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Full text of "Abendpost 1904-09-12: Vol 16 Iss 215"

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Beſte 


Deutſche Zeitung 


—tür— 


Anzeigen. 


Telegtaphiſche Depeſchen. 


(Geliefert von der „Aſſociated Preß“.) 


Ausland. 


Miſtſchenko gefallen? 


Die Aufjen jollen ihren beten Ka: 
vallerie = Befehlshaber verloren 
haben. — Ruſſiſche Oſtfee-Flotte 
dampft nach dem Orient ab.— 
Dies bedentet den Entichluß, 
den Krieg bis zum Aenßerſten 

« J t 
fortzuſetzen! — Ruſſiſcher Krenuzer 
ſucht an unſerer Pacificlüſte 

Beute? 

St. Petersburg, 12. Sept. Eine De— 
peſche von Generalleutnant Sakharow, 
unter'm Geſtrigen, meldet, daß keine 
große japaniſche Streitmacht nördlich 
von Jentai geſehen worden iſt, daß 
ſich aber ſüdlich von da viele große La— 
ger von Japanern befinden. 

St. Petersburg, 12. Sept. Es wird 
offiziell bekannt gemacht, daß das ruſ⸗ 
ſiſche Oſtſeegeſchwader nach dem fernen 
Oſten abgefahren iſt. 

Dieſes Geſchwader beſteht aus 8 
Schlachtſchiffen G „Suwarow“ — das 
Flaggenſchiff des! Viz eadmit als Rojeſt 
wensty — „Nawarin”, „Siifoi Weli— 
ky“, „Borodino“, „Alexander 
‚Dxel”, „Olek“ und „Oslakya“, das 
Flaggenſchiff des Kontre— Admirals 


Boelkerſam), 4 Kreuzerboote „Admi— 
ral Nakhimow“, 


— Donskoi“ 
„Aurora“ und „Almas“, das Flaggen 
ſchiff des — Admirals Enquiſt) 
und mehreren Torpedobooten und 
Torpedojägern. 

Admiral Birilow, Befehlshaber der 
Flotten-Streitkrä te zu Kronitadt, 
wird diefe Flotte big nach Libau be— 
aleiten, von welchem Hafen aus Diele 
moderne Armada unverzügli nach 
dem Drient abfahren mird. 

Mie Tanae ral Roieſtwensky 
zu Libau halten wird, theilt die Admi- 
ralität no nicht ni; doh nimmt 
man an, daß dies 
niae Tage fein mich, 


or Ir 
Admi 


Der Fahrplan iſt ſorgfältig entwor- Spe 


fen worden, wird aber noch nicht be⸗ 
kannt gegeben. Koh hlenboote begleiten 
die Flokte zu dem Zweck, Torvedoboote 
und Torpedojäger, die mit ihren Koh— 
len Vorräthen nicht weit fahren kön— 
nen, unterwegs mit Kohle zu verſor⸗ 
gen. Andere Kohlenboote ſind bereits 
abg zefahren oder erwarten Befehle in 
auswärtigen Häfen, mit dem Geſchwa— 
der unterwegs zu emmenz reffen. 

Alle Fahrzeuge aber ſind mit Appara— 

ten zur Aufnahme von Kohlen auf der 

See verſehen. Die Allgemeine Mei 

nung iſt, daß die Schiffe über den 

Suez-Kanal gehen werden; aber man- 

che Gerüchte ſprechen von der Wahl 

einer Route über das Kap der Guten 

Hoffnung. 

Madrid, Spanien, 
Zeitung „Heraldo“ 
Großbritannien habe 
Schen Reaierung Einfpracde Dagegen 
erhoben, dak Spanien, auf das Erſu 
chen Fran kreichs, der ruſſiſchen Oſtſee— 
Flotte geſtatten will, Kohle und ſon 
ſtige Vorräthe zu Corunna einzuneh 
men und fich dort länger aufzuhalten, 
als das Völkerrechi es geſtattet. 

London, 12. Deveſchen 
folge, welche heute hier eintrafen, 
der ruſſiſche General Miſtſchenko, 
hbekannte Kavallerie-Befehlshaber Ku— 
ropatkins, am 3. September auf dem 
Rückzug von Liaujang gefallen! Er 
galt für den beſten Kavallerie-Offizier 
in der ruſſiſchen Armee. 

12. Sept. Große 
Aufregung verurſachte hier das Ein— 
treffen des ruſſiſchen Kreuzerbootes 
„Lena“, welches jetzt in der San Fran— 
zisko'er Bai vor Anker liegt. Der Ka— 
pitän des Schiffes, Benlinski, erklärt 
das Hierherkommen damit, daß die 
Dampfkeſſel ſo ſchadhaft ſeien, daß 
das Boot ſogut wie ſeeuntüchtig ge— 
worden ſei. Von anderer Seite wird 
aber befürchtet, der Kreuzer könne auch 
unfern unſerer Küſte Schiffs-Behelli— 
gungen verſuchen. 

Für alle Fälle iſt das amerikaniſche 
Geſchwader unter Kontre-Admiral 
Goodrich gefechtsbereit gemacht wor— 
den, und die Kanonen, welche das Gol— 
dene Thor von den Forts über den 
Eingang der Bai aus beherrſchen, ſind 
geladen und auf die Fahrſtraße ge— 
richtet. 

Der ruſſiſche Kreuzer hat 24 Ge— 
ſchütze, 16 Offiziere und 488 Mann. 

Mukden, 12. Sept. Die Ruſſen ſet— 
zen ihren Rückzug nach dem Tie-Paß 
hin fort. Das japaniſche Vorrücken iſt 
nur ein langſames, obwohl die militä— 

riſche Situation ihnen nicht ungünſtig 
iſt. Viele ruſſiſche Kompagnien beſte— 
hen jetzt nur noch aus 30 Mann. 

Tokio, 12. Sept. Feldmarſchall 
Oyama berichtet, daß eine große 
Streitmacht ruſſiſcher Kavallerie zu 
Pinteitzu, öſtlich von der Eiſenbahn 
zwifchen Jentai und Mufden, aufge 


12. Sept. Die 
läßt ſich melden, 
bei der ſpani 


zu 


344 
v7 


Sept. 


der 


San Franzisko, 


edenfalls nur we— 


“I 3erboot3 „ 


| 


feinesfalla 


taucht ift. Er fügt hinzu, daß die Ruſ— 
ſen blos Fühlung mit den Jaßanern 
halten. 

St. Petersburg, 12. Sept. So ziem— 
lich allgemein — jedoch nicht offiziell 
— wird jetzt hier zugegeben, daß Ge— 
neral Kuropatkin nach dem Tie-Paß 
zurückweicht, und kein ernſter Wider— 
ſtand der Ruſſen zu Mukden erwartet 
wird. 

Die amtlichen Zahlen aus Tokio, 
welche die japaniſchen Verluſte in dem 
Kampf zu Liaujang auf 17,500 an— 
geben, machen eine große Verringerung 
der € Schätzung bezüglich der Geſammt— 
ver uf in jener Schlacht nothmwendig. 

. Betersburg, 12. Sept. Der Be- 
Kahl Ei der rufiiichen Admiralität, das 
Oſtſee— —— angeſichts der beſte— 
henden Sachlage im fernen Oſten ab— 
zuſenden, zeigt, daß die ruſſiſche Regie— 
rung den Krieg bis zum Aeußerſten 
meilerzuführen gedenft! Wie e3 heikt, 
beitand in den betreffenden Kreijen 
arope Meinungsperfchiedenheit über 
die Frage, ob die Abfahrt des Ge- 
Ihtwabders bis zum Frühjahr verzögert 
merden oder jebt jtattfinden folle, und 
ſchließlich gab der Zar den Ausſchlag 
zugunſten der forlige Abfahrt. 

E35 find auch noch mehr Referve- 
Irtuppen in 22 era zu 
den Waffen gerufen worden, 

Oyſter Bay, LongIsland, 12. Sept. 
Präſident Rooſevel iſt nicht offiziell 
von der Ankunft des ruſſiſchen Kreu 

Lena“ zu San Franzisko be— 
nachrichtigt worden. Er hat indeß die 
Zeitungsmeldungen darüber bemerkt. 
Es iſt micht wahrſcheinlich, daß er ir— 
gend etwas in der Sache thun wird. 
und man erwartet hier nicht, daß auch 
nur die geringſten Ungelegenheiten aus 
dieſem Vorfall entſtehen werden. 

ar 12, September. Vergangene 
Nacht regnete es wieder in Strömen, 
und be ıte herrfcht wenigſtens Sprüh— 
regen. Die Wege ſind unpaſſirbar, und 

militä iriſchen Bewegungen ſtocken. 
Die Stadt iſt ſo gedrängt voll Men— 
ſchen, daß Ne ahrungsmittel beinabe 
gar nicht erhältlich ind. Someit fie ge- 
fauft werden fönnen, haben Sich die 
Preife verdreifacht oder vexpierfacht. 
Die Divifiong3-Marfetender haben fatt 
alle ihre Vorräthe auf dem rufitfchen 
Ridzua verloren! Ziviliſten belagern 
jenbahn- Station und andere 
äh aber e3 ilt beinahe un 
moglich, etwas zu effen zu friegen. 

Militäriſche Sachverſtändige dahier 
ſagen, die kick re Verluſte ſollten 
öher ſein, als diejenigen 
der ra fondern vielmehr niedri- 
ger. N jenem Tokio'er Bericht 

daß die Geſammtver 


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der 
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ad) 
nimmt man an, 
Iufie ich nieht höher itellen werden, al& 
30,000 Mann. 
Man erwartet, neuerer Angabe zu: 
ge, daß das rufjiiche Ditfee = Ge 
ywader etiva vierzehn ve zu Libau 
teiben und dann nad) Mittelmeer 
bfahren wird. 
ern Se. Die 
japaniſche Geſandtſchaft dahier erhielt 
heute folgendeKabeldepeſche aus Tokio: 
Unſere Mandſchurei-Armee berich 
tet, daß unter den Kriegs-Munitionen, 
welche in der Schlacht zu Liaujang er 
beutet wurden, auch zwei Gattungen 
„Dum-Dum-Kugeln“ waren (deren 
— völkerrechtswidrig iſt). 
Dieſelben gleichen Patronen, welche 
* die rı uſſiſc hen Gewehre vom Typ 
189 find. Man alaubt, daß 


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„pe 58 imt 
ma Wunden, welche „apanern 
beige! bracht murben, Durch Nuaeln Die 
Art verurfagt worden find. 
et. Vetersbura, 12. Sept. (8.50 
Uhr Abends). Das ,‚ neuerdings twie- 
der verbreitete Gerücht, daf Alerjeiv 
feine Abdanfuna als „Wizefönig“ oder 
euffifcher Statthalter für den fernen 
Diten eingereicht habe, war ſchon ſeit 
mehreren Tagen unter der Hand ver 
breitet. Doch iſt keine Beſtätigung er— 
hältlich, und es findet ſehr wenig 
Glauben. 
Es iſt auch das Gerücht verbreitet, 
daß General Linewitſch zum Nachfol— 
ger des Generals Kuropatkin als 
Oberbefehlshaber werde gemacht wer— 
den! 
Durchbrechen deutſche Linie! 
Wieeder ungünſtigere Nachricht aus Deutſch— 
Südafrika. 


Berlin, 12. Sept. Neuerliche, aller— 
dings nicht unerwartet kommende und 
ſogar ſchon früher angedeutete Mel— 
dungen aus Deutſch-Südweſtafrika 
beſagen, daß die Haupt-Streitmacht 
der aufſtändiſchen Herero — mehrere 
Tauſend Mann — den Ring deutſcher 
Truppen durchbrochen hat, welcher zu 
ihrer Einſchließung gebildet worden 
war, und nach dem Südoſten entkom— 
men iſt, — allerdings mit Verluſt von 

0 Todten. Das wird als ein Anzeichen 

betrachtet, daß diefer mißliche Krieg 
fih auf unbejtimmte Zeit verlängern 
wird. 

Am 9. September ariff Oberjtleut- 
nant op. Eftorff den Eingeborenen- 
Häuptling Maherero an, während bie- 
fer gerade fein Lager abbrad. Ga- 
muel leiftete nur geringen Widerjtand 
und gab einen Theil feines Hornpiehs 
auf. Generalleutnant vp. Irotha, der 
Oberbefehlahaber der Streitfräfte in 
Deutih-Südmeltafrifa, fabelt unter'm 
10.September aus Otjohondu, daß die 
deutihen Perlufte nur aus einem 
Leichtverivundeten bejtanden. 

Dampfernadiricdten. 


Ungelemumen. 


Nem Por: NRoprdam don Rotterdam, 


Boulogne, 


modationsz 


Chieago, Montag, den 12. 


Rooſevelt hat's Wort. 
Sein Annahme-Schreiben veröffentlicht.— 
„Das Stärkſte, was ich ſchreiben konnte.“ 


Oyſter Bay, Long Island, 12. Sept. 
Das große Nominations -Annahme— 
ſchreiben des Präſidenten Rooſevelt iſt 
der Oeffentlichkeit übergeben worden, 
ſogar einen Tag früher, als urſprüng— 
lich feſtgeſetzt war. 

Als der Vräſident dieſes Schrift— 
ſtück vollendet hatte, ſoll er zu einem 
Freunde geäußert haben: „Dies iſt das 
Stärkſte, was ich zu ſchreiben fähig 
war!“ 

(Das Schhreftjtüd tft au der Innen 
feite des heuiigen Blattes ausführlich 
mitgetheilt!) 

Deutſcher ath. 
Eröff et ſeine Tagung 

ſtellungsſtadt. 

. Zouis, 12, Sept. T e 49. Gene- 
ralperfammlung Des Deutfcen Rö⸗ 
miſchkatholiſchen Zentralvereins wurde 
am Sonntag hier eröffnet, * Beiſein 
von 300 D elegaten. In der St. Peter- 
und St. Paul-Kirche zelebrirte Erzbi— 
** Glennon das Hochamt. Nachher 
fand ein Bankett in Lemps-Park— -Halle 

Statt, und eine M 'affennerfanmlung in 
der Ausſtellungs-Muſikhalle. 10 Kir- 
chen⸗Chöre mit — 325 Stim— 

und das Choral-Symphonie-Or— 
cheſter boten —— Muſik. Unter 
den Vor rträge en war beſonders der von 
Erzbiſchoff Meßmer von Milwaukee 
über die —— igen der Katholiken 
zum Sozialis bemerkenswerth. 


Zentralverein. 
in der Weltaus— 


+ 
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nus ben 
In Leibhardts Selbſtmord 


Woſhington, 8Et 
ſchon kurz en, Selbitmord 
bon David P. Leibhardt, vom Amt für 
unbeſtellbare achen, ſtand damit 
in Verbindung, daß vor einigen Mo— 
naten eine Unterſuchung dieſes Bu— 
reaus ſtattfand. Dieſelbe ergab zwar 
nichts Belaſtendes für Hrn. L eibhardt 
ſelbſt, ſtellte jedoch die Methoden dieſes 
Bureaus als ſolche in ein ungünſtiges 
Licht. Der Bericht über das Ergebniß 
dieſer Unterſuchung iſt übrigens nie 
amtlich bekannt gegeben, ſondern, wie 
alle ähnlichen Berichte von Inſpekto— 
ren, als dienſtvertrauliche Sache be— 
— worden. Es war bekannt, daß 

nichts enthielt, was die Abſetzung 
Reihharbt’e hätte recht — können. 
Aber Leibhardt war von ſehr feinfüh 
ligem Temperament und nahm ſich 
auch den allgemeinen Zabel iiber die 
Methoden diefes Bureaus fehr zu Her- 
zen. 

Eine Toter Leibhardts, Frl. Ja 
S. Leibhardt, tit derzeit im Poftamt 
in Los Angeles, Sal, beſchäftigt; ſie 
wurde auf eigenes Erſuchen dorthin 
verſetzt, wegen ihres en Se: 
fundheitözuftandes, welcher durch Die 
Unterfuchung des ländlichen Frei-Ab- 
lieferungs-Dienites (worin fie eine 
Stellung als Oberſekretärin einnahm) 
noch mehr gelitten hatte. 


Depeiten und Notizen cnf 


_ Lofalberict. 


Der 


2 


Poſtſ 


(Weitere der Innenſeite) 





— — —— 


Auch ein Wah rſpruch. 


Ein Angeklagter wir * Be ochen, fein 


Kumpın überführt. 


Am 18. Juli war Klfres Burchell, 
3831 State Straße mwohndaft, von 
drei Strolden angefallen und be 
raubt worden. Heute Ttanden sohn 
fie und Batrid S’Rrien unter 
Anklage, jenes Verbrechen beganaen 5 
haben, por Richter Iutbill, während 
Kohn Burns al® dritter im Bunde 
ncch prozellirt werden fol. Dieler 
behauptete auf dem Seugenitunde, er 
allein babe jenen Raub beaangen, 
zahlreiche andere Verfonen bezeichne- 
ten aber die beiden Anacklaaten be— 
timmt als zmet der Ihäter. Und die 
Geſchworenen ſpr achen Allie ſchuldig, 
und O'Brien frei. Die —— 
bon Richter und Publikum war gleich 
groß. 

— — — 
Die Bremſen in Unordnung. 


ſtleßen zuſammen, 
r erletzt. 

An Kinzie Straße ſtieß heute der 
„Omaha Spezialzug“ der Chicago &e 
Northweſtern-Bahn mit einem Akko— 
uge der Wiskonſin -Ab— 
theilung zuſammen. Drei Waggons 
des erſterwähnten Zuges entgleiſten. 
Verletzt wurde Niemand. 

Den Angaben der Bahnbeamten ge— 
mäß verſagten die Bremſen den Dienſt 
und der Zuſammenſtoß ſei die Folge 
geweſen. 


Hüte NViemand 


— — — — 


ctrurz und? 


Die 24jährige Frau Goldin Kur: 
kon, 115 St. Yout3 Ape,, iſt im Pres— 
byierianer=Hofpital Den Verlegungen 
erlegen, welche fie por acht Tagen beim 
Sufammenftoß zweier Kabelzüge im 
Zunnel an der Wafhington Str. er- 
litt. Zrau Kurkon. wurde von ihren 
Sit und unter die Räder gefchleudert, 
und überfahren. Gech3 andere Baffa- 
aiere erlitten leichtere Berlegungen. 
— — — 


leu. 


Das Wetter, 


Chreago, und Umgegend: Schön 
wahrichernlich auch am Die nftag; 
genennten Tage. Beränderlicher, jpäter Südmwind. 
JIllinvis, Indiana und Wi eder Mibigan: Schön 
Ahend und Dienftag: wärmer am Ichtgenann 
ten Tage. Werändertiher Min. 

Wisfonsin: Schön heute Abend, ma brichein lich auch 
moreen: langſam ſteigende Luftwärme, Südwind. 

In Ehbicago ſtellte ſich der Temperaturſtand von 
asitsın heut: Mittan inie folgt: Abends 6 lipr 
60 Grad; Nachts 12 Uber 58 Grad; Morgens 6 
Ubr 52 Grad; Mittags 12 Uhr 57 Grad, 


heute Abend und 
warmer am lest: 


bente 


bie 


Zefek Die „Bonntagpoft«, 


| int Bejiß einer 


| 


September 1904.—5 Uhr: Ausgabe. 


Wirkfamerer Shulwang. 


Davies von der Kabrifinjpef- 
tion will dafür forgen. 


Chef 


Fahnden auf blatternfranfeshinDd 


Geſuch des umzebauten 
„Ircquois“ 
ſörderungsgelegenheit für ſtädtiſche Ma— 


ſchiniſten. — Nicht gaſtfreundlich. 


um £ zenji.ung 
Theaters eingereicht. — Be: 


Die Regelioftagteit, mit welcher bis— 
ber bei der Austellung von Grlaub: 
nipicheinen für Kinder verfahren mwurs 
de, welche zwar noch im Ichulpflichtt= 
gen Wlter ftehen, aber doch jchon zum 
Ermerb angehalten werben follten, yat 
vielfach ermöglicht, daß die Staatlichen 
Beitimmungen zur Einfchräntung der 
Sinderarbeit, bezw. zur Durchführung 
des Schulzwanges, umgangen wurden. 
Diefem Vebelit tande wird nun der Chef 
der Staatlichen Yabrikinfpeftion Herr 
Edgar Davies, abzubelfen fuchen. Er 
hat veranlaßt, daß die ftädtifhe Er- 
ztehungsbehörde die Aus ftellung der 
fraglichen Erlaubnißfcheine einem be- 
jtimmten Angeſtellten übertragen hat, 
welcher ſie nur vornehmen darf gegen 
Beibringung eines entweder von dem 
Vorſteher einer öffentlichen oder einer 
Gemeindeſchule ausgeſtellten Zeug 
niſſes, daß das betreffende Kind ſich 
halbwegs genügenden 
Elementarſchulbildung befindet. 

