,  und 
stellte  den  Aufschneider  vor,  der  am  Ende  vom  Arlecchino 
durchgeprügelt  wird.  — Meyer’s  Convers.-Lex.  1897,  nach: 
Bartoli,  Scenarii  inediti  della  commedia  dell’arte  Flor.  1881.) 

— Nascita,  vita,  morte  del  famoso  Scaramuzza, 
comico  napolitano,  trad.  in  ted.  dall’ital.  da  Giulio 
Carofani  d’Ofenmerche  (!)  Roma,  Giov.  Stampa,  1728. 

— Geburth,  Leben  und  Todt  des  berühmten  Sca- 
ramuzza Neapolitanischen  Comödianten.  Ins 
Teutsche  übersetzt  auf  Begehren  des  Oratio  Romantino,  Sprach- 
Meistern.  Mit  Portr.  des  Sc.  u.  der  Marinetta.  In  Roma 


Scaramuza 


105 


1728.  Zu  finden  auf  Frankfurt-  und  Leipziger  Messen  (Nürn- 
berg, Monath)  1728.  12®.  (12  Mk.  Adolf  Weigel,  c.  1905:) 

2 S.  Titel,  VII,  191  S.,  IO  S.  Register.  Wichtiger  Beitrag 
zur  Theatergeschichte.  Stellenweise  sehr  frei  und  derb..  Von 
grösster  Seltenheit  1 

Tiberio  Fiorilli,  Sohn  eines  Kavalleriekapitäns  in 
Neapel,  Marktschreier,  Erfinder  des  tabac  aux  mille  fleurs, 
Schauspieler  des  Herzogs  von  Mantua,  in  Livorno  Jude  unter 
dem  Namen  Benjamin,  1660  Hofschauspieler  Louis’  XIV.  — 
Claudin,  Paris,  en  1876:  De  tous  les  acteurs  que  l’Italie 
nous  envoya  sur  la  scene  frangaise  et  qui  aidörent  ä l’essor 
de  notre  genie  comique,  celui  qui  a laissö  en  France  les 
traces  les  plus  profondes  c’est  assuröment  Tiberio  Fioril- 
1 i faisant  le  personnage  de  Scaramouche.  II  joua  ä Paris 
pendant  plus  de  50  ans,  fournissant  ainsi  une  des  nlus  longues 
carriöres  comiques  que  l’on  connaisse.  Scaramouche  divertissait 
döjä  les  Parisiens  lorsque  Pierre  Corneille  leur  donna  le  Men- 
teur,  et  il  figurait  encore  dans  les  premieres  piöces  que  Regnard 
fit  representer  ä l’hotel  de  Bourgogne.  Scaramouche  exerga 
une  influence  incontestable  sur  Moliöre.  Dans  les  vers  places 
au  bas  du  portrait  de  Scaramouche,  il  est  dit  qu’il  fut  le 
maitre  de  Moliöre.  Un  des  dötracteurs  de  Moliöre,  Le  Bou- 
langer  de  Chalussay,  dans  sa  piöce  d’Elomire  hypocondre,  dit 
aussi  positivement  que  le  comique  franpais  aurait  pris  des 
legons  de  l’acteur  italien.  Ce  qu’il  y a de  certain  c’est  que 
Moliöre  l’etudia  avec  une  attention  suivie.  „Moliöre,  original 
frangais,  dit  Menage,  n’a  jamais  perdu  une  reprösentation  de 
cet  original  italien.“ 

Leben  des  Skaramutz,  vormals  berühm- 

Lustigmachers  auf  dem  italienischen  Theater 
zu  Paris.  Ein  Beitrag  zur  Geschichte  des  Groteskekomi- 
schen (von  Friedr.  Samuel  Mursinna).  Mit  Titelkpfr.  Halle, 
J.  F.  Dost,  1789.  8°.  144  S. 

Max  Perl’s  Berliner  Febr.-Auction  1908,  no.  627. 

Dasselbe.  Ebd.  1792.  8°. 

Heinsius  198.  — Anon.-Lex.  III.  p.  16  (nach  Kayser,  Meusel. 
Adelung)  nennt  nur  1789. 

SCARAMUZA.  — Der  Schnaack-  und  Geckhaffte, 
dabey  doch  ergötzende  SCARAMUZA,  Welcher  In 
einer  ganz  ungewohn( ! )-  und  lächerlichen  Verkleidung,  ver- 
schiedene seltzame  Und  wunderliche,  sowohl  lustige,  als  trau- 
rige Begebenheiten,  von  mancherley  Standes-Persohnen,  allen 
und  jeden  zu  sonderbahrer  und  zulässiger  Gemüths(-)Ergetz- 
ung  herfür  gibt.  Mit  Titelkpf.  (Schaubühne).  Leipzig,  Ver- 
legts  Hieronymus  Fried.  Hoffman’,  Buchh.  in  Zell  (Celle?). 
Im  Jahr  1693.  12®.  (In  Dresden:  Lit.  Germ.  rec.  D.  371m.) 

Seltenes  Schwankbuch.  — Tit.  (roth  u.  schwarz),  7 un- 
bez.  S.  Vorher.,  563  S.,  enth.  190  Nrn.,  wobei  Einiges 
Anstössige.  U.  a. : Der  Hornträger  Ursprung  (Nr.  8,  S. 
12 — 13  mit  12  paarweise  gereimten  Verszeilen).  — Die  un- 
natürliche Ehe.  — Der  schwanger-machende  Baum  (nichts  Sa- 


104 


Scarron 


lyrisches).  — Die  Meißnische  Heldin  Nr.  45,  S.  92 — 96;  Anna 
Agrippa  aus  Leipzig,  1663 — 69  (in  türkischer  Gefangenschaft). 
— Die  verwechselte  Liebste.  — Die  offt-wiederholte  Ehe.  — 
Der  menschliche  Wolff-Säugling.  — Das  Wunder-Horn  zu 
Oldenburg  (S.  177 — 18 1).  — Die  löbliche  Liebes-List.  — Das 
nach  dem  Tode  getreue  Weib.  — Die  keusche  Selbst-Mörderinn. 
— Die  schamhafte  Japanische  Magd.  — Der  purgirende  Traum. 
— Die  zauberische  Liebe.  — Der  angefochtene  Student  (Nr. 
124,  S.  297 — 301).  — Die  stinkende  Buhlschafft.  — Der  un- 
treue Ehemann.  — Die  unglückliche  Liebe.  — Die  bestraffte 
Geilheit.  — Die  listige  Keuschheit.  — Der  getreue  Ehemann. 
— Der  Sultzbachische  Geist  (Nr.  138,  S.  358 — 360).  — Der 

r-  Hildesheimische  Kobold  (Nr.  142,  S.  368 — 371).  — Der  Teuffel- 
ische  Succubus.  — Der  Nürnberger  Geist  (Nr.  147,  S.  381 — 384). 
— Der  unwissende  Hanrey  (Nr.  158,  S.  413 — 416).  — Die 
seltzame  Überwindung  der  Liebe.  — Der  Gottes-vergessene 
Ehebrecher.  — Die  wohlbelohnte  Courtoisie.  — Die  Teuffelische 
Verwandelung  der  Menschen  (Nr.  169,  S.  440 — 443).  — Die 
Teufflische  Bocks-Fahrt.  — Der  (vom  Teufel)  versuchte  Ertz- 
Hertzog  (Friedrich  der  Schöne,  Gegenkaiser  Ludwig’s  des 
Bayern,  Nr.  172,  S.  449 — 451).  — Die  schnelle  Studenten- 
Reise  (Nr.  173,  S.  451 — 456).  — Der  zauberische  Liebes-Ring. 
— Das  verfluchte  Chrystallsehen.  — Die  gefährliche  Liebes- 
Probe.  — Der  vom  Teuffel  getödtete  und  wiederum  beseelte 
Buhler.  — Der  vergoltene  Ehebruch.  — Der  listig-verheelte 
Ehebruch.  — Die  behende  Magd. 

Dasselbe.  Ibid.  1695.  12°. 

§ — — Dasselbe.  Mit  2 Kpfrn.  Ibid.  s.  a.  12°.  (5  Mk., 

„der  Titel  'scheint  zu  fehlen“,  Geiger  & Jedele,  Stuttgart,  1896.) 
SCARRON,  Paul  (1610 — 60,  Gemahl  der  Maintenon),  Zweene 
seitenbuhlende  Brüder.  (Aus  d.  Franzos.)  O.  O.  1670. 
16O.  92  S.  Ungemein  rar!  (2  Mk.  50  Pfg.  W.  H.  Kühl,  Berlin, 
c.  1882;  jetzt  theurer!) 

* Der  unschuldige  Ehebruch,  aus  d.  F rant- 

zös.  u.  Span,  übergesetzet  (von  Geo.  Greflinger).  Ham- 
burg 1662.  12°.  Rariss. 

Uebersetzung  von  Scarrons  Novelle  „l’adult^re  innocent“. 

Neue  Schrifften  Des  Hn.  [Paul]  Scarron,  Wor. 

Durch  angenehme  Erzehlung  geheimer  und  lustiger  Begeben- 
heiten, Die  vergebl.  Fürsichtigkeit,  Die  scheinheil.  Gesell- 
schafft, Der  Unschuld.  Ehebruch,  Das  gute  Bezeigen  mehr 
in  Thaten  als  in  Worten,  Zum  nützl.  Zeitvertreib  vorgestellt 
w.  A.  d.  Frantz.  übers,  von  J.  G.  Schumann,  . . . Franck- 
furt  u.  Leipzig  1742.  Mich.  Gib.  Grießbach,  8°.  (In  Wolfen- 
büttel ; vgl.  Cat.  Milchsack.)  Rar  1 

Die  einzelnen  Erzählungen  aus  folg.  Orig.:  Les  Nou- 
velles  tragi-comiques,  trad.  d’espagnol  en  frang.  Parb, 
Sommaville,  1656.  12°.  u.  öfter.  Enth. : La  Prdcaution  inutile. 
— L’Adult^re  innocent.  — Les  Hypocrites.  — Plus  d’effet 
que  de  paroles.  (Span.  Quelle  s.  Gay  V,  260.) 


Scarron 


105 


Des  Herrn  (Paul)  Scarron  Comischer  Roman. 

(2  Thle.,  übersetzt  von  B.,  d.  i.  Friedr.  Imman.  Bierling.) 
Mit  Titelvign.  von  Haas  (Büste  Scarrons).  Hamburg,  bey 
Job.  Carl  Bohn.  1752.  8°.  14  Bll.  u.  239  S.  (In  Wolfenb.) 
(10  Mk.,  Hprgt.,  E.  Frensdorff,  1904.) 

Erste  deutsche  Ausgabe.  — Anon.-Lex.  IV.  p.  26  (nach 
Schröder). 

Dasselbe.  Zweiter  Druck.  Mit  schönem  Titelkpfr., 

gest.  von  C.  Fritsch,  u.  Titelvign.  (Scarron’s  Portrait).  Ebd. 
1752.  — Th.  3.  Ebd.  1753.  8°.  (1—2  in  Wolfenb.)  (i — 3: 
3 Mk.  50  Pfg.  W.  H.  Kühl,  Berlin,  c.  1882;  4 Mk.  50  Pfg., 
ohne  Titelkpfr.,  Adolf  Weigel,  1893.) 

260,  239  u.  175  S. 

Orig,  von  i — 2:  Le  Romant  (1)  Comique.  Paris,  Toussainct 
et  Quinet,  1651.  8°.  — Paris,  Guillaume  de  Luynes,  1657. 
8®.  u.  sehr  oft. 

Holländ.  Uebersetzg. : De  kluchtige  romant, 
Of  de  Edelmoedige  Comedianten,...  In  het 
Fransch  gesteh,  door  (Paul)  Scarron-,  En  nu  vertaelt  door 
N.  Heins.  2 deel.  t’Amsterdam,  Jan  Bouman,  1678.  12°. 

(In  Wolfenb.  fehlt  Th.  i.) 

Zwei  englische  Uebersetzg  n.  citirt  Graesse,  tresor 
VI,  I.  j).  292. 

Dasselbe.  (2  Thle.)  Dritter  Druck.  Ebd.  1764.  8®. 

13  Bll.  u.  239  S.  (3  Mk.  Paul  Neubner,  1892;  4 Mk.  50  Pfg., 
unbeschn.,  Max  Jaeckel,  1909.) 

— — Des  Hn.  Scarron  Fortgesetzter  Comischer 
Roman.  Oder  Dritter  Theil.  Hamburg  u.  Leipzig,  Jo. 
Sam.  Heinsii  sei.  Erben.  1753.  8°.  175  S.  (In  Wolfenbüttel.) 
Das  Orig,  erschien  nach  Scarron’s  Tode:  Lyon  1678.  12°. 
Vf.  angeblich  Antoine  Offray  (nach  Dunlop-Liebrecht,  S.  341. 
ein  Pseud.).  Nach  dem  Inhalt  der  Vorrede  erscheint  Offray’s 
Verfasserschaft  zweifelhaft. 

§ Dasselbe.  Ebd.  1763.  8°. 

Folgende  Ausgab.  des  französ.  Originals  sind  in 
München:  Scarron,  P.,  Le  roman  comique.  Lyon  1678. 
III;  Paris  1727 — 30.  II;  ibid.  1733.  III;  Amsterd.  1762. 
III;  Paris  1796.  III.  S®.  — Roman  comique,  par  Paul  Scarron. 
Nouv.  öd.  avec  la  suite  par  A.  Offray.  Avec  les  illustrations 
par  P o r r e t.  4 tom.  en  i vol.  Paris,  Corbet  ainö,  1839.  8*^. 

Dasselbe,  neu  übersetzt.  3 Bde.  Reval  und  Leipzig, 

Albrecht,  1782 — 84.  8°.  (2  Rthl.) 

Dasselbe.  Aus  d.  Französ.  frey  übersetzt.  3 Thle.  Mit 

3 TKpfrn.  Wien,  Alberti,  1793.  lö®.  (3  Kr.  60  H.  Bernh. 
Stern,  Wien,  1901.) 

Dasselbe,  tit. : Scarrons  komischer  Roman.  Aus 

dem  Französischen  frey  übersetzt.  3 Bde.  Mit  3 reizenden 
Titelkpf.,  gest.  von  J.  G e r s t n e r.  Breslau  und  Leipzig,  bey 


T06 


Scarron—Scenen 


Wilhelm  Gottlieb  Korn,  1794.  12®.  (25  Mk.,  Expl.  aus  d.  Be- 
sitze Heinr.  Laube’s,  Adolf  Weigel,  1907:) 

Sehr  hübsche,  den  Bibliographen  anscheinend  durchaus  un- 
bekannte Ausgabe. 

Dasselbe,  tit. : Der  Komödianten-Roman. 

Uebersetzt,  eingeleitet  und  mit  Anmerkgn.  v'ersehen  von  Karl 
Saar  (d.  i.  Charles  C 1 a u d).  3 Thle.  Stuttgart,  Spemann, 
o.  J.  (1887).  80.  (Mk.  13,20.)  (3  Mk.  50  Pfg.  H.  Hugendubel, 
München,  c.  1906;  5 Mk.  P.  Neubner,  Cöln,  1892.) 

Dasselbe,  tit. : Paul  Scarron,  Der  Komödianten- 
roman. Aus  d.  Franzos,  übertragen  u.  eingeleitet  von  Franz 
Blei.  München,  Georg  Müller,  1908.  8®.  (Geh.  Mk.  8 — ; 

in  Hldr.  geb.  ii  — ; Luxusausgabe  Nr.  i — 100  auf  Bütten  in 
Ganzldr.  20 — .)  (4  Mk.  50  Pfg.,  br.  in  Orig.-Umschl.,  Paul 
Graupe,  Berlin,  1909.) 

Einmalige  Auflage  von  1600  numer.  Expll.  — „Wenn  der 
kleine  Abbe  Paul  Scarron  in  die  Weltliteratur  eingegangen 
ist,  so  verdankt  er  dies  nur  dem  einen  Werk,  das  hier  in  neuer 
deutscher  Uebersetzung  erscheint  und  das  ein  köstlicher  Spiegel 
der  Provinzsitten  und  des  französischen  Schauspielerlebens  im 
17.  Jahrhundert  ist.  Das  Buch  ist  echt  gallischen  Geistes, 
voll  Rabelaisischer  Derbheiten  und  Rüpeleien  und  zugleich 
von  einer  bunten,  farbigen  Fülle,  die  ganz  das  Gepräge  des 
Erlebten  hat.“  (Königsberger  Blätter.) 

P.  Scarron' s tragisch-komische  Novellen. 

Hamburg  1779.  8®. 

§ Tragisch-komische  Novellen.  Deutsch  und 

mit  biograph.  Einleitung  von  J.  v.  R e t z e r.  2 Thle.  Mit 
Titelvign.  Wien  1790.  8®.  (2  Mk.  50  Pfg.  H.  Hugendubel, 

c.  1906.) 

Dasselbe  (andre  Uebers.).  Eisenach  1791.  8®.  (2/3  Rthl.) 

Die  vergebliche  Vorsicht.  — Die  Scheinheiligen.  — Der 
unverschuldete  Ehebruch.  — Mehr  Thaten  als  Worte.  — Der 
bestrafte  Geiz. 

Ersch.  II.  2.  1840.  Sp.  289.  no.  2275. 

Dasselbe.  O.  O.  1804.  8®.  (i  Mk.  50  Pfg.,  unauf- 

geschn.,  H.  Hugendubel,  c.  1906.) 

Von  französ.  Ausgaben  sind  inWoIfenbütteliLes 
novvelles  tragi-comiqves.  Trad.  d’Espagnol  en  Fran- 
cois, par  Mr  [Paul]  Scarron.  louxte  la  Copie,  A Paris,  1678. 
12®.  — Nouv.  edition.  T.  i.  Paris,  Est.  Loyson,  1694.  12®. 
(Fehlt  tome  2.)  — Paris,  David  pöre,  Durand,  Pissot,  1752. 
12®.  II. 

In  München  befinden  sich:  Des  nouv  eiles  tragi- 
comiques  de  Scarron.  Paris  1730.  II;  Londres  1786.  II.  8®. 
SCENEN  (auch  ,,S  z e n e n“,  chronoL).  — Scenen  aus 
dem  menschlichen  Leben;  oder  die  Geschichte 
einer  Spröden.  Ein  Roman  f.  Liebende  (in  Briefen,  aus 

d.  Engl.  \mn  Conr.  Fr.  Köhler).  (Motto:  i lat.  Versz.  aus 


Scenen 


107 


Virgil.)  Mit  Titelvign.  (Die  mediceische  Venus  in  Ornament- 
Rahmen,  oval,  G[eyser?]  f.).  Leipzig,  in  der  Weygandschen 
Buchh.  1777.  8.  (i  Mk.  50  Pfg.  Scheible;  jetzt  theurer!) 

398  S.  (incl.  4 Bll.  Vorst.).  In  der  Vorrede  „an  die  Lieben- 
den“ heißt  es:  ....  „So  ist  dieses  Büchlein  entstanden,  das 
vielleicht  so  uneigentlich  Roman  für  Liebe  (siel)  heißt,  als 
Göthens  Stella  Schauspiel  für  Liebende.“  (Fehlt  bei  Kay- 
ser.)  Bibi.  J.  J.  Schwabii.  — Rar! 

SCENEN  aus  d em  bürgerlichen  Leben,  in  Briefen 
und  Erzählungen  zum  Nutzen  und  Vergnügen  junger  Hand- 
werker. Basel,  Schweighäuser,  1782.  8°. 

SCENEN,  Ländliche,  von  J.  A.  C.  Th.  (d.  i.  Joh.  Adam 
Christian  Thon).  Halle  1782. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  27  (nach  Meusel  u.  Kayser). 

«SCENEN  aus  der  neuesten  Welt  (von  Heinr,  Gott- 
lieb Schmieden).  Halle  1784. 

Anon.-Le.x.  IV.  p.  26  (nach  Meusel,  Kayser,  Schröder). 
SCENEN  unsers  Jahrhunderts,  für  biedere  See- 
len, in  Briefen  abgefaßt.  2 Bdchn.  Leipzig,  Hilscher, 
1785.  8°. 

SCENEN  aus  den  Ritterzeiten  (von  G.  Mählenpfordt). 
Mit  Kpfrn.  von  D.  Chodowiecki.  Kopenhagen,  1791. 
Bey  Chrn.  Glo.  Proft,  Univbchhdlr.  8°. 

198  S.  incl.  Tit.  u.  2 Bl.  Vorr.,  dat.  Fühnen,  im  Jan.  1791. 
Laut  derselben  war  der  Vf.  ein  geborener  Göttinger.  — 
Inh.:  I.  Der  schwarze  Thurm.  2.  Wilibald.  (Freie  Übers, 
von  Florian’s  Bliomberis.)  3.  Bruno  und  Elise.  4.  Wun- 
derbare Abentheuer  des  Ritters  Sancho  aus  Portugal.  (Freie 
Übers,  von  F 1 o r i a n’s  Sanche.)  — Sämmtl.  zahmen  Inhalts. 

SCENEN  aus  der  Geschichte  der  Vorwelt  (von 
J.  K.  Volkhardt).  Th.  (i)  — 4.  (cplt.)  Mit  i Titelkpfr. 
Leipzig,  bei  Adam  Friedrich  Böhme,  1791 — 1794.  8°.  (i  Rthl. 
Steinkopf,  Stuttgart,  vor  1875;  j^tzt  theurer!) 

Dialogisirte  Erzählungen,  theilweise  frei  und  üppig.  Cplt. 
rar!  I:  Gonzaga’s  Gerechtigkeit.  Rosimunde,  od.  des  Königs 
Allgewinn  (so!)  Ermordung.  Pertharit  u.  Gundebert,  Könige  d. 
Longobarden.  Uta  u.  Siegebald,  od.  des  hl.  Emerams  Selig- 
sprechung. 

II:  Die  schöne  Kunigunde.  Anna  von  Coburg.  Pertharit 
u.  Gundebert  (Forts.). 

III:  Die  Fehde  aus  Liebe.  Der  Reußenberg.  E.  fränkische 
Rittergesch.  Gertraud  v.  Rienek.  Die  schöne  Kunigunde.  (Forts.! 

IV:  Die  weiße  Frau.  Luz  von  Steinrück,  od.  d.  Vehm- 
gericht.  Der  Reliquienfreund. 

Dasselbe.  4 Thle.  Mit  3 Titelkpfrn.  Ebd.  1794.  8°. 

(6  Mk.  50  Pfg.  M.  Edelmann,  Nürnb.,  c.  1905.) 

SCENEN,  Kleine  romantische,  aus  der  Vor-  und 
Nachzeit.  Helvetien  (Göttingen,  Dietrich)  1792.  8°. 

Weller,  fing.  Dr. 


io8 


Scenen 


SZENEN  aus  Fausts  Leben  von  Sehr.  (d.  i.  Alois 
Willi.  Schreiber,  1763 — 1841).  Offenbach  gedruckt  und  ver- 
legt bei  Weiß  und  Brede.  1792.  8®.  4 Bll.  u.  144  S.  Zahm. 
(14  Mk.  Expl.  auf  besserem  Pap.,  Auct.  Deneke,  no.  534.) 
Vgl.  Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  • 5,  530.  — Nur  aus  Mißver- 
ständniss  F.  L.  Schröder  zugeschrieben. 

Dasselbe  (Titelaufl.) : Gemälde  im  sanfteren 

Colorit  aus  dem  Leben  des  Schwarzkünstlers 
Faust.  Mit  Kpf.  Ebd.  1794.  80.  (s/^,  Rthl.;  mit  Kpf.  2/3  Rthl.) 

Goedeke  V,  368,  9;  Engelmann  II.  p.  73. 

SCENEN  aus  dem  Reiche  der  Abentheuer.  Qued- 
linburg, Ernst,  1793.  8°. 

SCENEN  aus  dem  XVII.  Jahrhundert.  Mit  Titel- 
vignette. Leipzig,  bey  K.  F.  Köhler,  1793.  8°.  (11/3  Rthl.) 
I BL,  Titel,  460  S.  (3  Mk.  Frz.  Teubner,  Bonn,  c.  1895; 
3 Kr.  60  H.  Halm  & Goldmann,  1907.) 

I.  Donna  Emmanuela.  IJ.  Die  Maskerade.  III.  Lasselie, 
Nichte  d.  Frau  v.  Montespan,  am  Hofe  Ludwig  XIV.  IV. 
Die  Gewalt  der  Natur;  oder  die  Richterversammlung  in  Valla- 
dolid. 

SCENEN,  Dramatische,  und  historisch-romant- 
ische Gemälde,  vom  Verf.  der  Ruinen.  Breslau  1794. 
8°.  (i  fl.  36  xr.)  (36  xr.  Beck,  Nördl.,  Cat.  i.  [1829.].)  Rar! 

Dasselbe.  2 Thle.  Mit  Kpf.  Leipzig,  Sommer,  1807.  8°. 

SCENEN  aus  der  Feenwelt  von  M.  R.  (d.  i.  Carl  Willi. 
Rehkopf,  1764 — 1814).  2 Bde.  Hamburg  1794 — 96.  8°. 
302  -|-228  S.  (6  Mk.,  unbeschn.  Expl.,  Max  Jaeckel,  Potsdam, 
c.  1906.)  Selten! 

SCENEN  aus  dem  Geisterreiche.  (14  Erzählgn.  in 
Dialogform.)  In  meines  Vaters  Haus  giebts  viele  Wohnungen. 
Frkft.  a.  M.,  Varrentrapp  u.  Wenner,  1795.  8°.  VI — 274  S. 
(In  Darmstadt:  E 3593.)  (i  Mk.  50  Pfg.  Kühl,  Berlin,  c.  1882; 
jetzt  höher !) 

SCENEN  aus  dem  menschlichen  Leben.  Krems 
1796.  80. 

SCENEN  aus  dem  Ritterthum e.  Berlin,  Wilh.  Vieweg, 
1796.  8®. 

Enth. : Das  Opfer  der  Treue.  — Der  Klausner. 

SCENEN,  Interessante,  aus  der  Geschichte  der 
Menschheit.  Bdchn.  i — 3 (hrsg.  v.  Geo.  Frdr.  Palm, 
geb.  1760,  f 179S);  Bdchn.  4 (hrsg.  v.  D***).  Hannover,  in  der 
Administration  der  Ritscher’schen  Buchhdlg.  8®.  (2-/3  Rthl.) 
1799  (zuerst  1796),  97,  98,  1802  (Bdchn.  i in  2ter  Aufl.). 
Anon.-Lex.  IV.  p.  27  (nach  Kayser). 

i:  VIII — 278  S.,  I leeres  Bl.  — U.  a. : Joh.  Huss;  Leben 
u.  Thaten  d.  jüdischen  Abentheurers  Sabatai  Sevi 
(geb.  1625  zu  Smyrna,  j als  Thürsteher  des  Serails  [Capridgi] 


Scenen 


109 


u.  guter  Muselmann,  S.  182 — 195);  Hinrichtung  des  Franz 
D a m i e n. 

2:  VIII — 280  S.  — U.  a. : Don  Carlos;  Joh.  Ludw. 
F i e s k o,  Graf  v.  Lavagna;  (Baron)  Pless  (Räuber,  S.  190 
-200);  William  Maro  (Räuber,  S.  201 — -lo);  die  Rheingauer 
Kinderschlacht  (von  Ober-  u.  Nieder-Walluß,  Ende  Jan.  1796); 
Louvet  u.  seine  Lodoiska  (S.  216 — 23);  Johann  Calas; 
einige  Lebensumstände  von  C.  R i s b e c k,  d.  Vf.  der  Briefe 
eines  reisenden  Franzosen  (geb.  1750  [1749?]  zu  Höchst  bei 
Mainz,  f zu  Aarau  5.  Febr.  1786,  S.  264 — 71). 

III:  278  S.,  I Bl.  Inh.  — - U.  a. : Johanne  von  Ark,  od. 
das  Mädchen  V.  Orleans;  das  Lyoner  Blutbad  im  J.  1572; 
die  Schlacht  bei  Zorndorf ; Kaiser  Siegmund  in  Bern 
(S.  248 — 53),  etc.  etc. 

IV : Tit.,  I Bl.  Vorw.  („D“  unterz.),  i Bl.  Inh.,  224.  S.  — 
U.  a. : Eva  Trottin  (Nebengeliebte  Herzog  Heinrich’s  v. 
Wolfenb.,  S.  17 — 24);  Marie,  Königin  v.  Schottland  (Maria 
Stuart);  Kunz  v.  Kauffingen  (S.  53 — 64);  der  Bauern- 
aufruhr in  Salzburg  (von  1520 — 26).  (S.  148 — 63);  Anna 
Bauermeisterinn  (eine  Bäuerin),  od.  die  Hexe  zu 
Hasede  (im  Hildesheimischen,  mit  d.  Schwerte  hinger.  18. 
Febr.  1648).  (S.  212 — 22),  etc.  etc. 

SCENEN  aus  dem  ehelichen  Leben  für  Kandidaten 
des  Ehestands.  (3  zahme  Geschichten.)  Gera,  1797,  bey 
Heinr.  Gli.  Rothe.  8°.  (11/3  Rthl.)  (2  Mk.  50  Pfg.  Friedr.  Klü- 
ber,  München,  c.  1905.) 

Tit.  u.  132  S.  — I ohne  besond.  Ueberschrift.  2.  Es  ist 
nicht  rathsam,  eine  ganz  unbekannte  Person  zu  ehelichen. 

3.  Durch  allzu  großes  Mitleiden  verliert  ein  Prediger  seine 
Hosen  — Frau  u.  Pfarre. 

SCENEN,  Interessante,  und  historische  Gemälde 
der  Vorzeit.  Vom  Verf.  des  Marcus  Flaminius  (Degen- 
hart  Pott).  Mit  4 Kpfrn.  von  D.  Chodowiecki.  Leip- 
zig, Sommer,  1799.  Gr.  8°. 

TK.,  VI,  I Bl.  Inh.  u.  232  S.  Lat.  Lett.  — Zahm.  i.  Otto 
der  Erlauchte.  2.  Konrad  1.  3.  Heinrich,  auf  Konrads  Vor- 
schlag erwählter  König  — Ankunft  der  Abgeordneten  bei  ihm. 

4.  Ferdinand  11.  u.  Andres  Thonradtel  (Baron  v.  Evergassing). 
Anon.-Lex.  IV.  p.  27  (Eigenbericht). 

SCENEN  aus  Amors  Leben.  Mit  5 Kpfrn.  Mannheim,  o.  J. 
(c.  1800).  8°.  (1/3  Rthl.)  Zahm.  (18  xr.  F.  König,  Hanatt, 
vor  1865;  jetzt  höher!) 

Kayser  p.  108  (Roman-Verz.),  ohne  Jahresangabe. 

SCENEN,  Einige,  der  F ü r s e h u n g.  O.  O.  u.  J.  (c.  1 800). 
4°.  (90  Pfg.  Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M.,  1877.) 

SCENEN  der  Erhörung,  oder  die  Mannigfaltig- 
keiten der  bekennenden  Liebe,  mit  pragmatischen 
Bemerkungen.  Altenburg,  in  der  Seidlerischen  Buchh.  1800. 
8°.  (4  Mk.  Koebner,  Breslau,  vor  1885;  6 Mk.  Max  Harrwitz, 
Berlin,  c.  1903;  10  Mk.  Südd.  Antiqu.,  München,  1907.) 


1 10 


Scenen 


Enth.  Abdruck  erot.  Stellen  älterer  Romane  &c.  (von  c. 
1790  an)  und  pikante  Erört.  darüber.  390  SS.  (incl.  VI  SS. 
Vorr.  u.  Tit.).  Interessantes  Buch,  nicht  häufig. 

SCENEN,  Rührende,  aus  dem  Menschenleben.  Leip- 
zig 1801.  8°. 

SCENEN  auf  dem  Theater  der  Welt  (Roman  von  Carl 
Gottlieb  Pannach).  Mit  i Kpf.  u.  i Vign.  Dresden,  Ger- 
lach,  1803.  8°. 

270  S.  incl.  2 'Bl.  Vorst.  — Enth.  den  Roman:  Schönau 
und  Rosamunde.  (Kayser  p.  112.)  Zahmen  Inhalts.  — 
Anon.-Lex.  IV.  p.  41  (nach  Kayser  u.  Goedeke). 

Dasselbe,  tit.:  Scenen  der  Liebe.  Ein  Roman 

nach  dem  Leben.  Leipzig,  Sommer,  1814.  8°. 

270  S.  (incl.  Tit.  m.  Vign.  u.  i Bl.  Vorw.). 

Dasselbe.  Mit  Kpf.  Ebd.  1816.  8°.  (i  Rthl.) 

Kayser  p.  108.  — Wirklich  neuer  Druck? 

SCENEN  aus  dem  academischen  Leben.  (Auch  u. 
d.  Titel:  Die  Margarethenhöhle  oder  das  unglück- 
liche Mädchen.)  2 Thle.  Jena,  Stahl,  1804.  8°.  (20  ggr.) 
SCENEN  aus  Gustav  Wallo’s  Lebenstagen  (pikanter 
Roman)  von  R.  E.  S.  C.  H.  2 Thle.  Zwickau  u.  Leipzig, 
1807,  in  der  Verlagsbuchh.  8°.  (6  Mk.  Lehmann  u.  Lutz, 
c.  1884;  4 Kr.  Halm  & Goldmann,  Wien,  1907.) 

282  u.  259  SS.  Besonders  in  Th.  i verfängt.  Passagen. 
SCENEN  der  Liebe  aus  Amerikas  heißen  Zonen. 
Vom  Verfasser  der  Lauretta  Pisana  (Joh.  Frdr.  Ernst  Al- 
brecht).  Mit  TKpfr.  Hamburg,  bey  Gottfried  Vollmer,  o.  J. 
(1809).  8®.  (i  fl.  20  xr.  Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  ca. 
1886.) 

Gestoch.  Tit.  u.  319  S.  Zahmen  Inhalts.  — Kayser  hat 
„1810“. 

SCENEN,  Häusliche,  vom  Verfasser  der  Auguste  du  Port. 
2 Thle.  Halberstadt,  Groß,  1811.  8°. 

Enth.  den  Roman : Benjamin  Reinhold.  — Der  andere 
auf  dem  Titel  erwähnte  Roman  fehlt  Kayser. 

SCENEN  der  Liebe  ....  1814,  s.  Scenen  auf  dem 
Theater  der  Welt  ....  1803. 

* SCENEIN,  Romantische,  aus  Algier,  Spanien  und 
der  Morlachei.  Drei  Novelletten.  Leipzig  1839.  8°.  (ln 
Berlin:  Yx  3991.) 

*SCENEN  aus  dem  Leben  u.  Treiben  der  Mönche 
u.  Pfaffen.  Verlag  v.  J.  Zehnder  b.  Baden.  1841.  8°.  (160  SS. 
Selten ! 

SCENEN  aus  d em  Leben  eines  Vicars.  (Komisches 
Gedicht.)  Nach  den  Zeichnungen  eines  verstorbenen  Vicars 
hrsg.  V.  L.  Helvig.  2.  Aufl.  Mit  12  lith.  Blättern.  Tübingen 


Schabhantius — Schad 


1 1 1 


1842.  Qu.-80.  (i  Mk.  Bielefeld,  Carlsruhe,  1892;  jetzt  höher!) 
Zahm. 

SCHABHANTIUS,  Scharreus,  De  Floia,  magna  humani 
generis  plaga.  S.  a. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  504.  • — Rares  Maccaronicum  I 
SCHACHT,  Dr.  Th.  (Prof.  d.  Gesch.  zu  Mainz),  U e b e r Un- 
sinn u.  Barbarei  in  der  heutigen  deutschen  Li- 
teratur. Ein  gelegentliches  Wort.  Mainz,  1828.  Bei  Florian 
Kupferberg.  8°.  (3  Mk.  50  Pfg.  Gust.  Fock,  Lpz.,  1909.) 

Streitschrift  gegen  Wolfgang  Menzel.  Tit.,  i 
Bl.  Widm.  (an  d.  k.  preuß.  Gen.-Lieut.  v.  Krausseneck, 
Exc.),  193  S.,  I BL  Druckanz. 

SCHACHTEL  r adikale  Lachpillen  um  4 Groschen 
aus  der  Apotheke:  „zum  guten  Humor.“  Wien.  16®. 
(50  Pfg.  P.  Neubner,  1892.) 

* SCHACHTELMANN,  Heinrich,  oder  das  Findelkind. 
Eine,  zu  Ende  des  siebenjährigen  Kriegs  entdeckte,  wahre 
Geschichte.  Mit  i Kpfr.  (bei  S.  loi).  Leipzig,  1794.  Bey 
Christian  Friedrich  Solbrig.  8*^.  (In  Berlin:  Yt  3753.)  (2  Mk, 
50  Pfg.  Jul.  Neumann,  Magdeb.,  1909.) 

127  S.  (incl.  Titelkpfr.  u.  Tit.),  i S.  Verlags-Bücher  der 
Firma.  — Weniges  etwas  frei. 

SCHACHTNER,  J.  A.,  Poetischer  Versuch  in  zer- 
schiedenen  (sic!)  Arten  von  Gedichten.  Augsburg 
1765.  8°.  (i  Mk.  F.  Butsch,  Augsb.,  1878;  jetzt  theurer!) 
Rar ! 

SCHACK,  A.,  Schmutzpresse,  Kinder  und  Ge- 
meinde. Predigt  über  Luc.  14,  25 — 35,  v.  A.  Schack.  Dres- 
den 1908.  Gr.  8®.  12  S.  (30  Pfg.) 

„Die  Lukas-Stelle  handelt  nach  Ausweis  meiner  Bibel  von 
der  wahren  Nachfolge  Christi,  d.  h.  eigentlich  handelt  sie 
davon,  daß  man  seine  nächsten  Anverwandten  hassen,  kein 
Bauspekulant  sein  und  das  Salz  nicht  muchlig  werden  lassen 
solle.  Verfasser,  ein  Pfarrer  in  Kopenhagen,  verwendet  diese 
Stelle  mit  einiger  Gewandtheit  zu  einem  Ausfall  gegen 
S k a n d a 1 z e i t u n g e n , Ansichtskarten  und  Kine- 
matographe  n.“  (Dr.  Kind.)  Bibliographie  zur  Sexual- 
wissenschaft. 1908. 

SCHAD,  Joh.  Bapt.  (Doktor  der  Philos.  zu  Jena,  ehern.  Mönch 
[Benediktiner]  zu  Kloster  Banz,  von  wo  er  1798  entfloh,  geb. 
1758,  t 1834),  Die  Mönche  am  Ende  des  XVIII. 
Jahrhunderts,  oder  Gefahren  des  Staats  und 
der  Religion  von  Seiten  des  Mönchthums.  (Ist 
Bd.  2 der  weiter  unter  citirten  „Lebens-  u.  Klostergeschichte“.) 
Erfurt  1804.  8°.  Zahm,  (i  Mk.  60  Pfg.  Scheible,  vor  1885; 
jetzt  höher  I) 

Ueber  Schad  vgl.  Meusel’s  geh  Teutschl.  1798.  VII.  p.  47: 
1805.  XI.  p.  659. 


II2 


Schaden 


§ Das  Paradies  der  Liebe.  Ein  Kloster-Ro- 

man. Hrsg.  V.  — . 2 Bdchn.  Erfurt,  in  der  Henningischen 
Buchhandlung.  1804.  8°.  (ln  Darmstadt:  E 3968.)  (4  Mk. 
50  Pfg.  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1907.) 

I:  Tit.  u.  433  SS.  II:  Tit.  u.  410  SS.  In  25  Briefen  enth. 
diese  Biographie  theolog.  u.  moral-philos.  Erörterungen,  mit 
vielen  Gedichten  untermengt  u.  zum  Theil  freien  Inhalts. 

Dasselbe.  (Titelaufl.  ?)  2 Thle.  Ibid.  1813.  8°.  (2^/3  Rthl.) 

Nennt  Kayser  unter  Romanen  p.  109. 

§ Lebens-  u.  Klostergeschichte,  von 

ihm  selbst  beschrieben.  Mit  einer  freien  Charakter- 
istik der  Mönche  zu  Banz,  und  des  Mönchthums 
überhaupt  in  Ansehung  seines  verderblichen  Einflusses  auf 
Erziehung,  Staat  u.  Religion.  2 Thle.  Erfurt  1803 — 4.  8°. 
(3  Mk.  Baer  & Co.,  vor  1885.) 

—  Dasselbe.  3 Thle.  Altenburg  1828.  8°. 

§ SCHADEN,  (Joh.  Nepom.)  Adolf  v.  (1791 — 1840),  Die 
Ahnenprobe.  Humorist.  Orig.-Feenmährchen  aus  d.  19. 
Jahrhundert.  Mit  i Kupfer.  München  1825.  Kl.  8°.  (In  Mün- 
chen: P.  o.  germ.  1251  d.)  (2  Mk.  50  Pfg.  Isaak  St.  Goar, 
Frf.  a.  M.,  1909.) 

Die  Ahnfrau.  Ein  musikalisches  Quodlibet  tragi- 
komischer Natur.  (3  fl.  6 gr.) 

Harpf’s  (Königsb.)  Leihbibl.  no.  13  976. 

— — Das  Blumenmädchen,  s.  Berlin. 

— — Blutverwandtschaften.  Ein  Seitenstück  zu 

Goethe’s  Wahlverwandtschaften.  Romantisches  Zeitgemälde. 
Nebst  einem  D i e P a go  d e n b u r g vom  seligen  Ber- 

liner E.  T.  A.  Hoff  mann.  München  1831.  Verlag  von  Johann 
Palm.  80.  VH  S.,  2 ,B11.  "u.  244  S.  (i  Rthl.  3 Sgr.)  (7  Mk.  50  Pfg., 
unbeschn.,  aber  stark  gebraucht,  Südd.  Antiqu.,  München,  1905; 
35  Mk.,  bis  auf  wenige  Stockfl.  schönes,  ganz  unbeschn.  Expl., 
Max  Perl’s  Berliner  Octob.-Auct.  1907.) 

Interessante  Nachahmung  des  Goethe'schen  Romans,  üeber 
die  „P  a g o d e n b u r g“  bemerkt  der  Verfasser  im  Vorwort, 
dass  sein  „väterlicher  Freund“  E.  T.  A.  Hoff  mann  ihm  den 
Stoff  dazu  einst  nach  einem  lustigen  Abend  bei  Lutter  und 
Wegner  auf  dem  Heimwege  mitgeteilt  habe,  mit  der  Auf- 
forderung, die  Idee  gelegentlich  zu  benutzen.  — Goedeke  IV. 
702,  30b;  VIII,  503,98. 

Kritischer  Bockssprung  von  Dresden  nach 

Prag,  s.  Dresden  und  Prag. 

Aurelius  Commodus  (Gastwirth)  u.  die  Köni- 
gin von  Saba.  Originalposse  in  2 Aufz.  Mit  drast.  Titelkpf. 
(unsign.).  Augsburg  u.  Leipzig,  v.  Jenisch  u.  Stage,  o.  J. 
(c.  1830).  8°. 


Schaden 


II3 


78  S.  (incl.  Tit.  u.  2 Bll.  doppeltes  Vorwort),  i Bl.  Verlag 
d.  Firma.  — „Die  Handlung  spielt  im  Gasthofe  einer  Provin- 
zialstadt, unfern  der  Gränze.“ 

* Der  deutsche  Don  Juan.  Original-Roman.  Ber- 

lin, 1820.  In  der  Schüppelschen  Buchhandlung.  8°.  X u. 
405  S.  (1^/3  Rthl.)  (In  Berlin,  Magistratsbibi.)  (3  Mk.  Heinr. 
Besser,  Breslau,  1875.) 

Erzählungen.  2 Thle.  Gera,  Heinsius,  183?.  8®. 

(iVs  Rthl.) 

I:  Die  Vielgeprüfte.  — Die  unglückliche  Verwechslung.  — 
Die  sechsjährige  Fortuna.  — Die  gebesserten  Galeerensklaven. 
(Sämmtlich  von  Ludw.  v.  Alvensleben.) 

II:  Der  Rebell.  — Des  Schwiegersohnes  Prüfung.  — Blanche 
de  Tollin.  — Der  Doppelgänger. 

Neueste  gesammelte  Erzählungen.  2 Thle. 

Leipzig,  Focke,  1829.  Kl.  8°.  (3^/4  Rthl.) 

I : An  die  Leserinnen.  — Johannes  Buckovalles,  oder  die 
Räuber  im  Gebirge.  — Die  Bekanntschaften  aus  dem  Olymp. 
— Die  Kunst-Ausstellung  zu  Fiedelwitz. 

II:  Leiden  und  Freuden  eines  armen  Geometers.  — Triumph 
der  Kunst.  — Die  Geheimen  der  Erleburg. 

Neueste  gesammelte  Erzählungen.  2 Bände. 

Danzig,  Gerhard,  1834.  8®.  {2^/^  Rthl.)  (i  Rthl.  Fischhaber, 
Reutlingen,  vor  1875;  theurer!) 

Einiges  pikant.  — I : Die  Liebe  ist  blind.  — Anna’s  Hoch- 
zeitsfeier oder  Oginsky’s  Polonaise. 

II:  Die  Rache  oder  das  Hamburger  Abenteuer  (Forts,  von 
„Die  Liebe  ist  blind").  — Die  Sensenmänner. 

Neueste  Erzählungen  u.  Novellen.  4 Bde. 

(Neue  Ausg.  Mit  3 Titelkupf.)  Augsburg  838.  v.  Jenisch  u. 
Stage’sche  Verlagsh.  8°.  (4  Rthl.) 

Engelmann  ,11.  1846.  S.  267. 

Europa’s  Auswanderung,  eine  verwilderte 

Skizze  zur  Charakteristik  einer  verwilderten 
Zeit.  Boston  1819. 

Weller,  fing.  Dr.  — Selten! 

— — Feindliche  Freunde,  und  freundliche 
Feinde.  Roman.  Mit  e.  Vorwort  von  Julius  v.  Voß.  Ber- 
lin, Petri,  1820.  8®.  (D/g  Rthl.) 

Theilweise  freien  Inhalts.  — Fehlt  Kayser  im  Roman-Verz. 
von  1827. 

— — Meister  Fuchs;  oder  humoristischer 
Spatziergang  (!)  von  Prag  über  Wien  u.  Linz 
nach  Passau.  Allerneuestes  Capriccio,  als  drittes  Tableau 
in  die  Gallerie  der  Kater-  u.  Bocksprünge.  Mit  Titelvignette 
in  Kpfrst.  (Fuchs  den  Gänsen  predigend).  Dessau,  o.  J.  (1822). 
8°.  (12/3  Rthl.)  (3  Mk.  50  Pfg.  Frdr.  Klüber,  c.  1905;  7 Mk. 
50  Pfg.,  eleg.  Lwdbd.,  Jos.  Baer  & Co.,  1895;) 


Hayu,  Bibi.  Germanor.  arot.  VII 


8 


114 


Schaden 


Giebt  ein  interessantes  Bild  der  Culturverhältnisse  in  Deutsch- 
land und  Oesterreich  zu  Anfang  des  Jahrhunderts. 

§ Jäckele  und  Jacobine  . . . . 1826,  s.  München. 

Die  Spanische  Johanna.  Ein  Original-Roman, 

als  Gegenstück  zum  deutschen  Don  Juan.  Berlin,  1820.  In 
der  Schüppelschen  Buchhandlung.  XIV,  i Bl.  u.  31 1 S.  8°. 
(1V3  Rthl.)  (In  Berlin,  Magistratsbibi.)  (3  Mk.  Heinr.  Besser, 
Breslau,  1875;  höher.) 

Katersprung  von  Berlin  über  Leipzig  nach 

Dresden  ....  1821,  s.  Dresden. 

Lebensbilder.  Humorist.-satyr.  Gemälde  unserer 

Zeit.  2 Thle.  Bunzlau,  Appun,  1838.  Kl.  8°.  (i^/^  Rthl.) 

Engelmann  II.  1846.  p.  267. 

Lebensgemälde  üppiger  gekrönter  Frauen 

. . . . 1831,  s.  bei  L. 

10370  oder  das  große  Loos.  Humorist.  Novelle. 

Gera,  Heinsius,  1838.  8°.  (i^/j  Rthl.)  (1.  c.) 

Die  V e r h ä n g n i ß V o 1 1 e Nacht  in  der  alten 

Königsburg  zu  B*****.  Der  Jäger.  Die  Zweif- 
lerin. Drei  kleine  Originalromane.  Leipzig,  Kollmann,  1823. 
80.  264  S. 

Dasselbe.  Neue  Auflage.  Ebd.  8®. 

Kayser,  Roman-Verz.  p.  109,  ohne  Jahrsangabe. 

Phantasiestücke  und  Schwänke  in  des  sam- 

metnen  und  drolligen  Breughels  Manier.  Leipzig 
1825,  bei  Christian  Ernst  Kollmann.  Kl.  8°.  VII,  244  S.  (3  Mk. 
Taussig,  Prag,  1907;  6 Mk.  Leo  Liepmannssohn,  Berlin,  1907; 
15  Mk.  Oskar  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908.) 

P a r o d i s t i s c h e s Gegenstück  zu  Hoffmann’s 
Phantasiestücken  in  Callots  Manier.  In  der  Vor- 
rede deutet  der  Autor  an:  „Ein  und  derselbe  Genius  be- 
geistert den  Sänger  und  den  Maler;  in  derselben  .Art  muss 

dieser  mit  jenem  arbeiten und  darum  erkannten  wir 

auch  so  gern  in  dem  Verfasser  der  Phantasiestücke  in  Ballots  (1) 
Manier  den  genialen  Maler  Jakob  in  der  That  wieder.“  Die  No- 
vellen und  Schwänke,  sehr  abenteuerlichen  Inhalts, 
sind;  Die  stille  Musik  oder  der  Gasthof  bei  Dresden.  — 
Leiden  und  Freuden  der  Eichkronischen  Familie  oder;  Jeder 
Topf  findet  seinen  Deckel.  — Die  Querteufels.  Humoristisches 
Phantasiestück.  — Die  Brieftaube  oder:  Der  Sturm  auf  Witten- 
berg im  Jahr  1814. 

Des  Postmeisters  Hempel  Liebes-  und 

gastronomische  Leiden.  Schwank.  Waldenburg,  Kühn- 
sche  Buchh.,  o.  J.  (c.  1830?).  8®. 

Goedeke  IV,  657,  66a,  unter  Werther-Litt.  — Rar I 

Rochus  Pumpernickels  Tod  oder  Cadiz  Fall 

im  Jahre  1823.  Tragikomischer  Roman.  2 Bde.  Leipzig, 
bei  Christian  Ernst  Kollmann,  1824.  Kl.  8°.  (iris  Rthl.)  VIII, 


Schaden 


111 

170  u.  183  S.  (7  Mk.  50  Pfg.  Leo  Liepmannssohn,  Berlin, 
1907;  2 Mk.  50  Pfg.  Taussig,  Prag,  1907.) 

Die  moderne  Sappho,  ein  musikalisch- 
dramatisches Durcheinander  ohne  Sinn  und 
ohne  Verstand,  bestehend  aus  2 Akten  u.  e.  monodramat. 
Finale.  Mit  i grossen  satyrischen  kolorierten  Kupfer  von  den 
Gebr.  Henschel.  Leipzig  1819.  8°.  (3  Mk.  Baer  & Co., 

1894;  30  Mk.  [!),  unbeschn.,  Gust.  Fock,  Lpz.,  1905.) 

Des  M a i n o t e n f ü r s t e n Tertullian  Sarvathy 

und  des  deutschen  Freyherrn  von  Maltitz  Waf- 
fenthaten  im  heiligen  Freiheitskampfe  der  Hel- 
lenen, dann  deren  anderweitige  seltsame  Aben- 
theuer und  Schicksale  zu  Wa  sser  und  zu  Lande; 
nebst  Grundzügen  eines  neuen  tactisch-strategischen  Triangel- 
systems. Romantisches  Original-Nachstück.  2 Bde.  Mit  Ara- 
bella’s  Portr.  Leipzig,  Kollmann,  1824.  8°. 

i:  5 Bll.,  242  S.  2:  (lag  nicht  vor).  — Selten! 

Skizzen  in  der  Manier  des  seligen  A.  G. 

Meissner,  i.  Sammlung.  Mit  des  Verfass.  Bildnis.  Augs- 
burg u.  Leipzig  1827.  8®.  (i^/j  Rthl.)  (2  Mk.  50  Pfg.  Isaak 
St.  Goar,  Frf.  a.  M.,  1909.) 

Die  Familiengruft  des  Grafen  v.  Tr.  . . t . . If  . . gen.  — 
Das  Henkermahl;  oder  das  Mädchen  aus  der  Fremde.  — 
Der  falsche  Thaler.  — Die  verkehrte  Welt,  oder  der  Herr 
als  Diener  und  der  Diener  als  Herr.  — Kleines  und  größeres 
Dessert. 

— — Skizzen  in  der  Manier  des  seligen  Meiß- 
ner s , nebst  der  Lebens-  und  Bildungsgeschichte  des  Wieder- 
herstellers der  Glasmalerkunst,  M.  S.  Frank.  3 Bde.  Mit 
3 Titelkpfrn.  nach  Rottmann.  Ebd.  1829.  8°.  (ä  12/3  Rthl.) 
(6  Mk.,  mit  nur  2 Kpfrn.,  Taussig,  1907.) 

i)  der  beschwerliche  Gast.  2)  das  Examen  des  Kadeten. 
3)  die  Hungerkur.  4)  die  Wunderdose.  5)  Größeres  und  klei- 
neres Desert.  — Bd.  3 enth.  auch  den  literar.  Nachlaß  von 
Dr.  W.  Hauff. 

§ — ■ — Der  Stammbaum  in  der  Klemme;  oder: 
Mehrere  Mal  Hinein  — mehrere  Mal  Heraus  — 
endlich  Garaus  — und  dennoch  ein  Hochzeit- 
s c h m a u ß.  Original-Ritter-  und  Geistergeschichte  der  neuesten 
Zeit.  Mit  I Kpfr.  Augsburg  u.  Leipzig  1827.  8°.  (In  Mün- 
chen: P.  o.  germ.  1251 1.)  XH,  332  S.  (3  Mk.,  feuchtfl.,  Taussig, 
1907;  6 Mk.  50  Pfg.  Jos.  Jolowicz,  Posen,  1908.) 

Samielas  kurze  Geschichte.  — Des  Helden  Fata  im  modernen 
Babylon.  — Max  Piccolomini  u.  Thekla  in  Hirschau  etc. 

Sünde  und  Buße,  eine  abentheuerliche  Ge- 

8* 


Schaden — Schäfererzählungen 


116 


schichte.  2 Bdchn.  Berlin,  Petri,  1821.  8°.  (4  Mk.  Kühl, 
Berlin,  c.  1882.) 

Nur  Theil  i (4  Bl.  u.  206  S.)  ist  erotisch. 

Graf  Wallersee,  der  unwissend  Vermählte. 

Humoristische  Schauergeschichte.  Gera,  Heinsius,  1830.  8'’. 

(1V3  Rthl.) 

Engelmann  II.  1846.  S.  268. 

DerZeitgeist.  Humoristische  Erzählung.  Ebd.  1828. 

80.  (1I/3  Rthl.)  (1.  c.) 

S.  auch  Berlin  u.  München. 

SCHÄDEL,  L.,  Deutsches  Klosterleben  im  13.  Jahr- 
hundert nach  Cäsarius  von  Heisterbach.  Stuttgart 
1892.  8°.  (Mk.  I — .)  (60  Pfg.  Paul  Lehmann,  Berlin,  1895.) 

SCHÄFER,  Der  blöde.  Ein  dramat.  Gedicht.  Zürich  1767.  8. 

So  in  d.  Bibi.  Martin.  Berol.  1779.  p.  72.  — Selten! 
SCHÄFEIR,  L o r c h e n , oder  die  Folgen  einer  leicht- 
sinnigen Erziehung,  mit  einigen  eingeflochtenen  Bruch- 
stücken über  die  heutige  Welt  ....  Leipzig,  Solbrig,  1807.  8®. 

Volkschrift.  98  SS.  Pikant  und  selten.  (1^/2  Mk.,  Leihbiblexpl.. 
Kühl,  Berlin,  c.  1882.) 

§ SCHÄFER,  Zweyer  / Neugepflanzter  / Liebes-Gar- 
ten.  / Allen  holdseligen  Frauenzimmer  und  Verliebten  / an- 
muthig  ünd  nützlich  zulesen;  / Auf  inständiges  Anhalten  eines 
guten  Freundes,  / Aufgesetzt  von  / H.  C.  G.  A.  T.  / Einem, 
noch  in  derselben  Lehr,  begriffenen  Gärtner.  / Zufinden  in 
Nürnberg  bey  Paulus  Fürsten,  Kunsthändlern.  / Gedruckt  da- 
selbst bey  Christoff  Gerhard  1661.  (Nebst  Kpftit.,  V.  Som- 
mer fec.)  Kl.  quer-80.  (In  München:  P.  o.  germ.  848.) 

Nahezu  unbekannter  Schäferroman  in  2 Abtlügn.  mit  6 länge- 
ren Liebesliedern.  Abth.  2 beg.  auf  S.  92.  — KT.,  Tit. 
in  Eint.,  4 Bll.  Zuschr.  (an  eine  Frau  Susanna  v.  Wiede- 
mann, geb.  V.  Milchen),  unterz.  Melisander,  2 Bll.  Ehren- 
gedichte (das  erste  „An  den  Gärtner  dieses  Liebes-Gartens  bil- 
liges Lobes-Sonnet“,  sowie  Tit.  u.  Dedic.  sind  im  Allg.  litt.  Anz. 
1801  no.  p.  112  abgedr.)  u.  207  num.  SS.  (incl.  6 SS.  Vorrede 
an  das  Hochlöbliche,  und  Tugendbegabte  Frauenzimmer“,  unterz. 
Melisander).  Mit  8 Kpfrn.  Das  überaus  seltene  Werkchen,  im 
Geschmack  der  Pegnitzschäfer  abgefasst,  enthält  nichts  An- 
stössiges. 

§*  SCHÄFERERZÄHLUNGEN  (sic!).  Favete  lingväs  ....  (von 
Joh.  Chp.  Rost,  1717—65).  O.  O.  (Berlin,  b.  Ambros.  Haude) 
1742.  80.  (In  Zürich,  Stadtbibi.)  (8  Mk.  Max  Perl’s  Berliner 
Oct.-Auct.  1907,  no.  728.) 

Erste  Ausgabe.  70  SS.  Dedic.  dat.  Berlin  24.  Hornung 
1742.  — Enth.  8 freie  poet.  Erzähl.:  Die  eilfertige  Schäferin: 
die  bezauberte  Fillis;  der  blöde  Schäfer;  die  geprüften  Mutter- 
leren  (siel);  das  Zeisignest;  die  Schäferstunde;  die  gewissen- 
hafte Schäferin;  der  verliebte  Alte. 


Schäfererzählungen 


Hl 

„Die  Lüsternheit,  feine  Koketterie  u.  Schelmerei  in  den 
Rost’schen  Schäferscenen  ist  von  Einigen  nur  erreicht,  nie 
wieder  übertroffen  worden.“  (Wolfg.  Menzel,  2.  A.,  II.  S.  479.) 

§* Dasselbe.  O.  O.  1744.  8®.  70  S.,  i weisses  Bl.  (2  Mk. 

W.  Koebner,  Breslau,  vor  1885;  jetzt  viel  höher!) 

* Dasselbe,  tit. : Versuch  von  Schäfer-Gedich- 

ten u.  andern  poetischen  Ausarbeitungen.  (Typ. 
Ornam.)  O.  O.  (Dresden,  b.  G.  C.  Walther).  1744.  8®.  (Auch 
in  Zürich,  Stadtbibi.)  (35  Mk.  L.  Rosenthal,  1910.) 

Erste  stark  vermehrte  Ausgabe  Tit.,  i leeres  Bl.  u. 
230  S. 

Enth.  die  vorigen  8 Erzähl,  (zum  Theil  verändert),  dann 
13  andre  meist  lyrische  Stücke  („An  die  Doris“)  und  ein 
Schäferspiel  (zuerst  als  Einzeldruck;  Die  gelernte 
Liebe.  0.0.  1742.  40.) 

Dasselbe.  O.  O.  1746.  8°. 

W.  von  Maltzahn,  S.  401,  Nr.  294. 

§* Dasselbe.  O.  O.  1748.  8®.  222  SS. 

§* Dasselbe.  O.  O.  1751.  8*^.  (Auch  in  Berlin,  Ma- 

gistratsbibi.) (36  Mk.,  Pbd.  d.  Zeit,  Emil  Hirsch,  München, 
1909.) 

Titel  u.  222  SS. 

§* Dasselbe.  O.  O.  1756.  8°.  (In  Darmstadt,  Hofbibi., 

u.  in  Elbing.,  Stadtbibi.) 

175  SS.  Mit  vielen  Holzschnittvignetten.  (5  Mk.  R.  Bert- 
ling, Dresden,  1888;  35  Mk.,  schönes  Expl.,  Adolf  Weigel, 
1908.) 

§* Dasselbe.  O.  O.  (Dresden)  1760.  8*’.  (6  Kr.  Rudolf 

Heger,  Wien,  1902.) 

176  SS.  Wie  die  vorige  schöne  Ausgabe  mit  zahlreichen  Fleu- 
rons  u.  Vignetten. 

— — Dasselbe.  O.  O.  1764.  8°.  (4  frcs.  Georg  & Co., 

Basel,  1908.) 

72  S.  Enth.  nur  die  8 Erzählungen  der  i.  Ausgabe. 

— — Dasselbe  (Nachdruck),  tit. : Des  Herrn  von  (so !)  Rosi’s 
Versuch  von  Schäfergedichten....  F rankfurth  u. 
Leipzig  (Helmstädt,  Hechtei)  1767.  8°.  72  S.  (12  Kr.  Jos.  Grün- 
feld, Wien,  1906;  16  Mk.,  schönes  Expl.,  Adolf  Weigel,  1906.) 

§* Dasselbe.  Neue  vermehrte  Aufl.  Mit  reizendem  von 

C.  G.  Nestler  gestoch.  Titelbl.  O.  O.  (Dresden,  Walther)  1768. 
8°.  (16  Mk.  F.  Waldau,  1909;  20  Mk.  Adolf  Weigel,  1909; 
28  Mk.,  Ganzldrbd.  mit  Rückenverzierung,  C.  G.  Börner,  Lpz. 
1908.) 

151  SS.,  enth.  24  Gedichte.  Netteste  Ausgabe.  Hat  vor 
dem  Schäferspiel  zwei  Lieder  mehr  als  die  Drucke  von  1744 
-1760.  Das  Inhaltsverzeichniss  findet  sich  nicht  auf  einem 
besonderen  Blatt,  sondern  auf  der  Rücks.  von  S.  151. 


ii8 


Schäfer  gedickte — Schäferspiele 


■§ Dasselbe.  Neue  vermehrte  Aufl.  O.  O.  (Ebd.)  (15  Mk., 

Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1908.)  1778.  8°. 

151  SS.  (incl.  KTit.),  nebst  i nicht  bez.  S.  Inh.  der  24  Nrn. 
§ SCHÄFERGEDICHTE.  Aus  dem  Englisch-  Französisch-  u. 
Italiänischen  übersetzt  (von  Joh.  Geo.  Philipp  M ü c h 1 e r,  Georg 
Aug.  V.  Breitenbauch  & F rau  Breitenbauch).  Mit 
Titelvignette.  Berlin  u.  Leipzig,  bey  Joh.  Heinr.  Rüdigern, 
1759.  8°.  (In  München  2 Expl.,  i Expl.  auch  im  British 
Museum.) 

285 -j- I S.  Enth.  u.  a.  Prosa-Uebers.  von  Sannazars 
Ekloge  3,  5,  II  u.  12;  Dione,  e.  Schäfer-Trauerspiel,  von 
Gay  (a.  d.  Engl.),  S.  129 — 227;  Gedichte  a.  d.  Erz.  der 
Mme.  des  Houlieres  etc.  etc. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  28  (nach  Goedeke,  Hayn,  Maltzahn,  Kayser). 
SCHÄFERGEDICHTE,  Jüdische  (von  Geo.  Aug.  v.  Breiten- 
bauch). 3 Sammlgn.  nebst  Anhang.  Altenburg,  in  der  Rich- 
terischen Buchhandlung.  1765.  8''.  (In  Berlin:  Y1  6831.)  (27  Sgr. 
Scheible,  vor  1875.) 

Idyllen  in  Prosa.  — 128,  112  und  214  Seiten. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  28  (nach  Maltzahn  u.  Hayn). 

SCHÄFER-GESELLSCHAFT.  (Gedichte.)  O.  O.  1754.  8». 
(3  Mk.  Baer  & Co.,  1894.)  Höchst  selten! 
SCHÄFFER-MÄGDLEIN,  DasimgrünenBuschzuTom- 
meln  sich  weydende,  welches  nach  veränder- 
ten (!)  Stand  und  Kleidung,  auf  verschiedenen 
Reisen,  viele  lustige  und  anmuthige  Begeben- 
heiten erfahren.  Franckfurth  und  Leipzig,  1744.  8°.  176  S. 
Rar!  (5  Mk.  Scheible;  vor  1885.) 

Vgl.  auch  Gänsgen,  das  mit  dem  anmuthigen 
Echo  zu  Tom  mein  sich  vereinigte....!  749. 
(Wohl  von  demselben  Verfasser.) 

SCHÄFERSCENE : es  suchet  manche  Lust  das  Schäfer- Volck 
im  grünen,  die  Liebe  machet  selbst  die  Wüsten  Anmuth  reich, 
dort  muß  ein  Schwinge  Seil  vor  schnelle  Flügel  dienen,  so 
kühlend  durch  die  Lufft,  die  führt  den  Vöglen  gleich.  Hüb- 
sches Rokoko-Blatt.  (8  Mk.  Paul  Alicke,  Dresden,  1909.) 
SCHÄFERSPIELE,  Zwey,  Corydon  und  Sylvia,  Jedes 
in  fünf  Abhandlungen.  Die  zweite  Auflage.  Copenhagen  und 
Leipzig,  verlegts  Gabriel  Christian  Rothe.  1746.  8°.  158  S. 

(3  Mk.,  Frdr.  Klüber,  Cat.  142.  [1905]  no.  2479,  wo  aber 
nur  „80  S.“  angegeben.) 

Goedeke  IV,  80,  41.  — Zuerst  gedr.  ebd.  1743. 

Zwei.  Doris  oder  die  zärtliche  Schäferin. 

Der  versteckte  Hammel.  Von  R.  (d.  i.  Joh.  Chp. 
Rost).  Neue  verbesserte  Auflage.  Mit  Titelkpfr.  Kempten, 
Frankfurt  und  Leipzig.  1775.  8°.  93  SS.  (6  Mk.  Bernh. 

Liebisch,  Lpz.  1908.) 


Schäferstunden — Schäfferey 


I19 

Das  zweite  vorher  titulo : E i n S chäf  erspiel,  in:  Ver- 
such von  Schäfer-Gedichten.  . . (von  Joh.  Chrph. 
Rost).  O.  O.  (Dresden,  G.  C.  Walther)  1744.  8°.  S.  156 — 205, 
und  in  den  bis  1764  folgenden  Ausgaben.  — In  der  Ausgabe 
o.  O.  1778.  8°.  S.  109 — 35. 

SCHÄFER-STUNDEN  eines  galanten  Herrn,  oder  L e - 
ben  des  Grafen  von  Kronenhorst,  von  L.  Gr  . . . z . . 
L ...  . Mit  (erot.)  TKpf.  Magdeburg  (v.  Schütz)  1809,  8°. 
(In  Leipzig,  Univbibl.)  Rar! 

Gestoch.  Tit.  u.  231  SS.  (D/3  Rthlr.  Scheible;  7 Mk.  besser. 
Breslau,  vor  1885;  9 Kr.  Halm  & Goldmann,  1904.) 

Dasselbe  m.  d.  Titel : Liebesabentheuer  eines 

jungen  (österr.)  Edelmanns.  Mit  (erot.)  TKpf.  Ibid. 
1811.  8°. 

Gestoch.  Tit.  u.  231  SS.  (3  Mk.  besser,  1875;  jetzt  viel 
theurerl)  — Auf  beiden  Titeln  fehlt  der  Name  d.  Verlegers. 
Unter  dem  letzten  Titel  nicht  in  Kayser’s  Roman-Verz. 

Scheint  Bearbeitung  eines  französischen  Originals. 
SCHAFFER,  Joh.  Christ.  Heinr.,  Lied  eines  deutschen 
Mädchens.  Wie  es  nehmlich  seyn  sollte.  Verfaßt 
von  — . O.  O.  (Leipzig)  1792.  8°. 

2 bedruckte  Bll.,  enth.  12  fünfzeil.  Str.  Mel.:  Auf,  auf,  ihr 
Brüder  und  seyd  stark.  — Selten! 

SCHAFFER,  Geo.  Jac.,  Beschreibung  derjenigen  Jau- 
ner, Zigeuner,  S t r a s s e n - R ä u b e r , Mörder, 
Markt-,  Kirchen-,  Tag-  und  N a c h t - D i e b e n , fal- 
schen G e 1 d - M ü n z e r n , Wechsler,  Spieler  und 
andern  liederlichen  Gesindels  in  Schwaben, 
Schweiz,  Baiern,  Pfalz,  am  Rhein,  Boden  und 
Züricher  See,  Frankreich,  Tirol  . . . dahier  (Sulz- 
a/Neckar) 1798/99  in  Verhaft  gelegen.  Mit  Anhang 
über  die  hingerichteten  u.  gestorbenen  Erz- 
jauner u.  Dieben.  Tübingen  1801.  Fol. 

Wichtiger  Beitrag  zur  deutschen  Gauner-  und  Stromer-bittera- 
tur.  — Dr.  Franz  Schnitzer’s  Bibi.  München  1902,  no.  907. 
SCHÄFFEREY,  Erster  (vnd  ander)  Theil  der  new 
V e r t e u t s c h t e n , von  der  schönen  verliebten  Di- 
ana vnd  dem  vergessenen  Syreno  ....  darinn  be- 
griffen viel  schöner  Historien  von  mancherley  liebhabenden 
Adels  vnd  Vnadels  Personen,  auss  Hispanischer  Sprach  (des 
Jorge  de  Montemajor,  nach  Ticknor  wahrscheinl.  vor  1520 
geb.,  f im  Zweikampfe  zu  Turin  1561)  verteudscht  durch  Hans 
Ludwig  Herrn.  Kuffstainer  Freyherrn.  Nürnberg  b.  Abrah. 
Wagenmann.  1619.  8®. 

Orig.:  LaDiana  enamorada  . . . . Valencia  (o.  Adres- 
se) 1542.  4O.  112  Bll.  — Los  siete  libres  de  la  Dia- 
n a.  Annadio  se  agora  la  historia  el  Alcida  y Sylvano  com- 
puesta  por  el  mesmo  autor.  Anvers  1561.  12*'.  3 -j- 230  ff. 

(Max  Perl’s  Berliner  Octob.-Auct.  1910,  no.  837.)  u.  ö.  — 


120 


Schäfferey 


(Nach  Ebert  I,  14304  erschien  die  i.  Ausgabe  1562,  nach 
Graesse,  Trds.  IV,  485:  o.  J.  (c.  1560).  — Der  2.  Theil  von 
Alonso  Perez  ersch.  Alcalä  1564.  8°.  u.  ö.  (mit  dem  i.  Theil). 
— Der  3.  Theil  von  Gaspar  Gil  Polo  ersch.  Valencia.  Juan 
May,  1564.  8*^,  u.  ö.,  sowie  mit  Th.  i u.  2. 

In  München  folgende  Ausg. : Montemajor,  Jorge  de,  La 
Diana.  Venetiis  1574.  80;  Madrid  1602.  II.  8°;  Milano  1616. 
II.  80;  Los  siete  libros  de  la  Diana.  Madrid  1586.  80.  — 
Franzos.:  Les  sept  livres  de  la  Diana,  trad.  par  Nicol.  Colin. 
Rheims  1579.  80. 

§ Dasselbe.  Lintz  1619.  80.  (In  München:  P.  o.  hisp. 

133  m-) 

Dasselbe,  tit. : Erster  vnd  anderer  Theil  Der 

newen  v e r t e u t s c h t e n Schäfferey,  von  der  schö- 
nen verliebten  Diana,  vnd  dem  vergessenen 
Syreno,  darin' en  viel  schöner  Historien,  von 
mancherley  liebhabenden,  Adels-  vnd  Vnadels 
Persohne  n,  sambt  dero  Beschreibung  des  Tempels  der  Göttin 
Diana,  vnd  des  Pallasts,  so  wol  auch  der  Gesellschafft  der 
weisen  Fra  wen  Felicia,  sehr  lustig  vnd  kurtzweilig  zulesen. 
Auß  Spanischer  Sprach  in  Hochteutsch  gebracht.  Durch  Den 
Wolgebornen  Herrn  Hanß  Ludwigen,  Herrn,  Khueffstei- 
nern,  Freyherrn,  etc.  Gedruckt  vnd  verlegt  zu  Lintz,  durch 
Johann  Blancken.  ANNO  M.  DC.  XXHH.  (1624.)  8°.  (In  Bres- 
lau, Kgl.  u.  Univ.-Bibl. : Lit.  Hisp,.  I 80  134,  i vol.) 

Ohne  Seitenzahlen.  I : A — Ccvjj  (incl.  Titel  in  Roth  u. 
Schwarz,  sowie  2 Bll.  Vorr.  des  Uebersetzers  „An  das  für- 
treffliche vnd  nie  zubegnügen  gerühmte  Hochadeliche  Frawen- 
zimmer,  des  Kayserlichen  Ertz  Hertzogthumbs  Oesterreich  vnter 
vnd  ob  der  Ennß“).  II  (ohne  Sondertit.):  Ccvüj — Oooviiij). 

Dasselbe.  Ebd.  1628.  80. 

Sehr  rare  Linzer  Drucke. 

§ Dasselbe,  tit.:  Diana,  Von  H.  J.  De  Monte-Aiajor, 

in  zweyen  Theilen  Spanisch  beschrieben,  und  aus  den- 
selben geteutschet  Durch  Weiland  ....  Herrn  Johann  Lud- 
wigen Freyherrn  von  Kueffstein  etc.  An  jetzo  aber  Mit 
dess  Herrn  C.  G(il)  Polo  zuvor  nie-gedolmetschten  dritten 
Theil  vermehret,  und  Mit  reinteutschen  Red-  wie  auch  neu- 
üblichen Reim-arten  ausgezieret.  Durch  G(eorg)  P(hilipp) 
H(a  r s d ö r f f e r).  3 Thle.  Nürnberg  1646.  12O. 

Zuschrift  unterz. : Strephon.  — Darin  auch  Uebersetzung 
des  2.  Theils  von  Alonso  Perezl 
Die  F ortsetzung  des  Gil  Polo  wurde  von  Caspar 
Barthius  in’s  Lateinische  übersetzt,  tit.:  Ero- 
todidascalus  s.  nemoralium  libri  V.  C.  figuris  aeri 
incisis.  Hanoviae  1625.  80.  Rariss. 

Dasselbe.  3 Title.  Ebd.  1661.  12°.  (In  Carlsruhe:  Se 

109.) 


Schäfferey 


I2I 


§ Dasselbe.  3 Thle.  Mit  Kpfrn.  Ebd.,  Mich.  Endter, 

1663.  12°.  (15  Mk.  Heinr.  Kerler,  Ulm,  1886.) 

I;  252  S.  II:  337  S.  u.  8 unbez.  S.  III:  243  S.,  dann  Vor- 
rede, Inh.  u.  Mantissa  poetica. 

Dasselbe,  tit. : Der  spanische  Roman  oder 

Diana,  eine  erdichtete  Geschichte  aus  d.  Spanischen 
übersetzt.  Hamburg  1750.  8^. 

Nach  folg,  französ.  Uebers.  gemacht:  Le  Roman  espag- 
nol,  ou  nouvelle  traduction  de  la  Diane  de  Monte- 
mayor  (par  Le  Vayer  de  Marsilly).  Paris,  Briasson. 
1735.  12». 

Französ.  Ueberstzgn.  (auch  der  Fortstzgn.)  u. 

englische  Uebers.  s.  bei  Graesse,  Trösor  IV,  586. 

Schönherr,  G.,  Jorge  de  Montemayor,  sein 

Leben  und  sein  Schäferroman,  die  „Siete  libros 
de  la  Diana“,  nebst  einer  Uebersicht  der  Ausgaben  dieser 
Dichtung  und  bibliogr.  Anmerkgn.  Halle,  Max  Niemeyer,  1885. 
80.  88  S.  (Mk.  2,40.) 

* SCHÄFFEREY,  J üngst-erbawete,  Oder  Keusche 
Li  e b e s - B e s c h r e i b u n g.  Von  der  verliebten  Nim- 
fen  Amoena  Vnd  dem  Lobwürdigen  Schäffer 
Amandus  . . . . Durch  A.  S.  D.  D.  Leipzig  1632.  80.  (In 
Berlin:  Yu  4281.) 

O.  M.  V.  1632.  D 4 b.  — K.  H.  G.  V.  M e u s e b a c h sagt  in  einer 
handschr.  Notiz  über  diesen  besonders  durch  die  vielen  Lieder 
interessanten  Roman:  „Der  Verfasser  ist  dem  Namen  nach  u n- 
bekannt  geblieben,  aber  durch  die  vielen  Auflagen  seines 
Werkchens  und  durch  das  Lob  Friedr.  v.  Logau’s  u.  G. 
J.  Schottelius’  ein  wohl  geehrter  Dichter  d.  XVI 1.  Jahrh. 
Vgl.  Sal.  V.  Golaw,  Sinngedichte  Dreytausend  p.  i.  — 
Schottel  in  seiner  Teutschen  Sprachkunst  (Braunschw.  1641) 
in  d.  Erklärungen  der  Abkürzungen  urtheilt  über  das  Werk- 
chen : „paryus  libellus  sed  elaborati  styli  poetici“.  Dagegen 
der  gestrenge  Wolfg.  Menzel,  Deutsche  Dichtung  11.  p. 
423 : „Der  aus  Schlesien  stammende,  aber  ano- 
nyme Schäferroman  beschreibt  eine  sehr  leidenschaft- 
liche u.  nachher  doch  aus  Vernunftgründen  kalt  abgebrochene 
Liebe  als  wahre  Geschichte,  in  einem  noch  sehr  rohen  Styl.“ 
— Aeusserst  selten,  wie  alle  folgenden  Ausgaben ! 

Dasselbe.  Ibid.  1635.  8®.  96  Bll.  (28  Mk.  L.  Rosenthal, 

1906.) 

*  Dasselbe.  Ibid.  1641.  8®.  (In  Berlin:  Yu  4291.) 

Die  Vorrede  dazu  ist  auch  „im  J.  1641“. 

*  Dasselbe.  (Nachdruck  der  vorigen  Ausgabe).  Erst- 

lich gedruckt  zu  Leipzig.  MDC.  XLII.  (1642.)  8®.  (In  Berlin: 
Yu  4296.) 

Dasselbe.  Leyden,  Franz  Heger,  1641.  12®. 

Cat.  libr.  Sim.  Böckelmanni,  Hamb.  1754.  p-  418. 


122 


Schäfferey 


§ Dasselbe.  Ebd.  1642.  12°.  (In  München;  P.  0.  germ. 

1252X.) 

* — — Dasselbe.  Ebd.  1645.  12°.  (In  Berlin:  Yu  4301.) 

*  Dasselbe.  Amsteldam,  L.  Elzevier,  1652.  12^.  (In  Ber- 

lin; Yu  4306.) 

Un  des  volumes  allem,  tres-rares,  sortis  de  la  presse  des 
Elzeviers  au  17  me  si^cle.  — Voyez  Ebert.  II.  p.  1115; 
Bibi.  Tieck.  Berl.  1849.  61. 

Dasselbe.  Ebd.  1658.  12^. 

Cat.  Gfr.  Schultze.  Hamb.  1668.  4°.  p.  46. 

§ * Dasselbe.  Ebd.  1659.  12°.  (In  Berlin:  Yu  4311; 

in  München:  P.  o.  germ.  1253,  ex  bibl.  erot.  Krenneriana.) 

*  Dasselbe,  tit. : Musicalische  Neu-erbauete 

Schäfferey,  Oder  Keusche  liebesbeschreibung 
von  Der  verliebten  Nymfen  Amaena  (so!)  Vnd 
Von  jhrem  lobwürdigem  Schäffer  Amandus  durch 
G.  C.  V.  G.  — A.  S.  D.  D.  sonst  geheissen  Schindscher sitzky. 
Auffs  neue  übersehen  ....  von  Einem  sonderlichen  Liebhaber 
der  Deutschen  Poesie,  und  der  edlen  Musike  ....  Mit  KTit. 
u.  Melodien.  Königsberg,  bey  P.  Händeln.  (Gedruckt  durch 
Pasche  Mensen.)  (1641.)  8®.  (In  Berlin:  Yu  4292.) 

Am  Schluss  Anleitung  zum  Briefschreiben.  (8  Mk.,  ohne 
diesen  Anhang,  Völcker.) 

Die  Vorr.  ist  „im  Jahr  1641“  dat.  Der  Zusatz  auf  dem 
Titel  „Musicalische“  muss  sich  auf  die  Musiknoten  beziehen, 
welche  den  sechs  Liedern  des  Büchelchens  in  diesem  Drucke 
vorgesetzt  sind.  (v.  Meusebach.) 

Dasselbe.  Königsberg  b.  Peter  Hendel.  8^. 

So  im  O.  M.  V.  1645.  D 3 b. 

§ Dasselbe,  tit. : Schauplatz  der  Verliebten, 

Das  ist  Jüngst-erbauete  Schäfferey  . . . . Mit  i Kpfr. 
Franckf.  (Hamburg)  1659.  12^.  (In  München:  P.  o.  germ. 

1263.)  (i  Rthl.  18  Sgr.  Scheible,  Cat.  4 [c.  1872.]  no.  1402; 
jetzt  viel  theurer!) 

In  den  Ausgaben  von  Leyden,  Amsterd.  u.  Hamburg  ist 
die  Vorrede  ,,,im  Jahr  1635“  unterzeichnet. 

Dasselbe.  Hamburg  1661.  120. 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  H.  p.  271. 

*  Dasselbe,  tit. ; Schauplatz  der  Verliebten, 

Das  ist  Jüngst-erbauete  Schäfferey,  Oder  keu- 
sche Liebes-Beschreibung,  der  Nimpfen.  AMOE- 
NA  und  AMANDUS,  CRATUS  und  PHOEBEA,  ROMEO 
und  JULIETTA:  Wie  auch  des  Freyers  in  allen 
Gassen,  Sampt  Anfügung  höfflicher  Schreiben  nach  itziger 
Zeit  an  das  löbl.  Frauen-Zimmer.  Hamburg,  In  Verlag  Joh. 
Naumans,  1669.  (Nebst  Kupfertitel.)  12°.  (In  Berlin:  YU4321.) 


Schäff  er  ey— Schalt  jahr 


123 


273  Seiten  incl.  8 S.  Vorst.  Die  „Vorrede  an  das  Adeliche, 
Lieblöbl.  Frauen-Zimmer“  unterzeichnet:  Datum  in  der  schönen 
Amcena  Behausung  zu  N.  im  Jahr  1635.  G.  C.  V.  G.  A.  S.  D.  D. 
sonst  Schindschersitzky  geheissen.  — Darin  eine  Menge  Lieder 
u.  S.  261 — 273  39  Leberreime.  Das  Werkchen  ist  auch  im 
O.  M.  V.  1670.  D I a angezeigt. 

* SCHÄFEREY,  D ie  verwüstete  vnd  verödete,  mit 
Beschreibung  deß  betrogenen  Schäfers  Leo- 
rianders  von  seiner  vngetrewen  Schäferin  Pe- 
relina. 0.0.  (vielleicht  Hamburg).  Gedruckt  im  Jahr  1642. 
Kl.  8“.  (In  Berlin:  Yu  4591;  in  Dresden:  Lit.  Germ.  rec.  C. 
1122,  mit  2 Beibänden;  auch  in  Stuttgart.) 

In  der  Vorrede  heißt  es : „bey  ohne  das  gehabter  Me- 
lancholi  (!)  in  getragener  Gefängnuß  eines  Edlen  Cavalliers 
entworffen“.  80  unpag.  BIL,  sign.  A — K (incl.  Tit.  u.  3 S. 
Vorn).  Ziemlich  zahmer  Schäferroman  von  großer  Seltenheit. 
Am  Schluß  eine  „Canzon"  in  10  sechszeil.  Str. : 

ACh  Madama  du  vngetrewes  Hertz, 

Wie  hastu  (!)  mich  betrogen, 
etc.  etc.  etc. 

SCHAIBLE,  Karl  Heinr.,  Deutsche  Stich-  und  Hieb- 
worte. Eine  Abhandlung  über  deutsche  Scheit-, 
Spott-  und  Schimpfwörter,  altdeutsche  Ver- 
fluchungen und  Flüche.  Strassburg  1879.  Gr.  8^.  (In 
Dresden.) 

Dasselbe.  Ebd.  1885.  Gr.  80. 

P.  E.  Richter,  Bibi,  geogr.  Germaniae.  Lpz.  1896.  S.  456. 
SCHALDEMOSE,  Fr.,  Rasmusine  oder  die  belohnte 
Tugend,  s.  Danner,  Gräfin. 

SCHALK,  E.  (ps.  ?),  Erlebnisse  eines  Rockes.  Nebst 
Kupfertitel.  Frankfurt  a.  M.  1859.  8^.  80  S.  (2  Mk.  Taussig, 
Prag,  1906.) 

SCHALK-BIBLIOTHEK.  7 Hefte.  Mit  zahlreichen  Illustratio- 
nen. (Hrsg,  von  Ernst  Eckstein?)  Leipzig(,)  Druck  u.  Ver- 
lag des  „Schalk“  (c.  1880).  Kl.  8^.  (ä  Heft  Mk.  i — , gebd. 
1,50;  alle  7 in  i Bde.  Mk.  6—.) 

I — 2:  Geographische  Kalauer.  3:  Heitere  Geschichten.  4: 
Neue  Beiträge  zur  deutschen  Kulturgeschichte.  5:  Der  Hand- 
schuh in  13  Sprachen.  6:  Papua  und  Kulturmensch.  7:  Ein 
Don  Juan-Examen. 

SCHALLER,  Anton,  aus  Erlau,  vom  Verfasser  des  Broc- 
kenmädchens und  des  Grafen  Zerner  (Chrn.  Gottlieb  Möbius). 
2.  Thle.  Mit  Kpf.  Leipzig,  Martini,  1802.  8°#  Selten! 

§ * SCHALTJAHR,  Das;  welches  ist  der  teusch  Ka- 
lender mit  den  Figuren,  u.  hat  366  Tag.  Hrsg. 
V.  J.  S c h e i b 1 e.  5 Bde.  Mit  einer  grossen  Anzahl  komischer, 
satyrischer,  magischer  u.  anderer  Abbildgn.  nach  Holzschn.  v. 
Dürer,  Jost  Amman,  Hans  Scheufelein  etc.  Stutt- 


124- 


Schalt  jahr — Schantzen 


gart  1846 — 47.  Verlag  des  Herausgebers.  Leipzig;  Theodor 
Thomas.  Kl.  8'’.  (181/3  Rthl.)  (25  Mk.  Baer  & Co.,  1886:  Sehr 
hübsches  Expl.  der  alten  Ausgabe,  welche  der  neueren 
[1876]  sowohl  in  Bezug  auf  die  Qualität  des  Papiers  als  der 
Kupfer  vorzuziehen  ist;  25  Mk.  Frz.  Teubner,  Düsseldorf,  1898; 
steigt  im  Preise!)  (Auch  in  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl. ; Lit. 
Teut.  I 8^*  124c.) 

655,  731,  741,  719.  724  S.  (incl.  Reg.),  nebst  je  i S. 
Verz.  der  Lithographien  (Vollbilder). 

Ein  mit  einer  Menge  Curiositäten  u.  Seltenheiten  in  Wort 
u.  Bild  schön  ausgestattetes  Werk,  das  derjenige,  welcher  sich 
mit  dem  Sammeln  culturgeschichtl.  u.  literar.  Raritäten  befasst, 
nicht  wird  entbehren  können.  Es  sind  die  Resultate  der  Nach- 
forschungen in  den  ausgezeichnetsten  Bibliotheken  z.  Kunde 
d.  deutschen  Mittelalters  u.  d.  Reformationszeit,  zunächst  i m 
Gebiete  d.  Komischen,  Wundervollen  u.  Pikan- 
ten, die  in  diesem  Kalender  niedergelegt  sind.  Das  Werk 
führt  uns  u.  a.  vor  Augen  die  heiteren  Jahres-,  Fastnacht-. 
Narrenfeste,  Nürnberger  Schönbart  etc.,  macht  uns  bekannt 
mit  den  Witzen,  Schwänken  u.  Spottreden  v.  Seb.  Brandt, 
Th.  Murner,  Jac.  A y r e r,  Hans  Sachs  u.  a.,  und  lässt  uns 
Einblick  halten  in  das  Treiben  der  Wunderdoktoren  u.  Geister- 
beschwörer jener  Zeiten.  Wir  lernen  ferner  die  damaligen 
Sitten  u.  Gebräuche  kennen,  als  da  sind:  Probenächte 
d.  deutschen  Bauernmädchen,  jus  primae  noctis 
etc.,  schauen  das  häusl.  Leben,  Handwerker-,  Künstler-  u.  Stu- 
denten-Ceremoniell  d.  betreff.  Zeitalters,  u.  werden  schliesslich 
bekannt  gemacht  mit  den  zahlr.  Spottschriften,  Spott- 
bildern u.  flieg.  Blättern  d.  Reformation,  d.  ßojähr. 
Krieges  u.  d.  niederländ.  Freiheitskampfes. 

— — Dasselbe.  5 Bde.  Ebd.  1876.  Kl.  8°. 

SCHAM,  Ehrlose!  (Ehebruch  und  Blutschande.)  Moderner 
Sittenroman  von  ***  (M.  Braun).  Berlin  1895.  (Mk.  3 — .) 
(i  Mk.,  wie  neu,  Ausrufspreis,  R.  Zinke’s  Dresdner  März-Auct. 
1906  no.  1668;  I Mk.  20  Pfg.,  Schweitzer  & Mohr,  Berlin, 
1909.) 

SCHAMELIUS,  Lateinische  Sprichwörter  u.  Maxi- 
men, welche  zum  Deckel  der  Sünde  vorgeschüt- 
zet  werden.  5 Stücke  (cplt.).  Leipzig  1716.  8*^.  (3  Mk. 

50  Pfg.  W.  Koebner,  vor  1885.) 

SCHANDAU.  — * Klee-Blat,  Glückwüntschendes, 
der  Gratien,  Herrn  Jacob  Grohmannen,  Churfürstl.  Sächß. 
Gleitsmannen  zu  Schandau...  bey  dero  frohen  Verehli- 
gung  eingefähret  Den  18.  Tag  des  Winter-Monats,  im  ietzt- 
lauff enden  i65isten  Jahre.  Dreßden,  Gedruckt  bey  den  Ber- 
gen. 4®.  (In  Berlin:  Yf  6813,  no.  61.) 

Gedicht,  unterz. : M.  M.  Böhme.  6 Bll.  .A.uf  d.  letzten 
S.  noch  ein  Gedicht  von  Johannes  Böhme.  — Sehr  rar! 
SCHANTZEN  und  Wag-Spiel,  Unterschiedlich 
Hitzig  verliebten,  so  Manns  als  Frauenperso- 


Schantzen — Schar  xl 


125 


n e n.  Kpfst.  Unten  5spalt.  Typentext  in  Reimen. 
„Wie  seltzam  sich  das  Spiel  ihm  Lieben  pflegt  zu  kehr,  — 
Wird  dieses  Sinnen-Bild  den  Leser  deutlich  lehre,  u.  s.  w. 
A.  Aubry  fec.  et  Excud.  Flugbl.,  ca.  1600.  28X39  cm.  (20  Mk. 
Max  Grüner,  Lpz.,  1898.) 

Reprod.  in  Ed.  F u c h s’  Illustr.  Sittengesch.  I,  S.  339,  mit 
der  Unterschrift : Die  Ehe,  ein  gewagtes  Spiel. 

SCHANTZEN  und  Wag-Spiel,  Unterschiedlich 
hitzig  Verliebten,  So  Manns  alss  Frauen  Per- 
sonen. 4 Frauenspersonen  mit  beigedruckten  Eigenschaften, 
als  Kegelgruppen,  werden  von  3 Männern  angeworfen.  Unten 
5spaltig  gestochener  Text.  Joh.  Hof  mann  exc.,  ca. 
1620.  27X38.  (15  Mk.,  etwas  lädirt,  v.  Zahn  & Jaensch,  Dresden, 
1906.) 

SCHANTZEN-  und  Wag-Spiel,  Unterschiedlich 
Hitzig  Verliebten,  So  Manns  als  Frauenperso- 
nen. Qu.-Fol.  — 3 kulturhistorisch  u.  costümlich  interessante 
Blätter  mit  curiosen  Versen;  „Gewesene  Jungfrawen  tra- 
gen auch  noch  Kräntz,  Arglistige  Füchse  tragen  Grosse 
Schwäntz“  etc.  (ca.  1620).  Aeusserst  selten  1 (75  Mk.  Ernst 
Frensdorff,  Berlin  1905.) 

SCHARLACH,  Aufgedeckte  falsche  Welt.  N ürnberg 
1671.  12O. 

Karajan’s  Bibi.  I.  Lpz.  1875.  ^o.  5023,  Beibd.  2.  — Sehr 
rar,  wie  die  folg.  Ausgabe. 

Dasselbe.  Ebd.  1673.  12O. 

Auctio  libror.  Lips.  17.  Oct.  1740.  p.  109;  Bibi.  Kielmans- 
Egg.  III.  p.  1301. 

SCHARMUT  (ps.),  Immerwährender  77facher  Ge- 
neral-Kalender. Vom  Grillenfänger  — . O.  O.  u.  J. 
(c.  1720  ?).  8°. 

War  in  einem  älteren  Scheible’schen  Cat.  (vor  1870). 

* SCHARSCHMID,  Matth.  — Ein  kurtzw  eilig  Spiel  Von 
einem  Bepstischen  Pfaffen  im  Land  zu  Frank- 
ken,  wie  es  demselbigen  vber  der  Bulerey,  mit 
eines  Wintzers  Weib,  so  vbel  ergangen,  Aus  dem 
Nachtbüchlein  gezogen,  vnd  in  Reimen  gefasset.  Durch  Mat- 
theum  Scharschmid.  — Holzschnitt,  der  Winzer  und  der  Pfaff. 
— Am  Ende:  Gedruckt  zu  Eissieben,  durch  Vrban  Gaubisch 
Im  Jahr,  1588.  80. 

In  Versen.  23  bedruckte  Bll.  Sehr  rar!  — S.  auch  Schu- 
mann, Val. 

SCHARXL,  Monsieur,  oder  Kurtzweilige  Zeit-Ver- 
treibung in  der  Bad-  u.  Sauerbrunnen-Gur,  den 
langweiligen  Brüdern  die  melancholischen  Jausen  (so !)  zu  under- 


126 


Schasler — Schattenrisse 


brechen.  Mit  Titelkpfr.  O.  O.  1699.  8°.  Zahm,  (i  fl.  20  xr. 
F.  Rohracher,  Lienz  in  Tirol,  c.  1888.) 

SCHASLER,  Max,  Der  schönste  menschliche  Kör- 
pertheil.  Vom  ästhetischen,  pädagogischen 
und  kulturhistorischen  Gesichtspunkt  betrach- 
tet in  der  Künstlerklause  zu  Meiningen  am  19. 
Januar  1881.  (Den  Universitäten  gegenüber  als  Manuskript 
gedruckt.)  Jena  1889.  12^.  27  S.  (4  Mk.,  mit  eigenhändiger 
Widmung  des  Verfassers,  R.  Bertling,  Dresden,  1907:) 

„Geistreicher  Scherz,  ein  Druck,  der  nicht  in  den  Handel 
kam  und  daher  sehr  selten  ist.“ 

SCHATTEN,  Die  blutigen,  eine  Gallerie  von  Wundern, 
seltsamen  Ereignissen,  nächtl.  Erscheinungen,  schaurigen  Träu- 
men, geheimen  Verbrechen,  schreckl.  Phänomenen,  geschichtl. 
begründ.  Freveln,  beweglichen  Leichen,  blutigen  u.  belebten 
Köpfen,  grausamen  Rachethaten  u.  fortlauf.  Verwicklungen 
des  Verbrechens;  alles  aus  d.  Quellen  der  Wahrheit  geschöpft. 
Aus  d.  Französ.  (des  Blanchard?).  2 Bde.  Mit  (drastischen, 
hübschen)  TKpfrn.  Sondershausen  u.  Nordhausen  1821,  bei 
Bernh.  Fr.  Voigt.  80.  (8  Kr.  Halm  & Goldmann,  Wien,  1904.) 

XX — 366  SS.  Enth.  II  z.  Th.  erot.  Novellen  u.  Criminal- 
geschichten. 

Inh.  I ; Einleitung.  — D.  Wohnung  e.  Vatermörders.  — Die 
spanischen  Katakomben.  — Niobe,  od.  d.  Zögling  d.  Natur.  — 
D.  Gemach  des  Meuchelmordes  unter  d.  Hülle  verliebter  Zärt- 
lichkeit. — D.  Kindermord,  od.  d.  entlarvte  Scheintugend. 

II:  S.  175 — 366,  nebst  i Bl.  Inh.  u.  i Bl.  Err.  — Inh.: 
Die  Frau  v.  Wachs,  e.  allegor.  Novelle.  — Der  falsche  Capu- 
ziner  od.  d.  blutige  u.  bewegl.  Kopf.  — Die  blutigen  Schlacht- 
opfer der  Bellona,  od.  d.  rühmliche  Tod  d.  Fürsten  Poiüa- 
towsky.  — Die  Zigeunerin  von  Trapezunt,  e.  Gemälde  musel- 
männischer Sitten.  — Das  Schilderhaus  d.  Nonne,  od.  d. 
liebende  Vestalin.  — Der  englische  Fleischer,  e.  wirkl.  Anek- 
dote. — Schlussbemerkung. 

Saubere  Expl.  dieses  ganz  vergriffenen  Curiosums  sind  rar. 
— S.  auch  Blanchard. 

SCHATTEN  und  Licht,  Geschichte  zweyer  Mäd- 
chen. Gera,  Rothe,  1796.  8°.  (2/3  Rthl.)  Selten! 

Geschichts-  u.  Romanen-Litt.  (Cat.)  Breslau  1798. 
SCHATTENRISSE  edler  deutscher  Frauenzimmer 
(von  Adam  Friedr.  Geister  d.  Jung.,  geb.  1757).  Heft  i. 
Mit  4 Portr.-Silhouetten.  Dessau  1784.  8^.  (In  Breslau,  Stadt- 
bibi.) (6  Mk.  R.  Bertling,  Dresden,  1907.)  Rar!  168  S. 

Schön  ausgestattetes  Werkchen.  — i.  Katharina  II.  v.  Russ- 
land. 2.  Königin  Elisabeth  Christine  v.  Preussen  (Gemahlin 
Friedrich’s  d.  Gr.).  3.  Philippine  Engelhard,  geb.  Gatterer. 

4.  Sophie  Albrecht,  geb.  Baumer. 

SCHATTENRISSE  edler  teutscher  Frauenzimmer; 
oder  offenherzige  u.  unpartheyische  Nachrich- 


Schattenrisse — Schatzgräber 


127 


ten  von  j e t z 1 1 e b e n d e n — berühmten  — schönen 
u.  biedern  Damen  (von  dem  Vorigen).  2 Hfte.  Mit  Fron- 
tisp.  u.  18  Kpfrn.  (schön  ausgeführten  Silhouetten).  Halle 
1784 — 85.  in  J.  C.  Hendels  Verlage.  8°.  Selten!  (8  fl.  Auction 
Graf  V.  Mohr.  Wien,  Einsle,  Mai  1886;  5 Mk.  Bernh.  Liebisch, 
Lpz.,  1908.) 

Ein  höchst  merkwürdiges,  in  lustigem  Tone  geschriebenes 
Buch. 

I:  5 Bll.  u.  401  S.  (incl.  i S.  Err.).  Vorr.  unterz. : H** 
am  12.  Dez.  1783.  Gr.  v.  A***.  Enth.  20  Schattenrisse  nie- 
dersächs.  Damen,  m.  12  Kpfrn.  (incl.  Frontisp.). 

II : X — 340  S.  Enth.  7 Schattenrisse  meistenth.  ober- 
sächs.  Damen,  m.  7 Kpfrn.  Laut  Nachricht  d.  Verlegers 
von  einem  andern  Vf.  Vorr.  desselben  dat.  Leipzig,  in 
d.  Michaelismesse  1785. 

Enth.  ausführliche  Biographien  zahlreicher  bekannter  sächs. 
Frauen  d.  18.  Jahrh.,  u.  a. : vRehden,  vHammerstein,  vKnese- 
beck,  vBülow,  vEinem,  vdDecken,  vPöllnitz,  etc. 

S.  auch  Gallerie  edler  deutscher  Frauenzimmer. 

SCHATTENRISSE,  der  naturgemässen,  gesetzlichen 
u.  gebräuchlichen  Verhältnisse  der  beiderlei 
Geschlechter  zu  einander,  aus  der  Zeit  u.  der 
Vorzeit.  Bei  Gelegenheit  des  von  einer  Stände- Versammlung 
Teutschlands  aufgenommenen  Napoleonischen  Geset- 
zes der  Vaterschaft  der  Unehelichen.  F rankfurt 
a.  M.  1821.  8°.  84  S.  (42  xr.  Th.  Ackermann,  vor  1875.) 
SCHATTENSPIELE.  (Etwas  freie  kleine  Romane,  Erzähl,  etc.) 
Nr.  I-V  (cplt.)  in  2 Bdn.  Mit  4 sehr  originellen  phantast. 
Kupfern  (wobei  2 Titelkpfr.)  von  Fr.  Bolt.  — Berlin,  bey 
Fr.  Maurer.  1797 — 98.  8^.  348 -j- 322  S.  u.  5 Bll.  (i — 4 in 
Darmstadt:  E 3480;  cplt.  in  Warmbrunn.)  (5  Mk.  W.  H. 
Kühl,  geles.  Expl.,  Berlin,  ca.  1882;  20  Mk.,  hübsches  Expl. 
in  2 Hfrzbdn.,  Paul  Alicke,  Dresden,  1909;  20  Mk.,  saub.  Expl., 
Adolf  Weigel,  1908.) 

Inhalt  : Die  Ruinen  von  Moyencourt.  — Kleine  Erzählungen. 
Fragmente.  (Darin  interessante  Uebersetzungen  nach  Guicciar- 
dini,  Chamfort,  sowie  eine  Art  Pendant  zu  Dante ’s  „Hölle“ : 
Abaris  oder  die  Wunder  der  Hölle,  in  Versen  und  Prosa.)  — 
Das  Götterstündchen  am  Kamin.  — Hippolite  de  Vivonnes 
Reisen  um  die  Welt.  (Uebersetzg.  aus  d.  französ.  Handschrift 
des  Verfassers.) 

SCHATTENSPIELE,  Romantische,  aus  dem  Reiche 
der  Wahrheit  und  Dichtung.  In  (24  harmlosen)  Er- 
zählungen erheiternden  und  belustigenden  Inhalts.  Mit  i illum. 
Kpf.  Neue  Ausg.  Pesth  1815,  bei  K.  A.  Hartleben.  8°. 

Ist  in  4 „Spiele“  getheilt.  — 95,  79,  79  u.  82  SS.,  nebst 
I S.  Inh.  bei  jeder  Abth.  — Ed.  I:  18**? 

§ * SCHATZGRÄBER,  Der,  in  den  literarischen  u. 
bildlichen  Seltenheiten,  Sonderbarkeiten  etc.. 


128 


Schatzkästlein — Schatzkammer 


hauptsächlich  des  deutschen  Mittelalters.  Hrsg, 
von  J.  S c h e i b 1 e.  9 Thle.  in  8°.  u.  4°.  u.  i Atlas  in  4°. 
Mit  zahlreichen  Abbildungen  (in  Holzschn.,  Kupferst.  u. 
Steindr.).  Stuttgart,  J.  Scheible,  1846 — 49.  (Ermässigter  Preis 
20  Mk.) 

Bildet  ein  interessantes  Supplement  des  geschätzten  Sammel- 
v/erkes  „das  Kloster“  (s.  d.). 

SCHATZKÄSTLEIN,  Güldenes,  worinnen  enthalten 
sehr  prächtige  Kleinodien  von  auserlesenen 
hochdeutschen  gustuösen  Liedern,  aufgeblüht  in 
den  spirituösen  Gärten  der  hochstudirtesten  Poeten  etc.,  zur 
Delectation  in  gesellschaftlichen  Zirkulen  und  zur  Verdrängung 
abgeschmackter  Knotenlieder,  gedruckt  in  diesem  Jahre.  O.  O. 
u.  J.  (c.  1810).  160.  Höchst  selten! 

48  SS.  Die  Vorrede  ist  „Herrn  Liberalitura  von  Schwappei- 
waden in  der  bekannten  Stadt  Bamberg  an  der  Redenitz“ 
dedicirt  und  unterzeichnet  „Die  Schwalben-Societät“.  Das  Werk- 
chen  erinnert  vielfach  an  den  „Kleinen  feinen  Almanach“  (s. 
denselb.)  Nicolai’s  und  scheint  um  d.  J.  1810  gedruckt  zu  sein. 
(Cfr.  Völcker’s  Cat.  93:  5 Mk.) 

SCHATZKÄSTLEIN,  Neues,  für  Freunde  munterer 
Laune  und  heiteren  Sinnes  (von  /C.  H.  A.  Hoff  mann). 
Mannheim  1825. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  29  (nach  Kayser  u.  Meusel). 
SCHATZKÄSTLEIN,  Wohlgefülltes,  deutschenScher- 
zes  u.  Humors.  Stuttgart,  o.  J.  (18**).  8°.  (70  Pfg.,  Orig.- 
Lwdbd.,  Jos.  Jolowdcz,  Posen,  1908.) 

SCHATZKÄSTLEIN  des  Schweinischen  Hausfreun- 
des. Leipzig  & Gotha.  Beim  Allgemeinen  Leckfritz.  Im  Jahre 
der  Niederkunft  (c.  1895).  Breit-izo.  32  S.  Lat.  Typen.  (Mk.  2 — 
eine  böhm.  Firma,  1901.) 

Verboten  vom  L.-G.  Wien.  21.  IV.  1896.  § 516. 

Inh.  dieser  grandiosen  Sauerei;  i.  Variationen  über  „Es 
stand  ein  Wirtshaus  an  der  Lahn“  (sotad.  Parodie 
d.  bekannten  Studentenliedes,  67  fünfzeil.  Str.).  2.  So  sind 
die  Mädchen  alle.  3.  Erot.  Extract  aus  Schillers  Gedichten. 
4.  Die  Geige,  u.  wie  man  darauf  spielt.  5.  Auserwählte  Braut 
der  Kirche!  (Man  überspringe  beim  Lesen  die  2.,  4.  Zeile 
u.  s.  f.).  6.  Das  A,  B,  C,  für  grosse  Kinder.  7.  Neue  erot. 
Klapphornverse.  8.  Kalte  Bauernregeln.  9.  Medicin.  Belehrgn. 
10.  Klage  der  Milchfrau,  ii.  Der  Teufel  u.  der  Dichter.  12. 
Pastors  Abendsegen.  13.  Pipi-Lied.  14.  Der  kluge  Karl.  15. 
Die  kleine  Marie.  16.  Das  enfant  terrible.  17.  Gestörte  Nacht- 
ruhe. 18.  Die  Seelenwanderung.  19.  Ook  en  Erklärung.  20. 
Geehrter  Carneval-Kegelclub  1 21.  Unsinnige  Bierrede.  22.  Der 
Jemini  u.  Leckmichinarsch. 

§ * SCHATZKAMMER,  Vber  Natürlicher,  Wunderba- 
rer vnd  Woldenckwürdiger  geschichten  vnd 
fällen,  so  sich  inner  abgeloffener  hundert  järigen,  auch 


Schatzkammer 


129 


vnserer  zeit,  begeben  vnd  zugetragen,  Auß  viler  vornemer 
Aulhoren  Schrifften  vnd  verzeichnussen,  an  vnderschidlichen 
Orten:  Personen,  vnd  Materien,  ergangen,  mit  sonderm  vleiß 
gemerckht,  vnd  in  Frantzöschischer  (!)  Sprach  erstlich  zusamen 
getragen  durch  S{imon)  Gipulart)  S{enlisien),  (ne  ä Genfeve 
vers  1576,  t ä Frederiksstadt  (Schleswig,  19  mars  1628).  Itzt 
aber  gemeinem  Nutz  zum  besten,  männiglich  zur  Warnung: 
Lehr  vnd  besserung:  In  vnser  Teutsche  sprach  übergesetzt. 
(Motto  aus  Psalm  XLVI.  u.  CXI.)  Straßburg,  In  Verlegung 
Pauli  Ledertz.  M.  DC.  XIII.  (1613.)  8°.  (In  Breslau,  Kgl.  u. 
Univ.-Bibl.,  nur  Theil  i:  Hist.  univ.  IV.  8°  817;  einige  Bll. 
d.  Vorstücke  mit  Textverlust  ausgebess.;  in  Berlin  Th.  i — 2; 
in  München  cplt.  in  3 Theilen.)  (8  Mk.,  Th.  i apart,  L.  Ro- 
senthal, 1906.) 

Sehr  interess.  Sammlung.  R Bll.  Vorst,  (incl.  roth  u.  schwarz 
gedr.  Titel),  959  S.  Kein  Register.  A.E.:  „Ende  des  ersten 
Theyls.“  (Erschien  noch  2 und  3 ebd.  1613 — 14;  cplt.  unge- 
mein rar!)  Dem  Junker  Joh.  Geo.  v.  Sebach  vom  Ver- 
leger gewidmet.  U.  a. : Ein  wunderlicher  Zustandt,  an  einer 
Jungfraw  (von  15  J.);  Historien  von  grausamer  Straff,  des  Ehe- 
bruchs (S.  45 — 78);  teufflische  Erscheinungen;  seltsame  Gelüste 
(schwangrer  Weiber,  S.  147 — ISS);  Mörder,  vnd  Strassenräuber ; 
Empfengnussen,  vnd  gebürten;  Teuffels  Besessene  („Verblendun- 
gen des  Sathans“,  S.  319-359);  vom  güldnen  Zaan  (I),  der  im 
Maul  eines  Kindts  in  Schlesien  gefunden  worden  (S.  360 — 363); 
seltzam-  vnnd  mechtige  würckung  des  Sathans  (S.  400 — 409); 
Kinder,  die  zu  unterschidlicher  zeit  von  einer  Schwängerung 
geborn,  durch  die  vber,  oder  nach  empfangnus  (S.  434 — 443); 
Weyber,  die  zu  Mannen  worden  sein  (S.  529 — 533);  schröck- 
licher  Liebeseifer  (S.  563 — 570);  Hurenführer  gestrafft  (S. 
857—864).  — etc. 

Orig.:  Goulart,  Simon,  Senlisien,  Histoires  admi- 
rables  et  memorables  de  nostre  temps.  Recueillis 
de  plusieurs  Autheurs,  Memoires,  et  Auis  de  divers  endroits. 
Nouvellement  mises  en  lumiere  par  — . 3 pts.  A Paris  1600 — i. 
S®-  155,  139,  1 18  ff.  (S  o bei  Goedeke  H,  128,  19.)  — Thresor 
d’h  istoires  admirables  et  memorables  de  nostre 
temps  recueillies  de  plusieurs  autheurs,  memoires  et  avis  de 
divers  endroits,  mises  en  lumiere  par  S.  G.  (Simon  Goulart), 
Geneve  1610.  IV  tom.  en  3 vol.  8*^.  — Thrdsor  d’h  istoires 
admirables  et  memorables  de  nostre  temps. 
2 vol.  Gendve,  pour  Sam.  Crespin  1620.  8'’.  1117  pp.  de  texte, 
plus  la  table  des  matidres.  (30  Kr.,  bei  exemplaire  de  cet  ouvrage 
fort-rare  et  curieux,  Gilhofer  & Ranschburg,  1908.) 

Engl.  u.  span.  Uebersetzg.  s.  in  Graesse’s  Trdsor. 

SCHATZKAMMER,  Neu  eröffnete,  allerhand  Histo- 
rien u.  Curiositäten  vornemlich  der  vortrefflichsten  u. 
galantesten  Moral-  u.  Sitten-Lehren.  Aus  d.  Frantzös.  Mit 
Titelkpfr.,  gestoch.  von  J.  A.  Pfeffel.  Nürnberg  1701.  8°. 
7 Bll.,  640 -|- 656  S.  (12  Mk.  L.  Rosenthal,  1906.) 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


9 


130 


Schaubrod — Schaubühne 


Die  Jahrzahl  „1700“  nennt  die  Bibi.  Ludovici  (bibliop.)  nomi- 
nalis  curiosa.  Vitemb.  1705. 

SCHAUBROD,  Klara  von  Boyneburgk.  Gera  1796. 

Müller-F  raureuth:  Alle  Tiefen  mönchischer  Bosheit 
zeigt  z.  B.  Schaubrod  in  obigem  Roman.  Hier  führt  das  Un- 
geheuer den  dunkelklingenden,  für  Bösewichter  beliebten  Namen 
Bruno.  Er  soll  den  Bannfluch  seines  rachedürstenden  Abtes 
überbringen.  Der  Turmwart  meldet  ihn  folgendermaßen:  „Ein 
feister  Bengel  windet  sich  gar  mühselig  den  Steig  herauf. 
Ich  höre  ihn  schon  röcheln  und  sehe  ihn  ausdünsten.  Soll 
ich  der  Fleischmade  den  Weg  öffnen  oder  den  Fels  hinab- 
stossen?  Was  gutes  wird  nicht  dahinter  stecken." 

SCHAUBÜHNE,  Neu  Eröffnete  Historische,  darauf 
Hundert  allerley  Lehr-  u.  erbauliche,  nützliche  Geschieht,  Ge- 
dicht, u.  merkwürdige  Erzehlungen  / Durch  einen  Historien 
Liebhaber,  u.  mit  einem  nützlichen  Register  verfertigt.  Ge- 
druckt im  Jahr  1665.  12°. 

164  S.  Mit  Frontispice  in  Kupferstich.  — Dr.  Grisebach’s 
Bibi.  no.  884;  Graesse’s  Bibi.  Th.  4.  (Ulm  1888.)  no.  1521, 
Beibd.  4. 

§ Dasselbe.  3.  Ausgabe.  O.  O.  1671.  8°.  (In  Mün- 

chen: H.  misc.  273.) 

§*  SCHAU-BÜHNE  / Englischer  / und  / Frantzös- 
ischer  / Comödianten,  / Auff  welcher  werden  vorge- 
stellet  die  / schönsten  und  neuesten  Comödien  (22  an  der  Zahl), 
so  vor  / wenig  Jahren  in  Franckreich,  Teutschland  und  / andern 
Orten,  bey  Volckreicher  Versamlung  / seynd  agiret  und  praesen- 
tiret  / worden.  / Allen  der  Comödi  Liebhabern  und  / andern  zu 
Liebe  und  Gefallen  dergestalt  in  / offenen  Druck  gegeben, 
dass  sie  leicht  darauss  Spiel-  / weise  wiederum  angerichtet, 
und  zur  Ergötzlichkeit  / und  Erquickung  dess  Gemüts  gehal- 
ten / werden  können.  3 Bde.  Mit  3 (einander  gleichen)  Kup- 
fertiteln. Franckfurt,  / In  Verlegung  Johann  Georg  Schiele, 
/ Buch-Händlers.  / Im  Jahr  M DC  LXX.  (1670.)  (Die  Titel 
zu  2 u.  3 etwas  abweichend.)  8°.  (In  Berlin:  Yp  5821,  i vol. ; 
auch  in  Frankfurt  a/M.,  Bibi.  Rothschild;  ein  drittes  cplts. 
Expl.  in  Prgtbd.  offerirten  Jos.  Baer  & Co.  in  Frankf.  a.  M. 
1893  für  Mk.  250 — .)  (In  München  nur  Th.  i.) 