Die ſo erwirkten Erlaubnißſcheine 
werden fortan im Bureau des Fabrik 
inſpektors, 410 Security-Gebäude 
(Südoſiecke Fifth Ave. und Madiſon 
Straße) gegengezeichnet werden müſ— 
jen, um vollgiltig zu werden. Bei Vor 
nahme der Gegenzeichnung wird in dem 
beſagten Bureau werthvolles ſtatiſti— 
ſches Material in Bezug auf die Um 
ftände gefanımelt werden, welche Ei: 
tern oder Wfleger. veranlaflen oder 
zwingen, Kinder fpon zur Arbeit zu 
Ihiden, ehe fie das hierfür gejeklich 
feltgejegte Diindeftalter erreicht haben; 
auch wird man darüber Buch führen, 
aus welchen Bevölker ungstreifen, hin= 
Tiotlih der National ih die ju- 
adlichen Arbeiter tefrufiren. 

Als Inſpektor Richter vom Gefund: 
heitsamt neulich in dem Gebäude 4824 
Honore Str. die 11jährige Beifie Vi- 
tef blatiernfranf norgefunden und ver- 
anlaßt hatte, dak das Kind nach dem 
Iſolirhoſpital gebracht wurde, durch— 
chte er auch die Nachbarſchaft nach 
ähnlichen Krankheitsfällen. Er ſtellte 
feſt, daß im Hauſe Nr. 4826 Honore 
Str. über einem Milchgeſchäft, die 3— 
jährige Vlaſta Drabeck an den' Blat— 
tern litt. —— Richter dann ver— 
anlaſſen wollte, daß auch dieſes Kind 
nach dem Blattern-Hoſpital gebracht 
vürde, hat die Mutter der Kleinen 
dieſe aufgerafft und iſt mit derſelben 
entflohen. Wahrſcheinlich hat ſie, in 
ihrer unbegründeten Furcht, Vlaſta 
möchte in dem Krankenbauſe nicht aut 
aufgehoben fein, bei Anverwandtien 
Unterkunft für Ti und ihr franfes 
Kind sefucht und aefunven. Die Ge- 
fabr ift nun aroR, dak infolge dieſes 
Umſtandes die Krankheit ſich weiter 
verbreitet, und Inſpektor Sicher. ſo⸗ 
wie andere Mitalieder der Geheimpoli- 
zet ind deshalb eifrig auf der Suche 
nah Frau Drabef und dem Rinde. 
Als blatternfranf hat auch die acht- 
jährige Belfre Beilfus im Iſolir-Ho— 
fpital untergebradbt werden müſſen. 
Die Eltern der Kleinen, imelche Die 
Brainerd-Schule befucht, wohnen Nr. 
609 Wafhburn Str... Ber der Unter: 
fuhung Ddieles Falles stellte es fich 
heraus, dak das Mädchen bei feiner 
Aufnahme in die Schule zwar einen 
Impfichein beigebracht hat, daß diejer 
aber ausaeftellt worden war, ohne daß 
die Kleine wirklich aeimpft worden 
wäre. Man ift mit der Ermittelung 
der Umftänve beichäftigt. unter mel- 
hen der Schein audageltellt worden ilt, 
und dem Musttelfer wird pielleicht bös 

An der Nachbar: 

eilfu2 hat die Ge- 
dann eine Familie 
Ufer ermittelt, bon der fürzlich drei 
Mitalieder die Blattern gehabt haben, 
ohne daß das dem Gelundheitsamt ae- 
meldet worden wäre. linter den drei 
Kranfen befand Jich ein achtjähriges 
Schulkind, meldhem die Aufnahme in 
die Brainerd-Schule ebenfalls auf ei- 
nen widerrechtlich ausgeſtellten Impf— 
ſchein hin ausgewirkt worden iſt. 

Die obenerwähnte Beſſie Vitek iſt 
übrigens heute früh im Blatternho— 
ſpital geſtorben. Es iſt das der zweite 
Blatternfall, welcher dort in jüngſter 
Zeit einen tödtlichen Verlauf genom— 
men hat. 

Die Konferenz der chriſtlichen Geiſt— 
lichen, welche heute im Grand Pacific— 
Hotel getagt hat, erklärte ſich wohlzu— 
frieden mit der von Mayor Harriſon 
in Bezug auf die Säuberung von 
Theilſtrecken des Cuſtom Houſe Court 
und der State Straße getroffenen An— 
ordnungen und hat beſchloſſen, die 
Behörden bei ihrem Vorgehen gegen 
die Laſterhöhlen in jenen fraglichen 
Gegenden nach Kräften zu unterſtü— 
tzen. 

Lew Parker, Geſchäftsführer der 
Randolph Amuſement Co., hat heute 
beim Bauamt um eine Lizens für ein 
Vaudeville -Theater nachgeſucht, das 
in dem alten „Iroquois“-Theater be— 
trieben werden ſoll. Hilfsbaukommiſ⸗ 


ität 
itat 


eingeheizt werden. 
ſchaft der Familie 8 


lizei 


ſär Stanhope iſt mit der Vrüfung des 
Geſuches beſchäftigt und wird mit 
Hilfs-Rorporationsanwalt Serton 
berathichlagen, 00 er gehalten fei, die 
Bewilligung dejjelben zu befürworten 
oder nit. Die etwa hundert Fra- 
gen, welche auf dem Applifationsfor- 
mular enthalten find, hat der Herr 
Barker bisher übrigens unbeantwortet 
gelaffen. 
Di ee - Kommiijfion fün- 
\, daß ſich Maſchiniſten fünfter 


digt a 
— die ſich gegenwärtig im ſtädti— 


| Shen Dienft befinden, zu einer Beför— 


— — — — — — — — — — — — — — — —— — nen. 


derungsprüfung melden können, wel— 
che am 30. September ſtattfindet. 

Der ſtadträthliche Verkehrsausſchuß 
war heute in Sitzung und hat * mit 
der $ torrejponden nz beichäfttgt, welche 
in der trahenbahnfrage zwiichen 
den Manor und dem Richter Großcup 
gepflogen worden tjt. Wielleicht wird 
nun der Ausschuß den genannten Rich- 
ter und die Rechtäpertreter der. Union 
Iraction Co einer Belprechung 
einladen. 

Um nädjjten Sonntag werden bier 
die Herren eintreffen, melde in St. 
Louis an dein Kongreß der „Barla= 
mentarier aller Länder“ theilnehmen. 
Mayor Harrifon hat, mit der Erflä- 
rung, es fei in der Stadtfafie fein 
Geld für folhe Zmede vorkanden, vor 
jeiner Abreife feine Vorkehrungen für 
den Empfang diefer Gälte getroffen. 
Sein Privatjefretär jucht nun gemein 
finnige Bürger, welche die Pflichten 
der Oaftfreundfchaft im Namen der 
Stadt zu üben bereit fein möchten, 
hat aber bisher feine folcen gefun- 
den. 


= 


—4 


zu 


+. 
Sleinfcuer. 


srau I. P. Thomp’on auf der 
beinahe v.runolich. 


Wanzenjaad 


Thompſon war geſtern 
den Wanzen in ihrer Wohnur 1a, Nr. 
1350 Mabafh Are., mit Gajoln zu 
Leibe gerückt. Als fie ein Streichholz 
anzündete, um zu wie viel 
„Kleinwild“ ſie zur gebracht, 
entzündeten fih die lindünſte 
Das Zimmer gerieth in Brand und 
Frau Thompſon wäre nahe vom 
Rauche überwältigt worden. 

Das Feuer wurde im Keime erſtickt. 

Auf dem Dache von Edward Mar— 
ſhall's Hotel, Nr. 368 State Straße, 
wurden Matrabe n mittels ©afolins 
gereinigt. Einer der Leute zündete 
lich eine Zigar ette an und ſetzte dabei 
das Gaſolin in Brand. Letzterer wur— 
de gelöſcht, ehe er nennenswerthen 
Schaden verurſacht 5 

Ein in dem leerſtehenden, W. 
& Co. gehörigen, Gebäude Nr. 
SNinois Str. von Zanditrsichern un- 
achtſam fortgeworfener, noch glim- 
mender Zigarrenſtummel verurſachte 
dort ein Feuer, welches gelöſcht wurde 
nachdem es 850 Schaden verurſacht 
hatte. 
Ein Leiter- und Spritzen-Zug der 
ſtädtiſchen — — Ir rengte geſtern 
Nachmittag über den talvarien- Fri ed- 
hof. In deſſen —* war eine alte, 
einem gewiſſen J gehörige Cottage 
in Brand aerathen Sie wurde in 
Schutt und Miche aeleat. Der oda 
den beträgt etwa $300. 
In der Küche der Speifewirthichaft 
im zmeiten Gtod des Grand Zentral: 
Bahnhofs an Harrifon Str. und FFirth 
Üve. entftand aeitern Abend gegen + 
Uhr ein Feuer, welches etma $200 
chaden anrichtete. 

—— 


Imn Hoi Ipit tal geſtorben. 


Frau J. P. J 


in 

ehen 

ir ecie 
Gaſo 


Br 
bein 


Hoyt 
290 
DIA 


fra? Kueitol feinen Der! etunaen erlecen. 


Vor der elter lichen Mohnunga, Nr. 
124 Front Str., wurde am 27. Muauft 
der fechsjährige Frank Küftol von ei- 
nem Fubhrmwerf überfahren. Den da- 
mal3 erlittenen Berlegunaen iſt der 
fleine Patient heute im St. Elifabeth- 
Hofpital erlegen. 

Ein Kraftwagen, in dem jich zmei 
Perjonen befanden, ftieß heute an der 
35. Straße mit einer Indiana Woe.- 
Car zufammen. Er wurde zertrüm- 
mert und die Trümmer geriethen in 
Brand. Die Infaffen waren anfdei- 
nend unberfehrt davongefommen, denn 
fie entfernten fich, ehe ihre Namen 
feitgeltelit werden fonnten. Das Feuer 
murde von dem Hauzdiener einer in 
der Nähe gelegenen Wirthſchaft ge— 
löſcht. 

Der Kraftwagen war mit keiner 
Nummer verſehen. Die Polizei ſucht 
den Eigenthümer zu ermitteln. 

Se 
Gluͤck im Ungläck. 

Der Fenſterwaſcher Andrew Ander— 
ſon ſtürzte heute, während er im Chi— 
cago Opera Houſe-Block Fenſter 
wuſch, aus der Höhe des dritten Stocks 
ab und einem Straßengänger, G. S. 
Frisbee, Nr. 371 N. Clark Straße, 
auf den Kopf. Beide purzelten natür- 
li auf das Pflafter, famen aber jehr 
gnädig davon. 
ganz unberfehrt, während Frisbee 
leichte Verlegungen erlitt. 


DBachıten gute Beute. 


Verandafletterer drangen zu früher | 


Morgenftunde in die Wohnung von 
Louis Lepman, Nr. 3718 Grand Bau: 
levard, und ftahlen Schmudfacen im 
MWerthe von $350. E3 gelang ihnen, 
unbehelligt mit ihrer Beute zu entfom- 
men und fich bisher ihrer Verhaftung 
au entziehen. 


Anderfon blieb falt- 


Belefenite 


Deutiche Heitung 


ti 


| Weſtens. | 


16. Zahrgang. — Ro. 


215 





Schied oſpruch gefällt. 
Lohndifferenz; — Unternehmer⸗ 
Syndikat und deſſen Arbeitern. 


Die International Sarveſter Co. 


Debnt ihre Betriebs'ipzire anf unbeftimmte 
fit Kobuberabjeungen in 
die 


S:it aus wind jta 


Ausfiht. — E.nbaitsbefehl gegen 


Maihımften=!1.::oı. 


ausſchuß, welchem die 
Streitf zwiſch der Republic 
ton and Sieel Go. und dem Ge— 
werkverband der vereinigten Stahl— 
Eijen- und 3 ter zur Entjchei= 
dung überg ‚ it wüßrend ber 
jüngſtverfloſſenen Zage Yier in ©i: 
gung geween und hat nun feine Ent- 
Iheidung asgegeben. Die genannte 
Unternehmergejellichaft hatte eine He- 
rabfekung der Löhne für unerlählich 
erklärt, und zivar hatte fie den bejtbe- 
zablten Arbeitern 15, den weniger qui 
bezabiten Leuten 5 Prozent weniger 
geben wollen, als bisher. - Der 
—— isſchuß hat die Lohnher« 
Bung nun su eheiken, doch Joll die= 
r bon is * Prozent betra— 
des Gewerkver 
"Ent fcheidung ans 
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Unlagen der Gefelichaft, von 
ih eine in Eajt Chicaao befin 

ird nun jofort wieder aufgenom 
Die Repı ‘ron and 

0. beſchäftigt in ihren Gieße— 

ien und ſonſtig ilagen im Gan— 
gegen 20,000 Wrbeiter. De 


Der 
Mrz u 
Ar sichuh, 


-.. 


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ublie 


gen Ur 


u velchem die Lohn— 
zur Erledigung übertviefen wor— 
beitand aus den Herren 9. 
Ironton, O., Benja— 
Birmingham, Ala., 
von Youngstown, 


n r ar, 
Martin ven 
wis bon 


. Heedy 


4 


nu 


82 


Im vergangenen Jahre haben es 
ie Gewerkſchaften bekanntlich fertig— 
die Betriebsleitungen der 


eiter Co., zu mel- 


d 
gebracht, 
International Harv 
cher in erſter Linie die großen hieſigen 
Erntemaſchinen -Fabriken (Deering, 
MeCormick und „Plano“) gehören, 
zu einer Art Anerfennung ihrer Ver— 
bände zu veranlaffen. betreffen- 
de Uebdereintommen wurde borerit für 
die Zeit bis zum 15. September diefes 
Jahres abgeſchloſſen, läuft alſo über— 
morgen ab. Nun haite die Harveſter 
Co. vor einigen Wochen ihren Betrieb 
ihrer Anle Theil eingeſtellt. 
Es hieß damal 


Das 


age! — 
;, daß von Mitte Sep 
mit voller Kraft ae- 


Am Samftag 


tember an wieber 
arbeitet werden mürde, 
haben fih nun Brafident Schardt von 
der Federation of Qabor und Sefretär 
Deutfch vom Zentralrath der Metall- 
arbeiter zu gern c %,Clarl, dem Ge: 
ihäftsführer der International Har- 
peiter Go. um anzufragen, 


— 
>. 


—⸗ 


RT 
* ix eben, 
tote es mit der Erneuerung des ablau= 
fenden Vertrages ftände. Es wurde th- 
nen zur Antwort daß man ih- 
nen vorläufig nch nichts Beitinimtes 
fagen fünne. Man würde fie aber be- 
nachrichtigen, ſobald man eine weitere 
Unterredung mit ihnen wünſche. Mit 
an, 
daß die Hakveſter Co. den Betrieb ih 
rer Anlagen vollftändig einzuftellen be 
ilt dann die Be 
Diefelbe werde 
‚unbettimmte 2eit“ währen, hieß es. 
Die Gemerfihaftler erbliden in diefer 
Mahnahme einen Wahltrid, durch wel 
chen die Arbeiter veranlaft werben jol- 
len, im November republifaniich zu 
ftimmen. Durch die Verallgemeinerung 
der Betriebäfperre in den Anlagen der 
Harvefter Co. find gegen 9000 Perfo- 
nen beihäftiaunaslos .aeworden, bon 
denen efi va die Hälfte in den McEor: 
micd’ichen Fabriken angeitellt war. 
Die PVereiniauna der FFleilchfahrer, 
tmelche angeblich beichloffen hatte, dap 
ihre Mitglieder die Arbeit für Die 
Schlahthausfirmen nur dann wieder 
aufnehmen follten, wenn diefe fich da= 
zu berjtehen, jänmtliche Leute wieder 
ge hat fih mit der Erklärung, 
velhe ihr Namens der Schlachthaus- 
befiber bon Herrn Connors geivorden 
zufrieden gegeben und den Mit: 
aliedern geftattet, heute die Arbeit 
wieder aufzunehnen, auch wenn vor- 
erst nur ein Theil der Mitaliederfchaft 
bierzu Gelegenheit erhält. Herr 
Gonnor3 hat befantlih gejagt, daß 
die Schladhthausfirmen zmar mit ber 
Zeit alle früher bon ihnen beichäftig- 
ten Fleiichfahrer wieder anitellen wür- 
den, daß fie aber vorläufig nicht in 
der Lage feien, den Fleilchtrangport 
nah den verjchiedenen Stadttheilen 
Ehicagos mieder in demfelben lm- 
fang aufzunehmen, wie vor demGtreif. 
Sie hätten viele von ihren Gefpannen 
verfauft, andere auf’3 Yand hinayıäge- 
Ihidt, und fie fönnten den Betrieb erjt 
nah und nach wieder in der früheren 
Meife regeln. 
Eberhardt Stanelle, wohnhaft Nr. 
133 N. Sangamon Str. und ala Ma-= 
fchinift bei der Automatic Electric Te- 


nn 


gegeben, 


abſichtige. Am Abend 


triebsierre erjolat. 


n 


| 
| 
| 
| 
| 
| feiner Silbe deutete Herr Elarf 
—1 


lephone Co. beſchäftigt, hat vom Rich— 
ter Mack einen vorläufigen Einhalts— 
befehl gegen den Verband der Maſchi— 
niſten erwirkt, welcher es dieſem, bezw 
den Vollziehungsbeamien deſſelben, bis 
auf Weiteres verbietet, Stanelle aus 
ſeiner Stellung zu verdrängen. Sta— 
nelle hat in der betreffenden Eingabe 
erklärt, er ſei früher Mitglied des 


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genannten Verbandes gemeien, hätte 
fich aber durch Austritt aus demjelben 
das Uebelmollen der Verbandäleitung 
zugezogen. Diejelbe hätte bemirtt, 
daf die genannte Gejellfchaft ihn ent» 
ließ. Weil aber der Erfagmann, mei- 
chen die lUInion für ihn geitellt, den An= 
forderungen der Gefellihaft nicht ge- 
nügt habe, hätte diefe ihn von Neuem 
anageftellt, mit dem Ergebnif, daß bie 
Union fih nun wiederum bemühe. jei- 
ne Entlajfung zu erreichen... Der aus— 
geitellte Gerichtsbefehl gilt für den 
Verband, fowie für den Präfidenten, 
den Gefretär und den Gefchäftsagen- 
ten dejielben. 

Der Zentralrath der Baumaterial» 
arbeiter hat geitern gegen Richter Hol- 
dom Stellung “enommen, der bon den 
Republifanern ala Kandidat für Wie- 
derermählunga für feinen gegenmärti= 
aen Voten im Superior-Gericht auf- 
aeitellt worden ijt. Als Grund feiner 
Geanerfhaft aibt der befagte Zentral— 
rath an, daß bei den zahlreichen Ein: 
baltsverfahren, melche vor ihm bon 
Unternehmern gegen Wrbeiterbereini- 
aunaen angeitrengt worden feien, der 
ihter fich diefen gegenüber ungerecht 
= parteiifch gezeiat habe. 
| — 

„Spiele nicht mit Schiehgewehr‘“. 


| X Clemens verwundete lebensgefährlich 
feine Schwefter. 


Yn der Wohnung ihres Großpaters, 
J Ritter, Nr. 6831 Calumet Abe., 
wurde geſtern Nachmittag die achtjäh- 
riase Qucille Clemens bon ihrem zehn: 
jährigen Bruder Jad durch einen aus 

2208 fibrigen Vüchfe abgefeuerten 

, lebensgefährlich vermundet. 
Der Nater der Rinder ift Benjamin 
%. Glemens, Nr. 6953 VBernon Abe. 
Frau Clemens und die Kinder befan- 
den fich bei den Großeltern zu Beſuch. 

ſaß am Piano und übte ein 
ein, als Clemens, der in einem 
Nebenzimmer die BVüchſe entdeckt hatte, 
„aus UF” auf feine Schmweiter 
| anleste und losdrüdte. Ein Schuß 
frashte. Qucille fiel, von der Kugel in 
den Schädel getroffen, vom Stuhle, 
Glemens, der geglaubt hatte, daß bie 
Waffe nicht geladen fei, mar anfäng- 
ih vor Schred wie verfteinert. Man 
fand ihn Später nach längerer Suche 
unter einem Bette, wo er fich verfro= 
hen —*— 

Lucille befindet ſich in ärztlicher Be— 
handlun Ihr Zuſtand wird als 
äußerſt bedenklich, aber immerhin nicht 
aanz hoffnungslos bezeichnet. 