Tit.  u.  594  SS.  (incl.  5 SS.  Vorr.).  Nebst  Kupfer- 
titel. (In  dem  Münchener  Expl.  ist  derselbe  z^vischen 
die  SS.  12  u.  13  gebunden).  Inh.:  i.  Amor  der  Arzt 
(S.  6 — 44).  2.  Die  Comoedie  ohne  Comoedie  (S.  45 — 144)- 
3.  Die  köstliche  Lächerlichkeit  (S.  145 — 185).  4.  Sganarelle, 
od.  der  Hanrey  in  der  Einbildung  (S.  186 — 221).  5.  Die 

Liebes-Geschicht  dess  Alcippe  u.  der  Cephise,  od.  die  Han- 
r e y i n nach  der  Einbildung  (S.  222 — 253).  6.  Die  Eydernde 
mit  ihr  selbst  (S.  254 — 345).  7.  Antiochus  (Sohn  des  Seleucus, 
Königs  V.  Syrien,  S.  345 — 430).  8.  Die  Bulhafftige  Mutter 

(S.  431 — 536).  9.  Dämons  Triumph-Spiel  (S.  537 — 594)- 


Schaubühne 


131 


Grösste  Seltenheit,  wie  die  3 folgenden  früher  erschie- 
nenen Sammlungen,  deren  Inhaltsangabe  man  bei  Goedeke  nach- 
sehe. i)  Englische  Comedien  vnd  Tragedie  Das  ist : 
Sehr  Schöne,  herrliche  vnd  ausserlesene,  geist-  vnd  weltliche 
Comedi  vnd  Tragedi  Spiel,  Sampt  dem  Pickelhering,  Welche 
wegen  jhrer  artigen  Inventionen,  kurtzweiligfe  auch  theils  war- 
hafftigen  Geschieht  halber,  von  den  Engelländern  in  Deutschland 
an  Königlichen,  Chur-  vnd  Fürstlichen  Höfen,  auch  in  vor- 
nehmen Reichs  See-  vnd  Handel  Städten  seynd  agiret  vnd 
gehalten  worden,  vnd  zuvor  nie  im  Druck  aussgangen.  An 
jetzo.  Allen  der  Comedi  vnd  Tragedi  Liebhabern,  vnd  Andern 
zu  lieb  vnd  gefallen,  der  Gestalt  in  offenen  Druck  gegeben, 
dass  sie  gar  leicht  darauss  Spielweiss  widerumb  angerichtet, 
vnd  zur  Ergetzlichkeit  vnd  Erquickung  de.'/  Gemüths  gehalten 
werden  können.  Gedruckt  im  Jahr  M.DC.XX.  (1620.)  O.  O. 
u.  Drucker.  8°.  (In  Berlin  u.  Hannoxer.)  384  Bll.  — 2)  Eng- 
lische Comödien  und  Tragedien  sampt  dem  Pickel- 
hering ....  zum  andernmal  gedruckt  und  corigirt  (I).  Ge^ 
druckt  im  Jahr  1624.  8*^.  (So  von  Gottsched  citirt.)  — 3) 
Liebeskampff,  oder  Ander  Theil  der  Engli- 
schen Comödien  vnd  Tragödien,  in  welchen  sehr 
schöne  ausserlesene  Comödien  vnd  Tragödien  zu  befinden  vnd 
zuvor  nie  in  Druck  aussgegangen.  Gedruckt  im  Jahr  1630.  8*'. 
(In  Berlin.)  — (S.  oben  bei  England  Weiteres.) 

II;  531  S.  (incl.  Drucktit.  u.  S.  3 — 5 Vorrede).  10:  Sidonia 
und  Theagenes  (S.  6 — 66).  — ii.  Der  Verliebten  Kunstgriffe 
(S.  66 — 167).  — 12.  Pickelhäring  mit  dem  Stein  (S.  167 — 189). 
— 13.  Fortunat  (S.  190 — 267).  — 14.  Der  imbesonnene  Lieb- 
haber (S.  267 — 360).  — 15.  Taliclea  (S.  361 — 531/. 

III:  565  S.  (incl.  Drucktit.):  16:  Esther  (S.  3 — 78).  — 17. 
Verlorne  Sohn  (S.  79 — 126).  — 18.  Mantalor  (S.  127 — 209). 
19.  Der  Geizige  (S.  210 — 328).  — 20.  Aminta  und  Silvia  (S.  329 
427).  — 21.  Macht  Cupidinis  (S.  427 — 499).  — 22.  Georg 
Dandin  oder  der  verwirrte  Ehemann  (S.  500-^565). 

Von  M o 1 i r e sind  folgende  Stücke : Amor  der  Artzt. 
— Die  köstl.  Lächerlichkeit.  — Der  Hanrey  in  d.  Einbildung. 
— Der  Geizige.  — Georg  Dandin. 

§ SCHAUBÜHNE  Menschlicher  Gewöhn-  u.  Thor- 
heilen,  Die  neu-eröffnete  u.  lustige : Entworffen  in  7 Classes : 
Als  I.  Vieler  Art  seltsamer  Würme....(2  Bll., 
120  S.)  II.  Caff^e-  u.  Th^e-Logia,  dessen  Gebrauch  u.  Miss- 
brauch. (84  S.)  III.  Biere-Logia  ....  (120  S.)  IV.  Tabaco- 
Logia  ....  (96  S.)  V.  Caseologia  ....  (Sign.  A — C.)  VI. 
Wurstologia  ....  (Sign.  A — C6.)  VII.  Gänse-Logia  ....  (72 
S.)  Alle  auf  das  kurtzweiligste  beschrieben,  und  jedes  in  ein 
besonderes  Tractätlein  ....  abgefasset,  und  mit  (6)  Kpfrn. 
erleutert.  O.  O.  u.  J.  (c.  1695).  8^. 

Complete  Expl.  sehr  selten  u.  gesucht  I Jedes  Stück  mit 
Specialtitel.  — Nur  wegen  des  ersten  Stücks  hier  auf- 
geführt. 

S.  auch  Huppert  von  Worms. 

SCHAUBÜHNE,  Neu  eröfnete  (sol),  welche  allerhand 
rare  u.  wundervolle  Begebenheiten,  so  sich  in 

9* 


132 


Schauder  ge  mälde — Schaukal 


verschiedenen  Königreichen  zugetragen,  er- 
öfnet.  Aus  d.  Französ.  übers.  Franckfurt  und  Leipzig  1739. 
80.  (6  ggr.) 

Frommann’s  cat.  universalis.  Zülichau  1740.  p.  226. 
SCHAUDERGEMÄLDE  aus  der  wirklichen  Welt  (nach 
Prevost  d'Exiles*  „Cleveland“).  2 Thle.  Hildesheim,  Ger- 
stenberg, 1803.  80.  196 -f- 168  S.  Zahm.  (2  Mk.  Frz.  Teubner, 
c.  1885;  3 Mk.,  gebr.  Expl.,  Jul.  Neumann,  Magdeb.,  1908.) 
Vgl.  N.  Lpz.  Lit.-Ztg.  1803.  St.  16.  Sp.  256.  — Goedeke  VII, 
663,  258,  4. 

SCHAUENBURG,  Karl  Herrn.,  Zur  Sittengeschichte 
deutscher  Hochschulen.  Lahr  1860.  Gr.  8°. 

P.  E.  Richter,  Bibi,  geogr.  Germaniae.  Lpz.  1896.  Lex.-80. 

s.  787. 

SCHAUERGESCHICHTEN  der  Vorzeit.  Vom  Verfasser  der 
zwölf  schlafenden  Jünglinge.  Mit  Titelkupfer.  Leipzig  1798.  8°. 

Nicht  von  Spiess.  Enthält:  Woldemar  der  Erste,  Mark- 
graf von  Brandenburg.  — Marie  von  Lövingen. 
SCHAUERHÖHLE,  Die,  im  Gebirge  Balkan,  oder  die 
Eroberung  von  Varna,  als  Fortsetzung  der  No- 
velle Athanasia,  die  schöne  Griechin  aus  Sa- 
mos. Leipzig,  Rein,  1830.  8®.  (2  Mk.  Frz.  Teubner,  Bonn, 
c.  1895.)  Zahm. 

SCHAUERMÄNNCHEN,  Das,  eine  Gespensterge- 
schichte aus  dem  12.  Jahrhundert.  Seitenstück  zu 
Spiessens  Petermännchen.  Mit  Kpf.  Leipzig,  Joachim,  1802. 
8®.  Selten  1 

Nicht  von  Spiess,  der  bereits  1799  verstorben. 
SCHAUER-SCENEN  aus  dem  Burgverließ  des  Gra- 
fen Roderich.  Eine  abenteuerliche  Rittergeschichte  aus 
den  Zeiten  der  Ostgothen.  Nach  d.  Engl.  2 Bde.  Leipzig 
(o.  Adresse)  1840.  Gr.  8®. 

I : IV  u.  327  S.  Widmung  an  „eine  Ungenannte“  ist  unterz. ; 
C.  A.  M — s.  — Einiges  etwas  frei. 

2 : (lag  nicht  vor). 

SCHAUKAL,  Rieh.  (Wien,  Dr.  jur.,  Ministerialrat  im  Mini- 
sterium f.  öffentl.  Arbeiten,  geb.  zu  Brünn,  d.  27.  Mai  1874), 
Pierrot  und  Colombine  oder  das  Lied  von  der 
Ehe.  Ein  Reigen  Verse.  Mit  Buchschmuck  von  Heinr.  Vo- 
geler-Worpswede. Leipzig  1902.  8®.  63  S.  (Mk.  3 — .) 
(i  Mk.  75  Pfg.  Edm.  Meyer,  Berlin,  1908;  2 Mk.,  mit  Dedicat. 
an  Bierbaum,  Alicke,  Dresden,  1910;  6 Mk.,  unbeschn.  im  Orig.- 
Umschl.,  Alfred  Lorentz,  Lpz.  1909.) 

Nicht  im  Handel. 

Mimi  Lynx.  Eine  Nov^elle.  Leipzig,  Insel-Verlag,  1904. 

8®.  57  S.  (Mk.  I — ; Lwd.  2 — .)  (2  Mk.,  mit  Dedic.  an  Bier- 
baum, Alicke,  1910.) 


Schaukal — Schauplatz 


135 


Mimi  Lynx  erzählt  die  Geschichte  eines  typischen  Verhält- 
nisses der  sonderbar  stimulierenden  Liebe  des  zwanzigjährigen 
Jünglings  zu  einer  fremden  Frau. 

Ausgewählte  Gedichte.  Ebd.  1904.  8°.  117  S. 

(Br.  Mk.  2—;  Hprgt.  3—.) 

Aus  d.  Verlagscat.  d.  Firma:  „Freunde  dieses  in  seiner 
Eigenart  längst  gewürdigten  Dichters,  als  dessen  trefflichstes 
Merkmal,  die  bei  aller  Sparsamkeit  unfehlbare  Sicherheit,  die 
intensive  Leuchtkraft  einer  aus  tiefstem  Schönheitsbesitze  ge- 
wachsenen Diktion  gilt,  werden  manchem  Lieblingsstücke  wieder- 
begegnen und  durch  neue,  der  Anreihung  würdig  gefundene 
Strophen  erfreut  werden.“ 

Nachdichtungen:  Verlaine-Herddia.  Berlin 

1906,  bei  Osterheld  & Co.  (672  numer.  Expll.)  Gr.  8°.  83  S. 
Vergriffen!  (8  Mk.  Adolf  Weigel,  1907;  5 Mk.  50  Pfg.  Bernh. 
Liebisch,  Lpz.,  1909.) 

Kurz  besprochen  in:  Der  Amethyst,  1906,  S.  401. 

Dasselbe.  Luxusausgabe  (nur  Expl.  i — 15)  auf  Ja- 

panpap.  in  Prgt.  u.  vom  Autor  signiert.  Gr.  8°.  (18  Kr.  Gil- 
hofer  & Ranschburg,  Wien,  1906.) 

SCHAüKE,  Moritz  B.  (d.  i.  Mor.  Gast.  Bauschke),  Bilder 
aus  der  Wirklichkeit.  Breslau,  Verlags-Comtoir,  1 834. 
80.  n Bog.  (i8ggr.) 

Distel-Blüthen.  Bilder  aus  dem  Leben.  Ebd. 

1834.  80.  IO  Bog.  (3/4  Rthl.) 

SCHAUKEL,  D i e.  (Ein  erotisches  Idyll.)  Mit  2 feinen  Cabi- 
net-Illustrationen.  (3  Mk.  eine  böhmische  Firma,  1901.)  Längst 
vergriffen ! 

SCHAUMBURG,  Konrad  (d.  i.  Burkhard  in  Dresden),  Göttin 
Frau!  Eine  seltsame  Geschichte  masochist- 
ischer Liebe  und  Ehe.  Roman.  2 Teile.  O.  O.  (Preß- 
burg)  u.  J.  (1906 — 7).  Nur  für  Privat-Subscriben- 
ten  gedruckt.  Gr.  80.  (Steif  br.  Mk.  12 — .)  (10  Mk.  Taussig, 
Prag,  1906.) 

Privatdruck  in  500  Expll.  Lasciver  LFnsinn.  Hier  ist 
der  Gipfel  krankhafter  Leidenschaft  erreicht.  Wurde  con- 
fiscirt.  — i:  Titel,  4 S.  Vorwort,  133  S.,  i S.  Nachricht. 
2:  Tit.,  I Bl.  Vorw.,  135  S.  Beide  Titel  mit  Bordüre. 
SCHAUPLATZ  (chronol.).  — S c hau(-)Pl  a t z , Der  Grosse, 
jämmerlicher  Mordgeschichte,  1 648  ff.,  s.  Hars- 
dörffer.  Geo.  Phil. 

§ SCHAU-PLATZ  der  Verliebten.  Franckf.  1659.  etc.,  s. 
Schäfferey,  Jüngst-erbawete. 

M.  C.  (d.  i.  Martin  Caselius)  Züchtiger  Schau- 

Platz  des  Deutschen  Frauenzimmers  in  den 
Schrancken  der  Tugend  der  Keuschheit.  Magdeb. 
1664.  40. 

S o in  der  Bibi.  Kielmans-Egg.  III.  p.  614.  — Höchst  selten! 


134 


Schauplatz 


SCHAUPLATZ  barbarischer  Sclaverei  der  vier  vor- 
nehmsten Raubstädte  , . . . (von  Joh.  Frisch).  Altona 
1666.  Rariss. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  30  (nach  Dahlmann,  Placcius,  Schröder). 
§ Dasselbe, tit. : Schau-Platz  barbarischer  Skla- 

ve r e y : Worauff  unter  Beschreibung  der  4 vornehm- 
sten Raubstädte,  als:  Algiers,  Thunis,  Tripoli 
u.  S a 1 o e derselben  Regierung,  Sitten  etc.,  vornehmlich  aber 
die  überaus  Barbarischen  Leibes-Straffen  vorge- 
stellt werden.  Mit  9 Kpfrn.  Hamburg  1694.  8°.  (In  München: 
H.  Afr.  4950,  mit  i Beibd.)  (12  Mk.,  2 Seiten  etwas  beschäd., 
Max  Jaeckel,  Potsdam,  1910.) 

Die  Kupfer  stellen  scheußliche  Hinrichtungsscenen  dar. 
SCHAU-PLATZ,  Der  kleine,  lustig-  und  trauriger 
Geschichte,  bestehend  in  1 23  lustigen  und  38  traurigen 
Begebenheiten.  Aus  d.  Frantzös.  Nürnberg  1675.  12®.  Sehr 
rar  I 

Gegenstück  zu  Harsdörffer’s  „großem  Schauplatz“. 

§ SCHAUPLATZ,  Neuer  lust-  u.  lehrreicher,  worin- 
nen allerhand  nachdenkliche  Geschichten,  Welt-, 
Estats-,  Jagt-,  Bergwercks-,  Münz-  u.  a.  Dinge  mehr  enthalten. 
Mit  Kupfern.  Nürnberg  1685.  Folio.  (In  München:  H.  misc. 
29.)  (20  Mk.,  Prgtb.,  Baer,  Frf.  a.  M.,  1893.) 

SCHAU-PLATZ  der  Betrüger:  Entworffen  in  vielen  List- 
und  Lustigen  Welt-Händeln,  als:  In  behender  Dieberey:  Kar- 
tenspiel : Liebes-Räncken  etc.  Mit  Titelkpfr.  Listenau 
in  Verlegung  D.  Lachmunds  (Hamburg  u.  Frankfurt)  1687. 
— Nebst  Anhang:  Der  durchtriebene  Gaudieb  Du 
Val,  d.  i.  dessen  Auferziehung,  Diebstähle  etc.  in  Franck- 
reich  und  Engeland.  Durch  W.  B.  M.  Gedruckt  in 
diesem  Jahre.  8®.  (12  Mk.,  wurmstichig,  Jacques  Rosenthal, 
c.  1903.)  Cplt.  selten! 

Weller,  fing.  Dr.  I.  p.  39.  — Im  Anhang  ausser  „Du  Val“ 
noch : „D  ie  betriegliche  Falsett  a“.  (Beides  beson- 
ders paginiert.) 

SCHAU-PLATZ  Lust-  und  Sinn-reicher  Historien. 
Auf  Allerhand  Begebenheiten  zu  gebrauchen.  Mit  i Kupf. 
Leipzig  1692.  12®. 

544  SS.  Eines  der  besseren  Schwankbücher.  Rarl  — Cat. 
libr.  viduae  J.  N.  Andreae,  bibliop.  Herb,  et  Frf.  1729. 

SCHAU-PLATZ  sonderbarer  Glücks-  und  Liebes- 
Veränderungen.  0.0.  1693.  12®.  18  Bog.  Von  grösster 
Seltenheit  I 

SCHAU-PLATZ,  Neu-auffgeführter,  gestürtzter 
Monarchen,  wie  auch  anderen  gecrönter  Häup- 
ter und  Helden  . . . . (Titel  sehr  lang)  ....  Nebst  \aelen 


Schauplatz 


133 


Curiösen  Staats-Streichen  u.  andern  notablen  Begebenheiten 
illustriret  u.  vorgestellet  werden.  LEIPZIG,  in  Verlegung  Fried- 
rich Lankischen  Erben.  Anno  1693.  (Nebst  drastischem  un- 
sign.  Kpftit.)  8°.  (12  Sgr.  Scheible,  1871;  jetzt  höherl) 

8 Bll.  Vorst,  (incl.  Tit.  in  Roth-  u.  Schwarzdr.),  640  S., 
enth.  76  Nrn.  — Darin  u.  a.  no.  8:  Von  dem  wollüster- 
nen  (I)  Heliogabalo,  Röm.  Räyser,  wie  derselbe  ge- 
lebet,  u.  endlich  umkommen  (S.  50 — 54) ; no.  49 : von  der 
Mann-  u.  herschsüchtigen  Maria  (Stuart),  Köni- 
gin in  Schottland,  wie  u.  warum  dieselbe  enthauptet 
worden  (S.  538 — 542). 

SCHAU-PLATZ,  Historischer,  oder  ausführliche  Be- 
schreibung verschiedener  Liebes-  und  Trauer- 
Geschichten,  welche  sich  an  unterschiedenen 
Orten  zugetragen.  Franckfurt  a.  Mayn  1695.  8°.  Höchst 
selten  1 

* SCHAU-PLATZ,  Der  curiose,  vorstellend  Acht 
Lust-  und  Lehr-reiche  Geschichte.  Aus  d.  Frantzös. 
(der  Marie  Catherine  Jumelle  de  Berneville  Comtesse  d’ Aul- 
no y).  Mit  Kpfrn.  Nürnberg  1702.  8°. 

War  auch  im  Cat.  viduae  Joh.  Nie.  Andreae,  bibliop.  Herb. 
& Frf.  1729.  — Das  Anon.-Lex.  IV.  p.  30  hat  „Nürnb.  (1701)“ 
(nach  Dziatzko). 

* SCHAU-PLATZ,  Neu-auffgeführter,  Oder  w a h r - 
haffte  L i e b e s - G e s c hi  c h t , vornehmer  Persoh- 
ne n , Worauff  Ihre  so  wohl  Glück-  als  unglückliche  Begeben- 
heiten erzehlet  werden.  Aus  dem  Frantzösischen  ins  Teutsche 
übersetzet.  LEIPZIG  In  Verlegung  Christoph  Heydlers.  ANNO 
1704.  12O.  Titel  (roth  u.  schwarz),  i Bl.,  260  S.  (In  Berlin; 
an  Yv  141.) 

Anfang  des  Textes  steht:  „ASSEMBLed  Aller  Verliebten". 
In  der  Vorrede  sagt  der  Uebersetzer  (der  Wahrheit  gemäß) : 
„Es  wird  hier  nichts  angetroffen,  da  die  Erbarkeit  könnte  be- 
leidiget, noch  keusche  Ohren  belästiget  werden.  Jegliche  Per- 
son erzehlet  in  diesem  kleinen  Roman  ihre  Amour“  — — — . 

SCHAU-PLATZ,  Historischer,  allerhand  Staats-, 
Kriegs-  und  Friedens-Begebenheiten.  Soest. 
(17**?)  40. 

J.  G.  Nicolai,  Berlin,  cat.  univ.  1737  (ohne  Jahresangabe). 
Jedenfalls  eine  Seltenheit  I 

♦SCHAU-PLATZ  Der  Bösen  Weiber,  Oder  eine  für 
die  bösen  Weibernütliche  Apotheke.  Nebst  einen  ( I) 
curieusen  Anhang  kurtzweiliger  Gespräche  von 
Weibern  über  die  bösen  Männer.  O.  O.  1712.  8®. 
(In  Berlin:  Yz  301.)  (5  Kr.  Halm  & Goldmann,  1904.) 

*  Dasselbe.  Frankfurt  u.  Leipzig  1751.  8°.  (In  Berlin: 

Yz  308,) 


136 


Schauplatz 


— — Dasselbe,  tit. : Schau-Platz  der  Bösen  Weiber. 
Oder  Eine  für  die  bösen  Weiber  nützliche  Apo- 
t h e c k e , Darinnen  unterschiedliche  Recepte,  Künste  und  Mit- 
tel die  bösen  Weiber  fromm  und  gehorsam  zu  machen 

Sowohl  ledigen  als  verehelichten  Leuten  lustig  zu  lesen.  Franck- 
furt  und  Leipzig  1752.  8^.  5 Bll.,  165  S.  (8  Kr.,  Hmaroquin, 
Halm  & Goldmann,  1907;  25  Mk.  [I]  Adolf  Weigel,  c.  1905:) 

Der  letzte  Thl.  des  seltenen  Buches  (S.  107 — 165)  hat  den 
separaten  Titel : Curieuser  Anhang.  Bestehend  in  einem 
Gespräch  von  Bösen  Männern,  gehalten  von 

vier  bösen  Weibern Aus  dem  Holländischen 

ins  Hochteutsche  übersetzt,  von  dem  der  die  Wahrheit  Fein 
Rein  Schreibet.  Anno  1752.  — Das  ganze  Buch  ist  in  G e • 
sprächform  verfasst,  sehr  derb,  und  mit  Reimen  unter- 
mengt. Mit  dem  „Theatrum  (s.  d.)  malorum  (siel)  mulierum“ 
ist  es  nicht  identisch. 

§ SCHAU-PLATZ,  Neu  erfundener  Historischer. 
Augspurg  1717.  4®.  (In  München:  Turc.  97,5.)  Rar! 

SCHAU-PLATZ,  Neu-eröffneter,  der  berüchtigten 
Betrieger(,)  Spitzbuben,  Mörder,  Kirchen-  und 
Strassen-Räuber  dieses  Seculi,  Samt  deren  EXE- 
CUTION,  und  accuraten  (12)  Portraiten  (mit  beigestoch.  Na- 
men, unsign.).  HAMBURG,  Gedruckt  und  verlegt  durch  seel. 
Thomas  von  Wierings  Erben,  im  güldnen  A,  B,  C.  1723.  Kl.  8°. 

Titel  (roth  u.  schwarz,  10  Bl.  Vorn,  783  S.,  2 S.  Reg. 
— Inh. : Lips  Tullian.  — Studenten-Friedrich 
(eigentl.  J.  F.  Sahrberg).  — Der  schöne  Böttger.  — 
Hans  Wolff  Heinr.  Schöneck.  — Daniel  Lehmann.  — Michael 
Hentschel.  — Gabriel  Hofmann.  — Jacob  Neumann.  — Joh. 
Dav.  Wagner  (gen.  Mause-David).  — Louis  Dominique 
Cartouche.  — 12.  Anhang  einiger  seith  (I)  etlichen  Jahren 
hin  und  wieder  vorgegangenen  scharffen  Executionen",  dabei 
als  Nr.  2:  „Der  nach  Urtheil  und  Recht  gestraffte  Gold- 
macher Cajetani“  (23.  Aug.  1709  in  Cüstrin  an  den 
Diebes-Galgen  aufgehangen,  S.  733 — 736);  als  Nr.  3 Baron 
V.  Klettenberg  (i.  März  1720  auf  d.  Festung  Königstein 
gehangen,  S.  737 — 739);  8.  (letzte)  Nr.:  „Die  bestraffte 
Felonie.  Oder  autentique  (!)  Relation,  Welchergestalt  die 
Republique  Venedig  den  Banditen  Graff  della  Torre, 
Wegen  begangener  Felonie,  verletzter  Majestät,  Ermordung 
seiner  Gemahlin,  und  anderer  grossen  Verbrechen  verbannet  hat“ 

(s.  751—783)- 

Dasselbe.  Zweyte  und  vermehrte  Auflage. 

Ebd.  1725.  12O.  783  S.  (In  Hamburg,  Stadtbibi.)  (10  Mk. 

Frz.  Teubner,  Düsseldorf,  1898;  9 Mk.  E.  Frensdorff,  1908.) 

* SCHAUPLATZ,  Der  im  Reiche  der  Todten  aufge- 
richtete, unglücklicher  Menschen.  (Biographie  einer 
Prostituirten  und  eines  Libertins.)  ]\Iit  Moralischen 


Schauplatz 


137 


Anmerkungen  (und  pikanten  Reimen),  Zum  Zeit-Vertreib  des 
Frauenzimmers  entworffen.  Mit  i Kupfer.  Leipzig  1728.  12°, 
Haydinger’s  Bibi.,  Wien,  I.  no.  641.  — Sehr  rarl 
SCHAU-PLATZ,  Neu-eröffneter  kleiner,  Denck- 
würdiger  Begebenheiten,  wie  auch  mehren- 
theils  trauriger  Geschichten  u.  Unglücks-Fälle; 
Darinnen  das  Steigen  u.  Fallen  einiger  grosser  Herren  auf  dem 
Theatro  dieser  Welt  zu  lesen.  Mit  TKpf.  Augspurg  1738.  8°. 
348  SS.  (i  Mk.  80  Pfg.  Damköhler,  Berlin,  vor  1885;  jetzt 
höher.) 

F r ü h e r e Ausgabe : Ebd.  1731.  8°.  Mit  TKpf.  (i  fl.  Wallis- 
hausser,  Wien,  1872;  3 fr.  50  cts.  Ernst,  Zürich,  1886.) 

— • — Dasselbe.  Ebd.  1749.  8°.  (Das  Münchener  Expl.  fehlt  seit 
1827.) 

Dasselbe.  Mit  TKpf.  Ebd.  1772.  8^.  (i  fl.  20  xr.  Wal- 

lishausser,  1872.) 

Haydinger’s  Bibi.  I.  no.  642. 

SCHAU-PLATZ  der  Welt,  Neu-eröffneter.  4 Zusam- 
menkünfte. Berlin  1743.  4®.  (i  fl.  32  xr.) 

Krieger,  cat.  univ.  XII.  1743.  — Rarl 
SCHAU-PLATZ,  Betrübter,  unglücklicher  Verlieb- 
ten. Franckfurt  u.  Leipzig  1744.  8®. 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  II.  — Höchst  selten! 

SCHAUPLATZ  der  Zeit.  Drey  ehrliche  Deutsche,  Wahrlieb, 
Freymimd  u.  Guthertz  reden  miteinander,  lustig,  historisch, 
pohtisch  etc.  von  der  vergangenen,  gegenwärtigen  u.  zukünff- 
tigen  Zeit.  Zu  Paris  aus  einem  Manuscript  gedruckt.  Mit 
TKpfr.  O.  O.  1745.  8°.  (4  Mk.  50  Pfg.,  etwas  fleckig,  Paul 
Neubner,  1892.)  Sehr  selten! 

SCHAUPLATZ,  Neueröffneter,  der  Liebe  in  vier- 
undzwanzig Geschichten.  Augsburg  1746.  8°. 

Citirt  Karl  Wallstein  ohne  Quellenangabe. 

§ SCHAUPLATZ,  Historischer,  sehr  merckwürdiger 
Geschichte  von  unterirdischen  Schätzen,  An 
Gold,  Silber  und  Edelgesteinen,  Welche  in  alten  Kirchen, 
Clöstern,  Schlössern  und  Hölen  verborgen  gelegen,  und 
theils  glücklich  gehoben,  theils  aber  noch  in  dem  Schooße 
der  Erden  verborgen  sind ; Nebst  einigen  curieusen 
Geschichten  von  betrüglichen  Geister-Er- 
scheinungen,  ingleichen  von  erstaunenden  Begebenheiten, 
welche  sich  in  unterirdischen  Hölen  und  Gängen  zugetragen. 
Mit  vielen  Betrachtungs  - würdigen  Anmerckungen  versehen. 
(Vf. : Joh.  Zacharias  Gleichmann.)  Hannover  (o.  Adresse) 
1747.  80.  (In  München:  Var.  625,  ex  bibl.  Ignatii  Do- 
minici  Cyriaci  Schmid,  sacerdotis  Ingolstadii;  c.  multis  adnexis.) 

3theiliges  curioses  (etwas  anstößiges)  TKpf.,  darunter  4 Vers- 
Zeilen,  Tit.  roth  u.  schwarz,  2 Bll.  Vorr.  des  ungenannten 


138 


Schauplatz 


Verf.  (Ex  Musaeo  d.  24.  Jan.  1747),  4 BU.  Reg.  der  LX 
Geschichten,  352  bez.  S. 

Enth.  viel  über  Mönchs-  u.  Nonnen-Unfug,  u.  a. : Nr.  V. 
Von  unterirdischen  Gängen,  welche  im  Pabstthum  von  einem 
Kloster  zum  andern  angetroffen  worden.  XII.  Geschichte  einer 
fälschlich-vorgegebenen  Teufels-Besitzung  der  Martha  Brossier 
in  Franckreich.  — Von  betrüglichen  Geister-Erscheinungen, 
welche  in  Engelland  mit  einer  Nonne  vorgefallen.  XXL  Von 
Betrügereyen,  welche  im  Pabstthum  mit  fälschlich  vorgegebenen 
Besessenen  gespielt  worden.  XXII I.  Von  entsetzlichen  Be- 
trügereyen, welche  im  Pabstthum  von  denen  Mönchen  u. 
Nonnen,  auch  listigen  Pfaffen,  mit  vorgegebenen  Seelen-  u. 
Geister-Erscheinungen,  auch  Seelen-Erlösung  aus  dem  Fege- 
Feuer  gespielet  worden.  — XXVI.  Noch  aine  dergleichen 
Historie,  welche  zu  Sarragossa  in  Spanien,  mit  der  Maria 
Guerrera  paßiret.  (S.  iio — 120;  s.  Gavin.)  XXXIII.  Das 
Gespenst  von  Spaa,  od.  Geschichte,  wie  ein  Mönch  durch 
betrügliche  Geister-Erscheinung  eines  Wirths  Tochter  zur  Wollust 
verführen  wollen  etc.  etc. 

Unter  dem  Titelkpfr.  die  Verse  gestochen: 

Verstellte  Geister  oft  die  Leute  sehr  betrügen, 
Arglistigkeit  dabey  oft  wunderbahrlich  spielt. 

Auch  Schätze  manchmahl  nur  bestehn  in  vielen  Lügen, 

Und  jener  statt  des  Gelds  nur  Schläg  dafür  erhielt. 

S.  auch  V ariamandus  (d.  i.  Joh.  Zach.  Gleichmann), 

Nachrichten  von  unterirdischen  Schätzen.... 

1738. 

SCHAUPLATZ,  Der  eröffnete  (hrsg.  von  Joh.  Georg  H a - 
ger).  Leipzig  1749—54. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  30  (nach  Meusel).  — Cplt.  rarl 
SCHAUPLATZ  der  Tugenden  des  Frauenzimmers, 
aus  d.  Englischen.  Frankfurt,  Eßlinger,  1749.  12°. 

Cat.  von  A.  Vandenhoeck’s  Wwe.  II  p.  519.  — Selten! 
SCHAU-PLATZ  der  Bösen  Männer,  Oder  eine  für 
die  bösen  Männer  nützliche  Apotheke,  darinn 
unterschiedliche  Recepte,  Künste  und  Mittel,  die  bösen  Männer 
fromm  und  gut  zu  machen.  Sowohl  ledigen  als  verehlichten 
Leuten  vortheilhaft  zu  lesen.  Frankfurt  u.  Leipzig  1752.  8°. 
187  S.  (3  Mk.  50  Pfg.  Scheible,  1886;  jetzt  theurerl) 

Vielleicht  ein  früherer  Druck  vorhanden.  — Gegenstück 
zu  der  Weiber-Apotheke  . . . . 1712  etc. 
SCHAUPLATZ  der  Liebe,  ein  Geschenk  für  mein 
Liebstes  zum  neuen  Jahre.  (Gedichte.)  O.  O.  1764- 
16°.  2V2  Bog.  Rar! 

Cat.  Meissner  IIL  p.  541;  A.  Wever's  (Berlin)  cat.  univ. 
1764. 

SCHAUPLATZ  der  ausgearteten  Menschheit  oder 
Nachrichten  von  den  merkwürdigsten  Lebens- 
umständen berüchtigter  Bösewichter  und  Be- 


Schauplatz — Schebisteri 


139 


trüg  er.  Mit  einer  Vorrede  vom  Hofrathe  Schiller  in  Jena. 
Mit  Kpfrn.  Gotha  u.  Weimar,  1799.  8°,  Zahm. 

C.  G.  Börner,  Lpz.,  VIII.  (1907.) 

SCHAUSPIEL,  Neues,  Betitelt  Androfilo  Oder  D i e 
Wunder  Liebe:  Von  dem  (sol)  Hh.  PP.  Soc.  Jesu,  er- 
funden, und  bey  den  Friedens(-)Handlungen  in  Westfalen,  vor 
einem  Hochansehnlichen  Reichs(-)Collegio  gespielet,  anitzt  aber 
verdeutschet  und  Nebenst  einem  Nachspiel,  Betitelt  Sil- 
via Oder  Die  Wunderthätige  Schönheit,  In  Nürn- 
berg auf  den  Schauplatz  gebracht  durch  S.  v.  B.  (d.  i.  Sig- 
mund V.  Birken,  1626 — 81).  C.  P.  N.  Von  Michael  Cubachen, 
Buchhandeiern  (so  I)  in  Lüneburg  verleget  und  bey  ihm  zu 
finden.  Wulffenbüttel,  Gedruckt  durch  Johann  Bißmarck,  Im 
Jahr  1656.  8°.  (In  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl. : an  Lit.  Teut  11. 
8°.  563.) 

8 Bll.  Vorst.  96  S.,  Einiges  in  Versen;  dann  102  S.  für 
das  Nachspiel.  — Höchst  selten  1 
* SCHAU  - SPIEL,  Newes  Historisch - Politisches, 
Genandt  Die  Deutsche  Groß-Königin  Leonilda. 
(Vf.  Salameth  Redlich.)  Anno  1673.  8°.  6V2  Bogen.  Sehr 
selten!  (In  Berlin:  Yq  7351.) 

SCHAUSPIELE  aus  dem  sechzehnten  Jahrhundert. 
Hrsg.  V.  Jul.  Tittmann.  2 Bde.  Leipzig  1868.  8*^.  (3  Rthl.) 
(5  Mk.,  Orig.-Lwd.,  Adolf  Weigel,  1908.) 

Inh. : Nie.  Manuel,  Paul  R e b h u n,  Lienh.  K u I m a n,  Jak. 
F u n k e 1 i n , Seb.  Wild,  Petr.  Meckel.  — Barth.  Krü- 
ger, Jak.  A y r e r. 

SCHAUSPIELER  und  Schauspielerinnen.  Thalienfrey- 
stadt a.  M.,  b.  Immanuel  Gotthelfs  Erben  1782.  (Weller  fing. 
Dr.)  Rar! 

SCHAUSPIELERIN,  Die  schöne.  Aus  dem  Archive 
zweier  Liebenden.  Mit  (fast  immer  fehlendem)  schönem 
color.  Portrait  der  Heldin  in  ganzer  Figur.  Erfurt,  1811.  Bei 
Johann  Carl  Müller.  Kl.  8®.  (3  Mk.,  ohne  Portr.,  Jul.  Neu- 
mann, Magdeb.,  1909.) 

240  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  Vorwort).  Zahme  sentimentale 
Geschichte,  in  welcher  die  Heldin  „Adelaide“  das  Opfer  niedri- 
ger Intrigue  wird. 

SCHEBISTERI’S,  Mahmud,  Rosenflor  des  Geheimnis- 
ses. Persisch  und  Deutsch,  hrsg.  von  Hammer-Purg- 
stall.  Mit  2 lith.  Ansichten  des  Dorfes  Schebister  u.  der 
Grabstätte  von  Tebris  und  58  Seiten  pers.  Text  auf  ver- 
schiedenfarb.  Papier  mit  prächt.  grossen  Umrahmungen.  Fol. 
Pesth  und  Leipzig  1838.  4®.  32  S.  u.  28  Bll.  (5  Kr.  Jos. 
Grünfeld,  Wien,  1907;  6 Mk.,  Prgbd.,  Rieh.  Härtel,  Dresden, 
1909.) 


140 


Scheel— Scheibet 


Wiener  Zs.  1838.  Ltbl.  Nr.  23;  Wiener  Jb.  184t.  96,  98. 
(Goedeke  VII,  767,  100.) 

SCHEEL,  (Obrist)  G.  H.  v.  — Müßige  Stunden  des 
Herrn  von  Scheel  in  theils  übersetzten,  theils 
selbst  verfertigten  Gedichten.  Flensburg.  1756. 
40.  (3oxr.) 

Cat.  Monath  III.  Nürnb.  1784.  8°.  p.  591.  — Nach  Bü- 
sching's  Notiz  hinter  Koch’s  Comp.  (Bd.  2)  „das  sonder- 
barste Buch  in  deutsch-undeutscher  Sprache".  — Höchst  selten  I 

SCHEER-GEIGEH,  Der  Überaus  lustige  und  kurtz- 
w eilige.  Das  ist:  Fünffhundert  lustige,  possier- 
liche, und  annehmliche  Schertzreden  welche  einem 
wolversuchten  durch  Deutschland,  Franckreich,  Spanien,  Schwe- 
den, Dennemarck,  Polen,  Italien  etc.  eine  lange  Zeit  herumb 
reisenden  Scheer-Geiger  in  unterschiedenen  Gelachen  und  Ze- 
chen bey  seiner  Auffiedelung  zu  Ohren  gekommen,  und  von 
ihme  von  Wort  zu  Wort  auf  das  fleissigste  aufgezeichnet  und 
bemercket  worden.  Allen  lustigen  Compagnien  willfährigst  mit- 
getheilet  und  gedrucket  Im  Jahr  Christi  1670.  12°.  (In  Dresden: 
Lit.  Germ.  rec.  D.  373.) 

Tit.  (auf  Rücks.  „Innhalt  des  I.  Theils  dieses  lustigen  u. 
kurzweiligen  Scheer-Geigers“),  259  S.  — Enth.  je  100  Scherz- 
reden, betreffend  1)  die  Bier-  u.  Weinbrüder  (S.  i — 43). 
2)  die  Soldaten  (S.  44 — 105),  3)  die  Schulfüchse  (S. 
105 — 139,  enth.  nicht  100,  sondern  nur  44  Nrn.),  4)  die  Bauren 
(S.  140 — 201),  5)  die  Diebe  (S.  202—259).  (Nichts  in  Reimen.l 
— Rarl 

Dasselbe.  Mit  Titelkpfr.  Gedrucket  Im  Jahr  Christi, 

1673.  — Anderer  Theil  1673.  O.  O.  (Nürnberg,  b.  Joh. 
Hoffmann.)  12*^. 

Wird  schon  im  O.  M.  V.  1671,  C 3 b,  ohne  Theilesangabe 
erwähnt.  — Cplt.  ungemein  rarl  (Vgl.  Graesse,  Trösor.) 
SCHEFFER,  De  spuriis:  Bastarde.  Tubingae  1734.  4°. 

I Mk.  Schmidt,  Halle,  491.  no.  1138. 

SCHEFFER,  Rob.,  Königliches  Elend.  Budapest  1893. 
8°.  (Mk.  3 — .)  (i  Mk.  20  Pfg.,  Lwdbd.,  Schweitzer  & Mohr, 
1909.) 

* SCHEIBEL,  Gottfr.  Ephr.  (,,Collega  d.  Gymnasii  zu  S.  Eli- 
sabeth in  Breßlau“),  Die  unerkannte  (so!)  Sünden 
der  Poeten,  welche  man  sowohl  in  ihren  Schrill- 
ten als  in  ihrem  Leben  wahrnimmt.  Nach  den 
Regeln  des  Christenthums  u.  vernünftiger  Sittenlehre  geprüfet 
von  — . ■ LEIPZIG,  verlegts  Joh.  Mich.  Teubner,  1734.  8°. 
(4  Mk.  Frdr.  Kl  über,  München,  1896.) 

8 Bll.  Vorst,  (incl.  Zuschr.  an  Barthold  Heinr.  B r o c k e s 
in  Hamburg)  u.  264  S.  (incl.  3 Bll.  Inh.  der  36  Cap.),  u.  a. : 
Von  der  Atheisterey  der  Poeten;  von  der  allzugrossen  Liebe 
zur  Mythologie ; von  dem  Lesen  liederlicher  Bücher; 


Scheibner — Schein 


141 

der  Poeten  Haß  gegen  den  Nächsten  im  Ansehn  der  Sa- 
tyren ; von  der  Unkeuschheit  der  Poeten  über- 
haupt; von  unzüchtigen  u.  verliebten  Gedich- 
ten; von  Hochzeit-Gedichten;  von  Opern;  von 
der  Poeten  Betteley;  von  den  Lügen  der  Poeten;  von  Pas- 
quillen ; von  den  unordentlichen  Begierden  der 
Poeten;  von  der  üblen  Vorbereitung  zum  Tode;  etc.  etc. 
SCHEIBNER,  C.,  Herbstblumen  oder  ernste  und  hu- 
moristische Gedichte  und  Federzeichnungen. 
Neisse,  auf  Kosten  des  Verfassers,  1837.  8°.  (In  Warmbrunn.) 
Selten ! 

SCHEIDER,  D.,  Weiber-Regiment.  Wittebergae  1684. 
4°.  (i/e  Rthlr.  Schmidt,  Halle,  vor  1875;  jetzt  höher!) 
SCHEIGER,  J.,  Gedichte.  Wien  1831.  41 1 SS.  (3  Kr. 
Jos.  Grünfeld,  Wien,  1906.) 

Inhalt:  Oden,  Empfindungen,  Geistl.,  moralische,  lyrische, 
erotische,  gastronomische  u.  bachische  Gedichte.  — Selten! 

SCHEIN,  Joh.  Herrn,  (geb.  20.  Jan.  1586  zu  Grünhayn  im 
Meißnischen;  Anfangs  Kapellmeister  zu  Weimar,  1615  Cantor 
an  der  Thomasschule  in  Leipzig,  f als  Musikdirektor  in  Leip- 
zig am  19.  Novbr.  1631.  — S.  Neumeisters  Diss.  p.  90; 
S c h a m e 1 i i evangel.  Liedercommentar,  Th.  i ; W e t z e 1 s 
Lebensbeschreibung  d.  berühmtest.  Liederdichter,  Th.  3. 
S.  45 — 48;  Gerber  A.  L.  2,  240;  N.  L.  4,  44.)  — Venus 
Kräntzlein,  Mit  allerley  Lieblichen  vnd  schö- 
nen Blumen  gezieret  vnnd  gewunden.  Oder  N e w e 
Weltliche  Lieder  mit  5.  Stimmen,  Neben  etz- 
lichen  Intraden,  Gagliarden  vnd  Canzonen,  ge- 
macht vnd  componirt  Von  J an-Hermano  Schein^  In  Acad. 
Lip.  pro  temp. : L.  L.  Studioso.  Cantus.  Wittemberg,  In  Ver- 
legung Thom.  Schürers  Buchf.  Gedruckt  durch  Johan  Gormann. 
Anno  M.  DC.  IX.  (1609.)  40.  (In  Hannover.)  (10  Mk.,  un- 
vollst.  Expl.  mit  nur  ii  Liedern,  Adolf  Weigel,  1908.) 

Mit  Titelbordüre.  — Enth.  25  Nrn.,  genau  bei  Goedeke  II. 
71,  63,  I verzeichnet.  Lied  i — 16  wie  in  den  folgenden  Aus- 
gaben. 

Erster  Theil  der  Musica  boscareccia  ä 3. 

Wald  Liederlein,  Auff  Italian  - Villanellische  Invention. 
Für  sich  allein  oder  in  ein  Clavicimbel,  Spinet,  Tiorba,  Lauten 
etc.  Wie  auch  auff  Musicalischen  Instrumenten  anmühtig  vnnd 
lieblich  zu  spielen.  Fingirt  vnd  Componirt  von  Johann-Her- 
manno  Schein,  Grünhain.  Directore  Musici  Chori  in  Leipzig. 
Soprano  1.  Soprano  II.  Basso.  — Anderer  Theil.  So- 
prano 1.  Soprano  II.  Basso.  6 Hfte.  Mit  2 Titelkpfrn.  Leipzig, 
in  Verlegung  des  Autoris,  1621 — 27.  4°. 

Fötis  VI 1.  450,  no.  6;  Auction  Lobris.  München,  L.  Rosen- 
thal, 1895.  no.  1286. 


142 


Schein — Scheinheyrath 


Dasselbe.  Th.  i.  Straßburg,  In  Verlegung  Pauli  Le- 

dertz  S.  Erben,  im  Jahr  MDCXXXII.  (1632.)  4®.  (In  Göttingen: 
Mus.) 

Dasselbe.  Th.  i.  Dreßden,  bey  Wolff  Seyfferten  In 

Verlegung  Jacob  Schusters,  Buchhändlers  in  Leipzig.  Anno 
MDCXXXIII.  (1633.)  4°.  (In  Göttingen.) 

Ent.  16  Lieder,  deren  Verzeichniss  bei  Goedeke  II,  72,3. 
— Die  Widmung,  in  welcher  der  Verfasser  sagt,  dass  er  etliche 
Politische  Teutsche  Textlein  auff  Italiänische  Art  selbst  fin- 
girt  vnd  gedichtet,  ist  aus  Leipzig  30  Maj.  1621  datiert. 

Ander  Theil  der  Musica  boscareccia.  Wald- 
liederlein . . . . MDCXXXII.  (1632.)  40.  (In  Göttingen.) 
Enth.  ebenfalls  16  Lieder,  deren  Verzeichniss  bei 
Goedeke,  1.  c. 

Dasselbe.  Dreßden  ....  Anno  M.  DC.  XXXXI  (1641.) 

40.  (In  Göttingen.) 

Widmung  aus  Leipzig,  den  i.  Oct.  1626. 

Dritter  Theil  Musica  boscareccia.  Wald- 
liederlein . . . . M.DC.  XXXII.  (1632.)  4°.  (In  Göttingen.) 
Enth.  18  Lieder,  deren  Verzeichniss  bei  Goedeke  1.  c. 

Dasselbe.  Dreßden  ....  Anno  M.  DC.  XXXXIII.  (1643.) 

(In  Göttingen.) 

Widmung  aus  Leipzig,  den  i.  Maij  1628,  in  welchem  Jahre 
der  erste  Druck  des  3.  Theils  erschien. 

Diletti  pastorali,  Hirten  Lust,  V^on  5.  Stim- 
men, zusampt  dem  Basso  continouo  (1),  Auff  Madrigahnanier 
Componirt  Von  J ohan-H ermanno  Schein,  Grünhain.  Directore 
Musici  Chori  in  Leipzig.  Canto  1.  Leipzig,  In  Verlegung  des 
Autoris,  Anno  M.  DC.  XXIV.  (1624.)  — A.  E.:  Leipzig,  Ge- 
druckt bey  Friederich  Lanckisch,  Im  Jahre  1624.  4°.  (In  Han- 
nover.) 

Enth.  15  Lieder,  deren  Verzeichniss  bei  Goedeke  1.  c. 

Studenten-Schmauss  ä 5.  Einer  löbl.  Compagni 

de  la  Vino-biera  gewidmet.  Cantus  1.  Cant.  II.  Altus.  Tenor. 
Bassus.  5 Hfte.  Leipzig,  in  Verlegung  des  Autoris,  1626.  4°. 
Auct.  Lobris.  München,  L.  Rosenthal,  1895,  no.  1288:  F^tis 
kennt  diese  Compositionen  nicht.  Sie  enthalten  Studenten- 
Lieder:  Frisch  auff  ihr  Klosterbrüder  mein.  So  da  mein  liebes 
Brüderlein.  Sih  da,  sih  da,  ihr  lieben  Herrn.  Holla  gut 
Gsell,  ich  will  dir  san.  Ihr  Brüder,  lieben  Brüder  mein. 

Sämmtliche  Schein'schen  Werke  sind  Raritäten! 

SCHEIN,  Der  betrügliche,  s.  Nicht  glauben,  was 
man  sieht. 

SCHEINHEYRATH,  Die  vernünftige,  ein  moralisches 
Gedicht.  Hamburg,  Hertel,  1751.  8°.  7 Bogen. 

O.  M.  V.  1752,  S.  263;  Cat.  Meissner  II  (unter  Romanen). 
— Rarl 


Sch-erei — Schelm 


143 


SCH— EREI  und  A — w i s c h I Eine  ausgewählte  Sammlung 
erotischer  Vorträge,  Gedichte,  Anekdoten  etc.  für  Freunde  aus- 
gelassener Fröhlichkeit.  (Motto;  „Kurz  ist  die  Reue,  Lang 
ist  der  Sch — .“)  Neu-York  u.  Philadelphia.  (Bei  A.  R.  Schlek- 
ker.)  (So  der  Umschlagtitel;  der  Haupttitel  hat  dieselbe 
Adresse,  aber  ein  anderes,  noch  säuischeres  Motto,  u.  am 
Kopfe  steht:  „Lacht  zum  B e s c h e i ß e nl“)  Kl.  \i^.  64  S. 

U.  a. : Der  besoffene  Schreiber.  Lustspiel  in  i Act.  („Die 
Handlung  geschieht  in  einer  großen  Stadt  [....],  Nachts 
zwischen  12  u.  i Uhr.")  — Non  plus  ultra  von  Cynismus, 
aber  doch  zwerchfellerschütternd. 

SCH — EREIEN,  Kleine  oder  poetische,  erstes  und  zwei- 
tes Häufchen  (von  Joh.  Frdr.  Schink).  O.  O.  1778.  8®. 

Ungemein  rare  Parodie  auf  K.  W.  Brumbey’s  Minerva, 
erstes  u.  zweites  Opfer.  Halle  1778 — 79.  8°.  (Letzteres  Werk 
in  Berlin.) 

SCH — EEEIEN,  i Klumpen.  Köln,  P.  Marteau  (Wien)  1785. 
(Weller,  fing.  Druckorte.)  Rariss. 

SCH — EREIEN  und  A — wische  ausgemistet  von  ei- 
nem Schissmatiker.  (Sotad.  Poesien,  von  G.  Butziger?) 
Erster  und  zweiter  Haufen.  Mit  obscöner  Titelvignette.  Haar- 
burg, b.  A.  R.  Schloch  u.  Comp.  (Leipzig,  Michelsen)  1834 — 35. 
8®.  (In  Wien,  Stadtbibi..  2 Expll. : Secr.  A 83.) 

68  u.  86  SS.  Wird  auch  dem  bekannten  Komiker  Beck- 
mann zugeschrieben.  (i — 2:  10  Rthl. : 2 apart:  6 Rthl. 

Scheible;  jetzt  theurer!)  Der  zweite  Theil  nahezu  unauf- 
findbar. 

Dasselbe.  VHIte  (??)  mit  einem  Anhänge  von 

Klabusterbeeren  gesammelt  auf  Sch....häu- 
sern  vermehrte  Auflage.  Haarburg  1846.  12®. 

Graesse,  Trdsor  VI 1.  p.  466;  Recueil  rarissime  des  plus  sales 
obsc6nit6s,  fait  p.  Beckmann,  acteur  comique  c6Rbre  Ber- 
linois.  (Selon  Weller,  Die  falschen  und  fingirten  Druckorte  p. 
145  l’auteur  serait  G.  Butziger  et  le  lieu  d’impression : 
Leipzig,  Michelsen.) 

SCHEJTAN - ul-Ali,  Verboten  und  verpönt.  Zeitge- 
nössische Lyrik.  Zürich,  Schabelitz. 

Verboten  v.  L.-G.  Laibach,  26.  IX.  1896.  §§  302,  303. 
122a,  516. 

SCHELLHEIM,  Anton,  oder  Elend  aus  Liebe.  Ein  Pen- 
dant zu  des  Herrn  Salzmanns  Carl  von  Carlsberg.  3 Thle. 
Eisenach,  bey  Joh.  Geo.  Ernst  Wittekindt.  1785 — 91.  8°.  Zahm. 
Dasselbe.  3 Thle.  Ebd.  1799.  8°. 

SCHELM  aller  Schel  m oder  neu  ausgefertigte 
Schelm-Hechel,  worinnen  alle  leichtfertige  Schelm  nach 
ihrer  Ordnung  über  einen  Kamm  geschoren  und  durch  die 
Hechel  gezogen  werden.  O.  O.  1685.  48  Bll.  12°.  Rar! 

(8  Mk.  Jacques  Rosenthal,  c.  1903.) 


144 


Schelmen 


SCHELMEN  - Chronik  a.  — Dies  ist  das  Buch  der  Lustigen 

5 c h e 1 m e n c h r o n i ka  des  alten  Klosterbruders 
Hannes  von  Lehnin,  nach  einer  alten  Handschrift  von 
Anno  Domini  1589  an’s  Licht  gefördert  von  Dr.  K.  L.  Mit 
21  Holzschn.  nach  Original-Zeichnungen  (einige  frei).  Bern, 
Expedition  der  Lustigen  Schelmenchronika.  O.  J.  (Leipzig  1882). 
Kl.  12°.  lllustr.  Umschi.  (5  Kr.  Halm  & Goldmann,  1904.) 

VII  (Tit.  m.  Vign.  [dieselbe  auf  Umschi.],  Vorw.  d.  Ver- 
legers u.  d.  Herausg.),  304  S.  Vergriffenes  u.  gesuch- 
tes Zotenbuch,  stellen  w.  stark  erotisch.  — 
Inh.:  Kap.  i.  Darinnen  der  Bruder  Hannes  z.  i.  Male  auf- 
tritt;  item  sein  Ebenteuer  auf  d.  concilio  zu  Constanz.  2. 
Zwotes  Ebenteuer  des  Bruder  Hannes  mit  ein  fürnehmer  Fraue, 
item  Fundation  des  Klosters  Zelle.  3.  Wie  Meister  Matthes 
(Hahnrei)  sein  eigen  Schätz  (Ehefrau)  nit  wiedererkennet.  4. 
Unbedacht  Reden  dreier  Pilgrimm.  5.  Schalksstreich  des  Her- 
ren Kurfürsten  Joachim  u.  seiner  Buhlin,  der  schönen  Sydo- 
win.  6.  Darinne  vermeldet  wird,  allso  wie  der  Bruder  Hannes 
zwischen  deme  vun  Quitzow  (Hahnrei)  und  seim  Kloster  Frieden 
machete.  7.  Gar  wunderthätig  Mannskraft  eines  alten  Münchleins. 
8.  Vermeidet  die  lüstoria  vun  einer  forcireten,  aber  gar  klugen 
JungJer.  9.  Noch  ein  historia  vun  ein  Mädken  Namens  Liesen, 
so  ein  wahrhaftiglich  Jungfer  seyn  wollt.  10.  Darinne  erwiesen 
wird,  allso  wie  es  nit  gerathen,  daß  die  Leut  gar  so  unschuldig 
sein.  (Obscön.)  1 1.  Welcher  Art  sich  die  Nönnlein  im  Kloster  (mit 
obscönen  Zoten-Gesprächen  und  lustiger  Flohgeschichte)  di- 
vertireten.  12.  Die  drei  lustigen  Münchlein  (erzählen  sich  sehr 
derbe  Schwänke). 

Dasselbe,  titulo : Lustige  Thaten  und  Ebenteuer 

des  alten  Klosterbruders  Hannes  von  Lehnin, 
gesammelt  und  an’s  Licht  gefördert  aus  Pater  Petri  Papieren 
von  Anno  Domini  1589  durch  Dr.  K.  L.  2 Bdchn.  Vierte 
Auflage.  (Auf  d.  illustr.  Umschi.;  Dritte  Auflage.)  Mit 
Holzschnitten.  Bern.  — Buchdruckerei  Stampfli,  Lack,  Scheim 

6 Cie.  O.  J.  (c.  1900).  12°.  Illustr.  Umschi.,  roth  u.  schwarz 
gedr.  (7  Mk.  k Calvary  & Co.,  Berlin,  1901;  4 Mk.  50  Pfg. 
Wilh.  Scholz,  Brnschw.,  1905.) 

I:  Titel,  I Bl.  Inh.,  160  S.  H:  Titel,  i Bl.  Inh.,  144  S. 
Jeder  Theil  enth.  6 der  obigen  Historien. 

Carl  Wallstein:  „Im  12.  Kap.  „Die  drei  lustigen  Münch- 
lein“ kommt  ein  Gastwirth  vor  Namens  Albert  Hopf;  sollte 
dies  blosser  Zufall  sein  oder  etwa  auf  den  Verfasser  deuten. 
Die  Schrift  über  die  Pepita  (S.  bei  Oliva)  scheint,  wie 
obige  Schelmen-Chronika  in  alterthümelnder  Form  geschrieben 
zu  sein.  Ein  Vergleich  Beider  würde  Licht  in  die  Sache  bringen.“ 
Dasselbe,  tit. : Schelmen-Chronika  des  Bru- 
der Plannes  von  Lehnin.  Einer  alten  Handschrift  ent- 
nommen. Hamburg,  W.  Schardius,  o.  J.  (18**).  8°.  (In  Wien, 
Stadtbibi. : Secr.  A.  294.)  (4  Mk.  50  Pfg.  W.  H.  Kühl,  Berlin, 
c.  1882;  4 Mk.  50  Pfg.  Adolf  Weigel,  1893.) 

256  SS.  Mit  12  Holzschnitten  nach  Originalzeichnungen. 


Schelmen— Schenck 


145 


Dasselbe.  Leipzig,  Carl  Minde,  o.  J.  (c.  1890).  Kl.  8®. 

V-2S5  S. 

Dasselbe  mit  d.  Tit. : Erotische  Pikanterien 

aus  der  alten  Zeit.  (Nur  4 Schwänke.)  (5  Mk.,  eine  böhm. 
Firma,  1901.) 

SCHELMEN-LIEDER  und  andere  aus  der  Lieder- 
sammlung eines  lustigen  Malers  (von  J.  A.  Fuchs). 
3.  Auflage  Ulm  1844. 

Dasselbe.  4.  Aufl.  Ebd.  1845. 

Beides  im  Anon.-Lex.  iV.  p.  32  (nach  Engeimann). 

SCHELMENNO VELLEN,  Romanische.  Deutsch  von  Jakob 
Ullrich.  Leipzig  1905.  Privatdruck.  (Auch  tit.:  Ro- 
manische Meistererzähler.  Hrsg,  von  F.  S.  Krauss. 
Bd.  2.)  G.  8®.  XLIII  u.  235  S.  (Br.  Mk.  6—;  eleg.  gebd. 
7 — ; Ganzldr.  8 — .)  (4  Mk.  50  Pfg.,  br.,  Taussig,  Prag,  1906.) 

Aus  d.  Prospekt:  In  diesem  Bande  sind  die  Elemente 
der  historischen  Entwicklung  einer  besonderen  Gattung,  indi- 
sche, klassische,  mittelalterliche  lateinische,  altfranzösische,  ita- 
lienische Novellen  mit  dem  ersten  spanischen  Schelmenroman 
zusammengestellt  und  mit  Einleitung  und  knappen  Anmerkun- 
gen versehen. 

Das  Buch  enthält  im  einzelnen:  a)  Die  erste  deutsche  Ueber- 
setzung  von  T r u b e r t (altfranzösisch),  b)  B a r a t und  H a i - 
m e t (altfranzösisch),  c)  Boivin  von  Provins  (altfran- 
zösisch), d)  Der  Metzger  von  Abeville  (altfranzösisch), 

e)  Die  drei  Blinden  von  Compibgne  (altfranzösisch). 

f)  Der  Bauer  von  Bailleul  (altfranzösisch),  g)  Der 
SchatzvonVenedig  (italienisch),  h)DerdickeTisch- 
1 e r (italienisch),  i)  Der  Dieb  von  Perugia  (italienisch), 
k)  Santi  (italienisch),  I)  Wie  einer  Bäuerin  ein  Esel 
gestohlen  wurde  und  wie  sie  ihn  wieder  be- 
kam (italienisch),  m)  Lazarillo  de  Tormes  (spanisch). 

SCHELMENZUNFT,  Die  faul,  der  zwelff  pfaffen- 
knecht  (von  Hans  Betz).  Nürmberg,  o.  J.  (c.  1530).  (Im 
British  Museum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  32  (nach  Weller,  Annalen,  und  dem  gedr. 
Cat.  der  genannten  Bibliothek).  — Aeusserst  selten  [ 

SCHELMSTÜCKCHEN-BÜCH,  Das,  oder  der  närrische 
Kerl,  mit  ausgezeichneten  komischen  Liedern  und  allerhand 
Possen  und  Schnurrpfeifereien.  Neusalza,  Hermann  Oeser 
(c.  1860).  (3  Ngr.) 

Anzeige  d.  Verlegers. 

SCHENCK,  Jac.,  Wider  das  Laster  der  Hurerey  aus 
Ephes.  5.  Leipzig  1542.  8®.  Bibi.  Kielmanns- Egg.  III.  p. 
886.  — Höchst  selten! 

SCHENCK,  M.,  De  infantibus  suppotitiis,  vulgo  Wechsel- 
bälgen.  Erfordiae  1675.  4®.  (60  Pfg.  Auct.  Davids,  no.  5372.) 
— Rar ! 


Htiyn,  Bibi.  Oennanor.  «rot.  YII 


10 


146 


Sehender — Scherffer 


SCHENDEE,  Heinrich.  Ein  wahres  Romänchen, 
von  C.  F.  D.  Leipzig,  bei  Adam  Friedr.  Böhmen.  1797.  8°. 

216  S.  incl.  Tit.  m.  Vign.  — Zum  Theil  freien  Inhalts. 
§ * SCHER,  H.  H.  — Hermann  - Fl einrich  / Scheren  von 
Jever  / Newerbawte  / Schäferey,/VonderLiebe 
Daphnis  /vnd  Chrysilla,  /Neben  /Einem  an- 
mutigen Auff  - /zuge  vom  / Schafe-Dieb.  / (Druk- 
kerst.)  (Hamburg,  / Gedruckt  bey  Jacob  Rebenlein,  / Im  Jahr 
1638.  (Druckanzeige  auf  d.  letzten  Bl.  wiederholt.)  8®.  (In 
Berlin:  Yq  4201;  in  München:  P.  o.  germ.  1271,  mit  i Beibd. ; 
auch  in  Leipzig,  Stadtbibi.)  Höchst  selten! 

Meist  Prosa.  4 Akte  u.  Anhang  vom  Schafedieb  (Q  8b  ff.)  88 
Bll.,  nämlich  8 Bll.  Vorst.  (Tit.  in  Einf.,  2 Bll.  Vorr.,  5 Bll.  Ehren- 
gedichte auf  das  Buch,  dabei  ein  längeres  von  Zacharias 
Lund)  u.  Sign.  A — V (20  unpaginirte  Bog.). 

Auf  Bl.  8b  „Persohnen,  die  sich  in  dieser  Wald-Comoedien 
(und  ,,dem  Bawren  Auffzug  vom  Schafedieb“)  praesentiren.“ 
Allg.  litt.  Anzeiger  1800.  Sp.  1568.  — Ueber  den  Schafdieb 
sagt  Lappenberg  S.  257:  „Widrige  Dreckgeschichten." 
— Ein  bei  Lappenberg  S.  loi  — 106  abgedr.  nieder- 
deutsches Hochzeitsgedicht  möchte  L.  S.  207  dem 
Scher  zuschreiben;  der  Einzeldruck  ist  unterz. : Dominius  Vir  For- 
cipius.  S.  258  weist  L.  den  Scher  als  Verfasser  nach,  der  es  1636, 
die  Schäferey  1638  verfaßte.  — S.  auch  Karl  Theod.  Gae- 
d e r t z.  Das  niederdeutsche  Schauspiel.  Zum  Kulturleben  Ham- 
burgs. Berlin  1884.  H.  8°. 

SCHERBEN.  Gesammelt  vom  müden  Manne  (d.  i. 
Rieh.  Voss,  Bibi.  d.  Wartburg,  in  Berchtesgaden  u.  Frascati, 
geb.  zu  Neugrape  in  Pommern  2.  Sept.  1851).  2 Bde.  Zürich 
1878 — 79.  8®.  212  u.  322  S.  (9  Mk.  O.  Rauthe,  Friedenau- 
Berhn,  1908.) 

Enth.  u.  a. : Die  Dirne  als  Gattin.  — Hetären.  — Käuf- 
lich . . . nicht  käuflich  1 — Dime  in  zwei  Gestalten.  — Nir- 
vana.  — Bachanten  u.  a. 

Dasselbe.  2.  Auflage.  Ebd.  1882.  8°.  (In  Zürich,  Stadt- 
bibi.) 

SCHERERTZ,  F rdr.  — Fridr.  Scherertzens  Madrigalen. 
Wie  dieselbe  nach  der  Italiäner  art  in  der  Hochteutschen  spräche 
können  geschrieben  werden.  Leyden,  Elzev.,  1656.  4°.  4 Bll. 

Goedeke  HI,  22,  15  (nach  Willems,  Les  Elzevirs,  Nr.  794). 
— Ungemein  rar! 

* SCHERFFER,  Wencel  (1),  (Organist  in  Brieg  in  Schlesien. 
Vf.  d.  Schrift:  „Der  Grobianer  u.  die  Grobianerin“,  f 1674), 
Geist:  vnd  Weltlicher  Gedichte  Erster  (u.  einz.) 
Teil  (I),  in  sich  begreiffend  Eilf  Bücher,  deren  inhalt  (!) 
nach  der  Zuschrifft  (an  3 Brüder,  Herzoge  in  Schlesien  „zur 
Lignitz  u.  Brieg“)  zufinden.  Nebst  einem  kurtzen  Register, 
zu  Ende  beygefügt.  Mit  Portr.,  merkw.  Kpfrn.  u.  Holzschn., 
nebst  einigen  Musiknoten.  Zum  Briege,  gedr.  von  Christoff 


Scherflein— Scherr 


147 


Tschorn.  M.DCXII.  (1652).  8«.  (In  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.- 
Bibl. : Litt.  Teut.  II  8°  472;  in  Göttingen:  P.  2886;  auch  in 
Hannover.)  (36  Mk.,  gleichzeit.  Prgtbd.,  Emil  Hirsch,  Mün- 
chen, 1907.) 

Von  grosser  Seltenheit  u.  sehr  interessant! 
22  Bll.  Vorst,  (incl.  Portr.,  gestoch.  Tit.  u.  roth  u.  schwarz 
gedr.  Tit.),  766  S.,  7 Bll.  Reg.  Jedes  Buch  mit  Spezialtitel; 
der  zu  Buch  8 in  Roth-  u.  Schwarzdruck. 

Inh.  : Buch  i.  Geistl.  Lieder.  2.  Glückwünschungen  an  Er- 
lauchte Personen.  3.  Reise-Lieder  u.  Hochzeitsgedichte  an  Er- 
lauchte u.  Hohe  Personen.  4.  Elegien  (!)  piorum  desideriorum 
Herrn.  Hugonis  (e  soc.  Jesu)  in  Teutschen  Reimen  (mit 
Kpftit.  u.  d.  Jahrz.  1647).  (Enth.  die  4 ersten  Elegien,  lat.  u.  deutsch, 
m.  5 emblemat.  Kpfrn.)  5.  Ein  Gedichte,  von  der  Alten  Teut- 
schen Ankunft,  Leben,  Stärke,  Sitten  u.  Gottesdiens;  neben  an- 
dern untermengten  Liedern.  6.  Jan-Kochanowskes  (sic!), 
des  weiland  fürnehmen  Polnischen  Poetens  (J  o h.  Kocha- 
nowski,  d.  poln.  Pindar  gen.,  geb.  1532,  f 1584),  Lust  u. 
Schertz-Reime  ins  Teutsche  übersetzt.  7.  Grab- 
gesänge u.  Ehrengedächtnis  seelig  Verstorbener.  8.  Der  Göt- 
ter u.  Göttinnen  (55)  Hochzeit-Lieder.  (Stellenw. 
derb.)  9.  Hochzeit-Gedichte  gemeiner  Erfind- 
ungen. IO.  Beyschriften  (Epigrammata),  B i n d e - L i e- 
der,  ernst-  u.  scherzhaffte  Grabschriften; 
Rähtsel  (sic!)  u.  d.  g.  ii.  Der  Music  (!)  Lob. 

Hayn,  H.,  Thesaurus  libror.  Phil.  Pfister,  Monacensis. 
München  1888.  no.  1659. 

Drechsler,  P.,  Wencel  Scherffer  und  die 

Sprache  der  Schlesier.  Breslau  1895.  (Mk.  ii — .) 
(7  Mk.  50  Pfg.  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1902.) 

SCHERFLEIN  zur  Menschenkunde.  In  (romantischen) 
Erzählungen.  Franckfurt  und  Leipzig  (Breslau,  W.  G.  Korn) 
1794.  80. 

245  S.  incl.  Tit.  m.  Vign.  u.  i Bl.  Inh.  — Enth. 

I.  Altar  der  Kümmerniß  in  Neiße.  2.  Die  Wunder- 
Nächte.  3.  Maria  Dorningen.  4.  Graf  Palviani  in  Rom.  5. 
Don  Pedro,  e.  Criminalgesch.  6.  Genovefa,  e.  Legende.  7.  Des 
Pachters  Mühmchen.  (Ziemlich  frei.)  8.  Vater  Zeibriels  Lebens- 
lauf. 

Zuerst  gedr.  Breslau  u.  Leipzig  1793.  80.  (Bibi.  Bülov. 

II.  2.  p.  121.) 

SCHERNDORF,  Hr.  (so!)  von.  Ein  Roman  der  neuesten  Zei- 
ten. Mit  curioser  Titelvignette  (B.  fec).  Berlin  und  Altona, 
bey  Joh.  Heinr.  Kave  und  Compagnie,  1789.  8®.  (1/3  Rthl.) 
159  S.  (incl.  Tit.).  i Bl.  (Titelkpf.  oder  Vortitel?)  fehlte.  — 
Zahm. 

SCHERR,  Dr.  Johannes  (1817 — 1886),  Geschichte  der 
deutschen  Frauenwelt.  In  3 Büchern  nach  den  Quel- 
len. Leipzig  1860.  Gr.  80.  478  S.  (2V3  Rthl.)  (7  Mk.  Hugo 
Streisand,  Berlin,  1908.) 


10* 


148 


Schertlin — Scherz 


Dasselbe.  5,  Aufl.  2 Bde.  Ebd.  1898.  80.  (Mk.  9 — .) 

(6  Mk.  Frdr.  Klüber,  1902:) 

Ein  unverkürzter  Neudruck  des  geschätzten  und 
hochinteressanten  Werkes,  das  seit  einiger  Zeit  vergriffen  war. 
— In  den  germanischen  Wäldern.  — Zur  Völkerwanderungszeit. 
— Göttinnen  und  Heldinnen.  — Mittelalter:  Die  Edel- 
frau. — Bürgerin  und  Bäuerin.  — Bäder,  Frauenhäuser,  Non- 
nenklöster, Entartung  der  Tracht.  — Die  Frauen  im  Dichter- 
mund. — Neuzeit:  Monsieur  und  Madame  „Alamode“  in 
Deutschland.  — Die  Hexen.  — Rokoko.  — Die  Fürstinnen. 
— Frauen  und  Dichter. 

Drei  Hofgeschichten.  2.  Aufl.  Ebd.  1862.  8°. 

(1V2  Rthl.)  (2  Mk.  50  Pfg.  Schaper,  Hannover,  1904.) 

Katharina  v.  Russland.  — Mathilde  v.  Däne- 
mark. — Karoline  v.  England. 

Gestalten  u.  Geschichten.  2.  Aufl.  Berlin  u. 

Stuttgart,  W.  Spemann  (m.  Sign.),  1866.  8°. 

XXVI — 380  S.,  I Bl.  Inh.:  i.  Offener  (interess.)  Brief  an 
M.  C.  in  M.  (Moritz  Carriere  in  München?).  2.  Die  Bor- 
gia. 3.  Eine  Emancipirte  d.  XVII.  Jahrh.  (Chri- 
st i n e v.  S c h w e d e n).  4.  Die  betrübsame,  jedoch  sinnreiche 
u.  lehrhafte  Geschichte  von  dem  Bildungsfex  Uriel  Gumperle 
u.  von  der  Wagnerfurie  Fortissima  Pianosa.  5.  Römische 
Cäsaren  (Tiberius,  Caligula).  6.  Eine  Verschwörung 
(der  Londoner  Emigranten  unter  Führung  von  Georges  Ca- 
doudal  u.  Pichegru)  gegen  Bonaparte  (1803;  nebst  der  Episode 
des  an  dem  Herzoge  v.  Enghien  verübten  Mordes).  7.  Wall- 
fahrt nach  Mariä-Einsiedeln. 

Eines  der  interessantesten  Bücher  Scherr’s.  — Hayn,  H., 
Thesaurus  libror.  Phil.  Pfister,  Monacensis.  München  1888. 
No.  2120. 

* SCHERTLIN,  Leonh.  — Künstlich  trincken.  Eyn 
Dialogus  von  künstliche'  vnd  höflichem,  Auch  vihischem  vnd  vn- 
züchtigem  trincken.  Durch  Leonhardum  Schertlin  ....  zu- 
sammen getragen.  (Reim  e.)  Mit  6 Holzschnitten  (incl.  Titel- 
holzsch.).  Straßburg  1538.  40.  22  Bll.  (40  Mk.  Adolf  Weigel, 
Baer  & Co.,  Frf.  a.  M.,  1911.) 

Die  vol  Bruderschafft.  Bachus.  Silenus.  {Leon- 
hart Schertlin,  wünscht  Jacob  Beyel  von  der  Nawstatt,  Heyl, 
vnd  wol  drunckenheyt  ....  Geben  zu  Klingenmünster.  10. 
Febr.  1538).  Gedr.  zü  Straßburg  bey  M.  Jacob  Cammerlander. 
M.  D.  Xliij.  (1543.)  4“.  F Bogen.  (In  Wolfenbüttel.) 

Goedeke  II,  273,  63.  — Beide  Drucke  äusserst  rar! 

§ * SCHERTZ  mit  der  Warheyt.  Vonn  guttem  Gespräche, 
In  Schimpff  vnd  Ernst  Reden,  Vil  Höfflicher,  weiser  Sprüch, 
lieblicher  Historien  vnd  Lehren  zu  Vnderweisung  vmd  Er- 
manung  in  allen  thun  vnd  Leben  der  Menschen  Auch  ehrlichen 
Kürtzweilen  Schertz  vnd  Freuden  Zeiten,  zu  erfrewning  des 
gemüt,  zusamen  bracht,  Jetzund  New  vnnd  vormals  dermassen 
nie  aussgangen.  Cum  Priuilegio  Imp.  Franckfurt.  Bei  Christian 


Scherz 


149 


Egenolff.  — Am  Schluss:  Getruckt  zu  Franckf.  am  Meyn, 
Bey  Christian  Egenolff,  Im  Merz.  Des  Jars  ....  M.D.L.  (1550.) 
Fol.  84  Bll.  (250  Mk.,  sehr  schönes  Expl.  in  Prgtbd.,  Jos. 
Baer  & Co.,  Frf.  a.  M.,  1911.) 

Mit  zahlreichen  Holzschnitten  von  Hans  Burgkmai  r. 
Breu,  Schäuffelin,  Weiditz  u.  A. 

Goedeke  2 II.  p.  465,  20,  2:  Vielleicht  ist  die  Ausgabe  von 
Schimpf  und  Ernst  (s.  Pauli,  Joh.),  Franckf.,  Cyr.  Jacob. 
1544,  welcher  als  zweiter  Theil  Reineke  Fuchs  von  Beuther 
angehängt  wurde,  ein  früherer  Druck  dieses  großenteils  aus 
Pauli  geschöpften,  aber  mit  viel  fremdartigen  Geschichten  ver- 
setzten Buches.  (Folgen  6 Beispiele.) 

§ Dasselbe.  Ebd.,  Chr.  Egenolffs  Erben,  1563.  Fol.  84  Bll. 

(In  München  3 ExpU.)  (18  Rthl.,  zus.  mit  „Von  Reinicken 
Fuchss  Ander  Theyl  des  Buchs  Schimpff  vnd  Ernst.  Ebd., 
D.  Zechel,  Fol.,  cuir  de  Russie,  T.  O.  Weigel,  Lpz.,  1872; 
20  Mk.,  I Bl.  fehlte  u.  i Bl.  ausgebess.,  Völcker,  Frf.  a.  M., 
1891.) 

SCHERZ  u n d E rnst.  Sechs  Erzählungen  für  meine  Freundin- 
nen. Mit  I Kpfr.  Leipzig,  Magazin  f.  Industrie,  1821.  8®. 

216  S.  (2  Mk.  Taussig,  Prag,  1904.) 

Inh.:  Nun,  welche  von  dreien?  — Es  hat  ja  noch  Zeit. 
— Schwärmerey  und  Herzensgüte.  — Die  Untreue  der  Gattin. 
— Der  graue  Mann.  — Der  Maskenball. 

§ SCHERZ  und  Ernst  zur  Lust  und  Lehre,  in  einer 
trüben  Zeit.  Ein  Buch  für  Bürger,  Bauern  und  andere  die 
es  lesen  wollen.  Offenbach  1833.  80.  Selten! 

§ SCHERZ  und  Ernst,  für  die  Aufheiterung  su- 
chende Lesewelt.  2.  vermehrte  Aufl.  Neustadt  a.  d. 
Aisch,  Engelhardt,  1857.  8®.  Zahm.  XVI — 136  SS. 

SCHERZ  und  Ernst,  Witz  und  Laune  und  Allerley 
unter  allerley  Titeln.  Hamburg  1785.  8®.  Rar! 

SCHERZ-  u.  Heyraths-Lotterie,  Curiöse,  zum  Ver- 
gnügen für  Jederman  (!).  Berlin  u.  Leipzig,  o.  J.  (1777). 
Kl.  8°.  (i  Mk.  Scheible,  c.  1878;  jetzt  höher!) 

56  S.  (incL,  7 Bll.  Vorher.,  Tabelle  i — 6),  dann  noch  4 
unbez.  Bll.  (Tabelle  i — 4).  Sämmtl.  Bll.  mit  Randleisten.  Text 
in  Versen  (4zeil.  Stroph.).  — Seltenes  Loosbüchlein. 
SCHERZ  und  Humor.  Jocosa  und  Curiosa.  Herren- 
Bibliothek.  Nur  für  Herren  und  recht  neu- 
gierige Frauen.  5 Bdchn.  Wien,  o.  J.  (18**).  8^.  (i  Mk. 
80  Pfg.,  G.  Priewe,  Heringsdorf,  1895;  jetzt  theurer!) 

SCHERZ  u nd  Liebe.  In  italiänischen  Novellen 
(von  Glo.  Hnr.  Ad.  Wagner).  Berlin,  bei  Joh.  Fr.  Unger, 
1806.  8°.  (3  Mk.  Wilh.  Koebner,  Breslau,  vor  1885;  jetzt 
theurer  I) 

VI — 290  SS.,  nebst  i Bl.  Druckf.  Enth.  n Nrn.,  entnommen 
aus  II  Novelliere  Italiano  (raccolto  da  Girol.  Z a - 


150 


Scherz 


netti),  4 tom.  Venezia,  Giov.  Batt.  Pasquali,  1754.  8°.  Enth. 
78  Nov.  mit  biogr.  Notizen. 

Inh.:  I.  Julie,  von  Luigi  da  Porto.  (Auch  deutsch  in: 
Italiän.-  Novellenschatz  ....  von  Adelb.  Keller....  II. 
7.  39.  Sie  ist  der  33.  Nov.  des  Masuccio  entlehnt.  — 
Frz.  u.  engl.  s.  Graesse,  Tresor  V.  420.)  2 Dionysia,  von 
Giov.  Fiorentino.  (Auch  in;  Ital.  Novellenschatz  ....  I. 
197 — 205.)  3.  Der  Stiefsohn,  vom  Vorigen  (ebd.  S. 

S.  205 — 213  u.  d.  Tit. : Die  Vergiftung).  4.  Rosello,  von 
Sabadino  degli  Arienti.  5.  Hortensia  und  Poli- 
doro,  von  Nicolo  Granucci  (ist  nach  eigener  Angabe:  L’Ere- 
mita,  ....  Lucca,  Vinc.  Busdraghi,  1569.  8°.  Lib.  I.  fol.  simj. 
1522  geb.,  dagegen  nach  Graesse,  Littgesch.  III.  i.  433  im 
J.  1539.)  6.  Ranieri,  von  einem  Unbekannten,  (im  Orig.  „No- 
vella  di  Ranieri  mercatante"  ist  nicht,  wie  der  Herausgeber 
Zanetti  vorgibt,  von  einem  französ.  Trouv^re  des  13.  Jh.,  Na- 
mens Giov.  Le  Galois,  sondern  von  Zanetti  selbst  ver- 
fasst. — Deutsch  als  Einzeldruck:  Ranieri  und  Pial- 
^ ma;  eine  ialienische  Novelle.  Cöln,  Haas,  o.  J.  [17**].  8^’.) 
7.  Margarethe,  von  Scipione  B a r g a g 1 i.  8.  Hippolytus  und 
Gangenova,  vom  Vorigen.  (Italiän.  Novellenschatz  ....  V. 
136 — 154).  9.  Annippo  und  Amania,  von  Ascanio  Mori 
da  C e n o.  10.  Gianotto,  von  Sebastiano  E r i z z o.  (Ital.  No- 
vellenschatz ....  II.  330-36  u.  d.  Tit.;  Der  Kaufmann  aus 
Genua.)  ii.  Arsinoe,  vom  Vorigen.  — S.  auch  Novellen. 
SCHE1E.Z-  und  Pfänderspiele  in  lustigen  Com- 
pagnien. Frankf.  1766.  8°. 

Cat.  Vandenhöck  II.  p.  526. 

SCHERZ-  und  Pfänderspiele,  Alle  Arten  der  neu- 
esten, vor  lustige  Gesellschaften.  Frankfurt  und 
Leipzig,  o.  J.  (c.  1780).  8“.  Selten!  (2  Mk.  G.  Priewe,  1895.) 

Dasselbe(?).  Altona  und  Leipzig  1796.  8°.  (i  Mk.  20  Pfg. 

der  Vorige,  1895.) 

Dasselbe.  2.  vermehrte  Auflage.  Altona  1796.  8°. 

SCHERZBIENE.  'V’'on  M.  J.  R.  (Gute  Auswahl  scherzhafter 
Anekdoten.)  Kempten  1836.  8^.  182  S.  (2  Mk.  Taussig,  Prag, 
1906;  I Mk.  40  Pfg.  Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M.,  1909.) 

* SCHERTZ-CABINET,  Das  Poetische,  Bestehende 
Aus  hundert  Theils  anmuthigen  Historien, 
Theils  Sinn-reichen  Schertzen;  Auf  Reisen,  und 
in  vertrauten  Compagnien  füglich  anzubringen;  Mehrentheils 
mit  dem  Schlüssel  Spanischer,  Frantzösischer,  Englischer,  Hol- 
länd-  und  Italiänischer,  auch  zum  Theil  Einheimischer  Scri- 
benten  aufgesperret,  und  bey  müssigen  Neben-Stunden  zu  eige- 
ner Ergötzlichkeit  InTeutsche  Reimen  geputzet  und  ausge- 
schmücket  von  J.  F.  R.  (d.  i.  Joh.  Friedr.  Riederer).  (Zier- 
stock.) O.  O.  (Nürnberg,  Riederer’s  Vaterstadt,  wo  er  auch 
seit  1708  lebte).  Gedruckt  im  Jahr  1713.  12°.  (In  Berlin: 
Yk  1751.)  (4  Mk.  Ferd.  Schöningh,  Osnabr.,  1907;  6 Mk. 


Scherz 


151 


J.  Halle,  München,  c.  1905.  — Wird  im  Preise  ganz  be- 
deutend steigen.) 

Aeusserst  selten!  72  unbeziff.  Bll.  (incl.  Tit.,  7 Bll.  Zuschr. 
u.  Vorr.,  sowie  4 S.  Register). 

Inhalt:  i.  Das  spitzfündige  Mädgen.  2.  Der  ehrgeitzige 
Schulfuchs.  3.  Der  stinkende  Blitzer  (Wind  von  hinten).  4. 
Der  Unterschied  der  Hembden.  5.  Die  gelehrte  Uberschrifft. 
6.  Der  neugierige  Pfaff.  7.  Das  geschickte  Wein-Urtheil.  8. 
Die  prasoccupirte  Meynung.  9.  Das  delicate  Schau-Essen.  10. 
Die  entschiedene  Parthey.  ii.  Das  sich  legitimirende  Kind. 
12.  Die  Unrechte  Auslegung.  13.  Die  zweydeutige  Rede.  14. 
Das  grosse  Wunder  in  Pariß.  15.  Der  safftige  Mund.  16. 
Der  leichtsinnige  Volle.  17.  Das  vergoltene  Splitter-Richten. 
18.  Die  aufgelöste  Frage.  19.  Der  vergnügte  Bettler.  20. 
Das  genau  in  acht  genommene  Weiber-Commando.  21.  Das 
wohlprobirte  Sprichwort.  22.  Die  beste  Jahr-Zeit  der  Fische. 
23.  Die  entdeckte  Eigenschafft  der  Hunde.  24.  Der  wunder- 
liche Dolmetscher.  25.  Der  ungewisse  Bastard.  26.  Die  Masquen- 
Freyheit.  27.  Das  ungereimte  Wünschen.  28.  Die  hinckende 
Stütze.  29.  Die  vernünftige  Excuse.  30.  Das  vergnügte 

doch  dabey  gefährliche  Nein.  (Pikante  Hahnrei-Geschich- 
te in  35  achtzeil.  Str.,  31.  Der  verschlagene  Kauf- 
mann. 32.  Der  nicht  geglaubte  Tode.  35.  Die  reputirliche 

Messe.  34.  Der  Schlesische  Repuls.  35.  Die  vorgenommene 
Krafft  im  Alter.  36.  Die  wieder  erstattete  Ehre.  37.  Der  willige 
Mahler.  38.  Der  betrogene  Zinßmann.  39.  Die  verborgene 

Weiber-Anatomie.  40.  Die  Schwäbische  Einfalt.  41.  Die  Köchin 
ä la  mode.  42.  Das  eingenommene  Constantinopel.  (Pikant- 
jokoser  Hahnreischwank,  ohne  Zeilenabstzg.  auf  8 S.)  43.  Die 
beste  Zeit  zum  Essen.  44.  Der  Mahlerey  Verständige.  45.  Der 
abgewiesene  Pater.  46.  Der  erstaunende  Bauer.  47.  Das  durch- 
triebene Begehren.  48.  Der  regulirte  Diseurs.  49.  Der  ein- 
gehohlte  Bescheid.  50.  Die  bittere  Wahrheit.  51.  Die  ver- 
engelte  Weiber.  52.  Der  anmuthige  Studenten-Schmauß.  53. 
Die  nicht  gebillichte  Augen-Cur.  54.  Der  ländliche  Gusto.  55. 
Das  unaufhörliche  Richten.  56.  Das  verwechselte  Recept.  57. 
Die  nicht  fortwandlende  Thaler.  58.  Der  Eigensinn  biß  im 
Tod.  59.  Die  Weisheit  unter  den  Elenbogen.  60.  Die 
Kunst  ein  Ey  manirlich  zu  essen.  61.  Die  ins  Abnehmen  ge- 
rathene  Brillen.  62.  Die  wunderliche  'Rede  im  Eyfer.  63. 
Die  neunerley  Weiber-Häute  (Schweins-,  Esels-,  Gans-,  Storch-, 
Ziegen-,  Bären-,  Hunds-,  Katzen-  u.  Wolfshaut).  64.  Die  Hertz- 
hafftigkeit  in  der  letzten  Minute.  65.  Der  entdeckte  Groß- 
sprecher. 66.  Der  gleiche  Tod.  67.  Der  verwegene  Schwur. 
68.  Der  getreue  Vorsatz.  69.  Der  ungefehre  Haus-Seegen. 
(Famoser  Hahnrei-Schwank  mit  2 Amanten.)  70.  Das  ange- 
wöhnte Wort.  71.  Der  eyferige  Pfaff.  72.  Das  bezauberte 
Gastmahl  (oft  bearb.  Hahnrei-Novelle  auf  13  Seiten).  73.  Die 
redliche  Bekäntnus.  74.  Das  gewisse  Prognosticon.  75.  Der 
eingeworfene  Scrupul.  76.  Das  erklärte  Wort.  77.  Das  scharff- 
schneidende  Gewehr.  78.  Die  abentheuerliche  Nachahmung. 
79.  Der  unsichtbare  Reuter.  80.  Die  mütterliche  Vermahnung. 
81.  Der  übelberichtete  Schuldmann.  82.  Die  lebendige  Matraze. 
83.  Das  von  der  Fäulung  errettete  Papier.  84.  Der  geschwinde 
Waghals.  85.  Das  gut  befundene  Mittel.  86.  Der  in  der 


152 


Scherze 


Natur  stehende  Trieb.  87.  Der  wieder  gebrachte  Kirchen- 
Raub.  88.  Das  curieuse  Pater  noster.  89.  Die  Furcht  vorm 
Wasser.  90.  Das  in  Ehren-gehaltene  Huren-Kind.  91.  Die 
wohlgemerkte  Maas.  92.  Das  unbetrügliche  Alter.  93.  Das 
Königliche  Begehren.  94.  Das  Heyrath-Gut  mit  Händ  und 
Füssen.  95.  Der  gutwillige  Mann  (Hahnrey-Scherz  auf  i Seite). 
96.  Das  doppelte  Gewissen.  97.  Der  besessene  Reiche.  98.  Die 
Wahl  wegen  der  Hörner  (Hahnrei-Scherz  auf  i S.).  99.  Die 
Affekten  nach  der  Uhr.  100.  Der  erwiesene  Umstand.  — 
Poetisches  Nachwort  des  Vf.  (auf  den  letzten  4 Textseiten). 

* SCHERZE  (von  Friedr.  Molter,  geh.  1722  zu  Karlsruhe, 
f 8.  Febr.  1808  als  Biblioth.  in  Karlsruhe),  Scherze.  — 
Anakreon.  Eyco  be  ton  Anaion.  Mit  Titelvignette  (die  den  Namen 
Dyck  trägt).  Leipzig  (gedr.  bei  Eisfeld)  1752.  8°.  (In  Berlin 
3 Expll. : Y1  2231;  an  Y1  iia;  an  Y1  761a.)  (6  Kr.  Halm 
& Goldmann,  Wien,  1907.) 

4 Bll.  u.  96  S.,  Lieder  enthaltend.  — Anon.-Lex.  IV.  p.  32 
(nach  Kayser),  unrichtig  „1753“. 

* SCHERZE  der  lyrischen  Muse.  Leipzig,  in  Lankischens 
Buchhandlung.  1760.  8°.  (In  Berlin:  Y1  5831;  auch  in  Dres- 
den u.  Stuttgart.)  Tit.,  3 Bll.  Vorn  („Erinnerungen“),  2 Bll. 
Inh.,  124  S. 

Zahm.  — Darin  Übersetzungen  aus  d.  floraz,  die  vielleicht  noch 
auf  die  Spur  des  Verf.  führen.  (Notiz  im  Stuttg.  Cat.) 
SCHERZE  u.  Erzählungen  beym  Puntsch  (1).  1760. 
***  O.  O.  Kl.  8®.  HO  S.  (3  Mk.  50  Pfg.  Frdr.  Klüber, 
München,  1905;  12  Mk.  Fr.  Strobel,  Jena,  c.  1905.)  Gestoch. 
Titel  (in  Ornament-Bordüre)  mit  Vignette,  iio  pag.  u.  1 Blatt 
Register. 

Enth.  37  nicht  numer.  z.  Theil  erotische  Gedichte  und  Er- 
zählungen, wobei  Derb-Epigrammatisches.  — Sehr  selten! 

§ * SCHERZE  (von  Paul  August  Schräder,  Sekretär  u.  Pvath 
in  Braunschweig).  2 Thle.  Mit  (einander  gleichen)  Titehig- 
netten  (Satyr).  Helmstädt  u.  Leipzig;  in  der  Weygandschen 
Buchhandlung.  1762.  8°.  (In  Berlin:  Y1  4311,  i vol.)  (2  Mk. 
Kühl,  Berlin,  c.  1882;  jetzt  theurerl) 

Enth.  satyr.  Aufsätze  und  einige  Lieder.  Recension  in  den 
Berliner  Litteraturbriefen,  Bd.  XIV.  S.  185 — 198.  — Koch. 
Compend.  H,  335. 

1 : 8 Bll.  Vorst,  (incl.  6 Bll.  Zuschr.  an  Joh.  Andr.  Gra- 
mer, „Herzogi.  Brnschw.-Lüneb.  Cammer-  u.  Berg-Rath“), 
272  S. 

Inhalt:  Die  Rumney  Höle  (I).  (S.  i — 46;  in  Versen. 
Erschien  auch  als  Separatdruck.)  — Die  unnützen 
Dichter.  (S.  47 — 64;  in  Versen  an  Hofrath  Eisenhart.) 
— Das  Ochsenfest.  (S.  65 — 76;  in  Versen;  auch  einzeln 
gedr.  Mit  Liedern  auf  das  „Ochsenfest“,  S.  77 — 88,  Z.  Th. 
in  Brnschw.  Mundart.)  — Das  Ständchen,  e.  Gedicht 
in  3 Büchern.  (S.  147 — 176.)  — Briefe  gnädiger  Da- 
men (üb.  Moden,  Adel  etc.,  S.  177 — 190).  — Briefe  rei- 
cher Frauen  (Geldprotzenthum,  Luxus,  S.  193 — 208).  — 


Scherze — Scherzgedicht 


153 


Hans,  der  Schäferknecht,  e.  Heldengedicht  in  6 Ge- 
sängen. (S.  21 1 — 228.)  — Die  Schönen  an  die  Comö- 
d i e.  (7  sechszeil.  Str.,  S.  240—242.).  — Von  verliebten 
Seelen  bey  einer  Nachtmusic  zu  singen.  (7  achtzeil.  Str., 
S.  243 — 246.)  — Purlepanzioschöffiade,  in  unzähl- 
baren Büchern.  (Poet.  Satyre  auf  einen  Schöffen  in  „P  u r- 
1 e p a n z“,  S.  247 — 262.)  — Versuch  einer  rabin- 
ischen  (I)  Ode,  an  den  Herrn  Rath  Kirchhof  (in  poet 
Prosa,  S.  267 — 272.).  — Gedichte  etc. 

2:  8 Bll.  Vorst,  (incl.  Zuschr.  an  Otto  Maxim,  v.  Bärt- 
ling,  „Herzogi.  Brnschw.-Lüneb.  Klosterrath  u.  Hofgerichts- 
assessor), 271  S.,  I ungez.  S. 

Inhalt:  Schreiben  an  die  Dlle.  Juliane  Fri- 
derike  Lucie  Eisenhart  bey  Jhrer  Ankunft  in 
diese  Welt,  worin  von  Gespenstern,  heiligem  Christ,  Schnür- 
brüsten,  eisernen  Halsbändern  u.  a.  ganz  bekannten  Dingen 
etwas  vorkommt,  das  mancher  Amme  u.  Wärterinn  nicht  lieb 
seyn  wird.  (Nebst  Schreiben  an  die  Frau  v.  X.  über  den- 
selben Stoff.)  — Fragment  e.  Verzeichnisses  der- 
jenigen Personen,  die  in  der  Walpurgs  (!) 
Nacht  auf  dem  Blocksberge  gewesen  sind.  (S. 
103 — 143.)  — Etwas  von  der  Hexerey  u.  ihrer  Stra- 
fe, an  die  kleine  Hexe  Lucinde.  (In  Versen.)  — Der  Rabe, 
e.  Erzähl,  (in  Versen),  nebst  e.  Schreiben  an  den  Hrn.  Pro- 
feßer  (!)  Gottsched.  — Epistola  de  fidelium  fra- 
trum  significatione  c.  fortunae  voto  ad  illustrem  .... 
Dn.  J.  F.  E***.  (Küchen-Latein.)  (S.  187 — 197.)  — Novi  Anni 
Votum,  c.  responsi  juridici  petitione  in  puncto  suicidii,  ad 
Dominos  ....  Juridicae  Facultatis.  (Küchen-Latein.)  (S.  203 
-220.)  — Hochzeits-Büchlein.  Nützlich  u.  lustig  zu  lesen. 
(Scherzh.  Hochzeit-Gratulation  an  Dr.  Joh.  Frdr.  Eisenhart, 
fürstl.  braunschw.  Hofrath,  Prof.  d.  Rechte  an  der  Julius- 
Carls  Univers.  zu  Helmstädt  etc.)  — Ein  Lied  mit  schö- 
nen Gesundheiten  etc.  etc. 

SCHERZE  ....  (Zahme  Liebes-  und  Weinlieder  von  Kdrl 
Christian  Reckert.)  Berlin  und  Stralsund  bey  G.  A.  Lange. 
1766.  8°.  (2  Mk.  Jos.  Baer  & Co.,  1894.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  32  (nach  Kayser  u.  Meusel)  unrichtig 

»1765". 

SCHERTZ-FRAGEN,  Lustige  / Mit  welchen  sich  so  wohl  das 
/ Löbliche  / Frauen  - Zimmer,  / Als  auch  Jung- Gesellen,  / 
Bey  lustigen  / Conversationen  / durch  / Rätzel,  Grab-Schriff- 
ten,  und  / andern  lieblichen  Spielen,  in  zuläß-  / lieber  Ergötz- 
lichkeit  erlustigen  / können.  (Typogr.  Ornament  u.  Drucker- 
stock.) Gedruckt  im  Jahr,  da  die  Liebe  kalt  war,  / Im  Monath, 
da  die  Floh  groß  beissen  that.  (c.  1720?)  8^.  4 Bll.  Rar! 

In  der  Art  der  Bücher  f.  d.  Volk  gedruckt.  — Enth.  20 
Räthsel  in  Versen  (mit  beigef.  Auflösung),  10  poet.  Grabschriften, 
5 lustige  Scherzfragen  (Prosa,  mit  Antwort).  — Einiges  derb. 

SCHERTZ  - GEDICHT  vom  Sauer - süssen  Ehestand. 
Nürnberg.  1638.  4°. 

Kuppitsch’  Collection  no.  1216.  — Steht  auch  in  „Facetiae 


154 


Scherzgedicht — Scheuer 


facetiarum“.  (Ausgabe  1657.  12^;  in  München.)  Höchst  selten, 
wie  die  3 folg.  Drucke. 

*SCHERTZ-GEDICHT,  Vom  Sawer-Süssen  Ehestande. 
Wie  auch  von  dem  Lob  der  Wittben,  ihren  Tu- 
genden vnd  Nutzen,  . . . . Mit  Titelholzsch.  (Das  Braut- 
paar, dazwischen  Rosenstock.)  Gedruckt  im  Jahr,  1646.  4°. 

(In  Berlin:  Yz  1761,  no.  5.) 

8 Bll.  — Das  „Wittbenlob“  auf  den  letzten  3 Bll.  (25 
sechszeil.  Str.) 

Dasselbe.  O.  O.  1650.  40.  (Im  German.  Museum.) 

Weller,  Ann.  I.  p.  403.  no.  680. 

SCHERTZ  - GEDICHT,  vom  Sawr-Süssen  Ehestande. 
Wie  auch  von  dem  Lob  der  Wittben,  ihren  Tu- 
genden vnd  Nutzen.  Benebest  einer  Nothwendigen  Frage 
Beantwortung,  Item,  Gewisser  Bericht:  Wie  es  gehe, 
welche  sich  zur  Ehe  unbesonnen  geben,  etc.  Ge- 
druckt im  Jahr  1651.  KI.  4®.  (15  Mk.  Karl  W.  Hiersemann, 
Lpz.,  1905;  24  Mk.  Jacques  Rosenthal,  1912.) 

Ganz  in  Reimen.  20  Bll.  Mit  Holzschnitt  auf  d.  Titel  u. 
einem  anderen  im  Text.  — Auction  Lobris.  München  1895. 
Nr.  1519.  Das  „Wittwen-Lob"  steht  auch  in:  Memel,  J.  P. 
de  (ps.),  Gantz-umbgekehrte  ....  Lustige  Gesellschafft  .... 
O.  O.  1700.  12°.  S.  375 — 383. 

SCHERTZ-GEDICHTE,  Veer,  s.  Lauremberg,  Joh.  Wilh. 
SCHERTZ-GEDICHTE  und  Lieder.  Berlin,  bey  Joh.  Heinr. 
Rüdigern,  dem  Jüngern,  1760.  93  S.  8®.  (In  Berlin,  Magistrats- 
bibi.) Rar! 

SCHERZHOLD  (d.  i.  Theod.  Winkler),  Grillen-Pastillen. 
Humoristisches  Allerlei  in  Geschichten  u.  Gedichten.  Bern  1874. 
12®.  (Mk.  1,60.)  338  SS.  Zahm,  (i  fr.  50  cts.  Adolf  Geering, 
Basel,  1898;  I Mk.  Taussig,  1906.) 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  505. 

SCHERZLIEB,  C.  (ps.),  Prisen  zum  Frühstück.  Ein 
Beitrag  zu  gesellschaftlichen  Erheiterungen.  3.  verbess.  Aufl. 
Sangerhausen,  J.  R.  Rohland,  1839.  8®.  (Vi  Rthlr.) 

365  Anekdoten.  — Zuerst  gedr.  Frankenhausen  1834.  8°. 
SCHEÜBE,  H.,  Die  Frauen  des  achzehnten  Jahr- 
hunderts. Culturgeschichtliche  Zeit-  und  Lebensbilder.  Th.  I, 
II,  I.  (Cplt.)  Berlin  1876,  77.  8®.  (In  Amsterdam,  Bibi.  Ger- 
ritsen.) 

SCHEUER,  Dr.  Oskar,  Das  studentische  Liebesieben 
in  der  deutschen  Vergangenheit.  (In:  „Sexual-Pro- 
bleme“,  hrsg.  von  Dr.  Max  Marcuse.  6.  Jahrg.  1910,  Heft 
7—8,  S.  531  ff.) 

Sehr  interessanter  Aufsatz. 


Scheuerwisch — Schicksale 


155 


SCHEUER  WISCH,  Hell-außpolierter.  (Roman  oder  Sa- 
tyre?)  Frf.  1688.  12®. 

Cat.  libr.  Lips.  18.  Jan.  1717.  p.  139.  — Rariss. 
SCHICEEL,  Moses  Ephr.  (ps.),  Was  thut  man  nicht 
eines  Mädchens  wegen!  Wien  1788.  8®.  Sehr  selten! 
SCHICKSAL,  Das,  zur  See  in  der  Geschichte  Edu- 
a r t (so !)  Hamilton  eines  Engeländers.  Aus  dem  englischen 
übersetzt  (von  B***).  2 Thle.  Mit  Titel  Vignette.  Frankfurt  und 
Leipzig  1757.  8°.  (Im  Besitze  Prof.  Dr.  Ullrich’s.)  (4  Mk.  Jul, 
Neumann,  Magdeb.,  1906;  9 Mk.,  schönes  Expl.,  Adolf  Wei- 
gel, 1908.) 

408  fortlaufend  gez.  S.  (incl.  Tit.  u.  S.  3 — 4 Vorn).  Der 
„Zweyte  Theil  beginnt  mit  S.  289.  — Ullrich,  Robinson, 
S.  163,  6i : „Ist  ganz  sicherlich  Original  und  keine  Ueber- 
Setzung.“ 

SCHICKSAL,  Das,  der  Wilhelmine  Tule.  Eine  wahre 
Geschichte.  O.  O.  (Wien?)  Im  October  1793.  8°. 

104  SS.  Die  Heldin  dieses  (übrigens  zahmen)  Romans  endet 
im  Bordell. 

Dasselbe.  Neue  Auflage.  Leipzig,  Sommer,  1808.  8®. 

Kayser,  Roman-Verz.  1827.  p.  109. 

SCHICKSAL,  Das,  der  Baronesse  von  Valzan  u. 
ihrer  Kammerjungfer  Martha.  Eine  Geschichte,  so 
anmuthig  zu  lesen.  (Kl.  Ornam.-Vign.)  Leipzig,  bey  Chrn, 
Gottlieb  Hertel.  1775.  8°.  (3  Mk.  L.  Meder’s  Nachf.,  Heidelb., 
c.  1905.) 

Tit.,  3 Bll.  Vorn,  214  S.  Zahm.  Fehlt  Kayser  unter 
Romanen.  — S.  192 — 206 : Das  gerettete  u.  ver- 
schenkte Schäfchen.  E.  Schäferspiel  in  i Aufzuge  (in 
Versen). 

SCHICKSALE  eines  Biedermanns.  Kehl,  mit  Beau- 
marchaischen  Lettern,  1785.  4 Bl.  u.  184  S.  (6  Mk.  E.  Frens- 
dorff,  1910.) 

Sehr  selten ! 

* SCHICKSALE,  Seltsame,  eines  Schottischen  Ein- 
siedlers, der  das  Land  der  Benadams  entdecket 
hat,  vier  Bücher,  Aus  einer  verlohrnen  Engelischen  Hand- 
schrift übersetzet.  Franckfurt  u.  Leipzig  1749.  8®. 

Tit.  u.  64  SS.  Freier  Roman.  Schwerlich  eine  Uebersetzung. 
SCHICKSALE,  Die,  Forndrans.  Ein  Roman  auf  unsere 
Zeiten  berechnet.  2 Bde.  Eisenach,  Wittekindt,  1799.  8®. 
(11/3  Rthlr.)  Sehr  selten! 

SCHICKSALE,  Bedenkliche,  des  besten  und  red- 
lichsten Freundes  und  seiner  Freundinn  bey 
ihrer  oft  geprüften,  nie  besiegten  und  doch  schlecht  belohnten 
Tugend.  Frankfurt  u.  Leipzig  (Kritzinger  in  Leipzig)  1767. 
8®.  16  Bogen. 


156 


Schicksale 


O.  M.  V.  1767.  S.  834,  ohne  Angabe  des  Verlegers;  Cat. 
Meissner.  — Höchst  selten  I 

SCHICKSALE,  Ve  rwirrte  und  bedenkliche,  einiger 
reisenden  Personen  beiderlei  Geschlechts  zu 
Wasser  und  zu  Lande  (von  Dietrich  Carl  Hilter').  Mit 
Titelkpfr.  Regensburg  1774.  8°. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  33  (nach  Heine,  Roman  in  Deutsch- 
land. Halle  a.  S.  1892,  S.  35). 

SCHICKSALE,  Abentheuerliche,  des  schot*--schen 
G u c k k a s t e n m a n n’s.  Leipzig,  Heinr.  Hunger  (c.  1830). 
(1/4  Rthl.) 

Anzeige  des  Verlegers. 

SCHICKSALE,  Sonderbare,  des  Sängers  Joseph 
G r a d w e g.  Ein  curioser  Roman.  An’s  Licht  gefördert  von 
Joseph  Jeremias.  Weimar,  1832.  Druck  und  Verlag  von 
Karl  Gräbner.  8°.  (In  Weimar,  Großherzogi.  Hofbibi.) 

248  S.  (incl.  Titel).  Seiner  Zeit  unterdrückter 
Theater-Roman. 

SCHICKSALE  und  Abentheuer  des  Moritz  von  Grei- 
fenklau (,)  eines  Linzers.  2 Thle.  in  i Bde.  Wien 
1799.  bei  J.  Camesina  & Comp.  8°. 

296  fortlaufend  pag.  S.  — Zahm. 

SCHICKSALE  u n d u n e rwartete  Geburtsaufklärung 
des  Prinzen  Gustav  Friedrich  Adolph  v.  Hes- 
senstein. Lund  und  Franckfurt  (Bremen,  Wilmans)  1796.  8°. 

Weller,  fing.  Dr. ; Kayser  hat  „Leipzig,  Weygand.“  — SeltenI 
SCHICKSALE,  Merkwürdige,  und  Galanterien  eines 
türkischen  Israeliten.  (N  ebenritel : Der  junge 
glückliche  Jude.  Aus  d.  Französ.)  Mit  TKpf.  Ulm, 
J.  Ebner,  1830.  Kl.  8*^.  (3  Mk.,  ohne  TKpf.,  Taussig,  1907; 
cplt.,  unbeschn.,  2 Mk.  50  Pfg.  F.  Waldau,  1907.) 

3 Bll.  u.  192  S.  Einiges  ehvas  frei. 

SCHICKSALE  der  vermeinten  Gräfin  Julie  von  Or- 
te nburg.  Ihre  Verfolgung,  Einkerkerung,  Aufenthalt  unter 
den  Nonnen  und  Tage  des  Schreckens  unter  den  französ. 
Soldaten.  3 Thle.  Paris  (Erfurt,  Hennings)  1805.  Kl.  8°. 
(2  Mk.,  beschäd.  Expl.,  Scheible,  vor  1885.) 

Zahme  Avanturiere.  SeltenI  — Weller,  fing.  Dr. 

Die  Pagenburg.  Eine  abentheuerliche  Geschichte 

von  Julie  Liebhold,  der  vermeinten  Gräfin  von 
Ortenburg,  aus  ihrem  Leben  erzählt.  Mit  Titelkpf.  Er- 
furt, bei  J.  E.  G.  Rudolphi.  (1805.)  8®.  (i  Rthl.)  Titel  u.  334  S. 
Kayser,  Roman-Verz.  p.  94  hat  ohne  Jahrz. : „Altenburg, 
Petersen." 

SCHICKSALE  einiger  reisenden  Personen  zu  Was- 
ser und  zu  Lande.  Regensburg  1774.  8®. 

Citirt  Ullrich  p.  171  no.  79,  hat  das  Buch  aber  nicht 
gesehen. 


Schidlof — Schiede 


157 


SCHIDLOF,  Dr.  B.,  Der  Mädchenhandel.  Seine  Ge- 
schichte und  sein  Wesen.  Berlin  1904.  8°.  380  S. 

(Kr.  6 — .)  (3  Kr.  L.  Rosner,  Wien,  1911.) 

SCHIEBEL,  M.  Johan-George  (f  1634),  Neu-erbauetes  er- 
bauliches Historisches  Lust-Hauß,  Darinnen  ein 
ansehnlicher  u.  Hertz- vergnügender  Vorrath  ausserlesener  Ge- 
schichte, Reden,  Gleichnüsse  etc.  Mit  Kupfertitel.  Leipzig 
1679.  8°. 

Haydinger’s  Bibi.  — Vorher  ebd.  1678.  8°.  (In  Mün- 
chen; H.  misc.  286.) 

Mit  Kupfertitel.  Ebd.  1682.  8°.  14  Bll.,  360  S.  u.  Reg. 

(6  Mk.,  wasserfl.,  Titel  fehlte,  L.  Rosenthal,  1906.) 

Zweytes  Historisches  Lust-Hauß.  Mit  Titel- 

kpfr.  Leipzig  u.  Franckf.  1682.  8°.  (5  Mk.,  mit  d.  vorigen, 
Max  Perl,  Berlin,  1905.) 

— Dasselbe.  2 Thle.  Leipzig  1685.  8®. 

Goedeke  2 III,  267,  27  (unter  Schwankbüchern). 

Neu-erbauter  Schausaal,  Darinnen  Vermittelst 

Dreyhundert  w o h 1 -a  u s g e s o n n e n e r und  künst- 
lich-eingerichteter Sinn-Bilder,  Auf  eine  gar  son- 
derbare und  zu  jedermans  verhoffentlicher  Vergnügung  ge- 
deyende  Art  der  Laster;  dess  menschlichen  Hertzens;  from- 
mer Christen;  dess  Göttlichen  Trosts,  Scheusal,  Irsal,  Drang- 
sal, Labsal,  Durch  Poetische  Erläuterung,  aus  geist 
und  weltlichen  Schrifften,  mit  sonderem  Fleiss  und  Mühe  her- 
vor gesuchten  Anmerckgn.  und  wohlkommenden  Erinnerungen, 
mit  anbey  gefügten  fünffachen  Register,  vorgestellet  werden. 
Mit  Portrait,  i allegor.  Kpfr.  u.  ca.  300  Kpfrn.  im  Text.  Nürn- 
berg, Verlegts  Johann  Jonathan  Felssecker,  Im  Jahre  1684. 
8°.  (21  Mk.  Auction  Runze- Zolling.  Lpz.,  Novbr.,  1904.) 

1 1 Bll.  Vorst,  (incl.  roth  u.  schwarz  gedr.  Titel)  u.  403  S. 
SCHIEIDE,  (H.)  C.  („Verf.  der  privatisirend.  Fürsten“),  Gynai- 
k o k r a t i e , oder  die  Regierung  der  Frauen  und 
Jungfrauen  als  einziges  R e 1 1 u n g s m i 1 1 e 1 der 
Welt.  (Griech.  Motto,  2 Versz.,  m.  deutscher  Uebers.)  Zum 
Angebinde  freundlicher  Frauen  für  ihre  geliebte  Männer.  O.  O. 
(Franckf.  a.  M.,  Gebhardt  & Co.)  1816.  8°.  (i  Rthl.)  (Schönes 
Expl.  im  Orig.-Umschl.  in  Cassel,  ständ.  Landesbibi.) 

Seltenes  Curiosum  von  kulturgeschichtlichem  Interesse.  XXIV 
u.  228  S.  Die  Anmerkgn.  (S.  178  ff.)  enth.  viel  Satyrisch-Poli- 
tisches  über  Napoleon  I,  Jdrome  v.  Westphalen, 
Bau  d.  Opernhauses  in  Cassel,  Personalien  aus  Hessen-Nassau. 
Frankf.  a.  M.  etc.  Am  Schluß  (S.  226 ff.):  Rundgesang 
zu  singen  am  jährl.  deutschen  Siegesfeste,  vom  Herrn  Grafen 
V.  Solms-Rödelheim.  (Abdr.  eines  nur  f.  Freunde  be- 
stimmten Druckes;  9 sechsz.  Stroph.). 


158  Schief  erl — Schiff  brach 


SCHIEFEIRL,  Franz,  S c h ü t z e n - G’s  t a n z 1 n.  O.  O.  u.  J. 

Verboten  v.  L.-G.  Wien,  20.  October  1868.  § 516. 
SCHIERSTAB,  Joh.  Phil,  (von  Nürnberg.  — SPECULUM  CON- 
JUGALE,  Das  ist:  Cchristlicher  Ehe-  vnnd  Hauß- 
spiegel,  in  zehen  vnterschiedene  kurtze  Tractätlein  abge- 
theilet  vnd  verfasset:  Jedermänniglich,  so  wol  inn-  als  ausser 
der  Ehe  nützlich  zu  lesen,  vnd  nothwendig  zuwissen.  Auß 
vielen  guten  bewehrten.  Alten  vnd  Newen,  Geistlichen  vnd 
Weltlichen  Scribenten  mit  sonderm  fleiß  vnnd  Christlichem 
eyfer,  colligirt,  vnd  in  diß  Handbüchlein  zusammen  getragen : 
Durch  Johann  Philipp  Schierstaben  von  Nürnberg.  (Holz- 
schn.-Vign. : Einsegnung  e.  Brautpaares.)  Gedruckt  durch  Abra- 
ham Wagenmann,  in  Verlegung  deß  Auctoris.  MDCXIV. 
(1614.)  8°. 