Der in der Anlage von Devoe & 
Gp., Nr. 176 Randolph Str., beichäf- 
tigte Wächter Robert Mathak batte 
dort feinen Revolver auf eine Trittlei- 
ter eleat, die neben feinem Gtuhle 
Die Waffe ftel auf die Dielen, 
entlud fih, und Mathbaß murde von 
der Rırael in die Hüfte getroffen. Dr. 
Naul 8. Faber entfernte die Kugel, 
worauf ſich Mathaß. weiteren Bei— 
ſtand ablehnend, nach Hauſe begab. 
— — — — 

Streit beendet. 


Metallarbeiter der Link Belt Co. kehren an 
die Arbeit zurück 


Am 28. Mai legten die 97 Metall: 
arbeiter der Metalmorfers Union 97, 
welche von der Lint Belt Machinery 
G60., an der 39, Str., befhäftigt mur- 
den, die Arbeit nieder, um dem Gtreif 
Mafchinenbauer der genannten 
Firma erhöhten Nahdrud zu ber 
leihen. , Inzwifchen find die Mafdhi- 
nenbauer bis auf einige wenige wieber 
zur Arbeit aurüdaefehrt, und auch 54 
der Metallarbeiter hatten fchon die Ar- 
beit wieder aufgenommen. Heute nım 
hielten die no ausftändigen Metall- 
arbeiter in dem Lofal 104 Randolph 
Straße eine Verfammlung ab, in mel- 
her fie befchloffen, trog der Einmen- 
dunaen des Gefchäftsagenten, der fich 
nad) Angabe der Streifer ihrer Sadıe 
nicht in der richtigen Weife angenom- 
men haben fol, den Streif für Deendet 
zu erflären und fich fofort wieder zur 
Arbeit zu melden. Die Streifer mer- 
den ohne Musnahme ihre früheren 
Stellungen mieder erhalten. 


einer 
Schuf 


Lucille 


rt 
sul, 


ein 


ſt N 


der 


Wurde gefchleift. 


John MeCarthn, 333 Chicago Ane., 
mar geftern Abend nad) feiner Ges 
ichäftsftelle, 260 Chicago Ane., gefah- 
ren und ließ Pferd und Wagen au’ 
der Straße ftehen. Das Pferd murbe 
fcheu und ging durd.Me&arthn jrürzte 
aus feiner Office, rannte dem Durd- 
gänger nach und fiel ihm in die Zügel, 
Er wurde etwa 100 Fuß meit ge 
Schleift, und fchließfich gingen die Rä- 
der de Buggy über ihn me. Man 
ihaffte ihn nah Haufe, mo er ala 
bald in ärztliche Behandlung genom- 
men wurde. Das Pferb murbe fpäter 
bon einem Polizijten eingefangen, 
— ——— — — 
Kaligeſtellt. 


Edwin Ellis, ein Angeſtellter von 
Armour & Eo., wurde heute Küh an 
43, Str. und Center be. bon drei 
Schnapphähnen überfallen und um 
$20 beraubt. Einer der Räuber murbe 
ncch heißer Jagd von dem Poliziften 
Coufin verhaftet. Er,aab feinen Ne 
men al3 Leo Peisti an. Das aeftoh- 
fene Geld wurde angeblich in feinem 
Belite gefunden. 


WBaffer: Bulletin. 


Laut Befund des Gefunbheitsamtes 
ift heute das ſtädtiſche Leitungswaſſer 
aus allen Bezugsquellen von eins 
menkäafrchee Beichaffenbeit, * 





WET TRETEN mer TEEN 
1 d 


Dlulhenumranle Ruinen. 


Roman von Guy Chantepleure. 


(12. Fortſetzung.) 
Pierre erbebte bei diefen Worten, 
und eine heftige Entgegnung entfuhr 


ihm: „Das war ja aber der helle | 


Mahnfinn, Ihr Leben einem Hirn- 
geſpinſte hinzuopfern!“ 

Den Ring mit ſeiner räthſelhaften 
Inſchrift hatte er vergeſſen, an Claude 
und ihre traurige Lebensgeſchichte nur 
dachte er. Claude aber ließ ſich, ver— 
anlaßt durch dieſen Ring, der ſie mit 
geheimnißvollen Fäden an eine Art 


Schattenbild knüpfte, mehr und mehr 


hinreißen, dieſem Unbekannten, von 
dem ſie ſich verſtanden und geachtet 
fühlte, ihr Herz auszuſchütten. 
willkürlich glaubte 


mählig ihrer bemächtigt hatte. 


Es ſchien, als hoffe ſie durch dieſe 


Ausſprache Erleichterung für ihr be— 
drücktes Gemüth zu finden, obwohl ſie 
in Wirklichkeit damit nur die in ihr 
ſchlummernden, bis dahin ungeahnten 
Zweifel und Bedenken weckte. 

Der Pierre wider Willen ent— 
ſchlüpfte Vorwurf bewog ſie, auf dem 
einmal eingeſchlagenen ſchmerzlichen 
Pfade weiterzugehen. 

„Ich war noch zu jung, 


“u 


innerer Erregung beberden Stimme 


fort, „um zu milfen, was e& heibt, | 
Mas murhte 


‚ein Xeben zu opfern.‘ 
ich überhaupt vom Leben? Mein Ber- 
irauen mar grenzenlos. 


fen Gedanken in mir zu erfehüittern —, 
daß mein Großvater ın feiner Tode3- 


ftunde wirklich einen Blid in die Zus | 
Auch) nad) feinem | 


tunft getban habe. 
Sceiden ließ ich nicht ab, 


auf Den 


‚Heinen Gerard‘ zu warten. Die fchö- | 


nen Zufunftäträume, die nun nicht 
mehr bor mir entrollt wırden, Yebten 
in meiner Erinnerung fort, und meine 
Nhantafie Zleiveie fie in ein immer 
neues, nocd, jchüneres Gewand. Go 
wuchs ich auf — mit zehn, mit zwan— 
zig Sgahren fühlte ich mich noch immer 
als die kleine Braut, die darauf war— 
tet, bis ihr Herr und Gebieter erſcheint. 
um ihr das ſchöne Verlobungsringchen 
an den Finger zu ſtecken. 
bildungskraft machte dieſen ungekann— 
ten Gérard zum Helden, zu einem alle 
anderen Männer an Tugenden, an 
allem Guten und Edeln überragenden 
Manne. Nein, nicht einen Augenblick 
habe ich an ſeinem Kommen gezweifelt. 
Ich fragte mich nicht einmal, auf 
welche Weiſe er kommen würde, ſon— 
dern war feſt überzeugt, daß er, nur 
er allein mich einmal aus dieſer Gruft, 
wo ich meine Kindheit und Jugend 
vertrauert habe, befreien würde. Ich 
zweifelte nicht, daß eines Tages die 
Pforten dieſes Schloſſes ſich vor ihm 
öffnen würden, und wenn mich 
Jemand über meine Zukunft befragt 
hätte, würde ich geantwortet haben: 
‚Die Zukunft beunruhigt mid) nicht,‘ 
je, vielleicht hätte ich fogar, wenn ich 
ganz aufrichtig geiwefen wäre, hinzu 
gefügt: ‚Sch werde meinen Better Gc- 
rard von Chanteraine Heirather, fo- 
bald er zurüdfehrt.‘ Bis vor Kurzem 
glaubte ich ohne Wanken arı die Rüf- 
fchr meine Bräutigams, -jekt aber, 
jet weiß ich nicht mehr, was ich den= 
fen fol, Mir iit, als babe ih ali die 
jhönen Träume, die ınich erfüllten, 
durch meine Reden ihres Baubers be- 


raubt, als jeien meine Tchünen Hoff: | « . EN er 
; I — 2563ten ſteht, ſelbſtverſtändlich mit der un— 


bedingteſten Verſchwiegenheit.“ 


nungen verblaßt und enftfärbt, 
die Flügel eines Schmetterling— 


ber Berührung ihren Duft verlieren. | 


Früher, da fand ich dieſe lieblichen 
Bilder in der Welt der Träume, nun 


ich ſie Ihnen enthülle, hab' ich ſie — 
warum, weiß ich nicht — in die nackte 


Wirklichkeit verſetzt, und dia erſcheinen 
ſie mir nun plötzlich ſo, wie auch Sie 


fie wahrfcheinlich beuztbeilen, als tin- 
tie und unfinnige Trugbilder.“ 
„Ach, leider ift ja eben meijt gerade 
da8 der Hauptreiz aller Träume,“ 
antwortete Pierre mit fanfter FFreund- 


lichkeit, „daß fie unfinnig, das heift | 


dem alltäglicen Leben zu.viderlaufend 
find, Glauben Sie, ich hätte dies nicht 
auch an mir jelbit jchon erfahren?“ 
„Aber diefer Rina, diefer Ring — 
Shr Ring, Herr Oberft, der ijt ja doc) 
wirklich vorhanden,“ nahm das junge 
Mädchen in angjtvollem Ione das 
Mort wieder auf. „ft e3 derfelbe, 
den die Marquife von Ehanteraine ven 
meinem Großvater erhalten hat? Oder 
ift e3 ein anderer, nur genau nad: 
gemadter? Die dem 
mehrmals 


ausgeführt morben fein, 


ber beiben Ringe zu vernichten. Allein 
bon den Sprüchen weiß ich, daß; mein 
Großvater fie eigenhändig eingravirt 
hatte,” 

„Auch jcheinen fich diefe beiden 


Sprüche gegenfeitig zu ergänzen,“ be= | 


merkte Dberft Fargeot. „.Bertraue 
und handle‘ heißt e3 auf dem für Ge: 
rard bon Chanteraine beftimmten 
Ringe, ‚Bete und vertraue‘ auf dent, 
ben Gerard feiner Braut hätte üser- 
reichen follen. Thätigkeit, frifcher, 


mutbiger Kampf für ihn, Gebet und | 


ruhiges Oottvertrauen für fie. 

singt wie ein Lebensideal,“ 
Claude fchivieg eine geraume Weile, 
„Herr Oberft,“ fagte fie endlich, 

„wider meinen Willen glaube ich, daß 


Das 


Un⸗ 
ſie ſich dadurch 
Klarheit über die feltjame, undeqreif: | 
liche Iraurigfeit zu verjchaffen, die | 
fih während der legten Stunden all: | 





fuhr Sie | 
ımmer mit der gleichen leifen, ven | 


Ich glaubte 
beſtimmt — und nichts vermochte, die— 





Meine Ein- 





Ehrfurcht ergeben bin. 
Ihnen zu dienen und zu helfen, ſoviel 





g D Spldfchinied | 
übergebene Zeichnung konnte ja wohl | 
öffnete. 
trotz des Damals ertheilten Wefehls, | pi 
das Modell fofort nach Anfertigung | 


—— — — 


| Anreinigkeit 


entfteht durch eine fchlechte 
Befchaffenheit des Magens. 


Gebraudt 


Dr. August Koenig’s 


‘Hamburger! 
Tropfen 


den großen deutfchen 
Blutreiniger. 


&ie reinigen den Wagen 
und beleben die Leber, wo: 
Burch reines Blut entfteht. 


der durch Zufall in hre Hände ges | 


fommene Ring thatfächlicd derjenige 
ijt, ter einit Gerard von Chanteraine 
gehört hat. Irogdem müffen wir uns 
iiber feine Echtheit Gemwißheit verfchaf> 
fen. Die Umftände, duch Die wir 


| Beide auf etwas ungewöhnliche Werje 


aufammengeführt worden find, haben 
mich bereits veranlapt, Ihnen Dinge 
au enthüllen, iiber die ich immer zu 
fchweigen gedachte. Und doch Habe ich 
Ihnen noch nicht Alles geſagt. Außer 
dem uns treu ergebenen Quentin, der 
mir übrigens niemals etwas von den 
hinter ſeiner ernſten Stirne verborge— 
nen Geheimniſſen anvertraut hat, gibt 
es kein lebendes Weſen, das etwas von 
dem wüßte, was Sie heute von mir 
erfahren ſollen. Nicht wahr, Sie wer— 
den dieſes ungeheure Vertrauen, das 
ich in Sie ſetze, zu würdigen wiſſen, 
dieſes unbegreifliche Vertrauen, das 
ich wahrſcheinlich ſelbſt unſinnig und 
unrecht nennen würde, wenn mir, ge— 
drängt von den auf mich einſtürmen— 
den, unvorhergeſehenen Ereigniſſen. 
Zeit oder Fähigkeit zum Ueberlegen 
bliebe?“ 

Fräulein von Chanteraine ſprach im 
Tone ſanfter Güte, und doch klang aus 
dieſer ſchüchternen Offenheit unver— 
kennbar die innere Herzensangſt her— 
aus. 

„Ja, gnädiges Fräulein, ich wieder— 
hole es Ihnen, Sie dürfen mir ohne 
Scheu dieſes Vertrauen ſchenken, auf 
das ich ſtolz bin,“ antwortete Pierre 
Fargeot mit einer Stimme, der man 
die fiefe Bewegung anhörte, „Sie dür— 
fen es mir nicht nur darum ſchenken, 
weil ich ein Ehrenmann, ſondern auch 


weil ich Ihnen perſönlich in tieſſter 


nn 


in meiner Macht und in meinen Kräf-= 


„Sch habe feinen Eid von hnen ver= | 
| Ianat,“ fuhr Claude im gleichen aüitt= | 
| aen Tone fort, „aver ich bin glüdlid), | 
| dch Sie die Wichtiateit und den Ernit | 
| der Sache erfoht haben, obmohl das, 
sicht anvertrauen will, | 


vas ich Ihnen 
2 Reich der 
ſcheint.“ 


* — 
in's Fabel zu gehören 


Fräulein von Chanteraine hatte ſich 
während der letzten Worte einer der 
Thüren zugewandt. 


„Wollen Sie die Güte haben, mir 
zu folgen, Herr Oberſt,“ fügte ſie 
hinzu. 

Anmuthig und dabei geräuſchlos 
vie ein Schatten ging ſie in ihrem 


hübfchen, altmodijchen, die hellen Tep= | 


piche leicht jtreifenden Kleide por ıhm 
ber, dem langen Korridor zu. 
IL Sapitel 
Die beiden Sprüde. 
In wenigen Minuten hatien Die Bei- 


den mehrere Räume und dann eineit | 


Sana durchichritten, der durch eine 
Ihüre abaejchloften wurde, Die Claude 


die erjten Stufen einer von der Mauer 
des Eckthurms eng umſchloſſenen Wen— 
deltreppe zum Vorſchein. 

„Kommen Sie,“ murmelte 
junge Mädchen. Und noch ehe Pierre 
ihr ſeine Hand anbieten konnte, war 
ſie die erſten Stufen hinabgeſtiegen und 
hinter der Biegung den Blicken ihres 
Gefährten entſchwunden. Am Fenſter 
dieſer Treppe angelangt, wurde ſie in 
ihrem behenden Laufe durch eine zweite 
Thüre aufgehalten, deren Schloß den 
Anſtrengungen der zarten Frauenhand 
widerſtand. 

Nun erſt, als Claude Pierres Hilfe 
annahm, ſah dieſer, daß ſie zitterte 
und ſehr blaß war. 

„Macden Sie ja fein Geräufd,“ 
flehte ſie. „Jedenfalls thun Sie Ihr 
Möglichſtes, dieſe Stille nicht zu unter— 
brechen. Es iſt mir, als ob tauſend 
Gefahren uns umlauerten.“ 

Allein ſchon hatte die widerſpenſtige 
Thüre unter leiſem, kläglichem Aechzen 
nachgegeben. 

„Fürchten Sie nichts, ich flehe Sie 
an, Sie ſind in Sicherheit — ich be— 
ſchütze Sie,“ ſagte Pierre, indem er 
zurücktrat, um Claude an ſich vorüber— 
gehen zu laſſen. 

„Wir ſind am Ziele,“ antwortete ſie. 

Damit ging ſie dem Offizier einige 
Schritte voran und zog dann die Vor— 
hänge des halbdunkeln Raumes, den 
ſie ſoeben betreten haiten, von einem 
großen Fenſter zutück. Und nun ſah 


Sch ſchwöre,“ 


Hinter diefer Ihüre famen | 


Das |» ar. . - ‘ 
| fich zu der eier eingefunden, um vem | 


Pierre im Glanze der Morgenfonne, 
den die außerhalb der Tyenfterfcheiben 
beruntergelafjenen Yaloufien faum zu 
dämpfen vermochten, daß er fich mit 
Fräulein von Chanteraine in einem 
eichengetäfelten Raume befand, an 
deffen der Ihüre gegenüberliegenber 
Wand zmei mit Waffen angefüllte 
Glasſchränke ſtanden. 

War die zum Thurm führende 
Thüre geſchloſſen, ſo wurde ſie von 
zwei Füllungen mit reichen Schnitze— 
reien in Eichenholz gleichſam ein— 
gerahmt, die rechts vom Fenſter die 
ganze Höhe des Raumes einnahmen 
und in ihrer Mitte zwei ländliche, 
Sommer und Herbſt darſtellende Ge— 
mälde aufwieſen. Ueber dem erſten 
dieſer Bilder ſtand in eingelegten alt— 
ſilbernen Buchſtaben: „Wer mit Weis— 
heit geſät hat, wird mit Freuden ern— 
ten,“ über dem zweiten: „Fleißigem 

| Meingärtner — fruchtbare Reben.” 

An der Wand linf3 vom Yeniter 
imaren, wohl der Symmetrie wegen, 
diejeldben reichen Holzichnikereien ans 
gebracht, die ebenfall3 zmei eingelaffene 
Gemälde trugen, bon denen das eine 
einen mild lächelnden, bon Kindern 
umgebenen Grei3 daritellte, während 

| auf dem anderen eine Schar fröhlicher 
| Schulfinder einen Schneemann um= 
| tangte. 

etwas abgedrojgene Gab: „edes 
Alter hat jeinen Vorzug,“ unter dem 
anderen: „sede Jahreszeit bringt ihre 
Vergnügungen.“ 

An der dem Fenster aegenüberliegen- 
den Wand ftand außer einigen hodh- 
lehnigen Leberjtühlen ein mit theils 
frembländifchen, theils alterthüm— 
lichem Rüſtzeug behangener Waffen— 
ſtänder. 

„Wir ſind am Ziele,“ wiederholte 
Claude. „Hierher wollte ih Sie füh— 
ren, hier werben wir erfahren —-“ 

Cie hielt inne und fehaute fich um. 
„Seit dem Tode meines Großpater3 

bin ich nicht mehr bierhergefommen,“ 
jaote fie. „Quentin allein fteigt Hin 
und Mieder hier herunter, aber auch 
nur Selien.“ 

Da fie jehr erfchöpft ausfah, riidte 
Pierre einen der Lederſtühle an's Fen— 
fter, an defien Brüftung Fräulein von 
| Ghanteraine fich angelehnt hatte. 

„Setzen Sie fi) und .ruhen Sie ein 
ivenig aus, ich flehe Sie an,” fagte er. 

Sshm mit einem matten Lächeln dan= 
tend, foigte jie jeiner Aufforderung. 

Draußen in den blüthenumrantten 
Ruinen fangen und zwitfcherten als 
unbeftrittene Herren Diefe3 bon den 


Menfchen verlaffenen Beligthums die | 


Vögel in hellem, ausgelaffenem Yubel= 
chor. 

„Lange darf ich mich der Ruhe nicht 
hingeben,“ murmelte das junge Mäd— 
chen. „Ich habe Ihnen noch ſo viel zu 
ſagen und zu erklären. Aber nehme 
ich Ihre Geduld auch nicht allzuſehr in 

Anſpruch?“ 
„Durchaus nicht, gnädiges Fräu— 
lein.“ 
„Dann laſſen Sie mich alſo in mei— 
ner langen Erzählung fortfahren.“ 
„Ich ſtehe ganz zu Ihren Dienſten,“ 
antwortete Pierre, indem er ſich Fräu— 
lein von Chanteraine gegenüber an den 
Platz am Fenſter ſtellte, den dieſe vor— 
her eingenommen hatte. 


(Fortjegung folgt.) 