Sign.  A — Kk8  [zus.  16  Bll.  Vorst.,  251  num.  Bll.,  4 Bll. 
Index,  I Bl.  Wiederholung  d.  Druckanzeige  (hier  mit  großem 
Holzschn.-Signet),  i leeres  Bl.].  Auf  Rücks.  des  roth  u. 
schwarz  gedr.  Titels  blattgr.  Holzschn.-Portr.  d.  Verf.  (mit 
Wappen  u.  Symbolum).  Das  sehr  seltene  Büchlein  ist  dem 
Nürnb.  Patrizier  Jac.  S t a r c k u.  Gemahlin,  A n n a • M a r i a. 
geb.  Holzschuherin  (deren  Wappen  in  Holzschn.  bei- 
gef.),  gewidm.  de  dato  Nürmberg,  d.  16.  Nov.  16J3. 

* SCHIFFBRUCH,  Der  glückliche.  Eine  Curieuse 
Bretannisch-  und  Englische  Liebes-Geschichte 
aus  d.  Franzos,  (des  Chev.  de  Mailly)  übersetzet.  Mit  Titel- 
kpfr.  Cölln,  Auf  Kosten  des  Autoris  (Altenburg,  Richter) 
Anno  1719.  Kl.  8°.  (In  Berlin:  Yv  1202.) 

4 Bl.  u.  184  S.  Theilweise  freien  Inhalts.  Styl  leicht  u. 
fließend. 

Orig.:  L’heureux  naufrage,  ou  Suite  des  aventures 
et  lettres  galantes.  Paris  1699.  12°.  — Aventures  et  lettres 

galantes,  avec  la  promenade  des  Tuileries.  Contenant  plusieurs 
histoires  et  plusieurs  particularitez  agreables,  par  M.  L.  C.  D.  M. 
Paris,  Cavelier.  1700.  II.  12^.  — Amsterd.,  N.  Et.  Lucas, 
1718.  II.  12O.  Avec  2 frontisp.  (In  Dresden  u.  Wolfenb.j  (Tome. 
2 SOUS  le  titre:  L’heureux  naufrage.) 
SCHIFFBRUCH,  Der,  eine  unglückliche,  doch  zu- 
letzt glückliche  Reise  zur  See.  Sammt  einem  A n - 
hange  ueber  jetzige  Kriegsumstände.  Bresslau  u. 
Leipzig,  Seidel,  1758.  8°.  70  SS. 

Moralisirende  P.  obinsonade  in  Versen,  nebst  andern 
Gedichten.  Fehlt  bei  Ullrich.  Sehr  selten!  — Cat.  Monath. 
III.  Nürnb.  1784.  p.  604;  Dr.  Franz  Schnitzer’s  Bibi.  Mün- 
chen 1902.  Nr.  453. 

SCHIFFBRUCH,  Der,  oder  Eleonore  im  Lande  des 
Friedens.  Eine  Robinsonade.  Mit  Titelkpfr.  u.  (dasselbe 
verkleinert  als)  Titel vign.  Wien  und  Prag  1800.  bey  Franz 
Haas.  8°.  221  S.  (incl.  Tit.).  (Besitzt  Prof.  Dr.  Ullrich,  wie  das 
folgende.) 


Schiff  mann — Schilderungen 


M9 

Dasselbe,  tit. : Karl  und  Wilhelmine  oder  d i e 

Bewohner  des  Landes  der  Geheimnisse.  Eine  Ro- 
binsonade.  Mit  Titelkpfr.  Leipzig,  im  Joachimschen  literar- 
ischen Magazin.  O.  J.  (1802).  272  S. 

SCHIFFMANN,  H.  Fr.,  Die  Hyänen  des  Lebens.  Berlin 
1876.  8°.  (50  Pfg.  P.  Neubner,  1892.) 

SCHIFFSKAPITÄN,  Der  lustige,  auf  dem  Dampf- 
schiff. Erste — Vierte  Station.  Stuttgart,  o.  J.  (c.  1835).  8°. 
(2  Mk.,  nur  i u.  3,  A.  Buchholz,  München,  1906.) 

SCHILD,  Geistlicher,  gegen  geistliche  (sol)  und 
leibliche  Gefährlichkeiten  allezeit  bey  sich  zu  tra- 
gen, darinnen  sehr  kräftige  Seegen  und  Gebether,  so  theils 
von  GOtt  offenbaret,  theils  von  der  Kirchen  und  heiligen  Vät- 
tern  gemacht,  und  von  Urbano  römischen  Pabst  approbirt 
worden.  Erstlich  gedruckt  zu  Cöln.  12^. 

1770  in  München  verboteni 

SCHILDEREYEN,  Kleine,  aus  der  großen  Welt.  Oder 
kurze  (zahme)  Erzählungen  für  die  lange  Weile 
(von  Carl  Rössler).  Mit  Titelkpfr.  Leipzig,  bey  Bruder  u. 
Hofmann.  1810.  Kl.  8®.  (i  Rthl.)  (60  Pfg.  Erras,  Frf.  a.  M., 
vor  1885;  jetzt  höher!) 

Tit.,  I Bl.  Vorw.  (unter  dem  sich  Vf.  nennt),  i Bl.  Inh., 
257  S.  — I.  Das  war  recht.  2.  Hanna.  3.  Kosmo.  4.  Der 
Strickbeutel.  5.  Der  Ballon.  6.  Fernando.  7.  Der  Traum. 
8.  Freyra.  9.  Eduard  Hellmann.  10.  Leider  — etwas  Ge- 
wöhnliches. II.  Der  Zwerg.  12.  Die  Kleinigkeiten.  13.  Die 
Heirath.  14.  Durch  Leiden  zu  Freuden.  15.  Lodi.  16.  Hart- 
Wich  von  Brunnegg. 

SCHILDERUNG  der  gegenwärtig en  Zeit  von  einem 
bekannten  Schriftsteller.  Aus  dem  Französischen 
übersetzt.  Pvoifti  cSeauTÖv.  (Ornament-Barock-Vignette  mit  Bienen- 
korb.) Frankfurt  und  Leipzig  (o.  Adresse),  1761.  8^. 

Tit.,  7 Bll.  Vorn,  165  S.,  i unbez.  Inh.  Mit  typogr.  Schluß- 
ornament. U.  a. : Vom  Frauenzimmer  (etwas  frei ; S. 
14 — 23).  — Von  Klöstern  (S.  55 — 81).  — Von  Moden 
(S.  140 — 146).  — Von  Schauspielen  (S.  146 — 165). 

SCHILDERUNGEN  (chronologisch).  — Schilderungen. 
(Moralisch-satyr.,  oft  recht  jokose  Charakterbilder  von  Joh. 
Friedr.  Leberecht  Reupsch,  geb.  3.  Febr.  1727  zu  Bernburg, 
t das.  II.  April  1787.  — Goedeke  IV,  62,  47,  i.)  2 Thle. 
Mit  2 curiosen  satyr.,  großen  Titelvignetten  (die  2te  signirt: 
P.  sc.).  Franckfurt  u.  Leipzig,  in  der  Biesterfeldischen  Buch- 
handlung. 1759 — 1760.  8®.  (7  Mk.  50  Pfg.  Adolf  Weigel,  1908.) 
(Im  Besitze  des  Verlagsbuchh.  Rudolf  Hofmann  in  Berlin; 
auch  in  Warmbrunn  u.  im  Britisch  Museum.) 

I:  Tit.,  2 Bll.  Vorr.,  i Bl.  Inh.,  312  S.  Enth.  24  Nrn.. 
u.  a. : Der  Frauenzimmer  Stolz;  der  hochmüthige  Geistliche; 


i6o 


Schilderungen 


4er  Wollüstige;  der  geplagte  Ehemann;  der  eingebildete 
Kranke,  etc.  etc. 

II:  Tit.,  4 Bll.  Zuschr.  (an  den  Fürstl.  Anhalt-Bernburg. 
Cabinetsrath  Geo.  Friedr.  Chrn.  N e 1 1 e 1 b e c k),  lo  Bll. 
(lesenswerthe)  Vorr.,  i Bl.  Inh.,  344  S.,  i Bl.  Druckf.  Enth. 
18  Nrn.,  u.  a. : Der  Klugdünkel;  der  Heuchler,  od.  Schein- 
heilige; der  Säufer;  der  Modefreund;  der  Flucher;  der  Lüg- 
ner; der  Autor  (enth.  „Nachricht  von  einem  unentbehrlich 
nutzbarem  Werke,  für  alle,  sowohl  gelehrte  als  ungelehrte 
Leser,  welches  u.  d.  Titel : Der  theologisch-juristisch-medizin- 
isch-philosophisch-historisch-moralisch-satyrisch-poetisch-  und  öco- 
nomische  Hexenmeister,  im  eignen  Verlage  seines  Herrn 
Verfassers,  auf  das  allersauberste  mit  einer  ungeheuren  Menge 
Kupfern,  und  zwar  im  Taschenformat,  auf  Vorschuß  erscheinen 
wird“ ; dieser  fingirte  Titel  ist  in  H.  H a y n ’ s diesbezügl. 
Bibliographie  nachzutragen).  — Seltenes  Werk,  das  von  den 
Literatur-Historikern  fast  ganz  übersehen  wurde. 

SCHILDERUNGEN  der  heutigen  Sitten  und  Ge- 
bräuche der  Welt,  nebst  den  daraus  gezogenen  Lehren, 
wie  man  sich  alle  Fälle  seines  Lebens  zu  Nutz  machen  kann. 
Frankf.  (Nürnb.,  Felsecker’s  Wittwe)  1763.  8®.  Rar!  (In  Stutt- 
gart.) 

Cat.  Vandenhoeck  11.  p.  568. 

§ SCHILDERUNGEN,  Angenehme  moralisch-satyri- 
sche,  in  allen  Auftritten  des  menschlichen 
Lebens.  Durch  Träume  ohne  Vorrede.  Gotha,  b.  Chr. 
Mevius  sei.  Erben  in  Commission.  1767.  8°.  326  S. 

O.  M.  V.  1767.  S.  834;  Cat.  Vandenhoeck  II.  p.  528. 
SCHILDERUNGEIN  und  Einfälle,  welche  die  Thor- 
heiten  der  Welt  lächerlich  machen.  Magdeburg 
1767.  8°.  Zahm.  (70  Pfg.  Scheible,  vor  1885;  jetzt  höher!) 
SCHILDERUNGEN  der  Aerzte,  oder  die  .Aerzte,  wie 
sie  sind,  und  wie  sie  seyn  sollen.  2 Thle.  Strass- 
burg 1777.  8°.  Rar! 

SCHILDERUNGEIN,  Empfindsame,  in  den  Reisen 
eines  Engländers,  des  Lord  Stafford.  Mit  Titel- 
kpf.,  Titelvign.  u.  28  illum.  (oder  schwarzen)  Kpfrn.  (F.  A. 
Scheureck  del.  & sc.)  Römhild  u.  Leipzig  (o.  Adresse), 
1781.  8°.  (9  fl.,  Expl.  mit  color.  Kpfrn.,  Gilhofer  & Ransch- 
burg,  1888:) 

Die  28  Kupfer  bringen  costümlich  sehr  interessante  Darstel- 
lungen von  Charakterfiguren  u.  Standespersonen  verschiedener 
Nationalitäten. 

340  S.  (incl.  Tit.  u.  2 Bll.  Vorr.  d.  Herausg.),  i Bl.  Be- 
richt an  den  Buchbinder  Sehr  selten!  — Die  Kpfr.  stellen 
dar:  i.  Ein  Franzos.  2.  E.  Französin.  3.  E.  Spanier.  4.  E. 
Engländer.  5.  E.  Jenenser.  6.  E.  Kurländer.  7.  E.  Land- 
magister. 8.  E.  Landmagisterinn.  9.  E.  Edelmann.  10.  E. 
alter  Doktor,  ii.  E.  Edelmann.  12.  E.  Haushofmeisterinn. 
13.  E.  Fräulein.  14.  E.  Advokat.  15.  E.  Edelfrau.  16.  E. 


Schilderungen — Schildheim 


i6r 


Putzmacherinn.  17.  E.  Philantropinist.  18.  E.  alte  Matrone. 
19.  E.  Italiäner.  20.  E.  Italiänerinn.  21.  E.  Amme.  22. 
E.  Kaufmannsfrau.  23.  E.  Bürgerstochter.  24.  E.  Bayerinn. 
25.  E.  französ.  Mamsell.  26.  E.  deutsche  Mamsell.  27.  E. 
Kammermädchen.  28.  E.  rußischer  Officier. 

SCHILDERUNGEN,  Pasquillantische  (von  Heinr.  Häckl). 
Wien  und  Prag  1782. 

Anon.-Lex.  IV,  p.  35  (nach  Kayser  u.  Meusel).  — Rar! 
§ SCHILDERUNGEN  aus  Urschriften  unserer  Vor- 
eltern (von  A.  Gassler).  Innsbruck  1789.  8®.  (In  München: 
Germ.  g.  421  x.)  (60  xr.  Taussig,  Prag,  vor  1885.) 
Anon.-Lex.  IV.  p.  35  (nach  Feil). 

SCHILDERUNGEN  glücklicher  Liebschaften.  Zur  Ein- 
ladung in  die  Schäferstunden.  Aus  dem  tvirklichen  Leben. 
Mit  (freier)  Titel-Vignette.  Leipzig,  1790,  in  der  Weygand- 
schen  Buchhdlg.  8®.  (2  Mk.  W.  Koebner,  Breslau,  vor  1885; 
jetzt  theurer!) 

288  S.  (Schluß  fehlte).  Enth.  9 „Schilderungen“  (zieml.  freie 
oriental.  Mährchen),  deren  letzte  (Nr.  8)  über  die  Hälfte  des 
Bdchns.  füllt  u.  auch  Verse  enthält.  (S.  137  ff.) 

SCHILDERUNGEN  der  deutschen  Vorzeit.  1.  Weiber- 
rache. (Erotisch.)  11.  Jutta,  Gräfin  zu  Sonnenstein.  Leipzig, 
bei  Friedrich  Gotthold  Jacobäer,  1794.  8°.  Rar!  (3  Mk.  50  Pfg., 
etwas  fleckig,  Südd.  Antiqu.,  München,  1905.) 

Tit.,  194  S.  Dramatisirte  Rittergeschichten,  in  deren  erster 
(S.  I — 88)  ein  vornehmes  Freudenmädchen,  Tochter  einer  Buh- 
lerin, die  Heldin  ist. 

SCHILDERUNGEN  von  Deutschland  ; aus  dem  Tagebuche 
eines  Reisenden  ....  (Vf.:  Joh.  Christof  f Kaff  ha  [d.  i. 
Engelmann].)  Glatz  1798.  S*’.  (Im  British  Museum.)  Sehr  selten! 
Anon.-Lex.  IV.  p.  35  (nach  Kayser,  Meusel,  Goedeke  u. 
dem  Cat.  genannten  Museums). 

SCHILDERUNGEN  und  Begebnisse  eines  Vielge- 
reisten, der  ausruht  (d.  i.  Ferd.  Joh.  Wit,  gen.  v. 
Dörring).  3 Thle.  2.  Aufl.  Leipzig  1836.  8°.  (2  Rthlr.)  (2  Mk. 
Wilh.  Scholz,  Brnschw.,  1900;  4 Mk.  Adolf  Weigel,  1906,  wo 
C.  Reventlow  als  Vf.  genannt  ist.) 

Zuerst  gedr.  ebd.  1833.  (4  Mk.  W.  H.  Kühl,  Berlin,  c.  1882.) 
— Anon.-Lex.  IV.  p.  35  (nach  Nowack,  Schles.  Schriftst.-Lex. 
Breslau  1836 — 43.  III,  160,  u.  Alberti). 

Betrifft  Copenhagen  u.  d.  Camarilla  d.  dänischen  Hofes. 
Viele  gröbliche  Scandalosa. 

SCHILDHEIM.  Eine  deutsche  Geschichte  (zahmer  Ro- 
man von  Christian  Jacob  Wagenseil,  geb.  zu  Kaufbeuren 
23.  Novbr.  1756,  f 1839).  2 Bde.  Mit  2 hübschen  Titel- 

vignetten von  Rosmaesler.  Gotha,  bei  Carl  Wilhelm  Et- 
tinger,  1779.  Kl.  80.  (6  Mk.,  Prgtbd.,  Baer  & Co.,  1894;) 


Hayn,  Blbl.  Germanor.  erot  VII 


11 


Schiller 


I 62 


„Die  Fortstzg.  u.  d.  Tit.  Geschichte  eines  Landgeistlichen 
od.  Schildheim  3ter  Th.  liegt  im  Mst.“  — Gradmann,  Joh. 
Jac.,  Das  gelehrte  Schwaben.  (Tüb.)  1802.  p.  719. 
SCHILLER.  — Anthologie  / auf  das  Jahr  / 1782.  // 
Vignette.  (Apollokopf,  gest.  von  V e r h e 1 s t.)  //  Gedruckt 
in  der  Buchdruckerei  / zu  Tobolsko.  (Stuttgart,  J.  B.  Metzler.) 
8°.  8 Bll.  u.  271  S.  (200  Mk.,  sehr  schönes  Expl.  in  altem 
Ppbd.,  Adolf  Weigel,  1907:  Auf  einer  Berliner  Auktion,  1907, 
für  Mk.  241 — verkauft;  140  Mk.,  Expl.  auf  besserem  Papier, 
Auct.  Deneke,  Frf.  a.  M.  1909,  no.  758.) 

Originalausgabe  mit  dem  ursprünglichen  Titelblatt,  und 
der  Dedikation,  auf  Bl.  2. : Meinem  Prinzipal  dem  Tod  zu- 
geeignet. — Bei  Trömel  No.  21  u.  Goedeke  V,  165,  28, 
genaue  Inhaltsangaben.  Goedeke  V,  165:  Sämtliche  Gedichte 
sind  mit  Chiffren  unterzeichnet;  die  Autorschaft  ist  nicht  immer 
festzustellen.  Weltrich  bezeichnet  7 Gedichte  als  zweifelhaft. 
24  als  nicht  von  Schiller  stammend. 

Goedeke^  V,  22:  „Und  von  dem  Schiller,  der  in  der  Anthologie 
vor  uns  auftritt,  wendet  man  gern  den  Blick.  Sie  ist 
schlimmer  als  die  Gedichte  der  lüsternen  Po- 
eten aus  Wielands  Schule,  als  der  entarteten 
Anakreontiker  in  Grecourts  Geschmack,  da 
diese  mit  der  Sittenlosigkeit  ein  ekelhaftes  Spiel  treiben,  wäh- 
rend die  Sittenlosigkeit  der  Anthologie  zur  wirklichen  Natur 
geworden  ist  und  kaum  eine  Ahnung  einer  reineren  Welt 
übrig  gelassen  hat.“ 

Die  von  Schiller  in  der  Anthologie  angebetete  „Laura“  ging 
aus  seinem  Verhältnis  zu  der  verwitweten  Hauptmann  Luise 
V i s c h e r hervor. 

Dasselbe.  Herausgegeben  von  Friedrich  Schiller. 

(Vign.)  Stuttgart,  bei  Johann  Benedikt  Metzler.  (Ostermesse 
1798.)  8°.  9 Bll.  u.  271  SS.  (35  Mk.,  Hfrzb.  d.  Zeit,  Auct. 
Deneke,  no.  759:) 

Titelauflage  der  ersten  Ausgabe;  nur  hat  der 
Verleger  ein  Vorwort  beigefügt,  das  beginnt:  „Schiller, 
dessen  Namen  der  Deutsche,  wie  die  Namen  Klopstock. 
Goethe  und  Wieland  mit  patriotischem  Stolz’  und  Ehr- 
erbietung ausspricht,  gründete  seinen  Ruhm  schnell  und  auf 
immer.  Nächstens  erhalten  wir  an  seinem  Wallenstein 
ein  neues  Meisterwerk  . . . .“  Die  Vorrede  schliesst  mit  dem 
Passus:  „V’orzüglich  sind  die  mit  M.  P.  Wd.  und  V be- 
zeichneten  Gedichte  von  Schiller.  Vielleicht  findet  der  Herr 
Verfasser  mehrere  derselben  der  Aufnahme  in  eine  künftige 
Sammlung  seiner  Werke  nicht  unwürdig.“  Trotzdem  hat  Schil- 
ler einige  von  diesen  Gedichten,  z.  B.  das  mit  Y Unter- 
zeichnete ,,Die  Journalisten  und  Minos“  in  die  1800 — 03  ver- 
anstaltete Ausgabe  seiner  Gedichte  nicht  mit  aufgenommen.  — 
Trömel  21. 

Kritische  Litteratur  verzeichnet  Goedeke  V,  165. 

Dasselbe.  Mit  einer  einleitenden  Abhandlung  über 

das  Dämonische  und  einem  Anhänge  neu  herausgegeben 
von  Eduard  Bülow.  Heidelberg  1850.  8°.  6 Bll.,  XLH, 


Schiller  163 

210  S.  u.  5 Bll.  Vaxianten.  (2  Mk.  Auct.  Blitz,  no.  942; 
3 Mk.  Bemh.  Liebisch,  Lpz.,  1908.) 

Sehr  gut  ausgestatteter  Neudruck  mit  facsim.  Titelbl.  der 
Orig.-Ausgabe. 

Dasselbe.  Hrsg,  und  mit  einem  Nachwort  versehen  von 

F.  V.  Zobeltitz.  Berlin  1905.  8°.  (Br.  Mk.  4 — , Orig.-Hlwd. 
5,50.)  (2  Mk.  50  Pfg.,  br.,  Bernh.  Liebisch,  1908;  3 Mk. 

75  Pfg.,  Origbd.,  Oskar  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1907.) 

271  S.  u.  27  S.  Nachwort.  — Neudrucke  literarhistor.  Selten- 
heiten Nr.  5. 

— — Die  Glocke.  (Parodien).  — Parodista,  Jocosus 
(ps.).  Drei  Parodien  auf  Schillers  Lied  von  der 
Glocke.  1865,  1880. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  413. 

Worscht,  Mansche.  Das  Lied  vum  Lock- 

schen.  Parodie  uf  Schiller  sein  Lied  vun  de  Glock. 
In  jiddisch-deitschem  Dialekt  un  mit  Erklärungen  für  Nicht- 
jidden.  Hamburg  1853.  8°.  15  S. 

Max  Perl’s  Berliner  Oct.-Auct.  1911. 

Parodien,  Neue  (sotadische),  auf  Vier 

Schiller’sche  Gedichte:  Die  Glocke,  das  Mäd- 
chen aus  der  Fremde,  der  Taucher,  der  Gang 
nach  dem  Eisenhammer.  Budapest,  Gebr.  Rosenstein. 
1892.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  eine  böhm.  Firma,  1901.) 

30  S.  u.  1 weisses  Bl.  — Lat.  Lett. 

Travestien  (Sotadische)  Schiller' sch&r  Verse 

auf  I Bl.  Mspt.  Schmal-gr.-40.  (In  Wien,  Stadtbibi.:  Secr.  J.  530.) 
[i.]  „O  daß  sie  ewig  grünen  bliebe  — die  schöne  Zeit 
der  jungen  Liebe.“ 

[2.]  „Drum  prüfe  wer  sich  ewig  bindet,  — Ob  sich  das 
Herz  zum  Herzen  findet.“ 

[3.]  „Der  Wahn  ist  kurz  — die  Reue  ist  lang.“ 

Über  jeder  der  3 Versgruppen  eine  Szene  aus  dem  Sexual- 
leben zweier  Hunde,  in  Bleistiftzeichnungen.  Die 
Verse  mit  Tinte  geschrieben. 

—  Parodien,  Sotadische,  Schillers  eher 

Gedichte  in:  Stern  II,  S.  202 — 244. 

Ritter  Toggenburg;  Hectors  Abschied;  Lied  an  die  Freude; 
die  Bürgschaft;  der  Handschuh;  Fridolin;  das  Mädchen  aus 
der  Fremde;  die  Glocke;  ferner  letzte  Scene  aus  „Kabale 
u.  Liebe  (S.  253 — 258). 

— — Eine  andre  Parodie  der  „Glocke“,  überschrie- 

ben „Die  Schäferstunde“  (Stern  II,  S.  244 — 248;  sehr 
üppig). 

—  — S.  auch  Sauglocke. 

Die  Börsenglocke.  Frei  nach  Schiller  von 

Julius  (ps.).  Berlin  1872.  Kl.  8°. 

Martin  Breslauer’s  Berliner  Octob.-Auct.  1910,  no.  2478. 
Beibd.  2. 


11* 


164 


Schiller 


Mohr,  Louis,  Schillers  Lied  von  der 

Glocke.  Eine  bibliographische  Studie.  Straßburg  1877.  8°. 
VII,  33  S. 

Vgl.  Herrigs  Archiv  78,  336;  Petzholdts  Neuer  Anzeiger  f. 
Bibliographie  1877,  S.  257;  Goedeke  V,  208. 

Jungfrau  von  Orleans,  Die  (Parodien).  — (Voss, 

Julius  V.)  Die  travestirte  Jungfrau  von  Orleans, 
Posse  in  zwei  Akten  mit  Prolog  und  Epilog.  Mit  Titelkpfr. 
Berlin,  bei  Joh.  Wilh.  Schmidt,  1803.  8^.  (In  Darmstadt: 

E 5818.)  (4  Mk.  50  Pfg.  Scheible  1886.) 

(2),  XXVIII,  (4),  108  S.  — 2.  Aufl.  ibid.  eod.  a.  8^’.  (2  Mk. 
50  Pfg.  J.  Taussig,  c.  1902;  jetzt  theurer!) 

Auf  eingeklebtem  Zettel  des  vorgelegenen  Expls.  fand  sich 
folgendes  Urtheil:  „Ein  elendes  Produkt  ohne  Witz,  voll  Platt- 
heiten etc.  Das  Kupfer,  auf  welchem  Johanna  schwan- 
ger dargestellt  wird,  ist  des  Stückes  werth.“ 

Dasselbe.  (Neudruck.)  80  S.  8<’. 

Mit  Abkürzungen.  — S.  Bibliothek  des  Frohsinns 
oder  10000  Anekdoten,  Witze  u.  Wortspiele,  Travestieen  u. 
Parodieen,  Epigramme,  Räthsel,  humorist.  Aufsätze  u.  Curiosa 
aller  Art,  in  Prosa  und  Versen,  redig.  von  Prof.  Dr.  J.  M. 
Braun.  X.  Section.  Bdchn.  2.  Stuttgart,  Köhler,  1840. 
8^.  — Hat  auch  d.  Tit. : Dramatisches  Potpourri. 
Auswahl  komischer  Scenen  und  Gesänge  aus  den  beliebtesten 
Lustspielen,  Possen,  Vaudeville’s,  Travestieen  u.  s.  w.  Bdchn.  2. 

Andre  Travestie  der  „Jungfrau  von  Orleans“  in: 

Saphir,  M.  S.,  Der  eiserne  Abschiedsbrief  oder 
Abdications-Acte  eines  gepeinigten  u.  gequäl- 
ten Rezensenten  u.  Märtyrers  der  Wahrheit, 
nebst  einem  Generalpardon  an  alle  Schauspieler  u.  Künstler, 
an  Hunde  u.  Affen  etc.  Hamburg  1828.  12“.  45  S.  Selten! 
(6  Mk.  F.  Waldau,  1908.) 

Travestie  des  Monologs  der  Jungfrau 

von  Orleans:  „Lebt  wohl  ihr  Berge“  etc.  (In:  Schröder, 
F.  W.,  Ostfriesische  Miscellen.  Bd.  i (einz.).  Mit  4 Kpfrn. 
Leer,  in  Ostfriesland,  auf  Kosten  des  Verfassers.  1826.  S*’. 

S.  213— 214.) 

Handschuh,  Der.  (Parodien.)  — Die  Brat- 
wurst. Parodie  der  Ballade : „der  Handschuh,  von 
F.  V.  Schiller".  (Ebd.,  S.  261 — 264.) 

Das  Schnupftuch.  (Parodie  des  vorigen.) 

Wien,  o.  J.  (c.  1837).  8°.  (2  BCr.  A.  H.  Huber,  Salzburg, 
c.  1908.) 

-Bürgschaft,  Die  (Parodie.)  — Der  Schuster 

und  sein  Hausherr.  Parodie  der  Ballade : ,,D  i e Bürg- 
schaft, von  Friedrich  v.  Schiller".  (Vf.  Hans  Bartl.)  Wien 
1835.  8°.  (2  Kr.  der  Vorige,  c.  1908.) 


Schiller 


ill 

Kabale  u.  Liebe.  (Bearbeitungen  u.  Parodien.)  — 

Kabale  und  Liebe.  Ein  Roman.  Frankfurt  a.  M.  1790. 
Selten  I Hat  nur  den  Titel  von  Schiller.  — Goedeke  V, 
174,  f,  wo  auch  die  folgenden  Schriften. 

Ferdinand  und  Louise  oder  Liebe,  Be- 
trug und  Mord.  Eine  nach  dem  Schillerschen  Trauer- 
spiel Kabale  und  Liebe  treu  dargestellte,  sehr  rührende  Ge- 
schichte. Mit  8 illuminirten  Bildern.  Berlin.  Druck  und  Ver- 
lag von  Trowitzsch  und  Sohn.  O.  J.  (c.  180*).  8°.  55  S. 

(12  Mk.  Auction  Deneke,  no.  767.) 

Bei  Goedeke  V.  174]  ist  eine  andere  Ausgabe  von 
63  S.  citirt. 

Kabale  und  Liebe,  Parodie  und  Zauberspiel 

in  zwei  Aufzügen  von  Ad.  Bäuerle,  Musik  von  Jos.  Drechs- 
ler. Wien  1827. 

Koppelche  und  Liebetche.  Schauspiel  in 

5 Acten.  Nooch  Schillersche  sein  Kabale  und  Liebe  verar- 
beitet von  Mansche  Warst.  Hamburg  1854.  8°.  32  S. 

Goedeke  unrichtig  „Libetsche“,  „Mansche“;  Weller. 
Lex.  Ps.  p.  616. 

Braut  von  Messina.  — Beatei,  die  Braut  von 

Messina.  Historisch-romantischer  Trauersalat 
in  2 Aufzügen  von  Dreien.  Hoyerswerda.  8°. 

Taucher.  — Das  Abentheuer  im  Zögerl- 

k e 1 1 e r,  oder  die  Kraft  des  heurigen  Weines.  Pa- 
rodie der  Romanze:  Der  Taucher  v.  Schiller.  Wien  1836.  8°. 
(2  Mk.  Alois  Hilmar  Huber,  Salzburg,  ca.  1905.) 

Parodien,  Plattdeutsche.  Hrsg,  von  J.  E.  Bran- 
denburg. Erstes  (einz.  ?)  Heft.  Berlin,  1827.  Bei  C.  H. 
Nortmann.  (Dorotheenstrasse  No.  12.)  8°.  31  S. 

Darin  je  eine  auf  den  „G  ang  nach  dem  Eisenham- 
mer“ und  den  „Ritter  Toggenburg“. 

Jos.  Beer  & Co.,  Frkfrt./M.  Novbr.-Auct.  1912,  no.  1090, 
Beibd. 

Studentenliebe  und  Corporalskabale. 

München  1855. 

S.  auch  V enuswagen.  Der. 

* SCHILLER,  J.  Chr.  S.,  Ursachen  des  zweideutigen 
und  lauen  Zustandes  der  Sittlichkeit.  Merseburg 
1829.  8°. 

SCHILLER,  Karl  Aug.,  Gallerie  interessanter  Per- 
sonen, oder  Schilderung  des  Lebens  u.  Charakters,  der 
Thaten  u.  Schicksale  berühmter  u.  berüchtigter  Menschen  der 
ältern  u.  neuern  Zeit.  Hrsg.  v.  — . 2 Bde.  Mit  2 Titelkpfrn. 
3.  verb.  u.  verm.  Aufl.  Wien,  Ant.  Doll,  1799.  8°. 

Vorher:  Berlin  u.  Wien  (Wien,  Doll)  1798.  — Neue 
Aufl.  1804.  (Weller,  fing.  Dr.) 


Schilling 


1 66 


Inh.  I:  1.  Joseph  II.  2.  Gustav  III.  3.  Katharina  II. 
4.  B o n a p a r t e.  5.  Reubell.  6.  Camot.  7.  Lafayette.  8. 
Dumouriez.  9.  Pitt.  10.  Kaunitz,  ii.  Herzberg.  12.  P o t e m - 
k i n.  13.  London.  14.  M i r a b e a u.  15.  Robespierre.  16. 
Danton.  17.  Marat.  18.  Eulog.  Schneider.  19.  Franklin.  20. 
Cook.  21.  Mohamed.  22.  Cromwell.  23.  Johanne  d’Arc.  24. 
Ulrich  V.  Hutten.  25.  Petrarca. 

II:  I.  Maria  Theresia.  2.  Friedrich  II.  3.  Stanis- 
laus August.  4.  Prinz  Eugen.  5.  Prinz  v.  Coburg.  6.  Wurmser 
(General).  7.  Suworow  (sol).  8.  Pichegru.  9.  Custine.  10.  Moreau. 
ri.  Hoche.  12.  Charette.  13.  Barras.  14.  Merlin  v.  Douai. 
15.  Sieyes.  16.  Voltaire.  17.  Necker.  18.  Fox.  19.  Tho- 
mas Paine.  20.  Bahrdt.  21.  Ninon  de  l’Enclos.  22. 
Shakespeare.  23.  Columbus.  24.  Thomas  Münzer.  25.  Tököly. 

SCHILLING,  Gottfr.  (d.  i.  Chrn.  Friedr.  Gottlob  Kühne, 
1768 — 1813),  Felixens  Abentheuer  und  Liebschaf- 
ten, eine  Robinsonade  von  — . (Nebentitel:  Die  Irr- 
gänge des  Lebens  von  Gottf.  Schilling.)  2 Bde.  Gera 
und  Leipzig  1802.  bey  Carl  Gottlob  Haller  und  Sohn.  8°. 
(Besitzt  Prof.  Dr.  Ullrich.) 

Goedeke  2 V.  § 279,  18,  12. 

SCHILLING,  Gust.  (1766 — 1839),  Sämmt  liehe  (zum  Theil 
freie)  Schriften.  Rechtmässige  Ausgabe  letzter  Hand. 
80  Thle.  in  40  Bdn.  Dresden  und  Leipzig,  in  der  Arnoldischen 
Buchhandlung.  1828 — 39.  16°.  (40  Mk.  Heinr.  Hugendubel, 

München,  ca.  1908.;  18  Mk.,  80  Thle.  in  25  Bdn.,  4 Bde. 
abweichend,  Jos.  Jolowicz,  Posen,  1910;  16  Mk.,  nur  50  Thle. 
in  54  Bdchn.,  ebd.  i8io(!) — 36,  Max  Harrwitz,  Berlin,  1891.) 
(Bd.  I — 50,  1828 — 36,  in  Berlin,  Magistratsbibi.) 

Vgl.  üb.  diesen  fruchtbaren  Schriftsteller  Goedeke's  Grund- 
riss, V,  p.  483 : ,,ln  der  Wahl  der  Stoffe  flach,  alltäglich, 
in  der  Erfindung  nicht  ohne  Talent,  in  der  Darstellung  leb- 
haft, mitunter  launig,  mehr  doch  spaßhaft,  im  Stil  leichthin, 
genau  mit  den  Schwächen  und  Armseligkeiten  der  IMenschen 
bekannt,  nur  ohne  jede  Ahnung  einer  höheren  künstlerischen 
oder  sittlichen  Anforderung.“  — Die  Ausgabe  enthält  196 
Erzählungen,  Romane  u.  Possen.  — Sch.  hat  auch  das  sotad. 
Opus  „Denkwürdigkeiten  des  Herrn  von  H.“  verfasst. 

Hier  nur  einige  seiner  renommirtesten  älteren  Romane  (die 
neueren  meist  zahm). 

Guido  von  Sohnsdom.  4 Thle.  Freyberg  1791 

—96.  80. 

Dasselbe.  Dritte  Auflage.  Ebd.  1802.  80. 

Julius.  Seitenstück  zu  Guido  von  Sohnsdom.  Von  dem- 
selben Verfasser.  2 Thle.  Ebd.,  o.  J.  8°. 

— — Cyanen.  Vom  Vf.  des  Guido  von  Sohnsdom.  2 Bde. 
Mit  Titelkpf.  Freyberg  1796.  8°. 

Ziemlich  üppig.  — Rar! 

Röschens  Geheimnisse.  Vom  Vf.  des  Guido  v'on 


Schilling  167 

Sohnsdom.  („Allen  Röschen  und  Rosen  zur  Beherzigung  ge- 
widmet“.) 2 Thle.  Pirna  (1798 — 99).  8°. 

. — — Dasselbe.  2 Thle.  Mit  i TKpf.  u.  2 TVign.  Berlin 
1801.  8°.  (3  Mk.  Bernh.  Stern,  Wien,  1901.) 

Dasselbe.  3.  Aufl.  Dresden  1815.  8°.  (3  Mk.  50  Pfg. 

L.  Rosenthal,  1910.) 

Clärchens  Geständnisse.  Seitenstück  zu  Rö.s- 

chens  Geheimnisse.  Von  demselben  Verfasser.  3 Thle.  Frey- 
berg 1799.  8°. 

— — Dasselbe.  Mit  i Kpfr.  u.  3 Titelvign.  Berlin  1801.  8°. 
(2  Mk.  40  Pfg.  Taussig,  1904.) 

Die  schöne  Sibylle.  Vom  Vf.  des  Guido  von 

Sohnsdom.  2 Thle.  Pirna  1799.  80. 

Dasselbe  (Nachdruck).  2 Thle.  Mit  Titelkpfrn.  (Portr. 

der  Heldin  u.  ihres  Liebhabers.).  Hohenzollern  (Wien)  1800.  8°. 
164  u.  172  S. 

Max  Perl’s  Berliner  Febr.-Auct.  1907,  no.  931. 

Das  Weib  wie  es  ist.  Dresden  1800.  8°. 

Dasselbe.  Dritte  Aufl.  Ebd.  1810.  8^.  (2  Mk.  50  Pfg. 

L.  Rosenthal,  1910.) 

Dasselbe.  Dresden  u.  Leipzig,  Arnold,  1828.  Kl.  80. 

t6o  S. 

Julchens  Schwachheiten.  Seitenstück  zu  Rös- 
chens Geheimnissen.  Mit  Titelkpf.  Leipzig,  Joachim,  1801. 
80.  (i  Mk.  50  Pfg.  Taussig,  1904.) 

Der  Beichtvater.  Vom  Verfasser  des  Weibes  wie 

es  ist  2 Thle.  Pirna,  Arnold,  1803.  8°.  (i  Mk.  80  Pfg., 
geles.  Expl.  ohne  Kpfr.,  Taussig,  1904.) 

— — Dasselbe.  Ebd.  1808.  8°. 

Der  Mädchenhüter.  Dresden  1 808.  8®. 

— — Dasselbe.  2 Thle.  Wien  1816.  8°. 

Dasselbe.  Ebd.  1823.  80. 

— — Der  Mann  wie  er  ist.  Dresden  1808.  8®. 

— — Dasselbe.  Dritte  Auflage.  Ebd.  1819.  8°. 

Die  Brautschau.  2 Thle.  Dresden  1809.  8®. 

Der  Liebesdienst:  Komischer  Roman.  4 Thle. 

Dresden  1810.  80. 

— — Laura  im  Bade.  2 Thle.  Dresden  1815.  8®. 

Dasselbe.  Ebd.  1828.  Kl.  8®.  190  S. 

SCHILLINGS,  Albert,  Die  Frauen,  liebenswürdig 
wie  sie  waren,  liebenswürdig  wie  sie  sind  und 
liebenswürdig,  wie  sie  seyn  werden,  oder : Aus- 
gleichung des  Schicksals  der  Vortheile  und 
Nachtheile  zwischen  den  beiden  Hälften  der 
menschlichen  Gattung;  geschrieben  für  den  Kreis  ge- 


i68 


Schimmelhaber — Schinderhannes 


bildeten  Frauen  und  Männer.  Köln  1824.  bei  L.  Chr.  W. 
Schmidt.  8°.  48  S.  Zahm,  (i  Mk.  80  Pfg.,  unbeschn.  Expl. 
im  Orig.-Umschl.,  Fr.  Klüber,  1905.) 

SCHIMMELHUBER,  Laura  (ps.),  Jungferntrost.  Hiero- 
glyphisch-typischer  Stoßseufzer  über  das  fff  gröbere  Ge- 
schlecht. Ergrübelt  von  — . Mit  TVign.  u.  väelen  kleinen  Holz- 
schn.  (im  Texte)  in  Rothdruck.  O.  O.  u.  J.  (1883.)  8°. 

16  S.,  auf  der  letzten  blattgr.  Holzschnitt.  Titel  in  Roth- 
u.  Schwarzdruck.  Die  Jahrzahl  nennt  Weller’s  Lex.  Ps.  p.  505. 
SCHIMPF  und  Ernst,  Der  Ergötzende,  bestehend  in 
kurtzen  doch  annehmlichen  Historien,  Erzehlungen,  klugen 
Reden,  scharfsinnigen  Sprüchen  u.  merkwürdigen  Lehren,  nebst 
einem  Anhang  etlicher  Leber-  u.  Rätzel-Reimen.  Mit 
Kupfertitel.  O.  O.  Im  Jahr  1696.  Kl.  8°.  (8  Mk.  Rudolf  Haupt, 
Halle  a.  S.,  c.  1905.) 

War  auch  in  Haydinger’s  Bibi. 

S.  auch  Pauli,  Johannes. 

* SCHIMPF  und  Ernst,  Politischer,  In  unterschied- 
lichen Discursen,  schönen  Anmerckungen,  lieblichen  Historien 
und  untadelichen  Schertzreden  bestehend  ....  anjetzo  zum 
andern  mal  . . . . vermehrt  Mit  einem  Anhang  bey  dem 
Ersten  Theil  Lustiger  Grabschrifften.  2 Thle.  Freu- 
denstadt (Nürnb.,  Joh.  Kramer),  Anno  M.DC.LXVHH.  (1669.) 
(Nebst  Kupfertitel.)  Kl.  8^.  (15  Mk.  L.  Rosenthal,  1906.) 

I:  187  SS.  incl.  7 SS.  Vorst.  Die  Grabschriften  (darunter 
pikante  von  Hoffmannswaldau  u.  A.)  füllen  die  SS. 
119 — 187.  — II:  177  SS.  incl.  9 SS.  Vorst.  — Th.  i zuerst  gedr. 
Freudenstadt  (Nürnb.).  1668.  Kl.  8°.  187  S.  (ln  München: 

L.  eleg.  m.  714  bd.) 

SCHIMPF  und  Ernst,  Welscher.  O.  O.  1556.  4°.  Rariss. 

„V  erschieden  von  Pauli.“  (Citat  Jul.  Krone’s) 
SCHIMPF-  und  Glimpf-Reden.  Zusammengeschrieben 
1651 — 52.  (Neudruck,  hrsg.  von  Jacob  B ächtold.)  Zü- 
rich 1890.  80.  14  S.  (10  Mk.,  Jos.  Baer  & Co.,  1911.) 

Seltener  Privatdruckl 

SCHIMPFWÖRTERBUCH,  Deutsches,  oder  die  Schimpf- 
wörter der  Deutschen.  Zum  allgemeinen  Nutzen  ge- 
sammelt und  alphabetisch  geordnet,  nebst  einer  Vor- vor,  Vor- 
und  Nachrede,  von  Mir.  Selbst.  Arnstadt  1839.  160.  (i  Mk. 
L.  Rosenthal,  1886.) 

P.  E.  Richter,  Bibi,  geogr.  Germaniae.  Lpz.  1896.  S.  454. 
SCHINDERHANNES  (Räuber- Anführer,  hiess  eigentl.  Joh.  Bück- 
ler,  in  s.  24.  Lebensjahre  d.  21.  Novbr.  1803  mit  19  Mit- 
schuldigen guillotinirt).  — Schinderhannes,  Bückler 
genannt,  der  berühmte  Räuberhauptmann.  Ein 
wahrhaftes  Gegenstück  zum  Rinaldo  Rinaldini  (von  Theod. 
Ferd.  Kajet.  Arnold).  2 Thle.  Erfurt,  Hennings,  1802.  8°. 


Schindler — Schink  169 


(21/3  Rthlr.)  (15  Mk.  Adolf  Weigel,  1907;  10  Mk.  50  Pfg. 
Edm.  Meyer,  Berlin,  1908.) 

Sehr  anstössiger  Roman.  Saubere  Exemplare  fast  unauf- 
findbar. 

Uber  diesen  gefährl.  Verbrecher  s.  Deutsche  Justiz-  und 
Polizey-Fama.  Hrsg.  v.  Dr.  Th.  K.  Hartleben.  Bd.  2.  Salz- 
burg etc.  1802.  4*'.  Nr.  109,  S.  263 — 68;  ferner  Avd-Lalle- 
mant  I.  p.  100,  104,  247.  — Fehlt  bei  Wagner. 

Jean  Bükler,  sa  femme  Julie  Blaesius  et 

son  enfant  Frangois  Guillaume.  Portraits.  Halb- 
figur auf  I Kupferstich,  gest.  v.  Ernst.  Gleichzeitiger,  kurz 
vor  der  Hinrichtung  des  bekannten  Räubers  im  Gefängniss 
gezeichnetes  Flugblatt  mit  kurzer  französ.  Beschreibung.  1803. 
13:11  cm.  Sehr  selten  I (9  Mk.  Ernst  Carlebach,  Heidel- 
berg, 1898.) 

Joh.  Bückler  (Schinderhannes),  Anführer  einer 

Räuberbande  in  der  rhein.  Pfalz,  guillotinirt  1803.  Portrait. 
Ganze  Figur.  L.  R.  sc.  4°.  Selten  I (6  Mk.  Jacques  Rosenthal, 
thal,  München,  c.  1903.) 

— - — Dragot,  B.,  Schinderhannes  im  Gefängniße, 
im  Verhör  u.  vor  seinem  Vater.  Mit  Portrait  seiner 
Maitresse.  Mainz,  o.  J.  (c.  1820?).  8^. 

R.  Levi,  Stuttg.,  Cat.  iio.  (1898.)  no.  1329,  Beibd.  2. 
SCHINDLER,  Carl  (Vf.  des  „finstern  Mannes“),  Die  ein- 
samen Gräber  gemordeter  Tugenden.  Mit  Titel- 
kpf.  Leipzig,  v.  Kleefeld,  1801.  8®.  (i  Rthlr.)  312  S.  Sehr 
selten! 

Goedeke  VII,  62,  4.  — Tiefergreifender,  stellenw.  etwas  freier 
Roman. 

SCHINDLER,  Willy,  Das  erotische  Element  in  Lite- 
ratur und  Kunst.  Ein  Beitrag  zur  Erotologie.  (Publication 
der  „Vereinigung  deutscher  u.  Oesterreich.  Bibliophilen“.)  Ber- 
lin 1907.  80.  132  S.  (Mk.  2 — .) 

Ein  sehr  instruktives  Werkchen,  das  namentlich  über  die 
in  den  letzten  Jahren  in  deutscher  Sprache  ersch. 
Privatdrucke  erotischen  Charakters  orientirt. 

SCHINK,  Joh.  Friedr.  (1755 — 1835),  Ausstellungen.  Mit 
gestoch.  Titel  u.  Vignette  von  M a 1 v i e u x.  Wien,  bei 
Stahel  1788.  80.  (H/g  Rthlr.)  9 Bll.,  383  S.  (In  Berlin:  Magi- 
stratsbibi.) (10  Mk.  50  Pfg.,  etwas  stockfl.,  sonst  schönes,  ganz 
unbeschn.  Expl.  auf  starkem  Pap.,  Max  Perl’s  Berliner  Octob.- 
Auct.  1907,  no.  819.) 

Inh. : Gedichte.  — Erziehungsszenen  nicht,  wie  sie  seyn  sollen, 
sondern  wie  sie  leider  1 sind.  — Magische  Abentheuer  des 
Herrn  Aloysius  von  Schwindel  und  seiner  Familie.  Bruch- 
stücke aus  einem  grösseren  Roman.  — Das  Todesgastmahl. 
Trauerspiel.  Szenen  des  ersten  Akts.  — Kritische  Briefe  (dar- 


Schink 


170 


unter  Dreizehnter — Siebzehnter  Brief ; Ueber  Goethe’s 
Iphigenie  in  Tauris). 

Romantische  Darstellungen.  Altenburg,  Ver- 
lag von  Christian  Hahn.  1822.  — A.  E.:  Altenburg,  gedr. 
in  der  Hofbuchdruckerei.  8°.  (i  Rthlr.)  (7  Mk.  50  Pfg.  Max 
Jaeckel,  Potsdam,  1908.) 

Tit.,  3 Bll.  poet.  Widm.  („An  Ihro  Durchlaucht  die  Frau 
Herzogin  Johanna  A c z e r e n z a - P i g n a t e 1 1 i“,  dat.  Lö- 
bichau im  Trauermonde  1821),  i Bl.  Inh.,  345  S.  — 
I.  Der  gefährliche  Bund.  2.  Schuld  und  Reue.  3.  Dichter- 
und Liebeszauber.  4.  Gefahren  der  Schwärmerei.  (Forts,  des 
vorigen.)  5.  Der  Fürstenpflegling. 

— — Dichter  -Manuscripte.  Herausgegeben  von 
Schink.  Erste  (einz.)  Sammlung.  Wien,  1781  bey  Rud. 
Gräffern.  8^.  (1/2  Rthlr.) 

Magaz.  d.  Buch-  u.  Kunst-Handels.  Jahrg.  1781.  Lpz.  gr. 
S*-'.  S.  356.  — Sehr  selten! 

* — — Eigenkraft  oder  der  Schwärmer  für  Wahr- 
heit und  Recht.  Feenmärchen.  Razeburg  1 797.  auf 
Kosten  des  Verfassers.  8°.  (2/3  Rthlr.)  XXH — 215  S.  (In  Ber- 
lin: Yw  4621.)  (9  Mk.,  schönes  unbeschn.  Expl.  auf  starkem 
Pap.,  Max  Perl’s  Oct.-Auct.  1907,  no.  820;  18  Mk.  Emil  Hirsch, 
München,  1907.) 

Poet.  Widmung  an  fünf  junge  adel.  Damen,  dat.  1797.  Vorr. 
dat.  Razeburg  im  März  1798  (sol).  Mit  vielen  eingestreuten 
Gedichten.  S.  176 — 190:  Bitt'  und  Warnung  an  Frau  Gertrude 
Klatsche.  (Launiges  satyrisches  Gedicht.)  — S.  195 — -215;  An- 
hang. Ergiessungen  der  Phantasie  und  des  Herzens  zu  Raze- 
burg. (Gedichte.) 

— — Erzählungen,  Romantische.  Mit  i Kpfr.  Ham- 
burg 1804.  8°.  (1V2  Rthlr.) 

Citirt  Engelmann. 

Gallerie  von  teutschen  Schauspielern  und 

Schauspielerinnen  älterer  und  neuerer  Zeit. 
Wien  1783.  80. 

Bibi.  Tieck.  no.  1243.  — Als  Verfasser  wird  auch  Vulpius 
genannt. 

Zusätze  und  Berichtigungen  zu  der 

Gallerie  der  teutschen  Schauspieler  und  Schau- 
spielerinnen. Von  Schink.  (Vignette.)  Wien,  verlegt  in 
der  Sonnleithnerischen  Buchhandlung.  1783.  XIV,  135U.  3S.  S®. 

Goedeke  IV,  350,  18,  14. 

Litterarische  Fragmente.  2 Bde.  (ä  3 Stücke.) 

Mit  2 Kpfrn.  u.  2 Titelvignetten.  Graz,  mit  v.  Widmans- 
stättenschen  Schriften  1784 — 85.  8®.  Selten!  (5  Mk.  Carl  Uebelen. 
München,  1892;  jetzt  theurer!) 

Darin  u.  a. : Die  schöne  Wittwe  von  Ephesus,  nach  dem 
Petron;  über  Friedei ’s  Briefe  aus  Wien;  Gedichte  und 
Fabeln;  Dramaturgisches,  Kunstnachrichten  etc.;  Abderitisches 


Schink 


171 


Theater  (2  Artikel);  Jenny  Lille.  E.  Geschichte  aus  den  Zeiten 
Jakob  II.,  Königs  v.  England  (a.  d.  Franzos.);  Gedichte  v. 
D eurer  u.  Andern:  Urtheil  e.  Schottländers  über  den  Ka- 
rakter  des  Hamlet  etc. 

Kinder  der  Phantasie.  Drei  Erzählungen.  Mit 

I Kpfr.  Altona,  Hammerich,  1805.  8°.  (i°/g  Rthlr.) 

Citirt  Engelmann. 

Kolibri,  Der,  eine  der  Unterhaltung  ge- 
widmete Quartalsschrift  von  Karl  Müchler  u.  Joh. 
Frdr.  Schink.  2 Stücke.  Berlin,  Rücker,  1817.  8°.  (2  Rthlr.) 
Ersch.  IV.  2.  1837.  Sp.  65  no.  428.  — Sehr  rarl 

Laune,  Spott  u.  Ernst.  Eine  Wochenschrift  von 

Schinck  (sic!).  4 Bde.  Hamburg  1793.  80.  (2V2  Rthl.) 

Citirt  Prof.  Dr.  Karl  Jacoby  in:  Die  ersten  moralischen 
Wochenschriften  Hamburgs  ....  Ebd.  1888.  Gr.  4O.  S.  48, 
unter  Nr.  98  des  Verz.  der  (99)  in  Hamb,  im  XVIII.  Jhdt.  ersch. 
Wochenschriften.  — Engelmann  hat  ,, Altona,  Hammerich“. 

*  Launen,  Phantasieen  und  Schilderungen 

aus  dem  Tagebuche  eines  reisenden  Englän- 
ders. Mit  I hübschen  Titelkpfr.  von  Nauwerck.  Arn- 
stadt u.  Rudolstadt  bei  Langbein  u.  Klüger  1801.  8°.  323, 

VI  S.  u.  2 Bl.  (3/^  Rthl.)  (In  Berlin;  Yw  4636.)  (9  Mk., 
schönes  Expl.  auf  starkem  Pap.,  Max  Perl’s  Oct.-Auct.  1907.) 
Zahm. 

Auch  u.  d.  Tit. : „Kleine  Streifereien  in  der  Li- 
teraturderAusländerfürDamenbibliotheke  n“. 
2 Bdchn. 

Marionettentheater,  sowie  Momus  u.  sein 

Guckkasten  s.  im  Hauptalphabet. 

Oldar  und  Kätchen.  (In:  Romanzen  der  Deut- 
schen. Zwote  Abthlg.  Leipzig,  Hertel,  1778.  8®.  Nr.  17.) 

*  Empfindsame  Reisen  durch  Italien,  die 

Schweiz  u.  Frankreich.  Ein  Nachtrag  zu  den 
Yorikschen.  Aus  u.  nach  dem  Englischen.  Mit  Titel- 
vign.  (W.  Arndt  sc.,  D.  Chodowiecki  del.).  Hamburg, 
1794.  bei  Benj.  Gottlieb  Hoffmann.  Kl.  8°.  2 Bll.,  VHI — 272  S., 
I Bl.  Druckf.  (In  Berlin:  Yw  4616;  auch  in  Hamburg,  Stadt- 
bibi.) (2  Mk.  Brockhaus,  1890;  10  Mk.,  Prachtexpl.,  Oskar 
Rauthe,  Berlin,  1909.)  Zahm. 

Satans  Bastard  eine  Reihe  von  dramat- 
ischen Scenen  aus  der  Zeitgeschichte  1812  bis 
1814.  Berlin,  bei  August  Rücker,  1816.  8°.  (H/»  Rthl.)  X, 
I Bl.  Jnh.  u.  308  S.  (In  Berlin,  Magistratsbibi.)  (i  fl.  20  xr., 
Gilhofer  & Ranschburg,  c.  1883;  jetzt  höher!) 

Satyre  auf  Napoleon. 

Die  schöne  Schwärmerin.  Mit  Titelkpfr.  Rudol- 


172 


Schirlitz — Schirmer 


Stadt  1800.  8°.  (3/4  Rthl.)  (4  Mk.  50  Pfg.  A.  Buchholz,  Mün- 
chen, 1908;  8 Mk.  F.  Waldau,  Fürstenwalde,  1909.) 

Dramatische  und  andere  Skizzen,  nebst 

Briefen  über  das  Theaterwesen  in  Wien.  Wien, 
Hörling,  1783.  80.  (1/4  Rthl.)  Rar! 

Spiegelbilder  aus  dem  Leben  in  Erzählun- 
gen. Berlin,  1820.  In  der  Schlesingerschen  Buchhandlung. 
8«.  (2  Rthl.)  2 Bll.,  368  S.  u.  I Bl. 

Inh.;  Philosophenschau.  Frauenedelmuth.  Der  ruchlose  Eid. 
Situationen  aus  dem  Leben  des  Freiherrn  von  Börsen.  Genie- 
streiche. 

Spiele  der  Laune,  des  Witzes  und  der  Sa- 
tyr e.  (Versifizirte  Schnurren:  Weiberrache.  Frau  Gertrude 
Klatsche.  LFnverhoft  kömmt  oft.  Scherz  u.  Laune.  Hexen- 
abentheuer.) Arnstadt  1801.  8^.  (11/3  Rthl.)  (6  Mk.  Ernst 

Carlebach,  Heidelberg,  1898.)  Selten! 

Spott-  u.  Jubelalmanach  für  Deutsche.  Mit 

TKpf.  (von  Rosmäsler  jun.).  Hamburg  1815,  in  der  Bohn- 
schen  Buchhdlg.  8°.  (i  Rthl.)  (In  Berlin,  Magistratsbibi.) 

Tit.,  I Bl.  Widm.  („dem  edlen  H a n f f t“  in  Hamburg). 
21  Bll.  histor.  Kalender  (gute  Uebersicht),  XXVIII — 192  S., 
I Bl.  Err. 

Den  Spott-  u.  Jubelliedern  Schink’s  aus  d.  Jahren 
1812 — 14  (Einiges  in  poet.  Prosa)  geht  voraus:  Kalender 
wichtiger  Welt-  u.  Zeitereignisse  in  den  letzten  (!)  Jahrzehenden, 
von  des  C o r s e n erstem  Emporkommen  an  bis  zu  seinem 
Sturze.  — Starke  Ausfälle  auf  N a p o 1 e o n. 

Strohkopf,  Peter,  s.  im  Hauptalphabet. 

Das  Theater  zu  Abdera.  Bd.  i — 2.  (Mehr  nicht 

erschienen.)  Berlin  u.  Liebau,  bey  Lagarde  u.  Friedrich.  1787. 
8°.  (2V6  Rthl.)  Sehr  selten!  (8  Mk.  Carl  Uebelen,  München, 
1892;  60  Mk.  [!]  Oskar  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908.)  Sehr 
selten ! 

Derb-satyr.  Theater-Roman,  stellenweise  frei. 

I (Buch  I — 2) : Titel  mit  Vignette  (auch  Drucke  ohne 
diese  giebt  es),  VIII  S.  Vorr.  (dat.  Wien,  im  Jan.  1787I 
u.  372  S. 

II  (Buch  3 — 4):  VIII  S.  (incl.  Tit.)  u.  446  S.  (Vorr.  dat. 
Wien  im  Jan.  1789.) 

Zu  diesem  gesuchten  Werke  erschien  auch  eine  Serie 
von  13  z.  Th.  erotischen  Kpfrn,  die  sich  auch  in 
andern  Büchern  finden,  z.  B.  in  „Potpourri  des  d a m e s. 
Auswahl  vorzüglicher  Aufsätze  aus  Taschenbüchern  für  1800." 

SCHIRLITZ,  Die  Wollust.  (Juristische  Abhandlung.)  Leip- 
zig 1824.  80.  (Ye  Rthl.  Helm,  Halberstadt,  Cat.  11.  p.  145; 
jetzt  theurer!) 

* SCHIRMER,  David  (geb.  um  1623  zu  Freiberg,  seit  1656 


Schlägel— Schlangenbad 


173 


kurfürstl.  sächs.  Bibliothekar,  f nach  1682),  Poetische  Ro- 
sen-Gepüsche.  Hall  in  Sachsen  1650.  8®. 

Höchst  seltene  erste  Ausgabe.  Vorr.  u.  183  SS. 

§ * Dasselbe,  tit. : David  Schirmers  Poetische  Ro- 

sen-Gepüsche.  Von  Ihm  selbsten  aufs  fleissigste  über- 
sehen, mit  einem  gantz  neuen  Buche  vermehret 
und  in  allem  verbesserter  heraus  gegeben.  DRESDEN,  In 
Verlegung  Andreas  Löflers  Buchführers.  Gedruckt  bey  Mel- 
chior Bergen,  Chur-F.  Sächs.  Hof-Buchdr.  M.DC.LVII.  (1657.) 
(Nebst  Kupfertitel.)  8^.  20  Bll.,  506  S.  u.  Errata.  (In  Mün- 
chen: P.  o.  germ.  1292^;  auch  in  Göttingen:  P.  2887.)  (8  Mk. 
50  Pfg.,  eleg.  Hfz.,  A.  Bielefeld,  Carlsruhe,  1911.) 

In  der  Vorrede  bemerkt  S.,  dass  es  mit  seinen  Buhl- 
schaften nicht  ernstlich  gemeint  sei. 

Singende  Rosen.  Ibid.  1654.  Fol.  Aeusserst  selten! 

* David  Schirmers,  Churfürstlichen  Sächsischen  Biblio- 

thecarii,  Poetische  Rauten-Gepüsche  in  Sieben  Bü- 
chern herausgegeben.  Dressden,  verlegt  von  Andreas  Löfflern, 
Buchhändlern,  und  gedruckt  bey  Melchior  Bergen,  Churf.  Sächs. 
Hoff-Buchdr.  1663.  (Nebst  Kpftit.  u.  Portr.  des  Kurfürsten 
Johann  Georg  II.  v.  Sachsen.)  8°.  (Auch  in  Göttingen: 
P.  2887;  ferner  in  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl. : Litt.  Teut.  II 
80  528.) 

28  Bll.  Ehrengedichte  (von  J.  Rist  [lat.  u.  deutsch],  P. 
H o f m a n n , Justus  Sieber,  Augustin  L i c h t w e r , Geo. 
Schirmer,  Jac.  Sturm  u.  A.),  614  S.;  ferner  Anhänge 
Nn  4 — Q 8 und  a — d 8. 

SCHLÄGEL,  Max  von.  Die  Putzmacherinnen.  Eine 
Geschichte,  wo  sie  sich  kriegen.  Zweite  Auflage. 
Berlin  W.  Verlag  von  Gustav  Behrend  (H.  Förstner).  Char- 
lottenstr.  27.  O.  J.  (187*?).  Breit-8o. 

167  S.  (incl.  Tit.).  — Zahm. 

SCHLAGSCHATTEN.  Ein  zweckloses  Fastnachts- 
büchlein 

Worin  allerhand  Curiosa 
In  Reimen  und  in  Prosa. 

Breslau,  bei  Grüson  & Co.  8®.  (15  Mk.,  Expl.  mit  d.  reizenden 
illustr.  Orig.-Umschl.,  Max  Jaeckel,  Potsdam,  1909,  ohne  Jahrs- 
angabe :) 

Höchst  seltenes  satyrisches  Büchlein!  „Es  begab  sich  auch, 
daß  Clemens  Brentano  als  Doppelgänger  seines  eigenen 
Philisters"  — „ob  Schlegels  Lucinde  wirklich  gestorben 
oder  auch  mit  ihrem  Vater  in  die  Aschentonne  d.  Haller’schen 
Restauration  zurückgekehrt  sei,“  — „welchem  es  endlich  ge- 
lang, der  allgemeinen  Fall-  u.  Gefallsucht  Werther’s  Leiden 
in  einer  Viehwegschen  (sic!)  Ausgabe  in  Beafsteak-Format 
zu  insibalieren“  (so!). 

SCHLANGENBAD,  s.  bei  Schwalbach. 


174 


Schlangenritter — Schleemann 


SCHLANGENRITTER,  Die.  Eine  Geistergeschichte 
aus  den  Zeiten  der  Kreuzzüge.  Seitenstück  zu  den 
Löwenrittern  v.  Spiess.  (Vf.:  L.Gindl.)  2 Thle.  Mit  Titelkpf.  u. 
Titelvign.  Leipzig  i8i8.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.,  stark  fleckig,  Südd. 
Antiqu.,  München,  Cat.  94,  [1907]  no.  1037,  wo  Verfasser  ge- 
nannt ist;  I Mk.  50  Pfg.  Frz.  Teubner,  Bonn,  c.  1895.) 

Nicht  im  Anon-Lex. 

SCHLARAFFENLAND.  — Erklärung  der  Wunderselt- 
zamen  Land-Charten  Utopiae,  so  da  ist,  das 
neuentdeckte  Schlaraffenland,  worinnen  all  und 
jede  Laster  der  Welt,  als  besondere  Königreiche,  Herrschaften 
und  Gebiete  . . . wie  nicht  weniger  dieser  Nationen  Sitten, 
Regiment,  Gewerbe  . . . beschrieben.  Allen  thorrechten  Laster- 
Freunden  zum  Spott,  denen  Tugend  liebenden  zur  Warnung 
. . . vorgestellet  (von  Schnebelin).  Zu  finden  bey  D.  Funcken 
in  Nürnberg.  O.  J.  (1730).  12^.  396  S.  (Max.  Perl’s  Berliner 
Oct.-Auct.  1909,  no.  II 15.) 

Vorher:  Arbeitshausen  in  der  Graffschaft  Fleissig  (Nürnb. 
I 694.).  12°.  (15  Mk.  L.  Rosenthal,  1906.)  — Neue  Auflage. 
Frankfurt  u.  Leipzig,  o.  J.  (Weller,  fing.  Dr.) 

— — Der  Staat  Von  Schlaraffen-Land.  Mit  curiosem 
satyr.  Titelkpfr.  (unsign.).  O.  O.  u.  J.  (saec.  XVII).  Kl.  8°. 
(5  Mk.  Adolf  Weigel,  1904.) 

Seltene  Satyre  auf  die  menschlichen  Schwächen.  — 75  S. 
(incl.  Tit.  u.  S.  3 — 13  Vorrede).  Nicht  üble  Utopie,  in  Form 
einer  satyr.  Erzählung.  S.  61  heißt  es:  „So  viel  ver- 
mag die  Einbildung,  so  wohl  in  vernünfftigen 
als  unvernünfftigen  Thieren,  daß  wohl  ehe  die 
Westricher  einen  Bauer  in  einem  rothen  wüllenen  Hembd. 
welcher  hinter  dem  Zaun  saß,  seine  Nothdurfft  zu  verrichten, 
für  eine  Erd-Beer  gegessen,  die  Pommern  ein  Pflugs-Rad  für 
eine  Bretzel  verschlungen,  die  Westphälischen  Bauern  ein 
Storchs-Nest  für  einen  Salat  verzehret,  und  jenes  Adliche  Weib 
4.  Jahr  nach  ihres  Mannes  Tode  durch  blosse  Einbildung,  ohne 
Zuthuung  eines  Mannes,  einen  frischen  jungen  Sohn  zur  Welt 
gebohren.“ 

SCHLATTER,  A.,  E h e s t a n d s - B ü c h 1 e i n.  Elberfeld,  o. 
J.  12O.  (9  Sgr.  Scheible,  vor  1885.) 

SCHLECHTRIEM,  W.,  Die  strafrechtliche  Bedeut- 
ung unzüchtiger  Schriften  und  Abbildungen. 
(Diss.)  Bonn  1907.  8°.  (i  Mk.  Edm.  Meyer,  Berlin,  1909.) 
SCHLEEMANN,  eine  Geschichte  wunderlich  und 
wahr  von  D.  A.  (d.  i.  Joh.  Ernst  Aiig.  Stutz).  2 Thle.  Mit 
dem  Bildnisse  der  Albertine  (vor  i,  Boettger  sc.  Dresd.). 
Köthen,  1793 — 98(1).  bey  Johann  August  Aue.  8°. 

Einiges  etwas  frei.  I:  Tit.  u.  154  S.  II:  Tit.  u.  262  S. 
— Die  Jahrzahl  „1798“  bei  Th.  2 ist  wohl  Druckf.  für  1793? 


Schlegel 


175 


SCHLEGEL,  Dorothea,  Florentin.  Ein  Roman,  hrsg.  von 
Friedrich  Schlegel.  Lübeck  und  Leipzig,  bey  Friedrich 
Bohn,  1801.  80.  305  S.  (Max  Perl’s  Berliner  April-Auct.  1911, 
no.  930:) 

Goedeke  VI,  27,  4,  i.  Briefw.  zw.  Schiller  u.  Goethe  1801. 
16.  März  u.  II. 

§*  SCHLEGEL,  Friedr.  (v.),  (1772 — 1829).  Lucinde.  Ein 
Roman.  Erster  (einziger)  Theil.  Berlin:  Bei  Heinrich  Frölich 
1799.  Titel  u.  300  S.  8®.  (Auch  in  Marburg:  XVI.  C.  628m.) 
(40  Mk.  Max  Perl’s  Berliner  Octob.-Auct.  1907,  no.  829:  Sehr 
schönes  Expl.  mit  wenigen  leichten  Stockflecken,  in  prächtigem 
reichverzierten  Ppbd. ; 65  Mk.,  Expl.  auf  starkem  Papier  mit 
breitem  Rande;  in  diesem  Zustande  sehr  selten,  Emil  Hirsch, 
München,  1909.) 

Erste  seltene  Ausgabe  des  berüchtigten  Romans,  der  durch 
die  in  ihm  versuchte  Verherrlichung  der  sinnlichen  Liebe  grossen 
Anstoss  erregte. 

* — ■ — Dasselbe.  (Nachdruck.)  Berlin  bei  Duncker  und  Hum- 
blot.  1799.  80. 

Vgl.  Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  59,  345;  71,  86. 

Lucinde.  Ein  Roman.  Zweite,  unveränderte 

Ausgabe.  Stuttgart,  in  Commission  der  Christ.  Hausmann- 
schen  Antiquariats-Buchhandlung,  1835.  3 Bll.,  156  S.  Kl.  8°. 
(7  Mk.  50  Pfg.,  unbeschn.,  etwas  stockfl. ; 9 Mk.  O.  Rauthe, 
1908;  18  Mk.  E.  Frensdorff,  1906;  Leo  Liepmannssohn,  Ber- 
lin 1907.) 

Dasselbe.  Ebd.  1836.  80.  (i/g  Rthl.  Heberle,  Cöln,  1870; 

jetzt  theurer !) 

Dasselbe.  Neue  elegante  Ausgabe.  Ebd.  1859.  12®. 

152  S.  (i  Mk.  60  Pfg.  Wilh.  Koebner,  Breslau,  vor  1885.) 

Dasselbe.  Ebd.,  o.  J.  120.  (12  Sgr.  Fischhaber,  Reuth, 

vor  1885.) 

— — Dasselbe.  2.  unveränd.  (Titel-)Ausgabe.  Schwäbisch 
Hall,  F.  F.  Haspel’sche  Buchhandlung,  1850.  8®.  (6  Mk.  Max 
Perl’s  Auct.  190*,  no.  1789.) 

Dasselbe.  Coburg  1868.  80.  (8  Sgr.  Heberle,  Cöln, 

vor  1875;  jstzt  theurer I) 

Dasselbe  in  Reclam’s  Universal-Bibl.  Bd.  3.  (187*.) 

Kl.  160.  (40  Pfg.  R.  Bertling,  Dresden,  1888.) 

Dasselbe.  Revidirter  Text  und  Einleitung  von  J.  Frän- 

kel.  Jena,  o.  J.  160.  300  S.  (Mk.  5,50.)  (4  Mk.  50  Pfg., 
Origprgtbd.,  Alfr.  Lorentz,  Lpz.,  1909.) 

Dasselbe,  tit. : Lucinde  von  Friedrich  Schlegel.  Ver- 
traute Briefe  über  die  Lucinde  von  Friedrich 
Schleiermacher.  Eingeleitet  von  Rudolf  Frank.  Im  Insel- 
Verlag  zu  Leipzig,  1907.  80.  (Orig.-Ppbd.  Mk.  10—.)  (10  Mk., 


176 


Schlegel 


Ppbd.  mit  vergold.  Rücken  u.  gelb.  Schnitt,  Adolf  Weigel,  1907; 
12  Kr.,  in  „gothaischem“  Einbd.,  Gilhofer  & Ranschburg,  1907; 

7 Mk.  50  Pfg.,  Orig.-Ppbd.  im  Stile  der  Zeit,  F.  E.  Lederer, 
Berlin,  1908.) 

„Die  erste  würdige  neue  Ausgabe  (mit  Einleitg.  von  39  S.)  der 
vielumstrittenen  Programmschriften  aus  der  Frühzeit  der  Ro- 
mantik, in  einer  einmaligen  Auflage  von  500  numerirten  Exem- 
plaren gedruckt.“ 

Aus  dem  Prospekt;  „JEDERMANN  liest’s,  jedermann 
schilt  darauf,  und  man  erfährt  nicht,  was  eigentlich  damit 
sei“  — dieser  Satz  über  die  Lucinde,  den  Goethe  einmal  an 
Schiller  schrieb,  gilt  noch  heute,  nur  mit  dem  Unterschiede, 
daß  man  das  Buch  meist  schilt,  ohne  es  gelesen  zu  haben. 
Durch  unsere  Ausgabe  des  Romans,  der  hier  zum  ersten  Mal 
vereint  mit  den  apologetischen  „Briefen  über  Lucinde“  er- 
scheint, möchten  wir  das  Interesse  auf  eines  der  wichtigsten 
Dokumente  der  älteren  Romantik  wieder  hinlenken.“ 

§ Dasselbe.  Hrsg.  u.  fortgesetzt  von  W.  Christern. 

Hamburg  und  Leipzig  1842.  8°.  XX  u.  334  S. 

Dasselbe.  2.  Abdruck.  Ibid.  1848.  8°. 

*  Archiv,  Berlinisches,  der  Zeit  u.  ihres 

Geschmacks.  Hrsg,  von  Rambach  u.  Fessle  r.  Jahrg. 
1800.  Bd.  H.  1800.  (25  Mk.  Gust.  Fock,  Lpz.,  1908.) 

Hierin  von  Schleiermacher  anonym  eine  Recension  und  Ver- 
theidigung  der  Lucinde. 

*  Briefe,  Drey,  an  ein  humanes  Berliner 

Freudenmädchen  über  die  Lucinde  von  Schle- 
gel. Whoring  is  like  the  mathematics,  whoever  is  once  ini- 
tiated  into  the  Science,  is  nure  never  to  leave  it.  Fielding, 
Frankfurt  und  Leipzig.  1800.  34  S.  8^.  (29  Mk.  Max  Perl's 
Oct.-Auct.  1907,  no.  831  :) 

Sehr  seltene  Schrift,  wohl  die  schärfste  Satyre,  die  über  die 
,, Lucinde“  erschienen  ist.  Die  Vorrede  ist  unterzeichnet : 
Berlin,  den  26.  October  1799.  Hugo  Grotius,  der  Jün- 
gere. — Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  59,  349. 

§* Briefe,  Vertraute,  über  Friedrich  Schle- 

gels Lucinde  (von  Fr.  Dan.  Ernst  Schleiermacher). 
Lübeck  und  Leipzig,  bei  Friedrich  Bohn,  1800.  8°.  Titel, 

152  S.,  I Bl.  (Auch  in  Marburg,  Univ.-Bibl. : XVI.  C.  628n.) 
(8  Mk.,  hübsch.  Ppbd.  d.  Zeit,  Max  Perl's  Oct.-Auct.  1907, 
no.  833 ; 20  Mk.,  tadelloses  unbeschn.  Expl.,  Leo  Liepmannssohn, 
1907;  14  Mk.,  alter  Ppbd.,  mit  Rothschnitt,  O.  Rauthe,  1908.) 
Dasselbe.  (In:  Taschenbuch  für  Freunde  des  Scher- 
zes und  der  Satire  f.  1801.  Hrsg,  von  J.  D.  Falk.  Mit  i 
Kpfr.  Weimar  1801.  8°.  (20  Mk.,  unbeschn.  im  Orig.-Carton, 
L.  Rosenthal,  1908.) 

Dasselbe.  Mit  einer  Vorrede  von  Karl  Gutzkow.  Stutt- 


Schlegel 


177 


gart,  In  Commission  der  Christ.  Hausmann’schen  Antiquariats- 
Buchhandlung.  1835.  8°. 

XXXVI — 124  SS.  Gutzkows  Vorrede  endet  mit  den  Worten; 
Ach!  hätte  auch  die  Welt  nie  von  Gott  gewußt,  sie  würde 
glücklicher  seyn  1 

— — Dasselbe.  (Andrer  Druck,  ohne  Vorrede.)  Ebd. 
1835.  Kl.  8°.  124  S.  (6  Mk.  Leo  Liepmannssohn,  1907.) 

§ * Dasselbe.  (Mit  dem  Namen  Schleiermacher' s auf 

dem  Titel.)  Mit  einer  Vorrede  von  Karl  Gutzkow.  Ham- 
burg, bei  Hoffmann  und  Campe.  1835.  8*’.  XXXVIII.  u.  140  S. 
(5  Mk.,  sehr  schönes  unbeschn.  Expl.  im  Orig.-Umschl.,  Max 
Perl’s  Oct.-Auct.  1907,  no.  834.) 

Brummeisen,  Daniel  (ps.),  Die  Komödie  von 

der  schönen  Io,  wie  solche  von  dem  heidnischen 
Gotte  Jupiter  geliebt,  in  eine  Kuh  verwandelt,  und 
vom  Merkurio  wunderbarlich  errettet  worden,  in  zierlichen 
Knittelversen,  Stanzen,  Terzinen,  Sonnetten,  natürlich  und  po- 
etisch, freymüthig  und  elegant,  ans  Licht  gestellt  von  — , 
Poeta  laureato.  Prag.  1804.  109  S.  8°.  (23  Mk.,  tadelloses 

unbeschn.  ExpL,  Max  PerPs  Oct.-Auct.  1907,  no.  832.) 

Sehr  seltene  dramatische  Satyre  auf  Schlegel’s 
Lucinde  etc.  Der  Titel  ist  offenbar  Bürger’s  Gedicht  „Neue 
weltliche  hochteutsche  Reime  . . .“  nachgeahmt. 

Comoedia  (s.  d.)  divina  . . . . (deutsch).  O.  O.  1808. 

8°.  (79  Mk.  Auction  Deneke  no.  914:) 

„Satire  gegen  die  Romantiker,  bestehend  aus  3 
Vorreden,  einigen  S eenen  u.  einer  Blumenlese  aus  den  Schriften 
von  Novalis,  Görres,  Fr.  Schlegel  etc.  Sie  deckt  die 
schwachen  u.  bedenklichen  Seiten,  insbesondere  die  F r e c h - 
heit  der  Lucinde  auf,  erklärt  aber  auch  manche  Aussprüche 
der  Romantiker  für  Unsinn,  wo  sie  es  keineswegs  sind.  Wie 
gemein  die  Auffassung  ist,  mag  daraus  erhellen,  daß  hier 
Novalis  in  eine  Gans  verwandelt  u.  von  einem  in  einen 
Fuchs  verwandelten  Buchhändler  gefressen  wird.“  — Wolfg. 
Menzel,  Deutsche  Dichtung,  III,  S.  314. 

*  Diogenes  (s.  d.) - Laterne  (von  Dan.  Jenisch,  Pre- 

diger an  der  Marienkirche  in  Berlin).  Leipzig  1799,  bei  Wil- 
helm Rein.  Kl.  8°.  VIII — 379  S.  (Auch  in  Darmstadt.)  (40  Mk., 
leicht  stockfl.,  Adolf  Weigel,  1907.) 

Mit  TKpf.  von  Schnorr  v.  K.,  gestoch.  v.  Fr.  Bolt, 
u.  gestoch.  Titel.  Vgl.  Ebeling,  kom.  Lit.  II.  p.  447 — 448; 
Koberstein  IV.  p.  866.  — Enth.  ausser  pikanten  Anspielungen 
auf  Fr.  Schlegel’s  Lucinde,  und  seine  jüdischen  Berliner  Ban- 
quiers,  auch  ein  „Billetdoux  der  geschiedenen  Madam 
Veit,  jüdischer  Nazion,  nunmehr  halbverehelichten  Friedrich 
Schlegel,  an  Herren  Friedrich  Schlegel,  über  seinen  Roman 
„Lucinde“. 

*  Haym,  R.,  Fr.  Schlegel  und  Lucinde.  (In: 

Preuß.  Jahrb.  1869.  24,  261 — 295.) 

Goedeke  VI,  22,  20  p. 

Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


12 


178 


Schlegel — Schleger 


Kotzebue,  A.  v.,  Der  hyperboreeische  (1) 

Esel,  oder  Die  heutige  Bildung.  Ein  drastisches  Drama 
und  philosophisches  Lustspiel  für  Jünglinge,  in  i Akt.  (Persi- 
flage der  Schlegel’schen  „Lucinde“  mit  gelegentl.  Ausfällen 
gegen  Goethe.)  Mit  (satyr.)  TVign.  Saltantes  Satyros  imi- 
tabitur  — Virgil  Ecl.  5,73.  Leipzig,  bei  Paul  Gotthelf  Kummer, 
1799.  80.  (In  Marburg,  LFniv.-Bibl.)  (6  Mk.  Baer  & Co., 
vor  1885;  12  Mk.  H.  Streisand,  Berlin,  1908:) 

Scharfe  Satire  gegen  die  Romantiker.  A.  VV.  Schlegel  ant- 
wortete durch  „Ehrenpforte  und  Triumphbogen.“ 

§ Dasselbe.  (Nachdruck.)  Mit  TVign.  Wien,  auf 

Kosten  u.  im  Verlag  bey  Joh.  Bapt.  Wallishausser.  1801.  80. 
(8  Mk.  Max  Perl’s  Oct.-Auct.  1907,  no.  832.) 

49  SS.  u.  I S.  Erklär,  d.  TVign. 

Lucinde,  Schleiermacher  u.  Gutzkow.  (In.: 

Wien  barg,  L.,  Zur  neuesten  Literatur.  Mannheim  1835.) 

R.  Zinke’s  Dresdner  Novbr.-Auct.  1905,  no.  649. 

Taschenbuch  für  Freunde  des  Scherzes  und 

der  Satire.  Herausg.  v.  J.  D.  Falk.  Fünfter  Jahrgang. 
Mit  einer  Caricatur.  Weimar,  im  Verlage  des  Industrie-Comp- 
toirs. 1801.  12®.  (7  Mk.  50  Pfg.  cart.,  unbeschnittenes  sauberes 
Exemplar,  Wilh.  Jacobsohn  & Co.,  Breslau,  1911.) 

Goedeke  VIII.  S.  48.  7a.  — No.  2:  Vertraute  Briefe 
über  Friedrich  Schlegels  Lucinde. 

Vermehren,  J.  Bernh.,  Briefe  über  Friedrich 

Schiege l’s  Lucinde  zur  richtigen  Würdigung 
derselben.  Jena  bey  Wolfgang  Stahl  1800.  8°.  (12  Mk., 
hübsch.  Expl.  auf  Schreibpap.,  Auction  Deneke,  Frf.  a.  M. 
1909.  No.  992.) 

IV  u.  254  SS.  I Bl.  Verlagsanz. 

S.  auch  Lindor.  Seitenstückzur  Lucinde  . . . . 

(von  Michael  Kosmeli)  ....  1801,  im  Haupt- Alphabet. 
SCHLEGEL,  Gabr.  (d.  i.  Gottfried  Basse),  Neuester 
theatralischer  Nußknacker.  Sammlung  von  Schnak- 
ken,  Schnurren,  Anekdoten  u.  Lächerlichkeiten  noch  lebender 
u.  verstorbener  Schauspieler  u.  Schauspielerinnen.  Nebst  einer 
IWeihe  an  August  von  Kotzebue.  Allen  Mitgliedern  u.  Freun- 
den der  Schauspielkunst  ans  Herz  gelegt.  Mit  Kupf.  Qued- 
linburg, Basse,  1813.  12°. 

Wildmoser,  München,  Leihbibl.-Cat.  1824,  no.  7418.) 
SCHLEGEL,  K.  A.  M.,  Darstellung  der  verbotenen 
Grade  der  Verwandschaft  und  S c h w ä g e r s c h a f t 
bei  Heyrathen.  Hannover  1802.  8°.  (In  Rostock,  Univ.- 
Bibl.) 

SCHLEGER,  Th.  Ad.,  Schreiben  von  der  Kunst, 


Schlehenhorst— Schlendrian 


179 


glücklich  zu  heyrathen  und  im  Ehestande  ver- 
gnügt zu  seyn.  Frft.,  o.  J.  (c.  1760).  4°. 

Cat.  Vandenhöck  II,  534.  — Selten! 

SCHLEHENHORST,  Holm  von,  Vertheidiger  männ- 
licher Rechte.  Geschichte  aus  den  Ritterzeiten. 
Altona,  bei  Schmidt  und  Compagnie.  1798.  8°. 

152  S.  (incl.  Tit.).  Einiges  anstößig. 

SflHT.FJRR,  Der  durchlöcherte  (Hahnreigeschichte),  nach 
einem  Manuscript  im  syrischen  Dialekt  von  Damaskus.  (In’s 
Deutsche  übers.) 

In:  Der  Amethyst,  1906,  S.  352 — 356. 

§ SCHLEIFERMÄDCHEN,  Das,  aus  Schwaben.  (Pikanter 
Roman  von  Franz  Kratter.)  2 Thle.  Mit  sehr  freiem  TKpfr., 
gestoch.  von  J.  G.  K 1 i n g e r,  fein  gestoch.  TVign.  u.  gestoch. 
Titeln.  Frankfurth  am  Mayn,  bei  Friedr.  Esslinger,  1790.  8°. 
Lat.  Lett.  286  u.  310  SS.  (In  Darmstadt;  nur  Th.  2 in  Mün- 
chen.) (18  Mk.  A.  Bielefeld,  1911.)  Sehr  selten! 

I:  Gestoch.  Tit.,  VII — 31 1 SS.  II:  Gestoch.  Tit.,  VIII — 348 
SS.  Mit  freien  TKpfrn.  u.  TVign.,  gest.  v.  P e n z e 1.  (5  Rthlr. 
Scheible;  Th.  2,  LeihbiblexpL,  4 Mk.) 

Durch  die  Ohrenbeichte  werden  die  sinnlichen  Gedanken 
eines  unschuldigen  Mädchens  erregt;  von  seinem  Priester  dann 
verführt,  besteht  dasselbe  verschiedene  Liebesabenteuer,  die  in 
breiter  Weise  behandelt  werden. 

§ SCHLENDRIAN,  Herr,  oder  der  Richter  nach  den 
neuen  (österreichischen  Kriminal-)  G e s e z e n (sic)  (und  der 
allgem.  Gerichtsordnung).  Ein  komischer  Roman  (von  Franz 
Xaver  Huber).  3 Bdchn.  (Bdchn.  3 in  3ter  Aufl.)  Berlin 

(Wien)  1787.  8®.  (Auch  in  Stuttgart;  in  München  nur  i — 2: 
P.  o.  germ.  653;  i in  3.  Aufl.:  Var.  602,  i ; i in  5.Aufl.4 
Var.  602.)  (5  Mk.,  Bdchn.  i in  4.  Aufl.,  E.  Geibel,  Hannover 
1909;  5 Mk.,  I in  4.,  3 in  2.  Aufl.,  C.  G.  Börner,  Lpz., 
1907.) 

Durchaus  liederlich.  — 155,  96  u.  78  Seiten.  Selten  cplt.  1 
Am  Schluß  von  Bdchn.  2 steht  „Ende“. 

Dasselbe  3 Bdchn.  2te  Aufl.  Ibid.  eod.  a.  8^.  (In  Stutt- 
gart.) 

Dasselbe.  3 Bdchn.  4te  Aufl.  Ibid.  eod.  a.  8°.  (6  Mk. 

Taussig,  1904.)  (Bdchn.  i in  Carlsruhe:  Qb  1254.) 

Dasselbe.  (Bdchn.  i.)  6ste  vermehrte  u.  verbess.  Auflage. 

Mit  2 drastischen  Kpfrn.  (J.  Schüller  sc.).  Wien  1789.  Mit 
von  Steinsbergischen  Schriften.  Auf  Kosten  des  Verfassers. 
8°.  147  S.  u.  I S.  Druckf. 

Der  Richter  über  den  Herrn  Schlendrian. 

Ein  ebenso  komischer  (stellenweise  cynischer)  Roman, 
als  Herr  Schlendrian  selbst.  3 Bdchn.  Frkft.  u.  Lpz. 
(Wien)  1787.  8®. 


i8o 


Schlendrian — Schlesien 


Blüthenlese  anstössiger  Gerichtsverhandlungen,  betreffend 
Scandalosa,  Sünden  gegen  das  sechste  Gebot;  Ehebruch,  Noth- 
zucht,  Blutschande  etc.,  m.  den  abderitischen  Urtheilssprüchen 
eines  unwissenden  Richters.  — Selten  1 

— — Dasselbe.  3 Bdchn.  Mit  i (freien)  Titelkpfr.  (meist  feh- 

lend, reproduzirt  bei  Stern  II,  S.  103).  Leipzig  und  Wien 
1787.  Gr.  80.  276  S.  (9  Mk.,  unbeschn.  Expl.  mit  breitem 

Rande,  W.  H.  Kühl,  Berlin,  c.  1882;  12  Mk.  Gust.  Klötzsch, 
Lpz.,  1885.) 

Sonnenklarer  Kommentar  des  sonnenklare- 

sten  Buchstaben  der  neuen  Geseze.  Von  Herrn 
Schlendrian,  Obersten  Richter  zu  Tropos.  Auf  Kosten  des 
Verfassers.  Wien  1788.  8 Bll.,  132  S.  (6  Mk.  Max  Harrwitz, 
Berlin,  1909:) 

Die  „Einleitung“  geht  bis  S.  48,  hinter  der  „Schlendrian“ 
Unterzeichneten  „Vorerinnerung“.  Das  Buch  richtet  sich  gegen 
einige  sinnlose  Gesetze,  indem  es  drastische  Beispiele  (Ehe- 
bruch etc.)  „aus  Tropos“  anführt  u.  kommentirt. 

— — Herrn  Schlendrians  obersten  Richter  zu 
Tropos,  Erklärung  der  tropofanischen  Kriegsvor- 
fälle. Wien  1788.  8°.  Rar! 

Karajan’s  Bibi.  II.  Wien,  1879.  tio.  1589. 
SCHLENDRIAN,  Hans.  (4  Gedichte.)  Mit  Titelholzschn. 
O.  O.  1799.  8®.  (2  Mk.  Paul  Neubner,  Cöln,  1892,  ohne 

Jahresangabe.) 

Seltene  Jahrmarktsschrift.  — Jahrzahl  genannt  von  Julius 
Neumann,  Magdeb.,  Cat.  i.  [1906.]  No.  2079,  Beibd.  3. 
SCJILESINGER-ECKSTEIN,  Therese,  Zu  dem  Kampfe 
gegen  die  Reglementirung  der  Prostitution.  (In : 
Die  Neue  Zeit.  1898 — 99.  Bd.  H.)  (In  Amsterdam;  Bibi. 
Gerritsen.) 

SCHLESIEIN.  — Hochzeit.  — Do  Harr  Daublmon  ooch 
amohl  wil  an  lieba  Ihstand  trata  und  de  Jumpfer  Wulfa  seech 
hot  vum  Eltern  ousgebata;  su  wullt  mech  der  Brout  ehr 
Voter  ooch  ze  sulcher  Freda  hon  ....  drum  weel  ech  ooch 
wos  verrichta,  und  su  olber  wi  ech  bi,  garn  a H u c h z i g - 
Cormen  dichta  Dar  Schaulze  vu  HeynzadurF  oosm  Gebürge. 
Dan  5ta  Marz  im  Jaur  1772.  Fol.  2 Bll. 

Goedeke  VII,  556,  69. 

* — — Schlesisches  Historisches  Labyrinth  oder 
kurtzgefasste  Sammlung  von  hundert  Historien 
allerhand  denckwürdiger  Nahmen,  Oerter,  Per- 
sonen, Gebräuche,  Solennitäten  und  Begeben- 
heiten in  Schlesien  (von  Christian  Stieff).  Breslau 
und  Leipzig  1737.  8°.  (Auch  in  Breslau,  Stadtbibi.) 

Cultur-  u.  sittengeschichtliche  Fundgrube.  — Anon.-Lex.  III. 
p.  I (nach  d.  Allg.  Dtsch.  Biogr.,  Nentwig,  Partsch  u.  Cat. 
Schnitzer). 


Schleswig-Holstein 


i8i 


Seeliger,  E.  G.,  Das  Schlesische  Werk.  Mün- 
chen 1911.  8“.  (Mk.  18 — .)  (13  Mk.,  Origbd:,  Conr.  Skopnik, 
Berlin,  1912.) 

I:  17  Schlesische  Schwänke.  II:  Ein  Buch  Balladen.  III: 
Zwischen  Polen  und  Böheimb. 

SCHLESWIG-HOLSTEIN.  — Hochzeit-Glückwünsch- 
ung  an  Johann  Preuss  und  Magdal.  Detleffs  im  J.  1647 
(von  Andr.  Andersen).  Schlesswig. 

Anon.-Lex.  II.  p.  295  (nach  Bruun,  Bibi.  Danica.  III,  1358). 
Declaration  der,  wegen  Bestrafung  des  Ehe- 
bruchs, unterm  aisten  März  1763  ergangenen  Verordnung. 
Glückstadt  (1766).  4°.  2 Bll.  (3  Mk.  Paul  Graupe,  Berlin, 

1911.) 

Verordnung,  weichergestalt  der  Ehebruch  im  Her- 
zogtum Hollstein,  Kgl.  Antheils,  wie  auch  der  Herrschaft  Pinne- 
berg und  Grafschaft  Ranzau  zu  bestrafen  sey.  Ebd.  1763.  40. 
2 Bll.  (3  Mk.  50  Pfg.  der  Vorige,  1911.) 

Jernstrup,  Zacharias  (d.  i.  Heinr.  Wilh.  u.  Gersten- 
berg), Der  Hypochondrist,  eine  holsteinische 
Wochenschrift.  Zweyte  verbesserte  u.  ver- 
mehrte Auflage.  Mit  i Titelkpfr.  (P  r e i s 1 e r del.,  G.  L. 
Crusius  sc.)  u.  i Titel vign.  Bremen  u.  Schleswig  bey  J.  H. 
Gramer  u.  J.  F.  Hansen  1771.  8°.  (30  Mk.,  vorzüglich  erhalten, 
Ludw.  Lazarus,  Würzburg,  1908:  ,, Brachte  schon  45  Mk.“) 
Zuerst  gedr.  Schleswig  1762.  („1772“  ist  Druckf.  im  Anon.- 
Lex.  II.  p.  308,  wo  auch  obige  2.  Ausg.  nach  Kayser,  Goe- 
deke  u.  Collin  [Anonymer.  Kiobenh.  1869J  citirt  wird).  — Mit- 
herausgeber war  u.  Ändern  Jac.  Friedr.  Schmidt.  — Jern- 
strup fehlt  in  Weller’s  Lex.  Pseud. 

Mischmasch  und  Grillen  für  die  Herzog- 

thümer  Schleswig-Holstein  (von  Carl  Christian 
Friedr.  LJ  Ir.  Frhr.  v.  Ahlefeldt).  Itzehoe  1795 — 96. 

Anon.-Lex.  III.  p.  150  (nach  Kayser).  — Rarl 

Nebelbilder,  Schleswig-holsteinische  (von 

Joh.  Wilh.  Christern).  Leipzig  1847. 

Anon.-Lex.  III.  p.  205  (nach  Alberti  u.  Schröder). 

Sklavenfeind,  Theod.  (d.  i.  Ferd.  Otto  Vollrath 

Lawätz),  Gemälde  der  Sklaverey  und  Leibeigen- 
schaft in  den  Herzogthümern  Schleswig  und 
Holstein,  nebst  einer  vollständigen  Darstellung  der  Schwie- 
rigkeiten, die  sich  ihrer  Aufhebung  entgegensetzen.  Mit  nütz- 
lichen Anmerkungen  von  Jakob  Leibeigen  (Demselben). 
Germania  (Vollmer  in  Hamburg)  1797.  (In  Rostock,  Landes- 
bibi.) 

Weller,  fing.  Dr.  — Das  Anon.-Lex.  11.  p.  172  hat  „Germanien“ 
u.  die  unrichtige  Jahrz.  „1798“  (nach  Meusel  u.  Bruun, 
Bibi.  Danica  III,  764 ff.).  — Rarl 


i82 


Schlichtegroll— Schloemp 


Verordnung,  Hochfürst  l.  Schleswig-Hol- 
steinische, wieder  (sic!)  d.  Greuel  der  Hurerey 
u.  des  Kinder-Mords.  S.  D.  Kiel  d.  2.  Mart.  1737.  4 Bl. 
Fol.  (5  Mk.  Max  Jaeckel,  Potsdam,  1908.) 
SCHLICHTEGROLL,  C(arl)  F(elix)  v., 
be.  Beiträge  zur  Geschichte 
irrung  u.  Grausamkeit.  2 Bde. 

Dresden  1903 — 5.  Gr.  (Mk.  10 — .) 


Hugendubel, 

1906.) 


Die  Bestie  im  Wei- 
menschlicher  Ver- 
Mit  mehreren  Portraits. 
(5  Mk.  80  Pfg.  H. 


München,  1905;  8 Mk.  40  Pfg.  Adolf  Weigel. 


— — Das  Liebesieben  im  klassischen  Altertum. 
(Auch  titulo : Das  Liebesieben  aller  Zeiten  und 
Völker.  Bd.  2.)  Leipziger  Verlag  G.  m.  b.  H.  (1908).  Gr.  8®. 
423  S.  (Mk.  IO — .)  (7  Mk.  Conr.  Skopnik,  Berlin,  1910.) 

SCHLICHTHORST,  C.,  Briefe  aus  beiden  Hemisphä- 
ren. Sittengemälde  aus  der  Tropenwelt.  Celle 
1833.  8°.  (2  Mk.  50  Pfg.  Alfr.  Lorentz,  Lpz.,  1905:) 

Mit  glühender  Phantasie  gezeichnete  üppige  Bilder. 

SCLITTENFAHRT,  — Inhalt  einer  Schlittenfahrt, 
welche  heuriges  Jahr  den  loten  Hornung  unter  dem  Titel: 
Vermischte  Wahrheiten  in  dem  Lande  der  HIN- 
KENDEN von  dem  gesammten  Publiko  gehalten 
worden.  (Vf.  Josef  Milbiller,)  (Titelholzschnitt.)  Im  Jahre 
8771  (d.  i.  1771).  8°.  (i  Mk.  Lehmann  & Lutz,  Frf.  a.  M., 
1884;  jetzt  höher  !)- 

15  S.  (incl.  Tit.).  — S.  3:  „Der  ganze  Zug  besteht  aus 
139.  Schlitten,  welche  (mit  ihrem  satyr.-jocosen  Inhalt),  so 
wie  sie  hier  aufgezeichnet  sind,  aufeinander  folgten.“  — Anon.- 
Lex.  IV.  p.  39  (nach  Baader  u.  Kayser). 
SCHLITTENFAHRT,  Die  famose.  (Starke  Verspottung  des 
Klerus.)  Gedruckt  auf  Kosten  der  Publicität  mit  Erlaubniss 
der  Pressfreiheit.  Amsterdam  1794.  80.  (i  Mk.  50  Pfg.  Th. 
Ackermann,  München,  1913.) 

Karajan’s  Bibi.  II.  no.  202.  — Sehr  selten  1 
SCHLOEMP,  Felix  (in  Stuttgart,  geb.  5.  Sept.  1880  zu  Leip- 
zig), Die  meschuggene  Ente.  Die  200  ulkigsten 
Enten,  die  im  Blätterwalde  deutscher  Zeitun- 
gen unfreiwillig  ausgebrütet  worden  sind.  In 
Freiheit  dressiert  und  vorgeführt  von  — . Mit  einem  Vor-  und 
Nachwort  von  Otto  Julius  Bi  er  bäum.  Mit  lustigen  Zeich- 
nungen u.  Umschlag  von  C.  O.  Petersen.  München  u. 
Leipzig,  Verlag  von  Georg  Müller  (igog).  8°.  (Br.  Mk.  2 — ; 
gebd.  3—.) 

Innerhalb  3 Monaten  erschienen  16  Auflagen.  — U.  a. : 
Caruso  in  der  Badewanne.  — Die  elastische  Cousine.  — Die 
Kuh  mit  den  höheren  Absichten.  — Die  leichtfertigen  Bullen. 
— Aepfel  des  Pegasus.  — Lona  Barison  im  Negligee.  — 


Schlömp — Schlot  183 

Der  „bockende“  Otto  Erich.  — Der  Knabe  mit  de  Schwimm- 
fieß,  etc. 

Der  perverse  Maikäfer.  Galante  und  unga- 
lante Satiren.  Mit  einem  Leitgedicht  von  Rudolf  P r e s b e r. 
Mit  seltsamem  Umschlag  von  E.  O.  Petersen  und  zahl- 
reichen ganzseitigen  Original-Kunstblättern  von  Franz  von 
Bayros.  Ebd.  (1910).  8°.  104  S.  (Mk.  3,50.)  (2  Mk.  J. 

Schindler,  1912.) 

Confiscirt  Frühjahr  1912,  soweit  es  die  Gedichte:  ,,Das 
impotente  Knickebein“,  S.  23,  „Das  Weihnachtsgeschenk“,  S. 
56  u.  59,  und  die  4.  Strophe  des  Gedichts  „Moral“,  S.  73, 
enthalt,  nebst  dem  vorderen  Umschlag  der  Broschüre. 

Aus  d.  Prospekt:  „Scharfe  Satiren  gegen  die  Thor- 
heiten  unserer  Zeit,  lustige  Schilderungen  galanter  Liebes- 
abenteuer und  feingeschliffene  literarische  Parodien.“ 

— — Der  tolle  Koffer.  Eine  ff.  prima  Mustercollection 
der  besten  Witze,  Schnurren  und  Anekdoten  von  Kaufleuten 
und  Reisenden.  Mit  Abbildgn.  von  E.  Preetorius.  Ebd., 
o.  J.  8°.  (Mk.  2 — .)  (i  Mk.  50  Pfg.  Ludw.  Stark,  München 
1912.) 

SCHLÖMP,  F.,  u.  Roda  Roda,  Der  gekitzelte  Aesku- 
lap.  Eine  kräftige  Dosis  der  medicynischten  (so!)  Witze  u. 
Schnurren  von  Aerzten,  Patienten  u.  lustigen  Studenten.  Mit 
Illustrationen.  Ebd.  1910.  80.  (Mk.  2 — .)  (i  Mk.  40  Pfg.  Ottmar 
Schönhuths  Nachf.,  München,  1911.) 

SCHLÖSSER,  Die,  in  Spanien;  ein  psychologischer  Ro- 
man (von  Ludw.  Laders).  Ronneburg  1798 — 99. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  39  (nach  Meusel  u.  Kayser).  — Selten! 
SCHLOSS,  Das,  zu  Tannewalde,  oder  merkwürdige 
Schicksale  einer  adlichen  Familie.  Eine  durchaus 
wahre  Geschichte  neuester  Zeit.  2 Thle.  Nordhausen,  bei 
Gottfried  Wilhelm  Happach  1818. 

146  u.  144  S.  — Einiges  etwas  frei. 

SCHLOSSRUINEN,  Die,  im  Walde,  oder  G r a f R i n a 1 d o’s 
fürchterliche  Gestalt.  Mit  TKpfr.  u.  TVign.  von  v, 
Grüner.  Wien  und  Prag,  Haas,  1799.  8°.  200  S.  (2  Mk. 
50  Pfg.  Taussig,  1906.) 

* SCHLOT,  Nathanael  (geb.  am  13.  Febr.  1666  zu  Danzig,  1699 
Schulhalter  des  Waisenhauses  zu  St.  Annen  in  Lübeck,  f am 
23.  März  1703.  — Goedeke  HI,  339,  32,  nach  Möller  2,  187), 
Eine  Hand  voll  Poetischer  Blätter,  Auß  selbst 
eigenem  Vorrath  mit  Fleiß  zusammen  gelesen,  und  denen  Lieb- 
habern der  reinen  und  ungezwungenen  Dicht-Kunst  zu  gezie- 
mender Gemüths-Belustigung  überreichet,  Durch  — . Lübeck, 
Zubekommen  bey  David  Schultz  1702.  8^.  4 Bll.  u.  87  S. 


184 


Schlotterhose — Schmausereien 


(In  Berlin  3 Expll. : Yk  501;  an  Yb  7363;  an  Yu  8651;  auch 
in  Göttingen:  T.  3167.) 

Weltliche  und  geistliche  Poesien. 

*  Dasselbe.  Ebd.  1706.  8°.  (In  Berlin:  Yk  506.) 

Gedichte  von  ihm,  N . S.  überschr.,  stehen  in  den 

Ausgaben  d.  3ten  Theils  (eins  auch  in  Th.  i)  von  Hoffmannsw. 
u.  a.  Deutschen  ....  Gedichten. 

SCHLOTTERHOSE,  s.  Schulz,  H.  J. 

SCHLÜSSEL,  Der,  des  Hertzens.  (Roman,  c.  1690.)  12^. 
Bibi.  Kielmans-Egg.  II.  p.  1364.  ohne  nähere  Ang.  mit 
mehreren  Schriften  aus  den  Jahren  1693  und  94.  — Sehr  selten  I 
Orig.:  La  Cief  des  coeurs.  Suiv.  la  Copie  impr.  ä 
Paris,  J.  B.  Loyson,  1676.  12^.  (i  Mk.  80  Pfg.,  d^relie,  Geo. 

Lissa,  Berlin,  1891 ; jetzt  theurerl) 

SCHLÜSSEL  der  Liebe.  1680.  12°. 

So  kurz  angef.  mit  mehreren  Romanen  i.  d.  Bibi.  Kiel- 
mans-Egg. II.  p.  1344.  — Sehr  selten  1 

SCHLÜTER,  J.  G.  Karl.  (D.  d.  Arzneywissenschaft  u.  d.  Welt- 
weisheit), Wie  ist  die  Unschuld  unsrer  Frauen- 
zimmer zu  erhalten  u.  ein  jedes  Mägdchen  an 
einen  Mann  zu  bringen?  Ein  aufgelösstes  (sic I)  Problem. 
2 Bde.  Altona,  Verlagsgesellsch.,  1796.  80. 

Interess.  u.  rarl  287  u.  272  S.  (3^/2  Mk.,  Leihbibl.-Expl., 
Kühl;  5 Mk.,  gutes  Ex.,  Damköhler  7.  no.  1518;  4 Mk. 
R.  Bertling,  1888.)  Manches  ziemlich  frei. 

* SCHLUKKER,  T h a d e u s , oder  Der  Tituskopf.  Ein 
Gemälde  menschlicher  Thorheit  am  Ende  des 
Achtzehenden  Jahrhunderts.  (Ziemlich  zahmer  Ro- 
man von  Störchel.)  Mit  Titelkpfr.  (Schubert  del.,  J.  Ber- 
ka sc.),  gestoch.  Titel  u.  Titelvign.  (Bergler  del.,  J.  Ber- 
ka sc.).  Leipzig(,)  bey  Caspar  Widtmann.  1801.  8°.  271  S. 
(4  Mk.,  etwas  wasserfl.,  Gust.  Fock,  Lpz.) 

Dasselbe.  Ebd.  1806.  8°. 

Fehlt  im  Anon.-Lex. 

SCHLUPFWINKEL  der  Prostitution.  Enthüllungen 
aus  den  dunkelsten  Winkeln  und  Lasterhöhlen. 
(190*.)  8f>.  (i  Mk.  50  Pfg.  O.  Rauthe,  Berlin,  1909,  ohne 
Orts-  u.  Jahresangabe :) 

Aus  dem  Inhalt:  Separds.  Animierkneipen.  Absteigequar- 
tiere, Kaschemmen.  Asyle,  Armenhäuser,  Laubenkolonien,  Ha- 
fenplätze und  allerlei  Winkel  etc. 

SCHMARAZELIOBUSIDORUS,  Ueber  die  Neujahrs- 
wünsche etc.,  hrsg.  von  Kilian  Männer  (ps.).  1783. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  340.  — Rar! 

SCHMAUSEREIEN,  Poetische,  erste  Tafel  voll.... 
(von  Heinr.  Wilh.  Seyfried).  Wolfenbüttel  1787. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  40  (nach  Kayser).  — Sehr  selten! 


Schmecksbrattel — Schmerz 


185 


SCHMECKSBRATTEL,  Biberius  von  (ps.).  — Ein  k u r t- 
zer  und  kurtzw  eiliger  Abdruck  der  edlen  Wurst- 
Zapffen  oder  Krippen  Reuterey,  entworffen  durch 
Biber ium  von  Schmecksbrattel,  Erbherrn  auf  Fressenaw  etc. 
O.  O.  u.  J.  (c.  1700).  12  Bll.  40.  (10  Mk.  Jacques  Rosenthal, 
München,  1912.) 

Bittere  Satyre  auf  die  Laster  der  Völlerei  u.  Trunkenheit. 
— Höchst  selten  1 

SCHMELING,  Carl,  Der  Graf  v.  Meissen  oder  d i e 
Schloß-  u.  Klostergeheimnisse  von  Spanien  u. 
Italien.  Historische  Erzählung.  1 5 Lfrgn.  Berlin,  Kroschel, 
1865.  Gr.  80.  (2V2  Rthl.) 

Königin  und  Buhlerin.  Historischer  Roman.  2 

Bde.  Ebd.,  Humburg  & Co.,  1865.  8°.  (H/g  Rthl.) 

Das  Pfaffenkind.  Ebd.,  o.  J.  (c.  1870).  8®.  (i  Mk. 

M.  Edelmann,  Nürnb.,  1906.) 

Alle  3 Colportage-Romane. 

§ * SCHMELTZEL,  Wolfg.  (geb.  um  1500  bis  1510  zu  Kem- 
nat in  der  Oberpfalz,  Sohn  eines  armen  Handwebers,  war 
zu  Amberg  Cantor,  verließ  Weib  und  Kind,  ging  nach  Wien, 
wo  er  1542  das  Amt  eines  Schulmeisters  bei  den  Schotten 
versah,  wurde  dann  katholischer  Pfarrer  zu  St.  Lorenz  auf 
dem  Steinfelde  und  scheint  um  1560  gestorben  zu  sein.  — 
Goedeke  II,  404  [nach  den  dort  verzeichneten  Quellen].) 
— Guter  seltzamer  vn‘  künstreicher  teutscher 
Gesang  sonderlich  etliche  Künstliche  Quod- 
libet, ....  vn'  dergleichen,  mit  vier  oder  fünff 
stim'en,  bißher  im  truck  nicht  gesehen.  Tenor,  (von 
"Wolffgang  Schmeltzel,  Burger  zu  Wien).  — A.  E.:  Ge- 
druckt zu  Nürnberg,  durch  Jo.  Petreium  M.D.XLHH.  (1544.) 
Kl.  40.  (Expll.  auch  in  Jena  u.  Basel.) 

Enth.  25  Lieder  mit  Melodien,  deren  genaues  Verzeichniß 
bei  Goedeke  a.  a.  O.  Widmung  Wolfgang  Schmeltzls  an  k. 
Rath  und  Stadtschreiber  Franz  Igelshoffe  r.  Eitner  86  ff.; 
Böhme  793;  Monatshefte  f.  M.  3,  201;  8,  35. 

SCHMERZ  der  Liebe.  Ein  (zahmer)  Roman.  Von  der  Ver- 
fasserin d.  Romans : Louise  od.  kindl.  Gehorsam  u.  Liebe 
im  Streit  (Regina  Frohberg).  Berlin,  1810.  Bei  C.  SaJfeld. 
8®.  21 1 S.  ’ 

Der  auf  dem  Titel  genannte  Roman  ,, Louise“  ....  er- 
schien in  Berlin,  Sommerbrodt,  1808.  S''.  Die  Verfasserin, 
eine  gebornejüdin,  geb.  Salomo,  verheirathete 
F riedländer,  trennte  sich  von  ihrem  Gatten,  liees  sich 
taufen  und  nahm  den  Namen  Frohberg  an. 

Dasselbe.  2.  Aufl.  (mit  ihrem  Namen).  Mit  Titelkpfr. 

Wien  1815.  80. 


i86 


SchmetterlingeSchmid 


SCHMETTERLINGE.  Görlitz,  b.  Hermsdorf  u.  Anton,  179;. 
8».  (3/^  Rthl.) 

Anzeige  der  Verlagsfirma. 

SCHMETTERLINGE  und  spanische  Fliegen.  (Anekdo- 
tensammlung.) Leipzig,  Sommer,  1809.  8°.  (3/^  Rthl.)  (5  Mk. 
C.  G.  Börner,  Lpz.,  1907.) 

SCHMETTOW,  Des  Grafen  Woldemar  Friederich  von  (dänischer 
Legationssekretär,  geb.  1749,  f 1794),  Kleine  Schriften. 
(19  Abhandlgn.)  Nach  s.  Tode  gesammelt.  2 Thle.  Mit  (dem 
meist  fehlenden)  Portrait  d.  Vf.  (A.  Ipsen  del.,  H.  Lips  sc.). 
Altona,  bei  Hammerich  1795.  8«.  (21/3  Rthl.)  (4  Mk.  Kühl, 
Berlin,  c.  1882;  3 Mk.  50  Pfg.,  ,,mit  Porträts“,  Jul.  Neumann, 
Magdeb.,  1906.) 

I:  Portr.  (Brustbild  en  profil),  XII,  i BI.  Inh.,  482  S. 
Darin  u.  a. : lieber  den  Kindermord  (S.  44 — 70). 

II;  Tit.,  1 Bl.  Inh.,  632  S.,  i Tabelle.  U.  a. : Nicht 
jeder  Unbeweibte  verdient  den  Namen  Hagestolz,  noch 
den  Spott  seiner  Mitbürger  (S.  263 — 304).  — Putz  und 
Reinlichkeit  sind  sehr  wesentlich  verschieden  (S.  360 
.388). 

SCHMID,  Class  und  Familie,  ein  Roman  für  un- 
sere Zeiten.  Narva  (Leipzig)  1790. 

Weller,  fing.  Dr. ; fehlt  Kayser  unter  Romanen.  — Rar! 
SCHMID,  Schreib  en  eines  Hagestolzen  an  einen 
Hagestolz.  Wien  1782.  8^. 

Karajan’s  Bibi.  II.  Wien  1879.  ^lo.  1592.  — Rar! 

SCHMID,  Jac.,  s.  J.,  Die  spihlende  Hand  Gottes  mit 
der  Menschen  Hertzen  auf  Erden,  vorgestellt 
durch  allerhand  Leben  u.  Bekehrungen  heiliger 
Gauckler,  Spihlleut  u.  Comödianten.  Nebst  e. 
Anhang,  die  weise  Thorheit  genannt.  2.  Aufl.  Mit 
2 Titelkpfrn.  Augspurg  1756.  4°.  (6  Mk.  Geiger  & Jedele, 
Stuttgart,  1895.) 

Die  erste  Aufl.  vielleicht  von  demselben  Jahre.  (Vgl. 
Cat.  Fritz,  München  1770.  p.  428.) 

SCHMID,  M.  Lebrecht  Chrn.  Gottlob  (Zuchthauspred.  in 
Zwickau),  Nachrichten  von  den  Lebensumständen 
einiger  merkwürdigen  Z u c h t h a u s g e f a n g e n e n , 
gemeinnützig  bearb.  u.  neu  herausg.  v.  — . Leipzig,  bey  Geo. 
Eman.  Beer.  1797.  8°. 

6 Bll.  Vorst.,  307  S.,  enth.  24  Nrn.  (auch  Frauenzim- 
mer, meist  durch  Schwängerung,  Ehebruch,  Kindsmord  etc. 
verunglückt).  Sehr  bekannte  Verbrecher  kommen  hier  nicht  v'or. 

SCHMID,  P.  M.,  Der  Sachwalter  des  Schönen  Ge- 
schlechtes. Oder  Versuch  eines  Beweises,  daß  es  der 
Ehre,  dem  Glücke,  dem  Vergnügen,  u.  den  Rechten  des  weib- 
lichen Geschlechtes  höchst  nachtheilig,  so  lange  zu  warten, 


Schmidt — Schmidbauer 


187 

bis  ein  Freyer  kömmt,  u.  daß  es  so  schicklich  als  nothwendig 
sey,  daß  Frauenzimmer  selbst  auf  das  Freyen  ausgehen.  Mit 
hübschem  TKpf.  u.  TVign.  (J.  Mansfeld  fec.).  Wien  1782. 
bey  Sebastian  Hartl  in  der  Singerstrasse.  8°.  (1/2  Rthlr.  Scheible, 
vor  1875;  jetzt  theurer!) 

Rarl  96  S.  (incl.  i Bl.  Inh.:)  i.  (s.  Titel).  Aufgesetzt 
von  der  Frau  T.  R.  v.  N.  (S.  7 — 60.)  2.  Die  Liebe  in  der 
L^kraine,  od.  histor.  Beweiß,  daß  in  Europa  eine  Nation  existirt, 
bey  welcher  die  Mädchen  sich  selbst  einen  Bräutigam  suchen. 
(S.  61 — 65.)  3.  Parallel  (I)  zwischen  einem  Amerikaner  u.  Euro- 
päer in  Ehestandssachen.  Von  einem  Unbekannten.  (S.  66 — 74.) 
4.  Moral.  Versuch  über  die  alten  Jungfern.  Von  einem  großen 
Naturkündiger.  (S.  75 — 88.)  5.  Die  Kunst  zu  heurathen  (unterz- 
R.  C.  V.  H.). 

— — Dasselbe.  (Nachdruck?)  Presburg  (so!)  1783.  8°. 

Ehestandsalmanach  I.  p.  293. 

* SCHMID,  Siegfr.,  Phantasien.  Erlangen,  Heyder,  1803. 
8°.  (H/g  Rthlr.)  296  S.  (In  Berlin:  Yw  5571.) 

I.  Lothar,  oder:  Liebe  löst  den  Wettstreit.  2.  Der  Knabe 
Antonio,  ein  Mährchen.  3.  Die  Verwandten. 

Nr.  2 erschien  auch  ebd.  ib.  1818.  8*^.  , zusammen  mit 

andern  Erzähl.  (1^/3  Rthlr.) 

SCHMIDBAUER,  Ferd.,  Zum  Frohen  Neuen  Jahr  Wil 
Viel  und  Wenig  Schencken  / Vignette  / Hanns- 
Wurst  Ein  armer  Bauer  / Auf  stätes  Ange- 
dencken.  2 Bl.  in  kl.  fol.  O.  O.  u.  J.  (Graz  1733).  (51  Mk., 
stellenw.  unterklebt,  Max  Perl’s  Berliner  Oct.-Auct.  1907  no.  435.) 

Seltenheit  ersten  Ranges!  Gedicht  von  15 
sechszeiligen  Strophen.  Ort  u.  Datum  gehen  aus 
dem  Text  hervor.  Die  umrahmte  Titelvignette  (10,5  : 7 cm) 
stellt  den  Hanswurst  in  ganzer  Figur,  mit  Pritsche  u.  ab- 
gezogenem spitzen  Hut,  dar  u.  trägt  d.  Unterschrift  „Ferdi- 
nandus  Schmidbauer  Phile  (so!):  Studiosus  p:  t:  ex  Comicis  H: 
W:“ 

Hans-Wurst  / Bringt  in  Papier  Sein  schul- 
diges Oster-Ey.  (Vignette.)  Und  wünscht  / Dass  es 
beliebt  Bey  jeden  (so!)  Gönner  sey.  2 Bl.  in  kl.  fol. 
O.  O.  u.  J.  (Linz,  ca.  1730).  (71  Mk.  1.  c.  no.  436.) 

Seltenheit  ersten  Ranges!  Gedicht  von  58 
kreuzweise  gereimten  Versen.  Die  umrahmte  Vig- 
nette (ii,5  : 6,5  cm)  stellt  Sch.  in  ganzer  Figur,  doch  dies- 
mal ohne  Hut,  dar.  Ueber  d.  Vignette  die  Worte  „Ferdi- 
nandus  Schmidbauer,  Phile : Studiosus  p : t : ex  Comicis  H : 
W :"  — unter  derselben  der  Vers  „Hans  Wurst  auf  das 

Theatrum  tritt  In  bauren  Aufzug  und  Habit  Die  Wahrheit 
lachende  zu  sagen.  Weil  sie  niemand  in  Ernst  gefällt.  Leicht 
kan,  yver  ihn  für  thöricht  hält,  selbst  einen  Narren  bey  sich 
tragen".  — Daß  Sch.  zur  Zeit  in  Linz  auftrat,  verrät  die 
siebente  Zeile  des  Gedichts  „Sprich  / angenehmes  Lintzl“  etc. 
SCHMIDBAUER,  Max,  Die  galante  Henny.  München, 
o.  J.  (189*).  16°.  (i  Mk.  20  Pfg.  J.  Taussig,  Prag,  1904.) 


i88 


Schmidder — Schmidt 


Die  neue  Magdalene.  Mit  zahlr.  pikanten  Bildern 

von  Coeurdame.  Prag,  Verlag  von  Aloys  Hynek,  1903. 
8°.  (Br.  Mk.  2 — ; eleg.  gebd.  3,50.)  (2  Kr.  40  H.  Vict.  Eytel- 
huber,  Wien,  1905.) 

— — Der  Über-Alwin.  Buchschmuck  von  Coeurdame. 
Ebd.  (190*).  8°.  (Mk.  1,50.) 

* SCHMIDDER,  Mart.  — Das  New  Morgens  Fell. 
Von  der  Frawen  herschung,  vnd  gebiet  der  Wei- 
ber vber  jhre  Man,  Ein  lustige  vnnd  Nützliche 
Comedia  oder  Schawspill,  Dem  Heiligen  Ehestand 
vnd  Eheleuten  zu  Ehren  vnnd  wolfart  gemacht.  Durch  Meister 
Martin  Schmidder  von  Holtzwyler  zu  Düren,  Im  jahr  vnsers 
Herrn  Tausent  Fuenff  hundert  zwey  vnd  achtzig,  am  Ersten 
May.  Gedruckt  zu  Berlin,  bey  Nickel  Voltzen,  Anno. 
M.  D.  LXXXV.  (1585.)  8°.  (In  Berlin:  Yq  741.) 

5 Bogen.  In  Versen.  — Ungemein  seltener  Berliner 
Druck. 

SCKMIDLIN,  Joh.  — Fantzen,  das  ist  allerhand  kurtz- 
weilige,  lächerliche  vnd  anmutige  Diseurs  vnd 
Historien,  theils  aus  alten  vnd  newen  Historien,  theils  aus 
eigner  Influentz,  beschrieben  vnd  zusammen  getragen,  durch 
Joh.  Schmidlin,  Buchhändler  zu  Franckfurt.  In  Verlegung 
des  Autoris. 

Ohne  Formats-Angabe  unter  den  libris  fut.  nund.  prodit. 
des  M.  M.  V.  1629.  E 3 a.  In  den  späteren  Mess-Verz.  nicht 
mehr  erwähnt. 

SCHMIDT,  Wer  ist  in  der  Liebe  unbeständig? 
Sind’s  die  Mannspersonen?  Sind’s  die  Frauen- 
zimmer? Wien  1807.  (1607  ist  sicher  Druckf.)  8°.  Aeusserst 
selten!  (7  Kronen,  Ausrufspreis,  in  Kubasta  & Voigt’s  Wiener- 
Novbr.-Auction  1900.) 

§ SCHMIDT,  Benj.,  Theatralische  und  Musicalische 
wie  auch  andere  Gedichte,  welche  bey  unterschied- 
lichen, so  wohl  freudigen  als  auch  traurigen  Begebenheiten 
verfertigt  worden.  Leipzig  u.  Rudolstadt,  b.  Wolffg.  Solbrig, 
1748.  8°.  I Alphab.  21  Bog.  (In  München:  P.  o.  germ.  1316.) 
O.  M.  V.  1748.  Gzb;  Cat.  Meissner  III.  p.  542.  — Selten! 
Darin  u.  a. : Cupido  und  Psyche,  eine  Oper.  • — Die  belohnte 
Treue,  Tragi-Comödia.  (Gottsched,  Vorrath.) 
SCHMIDTENS,  M.  Ber.  (so!),  Wohl  verdienter  Nasen- 
Stieber.  1661.  12°. 

Mit  5 and.  poet.  Werken  i.  d.  Bibi.  Kielmans-Egg.  I.  p.  1262. 
— Rariss. 

SCHMIDT,  C.  F.,  Lebensregeln  für  Jungfern,  nebst 
einem  Pendant  über  das  Heyrathen  für  alle 
Stände.  Wien,  bey  Friedr.  Aug.  Hartmann,  1787.  8°.  (3  Mk. 
Priewe,  Heringsdorf,  1895.) 


Schmidt  189 

87  S.  (incl.  Tit.).  S.  6iff. : Ueber  das  Heyrathen.  (Vom 
männl.  Samen,  der  Zeugung  etc.)  — Selten  I 
SCHMIDT,  F rid.  — Ehelicher  Frawen  Proceß,  auß 
dem  26.  Capitel  des  weisen  Lehrers  Syrach  genommen,  vnd 
in  einer  Hochzeit  Predigt  abgehandelt  vnd  erkläret, 
durch  M.  F ridericam  Schmidt  Pegav.  Pfarherrn  zu  Wiederaw. 
Leipzig  b.  Joh.  Groß.  4°. 

So  im  O.  M.  V.  1630.  H.  i a. 

SCHMIDT,  F.  T.,  (Past.  zu  Wahren),  Ueber  das  Sitten- 
Verderben  der  Bedienten.  Preisschrift  1791.  (Ver- 
handlungen der  Hamburgischen  Gesellschaft.  Bd.  2.)  (In 
Rostock,  Landesbibi.) 

Einzig  mögliche  Art  gutes  Gesinde  zu  er- 
halten. Eine  gekrönte  Preisschrift.  Neustrelitz  1798.  (Ebd.) 
§ * SCHMIDT,  Geo.  Wilh.,  Candaules,  ein  Trauer- 
spiel (in  5 Aufz.).  Frankfurt  u.  Leipzig  1758.  8°.  (In  Ber- 
lin: an  Xv  5428.) 

85  SS.  In  Versen  im  Geschmacke  Lohenstein's.  Einiges 
etw.  frei.  Selten  I 

SCHMIDT,  Gust.,  Erdichtete  Liebesbriefe  des  15. 
Jahrhunderts  in  niederdeutscher  Sprache.  O.  O. 
u.  J.  8<>.  (In  Hannover,  Stadtbibi.)  Rar! 

SCHMIDT,  Gust.  (d.  i.  Joh.  Chrn.  Heinr.  Heydenreich),  E g - 
wia,  oder  Buhlersinn  und  Mannesfluch.  Roman. 
Leipzig,  b.  J.  G.  Heinr.  Richter.  1808.  8®.  (3  Mk.  Heinr. 

Lesser,  Breslau,  1875;  jetzt  theurer!) 

Titel,  I Bl.  Zuschr.  u.  340  S. 

Dasselbe,  titulo : Florchens  Vorübungen.  In  Al- 

thing’s  Manier.  Giesen  (siel),  in  Commiss.  bey  G.  Müller, 
O.  J.  (1818).  8°.  Tit.  u.  340  S.  (3  Rthl.  Scheible,  vor  1875; 
3 fl.  48  xr.  Th.  Ackermann,  vor  1875.) 

Derselbe  Druck  wie  der  vorige,  nur  mit  veränd.  Titel  u. 
Weglassung  der  Zuschrift. 

Moritzens  Liebschaften  und  Schwänke. 

Roman.  Penig,  1803.  Bey  Ferd.  Dienemann  u.  Comp,  in 
Commiss.  80.  (2/3  Rthl.  Schmidt,  Halle;  3 Mk.  Lesser.) 

Tit.  u.  458  SS.  — Zuerst  gedr.  1800. 

Reinwald,  Louis,  oder  das  schöne  Geheim- 
nis s.  Erfurt,  bei  J.  E.  G.  Rudolphi,  o.  J.  (1807).  8®.  Titel 
u.  318  S. 

In  der  i.  Hälfte  üppige  Verführungs  versuche  einer  buh- 
lerischen Ehefrau. 

S.  auch  Amors  Larven  .... 

SCHMIDT,  V.  H.,  Die  keusche  brandenburgische 
Nonne!  Eine  historisch-kritische  Untersuchung.  Berlin  1808. 
8®.  (In  Berlin,  Magistratsbibi.)  (i  Mk.,  mit  d.  Jahrz.  ,,1818“  (?), 
Paul  Lehmann,  Berlin,  1892.) 


190 


Schmidt 


SCHMIDT,  Dr.  Karl  („Oberlandesgerichtsrath  zu  Colmar  i.  E.“), 
Jus  Primae  Noctis.  Eine  geschichtliche  Unter- 
suchung. Freiburg  im  Breisgau,  Herder’sche  Verlagshand- 
lung. i88i.  Gr.  8°.  Lat.  Lett.  (Mk.  8—.)  Vergriffen!  (5  Mk. 
50  Pfg.  Wilh.  Scholz,  Brnschw.,  1896;  5 Mk.  Adolf  Weigel, 
1904;  6 Mk.  Alfr.  Lorentz,  Lpz.,  1905.) 

XLIII  (incl.  „Titel  der  benutzten  Bücher“,  S.  XIII  sq., 
reiche  Bibliogr.),  397  S.  (incl.  Regg.),  i Bl.  Verlag  d.  Firma. 
— Sehr  gelehrtes  Werk,  wohl  das  umfassendste  über  dieses 
heikle  Thema,  welches  das  jus  primae  noctis  aller  Zeiten 
u.  Völker  behandelt.  — Wertvolle  Kapitel  über  Babylon,  Palä- 
stina, Indien,  Arabien  u.  Spanien  nach  speciellen  Mitteilungen 
von  Fachgelehrten. 

Der  Streit  über  das  Jus  primae  noctis.  Ber- 
lin 1884.  8°.  (ln  Amsterdam,  Bibi.  Gerritsen.) 

Slavische  G e s c h i c h t s q u e 1 1 e n zur  Streit- 
frage über  das  Jus  primae  noctis.  (S.-A.)  Posen 
1886.  8°.  (ln  Leipzig,  Bibi.  d.  Reichsgerichts,  u.  in  Amster- 
dam, Bibi.  Gerritsen.)  (i  Mk.  20  Pfg.  M.  Edelmann,  Nürnb., 
c.  1906.) 

§ SCHMIDT,  Nie.  — Von  den  zehen  Teu-  / fein  oder 
Lastern,  damit  die  bösen  vn-  / artigen  Weiber 
besessen  sind.  Auch  von  zehen  / Tugenden,  damit  die 
frommen  vnnd  ver-  / nünfftigen  Weiber  gezieret  vnnd  be-  / 
gäbet  sind,  in  Reim  weis  ge-  / stelt.  Durch  Niclaus  / 
Schmidt.  / Jhesus  Syrach  am  xxv.  Cap.  / Es  ist  kein  kopff 
so  listig  als  der  Schlangen  / kopff,  vnd  ist  kein  zorn  so  bitter, 
als  der  frawen  / zorn.  Ich  wolt  lieber  bey  Lewen  vnd  Tra- 
chen  / wonen,  denn  bey  einem  bösen  Weib,  etc.  / Vnd  am 
xxvj.  Cap.  / Ein  tugentsam  Weib,  ist  ein  edel  gäbe,  vnd  / 
wird  dem  gegeben,  der  Gott  fürchtet,  er  sey  / reich  oder  arm, 
so  ists  jm  ein  Trost,  vnd  macht  / jn  allzeit  frölich.  ' M.D.L.VIl. 
(1557.)  A.  E.:  Gedruckt  zu  Leipzig,  durch  / Georgium 
Hantzsch.  40.  (ln  München  u.  in  Zürich,  Kantonsbibi.;  auch 
in  Dresden:  4°  Litt.  Germ.  rec.  B.  133m.)  (15  Mk.  E.  Frens- 
dorff,  1903;  IO  Mk.  Ludw.  Rosenthal,  1906.) 

28  Bll.  Erste  sehr  seltene  Ausgabe.  Vorr.  dat. : Den  xxij. 
tag  Februarij  im  1557.  Jar.  — Maltzahn  p.  163  no.  1002. 
— — Dasselbe,  tit. : Von  den  zehen  Teuffein.... 
Wittenb.  1568.  8°.  38  Bll.  (36  Mk.  Jacques  Rosenthal,  c.  1903.) 

Weller,  Annal.  II,  p.  355. 

SCHMIDT,  N i c.,  von  Dresden.  — Kurtze  und  wahre 
Beschreibung,  der  f ü n f f j ä h r i g e n harten  Ge- 
fängnüs,  welche  Nicolaus  Schmiedt,  Bürger 
und  Kürschner  in  Dreßden,  vnter  den  Türcken, 
beydes  zu  C o n s t a n t i n o p e 1 und  dann  auf  denen 
Reisen,  so  er  nach  er  Egypten,  vnd  an  andere 


Schmidt — Schmiedtgen 


Orte  als  ein  Sclav  zu  Wasser  vnd  Lande  thun 
müssen,  erbärmlicher  weise,  in  Ketten  vnd  Ban- 
den außgestanden.  Dreßden,  bey  Wolff  Seyfferten.  4°. 
So  im  O.  M.  V.  1635.  C 2 a. 

Dasselbe.  Mit  angehängt.  Verzeichnüs  etlicher  Türck- 

ischen  Wörter.  Ebd.  1684.  8°.  (12V2  Sgr.  Maske,  Breslau, 
vor  1870;  jetzt  viel  theurer!) 

H.  M.  V.  1683,  E 2a,  mit  der  Adresse:  ,, Leipzig,  Joh.  Chrn. 
Wohlfart“  u.  dem  Format  „iz®“.  — Haydinger’s  Bibi.  II.  no. 
112  (in  dessen  Expl.  die  Seiten  99 — iio  fehlten). 

Dasselbe.  Mit  Holzschnitten.  O.  O.  u.  J.  4°. 

Bibi.  Mehnert.  I.  p.  133. 

SCHMIDT,  Der,  seines  eigenen  Unglücks,  s.  Kunst- 
lieb, Julius. 

SCHMIDT-CABANIS,  Rieh.,  Wenn  Frauen  lächeln.  Hu- 
moristische Noveletten  u.  Skizzen  für  und  über 
die  schönere  Hälfte  des  Menschengeschlechts. 
Berlin  1876.  8°.  Mit  14  Textholzschn.  (Mk.  5 — .)  (2  Mk.  50  Pfg.. 
Richard  Bertling,  Dresden,  Orig.-Lwd.,  1913.)  Zahm. 
SCHMIEDTGEN,  Joh.  Gottfr.  Daniel  (geb.  am  15.  April  1766 
in  Sorau,  f als  hildburghaus.  Rath  in  Leutenberg  bei  Saal- 
feld am  30.  Sept.  1816.  — Goedeke  V,  488,  6,  nach  Meusel, 
Gelehrtes  Deutschland.  — Chronolog.  Folge  der  Romane 
etc.),  Anna,  oder  der  Fallstrick  der  Ehre  und  des 
Reichtums,  ein  Volksbuch.  Leipzig  und  Gera,  Heinsius, 
1796.  248  S.  (2  Mk.  J.  Taussig,  Prag,  1907:) 

Als  ,, Volksbuch“  gedacht  ist  die  Erzählung  nichts  weniger 
als  moralisch. 

— ■ — Dasselbe.  2.  Aufl.  Ibid.  1798.  8*^.  248  S.  (6  Mk., 

unbed.  fleckig,  der  Vorige,  1904.) 

— — Dämmerungen.  Für  Deutschlands  gute  Töchter. 
Leipzig  1796.  80. 

I.  Benjamine,  oder  die  Aster.  2.  Der  Widerspruch  oder 
die  Bettlerfreude.  3.  Das  Gericht  der  Grünlinge. 

Helena,  oder  so  kommt  man  zu  Ehren.  Ein 

Gegenstück  zu  Anna.  Ebd.  1797.  80. 

Das  Haus  Grodnow,  oder;  Die  Liebe  nach 

der  Ehe.  2 Thle.  Ebd.  1798.  8®. 

Dasselbe.  Ebd.  1800.  8°. 

Juchhei!  oder:  das  neue  Hochzeitbüchlein. 

Zur  Lust  und  Freude  der  Junggesellen  und  Jungfern.  (Ro- 
man, kein  Jocosum !)  Leipzig,  bei  Gerhard  Fleischer,  d.  J. 
1798.  80. 

104  S.  (incl.  Tit.,  i Bl.  „Unserm  Starke  in  Bernburg  ge- 
widmet“, I Bl.  Vorw.).  Selten! 

Theobalds  Morgengabe  für  seine  Enkel- 
tochter Pauline;  Ein  Buch  für  deutsche  Töchter  zur 


192 


Schmiedtgen 


Beherzigung  in  der  Zeit  der  Liebe  und  des  Frohsinns.  Mit 
I Kupfer  von  Mansfeld.  Leipzig  1798.  8°.  (11/3  Rthl.)  (4  Kr. 
Halm  & Goldmann,  1907.) 

He  da!  oder  das  neue  Lottobüchlein.  Ge- 
druckt in  diesem  Jahr  (Bayreuth  1799).  8°. 

Der  hohe  Windbruch,  oder  Eduard  und  sein 

Freund.  Ebd.  1800.  8°. 

— — Dasselbe.  Ebd.  1806.  8°. 

Die  stille  Ecke  am  Rohrteiche,  oder:  Anton 

und  Edda.  2 Bde.  Ebd.  1800.  8^. 

— • — Dasselbe.  Ebd.  1807.  8^. 

Albert  und  Jacobine,  oder  die  friedlichen 

Thäler  an  der  Starrenburg.  Ein  Gemälde  ländlicher 
Glückseligkeit.  Neustrelitz  1802.  8^. 

- — — Dasselbe.  Zweite  mit  Kupf.  vermehrte  Ausgabe.  Leipzig, 
Hinrichs,  1805.  8°.  (2  Rthl.) 

Der  Hagestolz,  oder  die  sieben  Liebschaf- 
ten. Mit  TKpf.  Leipzig  1802.  8^.  (2  Mk.  40  Pfg.  Scheible, 
vor  1885.) 

Neue  Allg.  dsch.  Bibi.  83,  365. 

-Pauline  Well.  Ein  Gegenstück  zum  Hagestolzen. 

Mit  Kpfrn.  Leipzig  1803.  8°.  292  S. 

Die  Liebe  am  See  bey  Vollmersgrün.  2 Bde. 

Mit  Kupf.  Eisenberg,  b.  J.  Schöne  und  Comp.,  1804 — 6.  8^. 
(22/3  Rthl.) 

Dasselbe.  Neue  Aufl.  2 Bde.  Mit  Kupf.  Ebd.  1807. 

80.  (2  Rthl.) 

Kleine  Erzählungen.  Leipzig  1805.  8°. 

Andeutungen,  oder  (17)  kleine  Erzählungen. 

4 Bde.  Kiel,  akademische  Buchhandlung,  1809 — 12.  8®. 

I (Andeutungen);  Dorchen,  oder  Schirners  kleine  Reise.  — 
Die  Treibjagd.  (Auch  im  Toilettenfreund  I,  3.)  — Duldung 
und  Pflicht.  — Vater  Holms  Reise  zu  seinen  Kindern. 

II  (Landfrüchte):  Der  Börgerstock  (sol).  — Entsagung  und 
Liebe.  — Lottchen,  oder  die  moderne  Bildung.  — Die  heim- 
liche Freude. 

III  (Zöglinge);  Der  Wurf  aus  dem  Fenster.  — Das  Brause- 
loch. — Die  Büste  meines  Vaters.  — Die  Hingebung. 

IV  (Silenen):  Euphrosine,  oder  die  Frucht  des  Mitleids.  — 
Die  Trümmer  der  Liebe  auf  Ogygia.  — Die  Stiefmutter.  — 
Die  gemalten  Eier,  oder  Geschichte  meiner  Liebe.  — Jacob 
und  Maria. 

Der  Friede  im  Hause;  oder  über  die  V’^er- 

schlimmerung  unsers  Gesindes,  nebst  den  Mit- 
teln, auf  die  Veredelung  desselben  zu  wirken. 
Ein  Hausbedarf  für  Familien  - Väter  und  Mütter.  Leipzig, 
Solbrig,  1809.  80.  (2/3  Rthlr.) 


Schmier  jäckel — Schmitz 


193 


Lydie  Willmar,  oder  die  Früchte  der  Zeiten. 

Eine  Geschichte  aus  den  stürmischen  Tagen  des  Krieges. 
2 Bde.  Mit  Kupf.  Leipzig,  Hinrichs,  1809.  8°.  (Schreibp. 
12/3  Rthl.;  Velinp.  2 Rthlr.) 

Clementine  oder  MeinWonnelebenamFried- 

richsbrunnen.  Mit  Titelkpfr.  u.  gestoch.  Tit.  m.  Vignette. 
Leipzig  (o.  Adresse)  1811.  8°.  236  S. 

Sentimental-erotisch. 

Dasselbe.  Zweite  wohlf.  Ausgabe.  Ebd.  1813.  8°. 

Adonide,  oder  Liebe  und  Schein.  Ebd.  1811.  8°. 

Dasselbe.  Neue  wohlf.  Ausgabe.  Ebd.  1815.  8°. 

Die  Gränznachbarn  oder  Otto  von  Tetten- 
berg. Ebd.  1813.  8°.  (i  Kr.  20  H.  Halm  & Goldmann,  1907.) 

Goedeke  V,  489,  6,  hat  „Trettenberg“  (?)  u.  „1812“  (?). 
SCHMIERJACKEL  in  Altschackenland,  Hanns  (ps.), 
Neues  mit  dem  alten  Ueberzug  versehenes 
Frag-  und  Anzeigblättlein.  (Satirische  Gedichte.) 
O.  J.  (Nürnberg,  c.  1790). 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  506.  — Rar! 

* SCHMEKAT,  Frau,  oder  die  Folgen  eines  Kusses. 
(Vf.:  E.  Waas.)  Königsberg  i.  Pr.,  o.  J.  (c.  1900). 

Anon.-Lex.  V.  p.  262. 

SCHMITZ,  Oscar  A.  H.  (in  München,  geb.  16.  April  1873 
zu  Homburg  vor  d.  Höhe),  Orpheus.  Lieder  des  Fah- 
renden. De  Profundis.  Katafalke.  Roma.  Durch 
den  Buchhandel  Hermann  Lazarus  Berlin  W.  \Am  Schluss:) 
Dieses  Buch  wurde  gedruckt  im  Oktober  des  Jahres  achtzehn- 
hundert acht  und  neunzig  (1898)  in  Berlin  N.  bei  F.  Gynamon. 
4°.  127  S. 

Vom  Verfasser  aus  dem  Buchhandel  zurückgezogen. 

— — Haschisch.  Erzählungen.  Frankf.  a./M.  1902.  8°. 
(4  Mk.,  tadellos  mit  Widm.  d.  Vf.,  Schweitzer  & Mohr,  Berlin, 
1910.) 


„Feine  erotische  Erzählungen  im  Geiste  Rops’  u.  d’Aure- 
villy’s.“  — Vergriffen! 

Dasselbe.  Stuttgart,  o.  J.  (1903).  8°.  (2  Mk.  J.  Taussig, 

1903-) 

Die  Halbmaske.  Novellen  und  Essays.  Ebd., 

Axel  Juncker’s  Verlag,  1903.  Gr.  8°.  (Mk.  3,50.)  (3  Kr.,  eleg. 

br.,  Vict.  Eytelhuber,  Wien,  1905.) 

Inhalt : Die  Erziehung  des  Bacchus.  — Wie  Phaeny- 
chis,  die  Hetäre,  in  den  Himmel  kam.  — Ge- 
dichte etc. 

Don  Juan,  Casanova  und  andere  erotische 

Charaktere,  Essay.  Ebd.  1906.  8°.  (Mk.  2 — , gebd.  3,50.) 

Zur  Psychologie  der  Curtisane.  (In:  Die 

Opale.  Th.  4.  Lpz.  1907.  S.  157 — 160.) 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


13 


194 


Schmölder — Schnacken 


SCHMÖLDEK,  Robert  (Oberlandesgerichtsrat,  Hamm),  Die  Be- 
strafung und  polizeiliche  Behandlung  der  ge- 
werbsmässigen Unzucht.  Düsseldorf  1 892.  (In  Dres- 
den, Bibi.  d.  Gehestftg.) 

Die  gewerbsmässige  Unzucht  u.  die  zwangs- 
weise Eintragung  in  die  Dirnenliste.  Berlin  1893. 
80.  (50  Pfg.) 

Staat  und  Prostitution.  (190*.)  (50  Pfg.) 

Willy  Schindler,  Pressburg,  1910. 

Unsere  heutige  Prostitution.  München  1911. 

E.  Reinhardt.  80.  30  S.  (Mk.  0,50.) 

Die  Prostitution,  ihre  alsbaldige  Regelung 

ein  dringendes  Bedürfnis.  Leipzig  1913,  Verlag  von 
Johann  Ambrosius  Barth.  8°.  24  S.  (Mk.  0,30.) 

SCHMÖLDER,  Joseph  (Gastwirth,  Frankfurt  a/M.),  Humor- 
istischer Flaschenkeller:  Launige  Lebens-  und  Reise- 
bilder, Schwänke  etc.  Mit  Portrait  Schmölder ’s.  Frankfurt 
a.  M.  1853.  80.  212  S.  (i  Mk.  80  Pfg.  J.  Taussig,  1904.) 
Kam  nicht  in  den  Handel. 

— • — Dasselbe.  2 Bde.  Mit  Portr.  Karlsruhe  1866.  Gr.  8°. 
(3  Mk.  50  Pfg.  Baer  & Co.,  1894.) 

SCHMOSSMAN,  Doctor  (ps.).  — Ein  kurtzweilige  / Pre- 
dig, die  vnns  beschreybet  / Doctor  Schmoßman,  am  vier 
/ vnd  zweintzigsten  Kappen-  / zipfel,  etc.  O.  O.  u.  J.  (15**). 
80.  4 Bl. 

Mit  Holzschnitt:  Mann  in  Narrenkleidung. 

* Dasselbe.  Neudruck  (in  nur  wenigen  Expll.)  durch 

Moritz  Haupt,  O.  Jahn,  J.  Th.  Mommsen,  S.  Hirzel, 
K.  Reimer  und  G.  Wigand.  Leipzig  1849. 

Goedeke  2 II,  473;  v.  Maltzahn  p.  208  no.  1279 — 80;  Weller, 
Lex.  Ps.  p.  506. 

SCHNABELKOPF,  Magister,  mit  seiner  schönen  Re- 
becka;  oder:  die  Abenteuer  eines  französischen 
Götzendieners  in  dem  b u n t s c h e c ki  g t e n Lande 
der  Freyheit.  Mit  figurenreichem  Titelkpf.  v.  Blaschke. 
Straßburg,  im  siebenten  Jahre  der  unheilbaren  ( !)  Republik, 
o.  J.  (Leipzig,  Joachim,  1799.)  80.  (12  Kr.  A.  H.  Huber, 

Salzburg,  1908.) 

Anstößiger  Revolutionsroman.  Tit.  u.  173  S.  — Selten  I 
SCHNACKEN,  Schnurren,  Anekdoten  und  Karak- 
t e r z ü g e (von  Joh.  Jost.  Anton  Frhrn.  v.  Hagen).  2 Sammlgn. 
Berlin  1783 — 86. 

Name  des  Vf.  in:  Büsten  berlinscher  Gelehrten  und  Künstler. 
....  Leipzig  1787.  80.  S.  in.  — Anon.-Lex.  IV.  p.  40 

(nach  Kayser  u.  Meusel).  — Rarl 


Schnacke  nSchnapsack 


^95 


SCHNACKEN  und  Schnurren  im  poetischen  Ge- 
wände, oder  Taschenbuch  für  Freunde  des  Scher- 
zes.... ,(hrsg.  von  Carl  Joseph  Krebs).  Breslau  1799 — 
1801. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  40  nach  Kayser  u.  Meusel).  — Selten 
cplt.  I 

* SCHNAKEIN  u.  Schnurren,  Theatralische.  Ein 
Schauspieler-Vademecum.  Weimar,  gedr.  u.  verlegt 
bey  den  Gebr.  Gädicke,  1800.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  Kirchhoff 
& Wigand,  1893:  6 Mk.  Oscar  Rauthe,  1909.) 

IV— 84  S.  — Enth.  127  Nrn. 

SCHNACKEN,  Schnurren,  lustige  Schwänke  und 
Einfälle  des  weltbekannten  Kilian  Brustflecks,  wel- 
che er  im  Wirthshause  zu  Gablitz  öfters  zu  erzählen  pflegte. 
Mit  Titelkpfr.  Nürnberg  (Wien,  Alois  Doll)  1801.  8°.  124  S. 
(i  fl.  50  xr.  Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  c.  1888.) 

Haydinger’s  Bibi.  Wien  1876.  I,  2.  no.  278:  Beibd.  — Zuerst 
gedr.  17**. 

SCHNACKEIN-BUCHLEIN.  2 Thle.,  enth.  32  höchst  originelle 
Kupfer,  Godfridus  Müller  excud.  Anno:  1625.  Brunsch. 
(Braunschweig).  Quer-12®.  (150  Mk.,  auf  4 Bll.  in  Fol.  ge- 
zogen; 80  Mk.,  Theil  2,  Folge  von  16  Bll.  qu-120,  Ludw. 
Rosenthal,  1906:) 

Vorstehende  burleske  Kupfer  sind  in  der  Weise,  wie  die 
in  „Rabelais,  Les  songes  drolatiques  de  Pantagruel“  ent- 
haltenen. Nur  Nagler  erwähnt  den  Namen  Müller;  hält  ihn 
jedoch  eher  für  den  Verleger,  als  den  Stecher.  Von 
einziger  Seltenheit! 

SCHNADAHÜPF’LN,  Die  schönsten,  aus  alter  und 
neuester  Zeit.  Eine  Sammlung  der  beliebtesten  Tyroler- 
Almaliedl’n,  Wiener-g’sang’ln  und  Oberlandlerliedl’n.  Reutlin- 
gen, o.  J.  (In  Hannover,  Stadtbibi.) 

, Die  allerneuesten,  Lieder  und  Kouplets. 

Gesammelt  von  A.  R.  München  1873.  (Ebd.) 
SCHNADERHÜPFELN,  F ünfhundert.  Augsburg  1859. 
(Ebd.) 

SCHNALLEN.  (9  zahme  satir.-kom.  Erzählungen.)  Mit  großer 
Titelvignette  (Faun  mit  Ziegenbock).  O.  O.  (Altenburg,  Rich- 
ter) 1775.  80.  (2  fr.  50  cts.  Schneider,  Basel,  vor  1885; 

2 Mk.  20  Pfg.  G.  Priewe,  Heringsdorf,  1909:  schönes,  un- 
beschn.  Expl.;  5 Mk.  Max  Hueber,  München,  1913.) 

103  S.  incl.  Tit.  u.  3 S.  Vorr.  d.  Herausgebers,  unterz.  S***. 
Inhalt:  Das  Bärtchen.  — Die  theure  Mahlzeit.  — Der 
verstorbene  Küster.  — Die  Gespenster.  — Der  gezwungene 
Fresser  etc. 

* SCHNAP-SACK,  Poetischer,  In  welchem  viele 
lustige  und  wohl  ausgearbeitete  Gedichte,  von 

13* 


196 


Schnapsack — Schneckenhaus 


allen  Sorten  und  vor  alle  Leute  befindlich,  Denen 
Liebhabern  zum  Vergnügen  gesammlet  und  bekannt  gemacht  von 
einem  poetischen  Schnapsack- Verwalter.  2 Bde.  Franckfurth  und 
Leipzig  (Dresden,  b.  Joh.  Nie.  Gerlach),  1756.  8°.  (ln  Berlin 
nur  Bd.  I:  Yf  2203.)  (12  Mk.  50  Pfg.,  cplt.  Expl.  aus  d. 

Bibi.  Hoffmann’s  v.  Fallersleb.,  Alfr.  Lorentz,  Lpz.,  1897;) 

I:  7 Bll.  Vorn,  562  S.,  7 Bll.  Reg.  II:  2 Bll.,  376  S., 

3 Bll.  Reg. 

Seltene  Sammlung  von:  Scherz-  Hochzeit-  u.  Lobgedichten, 
Epigrammen,  Gratulationen,  Trauergedichten  u.  Grabschriften, 
wobei  Erotisches;  u.  A. : Das  in  Ehestand  verwandelte  Klo- 
ster-Leben; von  einer  mannbahren  Jungfer;  der  abgesetzte 

Liebhaber;  der  Honig  leckende  Cupido;  die  verliebte  Aman- 
da; Schelmuffkens  Ehrengedichte  auf  seine  Hochzeit;  von  einer 
unkeuschen  Jungfer. 

O M.  V.  1756.  S.  692  nennt  den  wirklichen  Verlagsort. 
— Enth.  außer  12  Bll.  Vorst.  10  Theile  Gedichte  mit  den 
Titeln:  „Neuer  Vorrath  (s.  d.)  allerhand  recht  cu- 
riösen  auch  in  beliebten  Schertze  die  sonst 
bitter  eingehende  Wahrheit  vorstellender  Ge- 
dichte, zum  Nutz  und  Lust  der  curiösen  Welt  mit  be- 
sondern  Fleiß  in  unterschiedne  Partien  gebracht.“ 

Zuerst  gedr.  tit. : „Etwas  (s.  d.)  vor  alle  Menschen, 
das  ist.  Neuer  Vorrath  . . . . Gedicht  e“.  Partie  1—6. 
Aus  der  Poetischen  Cammer-Druckerey.  1709.  — Partie  7 — 10. 
O.  O.  u.  J.  80. 

Nur  der  Titel  obiger  Ausgabe  und  die  Vorrede,  dat.  „Leip- 
ziger Oster-Messe,  175  6“.  sind  neu  gedruckt.  Wegen  des  alten 
Druckes  vgl.  die  Vorrede  zur  i.  Partie  und  Seite  412; 
ebenso  die  den  einzelnen  „Partien“  beigefügten  Jahrzahlen. 

Dasselbe.  2 Bde.  Ebd.  1766.  8®.  (2  Rthl.  Maske,  Breslau, 

Cat.  81.  [vor  1885]  no.  1576;  4 fl.  48  xr.  Scheible,  vor  1875; 
jetzt  theurer  I) 

SCHNAPSACK,  Der  neue  poetische,  oder  Magazin 
für  diejenigen,  so  sich  in  Stammbücher  ein- 
schreiben  wollen.  Schwobach  (!)  Mizler,  1777-  ^o.  Sel- 
ten! (i  Mk.  80  Pfg.  Mindestgebot,  R.  Zinke’s  Dresdener 
März-Auct.  1906,  no.  1385.) 

Der  gestoch.  Titel  von  hübschem  Ranken-Ornament  umrahmt. 
Enth.  400  z.  Theil  pikante  Poesien.  — Rar! 

SCHNAPPS  Bonenbart,  s.  Napoleon  1. 
SCHNATTERDREIN  (ps.).  Zwei  Gedichteandasschöne 
Geschlecht.  1815. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  506.  — Rar! 

SCHNECKENHAUS,  Das  grosse,  ein  Fresco-  und 
Pastelgemälde  (sic!)  der  lebenden  Welt.  (69  zieml. 
zahme  moral.-satyr.  Abhandl.)  2 Bdchn.  Leipzig  1802,  bey 
Joh.  Ambrosius  Barth.  8®.  (3  Mk.,  Leihbiblexpl.,  Lehmann 

& Lutz,  Frf.  a.  M.,  c.  1884.) 


Schneider— Schneitier 


197 


Vorr.  unterz. : Franz  Wilhelm  Biderfreund.  — i:  XIV 
(incl.  Nebentit. : „Gallerie  menschlicher  Charaktere")  u.  272  SS. 
Enth.  u.  a. : Die  Petitmaitresse.  — Der  Wollüstling.  — Ein 
Paar  Alltagsweiber.  — Die  Betschwester  &c.  2 : 2 Bll.  u. 

266  SS.  Darin  u.  a. : Die  empfindsame  Närrin.  — Die  adeliche 
Erziehung.  Eine  Familienscene  &c. 

§ SCHNEIDER,  Dr.  (Josef)  (Geh.  Medicinalrath  in  Fulda), 
Ueber  Nothzucht,  deren  verschiedene  Arten 
und  Modificationen,  oder  Revision  üb.  diesen  wichti- 
gen medicin.-polizeil.-gerichtl.  Gegenstand.  Freiburg  i.  Br.,  Fr. 
Wagner,  1850.  8°.  Vergriffen  u.  gesucht  1 (5  Mk.  E.  Frens- 
dorf f,  1907.) 

63  SS.  Unter  den  pikanten  Beispielen  S.  12 — 13  ein  merkw. 
Fall  von  Nothzucht,  die  2 Mädchen  an  einem  iSjähr.,  etwas 
blödsinnigen  Buchbindergesellen,  Sohn  eines  vermögenden  Ober- 
försters, verübten  u.  deshalb  ins  Zuchthaus  kamen. 

Dasselbe.  (Anastatischer  Neudruck.)  8®.  (4  Mk. 

50  Pfg.  Adolf  Weigel,  1910.) 

SCHNEIDER  (Michael  S.,  aus  Bitterfeld ?),  Abgeworfene 
Mauldecke,  von  der  Mundfäule  gereinigt.  Dres- 
den 1654.  8®. 

Citirt  Jul.  Krone  (nach  Bibi.  Mehnert  I.  p.  135).  — Höchst 
seltenes  CuriosumI 

SCHNEIDER,  S.  R.,  VITA  NUOVA.  Erotische  Eidyl- 
lien  (so!).  Gotha.  Hennings  und  Hopf  1834.  12®.  (In  Warm- 
brunn.) 

72  S.  (incl.  Tit.).  Einiges  etwas  frei.  — Sehr  selten  1 
SCHNEIDT,  Karl  (in  Strausberg  in  der  Mark,  Herausg.  der 
„Tribüne“  in  Berlin,  geb.  13.  Mai  1854  zu  Russhütte,  Kr.  Saar- 
brücken). Der  Ehe-Moltke  oder  die  Kunst  der  häus- 
lichen Kriegsführung.  Berlin  1892.  8®.  75  Pfg.  M. 
Edelmann,  1907.) 

Dasselbe  m.  d.  Titel:  Die  häusliche  Krieg- 
führung. 1898.  (6.  Aufl.) 

Die  Jagd  auf  ehrbare  Frauen.  1903.  (40.  Aufl.) 

Kürschner’s  Litt.-Kal.  f.  1909,  Sp.  1481. 

SCHNEITLER,  Carl,  Eine  Schande  der  deutschen 
Presse,  nachgewiesen  in  der  Literatur  der 
Volksschriften.  Dem  deutschen  Volke,  seinen  Freunden 
u.  Vertretern  gewidmet.  (Motto  aus  Platen’s  verhängniß voller 
Gabel.)  Stolberg,  O.  Kleinecke,  1846.  — A.  E.:  Druck  von 
Ferd.  Reichard  u.  Co.  in  Berlin.  — Gr.  8®.  ir4  S.  (In  Ham- 
burg: Bibi,  der  „Harmonie“.) 

Beschäftigt  sich  ausschließlich  mit  der  Bücherfabrikation  eines 
berüchtigten  Plagiarius,  Dr.  philos.  G e o.  Carl 
Ludw.  Schöpfer,  der  (laut  A.  G.  Schmidt’s  Gallerie 
deutscher  pseud.  Schriftsteller,  Grimma  1840,  kl.  4®)  unter 
nicht  weniger  als  31  verschiedenen  Namen 


198  Schneller — Schnickschnackschnuckliklappermey 


Bücher  aus  allen  möglichen  Fächern  geschrieben  hat,  die 
bei  Basse  u.  Ernst  in  Quedlinb.,  Fürst  in  Nordhausen 
etc.  verlegt  wurden.  — Wichtig  für  die  Geschichte  des  deut- 
schen Buchhandels. 

SCHNELLER,  Jul.  Franz  (1777 — 1833),  Weiblichkeit.  3 
Sonette.  Ein  Weihnachtsgeschenk.  Wien,  Wallishausser,  1821. 
80.  (Mk.  1.25.) 

Dasselbe,  tit. : Weiblichkeit.  (39  Sonette.)  Mit  3 

hübschen  Kpfrn.  Freiburg,  Herder,  1830.  12°.  (Mk.  i — .) 
(80  Pfg.  A.  Bielefeld,  vor  1885.) 

W.  Engelmann,  Bibi.  d.  schönen  Wissensch.,  2.  Aufl.  Lpz.  1837. 
S.  371. 

SCHNELLPFEFFER,  Jacobus  (ps.).  Die  (mehr  als  tollen)  Ge- 
dichte eines  Gefühllosen.  München  und  Berlin,  Ver- 
lag zum  Toten  Kind,  1903.  Roy.-8o.  (5  Kr.,  br.  im  Orig.- 
Umschl.  A.  H.  Huber,  Salzburg,  1909.) 

Lat.  Lett.  58  S.  (incl.  Vorblatt:  ,,Als  Mspt.  f.  Freunde  ge- 
druckt", Tit.,  I Bl.  Widm. : „Allen  dunklen  Existenzen,  sowie 
besonders  seinem  Freundeskreis  aus  dem  Cafd  Westmin- 
ster  zu  Berli  n“,  i Bl.  Inh.,  i Bl.  Einleitg.  u.  Vorwort). 
Eine  kleine  Episode  aus  dem  Wiesbadener  Kurgarten;  Was 
willst  Du  werden?;  auf  dem  Friedhof;  zur  Nacheiferung;  Va- 
riante; der  Sprung  ins  Nasse;  am  Krankenbett;  die  sterbende 
Großmama;  Gesang  des  unehelichen  Kindes  auf  der  Strasse; 
an  Sie  [hypercynisch] ; der  Leierkastenmann  und  sein  Husten: 
der  Tod  des  Betrunkenen;  Weihnacht,  ein  Stimmungsbild; 
der  alte  Mann  und  der  Fremde;  die  unterbrochene  Kirchen- 
andacht; das  Kind;  auf  den  Tod  eines  Freundes;  meine  Samm- 
lung; das  Lied  vom  Greise;  der  Invalide;  Selbstbekenntnis.  — 
Schon  die  meisten  Gedicht  - U eberschriften  verrathen  den 
rüpelhaften  Versifex. 

„Diese  allen  dunklen  Existenzen  gewidmeten  Gedichte  dürften 
wohl  den  Gipfelpunkt  der  Bizarrerie  und  Gefühllosigkeit  dar- 
stellen. Der  Verfasser  tritt  mit  plumpen  Füssen  auf  den 
edelsten  Empfindungen  herum  und  bietet  grauenvolle  Bilder 
der  Gefühlsentartung.  Ganz  besonders  deprimierend  wirkt  das 
Lied  vom  Greis.  (Vergl.  S.  51  ff.)  Glücklicher  Weise  nur  in 
ganz  geringer  Auflage  als  Privatdruck  hergestellt.“ 

SCHNEUBER,  Johann  Matth.  (Prof.  d.  Poesie  in  Straßburg, 
seit  1648  „der  Riechende“  in  der  Fruchtbr.  Gesellsch.).  — 
Johann  Matthias  Schneübers  Gedichte.  Gedruckt  zu 
Strasburg  (!)  bey  Joh.  Phil.  Mülben.  M.DC.XLIV.  (1644.) 
8°.  432  S.  (In  Göttinge«:  Poet.  2909.)  — Anderer  Theyl. 
Straßburg,  Getruckt  bej  Josias  Stadel.  Im  Jahr  MDCLVI. 
(1656.)  8'’.  Aeusserst  selten,  besonders  cplt. ! 

Größtentheils  Gelegenheitsgedichte  an  unbekannte  Personen, 
nichts  Erotisches.  — 1.  p.  383  sq. : Libellus  poematum  la- 
tinorum.  (Goedeke  III,  144,  i,  2.) 
SCHNICKSCHNACKSCHNUCKLIKLAPPERMEY  (ps.),  D i e 
ver kümmelte  Hochzeit,  oder  das  Mädchen  ist 


SchniderstückU — Schnitzler 


199 


keine  Jungfer  mehr!  Ein  Gedicht  in  zwey  Gesängen 
von  — . O.  O.  (Halle,  Hendel)  1790.  8“.  40  S. 

Zur  Zeit  der  Studentenrevolte  in  Halle  (s.  d.)  ver- 
fasst und  als  „Schandschrift“  confiscirt.  — Bildet  auch  das 
6.  Stück  der  „Scherzhaften  poetischen  Aufsätze  (s.  dort),  welche 
einzeln  herausgekommen  u.  zu  einem  Bändchen  gesammlet 
sind.  Halle,  Hendel,  1790.  8°“. 

SCHNIDERSTÜCKLI,  E paar  neueri  und  neust!  (von 
Rudolf  Kilchsperger).  Zürich  1871.  (In  Zürich,  Stadtbibi.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  263  (nach  Cat.  d.  genannten  Bibi.). 
SCHNITZER,  Manuel  (in  Berlin,  Red.  am  Lokal-Anz.,  geb. 
14.  Febr.  1861  zu  Andrychau),  Käthe  und  ich.  Erleb- 
nisse und  Erfahrungen  aus  junger  Ehe.  Berlin 
1894.  8°.  (Mk.  3 — .)  (i  Mk.  50  Pfg.  M.  Edelmann,  .Nürnb., 
1904.) 

Der  Liebesbrief  meiner  Köchin.  Eine  Ge- 
schichte aus  enger  Welt.  Leipzig  1902.  8°.  (Mk.  2 — .)  (i  Kr. 
40  H.  A.  H.  Huber,  Salzburg,  1908.) 

Dasselbe.  3.  Aufl.  Ebd.  1903. 

Humoresken.  1903. 

Lessys  Flitterwochen.  Humorist.  Novelle.  1906. 

Kürschner’s  Lit.-Kal.  f.  1909,  Sp.  1482. 

Das  Buch  der  jüdischen  Witze  1907.  (10.  Aufl. 

1908.) 

Neue  Folge,  i — 7.  Aufl.  1908. 

SCHNITZLER,  Arthur  (in  Wien,  geb.  ebd.  15.  Mai  1862), 
Reigen.  Zehn  Dialoge.  (Erot.  Liebesscenen.)  Winter 
1896 — 97.  Auf  Titelrüchs. : Als  Mspt.  gedr.  — A.  E.:  Buch- 
druckerei Roetzsch  vorm.  Otto  Noack  & Co.  8°.  94  unbez. 
Bll.  (60  Kr.,  Prachtexpl.  in  blauem  Ganzmaroquinbd.  m.  G., 
Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  1908:) 

Erste,  äusserst  seltene  Ausgabe  des  Reigen,  die 
im  Jahre  1897  in  ganz  kleiner  Auflage  unter  Ausschluss  der 
Oeffentlichkeit  als  Manuskript  gedruckt  wurde.  M i t 
eigenhändiger  Widmung  des  Verfassers  datiert. 
Wien : 2.  6.  1900.  Schnitzler  schreibt  in  der  Vorrede : „Ein 
Erscheinen  der  nachfolgenden  Szenen  ist  vorläufig  ausgeschlos- 
sen ....  Da  jedoch  Dummheit  und  böser  Wille  immer  in 
der  Nähe  sind,  füge  ich  den  ausdrücklichen  Wunsch  bei,  dass 
meine  Freunde,  denen  ich  dieses  Manuskript  gelegentlich  über- 
geben werde,  es  als  bescheidenes.  Ihnen  persönlich  zugedachtes 
Geschenk  des  Verfassers  aufnehmen  mögen.“  Publiziert  wurde 
das  Werk  erst  im  Jahre  1903. 

Dasselbe,  tit. : Reigen.  Zehn  Dialoge,  geschrie- 
ben Winter  1896  — 97.  Buchschmuck  von  Berthold  Löff- 
ler. Wien  und  Leipzig  1903.  8°.  250  S.  (Mk.  4 — .)  (3  Mk. 
Taussig,  1903;  3 Kr.  60  H.  L.  Rosner,  Wien,  1910.) 

In  Deutschland  verboten.  — Dirne  u.  Soldat;  Soldat 
u.  Stubenmädchen;  Stubenmädchen  u.  der  junge  Herr;  der 


200 


Schnudrian — Schnurren 


junge  Herr  u.  die  junge  Frau;  die  junge  Frau  u.  der  Ehe- 
gatte; der  Ehegatte  u.  das  süsse  Mädel,  etc. 

Dasselbe.  Luxus-Ausgabe  auf  Büttenpap.  Nur 

25  Expll.  mit  eigenhänd.  Unterschrift  des  Dichters.  (Kr.  40 — .) 
(45  Mk.,  rother  Orig.-Ganzldrbd.,  Paul  Graupe,  Berlin,  1911.) 
SCHNUDRIAN,  M.  Eüas  Nik.  (d.  i.  F.  Wolter).  — Briefedes 
Magisters  Elias  Nik.  Schnudrian  an  seinen 
Freund  Fedor  Ismael,  den  Landtag  von  Nadel- 
fixhausen betreffend.  2 Hefte.  Strassburg  (Marx  in 
Karlsruhe)  1822. 

Weller  fing.  Dr.  — Selten  I 

SCHNURR,  Baldrian,  und  Kasper  Klaus  (pss.),  Abenteuer 
des  Junkers  aus  der  Heide.  1 800.  8°. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  507.  — Müller-Fraureuth: 
„Mancher  Autor  braut  aus  99  Romanen  einen  hundertsten 
zusammen,  wie  z.  B.  der  Verfasser  der  „Abenteuer  des  Jun- 
kers von  der  Haide“  gesteht:  ,,Ich  sass  an  meinem  Tische 
und  schrieb  mit  grossem  Eifer.  Bisweilen  hielt  ich  einen 
Augenblick  inne,  sann  nach,  dann  lief  ich  auf  und  ab,  setzte 
mich  nieder,  nagte  meine  Feder  entzwei,  guckte  in  das  Peter- 
männchen oder  in  die  12  schlafenden  Jungfrauen,  welche  mit 
andern  klassischen  Werken  dieser  Art  malerisch  vor  mir  auf- 
getürmt lagen,  und  dann  fing  ich  wieder  an  mit  neuem  Enthu- 
siasmus und  neuer  Heiterkeit  meiner  Finger  zu  schreiben.“ 
SCHNURREN.  Mit  2 Vignetten.  Leipzig,  Wigand,  o.  J.  80. 
(80  Pfg.  Jul.  Neumann,  Magdeb.,  1908.) 

SCHNURREN,  Launen  und  Einfälle  eines  ehemal- 
igen preußischen  Kriegers  in  der  Armee  am 
Rhein  (d.  i.  Äug.  Wilh,  Leop.  v.  Rahmet,  geb.  12.  März 
1749  zu  Rheinfeld  in  Pommern,  Kgl.  preuß.  Leutnant  [zuerst 
im  Flemmingschen,  dann  im  Wendessenschen  Inf.-Regmt.  in 
Breslau],  später  Bürgermeister  zu  Schmiedeberg  in  Schlesien, 
1 15.  Febr.  1808).  Gonstantinopel  (Breslau)  1796.  (Ed.  I.  1794.)  8°. 

Dasselbe.  Ebd.  (Leipzig,  Sommer)  1808.  8°. 

Dasselbe,  tit. : Salz  und  Laune  unter  manche r- 

ley  Gestalt. 

Goedeke  VH,  427 — 28:  Vgl.  Ebeling,  Kom.  Liter.  1869.  3, 
544;  Anon.-Lex.  IV.  p.  41  (nach  Weller,  fing.  Druckorte). 

SCHNURREN,  Schwäncke  und  Abentheuer  in  der 
Gespensterstunde.  Nox  et  amor  vinumque  nihil  mo- 
derabile  suadent ; lila  pudore  vacat,  Über  amorque  metu.  Ovid. 
Mil  groteskem  Titelkpfr.  (meist  fehlend).  Rom,  bey  Giuseppe 
halziola  (Leipzig,  Linke).  1797.  8°.  Gestoch.  Tit.  u.  280  S. 
(In  Wien,  Stadtbibi.:  Secr.  A.  19.)  (8  Mk.  Max  Perl’s  Berliner 
Oct.-Auct.  1907;  15  Mk.,  schönes  unbeschn.  Expl.,  Bernh.  Lie- 
bisch,  Lpz.,  1907.) 

Widm. ; An  die  Göttin  der  Nacht.  Enthält  4 humorist.- 
erotische  Erzählungen,  Genre  Boccaccio : Der  Schnurrbart  — 


Schnarren — Schobiss 


201 


Der  betrogene  Betrüger.  — Die  keuschen  Ohren  — Die 
platonische  Liebe. 

SCHNURREN  und  Streiche  . . . . 1819,  s.  Räthsel. 
SCHNURRPFEIFEREIEN,  Theologische.  Hrsg,  von  Bal- 
drian Schwarzbuckel,  Schulmeister  zu  Buxtehude  (d.  i. 
J.  Werfel).  Halberstadt  1807.  8°.  150  S.  (i  Mk.  40  Pfg. 
Scheible,  vor  1885;  i Mk.  80  Pfg.  Kühl,  c.  1883.)  Zahm. 
SCHOBERI  (=  Schobri),  Joseph  (ungar.  Räuberhptm.).  — 
Oettinger,  E.  M.,  Schobri,  Ungarns  grösster 
Bandit.  2.  Aufl.  Leipzig  1863.  12^.  (50  Pfg.  Jul.  Neu- 

mann, 1908.) 

Sheets,  William  Esq.  (d.  i.  Dr.  Geo.  Carl  Ludw. 

Schöpfer),  Leben  u.  Thaten  des  berüchtigten  Un- 
garischen Räubers  Joseph  Schober i.  Nach  seinen 
eigenen  Erzählungen  bei  seiner  Anwesenheit  in  London  bear- 
beitet. Aus  dem  Engl,  übersetzt.  2 Thle.  Nordhausen,  Fürst, 
1837.  80.  26  Bog. 

Keine  Uebersetzung,  sondern  Machwerk  des  berüch- 
tigten Bücherfabrikanten  Schöpfer.  — A.  G.  Schmidt, 
Gallerie  etc. 

Szekhely,  Ladislav  Hohes,  Georg  Schobri,  der 

Räuberhauptmann  in  Ungarn  der  neuesten  Zeit. 
Nach  d.  Ungar,  des  — bearb.  u.  hrsg.  von  **  ***.  2 Bde.  Leip- 
zig 1838.  80.  (i  Mk.  50  Pfg.  Jul.  Neumann,  1908.) 
SCHOBERT,  Hedwig  (d.  i.  Hedwig  Baronin  v.  Bode  in  Berlin, 
geb.  19.  April  1857  zu  Barnimskunow),  Eine  verrufene 
Frau.  Roman.  3 Bde.  Berlin  1898.  8°.  Zahm.  (Mk.  10 — .) 
Osw.  Weigel’s  Lpziger  Mai-Auct.  1908,  no.  354. 

Schwüle  Stunden.  Aus  dem  Leben  einer 

Mon daine.  Berlin  1904.  Lilienthal  Verlag.  80.  2.  Auflage. 
Dresden  u.  Leipzig  (1904),  E.  Piersons  Verlag.  80.  162  S. 
(Mk.  2—.) 

Ein  sehr  schwüle  Marlittiade  mit  einem  starken  Schuss 
Masochismus.  (Dr.  Neumann,  Berlin.) 

Dasselbe.  2.  Auflage.  Dresden  u.  Leipzig  (1904).  E. 

Piersons  Verlag.  80.  162  S.  (Mk.  2 — .) 

SCHOBINGER,  Ludw.  — Faustins  Halbbruder,  oder 
Ludwig  Schobinger  (von  Joh.  Geo.  Ferd.  Jacobi  u. 
Carl  Gottlob  Albrecht).  Freyberg  1801 — 2. 

Anon.-Lex.  II.  p.  252. 

* SCHOBISS,  Barth.  Frid.,  auct.  (Ernest.  Frid.  Schroeder 
praes.),  Dissertatio  juridica  de  divortio,  von  der  Ehe- 
scheidung. (Promotion  vom  29.  II 1.  1662.)  Jenae,  Paul 
Ehrich,  1716.  40. 

26  S.  Nur  in  lat.  Sprache.  Am  Schluss  einige  Lobge- 
dichte auf  die  Schrift. 


202 


Schoch 


§ * SCHOCHS,  Johann-Georg  (1666  Amtmann  zu  Westerburg, 
22  Jahre  später  in  Braunschweigischen  Diensten,  lebte  noch 
1688).  Neu-erbauter  Poetischer  Lust-  und  Blu- 
mengarten, von  Hundert  Schäffer-Hirten-Liebes-  u.  Tu- 
gend-Liedern, wie  auch  Zwey  Hundert  Lieb-Lob-  u.  Ehren- 
Sonnetten  auf  unterschiedliche  Damen,  Standes-Personen,  Sa- 
chen u.  d.  g.  Nebenst  Vier  Hundert  Denck-Sprüchen,  Sprüch- 
Wörtern,  Retzein,  Grab-  u.  Uberschrifften,  Gesprächen  u. 
Schertz-Reden,  zusammen  gesetzet,  auch  zur  Belustigung  der 
Lieb-grünenden  Deutschen  Jugend  angeleget  u.  herausgegeben. 
LEIPZIG,  in  Verlegung  Christian  Kirchners,  im  Jahr  1660. 
Am  Ende:  Leipzig,  Gedruckt  bey  Johajm-Erich  Hahn,  Im 
Jahr  M DG  LX.  Kl.  8“.  (ln  Berlin:  Yi  4771,  mit  i Beibd. ; 
auch  in  Dresden:  Lit.  Germ.  rec.  2181,  u.  in  Breslau,  Kgl. 
u.  Univ.-Bibl. : Lit.  Teut.  H 12^  178.)  (18  Mk.  L.  Rosen- 

thal, 1906;  15  fr.  Georg,  Basel,  Cat.  29.) 

Sehr  selten  I Die  Zuschrift  ist  von  Naumburg,  August  1660. 
datirt.  — Inh.:  100  Lieder  216  SS.  (nebst  4 Bll.  Reg.),  200 
Sonnette  168  SS.,  400  Denksprüche  &c.  157  SS.,  3 unbez. 
SS.  Druckf.  — Schoch  ist  einer  der  freieren  Poeten  seiner 
Zeit.  — Schon  im  O.  M.  V.  i 6 5 5.  D 4 b.  kommt  die  Samml. 
vor,  „mit  beygefügter  (vielleicht  ungedruckt  gebliebener)  un- 
lustigen Sommerlust,  Wochenstule  (siel).  Gerichtlichen  Floch 
(i.  e.  Floh)-Process  wider  das  Frauenzimmer,  auch  Jungfer- 
und  Mägde  Streit,  wie  auch  Hunds-Täglichen  Fastnachts-Gril- 
len.“ Ibid.  S*'. 

* Joh.  Georg  Schochens  / Poetischer  / Wey- 

rauch-Baum / und  / Sonnen-Blume  / (Druckerst.) 
LEIPZIG,  / Druckts  und  verlegts  Johann  Wittigaun  (so!).  / 
Im  Jahr  1656.  40.  2 Bll.  u.  68  S.  (Auch  in  Dresden  u. 

Göttingen:  P.  2876.)  (Mk.  6 — .) 

Stellenw.  freies  Gedicht  in  1564  Alexandrinern,  und  darin 
ein  Lied  von  19  achtzeil.  Str.  zwischen  Vers  1224 — 1245: 
„Filidor  an  seine  Flavia“  S.  33 — 37).  — Verwandlung 
der  Leucothea  nach  Ovid,  Metam.  IV.  (Goedeke^  III. 
p.  68,  9.)  Ungemein  rarl 

Joh.  G.  Schochs  Comoedia  Vom  Studenten- 

Leben.  Wie  es  vor  diesen  unter  der  Studierenden  Jugend  auff 
Universitäten  in  Deutschland  in  dem  so  genannten  Statu  zu- 
gegangen. Leipzig,  Zu  finden  bey  Joh.  Wittigaun,  1668.  8°. 
(12  Mk.  Kühl,  Cat.  i,  no.  609.) 

Zuerst  gedr.  ib.  1657.  96  Bll..  (In  Göttingen:  Dr.  5935; 
in  Berlin:  Yq  3945,  defekt.)  — Leipzig  1658.  8®.  96  Bll.  (In 
Berlin  u.  München.)  — Leipzig  1660.  8*^.  (In  Berlin.) 

Orig,  ist  (nach  Graesse,  Trdsor  VI,  i,  p.  311.  Studen- 
t e s , comoedia  de  vita  studiosorum,  nune  primum  in  lucem 
edita,  authore  M.  Christoph  Stummelio.  Excudebat  Johannes 
Eichorn,  Francofordii  ad  Viadrum  1550.  8*^.  48  Bl.  VMrher 

ibid.  1549.) 


Schoch — Schöne 


203 


* SCHOCH  d.  Jüng.  (d.  i.  Joh.  ■ Nicolaus  Naumann  aus 
Bautzen).  — Sieben  Hirten-Gedichte,  von  Schoch 
dem  Jüngern  aus  Sachsen.  O.  O.  1743.  8°.  (In  Berlin:  an 
Yk  7321.) 

Ueber  diesem  Titel  steht  die  Vorr.  in  Versen.  „Die  Jugend 
rühre  ja  nicht  diese  Bogen  an.  Weil  ihre  Unschuld  sich 
gar  leichte  ärgern  kan.“  etc.  — 36  SS.  Inh.:  Schäffer-Ga- 
lanterien;  die  vexirte  Dorimene;  die  schöne  Blödigkeit;  der 
leichtfertige  Traum;  die  geküsste  Chloris;  der  Fürwitz;  die 
eyfersüchtige  Lesbie.  (Sämmtl.  dialogisirt  u.  zieml.  frei.)  Höchst 
selten!  — Wegen  des  Verfassers  s.  Wahl,  Rost,  S.  136. 
SCHÖCHLIN,  U.,  Satyr’s  weibliche  Tafelrunde.  Cha- 
raktere und  Bilder  aus  der  Frauenzimmerwelt. 
Carlsruhe  1852.  S^.  Zahm.  (30  Pfg.  A.  Bielefeld,  vor  1885.) 

§ SCHÖFFER,  Peter,  Liederbuch:  Tenor,  Discantus,  Bas- 
sus,  Altus.  4 Teile.  Mainz  1513.  Quer-8<’.  In  einem  Carton. 
(68  Mk.  Edm.  Meyer,  Berlin,  1910.  Tadelloses  Expl.) 

F a c s i m i 1 e - A u s g a b e nach  dem  e i n z i g b e k a n n - 
ten  Originaldruck  in  der  kgl.  Hof-  u.  Staats- 
bibliothek in  München.  Für  eine  Privatgesell- 
schaft in  nur  wenigen  Exemplaren  für  ihre  Mitglieder  ge- 
druckt und  nicht  im  Handel  erschienen. 

SCHÖN-LIESCHEN.  Eine  einfache  Erzählung  fürs  Volk  (von 
Ignaz  Alphons  Stelzig).  Wien  1860. 

Anon.-Lex.  V.  p.  263.  (Eigenbericht.) 

SCHÖNBORN,  A m a 1 i a von.  Eine  wahre  Geschichte.  (Ro- 
man in  zahmen  Briefen).  Berlin  (Halberstadt,  Groß)  1794.  8^. 
Tit.,  132  S.  I weißes  Bl.  — Weller  fing.  Dr.,  wo  auch  die 
folg.  Ausgabe. 

Dasselbe.  Neue  Ausgabe.  Ebd.  1807.  8°. 

SCHÖNE,  Die  stolze,  oder  das  verwöhnte  Kind  (von 
Joh.  Heinr.  Frdr.  Müller).  Wien  1770. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  41  (nach  Goedeke). 

SCHÖNE,  Die,  im  Gedränge  der  Liebhaber,  oder 
das  glücklich  gewordene  Bürgermädchen.  Mit 
Vitel Vignette  u.  Portrait.  Frankfurt  u.  Leipzig  (Leipzig,  Krit- 
zinger)  1771.  8°.  (12  Mk.,  etwas  braunfl.,  Rudolf  Haupt, 

Halle  a/s.,  c.  1905.) 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  H.  — Sehr  rar! 

SCHÖNE,  Die  stolze,  oder  die  Geschichte  der  Miß 
Lucie  Aschley.  Aus  d.  Englischen.  Breslau  1775. 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  H.  — Fehlt  Kayser  unter  Romanen. 
SCHÖNE,  Die,  und  der  Drache,  oder  ausführliche 
Geschichte  Azors  und  Zemirens.  Aus  d.  F ranzös. 
(Deutsches  Original  von  Adam  Friedr.  Geisler  d.  Jüng.) 
Mit  Titelvign.,  i prächtigen  Titelkpfr.  („Madam  Lang,  geb. 
Weber,  als  Zemire“,  Nilson  fec.,  meist  fehlend)  u.  5 orig. 
Vignetten,  Grünler  sc.).  Leipzig  1792.  In  Geislers  des  Jün- 


204 


Schöne — Schönheit 


gern  Verlagshandlung.  Gr.  8®.  201  S.  (9  Mk.,  mit  i Beibd.,  Max 
Perl’s  Berliner  März-Auct.  1909.) 

Dasselbe.  Prag  und  Leipzig  1794.  80.  (3  Mk.,  unbeschn., 

aber  ohne  Portrait,  Fr.  Klüber’s  Nachf.,  München,  1908.) 

Zuerst  gedr.  tit. : Umständliche  Geschichte  Ze- 
mirens  und  Azors  aus  der  Feyenwelt,  oder  d i e 
Schöne  und  der  Drache.  Halle  1784.  8°.  — Anon.- 
Lex.  II.  p.  21 1 (nach  Kayser).  Rar! 

SCHÖNE,  Die  doppelte,  s.  Hüblers,  des  Malers,  Marsch- 
route .... 

SCHÖNEBECK,  Prozess.  — Weber,  A.  O.,  Skalpierte 
Köpfe.  Glossen  zum  Fall  Allenstein.  Berlin  N. 
W 52.  (1910).  Verlag;  Weber-Haus,  G.  m.  b.  H.  8°.  24  S. 
30.  Tausend. 

Sensationelle  Skandalbrochüre. 

SCHÖNFELD,  Emil  v.  (ps.  ?),  Euphrosyne  oder  die  Dame 
von  Welt.  Ein  nützliches  Sittenbüchlein  für  Jungfrauen  u. 
Damen  überhaupt  etc.  Ein  Toilettengeschenk.  Nordhausen, 
Kosinus  Landgraf,  1829.  12°. 

2 Bll.,  98  S.  — S.  52  ff.  Von  der  Liebe,  dem  Braut- 
stande etc. 

SCHÖNFELD,  Fr.  W,  v.  (ps.).  Ein  Cyclus  von  Liebes- 
no  veilen.  Magdeburg,  Büchler,  1837.  Gr.  12°.  io=/e  Bog. 
A.  G.  Schmidt,  Gallerie  etc.  — Selten  I 

SCHÖNFELS,  Mariane  (I),  eine  lehrreiche  Altags- 
geschichte  (!).  2 Thle.  Berlin,  1783.  Bei  Sigism.  Friedr. 
Hesse.  8°. 

I:  Tit.  u.  256  S.  II  (mit  Nebentit. : „Marianens  Ehstands- 
geschichte“) : Tit.  u.  266  S.,  i Bl.  Err. 

Laxe  Moral  der  sogen,  feineren  Welt.  Ehebruchsroman,  im 
Gegensatz  zum  folg.  Titel. 

Dasselbe,  m.  d.  Tit.:  Mariane  oder  die  gute  Ehe. 

ein  Familiengemählde.  2 Thle.  Ebd.  1794.  8°. 

SCHÖNHEIDE,  L i d i e von.  Eine  Geschichte  aus  den  letz- 
ten Jahren  der  Kaiserin  Maria  Theresia.  Hirschberg,  bei  Pitt- 
schiller u.  Comp.  1798.  — A.  E.:  Oschatz,  gedr.  bei  Friedr. 
Oldecop.  8°.  (42  xr.)  (26  xr.  Beck,  Nördl.,  Cat.  i.  [1829]; 

jetzt  höher!)  150  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  Widm.  an  die  Fürstin 
Louise  Christiane  von  Reus-Plauen).  — Zahm. 

— — Dasselbe,  tit.:  Li  die,  oder  Geschichte  eines  un- 
glücklichen Mädchens.  Ebd.,  o.  J.  8°.  (Vs  Rthl.) 
Citirt  Kayser. 

SCHÖNHEIT  u.  Fürstenhuld.  Geschichte  morganat- 
ischer u.  legitimirter  Fürsten-  u.  Grafen-Ehen 
in  Deutschland.  Nebst  Mitteilgn.  über  damit  verwandte 
Erscheinungen  u.  einem  Inhalts-  u.  Namen-Register.  (Vf.: 


Schönheit — Schöppner 


205 


Leopold  Ritter  v.  Sacher-Mosach.)  Halle  1874.  S«.  (3  Mk. 
Dieterich,  Göttingen,  1907.) 

Fehlt  im  Anon.-Lex.  V. 

SCHÖNHEIT,  Die.  Moderne  illustrierte  Zeit- 
schrift. Jeder  Band  mit  ca.  300  ausgewählt  schönen  (Holz- 
schnitt-) Illustrationen.  Hrsg,  von  Karl  V a n s e 1 o w.  Bd. 
I — V.  Berlin,  Verlag  der  Schönheit.  (190*.)  Fol.  (Jeder  Bd. 
in  Prachtbd.  Mk.  12 — ; einzelne  Hefte  75  Pfg. ; halbjährig 
Mk.  4 — .)  Zum  Theil  vergriffen! 

Hervorragend  schöne  Zeitschrift  mit  werthvollem  Text 
angesehener  Mitarbeiter.  Auch  wichtig  bezügl.  Kostüm- 
künde. 

SCHÖNHEIT,  Der  — Blumenflor,  eine  Huldigung  Deutsch- 
lands Frauen  dargebracht  ....  (von  Joh.  Dan.  Symanski). 
Berlin  1840. 

Anon.-Lex.  I.  p.  249  (nach  Goedeke). 
SCHÖNPFLÄSTERGEN,  Sophie  von.  Ein  Ehestands- 
gemälde. In  zwey  Theilen  mit  i Kupfer.  Breslau  bey  August 
Schall  18**.  8^.  (Die  Jahreszahl  des  vorlieg.  Expls.  unleserlich.) 
Titelkpf.,  255  u.  254  Seiten.  In  zahmen  Briefen.  Lat.  Let- 
tern. — Fehlt  Kayser  unter  Romanen  1827  u.  1836. 
SCHÖNSTEIN,  Gust.,  Schnaderhüpfeln,  Stanzein, 
G’sangeln  und  Vierzeilige.  Wien  1857.  (ln  Hannover, 
Stadtbibi.) 

SCHÖNWALDT,  Andreas,  Von  Adams  vnd  Euen  Braut- 
krentzlein,  in  Rheimen  gestelt.  Frankf.  o.  J.  (158*).  8°. 

Citirt  Jul.  Krone.  — Ungemein  rarl 
SCHÖNWITZENS  (ps.)?)  Erzählungen,  Begebenhei- 
ten und  vortreffliche  Betrachtungen  für  Män- 
ner und  Weiber.  Kopenhagen  1773.  8°.  Höchst  selten! 
SCHÖPFER,  J.,  et  J.  H.  Schütz,  De  juvenum  virginum  pri- 
vilegiis : Vom  Jung-Gesellen-Rechte.  Francof.  1689.  4°. 
86  pp.  (36  kr.  Ackermann  35.  no.  183;  i Mk.  L.  St. 
Goar  43.  p.  238.) 

Idem  opus.  Ibid.  1713.  4°. 

8 Sgr.  Scheible  in  e.  älteren  Cat. 

SCHÖPL,  Gust.,  Liederkranz,  gewunden  aus  den 
neuesten  und  heitersten  Gouplets,  Ghansonet- 
ten  und  Liedern.  Zum  Vortrage  für  Herren  und  Damen 
zur  Unterhaltung  in  geselligen  Kreisen.  Wien  1878.  Verlag 
V.  Voss  u.  Battisch,  Druck  v.  Richter  u.  Strohal. 

Verboten  vom  L.-G.  Wien.  1878.  § 516. 

SCHÖPPNER,  A.,  Bildnisse  deutscher  Frauen  der 
Vorzeit.  Mit  Portr.  der  Agnes  Bernauer.  Augsburg,  Lam- 
part  & Co.,  1850.  120. 

5 Bll.,  76  S.  In  Versen  (Romanzen).  Inh.:  i.  St.  Afra. 
2.  Die  Hexe  des  Attila.  3.  Radegundis.  4.  Elsbeth  Egen. 


206 


Schöpsius — Schola 


5.  Agnes  Bemauer.  5.  Clara  Dettin  (Gemahlin  Kurfürst  Fried- 
richs d.  Siegreichen  v.  d.  Pfalz).  7.  Sybille  Langenmantel. 
8.  Susanna  Neidhard.  9.  Juliana  Peutinger.  10.  Kunigunde 
Fugger.  II.  Philippine  Welser.  12.  Jacobine  Lauber.  13.  Bar- 
bara V.  Stettin  (1754 — 1805). 

Hayn,  H..  Thesaurus  libror.  Phil.  Pfister,  Monacensis. 
München  1888. 

§ SCHÖPSIUS,  Carol.  Gfr.  {Joh.  Henr.  Meier  praes.),  Disputatio 
inaug.  jurid.  de  serto  virginum,  vomJungfern-Crantz.  Er- 
fordiae  1693.  Kl.  4°.  40  pp.  (3  Mk.  R.  Levi,  Stuttg.,  1901; 
4 Mk.  Adolf  Weigel,  1906.)  (In  Rostock,  Landesbibi.) 

Vieles  in  deutscher  Sprache.  Die  Promotion  fand  zu 
Erfurt,  am  5.  Jan.  1693  statt.  (Vogel,  Lex.  jurid.  I.  p.  364.) 

§ Idem  opus.  Ibid.  1713.  40.  (4  Kr.  Halm  & Goldmann, 

1907.) 

§ Idem  opus.  Wittembergae  1740.  40. 

§ Idem  opus.  Halae  1746.  40.  48  pp.  (incl.  Tit.  u.  i 

BI.  „prodromus“).  (2  Mk.  Osw.  Weigel,  1908.) 

SCHÖYEN,  Elisabeth,  Die  weiße  Sklavin.  Des  zwanz- 
igsten Jahrhunderts  Schmach.  Roman  von  — — . 
Einzig  autorisierte  Uebersetzung  aus  d.  Norwegischen  von  Rhea 
Sternberg.  (Verlags-Signet.)  Verlag  Continent  G.  m.  b.  H. 
Berlin  W.  50.  O.  J.  (1913).  8°. 

314  S.  (incl.  Vortit.,  Haupttit.,  i Bl.  Begleitwort  d.  Deutsch. 
Nationalkomitees  zur  internationalen  Bekämpfung  des  M ä d- 
chenhandelsu.  i Bl.  Vorr.  von  Anna  Pappritz,  Schrift- 
führerin d.  Bundes  deutscher  Frauenvereine),  3 Bll.  Verlag 
d.  Firma. 

SCHOLA  CURIOSITATIS  Sive  Antidotum  Melancho- 
lie Jaco-Serium,  Omnibus  Hypochondriacis  & atra  bili 
laborantibus,  sive  fratribus  Spleneticis  & Melancholicis,  vulgo 
Denen  Herren  Miltz-  und  Mit-Brüdern  zu  son- 
derlicher Zeit-Passirung,  aus  unterschiedlichen  cu- 
riosen  Authoren,  Manuskripten,  täglichen  Zeitungen,  eignen 
Einfällen,  meistens  aus  des,  dieser  Facultät  incorporirten  Groß- 
Vatters  unlängst  dem  Herrn  von  Fürwitzhausen  dedicirten  cu- 
riosen  Tractätel  gezogen,  un‘  aufs  neue  zusammen  ge- 
tragen, vermehrt  und  verbessert  vom  vorigen 
Authore  Germano  W arheit  Veritatis  Studioso.  2 Thle.  Mit 
I doppelblattgr.  satyr.  Titelkpfr.  Eben  im  Jahr,  als  dieses 
nöthig  war.  (1694,  vgl.  Th.  II,  S.  98.)  12°.  (7  Mk.,  nur  Th.  i, 
Rudolf  Haupt,  Halle  a/S.,  c.  1905.) 

1 : 288  S.  (incl.  3 Bll.  Tit.  u.  Vorr.).  II : 380  S.,  nebst 
I Bl.  Tit.  u.  I Bl.  Vorr.  Folkloristisch  interess.  Sammlung 
von  Anekdoten,  Sprichwörtern,  kleinen  Geschichten,  lat.  und 
deutschen  Versen,  Grabschriften,  fingirter  Büchertiteln  („ca- 
talogus  librorum  novissime  editorum“  I.  S.  60 — 64),  lat.  tmd 
deutschen  Scherzen,  stellenweise  derb  und  frei,  doch  nicht 
erotisch. 


Schollen — Schoosshändchen 


207 


Dasselbe.  O.  O.  u.  J.  12“.  372  S.  (Privatmitthlg.) 

Dasselbe.  2 Thle.  Zum  3.  mahl  gedruckt.  Eben 

im  Jahr,  als  dieses  nöthig  war.  12®.  Angebl.  241  u.  194  S. 
(2  Mk.  Scheible,  1872;  jetzt  theurer!) 

Wahrscheinlich  identisch  mit:  Antidotum  melan- 
choliae,  joco-serium  incipe,  volve,  vale.  Francof.  1663.  — 
1667.  (i  Mk.  60  Pfg.  Scheible,  1872.)  — 1668.  12°.  Mit  Figg. 
— Antidoti  melancholiae  secunda  pars,  vel  schola 
curiositatis,  omnibus  hypocondriacis  et  atra  bili  laborantibus,  sive 
fratribus  spleneticis  et  melancholicis  vulgo  Miltzbrüdern  aperta 
a Dn.  Gaudioso  von  Fürwitzhausen.  Francof.  1670.  12.*^.  Mit 
Titelkpfr.  (2  Mk.  Scheible,  1872;  jetzt  theurer!) 
SCHOLLEN.  Eine  Sammlung  kleiner  Erzählungen. 
Colberg,  C.  F.  Fast,  1844.  8°.  Zahm. 

Tit.,  I Bl.  Inh.,  235  S.  — Inh.:  Die  Erbschaft.  — Merk- 
würd.  Criminal-Prozeß  unter  Friedrich  II.  — Die  Trauung. 
— Der  wilde  Jäger,  od.  die  Schreckenshöhle  am  linken  Rhein- 
ufer. — Der  brave  Student  als  tüchtiger  Pastor.  — Die  Liebe 
im  Kerker.  — Die  Sonnenfinsterniß  als  Eheprokurator. 
SCHOLLMEYER,  Joh.  Geo.,  Erzählungen  und  Sinn- 
gedichte. Erster  (einz. ?)  Theil.  Mit  Kupfern  (Schubert 
del.,  Grünler  sc.)  Leipzig  bey  Siegfr.  Seb.  Crusius.  O.J.  (18**). 
8°.  (2  Mk.  50  Pfg.  A.  Buchholz,  München,  1908.) 
SCHOLTZENBERG,  J.  Fr.  v..  Widerwertig  vnd  glück- 
selige Liebe  Cambyses  des  königl.  persischen 
Printzen  mit  Doralice  einer  Tochter  des  Kö- 
nigs Arsaces  in  Armenien.  Verfaßt  in  ein  Schaw- 
ge  dicht  von  — . Wien  1666.  4°. 

Weller,  Annalen  II.  p.  259.  — Aeusserst  selten! 
SCHOLZ,  Friedr.,  Prostitution  und  Frauenbeweg- 
ung. Leipzig  1897.  8°.  (In  Amsterdam,  Bibi.  Gerritsen.) 

(i  Mk.  50  Pfg.  Jürgensen  & Becker,  Hamburg,  1898.) 
SCHOLZ,  Joh.  Friederich  („Dokter  [I]  d.  Weltweisheit,  und 
d.  deutschen  Geselschaften  (so!)  zu  Göttingen  und  Helmstädt 
Mitgl.“),  Versuch  einer  Theorie  von  den  natür- 
lichen Trieben.  Halle  und  Helmstädt,  verlegt  von  Carl 
Hermann  Hemerde  1755.  (Darüber  Signet-Vignette  mit  Band- 
schrift in  Kpfst.).  8°. 

12  Bll.  Vorst.,  308  S.,  2 Bll.  Verlag  d.  Firma,  Ostermesse 
1755.  — Viel  über  den  Trieb  zum  Beischlaf. 
SCHOOSSHÜNDCHEN,  Das,  oder  Kleine  Zu  z u.  (Pikanter 
Roman.)  Aus  d.  Frantzös.  (des  Jean  Galli  de  Bibiena). 
Danzig,  b.  Joh.  Heinr.  Rüdiger.  1748.  8®.  406  S.  (2  Rthlr. 
Lippert,  Halle,  vor  1875;  jetzt  theurer!)  Höchst  selten! 

M.  M.  V.  1747.  E4b;  Cat.  Meissner:  26  Bogen. 

Orig.:  Le  petit  toutou,  par  J.-G.  de  Bibiena.  2 vols. 
avec  vign.  Amst.  (Paris)  1746  (2  fl.  42  xr.,  bei  expl.,  Th.  Acker- 
mann, vor  1872.);  rep.  1748.  12^.  (Vendu  10  fr.,  4 fr.  Gay 

VI.  p.  15).  — Bearbeitung  des  englischen  Buches  des 


2o8 


Schoosshund — Schrank 


Coventry  (f  1751?):  The  history  of  Pompey  the 
little,  or  the  adventures  of  a lap-dog.  2 pts. 
Amsterd.  1746.  8^.  (2  fl.  42  xr.  Th.  Ackermann,  vor  1872.)  — 
London  1751.  8°.  u.  öfter. 

SCHOOSSHUND,  Der,  s.  Dusch,  Joh.  Jac. 

Das  erste  Buch  des  Gedichts  auch  in : Neue  Er- 
weiterungen der  Erkenntnis  u.  des  Vergnügens. 
(Hrsg,  von  Joh.  Dan.  T i t i u s.)  St.  37.  (Bd.  7.)  Lpz.,  Lan- 
kisch,  1756.  (S.  10 — 17.)  8‘'. 


SCHOPPIUS,  M.  Andr.  — Andr.  Schoppii  Weiblicher 
Ehren-Schild,  nemlich,  daß  Weiber  wahrhafftig 
Menschen  etc.  sind,  wider  einen  Anonymum. 
Eisleben  1595.  12O. 

Bibi.  Kielmans-Egg.  II.  p.  1228.  — Sehr  selten!  Ganz  ab- 
weichend lautet  der  Titel  in  der  Bibi.  Uffenbach.  III.  p.  245: 
M.  Andr.  Schoppii  Frauen  Ehren  und  Gewissen- 
Schild,  dass  Weiber  wahrhafftige  Menschen 
sind  etc.  Eissieben  1595.  8*^. 

Gegen : ( Acidalius,  Valens)  Disputatio  nova  contra 
mulieres  qua  probatur,  eas  Homines  non  esse. 
S.  1.  1595.  4^^.  (3  Mk.  Völker,  Frf.  a.  M.,  Cat.  66.  no.  200.) 
— Lipsiae  1595.  4°.  (Bibliogr.  de  l’amour  III.  p.  72.)  — Parisiis 
1693.  12°.  (In  Berlin.) 

Dasselbe,  tit. ; Andr.  Schoppii  Corona  muliebris, 

das  ist  frommer  Frauen  und  Jungfrauen  Ehren- 
und  Gewissens-Schild,  oder  Bestetigung  der  Lehre, 
daß  sie  wahrhafftig  Menschen  und  durch  den  Glauben  an 
Christum  selig  werden,  1604.  4°. 

So  in:  Bibi,  quaedam  illustris.  Lips.  1750.  p.  79. 


SCHOTT,  A.  L.,  Einleitung  in  das  Eherecht.  Nürn- 
berg 1785.  8°. 

Ehestandsalmanach  I.  p.  259. 

Dasselbe.  Neue  Auflage.  Ebd.  1802.  8°.  (In  Rostock, 

Universitäts-Bibi.) 

SCHOTTLÄNDEE.IN,  Die  schöne,  s.  Cameron,  Jenny. 


SCHOVEN,  Joannis  Henrici,  Der  unter  dem  unerfahr- 
nen Leib-Medico  glücklich  curirte  Printz,  oder 
curiöse  Historische  Relation  von  der  Cur  der 
rothen  Ruhr  durch  das  pharmacum  specificum 
polychrestum.  Mit  Anmerkgn.  u.  satyrischen  Ge- 
dichten u.  dem  Anhänge:  carnificis  professorali  testimonio 
ad  praxin  medicam  Licentiati.  Frankfurt,  1744.  8°.  (In  Dresden: 
Lit.  Germ.  rec.  C.  692.) 

Höchst  seltenes  Curiosuml 

SCHRANK,  Die  Fürsten  im  Monde.  Kein  Roman.  Lands- 
hut, Thomann,  1808.  8°.  (2/3  Rthlr.)  Rar! 

SCHRANK,  Dr.  Jos.  (Polizeiarzt),  Der  Mädchenhandel 
u.  seine  Bekämpfung.  Wien  1904.  Lex.-8°.  258  S. 


Schreck — Sehre  ger 


209 


(Mk.  3 — .)  (i  Mk.  80  Pfg.  M.  Hauptvogel,  Gotha,  1909; 
I Mk.  50  Pfg.  O Rauthe,  Berlin,  1909.) 

SCHRECK,  Hauptmann.  Auss  Wellischer  sprach  in  Hoch- 
deutsch vbersetzt,  von  Chim  Haarlock  von  Vorhoff 
(ps.).  Zu  Berckweis  Vorlegts  Saul  Klarwick  1627.  40.  14  Bll. 
Rariss.  (25  Mk.  Jos.  Baer  & Co.,  1911.) 

Enthält  3 Gespräche  zwischen  dem  Haupt- 
mann und  seinem  Knecht.  Titel  in  Holzschnittbordüre 
mit  Beiden  in  ganzer  Figur.  — Auf  Titelrückseite:  Denen.... 
Grafen  Albrecht  Friederieken  vnd  Jobst  Günt- 
hern Gebrüderen  Grafen  zu  Barbey  vnd  Mühlingen 
dedicirts  des  Buchs  Dolmetsch.  — W.  v.  Maltzahn  H,  1297. 

SCHRECKENSHÖHLE,  Die,  oder  dieLeidenderjungen 
Miranda.  Eine  neapolitanische  Erzählung.  Nach 
d.  Engl.  Vom  Verf.  des  Rinaldo  Rinaldini  {Chrn.  Aug.  VuL- 
pius).  Mit  Titelkpfr.  Leipzig  1810.  8°.  Zahm. 
SCHRECKENSSCENEN  aus  den  Ritterzeiten.  (Liederl. 
dialogisirte  Erzählgn.)  Mit  TKpf.  (Fehmgericht).  Leipzig,  bey 
Voss  u.  Leo,  o.  J.  (1792).  12°.  (3  Mk.,  hübsches  Expl.,  P. 
Neubner,  Cöln,  1892.) 

Tit.,  I Bl.  Inh.  u.  364  SS.  Enth.  8 Nrn. : i.  Die  zweyte 
Lukretia.  2.  Unverschuldetes  Elend.  3.  Erloschene  Liebe.  4. 
Das  einsame  Grab.  5.  Grausame  Rache  d.  verschmähten  Lieb- 
habers. 6.  Launen  d.  Schicksals.  7.  Der  Fürstenmörder.  8.  Bi- 
schofswuth  u.  Ritterrache. 

SCHRECKENSTHURM,  Der  am  See,  oder  die  mitter- 
nächtliche Todtenglocke.  Vom  Verfasser  des  Carlo 
Orsino  {Heinr.  Aug.  Kerndörffer).  Mit  i Kpf.  (Thoenert 
fec.).  Chemnitz  u.  Leipzig,  Schröter,  1808.  8°.  (U^Rthlr.) 

Titel  u.  312  S.  Zahm.  — Goedeke  VH,  400,  2,  34,  nennt 
noch  die  ff.  Ausgaben: 

Dasselbe.  Ebd.  1813.  8^. 

Dasselbe.  Ebd.  1823.  8°. 

Dasselbe.  Stuttgart  1863.  12°. 

SCHRECKNISSE,  Die  grausigen,  der  Schlangen- 
burg, oder  Ottilie,  die  schöne  Büßende  in  dem 
unterirdischen  Kerker  des  Jesuiter-Klosters. 
Vom  Verf.  des  „Arvonasack“  (s.  d.).  Quedlinburg  u.  Leipzig, 
Gfr.  Basse,  1827.  8°.  256  S.  (incl.  Tit.). 

Enth.  außer  obiger  noch  3 weitere  Erzhlgn. : Das  blu- 
tende Haupt  (S.  75—177);  der  Spion  (S.  179 — 230);  die  Karte, 
e.  Skizze  (S.  231 — 56).  — (Sämmtl.  zahm.) 

SCHREGER,  P.  Odilo,  (Benedictin.  in  exempto  monast.  Ens- 
dorffensi,  1697 — 1774)  Studiosis  jovialis,  seu  auxilia 
ad  jocose,  & honeste  discurrendum.  In  usum  et 
gratiam  studiosorum  juvenum  aliorumque  litteratorum  virorum. 
Monachii  et  Pedeponti  (d.  i.  Stadt  am  Hof  b.  Regensburg). 

14 


Hayn,  Bibi.  GermanoT.  erot.  VII 


210 


Schreger 


1749.  12°.  524  pp.  (5  Mk.,  Prgtbd.,  Frdr.  Klüber,  c.  1902; 

5 Kr.,  Schwsldrbd.  m.  Schl.,  Gilhofer  & Ranschburg,  1908.) 

Sehr  vieles  in  deutscher  Sprache.  — Sprichwörter,  Re- 
densarten, Anagramme,  Anekdoten  etc. 

Editio  secunda  aucta.  Ibid.  1751.  840  pp.  (4  Mk. 

50  Pfg.,  gutes  Expl.  in  Ganzldrbd.,  Frdr.  Klüber,  c.  1902; 

6 Mk.  50  Pfg.,  Hmaroqu.,  J.  Halle,  München,  c.  1905.) 

Der  Cat.  Bernstein  citirt  no.  3285  eine  Ausgabe  von  „1752“. 

Editio  V.  aucta.  Pedeponti  1757.  8°. 

Dr.  Franz  Schnitzer’s  Bibi.  München  1902,  no.  466. 

Idem  opus.  Viennae  1846.  80.  (3  Mk.  50  Pfg.,  unaufg., 

etw.  papierfl..  Fr.  Klüber,  c.  1902.) 

* — — Lustig-  u.  Nützlicher  Zeit-Vertreiber. 
Allerhand  erklärte  fremde  u.  juridische  Wörter;  schöne  Sprich- 
wörter; Erfindungen  weltlich-  u.  geistl.  Sachen;  einfält.  Bau- 
ern-Regeln;  Müntz-Wesen;  Artzney-Mittel  (auch  Kräuter) ; aller- 
hand Kunststücklein;  lächerl.  Begebenheiten  etc.  Stadt-am-Hof 
bey  Regenspurg.  1753.  8°.  (2  Mk.  50  Pfg.  Kirchhoff  u. 

Wigand,  Lpz.,  1892;  8 Mk.  J.  Halle,  München,  c.  1905.) 

Fehlt  bei  Nopitsch  u.  Duplessis.  — Enth.  auch  Räthsel- 
fragen  und  veritable  „Kalauer“. 

§ — — Dasselbe.  Ebd.  1754.  8°.  (20  Mk.  Jos.  Baer  & Co.,  1911.) 

Dasselbe.  4.  vermehrte  Auflage.  Ebd.  1756.  8°.  576  S. 

(3  Mk.,  Gzldrbd.,  Fr.  Klüber,  c.  1902.) 

— — Dasselbe.  6.  Auflage.  München  1765.  80.  (4  Mk.  Paul 
Neubner,  c.  1892.) 

— — Dasselbe,  tit. : Lustig-  u.  Nützlicher  Zeit-Ver- 
treiber, in  sich  begreiffend  allerhand  erklärte  fremde,  u. 
juristische  Wörter  & schöne  Sprüch-Wörter ; nützliche  u. 
lustige  Fragen  (Räthsel);  Erfindungen  Weltlich-  u.  Geist- 
licher Sachen;  einfältige  Bauern-Regeln ; Müntz- W’eesen  (!); 
Artzney-Mittel;  allerhand  Kunst-Stücklein;  lächerliche  Begeben- 
heiten etc.  Zum  Lust  u.  Nutzen  eines  Melancholischen  u. 
langweiligen  Gemüths.  Zusammen  getragen  v.  R.  P.  — . Sie- 
bende, viel  vermehrt-  u.  verbess.  Aufl.  C.  licentia 
Superiorum.  Stadt  am  Hof,  verlegts  Joh.  Urban  Gastl,  Buch- 
händler (!)  1769.  8°.  (3  Mk.  Emil  Hirsch,  München,  1904.) 

4 Bll.  (Tit.,  2 Bll.  Vorr.,  i Bl.  Reg.  der  17  Cap.),  576  S. 
§ Dasselbe.  Augsburg  1777.  8°. 

— • — - Dasselbe.  10.  vermehrte  Auflage.  Ebd.  I794-  8°.  515  S. 
(2  Mk.  25  Pfg.,  Hfzbd.,  Fr.  Klüber,  1905.) 

Dasselbe.  Ebd.  1802.  8°.  (i  Mk.  Casp.  Haugg,  Augsb., 

1891;  jetzt  höher!) 

— — Nützliche  Zeit-Anwendung  oder  Auszug  der 
merkwürdigsten  Sachen:  In  vier  Theile  abgetheilet; 
Erster  Theil,  Haltet  in  sich  die  Merckwürdigkeiten  von 


Schreiben 


211 


denen  Menschen : Zweyter  Theil.  Von  unvernünftigen 
Thieren;  Dritter  Theil,  Von  vermischten  Sachen:  Mit 
dem  vierten  Theil,  Von  unterschiedlichen  Künsten.  3.  u. 
verb.  Aufl.  Stadt  am  Hof,  1766.  8<’.  4 Bll.,  748  S.  u.  Re- 
gister. (6  Mk.,  Hprgtbd.,  Ernst  Frensdorff,  1907.) 

Die  erste  Ausgabe  erschien  in  drei  Theilen  ebd.  1755. 
8®.  (20  Mk.  Gust.  Fock,  Lpz.,  1908.) 

Selten  u.  interessanten  Inhalts,  u.  a. : Gross-bartete  Leuth. 
— Gross-Naasete  Leuth.  — Kdeine  Leuth.  — Lahme  und 
darbey  künstliche  Leuth.  — Blinde,  gelehrte  Leuth.  — Ge- 
lehrte Weibsbilder.  — Berühmte  Helden.  — Berühmte 
Heldinnen.  — Grosse  und  starke  Mannsbilder.  — Grosse 
■Und  starke  Weibsbilder.  — Wunderliche  Ge- 
burten. — Menge  der  H.  H.  Märtyrer.  — Liebhaber  der 
Bücher  und  gelehrten  Leuthen.  — Keusche  Weibsbider. 
' — Verliebte  Weiber-  und  Männer-Narrn.  — 
Lang  unfruchtbare  Frauen.  — Mannsbilder,  so 
Milch  in  Brüsten  hatten.  — Weiber  werden  in 
Manns  Personen  verändert.  — Wunderbarliche  Nacht- 
wandler, oder  Mondsüchtige  Leuth.  — Grosse  Zauberer 
und  Hexen-Leuth.  — Berühmte  Städte.  — Feuer-speyende 
Berg.  — Wunderbare  Höhlen.  — Berühmte  Bäder  in 
Teutschland.  — Unterschiedliche  Gebräuch,  die  Todte 
zu  begraben.  — Alte  Hochzeitsgebräuch.  — Grosse 
Erdbeben  usw. 

SCHREIBEN  eines  Cavaliers  an  ein  Fräulein,  be- 
treffenddenneuerfundenen  Damen-Thee,  Caffe 
u.  Chocolate,  oder  eigentlich  Mandelate.  2.  Aufl. 
Erfurt,  in  dem  Lorberischen  Buchladen.  80, 

M.  M.  V.  1749.  E 2 a.  — Die  i.  Aufl.  ist  in  d.  früheren 
Mess-Verz.  nicht  angezeigt. 

SCHREIBEN  eines  Feldpriesters  der  Österreich. 
Armee  an  den  ehrwürd.  Pater  Prior  des  Franzis- 
kanerklosters zu  Frankfurt  a.  Main,  worinnen  die 
Arglisten  u.  verruchten  Mittel  entdeckt  werden,  deren  sich 
der  König  v.  Preussen  bedient  hat,  die  Schlachten  bey 
Lignitz  (sic !)  u.  bey  Torgau  zu  gewinnen.  Aus  d.  französ. 
Orig,  (des  Persifle,  d.  i.  Jean  Baptiste  Bayer  Marquis  (VAr- 
gens)  übersetzt.  O.  O.  1760.  8°.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl.) 

Seltene  satyr.  Schrift  mit  humoristischen  u.  stellenw.  pikanten 
Anmerk.  (vgl.  S.  8 — 9),  16  SS.,  unterz. : Abt  Persifle,  Feld- 
priester d.  Regiments  von  Neuperg.  — Rarl 

Dasselbe,  tit. : Schreiben  eines  Feldpredigers 

bey  der  Österreichischen  Armee  . . . . Aus  d.  Fran- 
zös. O.  O.  (Frankf.  a.  M.  ?)  1761.  (Im  British  Museum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  46  (nach  Cat.  des  genannten  Museums). 
SCHREIBEN  e ines  reisenden  Juden  aus  d.  Vorzeit. 
Neue  Auflage.  Mit  Titelvignette.  Einbeck,  o.  J.  8®.  (2  Mk. 
50  Pfg.  Bielefeld,  1911.)  Selten! 


14* 


212 


Schreiben — Schreiber 


SCHKEIBEN  eines  Originals  an  seine  Braut.  Aus 
d.  Franzos.  O.  O.  1786. 

Haydinger’s  Bibi.  I.  2.  (Wien  1876);  an  No.  731. 
SCHKEIBER,  Adele  (in  Berlin,  Herausg.  der  Korresp.  „Frauen- 
zeitung“), Kinderwelt  und  Prostitution.  2.  Aufl.  1803. 
(25  Pfg.  Willy  Schindler,  Pressburg,  1910,  ohne  Angabe  von 
Ort  u.  Jahr.) 

SCHREIBER,  Casp.,  De  amore  conjugali  dreyzehn 
merkwürdigeT  ugend-Exempla.  (In  Versen.)  Breß- 
law  1610.  4*^. 

Bratring’s  Bücher-Sammlg.  Berlin  1832.  S.  21,  wo  auch  das 
folgende  poet.  Schriftchen. 

— — Hochzeitliches  Kleinodt,  welches  genom- 
men ist  aus  der  Schatzkammer  Gottes  etc.  Breßlau 
1610.  40. 

Beides  Raritäten ! 

In  Breslau,  Kgl.  u.  Univers.-Bibl.,  befindet  sich  (Lit. 

Teut.  II  4'’  220)  I vol.  misc. : Gedichte  einiger 

Vor-Opitianer:  Georg  Reuter  1601 — 16,  Caspar  Schreiber 
1610 — 20. 

SCHREIBER,  E.,  Das  Mädchen  in  Bezug  auf  dessen 
Bestimmung  u.  ihr  Verhältnis  als  Geliebte  u. 
Braut.  Wien,  o.  J.  (18**).  12^. 

50  kr.  östr.  Kuppitsch  Wwe.  75.  p.  19,  vor  1S85. 
SCHREIBERS,  Georg  Christoph,  Proben  der  Nieder- 
Sächsischen  Poesie,  bestehend  in  Glückwün- 
schungs-Hochzeit-Leichen-  u.  vermischten  Ge- 
dichten, nebst  e.  Vorrede,  worinn  von  den  nöthigen 
Eigenschaften  einer  vernünfftigen  u.  reinen  Poetischen  Schreib- 
Art  gehandelt,  u.  zugleich  der  Herr  L.  Brocks  (!)  wider  die 
Tadlerinnen  (Gottsched’sche  Wochenschrift)  vertheidiget  wird. 
Jena  u.  Leipzig.  Bey  Joh.  Friedrich  Rittern,  1730.  8°.  (In 
Dresden:  P.  o.  germ.  rec.  B.  2191.) 

Tit.  (roth  u.  schwarz),  3 Bll.  Zuschr.  an  d.  Fürstl.  Sachs. - 
Eisenach.  Consistorial-Rath  u.  Amtmann  Carl  Sigm.  Rost, 
24  S.  Vorr.,  112  S.  Text.  Bis  auf  i Hochzeitgedicht  „Die 
Honig-saugende  Hummel“  (S.  52 — 54)  durchaus  zahm.  Nichts 
in  plattdeutschem  Dialekt!  — Rar  1 
* SCHREIBER,  Geo.  Heinr.  — Neu  außgeschlagene 
Liebes  und  Frühlings  Knospen,  das  ist  Keuscher 
Ehren-  und  Liebes-Lieder  Erstlinge:  Mit  schö- 
nen, anmutigen,  mehren  theils  neu  und  unbekandten  M e lo- 
de y e n angefeuchtet,  und  zu  sondern  Ehren  und  Wolgefallen 
auch  freundlichstem  Ansuchen  des  lieb-  und  lobwürdigsten 
Frauenzimmers  ans  Licht  gegeben.  Von  Georg  Henrich  Schrei- 
ber, der  hoch-Edlen  Deutschen  Dicht-Kunst  Liebhaber.  Franck- 


Schreiber — Schreyer 


213 


furt  am  Mayn,  Gedruckt  bey  Johann  Görlin,  In  Verlegung 
Joost  Kölers,  Jun.  Bremen.  Im  Jahr  1664.  8°.  (In  Berlin: 
Yi  6131;  Titel  unten  abgerissen;  cplt.  in  Göttingen:  Poet.  2899.) 
(40  Mk.,  mit  dem  folg.  2.  Theile,  L.  Rosenthal,  1906.) 

190  Seiten  (incl.  16  S.  Vorst.).  Enth.  30  (26  ist  auf  S.  185 
Druckt.)  Lieder  mit  zweistimm.  Melodien.  — Die  Zuschrift 
an  5 Freundinnen  ist  unterz. : Silvander.  — S.  13 — 16:  Vor- 
rede des  Componisten  C.  H.  S.  (Org.  zu  W.  vgl.  S.  12.) 
Die  Lieder  dieses  i.  Theils  sind  theilweise  ziemlich  freien 
Inhalts.  — Goedeke^  HL  p.  95,  p. : Spielt  mit  Akrosti- 
chen: ChaRitnE ; Maria  Katharina.  Er  besingt  Roselle,  Do- 
rindchen,  Marindchen,  KlariMinda,  Florabella,  Anemone,  Maria 
Elisabeth,  Rosimunda,  Rubella  und  deutet  seinen  Namen  öfter 
an:  Ge/ZorSam.  Im  Allgemeinen  ehrbar-trocken  nimmt  er 
mitunter  einen  Auflauf  zur  Üppigkeit:  Nr.  23:  Die  Flöte  S.  142  ff; 
Nr.  26.  S.  158;  Nr.  29. 

* Neu  außgeschlagener  Liebes-  und  Früh- 

lings-Knospen Nachschößlinge.  Mit  beygefügten 
anmutigen  Melodeyen  auff  freundlichs  Ansuchen  etlicher  guter 
Freunde,  den  unglückhafften  Libhabern  zum  besten  durch  den 
Druck  hervorgegeben  Von  Georgio  Henrico  Schreiber,  der 
Hoch-Edlen  Teutschen  Dicht- Kunst  Liebhaber.  Franckfurt  am 
Mayn,  Gedruckt  bey  Johann  Görlin,  In  Verlegung  Joost  Kö- 
lers, Jun.  Bremen.  Im  Jahr,  1664.  8^.  (In  Berlin:  an  Yi  6131; 
in  Göttingen:  Poet.  2899.) 

118  Seiten  incl.  16  S.  Vorst.  Enth.  20  Lieder  mit  zweistimm. 
Melodien  von  C.  Fl.  — Beide  Sammlungen  ungemein  selten  I 

SCHREIBER,  H.,  Die  Feen  in  Europa,  eine  histor.-ar- 
chäolog.  Monographie.  Mit  Tfln.  in  Kpfrst.  Freiburg  i.  Br. 
1842.  40.  Selten! 

Hugo  Helbing’s  Münchner  Mai-Auct.  1907,  no.  967. 
SCHREIBER,  Hans  (in  Berlin,  gebd.  ebd.  8.  Jan.  1867), 
Nichts  für  Backfische.  Sittenstudien.  Berlin,  Hugo 
Steinitz,  1901. 

Verboten  v.  L.-G.  Wels,  27.  VII.  1901.  § 516. 

SCHREITAUS,  Jeremias  (ps.).  Die  Schicksalsbrüder 
oder  merkwürdige  und  spasshafte  Lebensereig- 
nisse von  vier  Wandergesellen.  1859 — 60. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  507. 

SCHREYER,  Anton,  Poetische  Versuche.  (Gedichte  seit 
1790.)  Von  R.  S.  (so!).  Eger  1812,  bei  Joseph  Kobrtsch. 
8°.  91  S.,  I Bl.  Inh.  — Poetische  Versuche.  Von  Anton 
Schreyer,  pens.  Stadtrath.  Zweytes  Bdchn.  Ibid.  eod.  a. 
8®.  118  S.,  I Bl.  Inh.;  dann  mit  (121)  122  paginirt:  Vorrede 
(Eger  am  19.  März  1812)  zu  dem  Roman  „Ritter  Bertholds 
Leiden  und  Freuden.  Eine  Geschichte  in  zwey  Theilen“,  nur 
Titelblatt  vorliegend.  (Goedeke  VI,  788,  181,  la — b.) 


214 


Schriften 


U.  a.  in  I,  S.  29 : Poetisches  Referat  über  einen  Götter- 
p r o z e ß , besonders  f.  Rechtskundige  und  bedienstete  Män- 
ner. 19.  — II,  S.  27:  Das  Dienstmädchen  Kätt- 
c h e n (1).  Eine  moralische  (Prosa-)Erzählung.  — S.  60  ff. ; 
Kupido  und  der  Tod.  (Eine  Fabel  frey  aus  dem  lat. 
Gedicht  des  P.  Sautel  übersetzt.)  (Vgl.  Euphorien  1896. 
3,  354-)  — S.  61—69:  Verschiedene  Liebesanträge. 
Eines  Kriegers.  Eines  alten  Arztes.  Eines  Advokatens.  Eines 
Bürgers.  Eines  Kaufmanns.  Eines  Landmanns.  Eines  Dichters. 

SCHRIFTEN  (chronologisch).  — Schriften,  Verschie- 
dene Satirische,  deß  Hn.  D.xx.  (d.  i. : Boileau  Des- 
preaux).  Aus  dem  Französischen  übersetzt  von  einem  Lieb- 
haber der  Poesie.  (Druckerst.)  Gedruckt  im  Jahr  Christi,  1694. 
8®.  Rar!  (In  Wolfenbüttel.)  (5  Mk.  A.  Buchholz,  München, 
1906.) 

Titel,  2 Bll.  Vorr.,  3 Bll.  Lobgedicht  auf  den  Kaiser  (Leo- 
pold I),  93  S.  Text,  enth.  XII  Satiren.  — Erste  seltene 
deutsche  Uebersetzung.  (Anon.-Lex.  IV.  p.  52,  nach  Cat. 
Müchsack). 

SCHRIFTEN,  Ausgesuchte  und  anmuthige,  für  die 
lange  Weile.  Nebst  einem  Anhang  einiger  vermisch- 
ten Scherz-  und  Satyrischen,  verliebten  und 
galanten  Gedichte.  (Vf.:  Adam  Gottfr.  Uhlich,  f 1753.) 
Voluptates  commendat  rarior  usus.  Juven.  Frankfurt  u.  Leip- 
zig (Hamburg,  Hertel)  1749.  8®.  (D/s  Rthlr.  Scheible,  vor 
1875;  jetzt  theurer!)  Sehr  selten! 

Tit.,  5 Bll.  Dedic.  an  das  schöne  Geschlecht,  unterz. : A. 
G.  U(hlig),  148  SS.  u.  56  SS.  Anh.  — Enth.  9 zum  TheU 
poetische  Stücke:  Die  Liebesinsel;  die  Thorheit;  der  weib- 
liche Soldat;  die  unglückliche  Tugend;  die  seltene  Liebe: 
der  lächerliche  Streit  u.  lustige  Faustkampf;  der  Unschlüssige; 
die  grünen  Strümpfe:  die  Uhr  der  Liebe.  — Der  Anhang 
enth.  nebst  den  Gedichten:  Der  Frau  Venus  Boocks- 
Beutel,  oder  der  Schlendrian  verliebter  Thor- 
heit e n in  einem  Zwischen-Spiele  fürgestellet  (mit  3 Personen). 

s.  33—56. 

Den  wirklichen  Druckort  nennt  das  O.  M.  V.  1750. 
S.  45.  — Fehlt  im  Anon.-Lex. 

§ SCHRIFTEN,  denen  ein  Be y wort  nach  Belieben 
kann  gegeben  werden.  (Druckerst.)  (3  zieml.  freie  Er- 
zählungen (von  Carl  Maxim.  Willi.  Petermann.)  Bayreuth, 
bey  Johann  Andreas  Lübeck.  1760.  8®.  (In  München:  P.  o. 
germ.  1346b.)  (3  Mk.  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1908.) 

Tit.,  I Bl.  Inh.  u.  114  SS.  (incl.  3 Bll.  confuse  V^orr. 
des  Uebersetzers  von  Nr.  3).  Sehr  seiten! 

Inh.:  i)  Fragment  einer  Reisebeschreibung  nach  Felusinien. 
S.  7.  2)  Nachricht  von  dem  Zuge  der  schönen  B**  durch 
unsre  Gegend.  S.  83.  3)  Luwette,  ein  Feyenmärchen,  er- 
träglicher, als  hundert  andre.  Aus  d.  Französ.  übersetzt.  S. 
93  ff- 


Schriften 


215 


SCHRIFTEN,  Kleine  poetische.  (Zahme  anakreont.  Poe- 
sieen  von  Jac.  Friedr.  Schmidt.)  Mit  Titelvignette.  Altona 
u.  Lübeck  1766.  8°.  (In  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl.)  (4  Mk., 
unbeschn.,  Baer  & Co.,  1894.) 

Dasselbe.  Gotha  1770. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  5 1 (nach  Meusel).  Vgl.  C o 1 1 i n , Ano- 
nymer. Kiobenh.  1869. 

§ SCHRIFTEN,  Verschiedene  kleine.  Basel  1769.  8°. 
(In  München:  Opp.  561.)  Selten! 

SCHRIFTEN  aus  dem  Gebiete  des  eigenen  Nach- 
denkens . . . . (hrsg.  von  Christian  Nicolaus  Naumann). 
Weissenfels  1772. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  51  (nach  Kayser  u.  Meusel).  — Selten! 
SCHRIFTEN  zur  Bildung  des  Herzens  und  des  Ver- 
standes, als  Beyträge  zu  der  Geschichte  des  Menschen 
(von  Carl  Ehregott  Mangelsdorf).  Leipzig,  bey  Friedrich 
Gotthold  Jacobäern,  1772.  8°. 

Tit.,  I Bl.  Inh.  der  XXV  Nrn.,  188  S.  — Hervorzu- 
heben: Von  dem  Fanaticismus  (so!),  als  einer  der  ersten 
Ursachen,  der  in  der  Nähe  immer  mehr  und  mehr  einreissen- 
den Barbarey.  — Von  der  Kinderzucht  der  Alten.  — Von 
dem  Gebrauch  und  Nutzen  der  Satyr  e.  — Ueber 
die  natürlichen  Gränzen  zwischen  Tugend  und 
Laster.  — Lama  und  Zenith,  e.  morgenländ.  Erzählung  (in 
Versen). 

SCHRIFTEN,  Vermischte.  Wien  1776.  80.  (4  Kr.  Franz 
Malota,  Wien,  1909.) 

Enth.  ein  satirisches  Theaterstück  (Gerard  Domenberg)  sowie 
satirische  Aufsätze.  — Selten! 

SCHRIFTEN,  Kleine  von  dem  Verfasser  der  Lieb- 
lingsstunden {Aug.  Friedr.  Cranz).  2 Bde.  Berlin,  Stahl- 
baum, 1778.  8°. 

Cat.  Monath.  III.  Nürnb.  1784.  p.  666. 

§ Dasselbe.  Ebd.  1781.  8°.  (15  Mk.,  ohne  Theilesangabe, 

E.  Frensdorf f,  1905.) 

Dasselbe.  3.  Aufl.  Mit  Portrait  d.  Verf.  Ebd.  1781 

-83.  80. 