Lokalbericht. 
Joſeph Stoltz todu. 
Wieder hat der Schnitter Tod Ern— 
Herr Joſeph Stoltz iſt 
I nicht mehr. Bor 60 Jahren kam der 
Verſtorbene im Alter von 10 Jahren 
nach den 
zwar ſofort nach Chicago. 
bis zu ſeinem Tode verblieben: Mi 
18 Jahren trat er in die freiwillige 
Löſchmannſchaft ein d bdlieb in 
der ſtädtiſchen Feuerwehr bis zum 
Jahre 1888, wam 
leben zurückzog. 
Feuer war Herr toltz als 
Schlauchführer im Rathhauſe ange 


te gehalten. 


„nton 


Ge a 
Nereiniaten Staaten 
.n 


Hier iſt er 


—— 
Shicagoer 


ſtellt. 

Es überleben ihn zwei Söhne und 
drei verheirathete Töchter, der als 
Feuerwehrmann 
ſten ſtehende Frank W. Stoltz, Joſeph 


| 
| 
} 
| 
| 


‚©. Stolg, Frau BD. W. Bayman von | 
Frau Dlin Paaue | 
Das Leichen= | 


Paſadena, Kal., 
und Frau J. J. Miller. 
begängniß findet heute Nachmittag 
von der Wohnung des Verſtorbenen, 
| 627 Englewocd pe, aus nad vem 
Dafmwoods Friedhof jtatt. 

— — —— 

Goldene Hochzeit. 


Umgeben von Kindern und Kindes 
tindern feierten gejtern Herr und Frau 
Sohn PBemberthn in ihremWohnhaufe, 
6415 Bortland Ape., Chicago Heights, 


| 


ı Eine zahlreiche Freundesihhaar hatte 
Subelpaar Glüdwünfche darzubrin= 
; gen. Aus Eljiton, Cornwall (Enaland) 
| gebürtia, ftedelte das junge Paar vor 
' 35 Jahren nad Mineral Point, Wis., 
über und verzog im Jahre 1901 von 
dort nah Chicago. 
'ift bei der American Brafe Shoe and 
Foundry Co. angeſtellt. 


i 


Zichorie 
iſt nach einem 
geheimen Rezept 
hergeſtellt. 
Seit über 100 Jahren 
im Gebrauch. 


Unter dem einen ſtand der 


und | 


'3 Private | 
| wohnte. 


eriter | 


in ſtädtiſchen Dien- 


| ben der Gemeindeſchulen 
| banner, 
| vorangetragen. Die Iı 


: — = | Shmuue Zracht 
| das jeltene Feſt Der goldenen Hochzeit. | 


Herr Pemberihy | 


— — 


ſparſam iſt. 


ſind wirkliche Soda-Crackers, aber ſolche Soda-Crackers, wie Ihr ſie nie zuvor gehabt oder 
Euch auch nur eingebildet habt. 


— — — * 2 


aufwenden? 


Wenn Jhr es könnt, fo jeid Ihr es Euch felbft fchuldia, — Eurer Familie ſchuldig — ein 
Padet Uneeda Biscuit heute, nicht morgen, heute zu faufen. Ylachher werdet Ihr 
immer wieder Uneeda Biscuit faufen und efjen, weil Euer Appetit fie verlangt, weil 
Euer Derftand Euch lehren wird, dai es feinen Artikel gibt, der jo gejund, fo befriedigend, jo 


J 


ſie 


Es iſt in der That ein großes Kunſtſtück, Soda-Crackers ſo ſchön herzuſtellen und ſie auf 


Euren Tiſch ſo friſch abzuliefern, wie ſie 


i 
aus dem Backofen kommen, unberührt von fremden 


Händen, ungeſchwängert mit Gerüchen, unverdorben durch Feuchtigkeit, Staub oder Keime. 
Denkt nur ein ſchönes Packet von königsblau und weiß, das einen ſolchen Schmaus ent— 
hält, für 5 Cents. 


Denkt einmal, werthe Hausfrau, oder werther Herr Brotverdiener, was es für Euch be— 


deutet, und was Ihr verliert, wenn Ihr nicht Uneeda Biscuit zu einem wichtigen 
Theil Eures täglichen Speiſezettels macht. 


NATIONAL BISCUIT COMPANY. 


— — 
| 
| 


Tefttag der Polen. 


— — 


Große Betheiligung an der Ent—⸗ 
hüllung des Kosciuszko⸗Deulmals. 


uUmzug aller polniſchen Bereine. 


> 


Die Seier im Humboldt Parf, — Mafjenges 
fang und Feftreden. — Noch ift Polen nicht 
verloren ! fagt Erzbifhof Quigley und 
propbezeit Dolens Unabhängigfeit. 


„Noch ift Volen nicht verloren!" — 


| tiefer Gedante bewegte die pieltaujend- | 

föpfige Menge, welche geftern Nachmit- 
| tag der Enthülung des Denfmals des 
ı polnijchen 


Natioralbelden THaddäaus 
Kozciuszfo im Humbeldt Park Bei: 
An diefer Feier bethetligten 
fich alle Kreije der hiefigen polnijchen 


| Bevölkerung, Turner wie Siirchen=Ges | 
ı meinden, und begeijtert wurde jbater 


von ven Leitern des Feites erflärt, daß 
diefer „polnifche Tag“ die großartigite 
Feier geivefen fei, weiche in ben Ver. 
Staaten jemals von den Landsleuten 
Kosciusztos veranjtaltet worden tft. 

Mit einem limzuge aller polntfchen 
Vereine und Gemeinten ivurde Die 
Feier eingeleitet. Wie groß die Zahl der 
zheilnebiier war, beiwern Der Um: 
ftand, dak nicht weniger ala fünfzig 
Muſik-Kapellen 
daran theilnahmen. Die kleinen Mäd— 
verſinnbild— 
lichten in ihren Kleidern das Sternen— 
zahlreiche amerikaniſche und 
Fahnen wurden den Vereinen 

Di 1 2 


polni 


che 
ver baftten i?ee 
— — 2 —— hs Lu 


Nermar⸗ 


— 
ip 
I 


angelegt, 


> 


die Ehren 
gäfte, darunter Biihof Muldson mind 
andere fatholifche Getitliche, fuhren in 
Zandauern mit, und zwei aus Polen 
beftehende Abtheilungen der Staatä- 
miliz von Wisfonfin gaben dem Zuge 
gemifferrraßen ein 
präae. 


waren beritier, Di 


und enbiate ſchließlich am Denkmal. 
In deſſen Nähe war eine Tribüne er— 


richtet, auf welcher die Mitglieder der 


Scheuers 


Weſtparkbehörde, alte volniſche An— 
ſiedler, Vertreter polniſcher Frauen— 
vereine und der polniſchen Zeitungen 
Platz genommen hatten. 

Sobald die Feſtgenoſſen vor dem 
Denkmal Aufſtellung genommen hat— 
ten, wurde von der Menge das polni— 
ſche Nationallied geſungen. Darauf 
hielt Herr M. A. LaBuy, Präſident 
der Denkmals-Geſellſchaft, die erſte 
Feſtrede. In derſelben verwies er dar— 
auf, daß kommendeGeſchlechter an dem 
Helden, dem hier ein Denkmal errichtet 
worden, ſich ein leuchtendes Beiſpiel der 
Vaterlands-⸗ und Freiheitsliebe neh— 
men ſollten. Unter Leitung des Kom— 
poniſten Anton Wallek ſang nun ein 
Chor von tzauſend Stimmen ein Lied, 
deſſen Anfangsſtrophe lautet: „Sieh 
herunter vom Himmel auf uns, 
o Kosciuszko.“ 


phiſch 


und Trommlerkorps 


* — Menſchen mit ihrer 
ſchall Anton Lißtenwink und ſeine Ad- 
jutanten 


militäriſches Ge- 
Der Zug bewegte ſich durch 
verſchiedene Straßen der Nordweſtſeite 


— — — — — — nn * 


Senator A. J. Hopkins pries in ei— 
ner längeren Rede Kosciuszkos Leben 
und Wirken, wie dieſer infolge An— 
glüdlicher Liebe 1777 feinen Pojten 
al3 Hauptmann in polnifchen Dieniten 
nieberlegte und nach den Ber. Staaten 
fam, wo er Mafhingtons Adjutant 


| 


| 


| 
| 


wurde und infolge feiner militärifchen | 


Zügtigieit und ZJapferfeit zum Bri— 
gadegeneral emporftieg. Wie Kosciusz- 
fo jpäter nad} feiner Heimath zurüd- 
fehrte und die Polen in ihrem reis 
heitsfriege führte, fünf Tage lang mit 
8000 Mann fich erfolgreich bet Dus 
bienfa aegen 18,000 Ruffen verthei- 
Dienge den Ausführungen des Neb> 
ner3, an die fic) die eigentliche Enthül- 
[ung der mächtigen Reiterftatue Tchloß. 
Diefe Stellt den Helden dar, wie er für 


| die Unabhängigkeit und Befreiung ber | 


Staaten vom engliichen Jod 
Dr. Wan Szajttart nahm 
der Weltparf- 


Ber. 
fämpft. 
das Denfmal Namens 
behörde entgegen. 


i welche hier unter 


* N m EN 7 
digte, ufw. Aufmerlfam laufchte die | ſzenirte Machwert 


Die englifhe Bühne. 


Studebalter. Adler und 
Nactigal, Eule, Hahn, Zaunfönig, 
Spedht, Schmwarzamfel, Rothfehlchen, 
Pfau, Bapageien, Spaten, Tauben, 
Kanarienvögel und anderes Federpolf 
find die handelnden Perfonen der [u=- 
ftiaenDperette von LQüder3 und Birlen, 
dem Titel „Wood- 
land“ (Waldmweben) zur Aufführung 
gebracht wird. Das Publikum hat fi 
pom ersten Taae an in hellen Schaaren 
zu den PVorftellungen gebränat, und 
da3 eigenartiae, überaus aeichiet in- 
findet dermahen 
daß die Direktion ziemlich 


Anklang, 


| fiber auf ausperfaufte Häuser zahlen 


Mit Maffenaefanag | 


fam die Feier, die auch der Regen nicht | 


au beeinträchtigen vermochte, zum Ab- 
ſchluß. 

Am Abend fand im Great Northern 
Hotel ein Feſteſſen ſtatt. An demſelben 
nahmen etwa 300 Perſonen Theil. 
John F. Smulski war Toaſtmeiſter, 
und Erzbiſchof Quigley, Biſchof Mul— 
doon, K. Neumann, T. Siemeradyki, 


T. M. Helinski und Pfr. Zavpala hiel— 
I ten Reden. 


„Kosciuszko 
heit“, ſagte 
gibt es 
geſchichtlich 


mehr, 


mn £ 
Polen 


keine 


kein 
aber iſt 
Bollwerk der Chriſtenheit. Polen exi— 
ſtirt nicht auf der Landkarte, wohl aber 


gehört nicht 
allein den Volen, ſondern der Menſch-⸗ 


8* Brahtihnf & 2 
der Erzbiſchof. Geogra- unn —— 
— mit eigenartigen muſikaliſchen Leiſtun— 


Nation | gen produziren. 


| größer und zweimal war Polen das | 


in einer Literatur, welche die aller ans | 


| deren Völker überraat. Bolen hat feine 
und | 
Millionen | 


Srrache, feine Vatrinten 
Zwei 
eigenen 


ihres 


eigene 
ſeine Beſtrebungen. 
Sprache 


und dem Bewußtſein 


hängigkeit gehalten, der Freiheit be— 
raubt werden. Sie verdienenUnabhän— 
gigkeit durch die Welt des Chriſten— 
thums. Sie wird kommen.“ 
— —⸗úâ—— — 
Pferd⸗EAusſtellung. 


Auf dem Weſtward Ho - Golfplatz 
in Oak Part wird am nächſten Frei— 
tag und Sonnabend eine Pferdeſchau 
ſtattfinden. Aus dieſem Anlaß werden 
die Schulen in Oak Park geſchloſſen 
und die Geſchäftsleute eine große Pa— 
rade veranſtalten. Das Preisrichter— 
amt bei der Ausſtellung liegt in Sän— 
den der Herren S. Z. Zetmeisl, Tho— 
mas Croß und W. Vernon Booth. Na— 
hezu 200 Anmeldungen von Pferde— 
Beſitzern ſind bis jetzt eingelaufen, ſo— 
daß der Erfolg der Ausſtellung vor— 
ausſichtlich ein großer ſein wird. 

— —e—e —ñ— — — 


— Gehüpft wie geſprungen. — A. 
(Maler): Ich würde Sie einladen, mal 
zu mir mit in meine neue Wohnung 
heraufzukommen, aber ich habe die 
Stühle noch nicht entworfen. —B.: O, 
das macht nichts; auf dieſe modernen 
Künſtlerſtühle kann man ſich ja doch 
nicht ſetzen! 


ferneren 
Beſtehens können nicht immer in Ab— 


| 


fan, folange daafelbe auf-dem Spiel- 
plan bleibt. Die Iräaer, beziw. Trü- 
aerinnen der Hauptrollen find: Harrh 
Aulaer, Stanlen 9. Forde, Frank 
Doane, Emma Carus, Ada Broos 
Hunt, Helene Hale, Cheridahb Simpfon 
und Maraaret Sapre. 
Glepveland. — Ein Auartett 
der Gaftle Square Opera Eo. mit 
Szenen aus der „Zigeunerin“ fiindiat 
in diefer Woche Direktor Cleveland ala 
Hauptnummer feines VBaudenille-Pro- 
gramms an. Nofef Narrid, der mäh- 
rend der letzten Wochen das Publi— 
fum mit feinem Zauberfeffel fo aut zu 
unterhalten verstanden hat, wirft auch 
in diefer Woche noch I“ der Auffüh- 
runaen mit. Außerdem mwird ein bon 
der St. Louiſer Ausſtellung heraufge— 
kommenes Mexikaner-Quariett ſich 


Conn und Conrad 
werden ihre eragötzlichen Einbrecher— 
kunſtſtücke zum beſten geben, Mack und 
Elliott werden als Gymnaſten Be— 
wunderung erregen, und Frl. Louiſe 
Sylveſter wird als ſchottiſche Dialekt— 
längerin auftreten. 

Illinois. — Fritzi Scheff, un— 
ſere als Sängerin und Tänzerin, ſo— 
wie als Schauſpielerin gleich ſichere 
und gewandteLandsmännin, theilt ſich 
hier mit dem trefflichen Geſangskomi— 
ker Harriſon in den Beifall, mit wel— 
chem die neue Operette „The tiwo Ro— 
ſes“ vom Publikum aufgenommen 
wird. Das Gaſtſpiel der Geſellſchaft 
iſt leider auf zwei Wochen beſchränkt 
und geht ſchon mit kommendem Sams— 
tag zu Ende. 

Garrick. — Wie ſich erwarten 
ließ, zeigt ſich das Publikum mit der 
Wiederausgrabung der alten, mitRecht 
beliebt geweſenen Operette „Wana“ 
durch zahlreichen Beſuch der Vorſtel— 
lüngen durchaus einverſtanden. Herr 
De Wolf Hopper ift in der Hauptrolle 
ebenjo unterhaltend, wie er’3 vor Jah— 
ren war, und menn er ald3 Dacapo nad 
feinem Monbfcheinlied mit untider- 
ftehlihem Humor die Bafe-Ballade 
„Caſey at the Bat” zum Beiten aibt, 
dann will das Publitum fich wälzen 
vor Lachen. 
der Partie der „Mataya“ leiſtet ebenſo 
Vorzügliches, und auch der Reſt der 
Geſellſchaft iſt ſehr ſorgfältig ausge— 
wählt. Auch dieſes Gaſtſpiel ſchließt 
mit der laufenden Woche ab. 


CASTORIA fi sägingeund Kind. 


Unterschrift 
Die Sorte, Die Ihr Immer Gekauft Habt - _ «= ° 


Fel. Margaret Clark in | 


mn un en — 


| 
| 


Grand Opera Houfe— Das 
Luftfpiel, welches Herr MacDonouch 
mit den Kleinitadt-Rarrifatutren der 
„Bird Center“-Rartons Kranf Me: 
Cutcheons aufgebaut hat, iſt ſtark zu— 
ſammengeſtrichen und in mancher Hin— 
ſicht wirkſam verändert worden, ſeit— 
dem es vor vierzehn Tagen hier zum 
erſten Male aufgeführt worden iſt. 
Das Publikum amüſirt ſich nun in 
den Vorſtellungen ganz prächtig. und 
der gute Beſuch wird jedenfalls anhal— 
ten bis das Stück am 25. September 
Hanſel und Gretel Platz machen muß, 
die ſich im Walde verirrt haben und 
dann die gefahrvolle Gaſtfreundſchaft 
der Hexe in dem Pfefferkuchen-Häus— 
chen genießen. 

Powers. — Frl. Ethel Barry— 
more als Trägerin der Titelrolle in 
dem Luſtſpiele „Couſin Kate“ erhält 
ihren alien Ruf als tüchtige Künſtle— 
rin aufrecht. Das Stück bleibt nur 
noch für dieſe Woche auf dem Spiel— 
plan, da aber die Nachfrage nach Si— 
tzen ungemein groß iſt, ſo hat die Di— 
rektion ſich veranlaßt geſehen, auf 
nächſten Donnerſtag Nachmittag eine 
Extravorſtellung anzuberaumen. In 
kommender Woche wird eine Froh— 
mann'ſche Geſellſchaft, mit Henry 
Miller als „Stern“, ein neues Luſt— 
ſpiel von H. A. Jones: „Joſeph En— 
tangled“, zur Aufführung bringen. 


Buſh Temple. — In der em— 
pfindfamen Komödie „When me .mwere 
tmenty=one” hat die reoraanifirte ftän= 
dige Geſellſchaft dieſes Theaters wäh— 
rend der vergangenen Woche ihre Lei— 
ſtungsfähigkeit erwieſen. Für dieſe 
Woche iſt nun eine Art Ritterſtück, 
dramatiſirt nach dem hiſtoriſchen Ro— 
man: „When Knighthood was in 
Flower“, einſtudirt worden. Daſſelbe 
iſt im vorigen Jahre hier von Julia 
Marlowe, unterſtützt von einer auser— 
leſenen Frohmann'ſchen Truppe, gege— 
ben worden, und es zeigt von ſtolzem 
Vertrauen auf das eigene Können, daß 
die Bühnenleitung des Buſh Temple 
nicht davor zurückſchreckt, es auf einen 
Vergleich zwiſchen ihrer Darbietung 
und jener vorjährigen ankommen zu 
laſſen. 


— 0 ——— 


* An Bord eines Sonderzuges der 
Pennfylvania-Bahn dampften geftern 
nahezu 100 Banfier3 von Chicago 
nad New York ab. Dafeldft tagt in 
den nädhjiten Tagen die Vereinigung 
ber amerifanifchen Bankier. Unter 
den „ſchwerwiegenden“ Fahrgäſten 
waren mehrere Staaten vertreten ſc— 
gar einige Herren von der Pazifikküſte 
nahmen an der Fahrt theil. 


——— 


— O weh! — Tante (welche recht 
auf dem Klavier herumhackt, zum 
Neffen): „Nun, Karlchen, was willſt 
Du mit Schaufel und Handfeger?“ — 
Karlchen: „Ach ich hörte vorhin Vater 
zu Mama ſagen: Die Tante zerhackt 
uns noch das ganze Klavier, und ſollſt 
Du dann die Späne zuſammenfegen, 
wenn Du fertig biſt.“ 


— ——— — 


Ar 


Türke 





Tefegrapfifcie Depefihen, 


(Grliefert von der „Aflociaten Prehe,) 


Inland. 


Rooſevelts Annahmeſchreiben. 

Das längſte bisherige Schriftſtück ſeiner 
Arte! — Vorwiegend eine Vertheidigung. 
— die Gegenpartei in allen Dingen der 
Unaufrichtigkeit und in vielen des Selbſt— 
widerfpruchs bezichtigt — Währungsfrage, 
Truſts, Urbeiterfrage, Soll und aus: 
wärtge Politif eingehend behandelt. — 
Appel an „alle auten Umer:faner”. 


62 Drudjeiten ift da? 
Sıriftftüf lang, —etwas Ungewöhn— 
liches für ein jolches D ofument, zumal 
alle Hauptpunfte ſchen in Rooſevelts 
Komtnatios = Unahmerede abge— 
handelt wurden! Doch das Scriftituid 
hat ji) zu einer Veriheidigungsichrijt 
aegen Angriffe ausgewachſen, wie ſie 
in den letzten Wochen erfolgt ſind, — 
obwohl die Vertheidigung in aggreſſi— 
ver Form geführt wird. 