Enth. : Charlatanerien  in  alphabe  t.  Ordnung, 
I.  u.  2.  Abschn.  1781.  — Beytrag  zur  Chronica  von 
Berlin  im  beliebten  altteutschen  Romanzenton.  I.  u.  II. 
Stück.  1781.  — Supplem.  zum  I.  Stück  d.  Chronica  v.  Berlin 
1781.  — Suppl.  zum  II.  Stück  d.  Chron.  v.  Berlin.  Mit 
I Silhouette  des  Prinzen  Friedr.  v.  Braunschweig.  — Char- 
1 a t.  3.  Abschn.  1781.  — Beytr.  z.  Chronik  v.  Berlin. 
3.  Stück.  — C h a r 1 a t.  4.  Abschnitt. 

§ SCHRIFTEN,  Komisch’,  (sic !)  und  politische.... 
Wien,  in  der  Geroldischen  Buchhandlung  1781.  8°. 

W.  V.  Maltzahn  p.  429  no.  781  (unter  poet.  Lit.).  — Selten! 


2i6 


Schriften 


* SCHRIFTEN  von?  (Silhouette:  Balthas.  Ant.  Dunker.)  (I.) 
Bern  bei  Walthard  und  Baudard.  MDCCLXXXII.  (1782.) 
127  S.  u.  I S.  Druckf.  Zuschrift  dat.  B**,  d.  14.  März  1782. 
8®.  Mit  gestoch.  Tit.  u.  13  interess.,  schön  radirten  Vignetten. 
— Theil  II  von  B.  A.  D.  O.  O.  (Ebd.)  MDCCLXXXV.  (1785.) 
8°.  192  S.  Mit  gestoch.  Tit.  u.  12  Vignetten.  (In  Berlin: 
Yz  5481,  I vol.)  (5  Mk.,  beschäd.  ExpL,  Lehmann  & Lutz, 
Frf.  a.  M.,  c.  1884;  cplt.  u.  gut  erhalten  jetzt  20  Mk.  u. 
mehr  werth!) 

Sehr  selten!  Enth.  u.  a. : Kalis  to,  eine  Art  Romanze 
(28  sechszeil.  Stroph.) ; zieml.  frei.  — Agnes  Sorel.  (Pikante 
Nachahmung  von  Voltaire's  ,,Pucelle“.)  — Geschichte  der  besten 
u.  berühmtesten  Wirthe,  die  dem  Wirthshause  zum 
blauen  Engel  in  Antwerpen  vorgestanden  haben;  samt 
ihren  sehr  ähnlichen  Bildnissen.  — etc.  etc. 

Dazu  gehört  als  III.  Theil:  Ein  Intermezzo  (s.  d.), 
von  B.  A.  D 1785. 

SCHRIFTEN,  Neueste  vermischte,  dramatischen, 
poetischen  und  philosophischen  Inhalts  (von 
Friedr.  Hildebrand  v.  Einsiedel).  Dessau  1783 — 84.  S°.  (i  Mk., 
Bd.  I apart,  M.  Hauptvogel,  Gotha,  1907.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  52  (nach  Meusel  u.  Kayser). 

I:  Die  Abentheuer  d.  Liebe;  ein  Schauspiel  in  5 Aufzüg. 
— Eine  seltene  Lebensgeschichte.  II:  (lag  nicht  vor). 

§ SCHRIFTEN,  Merkwürdige,  zum  Andenken  des 
philosophischen  Jahrhunderts  (von  Johann  Pezzl). 
Mit  Titelkpfr.  Europa  (Nürnberg,  Eichhorn)  1785.  (In  Mün- 
chen: Var.  368  m;  auch  in  Warmbrunn.)  (5  Kr.  Jos.  Grün- 
feld, Wien,  1906.) 

Fehlt  im  Anon.-Lex.  — Rarl 

SCHRIFTEN,  Kleine  prosaische,  vom  Verfasser 
des  Moriz  (so!),  s.  Schulz,  Friedr. 

SCHRIFTEN  (von  Josias  Ludw.  Gosch).  Petersburg  1799. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  51  (nach  Schröder  u.  Lübker-Schröder). 
SCHRIFTEN,  Kleine  Satyrische,  eine  Fortsetzung 
der  satyrischen  Blätter  . . . . 1804,  s.  Eremita,  Janus. 
SCHRIFTEN,  V e r b o t h e n e (so !)  (von  Atnand  Berghofer, 
1745 — 1825).  2 Theile  in  i Bde.  Mit  2 kolorirt.  satir.  TKpfrn. 
(prächtigen  Inkunabeln  der  Lithographie).  Zweyte,  ver- 
besserte u.  vermehrte  Auflage.  O.  O.  (Straubing, 
Heigl)  1809.  80.  253  fortl.  pag.  S.  u.  3 S.  Inh.  (20  Mk.  Adolf 
Weigel,  1909;  28  Mk.,  schönes  Expl.,  Max  Perl’s  Berliner 
Octob.-Auct.  1907,  no.  280;  48  Kr.  [I],  Expl.  im  Orig.-Umschl., 
Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  1909.) 

Motto  auf  Titel : Eure  Gewaltthaten  u.  Machtgebote  stehen 
aufgezeichnet  vor  Gottes  Gericht : und 
zu  dem  Herrn  der  Heerscharen  drin- 
gen die  Seufzer  des  Volks. 


Schriften — Schriftstellerteufel 


217 


Sehr  scharfe  Satyre  auf  sittliche  und  soziale,  oft  auf  Wien 
bezügliche  Missstände  der  Zeit.  — Darin  u.  a. : Der  Hof- 
speichellecker. — Pressfreyheit.  — Ahnenstolz.  — U e b e r - 
Züge,  deren  weitere  Erklärung  d.  Schamhaf- 
tigkeit verbietet.  (Eine  der  frühesten  Notizen  über 
Cordons.)  — lieber  die  Liebe  — Till  Eulenspiegel. 
— Faust  (fehlt  bei  Engel).  — Liebe  u.  Wollust.  — 
Das  Weib  meiner  Ehe.  — Katholische  Ehege- 
setze. — Mönchswuth.  — Knabenschändung.  — etc. 

Die  erste  Ausgabe  erschien  o.  O.  (ebd.)  1805.  8°.  126 
u.  114  S.  Mit  2 color.  Titelkpfrn.  (In  Berlin:  Yy  8361, 
I vol.)  (6  Mk.  50  Pfg.,  unbeschn.  im  Orig.-Umschl.,  Frdr. 
Klüber,  1898;  jetzt  viel  theurerl) 

SCHRIFTEN,  Kleine  satyrische  (von  Joh.  Gottlob 
Münch).  Nürnberg  1806. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  52  (nach  Goedeke). 

SCHRIFTPROBEN.  Mythen  — Romanzen  — Lyrische  Ge- 
dichte. (Vf.:  Friedr.  Gottlob  Wetzel.)  Bamberg,  neues  Lese- 
institut von  C.  F.  Kunz,  1814.  8°.  4 Bll.  u.  14g  S.  (8  Mk. 
Adolf  Weigel,  igo8.) 

SCHRIFTSTELLER,  Der,  nach  der  Mode  (hrsg.  v.  Ver- 
schiedenen, mit  Vorrede  von  Christlob  M y 1 i u s).  Bd.  I,  Stück 
I — 8 (cplt.  16  Stücke.).  Mit  allegor.  Titel vign.  (Krügner 
jun.  sc.).  JENA,  bey  Theod.  Wilh.  Ernst  Güth.  1748.  8®. 
(In  Dresden:  Lit.  Germ.  rec.  A.  205.) 

Abhandlungen,  Ueberstzgn.,  Briefe,  viele  Gedichte,  kleine 
Schauspiele  etc.,  u.  a. : Ein  Brief  über  die  Hörner,  aus 
den  caprices  d’imagination  übersetzt  (wobei  die  Hahnreischaft 
gestreift  wird,  S.  292 — 98;  Naumann,  M.  Chrn.  Nie.,  Lob 
des  Caffee,  eine  Ode  (S.  89 — 92,  in  12  achtzeil.  Str.);  Pope, 
Alex.,  Schreiben  der  Eloise  an  den  Abelard,  a.  d.  Engl, 
übers,  durch  M.  A g r i c o 1 a (in  Prosa,  S.  98—11 5) ; Ossen- 
felder,  H.  A.,  Die  Tanzmeister,  e.  Lstsp.  in  i ,\ufz.  (S.  195 
-227) ; Derselbe,  Die  Argwöhnische,  e.  Lstsp.  in  i Aufz. 
(S.  253 — 84);  Junghanns,  Gotthold  Abrah,  Die  schöne  Amu- 
rette,  ein  (etwas  freies  Hochzeit-)  Gedicht  (S.  543 — 54);  Nau- 
mann, M.  Chrn.  Nie.,  Der  Schleiff-Plan,  eine  lustige  Gegend 
um  Budißin,  im  Aug.  1739  (in  12  achtzeil.  Str.,  S.  572 — 75); 
etc.  etc.  — Selten! 

SCHRIFTSTELLER  nach  der  Mode,  Der  Schlesische, 
oder  von  Allem  Etwas.  4 Bde.  (ä  6 Stücke).  Liegnitz 
1753—55.  S°.  Cplt.  sehr  rar! 

SCHRIFTSTELLERTEUFEL,  Der.  Ein  klassisches  Original- 
Lesebuch  für  unglückliche  Autoren.  Dem  Herrn  Ritter  v. 
Zimmermann  gewidmet.  Nebst  einem  Appendix:  Bahr  dt 
mit  der  eisernen  Stirn  betreffend.  (Vignette; 
Karikatur  auf  Moses  Mendelssohn,  B o 1 1 inv.  et  sc.)  Berlin, 
Matzdorff,  1791.  8°,  141  S.  (8  Mk.,  unbeschn.  im  Orig.- 

Umschl.,  Oskar  Rauthe,  Berlin,  1909.)  (Expl.  in  Warmbrunn.) 


2i8 


Schrifttasche — Schröder-Devrient 


SCHRIFTTASCHE,  auf  einer  neuen  Reise  durch 
Teutschland,  Frankreich,  Helvetien  und  Ita- 
lien gesammlet  (von  Friede.  Rudolph  Salzmann).  Frank- 
furt 1780. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  53  (nach  Kayser  u.  Meusel).  — Rarl 
SCHRÖDER,  Chr.,  Poetischer  Lust-Garten  (oder  Lie- 
bes- Lust-  u.  Schertz-Gedichte).  8°. 

S o ohne  Orts-  u.  Jahresangabe  angef.  in  d.  Bibi.  Kiel- 
manns-Egg.  I.  Hamb.  1718.  8°.  p.  931,  zusammen  mit  andern 
poet.  Schriften  von  ca.  1700.  — Höchst  selten  1 

SCHROEDER,  Chrn.  Dav.,  Sverinens.  Meklenb.  (auct.  et  resp.), 
(praeside  Joh.  Sam.  Strykio),  Dissertatio  iuridica  de  fine 
matrimonii,  Von  Dem  Endzweck  der  Ehe.,..  (Typ. 
Ornam.-Vignette.)  Halas  Magdeb.  sumtu  Hendeliano,  1739.  4°. 
56  S.  (incl.  Tit.). 

Die  Promotion  erfolgte  im  April  1708  zu  Halle  a.  S.  — 
Vogel,  Lex.  jurid.  H.  p.  174. 

SCHRÖDER,  F.  H.,  An  das  schöne  Geschlecht.  Ro- 
stock 1815.  (ln  Rostock,  Landelbibl.)  Selten! 

SCHRÖDER,  Karl,  Die  höfische  Dorfpoesie  des  deut- 
schen Mittelalters.  Berlin  1865.  (Ausschnitt  aus  — ? 
— .)  8°.  (70  Pfg.  Th.  Ackermann,  München,  1913.) 

SCHRÖDER,  Rud.  Alex,  (in  Bremen-Horn,  geb.  in  Bremen 
26.  Jan.  1878),  Unmut.  Ein  Buch  Gesänge.  Leipzig, 
Inselverlag,  1899.  4°.  (3  Mk.  Conr.  Skopnik,  Berlin,  1910.) 

— — Lieder  an  eine  Geliebte.  (315  Expll.)  Ebd.  1900. 
8°.  (i  Mk.  80  Pfg.  der  Vorige.)  Vergriffen! 

— ■ — Sprüche  in  Reimen.  (Nur  30  E.xpll.)  Berlin  1901. 
40.  (2  Mk.  80  Pfg.  der  Vorige.) 

Empedocles.  Ein  Gedicht.  (Nur  50  num.  Expll.) 

Leipzig  1901.  40. 

An  Belinde.  Gedichte.  Leipzig,  Insel- Verlag,  1902. 

80.  (Mk.  5—.) 

— — Elysium.  Ein  Buch  Gedichte.  Leipzig,  Insel- 
Verlag,  1906.  Kl.  40.  (Mk.  8 — .)  (5  Mk.  50  Pfg.  der  Vorige.) 

Im  Aufträge  von  H.  W.  H e y m e 1 in  einer  Auflage  von 
300  handschriftl.  numerierten  Exemplaren  gedruckt. 

Die  Zwillingsbrüder.  Sonette.  1908.  40.  (10  Mk., 

Hpgt.,  der  Vorige.) 

Im  Auftrag  des  Vorigen  bei  W.  Drugulin  in  Leipzig  in 
100  Exemplaren  gedruckt. 

SCHRÖDER-DEVRIENT,  Wilhelmine  (die  berühmte  Sänge- 
rin, geb.  6.  Oct.  1804,  f 26.  Jan.  1860).  • — Aus  den  Memoiren 
einer  Sängerin.  (Berüchtigter,  leider  besonders  von  jun- 
gen Leuten  der  sogen,  besseren  Stände  eifrig  gesuchter  priap. 
Roman.)  2 Thle.  Boston.  Reginald  Chesterfield  (Altona, 


Schröder-Devrient 


219 


Verlagsbureau.)  (I:  ca.  1868;  II:  nach  Juli  1875.)  12O.  (10  Mk, 
S.  Calvary  & Co.,  Berlin,  c.  1900.) 

Verboten  vom  K.-G.  Wels,  25.  August  1876.  § 516. 

— Angeblich  Autobiographie. 

I:  240  S.  II:  240  S.  Ohne  Capitel-Ueberschriften. 
Abgesehen  von  wenigen  ächt  erot.  Schilderungen,  bringt  dieses 
Haupt-Unzuchtsmagazin  massenhaften  Unsinn,  Ueber- 
treibungen,  Unmöglichkeiten  und  Lügen.  Zu  den  letzteren 
gehören  wohl  auch  folgende  erbauliche  Zeilen  (Bd.  II,  S.  28 
-29):  „George  Sand  lebte  viele  Jahre  hindurch  in  einem  in- 
timen Verhältniß  mit  Alfred  de  Müsset,  sie  bereisten  mit- 
einander Italien  und  kamen  so  nach  Rom;  hier  gab  es  zwischen 
Ihnen  einen  fürchterlichen  Zank,  welchem  ein  totaler  Bruch 
folgte.  Müsset  war  anfangs  sehr  diskret  u.  schonte  seine 
Geliebte,  nicht  so  die  Dame.  Als  man  sie  um  die  Ursache 
des  Bruches  fragte,  sprengte  sie  aus,  sie  habe  den  Dichter 
seiner  Schwäche  halber  in  den  Liebestournieren  verabschiedet, 
da  er  gänzlich  impotent  geworden.  Das  Gerücht  kam  Müsset 
zu  Ohren,  er  mußte  sich  in  seiner  Eitelkeit  gekränkt  gefühlt 
haben,  da  so  etwas  ihn  bei  allen  Frauen,  denen  er  den  Hof 
machte,  in  einen  schlimmen  Ruf  bringen  mußte,  und  er  nahm 
sich  vor,  sich  an  Mme.  Dudeffant  zu  rächen.  Die  im  Buche 
beschrieb.  6 obscönen  Photographien,  zu  welchen  er 
einen  passenden  ebenso  skandalösen  Text  in  Versen 
schrieb,  waren  die  Rache,  die  er  an  ihr  übte." 

— ■ — Dasselbe.  Ebd.,  o.  J.  (c.  1870).  24°.  235  S.  (6  Mk. 
B.  Seligsberg,  Bayreuth,  1911.) 

Dasselbe.  2 Bde.  Ebd.,  o.  J.  Kl.  8°. 

I:  VII  u.  244  S.  II;  251  S.  (Papier  u.  Satzspiegel  des 
2.  Bandes  vom  ersten  verschieden  (Ldpr.  U/g  2 Rthlr.) 

Vergriffen  u.  selten! 

Dasselbe.  2 Bde.  Ebd.,  o.  J.  8®.  (25  Mk.  Adolf  Weigel, 

1907;  25  Mk.,  eleg.  Hprgtbd.,  Dieterich,  Göttingen,  1907.) 

I:  VI  u.  270  S.  II:  251  S. 

Dasselbe.  2 Bde.  Boston  u.  Chicago.  O.  J.  8®.  235 

u.  164  S.  (10  Mk.  Adolf  Weigel,  1910.) 

Dasselbe.  2 Bde.  I : Chicago.  Gedruckt  auf  Kosten 

guter  Freunde,  o.  J.  (c.  1890).  Breit-120.  192  S.  (incl.  Tit. 
u.  3 S.  Vorn,  auf  Titelrücks.  beginnend).  Zur  Füllung  des 
Schlußbogens  sind  2 frivole  Gedichte  beigef.  S.  188  ff:  „Des 
Talmuds  Kraft";  ,,Sehr  verständig!“).  — II:  Boston.  Regi- 
nald Chesterfield  (Altona,  Verlagsbureau),  o.  J.  (ca.  1875). 
Kl.  12°.  253  S.,  I Bl.  „Schlußwort  d.  Herausgebers“. 

Dasselbe.  2 Bde.  Berlin,  Verlag  von  Giovanni  Boccac- 
cio. O.  J.  (189*). 

Verboten  vom  L.-G.  Wien,  28.  April  1895.  § 516. 

Dasselbe.  2 Bde.  Bucarest,  b.  Casanova.  O.  J.  8®. 

(20  Mk.  Hugo  Streisand,  Berlin,  1906.) 

Dasselbe.  2 Bde.  Neue  Auflage.  Rotterdam.  O.  J. 

(190*).  8°.  (20  Mk.  Ernst  Geibel,  Hannover,  1907.) 


220 


Schröer 


Dasselbe.  2 Bde.  Privat  druck.  O.  O.  u.  J.  (1907). 

8°.  387  S.  (30  Mk.,  Orig.-Ldrbd.,  Adolf  Weigel,  1909;  50  Mk. 
Rot.  Juchtenbd.,  O.  Rauthe,  1908.) 

Besonders  schön  und  fehlerfrei  in  nur  300  Expl!.  herge- 
stellt. 

— — Dasselbe.  2 Thle.  Privatdruck  in  600  num.  Expll. 
Budapest  1909.  8°.  Lat.  Lett. 

I;  189  S.  (incl.  3 Bll.  Tit.  u.  Vorwort),  2 unbez.  S.  (neue 
Erotica).  II:  188  S.  (incl.  Tit.),  i unbez.  S.  Ankündigung 
einer  Mappe  von  10  Zeichnungen  zu  diesem  Opus  von  Cholsy 
le  Conin  (Marquis  v.  B a y r o s)  (Mk.  15  = Kr.  18);  2 un- 
bez. S.  (neue  Erotica). 

Dasselbe.  2 Bde.  Privatdruck  der  „Vereinigung 

der  Holländischen  Bibliophilen.  Amsterdam  1909.  8°.  397  S. 
(Subscr.-Pr,  br.  Mk.  15 — ; gebd.  20 — .)  (In  Wien,  Stadtbibi.: 
Secr.  A.  27.)  (17  Mk.  B.  Seligsberg,  1911.) 

In  800  numer.  Expll.  hergestellt  u.  angeblich  alle  andern 
Drucke  an  Korrektheit  u.  Schönheit  übertreffend. 

Englische  Uebersetzg. : Pauline,  the  Prima 
Donna,  or  memoires  of  an  Opera  Singer.  With  4 
obscene  plates.  London  and  New-York,  1898,  printed  for  the 
Erotica-  Bibiion  Society.  8°.  193  pp.  (incl.  8 pp.  „publi- 

cations  of  the  Society).  Bibi.  Arcana:  „The  pretended  auto- 
biography  of  the  notorious  Mrs.  Schröder-Devrient.  Ver>-  ob- 
scene, and  contains  strongly  resembling  de  Sade’s  descriptions.“ 
(14  Mk.,  ohne  die  Gravuren,  Frdr.  Klüber,  München,  c.  1905.) 

Abenteuer,  Galante,  der  Sängerin  Wil- 

h elmine.  Nach  vertraulichen  Mittheilungen.  Paris,  Jules 
Flangarin  (Stuttgart,  J.  Scheible  ?),  o.  J.  (1862).  12°.  (i  Rthl. 
Fischhaber,  Reuth,  vor  1875;  ebenso  Scheible;  jetzt  theurer!) 

128  SS.  Auf  die  Schröder-Devrient  bezüglich.  V"er- 
griffen  u.  selten! 

G 1 ü m e r , Claire  v.,  Erinnerungen  an  Wilhel- 
min e S c h r ö d e r - D e v ri  e n t.  Mit  Portrait.  Leipzig  1885.  8°. 

Stümcke,  Dr.  H einr.,  Wilhelmine  Schröder- 

Devrient.  (Biogr.)  1908.  (Citirt  Kürschner’s  Lit.  Kal.  f. 
1909,  Sp.  1662.) 

Wolzogen,  Alfred  F rhr.  v..  Wilhelmine  Schrö- 
der-Devrient. Ein  Beitrag  zur  Geschichte  des  musikal- 
ischen Dramas.  Leipzig  1863.  8°.  i2-|-35i  S.  (4  Mk.,  un- 

beschn.  im  Orig.-Umschh,  O.  Rauthe,  c.  1908:) 

Handelt  auch  über  Fanny  Lewald,  Ludw.  R e 11  s t a b. 
Hector  Berlioz,  Karl  Maria  von  Weber,  Besuch  bei 
Goethe,  Paganini,  von  Döring  etc.  etc. 
SCHRÖER’S,  Jac.  Sam.,  Beweis,  daß  durch  das  Wort 
Macht,  Cor.  ii.  v.  10  nicht  der  Weiber  Herr- 
schaft, sondern  deren  Unterthänigkeit  zu  ver- 
stehen sey.  Leipzig,  Löwe,  1756.  40. 

Cat.  Monath.  III.  Nürnb.  1784.  8°.  p.  670. 


Schrökbild — Schubart 


221 


SCHRÖK-BILD  (so!)  für  keusche  Jungfern.  Kupferstich 
mit  darunter  stehenden  deutschen  Versen.  Publ.  by  R. 
Sayer,  London,  ca.  1780.  16X23  cm. 

M.  Edelmann,  Nürnb.,  c.  1898. 

SCHRÖPF-KÖPFE  ziehen  nur,  wo  sie  angebracht 
sind.  (9  satyr.  Erzähl,  u.  dramat.  Scenen,  stellenw.  derb  u. 
frei.)  (Vf.;  Christoph  Sigm.  Grüner.)  O.  O.  1801.  8°.  (5  Mk., 
Leihbiblex.,  Kühl,  Berlin,  c.  1882.) 

Seltenes  Curiosum,  gewidm.  „den  Schnüfflern“.  — 4 Bll. 
Vorst,  u.  368  SS.  Inh.:  i.  Die  Aufgeklärten.  (Anstössig.) 
2.  Der  Mörder  seines  Kindes.  3.  Die  Schlittenfahrt.  4.  Der 
Reformator.  5.  Fridewulf,  der  Rächer  u.  Retter.  6.  Zunft- 
wesen u.  Handwerksgebräuche.  7.  Das  neue  Gesangbuch.  8. 
Wäre  es  nicht  rathsamer,  Alles  beim  Alten  zu  lassen?  9. 
Zuruf  der  Menschen  an  das  Glück.  (Letzte  Nr.  in  Versen.) 

Dasselbe,  tit. : Annalen  menschlicher  Thor- 

h e i t e n , oder  Schröpfköpfe  ziehen  nur,  wo  sie 
angebracht  sind.  Von  H.  A.  S.  Paris  und  Scheppen- 
stedt  1814.  80.  (7  Mk.  50  Pfg.,  unsaub.  Expl.,  Südd.  Ant., 
München,  1908.) 

Weller,  fing.  Dr.  I.  p.  215. 

SCHRÖTERS,  Christ.  Philip,  Poetische  Ergetzlichkeit.  1722.  8®. 
So  im  Cat.  libr.  Hamb.  i.  Aug.  1740.  P.  I.  p.  84.  — 
Sehr  selten  1 

SCHRÖTER,  Wilh.,  Die  Königin  der  Flußpiraten 
oder:  Die  Hyäne  des  Urwaldes.  Romantisches  Räu- 
bergemälde. 2 Bde.  Leipzig,  Verlags-Contor  (IJ,  o.  J.  (c. 
1865).  8. 

160  u.  120  SS.  — Auch  m.  d.  Tit.:  Romantische  Lese- 
bibliothek. Bd.  20 — 21.  — Theil  i stellenweise  freien  In- 
halts. 

Des  Pfarrers  Tochter  von  Taubenhayn. 

Hach  B ü r g e r’s  Ballade  (u.  B o r n s c h e i n’s  Roman)  be- 
arb.  Leipzig,  A.  M.  Colditz,  1862.  8®.  239  S.  Zahm. 

S.  auch  Bornschein. 

SCHUBART,  Adam,  Der  Sieman,  d.  i.  wider  den  Haus- 
teuffel. Wie  die  bösen  Weiber  jre  fromme  Männer,  vnd 
wie  die  bösen  leichtfertigen  Buben  jre  frommen  Weiber  pla- 
gen. Weissenfels,  Georg  Hantzsch,  o.  J.  (c.  1560).  8°.  (In 
Wolfenbüttel.) 

Ganz  in  Reimen.  Höchst  seltene  erste  Ausgabe.  — 
Weller,  Annal.  11.  p.  379.  Fehlt  im  Theatrum  Diabolorum. 

§ * Dasselbe,  tit. : Haussteuffel,  / das  ist,  / Der 

Meister  / SIEman,  Wie  die  bösen  / Weiber  jre  fromme 
Männer,  vnd  wie  diei  / bösen  leichtfertigen  Buben,  jre  from’e 
Weiber  / plage,  Sampt  einer  vermanung  auss  heiliger  / Schrifft 
vnd  schönen  Historien,  wie  sich  from’e  / Eheleut  gegen  einander 
verhalten  sctl-  / len,  nützlich  vn’  lustig  zu  lesen.  / Beschrieben 


222 


Schubart — Schudt 


durch  Adamum  Schubart.  (Hlzschn. : Ein  Weib  ihren  Mann 

züchtigend;  im  Hintergrund  das  Gegenstück.)  Getruckt  zu 

Franckfurt  am  Mayn,  1565.  — A.  E.:  Getruckt  zu  Franck- 
furt  am  Mayn,  bey  Martin  Lechler,  In  Verlegung  Sigmund 
Feyerabends  vnd  Simon  Hüters,  Im  jar  nach  Christi  vnsers 
HErrn  vnd  Seligmachers  gebürt,  M.D.LXV.  (1565.)  8°.  (18  Mk. 
Völcker,  Frf.  a.  M.,  vor  1885.) 

Dasselbe.  Ebd.  1568.  8°. 

Haydinger’s  Bibi.  I.  2.  no.  946. 

Dasselbe.  Ebd.  1569.  8°. 

Goedeke  2 II,  481,  10,  wo  auch  die  vorige  Ausgabe. 
SCHUBART  (Chrn.  Friedr.  Dan.),  Die  Wurstliese.  (17 
achtzeil.  Strophen.  Name  d.  Vf.  am  Schluß.) 

In:  Erotische  L i e b e s(-)  Gedichte  (s.  d.)  . . . . 
Frankfurt  und  Leipzig  (Ulm),  o.  J.  (1793).  Nr.  63.  — 

So  gut  wie  unbekanntes  jocos-erotisches  Gedicht  des  unglück- 
lichen Opfers  fürstlicher  Willkür. 

SCHUBART,  Tob.  Heinr.  (geb.  14.  Febr.  1699  zu  Osterbruch 
im  Lande  Hadeln,  f als  Fred,  an  d.  Michaeliskirche  zu  Ham- 
burg d.  22.  Febr.  1747),  Ruhe  nach  geschehener  Ar- 
beit. (Gedichte.)  2 Sammlgn.  Hamburg  1733 — 35.  8°.  Zahm. 
Von  Schubart  stehen  auch  Gedichte  in  Weichmann’s 
„Poesie  der  Niedersachsen“.  — Vgl.  H.  Schröder’s  Epi- 
grammenlese ....  Itzehoe  1828.  8°.  S.  185 — 87. 

SCHUBERT,  Wilh.  (in  Layenhof  bei  Mainz),  Phantasien, 
Meinungen,  Ansichten,  Scherze,  Possen  und 
Albernheiten;  unter  Bitte  um  gütige  Entschuldigung,  dass 
letztgenannte  auch  vorliegendem  Exemplare  einverleibt  sind. 
Ein  gedrucktes  Manuscript.  Mit  Portrait  d.  Vf., 
3 Lithogr.  (Harlekinbilder)  u.  Vign.  (vom  Maler  Becker 
aus  Darmstadt).  O.  O.  u.  J.  (1836).  Gr.  8°.  551  S.  (2  Mk. 
25  Pfg.  Heberle,  Cöln,  c.  1875;  2 Mk.  50  Pfg.,  wasserfl., 
Bernh.  Diebisch,  Lpz.,  1909.) 

Viel  auf  Zustände  im  Grossherzogthum  Hessen 
bezüglich. 

§ SCHUDEROFF,  Jonath.  (1766 — 1843),  B a d e b e 1 u s t i gu  n- 
gen.  Tübingen  1810.  8°.  (In  München:  P.  o.  germ.  1347p.) 
SCHUDT,  Joh.  Jac.  (des  Gymnasii  Moeno-Francof.  Con-Rec- 
tor,  1664 — 1722),  Jüdische  M e r c k w ü r d i gk  e i t e n , 
vorstellende  was  sich  Curieuses  . . . . mit  denen 
in  alle  IV.  Theile  der  Welt,  sonderlich  durch 
Teutschland,  zerstreuten  Juden  zugetragen. 
Sammt  einer  vollständigen  Franckfurter  Juden-Chro- 
nick....  Benebst  einigen  ....  Kupffern  u.  Figuren.  4 
Thle.,  3 Continuationen  u.  Anhang.  Mit  Portr.  d.  Vf.  u.  12 
Kpfrn.  Franckfurt  u.  Leipzig  (o.  Adresse),  Anno  MDCCXIV — 
XVH.  (1714-17-)  4°. 


Schäler — Schätz 


223 


I:  12  Bll.,  582  S.,  I Bl.  Err.  II.  i — 2;  4 Bll.,  432  u. 
383  S.,  I S.  Err.  Besonders  beachtenswerth  II.  i.  S.  58 
das  Portr.  Vinc.  F e 1 1 m i 1 c li  ’ s (Rädelsführer  im  F rankf. 
Aufruhr  1614);  S.  256  Abbild,  d.  berücht.  Spottbildes 
auf  d.  Juden  unter  dem  Frankf.  Brücken-Thurm.  III:  4 Bll., 
358  S.,  I Bll.  Err.,  30  Bll.  Reg.  Suppl.  (1717):  48  S. 

Das  interess.,  noch  jetzt  von  den  Juden  gefürchtete,  durch 
Aufkäufen  immer  seltener  werdende  Werk,  handelt  u.  a.  aus- 
führl.  über  der  Frankfurter  Juden  „Wucher  u.  Schacherey, 
listige  Betrüglichkeit,  verachteter  Zustand,  Üppigkeit  u.  Über- 
muth,  Unzucht,  Hochmuth,  Gestanck,  Verhalten  gegen  be- 
kehrte Juden“  etc. 

Ganz  cplte.  Expl.  sehr  selten  1 Ein  solches  offerirte  1883 
Isaac  St.  Goar  in  Frkft.  a.  M.  für  Mk.  40,  später  (c.  1904) 
Ernst  Frensdorff  in  Berlin  für  Mk.  55. — . 

Vgl.  Hayn,  Hugo,  Thesaurus  libror.  Phil.  Pfister,  Mo- 
nacensis.  München  1888,  no.  2307. 

SCHÜLER,  FAHRENDE  (=  Vaganten).  — Mischke  (in 
Mischendorf,  Brandenb.,  geh.  ii.  Jan.  1863),  Der  fahren- 
den Schüler  Liederbuch.  Eine  Auswahl  der  Va- 
gant e n g e s än  g e in  modernen  U e b e r t r a g u n g e n , 
mit  einer  Einführung  in  das  Wesen  und  die 
Poesie  der  „Fahrenden“.  Berlin,  Letto,  1893.  Kl.  8®. 
XII,  208  S. 

Nachtrag.  Als  Manuskript  gedruckt.  Ibid. 

eod.  a.  Kl.  80.  VI— 22  S. 

Enthält  die,  wegen  ihrer  „Anstößigkeit“  in  obiger  Samm- 
lung fehlenden  Gedichte.  (Dr.  Ed.  Grisebach’s  Cat.  no.  213 
-14.) 

SCHÜRSTAB’S,  J.  Ph.,  Christlicher  Haus-  und  Ehe- 
spiegel. Nürnberg  1614.  8®. 

Fr.  Heerdegen’s  (Nürnb.)  77.  Verz.  p.  42.  — Rarl 
SCHÜSLER,  Marc.  Fr.,  Versuch  in  Gedichten.  Han- 
nover (o.  Adresse),  1770.  (In  Marburg,  Univ.-Bibl. : XVI. 
C.  448.) 

96  SS.  (incl.  Tit.  u.  2 Bll.  Vorr.).  (S.  89 — 96:  Anh. : 5,Auf 
d.  Tod  eines  Mopshundes,  den  ein  Frauenzimmer  im  Bette 
erdrückt  (sic)  hatte.“  — Rarl 

SCHÜSSEIL,  Die  verdeckte.  Sammlung  ironisch- 
anonymer erotischer  Lust-  und  Liebes-Ge- 
dichte.  1836.  40.  (50  Mk.,  Ppb.  H.  Kerler,  Ulm,  Cat.  iio. 
[Bibi.  Graesse,  Abth.  IV.]  no.  1493:) 

„Eine  Sammlung  von  98  erotischen  Gedichten  auf 
210  Seiten;  handschriftlich;  nirgends  gedruckt.“ 
— Jetzt  wohl  100  Mk.  werthl 

SCHÜTTE,  Paul,  Die  Liebe  in  den  englischen  und 
schottischen  Volksballaden.  Halle  a.  S.  1 906. 

Citirt  in:  Futilitates  I.  p.  5. 

SCHÜTZ,  W.  V.,  Der  Garten  der  Liebe  i.  (einz.)  Bd. 
O.  O.  u.  J.  (c.  1830?).  8°.  290  S. 


224 


Schütz— Schütze 


Seltene,  mit  vielen  Gedichten  durchwobene  Schäferge- 
schichte. 

SCHÜTZ,  Chrn.  Gottfr.  — Englisch-Französischer 
Rasierspiegel  für  Deutschlands  Universitäten, 
beleuchtet  vom  Professor  Dr.  Schütz  zu  Leipzig. 
Braunschweig  und  Leipzig  1830.  8°.  XXXI,  276  S.  u.  i Bl. 
(8  Mk.  Fr.  Strobel,  Jena,  c.  1900;  8 Mk.  Adolf  Weigel,  1908.) 

Eine  sehr  scharfe  Schrift  des  bekannten  Leipziger  Pro- 
fessors, in  der  er  die  Schmähungen  John  Rüssels  in 
seinem  Aufsatz  „Moeurs  universitaires  en  Allemagne“  entspre- 
chend beleuchtet.  Vieles  bezieht  sich  speciell  auf  Jenaer 
Universitäts-Verhältnisse. 

SCHÜTZ,  G.,  Die  eifersüchtigen  Weiber,  Posse  in 
I Abtheilung  und  Probe  dramatischer  Sprichwörter. 
Güstrow  1838.  8°.  (i  Mk.  A.  Buchholz,  München,  1908.) 
SCHÜTZ,  Heinr.  Carl,  Frage,  ob  der  Ehestand  ein 
Wehestand  sey?  Wernigerode  1 762.  4°. 

SCHÜTZ,  J.  H.  (praes.  J . J . Schöpf f er),  De  juvenum  virginum 
privilegiis.  Vom  Jung-Gesellen-Recht.  Gedruckt 
Franckfurt  1725.  40.  (In  Rostock,  Landesbibi.) 

Vorher:  Ebd.  1689.  4°.  (J.  Halle,  München,  8.  (1893.) 
no.  205,  Beibd.  5.) 

SCHÜTZ,  Wilh.  Ignatz.  — Ehren-Preiß  deß  Hoch- 
löblichen Frauen-Zimmers  . . . . Durch  Wilhelm 
Ignatium  Schütz,  fürstl.  Fuldischen  Cantzlern.  Franckf.  a.  M. 
M.  D.  LXIII.  (1663.)  8°.  (In  Göttingen:  Polit.  121.) 

Goedeke^  III.  p.  93.  — Höchst  selten! 

Das  O.  M.  V.  1663,  D 3 a,  gibt  den  Titel  ausführlicher: 
Wilhelmi  Ignatij,  J.  C.  (Kanzler  zu  Fulda),  „E  h r n - P r e i ß 
des  Hochlöbl.  Frauenzimmers,  oder  Erörterung 
'der  Frag,  ob  das  Weibliche  Geschlecht  dem 
Männlichen  von  Natur  gleich,  und  zu  Verricht- 
ung tugentsarner  Werck  ebenmessig  geschickt 
sey?  (Franckf.  a.  M.)  b.  Wüsten,  in-240  (!).“  — Gegenschrift 
s.  bei  Poliandin. 

SCHÜTZE,  Gottfr.,  Lobschrift  auf  die  Weiber  der 
alten  deutschen  und  nordischen  Völker.  Neue 
verbess.  u.  vermehrte  Ausgabe.  Mit  Titelvignette. 
Hamburg,  Herold,  1776.  8°.  IV  u.  262  S.  (2  fl.  50  xr.  Gil- 
hofer  & Ranschburg,  1888;  6 Mk.  E.  Frensdorff,  1906.) 

Zuerst  gedr.  ebd.  1773. 

Drei  S c h u t z s c h r i f t e n für  die  alten  Deut- 
schen. 3 Thle.  Leipzig  1746 — 47.  8®.  (i  Mk.  50  Pfg.  Prager, 
Berlin,  vor  1885;  jetzt  theurer!) 

SCHÜTZE,  J.  F.,  Ehestandsgesuche.  Ein  komischer 
Roman.  Hamburg,  Schmidt,  1805.  8°.  Zahm.  (8  Sgr.  Scheible, 
vor  1875.) 


Schütze — Schuldbekantnus 


225 


SCHÜTZE,  (J.)  Steph.,  Heitere  Stunden.  3 Thle.  Dres- 
den 1821 — 23  in  der  Arnoldi’schen  Buchhandlung.  8°.  215, 
228  u.  231  S.  (In  Hamburg,  Bibi,  der  „Harmonie“.)  (22  Mk., 
Prachtexemplar  in  herrlichen  roten  Maroquinbänden  d.  Zt.  m. 
reich  Ornament.  Rücken-  u.  Plattenvergoldung  u.  Goldschnitt, 
Max  Perl’s  Berliner  Oct.-Auct.  1907.  no.  858.) 

Der  Verfasser  war  als  Herausgeber  d.  Journals  d.  Luxus 
u.  d.  Moden,  sowie  d.  Taschenbuches  d.  Liebe  u.  Freund- 
schaft, V.  Einfluß  auf  die  Litteratur  seiner  Zeit. 

Enth.  u.  a.  in  Th.  II,  no.  2:  Das  verschmitzte  Kam- 
mermädchen. 

SCHUH,  Der,  Heroisch-komisches  Gedicht  (in  5 
Gesängen).  (Vf.:  Ernst  Lorenz  Michael  Rathlef,  1743 — 91). 
Hannover,  gedruckt  und  zu  finden  bey  Hermann  Adolph 
Wecken.  1772.  8^. 

Lat.  Lett.  70  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  poet.  Widm.  an  Mme.  S.). 
Rar!  — Goedeke  IV,  129,  12,  i. 

SCHÜHFLICKER-MIGDGEN,  Das  galante  u.  artige,  oder 
Liebes-Streiche  u.  wunderliche  Begebenheiten 
der  Jungfer  Fanfische.  Von  ihr  selbst  beschrieben,  u. 
aus  d.  Frantzös.  (des  Oimat  de  Bonneval)  in  das  Deutsche 
übersetzt.  2 Thle.  Franckfurt  u.  Leipzig  (Delitzsch,  Vogel- 
gsang),  1749.  8°. 

173  fortl.  pag.  S.  Th.  2 (mit  Sondertitel)  beginnt  S.  89. 
Orig.:  Fanfiche,  ou  les  Memoires  de  Mlle  de  ***  (ou 
M^moires  de  Mlle  de  Fanfiche).  A Peine.  1743.  8®;  rep. 

1748.  2 part.  in-iaO,  u.  ö.  — Gay  III.  p.  270;  „Roman 

invraisemblable,  sentimental  et  ä denouement  noir.“ 

Dasselbe.  Neue  verbess.  Auflage.  Delitzsch  1750. 

8°.  (i  fl.  36  xr.  Scheible,  vor  1870;  jetzt  theurer!) 
SCHUHMACHER  (=  Schumacher),  W.,  Der  grosse  Ere- 
mit, oder  Liebesabenteuer  des  Frhrn.  Leopold 
V.  Lilienfeld.  Ein  satyrisch  - launiger  (zahmer)  Roman. 
Danzig  1826.  8°.  234  S.  (2  Mk.  Frdr.  Klüber,  München, 

c.  1902;  3 Mk.  Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M.,  1909.) 

Weibliche  Schaamu.  Entartung.  Ursachen 

des  Mangels  an  brauchbaren  Dienstboten.  Dan- 
zig 1826.  8°.  Selten! 

SCHULDBEKANTNUS,  Eigene,  Einer  Sogenandten 
vnd  vermeinten  Jungfraw  Aderlässerin.  Nürnberg, 
P.  Fürst  [c.  1650].  Kpfrst. : Ein  Mädchen,  welchem  in  einer 
Barbieerstube  vom  Bader  und  seinem  Gehilfen  zur  Ader  ge- 
lassen wird;  unten  3 spalt.  Typentext  in  Versen,  in  welchen 
erzählt  wird,  wie  der  Barbier  ihr  schlau  das  Geheimniss  ihrer 
Schuld  entlockt.  Einblatt  druck.  Fol.  Sehr  selten!  (18  Mk. 
L.  Rosenthal,  1886.) 

1 5 


Hayn,  Bibi.  Germonoi.  eiot.  VII 


226 


Schuldbrief — Schule 


SCHULDTBRIEF  von  Hans  Lucas  genannt  Fürbas. 
Mit  Vignette.  O.  O.  1677.  Fol. 

Rares  Jocosum  in  Prosa  u.  Versen.  — H e i t z,  Bibi,  alsa 
tique.  Strasb.  1868.  no.  3743. 

SCHUL’,  Die  Lachende,  s.  l’Ecole  pour  rire. 
SCHULE,  Die,  des  Ehestandes,  oder  die  Geschichte 
Herrn  Jacob  Jessamy  u.  Miss  Jenny  Jessamys 
von  dem  Verfasser  der  Geschichte  der  Elisabeth  Thougthless. 
Aus  d.  Englischen  übers.  3 Thle.  Lüneburg  1777.  8°.  752  S. 
Zahm.  (5  Mk.  Frensdorff,  1909.) 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  II. 

SCHULE,  Neu-eröffnete,  vor  das  noch  ledige 
Frauenzimmer;  Worinnen  durch  45.  schön-erfun- 
dene Sinn-Bilder  (emblemat.  Kpf. -Vignetten  [sämmtl.  un- 
sign.]  in  Umrahmungen,  mit  latein.  Sentenzen),  aufs  Beste 
angewiesen  wird:  Wie  sich  selbe  in  ehrbarer 
Liebe  zu  verhalten,  und  auch  alle  ungebühr- 
liche Neigungen  zu  meiden  haben.  (Kpfr.-Vign.  mit 
d.  Unterschrift;) 

Siehe  dich  um  und  auf ! es  ist  ein  langer  Kauff. 

Zu  finden:  Auf  denen  Franckfurter  und  Leipziger  Messen. 
O.  J.  (c.  1720).  8°. 

Höchst  seltenes  Curiosum!  Poet.  Gespräch  (in  stellenw. 
derbnaiven  u.  pikanten  Reimen)  zwischen  Phillis  u.  Anna. 
HO  S.  (incl.  Titel  u.  19  S.  Vorst.).  Auf  S.  10  eine  Vignette 
mit  der  Bezeichnung;  „Auf  der  Jungfrauen  Wappen.“ 

§ SCHULE,  Die  wohlaufgerichtete  Hohe,  des  Ehe- 
Standes,  oder  Unterricht  wie  Schulen  vor  ledi- 
ges Frauenzimmer  beschaffen  seyn,  auch  wo- 
rinnen, und  wie  sie  unterwiesen  werden,  in- 
gleichen, wie  sie  ihre  Freyer  prüfen  sollen, 
und  einer  unglücklichen  Ehe  entgehen  können. 
Franckfurt  und  Leipzig  (Copenhagen)  1740.  8°.  i Alphab. 

9 Bog. 

Cat.  univ.  d.  Buchh.  d.  Waisenh.  in  Züllichau  (174*);  Har- 
tungs  cat.  univers.  Königsb.  1746.  p.  148;  Cat.  Meissner  II. 
SCHULE,  Die,  des  Ehestandes  oder  die  Geschichte 
Herrn  Jacob  Jessamy  und  Miss  Jenny  Jessamys 
von  dem  Verfasser  der  Geschichte  der  Elisabeth  Thougtless. 
Aus  d.  Engl.  Drey  Theile  in  i Bde.  Lüneburg,  bey  J.  F.  W. 
Lemke  1777.  752.  S.  8°. 

Max  Perl’s  Berliner  April-Auct.  1911.  no.  945. 

SCHULE,  Die,  junger  Frauenzimmer,  oder  die  Ge- 
schichte der  Constantia.  (Zahmer  Roman  aus  d. 
Französ.)  4 Thle.  Mit  Portrait  (ganze  Figur:  Trachtenbild)  u. 
TVign.  Breslau  u.  Leipzig  1754.  8°.  (4  Mk.  Kühl,  Berlin, 
c.  1882.) 


Schule 


227 


Orig,  (in  Wolfenb.) : L’ecole  des  filles,  ou  les 
mdmoires  de  Constance.  ...  T.  I.  II,  P.  (i.)  2. 
Londres  (Paris)  1753.  12^.  (Cat.  Milchsack.)  — Le  meme  titulo: 
L’ecole  des  demoiselles,  ou  memoires  de  Con- 
stance. 4 pts.  Amsterdam  1753.  8^.  112,  102,  112,  78  pp. 
(6  Mk.  50  Pfg.,  veau,  bei  expl.,  Frdr.  Klüber,  München, 
c.  1905.) 

SCHULE,  Die,  der  Freundschaft.  Aus  d.  Franzos,  (des 
Tribouville).  2 Thle.  Frankfurt  und  Leipzig  1759.  8°.  16V2  Bog. 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  II;  Cat.  Meissner  11.  — Namen  des 
Vf.  nennt  Jos.  Jolowicz’,  Posen,  Cat.  iii  (1892)  no.  3523 
(Boxberger’s  Expl.).  — Fehlt  im  Anon.-Lex. 

§ SCHULE,  Die  neue,  der  Libertiner.  Von  C.  W.  U. 
D.  M.  Franckfurt  und  Leipzig  1709.  40.  Sehr  selten! 
SCHULE,  Die,  der  Liebe,  oder  aufrichtige  Ge- 
ständnisse zweier  Mädchen  über  die  wichtig- 
sten Gegenstände.  (Priap.  Machwerk  nach  d.  Franzos, 
des  Helot  oder  Mililot).  Rom.  u.  Paris,  gedr.  auf  Kosten  guter 
Freunde,  o.  J.  (c.  1875).  12°.  Vergriffen  u.  selten!  (6  Mk. 
Ed.  Fischhaber,  Reuth,  vor  1885;  jetzt  theurer!) 

Verboten  vom  L.-G.  Wien,  13.  Decbr.  1878.  § 516. 

Orig.:  Ecole  des  filles,  ou  la  philosophie  des 
d a m e s,  divis^e  en  deux  dialogues  (par  Helot,  ou  par 

Mililot) Imprimde  ä Fribourg,  chez  Roger  Bon-Temps. 

1668.  12^.  224  et  32  pp.  Rarissime!  (Ed.  1.  ibid.  1655  est 
introuvable.)  — S.  1.  1658.  12^.  (In  München.)  Rarissime!  — 

Paris  (Holl.)  1671.  8*^.  Avec  figg.  — Obige  Uebersetzg.  viel- 
leicht nach  einem  der  2 Neudrucke:  Bruxelles,  aux  de- 
pens  des  dames  de  la  rue  des  Cailles  (Aug.  Poulet-Malassis, 
1864).  12^.  JV — 189  pp.,  I f.  table.  Front,  gr.  158  expll. 

num.  — Strasbourg  (Geneve,  J.  Gay  et  fils?)  1871.  8^.  100  expll. 

Die  erste,  eminent  rare  Uebersetzung  des  berüchtigten 
französischen  Sotadicums  s.  bei  Jungfern-Schule  . . . . 
•737-  — Eiu  Madrigal  im  französischen  Original  nennt  den 
Verfasser  Mililot. 

Erschien  auch  in  holländischer  Uebersetzung. 

SCHULE,  Die,  der  Liebe,  s.  auch  Louvet  de  Couvray. 
SCHULE  der  Menschenkenntniß.  Ein  Taschenbuch 
auf  das  Jahr  1806.  Mit  48  Kupfern.  Leipzig,  Joachim,  1805. 
80.  (1V2  Rthl.)  Rar! 

SCHULE,  Die,  der  Prüfung,  oder  das  Informator- 
leben . . . . (von  Joh.  Chrn.  Weitsch).  Berlin  1789. 
Anon.-Lex.  IV.  p.  55. 

SCHULE,  Die,  der  Verliebten,  oder  Anweisung  zu 
Liebes-Briefen,  sowohl  zum  Unterricht  als  Zeit- 
vertreibe für  beyderley  Geschlechte,  nebst 
einer  Anweisung  zu  allen  Briefen  überhaupt. 
Mit  Titelkpfr.  (Baröckstyl,  unten:  „Die  Liebe  gehet  irre“). 

15* 


228 


Schule — Schultz 


Hamburg  (o.  Adresse),  1771.  S«.  (2  Mk.  40  Pfg.  M.  Haupt- 
vogel, Gotha,  1905.) 

Titel  mit  Bordüre,  6 Bll.  Vorr.,  232  S.  — Rares  Curiosum! 
SCHULE,  Die  entdeckte,  der  listigen  Weiber, 
voll  von  geheimen  Liebes-Geschichten.  Mit  TKpf. 
Frankfurt  u.  Leipzig  (Celle,  Gsellius)  1751.  8°. 

16  Bog.  Ungemein  rarl  Haydinger’s  Bibi.  I.  2.  no.  901. 
SCHÜLER,  Tob.,  LausMulierum.  Aller  Christlichen 
Frawen  Lob,  auff  des  Edlen  gestrengen  Friedrich  Wil- 
helms V.  Rottwitz,  dann  auch  der  Gottliebenden  Jungfrawen 
Cath.  Hedwigis,  geb.  Zedlitzin  Christliche  Heyraht  geschrie- 
ben. Olsse  1614.  40.  (2  Mk.  25  Pfg.  Kirchhoff  & Wigand, 
Lpz.,  1892;  jetzt  viel  theurer!) 

In  Reimen,  zum  Theil  anagrammatisch.  Höchst  seltener 
u.  sehr  früher  Oelser  Druck. 

SCHULMEISTERS  Sohn  (sic).  Der,  oder  die  wunderbare 
Geschichte  Rudolph  von  Senzion.  Franckfurt  und 
Leipzig,  1760.  80.  (Besitzt  Prof.  Dr.  Ullrich.) 

Tit.,  2 unbez.  Bll.  Vorr.,  224  S.  — Ullrich,  Robinsonaden, 
S.  165,  no.  65. 

SCHULTERBEIN,  Herr  von,  und  sein  Vater.  (Roman.) 
Berlin,  Schüppel,  1807.  80.  (i  Rthl.)  Selten! 

SCHULTZ,  Alwin  (in  München,  pens.  Univ.-Prof.,  zuletzt  in 
Prag,  geb.  6.  Aug.  1838  in  Muskau),  Deutsches  Leben  (Sit- 
tengeschichte) im  XIV.  und  XV.  Jahrhundert.  Große 
Ausgabe.  Mit  33  farbigen  Tafeln,  sowie  678  Voll-  und  Text- 
bildern in  Schwarzdruck.  Wien  1892.  Lex.-80.  (ln  Dresden; 
in  d.  Bibi,  des  Reichspostamts  zu  Berlin;  in  Hannover,  Stadtbibi.) 
Vergriffen  u.  selten!  (150  Mk.,  Hfrz.,  Jos.  Jolowicz,  Posen, 
1908.) 

Es  erschien  auch  eine  F amilienausgabe. 

Das  häusliche  Leben  der  Europäischen  Kul- 

turvölkervomMittelalterbiszurz  weiten  Hälfte 
des  XVIIl.  Jahrhunderts.  München  und  Berlin.  Druck 
und  Verlag  von  R.  Oldenburg.  1903.  8°.  (Bibi.  Lipperheide 
no.  345e:) 

VIII  -|-  432  S.  m.  190  eingedr.  Abbildgn.  in  Zinkätzung.  — Auch 
titulo : Handbuch  der  mittelalterlichen  und  neu- 
eren Geschichte.  Hrsg,  von  G.  von  Below  und  F. 
M e i n e c k e.  Abth.  IV. 

— — Dasselbe.  Grosse  Ausgabe  ....  Prag.  F.  Tempsky .... 
Leipzig.  G.  Freytag.  1892.  Lex-8o.  (Bibi.  Lipperheide  no. 

361  :) 

XIII  -j-  660  S.  m.  678  bez.  Voll-  u.  Textbildern  in  Holzschn. 
u.  Zinkätzung,  wovon  109  eingedruckt,  die  übrigen  auf235  Taf. ; 
33  Taf.  in  Chromolithogr.  (bez.  I — XXXHI).  (28  Mk.,  br.,  un- 
beschn.,  L.  Rosenthal,  1911.) 


Schultz — Schultze 


229 


§ * SCHULTZ,  Aug.  Wilh.  Ferd.,  Die  Stellung  des  Staa- 
tes zur  Prostitution.  Vortrag,  gehalt.  im  wissenschaftl. 
Verein  der  Physiker  Berlins.  Berlin,  A.  Hirschwald,  1857. 
8°.  93  S.  (Auch  in  Dresden,  Bibi.  d.  Gehe-Stftg.) 

SCHULTZ,  Gottfr.  — Gottfried  Schultzens,  Medic.  Doct.(,) 
Bewährte  Kunst  Vergnügt  und  lange  zu  leben, 
Worinne  denen,  die  langes  Leben  und  gute  Tage  begehren, 
der  richtigste  Weg  ohnfehlbar  darzu  zu  gelangen,  auffs  deut- 
lichste gezeiget,  Und  die  beste  Art  allerley,  absonderlich  Ge- 
müths-Kranckheiten,  glücklich  zu  curiren  wohlmeinend  ent- 
decket. 2 Thle.  (Kein  medicin.  Werk,  sondern  unterhaltende 
Sammlung  z.  Th.  sehr  curioser  Historien.)  LEIP- 
ZIG, Verlegts  Christian  Emmerich,  1707.  8°.  (In  Breslau, 

Kgl.  u.  Univers.-Bibl. : Hist.  univ.  IV  8®  838,  i vol.) 

I Tit.,  4 BII.  Vorr.,  430  S.,  8 Bll.  Reg.  Eath.  c.  100 
Nrn.,  u.  a. : Was  sich  zu  Brüg  (Brügge)  Ao.  1578.  mit  einem 
Franciscaner-Mönche,  Bruder  Cornelius  Adrian  von 
Dortrecht,  begeben.  (Bekanntes  flagellantist.  Scandalosum, 
S.  48 — 50.)  ■ — Die  unnatierliche  ( I)  Ehe  (mit  einem  Affen.)  — Die 
durch  fürgegebene  Einbildung  geschwängerte  Frau.  — Die  vom 
Teuffel  zu  unzehligen  Schand-Thaten  getriebene  Jungfrau.  — Der 
Hagische  Tumult  (wobei  grausame  Ermordung  der  Brüder 
Johannes  u.  Cornelius  de  Witt,  S.  380 — 417).  — Die 
denckwürdigen  Grab-Schrifften  (lat.  u.  deutsche  Epigramme)  etc. 
2:  430  S.  (incl.  Tit.  u.  5 S.  Vorr|.),  8 Bll.  Reg.  Keine  Nrn. 
U.  a. : Die  mit  dem  Teuffel  in  Gestalt  eines  Mohren  Hurerey 
treibende  Closter- Jungfer  (16.  Jh.  in  Spanien).  — Der  vom 
Teuffel  betrogene  Pabst.  — Doctor  Lutherus  tröstet  ein  Weib, 
so  sich  dem  Sathan  verschrieben.  — Wahrhaffte  ....  Be- 
schreibung einer  wunderbahren  Geschichte,  so  sich  mit  einer 
angefochtenen  Jungfer,  in  i683sten  und  folgenden  Jahren,  zu 
Königsberg  in  Preußen,  auff  Churfürstl.  Freyheit  Trag- 
heim zugetragen,  in  welcher  allerhand  erschreckliche  Erschein- 
ungen, Anfechtungen  und  Plagen  des  Satans,  erzehlet  wer- 
den, ....  in  den  Druck  herausgegeben  durch  Thomam 
Majecovium,  Predigern  daselbst  (S.  270 — 396).  — Die  mit 
Zwange  zur  Ungebühr  angetriebene  Dame.  — Das  unverbrenn- 
liche Hertz  etc.  F erner  sehr  viel  Kriegsgeschicht- 
liches in  der  ersten  Hälfte  dieses  Theiles.  — Wenig  bekannt 
und  rar! 

SCHULTZ,  Paul  (Rob.  Rieh.),  (geb.  7.  Nov.  1884  zu  Grimmen), 
Die  erotischen  Motive  in  den  deutschen  Dicht- 
ungen des  12.  und  13.  Jahrhunderts.  (Greifswalder 
Diss.)  Greifswald,  F.  W.  Kunike,  1907.  Gr.  8°.  Antiquasatz. 

Tit.,  I Bl.  Widm.  (an  Prof.  Dr.  Reifferscheid),  99  S. 
(incl.  I S.  Verz.  d.  Äbkürzgn.  u.  i S.  Inhalt),  i S.  Lebens- 
lauf. — Mit  vielen,  z.  Theil  erot.  Citaten  aus  den  Minne- 
sängern. 

§ * SCHULTZE,  Rudolf,  Geschichte  des  Weins  u.  der 
Trinkgelage.  Ein  Beitrag  zur  allgemeinen  Kultur-  u.  Sit- 


230 


Schultze — Schulz 


tengeschichte,  nach  den  besten  Quellen  bearb.  u.  populär  dar- 
gestellt für  das  deutsche  Volk.  Berlin,  Nicolai,  1867.  8°. 

(1^/3  Rthl.)  XXVI — 226  SS.  (2  Mk.  Fischhaber,  vor  1885.) 
SCHULTZE  u.  Müller  mang  die  Nonnen.  Ein  ulkiger 
Beitrag  zu  einer  Naturgeschichte  der  vermuckerten  Kloster- 
Würmer.  Mit  (Hlzsch.-)  Illustrationen.  Berlin,  A.  Streerath, 
Skalitzerstr.  127.  (c.  1870).  8°.  3 Bog.  = 48  S.  Eleg.  br.  (5  Sgr.) 

Anzeige  des  Verlegers. 

SCHULZ,  Carl  Th.,  Wider  die  eheliche  Pflicht.  Neue 
ehegesetzliche  Forderungen  und  Vorschläge 
zu  Gunsten  der  Frau.  Berlin  1897.  8®. 

* SCHULZ,  (Joach.  Christoph)  Friedr.,  (Romandichter,  Reichs- 
tagsdeputirter  in  Warschau,  1762 — 98),  Mikrologische 
Aufsätze.  Königsberg,  Nicolovius  (Vorr.  dat.  Mitau).  1793. 
8®.  (In  Berlin:  Yz  5811;  auch  in  Warmbrunn.) 

Goedeke“  IV,  354,  24  sagt  über  Schulz  (viel  zu  bissig  und 
übertrieben) : „Angeblich  dem  Geniewesen  abhold,  bewegte  er 
sich  im  rüdesten  Tone  der  Genies,  nur  ohne  Genie“. 

Josephe.  (Bearb.  von  Pierre  Carlet  de  Mariveaux.' s 

„Marianne“.)  Mit  Titelvignette  von  Lips.  Weimar  u.  Leip- 
zig, Hoffmann,  1791.  8°.  390  S.  (6  Mk.  50  Pfg.  J.  Taussig, 
Prag,  1906.) 

Orig.:  La  vie  de  Marianne,  ou  les  Aventures  de 
Madame  la  comtesse  de***.  4 pts.  Paris  173t.  12^.  u. 

ö.  (Obige  Bearb.  nur  Auszug  dieses  Romans.)  Mehrere 
deutsche  Ueberstzgn.  s.  bei  Kayser  83. 

§ Dasselbe.  (Nachdruck.)  Mannheim  1801.  S'’.  (In 

München:  P.  o.  germ.  8“  1351.) 

— -—  Henriette  von  England.  (Bearb.  nach  d.  F ranzös. 
der  Marie  Madeleine  Pioche  de  La  Vergne,  comtesse  de 
La  Fayette.)  Mit  Titelkpfr.  u.  Vignette.  Mannheim  1801 
8^.  (i  Mk.  Jul.  Neumann,  Magdeb.,  1906.) 

Orig.:  Histoire  de  Madame  Henriette  d’Ang- 
leterre,  premi^re  femme  de  M.  Philippe  de 
France,  duc  d’Orleans.  Amsterdam  1720.  12°. 

Leopoldine,  ein  Seitenstück  zum  Moritz. 

2 Thle.  Titelkpfrn.  von  Lips.  Leipzig,  Göschen,  1791.  8°. 
(ln  Marburg:  XVI.  C.  630.)  (2  Mk.,  Scheible,  vor  1885; 
2 Mk.  Jul.  Neumann,  1906.) 

Vorher  in:  Kleine  Romane  ....  Th.  i — 3.  Weimar 
1788  ff. 

Franzos.  Ueberstzg. : Leopoldine,  ou  les  Enfans  perdus 
et  retrouves ; trad.  de  l’allemand  (par  Ant.  Gilb.  Griffet  de 
L a b a u m e).  4 pts.  Paris  1795.  18®. 

Dänische  Ueberstzgn.:  Odensee  1798 — 99.  11.  12^. 
— Uebers.  von  And.  H a j s e n.  Kopenhagen  1792.  8.  (Jördens 
V,  668.) 

§ — — Dasselbe.  (Nachdruck.)  Mannheim  1801.  S*'. 


Schulz 


23  l 

Dasselbe.  (Nachdruck.)  2 Thle.  Mit  2 reizenden  Titelvig- 
netten. Zofingen  (Leipzig,  Joachim)  1801.  8°.  (4  Mk.,  schönes 
Expl.,  Ma.x  Jaeckel,  1909.) 

Dasselbe.  Ebd.  1805.  S*’. 

Weller,  fing.  Druckorte. 

Maximen  und  Gedanken  über  beyde  Ge- 
schlechter. (Deutsch  u.  französ.)  Augsburg,  Stage,  1798. 
8<’.  (1^/3  Rthl.)  (i  Mk.  A.  Bielefeld,  vor  1885;  i Mk.  Rie- 
mann,  Coburg,  vor  1885.) 

Moriz  (!).  Ein  kleiner  Roman.  Neue  Ausgabe 

Dessau  und  Leipzig  1785.  8°. 

Kurzer  Inhalt  bei  Wolfg.  Menzel,  Deutsche  Dichtung  II. 
P-  555- 

Zuerst  stückweise  im  Deutschen  Merkur  1783.  3,  ii9ff.  bis 
1786.  4,  252.  (Goedeke  IV,  354,  24,  6.) 

Französ.  Ueberstzg. : Maurice,  trad.  de  l’allemand  de 
F . Schulz,  d’apres  la  nouvelle  ddition  (par  le  baron  L.  F. 
de  Bilderbeck).  Lausanne  1789.  II.  8.  (i  Mk.  20  Pfg. 
M.  Plass,  Bonn,  1908.) 

Englische  Ueberstzg.  (nach  d.  französ.).  London  1796. 
12*^.  .jjördens  V,  662 — 63.) 

Dänische  Ueberstzg.  von  O b s t r u p.  Kopenhagen 
1800.  80.  (1.  c.) 

Dasselbe.  Vollständige  Auflage.  O.  O.  1786.  160.  247  S. 

(i  Mk.  H.  Kerler,  Ulm,  1885.)  (In  Berlin,  Magistratsbibi.) 
Dasselbe.  Neue  mit  dem  vierten  Buch  vermehrte  Aus- 
gabe. Wien  1786.  80.  (Citirt  Meusel.) 

— — Dasselbe.  Neue  Ausgabe.  Weimar,  Hoffmann,  1787.  80. 
(2  Mk.  Scheible,  vor  1885.) 

— • — Dasselbe.  Dritte  verbesserte  Ausgabe.  Mit  Titelkpf.  u. 
Titelvign.  von  H.  Lips.  Ebd.  1792.  80.  4 Bll.  u.  408  S. 
(2  Mk.  Jul.  Neumann,  1906.) 

§ — — Dasselbe.  (Nachdruck.)  Mit  Titelkpf.  u.  Titelvign. 
Mannheim  1801.  80.  (3  Mk.  Schaper,  Hannover,  1904.) 

Dasselbe  (Nachdruck.).  Zofingen  (Leipzig,  Joachim) 

1801.  80. 

Weller,  fing.  Dr. 

Kleine  Romane.  5 Bde.  Mit  5 Titelkpfrn.  Leipzig, 

Göschen,  1788 — 90.  Kl.  80.  (7  Mk.,  Hfrz.,  Jul.  Neumann,  1906; 
5 Mk.,  mit  nur  2 Titelkpfrn.,  Ant.  Creutzer,  Aachen,  1905.) 
Inh.:  Bd.  I:  Liebe  nach  der  Kunst.  — Leopoldine,  i.  Th. 
II:  Leopoldine,  2.  Th.  — Das  Ideal.  — Prinz  Dadedido  [nach 
einer  Erzählung,  die  als  Episode  steht  in:  Histoire  d’HippoIyte, 
comte  de  Douglas  (par  la  comtesse  d'Aulnoy).  Paris,  Barbin, 
1690.  11.  12O.  u.  öfter]  III:  Leopoldine,  3.  Th.  — Liebesglück 
durch  Unbeständigkeit  [nach:  Rosalie,  ou  le  triomphe  de  l’incon- 
stance.  S.  1.  1783.  12O.]  — Das  vollkommene  Weib  und  der 

vollkommene  Mann.  [Vorher  in:  Neues  teutsches  Museum  1789. 
St.  I.  2.]  IV:  König  Stark-an-Kopf  und  seine  Familie  [nach 


232 


Schulz 


einer  Erz.  in : Contes  en  l’air,  par  Mme.  la  comtesse  de  N 

(Nesmond).  Paris,  Royez.  1789.  — Die  gute  Frau  [nach 

einem  Märchen  der  MUe.  Charl.-Rose  de  Caumont  de  La 
Force\  — Muku  und  Bstbst  [nach:  Acajou  et  Zirphile,  conte 
(par  Ch.  Pinot,  sieur  Duclos).  Minutie  Paris  1744.  4°.  fig.]. 
V : Leopoldine,  4.  T.  — Sophie.  — Rapunzel.  — Antönchen 
und  Trudchen  [nach  ein.  Erz.  der  Gräfin  de  Nesmond].  Vor- 
her im  Neuen  teutsch.  Museum  1790  Mai  u.  Juni. 

Dasselbe.  (Nachdruck.)  Neue  Aufl.  Mit  Kpfrn.  Mann- 
heim 181.  80. 

Gesammelte  Romane.  (Bearbeitungen  dreier  Ro- 
mane der  Marie  Madeleine  Pioche  de  La  Vergne,  comtesse 
de  La  Fayette.)  3 Bde.  Mit  reizenden  Titelvignetten  in 
punktirter  Manier  von  E.  Henne.  Berlin  1790.  bei  Fr.  Vie- 
weg dem  ältern.  8®. 

I : Z a i d e.  262  S.  (Einzeldruck  weiter  unten.)  Orig.: 
Z a 1 d a , histoire  espagnole,  par  M.  de  Legrais  (i.  e.  la  comtesse 
de  La  Fayette)  . . . Paris,  CI.  Barbin.  1670 — 71.  II.  8^.  u.  ö.  — 
Eine  holländ.  Ueberstzg.  erschien  Leyden  1793.  8^. 

II:  Die  Prinzessin  von  Cleves.  Ein  Seitenstück  zur 
Zaide.  278  S.  Orig. : La  Princesse  de  Cleves.  Paris,  CI. 
Barbin.  1678.  IV.  12°.  Anteil  hatten  daran:  Jean  Regnault, 
sieur  de  Legrais  u.  Francois  duc  de  La  Rochefoucauld.  III  (lag 
nicht  vor) : Henriette  von  England.  Orig. : Histoire 
de  Madame  Henriette  d’Angleterre,  premiere  femme  de  M. 
Philippe  de  France,  duc  d’Orleans.  Amsterdam  1720.  12°. 

Die  Übers,  sind  verf.  nach : Oeuvres  . . . Amsterdam  et  Paris 
1786.  VIII.  12«. 

Roman-Magazin.  1.  (einz.)  Bd.  Berlin,  Unger, 

1791.  8®. 

Koch,  Compend.  II.i  p.  296;  Kayser  p.  113. 

Kleine  prosaische  Schriften  vom  Verfas- 
ser des  Moriz  (I).  7 Bdchn.  Weimar,  Hoffmann,  1788 — 1800. 
80.  (12  Mk.,  saub.  Hfrzbde.  m.  Tit.,  W.  H.  Kühl,  Berlin,  1880; 
5 Mk.,  „1788 — 1801“,  Ant.  Creutzer,  Aachen,  1905.) 

Bändchen  I:  Eine  Reihe  von  Familiengemälden 
(etwas  frei),  etc.  — Bdch.  II — IH:  Josephe.  (Nach  Mari- 
vaux.)  — IV — V : Martinuzzi,  od.  Leben  e.  geistli- 
chen Parvenü’ s.  — Geschichte  der  Camisarden 
etc.  — VI — VII:  Geheime  Szenen  aus  Bädern  (Spaa, 
Karlsbad,  Wilhelmsbad,  Wiesbaden,  Pyrmont) ; zieml. 
frei.  — Melintes,  König  von  Thessalien.  2 Thle.  (Nach  Des 
Marets.)  &c. 

Texte  zum  Denken  für  Männer,  die  Weiber, 

und  für  Weiber,  die  Männer  kennen  und  kennen 
lernen  wollen.  Regensburg,  Montag,  1797.  80.  158  S. 

(i  Mk.  60  Pfg.  L.  Rosenthal,  1886;  3 Mk.  Max  Jaeckel, 
Potsdam,  1908.) 

Jördens  IV.  p.  671:  „Sind  nicht  von  Schulz,  ob  man 
gleich  seinen  Nahmen  auf  den  Titel  gesetzt  hat.“ 


Schulz 


233 


William,  oder  Geschichte  jugendlicher  Un- 
vorsichtigkeiten. Mit  I schönen  Kupfer,  D.  Chodo- 
wiecki  del:  & sc:  1790.  (Engelmann  643.)  Berlin.  Bei  Jo- 
hann Friedrich  Unger.  1791.  8®.  2 Bl.,  422  S. 

Max  Perl’s  Berliner  Octob.-Auct.  1907,  no.  160. 

Dasselbe  (Nachdruck).  Zofingen  (Leipzig,  Joachim) 

1802.  80. 

Weller,  fing.  Dr. 

Der  Wittwer  zweyer  Frauen.  (Bearb.  von  Im- 

berVs  „ögaremens  de  l’amour“).  Berlin  1798.  8°.  267  S. 

Z a i d e.  (Bearb.  nach  d.  Französ.  der  Comtesse  de  La 

Fayette.)  Mit  Titel  Vignette.  Berlin  1789.  80.  (2  Mk.  Jul.  Neu- 
mann, Magdeb.  1906.) 

— — Dasselbe.  (Nachdruck.)  Frankfurt  und  Leipzig  1790.  80. 
Mart.  Breslauer’s  Berliner  Oct.-Auct.  1910,  no.  2622. 

S.  auch  Liebschaften,  Britische,  unter  England. 

§ SCHULZ,  Pater  Guido,  o.  Franc.  — Leben  und 
Schicksale  Paters  Guido  Schulz,  Franziskaners 
i n We  stphalen,  nebst  dessen  Wanderung  nach 
Rom.  Mit  komischem  Titelkpfr.  O.  O.  Auf  Kosten  des  Her- 
ausgebers. 1802.  80.  VI — 454  S.  (Auch  in  Münster  in  Westf. : 
Bibi.  d.  Vereins  f.  Geschichte.)  (3  Mk.  Völker,  Frf.  a.  M., 
vor  1885;  4 Mk.,  fleckiges  Expl.,  Frz.  Teubner,  Bonn,  c. 
1895.) 

Merkwürdiges  Buch:  eine  Art  Sentimental  Journey  mit  sehr 
interess.  Räsonnements  zur  Priestergeschichte  des  XVIII.  Jahrh. 
(Mart.  Breslauer.) 

Molkenbuhr,  M.,  Zwei  Schutzschriften 

wider  das  Buch:  „Leben  u.  Schicksale  P.  Guido 
Schulz“,  u.  Gedanken  eines  evangelischen  Christen,  in  welchen 
Grat  F.  L.  Stolberg  getadelt  worden.  Münster  1803.  80. 

Heberle,  Cöln,  Cat.  84,  Abth.  III.  no.  762:  Beibd.  — Selten! 
SCHULZ,  H.  J.,  Leben,  Leiden  und  Freuden  der 
schönen  Isabelle  und  ihres  vielgeliebten  Mi- 
rakuloso,  eines  würdigen  Schauspieler-Paares. 
Eine  (sehr  liederliche)  Geschichte  voll  treffender  Züge  und 
merkwürdiger  Abentheuer  aus  der  Theaterwelt.  Mit  TKpf. 
Hamburg  u.  Altona,  b.  Gfr.  Vollmer,  o.  J.  (1811).  80. 

VI  u.  330  SS.  (i  Rthlr.  Schmidt,  Halle;  4I/2  Mk.  Koebner; 
5I/2  Mk.  Kühl;  jetzt  theurerl) 

Dasselbe  m.  d.  Titel:  Schlotterhose  und  seine 

Comilitonen.  Schauspielerroman  voll  komischer  Züge  und 
Abentheuer  als  Seltenst,  zur  Marzepille  Ripsraps  (s.  Päsiellö) 
von  demselben  Verf.  Mit  TKpfr.  Ibid.  s.  a.  (1812).  80. 

VI  u.  330  SS.  (3  Mk.  Besser,  Breslau;  jetzt  theurer!) 


234 


Schulz — Schumann 


SCHULZ,  Leonh.,  Gymn.  Spirens.  Con-R.,  David  und  Bath- 
seba,  in  einem  Schau-Spiele  vorgestellet.  1727.  8°. 

Ausserordentlich  selten ! 

SCHULZE-SMIDT,  (Frau)  Bernhardine  (in  Bremen,  geh.  auf 
Gut  Dunge  19.  Sept.  1846),  Kein  Gitter  hindert  Cupido. 
Roman.  Illustr.  v.  M.  Brösel.  Dresden  und  Leipzig  1897. 
8<’.  (Orig.-Lwdbd.  M.  4 — .) 

Osw.  Weigel’s  Leipziger  Auction  1907.  — Nur  des  Titels 
wegen  aufgeführt. 

§ * SCHUMACHER,  Joh.  Heinr.,  Asselena-Paderb.,  Die  durch 
falsche  List  gefallene  und  gefangene,  aber 
durch  treue  Liebe  wieder  errettete  und  er- 
habene (!)  Madaveatische  Mania  oder  Liebes- 
und H e 1 d e n - G e s c h i c h t unter  einem  allegor- 
ischen Gedicht  nebst  moralischen  Anmerckungen  vorge- 
stellet von  — . Auf  Begehren  und  Kosten  guter  Freunde  zum 
Druck  befördert  (I).  Gedruckt  im  Jahr  1738.  O.  O.  (Helm- 
städt.)  S**.  (In  Berlin:  Yv  3171;  in  München:  P.  o.  germ. 
1356.)  6 Bll.  u.  476  S.  Grosse  Seltenheit! 

Vogt,  ed.  IV.  Hamb.  1753:  Scriptum  penitus  suppressum: 
„Es  ist  auf  Kosten  einiger  Studenten  in  Helmstedt  gedruckt; 
aber  so  bald  es  aus  der  Presse,  und  der  Senatus  Academicus 
einige  Nachricht  davon  bekommen,  confisciret,  und  zwar 
dergestalt,  daß  überaus  wenige  Exemplaria  der  Confiscation  ent- 
wischet : daher  dieses  Buch  von  der  grössesten  Raritet  ist. 
Der  Autor  ist,  wie  er  in  der  Vorrede  meldet,  von  denen 
Papisten  zu  den  Lutheranern  übergetreten,  lebet  noch  in  Helm- 
stedt, und  ist  dieses  Werck  ein  geistlicher  Roman.  Die  No- 
mina Propria  sind  versetzet:  Madaveatische  Mania  ist  Anima 
Adams  und  Evae,  welche  Sirchtus,  das  ist  Christus,  erlöset. 
Menun  ist  Numen-,  Rifeluc  Lucifer-,  Mosuc  Cosmus,  die  Welt 
und  so  weiter.  Das  Schlimmste  in  dieser  Schrift  ist,  daß 
Christus  seiner  Mania,  in  die  er  sich  verliebet,  Liebes-Briefe 
und  verliebte  Arien  schreibet,  und  vielerley  Liebes-Possen  bey 
denen  verschiedentlich  zwischen  her  aufgeführten  verliebten 
Personen  eingemischet  werden.“  CI.  Dingelstedt  in  li- 
teris  ad  me  datis. 

Nach  einer  handschriftlichen  Notiz  vor  dem 
Titel  des  Berliner  Expls.  war  das  Werk  noch  vor 
Erscheinen  zu  Helmstädt,  dem  Druckorte,  bis  auf  3 oder  4 
zufällig  gerettete  Exemplare  auf  Befehl  des  Consistoriums  zu 
Wolfenbüttel  confiscirt  und  vernichtet  worden,  wobei  Drucker 
und  Autor  in  der  Nacht  verhaftet  wurden.  Letzterer  war 
Jesuit  gewesen  und  erst  kürzlich  zur  Lutherischen  Religion 
übergetreten.  Die  Namen  dieser  sonderbar  verworrenen  Alle- 
gorie lassen  sich  durch  Umstellung  lösen,  so  schon  auf  dem 
Titel  „Madaveatische  Mania“,  worin  die  Worte  ,,.\dam“,  ,,Eva“, 
„Anima“  enthalten. 

SCHUMANN,  Heinr.  (VT.  war  evang.  Pred.,  s.  S.  178  des 
Buches),  M u s i V s t ü c k e.  (Zahme  Erzählungen,  Aufsätze  u. 


Schumann 


235 


metrische  Stücke.)  Annaberg,  in  der  Freier'schen  Buchhdlg. 
1824.  8°.  4 Bll.,  208  S. 

Darin  u.  a. : Einige  Züge  aus  Benj.  F r a n k 1 i n ’ s Leben. 
(S.  114 — 132  S.)  Der  poet.  Theil  (S.  133  ff.)  enth.  u.  a. ; 

Moses  am  Brunnen  in  der  Wüste;  Käthchen  von  Tannen- 
hain, e.  Ballade;  Ophelia,  e.  Sonettenkranz;  bergmännischer 
Gruß;  bergmännischer  Gesang  etc.  etc. 

* SCHUMANNS,  Joh.  Christian,  Sion  - und  Heliconische 
Schrifften  ln  ungebundener  und  gebundener 
Rede.  Das  ist.  Allerhand  von  obenerwehnten  (so !)  Autore  Zeit 
seines  Lebens  verfertigte  Geist  - undWeltliche  Schriff- 
ten....  2 Thle.  (Nebst  i Kupfertitel,  unsign.).  Auf  Anhalten  guter 
Freunde  von  ihm  ans  Licht  gegeben  Im  Jahr  Christi  unsers 
HErrn  MDCLXXXVIIl.  1688.)  Nürnberg,  In  Verlegung  Jo- 
hann Hoff  mann,  Kunst-  und  Buchhändler.  Gedruckt  in  Leonh. 
Christoph  Lochners  Druckerey.  8^.  (In  Berlin:  Yi  9031,  i vol.; 
auch  in  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl.:  Lit.  teut.  11.  8°.  898, 
I vol.)  Rar! 

I:  12  Bll.  Vorst,  (incl.  Zuschr.  dat.  Dreßden,  Fest  der  Ver- 
kündigung Mariä,  1688),  759  S.,  45  unbez.  S.  Reg.  Mit  derben 
Erörterungen  über  Hoffarth,  Hurerei  und  Ehe- 
bruch, K 1 e i d e r m o d e n , Entblößen  der  Brüste 
(wozu  pikante  Gedichte)  etc. 

2 : 848  S.  (incl.  Nebentit.),  5 unbez.  Bll.  Reg.,  i Bl.  Druckt. 
— Darin  ziemlich  freie  Hochzeitgedichte. 

§ * SCHUMANN,  Valentin  (Sohn  des  Leipziger  Buchhändlers 
gleichen  Namens,  war  Schriftgießer  und  wurde  1558  durch 
seine  Frau,  über  die  er  sich  im  Nachtbüchlein  gelegentlich  bitter 
beklagt,  von  Haus  und  Hof  vertrieben.  — Goedeke’  H, 
469,  7-)  — Nachtbüchlein,  der  / Erste  theyl.  // 
Darinnen  vil  seltzamer,  kurtz  / weyliger  Hysterien  vnnd  Ge- 
schieht, / von  mancherley  Sachen,  schimpff  vn‘  schertz,  / 
glück  auch  vnglück,  zu  Nacht  nach  dem  Essen,  oder  / auff 
Weg  vnd  Strassen,  zu  lesen,  auch  zu  recitieren,  / begriffen, 
allen  denen  zu  lieb  vnd  gunst,  die  gern  / schimpfflich  bossen, 
lesen  oder  hören,  vormals  nye  / im  Truck  außgangen,  vn' 
jetzt  durch  V alten  Schu  / mann,  Schrifftgiesser,  der  Geburt 
von  / Leyptzig,  beschryben.  — Holzschnitt.  — O.  O.  u.  J. 
(Nürnb.,  b.  Gabr.  Heyn  d.  Jüng.,  1559.)  8'>.  (In  München, 
ex  Bibi.  erot.  Krenner;  auch  in  Wolfenbüttel.)  Grosse  Sel- 
tenheit! 

8 Bll.  Vorst.,  156  foliirte  Bll.,  3 Bll.  Reg.  u.  i leeres 
Bl.  Mehrfach  falsche  Beziff.  Dedic.  des  Verlegers  ist  vom 
25.  Jan.  (1559)  dat.  — Enth.  22  mehr  als  derbe  Geschichten  u. 
von  Bl.  64  an  den  Roman  von  ,,Herr  Christoffel  von  Müm- 
pelgart“.  Näheres  bei  Goedeke,  wo  der  folgende  Druck  fehlt. 


236 


Schumann 


*  Nachtbüchlein,  Der  Erste  thail  . . . . O.  O. 

u.  J.  80. 

8 Bll.  Vorst.,  185  foliirte  Bll.  u.  4 Bll.  Reg. 

§* Nachtbüchlein  der  / Ander  theil.  Neun- 

vndzweintzig  Schöner  / Historien,  von  Kriegen,  Liebe,  / Frewd, 
Layd,  Angst,  Noth,  Vntrew;  vnnd  sonst  / mancherley  gütte 
Bossen,  darunder  fünff  grober  / Zotten,  doch  gantz  kurtzweylig 
zu  lesen,  auff  Weg  / vnd  Strassen,  zu  Recitieren,  vn‘  zu  er- 
zölen, auch  bey  / Gastungen,  vn‘  sonst  Gesellschafften,  vor- 
mals nye  / im  Truck  gesehen,  vnnd  jetzt  mit  vil  gütten 
Schwencken  beschriben,  durch  V alten  / Schuman'  schrifft- 
giesser,  der  Ge  / burt  von  Leyptzig.  — Holzschnitt.  — O.  O. 
u.  J.  (Ebd.  1559).  80.  (In  München,  ex  Bibi.  erot.  Krenner; 
auch  in  Wolfenbüttel.)  Große  Seltenheit! 

8 Bll.  Vorst.,  195  foliirte  Bll.,  4 Bll.  Reg.  u.  i leeres 
Bl.  Mehrfach  falsche  Beziff.  — Dedic.  ist  iinterz. : Datum 
....  den  25.  tage  Martij  dess  1559.  Jars.  V altin  Schuman 
Schriftgiesser.  — Näheres  bei  Goedeke,  1.  c. 

§*  — — Nachtbüchlein(i  559).  Hrsg,  von  Johannes  B o 1 1 e. 
Stuttgart,  Literar.  Verein.  (197.  Publication),  1893.  80.  (9  Kr. 
Rudolf  Heger,  Wien,  1904;  10  Mk.  Alfred  Lorentz,  Lpz., 
1905.) 

§* Ein  auß  dermassen  schöne/auch  lieb- 

lichen (sic!)  Historia,  vonn  / zweyen  Liebhaben- 
den, eines  Graffen  / Son  von  Mümppelgart,  ge- 
nannt Herr  / Christoffel,  auch  eins  Hertzogen 
Toch-  / ter  auß  Engelland,  mit  namen  Feroni- 
/ c a , wie  sich  das  wunder  schöne  gelück,  / gantz  lieblich  vnd 
freündtlich  gegen  jn  erzeigt.  Dargege'  das  erschröckliche  vn- 
/ glück,  auch  sein  neydische  tück  braucht,  / aber  doch  zu  letst 
das  vnglück  von  dem  glück  verdrungen,  vnd  sie  in  friden  vnd 
/ ruh  gesetzt,  allen  Liebhabenden  zu  nutz  vnnd  gutem,  das 
sie  nicht  verzagen,  ob  / jhn  schon  bißweylen  vnglück  zu-  / 
gehet,  sonder  stets  in  rechter  / Liebe  verharren  biß  / ans 
ende.  //  Vormals  nye  in  Djuck  außgangen,  sondern  jetzt  / 
zu  dem  ersten,  durch  Valentin  Schuman  j Schrifftgiesser  der 
Geburt  von  / Leyptzig  auff  des  kürtzest  / beschriben.  O.  O. 
u.  J.  80. 

Enthalten  in  des  Verfassers  „Nachtbüchlein,  der  Erste  theyl". 
(Nürnb.,  G.  Heyn,  1559.)  80.  Bl.  64  bis  zu  Ende  (Bl.  156). 
— Goedeke  gibt  den  Titel  kurz  an  mit  der  Notiz:  „Es  ist 
die  Geschichte  der  „M  a g e 1 o n a unter  veränderten  Namen". 

*  Dasselbe,  titulo : Eine  schöne  Historia,  Von 

einem  jungen  Graffen  aus  Mümpelgart,  genant 
Herr  Christoffel,  vnd  eins  Hertzogen  Tochter 
aus  Engellandt,  mit  Namen  Veronica Jetzo 


Schuppius— Schurke 


237 


auffs  neue  vbersehen,  vnd  mit  schönen  Figuren  gezieret.  — 
. Holzschnitt.  — Im  Jahr  M.  DC.  v.  (1605.)  — Am  Ende: 
Leipzig,  Bey  vnnd  in  Verlegung  Nickel  Nerlichs.  8°.  (In 
Berlin:  Yu  3611.) 

II  Bog.  Vor  jedem  Capitel  ein  Holzschnitt. 

Dasselbe.  Ib.  ap.  eund.  8®. 

O.  M.  V.  1626.  H3b. 

§*  SCHUPPIUS,  Joh.  Balth.  (1610— 1661),  Corinna  Die 
Erbare  vn‘  scheinheilige  Huxe.  Beschrieben,  vnd 
allen  Vnkeuschen  Leuten  zur  Warnung  vorgestellet.  Leipzig, 
Oehler,  1660.  24®.  146  S.  (7  Mk.  50  Pfg.  Beck,  Nördlingen, 
1892;  jetzt  theurerl) 

— — Dasselbe.  Lüneburg  1661.  12®. 

Beide  Drucke  selten!  — Steht  auch  in  den  folgenden 
Gesamtausgaben  (in  der  ersten  S.  329 — 359): 

*  Doct. : Joh:  Balth:  Schuppii  Schrifften  (nach 

s.  Tode  von  s.  Sohne  Jost  Burkhard  Schupp  hrsg.).  Hanau 
1663.  8®.  Kupfertitel,  16  Bll.  Reg.  u.  992  S.  — Dazu  gehört: 
Etliche  Tractätlein,  Welche  theils  im  Nahmen  Herrn 
Doctor  Joh.  Balthasaris  Schuppii  gedruckt,  und  von  Ihm 
nicht  gemacht  worden.  Theils  auch  conträ 
Herrn  Schuppium  geschrieben,  darauß  zu  ersehen, 
wie  sie  denselben,  dargegen  zu  schreiben,  veranlasset.  Hanau, 
Anno,  1663.  8®.  176  S.  176  S.  (In  Berlin  wohl  die  meisten 
Ausgaben.)  (Antiqu.-Preis  jetzt  18—25  Mk.) 

Unter  den  Tractätlein  hierher  gehörig:  Instrumentum 
Pacis  zwischen  Mann  und  Weib,  S.  129 — 176.  (Nicht 
von  Sch.) 

Dasselbe,  tit. : Lehrreiche  Schrifften  von  J.  B. 

Schuppen.  Franckfurt  a.  M.,  Drucks  und  Verlags  B.  C.  Wusts, 
1677.  8®. 

Dasselbe.  Ebd.  1684.  8®.  1462  S. 

Dasselbe.  2 Thle.  Hamburg  1701.  8®. 

Dasselbe,  tit.:  J.  B.  Schuppen  sämmtliche  Lehr- 
reiche Schrifften.  2 Thle.  Franckfurt  a.  M.,  MDCCXIX. 
(1719.)  8®. 

*  Bloch,  K.  E.,  Johann  Balthasar  Schup- 

pius. Progr.  Berlin,  1863.  4®. 

* — — Oelze,  Ernst,  Balthasar  Schuppe.  Ein  Beitrag 
zur  Geschichte  des  christlichen  Lebens  in  der  ersten  Hälfte 
des  17.  Jahrhunderts.  Hamburg,  o.  J.  (1885).  8®.  8 u.  328  S. 

*  Archiv  f.  Litteratur-Geschichte,  IX,  345  ff. 

S.  auch  bei  Mägden. 

SCHURKE,  Der,  unter  dem  Deckmantel  der  Re- 
ligion. O.  O.  1782.  8®.  (i  Mk.  50  Pfg.  Emil  Hirsch, 

München,  1907.)  Sehr  selten! 


238 


Schurkereyen — Schwab 


SCHUIIKEREYFN  und  Thorheiten,  Eine  handvoll, 
aus  dem  Tagebuche  eines  reisenden  Englän- 
ders zur  Ehre  unsers  philosophischen  Jahr- 
hunderts frey  übersetzt.  London  1786.  8°. 

Cat.  Cammerer.  11.  Erlang.  1796.  p.  601.  — Rar! 
SCHUTZGEIST,  Der.  (Abentheuer!.,  stellenw.  anstößiger  Ro- 
man mit  Episoden  aus  d.  französ.  Revolutionsgeschichte.) 
2 Bdchn.  Leipzig,  verlegts  Joh : Sam;  Heinsius.  1796.  80. 
(2  Mk  Erz.  Teubner,  Bonn,  c.  1895.) 

I:  244  S.,  u.  I Bl.  Inh.  Mit  i Notenbl.  2:  196  S., 
I Bl.  Inh. 

SCHUTZMITTEL  wider  die  Hauptfeinde  der  Reinig- 
keit:  Welt,  Fleisch,  Hölle.  Constanz  1 744.  8°.  (8  Sgr.  He- 
berle,  Cöln,  1870.) 

SCHUTZSCHRIFT  für  das  schöne  Geschlecht  wider 
folgende  lieblose  Lehre  . . . .:  Nun  will  ich  ler- 
nen, wie  ein  Mann  ein  böses  Weib  strafen  soll 
. . . . (von  Johann  Wilhelm  J ungendres).  O.  O.  1753. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  58  (nach  Will).  • — Höchst  selten! 
SCHUTZSCHRIFT  für  die  Heirat  hen  der  Alten  (von 
Joh.  Ant.  Trinius).  Gedruckt  in  Deutschland  (Rostock),  o.  J. 
(1756).  4^^.  3 Bogen,  (i  Mk.  W.  Koebner,  Breslau,  Cat.  186.) 
O.  M.  V.  1756,  S.  692;  Cat.  Vandenhoeck  II.  p.  588. 
— Fehlt  im  Änon.-Lex. 

* SCHUWARDUS  der  Elter,  Johannes  (bezeichnet  sich  als 
Prediger  zu  Dalzig  im  Stift  Merseburg),  Ehren  Fackel  Deß 
keuschen  Ehelichen  lebens,  welche  mit  hellem  glantz 
das  schöne  Liecht  rechter  christlicher  reiner  Lehre : Vom  heili- 
gen Ehestand  öffentlich  darstellet.  Zu  hohem  Lob  d’fürstlichen 
Hochzeit  Vnd  ewigem  rhum  / dess  Ehelichen  Beylagers.  Dess 
. . Fürsten  . . HENRICI  IVLH:  Bischoffen  zu  Halberstad  / 
. . Vnnd  Fürstin  . . DOROTHEAE;  Geborner  Hertzogin  zu 
Sachsen  / . . . A.  E.:  Leipzig,  Henning  Gross,  1585.  Fol. 
(In  Berlin:  Da  7320,  mit  i Beibd.)  15  Bll.,  550  SS.  Mit  in- 
teressanter color.  Titelvignette,  i ganzseitigen  Holzschnitt  u.  der 
Druckermarke  am  Schluss.  (40  Mk.,  cart.,  unbeschn.,  J.  J. 
Lentner,  München,  1913.) 

Die  SS.  240 — 95  umfassen  einen  hochinteressanten  gereim- 
ten ,,D  i a 1 o g u s d.  i.  ein  hertzlich  freundlich  Gesprech  der 
Christenheit  mit  jhrem  lieben  Breutigam  Jesu  Chr.  gezogen 
aus  d.  Hohen  Lied  Salomoni  s“.  — Höchst  selten  I 

SCHUWITZ,  Madame  (berüchtigte  Bordellinhaberin),  s.  Berlin. 
SCHWAB,  Der  Wolgereiste,  Oder  denkwürdige  Re- 
den eines  verunglükten  (so !),  jez  etliche  Jahr  in 
underschiedlicher  vornemmer  Herren  Diensten 
stehenden  Schwäbischen  Edelmanns,  die  jetz- 


Schwabe — Schwaben 


239 


igen  Welthandel....  einer  Lobl.  Eidgenossen- 
schaft wie  auch  das  Busswesen  der  Röm.  Cathol. 
Kirchen  betreffend.  0.0.  1705.  S*’.  46  S.  (7  Mk.  50  Pfg., 
Titelbl.  fleckig,  Bernh.  Liebisch,  Lpzg.,  1911.) 

In  Form  eines  Dialoges  zwischen  einem  Schweizer  und  einem 
Schwaben. 

SCHWABE,  M.  Joh.  Joach.  (Acad.  Lips.  Phil.  Prof.  Coli. 
Maj.  Princ.  Colleg.  Biblioth.  Academ.  Cust.,  nat.  Magd.  d. 
29.  Sept.  1714,  denat.  Lips.  d.  12.  Aug.  1784).  — Catalogus 
bibliothecae  selectae....  2 pts.  C.  effigie.  (J.  M. 
Stock  deh,  Endner  sc.).  Lipsiae,  Breitkopf,  1785.  8°. 
(3  Mk.  50  Pfg.,  Expl.  mit  beigeschrieb.  Preisen,  R.  Levi,  Stutt- 
gart 1892;  jetzt  viel  theurerl) 

I : Portr.  (Medaillon-Brustbild  in  Rahmen  mit  obiger  Unter- 
schrift), XI  (Tit.  u.  Vorr.  v.  J.  G.  E.  B r e i t k o p f),  530  S. 
(enth.  8439  Nrn.).  2:  2 Bll.,  504  S.  (enth.  Nr.  8440 — 16,734). 
Berühmter  Auctions-Cat.  einer  kostbaren 
Sammlung. 

Dieser  hochinteress.  Catalog  ist  besonders  für  deutsche, 
speciell  auch  für  erotische  Litteratur  wichtig;  die 
Sammlung  der  Romane  allein  bildet  einen  bibliogr.  Schatz 
voll  größter  Seltenheiten  (no.  13,171  — 14,759),  die  z.  Th.  in 
die  Dresdener  Öffentl.  Bibi,  übergingen. 

SCHWABEN.  — Agnes  e,  Tochter  des  k.  k.  Sergean- 
ten Saalbach,  jetzigen  Gastwirths  zu  Heiden- 
heim. Mit  Titel  Vignette.  Leipzig  1794.  8‘>. 

Interessante  u.  glaubhafte  Geschichte.  — Selten! 

Charakter-Gemälde,  Getreue,  aus  Schwa- 
ben, oder  Beschreibung  aller  Stände,  Sitten  u. 
Gebräuche  des  Landes.  Erste  (einz.)  Lfg. : Ein  Stutt- 
garter alter  Junggeselle.  Eine  alte  Schwaben- Jungfer.  Ein 
öffentliches  Stuttgarter  Mädchen.  O.  O.  u.  J.  8°.  16  S.  (i  Mk. 
50  Pfg  M.  & H.  Schaper,  Hannover,  1902.) 

Conturenaus  Schwaben  (von  Joh.  Baptist  Buoh- 

ler).  Schaffhausen  1861. 

Anon.-Lex.  V.  p.  72  (nach  Kehrein). 

Griesinger,  Karl  Th.,  Silhouetten  aus  Schwa- 
ben. Heilbronn  1838.  8°.  (3  Mk.  50  Pfg.  Th.  Ackermann, 
München,  1913.) 

Der  Schwabe.  • — Die  Grisette  eines  Landstädtchens.  — Der 
Dorfschultheiss.  — Der  protestantische  u.  katholische  Geistliche. 
— Eine  alte  Jungfer.  — Das  Mädchen  aus  der  Baar.  — Ein 
schwäbisches  Leichenbegängniss.  — Der  Tübinger  Student  etc. 
Dasselbe.  Mit  12  Illustr.  von  C.  Offterdinger.  Stutt- 
gart 1863.  Kl.  80.  IV.  u.  380  S. 

Max  Perl’s  Berliner  Oct.-Auct.  1910,  no.  1103.) 

• Hannswurst  und  Schubart.  Ein  Lustspiel, 

aufgeführt  von  dem  Verfasser  der  Sympathie. 


240 


Schwaben 


zum  Vergnügen  der  Schwaben.  (Vignette.)  Wann 
hören  wir  doch  einmal  auf,  Schwabenstreiche 
zu  machen?  Schubarts  Chronik  74.  Stück,  vorigen  Jahres. 
1755  63  S.  Rariss.  (Auf  der  64.  unpaginirten  Seite  „Er- 

innerung“.) (41  Mk.,  hübsch.  Pppbd.  m.  Titelschildchen,  Martin 
Breslauer’s  Berliner  Oct.-Auction  1910,  no.  2617.) 

Goedeke  IV,  33,  6.  Vergl.  Archiv  f.  Literaturgesch.  1877, 

6,  367. 

Magenau,  R.  F.  H.  Poetische  Volks-Sagen 

und  Legenden  g r ö s s t e n t h e i 1 s aus  Schwaben, 
nebst  andern  Erzählungen  und  einem  Gesänge 
an  die  Na  jade  des  Brenzflusses.  Stuttgart  1825.  8^. 
(Martin  Breslauer’s  Berliner  Oct.-Auct.  1910.  no.  1946.) 

Goedeke  V,  445,  ii.  Magenau  war  ein  Freund  u.  Studien- 
genosse Hölderlins. 

Mannbach,  Wilh.  (d.  i.  yffilh.  Bachmann),  Schwaben 

wie  es  isst  u.  — trinkt.  4 Hfte.  Mit  4 humorist.  color. 
TKpfrn.  Leipz.  1844 — 45.  8°.  (6  Mk.  A.  Bielefeld,  vor  1885.) 

Enth. ; Schlachtfeld  zu  Strümpfelbach.  — Das  Cannstadter 
Volksfest.  — Die  Schaubuden  auf  dem  Cannstadter  Volks- 
fest. — Die  Redoute  zu  Stuttgart. 

Alles  in  schwäbisch.  Dialekt,  stellenweise  derb. 

— — Nefflen,  J.,  Der  Vetter  aus  Schwaben  oder 
Schwabenbräuche  aus  dem  Leben  gegriffen. 
Neue,  bedeutend  vermehrte  Ausgabe.  Ulm  1841.  80.  (10  Mk. 
Th  Ackermann,  München,  1913.) 

U.  a. : Erklär,  d.  schwäbischen  Dialekts,  Wörter  etc. 

-Räuberbanden,  Die  letzten,  in  Oberschwa- 
ben in  den  Jahren  1818  — 19.  Ein  Beitrag  zur  Sitten- 
geschichte ....  (von  Maxim.  Planck).  Stuttgart  1866.  (ln 
Tübingen,  Univ.-Bibl.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  239  (nach  Heyd). 

— — Reisen  eines  Curländers  durch  Schwaben 
(von  Joh.  Friede.  Gaum).  Ein  Nachtrag  zu  den  Briefen  eines 
reisenden  Franzosen.  O.  O.  (Stettin)  1784.  8°.  (5  Mk.  Ad. 
Weigel,  Lpz.,  1911.) 

Besonders  auch  über  die  Universität  Tübingen. 

Ritter,  Albert,  Altschwäbische  Liebesbriefe. 

Graz  1897. 

Citirt  in:  Futilitates  IV.  p.  201. 

So  sprechen  die  Schwaben.  Hrsg,  von  Dr.  A. 

Birlinger,  Berlin.  1868.  12°. 

4 Bll.  u.  136  S.  „Zum  Theil  obseön“.  (R.  Zinke’s  Dresdner 
März-Auct.  1906,  no.  1392:  Mindestgebot  i Mk.) 

Schwabenpredigt,  Komisch-politische.  Vor- 
getragen von  einem  Klostermönch.  Mit  i Holzschnitt.  Bern 
1866.  8°.  (25  Pfg.  G.  Priewe,  1895.) 


Schwabhäuser — Schwänke 


241 


S.  auch  Stuttgart,  Ulm  u.  Württemberg. 

SCHWABHÄUSER,  Carl  (f  1847  in  Jena),  Gereimte  Lau- 
nen und  Schnurren.  Mit  hübscher  TVign.  Jena  1802. 
8®.  (2  Mk.  80  Pfg.  W.  H.  Kühl,  Berlin,  c.  1882.) 

214  SS.  Mit  dem  Motto:  „Nichts  für  ungut“.  Einiges  etwas 
derb  u.  frei. 

* SCHWACHHEIT,  Die,  des  menschlichen  Herzens 
bei  den  Anfällen  der  Liebe.  Frankfurt  u.  Leipzig, 
verlegts  Geo.  Pet.  Monath  (in  Nürnb.).  1755.  8®.  (In  Berlin: 
Yv  5096.)  (2  Mk.  50  Pfg.  Kühl,  c.  1882.) 

3 Bll.  Vorst,  u.  264  SS.  Liederlich.  Scheint  Uebersetzung 
eines  fremden  Originals  zu  sein.  — Selten! 

* SCHWACHHEITEN  einer  artigen  Frau,  Die.  Oder 
Denkwürdigkeiten  der  Mad.  v.  Vilfranc,  so  wie 
sie  solche  selbst  geschrieben.  Aus  d.  Franzos,  (des 
Pierre  Jean  Bapt.  Nougaret).  2 Thle.  Mit  i TKpf.  u. 
I TVign.  Berlin,  Pauli,  1780.  8°.  (4V2  Mk.  Bielefeld,  vor 
1885.) 

Original;  Les  Faiblesses  d’une  jolie  femme,  ou  memoi- 
res  de  Madame  de  Villefranc,  dcrits  par  elle-m£me.  2 tom. 
Amst.  et  Paris  1776.  12®.  (2  Rthlr.  Scheible,  vor  1875.)  u.  ö. 

Dühren  no.  21:  Dieser  kleine  erotische  Roman  (spätere 
Auflagen  1779  (VIII,  94  -f-  103  pp.)  1783,  1785,  1789,  1798 
(2  mal)  geht  teils  unter  Retifs,  teils  unter  Nougarets  Namen 
(vgl.  darüber  mein  Werk  S.  401).  Sicher  ist  die  Vorrede  aus 
Retifs  Feder,  höchstwahrscheinlich  auch  einige  Partien  des 
Textes,  z.  B.  S.  12  und  13  des  zweiten  Bandes,  wo  gewisse 
Schilderungen  aus  der  „Chronique  scandaleuse“  von  Paris  stark 
an  seine  Manier  erinnern. 

SCHWACHHEITEN  und  traurige  Folgen  dargestellt 
in  Erzählungen  fürs  Herz.  Prag  u.  Leipzig,  Widtmann. 
1794.  8®. 

Tit.  m.  Vign.,  XVI  u.  256  S.  Zahmen  Inhalts. 
SCHWACHHEITEN  und  Galanterien  großer  Städte, 
s.  Welt,  Die  heutige....  (1802). 

SCHWÄNKE.  — Hans  A w e r : Ein  spruch  vom  pfaffen  mit 
der  Schnur  (Keller,  Erzähl.  310  abweichend).  — • Gregorius 
Awer:  Vom  ritter  mit  dem  zuber  (Hagen,  Gesammtabent.  11. 
297  abweichend).  — Teichner:  Spruch  das  nit  iedem  Recht 
möge  thuen  (vergl.  Keller,  Fastn.  1436,  46.  1432,  9.  1442, 
15)-  — Hans  Schnepperer:  Vom  vischer  mit  der  reüsen 
(Keller,  Erz.  350  abweichend).  — Rosenpluet:  Vom  Gret- 
lein  zu  lichtmeß  (Keller,  Erz.  225  und  Kurz,  Lit.  1.  682). 
— Schnepperer:  Vom  Studenten  zu  Prag  (Keller,  Erz. 
306).  „Also  hat  geredt  der  schmiher.“  — Rosenpluet: 
Ein  Spruch  von  vnsrer  lieben  Frauen  (die  Turteltaub).  Vergl. 
Keller,  Fastn.  1329,  129.  1189.  — Rosenpluet:  Von  den 
vil  Hantwercken  (Keller,  Fastn.  1135  abweichend). 

H»yii,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


16 


242 


Schwänke 


Weller,  Annalen. 

Inhaltsanzeige  dieser  Papierhandschrift  5339a  des 
Germ.  Museums,  welche  noch  viele  Stücke  von  Unge- 
nannten enthält,  im  Anzeiger  f.  K.  d.  d.  Vorzeit.  1859.  Sp. 
327,  364,  405,  446. 

§ * SCHWÄNKE  (2 50)  des  sechzehnten  Jahrhunderts. 
Hrsg.  V.  Karl  G o e d e k e.  Leipzig,  F.  A.  Brockhaus,  1879. 
(Auch  titulo:  Deutsche  Dichter  d.  XIV.  Jahrh.  Mit 
Einleitgn.  u.  Worterklärgn.  Hrsg.  v.  Karl  Goedeke  u.  Julius 
Tittmann.)  8°.  (Mk.  3,50.)  XXXIV — 296  SS.  (2  Mk.  80  Pfg. 
Baer,  vor  1885;  4 Mk.,  wie  neu,  Max  Harrwitz,  1891.) 
SCHWÄNKE,  vierhundert,  des  16.  Jahrhunderts- 
Hrsg.  u.  erläutert  von  F.  Bobertag.  Stuttgart,  o.  T-  (Org.- 
hfz.  Mk.  3,50.)  (2  Mk.  S.  Calvary  & Co.,  1899;  2 Mk.  Gust- 
Fock,  1907.) 

Pauli,  Schimpf  u.  Ernst.  — Wickram’s  Rollwagen- 
büchlein. — F r e y ’ s Gartengesellsch.  — M.  M o n t a n u s , 
Wegkürzer.  — Val.  Schumann,  Nachtbüchlein.  — Mich. 
Lindener,  Katzipori.  — H.  W.  Kirchhoff,  Wendun- 
mut. 

■ Dasselbe.  Berlin  1887.  Gr.  8°.  (Mk.  3 — .)  (Aus  Kürsch- 

ner’s  National-Literatur.)  (2  Mk.  20  Pfg.  Th.  Ackermann,  1913.) 
SCHWÄNKE,  Zwei  deutsche.  — i.  Schumann,  Valentin, 
Von  Einem  Müller  und  Seinem  Weibe,  wie  sie  einander  beich- 
ten. (1559.)  2.  Montanus,  Mart.,  Warum  die  Hund  Ein- 
ander für  den  Hintern  schmecken.  (1557.) 

In:  Der  Amethyst,  Heft  i,  1905,  S.  27 — 28. 
SCHWÄNKE,  Deutsche.  79  kurtzw  eilig  (z.  Theil  sota- 
dische)  Schwenck  und  Fatzbossen  gesammelt  von 
Leonhart  Frischlin  (ps.).  (Vignette  in  Rothdruck.)  Mit  Holz- 
schnitt-Frontisp.  (Leipzig.)  1906.  verlegt  bey  Julius  Zeitler.  8°. 
(Br.  Mk.  5,50;  in  Hprgt.  m.  goldgeprägt.  Rücken  7 — ■,  50  ExplL 
auf  Bütten  in  Ganzprgt.  u.  handcolor.  Bildern  16 — .)  (5  Mk., 
Orig.-Prgt.,  Heinr.  Hugendubel,  München,  1909;  7 Mk.,  wie 
vorhin,  Adolf  Weigel,  1906;  i9Kr.  20H.,  Luxusausgabe,  Gilhofer 
& Ranschberg,  Wien,  1907.) 

Titel  (roth  u.  schwarz),  i Bl.  Zuschrift  „Allen  guten  Schluk- 
kern  zu  hohem  Gefallen!“,  190  bez.  S.  (incl.  3 Bl.  Inh.)- 
I Bl.  Nachricht:  „Den  Titel,  das  Titelbild,  sowie  das  Vor- 
satzpapier zeichnete  Ignatius  Taschner  in  Berlin,  die  zehn 
Bilder  des  Textes  sind  von  Elena  Luksch-Makowska 
in  Wien.  Fünfzig  Expll.  wurden  auf  Bütten  abgezogen  u. 
wertvoll  gebd.  Der  Druck  erfolgte  in  einer  einmaligen  Aus- 
gabe von  950  numer.  Expll.  — Kurz  besprochen  in:  Die 
Opale.  Bd.  i.  Lpz.  1907.  S.  109. 

,,Der  schön  gedruckte  und  ausgestattete  Band  enthält  eine 
Auswahl  des  Werthvollsten  und  Bedeutsamsten  aus  der  reichen 
Schwankiiteratur  des  XVL  Jahrhunderts,  aus  Wickram, 
Frey,  Montanus,  Lindener,  Schumann  — nicht 


Schwänke 


243 


ad  usum  delphini,  auch  nicht  in  modernes  Deutsch  übertragen, 
sondern  in  ursprünglicher  Frische  und  Derbheit.“  (Aus  dem 
Prospekt.) 

SCHWANK,  Aite,  und  Märlein.  Hrsg,  von  F.  W.  Frhrn. 
V.  Ditfurth.  Heilbronn  1877.  8°.  (i  Mk.  50  Pfg.  O.  Rauthe, 
Berlin,  1909.) 

SCHWÄNKE.  — Alter  deutscher  Humor.  Sammlung 
der  besten  Schwänke  vom  13.  — 17.  Jahrhundert. 
Hrsg.  u.  erläutert  von  O.  Denk.  Mit  134  Nachbildgn  alter 
Holzschnitte.  Regensburg  1910.  8<^.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk.  50  Pfg., 
Origlwd.,  Conr.  Skopnik,  Berlin,  1912.) 

SCHWÄNKE,  Alte  d e u t s c h e,  Gesammelt,  sprachlich  erneuert 
u.  eingeleitet  v.  H.  W.  Fischer.  2 Bde.  Leipzig,  o.  J.  (1907). 
Kl.  80.  (Mk.  6 — .)  (4  Mk.,  wie  neu,  Th.  Ackermann,  München, 

1913-)  _ 

SCHWÄNKE,  Launen  und  Abentheuer  fideler  Mu- 
sensöhne. Ein  Spiegel  für  viele!  Vom  Verfasser  der  Le- 
bensscenenf'/Car/  Friedr.  Tschucke).  (Forts,  des  „Leben  u. 
Schwänke  relegirter  Studenten“,  s.  dort.)  Berlin,  Schöne, 
1801.  80.  247  S. 

Vorr.  dat. : Berlin  1800.  /C.  F.  T cke.  Enth. 

die  Romane:  Franz  Weissenbach.  — Leopold  Wangenstein. 
— S.  auch  Weissenbach. 

Dasselbe.  2 Bdchn.  Ibid.  1821.  8®.  (^/g  Rthl.  Schmidt, 

Halle;  vor  1870. 

SCHWÄNKE,  Erotische,  und  Erzählungen.  2 Thle. 
Berlin  (Leipzig,  Kühn)  1797.  8®. 

Weller,  fing.  Dr.  Mit  folgendem  identisch? 

SCHWAENKE,  Erotische,  aus  Kupid o’s  Brieftasche. 
(Freie  Bearbeitung  meist  italienischer  Novellen  von  Bandello 
u.  A.)  2 Thle.  Mit  Titelkpfrn.  von  Hoppe.  Leipzig,  in  der 
Schaeferischen  Buchhandlung,  1797 — 99.  8®.  Sehr  selten!  (In 
Dettingen,  Fürstl.  Bibi.)  (6  Mk.  O.  Richter,  Lpz.,  vor  1885; 
jetzt  theurerl) 

Nur  Theil  2 (für  sich  selbständig)  lag  vor:  Titelkpf.,  ge- 
stoch.  Tit.  (m.  lat.  Lett.),  390  S.  Text  (mit  deutschen  Lett.), 
I Bl.  Inh.:  i.  Der  gelehrige  Schüler.  2.  Die  doppelte  Hey- 
rath. 3.  Der  sehende  Blinde.  4.  Der  Narre  aus  Liebe.  5. 
Die  mißlungene  Rache.  6.  Die  bestrafte  Undankbarkeit.  7. 
Angst  um  Angst.  (Sehr  pikante  Novelle  v.  Bandello.)  8.  Der 
wohlfeile  Genuß  theurer  Waare.  9.  Caroline  M.  . .,  oder  so 
bekommt  man  einen  reichen  Mann.  10.  Die  bestrafte  Eigen- 
liebe. II.  Der  Zufall.  12.  Die  durch  List  erzwungene  Aus- 
steuer. 

§ Dasselbe.  2 Thle.  Mit  Titelkpfrn.  Ebd.  1799.  8®. 

SCHWÄNKE,  Erzählungen  und  Anekdoten  nach 
dem  Leben  (von  Joh.  Josef  Polt).  Seitenstück  (aber 
Prosa)  zu  den  Gedichten  nach  dem  Leben.  Neuburg, 

16* 


244 


Sch  wänke — Sch  wärmer 


Commissions-Bureau  (Leipzig,  Joachim),  o.  J.  (1803).  8®.  XII 
u.  276  S.  (In  Wien,  Stadtbibi. : Secr.  A 287.) 

Rares  Eroticum I Es  scheint  ein  englisches  Original 
zu  Grunde  zu  liegen. 