Beinahe 


Heer Rooſeſhelt ſagt im Weſentlichen. 
Indem ich ßie Nomination für das Prä— 
ſidentenamt auch ſchriftlich annehme, mochte 
ich auf gewiſſe Puntte beſonderen Nachdruci 
legen. Es iſt ſchwer, aus den Aeußerungen 


unſerer Gegner zu ertlären, auf welche xo 


! 
| 


ı als duch 


jungen jıe eigeirlic, Den ejgigen Wahıtampf | 


rühren je Die meijten 


wollen, nachdem 
Wr ſätze, 


auf denen ſie in den letzten 
Jahren beſtanden, aufgegeben haben. Thar— 
ſachlich iſt es zweifelhaft, ob ſie auch nur in 
riner einzigen Frage eine entſchloſſene Stel: 
lung einzunehmen wagen. Ganz anders ſteht 
Partei Da, welche gegenwärtig die Regie- 
rung kontrollirt. Man mag anderer Meinung 
ſein, als wir; aber man tann uns nicht des 
Sichdrückens oder der Unaufrichtigteit bes 
ſchuldigen. Wir glauben mit Herz und Seele 
an unſere Grundſätze, und unſere Thaten 
ſprechen lauter, als unſereWorte. Einer Par— 
tei aber, welche in den meiſten lebenswichti— 
gen Fragen gründlich unter ſich ſelbſt geſpal— 
ten iſt, kann die Regierung nicht anvertraut 
werden. 

Die republikaniſche Partei hat 
pflichtung gewiſſenhaft eingelöſt, welche ſie 
1896 und 1900 einging. Es wurde indeß 
nothwendig, noch anderen Aufgaben zu be— 
gegen, die erſt nach der Wahl entſtanden, 
avder dom us ebeno erfolgreid) geloft wur: 
den. Sın Wahltampf von nn war Der Krieg 
mit Spanıen teine Frage, und 1900 Lie Tıd) 
nicht vorherjehen, welche ebene ſchließ⸗ 
lich die Iſthmiſche Kanalfrage nehmen würde. 
Doch die am Ruder befindliche Partei be— 
währte auch hierin ihre Tüchtigteit. So gut 
hat ſie ihre Arbeit gethan, daß unſere Geg— 
ner nicht wagen, die einſchlägigen 
ſelbſt vorzufuhren, ſondern ſie erſt verdrehen, 
ehe ſie ihre Angriffe machen. So z. B. be— 
reffs Panamas. Die Regierung handelte 
ſtreng nach Kongreß-Geſetz und Verfaſſung, 
mit Geduld und Edelmuth. Wäre Panama 
nicht prompt anerkannt, und der Durchgang 
über die Landenge im Einklang mit unſerem 
Vertragsrecht und Verpflichtungen offenge— 
halten worden, ſo wäre endloſer Guerilla— 
Krieg und vielleicht auswärtige Verwickelun— 
gen gefolgt, und alle Gelegenheit, den Kanal 
zu bauen, wäre auf lange, vielleicht auf 
mehr als eine Generation Hinausgeichoben 
worden! Das betreffende Vorgehen zu fritis 
firen bedeutet einfach, Das einzig mögliche 
Lorgehen zu fritijiren, das Den Kanal jt: 
chern und den Frieden erhalten fonnte. 

Aehnliche Verdrehung iſt die Waffe unſerer 
(Gegner betreffs unjerer auswärtigen 
Rolitif. Gegen weiche PRhaje Dderjelben 
erheben jie Kinjpruch? Segen die Anfrechter 
haltung der Monroe: Doftrin?! Wegen Das, 
was in Sachen des Kijchinew: Majjafres ges 
jhah? Gegen den Proteft wegen Behand- 
lung der Juden in Rumänien? Gegen die 
Bemühungen für die Yrmenier in der Tür— 
tei? Gegen die Wirfjammachung des inter: 
nationaien Schiedsgerichts Am Haag? We 
gen die Schlichtung des Alasfa-Srenzftrei: 
te5? (Segen die Befreiung und Sicheritel lung 
Kubas und Die Gewährung gegenjeitiger 
Handels: Vortheile? Tder proteftiren jie Da= 
gegen, dab unjere 7ylagge jest über Porto 
rifo weht? Tpder gegen Die Frwerbung Da: 
waii's? Oder gegen Die Wolle, die wir in 
C hing geſpielt haben? Wiſſen ſie nicht, daß 
die Stimme der Ver. Staaten im fer: eu 
Dften für nichts gelten witrde, wenn ir Die 
RHilippinen aufgegeben und ums geweigert 
hätte, zu thun, was in Khina gethan wur— 
de? Grheben jie Kinjprade dagegen, Daß 
unjere Regierung eine friedliche Beilequng 
der Wirren in Venezuela vor zwei Nahren 
ficherte? Tpder gegen die Rettung Der Yeben 
amerifanischer VYürger nach) dem Ausbruch 
der Nanama-Revolution Durch die Anweſen— 
heit cines Kriegs ichiffes ? Oder gegen Die 
Verwendung unserer lotte in Kleinafien 
und anderwärts fir die Rechte von Ymeris 
fanern? Oper geaen den, jo vortheilhaften 
Handelsvertrag mit China? Wenn jie in ir: 
gend einem oder in allen diefen Dingen pro: 
teftiren wollen, dann wollen wir den Kampf 
mit ihnen aufnehmen. 

Uber jie jprechen von 
Exetutive, und gewöhnlich 
die Penions—⸗Ordre Rr. 7 im 
Auge, welche unter der Autorität des beſte- 
henden Geſetzes erlaſſen wurde. Dieſelbe be 
ſtimmt, daß fortan jeder Bürgerkrieg-Vete 
ran, welcher Alter von 62 Jahren er— 
reiht hat, ohne Weiteres zu der Penſion von 
6 Tollars den Monat berechtigt ſein ſollte, 
welche unter Abhängigkeits-Geſetz“ ge: 
geben wurde, daß zur Zeit des Errei— 
chens vom 70. Jahre die phyſiſche Erwerbs— 
Unfähigteit ohne Weiteres als vollſtändig 
betrachtet werden ſollte. Dieſe Ordre erfolgte 
in Erfüllung einer Pflicht, welche ein Erlaß 
des Kongreſſes dem Präſidenten auferlegte. 
Und ſchon Präſident Eleveland hat dieſe 
Befugniß durch Proklamirung völliger Er— 
werbs-Unfähigteit bei Jahren ausgeübt, 
ebenſo Praſident MeKinley durch Proklami— 
rung von 65 Jahren als dem Alter halber 
Erwerbs-Unf it. Die vorliegende Ordre 
hat dieſe noen nur ergänzt. That- 
ſächlich penſioniren viele Eiſenbahn-Geſell 
ſchaften uſw. ihre Angeſtellten, wenn ſie Al— 
tersitufen von 6? u. TONahren erreicht haben. 
(8 tft leicht, die Aufrichtigfeit unjerer Weg: 
ner hierin auf die Probe zu stellen. 
Drdre it widerrufbar Wenn unjere 
Segner zur Macht gelangen, können fie dies 
felbe twiderrufen. Wollen jie jetzt maßgeblich 
erklären, daß jie dies zu thun gedenten? 

Außer der Handlungen Der Adminiftra= 
tion, die jie nur angreifen, nachdem te die= 
felben verdreht haben, jind noch andere, wel: 
che jie wicht offiziell anzugreifen tvagen, aber 
doc unter der Hand als Gründe für den 
Sturz der Partei vorichieben. In gewiffen 
großen Zentren, und gewiilen großen Anter: 
effen gegenüber bieten unjere Geaner Alles 
euf, darzuthun, daß die Schlichtung des 
Hartfohlen=- Streiks durch perfön- 
Yihe Ihätipfeit und der erfolgreiche Prozeh 
gegen die Northern Securitieß 
6 0.” Alte jeien, wegen deren die jekige Ad- 
miniftration aeitürzt werden folfte. Doch wa: 
gen jie beide Atte nicht offen zır verbam- 
men. Manche unierer Gegner Hagen, dah 
unter dem Anti:Trufte und dem Zwifchen- 
ftaatlichen Handelsgeiet; Rrozeffe unternom: 
men tourden, Die erfolgreich waren: 
klagen, weil Vrözeſſe nicht unternommen 
wurden, die nicht erfolgreich gewefen wären. 
Die demofratiiche Staatsfonvention in Nerv 
Nort verlanate bei der Frörterung des Hart: 
Tohlen- Streits, Ddak Die Nationalregierung 
Rejit von den Kohlenfeldern etareife: aber 
Nertreter jener Konvention berdammen «3 
jekt, dak der Nräfident überhaupt etivag 
that. Dabei mirifen fie twilfen, dak nur diefes 
Handeln des Mräfidenten verhinderte, dak 
Die Beiweaung für den nationalen PRefit; der 
Seohlenfelder eine Gewalt gewann, die dick: 
leicht unwiderſtehlich geweſen wäre. 

Wenn wir nun zur Erörterung der Poli— 
tit fommen, für welche unſere Geaner ein— 
antreten behaupten, fo ſtoßen wir auf die 
Schwierigkeit, welche ſich ſtets aufwirft, 


acht 


die 
vis 


jede Ber: 


Thatſachen 


„Uebergriffen“ der 


haben ſie dabei 


das 


dem 
und 


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| 
| 


ı nach radikalen Vorgehen Des 
nad) Verminderung | 


wenn Erklärungen Der Politik jo 
wurden, Dap yie auf verſchiedene Arten aus— 
gelegt werden fünnen. In einigen der le— 
venswichtigen Fragen vom letzten Jahrzehnt 
halten unſere Gegner Schweigen fur den 
veſtmöglichen Weg, ihre Anſichten zu über— 
mitteln. Va ſie unter ſich ſelbſt nicht in der 
Frage übereinjtimmen tonnen, ob Die 
Bordmwahrung ein Jlud) oder ein Se: 
gen ıjt, und ob wir Silber: zreiprägung ha: 
ven jouten, oder nicht, jo haben fie es für 
jevedmähig gehalten, jede je verpflichtende 
Aeußerung hierüber zu vermeiden und Jeden 
einzeln jeıne befondere Richtung verfolgen zu 
lajjen. Solide Haltung fann man nimt ve: 
ſpettiren, und wo kein Reſpekt iſt, kann auch 
tein Vertrauen ſein. 

Wir dagegen glauben an die Goldwährung 
das Verditt der Geſchäftswelt feſt— 
gelegt und an ein geſundes Finanzſyſtem, 
und zwar nicht blos mit Rückſicht auf au— 
genblickliche Zweckmäßigteit. Der Kongreß— 
Erlaß vom . März 1900, welcher die Bold: 
Einzelwährung begründete, erhielt die Un 
terſtußzung jedes Republikaners im Abgeord— 
netenhaus und jedes, außer eines, im Senat. 
Von unſeren Gegnern unterſtützten ſie nur 
Il im Abgeordnerenhaus und 2 im Senat, 
während 150 im Haus und 28 im Senat te 
befämpften. sm einer Bolfsregierung, wie 
der unſrigen, ift feine Politik unwiderruf— 
lich Durch Gejeg feitgelegt, Wenn nicht Das 
Noit Yeute, weiche an dieje Politik aus tief: 
gewurzelter Weberzeugumng glauben, in der 
Negierung behält. 

Betreffs deſſen, 
Kapital und Arbeit ſagen, 
derum nur auf das zu verweiſen, was wir 
thatſächlich gethan haben, und zu erflären, 
daß wir dieſe Bolitif weiterführen werden, 
wenn dvir Die Macht behalten. 

(Folgt ein Zitat aus Rooſeve 
tious⸗ — —————— 
Durchführen des Anti-Trumſt und 
euere en Handels— 
geſetzees und die Erweiterung des letzteren 
—— den vorigen Kongreß ſowie die Schaf— 
fung des Handels-uUnd Arbeitsde— 
partements nebſt einem Korporationen— 
Büreau haben jum erſten Mal für die Na— 
tionalregierung eine Gelegenheit —— 
angemeſſen Fragen zu behandeln, welche d 
Geſellſchaft zum Guten oder zum Böſen F 
rühren, wegen der Anhäufung des Kapi— 
tals in großen Korporationen und wegen der 
neuen Beziehungen, welche hierdurch entſte— 
hen. Dieſe Geſetze werden jetzt durchaus tüch— 
tig gehandhabt, und wenn ſich dabei Bedürf— 
niß nach Abänderung oder Ergänz ung der⸗ 
ſelben herausſtellt, ſo wird dieſem Bedürfniß 
entſprochen werden. Man behauptet jetzt, das 
meine Recht“, wie es ſich entwickelt 
habe, biete ein vollkommenes geſezliches 
Heilmittel gegen Monopole. Wir haben aber 
kein „allgemeines 3 in den Ver. Staa— 
ten, und nur durch den Erlaß der genannten 
Geſetge erhält Die ee irgend— 
welche Jurisdiktion über den Gegenſtand. 

Ohne Zweifel war die Vervielfältigung 
und Macht-Zunahme der Truſts 
Maße verſchuldet durch die „Pflichtverſäum— 
n Beamten, welche mit der Durchfüh— 
rung des Geſetzes betraut waren“. Ein ſolcher 

Tadel gegen Beamte der Nationalregierung 
iſt ſicher nicht ganz unverdient, ſoweit die 
Adminiſtrafion in Betracht kommt, welche 
derjenigen des Präſidenten MeKinley vor— 
herging: aber er trifft gar nicht auf die re— 
publitaniſche Adminiſtration zu. Es iſt auch 
unyveitelhaft wahr, dak, Avas an meilten 
bedirft iwird, „Beamte jind, Die jowohl die 
Neigtina, vie den Muth haben, das beitehen 
de Geſetß durchzuführen.“ Dies iſt genau das 
Bedürfniß, welchem durch das folgerichtige 
und anhaltende Vorgehen des Juſtizdepar— 
tements unter der jetzigen Adminiſtration 
entiprochen worden iſt. 

Soweit die Rechte des einzelnen Lohn 
arbeiters und des einzelnen Kapita 
hiſten in Betracht kommen, und die Be 
ziehungen des Publifums dazu, ſo iſt die 
Stellung der Adminiſtration ſo klar geweſen, 
daß keine Entſchuldigung dafiir vorhanden 
ift, sie falich Darzırftellen, und fein Grund, 
fie zu befämpfen, wenn ſie nicht verdreht 
iſt. Die nationale Adminiſtration behandelt 
Alle als vor dem Geſetz gleich. Alles, was 
ſie unter unſerer Regierungsform thun 
konnte, iſt gethan worden. Wir ſind einer— 
ſeits maßvou in unſeren Verſprechungen ge 
weſen, und andererſeits ſind dieſe Verſpre— 
chungen auch erfüllt worden. Unſere Gegner 
aber haben Mtte veriprocden, und viele ver: 
iprechen fie jet, Welche ſie in Ausübung 
perfaiiunasmäßiger Vefugnik Durchaus nicht 
vollführen könnten, mm Welche, wenn fie 
periucht initrden. Die Gejchäfte zum Stifl 
Hand brächten. Sie haben jich einer Sprache 
wilder Schmähtworte bedient und appelfiren 
an affe die zuiedriaen Yeidenichaften. id 
doch, fo oft fie Die Macht erlangt hatten, ha 
ben fie ihr Uehermahk don Veriprechungen 
durch) abiofute Nichtigkeit der Erfüllung er: 
gändzt. 

Unſere Regierung beruht aui dem Grund 
nedanfen. dak Nedermann berechtiot ift, nad) 
feinem Merth als Menich behandelt zır wer 
den. iit aber ſogar uns daheim 
ſchmerzlich ſchwierig, dieſes Ideal zu verwirk 
lichen: und der Verſuch, ſeine Anerkennung 
anderen Nationen zu erlangen, 
begegnet ee Schwieriafeiten, die bet= 
nahe ımirherfteialich find. Fine Haupt 
ichwierigfeiten entfteht in Verbindung mit 
gewiſſen amerikaniſchen Bürgern ausländi— 
ſcher Geburt, oder beſonderen religiöſen 
Glaubens, welche in's Ausland zu iſ 
wünſchen. Rußland z. B. weigert ſich, J 
zuzulaſſen und zu ſchützen. Türkei * 
gert sich, < Sekten Chriſten zuzulaſſen 
und zu ſchüten. Unſere Regierung hat 
harrlich in Ausland gleichen Schuß für alle 
ameritani ſchen Bürger verlangt, ob eingebo— 

rnaturaliſirt. Immer und immer 
r ſind unſere Nertreter im Auslande in 
inne inſtruirt worden 
ſolchen Umſtänden 
unſerer Gegner, Unte 
um gleiche 


Behandlung al 
De engen 


was uijere Gegner über 
BEE wir wie⸗ 


lt's Nomina— 


„allge 


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der 


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dieſem S 
Unter 
langen 
beginnen. 
rikaner ſeitens 
ſicher + die ſie 
der Unkenntniß 
Veränderung der 
keit deſſen erhöhen, was das 
ment — hat und noch thut. 
Druck, den cs: bisher geitbt ha 
auch ferner a werden. (3 ift ein fchla 
gender PReweis für. die Unaufrichtigkeit un— 
ſerer Gegner, daß ſie mit ihrem Verlangen 
Staats geparte⸗ 


eigt Ver⸗ 
rhandin 

11441 
ierungen 3 
entwe— 
Keine 
Hant- 
eparte— 
ſtetige 
wird 


Reg 
jetzt n icht gewähren, 
oder Unaufrichtig 
Politik würdend 
das Staatsd 


wel 


ments - cin Verlangen 
unseres Heinen Militärjtandes t 

Unjere Gegner haben ji jett zugumften 
des Zivildienjt =: Gejeges erklärt, 
deiien Wiederrufung fie 1900 und 1896 ver 
langten. Folgerichtig hätten jie einen Schritt 
weiter gehen und dem Lande zur jekigen 
Handhabung Diejes Geſetzes und zur Aus— 
dehnung des klaſſifizirten Dienſtes gratuli— 
ren ſollen. Die Verwaltung unjeres Hajfi: 
fizirien Zivildienites ift frei von Politik, und 


verbinden! 


gemadt 


—_. 


| 


i Roojevelt am 4. April dv. 3. 





in gropem 


auellen des Landes 





| ftetia, 


| it Das 


einheimii 


Neun 


Grnennungen tınd Abjegungen jind auf eine | 


Geihäfts-Vafis gebradht worden. Tas Ver 
dienft-Syitem wurde matürlich an meiften 
auf den Philippinen = Anjeln bedurft; ein 
Zivildienſt-Geſetz von fortgeichrittener Art 
wird jet dort durchgeführt. 

Endlid) fommen wir auf gewijje Araele: 
genheiten, in denen unfere Gegner uns be: 
ftimmt in ihrer Mattform befümpfen, in de: 
nen aber, wenn jie aufrichtig find, ihr Iris 
umph Unheil für das Yand bedeuten würde. 
Andep ift es wiederum unmöglich, ihre Mlatt= 
fornt mit ihren anderen und jpäteren Aus 
lafjungen zu vergleichen und nicht Fweifel an 
ihrer Aufrichtigkfeit zu hegen. 


Wenn wir die große Frage des Zolles 


| pornehmen, ftehen wir jofort vor dem Ziwei- 


fel, ob unjere Gegner meinen, twas jie jagen, 
oder nicht. Sie jagen, daß „Schutzoll Raub 
fei“, und verjprechen, demgemäß zu verfah- 
ren, wenn man ihnen die Macht aibt. Umd 
Doch verjichern hervorragende Perjonen unter 
ihnen, dak jie das nicht jo meinen, und dak 
fie, wenn jie zur Macht fommen, unjere Ta: 
rif = Politit annehmen werden; während 
Andere jehr darauf aus zu jein jcheinen, zu 
beweiien, dak man ihnen dreijt eine theilweiſe 
Macht geben könne, eben weil dDieje Macht 
nur eine theilweije wäre, und jie daher fei: 
nen Unfug ftiften fönnten. Gewih ein mert: 
mwirdiges Argument feitens einer Partei, 
tweldye die Regierungsfontrolle zu erlangen 
trachtet! 


| Mitte von 


- Ein Verfuch, die Zollfrage oder Zolfermä: 
Bigungssyrage mit der Truftsfgrage zu ver: 
quicken, ift jtets ein „zeichen für den Wunjch, 
jedes wirkliche Weftreben zur angemefjenen 
Behandlung der Truftjgrage zu vermeiden. 

(Folgt ein Zitat aus der Rede, melde 

$. zu Winneapolis 
hielt.) 