— — Dasselbe  mit  d.  Titel : Schwelgereien  der  Liebe 
oder  die  Kunst,  im  Genüsse  der  Liebe  Meister 
zu  werden.  Erotische  Schwänke  und  Erzählun- 
gen nach  dem  Leben.  Mit  Titelkpfr.  Berlin,  o.  J.  8°. 
Xll  u.  276  S.  (In  Wien,  Stadtbibi.:  Secr.  A 97.) 

Dasselbe.  (Enger  Neudruck.)  Rom  und  Paris  (Stutt- 
gart, J.  Scheible?),  o.  J.  (c.  1865).  8°. 

147  S.  (incl.  Tit.).  i.  Der  Triumph  des  Orpheus,  oder  die 
Syrene  und  der  Sohn  der  Harmonie.  2.  Menschliche  Unzu- 
friedenheit. 3.  Die  einheimische  Pflanze.  4.  Die  Ueber- 
raschung.  5.  Das  Geistercitiren.  6.  Anekdote.  7.  Polly  D — ns 
Abenteuer  u.  Liebschaften.  8.  Mittel,  Wollust  zu  erregen. 
9.  Der  Ritter  F — . 10.  Eine  wunderbare  Nachtscene,  ii. 
Der  Abenteurer.  12.  Fußzehen  auf-  und  unterwärts.  13.  Edwin. 
14.  Das  unglückliche  Weib  und  der  wüthende  Anbeter.  15. 
Der  artige  Räuber.  16.  Der  Gucker.  17.  Anekdoten.  18. 
Das  vollkommenste  Weib  und  der  treulose  Beschützer.  19. 
Gekränkter  Stolz.  20.  Sonderbare  Bedingungen.  21.  Türkische 
Bescheidenheit.  22.  Der  bestrafte  Ehemann.  23.  Anekdote. 
24.  Marie  Heine.  25.  Der  Teufel.  26.  Das  glückliche  \'^er- 
sehen.  27.  Der  geschickte  Geburtshelfer  und  die  geängstigte 
Frau.  28.  Naahmah  und  Abdiel.  E.  morgenländ.  Sage.  29. 
Ein  Christmeßspiegel.  30.  Die  Macht  der  Schönheit.  31.  Eine 
Flucht.  32.  Der  vollkommene  Wollüstling.  33.  Verstohlene 
Freuden.  34.  Anekdoten.  35.  Die  zärtliche  .\mme  und  der 
willfährige  Stellvertreter.  36.  Der  wunderbare  Becher.  37.  Anek- 
dote. — Längst  vergriffen  u.  sehr  selteni 

SCHWÄNKE  und  Launen.  Mit  TKpf.  Braunschweig,  Schrö- 
der, 1794.  8°. 

Tit.  u.  127  SS.  Enth.  2 Romane:  Der  Traum.  Ein  Schwank. 
— Pflicht  u.  Leidenschaft. 

SCHWÄNKE,  Leichtfertige,  im  Geschmack  des 
Boccaccio,  s.  Langbein,  F.  A.  G.,  Neue  Schwänke. 
SCHWÄNKE,  Erotische,  aus  Amor’s  geheimem  Ar- 
chive. Rom  und  Paris,  Verlag  von  Amor  und  Hymen  (Stutt- 
gart, J.  Scheible?).  O.  J.  (c.  1855).  Gr.  8°.  Vergriffen  u.  selten! 
(2  Rthl.  Maske,  Breslau,  vor  1880.) 

„Enthält  73  Erzählungen  in  Versform,  zum  Teil 
volkstümlichen  Ursprungs.  Manche  davon  sind  handschriftlich 
als  Erzeugnisse  H^lopstocks  und  Lessings  weit  verbreitet.“ 
(Dr.  Kind.) 

SCHWÄNKE  und  Schnurren;  ein  Büchlein  für 
fidele  Leute.  Elberfeld  und  Leipzig,  J.  Püttmann.  O.  J. 
(1880?).  8°.  (In  Warmbrunn.) 

SCHWÄRMER  oder  Herumstreifer,  Der.  Eine  Sitten- 


Schwärmer — Schwalb  ach 


245 


Schrift  aus  d.  Englischen  (des  Samuel  Johnson).  Stralsund  und 
Leipzig  1755. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  59.  (Eigenbericht.) 

SCHWÄRMER,  Der  bekehrte,  oder  die  Entführung. 
Eine  komische  Geschichte.  Nebst  einigen  andern  Er- 
zählungen. Leipzig,  im  literar.  Central-Comptoir  in  Com- 
miss.,  o.  J.  (1819.)  S**.  Zahm.  (2  Mk.  Damköhler,  Berlin,  vor 
1885.) 

Kayser  nennt  die  Jahrzalü.  — Tit.  u.  90  S.  i.  Der  be- 
kehrte Schwärmer.  2.  (S.  27  ff.):  Die  Reise  des  Fürsten  zu 
Montonio.  3.  Schiller,  oder  der  Mann  nach  der  Natur.  4, 
Baumanns  u.  Hellbachs  Hochzeitreise.  E.  komische  Erzählung. 
SCHWÄRMEREI  und  Aufklärung....  (von  Melchior 
Adam  W eickard).  Frankfurt  a.  M.  1788. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  59  (nach  Callisen  u.  Kayser). 
SCHWÄRMEREIEN.  . . . Halle,  1782.  verlegt  von  F.  W.  Mi- 
chaelis. (Die  Vorr.  unterz. : M r.)  8®. 

W.  V.  Maltzahn  IH.  p.  429.  no.  779.  (an  no.  778). 
SCHWÄRMEREIEN,  Verlorene,  eines  Barbiers.  Stuttgart 
1787.  8°. 

Suchte  Paul  Neubner’s  Antiqu.,  Cöln,  1890.  — Sehr 

selten  1 

SCHWÄRMEREIEN  und  Traum,  in  Fragmenten,  Ro- 
manen und  Dialogen....  (von  Joh.  Heinr.  Daniel 
Zschokke).  Stettin  1793 — 95. 

Anon-Lex.  IV.  p.  59  (nach  Meusel).  — Rarl 
SCHWÄRMEREYEN  über  Natur  und  Liebe  für  Men- 
schen von  Empfindung  und  Gefühl.  Leipzig  1797.  8^. 

Ehestandsalmanach  II.  p.  292.  — Rarl 
SCHWÄRMEREIEN,  Humoristische.  2 Bde.  Erfurt,  Hen- 
nings, o.  J.  (c.  1812).  8®.  (12/3  Rthl.) 

SCHWÄRMEREIEN  der  Liebe.  Aus  d.  Franzos.  (Zahmer  Ro- 
man.) Leipzig,  Achenwall  u.  Comp.,  1817.  8°.  300  S.  (Max 
Perl’s  Berliner  Oct.-Auct.  1911,  no.  981.) 

SCHWÄTZER,  Der  kleine.  (168  Anekdoten.)  Berlin,  Gebr. 
Gädicke,  1805.  8°.  (1/3  Rthl.)  Tit.  u.  iio  S. 

SCHWÄTZER,  Der  fröhliche,  oder  witzige  Einfälle, 
Schnurren  und  Lächerlichkeiten.  Ein  sehr  unter- 
haltendes Gesellschaftsbüchlein.  Hamburg,  Kratzsch,  1809.  8°. 
(14  ggr.) 

SCHWALBACH.  — * Amusemens  des  Eaux  de  Schwai- 
ba c h , Oder  Zeitvertreibe  Bey  den  Wassern  zu 
Schwalbach,  Denen  Bädern  zu  Wisbaden,  und 
dem  Schlangenbade;  Nebst  Zweyen  lesens würdigen  Er- 
zehlungen;  Darunter  die  eine  von  dem  Neuen  Jerusalem  (d.  i. 
Mannheim),  Und  die  andere  von  einem  Theil  Der  unter  Nie- 
mandens  Bothmässigkeit  stehenden  Tartarey  (d.  i.  d i e Chur- 


246 


Schwalbach 


pfalz)  handelt,  Mit  Kupfferstichen  versehen,  Und  Aus  dem 
Frantzösischen  (des  David  Frangois  de  MerveiUeux,,  nicht 
des  de  Solignac)  ins  Deutsche  übersetzt.  Lüttich,  Bey  Eber- 
hard Kints  (Leipzig,  Friese),  1739.  Kl.  S®.  4 Bll.  -j-  344  SS. 
4-  6 Taf.  (In  Berlin:  Xy  2358;  auch  in  Aarau  [Cantonsbibh] 
Marburg  [Univ.-Bibh],  Stuttgart  u.  Wiesbaden  [Landesbibi.].) 
Die  Zeilen  2,  6,  12,  17  und  21  rotgedruckt.  „Liber  valde  rarus  et 
prohibitus.“  Eichholz,  Not.  litt.  p.  41.  — Interess.  satirische 
Schilderung  des  pfälzischen  Hoflebens  unter  Carl 
Philipp,  wobei  viele  freie  Anekdoten.  Mit  i Karte  von 
Schwalbach  u.  i der  Pfalz,  i Plan  von  Mannheim  u.  i .Ansicht 
von  Heidelberg  (Mont  payen). 

Orig,  (in  München,  Wiesbaden,  Landesbibi.  u.  in  der  Bibi, 
des  dortigen  Vereins  f.  Nass.  Alterth.) : Amuseraens  des 
Eaux  de  Schwalbach,  des  Bains  de  Wisbaden 
et  de  Schlangenbad.  Avec  deux  Rdlations  curieuses : 
l’une  de  la  Nouvelle  Jerusalem,  et  l’autre  d’une  partie  de  la 
Tartare  ind^pendante.  Avec  des  Figures  en  Taille-douce.  A 
t Libge,  Chez  Everard  Kints.  M.  DCC.  XXXVIII  (1738.)  Pet. 
in-80.  4 ff.  (incl.  le  titre  en  rouge  et  noir),  320  pp.,  4 planches. 
(IO  Mk.  Baer  & Co.,  1880;  8 Mk.  Adolf  Weigel,  1893;  8 Mk. 
R.  Hirsekorn,  Berlin,  1910;  4 Mk.  50  Pfg.,  mit  d.  Jahrzhl. 
>d737“>  Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M.,  Cat.  59.)  — Nouv.  ed. 
ibid.  1739.  8°.  (In  München.)  (12  Kr.  Halm  & Goldmann, 
1907;  6 Mk.  M.  Hauptvogel,  Gotha,  1909;  8 Mk.  F.  Waldau, 
Fürstenwalde,  1909;  12  Mk.  L.  Rosenthal,  1911:)  Barbier 
1.  159  avait  d’abord  attribud  cet  ouvrage  au  Chevalier  Pierre- 
Jos.  de  la  Pimpie-Solignac;  dans  son  Supplement  il  le 
donne  ä David-Frang.  de  MerveiUeux,  d’apres  le  „Dic- 
tionnaire“  de  Georg  i.  Qudrarda  reproduit  ces  deux  attri- 
butions. 

Das  / Schwalbacher  S o m m e r - w e h r e n d e / 

PERPETUUM  / MOBILE.  / Das  ist:  / Die  / Wahre  Ab- 
bildungen / Des  Apollinis  / Träumende  Betrachtungen,  / Was 
nemblichen  vor  / Wunderbahrliche  Grillen  / Daselbsten  Zeit- 
wehrender vieler  Menschen  / brauchender  Cur,  sich  regen, 
bewegen,  zu  sehen  / und  zu  passiren  pflegt.  (Vf.:  Der  Frank- 
furter Stadt-Obrist  Johann  Albrecht  J ormann.)  Gedruckt  im 
Jahr  1690.  / 40.  24  S.  (In  Wiesbaden,  Landesbibi.,  u.  in 

Frankfurt  a.  M.,  Bibi,  des  Dr.  Senckenberg’schen  Instituts.) 

Sehr  pikante  u.  rare  Schrift,  wie  deren  ff.  Ausgaben, 
(v.  d.  Linde  no.  544 — 46.;  — Fehlt  im  Anon.-Lex. 

Dasselbe : tit. : Das  / Schwalbacher  Sommer- 
wehrende / PERPETUUM  / MOBILE,  / Das  ist:  / Die 
Wahre  Abbildungen  / Deß  / APOLLINIS  / Träumende  / 
Betrachtungen,  / (Was  nemUchep.  / Vor  Wunderbahrliche  Gril- 
len da-  / Selbsten  Zeit-wehrender  vieler  Menschen  / brau- 
chender Cur,  sich  regen,  be-  / wegen,  zu  sehen,  und  zu 


Schwalbe — Schwan 


247 


passiren  / pflegt.  / Gedruckt  im  Jahr  / MDCCI.  (1701.)  / 8^. 
8 Bll.  (In  den  vorhin  genannten  Bibliotheken.) 

Dasselbe,  tit. : Aufgefangene  / Grillen  / Bey 

der  / Brunnen-Gur  / Zu  / Langen-Schwalbach. 
/ 1737.  4°.  8 Bll.  (In  den  vorhin  genannten  Bibliotheken.) 

SCHWALBE,  Tobias  [d.i.Ernst  Bornschein),  Neue  Heringe, 
gefangen  auf  den  pommerschen  Küsten,  gebök- 
kelt  zu  Berlin  u.  zu  Markte  gebracht  von  — . Erste, 
Zweyte  Tonne  (cplt.).  Leipzig  (Gera,  Illgen),  an  der  Ecke 
des  Besengässchens.  1803.  80.  300  u.  264  S.  (In  Leipzig: 
Bibi.  d.  Börsenvereins  d.  dtsch.  Buchhändler.)  (6  Mk.  50  Pfg. 
W.  H.  Kühl,  Berlin,  ca.  1882;  8 Kr.  Halm  & Goldmann,  Wien, 
1904;  cplte.  u.  saub.  Expll.  jetzt  wohl  15 — 20  Mk.  werth!) 

Selten  I Enth.  u.  a.  viel  Satyrisches  u.  Jocoses  üb.  deutsche 
Schriftsteller,  besonders  die  beiden  Schlegel,  Tieck,  Laukhard 
etc. ; üb.  deutsche  Erotica  u.  deren  Verleger; 
auch  fingirte  Büchertitel  finden  sich.  — In  Th.  I.  S.  122 
— 125;  „Gretchen“  (pikantes  Gedicht  in  15  Stroph.);  II.  S.  235  ff. 
freie  Gespräche  &c. 

SCHWAMM,  Gottvertraut  (d.  i.  Chrn.  Äug.  Fischer),  Conrad, 
ein  komischer  Roman.  Mit  Titelkpfr.  Glückstadt,  1797, 
bei  Traugott  Pilz  in  der  neuen  Verlagsbuchhandlung  (Riga, 
Hartknoch).  8*^.  (6  Mk.,  Leihbiblexpl.,  Koebner,  Breslau, 

vor  1885;  3 Rthl.  Scheible,  vor  1875.) 

Titel  u.  262  SS.  Sehr  selten!  Ebeling  III.  p.  626. 
SCHWAN,  Carl  (ps.).  Drei  (stellenw.  freie)  Erzählungen. 
1.  Erasmus  Rosenberg,  der  schöne  Flötenbläser  aus  Schlesien. 
H.  Rosalvo,  der  kühne  Räuberhauptmann  und  Amalie,  die 
Unglückliche  Pachtertochter.  Eine  Schaudergeschichte.  HL  Jobst 
Habakuk,  oder  komische  Abentheuer  eines  vornehmen  Einfalts- 
pinsels. Merseburg,  1823.  J.  T.  J.  Sonntags  Buchhandlung.  — 
A.  E.:  ,, Gedruckt  mit  königl.  Preuß.  Censur.“  8^. 

210  S.  (incl.  Titel),  i Bl.  Verlag  d.  Firma.  — Fehlt  in 
Weller’s  Lex.  Ps.  bei  Schwan. 

— — Der  Spasvogel  (!).  Ein  gar  kurioses  und  allen 
Hypochondristen  nicht  genug  zu  empfehlendes  Büchlein.  Hrsg, 
von  — . Merseburg,  1823.  J.  T.  J.  Sonntags  Buchhandlung. 

— A.  E.:  ,, Gedruckt  mit  Königl.  Preußischer  Censur.“  8^. 

IV  (Tit.  u.  Vorher.),  120  S.  Enth.  66  Nrn.  (die  letzte, 
S.  99  ff.,  eine  lustige  Hahnrei-Geschichte). 

SCHWAN,  Joh.  F riedr.  — Der  Sonnenwirthle,  oder 
Leben  und  Thaten  des  berüchtigten  Räuber  und 
Mörders  Johannes  Friedrich  Schwan  von  Ebers- 
bach. (Vf.;  Wilh.  Friedr.  Wüst.)  Tübingen  1852.  (In  Tü- 
bingen, Univers.-Bibl.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  272  (nach  Cat.  genannter  Bibi.). 


248 


Schwan — Schwank 


SCHWAN,  Der  silberne,  Antipode  des  Titan.  Sei- 
tenstück zum  Jahr  (s.  d.)  in  Arkadien  (von  Gustav 
Teubner).  2 Thle.  Erfurt  und  Gotha  1805.  8°. 

Goedeke  V,  472,  10,  5. 

Dasselbe.  2 Thle.  London  (ebd.)  1806.  8^. 

Weller,  fing.  Dr. 

* SCHWANBERGER,  Geo.,  Pfarherr  zu  Rodersdorff,  Der 
Engel  Raphael,  wider  Asmodeum  den  Eheteuf- 
fel. Ein  newe  schöne  Geistliche  Comedia  vom  heiligen  Eh- 
stand,  ....  Nürnberg,  Balth.  Scherff,  1615.  8^.  64  Bll. 

Gottsched,  Vorrath  1,  174.  — • Rariss. 

SCHWANEN-,  Der  politische,  oder  vielmehr  Hah- 
nen-Gesang,  d.  i.  Nachdencklich-,  lehrreich- 
und  zugleich  ergötzliches  Staats-Gespräch 
eines  Herrschungs-  gierigen  jungen  Hahnens 
mit  seiner  klugen  und  demüthigen  Frau  Hen- 
nen. In  diese  lehr-  und  scherzhafte  Reime  gebracht  von 
C.  de  Z.  Hannenfeld  1682.  4°.  4 Bll.  Rar! 

Weller,  fing.  Dr.  I.  p.  37.  Ungenau  in  Bratring’s  Cat.  s. 
Bücher-Sammlung.  Berlin  1832.  S.  25;  Weller,  Annalen  II.  p.  425 
(nach  Feil’s  Bibi.  1863.  Nr.  1612). 

SCHWANK  und  Scherz,  Altdeutscher,  aus  dem 
sechzehnten  und  siebenzehnten  Jahrhunderte. 
Zusammengestellt  vom  Verfasser  des  „Altdeutscher  Witz  und 
Verstand“  (Flork)  Bielefeld  und  Leipzig.  Verlag  von  Vel- 
hagen  & Klasing.  1878.  12'*.  XVI,  201  S.  (Mk.  4 — .)  (2  Mk., 
Hfz.,  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1902.) 

Sammlung  von  Anekdoten  in  Prosa  und  Poesie. 

Unnumer.  Expl.  auf  deutschem  Büttenpap.  der  „Aus- 
gabe der  Kabinetsstücke“.  12°.  (6  Mk.,  unbeschn.  im  Orig.- 
Umschh,  Leo  Liepmannssohn,  Berlin,  1906;  5 Kr.,  Gilhofer 
& Ranschburg,  1910.) 

Numer.  Expl.  der  breitrandigen  Liebhaberaus- 
gabe auf  holländ.,  stärkerem  Büttenpap.  der  „Ausgabe  der 
Kabinetsstücke“.  (15  Mk.,  unbeschn.  im  Orig.-Umschl.,  die 
vorige  Firma,  1906.) 

SCHWANKBUCH,  Deutsches.  — Alte  deutsche  Fast- 
nachtsspiele. Zwei  deutsche  (zahme)  Hausbücher. 
Hrsg,  von  Bernhard  I h r i n g e r.  Einband-Zeichnung  von  Botho 
Schmidt.  Stuttgart,  Rob.  Lutz,  1911.  8®.  (Gebd.  je  Mk.  3 — .) 
SCHWANKERZÄHLER,  Deutsche,  des  XV.  bis  XVI  1. 
Jahrhunderts.  Heinrich  Bebels  Facetien,  hrsg.  von 
Karl  Amrain,  s.  Bebel,  Heinr. 

Histor.  Quellenschriften  zum  Studium  der  .A.nthropophy- 
teia  ....  hrsg.  v.  Dr.  Friedr.  Krauss.  Bd.  II. 


Schwantz — Schwarm 


249 


SCHWANTZ  der  Wahrheit,  Der,  aus  dem  Frantzös. 
übersetzt.  Hamburg  b.  Chr.  Jac.  Fritsch.  8°. 

O.  M.  V.  1732.  G 3 a. 

SCHWARM,  Dr.,  von  Hummelsbach.  — Eine  schone 
(sic !)  kurtzweilige  Fassnachts  Predigt  von  dem 
Doctor  Schwarm  von  Hummelssbach  etc.  Item  ein  Gesprech 
von  Tauke  Sägers  vnd  Walpe  Platerlein  zweyen 
Schwestern.  Item  ein  Lied  von  Linckus  vnd  Lec- 
kus.  O.  O.  u.  J.  (XVI.  Jahrh.)  8'’.  (In  Darmstadt.)  i Bog., 
unpaginirt.  Rarissime. 

SCHWARM,  Dr.,  von  Hummelshagen.  — Ein  Kurtz- 
weilige / Fassnacht-Pre-  / dig  vom  Doctor  Schwar- 
/ rnen  zu  Hiimmelshagen,  auff  Grillenberg  vnd  Lappeneck. 
//  Ist  lustig  zu  gebrauchen  bey  dem  / Deponiren,  Hoblen 
vnd  Hänsslen. 

Gedruckt  auffs  zukünfftig  New  Jar  / 

Da  wenig  Geld  / Lieb  vnd  Trew  war. 

Auch  fromme  Weiber  nicht  viel  zu  finden  / 

Im  Land  oben  vnd  vnden  / vorn  vnd  hinden. 

O.  J.  (XVI.  Jh.)  8».  4 Bll.  Rarissime. 

§ * Dasselbe,  in  Scheible’s  „Kloster“.  Bd.  1.  Stutt- 

gart 1848.  8°.  S.  140  ff. 

§ * Dasselbe  (Neudruck),  titulo : Swarmvs  spvr- 

ca  loqvens.  Ein  Kurtzweilige  Fassnacht-Pre- 
dig  vom  Doctor  Schwärmen  zu  Hummelshagen.  Hrsg,  von 
Th.  G.  V.  Karajan.  O.  O.  u.  J.  (Wien  1851).  Kl.  S».  6 Bll. 
(12  Mk.  Adolf  Weigel,  1908.)  (Auch  in  Leipzig,  Bibi.  d. 
Börsenvereines  f.  d.  d.  Buchh.) 

Sehr  seltener  Privatdruck,  nur  in  100  Expll.  hergestellt. 

Dasselbe,  tit. : Schwarm  von  Hummelshan.  — 

Eine  schöne  kurtz-  / weylig  Fassnacht  Pre- 
digt,/Von  Doctor  Schwarm,  von  ! Hummelsshan.  (Hlzschn. : 
Doctor  Schwarm  im  Narrenkleid.)  O.  O.  u.  J.  8°.  (Wien  1851). 
4 Bll. 

Karajan’s  Neudruck  von  1851  nach  einer  andern  Aus- 
gabe. Cfr.  Maltzahn  p.  909  no.  1280. 

SCHWARM,  D.,  Meigenkiker  von  Hum'elshan.  — 
Zweene  lustige  kurtzweilige  Schwencke,  der 
Erste : wie  ein  Päbstischer  Pfaff  den  Seegen  der  Heiligen 
durchs  gantze  Jahr  gerühmet.  Der  Ander:  so  in  einer 
kurtzweiligen  Fastnachts  Predigt,  jetzund  vorgebracht 
durch  — . Gedruckt,  Eben  da  ein  jeder  was  neues  haben  will. 
O.  O.  u.  J.  (ca.  1650).  KI.-80.  8 ungez.  Bll.  — Theils  in 
Versen.  Höchst  selten!  (5  Mk.  Oswald  Weigel,  1904.) 


250 


Schwartenmaier — Schwartzenberg 


SCHWARTENMAIER,  Zacharias  (ps.),  Schauderhafte 
Räubergeschichte.  1848. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  508. 

SCHWARTZE,  C.,  Heinrichs  Abenteuer  in  Europa 
u.  Afrika.  Berlin,  1831.  8°.  XVI  u.  304  SS. 

R.  Zinke’s  Dresdner  Novbr.-Auct.  1905,  no.  1279.  — Selten  1 

Rudolph  Walter’s  merkwürdige  Schicksale 

und  kleine  Erzählungen.  Ebd.  1834.  8°. 

304  SS.  Nicht  in  den  Handel  gelangt.  Walther’s  Schicksale 
(galante  Garnisonsabenteuer  während  d.  deutsch-französ.  Cam- 
pagne 1791  u.  ff.)  von  besonderem  Interesse.  (Cfr.  Kühl,  Cat.  4. 
[c.  1882].  no.  453,  defektes  Ex.,  2^/2  Mk.) 

S.  auch  Berlin. 

* SCHWARTE,  Chrn.  (Hausvoigt  zur  Mümmel  [=  Memel]  in 
Ostpreußen).  — Christian  Schwartzen  MUS^  TEUTONICyE, 
Oder  Weltliche  Lieder  und  Liebes-Getichte,  Als 
Des  ersten  Theils  seiner  Poetischen  Wercke, 
Anderes  Buch,  In  Melodeyen  gebracht  von  Johann 
Albrecht  S c h o p e n.  Königsberg,  Gedruckt  bey  Friderich  Reus- 
ners,  Sr.  Königl.  Majest.  und  Acad.  Buchdruckers,  Erben. 
QU.-40.  Große  Seltenheit!  (In  Berlin:  Yk  806.) 

6 Bll.  Vorst.,  74  numer.,  13  nicht  num.  Bll.  Text,  durch- 
weg mit  Musik,  u.  i Bl.  Reg.  — Dedic.  an  den  Kron- 
prinzen Friedrich  Wilhelm  in  Preußen  (in  V'ersen) 
u.  die  Vorrede  ist  dat.  Mümmel  20.  Dec.  1705. 

Die  Lieder  sindgroßenTheils  erotisch,  einige 
obscoen,  z.  B.  An  seine  verlöffelte  Melinde  S.  2.  — Ueber 
der  Amaranthen  schöne  Brüste  S.  3.  — Als  er  seiner  Melinden 
Brust  geküsset  hatte  S.  4.  — Ueber  die  Schönheit  seiner  Stra- 
tonica  S.  6.  — Als  seine  Doris  sich  mit  Etlichen  zu  gemein 
machte  S.  9.  — Die  eingeschlaffene  Dorimene  S.  13.  — Schertz- 
oder  Brunst-Geticht  S.  37.  — Ueber  der  Melinden  reiffe 

Schönheit  S.  49.  — Brunst-Geticht  S.  56.  — Schertzhaffte  Liebes- 
Kuppeley,  zwischen  der  Melinden  und  dem  Belliflor,  durch 
die  Silene,  als  Kupplerin,  zu  wege  gebracht  (auf  26  Seiten 
am  Schluß). 

Man  muß  sich  billig  wundern,  wie  der  Verf.  diese  üppi- 
gen Venuslieder  dem  Kronprinzen  zu  widmen  sich  er- 
dreisten konnte. 

SCHWARTZENBERG,  Joh.  v.  — Eyn  Schöner  Sendt- 
b r i e f f / des  wolgepornen  vnd  Edlen  / herrn  Johannsen, 
Herrn  zu  Schwartzenberg,  An  Bischoff  /zu  Bamberg 
aussgangen,  darinn  er  treffenliche  vnd  / Chris- 
tenliche  vrsachen  anzeygt,  wye  vnd  warumb/ 
ehr  seyne  Tochter  auss  d.  Closter  daselbst/ 
(zum  Heyligen  Grab  genant)  hin  / weg  gefürt. 
Vn  wider  vnter  / sein  vetterlichen  schütz  / vnd  oberhandt  ' 
zu  sich  genomen  hab.  / Ein  vorred  darin  die  Munch  / yhres 
zukunfftigen  vn-  / tergangs  erinnert,  vnd  erstlich  ge-  / warnet 


Schwarz 


251 


werden.  / Andreas  Osiander.  / Nurenberg.  / Anno.  M.D.XXiüj. 
(1524.)  / IO  Bl.  Rariss.  (20  Mk.  H.  Kerler,  Ulm,  1912.) 
SCHWARZ,  J(oh.)  L(udw.)  (Stadtgerichts-Direktor  zu  Halle, 
geb.  zu  Halberstadt  6.  Febr.  1759),  Ahdim.  Eine  (stellenw. 
etw.  freie)  morgenländische  Erzählung  (in  9 Gesängen).  Mit 
I pikant.  Titelkpf.  (H.  Lips  inv.  & fec.).  Berlin,  1796.  bei 
Friedr.  Vieweg,  d.  ält.  Kl.  8°. 

TKpf.,  6 Bll.  Vorst,  270  S.  Antiqua-Druck.  — Die  poet. 
Widmung  ist  an  die  Litterar.  Gesellschaft  zu  Halberstadt, 
deren  Mitgl.  Vf.  war,  gerichtet.  — Die  ersten  vier  Gesänge 
dieser  ursprüngl.  auf  12  Gesänge  angelegten  Dichtung  standen 
c.  1790  bereits  im  „Deutschen  Museum“.  — Selten! 

Dasselbe.  Neue  Aufl.  Ibid.  1796.  12O.  (3/4  Rthl. ; Velinp. 

1V3  Rthl.) 

Engelmann  1837,  p.  385. 

(der  Vorige??)  System  einer  unvernünftigen 

P o 1 i z e y.  Hrsg.,  mit  Anmerkgn.  erweitert  u.  einem  Sachreg. 
versehen.  (Motto:  - - Quid  rides?  mutato  nomine  de  te  Fabula 
narratur.)  Basel,  bey  J.  Decker,  1797.  8°.  (3  Mk.,  Tit.  ge- 
stemp.,  Adolf  Weigel,  1908.) 

151  S.  Beobachtungen  von  Polizeigebrechen  aus 
verschied.  Städten.  Wenig  bekannt  u.  rar!  In  d.  Vorr. 
heisst  es : „Die  Polizey  hat  das  mit  der  Medizin  u.  der 
Kindererziehung  gemein,  dass  jeder  sich  berufen  glaubt,  darin 
zu  pfuschen,  vermuthlich,  weil  die  Gebrechen,  mit  deren  Hei- 
lung sie  sich  beschäftigen,  die  Menschheit  so  nahe  angehen.“ 

Handelt  u.  a.  in  humorist.-satyr.  Weise  über  öffentl.  Ab- 
tritte, Austern,  Bettelei,  Caviar,  Cervelatwürste,  Chokolade, 
Dinstmägde  (so !),  Frauenhäuser,  Gassenkoth,  G e - 
burtshülfe,  Geschlechtstrieb,  Hazardspiele,  Hoch- 
zeiten, Juden  etc.  etc. 

Vgl.  Hayn,  Hugo,  Thesaurus  libror.  Phil.  Pfister,  Mona- 
censis.  München  1888,  no.  2635. 

SCHWARZ,  Lizzie  (ps?).  Auf  schiefer  Bahn.  Halbwelt- 
roman. (19**.)  2 Mk.  50  Pfg.  od.  3 Kr.  Willy  Schindler, 
Pressburg,  ohne  nähere  Angabe.) 

SCHWARZ,  Berthold,  der  Pulver-Erfinder. 
Schlussstück  zu  (Klinger’s)  Fausts  Leben,  Thaten 
und  Höllenfarth  [sic !].  Erster — Zweyter  Band.  Mit  einem 
Titelkupfer.  Mainz  und  Hamburg,  bey  Gottfried  Vollmer,  1801. 
8®.  (2)  -|-  333  S.  und  (2)  -|-  244  S.  Sehr  rar!  (Jos.  Baer  & Co., 
Frf.  a.  M.,  Novbr.-Auct.  1912,  no.  1424:) 

Anscheinend  gänzlich  unbekannt. 

SCHWARZ  auf  Weiss;  eine  Wochenschrift  (hrsg. 
von  Joh.  Wenzel  Leop.  Thaddäus  Hann).  Grätz,  o.  J.  (c.  1780). 

Anon.-Lex.  IV.  p.  59  (nach  Meusel).  — Sehr  selten! 
SCHWARZ-NORBERG,  Eleanor  v.  (in  Wien,  geb.  in  Cöln 
25.  Juni  1848),  Ein  Frauenliebling.  Roman.  3 Bde. 


252 


Sch  warzbach—Sch  weden 


Leipzig  1883.  8°.  (Mk.  12 — .)  (i  Mk.  80  Pfg.  in  e.  anon. 

Cat.) 

Gefährliche  Verbindungen.  Zeit-Roman.  2 Bde. 

Ebd.  1885.  8'’.  (Mk.  8 — .)  (i  Mk.  20  Pfg.,  wie  vorhin.) 

(d.  Vorige??)  Leben,  Meinungen  und  Wirken 

der  Witwe  Wetti  Himmlisch.  1907. 

Das  moderne  Ehesträflingthum.  1908. 

Die  beiden  ersten  Romane  sind  in  Kürschner’s  Lit. -Kalender 
f.  1908  nicht  verzeichnet. 

SCHWARZACH  a.  Rhein,  Abtei.  — Aktenmässiger 
Unterricht  in  Sachen  P.  P.  Paul  Keim  und  Beda 
Dilg  Religiösen  der  Abtei  Schwarzach  am  Rhei- 
ne wider  die  44  Aebte  der  s t r a s s b u r gi  s c h e n be- 
nediktiner  Kongregation  und  besonders  den 
Herrn  Anselm  Gaukler,  Prälaten  zu  Schwar- 
ach. Rastatt  1782.  Folio.  204  S.  Sehr  rar!  (9  Mk.  A. 
Bielefeld,  Carlsruhe,  1883;  jetzt  theurer!) 

204  S.  Manche  Skandalgeschichte.  Eine  Dirne 
mit  dem  Laienbruder  Joh.  Weiss  in  des  Priors  Zimmer  in 
der  Nacht  ertappt  — protokollmässig  medergeschrieben. 

SCHWARZBURG  - Rudolstadt.  — Des  Fürsten  Jo- 
hann Friedrichs  zu  Schwartzburg  . . . . Gesinde- 
Ordnung.  Anno  1749.  4°.  16  S.  (i  Mk.  50  Pfg.  E.  Frens- 
dorf f,  1908.) 

— — DesFürstenJohannFriedrichs  zu  Schwartz- 
burg Verlöbniss-,  Hochzeit-,  Kindtaufs-  und  Begräb- 
niss  - O r d n u n g.  Anno  1749.  Rudolstadt.  4“.  38  S.  (4  Mk. 
der  Vorige.) 

SCHWARZKOPF,  Gustav  (in  Wien,  geb.  ebd.  7.  Novbr.  1853), 
Die  Bilanz  der  Ehe.  Novellistische  Studien.  2 Bde. 
(Bd.  I:  Passiva.  — Bd.  H;  Dubiosa.)  Dresden  1886.  8^.  (Eleg. 
Lwdbd.  7,20.)  (3  Kr.  80  H.  A.  H.  Huber,  Salzburg,  1808.) 
SCHWARZROCK,  Jeremias,  Pfarrer  zu  Harthausen, 
und  sein  Kaplan  über  Tisch....  (von  Paul  Wein- 
berger). O.  p.  1805. 

Anon. -Lex.  IV.  p.  59  (nach  Meusel).  — Selten! 
SCHWEDEN.  — Anekdoten,  Schwedische,  nebst 
der  Reise  der  Schwedischen  Königin  im  Grund- 
riss (von  Friedr.  Christian  Ritter).  Hamburg  1773. 

Anon. -Lex.  I.  p.  58  (nach  Meusel,  Schröder,  Kayser),  wo 
„Könige“  (?). 

Bülow,  V.,  Am  Hofe  der  Königin  Christine 

von  Schweden.  (=  Das  Weiberregiment  an  den 
Höfen  Europas  in  den  letzten  3 Jahrhunderten. 
Bd.  2.  Berlin  1900.  8°.) 


Schweden-Schweiger 


253 


Charaktere  u.  Anekdoten  vom  schwed- 
ischen Hofe.  Aus  d.  Engl,  (des  A.  Friede.  RisteL)  m.  An- 
merk. vom  Prof.  (Aug.  Ferd.)  Lue  der  in  Braunschw.  Braun- 
schweig, in  der  Schulbuchhdlg.  1790.  Gr.  8^.  (In  Fürstenstein, 
Reichsgräfl.  v.  Hochberg’sche  Majoratsbibi.;  auch  in  Schaff- 
hausen.) (2/3  Rthl.  Scheible,  vor  1875;  8 Mk.,  unbeschn.,  Max 
Harrwitz,  Berlin,  c.  1903:) 

4 Bll.  u.  406  S.  Schilderungen  eines  Augenzeugen 
der  Begebenheiten  von  1772 — 89.  Enth.  zahlreiche  Biogra- 
phieen  von  schwed.  Grossen,  von  Hofdamen  etc.  Viel  Hof- 
klatsch. 

Orig.:  Characters  and  Anecdotes  of  the  Court 
of  Sweden.  2 vols.  London  1790.“  8*^. 

Anon.-Lex.  VI.  p.  123  (nach  Bygddn,  Svenskt  anon.  och 
pseud.  lex.  Upsala  188  ff.  I,  u.  dem  Cat.  genannter  Majorats-Bibl. 
VI,  246). 

Liebes-  u.  Helden-Geschichte  des  schwed- 
ischen Hofs.  Cölln,  P.  Marteau,  1707.  8°.  Höchst  sel- 
ten! (9  Mk.  Ludw.  Rosenthal,  1906.) 

Bibi.  J.  J.  Schwabii  II;  Weller,  fing.  Dr. 

Liebesgeschichte,  Schwedische,  oder  d i e 

Begebenheiten  des  Bretagne,  eines  Französ- 
ischen von  Adel,  in  Schweden;  Nebst  einer  Beschreib- 
ung des  prächtigen  königlichen  Lustschlosses  Dröttningholm 
und  der  daselbst  befindlichen  kostbaren  Schildereyen.  Stock- 
holm u.  Leipzig,  Verlegts  Gottfried  Kiesewetter,  1745.  8°. 

(In  Dresden:  Lit.  Germ.  rec.  C.  910.) 

Tit.,  3 Bll.  Vorr.,  unterz. : Telimantes,  und  240  S.  Laut 
Vorrede  war  der  Verf.  ein  geborner  Schwede.  Theil- 
weise  etwas  freien  Inhalts.  — Rar!  Der  Pseud.  nicht  bei 
Weller. 

§* Nachrichten,  Geheime,  vom  Schwedi- 

schen Hofe  und  von  denen  in  selbigem  Reich 
vorgefallenen  Veränderungen  unter  Regierung 
Carls  XI.  (1660 — 97).  Auß  d.  Frantz.s.  (des  Jesaias  Pufen- 
dorff,  Bruder  des  Samuel  P.)  genandt  Anecdotes  de  Suede 
übers.  Cölln.  P.  Marteau  (Hamburg,  Sam.  Heyl)  1716.  8®. 
(In  Berlin:  Ua  204  no.  3;  in  München:  Hist.  sept.  147.) 

Vgl.  O.  M.  V.  1717.  G4a.,  wo  wirklicher  Druckort. 

Orig,  (in  Berlin:  Ua  6610):  (Esaie  Pufendorff ) : Les 
anecdotes  de  Su^de  ou  l’histoire  secr^te  des  changements 
arrivez  dans  la  Sufede.  Sous  le  rögne  de  Charles  XI.  La 
Haye,  ä I’Enseigne  de  I’Apötre  St.  Bartelemy.  (Ulm)  1716. 
S''.  — Stockholm  (Amsterd.)  1716.  8®.  — Cassel  1718.  8*^. 

(Weller,  fing.  Druckorte  I.  p.  68.) 

SCHWEIGER-LERCHENFELD,  Amand.,  Frhr.  v.  (geb.  17.  Mai 
1846  zu  Wien,  f das.  im  Spital  d.  barmherz.  Brüder,  Ende 
Aug.  1910),  Das  Frauenleben  der  Erde.  Mit  200 


254 


Schweiger — Schweinichen 


Holzschnitten.  Wien,  Pest,  Leipzig  i88i.  Lex.-80.  (Mk.  13,50.) 
(In  Hannover,  Stadtbibi.) 

Frauenreiz.  Licht-  und  Schattenbilder  aus 

dem  modernen  Frauenleben.  Wien,  Hartleben,  1900. 
Lex.-8o. 

Von  diesem  Lieferungswerk  wurde  Heft  7 verboten 
V.  L.-G.  Wien,  20.  XI.  1900.  § 516.  Nach  Weglassung  der 
„beanständeten“  Stellen  gelangte  eine  neue,  jedoch  nicht  als 
solche  bezeichnete  Aufl.  (die  folgende)  allein  in  den  Handel. 
• — — Dasselbe.  Mit  254  Abbildgn.  nach  F.  Gar  eis.  E. 
Pendl,  Prof.  Seligmann  u.  a.  Leipzig  1902.  40.  (Eleg. 
Orig.-Prachtbd.  Kr.  24 — .)  (12  Kr.,  wie  neu,  Vict.  Eytelhuber, 
Wien,  1904;  15  Mk.  Origbd.,  O.  Rauthe,  1909.) 

— — Die  Frauen  des  Orients  in  der  Geschichte, 
in  der  Dichtung  und  im  Leben.  Mit  1 1 1 farbigen, 
15  schwarzen  Vollbildern  und  338  Abbildungen  im  Text.  Wien, 
Hartleben,  1904.  Lex.-S®.  (Hocheleg.  Origbd.  Kr.  36 — .)  (24  Kr. 
Vict.  Eytelhuber,  1905;  30  Mk.  O.  Rauthe,  1909.) 
SCHWEIGHAUSEN,  Vincenz  v.,  s.  Geschichte  von  der 
Oberländischen  Zizania  . . . . 

§*  SCHWEINICHEN,  Ritter  Hans  v.  (1552—1616).  — 
Lieben,  Lust  und  Leben  der  Deutschen  des  16. 
Jahrhunderts  in  den  Begebenheiten  des  Schles- 
ischen Ritters  Hans  von  Schweinichen,  von 
ihm  selbst  aufgesetzt.  Hrsg,  von  (J.  G.)  Büsching. 
3 Thle.  Breslau  u.  Leipzig,  Jos.  Max  u.  Comp.,  1820 — 1823. 
Gedruckt  mit  Hilfe  des  Vereins  für  Schlesische  Geschichte 
u.  Alterthümer.  8°.  (Auch  in  Dresden  u.  in  Hannover,  Stadt- 
bibi.) 

Geschätzte  Originalausgabe  dieser  berühmten,  für  das  Leben 
des  Adels  und  für  deutsche  Culturgeschichte  des  X\"I.  Jahrh. 
gleich  wichtigen  Denkwürdigkeiten. 

XIV,  401,  VIII,  364,  VIII,  325  S.  80.  (24  Mk.  Bernh. 
Liebisch,  1903;  30  Mk.  E.  Frensdorff,  1903;  45  Mk.  C. 
G.  Boerner,  Lpz.,  1905.) 

Dasselbe.  Neue  (Titel-) Ausgabe.  Leipzig,  Brockhaus, 

1823.  80.  (40  Mk.  Max  Harrwitz,  1906;  50  Mk.,  Bd.  2 von 
d.  I.  Ausg.,  1822,  Adolf  Weigel,  1906:  schönes  unbeschn. 
Expl.;  38  Mk.  Emil  Hirsch,  München,  1907.) 

Dasselbe.  (Wortgetreuer  Neudruck  der  Original- Aus- 
gabe.) 3 Bde.  Ebd.  1898.  80.  Imit.  Büttenpap.  (9  Mk.  R. 
Kaufmann,  Stuttgart,  1898.) 

-Leben,  Lieben  u.  Thaten  eines  deutschen 

Ritters  aus  dem  16.  Jahrhundert.  Nach  den  Auf- 
zeichnungen des  Ritters  erzählt  v.  Aug.  D i e z m a n n. 
Mit  e.  Anhang:  Leben  u.  Thaten  des  Götz  v.  Berlichingen ; 


Schweinichen 


25s 


von  ihm  selbst  erzählt.  2 Bde.  Leipzig  1868.  8°.  (6  Mk.  Max 
Harrwitz.) 

Bibliothek  der  besten  Werke  des  18.  u.  19.  Jahrhunderts. 
Th.  XV— XVI. 

Des  schlesischen  Ritters  Hans  von  Schwei- 
nichen abenteuerlicher  Lebenslauuf.  Nach  des 
Ritters  eigenen  Aufzeichnungen  wieder  erzählt  von  Ernst 
Leist  ner.  Mit  8 Bildern.  Bielefeld  und  Leipzig  1878.  12°. 
(Mk.  4 — .)  (2I/2  frcs.  Rudolphi  & Klemm,  Zürich,  1884;  i Mk. 
Th.  Kampffmeier,  Berlin,  1887.) 

§ * — — Denkwürdigkeiten  von  Hans  von 
Schweinichen.  Hrsg,  von  Herrn.  Oesterley.  Bres- 
lau, Koebner,  1878.  Gr.  8°.  (Auch  in  Dresden.)  (Mk.  12 — .) 
(5  Mk.  Bernh.  Liebisch,  1903;  8 Mk.  50  Pfg.,  wie  neu,  Adolf 
Weigel,  1906.) 

Junker  Hans  von  Schweinichen,  Fahrten 

und  Lieder  eines  fröhlichen  Gesellen  von  Julius 
Gesellhofen  (d.  i.  Jul.  Fischer).  Breslau  1884. 

Des  schlesischen  Ritters  Hans  von  Schwei- 
nichen eigene  Lebensbeschreibung,  hrsg.  von  Ernst 
V.  Wolzogen.  Leipzig,  Albert  Unflad,  o.  J.  (1885).  8°.  XH 
—244  S.  (Mk.  2, 40.)  (i  Mk.  50  Pfg.  W.  Koebner,  Breslau, 
1887;  I Mk.  50  Pfg.  Gust.  Fock,  Lpz.,  1907.) 

■ Schweinichen,  Hans  v.,  Merkbuch.  Zum  ersten 

Mal  hrsg.  von  K.  W u t k e.  Berlin  1895.  8'’-  Dresden.) 

Deutsches  Bürgerthum  u.  deutscher  Adel 

im  16.  Jahrhundert.  Lebenserinnerungen  des 
Bürgermeisters  Bartholomäus  Sastrow  u.  des  Ritters  Hans 
von  Schweinichen.  Bearb.  v.  D.  M.  Goos.  Hamburg 
1907.  8°.  (Kr.  6—.)  (4  Kr.  Gilhofer  & Ranschburg,  1908; 

4 Mk.  75  Pfg.  B.  Liebisch,  1907.) 

Die  Taten  und  Fahrten  des  Ritters  Hans 

von  Schweinichen.  Hrsg,  von  H.  Conrad.  2 Thle. 
München  1910.  8°.  (15  Mk.,  Orighfz.,  Rossberg,  Lpz.,  1910.) 

Schöner  Neudruck  von  800  Expll. 

„Was  uns  Hans  von  Schweinichen  in  seiner  Lebensbeschreib- 
ung zu  sagen  hat,  das  sagt  er  als  ein  biederer  deutscher  Mann 
seiner  derben  Zeit,  naiv  und  mit  vollen  Händen  die  Gabe  seines 
köstlich  urwüchsigen  Humors  ausstreuend.  Ein  deutscher 
Schlesier,  schon  voller  Schulden  zur  Welt  gekommen, 
fährt  er  froh  und  leichten  Sinnes  mit  seinem  Herzog  Hein- 
rich XI.  von  Liegnitz  durch  die  Lande,  ohne  Geld,  immer 
auf  Borg  bedacht  und  nie  verdrossen,  wenn  das  Borgen  wie 
zumeist  fehlschlägt.  Uebermütige  Streiche  und  eine  unerschütter- 
liche Trinkfestigkeit  lachen  uns  aus  diesen  Blättern  entgegen.“ 
(Aus  d.  Prospekt.) 


256 


Schweiz 


SCHWEIZ.  (Allgemeines  u.  Vermischtes.)  — Aargau  — Klö- 
ster, Die  Aargauischen,  und  ihre  Ankläger. 
Eine  Denkschrift  (von  Friede,  Eman.  Harter).  O.  O.  (Schaff- 
hausen) 1841.  (In  Aarau,  Cantonsbibl.) 

Anon.-Lex.  II.  p.  364. 

§ K 1 o s t e r k r ä p f 1 e i n , aus  aargauischen 

K 1 o s t e r g e w ä n d e r n gesammelt  von  3 verwahr- 
losten Klosterstudenten.  Verlag  von  J.  Zehnder  b. 
Baden.  1841.  8°.  IV — 64  S.  (In  München:  H.  mon.  631,7.) 
(i  Mk.  50  Pfg.  Rieh.  Bertling,  Dresden,  1888.) 

Enth.  62  stellenweise  derbe  Anekdoten. 

K 1 o s t e r p r e d i g t , Schweizerische,  ein 

Stossseufzer  des  P.  Theodosi  über  die  Aufheb- 
ung der  Klöster  im  Aargau.  Muri  und  Wettingen  (Jenni 
Sohn  in  Bern).  1840. 

Weller,  fing.  Dr. 

K 1 o s t e r g r u p p e.  Aargauische,  einge- 
brockt von  einer  gefühlvollen  Seele.  Mit  Titelbild. 
Gedruckt  auf  Kosten  der  Marianischen  Brüderschaft  1841.  8°. 
Seltenes  derbes  Gedicht.  8 Bll.  (i  Mk.  25  Pfg.  B.  Seligsberg, 
Bayreuth,  1906.) 

Achleitner,  Arthur  (München,  Prof.,  Geh.  Hofrath, 

geb.  in  Straubing,  16.  Aug.  1858),  Amor  im  Hochland. 
Liebesbilder  aus  den  Alpen.  Leipzig,  o.  J.  8°. 
(Mk.  5 — .)  Zahm.  (2  Mk.  50  Pfg.  Paul  Alicke,  Dresden,  1908.) 

Ansichten  der  westlichen  Schweiz.  Mit  flüch- 
tigen Reisebemerkungen  über  den  Oberrhein,  von  H.  L.  W . 
Dresden  1808.  in  der  Arnoldischen  Buchhandlung.  80.  Selten! 

IV  (Tit.  u.  poet.  Widm.),  201  S.  Mit  pikanten  Sitten- 
schilderungen, u.  a. : Der  Kiltgang,  S.  6 — 74 ; Basel, 
S.  51 — 63;  Bern,  S.  90 — 142  (dabei:  Libertinage  zur 
Franzosenzeit),  S.  138/42. 

Bouflers,  Des  Ritters  (Stanilas  - Jean)  von  (1737 — 

1815),  kleine  S c h w e i z e r r e i s e und  ein  paar  seiner 
romantischen  Erzählungen.  Nebst  dem  Frag- 
menteines BriefesüberdieAltsittenderSchwei- 
zer  in  den  Gebürgen.  Geschrieben  im  J.  1751  im  Geiste 
des  Ritters  von  Bouflers.  Genf  1789.  8“.  (2  Mk.  Jul.  Neu- 
mann, Magdeb.,  1906.)  Selten! 

Briefe,  Gestohlene,  von  und  über  Männer, 

Weiber,  Priester  und  Soldaten  aus  der  Revo- 
lutionszeit in  Helvetien.  Mit  einem  pikanten  Kpf.  v. 
Schellenberg.  St.  Gallen  1801.  8°.  368  S.  (2  fr.  50  cts. 
H.  Georg,  Basel,  1874;  3 Mk.  50  Pfg.  Kühl,  Berlin,  c.  1882.) 


Schweiz 


257 


Briefe,  Vier,  an  die  Athener  an  der  Limmat, 

Zürich  1880.  8°.  (In  Amsterdam,  Bibi.  Gerritsen.) 

Auf  Prostitution  bezüglich. 

Die  Ehescheidung.  Eine  S c h w e izer  - S c e n e 

aus  der  neuesten  Geschichte.  Zürich  1793.  8°.  (In 
Zürich,  Stadtbibi.)  Selten! 

Götz  (ps.).  Der  Herrenspiegel  oder  Gaunerei 

und  Arbeit.  Schweizerroman  aus  der  neuesten 
Zeit.  2 Bdchn.  Freiburg,  Literar.  Gesellsch.,  1852.  — A.  E.: 
Druck  von  Steph.  Born  in  Murten.  K3.  8°.  (6  Mk.  50  Pfg. 
Scheible,  Anz.  75.)  Vergriffen! 

Auf  die  Schweizer  Prostitutions-V  erhältnisse 
bezüglich,  theilweise  anstößig.  152  u.  157  Seiten. — Weller,  Lex. 
Ps.  p.  231. 

Hartmann,  A.,  Kiltabend-Geschichten.  2 

Bdchn.  Mit  (45-I-41)  Illustr.  (Text-Holzschn.)  v.  F.  Walt- 
hard  u.  E.  Rittmeyer.  Bern,  Jent  & Reinert,  o.  J.  (Die 
Vorr.  dat.  Solothurn,  Aug.  1852  u.  Okt.  1854).  8°.  (2  Rthl. 
6 Sgr.)  (i  Mk.  50  Pfg.  Ludw.  Bamberg,  Greifswald,  1892.) 
i:  VI — 209  S.,  I Bl.  Inh.:  i.  Karlidürsen  Joggi’s  Liseli. 
2.  Der  Heuet  auf  dem  Nesselhof.  3.  Der  Erdäpfelteufel. 
4.  Schweizerisches  Soldatenleben.  5.  Dursli,  der  Auswanderer. 
6.  Der  Heimathlose. 

2:  3 Bll.,  217  S.,  I Bl.  Inh.:  i.  Aenneli  von  Siebenthal. 
2.  Peterli,  der  verlorne  Sohn.  3.  Der  verlassene  Bau.  4.  Der 
Lumpenkübler  u.  sein  Haus. 

* HEUTELIA  (=  Helvetia),  Das  ist:  Beschreibung 

einer  Reiß,  so  zween  Exulanten  durch  Heute- 
liam  gethan,  darinn  verzeichnet,  i.  Was  sie  denckwürdig 
gesehen  vnd  in  obacht  genommen,  so  wol  in  Geistlichen  als 
Weltlichen.  2.  Was  sie  für  Discursen  gehalten.  3.  Was  ihnen 
hin  und  wider  begegnet.  (Vf. : Jac.  Qraviseth  von  Landeck, 
Herr  zu  Liebegg,  u.  W.  Breitschwerd.)  Gedruckt  im  Jahr 
nach  Christi  Geburt  M.  DG.  LHX.  (1658.)  O.  O.  (Ulm.) 
(Nebst  curiosem  Kupfertitel.)  8°.  (In  Berlin:  Yu  4991.) 
(Auch  in  Aarau,  Nürnberg  [Stadtbibi.],  Stuttgart,  Marburg, 
Univ.-Bibl.  [XVI.  C.  588]  und  im  British  Museum.)  (6  Mk. 
Frdr.  Kdüber,  München,  1905;  10  frcs.  W.  Hausknecht,  St, 
Gallen,  1904;  2 Mk.  L.  Rosenthal,  1906:) 

6 Bll.  Vorst,  (incl.  2 Bll.  „clavis  Heuteliffi“),  297  S.  Im 
Schlüssel  werden  hauptsächlich  süddeutsche  u.  Schweizer  Orte 
genannt,  z.  B.  Bamberg,  Strassburg,  Würzburg,  Constanz,  Genf, 
Zürich,  Bern  u.  s.  w. 

Vogt,  Cat.  libr.  rar.  Ed.  IV.  Hamb.  1753.  p.  343 — 44, 
Perrarus  est  & curiosus  hic  Liber  morbos  varios  Reipublic^ 
iibere  at  satyrice  indicans.  (Vid.  Bibliotheca  Historica  Struvio- 
Buderiana  p.  1311.) 


Hayn,  Bibi.  Qermanor.  erot.  VII 


17 


238 


Schweiz 


Vgl.  Haller,  Bibi.  d.  Schweizergesch.  5,  367  no.  1195. 
— Der  Cat.  der  Aargauer  Cantonsbibl.  nennt  als  Vf.  nur: 
Franz  Ludw.  Graviseth.  (Vgl.  Anon.-Lex.  II.  p.  283.) 

— ■ — Dasselbe.  Lutetiae  (Ulm)  1658.  (In  Zürich.) 

W e 1 1 e r , fing.  Druckorte,  wo  obige  Ausgabe  ohne  Orts- 
angabe nicht  erwähnt  ist. 

— — (Holder,  Chr.  Gottl.)  Meine  Reise  über  den 
Gotthard,  nach  den  Borromäischen  Inseln  und 
Mailand  und  von  da  zurück  über  das  Val  For- 
mazza,  die  Grimsel  und  das  Oberland,  im  Som- 
mer 1801.  2 Thle.  Stuttgart  1803-4.  8°. 

Enthält  interessante  Sittenschilderungen  über  Italien,  die 
Mailänder  Freudenmädchen  etc.,  auch  interess.  Ein- 
zelheiten über  das  Kiltgehen  in  der  Schweiz.  I:  Tit.  u. 
278  S.  II:  Nebst  Fragmenten  über  die  Schweiz.  Tit.,  187 
S.  u.  Zugabe  i iBl.,  80  S.  Im  Anhänge  zu  Theil  2 Spezielles  über 
die  Prostitution  in  Bern.  — Bemerkenswerth  auch  die 
Uebersetzung  verschiedener  „basia“  des  Johannes  Secun- 
dus  I,  S.  126 — 202,  und  eine  Notiz  über  die  Päpstin  Jo- 
hanna I,  S.  242 — 243 — 

§ — — Lang,  Casp.,  Historisch-theologischer 
Grund-Riss  der  alt-  und  jeweiligen  Christli- 
chen Welt,  bey  Abbildung  der  alt-  und  heutigen 
Christi. -catholischen  Helvetia  und  sonderbahr 
des  alten  cristlichen  (so  1)  Zürichs.  Gründliche  histor- 
isch-theologische Erweisung  wie  mit  der  gantzen  christl. -cathol- 
ischen Welt,  auch  die  gantze  christliche  Helvetia  und  das 
gantze  Schweitzerland  und  die  alte  lebliche  Statt  Zürich  von  der 
Zeit  ihres  ersten  christlichen  Lichts,  bis  aufs  (!)  Martin  Lutter, 
Ullrich  Zwinglin  und  ihre  Anhänger,  kein  andere  christliche 
als  die  heutige  röm.  cathol.  Religion  immer  fort  und  fort  ge- 
glaubt und  geübet  habe.  (So  der  confuse  Titel!)  2 Bde.  Ein- 
siedeln 1692.  Fol.  (12  Mk.  A.  Bielefeld,  c.  1890.)  Rar!  (In 
München:  H.  eccl.  223,  2 voll.) 

Enth.  u.  a.  die  catholisch  Lehr  von  der  wahren  Jungfraw- 
schaft.  — Vermählung  d.  Jungfrawen.  — Lehr  von  d.  Mög- 
lichkeit d.  Jungfrawschafft.  — Von  dem  Rath  der  Keusch- 
heit. — Die  Ehe  ein  grosses  Geheimniss.  — Von  dem  Ge- 
lübte ( I)  ewiger  Keuschheit  etc. 

Meister,  Leonh.,  Fliegende  Blätter  größte  n- 

theils  historischen  und  politischen  Inhalts. 
Mit  Vign.  Basel  1783.  8^.  (5  Mk.  Paul  Graupe,  Berlin,  1911.) 

Von  Vorbeugung  des  Kindermordes.  — Ueber 
den  Spieltisch.  — Die  helvetischen  Schönen  etc. 

Neuerer  (ps.).  Die  fremde  Buhlerinn,  einge- 
führt in  die  Alpen  im  Jahre  1814.  1832. 

Betrifft  Frau  von  Krüdener.  — Weller,  Lex.  Ps. 
P-  383- 


Schweiz 


259 


Phileons  und  Bärenholds  vier  lustige  Feld- 

Lieder.  Mit  Musik.  O.  O.  u.  J.  (1712).  8°.  i Bogen.  (5  Mk. 
O.  Richter,  Lpz.,  vor  1885:) 

Sehr  seltener  Schweizerdruck  aus  der  Zeit  des  T o g g e n - 
burger  Krieges  (1709— 13). 

1.  Die  in  die  Cur  genommene  Jungfrau  Badanella. 

2.  Der  Jungfrau  Badanella  Buhlschaft. 

3.  Die  Abstrafung  des  stolzen  Füchsleins. 

4.  Die  verlohrene  Abbts-Kappen. 


Bärenholds  (12  histor.)  Lustige  Feld- 

Lieder.  Gedruckt  im  Jahr  1712. 

Lied  3 — 12  mitgetheilt  von  Dr.  K.  Braunemann  im 
Archiv  für  das  Studium  der  neueren  Sprachen  und  Litera- 
turen. Hrsg,  von  Ludw.  Herrig.  Bd.  XXXVI 1.  Braun- 
schweig, Westermann,  1865.  8°.  S.  440 — 477. 

— — Prinz  Karnevals  Reise  in  den  Mond;  ein 
schwyzerisches  Zeitbild  (von  W aser).  Schwyz,  o.  J. 
(1898).  (In  Zürich.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  248  (nach  d.  Zuwachsverz.  d.  Bibliotheken 
in  Zürich  1898  ff.). 


— — Schweitzerland,  Das  entlarfte.  Gedruckt  im 
Jahre  1680.  lö^.  Sehr  selten! 

Schweizer-Reise,  Kleine  (von  Joh.  Georg  Heinz- 
mann). Bern  (Heidelberg)  1799. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  61  (nach  Kayser,  Meusel,  Weller). 


Schweizerskizzen  vom  Verfasser  des  Deut- 
schen in  Paris  (von  Aug.  Jäger,  gen.  Schlump).  Leip- 
zig 1838.  (In  Zürich,  Stadtbibi.,  und  im  British  Museum.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  61  (nach  Engelmann  u.  den  Catalogen 
genannter  Bibliotheken). 

Schweitzer-Thal,  Das.  Ein  Familiengemälde  des 

achtzehnten  Jahrhunderts.  1802.  8°.  Selten! 

Stimme  eines  schweizerischen  Bischofes 

über  die  unbefleckte  Empfängniss  der  hl.  Jung- 
frau und  Gottesmutter  Maria....  (von  Pierre 
Joseph  de  Preux).  Solothurn  1855. 

Anon.-Lex.  V.  p.  278  (nach  d.  Bibliogr.  d.  Schweizerischen 
Landeskunde.  Bern  1894  ff.). 

Sulzer,  Heinrich,  Der  Pater  im  Beichtstuhl 

oder  Sündenbekenntnis  einiger  Stände.  — Die 
Frauenzimmervisite.  (Gedichte.)  Winterthur  1830.  8°. 

(3  fr.  50  cts.  Franz  Hanke,  Zürich,  Cat.  96:) 

Selten!  Kam  nie  in  Buchhandel,  sondern  ist  blos  als 
Manuscript  für  Freunde  gedruckt  worden.  — Jetzt 
theurer 1 

Trinkler,  Abt.  — Von  der  schändlichen  Lebensart 

des  Abtes  Trinkler  zu  Kappel  im  Canton  Zürich, 
der  ein  eigenes  SeraiT hielt,  hat  Hottinger  (Hist.  eccl.  vol. 


17* 


26o 


Sch  weiz— Schwer  d 


IX.  p.  305.  u.  Simler’s  Urkunden  zur  Kirchengeschichte  des 
Schweizerlandes,  Bd.  II,  Th.  II,  S.  445)  die  Nachrichten  ge- 
sammelt. S.  ebendas.  V p.  904  die  Erzählung  des  B e b e 1 i u s 
vom  Muth  eines  deutschen  Edelmannes  für  ein  Bauern- 
mädchen, welches  ein  geiziger  Abt  geschwächt  hatte,  und 
ohne  Bezahlung  von  sich  stieß.  Der  Edelmann  forderte  zuerst 
40  Fl.  von  ihm,  und  als  er  sich  dessen  durchaus  weigerte, 
trotzte  er  ihm  endlich  100  FL,  ein  Haus  u.  einen  Meierhof  ab. 
Vgl.  Müller,  Joh.  Geo.,  Reliquien  alter  Zeiten  etc.  Th.  III. 
Lpz.  1806.  8®.  S.  247 — 48. 

Vorstellung  des  Bernerischen  Kirchen- 

und  Erziehungsrathes....  über  die  Wieder- 
einsetzung der  Sittengerichte.  (Vf. ; Franz  Ludw. 
Stephani  u.  Johann  Ith.)  Bern  1800. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  358  (nach  Mensel). 

Warnung  an  die  Bewohner  der  Urkantone 

über  die  Verdorbenheit  unseres  Zeitalters.  (Vf. : 
Gut.)  Schwyz  1835.  (In  Zürich,  Stadtbibi.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  374  (nach  dem  Cat.  genannter  Bibi.) 

Wurmann,  Jacob.  — Bulschafft  der  sich  re- 

presentierenden  Eidtgenössischen  Dam,  welche 
einer  hochlobl.  Eidtgnoschaft  ihre  Herzensgedanken  in  treuen  er- 
öffnet, mit  vermelden,  dass  sie  Ihr  verlobte  tragende  Jung- 
frauschaft gegen  allen  ihren  aussländ.  Buhlen  rein  behalten, 
sich  in  Ehestand  nit  einlassen,  sonder  by  ihrem  bis  dahin 
tragenden  Kranz  ihr  Leib,  Ehr,  Gut  u.  Blut  aufsezen,  darbey 
leben  u.  sterben  wolle.  Mit  Portrait  des  Autors  (Conr.  Meyer 
fec.)  u.  Musi  knoten.  In  Verlegung  Caspar  Wurmanns  von 
Wisendangen,  1676.  8®.  (24  Mk.,  defektes  u.  etw.  braunfl. 

Expl.,  Ludw.  Rosenthal,  1906.) 

Ein  cplts.  Expl.  dieser  raren  allegor.- polit.  Satyre 
besteht  (nach  Weller,  Annalen  I.  No.  1020)  aus  2 Kupferbll.. 
9 Vorbll.,  1 weiss.  Bl.  u.  58  S.  Text. 

SCHWEIZER,  Heinr.  — Ein  Sittlichkeitsapostel, 
oder  Heinrich  Schweizer,  der  Zeit  Pfarrer  in 
Wollish  (von  Martin  Haupt).  O.  O.  1869.  (In  Zürich, 
Stadtbibi.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  374  (nach  dem  Cat.  genannter  Bibi.) 
SCHWELGEREIEN,  Humoristische.  (Zahme  romanhafte 
Darstellungen  aus  d.  4.  u.  5.  Jahrh.)  2 Bdchn.  Berlin  (Erfurt, 
Hennings)  1811.  12°.  (6  Mk.  A.  Bielefeld,  1911.) 

Tit.,  252  u.  193  SS.  — Am  Schluss  d.  2.  Theils  interess. 
C a t a 1 o g des  Hennings’  sehen  Verlags  satyr.  u.  eroti- 
scher Romane. 

SCHWELGEREIEN  der  Liebe,  s.  Schwänke....  1803. 
SCHWERD,  C.  F.,  Schwärmereyen  über  Liebe  u. 
Natur,  für  Menschen  von  Empfindung  u.  Gefühl; 


Sch  wer  in — Sch  wieger 


261 


mit  XII  Melodien  u.  i Titelkpf.  (Franzos.  Motto, 
5 Zeilen.)  Leipzig  u.  Merseburg,  in  der  Wagnerschen  Buchhdlg. 
1797.  80. 

Tit.,  169  S.,  I Bl.  Inh.,  i S.  Err.  (Lat.  Lett.)  — Wenig 
bekannt  u.  rarl  Enth.  24  zahme  meist  lyrische  Stücke.  (Die 
Verf.  nicht  genannt.)  S.  81 — 84:  An  die  entfernte  Ge- 
liebte, des  Abends  in  der  Gartenlaube.  (6  achtzeil.  Str.) 
SCHWERIN.  — Die  Geheimnisse  von  Schwerin. 
Mit  Federzeichnungen.  Berlin  1844.  8®.  36  S.  (i  Mk.  Fr. 
Klüber,  München,  c.  1902;  2 Mk.  A.  Buchholz,  München, 
1908.) 

SCHWERTLEIN,  Jucundus  (ps.).  Fliegenschwämme. 
Humoristische,  satirische,  politische  und  unpolitische  Ein-  und 
Ausfälle.  1856. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  509. 

SCHWESTER  Monika,  s.  Monika. 

SCHWESTERN,  Die  drei,  eine  Geschichte  von  vie- 
len Abentheuer n.  (Leipzig,  Taubert;  c.  1810?)  8°.  (2  gr.) 
Seltene  Volksschrift. 

SCHWESTERN,  Die  drey  verschleierten  oder  Aben- 
teuer auf  einer  Reise  nach  Linz.  Handschrift,  i Bl. 
Vortitel  u.  97  S.  8°.  (In  Wien  Stadtbibi.:  Secr.  J.  510.) 

Druck  dieses  bisher  unbekannten  priapi- 
schen  Romans  nirgends  erwähnt.  Nichts  Spezielles 
über  Linz. 

SCHWIEGER  (—  Schwiger,  aus  Altona,  von  welchem  Rist 
im  März  1655  an  Neumark  schreibt,  Zesen  habe,  „da  er 
vorigen  Sommer  in  Hamburg  gewesen,  unterschiedliche  lose 
Kerle  zu  Gesellschaftern  angenommen,  denselben  aus  selbst- 
angemaßter  Macht  und  Gewalt  Namen  erteilt,  gestalt  er  denn 
einen  den  „Flüchtigen"  [in  Z’s  Rosenzunft]  genannt,  welcher 
der  ärgste  Bärenhäuter  sei,  der  auf  zwei  Beinen  trete.“  J.  M. 
Heinze,  Verm.  Nachr.  1781.  * 4a,  und  darnach  Goedeke 
III,  105,  41,  wo  die  übrigen  Quellen  nachzusehen  sind.)  — 
Liebes-Grillen.  Das  ist  Lust  - und  Liebes  Schert z- 
und  Ehren-Lieder,  deren  gar  weinige  ( !)  aus  dem  Nieder- 
ländischen übersetzet,  die  meisten  aber  aus  eigener  ersinnung 
zu  Papier  gebracht  unnd  in  zweyen  Büchern  abgetheilet,  von 
Jacobo  Schwiegern,  der  Hoch-Edelen  Teutschen  Poesi  Lieb- 
habern. Zu  dem  Mit  schönen  und  zwar  neuen  gar  unbekanten 
Melodeyen  von  unter-schiedlichen,  in  der  Sing-  und  Orgel- 
Kunst  wolerfahrnen,  guten  Freunden  gezieret.  Erster  Theil 
(Erstes,  Zweites  Buch).  Gedrukket  zu  Hamburg  bey  Jacob 
Rebenlein.  In  Verlegung  des  Authoris.  Im  Jahr  1654.  12O. 

(in  Göttingen:  P.  2916,  nur  die  Vorstücke.)  Große  Sel- 
tenheit! 


262 


Schwieger 


Widmung  an:  Jacob  T h r a n.  Hamburg  24.  Hornung  1654. 
Jacobus  Schwieger,  Philos.  Stud. 

*  Liebes-Grillen  Das  ist,  Lust-  und  Liebes 

Schertz-Ehr-  und  Sitten-Lieder.  Mit  Aussbündigen 
und  gantz  neuen  Melodeyen  von  unterschiedlichen  guhten 
Freunden  gezihret.  Nunmehr  auff  harte  Anforderung  dem  Gut- 
hertzigen  Leser  zu  gefallen  hervorgegeben  von  Jacobo  Schwie- 
gern, A.  H.  Ander  Theil.  Darinnen  begriffen 
die  letzten  zwei  Bücher.  Hamburg,  Gedruckt  bey  Mi- 
chael Pfeiffern.  In  Verlegung  Christian  Guht,  Buchhändlers 
im  Thum.  Im  Jahre  1656.  12°.  60  Bll.  (Auch  in  Göttingen; 
P.  2916.) 

Zuschrift  aus;  Gottesdorf  12.  Junij  1655.  J.  S. 

Goedeke,  1.  c. : „Er  {Schwieger)  habe,  versichert  er,  seine 
Lieder  nicht  aus  begehrlichem  Herzen  gesetzet.  Wer  sich 
dies  einbilde,  der  thue  ihm  groß  Unrecht;  denn  er  bezeuge 
vor  jedermann,  daß  kein  einziges  Lied  darunter  zu  finden, 
welches  er  für  sich  einer  einzigen  Jungfrau  zugefallen  ver- 
fertiget. Vielmehr  habe  er  seine  Liebesgrillen  nur  seinen  gün- 
stigen Freunden  und  lieben  Brüdern  zu  sonderbahrer  Wil- 
fahrung  aufgesetzt.  Zugleich  bittet  er  in  der  Vorrede  zur 
ersten  Ausgabe  den  Leser,  zu  verbessern,  was  er  darinnen 
der  Teiitschen  Zierlichkeit  zuwider  finde,  sintemahl  es  das 
Erste,  so  er  durchzulesen  habe  sehen  lassen.“ 

*  Liebes-Grillen  Das  ist,  Lust-  und  Liebes 

Schertz-Ehr-  und  Sitten-Lieder.  Wiederüm  von 
neuen  dürchgesehen  von  Autore  selbsten,  vnd 
an  vielen  Orten  merklichen  verbessert : Zugleich  auch  M i t 
dem  Andern  Theil  vermehret;  und  bestehet  also  das 
gantze  Wercklein  in  vier  Büchern.  Auff  begehren  hervor  ge- 
geben von  Jacobo  Schwiegern,  A(ltona=)  (H(olsato).  Ham- 
burg. Gedrukt  bey  Michael  Pfeiffern.  In  Verlegung  Christian 
Guht,  Buchhändlers  im  Thum,  Im  Jahr  1656.  12O.  12  u.  84 
Bll.  (Auch  in  Göttingen:  P.  2916.)  (39  Mk.,  zus.  mit  der 
„Wandlungs-Lust“,  Jacques  Rosenthal,  c.  1903.) 

Widm.  an  Jacob  T h r a n.  Hamburg.  Matthiae  1656. 

Über-Schrifften  und  Gedichte.  (Epigramme.) 

Stade  1654.  12°. 

Goedeke  III.  p.  105,  41,  2;  Urban,  Owen,  S.  43.  — .A.eusserst 
selten  I 

Des  Flüchtigen  Flüchtige  Feld-Rosen;  In  un- 

ter-schiedlichen  Lust-Gängen  vorgestellet. 
Gezieret  Mit  allerhand  köstlichen,  neüen,  noch  unbekanten 
Melodeyen,  Deren  etzliche  von  ....  Johann  S c h o p e n , 
die  andern  aber  von  unterschiedlichen  guhten  Freünden,  in 
der  Sing-  und  Orgel-Kunst  Wolerfahrnen  verfertigt.  Ham- 
burg, Gedrukkt  bey  Jacob  Rebenlein,  In  Verlegung  Johann 
Carstens,  Im  Jahr  1655.  12°.  77  Bll.  (In  Göttingen:  P.  2915.) 


Schwieger  263 

Widmung  an  fünf  Fräulein  L o r e n t z.  Gotzdorf  19.  Febr.  1655. 

J.  Schwiger,  der  Flüchtige.  — Ungemein  rar! 

Jacobi  Schwigers  Lustiges  Lust-Kämmerlein. 

Darinnen  allerhand  Anbindungs  - Hochzeit  - und 
Neu-Jahrs  Gedichte  zufinden.  Auß  einem  redlichen 
Hertzen.  allen  Teütsch-liebenden  Lesern  für  die  Augen  ge- 
stehet, und  auff  Begehren  hervor  gegeben.  Gedrukkt  zu  Stade 
bey  Elias  Holwein,  Ihr.  Königl.  Mayst.  Schweden  Buchdrucker 
und  Formschneider,  im  Jahr  1655.  In  Verlegung  des  Autoris. 
12®.  69  S.  (In  Göttingen:  P.  2915.)  Aeusserst  selten! 

* Jacobi  Schwiegers  Wandlungs  Lust  Welche 

In  allerhand  Anbindungs-  Hochzeit-  Neü-Jahrs 
und  Liebes-Schäfereien  bestehet.  So  den  auch  Mit 
gantzen  neuen  und  wolklingenden  Weisen  ausgeschmükket 
von  . . Hans  Haken  anietzo  Wolbestaltem  Violisten  und 
Musico  der  . . Stadt  Stade.  Auff  vieler  guhten  Freunde  freund- 
lichste Anforderung  hervorgegeben.  Hamburg,  Gedruckt  bey 
Michael  Pfeiffern  In  Verlegung  Johann  Carstens,  Im  Jahr 
1656.  12°.  5 u.  78  Bll.  (Auch  in  Göttingen:  P.  2915.)  (39  Mk,, 
mit  der  beiden  Theilen  der  Liebes-Grillen“  von  1656,  Jacques 
Rosenthal,  c.  1903.) 

Widm.  an  Christian  VI.  Glückstadt.  Germanustag  1656.  J. 

Schwiger.  — Fetis  kennt  den  Componisten  Hake  nicht. 

Jacob  Schwiegers  Adeliche  Rose.  Welche  den 

Getreüen  Schäfer  Siegreich,  und  die  wankkel- 
Inüthige  Adelmuht;  der  Edlen  und  keuschen 
Jugend  vorstellet.  In  drey  Theile  abgetheilet.  Gedrükket 
zur  Glükstadt,  durch  Melchior  Koch,  Im  Jahr  1659.  12°.  12 

Bll.  u.  48  S.  (S.  37 — 48:  Überschrifften.)  — Das  zweyte 
Zehen  Zeiget  an  wie  der  Schäfer  Siegreich  seines  Wunsches 
theilhafftig  worden.  Im  Jahr  1659.  12°.  6 Bll.  u.  48  S.  (S. 
37 — 48 : Überschrifften.)  — Das  dritte  Zehen  Beweiset 
die  getreüe  Liebe  des  edlen  Schäfers  Siegreichs;  wie  den  auch 
die  Flandrische  und  falsche  Liebe  seiner  Adelmuht.  Der  Ju- 
gend zum  ewigen  Denkmahl  aufgerichtet.  Im  Jahr  1659.  12°. 
6 Bll.  u.  48  S.  (S.  41 — 48:  Überschriften.)  (In  Göttingen: 
P.  2915.) 

Zuschrift  an  Joh.  Ramm.  Glükstadt  den  31.  Mertz  1659. 

J.  Schwiger.  — üngemein  rar! 

Verlachte  Venus,  aus  Liebe  der  Tugend  und 

teütsch-gesinneten  Gemühtem  zur  ergetzung,  sonderlich  auf  be- 
gehren Der  Hoch-Tugend  Edelen  und  Ehren-wehrten,  Con- 
stantia, aufgesetzet  von  Jacob  Schwigern.  Glükstadt,  ge- 
druckt bey  Melchior  Koch,  im  Jahr  1659.  12°.  (In  Göttin- 

gen: P.  2915.) 


264 


S ch  wie  ge  r — Sch  wob 


30  Bl.  Prosa  mit  Liedern  u.  Melod.  Zuschrift  an  die  Glücks- 
burgerinnen. Glückstadt  26.  Oct.  1659.  J.  Schwiger.  — 
Aeusserst  rar  I 

Die  Verführete  Schäferin  Cynthie,  durch 

Listiges  Nachstellen  des  Floridans:  Endekket 
Von  Jacob  Schwigern.  Glückstadt,  gedrukt  durch  Melchior 
Koch,  im  Jahr  1660.  12°.  (In  Göttingen:  P.  2915;  auch  in 
Zürich,  Stadtbibi.) 

30  Bl.  Prosa  mit  Liedern.  Widm.  an  den  Leser.  Glück- 
stad. 16.  Febr.  1660.  J.  S. 

* Dasselbe.  Ebd.  1661.  12«.  (In  Berlin  aus  Heyse  no. 

2032.) 

Beide  Drucke  von  größter  Seltenheit! 

Die  Schwieger  bisher  zugeschriebene  „G eharnschte 

Venus“  s.  bei  Filidor  der  Dorff erer  (d.  i.  Caspar  Stie- 
ler).  — S.  auch  bei  Cats,  Jac. 

SCHWIEGERMÜTTER  — Unterfutter!  (von  Jul.  Neidl). 
Wien.  o.  J.  (c.  1890). 

Anon.-Lex.  V.  p.  266.  (Eigenbericht.) 
SCHWIEGERMÜTTER,  D i e.  Allen  Leidensgenossen  gewidmet 
von  einem  Schwiegersohn.  Budapest  1886.  8°.  (50  Pfg.  Beck, 
Nördl.,  1892.) 

SCHWINDELEIEN  zweier  Sanscülotten,  ausgeheckt 
im  moralischen  Lazareth  von  Europa,  zu  An- 
fänge des  19.  Jahrhunderts,  i.  (einz.)  Bd.  Breslau, 
Schall,  1803.  8°.  Rar! 

Schmidt's  i.  Dresd.  Lhbiblcat.  1819.  p.  200. 

SCHWÖB,  Marcel,  Das  Buch  von  Monelle.  Deutsche 
autorisierte  Nachdichtung  von  Franz  Blei.  Mit  zfarbiger 
Titelzeichnung  von  Jordi,  Paris.  Leipzig,  Insel-Verlag,  1904. 
Druck  der  Offizin  W.  Drugulin.  8°.  180  S.  (Br.  Mk.  5 — , in 
Prgt.  geb.  7—.) 

Numer.  Auflage  von  850  Expll.  auf  feinstem  dicken  feder- 
leichten amerikan.  Hadernpapier. 

„Um  für  Schwöb' s dichterische  Eigenart  einen  Vergleich 
zu  finden,  muß  man  vielleicht  auf  die  Anfänge  der  fran- 
zösischen Prosaromantik,  auf  die  provencalische  Liebespoesie 
des  13.  Jahrhunderts  zurückgehen.  An  diese  naive  Dichtungs- 
art, die  dabei  doch  so  reich  an  Zartheiten  ist  und  die  flüch- 
tigsten Schattierungen  der  Empfindung  auszudrücken  versteht, 
gemahnt  seine  Prosa.  Monelle  nimmt  uns  bei  der  Hand  und 
spricht.  Sie  erzählt  von  den  kleinen  blassen  Mädchen,  die 
den  Männern  Trost  brachten,  wenn  sie  unglücklich  und  traurig 
waren:  eine  Unbekannte  aus  der  Bretagne  Bonaparte,  dem 
Schlächter;  die  arme  Anne  Thomas  de  Quincey,  dem  Opium- 
esser; die  kleine  Nelly  Dostojewski,  dem  Sträfling;  die  blasse 
Sonja  Raskolnikoff,  dem  Mörder. 

Alle  nebelhaften  und  wie  durch  einen  Schleier  gesehenen 
Gebilde  der  Dichtung  zu  verdeutlichen  und  ihnen  dabei  doch 


Schwur — Sei  pio 


265 


den  Hauch  des  Flüchtigen  und  Unbestimmten  zu  erhalten, 
ist  Problem  eines  unendlich  verfeinerten  Stils.  Franz  Blei’s 
Übertragung  lässt  denselben  Eindruck  zurück  wie  das 
Original,  das  Gefühl  von  einem  Traum,  an  den  man  sich 
beim  Erwachen  erstaunt  und  unbestimmt  erinnert.“  [„Der 
Tag".  Adolf  D a n e g g e r.] 

SCHWUR,  Der,  der  Liebe.  Gemählde  der  Schwär- 
merei. Mit  Titelkpfr.  Wien  1799.  8°.  104  S.  (2  Mk.  J. 
Taussig,  Prag,  1904.) 

SCHWUR,  Der  nach  dem  Tode  erfüllte.  Eine  Ori- 
ginal-Ritter- und  Geistergeschichte  aus  dem  taten  Jahrhundert. 
Wien,  798.  80. 

Wildmoser  (München),  Leihbibl.-Cat.  no.  8995. 

SCHWUR,  Der,  am  Obelisk.  Wahre  Geschichte  .... 
(von  Erwin  v.  Steinbach).  Nürnberg  und  Leipzig  1824.  (In 
der  Bibi.  d.  St.  Johannis-Loge  Friedrich  zum  gold.  Zepter  in 
Breslau.)  Selten ! 

Anon.-Lex.  IV.  p.  61  (nach  d.  Cat.  d.  genannten  Bibi.). 
SCIPIO,  Publ.  Cornel.  — Amydor,  V.  (d.  i.  V.  Autorff, 
centurio  Vratislaviensis),  Publius  Cornelius  Scipio  der 
AFRICANER  Helden  und  Liebes  Geschichte,  Er- 
ster Theil  Darinnen  Ein  kurtzer  Entwurf!  Der  Römischen 
Historie  Von  Eroberung  der  Stadt  Troja  an  Biß  Zu  dem  Tode 
obbemelten  Heldens  welcher  in  dem  andern  Theile  erfolget. 
In  einer  (!)  Roman  Vorgestellet  wird  Von  dem  Vergnügten 
Amydor.  Mit  Titelkpfr.  (unsign.).  Franckfurth  und  Leipzig, 
Verlegts  Michael  Rohrlachs  seel.  Wittwe  und  Erben  in  Lignitz, 
1696.  80.  Tit.  (roth  u.  schwarz),  3 Bll.  Zuschrift  der  Verlags- 
firma an  Landeshauptmann  d.  Fürstenth.  Liegnitz  Hans  Wolf 
Frhrn.  v.  Franckenberg  u.  Ludwigsdorff,  3 Bll.  Vorr.  an  den 
Leser,  915  S.  (195  ist  Druck!.).  — ■ Ander  und  letzter 
Theil,  Darinnen  Einen  kurtzen  Entwurf!  Der  Römi- 
schen Historie  Biß  zu  dem  Tode  bemeldten  Hel- 
dens In  einer  Roman  vorstellen  wollen  Der  Vergnügte  Amy- 
dor, Ebd.,  1698.  80.  Titel  (roth  u.  schwarz),  i Bl.  Vorr.  an  den 
Leser.  958  S.  (Ausgebessertes  Expl.  in  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.- 
Bibl. : Lit.  Teut.  III.  80.  133;  auch  in  Göttingen:  Fab.  Rom. 

1348.) 

In  Bd.  2,  S.  172 — 196:  „Die  von  dem  Jupiter  geliebte.  Und 
in  eine  Kuh  verwandelte  JO.“  Gesang-Spiel.  — S.  373 — 
484 : „Die  Liebes-Geschichte  Des  grossen  Anni- 
bals  und  der  Numidischen  Prineeßin  Sophro- 
nie“  (mit  Versen).  — S.  822 — 958:  „Liebes-Geschichte 
Des  Printzen  Seleucus  und  der  Amynth  e.“  Beide 
Bde.  so  überaus  trockenen  und  steifen  Inhalts,  daß  wohl  bisher 
kein  Sterblicher  die  nahezu  2000  Seiten  durchgelesen  hat. 

^ Vf.  von  Weller,  Lex.  Ps.  p.  29  nicht  enthüllt.  Den  wirk- 


266 


Sclavin—Scoper 


liehen  Namen  desselben  fand  ich  in:  Meisnerus,  Chrn.. 
I.,  Silesia  loquens  (diss.).  Vitemb.  1723.  4O.  Bl.  4b. 

* SCLAVIN,  Die  Erlauchtete  . . . . von  H.  M.  S 

1 704,  s.  Ostindien:  Indianerinn,  Die  hitzige.... 
1702. 

SCOPER,  Ludw.  (d.  i.  Geo.  Carl  Ludw.  Schöpfer),  Arosetta 
und  Bertollino,  oder  der  Räuber  für  Neapels 
Freiheit  u.  der  Kampf  mit  den  Blutbrüdern.  Ro- 
jnantisches  Räubergemälde.  2 Thle.  Nordhausen,  Förstemann 
in  Comm.,  1835.  24  Bog.  8°. 

Histor. -romant.  Bilder  der  Vorzeit.  3 Bde. 

A.  u.  d.  Titeln:  Gerlach  von  Welhausen  der  furcht- 
bare Waffenschmied.  Schreckensscenen  aus  d.  J.  1324. 
Mit  I lith.  Abbild.  — Keitel  Fuchs,  oder  die  Schrec- 
ken der  Volksherrschaft.  Schaudergemälde  aus  d.  J. 
1324.  — Die  Bluthunde.  Schreckensscenen  aus  d.  JJ. 
1324—1326.  Ebd.  351/2  Bog.  8°. 

Die  Bluthunde.  Schreckensscenen  aus  d. 

JJ-  1324  — -1326.  Nordhausen,  bei  Ernst  Friedr.  Fürst. 
1834.  80. 

Tit.,  192  S.,  1 Bl.  Druckt.,  i Bl.  Verlagsanz.  d.  Firma.  — 
Spielt  in  d.  ehemal.  Reichsstadt  Nordhausen  u.  Umgegend. 

Lucrezia  Borgia,  oder  des  Papstes  Tochter. 

Italien.  Sittengemälde  aus  dem  Anfänge  des  16.  Jahrhunderts. 
2 Bde.  Ebd.  1834.  24  Bog.  8°.  (Nach  dem  gleichen  Drama 
V.  Vict.  Hugo  bearbeitet.) 

Die  Brüder,  oder  das  blutige  Gespenst  von 

Majolica.  Eine  Räubergeschichte.  2 Thle.  Ebd.  1834.  21 1/2 
Bog.  80.  (11/2  Rthl.) 

Kaspar  Hauser  oder  die  eingemauerte  Non- 
ne. Wahrheit  und  Dichtung.  Ebd.  1834.  80.  12  Bog.  (i  Rthl.) 
(6  Mk.,  fleckig,  L.  Rosenthal,  1910.) 

Hiacinthen.  Eine  romantische  Frühling s- 

gabe.  Nordhausen,  G.  Müller,  1834.  80.  208  S.  (incl.  Tit.). 
I.  Des  Abtes  Sohn.  2.  Schönchen.  Ein  Mährchen  (S.  137 — 
190).  3.  Der  Sonntagsclubb.  (Sämmtlich  zahm.) 

Keitel  Fuchs,  oder  die  Schrecken  der  Volks- 
herrschaft. Schaudergemälde  aus  dem  Jahre  1324.  Nord- 
hausen, bei  Ernst  Friedr.  Fürst.  1834.  80. 

Spielt  in  d.  Reichsstadt  Nordhausen.  Tit.  u.  172  S. 
— Zahm. 

Marino  Marineri,  oder  der  gläserne  Sarg. 

Eine  Seeräubergeschichte.  2 Bde.  Ebd.  1834.  80. 

190  -j-  188  S.,  2 Bll.  Verlagsanz.  d.  Firma. 

— ■ — Die  Schauerruinen  der  Unkenburg  und  der 
Haarzopf  der  Hölle,  oder  Geisterrache  u.  Men- 


Scopp — Scribulus 


267 


sehen  haß.  Der  Spuck-,  Geister-  und  Räuberhistorien  Aller- 
furchtbarste. 2 Bde.  Ebd.  1834.  24  Bog.  8°. 

Das  Sonnenopfer,  oder  des  W a 1 d w e i b s 

Schicksals-Spruch.  Histor.-romant.  Gemälde  aus  den 
Zeiten  der  Eroberung  von  Peru  durch  die  Spanier.  2 Bde. 
Leipzig,  Rein’sche  Bchh.,  1834.  18  Bog.  80. 

Berthold  von  Treuenstein  und  Hildegard 

von  Hohenzell,  oder  des  Vaters  Fluch.  Romant- 
isches Sittengemälde.  Nordhausen,  Fürst,  1835.  8^.  198  S. 

Zahm. 

Maria  Tudor,  oder  des  Günstlings  Hin- 
richtung. Ein  histor.  Gemälde  aus  d.  Mitte  d.  löten  Jahrh. 
Nach  dem  Drama:  Maria  Tudor  von  Victor  Hugo  gearbeitet. 
2 Bde.  Ebd.  1835.  8°.  200 -f- 192  S. 

Die  Vehmrichter,  oder  der  Ritter  u.  der 

Mönch.  Erzählung  aus  dem  13.  Jahrh.  Ebd.,  G.  Müller,  1835. 
12V2  Bog-  80. 

Des  Zwingvoigt’s  (Gessler’s)  T o d.  Romantische  Er- 
zählung. Frei  nach  Wilhelm  Teil  von  Florian.  (Ornament.)  Ebd. 
1835.  80.  Zahm.  176  S.  (incl.  Titel). 

§ SCOPP,  Joh.  Geo.  (1722—1804),  Tractatus  de  jure  divor- 
tiorum.  Vom  Recht  der  Ehescheidungen.  Frkft.  u. 
Lpz.  1756.  40. 

* SCRIBONIÜS  Windshem.,  Georg.  — CONSILIUM  NUP- 
TIALE.  Von  der  Frag.  Was  vor  ein  Weib  ein 
rechtschaffener  Studiosus  nehmen  vnd  freyen 
soll?  Durch  GEORGIUM  SCRIBONIUM  Windshem.  Fr. 
— Holzschnitt  mit  Versen.  — Im  Jahr  Christi.  Ob  Dann 
VnD  Wie  ein  StVDent  freYen  soLL.  (1627.)  40.  (In  Ber- 
lin 2 Expll. : Xg  26,  no.  9;  Xg  30,  no.  10  ; auch  in  German. 
Museum.)  4 bedruckte  Bll.  In  Versen. 

Vorher:  O.  O.  u.  J.  (Frankf.  1612).  40.  4 Bll.  (In  Berlin: 
Yh  8091.)  — O.  O u.  J.  (1620).  4O.  4 Bll.  (in  Berlin. 

Magistratsbibi.)  — In  deutsche  Reyme  gebracht.  Wittemberg. 
1624.  4O.  (In  Stuttgart.)  — O.  O.  u.  J.  (1687).  4O.  (Weller, 
Annalen  I.  p.  385.) 

§ SCRIBULUS,  Hans  Christel  (ps.),  Quodlibet,  oder  po- 
litisch-kritisch - moralisch-historisch  - ästhet- 
ische Abhandlung  über  Thurmspitzen,  Feuer- 
spritzen, Besenbinder,  Kannengiesser,  Beutel- 
schneider, Pastetenbäcker,  Kapuzinerbärte, 
Hebammen,  Steifröcke,  Tintenfässer  etc.  von 
— . O.  O.  1782.  8°.  (In  München:  P.  o.  germ.  iio7r.)  (i  fl. 
20  xr.  J.  Eisenstein  & Co.,  Wien,  1885;  jetzt  theurer!) 

Ed.  I:  Wien  1781.  80.  — Rar! 


268 


Scriver — Sebaldo 


SCRIVER,  Chr.,  Das  verlorene  u.  v/iedergefundene 
Schäflein  oder  historischer  Bericht  von  einem 
Jüngling,  der  sich  vom  Satan,  mit  ihm  einen 
Bund  zu  machen  u.  ihm  in  allerley  gottlos  Wesen 
sechs  Jar  zu  dienen,  verleiten  lassen,  darauf  durch 
Gottes  Urtheil  in  dessen  leibliche  Gewalt  gerathen,  erschröck- 
lich  gequälet,  endlich  aber,  durch  Gottes  Gnade  u.  Barm- 
herzigkeit von  dessen  Tyraney  wieder  errettet  worden.  Magde- 
burg 1688.  8®.  (3  Mk.  L.  Rosenthal,  1886;  jetzt  theurer!) 

SCTJDRRY,  Magdeleine  de  (1607 — 1701).  — Clelia:  Eine 
Römische  Geschichte,  Durch  Herrn  (George)  v.  Scu- 
deri  (Scudery),  ....  (vielmehr  von  Magdeleine  de  Sender y) 
in  Französ.  Sprache  beschrieben;  anitzt  aber  ins  Hochdeutsche 
übersetzet  Durch  Ein  Mitglied  der  hochlöbl.  Fruchtbringenden 
Gesellschaft  den  Unglückseeligen  (d.  i.  Joh.  Wilh.  Frhr.  v. 
Stubenberg).  8 Thle.  Mit  vielen  Kpfrn.  Nürnberg,  Mich, 
u.  Joh.  Fr.  Endter,  1664.  12°.  (In  Wolfenbüttel  nur  Th. 
I — 5,  laut  Cat.  Milchsack.)  Zahm. 

Th.  (i)  mit  2 Titelkpfrn.  u.  9 Kpfrn.,  Th.  2,  4 u.  5 mit 
je  7 Kpfrn.,  Th.  3 mit  8 Kpfrn.  — Goedeke^  III.  p.  248. 
14,  7.  Sehr  selten  cplt. ! 

Orig,  (in  Wolfenb.):  Clelie  histoire  romaine.  De- 
diee  a mlle.  de  Longveville.  Par  Mr.  (George)  de  Scvdery,  .... 
8 tomes.  Avec  beaucoup  de  figg.  Paris,  Aug.  Covrbd,  et  Amster- 
dam, Jean  Blaev,  1656 — 60.  8°.  u.  früher. 

Italien.  Ueberstzg.  (in  Wolfenb.):  La  Clelia  hi- 
storia  romana.  La  portö  dal  Francese,  il  c.  Maiolino 

Bisaccioni P.  (I.)  II — IV.  Venetia,  1655,  56.  Presse 

Frc.  Storti.  12°.  (Th.  i mit  Titelkpfr.  u.  i Karte.)  Vgl. 
Cat.  Milchsack. 

SCULTETI,  Marc.,  Geheimnüs  des  Ehestandes.  Wit- 
tenb.  1606.  8°. 

S o in  der  Bibi.  Kielmans-Egg.  I.  p.  719.  — Rar! 

SEBALDO  (d.  i.  Joh.  Carl  Aug.  'Neumann),  Kriegerische 
Abentheuer  und  Züge  aus  dem  bürgerlichen 
Leben.  Leipzig,  Fest’sche  Verlagsbuchhdlg.,  1835.  8°.  7V2 
Bog. 

* — • — Kleine  historische  Konterfeis  zur  Kurz- 
weil. Nordhausen,  Fürst,  1829.  8°.  (In  Berlin:  Pa  8488.) 

(4  Mk.  50  Pfg.,  unbeschn.,  Edm.  Meyer,  Berlin,  1908.) 

Dasselbe.  Neue  wohlf.  Ausgabe.  Ebd.  1832.  8°.  12  Bog. 

— - — Des  Lebens  Licht  und  Schatten,  in  laun- 
igen und  ernsten  Erzählungen.  2 Thle.  Leipzig 
1826—27.  8°.  (21/2  Rthl.) 

Theil  2.  hat  auch  d.  Titel:  Panorama  launiger  u. 
ernster  Erzählungen. 

Nur  Th.  I lag  vor:  i.  Die  Glaciere.  2.  Der  Carbonaro- 
Mantel.  3.  Blätter  aus  dem  Tagebuche  eines  Soufleurs.  4. 


Sebaldo — Seckendorff 


269 


Eifersucht  und  Rache.  5.  Die  Walpurgisnacht.  6.  Die 
Ueberraschung.  7.  Der  Schreibfehler.  8.  Dankbarkeit  und 
Treue,  g.  Der  Schlaftrunk.  10.  Der  Ueberfall.  ii.  Meine 
Abentheuer  auf  der  Leipziger  Messe. 

Siegmund,  Wildgraf  von  Roßburg,  letz- 
ter Großmeister  der  Todtenritter.  Eine  abenteuer- 
liche Erzählung  aus  den  Zeiten  Kaiser  Heinrichs  des  Vierten. 
Leipzig,  Magazin  für  Industrie  etc.,  1834.  15V2  Bog.  (H/g 

Rthl.  (4  Mk.  Edm.  Meyer,  1908.) 

Sommerfrüchte.  Erzählungenausaiterund 

neuer  Zeit.  Von  Sebaldo.  Verf.  von:  Leipzigs  Vorzeit.  2. 
Aufl.  Leipzig,  Kollmann,  1827.  8°.  IV — 258  S. 

Wahrheit  u.  Phantasie  in  ernsten  u.  laun- 
igen Erzählungen.  Leipzig  1828.  8°.  (5  Mk.  50  Pfg., 

cart.,  unbeschn.,  Edm.  Meyer,  1908.) 

* SEBALDT,  Maxim.  Ferd.  (in  Berlin,  geb.  1859  in  Trier), 
„Tuiscon“,  der  germanische  Wochentagsgeist. 
Sieben  (zahme)  Liebesgeschichten.  N eu- Ausgabe  der 
erschienenen  Novellen  von  — . Mit  7 Holzschnittbildern.  Neu- 
Weißensee  bei  Berlin,  Verlagsdruck  von  C.  Bartels,  Generalstr. 
80.  O.  J.  (1898).  (Mk.  3—.) 

Tit.  u.  158  S.  incl.  i Bl.  Inh.:  i.  Mutterliebe.  2.  Brautliebe. 
3.  Sinnenliebe.  4.  Besitzliebe.  5.  Heimliebe.  6.  Freundesliebe. 
7.  Wahrheitsliebe. 

SEBÄRSKI,  F.,  Illustrierter  Kalender  der  Liebe 
und  Ehe.  Breslau  1848.  8®.  (Lippert,  Halle,  c.  1855.) 
SEBNITZ  (Kgr.  Sachsen).  — Daß  Cupido  als  Schüler 
sich  in  Sebnitz  eingestellt  und  allda  die  Jung- 
frau Weissin  bald  Herrn  Fischern  zugesellt, 
das  hat  ein....Wisser  Freund  aus  der  Schule 
schwätzen  wollen  ....  Dreßden  1708.  Fol.  (In  Mün- 
chen: Herald.  67a,  12.) 

In  Versen.  — Sehr  selten ! 

SECHSWOCHIÜS,  Wigandus,  s.  Sexwochius. 
SECKENDORFF,  Adolph  Frhr.  v..  Ist  das  schöne  Ge- 
schlecht auch  wirklich  das  Schöne?  Allen  Schö- 
nen gewidmet  von  — . Leipzig  1810,  im  Comptoir  f.  Lit. 
Gr.  80. 

IV — 60  S.  Laut  Vorr.  war  das  Schriftchen  zuerst  ohne 
Wissen  d.  Vf.  in  veränd.  Gestalt  durch  e.  Freund  im  „Wider- 
sprecher“, Bd.  II,  Stück  I,  1802  scherzweise  publicirt  worden. 
— • Rar! 

SECKENDORFF,  Veit  Ludw.  v.  (1626 — 92),  Deutscher  Für- 
stenstaat. Hanaw  1656.  40.  (7  Mk.  50  Pfg.,  Prgtbd.,  Max 
Harrwitz,  c.  1903:) 

Hierin  finden  sich  Notizen  über:  Auffzüge,  Däntze,  Bal- 
let, Comoedien,  Fewerwerck,  „Hoffmusik“,  Bergregel  und 


270  Seckendorff — Seefeld 

Alles  was  dazu  gehört,  Bettler  u.  Vaganten,  Edelknaben 
u.  Pagen,  Kinderzucht,  Gauckler  - u.  Narrenspiel,  Hand- 
werker- u.  Zunfft-Ordnungen,  Juden  im  Land  . . , Jagten,  Leibs- 
übung, New-Jahrs-Brieffe,  Kleidung,  Reisen  u.  peregriniren; 
Post,  Postrecht,  Postmeister,  Schulmeister,  Schulen,  etc. 

— — Dasselbe.  Mit  einer  gantz  neuen  Zugabe  son- 
derbarer und  wichtiger  Materien  vermehret.  2 
Thle.  Mit  Titelkpfr.  Franckfurt  und  Leipzig  1702 — 3.  8°. 
(80  Pfg.,  Mindestangebot,  R.  Zinke’s  Dresdener  Febr.-Auct. 
1909,  no.  561  : „Fundgrube  von  obrigkeitlichen  Verordnungen.“) 
§ SECRETARIUS,  Allamodischer.  Erfurdt,  o.  J.  (16**). 
80.  Selten ! 

§ SECRETARIUS,  Der  Deutsche.  D.  i. : Titular-  u.  For- 
mularbuch, enth.  Ehrentitel,  Freundschafts-,  Klag-,  Liebes- 
briefe etc.  (von  Georg  Philipp  Harsdörffer).  Mit  Kpfrn. 
Nürnberg  1655.  8°. 

— — Dasselbe.  Mit  Titelkpfr.,  2 Holzschnitten  u.  i Kupfer- 
tafel. Ibid.  1656.  8®.  (12  Mk.,  Titel  ein  wenig  lädirt,  Jos. 
Baer  & Co.,  1911.) 

§ — — Dasselbe.  2 Thle.  Ibid.  1661.  8°. 

SECRETARIUS,  Der  mit  allerhand  Staats-  Frie- 
dens- Kriegs-  Hof-  Literatur-  u.  Religions-  wie 
auch  Privat-Affairen  beschäftigte  (von  A.  Stubel). 
HL.  (48)  Expeditionen  (soviel  ersch.).  Freyburg  (Leipzig,  Gro- 
Bchuff)  1710 — 19.  40.  (ln  Rostock,  Landesbibi.,  4 voll.)  (3  Mk. 
50  Pfg.,  nur  Exped.  13 — 48,  1713 — 19,  Ludw.  Bamberg,  Greifs- 
wald, 1890;  jetzt  höher!) 

Huhold,  4.  Aufl.  Jena  1717.  8®.  S.  24;  Weller,  fing. 
Dr.,  hat  ebenfalls  48  Theile,  aber  „1710 — 21“.  — Cplt.  rarl 

SEDULIUS,  Innocentius.  — Die  verdammlichen  und 
ho  c h z u b e r e u e n d e n zwey  H.  H.  (Hoffahrt,  Hu- 
rerei) durch  deren  Veranlassung  unterschiedene  Königreiche, 
Fürstenthümer,  Länder,  Städte,  Oerter  und  Familien  ihnen 
vielmahln  so  wohl  alle  Land-Plagen,  als  auch  den  gäntzlichen 
Untergang  über  den  Halss  gezogen,  gewiesen  von  Innocentio 
Sedulio.  ln  Verlegung  Joh.  Hoffmanns,  Kunst  u.  Buchh.  zu 
Nürnberg.  Gedruckt  im  Jahr  Christi  1682.  8°.  (In  Breslau, 
Kgl.  u.  Univ.-Bibl.,  2 E.xpll. : Litt.  Teut.  II  8®  673  (Titelkpf. 
fehlt];  Ascet.  IV  8°  709.)  (3  Rth.,  Eman.  Mai,  Berlin,  vor 
1860;  8 Mk.  A.  Bielefeld,  1892;  jetzt  theurer!) 

Das  Ganze  handelt  über  unsittliches  Leben  und  Treiben. 
Derbe  satyr.  Erörterungen.  280  SS.  u.  1 1 Bll.  Reg.,  i Bl.  Errata. 
Vieles  in  Versen.  Sehr  selten! 

SEEFELD  (Tirol).  — Anmerkungen  über  den  Teu- 
fel zu  Seefeld  in  Tirol.  Verfasst  von  einen  geistlichen 
Ganser  der  Ex-Klarisserinnen.  (Joh.  Pezzl?).  Auf  LTnkosten 


Seefeld — Seelmann 


271 


der  St.  Monicabruderschaft  zu  Seefeld  1783.  8°.  80  S.  (3  Mk. 
50  Pfg.,  unbeschn.,  O.  Rauthe,  Berlin,  1908.) 

Satirisches  Kulturbild.  Selten  1 — Nicht  im  Anon.-Lex. 
SEEFELD,  Gräfin  Elisabeth.  — Kaisenberg,  Moritz  v. 
(in  Hannover,  geb.  25.  Juni  1837  zu  Halberstadt),  Die  In- 
triguen  der  Gräfin  Elisabeth  Seefeld.  Ein  Hof- 
roman in  2 Abschn.  aus  den  Momoiren  eines  souveränen  Für- 
sten. Zürich  1901.  8*5.  361  S.  (M.  4 — .)  (2  Mk.  50  Pfg. 

H.  Streisand,  Berlin,  1909.) 

SEELAND  im  Sommer  1807.  In  vertrauten  Brie- 
fen.... (von  Ludw.  Beatus  Meyer).  Germanien  (Leipzig) 
1808. 

■ Dasselbe.  Ebd.  1809. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  65  (nach  Collin,  Anonymer.  Kiobenh.  1869: 
Bruun,  Bibi.  Danica  III,  540).  Engelmann  nennt  Munter  als 
Verfasser.  — Rarl 

SEELEN,  Heinrich  v.  (d.  i.  Dr.  Johann  Schön,  geb.  26.  Nov. 
1802  zu  Langendorf  in  Mähren,  1829  Dr.  philos.,  1831  a.  o. 
Prof.,  1836  o.  Prof.  d.  Staatswiss.  in  Breslau  u.  Redacteur 
d.  Schles.  Ztg.,  t 1839),  Sommersprossen  auf  dem 
Teint  der  Novellen-Literatur.  Eine  Weihnachts- 
Gabe  für  schlechte  Lesezirkel  und  Leihbibliotheken,  durch’s 
Brennglas  erkannt.  (Gedichte.)  Breslau,  Heinr.  Richter,  1836. 
18V4  Bog. 

Biographisches  in  Nowack’s  schles.  Schriftst.-Lex.  II,  S. 
126 ff.  (laut  A.  G.  Schmidt,  Gallerie  etc.) 

SEELENGESCHICHTE  einer  Exnonne;  ein  Monument  der 
Wohlthaten  Josephs  des  Zweyten.  Theils  von  ihr  selbst  ge- 
schrieben, theils  aus  ihrem  Tagebuche  und  den  hinterlassenen 
Briefen  gezogen,  und  ergänzt  von  £"****5  5**/*.  2 Thle. 
Mit  Titelvign.  (nach  Sambach  von  Mansfeld  gestoch.). 
Leipzig,  1793.  Bey  Joseph  Frister,  Kunst-  u.  Buchhändler  (in 
Wien). 

Nur  Th.  I lag  vor:  234  S.  (incl.  Tit.  u.  3 Bll.  Vorr.  d. 
Herausgebers),  nebst  2 Bll.  Frister’scher  Verlag.  ■ — Selten  cplt.  1 
SEELENLUST,  Geistliche,  das  ist  Wechselgesänge 
zwischen  dem  Himmlischen  Bräutigam  und  sei- 
ner Braut  . . . . (von  Philipp  v.  Zesen).  Amsterdam  1657. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  65  (nach  Goedeke). 
SEELENWANDERER,  Der,  oder  der  Polnische  Fünd- 
1 i n g.  Eine  Gnomengeschichte.  (Stellenw.  derber  u.  freier 
Avanturier.)  Mit  Titelvignette.  Altona  u.  Leipzig,  bey  J.  H. 
Kaven.  1790.  8*5.  6 Bll.  Vorst,  u.  340  SS.  (3  Kr.  Ausrufs- 
preis, Franz  Malota’s  Wiener  Nov.-Auct.  1909,  no.  636.) 
SEELMANN,  Sebast.  (Advokat  in  Regensburg,  seit  1668  Mit- 
glied des  Pegnitzordens  als  „Silvias  der  zweite“,  nicht  ident- 


272 


Seeräuber— Seher 


isch  mit  Constans  Holdlieb,  v/ie  irrig  bei  Goedeke^  III,  275, 
24,  i).  Lieb  holde  Venus  Threnen.  (Gedichte.)  Re- 
genspurg  1668.  40. 

Die  in  der  Flucht  siegende  Daphne.  Ebd. 

1 669.  40. 

Schäfergedicht. 

Der  Herculische  Palmen-Baum.  Ebd.  1670.  40. 

Sämmtlich  Seltenheiten! 

SEE-RÄUBER,  Die  Americanische,  entdeckt,  in  gegen- 
wärtiger Beschreibung  der  grössesten  durch  die 
Französisch-  und  Englische  Meer-Beuter,  wi- 
der die  Spanier  in  America,  verübten  Rauberey 
und  Grausamkeit:  vermittelst  dreyfältiger  Erzehlung,  erstl., 
der  Französischen  Ankunft  in  Hispaniola  (oder  St.  Domingo)  u. 
selbiger  Insel  Beschaffenheit,  zweitens,  dieser  Räuber  Auf- 
kunft,  Regel,  Wandels  . . . , drittens,  der  Stadt  Panama  Uber- 
und  Untergangs.  Nebst  einem  Bericht  von  der  Cron  Spa- 
nien Macht  und  Reichthum  in  America.  Durch  A.  O.  Nürn- 
berg 1679.  Rostock,  Landesbibi.) 

Ethnographisch-kulturhistor.  Seltenheit ! 

SEERÄUBER,  Der  christliche;  eine  Erzählung  (von  Joh. 
Michael  Armbruster).  Strassburg  1788. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  65  (nach  Kayser  u.  Meusel). 

SEERÄUBER,  Der,  von  Neapel.  Frey  nach  dem  Eng- 
lischen. Eine  abentheuerliche  Geschichte.  Mit  TKpf.  Leipzig, 
Joachim,  1803.  S®. 

Kayser  p.  115. 

SEERÄUBERIN,  Die,  von  Tunis.  Eine  Arabeske  aus 
dem  achtzehenten  Jahrhunderte,  vom  Verfasser  Carolo  Caro- 
lini  (Ernst  Theod.  Jünger).  Leipzig,  im  Magaz.  f.  Literatur 
(1803).  80. 

Gestoch.  Tit.  u.  112  S.  (incl.  Nebentit.  u.  i Bl.  Vorw. 
d.  ungenannten  Vf.,  dat.  Herbst  1802).  — Zahm. 

Das  Anon.-Lex.  IV.  p.  66  nennt  irrig  (nach  Goedeke) 
Joh.  Jos.  Polt  als  Verfasser. 

SEERÄUBERKÖNIGIN,  Die,  ein  historisch-romant- 
isches Schauspiel  . . . . (von  Joh.  Ernst  Daniel  Born- 
schein). Regensburg  1803. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  66  (nach  dem  Neuen  Nekrolog). 
SEGARD,  A.,  Der  Neid.  Mit  vielen  pikanten  Bildern. 
Budapest,  Grimm,  1904.  8°.  (Eleg.  br.  Kr.  3,60.)  (2  Kr. 

40  H.  Vict.  Eytelhuber,  Wien,  1905.) 

SEHER,  Conrad,  „Splitte  r“.  Nothrufe  mit  einem 
Aufruf.  Zürich,  Selbstverlag.  In  Commission  bei  J.  Scha- 
belitz (Verlagsmagazin)  1891.  8°.  390  S.  (6  Mk.  M.  Edel- 

mann, Nürnb.,  c.  1906:) 


Seher — Sehring 


273 


Recht  frei,  saftig  u.  keck  geschriebenes  Werk  über  Sitt- 
lichkeit u.  Unsittlichkeit.  — Verboten  v.  L.-G. 
Wien,  27.  Jänner  1891.  § 516. 

SEHER,  L.  K.,  Phantasie,  Ulk  u.  Humor.  Erzählun- 
gen, Sagen  u.  Plumoresken.  Retz  u.  Oberhollabrunn  1900. 
8°.  Nicht  im  Handel,  (i  Kr.  50  H.  AL  H.  Huber,  Salzburg, 
c.  1905.) 

D.  Britenmädchen  am  Königssee.  — D.  alte  Laudon  u.  s. 
junges  Lieb.  — Pulverdampf  in  d.  Klosterzelle.  — Auf  dem 
Schafberg.  — D.  Ritt  zur  Hölle.  (Sage  aus  d.  Thayathale.) 
— Ritter  Seyfried  u.  d.  Rabenstein.  (Sage  aus  d.  Thayathale.) 
— Glocken  ohne  Glachl.  (Aus  „Studentenulke.“)  etc. 
SEHNEN,  Heimliches.  Herzensgeheimnisse  in 
Wort  u.  Bild,  ii  pikante,  fein  in  Farben  ausgef.  Bilder. 
(Entkleidungs- Seen  eil.)  Mit  Text  von  A.  Bonart.  Leipzig, 
Cavael  (19**).  4°.  (Eleg.  geb.  Kr.  8—.)  (4  Kr.  Vict. 

Eytelhuber,  Wien,  c.  1906.) 

SEHER,  Der,  in  die  mögliche  und  wirkliche  Welt. 
Ein  Sonntagsblättchen  ....  (von  Friedr.  Theod.  Frosch,  oder 
von  Joh.  Gottlieb  Meissner?).  Liegnitz  1791. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  66  (nach  Meusel,  Kayser,  Adelung).  — 
Rarl 

— — Dasselbe  (?),  titulo:  Der  Seher  in  die  wirkliche 
u.  mögliche  Welt,  oder  Beyspiele  von  Tugenden 
u.  Lastern,  Geistesirrungen,  schönen  Hand- 
lungen etc.,  als  ein  Beytrag  zur  Vervollkomm- 
nung des  Menschengeschlechts.  Eine  Sonntags- 
lektüre für  Jedermann.  Leipzig  1795.  8°. 

Wohl  neuer  Jahrgang  dieses  Periodikums. 

SEHNSUCHT,  Gestillte.  (Intimer  Briefwechsel  zwischen 
zwei  Backfischen.)  (2  Mk.,  eine  böhm.  Firma,  1901.) 

Vergriffenes  Sotadicum. 

SEHNSUCHT  und  Liebe,  s.  Gleich,  Frdr. 
SEHNSÜCHTIGE,  Der  . . . Verlag  v.  F.  Braunbeck  in  Heil- 
bronn. 

Verboten  v.  L.-G.  Lemberg,  15.  Juli  1889.  § 516. 
SEHRING,  W.  Th.,  DieCensoriade.  5 Bücher  Censoren- 
lieder.  Straßburg  1843.  Selten  1 (15  Mk.,  Ganzlederbd.  m.  G... 
Ernst  Geibel,  Hannover,  1908;  10  Mk.,  br.,  unbeschn.,  F.  W. 
Haschke,  Lpz.,  1912.) 

Sehr  interessante  Sammlung  von  Liedern,  die  sich  gegen 
das  Censorentum  richten  und  charakteristisch  für  den  Geist 
der  40  er  Jahre  sind.  Enthält  u.  a.  „D  er  Liebesfrühling 
od.  Klänge  der  Sehnsucht  u.  Liebe“  m.  e.  Ab- 
handlung üb.  d.  deutschen  Censoren  v.  H.  Heine  und  e. 
Epilog.  V.  A.  Grün  — Buch  V : „D  er  Verstossene  oder 
Censor  und  Schinder“.  Stimmen  d.  Zeit  a.  d.  deutschen 
Nation,  den  Censor  als  ehrlos  aus  jeder  guten  Gesellschaft  zu 
ächten  u.  zu  verbannen.  — Ferner  mit  Nachschrift:  Censor 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


18 


274 


Seichter — Seidel 


Fuchs  aus  Mannheim,  einer  d.  scheusslichsten  dieses  Ge- 
lichters. wird  darin  in  s.  ganzen  Niederträchtigkeit  durch  An- 
gabe e.  grossen  Anzahl  von  Censorenlücken  gebrandmarkt 
etc.  Auch  die  Geschichte  der  Kölner  Hurenböcke 
findet  sich  genau  darin  aufgezeichnet  etc.  etc.,  sowie  27  Seiten 
Anmerkungen.  F.  W.  Haschke,  Lpz.,  6.  12. 

— — Literarische  Wanderungen  durch  Süd  - und 
Nord-Deutschland  in  Zeitungsberichten,  nebst 
vorläufigen  Federnroben.  Elbing,  Druck  von  Schmidt. 
O.  J.  (c.  1840).  80.  Rar!  (Ein  Warmbrunn.) 

SEICHTER,  Elisabeth  (ps.),  Antwort  auf  das  heraus- 
gegebene Schriftchen,  dass  die  Weibsbilder 
keine  Menschen  wären.  (Wien)  1782.  8®. 

Karajan’s  Bibi.  II.  Wien  1879.  no.  1607.  — Rar!  Der 
Pseud.  fehlt  bei  Weller. 


SEIDA  u.  Landensberg,  F.  E.  J.  v.,  Burkhardt  und 
Elsbeth,  oder  die  Opfer  der  boshaften  Rache. 
Augsburg  1799.  80.  (1/3  Rthl.)  Selten! 

SEIDEL,  Carl  Aug.  (eigentl.  Gottlieb),  (geb.  14.  Febr.  1754 
zu  Löbau,  Oberlausitz,  f 21.  Febr.  1822  als  Inspektor  der 
Töchterschule  in  Dessau),  Gold  eben,  oder  das  Zigeu- 
nermädchen. 2 Thle.  Mit  TKpf.  Köthen  1800 — 2.  8°. 

Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  Anh.  zu  29 — 68.  i,  207.  — Goe- 
deke  V,  505,  5,  30. 

Goldchen  Nro.  II,  oder  das  Schtveizermäd- 

chen.  Ebd.  1805.  80. 

Das  Mädchen  unter  den  Husaren  oder  Her- 
mine Charlotte  v.  Biörnskold.  2 Bde.  2.  Aufl.  Chem- 
nitz 1802.  80.  (4  Mk.  50  Pfg.,  nicht  reines  Expl.,  A.  Biele- 
feld, 1892:) 

Ziemlich  frei.  — Zuerst  gedr.  ebd.  179?  Selten!  — Goedeke 
hat  „Heroine"  und  „Biomskiöld“  (?). 

Rache  getäuschter  Liebe,  eine  Novelle. 

Bayreuth,  Lübeck,  1793.  80. 

Auch  in  Seidel's  Novellen.  Ebd.  1789 — 93.  \'I.  8®. 

Dasselbe.  Leipzig  1813.  8°. 

Goedeke  V,  505,  wo  der  Einzeldruck  von  1793  fehlt. 

Sidonie,  Gräfin,  von  Montabaur,  oder  die 

Geheimen  aus  Griechenland.  2 Thle.  Cöthen  1 798 
— 99.  8®.  326-1-321  S. 

Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  53,  61. 

Der  Zauberspiegel,  ein  Märchen  der  grau- 
en Vorzeit.  (Auch  m.  d.  Tit. : Bibliothek  [s.  d.]  der 
grauen  Vor  weit.  Bd.  3.)  Leipzig,  Voss,  1794.  8®. 

Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  16,  60.  — Müller  Frauenreuth: 
„Darin  schreit  ein  Weib  auf  die  Nachricht,  dass  ihre  Neben- 
buhlerin sie  verdrängen  werde,  in  einem  Anfall  von  Wut : 
„Nun  falle  der  Vorhang,  der  dir  meine  Wut  verbarg,  verfluchte 


Seidel — Seidler 


275 


Buhlerin!  Stärkt  diesen  Arm,  ihr  Mordgeister!  Liebe,  heiliges 
Band,  das  mein  Herz  an  ihn  kettete,  sei  zerrissen,  zerstückt! 
Zerstiebe  in  der  Luft,  wo  ich  Rache  atme!  Verflucht  sei 
jedes  Mitleid!  Verflucht  der,  der  mich  zurückhält!  Verflucht 
die  Buhlerin  auf  ewig!  Verdorre  Arm,  wenn  du  dich  scheust, 
den  Dolch  zu  führen!  Erschlafft,  vertrocknet,  zerspringt  ihr 
Nerven  auf  immer,  wenn  ihr  vor  dem  Stosse  zittert!  Auge, 
erblinde,  wenn  du  vor  dem  verruchten  Blute  zurückbebst ! 
Erlahmt,  Füsse,  wenn  ihr  den  Sprung  an  den  Altar  mir  weigert! 
Rache,  Rache,  Rache,  blutige,  schwarze,  schreckliche  Rache 
will  ich  üben!  Umgebt  mich,  Furien!  Treibt  mit  Höllen,- 
wut  mein  Blut  in  seinem  Kreislauf  umher!  Schlangengift 
koche  in  meinen  Adern!  Tigerblut  rausche  am  Herzen  mir! 
Löwenstärke  beseele  meinen  Arm,  wenn  ich  den  Dolch  nach 
dem  verdammten  Busen  ihr  stosse!  Er  fleische  das  buhlerische 
' Eingeweide  in  Stücken,  dass  weit  umher  der  Blutschaum  spritze! 
Heraus  Dolch!  blinke  ihr  Todesangst  entgegen!  Sieh,  Buh- 
lerin, so  rächt  sich  das  beleidigte  Wei|b!  (Sie  führt  einen 

Stoss  in  die  Luft.)  Stirb  hier  und  dort!"  (Entkräftet  sinkt 

sie  nieder.) 

SEIDEL,  Chr.  Timoth.  (1703 — 58),  Abhandlungen  von 
unerkannten  Sünden.  2 Thie.  Helmstädt  1744 — 45.  8®. 
SEIDEL,  Heinr.  Alex.  (Pastor  zu  Perlin  b.  Wittenburg  im 
Mecklenburgischen),  Das  Saufen,  im  Lichte  des  Evan- 
geliums. Eine  Predigt.  Parchim  u.  Ludwigslust  1842. 
Gr.  8°.  16  S.  Selten!  (In  Rostock,  Landesbibi.) 

Dr.  Franz  Schnitzer’s  Bibi.  München  1902.  Nr.  1322. 
SEIDEL,  M.  Samuel,  Die  gerechtfertigte  Priester- 
Heyrath  in  Schertz  und  Ernst  poetisch  entwor- 
fen. Lauben,  b.  Nicolaus  Schill.  1746.  4°.  2 Bog. 

O.  M.  V.  1746.  H I a;  Cat.  univ.  d.  Buchh.  d.  Waisenh. 

in  Züllichau  (174*);  Cat.  Meissner  IH.  p.  546;  Cat.  Monath 
IV.  p.  8. 

SEIDELIUS,  Simon,  Vom  Jungfrawen-Stande  vnd 
Clöstern,  vnd  ihrem  Vrsprung,  in  einem  Sermon 
vorgestellet.  Glückstadt  1638.  4*’.  Höchst  selten! 

Bibi.  Kielmans-Egg.  1.  p.  544;  Richey’s  Bibi.  S.  1.  Hamb. 
1762  p.  649. 

SEIDEMANN,  D.  G.,  ausübend.  Arzt  an  dem  großen  Narren- 
hospital unterm  Monde  (ps.),  Panazeen  für  allerley 
Wunden  der  gebrechlichen  Menschheit.  Ein  sa- 
tyrischer  Versuch.  Neustadt,  Wagner  (fing.),  o.  J.  (um  1800?). 
8®.  (6  Kr.  A.  H.  Huber,  Salzburg,  1908.) 

Fehlt  in  Weller's  Lex.  Ps.  — War  auch  in  Schmidt’s 
in  Dresden  Leihbibl.-Cat.  1819,  S.  422. 

SEIDENADEL,  E.,  Frauenzimmer.  Eine  wortge- 
schichtliche Untersuchung.  Strassburg  1903.  8°. 

(i  Mk.  Paul  Alicke,  Dresden,  1808.) 

SEIDLER,  H.  J.,  Bestimmung  der  Jungfrau,  ihr 


276 


Seifart — Sekt 


Verhältniss  als  Geliebte  und  Braut.  Quedlinburg 
1843.  80.  (60  Pf.  Schmidt,  Halle,  vor  1875.) 

SEIF ART,  Karl,  Lust,  Leiden,  Lieben  und  Leben 
aus  der  Vorzeit  und  Gegenwart,  Stuttgart,  A.  Krabbe, 
1857.  8®.  (In  Warmbrunn.) 

SEIFENBACH,  W.  (ps.  ?),  Fa  time,  Saladin  Jussuf  Ebe 
O 1 g u l’s  Tochter.  Eine  furchtbare  Rittergeschichte  aus  den 
Zeiten  der  Kreuzzüge  und  der  mächtigen  Vehme.  2 Bde.  Nord- 
hausen, b.  Ernst  Friedrich  Fürst.  1830.  12®.  (i  Rthl.  26V2 

Sgr.)  (3  Mk.  50  Pfg.  A.  Bielefeld,  1911.) 

Anzeige  d.  Verlegers:  „Die  Entwickelung  in  dieser  Er- 
zählung ist  vortrefflich;  der  Leser  wird  dadurch  wahrhaft  über- 
rascht und  sich  an  die  Stelle  des  Ritters  wünschen,  dem  die 
Tochter  des  mächtigen  Sultans  Saladin  zu  Theil  ward.“ 

SEIFENBLASEN  von  Amor  dem  Knaben,  s.  Amor 
der  Knabe.  (7  Mk.  50  Pfg.  Edm.  Meyer,  Berlin,  1911.) 
SEIFERT,  Karl,  Altdeutscher  Studentenspiegel. 
Bremen  1856.  (In  Dresden.) 

P.  E.  Richter,  Bibi,  geogr.  Germaniae.  Lpz.  1896.  S.  790. 
SEILEIR,  Der,  und  seine  Gehülfin.  Kpfst.  v.  ca.  1750. 
Interess.  Kostümbild,  Jer.  W o 1 f f exc.  Aug.  V.  30X19  cm.  (3  Mk. 
Wilh.  Scholz,  Brnschw.,  1897;  jetzt  theurer!) 

Ich  helff  euch  früh  u.  spat  die  stärksten  Seile  spinnen. 
Und  ihr  habt  selbsten  mich  ans  liebes  Seil  gebracht. 

Ich  helff  euch  euer  Brod  durch  meinen  Fleiss  gewinnen 
Helfft  ihr  mir  zu  dem  Fleisch,  wornach  mein  Hertze  tracht. 
Hätt  ich  den  Liebes-Gott,  der  mich  so  sehr  thut  kräncken 
Ich  wolt  ihn  heute  noch  mit  diesem  Strick  aufhencken. 

SEITEN-MUSTERÜNG,  Poetische  (von  Christian  Gottlieb 
König).  O.  O.  1742. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  67  (nach  Meusel).  — Sehr  rar! 

* SEIVERT,  Johann  (geb.  17.  April  1735  zu  Hermannstadt,  f 
24.  April  1785),  Siebenbürgische  Kleinigkeiten. 
(Zahme  anakreontische  und  leichte  lyrische  Poesieen.) 

Absit  a iocorum  nostrorum  simplicitate 
mahgnus  interpres. 

MART. 

Coburg,  Druckts  und  verlegts  Georg  Otto,  1758.  Kl.  8®.  (In 
Berlin  Y1  5201.) 

142  S.  (incl.  Tit.  in  hübscher  Bordüre).  Text  geschmückt 
mit  zahlreichen,  z.  Th.  reizenden  typogr.  Schlußornamenten.  S. 
iiyff:  „U  e b e r s e t z u n g e n (i.,.24.,  25.,  27.,  36.,  37.,  40. 
Ode  Anakreons,  dann  Stücke  nach  C a t u 1 1 u.  einigen 
Ungenannten).  — Rarl 

SEKT.  Jahrg.  VI,  Nr.  i,  3 (nebst  den  im  Umschlag  eingelass. 
Ansichtskarten),  16,  37;  VH,  Nr.  6,  9,  28. 

Confiscirt  Frühjahr  1912. 


Seladon — Selamintes 


277 


* SELADON  (d.  i.  Georg  Greflinger,  geb.  um  1620  bei  Re- 
gensburg, 1653  in  Hamburg  von  Rist  gekrönter  Poet,  „Celadon“ 
in  dessen  Schwanenorden,  f um  1677  als  Notar  in  Hamburg).  — 

Beständige  Liebe.  Mit  Titelkpfr.  Franckfurt  am 
Mayn,  Verlegt  von  Edouard  Schleichen  Buchhändlern.  M.  DC. 
XLIV.  (1644.)  8°.  (in  Berlin  2 'Expll.;  auch  in  Göttingen  [P.  2759] 
und  in  Hannover.)  TKpf.,  4 Bll.  u.  120  (Druckf.  statt  iii)  S. 
S.  59 ff. : Seladons  Wanckende  Liebe;  S.  79ff. ; 
Schertz-  vnd  Ernsthaffte  Gedichte.  — Von  größ- 
ter Seltenheit,  wie  die  ff.  Schriften.  — Biographisches  bei 
Goedeke  III,  87,  33. 

*  SELADONS  Weltliche  Lieder.  Nebst  einem 

Anhang  Schimpff-  vnd  Ernsthaffter  Gedichte. 
Franckfurt  am  Mayn,  In  Verlegung,  Caspar  Wächtlern,  Ge- 
druckt, bey  Matthaso  Kämpffern,  Im  Jahr  Christi,  M.  DC.  LI. 
(1651.)  (Nebst  Kupfertitel  u.  vielen  Musiknoten.)  8®.  184  u. 
70  S.  (Auch  in  Göttingen : P.  3000.) 

*  Celadonische  Musa  Inhaltende  Hundert 

Oden  Vnd  Etlich  Hundert  Epigrammat a.  Gedruckt 
im  Jahre  1663.  (Hamburg.)  12. 

„Nach  Oettingenist  der  Tod  des  Dichters,  der  in  der  Vor- 
rede vorausgesetzt  wird,  eine  Fiction  Greilingers,  der  wahr- 
scheinlich erst  1677  starb.“  — Urban,  Owen  p.  39,  Anmerkg. 

Jordens  VI,  247  no.  19  führt  eine  sonst  unbekannte 

Schrift  Greflinger^ s o.  J.  an,  betitelt ; Jungfernraub. 
SELADONIADE.  Ein  scherzhaftes  Heldengedicht 
in  fünf  Gesängen.  Prag,  bey  J.  F.  Edlen  von  Schönfeld, 
1779.  8°.  Rar! 

Karajan’s  Bibi.  II.  Wien.  1879.  1608. 

§ SELAMINTES.  — Der  Närrische  und  doch  Be- 
liebte CUPIDO,  oder  Ein  schertzhaffter  ROMAN, 
welcher  in  verschiedenen  neuen  und  raren  Geschichten  die 
Auffführung  der  jungen  Welt  vorstellet;  Nebst  einer  Vorrede, 
die  zu  einer  Recommendation  des  neulich  heraußgekommenen. 
Lieblichen  und  doch  Kriegerischen  CUPIDO  (des  Behmenus ; 
s.  d.)  dienen  kan;  außgefertiget  von  SELAMINTES.  Mit 
Titelkpfr.  Leipzig,  Halle  u.  Hamburg,  1713.  8°.  (In  München: 
an  P.  o.  germ.  259  d.) 

Tit.  (roth  u.  schwarz),  6 Bll.  Vorr.  u.  320  S.  Sehr  pikant 
u.  äusserst  selten  I 

Behmenus  (selbst  ein  üppiger  Erotiker),  Poetisches 
Cabinet  ....  Frf.  u.  Lpz.  1715.  Kl.  8^.  S 90:  Uber  Sela- 
mintes närrischen  und  Narrheitsvollen  Cupido: 

Dlß  Schmier-Werk  ist  gewiß  vor  Bestien  geschrieben. 

Ja.  Denn  es  handelt  nur  von  bestial’schen  Trieben. 

So  wird  der  Autor  auch  ohn  Zweiffel  solche  lieben. 
Wie  muß  die  Tugend  sich  hierüber  wohl  betrüben? 


( 


278 


Selamintes— Selbstmord 


—Die  glückliche  und  unglückliche  Liebe, 

oder  der  Unterschied  der  menschlichen  Gemü- 
t h e r , in  einigen  wahrhaften  Geschichten  und  lesens-würdigen 
Roman  abgebildet  von  Selamintes.  Ibid.  1711.  80.  i Alph. 
Große  Seltenheit! 

Lpz.  M.  M.  V.,  1710.  E3a;  Frf.  u.  Lpz.  O.  ]M.  171  i. 

Gab;  Cat.  Meissner  II.  p.  661. 

Behmenus,  I.  c.  S.  19  (Vorrede);  „Hingegen  schaue 
man  Selamintes  „glückliche  und  unglückliche  Liebe",  im- 
gleichen den  „närrischen  und  doch  beliebten  Cupido“  an,  und 
sage  alsdenn  unpartheyisch ; ob  diese  Bücher  nicht  mit  recht 
absurden  und  aller  Tugend  und  Ehrbarkeit  zuwider  Jauffenden 
Fratzen  und  Zoten  fast  vom  Anfänge  biß  zu  Ende  angefüllet? 
Was  findet  man  nicht  vor  safftige  Sachen  in  seinem  närr- 
ischen etc.  Cupido,  p.  134.  135.  138?  Ja  ist  es  nicht  schänd- 
lich, unchristlich,  lästerlich,  und  höchst  ärgerhch,  Redens- 
Arten  anzuführen,  mit  welchen  um  Jesu  Christi  Wunden  jemand 
zur  Hurerey  invitiret  wird,  und  einen  wie  abgeschmackten, 
so  auch  verwerfflichen  Brief  zu  eröffnen,  da  man  um  Gottes 
Barmherzigkeit  und  um  Christi  Willen,  von  seiner  Maitresse, 
einer  Gottlosen  Ehebrechdrin,  Geld  bittet,  wie  pag.  129.“ 
SELBSTDENKER,  Johannes  (d.  i.  Joh.  Friede.  Wilh.  An- 
der ssen),  Dönchen  über  Dönchen,  nebst  Epistel 

an  die  Venus-Nymphen  zu  Paphos!  oder  Kuddel- 
muttel  (so!)  an  allen  Ecken.  Gegenstück  zum  Bruder 
Pfiffikus  ....  von  — . Altona  1841. 

Anon.-Lex.  I.  p.  414  (nach  Schröder);  Weller,  Lex.  Ps. 

p.  512.  — Sehr  rar! 

SELBSTGESTÄNDNISSE  einer  Frau  von  Stande.  Seiten- 
stück zu  Hermann  von  Löbeneck.  2 Thle.  Stockholm  (Ro- 
stock 1809).  80.  Zahm.  (G/s  Rthl.  Scheible,  vor  1875.) 

Fehlt  Kayser  p.  115  unter  Romanen.  Weller,  fing.  Dr. 

— Der  andere  auf  d.  Titel  erwähnte  Roman  (von  Ludw. 
Aug.  Kühler)  erschien  in  2 Theilen:  Lpz.,  Göschen,  1805 — 6.  8°. 
SELBSTGESTÄNDNISSE  einer  Verführten.  (Zahmer 
Roman.)  Mit  Titelvignette.  Rudolstadt,  1808.  Hofbuchhand- 
lung. 8°.  (4  Mk.  Max  Jäckel,  Potsdam,  1908.) 

Hat  auch  d.  Tit. : Gemälde  nach  dem  Leben,  in 
Teutschland  gesammelt.  Bd.  i. 

SELBSTMORD,  Der.  Eine  Erzählung  (in  satyr.-burlesken 
Versen).  (Motto  aus  Tissot,  betreffend  den  Trunk.)  Mit 
nettem  Titelkpf.  u.  drast.  Titelvignette.  Leipzig  u.  Zwickau, 
bey  Christian  Lebrecht  Stielern  (c.  1770).  8^.  (3  Mk.  50  Pfg. 
Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1911.) 

81  S.  incl.  Titel  u.  9 Bll.  Zuschr.  [„Dem  patriotisirenden 
Herrn  Orgon“].  Abgetheilt  in  2 Bücher  in  verschied.  Vers- 
maßen. 

SELBSTMORD  u.  Raserey,  die  Folgen  der  zärt- 
lichsten Liebe.  Ein  Beytrag  zur  Erfahrungs-Seelenkunde 
(zahme  W’ertheriade),  von  H . . ch  M . . r (d.  i.  Heinrich 


Selbstverbannung — Selimantes 


279 


Maller),  1798.  S«.  (V2  Rthl.)  147  S.  (3  Mk.  50  Pfg.  Adolf 
Weigel,  1906.) 

Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  54,  369.  Erstlingswerk  des  be- 
kannten Vielschreibers,  Predigers  in  Menz  bei  Magdeburg. 
— Goedeke  VI,  401,  i.) 

Dasselbe.  Leipzig  1808.  8°. 

§ SELBSTVERBANNUNG  oder  die  schöne  Einsiedle- 
rin n.  Novelle.  (Aus  d.  Französ.  der  Mme.  Cazenove  d’Arlens, 
nöe  Constant  d’ Hermanches.)  Mit  Titelkpfr.  u.  gestoch. 
Titel.  Düsseldorf,  in  der  Königl.  Bayr.  Hofbuchh.  1806.  Gr.  8°. 
4 Bll.  u.  152  S.  (In  München:  P.  o.  gall.  350m.)  (i  Mk. 
50  Pfg.  Scheible,  Cat.  147.) 

Freie  Uebersetzg.  der  zahmen  Novelle  „Germaine“.  Genfeve 
1805. 

SELCONTES  (ps.).  Der  Betrug  bey  der  Schäferey. 
Langensalza  1751. 

Goedeke  IV,  81,  51,  nach  Godsched’s  Vorrath  2,  276. 
SELB,  A.  V.,  60  Jahre,  oder : Leben  an  Bauer-  u. 
Fürstenhöfen,  unter  Säufern,  Kindern  u.  Ver- 
brechern. Leipzig  1865.  8°.  (7  Mk.  50  Pfg.,  Expl.  mit 

eigenhänd.  Widm.  d.  Vf.,  Max  Harrwitz,  c.  1903.) 

Inhalt:  Der  poln.  Adel;  Napoleon  I.;  Friedrich  d.  Gr.; 
York;  Wittgenstein;  Duell;  Fürstin  Liegnitz;  Zuchthäuser; 
Hamburg;  Krakau;  Westphäl.  Gebräuche;  Magdeburg  etc.  etc. 

SELIGMANN,  Dr.  S.  (Augenarzt),  Der  böse  Blick  und 
Ver-wandtes.  Ein  Beitrag  zur  Geschichte  des  Aberglaubens 
aller  Zeiten  und  Völcker.  2 Bde.  Mit  240  interess.  Abbildgn. 
1910.  Lex.-8°.  Ca.  700  S.  (Br.  Mk.  12 — , Origbde.  15 — .) 

Offerirte  R.  Hirsekorn,  Berlin,  1910. 

Aus  dem  Inhalt:  Die  Magie  und  Zauberei  der  Chaldäer. 
Die  ägyptische  Magie  im  Vergleich  zur  Chaldäischen.  Die 
chaldäisch-babylon.  Religion  und  ihre  Lehren.  Religionssystem 
der  akadischen  Zauberbücher.  Religion  und  Magie  der  turan- 
ischen  Völker.  Das  akadische  Volk  und  seine  Sprache.  Die  Pyra- 
miden Chaldäas  und  Aegyptens.  Hymnus  an  Aku,  Sin  und  Istar. 
Wahrsagerei  und  Weissagekunst  der  Chaldäer.  Auguren.  Opfer 
und  Vogelschauer.  Vorbedeutungen  der  atmorsphärischen  Er- 
scheinungen. Prophezeihungen  aus  Feuer,  Wasser  und  Edel- 
steinen, Pflanzen,  Tieren  und  zufälligen  Begebenheiten.  Wahr- 
sagerei aus  Missgeburten.  Die  Träume  und  ihre  Deutung.  Die 
Pythonen.  Vorbedeutungen  geometrischer  Figuren.  Die  sechs 
ersten  Kapitel  des  Buches  Daniel. 

* SELIMANTES  (d.  i.  Chp.  Gottl.  Wendt).  — PoetischeWaa- 
ren,  zu  Marckte  gebracht  von  Selimantes.  Erste  (einz.) 
Ladung.  Hamburg,  Thom.  v.  Wierings  Erb.,  1729.  (Nebst 
Kupfertitel.)  8°.  (In  Berlin:  Yk  4541.)  (15  Mk.  v.  Zahn 

& Jaensch,  Dresden,  c.  1902.) 

9 Bll.  Vorst,  u.  426  SS.  Meist  weltl.  Poesien,  oTt  Irivol. 
U ngemein  selten  1 


28o 


Selimenes 


Dr.  Otto  Flohr,  Gesch.  d.  Knittelverses.  Berlin  1893. 
Gr.  8^.  S.  84  schreibt  Flohr  irrthümlich  diesem  Pseud.  die  von 
Amaranthes  (Corvinus)  verfassten  „Proben  der  Poesie"  zu. 

* SELIMENES  (d.  i.  Joh.  Michael  Fleischer),  Die  wunder- 
bahre und  e r s t a u n e n s - w ü r d i g e Begebenheiten 
des  Herrn  von  LYDIO,  Worinnen  dessen  fast  un- 
glaubliche und  unerhörte  FATA  enthalten;  In- 
sonderheit wie  er  durch  einen  entsetzlichen  Sturm  auf  eine 
unbewohnte  Insul  geworffen,  auff  derselben  6.  Jahre  ohne 
einiges  Menschen  Hülffe  oder  Gesellschafft  zugebracht;  End- 
lich aber,  nachdeme  solche  durch  ein  erschreckliches  Erd- 
beben erschüttert,  ihr  gantzes  Fundament  loß  gerissen,  und 
Stück-weiß  von  Wind  und  Wellen  an  das  feste  Land  von 
Africa  getrieben  worden;  haben  ihn  die  Barbaren  erhaschet,, 
und  in  die  Sclaverey  gestürtzet,  in  welcher  er  biß  An.  1727. 
den  13.  August  verharren  müssen,  da  er  Gelegenheit  gefunden, 
sich  durch  eine  sonderbahre  Schickung  daraus  zu  erretten; 
Mit  untermengten  curieusen  (oft  sehr  liederlichen  u.  pikanten) 
Geschichten  anderer  Personen,  von  ihme  selbst  beschrieben ; 
der  neu-begierigen  Welt  aber  mitgetheilet  durch  SELIMENEM. 
Franckfurt  und  Leipzig,  1730.  Bey  JOHANN  NICOLAI  LOS- 
SIUS.  80.  (In  Berlin:  Yv  2323.) 

Titel  (roth  u.  schwarz),  i unbez.  Bl.  Vorr.  („Geneigter  Leser"). 
34»  S. 

*  Dasselbe.  AndereAuflage.  Franckfurt  und  Leipzig. 

1732.  Bey  Johann  Nicolai  Lossius.  80.  (In  Berlin:  Yv  2321.) 
(Auch  im  Besitze  des  Prof.  Dr.  Ullrich,  wie  die  beiden  folg. 
Thle.) 

Titel  (schwarz),  i Bl.  Vorr.,  348  S. 

Sehr  originell  und  lasciv  ein  Huren-  und  Kupplerin- 
Tagebuch,  S.  26. — 40,  überschrieben : „T  a g e - R e g i s t e r, 
was  mir  (Amalia  und  ihrer  Mutter  Rosina)  sonderbahres  in 
meinem  Leben  zugestossen,  angefangen  den  23sten  May  1714. 
(,)  da  ich  netto  13  Jahre  erreichte,  in  L i n d e n b u r g“. 

*  Der  Wunderbahren  und  erstaunens  - wür- 

digen Begebenheiten  des  Herrn  von  LYDIO  An- 
derer Theil,  Welcher  dessen  Flucht  aus  der  Türckischen 
Sclaverey,  nebst  denen  bey  sich  habenden  Persohnen,  wie  nicht 
weniger,  was  sich  merck-  würdiges  dabey  zugetragen,  in  sich 
hält.  Von  ihme  selbst  beschrieben,  der  gelehrten  Welt  aber 
mitgetheilet  von  SELIMENEM.  Leipzig  und  Copenhagen  Bey 
Johann  Nicolas  Lossius.  1731.  8°.  (In  Berlin:  an  Yv  2323.) 

Titel,  282  S.,  I weisses  Bl.  — S.  129 — 144:  „Der  durch 
seinen  übermäßigen  Geitz  zum  Hahnrey  creirte 
Handelsman  n.“  Eine  noch  pikantere  Hahnreigeschichte 
in  der  darauf  (S.  144 — 242)  folgenden  „Historie  T h o m ae 
M o r a V i i." 


Selimenes 


281 


* Der  w u n d e r b a h r e n und  e r s t au  n e n s w ü r - 

digen  Begebenheiten  des  Herrn  von  Lydio.  Drit- 
ter T h e i 1.  Worinnen  dessen  fast  unglaubliche  und  uner- 
hörte Fata  wfeiter  ausgeführet,  auch  die  wunderbahre  Lebens- 
Erhaltung  Selindens  und  Leonorens  in  dem  greulichen  Schiff- 
bruch beschrieben  wird.  Mit  untermengten  curieusen  Ge- 
schichten anderer  Persohnen,  von  ihme  selbst  beschrieben,  der 
neubegierigen  Welt  aber  mitgetheilet,  durch  SELIMENEM. 
Franckfurth  und  Leipzig,  1734.  Bey  Johann  Nicolai  Lossius. 
8®.  (In  Berlin:  an  Yv  2323.) 

Titel,  I BL  Vorn,  286  S.  Einiges  in  Versen. 

Die  vvunderbahre  und  erstaunens-würdige 

Begebenheiten  des  Hern  von  Lydio,  drey 
T h e i I e , Worinnen  dessen  fast  unglaubliche  und  unerhörte 
Fata  enthalten;  Insonderheit  wie  er  durch  einen  entsetzlichen 
Sturm  auf  eine  unbewohnte  Insul  geworffen,  auf  derselben  6. 
Jahre  ohne  einiges  Menschen  Hülffe  oder  Gesellschaft  zuge- 
bracht; Endlich  aber,  nachdem  solche  durch  ein  erschreck- 
liches Erdbeben  erschüttert,  ihr  gantzes  Fundament  loßgerissen, 
und  Stück-weiß  von  Wind  und  Wellen  an  das  feste  Land 
von  Africa  getrieben  worden;  haben  ihn  die  Barbaren  er- 
haschet, und  in  die  Sclaverey  gestürtzet,  in  welcher  er  biß 
An.  1727  den  13.  August  verharren  müssen,  da  er  Gelegen- 
heit gefunden,  sich  durch  eine  sonderbahre  Schickung  daraus 
zu  erretten;  Mit  untermengten  curieusen  Geschichten  anderer 
Personen,  von  ihm  selbst  beschrieben;  der  neu-begierigen  Welt 
mitgetheilet  durch  Selimenetn.  Dritte  Auflage.  Copen- 
hagen  und  Leipzig.  Bey  Friedrich  Christian  Pelt  1754.  8°. 
(Im  Besitze  des  Prof.  Dr.  Ullrich;  auch  in  Bremen,  Stadtbibi.) 

I:  Tit.,  I unbez.  Bl.  Vom,  296  S.  II:  S.  297 — 524.  III: 
Tit.,  I unbez.  Bl,  Vom,  208  S. 

Journalist  e.  Der  verliebte,  ans  Licht  gestehet 

durch  Selimenetn.  Erste  (einz.)  Communication.  Franck- 
furt  u.  Leipzig  1729.  8°.  (In  Carlsruhe:  Qb  1304.)  (25  Mk.  Jos. 
Baer  & Co.,  1911.) 

61/2  Bog.  Aeusserst  selten,  wie  die  2 folgenden  Romane. 

Die  Nordische  LUCRETIA,  vorgestellt  in 

der  Anmuthigen  Liebes-Geschicht  eines  Nord- 
ischen Bürger-Mädgens,  durch  SELIMENEM.  Franck- 
furth und  Leipzig.  Anno  MDCCXXXI.  (1731.)  8°.  (In  Dresden: 
Lit.  Germ.  rec.  C.  720.) 

2 Bll.,  353  S.  Sehr  pikant  und  lüstern.  „Der  gantzen  Hoch- 
löbl.  und  Tugendhafften  (!?)  Nymphen-Schaar  des  weiten 
NORDENS“  gewidmet. 

Moralische  und  scherzhafte  Gesundheiten, 

s.  Trinksprüche. 


282 


Selimor — Seile 


* SELIMOR,  Der  Steigende  und  Fallende,  s.  Mar- 
te au. 

* SELIMORS  Bericht-Schreiben  an  Rosandern, 
was  er  in  puncto  der  Chyromantie,  mit  zwoen  Damen,  deren 
Zustand  ihm  wohl  bekant,  und  die  ihm  in  dem  Hause  seiner 
Mama  zugesprochen,  vor  sonderbare  (stark  erotische)  A v an- 
t u r e n gehabt. 

Sehr  pikante  Erzählung  in  Versen,  enthalten  in;  Beh- 
menus  (ps.),  Poetisches  Cabinet  ....  Franckfurt  u.  Leipzig, 
im  Jahr  1715.  Kl.  8°.  S.  83 — 87.) 

SELINDE,  eine  Ritter-Geschichte  in  dreyen  Büchern.  (In  Ver- 
sen von  Paul  V.  Stetten.)  Mit  Titel-Vign.  u.  4 hübschen 
Kpfrn.  (in  Rococo-Umrahmgn.,  J.  E.  Nilson  fec.  & exc. 
Aug.  V.).  Augsburg,  verlegts  Elias  Tobias  Lotter,  1764.  40. 
80  S.  Zahm.  (In  Stralsund,  Rathsbibi.)  (4  Mk.  C.  Baader, 
Hamburg,  1888.) 

SELINDE  ....  1782,  s.  Düsseldorf. 

§ * SELINTES  (ps.).  — Cupidon  rebute.  Oder  Folger- 
ungen Einer  Verachteten  Liebe,  Wie  selbige 
Sich  bey  allen  TEMPERAMENTEN  ereignen,  Ange- 
mercket.  Und  den  Liebhabern  der  Morale  mitgetheilt  Von 
SELINTES.  Mit  Titelkpfr.  O.  O.  1722.  Kl.  8».  70  S.  (In 
Berlin:  Yz  1451.) 

Etwas  freie  Satyre  in  Dialogform.  Die  Colloquenten  sind 
Sanguineus,  Cholericus,  Melancholicus,  Phlegmaticus.  — Höchst 
selten! 

SELLE,  Thomas  (geb.  zu  Zörbig  in  Sachsen,  d.  23.  März 
1599,  1624  Rector  zu  Wesselburen  in  Ditmarschen,  dann  bis 
1636  in  Heide,  von  da  an  Cantor  in  Itzehoe,  1641  Stadtcantor 
u.  Musikdirektor  am  Dom  zu  Hamburg,  f 2.  Juli  1663.  — 
Goedeke^  II.  p.  81,  87,  nach  Gerber,  A.  Lex.  2,  497  ff.;  N.  Lex. 
4,181;  MfM.  8,51.).  — Concertatio  Castalidum, 

h.  e.  Musicalischer  streit.  Welchen  die  neun 
Göttinnen  bey  dem  Parnasso  C o n c e r t a t i o n s 
weise  vntereinander  eingestellt  vnd  jenes  Groß 
Fürsten  vnd  Praesidenten  Apollinis  censur 
submittiret  vnd  vntergeben,  ä 3.  Vocibus  Nach 
jetziger  Newen  Manier  Componiret,  Vnd  In  Druck  gefertiget 
Von  Thoma  Sellio  Cervicca-Saxone  Scholas  Heidanae  p.  t. 
Collega.  3 Hefte.  Cantvs.  Tenor.  Bassvs.  Hamburg,  In  Ver- 
legung Michael  Herings.  Im  Jahr,  1624.  4°.  (In  Hannover.) 
IO  Lieder,  deren  Verzeichniss  bei  Goedeke,  I.  c.  — Fötis 
VIII.  p.  II.  no.  i;  Auction  Lobris.  München  1895.  no.  1289. 
— Rarität,  wie  das  folgende  Werk. 

— — Deliciae  Pastorum  Arcadias,  h.  e.  ARcad- 
ische  Hirten  Frewd,  darinnen  Zehn  newe  Welt- 


Seile — Seltenheiten 


283 


liehe  mit  lustigen  A mo  r e u s i s c h e n Textlein  ge- 
zierte Pastorellen  begriffen,  ä 3.  Vocibus  Nach 
jetziger  Invention  Componiret,  Vnd  in  Druck  gefertiget  Von 
Thoma  Sellio  Cervicca-Saxone  Scholas  Heidanae  p.  t.  Collega. 
3 Hfte.  Cantus  Prior.  Cantus  posterior.  Bassus.  Hamburg, 
In  Verlegung  Michael  Herings.  Im  Jahr,  1624.  4°.  (In  Han- 
nover.) 

II  (1)  Lieder,  deren  Verzeichniss  bei  Goedeke,  I.  c.  — 
Fetis  VIII.  p.  II.  no.  2;  Auction  Lobris  no.  1290. 

SELLEN,  Gustav  (d.  i.  Ludw.  v.  Alvensleben),  Ehestands- 
grammatik. Reutlingen  1828.  12O.  (60  Pfg.  A.  Bielefeld, 
vor  1885;  jetzt  höher!) 

Der  Lügenkaiser.  Seltsamliche,  wunder- 
bare, abenteuerliche  u.  dennoch  wahrhaftige 
Schicksale  d.  Herrn  v.  Münchhausen  II.  (jun.), 
würdigen  Nachkommen  des  weiland  berühmten  Erb-  u.  Ge- 
richtsherrn gleichen  Namens.  Nach  aufgefundenen  Papieren 
bearb.  u.  hrsg.  Mit  Abbildungen.  2 Bde.  Leipzig,  o.  J.  8®. 
(12  Mk.  H.  Streisand,  Berlin,  1908;  2 Mk.,  nur  Bdchn.  i, 
„Meissen“,  o.  J.,  1909.) 

Die  Z w i 1 1 i n g s b u r g e n , der  Weiberfeind, 

der  B i r n e n d i e b(,)  nebst  noch  einigen  Erzählungen  (das 
Kommando  bei  der  Bagage,  die  Wette,  die  Stief- 
kinder). Leipzig,  bei  Christian  Ernst  Kollmann(,)  1826.  8°. 
Titel,  277  S.,  I S.  Inh.,  i Bl.  Verlag  d.  Firma.  — Alle 
6 Nrn.  zahm. 

SELLWART,  Adolph.  Eine  Geschichte,  wie  sie  die  Welt 
aufstellen  kann  (von  Gottlob  Heinrich  Heinse).  2 Thle.  Gera, 
Rothe,  1786.  80.  (1V3  Rthl.)  r 

Frühestes  Produkt  des  Vf.  Goedeke  V,  515,  i hat 
ohne  Theilesangabe  unrichtig  „Sellwärt“.  — Anon.-Lex. 
IV.  p.  68  (nach  Kayser  u.  Meusel). 

SELMA  oder  das  Mädchen  vom  Hundsrück.  Eine 
romant.  Erzählung.  Quedlinburg  u.  Leipzig,  Basse,  1822.  8°. 
237  S.  Zahm.  (3  Mk.  50  Pfg.  Rossberg,  Lpz.,  1910.) 
SELLMANN,  Ernst.  Eine  Geschichte  von  den  vie- 
len Wendungen  des  menschlichen  Herzens.  2 
Thle.  Mit  i Titelkpfr.  u.  i Titelvign.  Breslau,  bey  J.  F. 
Korn  d.  Aelt.  1788 — 90.  80.  372  u.  426  S.  Zahm. 

SELTENAU,  Karl  und  Roder,  oder  Leiden  und  Freu- 
den der  Welt.  Leipzig,  Beer,  1797.  80.  (2/3  Rthl.)  Selten! 
SELTENHEITEN  aus  der  Menschen-  und  Geister- 
welt. Vom  Verfasser  des  „Pensalvin“  (von  J.  F.  E.  Albrecht). 
Th.  I.  (einz.)  Leipzig  1796.  Kl.  8°.  Zahm.  (36  xr.  Scheible, 
1868;  jetzt  höher!) 


284 


Seltennüchter — Semiramis 


§ SELTENNÜCHTER,  Meister  Stephan  („der  ein  durstiger 
Weinbruder“),  Haus-  Kriegs-Comödie,  darinnen 
alle  Ehrentitel  und  Praedicata,  so  die  bösen 
Weiber  ihren  Männern  zu  geben  pflegen,  mei- 
sterlich beschrieben.  O.  J. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  513.  — Höchst  selten  I 
SELTOW,  Alfred  von.  Ein  Gemälde  aus  den  neu- 
esten Zeiten  (angeblich  auf  Wahrheit  beruhende  Geschichte 
eines  Offiziers,  mit  fingirten  Namen)  von  F.  W.  v.  S. 
(d.  i.  Friedr.  Wilh.  v.  Sydow,  preuß.  Major  a.  D.).  2 Thle. 
Mit  2 Ornament-Titelvign.  Freyberg,  1812.  bey  Graz  und 
Gerlach.  8°.  (In  Dresden.)  (3  Mk  E.  Frensdorff,  1906;  10  Mk., 
Expl.  mit  handschriftl.  „Schlüssel“,  Adolf  Weigel,  1901.) 

Stellenw.  etwas  verfänglicher  Roman^  dessen  Held  der  Ver- 
fasser selbst  ist.  Seine  Frau  unter  d.  Namen  Allwine  ist 
die  Tochter  des  verstorb.  Hauptmanns  von  Criegern  zu 
Thunitz  bey  Bischofswerda  in  der  I^usitz.  Der  Schau- 
platz ist  zumeist  Sachsen,  auch  Altenburg  etc.  i : 208  S. 
(incl.  Tit.,  4 S.  Vorr.  u.  5 S.  Einleitg.).  2 : S.  209 — 340 
(incl.  Tit.  u.  i Bl.  Druckf,). 

SELTSAMKEITEN,  Poetischer,  4 Stücke  (in  i Bde.).  (Stück  i 
mit  d.  Motto  aus  Canitz:  ,,Mein  GOtt  wie  rasen  nicht  die 
Dichter!“)  Leipzig  (o.  Adresse)  1729 — 30.  8°.  (In  Leipzig, 
Stadtbibi.)  Höchst  selten! 

Curiose  Anthologie  mißrathener  Gedichte.  Sehr 
selten  u.  nahezu  unbekannt!  Tit.,  3 Bll.  Vorr.  d.  Herausg. 
(unterz.  Verstandlieb)  u.  31 1 fortl.  gez.  S.  Besonders  unter 
den  Stück  4 füllenden  Hochzeit-Gedichten  manch  Er- 
götzliches. 

SEMIRAMIS,  Die  Aller-Erste  Regierende  Königin 
(von  Joh.  Martin  Köhler).  O.  O.  u.  J.  (1683). 

Anon.-Lex.  IV.  p.  68  (nach  Schröder  u.  Weller).  — Rar! 

SEMIRAMIS.  Ein  romantisches  Gemählde  der  Vor- 
zeit (von  Carl  Heinr.  Ludw.  Pölitz).  Freyberg,  Graz,  1800. 
80.  (i  Rthl.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  68  (nach  Meusel);  Kayser  hat .Ge- 

mälde aus  dem  Altert  hu  me“. 

SEMIRAMIS.  (Dramat.  Skizze  von  Georg  Friedr.  Daumer.) 
Frankfurt  1836. 

1.  c.  (nach  Goedeke). 

SEMIRAMIS,  ein  pantomim.  - heroisch-tragisches 
Ballet  ....  (von  David  Aug.  v.  Apell).  Cassel  1805. 

1.  c.  (nach  Strieder,  Kayser,  Meusel). 

SEMIRAMIS,  Die  neue.  Heroisch-komische  Tra- 
vestie. Oper  in  3 Aufzügen  (von  Joachim  Perinet). 
Wien  1806. 

— — Dasselbe.  Ebd.  1808. 

1.  c.  (nach  Goedeke). 


Semikowski — Sem  perlustig 


285 


SEMMIKOWSKI,  J.  (vielleicht  Daniel  v.  Käszony?),  Pach- 
ters Anna  in  Pension  oder  16  Freier  zu  gleicher 
Zeit.  Leipzig,  Verlags- Anstalt  (W.  Röhl),  o.  J.  (c.  1875).  8^. 
(Mk.  I — ; herabgesetzter  Baarpreis  15  Pfg.)  (Vk  Rthlr.  Fisch- 
haber, vor  1880.) 

Allg.  Central- Anzeiger,  no.  i.  Berlin  3.  Aug.  1877. 
SEMPACHER,  Andreas,  der  Teppichhändler  aus 
Tyrol  auf  seinen  Fahrten  u.  Wanderungen,  oder 
Geheimnisse  eines  Zöglings  unbekannter  Obe- 
rer. Verfass.  (?)  v.  Jeanette,  das  Kammermädchen.  Neu  illu- 
strirte  Ausgabe.  6 Thle.  Mit  i Portr.  A.  S.’s.  (color.  Lithogr.). 
Meissen  1850.  8°.  (10  Kr.,  eleg.  Ppbd.,  A.  H.  Huber,  Salz- 
burg, 1909.) 

SEMPER  Idem  (ps.),  Satyrische  Grillen-Practica, 
Oder:  Der  nach  dem  Lauf  des  Gehirns  (sic!)  wohl 
eingerichtete  lustig  und  lächerliche  A LA  MODE 
Calender,  Nach  der  neuesten  Delicatesse,  ....  herausg. 
von  Semper  Idem,  Aethiopischen  und  Osmidentalischen  Astro- 
nomo,  gebürtig  von  der  Insel  Calicut,  aus  der  Portugiesischen 
Meer-Enge.  Gedruckt  zu  Rospoli  im  Schweitzer- Gebürge,  auf 
immerwehrende  Zeiten.  (Ende  XVII.  Jh.)  8°.  32  S.  Rar! 

* SEMPER  LUSTIG,  Der  in  der  Einsamkeit  und  in 
Gesellschaften  allzeit  fertige  schnackische 
Lustigmacher,  enthaltend  anmuthige,  curieuse  und  lustige 
Geschichte  und  Begebenheiten,  denen  Müssigen  zum  Vergnü- 
gen, denen  Melancholischen  zur  Aufmunterung  und  denen  die 
Zeit  vu  lang  wird  zum  Zeitvertreib  gesamlet  von  — . (Zierstock.) 
Cosmopoli,  auf  Kosten  der  Universität  1762.  80.  (In  Berlin: 
Yt  II  271.) 

Drolliges  neuntheiliges  TKpf.,  Tit.,  179  SS.,  9 unbez.  SS. 
Reg.  Enth.  in  2 Abth.  192  u.  73  Historien. 

§ — — Dasselbe.  Ibid.  1785.  8°.  (In  München:  L.  eleg.  m. 
508  m.) 

Critik  der  Titel.  Halle  1804.  8°.  S.  137:  Die  sehr 
kurze  u.  bündige  Recension  dieser  Schrift  in  der  Allg.  Lit- 
teraturztg.  (1785.  Nr.  206)  lautet:  „Der  — Lustigmacher  u.  s.  f . 
ist  etwa  von  einem  Hausknecht  in  einer  Dorfschenke 
zum  Behuf  einkehrender  Eseltreiber  zusammengeschmiert 
worden.“ 

SEMPER  LUSTIG  (ps.).  Das  schnurrige  Sextet,  oder : 
Lachen  erregender  Wettstreit  nationaler  Witzfunken, 
Aus-  und  Einfälle,  Anekdoten,  Naivetäten,  Spässe,  Bonmots 
und  allerlei,  das  Zwerchfell  erschütternder  Possen  und  Schnaken 
Wopuchlei’s  des  Böhmen,  Istraufy’s  des  Ungarn,  Häseli’s 
des  Schwaben,  Staberl’s  des  Oestreichers,  Nante  des 
Berliners,  und  Isak  Fleckeies  des  Juden.  Leipzig,  o.  J. 
8“.  167  S.  Selten!  (2  Mk.  50  Pfg.  E.  Frensdorff,  1906.) 


286 


Sempiternus — Sendbrief 


SEMPITERNUS,  Hilarius  (ps.).  Der  kurtzw  eilige  Hi- 
storicus.  1727. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  513. 

* — — Der  kurtzweilige  Polyhistor  In  welchen  (so!) 
Viele  auserlesene  lustige,  possirliche,  ....  Historien  und  Ge- 
schichte ....  Von  Hilario  Sempiterno.  Cosmopoli  Auf  Kosten 
der  Universität  (Erfurt,  Ritsche)  1719.  8°. 

3 Bll.  Vorst.,  248  SS.,  6 Bll.  Reg.  Enth.  in  4 Abth. 
99,  96,  81  u.  46  Nrn. 

Dasselbe  1727. 

Weller,  fing.  Dr.  I.  p.  69. 

§ — — Dasselbe,  tit. : Der  vermehrte  kurtzweilige 
POLYHISTOR  In  welchem  400.  auserlesene  lustige,  possir- 
liche, Theils  schertz-  theils  ernsthaffte  Historien  u.  Geschichte 
erzehlet  u.  beschrieben  werden.  Zur  vergnügten  Gemüths-Er- 
götzlichkeit  ans  Licht  gestehet  von  HILARIO  SEMPITERNO. 
COSMOPOLI,  Auf  Kosten  der  Universität  (Erfurt,  Ritsche) 
1728.  8®.  (In  München:  L.  eleg.  m.  602,2.) 

Tit.  (roth  u.  schwarz  .gedi^.),  i Bl.  Vorr.  u.  284  SS.,  nebst 
7 Bll.  Reg.  der  4 Abthlgn.  ä 100  Nrn. 

Dasselbe.  Ebd.  1731.  8^.  (Weller,  Lex.  ps.  p.  513.) 

Sämmtlich  rar ! 

SENAULT,  J (ean)  F (rangois).  Rechtmässiger  Gebrauch 
der  Gemüthsbewegungen  des  Menschen:  wie 
Sülche  mächtiglich  beherrscht,  und  der  Sünden  Sinnlich- 
keit, zu  aller  Tugenden  Behäglichkeit  geleitet  werden  sollen.  Aus 

d.  Frantz Mit  2 Kpfrn.  Ulm,  Ge.  Wildeisen,  1657.  8°. 

(In  Wolfenbüttel.)  Rar! 

SENDBRIEFF,  Ein  neuer,  von  dem  (?)  bösen  geyst- 
lichen  geschickt  zu  yrem  rechten  Herrenn.  Eine 
Antwort  vonn  yrem  erbheren  vn  ist  fast  lustig  zu  lesen. 
Anno  1521.  4 Bll.  4°.  (13  Mk.  Isaak  St.  Goar,  Frf.  a.  M., 
1909:) 

Weller,  Repert.  typogr.  no.  1674.  Aufgenommen  in  Schade. 
Satiren.  D.  erste  Brief  beginnt  „dem  Grosmechtigen  Fürsten 
ynd  Herren  Herr  Lucifern  sampt  s.  hellischen  Versammlung.“ 
darauf  folgt  „Des  hellischen  Fürsten  Antwort.“  — Höchst 
selten  I 

SENDDBRIEFF,  Ayn,  vonn  ainer  Andächtigen 
f r u m (m)  en  klosterfrawen  von  Marienstayn,  an 
yren  bruder  Endris  vonn  wegen  der  Luther- 
ischen 1er  etc.  Mit  Titelbordüre  (links  ein  Narr,  rechts 
ein  Bauer).  O.  O.  1524.  4°.  6 Bll.  (12  Mk.  Völcker,  Frf.  a.  jNL, 
1906:) 

Panzer  II.  2464.  Eine  Vertheidigung  des  Kloster- 
lebens, seitens  einer  Nonne  gerichtet  an  ihren  Bruder 
Andreas  N.  in  Nürnberg.  — Sehr  rar,  wie  die  folgende 
Schrift. 


Senden — Senffkoni 


287 


Anntwurt  auf  den  sendbrieff  ainer  vermain- 

ten  gaistlichen  k 1 o s t e r f r a w e n , der  von  Marie- 
s t a i n (Kloster  regulierter  Chorfrauen  Augustiner-Ordens,  an 
der  Altmühl  nahe  bei  Eichstädt)  aussgangen,  kloster 
leb(e)n  vnd  gelübdt  betreffende.  O.  O.  1524.  4°. 
18  Bll.  (18  Mk.  der  Vorige,  1909.) 

Mit  hübscher  Titelbordüre.  — Panzer  II.  2321. 

SENDEN,  Hans  (d.  i.  Frau  Bertha  Liane  Möller  auf  Schloss 
Wingertsberg  b.  Homburg  vor  der  Höhe,  geb.  10.  Febr.  1873 
in  Uhlenhorst-Hamburg),  Die  Tänzerin,  Roman.  Mit  far- 
bigem Titelbild.  1900.  (i  Mk.,  eleg.  br.  M.  Luck,  Berlin,  190*, 
ohne  Orts-  u.  Formatsangabe.)  Zahm. 

SENDSCHREIBEN,  Politisches,  an  einen  Advocaten 
über  Fragen  der  Zeit:  Moden,  Frauenzimmer, 
Hahnreyschaft,  Hofleben,  böse  Weiber  etc.  Lü- 
beck 1735.  8°.  Höchst  selten! 

SENDSCHREIBEN^  Poetisches,  an  George  Dandin, 
über  die  mißlichen  Ehen.  Nach  dem  Franz,  der  Epitres 
diverses  &c.  Hamb.  b.  C.  S.  Geißler.  40.  14  S. 

S o im  O.  M.  V.  1749.  G 4 b.  — • Auct.  Völcker,  Frkft.  a.  M., 
1911,  hat;  O.  O.  (1746). 

SEND-SCHREIBEN  eines  Deutschen  aus  Constanti- 
nopel  an  Einem  (1)  seiner  Freunde  an  der  Nieder- 
E 1 b e.  Geschrieben  im  Fips-Monat  in  der  langen  Finger-Gasse 
1753-  8°.  (10  Mk.,  zus.  mit  ähnl.  Flugschriften,  G.  Fritzsche, 
Hamburg,  1892,  Anz.  4.) 

SENDSCHREIBEN,  Zweyhundert  artliche,  darunter 
50.  höffliche,  50.  verliebte,  50.  betrübte,  und 
50.  possirliche  begriffen.  Hamburg,  b.  Zach.  Hertein. 
O.  M.  V.  1667.  D 2 a,  ohne  Formatsangabe.  — Kein  Expl. 
nachzuweisen. 

SENF,  Carl,  Frdr.,  Die  unseeligen  Folgen  leicht- 
sinnig getrennter  Ehen.  Halle,  Waysenhaus,  1 777.  8®. 

§ SENFFKORN,  Joh.  Adam  (ps.).  Der  Politische  Wan- 
dersmann, welcher  durch  lustige  u.  sinnreiche 
Gespräche  die  verderbten  Sitten  der  heutigen 
Welt  in  dieser  aufrichtigen  Sitten-Schul  zu 
verbessern  sich  bemüht.  Nebst  einer  kurtzen  An- 
weisung für  junge  u.  in  die  fremde  (sic!)  reisende  Personen, 
denen  noch  zweyhundert  scharffsinnige  Hof-Reden  u.  wolge- 
fügte  Antworten,  bey  allerhand  Zusammenkünfften  nützlich  zu 
gebrauchen,  beigefügt  worden.  Sultzbach,  verlegts  Rupertus 
Bibliopola  (fing.).  1727.  120.  360  S.  (In  München:  L.  eleg. 
m.  722.)  (6  Mk.  M.  Edelmann,  Nürnb.,  1903.) 


288 


Senf  Heben — Seraphino 


S.  274 — 284 ; „Nothwendige,  wohlgemeynte  Unterwei- 
sung, für  Diener,  Jungen,  Knec"hte,  Mägde  und 
Ehehalten.“  (Einleitg.  u.  16  Vorschriften.)  — Rarl 
Dr.  Franz  Schnitzer’s  Bibi.  München  1902.  Nr.  475. 
SENFTLEBEN,  Abrah.  (ps.).  Bewährte  Artzney-Mittel 
für  die  An  f e c h t u n g s - G r i 1 1 e n , in  anmuthigen 
Begebenheiten  vorgestellet.  Weissenburg  (Nürnb., 
Seiz)  1730.  12°. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  514.  — Rarl 
SENI,  A.  F.,  Album  der  Liebe.  Lyrische  (zahme) 
Gedichte.  Borken  1845.  S®.  (40  Pfg.  Ernst  Carlebach, 

Heidelberg,  1894;  jetzt  höher!) 

SENNERT,  Carl  Ludew.  Aug.  v.  (ps.),  Abentheuer  des 
Priesterfeindes  Beelzebub.  Geistergeschichte 
der  neuesten  Zeit.  Mit  i Kpftaf.  (unsign.).  Halle,  bei 
Joh.  Chrn.  Hendel,  1798.  80.  224  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  Vorn). 
Zahm. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  515. 

SEPTENARIUS  sacer:  d.  i.  Gute  sieben  Worte,  so 
von  der  bösen  Wahre  die  man  den  bösen  Weiber- 
Orden  nennt  geredet  werden.  O.  O.  1 639.  4°.  Sehr 
rar  1 

In  Versen.  6 Bll.  — Weller,  Annalen  I.  p.  403. 
SERAIL,  Der  verauctionirte.  Lustspiel  in  i Auf- 
zuge. Berlin,  bey  Carl  Ludw.  Hartmann.  1796.  8°.  (4  Mk. 
50  Pfg.,  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1908.) 

54  S.,  I Bl.  Verlag  d.  Firma.  „Der  Schauplatz  ist  im 
Usbekschen  Pallaste.“  — Fehlt  in  Kayser’s  Schsp.-Verz. 

SERAILKABALEN  oder  Intriguen  aus  dem  Innern 
eines  der  angesehensten  Harems.  Mit  TKpf.  Kon- 
stantinopel (Leipzig,  Joachim)  1801.  8°.  Rthl.)  Sehr  sel- 

ten! (i  fl.  12  xr.  Scheible,  vor  1870;  4 Mk.  50  Pfg.,  Hldr., 
nicht  rein,  A.  Bielefeld,  1892;  jetzt  theurer!) 

§ SERAPHIM,  Pater,  oder  das  Mönchs  wesen.  (Zieml. 
zahmer  satir.  Roman,  von  Franz  Heinr.  (Benevenutus)  Bis- 
pink.) Rom  (Bremen?)  1804.  8°.  (V12  E.th.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  78  (nach  Rassmann,  Hayn,  Weller). 
SERAPHINA.  Eine  Erzählung  zwischen  Wellen  und 
Wogen  (von  Alfred  Friedmann).  3.  Aufl.  Berlin  1889.  (In 
Frankf.  a.  M.:  Frhrl.  Carl  v.  Rothschild'sche  Bibi.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  269  (nach  Cat.  genannter  Bibi.  Frf.  a.  M. 
1892  ff.). 

SERAPHINO  di  Massa  der  Liebling  Citherens  oder 
die  Welt  weisen  in  Sizilien  (sic !).  Eine  (pikante) 
Romaneske  aus  dem  18.  und  19.  Jahrhundert  (von  Wolfg. 
Adolf  Gerle).  Eisenberg,  bei  J.  W.  Schöne  u.  Komp.  1804. 
80.  228  S.  (4  Mk.  50  Pfg.  H.  Lesser,  Breslau,  1875.) 


Seraphino — Sermo 


289 


Dasselbe,  tit. : Seraphino,  der  Liebling  Cithe- 

r e n s , oder  die  Weltweisen  in  Sizilien.  Eine  Ro- 
maneske  aus  dem  achtzehnden  (!)  u.  neunzehnden  Jahrhundert. 
2te  Ausgabe.  Mit  i Kpf.  (insign.  Radirg.)  Eisenberg,  1809. 
In  der  Schöne’schen  Buchhdlg.  8°.  Titel  u.  228  S.  (4  Mk., 
etwas  fleckig,  Frdr.  Klüber,  1905;  ebenso  Südd.  Antiqu.,  Mün- 
chen, 1906.) 

Anon.-Lex.  VI.  p.  293  (nach  Goedeke  IX,  132). 

SERBIEN.  — Das  Ende  der  Dynastie  Obrenovic. 
Zehn  Capitel  aus  der  neuesten  Hof-  und  Staatsgeschichte  Ser- 
biens, von  V.  S.  Berlin  und  Leipzig,  Burkhard,  1899. 

Verboten  v.  L.-G.  Laibach,  21.  VIII.  1899. 

Die  Geheimnisse  des  Serbischen  Königs- 
hofes. Von  Baron  v.  S.  Zürich  1903.  8°.  168  S.  Vergriffen! 
(2  Mk.  75  Pfg.,  H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 

Jahre,  Fünf,  am  Hofe  des  Königs  von  Ser- 
bien. Politisch-feuilletonistische  Aufzeichnungen  (1889 — 94).... 
(von  Philipp  Franz  Bresnitz  v.  Sydakoff).  Wien  1895.  (In 
Wien,  Bibi.  d.  Kriegsarchivs.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  162  (nach  d.  Cat.  genannter  Bibi.) 

Lassata  quidem  nondum  satiata.  Karikatur  von 

Brandt  auf  Draga  Maschin  und  Königin  Natalie 
von  Serbien.  (Kladderadatsch.) 

Reprod.  in  Fuchs,  Ed.,  Die  deutsche  Frau  in  der  Kari- 
katur. München  1906.  S.  439. 

S.  auch  Belgrad. 

SERENADEN  und  Phantasien  eines  Friesischen 
Sängers  (d.  i.  Harro  Paul  Harring).  München  1828. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  78  (nach  Lübker-Schröder). 

§ SEIRENINA.  Amor  omnia  vincit.  (Pikante  Wertheriade  in 
Briefen.)  Mit  gestoch.  Titel  in  hübscher  Bordüre.  Leipzig,  in 
der  Waltherischen  Buchhandlung  1789.  8°.  (4  Mk.  H.  Besser, 
Breslau,  1875;  j^t^t  theurer!) 

Roman  einer  Coquette,  die  zuletzt  einen  Selbstmord  versucht. 
4 Bll.  (incl.  3 Bll.  Zuschrift  „An  Laura“,  unterz.  — — tt.), 
196  S.,  I Bl.  Verbess.  — Selten! 

SERLO,  der  hellblaue  Bund,  eine  abentheuer- 
liche  Geschichte  von  AT.  G.  F.  S.  (d.  i.  Karl  Gust. 
Frdr.  Schwalbe).  Braunschweig,  Schröder,  1799.  8°. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  79  (nach  Kayser  u.  Meusel). 

SERMO,  Dr.  jur..  Du  sollst  nicht  begehren  deines 
Nächsten  Weib!  Der  Ehebruch  und  seine  Be- 
deutung in  juristischer  und  moralischer  Hin- 
sicht. (190*.)  80.  (i  Mk.  50  Pfg.  O.  Rauthe,  1909,  ohne 
Angabe  von  Ort  und  Jahr.) 

Inhalt:  Der  erlaubte  Ehebruch  früherer  Zeiten  und  bei  Natur- 
völkern. — Jus  primae  noctis.  (Das  Recht  der  ersten  Nacht.) 

Hayn,  Eibl.  Gannanor.  erot.  VII  19 


290 


SermonSerre 


— Die  Zeit  Ludwig  XIV.  — Das  moderne  Zeitalter.  — Der 
verheiratete  Mann  als  Ehebrecher. — Die  Frau  als  Ehebrecherin. 
— Der  unverheiratete  Ehebrecher.  — Prostitution  und  Ehebruch. 
— Das  französische  Lustspiel,  eine  Schule  des  Ehebruchs.  — 
Gesetzliche  Bestimmungen  und  Strafen.  — Der  Nachweis  des 
Ehebruchs  ist  schwierig.  — Detektiv-Institute  und  wie  dieselben 
arbeiten.  — Die  Ueberführung.  — Bestrafung  des  schuldigen 
Teiles.  — Interessante  Fälle. 

SERMON.  — Ein  sehr  gute  s e r m o n / das  es  nit  vnrecht, 
vneerlich  oder  / verreterey  sey,  öffentliche  laster,  auß  befelh 
der  / Oberkeyt  in  geheym  anzaygen,  Auch  wi-  / der  das 
Gotsschweren,  saufferey  vnd  zu  / trincken  . . . . O.  O. 
1532  4®.  IO  Bl.  Mit  Titelbordüre.  (V2  Rthl.  T.  O.  Weigel, 

Lpz.,  1870;  jetzt  theurer!) 

Kuczynski  no.  2510.  — Sehr  rarl 
SERRA,  Joh.  Papt.  Markgraf  zu.  — Abdruck  des 
Schreibens,  der  Fürstin  Christina  Charlotta 
zu  Ostfriesland,  an  die  drei  Universitäten  Leip- 
zig, Wittenberg  und  Jena  wegen  des  sich  so 
nennenden  Markgrafen  Johann  Baptistae  zu 
Serra,  aus  dem  Geschlechte  des  großen  Pom- 
pei i zu  Rom  etc.(,)  des  großen  gottlosen  Land- 
streichersundunverschamtenWeltbetrieger  s(,) 
den  15.  Septembr.  des  1668  Jahres  abgegeben. 
Güstrow  1672.  (In  Rostock,  Landesbibi.)  Rarissime! 

SERRE,  Je  an  Puget  de  La  (ne  ä Toulouse  en  1600, 
t en  1665),  La  Clytie  de  la  Cour,  Oder  Historische 
Liebes-Blumen.  Aus  d.  Frantzös.  2 Thle.  Leipzig,  Joh. 
Groß,  1633.  8®. 

O.  M.  V.  1633.  D 3a;  O.  H.  M.  V.  1634.  F 2b;  Bibi. 
Kielmans-Egg.  III.  p.  1050. 

Orig.:  La  Clitie,  ou  le  Roman  de  la  cour,  par 
de  la  Serre.  Paris,  Loyson,  1633  et  1635.  8®.  2 vols.  — 
— La  clytie  ov  le  romant  de  la  covr.  Par  le  Sieur  (Jean 
Puget)  De  la  Serre.  3 pts.  Avec  i frontisp.  Paris,  GviL 
Loyson,  1640.  8®.  fin  Wolfenb.)  Ce  roman  est  peut-etre 

le  meme  que  le  „Roman  de  la  cour  de  Bruxelles, 
ou  les  Aventures  des  plus  braves  cavaliers 
qui  furent  jamais  et  des  plus  belles  dam  es  du 
monde“  (par  Puget  de  la  Serre).  Spa  et  Aix,  1628.  pet.  in-8®. 
front,  gr. ; rep.  Paris  1667.  8®.  L'exemplaire  richement  relie,  et 
regarde  comme  le  seul  qui  renferme  1 a c 1 e f des  noms  veri- 
tables  (de  la  noblesse  beige  de  l’epoque,  la  duchesse  de  Croy', 
la  duchesse  d’Aerschott,  le  prince  de  Chimay,  etc.)  a et6 
payö  440  fr.  ä la  vente  de  Jonghe,  en  1860.) 

Clitie,  nouvlle.  Amst.  1620.  12®.;  rep.  La  Haye  et  Paris 

1680.  12®.  Ce  roman  est-il  le  meme  que  le  precedant?  (Voir 
Bibi,  de  l’amour  II  et  VI.) 

Dasselbe,  tit. : La  Clytie  De  La  Cour,  oder  Histor- 
ischer Liebes-Blumen,  Ander  Theil.  Darinnen 


Serre 


291 


die  vielfältigen  bedencklichen  Eigenschafften,  Qualiteten,  Affec- 
ten,  Passionen  vnd  Verenderungen  Liebhaffter  Personen,  nicht 
allein  beschrieben,  sondern  nebenst  Einführung  anmuthiger, 
Hertzens  erquickender,  mit  vielen  Amorosischen  vnd  discrsten 
Discursen,  auch  mancherley  vermischten  wundersamen  Histo- 
rien, zu  sonderbarer  Ergetzung,  vorgestellet  werden,  von  Sieur 
de  la  Serre  in  Frantzösischer  Sprache  an  Tag  gegeben. 
Nunmehr  aber  dem  Teutschen  Leser  zu  freundlicher  Erlustig- 
ung  verfertiget.  Leipzig  in  Verlegung  Joh.  Grossen.  8°. 

O.  M.  V.  1636.  E I b. 

Dasselbe,  tit. : La  Clytie  de  la  Cour  oder  H i s t o r. 

Liebsblumen.  Ander  Theil.  Darinnen  die  Eigen- 
schafften liebhaffter  Personen.  Nunmehr  dem  Teutschen  Leser 
verfertiget.  Altenburgk,  O.  Michael,  1636.  8°.  (6  Mk.  Jacques 
Rosenthal,  c.  1903.) 

Dasselbe,  tit. : La  Clytie  de  la  Cour  (Dour  ist 

Druckf.)  oder  Historischer  Liebsblumen  erster 
theil  darinnen  durch  anmütige,  amorische  (sic !)  vnd  discrete 
Discourse  wundersame  vermischte  Verstellungen,  die  vielfäl- 
tigen Eigenschafften  qvaliteten,  affecten,  passionen  vnd  Veren- 
derungen Liebhaffter  Personen  beschrieben  worden  durch  Sieur 
de  la  Serre  in  Frantzösischer  Sprache  an  Tag  gegeben,  an 
jetzo  aber  zum  andern  mal  zu  sonderbahren  Ergetzung 
ins  Teutsch  vbergesetzet.  Leipzig  in  Verleg.  Joh.  Großen 
Buchhändler.  8^. 

So  im  O.  M.  V.  1637.  F I b. 

Dasselbe,  tit. : La  clytie  de  la  cour,  Oder  A n - 

m u t hi g e . . . . Vo r s t e 1 1 u n g der  E i g e n s c h a f f t e n 
. . . . Liebhafter  Personen.  An  jetzo  in  die  Teutschd 
Sprache  gegeben  durch  1.  M.  F.  3 Thle.  Leipzig  1638.  8®. 
(2  Rthl.  J.  A.  Stargardt,  Berlin,  1868;  jetzt  theurer!) 

Klaeden’s  Bibi.  no.  1764.  War  auch  ohne  Theilesangabe 
in  einer  Bibi.  anon.  Berol.  7.  Aug.  1719.  p.  429. 

Dasselbe.  Ebd.  1640.  8®. 

Ohne  Theilesangabe  im  Cat.  libr.  Lips.  18.  Jan.  1717.  Ap- 
pend.  Bl.  B 3 b. 

Dasselbe,  tit. : La  Clytie  de  la  Cour.  Oder  an- 
mutige Hertzens  erquickende  mit  vielen  Amo- 
rosischen und  discreten  Discoursen,  auch  man- 
cherley vermischten  wundersamen  Histor- 
ischen Liebesblumen  gezierte  Vorstellung  der 
vielfältigen  bedencklichen  E y g e n s c h a f f t e n , 
Qualiteten,  Affecten,  Passionen  u.  Verender- 
ungen Liebhaffter  Personen.  Frantzösisch  beschrie- 
ben anjetzo  aber  in  unser  teutschen  Muttersprach  zum  d rit- 
ten mal  an  Tag  gegeben.  3 Thle.  Franckfurt  a.  Mayn.  Verlegt 

19* 


292 


Serre—Servies 


von  Caspar  Wächtlern  1650.  (Titel  in  Kupfer  gestochen  mit 
Bandschnften.)  8°.  (12  Mk.  E.  Frensdorff,  Berlin,  c.  1905; 
20  Kr.  Halm  & Goldmann,  1907.) 

Unterz,  von  J.  M.  F.;  wohl  gleich  Johann  Mauritius  Frie- 
dericus.  Der  genannte  Uebersetzer  hat  auch  des  Jean  de 
la  Serre  „Das  sanfte  Ruhebette“  in’s  Deutsche  übertragen  und 
seine  Uebersetzerthätigkeit  wird  in  den  Vorreden  der  Serre’schen 
Werke  sehr  gerühmt.  — Waldberg  p.  76. 

§ * SERVIES,  (Jaques  Roergas)  de  (1679—1727).  — Leben 
der  Gemahlinnen  der  ersten  zwölff  Römischen 


Kayser,  sonderlich  aus  dem  Geschlecht  Caesar; 
in  welchen  die  geheime  INTRIGUEN  derselbigen  bescheiden  ent- 
decket, zugleich  aber  auch  die  wichtigste  Stücke  der  römischen 
Historie  selbiger  Zeit  erzählet  worden;  auß  denen  alten  griech. 
u.  latein.  Geschicht-Schreibern  genommen  ....  mit  histor.  u. 
critischen  Anmerckungen  ....  versehen,  durch  Herrn  DE  SER- 

VIES.  Aus  d.  Frantzös.  übers 3 Thle.  Augspurg,  bey 

Dav.  Rav.  Raym.  Mertz,  u.  Joh.  Jac.  Mayer,  1724 — 26.  8®. 
(In  Berlin:  RI  7580.)  Zieml.  zahm.  (2  fl.  48  .xr.  Th.  Acker- 
mann, München,  vor  1875,  20  Kr.,  nur  Th.  i — 2,  Halm  & Gold- 
mann, 1907.) 

I:  Tit.  (roth  u.  schwarz),  19  Bll.  Vorr.,  i genealog.  Tabelle, 
300  S. 

II:  Tit.  u.  S.  301 — 570,  nebst  18  Bll.  Addenda,  Emendanda 
u.  doppeltes  Reg. 

III:  Tit.  (roth  u.  schwarz):  „Leben  der  Gemahlinnen  der 
Römischen  Kayser  etc.“,  18  Bll.  Vorr.,  344  S.  u.  12  Bll. 
dopp.  Reg. 

Orig.:  Les  femmes  des  douze  Cesars  (ou  1 e s 
Impöratrices  romaines),  histoire  de  leur  vie  et  leurs 
intrigues  secretes,  par  de  Servies.  3 vols.  Paris  1718.  12^. 
Amsterdam,  Du  Villard  & Changuion,  1721.  12O.  (In 

Kgl.  Landesbibi.,  u. 

1870.)  — 4 öme  ed 


Düsseldorf, 
Scheible,  c. 
München.) 
Inh.  1. 


m Wolfenb.)  (11/3  Rthl. 
Amsterd.  1722.  12°.  (In 


Inh.  11. 


Calpurnia,  Gemahlin  Julius  Caesar’s. 

Livia  Drusilla,  Gemahlin  des  Kaisers  Augustus. 
Julia  (Augusts  Tochter),  Gemahlin  des  Kaisers 
Tiberius. 

Livia  Orestilla,  ite  Gemahlin  des  Kaisers 

Caligula. 

Lollia  Paulina,  2te  Gemahlin  des  Kaisers 

Caligula. 

Caesonia,  3te  Gemahlin  des  Kaisers  Caligula. 
Valeria  Messalina,  ite  Gemahlin  des  Kaisers 
Claudius. 

Agrippina,  2te  Gemahlin  des  Kaisers  Claudius. 
Octavia,  ite  Gemahlin  des  Kaisers  Nero. 
Sabina  Poppaea,  2te  Gemahlin  des  Kaisers 

Nero. 

Statilia  Messalina,  3te  Gemahlin  des  Kaisers 
Nero. 


Servies — Sesser 


293 


12.  Lepida,  Gemahlin  des  Kaisers  Galba. 

13.  Poppaea,  Gemahlin  des  Kaisers  Otho. 

14.  Galeria  Fundana,  Gemahlin  des  Kaisers 

Vitellius. 

15.  Flavia  Domitilla,  Gemahlin  des  Kaisers  Vespa- 
sianus. 

16.  Marcia  Furnilla,  Gemahlin  des  Kaisers  Titus. 

17.  Domitia  Longina,  Gemahlin  des  Kaisers 

Domitianus. 

Inh.  ni.  18.  Plotina,  Gemahlin  des  Kaisers  Trajanus. 

19.  Julia  Sabina,  Gemahlin  des  Kaisers  Hadrianus. 

20.  Faustina  d.  Aelt.,  Gemahlin  des  Kaisers  An- 
toninus  Pius. 

21.  Faustina  d.  Jüng.,  Gemahlin  des  Kaisers 

Marcus  Aurelius. 

22.  Lucilla,  Gemahlin  des  Kaisers  Lucius  Com- 
modus  Verus. 

23.  Crispina,  2te  Gemahlin  des  Kaisers  Lucius  Com- 
modus  Verus. 

24.  Martia,  Concubine  des  Kaisers  Lucius  Com- 
modus  Verus. 

25.  Flavia  Titiana,  Gemahlin  des  Kaisers  Pertinax. 

26.  Manilia  Scantilla,  Gemahlin  d.  Kaisers  Julianus 
(apostata). 

27.  Julia,  Gemahlin  des  Kaisers  Severus. 

28.  Plautilla,  Gemahlin  des  Kaisers  Caracalla. 

Italien.  Uebersetzg. : Le  imperadrici  roman.. 

ovvero  la  storia  della  vita,  trad.  dal  franc.  da  Nonnanuci. 

3 voll.  Venetia  1734 — 50.  8*^.  (i  fl.  80  xr.  Carl  Greif,  Wien, 

1899;  jetzt  theurer!) 


SESOSTE.IS  Pharao  von  Mizraim.  Eine  Geschichte 
der  Urwelt  (von  Joh.  Christoph  Rohling).  3 Thle.  Mit 
Titelkpfrn,  u.  Titelvignetten  (Schnorr  del.,  B ö 1 1 g e r Dres- 
dens. sc.  Lips.).  Bremen(,)  bey  Friedrich  Wilmans  1796,  97, 
98.  8®.  Selten  cplt. ! (7  Mk.  50  Pfg.,  schönes  Expl.  in  Hfzbdn. 
d.  Zeit,  Max  Jaeckel,  Potsdam,  1910.) 


I ; 528  S.  (incl.  gestoch.  Tit.,  5 Bll.  Vorst,  u.  Anmerkgn.  S. 
467  ff.).  II:  Gestoch.  Tit.,  543  S.  (incl  Anmerkgn.  S.  513  ff.), 
I Bl.  Druckf.  (in  Th.  i).  III.  Gestoch.  Tit.,  493  S.  (incl.  An- 
merkgn. S.  459  ff.),  I weisses  BI. 

Zahm.  — Das  Anon.-Lex.  IV.  p.  80  hat  unrichtig 
„Böhling“  (statt  Rohling). 

SESSER,  L.,  Verliebter  Mann  mit  einem  Korb  auf 
dem  Rücken  durch  das  Stadtthor  schreitend; 
unten  diesbez.  geschriebenes  Spottgedicht:  Ich  bin  ver- 
liebt bis  in  den  Todt  . . . hab  ich  viel  Körb  u.  nie  kein  Weib. 
Feder-  u.  Tuschzeichnung  vom  Jahre  1796.  40.  (10  Mk.  J. 

Rosenthal,  1912.) 


Mann  mit  Narrenmütze  auf  einem  Stab  ge- 
stützt; im  Hintergründe  Häuser;  unten  geschriebenes  Spott- 
gedicht von  4 Zeilen.  Feder-  u.  Tuschzeichnung  v.  J.  1796. 


294 


Setma — Sexwochius 


4®.  (6  Mk.,  an  der  linken  Seite  etwas  beschädigt,  der  Vorige, 
1912.) 

SETMA(!),  das  türkische  Mädchen....  Eine  Erzähl- 
ung ....  (von  Christian  Gottlob  Barth).  3.  Auflage.  Stutt- 
gart 1841. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  80  (nach  Kayser). 

SEUTE,  Dr.  R.,  Alwin  der  Kühne,  oder  treue  Liebe 
siegt.  Romantische  Darstellung.  Leipzig  1830.  8°. 

Wildmoser’s  (München)  Leihbibl.-Cat.  no.  13,153. 
SEVERINüS  (d.  i.  Samuel  Neuhaus).  — Des  durch- 
lauchtigsten Philanders  und  anderer  Hohen 
Persohnen  merckwürdige  Begebenheiten  der 
heutigen  curieusen  Welt  Zu  einer  erlaubten  Gemüths-Ergötzung 
und  Anleitung  Wie  man  bey  den  besondern  Glücks-  und  Un- 
glücks-Fällen reflectiren  soll  in  einem  so  genannten  Roman 
vorgestellet  von  Seuerino.  Mit  Titelkpfr.  Franckfurt  und  Leip- 
zig Bey  Johann  Albrecht.  Anno  1733.  Besitze  Prof.  Dr. 

Ullrich’s.) 

Titel  (roth  u.  schwarz),  10  S.  Vorr.  in  Versen,  260  S. 
— Weller,  Lex.  Ps.  p.  516. 

§ SEVERUS,  Franc.  Ign.,  Praxis  aurea,  Casus  juri- 
dico-practicos  . . . . exhibens  . . . . D.  i.  Gülden 
Praxis  von  . . . . wichtigen  Streit-Fällen.  Cen- 
turia  I.  Nürnberg  1714.  4^. 

§ Promptuarium  selectorum  casuum  jurid. - 

pract. : D.  i.  Der  ausgerüsteten  Schatz-Kammer 
. . . . erstes  Zweyhundert.  Ibid.  1 707.  40. 

§ Dasselbe,  i. — 4.  Hundert.  Ibid.  1714 — 29.  4°. 

* SEXWOCHIUS,  Wigandus,  APOCALYPSIS  MYSTERIO- 
RU M CYBELES.  Das  ist  Eine  Schnackische  Woche n- 
Comedie  Oder  verplauderte  Stroh-Hochzeit. 
Und  WasCH-haffte  KInDeLelns  KerMsse.  Im 
Jahre  SeChs  Gänss  IM  Haberstroh,  Die  KLatzgen  Wahren 
froh!  Oder  QVanDo  CoMbLaterant  sVsanna,  sablna,  Ro- 
slna,  serMones  repLICant  & ab  hoC,  VeL  ab  haC,  VeL  ab 
ILLaC.  AUTORE  VVIGANDO  SEXVVOCHIO,  Bojemo. 
(1662.)  O.  O.  (Leipzig,  b.  Joh.  Olearius.)  4°.  (In  Berlin:  Yq 
6496.)  Ungemein  rar!  (3  fl.  48  xr.  Th.  Ackermann,  München, 
vor  1875;  6 Mk.,  mit  i Beibl.,  Heberle  Cöln,  c.  1875;  j^t^t 
theurer !) 

Verlagsort  nennt  das  M.  M.  V.  1662,  E 2 a (mit  dem 
Format  12°  [?])  u.  das  M.  V.  1665,  C 3b  (neuer  Druck?). 
Prosa  u.  Verse.  4 Bll.,  62  Seiten.  S.  13  sq.  findet  sich  in 
obigem  i.  Drucke  ein  Tabakslied  von  23  sechszeiligen 
Strophen;  S.  22 — 29:  Geheimer  Wochen  Stul.  Ge- 
dicht von  Matz-Steif f ; S.  40 — 44 : Des  holdseligen 
Frauenzimmers  Kindbetgespräch  (in  Versen). 


Sexwochius — Seyffart 


295 


Am  Schluß  stellt  der  Verf.  das  baldige  Erscheinen  von 
„die  Tröge  Weiber-Wäsche“  in  Aussicht. 

Dasselbe.  Leipzig,  b.  Job.  Barth.  Oehlern.  40. 

M.  M.  V.  1665.  C 3 b. 

Dasselbe.  1679.  (Weller,  Lex.  Pseud.  p.  517,  wo  auch 

die  erste  u.  die  folgende  Ausgabe  citirt  sind.) 

Dasselbe.  O.  O.  1697.  4°.  9 Bog.  (In  Frankf.  a.  M.) 

* Dasselbe  m.  d.  Titel:  Wigandi  Sechswochii  Wo  hl  be- 

stellte Zucker-Bude,  Oder : Lustige  und  schnack- 
ische  Wochen-Comödie,  Waschhafte  Kind-Tau f- 
Kermse,  und  verplauderte  Stroh-Hochzeit,  Allen 
Menschen  Jung  und  Alt,  sonderlich  im  Werck  begriffenen 
Braut-Paaren,  und  ohnberedsamen  Sechswöchnerinnen,  zur 
Freude,  Labsal  und  Confect,  unentbehrlich  zu  lesen.  Nebst 
etlichen  geheimen  Briefen  getreuer  Nachbarinnen,  denen  ihre 
Männer  nach  Wunsch  nicht  eingeschlagen.  Mit  TKpf.  In 
der  Fleischer-Gasse  (Leipzig,  b.  Aug.  Martini)  zu  finden.  1734. 
80.  (i  Rthl.  Scheible,  vor  1870;  jetzt  viel  theurerl) 

122  SS.,  I Bl.  Reg.  — Enth.  7 Gesprächa,  8 Briefe,  i Rede 
u.  I satyr.  Abhandl.,  z.  Theil  in  Versen.  Den  Verleger  nennt 
das  O.  M.  V.  1735.  G 4 a. 

S.  39 — 48 : Geheimer  Wochenstuhl,  welchen  der 
Jungfer  Braut  in  künftige  Haushaltung  z.  freundl.  Andencken 
verehret  Matz-Steiff . — S.  62 — 67 : Des  holdseligen 
zimmers  Kindbetgespräch:  Beides  in  Versen.  — 
Das  Ganze  stellenweise  sehr  drastisch  und  derb. 

SEYBOLD,  Joh.  Georg  („Gymn.  Hall-Svev.  Collega“),  O f f i - 
cina  virtutum  et  vitiorum,  lat.  u.  deutsch.  N ürn- 
1700.  8®.  21  Bog. 

Bibi.  Ludovici  (bibliop.)  nominalis  curiosa  Vitemb.  1705. 

Dasselbe,  tit. : Officina  virtutum  et  vitiorum: 

Tugend-  und  Laster-Schule.  Ebd.  1720. 

— — Dasselbe,  tit. : Beschreibung  der  Tugenden  und 

Laster.  2 Thle.  Ebd.  1763.  8°. 

— — Viridarium,  etc.  Lust-Garten,  Von  auser- 
lesenen S p r ü c h w ö r t e r n , auch  schönen  und 
denckwürdigen  Sitten-  u.  Lehrsprüchen.  (Lat.  u. 
deutsch.)  Mit  Titelkupfer.  Ebd.  1677.  8.  (10  Mk.  Geo. 
Lissa,  Berlin,  1895.) 

SEYFFART,  M.  Carl.  — * M.  Carol  Sey^arts,  Käyserl.  Ge- 
kröhnten  Poeten  (geb.  17.  Jan.  1630  zu  Halle,  Prediger  zu 
Peissen  und  Lependorf,  1662  Pfarrer  zu  Gröbzig  in  Anhalt- 
Dessau,  t 16.  Juli  1681.  — Goedeke  HI,  282,  nach  Dunkel 
u.  A.  G.  Schmidt),  Poetischer  Glücks-Topff,  In 
welchem  Allerley,  und  zwart  meist  Weltliche, 
traurig-  und  lustig-geziemende  Gedichte  zu  er- 
greiffen  und  zu  finden,  und  sonderlich  dem  Liebhaber  der 


296 


Seyffart — Shakespeare 


reinen  Teutschen  Poesie  zu  Nutz,  mit  der  bewehrtesten  Poeten 
Redens-Arten  und  Zierligkeiten  geschmücket,  Auff  inständiges 
Anhalten  zusammen  getragen  und  eröffnet.  Zu  finden  bey 
Peter  Brössel,  Buchhändl.  in  Jehna,  Eißleben,  druckts  Andreas 
Koch,  im  Jahr  der  Erlösung  1671.  8°.  (In  Berlin:  Yi  6991.) 

Nebst  Portrait  des  Dichters  als  Kupfertitel,  welcher  die  Jahr- 
zahl „1670“  trägt.  31  Bll.  Vorst.,  worunter  i leeres,  u.  448 
S.  incl.  5 Bll.  Register.  Blatt  d.  der.  Vorstücke,  „Dem  geneigten 
Leser“  unterzeichnet  sich  der  Verf.  „In  der  hochlöblichen  Ge- 
nossenschaft der  Mühsam  e“. 

Enth.  CLXVIII  numer.  Stücke,  darunter  viele  recht  lustige 
Liebesgedichte  mit  komischen  Titeln,  z.  B.  4. 
„Einer  Braut  Gedancken,  in  dem  sie  nach  Bette  gehet.  20.  Wun- 
derliches Jungfer-Leben  (S.  39 — 54).  25.  Vergleichung  der  Jung- 
fern mit  den  Gänsen....  41.  Jungfer  vnd  Jung  Gesellen  Lippen, 
wie  sie  bey  Zusammenkunfften  höchster  Vertrauligkeit,  sich  zu 
unterreden  pflegen.  43.  Liebliche  löbliche  Liebes-Jungfern.  u. 
s.  w.  Die  167.  Nr.  enth.  60  Räthsel.  In  der  168.  Nr.  finden 
sich  3 t Stachel-Reime“  (Epigramme). 

SEYFRIED,  Heinr.  V/ilh.  (1755 — 1800),  Dramatische 
Brille  für  Deutschland.  Bd.  I.  Stück  i.  (einz. ?).  Ham- 
burg, Herolds  Wwe.,  1784.  8°. 

Cat.  Monath  IV.  1785.  8^.  p.  571.  — Sehr  selten! 
SEYMOUR,  J.  S.,  Das  gehörige  Verhalten  im  ehe- 
lichen Leben,  in  einer  Reihe  von  Briefen  ent- 
worfen. Aus  d.  Engl.  2 Thle.  Berlin  1759.  8°. 

Bibi.  J.  J.  Schwabii.  — Zahm. 

SEYPPEL,  C.  M.,  Bajadar  und  Hellmisch  u.  Altägypt- 
ischer Gesang  mit  80  Bildern  nach  dem  Leben.  Berlin,  S. 
Fischer,  o.  J.  (c.  1880).  8®.  (6  Mk.  H.  Streisand,  1911;) 

Seltenes  Curiosum. 

SEYPPEL  u.  Bär,  Der  Blick  in’s  Jenseits,  eine 
kitzliche  Geschichte  in  32  Bildern,  (c.  1900.) 

(Mk.  1,50.)  (i  Mk.  E.  Demuth,  Straßb.  i.  E.,  c.  1902.) 

Confiscirt  gewesen. 

♦SHAKESPEARE,  William  (1564—1616).  — Venus  u. 
Adonis,  Tarquin  u.  Lukrezia.  Zwei  Gedichte  von  — . Aus 
d.  Englischen  übersezt  (!)  (von  Heinr.  Christoph  Al  brecht, 
geb.  1762,  f 1800).  Mit  beigedrucktem  Original  (links).  HALLE, 
bey  Joh.  Jac.  Gebauer,  1783.  Gr.  8°.  (Auch  in  Dresden  und 
im  British  Museum.)  (15  Mk.  Adolf  Weigel,  1906.) 

XVIII— 305  S.  Erste,  seltene  deutsche  Uebersetzung,  deren 
Verfasser  sich  unter  der  Vorrede  nennt.  — Anon.-Lex.  IV. 
p.  81  (nach  Meusel,  Schröder  u.  Kordes). 

Orig.:  Venus  and  Adonis.  Vilia  mixetur  vulgus : 
mihi  flauus  Apollo  Pocula  Castalia  plena  ministret  aqua.  Lon- 
don Imprinted  by  Richard  Field  ....  1593.  4°-  27  Bl. 

Rariss.  — u.  ö.  — L u c r e c e.  London  Printed  by  Richard 
Field,  for  John  Harrison  ....  1594.  4°.  47  Bb  Rariss.  — 
u.  ö. 


Shakespeare-Sherry 


297 


§* -Venus  u.  Adonis.  U ebers.  von  F erd.  F r e i 1 i g - 

rath.  Düsseldorf,  W.  G.  Scheller,  1849.  8°.  74  SS.  (3  Mk. 
Adolf  Weigel,  1908;  i Kr.  Halm  & Goldmann,  1904.) 

Venus  und  Adonis.  Tarquin  u.  Lukrezia. 

Uebers.  von  Joh.  Heinr.  Dambeck  (1774 — 1824).  Engl.  u. 
deutsch.)  Leipzig,  Brockhaus,  1856.  Gr.  8^.  VII — 237  SS. 
Goedeke  VII,  21,  27,  14. 

* Tarquin  u.  Lukrezia.  Ein  episches  Gedicht. 

Deutsch  nebst  einer  Einleitung  von  Benno  Tschischwitz. 
Halle,  Schwabe,  1875.  8°.  81  SS. 

Shakespeare-Almanach.  Hrsg.  v.  Gottlob  R e - 

gis.  Berlin:  Verlag  von  Veit  u.  Comp.  1836.  Gr.  8°.  (3  Mk. 
50  Pfg.,  Orig.-Cartonbd.,  F.  Waldau,  Fürstenwalde,  tqio.) 

Vortit.,  Tit.,  i Bl.  Inh.,  358  S.,  2 unbez.  Bll.  Inh.:  W. 
S h a k e s p e a r e ’ s sämmtliche  lyrische  Gedichte: 
I.  Sonnet  te  (S.  5 — 158).  2.  Der  verliebte  Pilger 

(S.  159 — 189).  3.  Einleitung  zu  W.  Shakespeare's  lyr.  Ge- 
dichten. 4.  Anmerkgn.  zu  den  Sonnetten.  5.  Anmerkgn.  zum 
Verliebten  Pilger.  6.  Nachtrag. 

SHEFFIELD,  John,  Der  sich  selbst  entschüldigende 
aber  von  Gott  beschüldigte  Adam,  oder  eine  Vor- 
stellung u.  Verwerffung  böser  Entschüldigun- 
g e n , zur  Beschämung  u.  Besserung  des  sich  selbst  entschül- 
digenden  Sünders  ....  ins  teutsche  übergesetzet  u.  mit  hin- 
bey  gefügten  Seuftzern  zu  mehrer  Auffmunterung  vermehret 
von  Henrich  Lampen,  Predigern  in  Detmold.  Lemgo  1680. 
12°. 

Interessant  u.  rar  1 S.  30  ff. : Von  dem  T r u n c k.  — Dr. 
Franz  Schnitzer’s  Bibi.  München  1902.  Nr.  477. 

BHELDON,  Miss  Anne.  — Galanterien  der  grossen 
Welt  in  England.  Nach  der  eigenhändigen  Beschreibung 
der  Miß  Anna  Sheldon  in  zwey  Bänden.  Mit  Titelvignette. 
Leipzig,  Weygand,  1790.  8°.  (2  Rthlr.  Scheible,  vor  1875.) 
648  fortl.  gez.  S.  (incl.  Tit.).  — Rar! 

Orig.:  Authentic  and  interresting  memoirs 
of  Miss  Ann  Sheldon  (now  Miss  Archer),  a lady, 
who  figured  during  several  years  on  highest  line  of  public 
life.  2 vols.  London  1787.  8°.  (80  xr.  E.  Taussig,  Prag, 
1872;  jetzt  theurer!) 

SHEPPART,  Desberüchtigten  Spitzbuben  — Leben 
und  schändliches  Ende.  O.  O.  1725.  40.  Rar! 

Ed.  Fischhaber,  Reutl.,  in  i Sammelbande. 

SHERRY,  Leben  u.  Abenteuer  Valentin  Vox  des 
Bauchredners.  Aus  dem  Engl,  von  Dr.  E.  B r i neh- 
me i e r.  4 Bde.  Mit  23  Vollbildern  (Holzschnitten)  nach 
Zeichn.  Onwhyns.  Braunschweig  1840.  8°.  (15  Kr.  Halm  & 
Goldmann,  1904;  8 Mk.  A.  Buchholz,  München,  1908.)  Selten! 


298 


Sibylle — Sie 


SIBYLLE,  Die,  des  deutschen  Volkes.  Teutona  (Mün- 
chen). 1813.  8°.  (6  Mk.  L.  Rosenthal,  1910:) 

Interessant  u.  sehr  selten  1 

SIC  itur  ad  astra,  scilicet.  Satirisches  Flugblatt 
in  Kupferstich,  ein  schwelgerisches  Mahl  von  Mönchen 
verschiedener  Orden  in  einer  Kirche  darstellend.  Weibliche 
allegorische  Figuren  wie  Geiz,  Hoffart,  Wollust  nehmen  daran 
Theil,  während  Jansenisten  der  Eintritt  verwehrt  wird.  Will. 
Loggan  fec.  et  exc.,  ca.  1680.  Rechts  oben  in  der  Ecke  hol- 
ländische Verse.  30:38  cm. 

Völcker’s  März-Auct.  1911. 

Dasselbe.  Oxonia.  Quer-Fol.  (10  Rthl.  Drugulin  II.  no. 

3046.) 

SICILIANER,  Der.  Ein  Roman  (von  Chrn.  Aug.  Vulpius). 
2 Thle.  Rudolstadt  1803.  8°. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  82  (nach  Meusel,  Kayser,  Engelmann). 
* SICILIANERIN,  Die  Tugendhaffte,  Oder  Begeben- 
heiten der  Marqvisin  von  Albelini,  Beschrieben  von 
dem  Verfasser  der  Geschichte  einer  Frau  vom  Stande.  Aus 
dem  Frantzösischen  (des  Chrn.  Fr.  Lambert)  ins  Deutsche 
übersetzt  von  CRISIUS.  Dreßden  und  Leipzig,  Zu  finden  in 
der  Lesch-  und  Hübnerischer  Erben  Buchhandlung,  1744.  8®. 
(In  Berlin:  Xy  2550,  mit  i Beibd.)  (4  Mk.  Paul  Neubner, 
Cöln,  c.  1890:) 

Titel  (roth  u.  schwarz),  2 Bll.  u.  S.  7—292  Text,  nebst 
2 Bll.  Inh.  — Fehlt  im  Anon.-Lex. 

Orig,  (in  Dresden,  s.  Doubl.  Cat.  II.  p.  247):  La  ver- 
tueuse  Sicilienne,  ou  Mömoires  de  la  Marquise  d’ Albelini. 
Haye  1742.  pet.  in-8®.  (i8  Sgr.  Scheible,  vor  1875.) 

SIDDHI-KÜR,  s.  Mongolei. 

SIDNEY,  William,  König  der  Karayben,  ein  Roman. 
Berlin,  Wilh.  Oehmigke  d.  Jüng.,  1803.  8®.  (3/4  Rthlr.) 

Anz.  d.  Verlegers.  — Fehlt  bei  Kayser  unter  Romanen. 
SIDONIE  (ps.),  Amor  auf  dem  Lande.  Dorfgeschich- 
ten. (Sep.-Abdr.  aus  dem  „Kaviar“.)  Mit  Illustrationen,  (c. 
1900?)  8®.  148  S.  (2  Mk.  J.  Taussig,  Prag,  1904,  ohne  An- 
gabe von  Ort  u.  Jahr.) 

SIDONIE,  das  Opfer  einer  unnatürlichen  Mutter. 
Eine  wahre  Geschichte.  (Zahmer  Roman  von  Heinr.  Aug. 
Ksrndörjfer.)  Braunschweig,  Schröder,  1800.  8®.  (2/3  Rthl.) 

192  S.  (2  Mk.  50  Pfg.,  geles.  Expl.,  Lehmann  & Lutz,  1884; 
7 Mk.  [1]  H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  82  (nach  Kayser,  Meusel  u.  dem  Neuen 
Nekrol.);  Goedeke  hat  ,,1799“.  (?) 

SIE  that  Recht,  ihn  zu  heirathen,  oder  Geschichte 
der  Miss  Petworth.  2 Thle.  Leipzig  1775.  8®.  (3  Mk. 
Jos.  Baer  & Co.,  1894.)  Zahm. 


SieSiebene 


299 


SIE  studieren.  Ein  Lesebuch,  zur  Beherzigung 
aller  Studierenden  (von  Carl  Aug.  Seidel).  Mit  grosser 
figurenreicher  Titel  Vignette  (einen  Gommers  im  Freien  dar- 
stellend, „Landesvater“  u.  e.  freie  Scene).  Frkf.  1782.  8°.  362  S. 
(10  Mk.  50  Pfg.,  unbeschn.,  Frdr.  Klüber,  1897:) 

Höchst  pikanter  Roman  von  sittengeschichtl.  Wert;  bietet 
den  genauesten  Einblick  in  das  damai.  Studentenleben. 
Anon.-Lex.  IV.  p.  82  (nach  Kayser,  Meusel,  Otto). 

SIE  oder  Du:  oder  Erörterung  der  Frage,  in  wie 
weit  die  Sprache  des  gefälligen  Umganges ^auch 
in  der  Ehe  beyzubehalten  sey?  Leipzig  1 786.  8®. 
Ehestandsalmanach  I.  p.  296. 

SIE  und  Ich,  oder  Verirrung  und  Rückkehr.  Nach 
d.  Französ.  (des  Beaufort  von  Carl  Friedr.  Müchler). 
2 Thle.  Mit  i Kpfr.  Berlin  1802.  8®.  251  u.  231  S.  (6  Kr. 
Halm  & Goldmann,  1907;  5 Mk.  H.  Streisand,  1908.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  82  (nach  Kayser)  hat  „1804"  (?)  und 
nennt  nur  den  Bearbeiter. 

SIE  waren  Schwestern,  oder  stille  Wasser  sind 
tief.  (Leipzig,  Taubert;  c.  1810?)  8®.  (2  gr.) 

Selten  gewordenes  Volksschriftchen. 

SIEBEN,  Die  Böse,  von  welcher  heut  zu  Tag  die 
unglückseligen  Männer  grausamlich  geplaget 
werden.  Durch  Ein  Mit  Glied  des  hochlöblichen  Schwanen- 
Ordens  {Kurandor  [s.  d.],  d.  i.  Balth.  Kindermann,  1636 — 
1706).  Zeitz,  Druckts  Christopborus  Cellarius.  1662.  12®. 

Goedeke  III,  90,  34,  9,  wo  die  folgende  Ausgabe  fehlt. 

Dasselbe,  tit. : Die  Böse  Sieben,  von  welcher 

heute  zu  Tage  die  unglückseligen  Männer  grau- 
samlich geplaget  werden,  F ürgestellt  in  einem  wun- 
derbahren Gesichte  durch  ein  Mitglied  des  hochlöbl.  Schwa- 
nen-Ordens.  Zu  Ende  ist  beygelegt  der  verehlig- 
ten  Lust  und  Unlust.  Wittenberg,  Gottfr.  Hess,  1662. 
12®.  (12  Mk.  Karl  W.  Hiersemann,  Lpz.,  1905.) 

Osw.  Weigel’s  Lpz.  Juni-Auct.  1907,  no.  831. 

§ SIEBEN,  Böse.  Satiren  auf  unsere  Zeit.  2 Bde. 
Würzburg  1876.  8®.  (In  München:  P.  o.  germ.  1374 ct.) 

* SIEBENE,  Die  Entlarvte  Böse,  Das  ist  K u r t z e 
Lebens:  Beschreibung  Einer  liederlichen  und 
bösen  Frauen,  Denen  heut  zu  Tage  über  alle  Massen 
liederlichen  und  bösen  Weibs-Personen  zu  Besserung  und  der 
gantzen  Welt  zum  Abscheu  wohlmeinend  an  den  Tag  geleget. 
Mit  TKpfr.  (ein  Satyr  reisst  einem  hässlichen  alten  Weibe 
die  jugendliche  Maske  ab,  unten  gestoch. : „Der  Schein  be- 
triegt.“)  LEIPZIG.  In  Commission  zu  finden  am  Schwartzen 


300 


Siebene — Siede 


Brete,  1719.  80.  49  S.  (ind.  Tit.  u.  i Bl.  Vorr.).  Sehr  derb. 
(In  Berlin:  an  Yv  1206.) 

Dasselbe.  O.  O.  1720.  8°. 

* — — Dasselbe.  Mit  Titelkpfr.  O.  O.  Im  Jahr  1723.  8°. 
48  S. 

§ Dasselbe.  O.  O.  1727.  8°. 

— — Dasselbe.  Leipzig,  b.  Dav.  Richtern.  8°.  (O.  M.  V. 

1736.  F I a.) 

Sämmtlich  sehr  selten ! 

SIEBENKREUZERLATERNE,  Die,  zur  Beleuchtung  der 
moralischen  Betrachtungen  des  Hrn.  F.  J.  G. 
Baschand,  Doktorn  der  Vignetten.  (Vf.:  Anton- 
Peter  Pollinger,  t 28.  Mai  1779  Prag).  Gedruckt  auf  Kosten 
des  Unsinns  und  zur  Steuer  der  Wahrheit  in  der  philanthrop- 
ischen Druckerey,  im  Jahr,  da  schlecht  zu  schreiben,  und  viel 
versprechen  Mode  war.  (177*?)  8°. 

Goedeke  VI,  725,  9,  3.  — Höchst  selten  I 
§ * SIEBER,  Justus  („der  Niedersächs.  u.  Meissnische  Syl- 
vins“, geb.  am  7.  März  1628  zu  Einbeck,  studierte  in  Leipzig, 
1659  Prediger  zu  Schandau,  wo  er  am  23.  Jan.  1695  starb. 

— Goedeke  III,  70,  23,  nach  Pippingius,  Henr.,  Memor.  Theol. 
1707).  — Justus  Siebers  Poetisirende  Jugend,  Oder 
Allerhand  Geist-  und  Weltliche  Deutsche  Ge- 
tichte.  (18  Abthlgn.)  Dresden,  Auff  Andreas  Löfflers, 
Buchführers,  Verlag  druckts  Melchior  Bergen  Im  i658sten. 
(Nebst  Kpftit.  u.  Portr.,  unter  welchem  4 Rist’sche  Verszeilen 
gestoch.)  8°.  36  Bll.  Vorst,  (incl.  Drucktit.),  902  S.  (Auch 
in  Breslau,  Kgl.  u.  Univ.-Bibl.  [Lit.  Teut.  II  8°  563;  mit 
I Beibd.]  u.  in  Göttingen:  Poet.  3109.)  (12  Mk.  Adolf  Weigel, 
1908.) 

Enth.  auch  viele  galante  Gedichte. 

SIEBERT,  Dr.  F.,  Der  Student  und  die  se.vuelle 
Frage.  Vortrag.  München  1911,  1.  F.  Lehmanns  Verlag. 
8°.  30  S.  (50  Pfg.) 

SIEBOTH,  C.  (nicht  ps.),  Auruna  die  Berg-Fee  oder 
das  Kreuz  über  dem  Walde.  Eine  Geistererzählung 
mit  Volkssagen  durchwebt.  Nordhausen  1838.  8°.  (i  Mk. 

50  Pfg.  Frz.  Teubner,  Bonn,  c.  1895.) 

SIEDE,  J(oh.)  C(hrn.),  (geb.  19.  Octob.  1765  zu  Magdeburg, 
Fürstl.  Anhalt-Cöthenscher  Geschäftsträger  u.  Geh.  Rath  zu 
Berlin,  f am  14.  Juni  1806  deselbst;  „Direktor  der  Handlungs- 
akademie“ nennt  er  sich  unter  d.  Vorr.  zu  Th.  3 des  folgen- 
den Werkes).  — Altar  der  Grazien,  von  — . Erstes — Vier- 
tes Opfer  (=  4 Bde.).  Mit  4 Titelkpfrn.  („Mit  Chursächs. 
Privilegio“.)  Berlin  1791,  91,  92,  96.  bey  Carl  Matzdorff  (4 


Siede 


301 


mit  d.  Nebentitel:  Neuer  Altar  der  Grazien,  in  Er- 
zählungen von  J.  C.  Siede,  Verf.  der  ländlichen  Gemälde 
u.  Erzählungen;  u.  der  Urnen  edler  Liebenden.  Ebd.,  bei 
Christian  Gottfried  Schöne.)  8°.  (In  Warmbrunn.)  (3  Mk. 
50  Pfg.,  A.  Bielefeld,  vor  1885;  jetzt  theurer!) 

I:  Titelkpf.  (Sintzenich  sc.j,  gestoch.  Tit.,  .XVI — 264  S. 
II:  Titelkpf.  (Sintzenich  sc.),  gestoch.  Tit.,  Nebentit.,  i Bl. 
Vorr.,  232  S.  III:  Titelkpf.  (unsign.),  gestoch.  Tit.,  Neben- 
tit., I Bl.  Vorr.,  259  S.  IV : Titelkpf.  (Carlo  D o 1 a pinx., 
F.  Ramberg  sc.),  Drucktit.,  XIII  (incl.  2ter  Tit.),  i S. 
Inh.,  352  S. 

Enth.  außer  Gedichten  u.  kleinen  dramat.  Sze- 
nen eine  Reihe  stellenweise  etwas  freier  u.  lüsterner  R o - 
mane  u.  Erzählungen;  Therese  v.  W ertheim ; das  Mäd- 
chen vom  Tollhause;  Joseph  u.  Wilhelm  Stürmer;  Amanda 
od.  Undankbarkeit  u.  Edelmuth;  Zora,  die  Tochter  des  Man- 
darins; die  Geschichte  mit  dem  Hute;  Die  Liebe  der 
großen  Frau  (diese  Geschichte  einer  Herzogin,  genannt 
Cäcilie,  Gemahlin  eines  4mal  so  alten  Mannes,  Th.  IV,  S.  300 
— 352,  unvollendet,  auch  als  Sonderdruck  ersch.,  mit  ver- 
änd.  Titel,  1798;  s.  weiter  unten).  — Allg.  dtsch.  Bibi.  104,  143; 
III,  95.  Neue  alleg.  dtsch.  Bibi.  2,  932,  34.  Alle  4 Theile  be- 
reits selten  1 (Vielleicht  noch  Th.  5 erschienen,  weil  am  Ende 
von  Bd.  4 die  Forts,  der  letzten  Erzählung  versprochen  wird. 
Goedeke  hat  auch  V,  517,  21,  15:  „Neuer  Altar  der 
Grazien.  Berlin  1 797.“) 

Emilie  oder  Verrathene  Geheimnisse.  Ein 

Gemälde.  2 Thle.  Magdeburg  1789.  8°.  VIII  u.  232  S. 

Pikant  und  selten!  Fehlt  bei  Kayser  p.  116.  — Zuerst  gedr. 
in : „P  1 a i s a n t e r i e n.“  Jena  1786.  8°.  (Meusel  VH.  p.  495.) 

S.  auch  Eduard  und  Emilie  (gleichen  Inhalts). 

Ländliche  Erzählungen  und  Gemälde.  Braun- 
schweig 1796.  8°.  ^ 

Citirt  Kayser  ohne  Angabe  der  Jahrzahl  mit  dem  Druckort 
„Berlin“.  — Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  31,  372. 

DieSelbstgeständnisseundLeidendergro- 

ßen  Frau,  oder  ihr  geheimes  Tagebuch.  (Memoi- 
ren einer  hohen,  unglücklich  vermählten  Dame.)  Hrsg  v.  — . 
Berlin,  1798.  Verlegt  u.  gedr.  bei  Müller  u.  Mylius.  8°.  (15  Mk. 
Max  Harrwitz,  1906.) 

VI — 153  S.,  I S.  Druckf.  Vorher  unvollständig  in  Siede’s 
Altar  (s.  ob.)  der  Grazien,  Th.  4.)  — Das  (zahme)  Opus  ist  eine 
unerträgliche  Jeremiade,  deren  Heldin  endlich  an  der  Schwind- 
sucht stirbt.  (Scheint  auf  wirklichen  Vorgängen  zu  beruhen.) 
Fehlt  bei  Kayser  unter  Romanen. 

Die  Tyranney  der  Liebe,  in  Erzählungen 

zur  nähern  Kenntniß  des  menschlichen  Her- 
zens. Th.  I.  (einz.)  Görlitz  1794.  8°. 

Enth.  den  Roman : Eduard  der  Waidmann.  (Goedeke 
hat  unrichtig  „Waldmann“.)  Meusel  VHI.  p.  494. 


302 


Siede — Sieg 


Der  Weltmann  und  die  Dame  von  feinem 

und  großem  Ton;  ein  Versuch.  Halle  1790. 

Allg.  dtsch.  Bibi.  116,  303.  (Goedeke,  1.  c.,  2.) 

SIEFKEN,  O.,  Das  geduldige  Weib  in  der  eng- 
lischen Literatur  bis  auf  Shakespeare.  Theil  i 
(einz. ?):  Der  Konstanzetypus.  Rathenow  1903.  8°.  77  S. 
(i  Mk.  Osw.  Weigel,  1904.)  — 

SIEG  der  Einfalt,  Der,  über  den  Verstand,  oder 
die  wahre  Geschichte  des  Glücks,  in  unterhal- 
tenden (stellenw.  galanten  u.  freien)  Erzählungen  (von 
Ludw.  Ferdinand  v.  Hopff garten.)  Leipzig,  bey  Johann  Fried- 
rich Junius.  1772.  8°.  (In  Oettingen,  Fürstl.  Bibi.,  laut  Doublet- 
ten-Cat.  p.  88.) 

332,  374,  328  S.  — Anon.-Lex.  IV.  p.  83  (nach  Kayser). 
SIEG,  Der,  der  ehelichen  Liebe,  eine  französische 
Anecdote  (des  F rang. -Thomas  - Marie  de  Baculard  d' Ar naad). 
Breslau,  1790.  bei  Christian  Friedrich  Gutsch.  8°.  189  S.  (incl. 
Titel).  Zahm.  (4  Mk.  50  Pfg.  H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 

§ SIEG  des  Liebesgottes.  Eine  (etw.  freie)  Nachahm- 
ung des  Popischen  (!)  Lockenraubes  (von  Joh.  Pet.  Uz).  (4 
Bücher.)  Stralsund,  Greifswald  u.  Leipzig,  bey  Joh.  Jac.  Weit- 
brecht, 1753.  8®.  30  SS.  (incl.  Titel).  (In  München:  P.  o. 
germ.  1664m,  5.) 

Steht  auch  in  desselben  Vf. : Lyrische  und  andere  Gedichte. 
Anspach,  Gassert,  1755.  8°.  u.  ö.  — Auch  in:  Sämmtliche 

poetische  Werke  (hrsg.  von  Chrn.  Feli.x  W e i s s e).  Leipzig, 
Dyk,  1768.  80.,  u.  ö.,  11.  p.  105 — 154.  — Vgl.  Anmuthige 
Gelehrsamkeit.  1753.  S.  239  ff. 

Alex.  Pope’s  „Rape  of  the  Lock“  erschien  zuerst  in  2 Ge- 
sängen 1711.  4O;  in  5 Gesängen  London  1712.  8®.  u.  öfter. 

— — Petzet,  Erich,  Die  deutschen  Nachahmungen 
des  Popeschen  Lockenraubes.  Ein  Beitrag  zur  Ge- 
schichte des  komischen  Epos  in  Deutschland.  (In  Koch’s  Zeit- 
schr.  f.  vgl.  Litg.  N.  F.  Bd.  4 (1891),  S.  409— 433.  (Goedeke  IV, 
90,  2,  3.) 

— — Joh.  Peter  Uz.  Zum  hundertsten  Todestage 

des  Dichters.  Ansbach  1896.  8“.  3 Bll.,  88  S. 

Der  Einfluß  der  Anakreontik  und 

Horazens  auf  J.  P.  Uz.  (In  Koch's  Ztschr.  Bd.  6.  (1893.) 
S.  328—392.) 