Ich habe dem wenig hinzuzufügen. Nur 
zehn Kahre jind es her, daß der legte Verjuch 
gemacht wurde, durch Erniedrigung des Zoll— 
Tarifs manche Leute zu verhindern, in zu 
gedeihliche Umſtände zu kommen. Der Ver— 
ſuch war vollkommen erfolgreich, und jener 
Zoll-Tarif war eine der Urſachen, die für 
einige Zeit verhinderten, daß irgend Jemand 
in zu gedeihliche Umſtände kommen, und daß 
die Arbeit überhaupt gedeihen konnte. 

Unzweifelhaft wäre es jetzt möglich, jeden 
der Truſts am ferneren Gedeihen zu hindern 
durch das einfache Mittel einer ſo raditalen 
Zolltarif-Veränderung, daß die Induſtrien 
des ganzen Landes gelähmt würden. Die 
Truſts würden zu gedeihen aufhören; aber 
ihre kleineren Mitbewerber wären ruinirt, 
die Lohnarbeiter würden hungern, und für 
den Farmer würde es ſich nicht lohnen, ſeine 
Produtte zu Markte bringen. Uebeln 
in Verbindung mit den Truſts läßt ſich nur 
durch vernünftiges Bemüähen Schritt für 
Schritt zu Leibe gehen, in der Richtung, wie 
es der Kongreß und die Freintive m den leß: 
ten Drei Nahren gethan. 

Naturlich, wenn unſere 
richtig in dem Vorhaben ſind, das Syſtem 
eines Schutzzolls abzuſchaffen, dann hat es 
teinen Zwect, überhaupt hierüber argu— 
mentiren. 

Vom Schutzzoll als einem „Raub— 
chen, iſt nicht blos leere 
offenſichtlich unwvahr. Die 
Joll-Tarif der veſte für unſer Volt ſei, iſt 
in erſter Linie eine Frage der z3weckmäßig— 
kteit und läßt ſich nicht mit abgezogenen ata— 
demiſchen Grunden, ſondern nur im Licht 
der Erfahrung entſcheiden. Es iſt eine Ge— 
ſchäfts-Angelegenheit, und von Grund aus 
iſt unſer Volt ein Geſchäftsvolt, alle Klaſ⸗ 
ſen in gleichem Maße. Die thatſächliche Wir— 
tung Des Tarifs hat nachdrucklich die Theo— 
rien jener profeſſionellen Rathgeber wider— 
legt, welche ſich auf Studien im Hinterſtüb— 
chen beſchräntt haben. Von Zeit zu Zeit müſ— 
ſen unzweifelhaft Zoll-Tabellen nach den 
wechſeln den Bedürfniſſen des Landes neu be— 
richtigt werden; aber das ktann mit Sicher— 
heit nur von Denjenigen gethan werden, wel— 
che auf das Schußzzou-⸗Shſtem verpflichtet 
ſind. 
dieſes Syſtems verpflichtet. Als 
zur Macht gelangten, war es auf 
ſorm, welche den Schutz-Tarif für „verfaſ— 
ſungswidrig“ ertlärte. Iſt er das, vder meer 
„Raub“, dann iſt jede Kevijion Desjelven, 
wenn das Schutz-Prinzip nicht zerſtört wer— 
den ſoll, das Namliche. 

Die Verſicherung unſerer Gegner, daß ſie 
an Handels-Gegenſeitigteit glauben, wird 
durch ihre Haltung zum tubaniſchen Han— 
delsvertrag nicht beſtätigt. Außerdem tann 
es keine Handels-Gegenſeitigteit geben ohne 
einen weſentlichen Zotl-Tarif. Di republita— 
niſche Partei iſt auf jede weiſe und folgerich 
tige Methode verpflichtet, den auswärtigen 
Handel des Landes zu mehren. Daß ſie ihr 
Wort gehalten hat, beweiſt die Thatſache, 
daß, wahrend der einheimiſche Handel unſe— 
res Landes an Umfang den Export- und 
Import-Handel der Welt übertrifft, die Ver. 
Staaten außerdem mehr, als ein Achtel des 
Ausfuhr-Handels der Welt erlangt haben 
und darin als erſte unter den Nationen 
ſtehen. 

(Folgt ein Zitat aus einerRede, 
velt zu Logansport, Ind., hielt.) 

(85 ilt zu bedauern, dab Die Schußzoll-BRo= 
litit, weiche fett vierzig md einiaen Nahren 
joziriagen ein Iheil Des immeriten Körper: 
baues der Nation geworden iſt, noch immer 
nicht als endgiltig feſtgelegt angenommen 
wird. Sicherlich haben wir ein Recht, zu ſa 
gen, daß ſie über den Bereich der bloßen 
Theorien hinweg iſt, und haben ein Recht, zu 
erwarten, dab nicht mur ihre urjpritrglichen 
Refürworter, jondern auch Die, welche aus 
theoretischen Sriinden ihr zur Zeit mißtrau— 
ten, jich heute mit den erfahrungsmäßigen 
Ergebniſſen zufriedengeben ſollten. Diele 
vierzig Jahre waren die gedeihlichſten, wel— 
che unſere Nation je geſehen, und gedeihlicher, 
als irgend eine andere Nation ſie geſehen 
hat. Ohne Frage wäre dieſer Wohlſtand 
nicht gekommen, hätte das amerikaniſche 
Volt nicht die nöthige Betriebſamkeit, That— 
kraft und Geſchäfts-Einſicht beſeſſen, um 
ſeine gewaltigen Hilfsquellen nutzbar zu ma— 
chen. Aber es iſt nicht minder wahr, daß 
unſere wirthſchaftliche Politik uns befähigt 
hat, ſo gquten Gebrauch von den perſönlichen 
Fähigkeiten unſerer Bürger und den Hilfs— 
zu machen. 

Bulletin des Arbeits-Büreaus 
daß die Kaufkraft des durchſchn 
Lohnes, welchen der Lohnarbeiter er— 
hält, raſcher gewachſen iſt, als die Lebensko— 
ſten, und zwar trotz der beſtändigen Ver— 
kürzung Arbeitszeit. Die angehäuften 
Erſparniſſe der Arbeiter des Landes haben 
ſich raſch vermehrt. Der Farmer hat ebenſo 
viel Vortheil davon gehabt, wie der Fabri— 
kant, der Kaufmann und der Lohnarbeiter. 
Die willkommenſte und eindrucksvollſte That— 
fache, welche Der feste Zenſus angibt, iſt die 
weite und gleichmäßige Vertheilung des 
Reichthums unter allen Klaſſen unſerer 
Landsleute. Der Landbau iſt heute, wie er 
es ſtets war, die Grundlage Ziviliſa— 
ton; die 5 Millionen armen der Staa 
betrieben von Leuten, welche als Klaſſe 
geradedenkend und arbeitſam ſind, 
bilden die Srumdlage aller anderen Vollbrin 
gungen des amerifaniichen Wolfes. Die Yeute 
auf diejen 6 Millioneg armen erhalten vom 
Schutzzoll-Tarif, meiſten brau— 
chen: die beſten Abſatzmärkte 
Auf nahezu 4 

ſich unſere jährlichen 
Erzeugniſſe, und 

ſo wunderbarer, 
meilten anderen Yandern nacaelaflen hat. 
Der Hauptfaftor bei dieſem Wachsth um aber 
entiprechende Wachsthunt ı 

Inbußrie. Ein Ausfuhr-H 
Produkten iſt nothwendig, um unſeren 
Ueberſchuß zu veräußern, und der Ausfuhr— 
Handel unſerer Farmer — an thieri- 
schen, tvie an pflanzlichen Proditkten ift jeihr 
bedeiterd geftiegen. Chne den een 
ichen Marft aber hätten Mir die 
Nroduftion vermindern oder andernfalls die 
Welt für weniaer, als die Produftionstojten 
betragen, ipeiien müilen. 

Offenbar ijt der yabrifant der beitegreumd 
und der direfteite Kunde des yarımers. Aus 
herdem fauft der amerifaniiche Yabrifant 
ieine landiwirthichaftlien Nlaterialien bei: 
nahe ausſchließlich in unſerem eigenen Lande. 
Zehntel aller Rohmaterialien, welche 
in amerifanii ichen abrifen verbraucht wer: 
den, jind im Lande jelbit produzirt worden, 
Und die Yadrif = Anlagen wandern jteiig 
weiter in das Herz der großen Yandiirth: 
ichaft3-Diftrikte hinein. 1900 war der Mit: 
telpunft der Fabrif-Anduftrie nahe Der 
Ohio, und er ritdt jedes Nahr: 
schnt etiva dreikia Meilen weiter weittwärts. 
Dieje Bewegung iſt ftet3 don einem bemer- 
fenswerthen Steigen im Werth der Farm: 
ländereien bealeitet. Tertliche Urjachen, 
mentlid) der Wettbeiverb zwischen neuen umd 
alten Farmländereien, verdunfeln da und 
dort diejen Vorgang: aber es it ſo gewiß, 
wie die Wirfung jedes anderen wirthichaft: 
lichen Gejetes, dak in unierem Land als 
Ganzem Farm-MWerthe anhaltend fteigen 
werden, je inniger die Theilhaberjchaft zwi— 
fhen Fabrifant und armer ducc, weiteren 
Fortſchritt der indujtriellen Miffenichaft 
wird. Was der einen Klafle zugute fommt, 
it im jelben Mahe ein Vortheil der andern. 
Und jo ift e8 auch im Verhältniß zwiſchen 
dem Kapitaliiten und dem LTohnarbeiter. Da 
und dort mag eine ungleiche Vertheilung der 
Vortheile vorfommen, welche aus demSchut- 
zoll ertwachien: aber die Northeile find bei: 
derjeitia, und ein Ilmiturz 
würde Schaden für Beide bedeuten, — umd 
am jchiverften und früheften für den Lohn: 
arbeiter. Bon Zeit zu Zeit mögen Aenderun: 
aen erforderlich werden: aber das Schuf- 
Prinzip muRk beftehen bleiben. 

An diefer Nerbindung möchte ich noch ein 
Wort herzlicher Webereinitimmung mit der 
Rolitif hinzufügen, melde verlangt, da& in 


Don 
zen 


Gegner nicht auf: 


zu 
zu ſpre— 
es Mt 
stage, welder 


eine Phraſe; 


ſie zuletzt 
einer Plat— 


die Rooſe—⸗ 


a 


be— 
ittli— 


Das 
weiſt, 
chen 


der 


der 
ber 
ran 


ich, 


mas jk an 
aller möglichen 


Milliarden 


iſt um 
in den 


hum 


au 


West 
Yar 1db 


dieſes 


als Der 


brit 
Farm 


nn- 


diefer Politik 


nn — — — — — 


ben die Summe von 


Unſere Gegner ſind auf die Zerſtörung 


— 


diefen Schuß aud die amerifaniihe Han: 
deilsmarine einbegriffen werde. (v3 ge: 
reiht uns als Nation nicht zur Anerten— 
nung, daß unjer großer Ausfugr- und kin 
fuhr-Handel faſt ausſchließlich in den Hän— 
den von Ausländern ſein jollte. 

Es iſt ſchwer, zu wiſſen, ob unſere Gegner 
mit ihrem Verlangen nah Verminde- 
rung der Armee wirklich aufrichtig 
ſind. Was ſollen wir zu vernünftigen Perſo— 
nen über ein Verlangen ſagen, eine Armee 
von 69,000 Mann zu gg welche über 
die Anterejlen von über vn Nillionen Men— 
ſchen Obhut hat? Die Armee iſt heute ver— 
hältnißmäßig kleiner, als ſie in den Tagen 
Waſhingtons war (3600 Mann auf Frie— 
densfuß, bei weniger als 4 Millionen Gin— 
wohner,, kleiner, als im ven friedlichen Tas 
gen Nerferjon's (lud Manıt, bei 5,300,000 
6 inwohnern. Es kommt nur ein Zolvat auf 
je 1400 Perſonen in unſerem Lande, — we— 
— als ein Zehntel-Prozent. 
von uns nicht ernſthaft verlangen, die mög— 
liche Tyrannei erörtern, weldye in Diet 
sablen enthalten jeim a Unſere Armee iſt 
heute ſo klein, wie ſie ſein kann, um zugleich 
ihrem Zwea als wirfjamer Kern für eine 
Freiwilligen-Urmee in Zeiten des ürfnijſ— 
ſes zu dienen. Und ſie wird in einem Maße, 
nie zum Aufbauen organi— 
ſirten Miliz des Landes benußtt. 
unſere Gegner zur Macht kommen, ſo wür— 
den ſie ihr diesbezügliches Verſprechen eben— 
jo zu behandeln haben, wie die Verſorechun— 
gen, welche ſie 18)6 und 1900 machten, 
oder ſie würden ſich auf eine lächerliche und 
für * nationale Ehre höchſt gefährliche Po— 
fi inzulaſſen haben. 


itıf 

Pe Gegner — die 
werde jetzt verſchwenderiſch ge 
und wo 1900 ein Neberſ chuß von Millio— 
nen Dollars vorhanden war, da ſei in dem 
abgeſchloſſenen Rechnungsjahr ein Fehlbe— 
trag von inehr, als JH Millionen vorhanden. 

Dieſer —— iſt nur ei 
entſteht, wenn man in die laufenden 
50 Millionen einr 
Wegerecht des Panama-Ka— 
dem aufgehäuft n lleberjchuß bes 
zahlt wurde. Vergleicht man die gewöhnfts 
chen Ausgaben Der zwei Nahre, jo war em 
lleberichuß von beinahe SO Millionen 
1900 vorhanden, und ein joldyer von etiwas 
itber 8 Millionen für das joeben abgejchloi: 
jene Nahr. Aber dieſe Verminderung Des 
Ueberſchuſſes wurde vorſätzlich durch die Auf— 
hebung der Kriegsſteuern zuwege gebracht, 
welche die Binnenſteuer-Einnahmen um etwa 
105 Millionen Dollars per Jahr beſchnitten. 
Mit anderen NER, die Verminderung der 
Beſteuerung bedeutend größer, als die 
Nerminderi na des Ueberſchuſſes. 

Auch in dieſem Fall haben unſere Gegne 
verſprochen, was ſie nicht erfüllen können 
oder jollten. Ter Hauptarund, weshalb die 
Yusgaben der Negierung in den legten abs 
ven gejtiegen jind, ift in der Ihatjadde yu 
finden, dah das Motf nach reiflicher Weber: 
legung es für win hielt, gewiſſe neue Ar— 
beitsformen für das Publikum durch das 


zu en 


Be 
Bed 


wie der 


zuvor, 


Regierung 


80 


Ausga— 
echnet, 
welche für das 
nals aus 


var 


NAblikum zu haben. 


gaben 


ſelben 


alaskaniſche 


gentlich Unrecht 


ſere 


| wählt 


ſie 


ies macht Ausgabe en 
3. B. die für ländliche 
fer ung oder für we le 

tion Durch das Wrferbau Teparteı dc od 
für PBerietfeluna find. Aber diefe Ans 
jind nothiwendig: Niemand ipürde tm 
Ernſt daran denken, jie aufzugeben. (s tft 
aber miijitg, über Die erhöhten Ausgaben der 
Regierung zetern, wenn man nicht die— 
Ausgaben beſchneiden will, welche dieſe 
Erhöhung verurſachen! Murren unſere Geg— 
ner die SO Millionen, welche für den 
Nanama-flanal ausgegeben wurden? Wol: 
ler sie Die PBenfionen fir die Bürgerkrieg— 
Neteranen bejchneiden? Wollen jie den fünd 
lichen ‚sreiablieferungs Dienſt abjchaffen? 
Wollen jie die Flotte beſchneiden? Oper das 
Telegraphen: Evitem? Wollen fie 
unjere Küſten-Befeſtigungen abtragen? Wol— 
len ſie Ausgaben für das Ackerbau-Departe— 
ment bejehneiden? Der öffentliche Dienſt der 
Ver. Staaten iſt nie mit einem 
Grad von Ehrlichkeit und Tüchtigkeit geführt 
worden, als gegenwärtig. Ind beſonderes 
Yob gebührt den Beamten, welche für die 
Verwaltung der Philippinen und Portori— 
ko's verantwortlich ſind. Freilich iſt gele— 
vorgekommen, aber es iſt 
unabläſſig ausgetilgt worden. 

Unſere Gegner verſprechen Unabhängigkeit 
fiir die Philippinen-Inſeln. Hier 
begegnen wir wiederum der Thatſache, daß 
ihre unverſöhnlichen Meinungsverſchieden— 
heiten unter ſich ſelbſt, ihre erwieſene Unfä— 
higleit, eine aufbauende Politik zu ſchoffen, 
und ihre Bereitwilligkeit, augenblicklicher po— 
litiſcher Zweckmäßigkeit zuliebe die Grund— 
jäße aufzugeben, auf Denen fie als wejentfi 
chen beitanden haben, vereint uns dor Die 
Frage ſtellen, ob ſie ihr Verſprechen in gu— 
tem Glaäuben ausführen würden. 

In ihrer Plattſorm erklären ſie ſich für die 
Unabhängigteit, anſcheinend denn ihre 
Sprache iſt ein wenig dunkel — ohne Bedin— 
gung hinſichtlich der Zeit; und in der That 
iſt eine ſolche Bedingung widerſinnig, da wir 
weder das Recht, noch die Macht haben, un— 
Nachfolger zu binden, indem es unmög— 
lich iſt, die Verhältniſſe vorherzuſagen, vor 
denen ſie ſtehen mögen. Und wenn es ſich 
um irgend ein Prinzip dabei handeln ſoll, ſo 
iſt es ebenſo unrecht, ihnen auf einige. Jahre 
die Unabhängigkeit zu verſagen, wie, ſie ih 
nen für einen unbeſtimmten Zeitraum zu 
verſagen. Aber in ſpäteren und ebenſo öffi 
ziellen Auslaſſun gen yaben amiere Gegner 
für „Unabhängiafe elbitverwal: 
tung“ untergeichoben und joldhe Worte as: 
dak ihre natı che Auslegung genau 
Politik et, die wir jetzt ver— 
Das rief so Ungelegenheiten in ib: 

en Reihen hervor, und in einer jpä- 
teren, obgleich ı veniqer formellen Auslafjung, 
Selbſtverwaltungs — — it 

dafür wurde Inabhän 
einer fünftigen Zeit ver 
fünfzig haben jte 
Ztandpunfte eingenom— 
spreche n num wollen fie 
wiſſen jelbit nicht, ivas 
wollen, ınd Niemand fann jagen, wie 
lange fie !be wollen tpürden. 
Z3weideutigleit 
zolk berühren, ſo würde d 
denn das amerikan 
legenheiten ſelbſt 
iern aber iſt das 
Vertrauen ijt bei 
flanze, die wur langjam wädhjit. Wan hat 
ihnen gelehrt, dem Wort unjerer Regierung 
zu trauen, tweil unjere Regierung nichts ver: 
iprochen bat, was jte nicht erfüllte." Wenn 
mai ihnen lUnabhängigfeit veripricht, jo wer: 
den jie jolche erwarten, —nicyt in ferner Zu: 
funft, nicht für ihre Nachkommen, jonderit 
jegt und für jich jelbit. Wird das Veripre- 
heit nicht alsbald erfüllt, jo werden jie es als 
gebrochen anjchen und werden den Amerifa: 
nern überhaupt nicht mehr trauen. " Nuher- 
dem würden, wenn das Verſprechen erſt ın 
ferner Zukunft ausgeführt werden ſollte, die 
Philippiner in Wirrwar geſtürzt werden. 
Statt weiterhin für moraliſchen und mate— 
riellen Fortſchritt in derGegenwart ſich taug⸗ 
lich zu machen beſtrebt zu ſein, würden ſie 
alle Fortſchritts-Bemühungen aufgeben und 
Partei-Ränke für künftige Macht anſpinnen. 

Zu verſprechen, ihnen Unabhängigkeit zu 
gewähren, wenn Solches „klug“ iſt, oder wenn 
ſie dafür „geeignet“ ſind, will natürlich ſa— 
gen, daß ſie jetzt nicht dafür geeignet ſind, 
oder daß Solches jetzt nicht klug wäre. Da 
wir aber Richter darüber ſein müſſen, wann 
ſie dafür geeignet werden, und wann es 
klug wäre, ſolches Verſprechen zu halten, ſo 
ſolches Verſprechen zu geben. 