Das  Uzische  Frühlingsmetrum.  (Ebd., 

Bd.  IO  [1896],  S.  293 — 299.) 

SIEG,  Der,  der  Natur,  in  dem  Jahrhunderte,  in 
dem  wir  leben.  Wer  hätte  wohl  so  etwas  geglaubt?  (Ro- 
man in  zahmen  Briefen  von  Babette  Pradatsch.)  Mit  orig,  alle- 


Sieg — Siegfried 


303 


gor.  Titelvignette  (unsign.).  Prag  und  Leipzig,  in  v.  Schönfeld- 
Meißnerischer  Buchhandlung.  1790.  8°. 

Titel,  3 Bll.  Vorn,  131  S.  Selten  1 — Anon.-Lex.  IV.  p.  83 
(nach  Kayser  u.  Meusel). 

SIEG  der  Unschuld  und  des  Lasters,  in  einer  Samm- 
lung merkwürdiger  und  auffallender  Begebenheiten  aus  der 
wirklichen  Welt.  (Typ.  Ornam.  u.  Zierleiste.)  Leipzig,  bey 
Johann  Philipp  Haug,  1783.  8°.  (4  Mk.  Paul  Neubner,  Cöln, 
1891.) 

Titel,  2 Bll.  Vorn,  i Bl.  Inh.,  384  S.  — i.  Geschichte  d. 
Gräfin  von  St.  Geran.  2.  Marquise  von  Brinvilliers. 
3.  Herr  von  Anglade.  4.  Urban  Grandier  (1634  ver- 
brannt, vgl.  L o u d u n , Bd.  IV,  S.  266 — 268.  (S.  63 — 92.) 

5.  Haushofmeister  le  Brun.  6.  Frau  Tiquet.  7.  Marquise  von 
Gange.  8.  Cinqmars  u.  von  Thou.  9.  Don  Carlos  von 
Spanien.  10.  Alexis  Petrowiz,  Sohn  Peter  des  Gro- 
ßen. II.  Herzog  von  Montmorency.  12.  Geschichte  eines 
Vatersmörders  von  (sol)  zwey  Söhnen  und  ihrer  Mut- 
ter. 13.  Carl  I.  von  Engelland.  14.  Königin  Maria 
von  Schottland.  — Fast  durchgängig  auf  dem  Blutgerüst 
endende  Geschichten  in  dezenter  Darstellung. 

SIEG,  Der,  über  die  Versuchungen  zur  Sünde 
(von  Martin  Hamaliar).  Schemnitz  1790. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  83  (nach  Petrik). 

SIEGERT,  W.,  Die  Unkeuschheit,  ihre  Ursache  etc. 
und  Bekämpfung.  Berlin  1896.  8°.  (50  Pfg.  M.  Edel- 
mann, Nürnb.,  c.  1905.) 

SIEGFELSS,  Hector  Victoriosus  (ps.),  Affen-Witz  des 
verderbten  Soldaten  Martialis  Vincentii  (d.  i. 
J.  R.  Weir),  1654. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  519.  — Rarität  1 
SIEGFRIED  Teutonicus  (ps.).  Alte  Burschenherr- 
lichkeit. Illustrierte  Poemen  etc.  gesammelt.  I882. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  519. 

SIEGFRIED’S,  Gottfr.,  Lehr-  und  Trostbüchlein  für 
unglückselige  Eheleute.  O.  O.  1685.  8®. 

Cat.  libr.  Lips.  18.  Jan.  1717.  p.  30.  — Selten! 
SIEGFRIED,  Dr.  med.  Joh.  Sam.  (geb.  am  5.  Mai  1775  zu 
Königstein;  Arzt  in  Pirna;  f am  4.  Jan.  1840.  — Goedeke  V. 
452,  24,  nach  Meusel’s  Gel.  Teutschland  20,  476),  Siama 
u.  Galmory.  Ein  Gedicht  in  2 Gesängen.  Mit  i 
schönen  Titelkpfr.  (Galmory  am  Ufer).  In  Commiss.  Leipzig, 
bey  P.  Ph.  Wolf.  1800.  12°.  (4  Mk.  50  Pfg.,  Orig.-Ppbd., 

O.  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908.) 

13  Bll.  Vorst,  u.  HO  S.  Stellenw.  erotisch. 

Das  Gedicht,  welches  „M  e 1 i p h o n a , Schauspielerinn  auf 
e.  deutschen  Buehne“  gewidmet  ist,  behandelt  „das  interessante 
Schauspiel  der  Entdeckung  einer  neuen  Welt“  u. 
die  damit  verbundenen  Scenen  barbarischer  Unmenschlichkeit; 


304 


Siegfried 


es  betrifft  Peru,  „ein  Land,  das  sich  von  allen  übrigen 
A m e r i k a ’ s durch  seine  Reichthümer,  Clima  etc.  etc.  aus- 
zeichnet“. Der  Stoff  ist  Robertso  n’s  Geschichte  v.  Amerika, 
2.  B.,  6.  Buch  entnommen  u.  poetisch  umgeformt. 

Dasselbe.  Zweite  Auflage.  Mit  8 prächtigen  Kupfer- 
tafeln (V.  H.  Schnorr  v.  Karolsfeld  deh,  W.  Böhm, 
CI.  Kohl,  H.  Lips,  Heinr.  Schmidt,  Th.  Falck- 
eysen  sc.).  Ebd.  i8oi.  Fol.  XII,  38  S.  (40  Mk.,  Orig.- 
Cart.,  Max  Harrwitz,  Nicolassee-Berlin,  1909;  18  Mk.,  un- 
beschn.,  L.  Rosenthal,  1910.) 

Dasselbe,  tit. : Taschenbuch  f.  1801.  Mit  6 Kpfrn. 

von  Mettenleiter.  Ebd.,  o.  J.  12°.  28  228  S.  Cart. 

m.  Goldschn.  (2  Mk.  List  & Francke,  1908.) 

R.  Zinke’s  Dresdner  Nov.-Auct.  1905,  no.  1991. 

Latein.  Uebersetzg. : Siama  et  Galmoris.  Car- 
men e Germanien  D Siegfriedii  in  sermonem  Latinum  trans- 
latum  a M.  Gust.  Frid.  Hentschio,  r.  m.  cand.  Lipsiae 
1802.  8^.  (Vorr.  aus  Pirna  dat.)  Vgl.  G.  Merkel,  Briefe  an 
ein  Frauenzimmer,  i.  Band.  Berlin  1800.  S.  162  ff.  — Goe- 
deke,  1.  c. 

SIEGFRIED,  Der  gehörnte,  ein  Volksroman  (von 
Chrn.  Wilh.  Kindleben).  Neue,  ganz  umgearb.  und  stark  ver- 
mehrte Auflage.  2 Thle.  Mit  Titelvign.  u.  5 Kpfrn.  (sehr  naiven 
Darstellgn.).  O.  O.  1783.  8°.  (60  Mk.,  Hfz.  d.  Zeit,  ohne  Titelbl. 
zu  2,  Beruh.  Diebisch,  Lpz.,  1908:) 

Von  grösster  Seltenheit  und  m.  W.  seit  langer  Zeit  nicht 
angeboten.  9 Bl.  224  S.  -}-  3 Bl.  338  S.  — Anon.-Lex.  IV. 
p.  84  (nach  Meusel  u.  Kayser). 

— — Eine  wunderschöne  Historie  von  dem  ge- 
hörnten Siegfried,  was  wunderliche  Abentheurer  dieser 
theure  Ritter  ausgestanden  etc.  Aus  dem  Französ.  ins  Deutsche 
übersetzt.  Dresden  (ca.  1800).  8^.  (i  Mk.  50  Pfg.  Paul  Alicke, 
Dresden.) 

Dasselbe.  Mit  39  Holzschnitten.  Reutlingen,  J.  Fleisch- 
hauer, o.  J.  8°.  80  S.  (4  Mk.,  Name  auf  d.  Titel,  B.  Diebisch, 
1911.) 

SIEGFRIED  und  Florigunde.  Eine  wunderschöne  Historie 
etc.  (Ohne  nähere  Angabe  im  gedr.  Bibl.-Cat.  d.  Vereins  f. 
d.  Geschichte  Berlins.) 

SIEGFRIED  und  Florigunda.  2ter  Theil.  (Leipzig,  Taubert; 
c.  1810?)  8°.  (i  gr.) 

Selten  gewordenes  Volksbuch. 

SIEGFRIED  der  Däne,  Graf  von  Orlamünde.  Eine 
Geschichte  aus  d.  12.  Jahrh.  (von  Heinr.  Gottlob  Heinse). 
Mit  Titelkpfr.  Hohenzollern  (Wien),  bey  Joh.  Bapt.  Wallis- 
hausser.  1792.  8°. 


Siegfried — Siegwart 


305 


Nachdi'uck.  344  S.  Einiges  etwas  frei.  — Das  Ori- 
ginal erschien  Leipzig  1791.  80.  (Anon.-Lex.  IV.  p.  84, 
nach  Kayser,  Meusel  u.  Collin.) 

§ SIEGFRIED  und  Agnes,  eine  (zahme)  R i 1 1 e r g e - 
schichte  (von  Paul  v.  Setten,  1731 — 1808).  O.  O.  1767. 
80.  67  SS.  In  Versen.  (Auch  in  Darmstadt:  E 4652.)  Rar! 
SIEGHARD  und  Berthild.  Eine  Klostergeschichte, 
in  unterhaltenden  Briefen.  2 Theile.  Meissen,  Erb- 
stein, 1792 — 96.  80. 

Schlesinger’s  Berliner  Leihbibl.-Cat-^  1825,  S.  216.  — Rar! 
§ SIEGMAR,  Rudolph  (d.  i.  Joh.  Frdr.  Stettner),  Die  zwölf 
schlafenden  Jünglinge,  oder  der  Zauberadler 
der  Geisterwittwe  vom  Schlosse  Tripolstein. 
Ritter-  und  Geistergeschichte.  2 Thle.  Mit  Kpf.  Nürnberg  u. 
Leipzig,  Zeh,  1822.  80. 

§ Veronika  die  Nonne  mit  dem  Blutschleier, 

od.  die  furchtbare  Erscheinung  um  Mitternacht 
im  Schlosse  Strahlenfels.  Eine  Ritter-  u.  Geister- 
geschichte. 2 Bde.  Mit  Kpf.  Ebd.  1823.  80. 

Goedeke  hat  „1822“  (?). 

Albrecht  Achilles,  Markgraf  zu  Branden- 
burg, oder  ächte  Liebe  scheut  kein  Opfer.  Nach 
der  Geschichte  romantisch  bearbeitet.  Mit  Titelkpfr.  Ebd.  1826. 
8°.  16  Bog. 

Graf  Albrecht  von  Hohenstein  oder  der 

Gang  nach  dem  Eisenhammer.  Nach  S c h i 1 1 e r’s 
Ballade  romantisch  bearb.  Mit  i Kpfr.  Ebd.  1827.  80.  (i  Mk. 
20  Pfg.,  stark  fleckig,  Oskar  Rauthe,  Berlin-Friedenau,  1910.) 

^ Ullo  von  Hohenau  u.  sein  tapferer  Sohn, 

oder  die  unerwarteten  Wirkungen  des  Vehmge- 
richts.  Eine  Rittergeschichte.  Ebd.  1833.  80.  13  Bog.  (i  Mk. 
Frz.  Teubner,  Bonn,  c.  1895.) 

Sämmtlich  ziemlich  zahm.  — A.  G.  Schmidt,  Gallerie ; 
Frz.  Brümmer,  Lex.  d.  dtsch.  Dichter.  Lpz.  (1885).  S.  517. 
S.  auch  Ciryllus,  Burkhard. 

SIEGMEY  (d.  i.  Siegbert  Meyer).  Gulasch.  Pikantes 
Wiener  Frühstück.  Illustrirt.  Leipzig  1878.  80. 

In  der  Art  des  „Bilderbuches  für  Hagestolze“. 

§ * SIEGWART.  E ine  Klostergeschichte  (von  Joh. 
Martin  Miller,  1750 — 1814).  2 Thle.  Mit  2 Titelvignetten. 
Leipzig,  in  der  Weygandschen  Buchhandlung  1776.  80.  (In 
München:  P.  o.  germ.  933  w;  daselbst  auch  Th.  3 mit  „Amster- 
dam 1777“:  933X.) 

Dieser  berühmte  Thräiien-Roman  nimmt  auch  Bezug  auf 
das  Universitätsleben  zu  Ingolstadt. 

Dasselbe.  Zwote  rechtmäßige  und  verbesserte 

Auflage.  Mit  6 Kpfrn.,  gez.  von  Chodowiecki  u.  3 

20 


Hayn,  Bibi.  Germanor.  erot.  VII 


Siegwart 


306 


Titelvign.  gez.  v.  Mechau,  gest.  v.  Geisler.  Ebd.  1777. 
8°.  (25  Mk.  Lipsius  & Tischer,  Kiel,  1906.) 

Dasselbe  (Nachdruck).  3 Bde.  mit  6 Kpfrn.  u.  3 Vig- 
netten von  Cöntgen.  Frankfurt  und  Leipzig  1778.  8°.  (8  Mk. 
Friedr.  Meyer,  Lpz.,  1906.) 

Dasselbe  (Nachdruck).  3 Bde.  Neue  verbess.  Ausgabe. 

Carlsruhe,  o.  J.,  u.  Frankf.  u.  Lpz.  1778.  8°.  (7  Mk.,  ohne 
Kpfr.,  H.  Streisand,.  Berlin,  1908.) 

Dasselbe.  3 Mit  3 Titelkpfrn.  Stuttgart  1844.  12°. 

Dr.  Franz  Schnitzler’s  Bibi.  München  1802,  no.  324. 

Portrait  u.  kurze  Biographie  Miller’s  in : Bock,  Ch. 

iW.,  Sammlung  von  Bildnissen  gelehrter  Männer 
u.  Künstler,  nebst  kurzen  Biographien.  Bd.  i,  enth.  52 
Portr.  in  Kupferstich.  Nürnberg  1802.  8°.  (2  Mk.  Beck,  Nördl., 
1889.) 

Kraeger,  Dr.  H.,  Johann  Martin  Miller.  Ein  Bei- 
trag zur  Geschichte  der  Empfindsamkeit.  Bremen  1893. 

165  S.  (Mk.  2,80.)  (i  Mk.  80  Pfg.  H.  Streisand,  Berlin,  1908.) 
* SIEGWART  der  Märtyrer  der  Liebe.  Eine  Erzählung 
mit  bezüglichen  Gesängen  fühlenden  Herzen  gewidmet.  Nach 
einer  Klostergeschichte  [Martin  Miller's)  aus  der  Zeit  des 
siebenjährigen  Krieges.  Druck  und  Verlag  von  Trowitzsch 
und  Sohn,  Frankfurt  a.  O.  und  Berlin,  (Obervvasserstr.  No.  10.) 
O.  J.  (um  1810).  8°.  (In  Berlin:  Yv  9678.) 

Titel  u.  100  S.  — Seltene  Volksausgabel 
SIEGWART,  oder  der  auf  dem  Grab  seiner  Gelieb- 
ten jämmerlich  verfrohrene  Kapuciner.  Eine 
abentheuerliche,  aber  wahrhaffte  Mord-  und 
Kloster-Geschichte,  die  sich  vor  etlichen  Jah- 
ren im  Fürstenthum  Oettingen  mit  eines  Amt- 
manns Sohn  und  eines  Hofraths  Tochter  aus 
Ingolstadt  zugetragen.  Der  christlichen  Jugend,  zur 
Lehr  und  Ermahnung  in  Reime  gebracht,  und  abzusingen  nach 
dem  Lied:  Hört  zu  ihr  Junggesellen  etc.  (verfasst  von  Friedr. 
Bernritter,  geb.  1754  zu  Eglingen,  f am  31.  Oktob.  1803  als 
Rechenbankrath  bei  der  Rentkammer  zu  Stuttgart).  O.  O.  u.  J. 
(Mannheim  1777).  8°.  39  S.  (Im  British  Museum.)  (18  Mk., 
am  Rande  gering  tintenfl.,  Leo  Liepmannssohn,  Berlin,  1906; 
IO  Mk.  C.  G.  Boerner,  Lpz.,  1907.) 

Unterz.:  F.  B — r von  B.  (d.  i.  Friedrich  Bernritter  von 
Böblingen).  Sehr  selten  gewordene  Parodie  auf  Joh. 
Mart.  Miller's  „Siegwart".  — Anon.-Le.x.  IV  p.  84  (nach 
Goedeke,  Meusel,  Kayser). 

Dasselbe  (ohne  Linterschrift  u.  mit  abgekürztem  Titel). 

O.  O.  1783.  8°.  39  S. 


Siegwart — Sigbritte 


307 


* Dasselbe,  abgedr.  in : Ludwig  G e i g e r’s  Firlifimini 

und  andere  Curiosa.  Berlin  1885.  8®.  S.  144 — 168.  (Goedeke  IV, 
236,  22.) 

SIEGWART,  D er  zweyte  — . Eine  (mehr  als)  rührende  Ge- 
schichte. 2 Thle.  Wertheim  und  Leipzig  1780.  80.  384  S. 
Dasselbe.  Neue,  vermehrte  u.  verbess.  Auflage.  3 Thle.  Mit 

1 Kpf.,  3 Titelvign.  u.  Kpfrn.  (Radirungen,  Stoessel  del. 

et  sc.).  Ebd.  1781.  8®.  (In  Hannover,  Stadtbibi.)  (5  Mk., 

famoses  Expl.,  Frdr.  Klüber,  1901;  4 Mk.  50  Pfg.  L.  Rosen- 
thal, 1907.) 

VI — 208,  176,  150  S.  Dieses  nirgends  citierte  thränenreiche 
Opus,  dessen  III.  Theil  auch  schauderhafte  Reime- 
reien enthält,  übertrifft  den  Miller’schen  „Siegwart“  womöglich 
noch  an  Empfindsamkeit  u.  Unnatur. 

SIEGWART  und  Mariana  eine  Romanze  in  Drey  Gesän- 
gen. Cuba  bey  Gera,  bey  H.  G.  Rothen.  8°. 

W.  V.  Maltzahn  III,  p.  446,  1064;  Goedeke  IV,  404.  — Rarl 
SIEG W ART-MÜLLER,  C.,  Nothwendigkeit  der  Auf- 
rechthaltung der  Ehe  und  Bestrafung  der  Un- 
zucht. Luzern  1829.  8°.  (14  Sgr.  Scheible,  vor  1875.) 
SIEVERS,  G.  L.  P.,  Der  weibliche  Abälino  (sol)  oder 
das  Mädchen  in  vielerley  Gestalten.  Romantisches 
Schauspiel  in  fünf  Akten.  Leipzig  1802.  bei  Wilhelm  Rein.  8°. 
Gestoch.  Tit.,  2 Bll.  Vorr.  (dat.  Braunschweig,  im  März 
1802),  213  S.,  I S.  Druckf.  — Zahm. 

— — Die  Kleinstädter.  Ein  komischer  Roman. 

2 Thle.  Leipzig,  Weigel,  1809.  8^.  (2^/3  Rthl.)  Rar! 
SIEVERS,  Carl.  Eine  Geschichte.  Bdchn.  i.  (von  Joh.  Carl 
Dan.  Curio).  Mit  Titelvignette.  Hamburg.  Bey  J.  Ph.  Chr. 
Reuß.  1777.  8®.  (In  Warmbrunn.)  — Bdchn.  2,  von  F,  L. 
Epheu  (d.  i.  Garlieb  Hanker).  Ebd.  1782.  8°.  Cplt.  sehr 
selten  I 

Bibi.  J.  J.  Schwabii;  O.  M.  V.  1781.  S.  22;  Koch,  Compend. 
II.  p.  300.  — Anon.-Lex.  IV.  p.  84  (nach  Schröder,  Goedeke, 
und  Heine,  Roman  in  Deutschland.  Halle  1892.  S.  7). 
SIGARIEN,  Gräfin  v.,  s.  Damabellantes. 

SIGBRITTE,  Frau,  und  ihre  schöne  Tochter.  Eine 
Geschichte  aus  den  Zeiten  Karls  des  Fünften  (von  Gottlob 
Heinr.  Heinse).  2 Thle.  Mit  i Titelkpfr.  Leipzig,  Jacobäer, 
1792.  8°.  284 -[-304  S. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  83  (nach  Meusel  u.  Kayser).  Vgl.  Collin, 
Anonymer.  Kiobenh.  1869.  — Neue  Allg.  dtsch.  Bibi.  2, 

536—39- 

Dasselbe.  2 Thle.  Neue  unveränd.  Ausgabe.  Ebd.  1817. 

80.  2844-304  S. 

S.  auch  D y V e k e. 


20* 


3o8 


Sigenot — Sihdichfiir 


SIGENOT.  — Ein  schoen  und  kurzweilig  Gedicht 
von  einem  Riesen  genannt  Sigenot,  wie  der  Koenig 
Dieterichen  von  Bern  überwand,  und  in  einen  Schlangenturm 
warf,  darnach  aber  von  dem  alten  Meister  Hildebrand  er- 
schlagen, und  der  Koenig  durch  diesen  erlöset  ward.  Aus 
der  ältesten  Geschrift  guten  Freunden  zu  Lust  und  Lieb  also 
zum  erstenmal  ans  Liecht  gestellt  in  dem  kalten  Winter  1829, 
durch  Meister  Seppen  von  Eppishusen,  einen  farenden 
Schueler  (d.  i.  Joseph  Frhr.  v.  Lassberg).  Gedruckt  am 
obern  markt,  uf  Neu  Jar  1830.  21  S.  8°.  (4  Mk.  50  Pfg.,  cart. 
od.  br.,  Leo  Liepmannssohn,  Berlin,  Cat.  164.  (1907.)  No.  2072.) 
Fehlt  bei  Goedeke^  I,  249,  i. 

Sigenot  nach  dem  alten  Nürnberger  Drucke  von  Friedr. 

Gutknecht,  hrsg.  v.  O.  Schade.  Hannover  1854.  8°.  (4  Mk. 
50  Pfg.,  br.,  unbeschn.,  Theod.  Ackermann,  München,  1913.) 

Nur  in  150  Expl.  gedruckt.  — Vergriffen! 

SIGFRID,  Thom.,  Antwort  auff  die  Frage,  Obs  eine 
rechte  Ehe  sey,  wann  ein  junger  Man  ein  alt 
Weib,  oder  ein  jung  Weib  einen  alten  Man  nim- 
met?  O.  O.  1591.  8L  Sehr  rar! 

Cat.  Bibi.  Jabionski  p.  69;  Bibi.  Bülov.  i.  p.  250. 
SIGIBERTUS  von  der  Lippae,  Othomannus.  — Ein 
Schöner  A u s s p o 1 i e r t e r Spiegel  vor  allerley 
Standts,  Junge  Gesellen,  Jungfrawen,  Junge 
Männer  vnd  Weiber,  darinn  sie  sich  gar  eigentlich  von 
oben  vnd  unten,  hinten  vnd  fornen  bespieglen  können  . . . , 
Gesprechs  vveiss  gestehet.  Durch  Othomannum  Sigibertum 
von  der  Lippae.  Gedruckt  zu  Erffordt,  durch  Martin:  Wittel, 
wonhafftig  gegen  der  Meimergassen,  an  der  Bültzen.  O.  J. 
(c.  1594).  4°.  (In  Ulm.) 

23  Bll.  m.  Titelhlzsch.  Gespräche  (in  Prosa)  zwischen  Chri- 
stianus u.  Wolffgang.  Ausserordentlich  selten!  — Weller,  Annal. 
II.  p.  244  no.  90. 

Praesagia.  Weissagung,  was  sich  in  kürtzen 

. . . . zutragen  werde.  1594.  Rariss. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  519. 

SIGNATUREN  aus  Schwaben,  Baden  und  vom  Rhein 

(von  Joseph  Julian  Chownitz  = Chowanetz).  Regensburg 

1847. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  85  (nach  Thesaurus  libror.  rei  catholicae). 
SIH  DICH  FÜR,  Der.  (Kupferstich,  darunter  in  2 Spalten 
der  Text  in  V e r s e n.)  — A.  E.:  Gedruckt  im  Jahr’MDCXXXII. 
(1632.)  Offenes  Bl.  jn  Folio.  Ungemein  rar! 

W.  V.  Maltzahn  II,  291,  no.  627;  Weller,  Annal.  i, 
400,  no.  663,  andere  Ausgabe? 

HEran,  jr  Leut,  heran ! Ich  bin  der  Sih  dich  für. 
Der  Weltbekandte  Mann;  Keufft,  keufft!  jetzt  bin  ich  hier.  . . . 


Silber  f eis— Silesius 


309 


SILBERFELS,  Wilhelm,  der  Jüngling.  („Ein  poetisch- 
prosaischer [!],  epistolischer,  dramatisierter,  philosophisch-polit- 
ischer, und  theologischer  Wirrwarr“.)  (Typ.  Ornam.)  Leipzig, 
verlegts  Adam  Friedrich  Böhme,  1781.  Gr.  8°.  (2  Mk.  Frdr. 
Klüber,  1905.) 

280  S.  (incl.  Titel).  Empfindsam-moralisirender  Roman. 
SILBERHORN.  Ach.,  Selecta  historia  rariorum  casuum,  histor- 
ischer Ausszug  mancherley  denckwürdiger  Be- 
gebenheiten, welche  sich  1670  — 77  zugetragen. 
O.  O.  1678.  40.  56  S.  Rar!  (Auct.  Völcker,  Frkfrt./M.,  März 
1911,  no.  534.) 

Enthält  u.  a. ; Ein  Weib  gebieret  einen  Esel;  Trauer-Fälle 
und  Selbst-Mord  in  Hamburg;  Hinrichtung  der  Brüder  de 
Witte;  Todt  und  Begräbnis  des  Gross-Fürsten  in  der  Moscau. 

SILBERSTEIN,  A.,  Strategie  d.  Liebe.  Berlin,  o.  J. 
8®.  (i  Mk.  20  Pfg.  H.  Hugendubel,  München,  1905.) 
SILESIUS,  Eduard  (d.  i.  Ed.  Frhr.  v.  Badenfeld  in  Wien), 
Hanswurst’s  Verbannung.  Dramatische  Baga- 
telle. Wien.  Gedruckt  bei  J.  P.  Sollinger.  1836.  8°. 

48  S.  u.  2 weisse  Bll.  Nicht  in  den  Handel  gelangt!  (6  Mk. 
Max  Perl’s  Berliner  Octob.-Auct.  1907,  no.  437;  15  Mk.  Adolf 
Weigel,  1911.) 

Das  hochinteressante  Stück  (in  gereimten  Knittelversen 
geschrieben)  behandelt  die  Verdrängung  des  Hanswurst  von 
der  deutschen  Bühne  durch  Gottsched.  Handelnde  Per- 
sonen sind:  Gottsched  u.  seine  Frau.  — Hans  Klachel,  Kam- 
merdiener bei  G.  — • Kurzweil,  Lakai.  — Hanswurst.  — 
Ein  Fremder. 

Anfangs  schmachtet  Hanswurst  im  „Keller  im  Hause  des 
Prof.  Gottsched  zu  Leipzig“;  Schlussapotheose  „Hanswurst  kniet 
vor  ihm  nieder,  Apollo  segnet  ihn,  das  Gottsched’sche  Paar 
bleibt  erstaunt  und  stumm  sitzen. 

Tag-  und  Nachtfalter.  Bunzlau,  Appun,  1837.  8°. 

20  Bog. 

Raphael’s  Jugendliebe.  Erzählung.  — Nürnberger  Stillleben. 
Erzählung  aus  d.  i.  Hälfte  d.  löten  Jahrh.  (vorher  in  der 
„Abendzeitung“).  — Das  Todtenhemd,  e.  Nachtstück.  — Tages- 
bilder in  4 kleineren  Erzählungen. 

Alraunen.  Eine  Sammlung  von  Phantasie- 
stücken u.  abenteuerlichen  Erzählungen,  ir 
(einz.)  Bd.  Wien,  Johann  Singer,  1839.  8°.  293  S.  A.  G.  Schmidt, 
Gallerie  sc. 

SILESn,  J(ohannis  A(ngeli)  (d.  i.  Joh.  Scheffler,  geb.  1624 
zu  Breslau,  Convertit.,  f als  kathol.  Priester  das.  9.  Juli  1677. 
— Biographisches  bei  Goedeke  III,  197  15),  Sinnliche 
Beschreibung  der  vier  letzten  Dinge.  Schweidnitz 
1675.  8». 

Laut  Kahlert,  S.  73,  nicht  die  erste  Ausgabe. 
— Voll  krasser  Rohheiten. 


10 


Silesius—Simler 


:> 


Dasselbe,  tit. : Sinnreiche  Betrachtung  der  vier 

letzten  Dinge....  mit  der  himmlischen  Pro- 
cession  vermehrt.  Glatz.  Druckts  A.  F.  Pega.  1689. 

Goedeke  (nach  Kahlert,  S.  73).  — Beides  ungemein  rar! 
SILHEIM,  J u 1 c h e n.  Meist  wahre  Geschichte.  (Pikanter 
Roman  von  Karl  Heinr.  Krögen.)  Mit  Titelvignette.  Kopen- 
hagen u.  Leipzig,  bei  Faber  u.  Nitschke,  1786.  8®.  (12  Sgr. 
Scheible,  vor  1875;  theurerl) 

5 Bll.  Vorst,  u.  187  S.  — Trotz  des  mehr  als  freien  Inhalts 
ist  das  Buch  einer  Dame  (der  Schauspielerin  bei  d.  Churfl. 
Sachs.  Bondinischen  Gesellschaft,  Madame  Seconda  in  Dres- 
den) vom  Verf.  gewidmet,  der  sich  unter  d.  Dedic.  nennt. 
— Anon.-Lex.  IV.  p.  85  (nach  Hayn  u.  KayserJ. 

SILHOUETTEN,  Akademische,  von  einem  Chinesen. 
(Vf.:  Hans  Flach.)  Berlin,  o.  J.  (1888). 

Anon.-Lex.  V.  p.  270  (nach  Erman  & Horn). 

* SILHOUETTEN,  Moralische.  Berlin  u.  Leipzig  1780.  8°.  Rar! 

* SILVANDER  (d.  i.  Heinr.  Chrn.  v.  Brocke).  — Sechs  Oden 
von  SiLvandern.  Mit  Titelvignette.  O.  ü.  1752.  4*^.  24  S. 
(incl.  Titel).  (In  Berlin:  an  Y1  2271.)  Selten!  (4  Mk.  Max 
Jaeckel,  Potsdam,  1910.) 

An  GOtt.  — An  Salinen.  — An  Herrn  Darjes.  — An 
die  Dichtkunst.  — Auf  einen  Todesfall.  — An  eine  Schöne. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  545  nennt  noch  „1754“.  (eine  neue 
Sammlung?)  und  schreibt  „Sylvander“  (?). 

SILVESTRE,  A.,  Die  sieben  Todsünden.  Die  Un- 
zucht. Mit  vielen  (etwas  freien)  Illustrationen  von  A.  S c h e i- 
ner.  Budapest,  Gust.  Grimm,  o.  J.  (1905).  8°.  (Kr.  3,60.) 
(2  Kr.  60  H.  Vict.  Eytelhuber,  Wien,  1905;  2 Mk.  H.  Hugen- 
dubel,  München,  1905.) 

SIMANDLBRUDERSCHAFT.  — Geschichte  und  Statu- 
ten der  weltberühmten  Simandlbruderschaft. 
Mit  2 Formularen.  O.  O.  u.  J.  (c.  1790?).  S°. 

Einsle’s  Wiener  Jan.-Auct.  (Emil  Hütter's  Bibi.)  1887,  no. 
285:  „Kam  wohl  nie  in  den  Handel!“ 

SIMLER,  Joh.  Wilh.  (geb.  zu  Zürich,  Sohn  des  1611  verstorb. 
Professors  Rudolph  Simler,  war  Prediger  zu  Urtikon  und  Her- 
liberg,  dann  Inspector  Collegii  Alumnorum  in  Zürich,  wo  er 
1672  starb.  — Goedeke  III,  146,  5,  nach  Jöcher).  — Johann 
Wilhelm  Simlers  Deutsche  Gedichte:  darinnen  1.  Vier- 
verse,  oder  sum'begriffenliche  Inhälte  der  Psalmen  Davüds: 
11.  Vnderscheidenliche,  auf  zelten  und  anlässe  gerichtete  Ge- 
sänge: III.  Allerhand  Vberschriften.  IMit  schönem  Titelkpfr. 
u.  Musiknoten  von  Andreas  Schwilge  (Fetis  unbekannt), 
Kirchen-  u.  Schvddiener  in  Zürich.  Getruckt  zu  Zürich,  Bey 
Johann  Jacob  Bodmer,  MDCXXXXVIII.  (1648.)  8°.  8 Bll. 
u.  216  S.  (In  Göttingen:  Poet.  2961.)  (30  Mk.,  Expl.  mit 


Simler — Simon 


3JI 

eigenhänd.  Widm.  d.  Dichters  an  Joh.  Heinr.  Hottinge r, 
Jos.  Baer  & Co.,  1911.) 

Die  Widmung  aus:  Zürich,  den  28.  tag.  Brachm.  1648.  S. 
208 — 12:  Tischzucht.  — Goedeke  III,  146,  5,  wo  auch  die 
folgende  Ausgabe,  während  die  dritte  fehlt. 

Dasselbe,  zum  zweitenmal  außgefertiget  und 

gemehret.  Ebd.,  bey  Joh.  Jacob  Bodmer  MDCLIII. 
(1653.)  80. 

Dasselbe,  tit. : Deutscher  Getichten  die  dritte 

von  Ihme  selbsten  um  einen  Drittheil  vermehr t- 
und  verbesserte  Aussfertigung:  I.  Aller  Psalmen 
Davids  Haubtbegriff : in  150  Viergetichten  u.  Reimschlüssen. 
II.  Fest-  u.  Unterweisungsgesänge.  III.  Untersch.  auf  Zeiten 
u.  anlässe  gerichtete  Gesänge,  Glückwünschungen,  Ehren-  u. 
Loblieder.  IV.  Neuaussgesetzte  mit  geistl.  neuen  Texten  unter- 
legte Musikstükke  etc.  V.  Allerhand  Ueberschrifften : Geburt-  u. 
Sterb-Gedichte : Sinn-Sitten  (so!).  Wahl-  u.  Hausssprüche.  Mit 
Titelkpfr.  u.  Musiknoten.  Ebd.  1663.  80.  12  Bll..  575  S.,  3 Bll. 
(80  Mk.,  etwas  fleckig,  Pergt.,  Karl  W.  Hiersemann,  Lpz.,  1908:) 

Sehr  selten  u.  originell!  Was  z.  B.  die  Abteilung  III  an- 
geht, so  beziehen  sich  die  Gesänge,  Glückwünsche  etc.  nicht 
nur  auf  religiöse  Dinge,  sondern  sie  sind  oft  ausschließlich 
profanen  Inhaltes.  Die  Abteilung  IV : „unterlegte  Musik- 
stükke" mit  nur  geistlichen  Liedern,  umfaßt  die  Seiten  353 — 501. 
Der  Liedertext  ist  in  Musik  gesetzt  für  Cantus,  Tenor,  Altus 
u.  Bassus. 

Dasselbe,  tit. : Deutscher  Getichte,  die  Vierte 

von  Ihme  selbsten  um  ein  Drittheil  vermehrte 
u.  verbesserte  Aussfertigung:  I.  Aller  Psalmen  Haubt- 
hegriff  in  150  Viergedichten.  II.  Fest-  u.  Unterweisungs-Ge- 
sänge. III.  Untersch.  auf  Zeiten  u.  anlässe  gerichtete  Gesänge 
u.  Loblieder.  IV.  Neuaussgesetzte  mit  geistl.  neuen  Texten 
unterlegte  Musikstücke.  V.  Allerh.  erbaul.  Ueberschrifften, 
Geburt-  u.  Sterb-Getichte.  Mit  Titelkupfer  u.  104  Melodien 
zu  4 Stimmen  von  D(aniel)  F(riderici)  C(aspar)  D(ietbold) 
u.  A.  S(t  e i g 1 e d e r).  Ebi,  Joh.  W.  Simler,  1688.  8°. 

Max  Perl’s  Berliner  April-Auction  1910.  — Von  Goedeke, 
1.  c.,  ganz  kurz  erwähnt,  aber : „Mit  A n h a n g". 

SIMON,  Die  Begebenheiten  der  Gräfin  von  Hör- 
ne yi  Ile  oder  Betrachtungen  über  den  Unbestand 
irdischer  Dinge.  Der  sehr  curieusen  Fatalitäten  wegen 
a.  d.  Franzos,  übers.  2 Thle.  Frankfurt  1745.  8®.  (6  Mk.  Karl 
W.  Hiersemann,  1905.) 

Das  O.  M.  V.  1746,  E i b,  hat  die  Adresse:  Augspurg 
b.  Phil.  Ludw.  Klaffschenkel ; Hartung’s  cat.  univ.  Königsb. 
1746.  p.  251  citirt:  „Franckf.  1746“. 


312 


Simon— Simpel 


SIMON,  Liebe  und  Rache.  Roman.  2 Bde.  Wien.  8°. 

Gmähle’s  (München)  Leihbiblcat.  no.  30,307 — 8,  ohne  Jahres- 
angabe. 

SIMON,  Andreas  (ps.).  — Disputatio  physico-histo- 
rica,  de  magisterio  mulierum.  Quam  praeside  Vener. 
et  Strenuo  viro  Dn.  Catone  Censorio,  iurum  ( !)  practico 
celeberrimo,  polyhistore  incomparabili,  pro  viribus  defendere 
conabitur,  M.  Andreas  Simon,  Crucenacensis.  Prostat,  apud 
Josephium  Surdum,  Gynaecoratopoli.  Anno  Magno  Horten- 
siano. 4°.  22  S.  (15  Mk.  Ferd.  Schöningh,  Osnabr.,  1911.) 
Nach  Weller  ca.  1626  erschienen.  52  Thesen.  Am  Schluss: 
„In  gratiam  exercitatissimi  Dn.  Respondentis  adjecta  est“  ein 
lat.  Gedicht  von  „Petro  Qiiodlibetico  V in-deligo" . — Rare 
Studentenschrift. 

SIMON,  J.,  Die  Arbeiterin.  (Soziale  Studie.)  Deutsch 
von  Nessler.  Zürich  1862.  8^.  (i  Rthl.)  (2  Mk.  50  Pfg. 
Paul  Neubner,  Cöln,  1893.) 

SIMON,  Dr.  Joh.  Geo.,  Commentatio  historico-physico-juridica 
de  impotentia  conjugali : Von  dem  ehelichen  Unver- 
mögen u.  anderen  mit  der  Lehre  vom  Ehestand 
verwandten  Dingen.  Ed.  VI.  Jenae  1734.  4°.  (24  Sgr., 
mit  Beiband,  Scheible,  Cat.  32.) 

F r ü h e r e Ausg.  m.  d.  Tit. : Brevis  delineatio  impotentiae 
conjugalis.  Denuo  revisa.  Jenae  1675.  (Ed.  I.  ca.  1670.)  4°. 
(20  Kr.,  moderner  Hmaroquinbd.,  Halm  & Goldmann,  Wien, 
1907).  — Jenae  1682.  4°.  250  pp.  (i  fl.  Ackermann  37.  no.  559; 
I Mk.  40  Pfg.  Auct.  Davidssohn  no.  5391.)  — Ed.  IV.  ibid.  1718. 
4°.  192  pp.  (2I/2  Mk.  O.  Richter,  Lpz.) 

Vom  Recht  der  Wehe-Mütter.  Ibid.  1671.  4°. 

(60  Pfg.  Weller,  Bautzen,  62.  no.  167.) 

SIMON,  siehst  du  dies  Weib,  oder  Geschichte  einer 
Engelländerinn.  Halle,  Waysenhaus,  1776.  8°. 

S o im  Cat.  Monath.  IV.  Nürnb.  1785.  p.  43. 

SIMONIDES.  — Titz,  Joh.  Peter  (1619 — 89),  Poetisches 
P rauenzimmers  nach  Simonides  griechischer  Erfindung. 
1647. 

Goedeke^  III,  140,  5,  12  (nach  Köpke),  ohne  Formatsangabe. 
— Ungemein  rarl 

§ SIMONIS,  Joh.  Friedr.  (geb.  25.  Dezbr.  1770  in  Lüssow  b. 
Güstrow  [Mecklenb.],  f als  emerit.  Prediger  in  Ruchow  b.  Stern- 
berg 29.  Aug.  1839),  Venus  Urania,  oder  über  die 
Liebe.  Ein  Versuch.  O.  O.  (Rostock)  1794  (d.  i.  1793A  8°. 
(i  Rthl.  Eman.  Mai,  vor  1860;  i Mk.  50  Pfg.  G.  Priewe,  189-5.) 
(In  München:  Ph.  Pr.  1126h.) 

Goedeke  VII,  378,  48,  2. 

SIMPELS,  Hanns  Peter,  Leben  und  Thaten  von 
der  Wiege  bis  ins  Grab.  O.  O.  1810.  8°.  Zahm.  (3  Mk. 
50  Pfg.  Edm.  Meyer,  Berlin,  1909.) 


Simplex — Simson 


3^3 


Eine  Art  komischen  Volksromans  in  35  kurzen  Capiteln. 
72  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  Vorr.). 

SIMPLEX,  Cornelius,  u.  Euphrosine  Wahrmundin  (pss,). 
— Apotheke  für  böse  Männer,  d.  i.  Kunst  über 
alle  Künste;  nicht  allein  die  bösen  u.  regier- 
süchtigen Weiber,  sondern  auch  die  stürm- 
ischen Männer  in  Ordnung  zu  bringen.  In  2 lustigen 
Gesprächen  gezeiget.  Ans  Licht  gegeben  durch  Cornelium 
Simplicem  u.  Euphrosinen  Wahr  mundin.  2 Thle.  Mit  2 
Titelkpfrn.  O.  O.  1703.  12^.  (18  Mk.,  Prgtbd.,  mit  i Beibd., 
Jacques  Rosenthal,  ca.  1903.)  Sehr  rar! 

Die  Pss.  fehlen  bei  Weller. 

SIMPLICISSIMI,  Simplicii,  überaus  kurtzweiliger  und 
a b e n t h e u e r 1 i c h e r Malcolmo  von  Liebandau, 
wie  er  nach  freywilliger  Versetzung  seines 
Glücks  sich  betrüglich  verheyrathet.  O.  O.  (Leip- 
zig, b.  Chrn.  Weidmann.)  1686.  12°.  Ueberaus  rarl 

O.  M.  V.  1686.  E I a;  Cat.  libr.  A.  Dussarat.  Berol.  1716. 
p.  28;  Bibi.  J.  J.  Schwabii  II.,  wo  „Liebandu“  stehn 

Dasselbe.  O.  O.  u.  J.  12°. 

Jo.  Chrn.  Gfr.  Jahn’s  Bibi.  P.  II.  Lpz.  1754.  no.  3809. 
SIMPLICISSIMI  Musicalischer  Leute-Spiegel.  4°. 
Rariss. 

Bartholomei,  Dan.  (Bibliop.  Ulmens.),  cat.  libr.  1703,  Bl.  4a 
ohne  Ang.  v.  Ort  u.  Jahr). 

SIMPLICISSIMUS,  Der  junge,  Alter  und  Neuer 
eigener  Kurtzweiliger  Geschichten  Calender 
auf  1677,  bis  1687  oder  länger  fortgesetzt. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  522.  — Rariss. 

SIMPLICISSIMUS  von  Simplex  hausen,  Simplicius,  S i m- 
plicianischer  Wunder  Geschichts  Calender  auf 
1701.  (vielleicht  schon  früher). 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  522.  — Rar! 

SIMSON  und  Delila. 

Samson  hieß  ich  der  sterckest  man 
Die  weyber  hand  mir  leyds  gethan 
Noch  wil  jch  sie  nit  schelten 
Mein  sterck  halff  nit  für  jren  list 
An  frummkeyt  mancher  nit  gebrist, 

War  trew  spürt  man  doch  selten. 

Ein  ander  Lied.  — Mit  Titelholzschnitt.  — Am  Ende:  Nürn- 
berg, Hans  Guldenmundt.  O.  J.  (c.  1530).  8‘>.  7 Bll.  (In 
Weimar.)  Weller,  Annal.  1.  p.  218. 

1.  Ain  Fräwlein  war  zu  Thamnata  etc. 

2.  Nach  Wollust  meines  hertzen  etc. 

Von  Samson  dem  Nasir  Gottes.  Wie  er  von 

Selila  (so!)  der  dirn  betrogen,  vnd  vmb  sein 


Simson — Sincerus 


314 


stercke  kam,  von  den  Philistre’  gefange',  die  lasse'  jhm  seine 
äuge'  außsteche',  vnd  wie  die  fünff  Fürste'  vmb  jr  leben  kommen, 
etc.  In  der  wyß,  Wie  der  Geistlich  Joseph.  Mit  Titelholz- 
schnitt. Getruckt  zu  Basel,  bey  Samuel  Aprario.  1634.  8°. 

(ln  Aarau.)  8 Bll.  mit  52  Stroph.  von  Ben.  Gletting.  — 
Weller,  Annal.  I.  p.  284. 

NVn  hörend  zu  ein  nüws  gedieht  ich  bringen, 
ein  hüpsches  Lied  ich  g’lernet  han  etc. 

Ein  schönes  Weltliches  Lied,  Wie  Sam- 
son, von  der  Dalila  verführet  worden:  Wo  ist 
der  Philistäer  (so  1)  Heer  etc.  (20  Stroph.)  Mit  Titelholz- 
schnitt. O.  O.  (Wien)  u.  J.  (Ende  18.  Jh.)  8°.  4 Bll. 

Haydinger’s  Bibi.  I.  i.  no.  1835.  — Alle  3 Raritäten! 

Simson  und  Delila,  oder : Der  erste  grosse 

Krach.  Humoreske  in  15  farbigen  Bildern.  Von  K.  Klic. 
Mit  Text.  (50  Pfg.  Gust.  Apitzsch,  Lpz.,  1885;  jetzt  höher!) 
SINAI,  Das  Kloster.  Eine  Erzählung  vom  Verfasser  der 
Grafen  von  Moor.  (Schlüpfriger  Roman  u.  Reisebeschreibung 
von  Theod.  Ferd.  Kajetan  Arnold.)  Arnstadt  und  Rudol- 
stadt, bei  Langbein  und  Klüger.  1803.  8^. 

Titel,  2 Bll.  Widm.  („Seiner  ....  Freundin,  [Frau]  Kri- 
stiane  ß*l** — n“,  dat.  Neudietendorf  im  Gothaischen,  im  Vor- 
frühling 1803),  I Bl.  Vorr.,  292  S.,  i Bl.  Verlag  der  Firma. 

SINCERUS  (d.  i.  Daniel  Schönemann,  geb.  1695  zu  Greifs- 
wald, studierte  1714 — 15  in  Rostock,  Lehrer  in  Güstrow  und 
in  Strehlitz,  1721  Prediger  zu  Geltow  bei  Potsdam,  dann  zu 
S.  Georg  in  Berlin,  f ^737  zu  Koppen  bei  Glogau.  — War 
Improvisator.  — Goedeke  Hl,  309,  loi,  nach  Klein  in  Ha- 
gen’s  Germania  6,  in — 130:  Über  den  Dichter  Daniel  Schöne- 
mann.) — Der  Gruenenden  Jugend  erste  Früchte 
im  Rosenthal,  Der  Gelehrten  und  galanten  WELT  zu 
Gütiger  und  billigen  Censur  überreichet  von  SINCERO. 
Rostock  u.  Leipzig,  verlegts,  Geo.  Ludw.  Fritsch,  Buchhändler, 
1718.  8°.  (ln  Stuttgart;  auch  in  Göttingen:  P.  3309.) 

72  Bll.,  sign.  A — J.  (incl.  Titel  in  Roth  u.  Schwarz  u.  3 Bll. 
Vorst.).  Enth.  nur  Gelegenheitspoesien. 

Poetische  Ergötzlichkeiten,  Welche  In 

einer  kleinen  Probe  Von  Geistlichen  und 
Vermischten  Weltlichen  Gedichten,  Denen  Be- 
ständigen Liebhabern  der  Poesie  gewidmet  werden.  Von  Sin- 
cero.  Rostock  und  Parchim,  Verlegts  Georg  Ludwig  Fritsch 
Buchhändl.  Anno  1718.  8°.  8 Bll.  u.  144  S.  (ln  Götringen: 

P-  3309-) 

Nachricht  von  dem  teutschen  Poeten  Da- 
niel Schönemann.  Franckfurt  und  Leipzig  1721.  4°. 

Goedeke,  1.  c. 


Sincerus 


515 


* SINCERUS  (ps.).  — Das  Leben  der  schönen  Oester- 
reicherin, beschrieben  von  Sincero.  Franckfurt  und 
Leipzig  (Wien),  1747.  (In  Berlin:  Yv  4101.)  (9  Mk.  Alfr. 
Lorentz,  Lpz.,  1905.) 

Tit.  (roth  u.  schwarz),  2 Bll.  u.  269  S.  Einiges  in  pikanten 
Reimen.  Besonders  die  Verführungsversuche  einer  verwittweten, 
höchstverliebten  Obristin  sehr  frei. 

Dasselbe.  Ebd.  1751.  8°.  (In  Stralsund,  Rathsbibi.) 

Beide  Ausgaben  sehr  rarl  Die  zweite  war  auch  in  der 
Bibi.  J.  J.  Schwabii  II. 

SINCERUS,  Amandus.  — Neu  entdeckte  Und  Kurtze 
doch  gründlich  gefaste  Jungfern  Anatomie, 
Darinnen  Nach  den  allerneuesten  Experimenten  Das  Frauenzim- 
mer sammt  allen  ihren  Eigenschafften  vorgestellet.  Allen  Can- 
didaten  des  Ehestandes  zu  nöthigem  Unterricht,  Nebst  einem 
Anhang  wie  etliche  an  der  Wurtzel  versehen,  in  der  Jugend 
etc.  etc.  Aus  Liebe  zur  Warheit  aufgesetzet,  Von  Amando 
Sincero,  Rarissimae  Virginitatis  Cult.  (Ornament).  Im  Jahr  da 
es  Jungfern  schneyete,  und  doch  gar  rar  waren.  (Leipzig, 
c.  1715.)  8°.  (In  Breslau,  Kgl.  u.  Univi.-Bibl.,  Litt.  Teut.  I 
8°  76,  I.)  (i  Mk.  50  Pfg.  Osw.  Weigel,  Lpz.,  1883;  jetzt 
viel  theurer!) 

3 Bll.  Vorst,  u.  32  SS.  Selten  u.  sehr  begehrt,  wie  die 
folgenden  Ausgaben  u.  Gegenschriften. 

§ Dasselbe.  O.  O.  1715.  8°. 

Dasselbe.  Mit  TKpf.  O.  O.  1716.  8®.  45  S.  (5  Mk. 

Jacques  Rosenthal,  c.  1903.) 

Dasselbe.  O.  O.  1728.  8®.  (Citirt  Weller.) 

Dasselbe.  Mit  TKpf.  O.  O.  Dieß  ward  gedruckt  in 

diesem  Jahr,  da  rechte  Jungfern  waren  rar.  1733.  8°. 
Privatmittheilung. 

*  Dasselbe,  tit. : Neu  entdeckte  und  Kurtze, 

doch  gründlich  gefaßte  J u n g f e r n - A n a t o mi  e, 
Darinnen  Nach  den  allerneuesten  Experimenten  Das  Frauen- 
zimmer Samt  allen  ihren  Eigenschafften  vorgestellet.  Allen  Can- 
didaten  des  Ehestandes  zu  nöthigem  Unterricht,  Aus  Liebe  zur 
Wahrheit  aufgesetzet.  Und  in  dieser  neuen  Auflage 
an  viel  Orten  geändert  und  verbessert  von  Amando 
Sincero,  Rarissmse  Virginitatis  Cult.  Anno  1735.  3^  S. 

(incl.  2 Bll.  Vorst.).  (In  Berlin:  an  Xc  1124a.) 

Ist  in  16  Fragen  getheilt:  Was  ist  eine  rechte,  reine,  keusche 
und  unbefleckte  Jungfer?  — Ob  auch  die  Berührung  der 
Brüste  die  Jungfrauschaft  verletze?  — Warum  das  Frauen- 
zimmer an  den  Reif-Röcken  so  grosses  Belieben  trüget.  — 
Warum  die  Jungfern  eben  als  die  Weiber  Fontangen  tragen. 
— Warum  das  Frauen-Zimmer  die  Röcke  hinten  auffschwänzen, 
daß  sie  einen  (!)  Sattel  gleich  scheinen?  — Warum  die  Jungfern 
ihre  Schürtzigen  auf  so  vielfältige  Art  ausstaffiren  ? 


Sincerus — Sinclair 


316 


— — Dasselbe.  Mit  Titelkpf.  O.  O.  1762.  8°.  47  S.  (10  Mk. 
R.  Levi,  Stuttg.,  1908;  14  Mk.  E.  Frensdorff,  1907.) 

*  Des  Neu-entdeckten  Jungfer-Anato- 

mici  entdeckte  Fehler  und  Schwachheiten,  Wel- 
che er  in  seiner  herausgegebenen  Jungfer-Anatomie  ohne  Maass 
gesetzet.  In  einen  ( !)  Examen  und  Warnung  ihn  ( !)  deutlich 
vorgestellet,  Von  der  Muse  Terpsichore.  Gedruckt  im 
Jahr,  Da  ein  jeder  seine  Fehler  und  Schwachheiten  erkandte 
und  änderte.  (17**.)  4°.  6 Bll.  (In  Berlin:  B.  Diez.  4°  2643, 
no.  12.) 

*  — Der  auf  alle  Fälle  w o 1 e i n g e r i c h t e t e 

Jungfern-Advocat,  Wieder  (sic !)  die  so  genannte 
Jungfern-Anatomie,  Worinnen  auff  alles  dasjenige  Was 
man  sonst  dem  Frauenzimmer  vorzurücken  pflegt,  Aus  dem 
Jungfern-Recht  Mit  starcken  Gründen  geantwortet,  Von  Lilio 
Chamedri  Virginitatis  Defensore.  Mit  interess.  TKpf.  Ge- 
druckt in  eben  dem  Jahr,  Da  ein  jedes  Mägdchen  eine  Jungfer 
war.  O.  O.  (Leipzig)  1715.  8°.  30  S.  (In  Berlin:  Yz  691,  mit 
3 Beibdn.) 

— — Dasselbe.  O.  O.  1716.  8°.  (Scheible,  Cat.  34,  S.  218: 
Beibd.) 

Dasselbe.  Gedruckt  in  eben  diesen  (!)  Jahr,  Da  jedes 

Mädgen  eine  Jungfer  war.  Mit  TKpf.  O.  O.  (Ebd.,  c.  1720). 
32  S. 

C.  G.  Boerner,  Lpz.,  Cat.  8.  (1907.)  no.  436,  Beibd. 

— — Dasselbe.  O.  O.  1728.  8°. 

Dasselbe.  O.  O.  1735.  S”. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  105. 

Dasselbe.  O.  O.  1761.  8°. 

— — Dasselbe.  Mit  Titelkpfr.  O.  O.  1762.  8°.  32  S.  (12  Mk. 

E.  Frensdorff,  1909.) 

Max  Perl’s  Berliner  April-Auct.  1910,  no.  1220. 

§ SINCERUS,  Germanus  (d.  i.  Joh.  Chrn.  Länig),  Curieuse 
Hof-  und  Staats-Schreiben.  Franckf.  a.  M.  1707.  8°. 
(In  München:  Epist.  855.) 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  525. 

SINCERUS,  Julius  (d.  i.  Ignaz  Julias  Lasker),  Schmetter- 
linge. Tag-  und  Nachtfalter  des  Lebens.  Dan- 
zig, Gerhard,  1839.  8°. 

A.  G.  Schmidt,  Gallerie  etc. 

SINCLAIR,  U pton.  Der  Industriebaron.  Geschichte 
eines  amerikanischen  Millionärs.  Autorisierte  Über- 
setzung aus  dem  Amerikanischen.  Hannover  1906.  Adolf  Spou- 
holts  Verlag.  80.  131  S.  (Mk.  2—.) 

„Sensationeller,  schlecht  geschriebener  Incestroman“  (Dr. 
N e u m a n n - Berlin.) 


Sindal—Sing  ^17 

SINDAL,  Sir  Thomas,  oder  der  Mann  nach  der 
Welt.  (Aus  d.  Englischen.)  2 Bde.  Leipzig,  Junius,  1773. 
8®.  (4  Mk.  Jos.  Baer  & Co.,  1894.) 

Englische  Sittenzustände  am  Ende  des  XVIII.  Jh.,  in  de- 
zenter Darstellung. 

Dasselbe,  titulo : Der  Mann  nach  der  Welt.  Mit 

(unsign.)  Titelkpf.  u.  Titelvign.  Magdeburg,  bey  Hessenland 
u.  Comp.  1806.  8®.  (2  Rthl.)  XVI — 432  S. 

Dasselbe,  tit. : Sir  Thomas  Sindal,  oder  der 

falsche  Freund.  Ebd.  1810.  8®.  (D/,  Rthl.) 

SINGEDIGTE,  Düdsge  6r  Sassisge,  Gravsgriften, 
singbare  Leder,  Vertelsels  un  wunderbare  Even- 
türe  (Romansen  un  Balladen  nömt,)  mit  ener  Anwising,  dat 
Hogdüdsge  un  dat  Düdsge  in  hei  korter  Tit  rigtig  üttospreken, 
to  lesen  un  to  sgriven.  (Uebersetzungen  hochdeutscher  Ge- 
dichte ins  Niedersächsische  von  Christian  Hinrich  Wolke, 
geb.  21.  Aug.  1746  in  Jever,  f 8.  Jan.  1825  in  Berlin).  In  Com- 
mission bei  den  Heren  Bokhändlern  Crusius  in  Leipzig,  Vie- 
weg in  Brunswik  un  Campe  in  Hamborg.  1804.  8®.  LXVHI, 
306  S. 

Dasselbe.  Leipzig  1815.  (Vgl.  Frommann’s  Dtsch.  Ma.  6, 

379-) 

Dasselbe.  2.  wohlf.  (Titel-)Ausgabe.  Berlin,  Maurers 

Buchh.,  1816.  8®. 

Goedeke  VII,  569,  131,  4. 

SINGER,  Der  traurige,  und  Lustige  Dantzer.  In 
Poetischer  Erzehlung  (24  vierzeil.  Str.)  kurtzweilig  und  lächer- 
lich vorgestellet.  — Eine  andere  lustige  Geschieht 
von  Käß  und  Brod  oder  gleich  und  gleich  (14 
vierzeil.  Str.).  Zwei  derb-satyrische  Gedichte  aus  dem  17.  Jahr- 
hundert. O.  O.  u.  J.  (Köln,  Franz  Teubner,  1890.  — A.ß.:  Druck 
von  Elias  Neuwald,  Budapest.)  Kl.  8®. 

12  S.  (incl.  Tit.  m.  Bordüre,  auf  d.  Rücks.  Teubner’sche 
Verlagsanz.).  — Vergriffen! 

SINGESTEET,  Martin,  eine  Nachtwächterge- 
schichte (von  Adam  Friedr.  Geister  d.  Jiing.).  Wertheim 
und  Leipzig  (Römhild,  Brückner)  1783. 

Weller,  fing.  Dr.;  fehlt  Kayser  unter  Romanen.  — Selten! 
SING  XANG  (ps.).  — Chinesische  Lebensbilder  von 
beschnittenen  und  unbeschnittenenjuden,  Geiz- 
hälsen, Negozianten,  Glücksrittern,  Wuche- 
rern, Dieben  etc.  u.  a.  merkwürdigen  Menschen- 
Kindern,  von  Sing  Xang,  kais.  chines.  Hofpoeten  u.  inter- 
imistisch-provisorisch-funktionirenden  Hofgrimmassenschneider 
in  Peking.  In  den  zwanglosen  Reimen  des  Originals  frei  übs. 
von  Sebaldus  N o t h a n k e r , kosmopolit.  Magister  u.  Armen- 


318 


SingspielSinnersber  g 


Schulmeister.  Mit  i illum.  Steindruck.  München,  Fleischmann, 
1833.  160.  8 Bog. 

A.  G.  Schmidt,  Gallerie  etc. 

SINGSPIEL.  — Ein  singetsspil,  von  dreyen  bösen 
Weibern,  denen  weder  Gott  noch  jre  Männer  recht  können 
thun,  mit  sechst  ( 1)  Personen.  Im  Thon : Wie  man  den  Eng- 
lischen Rolandt  singt.  (1598.)  (43  Strophen.)  (In:  Ayrer,  Opus 
Th^atr.  2,143  c.) 

SINGSPIEL,  Ein  neues  pantomimisches,  in  einem 
Aufzuge,  genannt : Die  Herrschaftskuchel  auf  dem 
Lande,  mit  Bernardon  dem  dicken  Mundkoch; 
oder:  Die  versoffenen  Köche  und  die  verliebten 
Stubenmädel  (von  Josef  Felix  v.  Kurz).  Wien  1770. 
(In  Zürich,  Cantonsbibl.) 

Anon.-Lex.  VI.  p.  294  (nach  dem  Cat.  genannter  Bibi.).  — 
Höchst  selten! 

SINNENLUST,  Die,  und  ihre  Opfer.  Geschichte  der 
Prostitution  aller  Zeiten  und  Völker,  mit  genauer 
Darlegung  ihrer  gegenwärtigen  Form  und  ihrer  Ursachen  in 
B e r 1 i n,  H a m b u r g,  W i e n,  P a r i s,  L o n d on  und  andern 
Großstädten,  und  Vorschlägen  zur  Regelung.  Herausgeg. 
von  einem  philantropischen  Verein.  Berlin,  Dr.  Langmann  & Co., 
1870.  Gr.  8®.  (In  Amsterdam,  Bibi.  Gerritsem.)  II,  i Bl.  u.  324  S. 
(2  Mk.  Theod.  Ackermann,  München,  1883;  5 Mk.  Max  Harr- 
witz,  Berlin,  1891;  6 Mk.  50  Pfg.,  Jos.  Jalowicz,  Posen,  1907.) 
SINNENLUST,  Die,  und  ihre  Opfer  der  (oder?)  Ge- 
schlechtsauschweifung der  alten  und  neuen 
Welt.  Berlin,  Bernhard!. 

Verboten  v.  Kr.-G.  Neutitschein,  13.  III.  1901.  § 516. 

— Titel  correct? 

SINNERSBERG,  Gfr.  Rud.  v.  (ist  das  Jo/i.  Paul  Waltmann?), 
Belustigung  vor  Frauenzimmer  und  Jungge- 
sellen, zum  anmuthigen  Zeitvertreib  an’s  Licht  gebracht 
. . . . Rothenburg  (Nürnberg)  ....  1727.  12°. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  527. 

— — Dasselbe.  Ibid.  1728.  12°. 

Dasselbe,  tit. : Belustigungen  für  die  Frauen- 
zimmer und  jungen  Herren.  Nürnberg  1769.  8°. 

* Dasselbe  (ohne  den  Pseudonymus),  tit. : Belustig- 

ungen für  die  Frauenzimmer  und  Jungen  Her- 
ren, bestehend  in  Satyren,  Oden  und  Liedern  mit  denen 
dazu  gehörigen  (4  Nrn.)  Melodien,  Fabeln,  Erzehlungen, 
Scherzen  und  Rätzeln,  wie  auch  neuerfundenen  Kartenkünsten. 
Zur  Gemüthsergötzung  ans  Licht  gestehet.  Neue  vermehrte 
Auflage.  Mit  Allergnädigsten  Privilegiis.  Mit  „Titel-Kup- 


Sinnersberg 


319 


fer“  (so!).  Nürnberg,  bey  Johann  Eberhard  Zeh.  1770.  8°. 
112  S.  (incl.  Tit.  in  Einfassung). 

Wahrhafte  Geschieht e(n)  von  allerhand  Ge- 
spenstern u.  Erscheinungen.  Halle,  Seiz,  1729.  12°. 

Cat.  Monath  IV.  Nürnb.  1785.  p.  50.  — Sehr  rar,  wie  die 
folgende  Schrift. 

Gespenst,  Das  ungeheure  und  entsetzliche, 

welches  an  vielen  Orten  sich  sehen  und  hören 
lassen.  Ebd.  1 729.  1 20. 

Wiener  Cat.  (1774)  verbotener  Bücher. 

Der  allzeit  lustige  Student,  erweiset  sich 

hier  mit  174.  in  vielerley  ungemeinen  raren  und 
wunderbahren  Geschichten  dieser  Zeit,  welche 
an  verschiedenen  Orten  in  der  Welt,  bey  Hohen  und  Niedern 
Stands-Personen,  vielfältig  sich  ereignet  und  zugetragen  haben. 
Allen  aufrichtigen  Liebhabern  zur  erlaubten  Lustbarkeit  und 
sonderbahren  Gemüths-Ergötzung  mitgetheilet ; auch  noch  nebst 
einem  Anhang  verschiedener  in  43.  kurtzweiligen  Begeben- 
heiten (auch  „Bacchanten“  u.  „Pennäler“  betreff.),  und  an- 
derer Sinn-reichen  Redens-Arten ; an  das  Licht  gebrach(!)  von 
— . AUGSPURG,  bey  Andreas  Brinhaußer,  An.  1777.  8°. 

So  der  confuse  Titel!  143  S.  (incl.  Tit.  u.  i Bl.  Vorw.).  Schlech- 
tes Papier,  ebensolcher  Druck,  ebenso  die  Auswahl.  Im  Haupttheil 
(S.  5 — 131)  wenig  Studentisches.  Meist  kurze,  theils  unfläthige, 
theils  sehr  triviale  Geschichten  [174 -f- 43  Nrn.].  — Sehr  seltenl 
Darin  auch  Nr.  98:  Der  lustige  (Hof-)Narr  (S.  72);  Nr.  108:  das 
wohl-geschichte  Horn-Blasen  (H  a n ß C 1 a w e r t ’ s).  (S.  77 — 78); 
Nr.  146:  Der  gelehrte  Narr  (Wissel  gen.,  an  einem  Chur- 
Fürstl.  Hofe).  S.  105.);  Anhang,  Nr.  14;  Hofnarren-Historie. 

Ed.  I.  Franckfurt  und  Leipzig  1734.  8°.  (Wiener  Cat.  [1774] 
verbotener  Bücher.) 

* — — Der  Lustige  Deutsche  erweiset  sich  hier 
in  vielerley  ungemeinen  raren  und  wunder- 
baren Geschichten  dieser  Zeit,  Welche  An  ver- 
schiedenen Orten  in  der  Welt,  bey  Hohen  und  Niedern 
Stands-Personen,  vielfältig  sich  ereignet  und  zugetragen  ha- 
ben. Allen  aufrichtigen  Deutschen  zur  erlaubten  Lustbar- 
keit und  sonderbaren  Gemüts-Ergötzung  mitgetheilet;  Auch 
noch  Nebst  einem  Anhang  verschiedener  kurtzweiligen  Be- 
gebenheiten und  anderer  Sinn-reichen  Redens-Arten  an  das 
Liecht  gebracht  Von  Gottfried  Rudolph  von  Sinnersberg. 
Mit  Ditelkpfr.  Hall,  Verlegts  Johann  Andreas  Senffkorn  (Nürn- 
berg, Seiz).  1729.  80.  (In  Berlin:  Yt  10,761.) 

Titel  (roth  u.  schwarz),  2 Bll.  Vorr.,  303  S.,  9 unbez.  S.  Reg. 
Keine  Nummern.  — U.  a. : Das  zu  frühzeitig  gebührende  Weib. 
— Die  verschmitzte  Bauern-Magd.  — Das  von  Mutter-Be- 
schwerung geplagte  Weibgen.  — Die  sich  selbst  tröstende 
Wittv/e.  — Die  zanckende  Hahnreye.  — Die  zur  Ader  lassende 


320 


Sinnersberg — Sinngedichte 


Jungfer.  — Die  über  die  Schnur  getreue  (sol)  Frau.  — Die 
arglistige  Frau.  — Die  unfleißig-gepfiffene  Frau.  — Die  vexierte 
Jungfer.  — Die  Mannbegierige  Jungfer.  — Das  vorwitzige 
Frauenzimmer.  — Der  curiöse  (Hahnrei-)  Hut.  — Die  behende 
Magd.  — Die  hintergangene  Ehebrecherin.  — Die  wunderliche 
Bekehrung  eines  bösen  Weibes.  — • Die  bedungene  Hure.  — 
Das  fromm  gemachte  böse  Frauenzimmer.  — Der  einfältige 
Kinds-Vatter.  — Die  genothzüchtigte  Dirne.  — Die  sich  gern 
straffen  lassende  Frau.  — Die  betrogene  Hure.  — Der  listige 
Buhler.  — Der  von  einem  Studenten  listig  betrogene  Schuster 
(Hahnreischwank).  — Die  vergnügte  Braut.  — Der  offenbare 
Hahnrey.  — Der  verliebte  Schmidt-Knecht.  — Das  verstöhrte 
Huren-Pack.  — Der  von  seinem  Weibe  betrogene  Mann.  — Das 
unwissend  gehertzte  Weib.  — Die  zerstöhrte  Braut-Nacht.  — 
Der  albere  Bauer  (obscön).  — Der  geduldige  Hahnrey.  — 
Der  unwissende  Hahnrey  (Student  u.  Schuster).  — Wunderliches 
Gspräch  zweyer  Ehe-Leute.  — ■ Das  wohl-gefällete  (ärztliche) 
Judicium  (betreffs  Jungfern-Urin,  sehr  drollig).  — Der  übel- 
angekommene  Buhler.  — Folgen  Anekdoten  ohne  Ueberschrift 
(=  Anhang,  S.  263  ff.).  — Rarl 

SINN  -Gedieh  te,  in  zwey  Büchern....  (von  Joh. 
Joach.  Ewald).  Berlin  1755.  8^. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  W.  v.  Maltzahn);  vgl.  Jördens, 
Lex.  1.  p.  489 — 491. 

SINNGEDICHTE  und  Uebersetzungen....  Berlin,  ge- 
druckt bey  C.  M.  Vogel,  1761.  8®. 

W.  V.  Maltzahn  p.  443  no.  997. 

SINNGEDICHTE  ....  1771,  s.  Heinse,  Wilh. 
SINNGEDICHTE.  Wien,  gedruckt  mit  Schulzischen  Schriften. 
1772.  12°.  Selten!  (3  Mk.  Jos.  Baer  & Co.,  1894.) 
SINNGEDICHTE.  Erstes  u.  zweytes  Hundert,  1772, 
s.  Göckingk,  L.  F.  G.  v. 

SINNGEDICHTE  in  drei  Büchern,  1778,  s.  ebd. 
SINNGEDICHTE  (von  Joh.  Wilh.  Ladw.  Gleim).  O.  O.  (Ber- 
lin) 1776. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  Meusel). 

SINNGEDICHTE  undLieder.  GesungenanderBöhm- 
ischen  Gränze  (hrsg.  von  Carl  Gottfr.  K ü 1 1 n e r , oder 
von  Chrn.  August  Fehre?).  Mit  Titelvignette.  Leipzig  1776. 
8°.  206  S.  (i  Mk.  20  Pfg.  ,,208  S.“,  W.  H.  Kühl,  Berlin, 

c.  1882;  4 Mk.  50  Pfg.  O.  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1907:) 

Enth. : Vorwürfe  der  Untreue.  Galathee.  An  die  Stadt  Leip- 
zig 1769.  Die  Milcheur.  Das  zur  Gräfinn  gewordne  Gärtner- 
mädchen. — Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  Goedeke,  Meusel, 
Kayser). 

SINNGEDICHTE  der  Deutschen  (8  Bücher,  hrsg.  von 
Carl  Wilh.  B r u m b e y).  Mit  reizender  Titehdgnette  nach 
Stieghahn  u.  3 Vignetten  von  Rosmaesler.  Leipzig 
verlegts  Johann  Gottlob  Immanuel  Breitkopf.  1780.  8'>.  Selten! 
(Im  British  Museum.)  (5  Mk.  A.  Buchholz,  München,  1908.) 


Sinngedichte — Sintenis 


321 


4 Bll.,  446  S.,  I Bl.  Darin  Epigramme  von  Opitz,  Pfeffel, 
Kästner,  Kleist,  Karschin,  Heinse,  Geliert,  Lessing  u.  Andern.  — 
Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  Meusel). 

SINNGEDICHTE  von  J,  C.  S.  Frankfurt  und  Leipzig,  1783.  8®. 

W.  V.  Maltzahn  p.  448  no.  1084.  — Rar! 

SINNGEDICHTE  (von  Joachim  Perinet).  Leipzig  1788. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  Kehrein  u.  Wurzbach);  Kayser 
u.  Meusel  haben  „Wien“.  — Rar! 

* SINNGEDICHTE  der  Deutschen.  Nebst  einem  Anhänge 
deutscher  Übersetzungen  aus  der  griechischen  Antho- 
logie und  dem  Martialis.  (Hrsg,  von  Flans  Heinr.  Füssli.) 
Zürich,  Orell  ....  1788.  8®.  (In  Berlin:  Yf  5219.) 

Vorrede,  Inh.  u.  475  Seiten.  — Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach 
W.  V.  Maltzahn  u.  Meusel);  Kayser  hat  „1785"  (?). 

SINNGEDICHTE  von  F.  H.  (d.  i.  Joh.  Christoph  Friedr. 
Haag).  Frankfurt  und  Leipzig  1791.  8®.  iio  S.  (In  Zürich, 
Stadtbibi.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  Goedeke,  Meusel,  Kayser  u. 
dem  Cat.  d.  genannten  Bibi.)  hat  nur  „Leipzig“. 
SINNGEDICHTE  (5  Bücher,  stellenweise  frei).  Leipzig,  gedr. 
in  der  Sommerschen  Buchdruckerei.  1807.  8®.  (In  Dresden.) 

239  S.  (incl.  Tit.,  i Bl.  Widm.  [an  Oberhofger.-Advokat 
Dr.  d.  Rechte  Chrn.  Friedr.  Eberhard  in  Leipzig],  u.  Inh.- 
Verz.  S.  225  ff.),  I S.  Druckf.  Lat.  Lettern.  — Verfasser 
wahrlich  kein  zweiter  Logau! 

Dasselbe.  Leipzig,  Sommer,  1809.  8®.  240  S.  (50  Pfg. 

Kössling,  Lpz.,  c.  1872;  jetzt  höher!) 

SINNLICHKEIT  ist  nicht  Liebe,  oder  Der  Mann  ohne 
vesten  Charakter.  Ein  Schauspiel  in  drey  Akten.  Er  war 
sinnlich,  und  beredete  sich,  dass  er  liebe.  Schüller  (so!).  Frank- 
furt und  Leipzig.  1791.  8®.  116  SS.  (7  Mk.  Auction  Deneke 
no.  830:) 

Den  Bibliographen  unbekannt. 

SINNREICH,  Ignaz,  Vom  deutschen  Naturalismus. 
Druck  von  J.  Oellacher  & Co.  in  Salzburg,  Selbstverlag. 

Verboten  v.  L.-G.  Salzburg,  28.  März  1890.  §§  122a,  516. 
SINSCHECHLI,  eines  Indianers,  Schicksale  in 
Frankreich;  satyrische  Geschichte  aus  d.  Französ.  (von 
Karl  Christian  Hütter).  Altona,  Kaven  & Co.,  1788.  8®. 

(In  Warmbrunn.)  Selten! 

Vielleicht  deutsches  Original.  Hütter  (geh.  am  25.  Decbr. 
1770  zu  Profen  bei  Zeitz,  seit  1813  Generalinspektor,  seit  1830 
Kommissionsrath  u.  Justizkommissar  daselbst;  vgl.  Meusel,  ge- 
lehrtes Teutschland  3,  457)  war  auch  Mitarbeiter  am  „Romant. 
Allerley“  Gera  1793,  und  Vf.  des  pikanten  Buches  „Pfaffen-, 
Nonnen  und  Mönchs-Intriguen"  (s.  d.).  — Goedeke  V,  516, 
19;  Anon.-Lex.  IV.  p.  33  (nach  Kayser  u.  Meusel). 
SINTENIS  (Chrn.  Friedr.,  1750 — 1820),  Nonnenlied  auf 

21 


Hayn,  Bibi.  Geimanor.  erot.  VII 


322 


Sinzerus — Sireg 


Kaiser  Joseph  II.  Budissin,  1782,  bey  Deinzern  in  Com- 
miss.  8°. 

Magaz.  d.  Buch-  u.  Kunst-Handels.  Jahrg.  1782.  (Lpz.)  S. 
523;  Gilhofer  & Ranschburg,  Wien,  1889,  Anz.  4,  no.  1122: 
Beibd. 

§ SINZERUS,  der  Reformator.  (Satyr.  Roman  gegen 
Jesuitismus  u.  klösterl.  Sittenverderbniß  von  Josef  Milbiller y 
1753 — 1816.)  Mit  I (galanten)  TKpf.  u.  i (drast.)  TVign. 
Frankfurt  u.  Leipzig  (Zürich)  1787.  8°.  (In  München:  P.  o. 
germ.  1046  cl.)  (25  Mk.,  schönes  Expl.  Adolf  Weigel,  c.  1906; 
5 Mk.,  Hfz.,  B.  Liebisch,  Lpz.,  1908;  26  Mk.,  Hfz.  d.  Zeit 
mit  Rothschnitt,  aber  ohne  Titelkpf.,  Max  Harrwitz,  1908.) 

3 Bll.,  324  S.  Interess.  Roman  aus  der  Josephinischen  Auf- 
Idärungszeit,  der  besonders  die  Zustände  in  Bayern  bei  Ge- 
legenheit der  literar.  Reise  des  Vf.  durch  Süddeutschland 
schildert.  Aus  den  22  Kapiteln  hervorzuheben;  Klösterliche 
Bauchphilosophie;  Nachrichten  aus  Tirol;  Sinzerus  in  d.  heil. 
Inquisition;  neue  Auftritte  in  Kaufbaiern;  Don  Quixote  in 
Augsburg;  Möncherei  in  München;  Guter  Geschmack  in  Re- 
gensburg; Neue  Tragödie  in  Ingolstadt;  Quacksalbereyen  in 
Eichstädt;  Gelehrte  Sündfluth  in  Leipzig;  Sinzerus  in  Ber- 
lin; etc. 

Das  ganze  9.  u.  10.  Capitel  (Sinzerus  reiset  eilfertig  nach 
der  Schweiz.  — Treffende  Parodie,  od.  wie  man  will,  Ho- 
norarium  pro  labore,  welches  ein  schweizerscher  Edelmann 
dem  Verf.  d.  deutschen  Annalen  allergnädigst  zutheilen  ließ), 
so  wie  hier  u.  da  einige  kleinere  Stellen,  wurden  ohne  Vor- 
wissen d.  Verf.  durch  eine  fremde  Hand  (Pezzl's?)  ein- 
geschoben. Cfr.  C.  A.  Baader’s  Lex.  verstorb.  baier.  Schriftst. 
1.  2.  Augsb.  u.  Lpz.  1824.  S.  43.  — Goedeke  IV,  65,  15,  7. 

Neben  Milbiller  werden  Joh.  Heinr.  Bispink,  Joh.  Pezzl 
u.  Joh.  Bapt.  Schad  (ehemal.  Benediktiner  in  Banz,  der  später 
in  Gotha  zum  Protestantismus  trat)  als  Verfasser  genannt. 
Letzterer  kann  nicht  in  Frage  kommen. 

Dasselbe.  (Anderer  Druck.)  Ebd.  1787.  8°.  2 Bll. 

471  S.,  3 S.  Inh.  (In  Darmstadt:  E3810.) 

„468  S.“  hat  der  Cat.  von  Oswald  Weigel's  Leipziger  Mai- 
Auct.  1908. 

SIONIO  der  Greis  des  Gebirges.  Eine  abentheuerliche 
Geschichte  (von  Heinr.  Aug.  K^i'ndörffer).  2 Thle.  Leipzig, 
Lauffer,  1812.  8®.  (21/3  Rthlr.) 

Dasselbe.  Ebd.  1813.  8°. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  87  (nach  Meusel,  Kayser,  Goedeke);  der 
Neue  Nekrol. .hat  „1802“  (?) 

SIREG  (ist  das  Gries ?),  De  la,  und  Madam  de  Rivonna 
Lebens-  und  Liebes-Beschreibung.  Franckfurt  b. 
Balth.  Christoff  Wüsten. 

So  im  H.  M.  V.  1675.  ® 4^’- 
S.  auch  örise,  De  la. 


Sirenen — Sitten 


323 


SIRBINEN,  Academischer,  verworrene  Liebes- 
Händel.  Apolda,  b.  Chp.  Kaysern.  12°. 

M.  M.  V.  1701.  H I b.  — Noch  kein  Expl.  nachgewiesen. 
SIRINDOR,  Julius  (ps.),  Romantische  Sagen  aus  der 
Vorzeit.  1826. 

Dasselbe.  1828. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  527. 

smros  s chwärmereyen  durch  die  Thäler  der  Ju- 
gend und  Amaranthenhaine  der  Liebe  im  Au- 
gustmonat der  Fantasie.  Seltenst,  zu  Lindor  und  der 
Fiormona  (von  Ferd.  Theod.  Kctjet.  Arnold).  2 Bde.  Ham- 
burg 2802 — 3.  8°.  Sehr  selten! 

Eine  nicht  erot.  Fortsetzung  erschien  ib.  1804.  8°, 
tit. : Bohömann,  geheimer  Oberer  und  Haupt  der 
asiatischen  Brüder  (von  demselb.  Verf.). 

§ SIRTA,  P r inzessin,  ein  abenteuerliches  Mähr- 
chen  der  grauesten  Vorzeit  (von  J oh.  Ernst  Frdr. 
Wilh.  Müller,  1764 — 1826).  Mit  Titelkpfr.  von  Kohl.  Leipzig, 
Voss,  1793.  8°.  (3  Mk.  50  Pfg.  E.  Meyer,  Berlin,  1908.) 

(In  München:  P.  o.  germ.  958  px.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  88  (nach  Kayser). 

SITTEN,  Die.  (Aus  d.  Franzos,  des  Frang.  Vincent  Tous- 
saint-Panage,  geb.  c.  1715,  t 1772.)  Respicere  exemplar 
morumque.  Aus  d.  Frantzös.  übersetzt.  Mit  Titelkpfr.  u.  Titel- 
vign.  Franckfurt  und  Leipzig  1749.  8°.  36  -f-  390  (335  ?)  S. 
(In  Stuttgart.  ) (6  Mk.  O.  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908.) 

O.  M.  V.  1749,  G I a,  ohne  Angabe  des  wirkl.  Druckorts. 
— Vorr.  unterz. : Panage. 

Laut  Parlamentsbeschluß  v.  7.  Mai  1748  wurde  das  Ori- 
ginal gleich  nach  Erscheinen  öffentlich  zu  Paris  vom  Henker 
verbrannt,  angeblich  das  gefährlichste  Buch,  welches  jemals 
ein  Freigeist  wider  Staat  u.  Religion  verfaßt  hat.  „Malt  die 
am  Hofe,  in  den  Klöstern  etc.  herrschenden  Laster  in  den 
scheusslichsten  Farben,  u.  hält  dabei  die  Jungfernschaft  für 
keine  Tugend!“  (R.  Zinke  Dresdner  Nov.-Auct.  1905,  no.  1349.) 

Orig.  (In  Wolfenb.):  Les  mceurs.  S.  1.  M.  DCC.  XLVIII. 
(1748.)  3 pts.  en  I vol.  16  ff.  prdl.,  547  pp.  qui  se 

suivent.  Avec  3 frontisp.,  3 vign.  et  3 fleurons  (n.  s.).  (8  Mk. 
L.  Rosenthal,  1886;  6 Mk.,  seulement  i frontisp.  au  lieu  de  3, 
Klüber,  c.  1905;  5 Mk.  Max  Perl,  1909:)  Cohen,  50  ed.  col. 
580.  Cet  ouvrage  fut  condamnd  par  le  pariament  ä etre  lacdrd 
et  brüld,  comme  contraire  aux  bonnes  mceurs,  scandaleux, 
impie  et  blasphdmatoire.  — Gay,  Bibliogr.  de  l’amour:  „Ouvrage 
insupportablement  ennuyeux.“  — Amsterdam,  aux  d^pens  de 
la  Compagnie.  1748.  8*'.  III.  4.  dd.  3 pts.  Avec  frontisp.  et 
vign.  (Gay  III,  246.)  (6  Kr.  Halm  & Goldraann,  1907; 

8 Mk.  O.  Richter,  Lpz.,  c.  1882.)  (In  Wolfenb.)  Brunet 

III,  1788.  — Nouv.  dd.  Ibid.  1750.  8°.  I frontisp. 

(Ebd.j  — Nouv.  dd.  Avec  i frontisp.  Londres,  Tho.  Wilcox, 

1751.  S**.  (Ebd.)  — 5e.  dd.  S.  1.  (Rotterdam?)  Marc  Mich. 

Bousquet  & Comp.  1752.  S*'.  i frontisp.  gr.  (Ebd.)  — S.  1. 

21* 


324 


Sitten 


1755.  8*^.  III.  I front,  gr.  (Ebd.)  (6  Mk.  Frdr.  Klüber, 

c.  1905.) 

Dasselbe.  Aus  d.  Französichsen  (so!)  übersetzt.  Mit 

Titelkpfr.  u.  Titelvign.  Frankfurt  und  Leipzig  1751.  8°.  (In 
Wolfenb.)  335  S.  (6  Mk.  Beck,  Nördl.,  1889;  7 Mk.  Frdr. 
Klüber,  1901;  6 Kr.  Flalm  & Goldmann,  1907.) 

§ Dasselbe.  Ibid.  1754.  8°. 

Dasselbe.  Ebd.,  1773.  8°.  (7  Mk.  50  Pfg.,  unbeschn., 

Max  Jaeckel,  Potsdam,  1906.) 

TK.,  XLVI — 335  S.,  I S.  „Erklärung  d.  Kupfers“. 

Des  Herrn  Toussaint  Erläuterung  seines  Bu- 
ches: Die  Sitten.  Aus  d.  Franzos.  Breslau,  Korn  jun., 
1763.  8°.  288  S.  (6  Mk.  der  Vorige,  1906.) 

Orig.:  Eclaircissement  sur  les  moeurs,  par 
l’auteur  des  Moeurs.  Amsterdam,  Marc-Michel  Rey, 
1762.  izL  LX— 333  S. 

Viel  früher  erschien  ein  andres  hierauf  bezügüches 
Buch : Reflex  ions  critiques  sur  le  livre  intitule 
les  Moeurs,  par  D.  S.  Aux  Indes  1749.  (In  Carlsruhe: 
Cc  356.)  Rarei 

Englische  Ueberstzg. : Männer  s.  Transl.  from  the 
french.  ([By]  Panages  (i.  e.  Frangois  Vincent  Toussaint].) 
2d  Ed.  . . . London;  Printed  for  J.  Payne  and  J.  Bouquet, 
1752.  12*^.  (In  Wolfenbüttel.) 

SITTEN,  Die  neuen,  bestraft  durch  die  alten  (von 
Valentin  Klaghamnier,  soc.  Jesu).  Amberg  1688. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  88  (nach  Sommervogel).  — Sehr  rarl 
SITTEN,  Die,  der  heutigen  Welt  auf  eine  lustige 
und  scharfsinnige  Art  durchgehechelt  (von  Hans 
'Michael  Moscherosch).  Cöln,  gedruckt  bey  Peter  Hämmern, 
1711.  8°.  836  S.  (6  Mk.  Völcker,  Frf.  a.  M.,  1909.)  Sehr 
selten  I 

SITTEN,  Die,  in  Gedichten  und  Liedern  (von  T*). 
Braunschweig  1753.  8^.  7 Bll.  u.  56  SS.  (4  Mk.  50  Pfg. 
L.  Rosenthal,  1907.) 

* SITTEN,  Die  verdorbenen.  An  den  Verfasser  des 
Stükes  (sic  I) : Die  vier  Stufen  des  menschlichen  Alters.  — 
Foecunda  culpae  Secula  &c.  Horat.  — Zürich,  bei  Conr.  Orell, 
und  Comp.  1754.  4°.  (In  Berlin:  Y1  2271.) 

16  S.  incl.  Tit.  Enth.  4 pros.  satyr.-moral.  Aufsätze;  Der 
Knabe.  Der  Jüngling.  Der  Maim.  Der  Alte. 

In  Bezug  auf  Joh.  Rudolf  Werdmüller's  auf  dem  Titel 
erwähnte  Prosa-Dichtung. 

SITTEN,  Die,  nach  der  Mode,  ein  Lustspiel  in 
einem  Aufzuge,  von  den  französischen  Comödianten  zu 
Paris  im  J.  1761  vorgestellet.  Aus  d.  Französ.  (des  Bernard 
Joseph  Saarin)  übersetzt.  Leipzig,  in  Lankischens  Buchhdlg. 
1762.  8°.  (In  Warmbrunn.)  (3  Mk.  75  Pfg.  Edm.  Meyer, 
Berlin,  1909.) 


Sitten 


325 


W.  V.  Maltzahn,  S.  542,  Nr.  2379.  — Fehlt  im  Anon^ 
Lexicon. 

Or  i g. : Les  Moeurs  du  temps,  comddie  en  i acte  en  prose. 
Paris,  Prault,  1761.  12^. 

SITTEN,  Die,  der  Zeit,  ein  Nachspiel;  aus  d.  Franzos, 
von  Jakob  Edmund  Bertheramb.  O.  O.  (?)  1769.  8®, 

Citirt  Carl  W a 1 1 s t e i n ohne  Quellenangabe. 

§ SITTEN,  Die,  jetziger  Zeit.  Nach  d.  Franzos.  Auf- 
geführt auf  dem  Churfürstl.  Theater  zu  München.  Mit  Ge- 
nehmhaltung des  Churfürstl.  Büchercensurcollegiums.  (Augs- 
burg, Jenisch  u.  Stage)  1776.  8®.  40  S.  Zahm. 

Zuerst  gedr.  Wien,  Trattner,  1770.  8®.  (Kayser  223.) 
SITTEN,  Die,  des  achtzehnten  Jahrhunderts.  In 
Geschichten  und  Erzählungen.  Aus  dem  Französ- 
ischen. Leipzig  und  Schleiz,  bey  J.  G.  Mauken.  1778.  8®. 
(24  xr.)  (In  Warmbrunn.)  (12  xr.  Beck,  Nördl.,  Cat.  i.  [1829]. 
p.  200.) 

SITTEN,  Die  lächerlichen;  nebst  den  Anmerkungen  über 
das  Betragen  der  Menschen,  am  Ende  des  acht- 
zehnten Jahrhunderts.  Klagenfurt,  gedr.  bey  Aloys 
Kleinmayer,  landschaftlichen  Buchdrucker.  1781.  8®. 

Titel  mit  Bordüre,  3 Bll.  Vorher.,  406  S.  — Ganz  u n • 
bekanntes  Buch,  dessen  Text-Ueberschrift  (S.  i)  lautet: 
„Betrachtungen  über  das  Lächerliche  der  Welt 
u.  über  die  Mittel  solches  zu  vermeiden.“ 

SITTEN,  Die  alten  und  neuen  deutschen:  Wie  wenig 
gleichen  wir  den  Alten!  Wien,  o.  J.  (Ende  XVIII.  Jh.).  8®. 
2 Bll.  (Besaß  Haydinger  in  Wien.) 

SITTEN,  Die,  unserer  Zeit.  Ein  Moderoman  (von 
Joh.  Friedr.  Schätze).  Breslau  1802 — 3. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  88  (nach  Lübker-Schröder). 

§ SITTEN  und  Gebräuche  der  merkwürdigsten 
Nationen  . . . . (von  Joh.  Gottfr.  Gräber).  Leipzig,  Th. 
Seeger,  1803.  8®.  (In  München:  H.  g.  hum.  103b.) 

Anon.-Lex.  IV.  p.  88  (nach  Kayser,  Meusel,  Engelmann  u. 
dem  Neuen  Nekrolog). 

SITTEN,  Gebräuche  u.  Narrheiten  alter  u.  neuer 
Zeit.  Ein  Lesebuch  für  alle  Stände.  Mit  TKpf.  („die  Maien- 
Königin“,  gest.  von  J.  C.  Richter).  Berlin,  in  der  Buchh. 
des  Commerzienraths  Matzdorff.  1806.  8®.  (4  Mk.  Scheible, 
vor  1885;  8 Mk.  O.  Rauthe,  Friedenau-Berlin,  1908.) 

VI — 366  S.  Interessante  Aufsätze,  u.  a. ; Gerichtshof  der 
Liebe,  Heiraths-Gebräuche,  Modebräuche,  Moden,  Toiletten-Ge- 
bräuche  der  alten  Römerinnen,  Wochenbett  der  Männer  etc. 

SITTEN  der  Zeit.  Bildlich  dargestellt.  3 Hfte.  Leip- 
zig, Heinr.  Hunger  (c.  (c.  1830).  (3/4  Rthl.) 

Anzeige  des  Verlegers.  — Sehr  rarl 


326  Sittenbach — Sitten  ge  mälde 

SITTENBACH,  Euphrosine  v.  (d.  i.  Heinr.  Schaeve).  — Der 
erneurte  u.  viel  vermehrte  Complimentarius  u. 
vollkommene  Trenchirmeister,  in  welchem  enthalten 
wie  man  auffs  zier-  u.  höflichste  conversiren  u.  umgehen,  auch 
auf  Collationen  u.  Hochzeiten  die  Speisen  zierlich  zerschneiden 
oder  trenchiren  u.  vorlegen  solle.  Nebst  Tisch-  u.  Leber- 
reimen von  Euphrosyne  von  Sittenbach.  Mit  Titelbild  u. 
25  Kpfrn.  Hanover,  G.  Freytage,  o.  J.  (c.  1645).  234  SS.  lö®. 
Rariss.  (24  Mk.  Jacques  Rosenthal,  München,  1912.) 

§ SITTENBILDER  der  Nationen  und  Jahrhunderte 
in  Memoiren  und  Selbstbiographien.  14  Bde. 
(Cplt.)  Berlin  1861 — 68.  Kl.  80.  (In  München:  P.  o.  germ. 
1385a.)  (50  Mk.  W.  H.  Kühl,  Berlin,  vor  1885.) 

Die  meisten  Bände  sind  vergriffen  und  ge- 
sucht. Die  Sammlung  umfasst  die  Memoiren  des  Herzogs 
V.  Richelieu,  August  d.  Starken,  Jerome  Bonaparte’s,  des  Baron 
von  Pöllnitz,  Katharina’s  II.,  der  Gräfin  v.  Lichtenau,  des 
Frhrn.  Friedr.  v.  d.  Trenck  &c. 

SITTENFREUND,  Hilarius  (d.  i.  Joh.  Phil.  Praetorius),  Zeit- 
vertreib bei  müssigen  Stunden  oder  iimal  ii 
lustige  Gegenreden,  Begebenheiten  und  Ein- 
fälle. I.  (einz. .?)  Theil.  Freudenthal  (Altenburg,  Richter) 
1743.  80. 

Jöcher;  Weller,  Lex.  Ps.  p.  527.  — Sehr  selten  I 
SITTENGEMÄLDE  eines  philosophischen  Jahrhun- 
derts in  der  Geschichte  Justinens  von  Saint- 
Val.  Aus  d.  Französ.  Frankfurt  und  Leipzig  (Bamberg),  To- 
bias Göbhardt,  1787.  80.  XVI — 252  S.  (3  Mk.  Kühl,  Berlin, 
ca.  1882;  jetzt  theurerl) 

Geschichte  (in  Briefen)  der  raffinirten  Verführung,  des  Falles 
und  Todes  einer  Jungfrau.  Stellenw.  sehr  frei.  — Rarl 

Orig.:  Tableau  des  moeurs  d’un  siede  philo- 
sophe,  histoire  de  Justine  de  .Saint-  Val,  par  M. 
F.  C.  L.  R.  D.  L.  (i.  e.  Frangois  Candide  Le  Roy  de 
Lozembrune,  1751  — 1801).  2 pts.  Avec  3 figg.  Manheim,  chez 
C.  Fontaine,  libraire,  et  ä Paris,  chez  la  veuve  Duchene. 
1786.  12O.  Rarei 

— • — Dasselbe.  Leipzig,  Sommer,  o.  J.  8°. 

Mittheilung  Karl  Wallstein’s,  wonach  der  Roman 
Retif  de  la  Bretonne  zugeschrieben  wird.  (Nicht  bei  Lacroix 
u.  Dühren.) 

SITTENGEMÄLDE  unsers  Zeitalters  (von  Gottfried 
Käppel).  Leipzig  1795. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  88  (nach  Kayser).  — Rarl 

SITTEN-  und  Culturgemälde  von  Europa  (von  Carl 

Ludw.  Fernow).  Gotha  1803. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  89  (nach  Jördens);  Engelmann  hat  „1802'*. 


Sittenlehre — Sittewald 


327 


SITTENLEHRE  der  Liebeund  Ehefürmeine  Freund- 
din  (von  Leonhard  Meister).  Im  Verlag  Heinrich  Steiner 
und  Comp.,  Buchhändler  zu  Winterthur  1779.  8°. 

Lit.  der  Frauenzimmer.  Frf.  u.  Lpz.  1794.  S.  38;  Anon.- 
Lex.  IV.  p.  88  (nach  Ersch,  Adelung,  Winer).  — Ist  eine 
ungearbeitete  Ausgabe  von : „Souvenir  auf  dem  Nacht- 
tisch meiner  Freundin.“  Bern  1772.  S*'. 

Dasselbe,  nebst  einer  Beylage  über  die  helvetische 

Galanterie.  Ebd.  1785.  80.  (s/g  Rthl.) 

Ersch.  I.  I.  1822;  citirt  auch  Meusel. 

SITTENLOSIGKEIT,  Die  öffentliche,  mit  besonde- 
rer Beziehung  auf  Berlin,  Hamburg  und  die  an- 
deren grossen  Städte  des  nördlichen  und  mitt- 
leren Deutschlands.  Petition  und  Denkschrift  des  Cen- 
tral-Ausschusses  für  die  innere  Mission  der  deutschen  evan- 
gelischen Kirche,  überreicht  dem  Reichstage  des  norddeutschen 
Bundes,  nebst  dem  betreffenden^  Reichstags-Beschlüsse  und 
einem  Anhänge.  Berlin  1869.  (5  Auflagen  von  diesem  Jahr.) 
Gr.  8°.  405  S.  (In  Berlin:  Bibi.  d.  Vereins  f.  d.  Geschichte  Berlins; 
auch  in  Hamburg,  Commerzbibi.)  (V2  Rthl.  Scheible,  vor 
1875.) 

Dasselbe.  6te  Aufl.  Ibid.  1870.  8®.  (^/g  Rthlr.  Scheible, 

vor  1875.) 

— — Entgegnung  auf  die  gleichnamige  Schrift  des  Cen- 
tral-Ausschusses  für  die  innere  Mission,  i. — 5.  Aufl.  (Vf.: 
Carl  Julius  Duboc.)  Hamburg  1870.  8®.  (In  Dresden:  Bibi, 
d.  Statist.  Bureaus.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  270  (nach  Biogr.  Jahrb.  8,  67). 
SITTENVERDERBNISS,  Die,  unserer  Zeit  und  ihre 
Opfer  in  ihren  Beziehungen  zum  Staat,  zur  Fa- 
milie und  zur  Moral.  Mit  Berücksichtigung  , der 
Prostitutionsverhältnisse  in  Leipzig  (von  Carl 
Wilh.  Streubel).  O.  O.  (Leipzig)  1854.  8°.  (18  Sgr.  Fischhaber, 
vor  1875.) 

Anon.-Lex.  V.  p.  270  (nach  Cat.  Hiersemann-Leipzig  304). 

Dasselbe.  2.  Aufl.  Ibid.  1885.  8°. 

SITTENWALD,  Philander  v.  (ps.),  Joco-Seria,  oder  Ein 
Hundert  Lehr-  und  Sinnenreiche  wie  auch  lae- 
cherliche  Begebenheiten  etc.  1710. 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  527.  — Höchst  selten  1 
SITTEWALD,  Joach.  Vollrath  (Weller:  Volckmar?)  v.,  Neu- 
Allmodische  Sitten-Schule.  1683. 

■ Dasselbe,  titulo : Gantz  neu  Allmodische  Sit- 

ten-Schule u.  vollkommener  Bericht,  wie  einer 
heut  zu  Tage  bei  Hohen  u.  Niedrigen  sich  sitt- 
sam verhalten,  mit  Fürsten  u.  Gemeinen  löb- 


328 


Sittewaldt — Sivers 


lichumbgehen,  sonderlichauch  allerley  Frauen- 
zimmer der  Gebühr  nach  rühmlich  bezeigen 
müsse.  Mit  lustigen  Rätzeln,  politischen  Hoff- 
Reden,  histor.  Erzehlungen.  Mit  i Kpfr.,  gestoch  .von 
Romstet.  O.  O.  1694.  16''.  (8  Mk.  L.  Rosenthal,  1906.) 

Weller,  Lex.  Ps.  p.  527.  — Beide  Drucke  selten  I 
SITTEWALDT,  Smelfuncus  von.  Ausführliche  Nach- 
richt von  seiner  Wanderschaft  ins  Exilium. 
Frankfurt  1782.  8°.  238  S.  (3  Mk.  J.  Taussig,  Prag,  1903; 
jetzt  theurer !) 

Weller,  Lex.  Ps.  hat  ohne  Orts-  u.  Formatsang.:  „Wan- 
derung“ (?).  — Sehr  selten!  S.  93  u.  ff.  handeln  über  „die 
Soldaten  die  nach  Amerika  geschafft  werden." 

SITTLICHKEIT,  Die,  der  Masqueraden  und  des 
Carnevals  . . . . (von  Joh.  Carl  Koken).  Hildesheim  1768. 
Dasselbe.  2.  Aufl.  1769. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  89  (nach  Rotermund  [Gelehrtes  Hannover. 
Bremen  1823.]  u.  Meusel). 

S.  auch  Carneval. 

SITTLICHKEITS-VERBRECHEN,  Die,  vor  dem  Gesetz. 
(190*.)  (2  Mk.  W.  A.  Gabriel,  Berlin,  ca.  1905,  ohne  Angabe 
von  Ort  u.  Jahr.) 

Aus  dem  Inhalt:  Ursprung  der  Ehe.  — Der  außereheliche 
Verkehr.  — Reichsgesetze.  — Gewerbsmäßige  Unzucht.  — 
Vergehen  in  der  Ehe.  — Doppel-Ehe.  — Blutschande  etc. 
SITUATIONEN  von  C.  A.  K*****y  (d.  i.  Carl  August  Ra- 
gotzky).  Th.  I.  (einz.).  Stendal.  Franzen  u.  Große,  1794.  8°. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  89  (nach  Engelmann,  Kayser,  Goedeke, 
Meusel). 

SITUATIONEN,  Romantische.  (2  Romane.)  Neu-Ruppin, 
J.  B.  Kühn,  1796.  80.  (i  Rthlr.) 

I.  Verirrungen  menschlicher  Leidenschaften.  2.  Leonore  de 
Montaldo. 

Anz.  d.  Verlegers:  „Dies  Werk  ist  ganz  in  dem  Styl  des 
beliebten  Schriftstellers  Fr.  Schulz  geschrieben.“ 
SITUATIONEN  aus  dem  Blüthenalter  eines  Mannes 
von  Gefühl.  Berlin  1810.  8®. 

Goedeke  VI,  21,  20,  1.  — Selten! 

SIVERS,  Henrich  Jacob,  Philos.  Mag.  (nach  Oettinger  geb. 
in  Lübeck  1709,  f 1758),  Vermischte  u.  Satyrische 
Gedichte.  Altona,  Verlegts  Jonas  Körte.  Lübeck,  Gedruckt 
bey  Christian  Henrich  Willem  1730.  8°.  (In  Dresden; 
Litt.  germ.  rec.  8®.  B 2261 ; auch  in  Leipzig,  Stadtbibi.)  Rar! 
(12  Mk.  Jos.  Baer  & Co.,  1911.) 

Portr.  d.  Vf.  (nach  von  der  Hude  von  C.  F r i t z s c h 
in  Hamb.)  u.  188  S.  (incl.  roth  u.  schwarz  gedr.  Tit.  u.  2 Bll. 
Vorr.,  dat.  Lübeck,  d.  5.  Oct.  {1730),  nebst  i Bl.  Druckf.). 
Unter  den  Hochzeitgedichten  Einiges  etwas  derb,  ebenso  fol- 
gende Satyren:  Satyr  (sic!)  vom  Aprillen-Wetter  der  Liebe; 


Skatlied— Skizzen 


529 


Satyr  vom  Splitter-richten  der  Weibes-Bilder;  die  wunderliche 
Liebes-Avanturen,  in  einer  Satyre  bey  dem  Crullisch-  u.  Hertz- 
bergischen  Hochzeits-Fest  in  Wismar  . . . die  bösen  Ehe- 
Weiber  in  einer  Satyre  bey  dem  Mayerisch-  u.  Wäscherschen 
Hochzeits-Feste,  d.  8.  Sept.  1729  in  Rostock  . . . die  im 
Ehe-Stand  beglückten  Ehe-Weiber  etc. 

SKAT-LIED  (ii  vierzeil.  sotad.  Str.).  O.  O.  u.  J.  (c.  189*). 
Schmal-Fol.  Offenes  BL,  nur  einseitig  mit  lat.  Typen  auf  grünes 
Pap.  gedr. 

SKIAGRAPHIEN  der  Menschheit.  (Enth.  den  stellenweise 
freien  Roman  „Ewald  und  Julie“  in  16  Abschnitten.) 
Von  G.  S.  (d.  i.  Stiller). 

Quid  dignum  tanto  feret  hic  promissor  hiatu? 
Rostock  und  Leipzig,  in  der  Koppenschen  Buchhandlung.  1786. 
8®.  (In  Zürich,  Stadtbibi.) 

Sehr  selten  1 Tit.,  2 Bll.  Vorher,  (unterz.  G.  S.),  306  S. 
Theils  in  Briefen,  theils  in  Dialogform  abgefaßt.  Eingestreut 
Gedichte  und  Abhandlungen,  z.  B.  Rare  Reli- 
quien einer  Historia  aus  den  Manuscripten 
eines  Bänkelsängers,  nebst  seinen  (1)  Prolog.  (14  vier- 
und  sechszeilige  Strophen  derben  Inhalts,  S.  94 — 96) ; Ro- 
manze (pikante  Reimerei  im  Volkston  in  31  vierzeil.  Str., 
S.  135 — 140,  beginnend: 

Im  edlen  schönen  Sachsenland 
Gab’s  einst  ein  liebes  Mädel, 

Sie  hatte  himmlischen  Verstand 
Ihr  Name  war  auch  Kädel. 

Kahrmina  auf  die  Hochzäit  Feuer  des  Herren  Pahron  Köhr, 
und  der  Frehlen  Pahron  Eße  von  Selmberg  (7  vierzeil.  Str. 
im  Dialekt,  S.  268 — 69);  über  das  schöne  Geschlecht  (S.  297 
— 304).  — Anon.-Lex.  IV.  p.  89  (nach  d.  Cat.  d.  genannten 
Bibi.  ) 

SKIOGRAPHIEN  (so !),  Satirische,  für  Freunde  der 
Wahrheit  und  Politik.  Philadelphia,  Peter  Freisinn  u. 
Co.  (Kühne  in  Wittenberg),  1797. 

Weller,  fing.  Dr.  — Sehr  selten  1 
SKIZZE  des  18.  Jahrhunderts.  Vollendet  und  heraus- 
gegeben ....  (verfasst  von  Eberhard  Friedr.  Huebner). 
Braunschweig  1801. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  89  (nach  Sauer,  Säculardichtungen. 
Berlin  1901.  S.  LXIII.).  — Selten! 

SKIZZE  a u s d em  Leben  des  Herrn  Elias  Springer 
jun.  zu  Hammelburg  ....  (von  Carl  Heinr.  Ritter 
V.  Lang).  Nürnberg  1828. 

Anon.-Lex.  IV.  p.  89  (nach  Kayser).  — Zahm. 

SKIZZEN  nach  der  Natur,  oder  Geschichte  von 
Heinrich  und  Emma,  und  von  Fanny  und  Lucie 
Stanley.  Aus  d.  Engl.  3 Thle.  Leipzig,  Schwickert,  1779.  8°. 

Citirt  Heinsius: 


330 


Skizzen 


SKIZZEN  und  kleine  Geschichten.  Von  dem  V er- 
fasset der  (so!)  Adolfs  gesammleten  Briefe  (von  Albr.  Chp. 
Knyser,  1756 — 1811).  Mit  Titel  Vignetten  (von  J.  W.  Meil). 

Leipzig,  in  der  Weygandschen  Buchhandlung  (1780).  Kl.  8®. 
(15  Mk.,  fleckig,  Bernh.  Liebisch,  1911:) 

Enth.  u.  a.  einen  Beitrag  z.  Goethebibliographie, 
sowie  ein  lo  Seiten  langes  Urteil  über  Clavigo. 

S.  172 — 198:  Wilhelminens  Schicksal  (freie  Erzählung). 

Anon.-Lex.  IV.  p.  90  nennt  d.  Jahrzahl  (nach  Addung, 
Kayser,  Meusel). 

SKIZZEN  aus  d em  Menschenleben,  oder  Geschich- 
te Joh.  Ludw.  Ohrenbergs.  Aus  seinen  hinterlassenen 
Papieren  gezogen.  (Freier  Roman.)  Am  Ende.:  F.  — 
O A (d.  i.  Ferd.  Ochse nheimer).  2 Thle.  Frank- 

furt a.  M.,  bei  Friedr.  Esslinger,  1789.  8°. 

i:  Tit.,  126  S.  2:  Tit.,  168  S.  Jeder  Tit.  m.  Signet  d. 
Verlegers.  — Selten! 

§ SKIZZEN  aus  den  (sic !)  Leben  galanter  Damen. 
Ein  Beitrag  zur  Kenntniss  weiblicher  Karaktere,  Sitten,  Em- 
pfindungen und  Kunstgriffe  der  vorigen  Jahrhunderte  (von 
Chrn.  Aug.  VuLpius).  4 Sammlgn.  Regensburg,  in  der  Mon- 
tagischen  Buchhandlung.  1789,  90,  91,  93.  8'’.  (i — 3 in  Mün- 
chen.) (Cplt.  25  Mk.,  tadelloses  Expl.  in  Hlwd.,  Bangel  & 
Schmitt,  Heidelberg,  1905;  30  Mk.,  Leihbibl.-Expl.,  Tit.  ge- 
stemp.,  Adolf  Weigel,  1907.) 

Tit.,  X,  324;  VI,  228;  IX,  286;  VI,  200  SS.  — Theü  4 
hat  (statt  4.)  „Dritte  und  letzte  ( 1)  Sammlung“  auf  d.  Titel.  Band 
2—4  auch  u.  d.  Titel ; „Gallerie  galanter  Dame  n.“ 
Sammlung  i — 3.  Ebd.  1790,  91,  93.  8*^.  228,  322,  200  S. 

(i^/g  Rthlr.  Scheible,  1868;  12  Mk.,  unbeschn.  in  eleg.  Hfrz.- 
bdn.,  Bernh.  Liebisch,  Lpz.,  1908.)  — Inhalt  vielfach  inter- 
essant; decente  Darstellung.  Cplt.  nicht  häufig. 

Enth.  die  Biographien  von : Maria  von  Padilla  (Mai- 
tresse Peters  d.  Grausamen  von  Kastilien,  t 1361).  — IMaria 
Touchet  (unter  Karl  IX.  von  Frankreich).  — Isabella  von 
Limeuil  (am  Hofe  der  Katharina  v.  Medicis).  — Diana  von 
Poitiers  (unter  Franz  I.  u.  Heinrich  II.  von  Frankreich).  — 
Leonore  Tellez  von  Menesses  (so!)  (seit  1372  Gemahlin  Ferdi- 
nands von  Portugal,  XIV.  Jh.).  — Agnes  Soreau  (=Sorel, 
Geliebte  Karls  VII.  von  Frankreich,  um  1410 — 50).  — Eleonore 
von  Guienne  (XH.  Jh.,  Gemahlin  Louis  VII.  von  Frankreich  u. 
Heinrichs  von  England).  — Johanna  Shore  (unter  Eduard  IV. 
von  England,  XIV.  Jh.).  — Arabella  Korbet  (unter  Elisabeth 
von  England,  Anf.  XVII.  Jh.).  — Luise  Querovaille,  Herzogin 
von  Portsmouth  (unter  Karl  11.  von  England).  — Charlotte 
Davis  (unter  demselben).  — Markgräfin  Marozia  (Maitresse 
Papst  Sergius  III,,  vermählt  931  [in  3.  Ehe]  mit  König  Hugo 
von  Italien,  f c.  950).  — Fredegunde  (Gemahlin  Chilperich’s 
L,  t 597)-  — Nantilde  (Gemahlin  Dagoberts  1.  von  Frankreich, 
geb.  um  610,  Wwe.  seit  638,  f 642).  — Katharina  von 
Sandoval  u.  Johanna  von  Portugal,  letzte  Gemahlin  König 


Skizzen 


331 


Heinrichs  des  Unvermögenden  von  Kastilien  (beide  im  XV. 
Jh.).  — Isabella  von  Aragonien  (vermählt  1489  mit  Joh.  Ga- 
leazo  Sforza,  Herzog  von  Mailand,  f 1524).  — Anna  Boulen 
(Gemahlin  Heinrichs  VIII.  v.  England,  enthauptet  15.  Mai 
1536)-  — Gräfin  von  Salisbury  (unter  Eduard  III.  von  England, 
Stifter  des  Hosenbandordens,  XIV.  Jh.).  — Franziska  v.  Foix, 
Gräfin  v.  Chäteau-Briant  (unter  Franz  I.  von  Frankreich, 
t 1537)-  — Julie  Farnese  (unter  Papst  Alexander  VI.,  XV.  Jh.). 
— Isabella  von  Frankreich  (Gemahlin  Eduards  II.  von  Eng- 
land, XIV.  Jh.).  — Waldrade  in  Lothringen  (nachmal.  Gemahlin 
König  Lothars,  IX.  Jh.).  — Richilde  in  Frankreich  (nachmal. 
Gemahlin  Karls  des  Kahlen,  IX.  Jh.).  — Almafrede  (unter 
König  Robert  von  Frankreich,  X.  Jh.).  — Gabriele  v.  Eströes 
(Duchesse  de  Beaufort,  Geliebte  Heinrichs  IV.  von  Frank- 
reich, t 1599).  — Maria  v.  Entragues  (unter  Heinrich  IV. 
von  Frankreich,  Ende  XVI.  u.  Anf.  XVI 1.  Jh.).  • — Mar- 
garetha von  Valois  (Gemahlin  Heinrichs  IV.  von  Frankreich, 
nachm,  geschieden,  f 1615).  — Kamilla  Kafarelli  (in  Florenz, 
XV.  Jh.).  — Sigismunde  von  Salerno  (Anf.  XII.  Jh.).  — Mad. 
la  Valiöre.  — Marquise  von  Pompadour.  — Ninon  von  Len- 
clos  u.  A. 

SKIZZEN  von  und  für  die  Menschheit.  (Zwischen  2 
roth  gedr.  Linien :) 

Descends  du  haut  des  cieux,  auguste  Verite; 

Repands  sur  mes  ecrits  ta  force  & ta  clarte. 

Hnriade  (siel),  i Ch. 

Mit  niedlicher  TVign.  Berlin  (o.  Adresse),  1790.  8°.  154  S. 
Zahm. 

Enth.  18  Nrn.,  u.  a. : Betrachtgn.  über  die  Geistlichkeit, 
Bischofthümer  u.  Klöster.  — Ueber  die  Inquisition,  eine  Unter- 
redung, in  Sevilla.  — Von  der  Religions-Intoleranz. 

SKIZZEN  aus  der  Feen-  und  Geisterwelt  (von  Chrn. 
August  Fischer,  Althing -ps.).  Leipzig,  bey  Johann  Gottlob 

Beygang,  1791.  8°.  VIII — 168  S.  (1/2  Rthl.)  (2  Mk.  50  Pfg., 
nicht  saub.  Exph,  A.  Buchholz,  München,  1908.) 

Erstes  literar.  Produkt  des  Verfassers,  seinen  Freunden 
Kühn  u.  Laurentius  gewidmet. 

Inh.:  I.  Schönröschen  (nach  dem  Prince  invisible  der  Mme. 
Levesque).  2.  Das  Orakel;  nach  e