Wenn unſere Gegner zur Macht gelangen 
und wirklich verſuchen würden, den Philippi— 
nern Unabhängigkeit zu geben und die ame— 
rikaniſche Kontrolle über die Inſeln aufzu— 
geben, ſo wäre das Ergebniß furchtbares Un— 
heil für die Philippiner ſelbſt und käme wei— 
terhin einem internationalen Verbrechen 
gleich. Anarchie und blutige Kämpfe wür— 
den foigen, und unvermeidlich ipirden die 
Inſeln die Beute der erften Macht werden, 
weiche im ihrem eigenen jelbftiichen Interefie 
die Aufgabe aufnähme, die wir fallen gelaj= 
ien hätten. 

Natürlih würden, die praftiichen Schivie- 
rigfeiten einer jolchen Politik jich als gerade- 
zu unüberjteigbar herausftellen. Wenn es jic 


nothwendig, wie es 
Frei-Ablh 
iſch nid 


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Der 


zu 


über 


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Sinnen 
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Tagen 


wirklich halten 


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euehe ſolche nur das 


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verſehen. 
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ngebildet. Er | 


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lich 


ganz neuer Ver 
für | 


höheren, 


| eine Regierung 


— 


moralijch nicht rechtfertigen läßt, die Anjeln 
als Ganzes unter unferer Rormundjchaft zu 
halten, dann läßt es jich auch moraliich nicht 
rechtfertigen, irgend einen Theil derjelben zu 
halten. Welches Recht haben wir in joldenm 
Fall, eine Kohlenftation dort „zu halten? 
Weiches Recht, Kontrolle über die Moro-Rol- 
fer zu behalten? Welches Recht, die Ngorro: 
ten gegen ihre Unterdriüder zu ſchüten? Wel— 
ches Recht, Die aejekliebenden Freunde Ante: 
rifas auf det Anjeln gegen Verrath, Raub 
und Mord zur jchügen? Amd doc wiirde das 
völlige Aufgeben der Anieln das Anfgeben 
der Stellung im Wertbewerb um den Handel 
des Tftens bedeuten, welche wir in den leh= 
ten jechs Nahren errungen haben. nd ivas 
noch wichtiger it, es wiirde umerjeßlichen 
Schaden fir Tiejenigen bedeuten, tweldhe Die 
Mündel der Nation geworden jind. 

Tas Moro Land aufzugeben, wie unſere 
(Seaner in ihrer Plattform vorſchlagen, wäre 
Daſſelbe, 4 wenn wir vor 25 Jahren 
die Armee und die Zivil-Vertreter von den 
Indianer - Reſervationen des Weſtens und 
— Umgebungen urückgezogen hätten, zu 
einer als die Siour und die Apachen 
nech immer der Schrecken unſerer Anſiedler 
wa wäre ein verbrecheriſcher Unſinn: 


iven. Es 
doch haben unſere Gegner ſich darauf 


Zeit, 


und 


fünf Jahren iſt mehr für 
moraliſche Wohlfahrt der 
worden, als je zuvor, ſeit 
in den Bereich der ziviliſirten 
wird aufgeboten, 

Selbſtverwaltung 
machen, und ſie haben dieſelbe 
s in großem Maße erhalten, während 
erſten in ihrer 6 seichi chte ihre per- 
ß und bitrgerlichen — 
gewä br rlei iſtet worden ſind. Sie werden erzo 
ſie haben Schulen und Bibliotheken er 
Landſtraßen werden für ſie gebaut, 
für ıhre Gejundheit wird geiorgt, und Ge 
richtshöfe jind ihnen gegeben iporden, in De= 

jo abjoluie Serechtigfeit erhalten, wie 
‚it gewähren in unjerer Macht liegt. Sicher: 
thun wir beſſer, die Ergebniſſe dieſes Er— 
perimentes abzuwarten — denn iſt ein 
ſuch in Aſien ehe wir Ver— 
ſprechungen geben, die wir Nation ge— 
zwungen ſein könnten, zu brechen, oder die 
ſie anders auslegen könnten, als wir. 

Weit entfernt, „die Grundlagen freier 
Volts zregierung daheim geſchwächt zu haben“ 
durch unjere Politift auf den Philippinen, 
heben wir das Wiijen von der Volfsregies 
rung verbreitet und ihre Amvendung bei 
Nölfern gelehrt, für welche jie nie zus 
vor mehr, als ein feerer Name war. Wir ha 
ben die gewonnene Macht im Nntereije Der 
Menschheit benust, und die Völker der Welt, 
und namentlich die jchtwächeren, jind beijer 
Daran durch die Stellung, welche wir einae 
nommen haben. Wir haben die Philippinen 
nicht willfürli genommen, und wir fünnen 
Vie nicht willfürlich wegwerfen. 

Man bat Beunruhigung geäußert, 
Philippiner nicht alle Vortheile erhalten 
möchten, die unſerem Volk durch das 14. 
Amendement der Verfaſſung gewährleiſtet 
ſind. Thatſächlich haben die Philippiner be— 
reits das Weſen dieſer Vortheile erhalten. 
Können unſere Gegner beſtreiten, daß hier, 
daheim, die Grundſätze des 14. und des 
15. Amendements thatſächlich aufgehoben 
worden ſind? Darin, wie in anderen Din 
gen, könnten wir daheim von dem Beiſpiel 
Derer profitiren, welche für die Verwaltung 
der Angelegenheiten auf den Philippinen ver 
antwortlich ſind. In verſchiedenen Gemein— 
weſen bei uns daheim iſt es noch eine ver— 
wickelte Aufgabe, unparteiiſche Behandlung 
für jeden Menſchen ohne Rückſicht auf Raſſe 
oder Hautfarbe zu ſichern. 
wenden uns an alle guten Bürger, 
denen die Ehre und das Intereſſe der Nation 
am Herzen liegen. Die großen Fragen, wel 
che auf dem Spiele ſtehen, ſind mehr, als 
bloße Parteifragen. Unter den thatſächlichen 
Verhältniſſen ſollten gute Amerikaner der 
Wohlfahrt der Nation zuliebe ſich weigern, 
die nationale Politik zu ändern. Wir glau 
ben, daß der Fortſchritt, den wir gemacht ha 
ben, als ein Maß des Fortſchrittes genom 
men werden darf, den wir ferner machen 
werden, wenn das Volk wiederum die Regie— 
rung der Nation unſeren Händen anvertraut. 
Wir ſtehen nicht ſtill. Wir drängen beſtän 
dig vorwärts für ddie moraliſche und natio 
nale Wohlfahrt unſeres eigenen Volkes und 
fiir gerechtes und furchtloſes Walten gegen 
über allen Volkern, im Intereſſe nicht blos 
unſeres eigenen Landes, ſondern der Menſch 
heit. Wir haben uns ſowohl als Geſetzgeber, 
wie als Verwalter bemüht, unſere Pflicht im 
Iintereſſe des ganzen Vollkes zu und 


Inſeln 
Menſchheit 
um die 


tauglich zu 


Inſulaner 


un 
,‚M Ae 


Re chte 


gen, 


es 


als 


daß die 


Wir 


thun, 
ſowehl für zivile Rechtlichkeit, wie für natio 
nale Größe gewirkt. Unſere Regierung iſt 
ordnungsmäßiger Freiheit, 
welche ebenſo fremd der Tyrannei, wie der 
Anarchie iſt, und ihre Grundlage iſt der 
gleichmäßige Gehorſam gegen das Geſetz. Als 
das wichtigſte Ziel der Volitik und Verwal 
tung halten wir vor unſeren Augen die Herr— 
ſchaft des Friedens im Innern und in der 
ganzen Welt, — eines Friedens, welcher nur 
dadurch kommt, daß man Gerechtigkeit übt. 
Theodore Rooſevelt.“ 
—-0- —— 
Richter Parter zufrieden 


Mit der demokratiſchen Uampazne⸗Arbeit. 


ount, Eſopus, N.Y., 11. 
Der Sekretär des demokrati— 
Präſidentſchafts -Kandidaten 
Parker ſagt, daß dieſer vollkommen 
zufrieden ſei mit der Arbeit ſeiner 
Kampagneleiter und ſich nicht im 
Mindeſten über die Geſtaltung der Er— 
eigniſſe beunruhige, auch gar nicht da— 
ran denke, den Wahl-Feldzug fortan 
bon der Stadt New York aus leiten zu 
wollen. 
Wr. Sheehan, der Vorfiter des 
demofratifchen Grefutiv- 
Ausſchuſſes, tit üiberzeuat, daß bisher 
Wirtfames in diefer Kampagne gelei- 
ftet mmorden tit, und die Partei zum er- 
—* Male ſeit 1892 auf einer organi— 
en Grundlage ſteht. 
me Ridder, der jetzige Her— 
ausgeber der „New Yorker Staatzzei- 
—* drang in Richter Parker, daß 
er Stumpreden halten ſolle. Hr. Rid— 
der will verſuchen, das deutſch-ameri— 
taniſche Votum von ſechs Staaten, 
nämlich New © York, $ Konneftifut, New 
Jerſey, —— Illinois und 
Wiskonſin, für Barfer und Dapis zu 
gewinnen. Er hatte 1892 Dasfelbe für 
Cleveland verfucht, und er faat, die 
Ausfichten auf Erfolg feien jetzt ſogar 
günſtiger. Aber er meint, der Kandi— 
dat ſolle ſich dem Volk von etwa 10 
Städten in dieſen ſechs Staaten zei— 
gen. Hr. Parker hat noch keine Ant— 
wort auf dieſen Vorſchlag gegeben; 
aber man hält eine Aenderung ſeiner 
Pläne in dieſem Punkt für möglich. 


’y- 
nationalen 


! 


Dampfernachrichten. 
Anaetommen. 


New Vork: Hamburg von Hamburg: 
Southampton; 
Boiton: 
Gibraltar 
Trieſt und 
Genua: 
Glasgow: 


Germanic von 
Go olumbia von Glasgow. 

Nomanic don Neapel. 

: Ultonia, von New Vork nah Neapel, 
Fıum:, 

Brinzeifin Irene von New Vort. 
Laurentian von Rew Vor. 
Yiverpool: Nonian bon Montreal: 

New Vort; Eanadian von Poiton. 
An Yizard vorbei: Raifer Wilhelm II., 
Dort nah Bremen. 


Abgegangen. 


Thoenicia, von Hamburg nah N:im Port: 
YTaderland, von Antwerpen nah New Norf. 

Am Lizird vorbei: Lucania, von Liverpool nah 
New Vort; Mongeiian, von Glasgow nah New 
Vorf: Gorintbian, von Glasgow nah Montrela. 


Umbria von 


bon New 


Dover: 


CAST ORIA Füsiugingeund Nude. 
Bie Sorte, Die Ihr Immar Gekauft Habt 


| Eefegtaphifche Kolizen. 


9. September, 


Inland. 

— Bei Green Ban, Wi3., ertranfen 
Frl. Alma Hed und Charles Farrom 
infolge Kenterns ihres Boote2. 

— Der, vor New ort eingetroffe- 
ne Schnelldampfer „Germanic“ Tief bei 
Sandy Hoof im Nebel auf. 

— Im Delamarefluß bei Philadel- 
phia ertranten 8 Perfonen durch Zu= 
fammenitoß einer PBinaffe mit einem 
Dampfboot. 

— Beim Fuhballfpiel — fo früh im 
Sahre! — murde der 19jährige Blaine 
Hoffmann zu Harrisburg, Pa., tödt- 
lich verlegt. 

— Die bisherige Befucher-Zahl der 
St. Louifer Weltausftellung, bis zum 
wird offiztell auf 9,- 
994,510 angegeben. 

— Sn unjerer Bundeshauptitadt 
erihoß fich der Superintendent des 
Amtes für unbeftellbare Poftfacher, 
David B. Leibhardt von Jndiana, aus 
nicht mitaetheilter Urſache. 

Zu Marihall, IU., wurden bie 
Knaben Leo und Hammond Budhols 


| der, als fie in einem Schuppen Zus 


| „National 


De, 


flucht vor dem Getwitter juchten, vom 
Blig getödtet. Vier andere Knaben 
wurden betäubt. 

— Geftrige Bafeball- 
League“ — Cincinnati 
Cincinnati 8, St. Louis 
Spiel). „American 
Louis 1, Detroit 2; 


Detroit 3 (zweites 


Spiele: 
2 


Et. Louis 4; 
5 (zweites 
League“ 
St. Louis 
Spiel). 


— Si. 


% 
Ausland. 


— Zu Wien wurde der 9. interna= 
tionale Preß- Kongreß in der Säulen: 
halle des Abgeordnnetenhaufes eröffnet. 

— Könio Alfons von Spanien ver= 
fchob feinen Befuch beim franzöftichen 
PBrafidenten bis zum Yyrübjahr. 

— Inter türfifhen Truppen, welche 
gegen die Albanefen marihiren, Toll 
eine Meuterei ausgebrochen fein. 

— Prinz Geora von Griechenland, 
Verwalter der Mächte für Kreta, traf 
heute beim Zaren in St. Petersburg 
ein. 

Die Regterungstruppen 1lru= 
guay's ſollen wieder in einer Schlacht 
bon den Kufitändifchen aeichlagen 
worden ſein. 

Der franzöſiſche Generaltkonſul 
Francois kehrte aus Weſt-Aſien nach 
Paris zurück und berichtete der Regie— 
rung über eine längere Inſpektions— 
reiſe durch Thibet. 

— Bei Miſſion Junction, Manito— 
ba, wurde ein Expreßzug der Kanadi— 
ſchen Pacifichahn von Maskirten 
angefallen, welche etwa 86000 aus 
dem Expreßwagen erbeuteten. 

König Edward gratulirte den 
Offizieren des zurückgekehrten Süd 
poler-Dampfers „Discovery“ und ließ 
eine neue Verdienitmedaille für Polar: 
forfchuna anfertigen. 

„Bobby” Walthour, der ameri- 
fanifhe Radler, aewann bei Berlin 
das internationale 100 Silometer- 
Smeiradrennen. Er brauchte 1 Stun= 
23 Minuten und 18 Sefunden. 

Die griechiſche Regierung erſucht 
auf's Neue um den Beiſtand der 
Mächte behufs Unterdrückung der Un 
ruhen in Mazedonien und der Gewalt— 
thaten von Bulgaren gegen griechiſche 
Unterthanen. 

— Kaiſer Wilhelm und ſeine Ge— 
mahlin trafen in Begleitung des Kron 
prinzen in Schwerin zum Beſuch der 
Braut des Yebteren ein, und im dorti=- 
gen Schloß war großes Gala-Diner; 
die Stadt war prächtig gefchmüdt. 

— Ein Automobil, worin die Sän= 
gerin Melba und zwei Koufinen in 
Pari3 ausfuhren, überfuhr und töb- 
tete einen S4tährigen Mann. Die 
Sängerin mußte frant nach ihrem Ho-= 
tel zurüctgebracht werden. 

— (ingeborene in Deutich-Guinea 

ariffen die fatholtfche Miffion an und 
ermordeten neun Priefter und Schmwe= 
ftern; fie hatten beabfichtigt, alle Wei- 
hen zu tödten. 16 Eingeborene wur: 
den nachher hingerichtet. 
Dur die zufällige ITodtuna 
eines Schiffsjungen wovon zeitwei— 
lig die Gerüchte einer großen Torpedo— 
boot-Exploſion herrührten, verzögerte 
ſich die Abfahrt des franzöſiſchen 
Kreuzers „Descartes“ bon Toulon, 
melcher 12 Zorpedoboote nach Eon: 
yindira und Ionfina begleiten fol. 

Neue Kramwalle gegen Juden er- 
eiqneten fich zu Romno, im ruffifchen 
Goupernement MWolhynien, ebenfo zu 
Smela, im ruffifchen Goupernement 
Kiew. Un letterem Nlab dauerten 
diejelben zieei volle Tage. E3 gab viele 
Verlebte. Später erfolgte eine An- 
zahl Verhaftungen. 

nie 


Amend), antiieptis 
Brand: und Schnitts 


fin (@imer & 


Geſchwüre 
i Leiden. 


Lokalbericht. 


Deutſches Altenuheim. 


Die Ausſchüſſe für die kommende große 
Here ſtfeier ernannt. 

Bekanntlich ſoll ein größeres Kapi— 
tal aufgebracht werden, um das Deut— 
ſche Altenheim für alle Zeiten ſicher zu 
ſtellen. Die ſegensreiche Anſtalt, 
welcher ſich zur Zeit 90 Inſaſſen be— 
finden, iſt zwar längſt ſchuldenfrei 
und verfügt über ein Vermögen von 
etwa 8100,000, aber die Zinſen reichen 
doch kaum zur Deckung der Hälfte der 
Betriebskoſten. Der Frauenverein des 
Deutſchen Altenheims beſchloß nun, 
mit dem Ertrag eines großen Herbit- 
feltes, verbunden mit Bazar, das vom 
5. biß zum 8. Dftober in den Räumen 
des Germania = Klubhaufes abgehal- 
ten werden foll, einen Grunditod zu 
jenem Kapital zu legen, deſſen Zinſen 


genügen follen, um das bisherige jähr- 
m——— tn 


Tg» 
Unterschri 


in | 


| 
| 
| 
| 


| Serr X. Roclling, 


Herr T. 


liche Defizit zu deden. Nicht nur un: 
ter den Mitaliedern, fondern au in 
meiteren Kreifen des biefigen Deutjch- 
thums gibt fich reges \ntereffe für die 
geplante Veranftaltung fund, die 3mei- 
fellos einen fchönen Reine: trag abmer= 
fen wird. Die Ausihüffe find fon 
jeit Wochen emjiq an der Arbeit, und 
es gilt jeßt nur noch, die Iekte Hand 
an das große Werk zu legen. Die vers 
ichiedenen Ausfchüffe, welche die Vor- 
bereitungen für das Herbitfeft treffen, 
jegen fich wie folgt zufammen: 


Saupt 
Weit 


Ausſchuß. 
Präſidentin. 
Vize Träfiz 


— 
Frau 


rau 


John 
F Dentin. 
e: Bräjidentin. 

* — 

ze Praſidentin. 
odener Sefretärin, 
Carr, Schetzmeiſter. 
Bretßz-Komite. 

Vorſitzer. Herr P. Mueller. 
Herr H. Carr. 
Loelling. Frau Ch. Woblhueter. 
Sceman. Frau C. v. Otterſtedt. 

Arrangements-Komite. 


Frau L. Lacker. 

Frau H. Schwarzkopf. 
Frau W. Sieck. 

Frau E. Toſetti. 

Frau M. Kirchboff. 
Frau F. v. Frantziub. 
Frau C. Seibp. 

Frau S. Ober. 

Frau H. Mueller, 

Frl. Trooſt. 

Frl. M. Kiesling. 
Herr Win. Boldenwed. 
Herr J. Groß. 

Herr #3 Auen, 
Herr x 

Herr T. Da : 
Herr 2. Ernt. ' 
Herr G. G. Graue, 
Serr €, Hummel. 

Herr fr. Sonntag. 

Herr G. Clauſſenius. 
Herrt F. Blodi. 

Herr F. J. Dewes. 
Herr W. A. Wieboldt. 
Herr W. ESied. 

Herr Grop. 

Herr 9. Schwarzkopf. 
Ser PB. ©. Fiedler. 
Herr R. Kandler, 


Sr €. NRafter, 
Herr v. Maſſow. 
() 


Noriigender. 
Herr €. ©. Ranling. 
Herr M. Eberhardt. 
— . WRofentbal. 
W. Hettich. 
Mechelke. 
Greenebaum. 
F. Volger. 
Amberg. 
Maas. 
Solinger, 
. Carr. 
Kohtz. 
Herr Ch. Meier. 
Herr F. Goe$. 
Herr W. F. Juergens. 
Herr V. Manz. 
Brentano. 
Herr R. Niederegger. 
Herr W. Bir 
Herr Ed. 
Herr A. 
Frau M. 
Frau GE. 
Frau €. 
Ft rau F. 
Frau 
Ft ai 
Fr au 


Otterſtaedt. 
Becker. 
Walther — 


— Bufi 8. 
Ginanygs fRomtte 

Herr Wm. Qoldenwed, Herr J. C. Seyl. 

Vorſitzender. Hert J. Groß. 

Herr J. Koelling. Herr F. Glogauer. 

Herr H. Eſdenburg. Hert W. R. Michelis. 

Ser MW, Mannbardt. Herr U. Holinger, 

Herr W. F. Juergens. 
Programm-⸗Komite. 

Hert John Koelling, Frau F. Muench 

Vorfigender. Frau F. Gerftenberg, 

Herr Ch. Woblhueter. Frau M. Schmidt, 

Frau M. Kirchhoff. Frl. 2. Trooft. 

vrau €. d. Ötterftedt. Frl. 3. Holinger, 
Empfang! s Romite 

Herr R. Gricher, men Dr. GE. Landen 

_ Vorfigender. derr A. Vieſer. 

Herr C. v. Otterftedt. Herr F. Meder, 

Herr W. Seidel. Frau T. Vrenteng, 

Herr BP. Meier. Frau F. Schmidt. 

Dekorations⸗Komite. 


Herr R. Schmidt, Herr J. P. Weber, 
Vorfigender. Herr %. Kur. 
Herr R. Grieker. Herr Ch. Wohlhueteg, 
Herr Wittboldt. Frau M. Kabel, 
Hear M. Mauch. rau F. Schmidt. 
Wirtbſchafts-Komite. 
Hert Eh. Wohlhueter, Herr Ph. Henriei. 
Vorſitzen der — Herr Ch. Kuechler. 
Hert G. H. Dittmann. Herr Win. Helmke. 
Herr L. Kabell. Herr A. Holinger. 
Herr F. Maas. Herr G. Schlotthauer. 
Herr F. Boldenwed. Herr Dr. Kabell. 
Altenheim-Bude. 


Otterſtedt. Frl. * Banga. 

Frau Wolter. 
Frau 2. Yadner. Frau x Sangermann, 
grau ©. Heihler. Frau G. Rodener. 


Sonnenſchein-Bude. 


Fra J. Buſchick, Frau L. Amo. 
2 Vorſitzende. Frau E. Salzmann. 
Frau M. Kabell. Frau Hohmann. 
Fran 6. W Frau Schneider, 
Frau J. Alles. Frau P. Arp. 
Frau O. Wol ff. Frau U. Dittmenn, 
Frau M. Schemmel. Frau Dohm. 
Frau M. Pewes. Frau Brommelsberger. 
F 6. Carr —L ei 
Frau L. Burmeiſter. 
v. Wagner. Frau Horn. 


ikige Bienen-Bude. 


Becker, Vorſ. Frau A. Eckardt. 
O. L. Schmidt. Frau P. Mueller. 
Od. Bartholomay. Srau F. Walther, 
M. Gottfried. Frau A. Hauste. 
— Frau V. Mueller. 
Tewes. Frau G. Zeiger. 
Moericke. Frl. A. Seipp. 
Muehlbaus, Frl. M. Vetens, 
. Kampe. Fri. Veterſen. 
Schmidt. Frl. S. Hepp. 


ber. 


Frau C. dp, 
Vorfigende. 


<( 
rn 
ir. 


Flle 


ude. 
F. Nanfen. 

. Urp. 

. Garr. 
Burmeiſter. 
Rapp. 


Schneeball— 
A. Vieſer, Vorſitz. 
Wan. Heimfe, 
6. Nenien. 
A. Hieronimus. Frl. 
Mm. Nadion. el 
A. Hieronimus. 
Harhem und 
Roos,. Vorj. 
Hanſen. 
Meyer. 
Ruppen 
Leit, Rorj. 
Juergens. 
Wader. 
Rehm, 
Ganpdp 
Norf, 


Serl 
Fri. 
Fig 
rl. 9 


Foreſt Bude 

Frl. v. Klimmer. 

Frl. M. Butow. 

Frl. SD. Eich, 
Aude 

Ftau Lynch. 

Frau E. Gerſtenberg. 

rl. Demwes. 

el. F. Kirchhoff. 
Bude. 

Frau Beneke. 

Frau P. Brand. 


River 
Frau A. 
Frau F. 


Frau G 


Frau €. 
Frau W. 
rau W 

Frau W. 


E. Uihlein, 
M. Theurer. 
Kuhlmey. 


rl 
vl. 
Frl. 


Monte 
Fiſcher, Vorſ. 
Rinn. 
Zigeuner 
Solinger, PVorj. Frau ©. 
Yorenzen. Herr W. 
Mannbardt, Ser &. Nordan. 
. Mad. Orr 7. Meier. 
*, Solinger. Kerr Dr. O. Solinger. 
Nacht. 
Deutihes Dorf. 
Kabel, Nori. Frl. Ollinger. 
Schmarztopf. Frl. 6. Weinri. 
Woblhüter. Frl. 8. Mever. 
Feyereiſen. Frl. E. Annen. 
Frau M. Groß. Frl. E. Gahl. 
Frau A. Neuberger. Frl. M. Vinter. 
Frau Ellsworth. Hert Kh. Wohlhüter. 
Ramte. Frl. Amo. 
Frl. Frobenius. 
Frau A. P. Vick. 
Frl. M. Dohm. 
Frl. E. Dohm. 
Frl. 6. Seller. 
Frl. M. Meier. 
yri. S. Meier. 
Kaffee 
Frau R. Kandler. 
grau Wegeman. 
Frl. C. Grievenſtein. 
Sri. Schoble. 
Frl. H. Geldermann. 
Reftauretion. 
Frau Kath. Hoefer, Frau M. Muehlhaus. 
Vorſitzende. Frau M. Oſten. 
Frau €. Henning. Frau U. Dften. 
Orange Grode 
Walter, Borf. Frau OD. Hirfh. 
Alumen:Bude 
Frau W. Kroeſchel, Frl. Titcomb. 
Worjigende. ri. &. Wolff. 
rau Brewer. Irl. E. Kirchbof. 
i Votgn. Frl. J. Kroeſchel. 
H. Mueller. Frl. V. Kroeſchel. 
Kind ug -⸗Bude. 
Frau C. Williams, Frau O. Schneider. 
Vorſitzende. Frau W. Behm. 
Frau Lynch. Frau L. Huc. 
Frau C. Waer. 
Kinder-Bude. 
Frau T. Wagner, Fran 9. Benele. 
r 


@arlo. 

Hert G. Fiſcher. 
Herr G. Rinn. 
Bude. 


Uebele. 
Mannhardt. 


Frau G. 
Frau G. 


- 


2 


2277 


m 
ZEN 


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Frau M. 
Freu 9. 
Frau Gh. 
Frau v. 


ısti. 


delen 
rl. Wagner. 
. M. Warren. 
rt. M. Kreiger. 
I. R. Allis 
1. x. Alis. 
Wiener 
G. Vick, Vorſ. 
Frau S. Meier. 
Franu M. Kahlhorn. 
Frau E. Pammel. 
Frau C. Campe. 


Frau 


Frau F. 


rar 
rau 


erzje 


Vorjigende. rau Ch. Wagner. 
frau Theo. Brentano. frau T. Wild Ir. 
Glüdsre». 

Herr €. v. Otterſtedt, Herr M. Seidel. 
Vorſitzender. Herr A. Georg jr. 
Herr A. Kur. Herr WM. Bimmermanı 

Columbia Damen: Rlub. 
. M 3 ‘ + 
Frau M. Kichboff. grau M. Stern. 
Frua F. I. Deives. rau M. Rompel. 
rau X. Weiß. yrau F. d. Frangius, 
Frau ©. v. Ötteritedt, Frau d. Mueller. 
Frau F. Muench. frau ©. Gamer, 
yrau M. Yeldfamp. 

Bude 


Xunf: 

A. Birk, NWoriig., Frau C. Harder. 
. 4. Sarber. Fran U. Klein. 
Frau W. Birt. 


Quen. F 3 
F. Buenzj. Frau EG. Birt. 
tube. 


MW. Seipp, Borj. yrau 2. Rofentbal. 

G. Seiiert. rau ®. Ullmann. 

F. Rehm. gran Kubimep. 

R. 08. 
Shönbei 

. Berger, Bori. 

Gontum. 


Wein 


Bude. 


A. Vatterſon. 
gl. U. Pater. 
Gonradi. . &. Dammerau. 
. Patterion. Si a. Jones. 
Rebefta am Brunnen 


Wagner. 


— Der Geiltänzer in Nötben. — 
Geiltänzer (im lebensgefährlichen 
Großftadt-Straßengemwiih):  „Herr= 
gott, wenn ich nur erft wieder auf mei= 
nem Ihurmfeil in Sicherheit wäre!“ 


t3 
gel. 


Breminen 


Frau 2. 





a -weitaud ben erjten Plaß einnimmt, 


Mbendpoit. 


Erieint täglich, ausgesiommen Sonntags, 
Serausgeber: THE ABENDPOST COMPANY. 


„Abendpoft* = Gebäude, 173-175 Fifth Ave. 
Ede Monroe Straße, 

CHICAGO . si... «. "EZHLENOIS, 

ı Zelephon: Main 1496, 1497 uns 1498. 


Mreis jeder Nummer, frei ing Haus — — 


Vreis der Sonntagpoſt 

Zahrlich, im Voraus bezahlt, in den Ver. 
Giosten, portoftei.eoonssoenosesssnsenee ....B3. 

Mit Sonntagpofl..oreesceonnonnsne» oo... . 


Entered at the Postoflüce at Chicago Il, as 


seconü class matter 
ee 


Novfeveit über Noojevelt. 


Als Stumprede betrachtet, ift da8 
Annahmefchreiben des Präjidenten 
Roojenelt ein Meifterftül. Wenn ber 
Stumpredner feine Hauptaufgabe da- 
rin erbliden muß, die eigene ‘Bartel 
über den Schellenfönig zu loben und 
die Gegenpartei no) unter des Zei 
feld Großmutter Herunterzumacden, 
fo hat Herr Roofevelt ficherlih den 
ftrengiten Anforderungen genügt. Er 
bat ferner fein Hehl daraus gemacht, 
daß die republifanifche Partei aleich- 
bedeutend ijt mit der NRoofevelt’fchen 
Adminiftration, und dat folalich dieje 
Adminiſtration fich felbit Toben muß, 
wenn fie die republifanifche Partei 
zühmen will. Troß feiner anaeborenen 
Beicheidenheit hat er ji zu einer 
Gelbitbemunderung verftiegen, die bei 
afrifanifchen Häuptlingen und homeri- 
Tchen Helden vielleicht feinen Anjtoß 
erregt, dem eriten Beamten des fort- 
Schrittlichften Kulturftaates aber am 
Ende doch wohl nicht geziemt. 

„Keine andere Adminiftration in 
unferer Gejchichte”, heikt es in dem 
Schreiben, „feine andere Regierung 
der Welt ift beitändiger für ben breite- 
jten Geift der Brübderlichkeit in unfes 
rer gemeinfamen Menfchlichfeit einge- 
treten, oder hat fich heftiger gegen je- 
des Unrecht verwahrt, das die Zipili- 
fation des Zeitalter 


hauptung werden die Protefte ange- 
führt, welche gegen die Behandlung der 
Suden in Rußland und Rumänien 
und der Ehriften in der Türfet erlaf- 
fen worden find. &3 wird aber aus 
naheliegenden Gründen nicht aefaat, 
was dieſe wundervollſte aller je dage— 
weſenen Adminiſtrationen angeſichts 
der Schändungen gethan hat, die der 
Ziviliſation des Zeitalters durch die 
zahlreichen Negerverbrennungen in un— 
ſeren eigenen Südſtaaten und die 
gröblichen Rechtsverletzungen und 
Maſſenverbannungen in Kolorado zu— 
gefügt worden ſind. Ehe nicht dieſe 
Lücke ergänzt worden iſt, 


daheim oder in | 
der Fremde gefchändet hat“. Zum Bes | 
weiſe für diefe fühne und ftolge Bes | 





wird Herr | 


Noofevelt auch den Vorivurf nicht ent= | 


fräften fünnen, daß er den breiteften 


Geiſt der Brüderlichkeit nur dann an | 


den Tag legt, wenn es ohne Ge— 
fährdung feiner politifchen Ausfichter 
aejchehen oder ihm fogar no Stim- 
men verfchaffen fann. 

Ebenfo beicheiden ift das Urtheil, 
das Herr Roojevelt felbjt über feine 
Vollbringungen in der Kolonialpolitit 
fallt. „Es Tann ohne Furcht vor einer 
baltbaren Widerleaung behauptet wer- 
den”, jagt er, „dak nirgends fonjt in 
der Neuzeit ein fo feines Beifpiel 
ſchöpferiſcher Staatskunſt und meifer 
und ehrlicher Verwaltung geliefert 
worden iſt, tie die bürgerlichen Be— 
hörden, unterftüßt von der Urmee, in 
den Philippinen geliefert haben.“ Al= 
fo hat fich felbit die Urmee an der 
ſchöpferiſchen Staatskunſt betheiligt, 
während man bisher immer geglaubt 
hat, daß ſie lediglich Rebellen unter— 
drückt und gegen Räuberbanden ge— 
kämpft hat. 

Es würde zu weit führen, auf alle 
Loblieder näher einzugehen, die Herr 
Rooſevelt ſich ſelbſt ſingt. Einige ſind 
geradezu erheiternd, wie z. B. der ſchö— 
ne Satz: „Die Verwaltung des großen 
Zivildienſtkörpers iſt frei von Politik, 


Friedensſchwärmerei. 


Dem lieben Frieden geht's wie der 
Enthaltſamkeit. Man ſchwärmt für 
ihn; man preiſt ihn mit viel ſchönen 
Reden und verlangt von den Ande— 
ren, daß fie ihm zu Liebe ihren Stolz 
beugen, ihren Gelüften Zügel anlegen 
und auf die Befriedigung ihrer ehrgei- 
zigen Wünfche verzichten; bezw. daß 
fie durch die That den Beweis für ihre 
Vriedensliebe geben. Man prediat das 
gute Beifpiel, geht aber nicht damit 
boran. So fehr man fich fonit vor= 
dringt und überall der Erite fein will 
— menn e3 gilt, den friebliebenden 
Morten die friedliebende That folgen 


zu laffen, da heißt’3 allemal: „Hab: | 


nemann, geh’ Du voran, Du haft die 
großen Stiefeln an“. E3 wird allge- 
mein über die aroßen Rüſtungen ge— 
Hagt und darüber gejammerf, daß die 
Länder heutzutage nur noch Kriegsla- 
ger find, deren gewaltige Menge von 
Zündſtoff jeden Augenblid „losgehen“ 
fann, aber jelbitverjtändlich will feine 
Macht behufs Befeitiqung der Gefahr 
mit der Wegräumung ihres „Zünditof- 
fes" den Anfang machen; jede verfucht 
fo geheim iwie möglich noch ein wenig 
mehr anzuhäufen, al3 die anderen ha= 
ben, damit fie, wer.n es loägeht, am 
lautelten fnallen fann. Man 
immer weiter, und jede Berftärfung 
der Rüftung wird mit dem Hinmeife 
auf das Vorgehen der anderen begrün— 
det und nur dem quien Frieden zu= 
liebe beichloffen. Und ebenfalls nur 
und ausfhlieglie, um den angebeteten 


Trieben zu erhalten, hat es die eine, 


Macht, Die von dem europätfchen 
Kriegslager und dem in bemjelben an= 
gehäuften Zündftoff jo meit entfernt 
it, daß diefelben für fie feine Ge- 


ı fahr haben und ihren Frieden nicht 


bedrohen, für nothmwendig befunden, 


ebenfall3 zu rüften. Nur um den Fries | 


den erhalten zu können, muß Amerifa 
jegt feine Flotte jtärfer machen, al3 


die franzöfiiche ift, nachdem es joeben | 


im Sintereffe des Friedens die deutiche 
lotte überflügelte. Wenn der qute 
Friede nur ein bischen Humor im 
Leibe hat, muß er fich todtladhen über 
dieje verfehrte Melt, fofern ihm nicht 
ob dem blutigen Hohn die Galle über- 
läuft und er fich zu Tode ärgert. 

&3 ijt zu feiner Zeit mehr über den 
Trieden geredet und dem Frieden zu: 
lieb gethan worden, als in unferer; 
aber es ftand wohl auch zu feiner Zeit 


der Frieden auf fchwächeren Beinen, | 
als in der Zeit der Yriedensfongreife | 
| haltöbefehl erlaffen, 
| Gemwerffchaft und deren Beamten und 
Vertretern verbietet, noch ferner Sta= ! 


ujp. 3 gibt auf dem ganzen Er- 
denrund fein Land, und gab wohl 
faum je eins, dem e3 fo leicht gemacht 
und für das es fo jelbitveritändlich 


iväre, den anderen mit qutem Beijpiel | 


boranzugehen und jo das hohe Trrie: 
dens-Gpvangelium zu berbreiten; e3 
gibt aber auch fein Zand, das in der 
Neuzeit fo unndthigermweife Krieg ge- 


führt hatte, wie die demofratifche Re= 


| publik. Und fein Volf, das jo begierig 


den Friedensaſt abzulägen, 
Es läßt ſich doch 
daß die Sehnſucht 


ſcheint, 
auf dem es ſitzt. 
nicht verkennen, 
nach Kriegsaufregung 


ſchen Ruhm einen Theil unſeres ſüßen 


Volkes ſtark kitzelt, wenn man's viel— 
leicht auch nicht zugeben will, und es 
iſt ſicher, daß man das „Oben“ ſehr 
gut erkannt und gepflegt hat und gern 
bereit iſt, ihm Rechnung zu tragen. 

Man darf auch ganz ſicher ſein, daß 
ein Sieg der jetzigen thatkräftigen Re— 
gierung im November als eine „In— 
doſſirung“ der forſchen Auslandpoli— 
tik und eifrigen Rüſtung (vorläufig 
zur See) im Intereſſe und zum Schu— 


tze des MWeltfriedens ausgelegt wird, | 


und daß wir dann merden etwa3 er=- 
leben fönnen. So ein fleiner Krieg 
im Sntereffe des Weltfriedens — alja 
behufs Erhaltung oder Herbeiführung 
des Trriedens zmiichen Anderen — 


| ift da fehr qut möglich und mag, wenn 
| wir die Rolle des Weltpoliziften aut 


und die Ernennungen jowohl wie die | 


find auf gefchäftliche 
geitellt worden.“ Ober 


Abſetzungen 
Grundlage 


die dreiſte und nachweislich unwahre 


Behauptung: „Wir dagegen (nämlich 
im Gegenſatze zu den Demokraten) 
glauben an die Goldwährung, wie ſie 
durch den Gebrauch und Wahrſpruch 
der Geſchäftswelt feſtgeſetzt iſt, und 
an ein geſundes Geldſyſtem, als Sa— 
chen des Prinzips; als Sachen nicht der 
augenblicklichen politiſchen Zweckmä— 
ßigkeit, ſondern der dauernden orga— 
niſchen Politik.“ 

Auf die Anſchuldigung, daß er zu— 
weilen widerrechtlich vorgegangen, er— 
widert der Präſident gleichfalls nur 
mit Selbſtpreiſungen. „Der Dienſt,“ 
ſagt er, „der dem Lande dadurch ge— 
leiſtet wurde, daß es das dauernde 
Recht erhielt, den Panamakanal zu 
bauen, aufrecht zu erhalten, zu betrei— 
ben und zu vertheidigen, iſt ſo groß, 
daß unſere Gegner es nicht wagen, 
ihn offen und ehrlich zu beſtreiten.“ 
Und um ſeinen berüchtigten Penſions— 
erlaß zu begründen, fordert er die De— 
mokraten auf, rund heraus zu ſagen, 
daß ſie ihn rückgängig machen wer— 
den, wenn ſie an's Ruder gelangen. 

Selbſtverſtändlich darf nach Herrn 
Rooſevelts Anſicht der Zolltarif nur 
von ſeinen Freunden verbeſſert, und 
ebenſo ſelbſtverſtändlich darf den 
Truſts der Zollſchutz nicht entzogen 
werden, weil ſonſt auch die kleineren 
Induſtrien leiden würden. Auch im 
Uebrigen muß auf dem bisherigen We— 
ge weitergewandelt werden. Die Hee— 
res⸗ und Flottenausgaben ſind keines— 
wegs zu hoch, das Defizit iſt nur 
ſcheinbar, die Farmer haben keinen 
Grund zu Klagen, die Fabrikarbeiter 
verdienen unter der republikaniſchen 
Herrſchaft mehr und geben weniger 
aus, und der ganze Himmel iſt mit 
Geigen behängt. Sollten aber die De— 
mokraten ſiegen, ſo würde der Him— 
mel einſtürzen, und die herunterfallen— 
den Geigen würden alles kurz und 
klein ſchlagen. Das muß man dem 
Manne ſchon glauben. der nach ſeinem 
eigenen Zeugniſſe unter den ſchöpferi— 
ſchen Staatsmännern der Neuzeit 


und pflichtgetreu durchführen wollen, 
ſogar nothwendig werden. Der Po— 
liziſt will ja im mer den Frieden, da— 
bei muß er aber doch ungleich viel öf— 
ter dreinhauen, als irgend ein ande— 
rer. Daß wir, wenn wir dazu erſt ge— 


hörig gerüſtet ſind, die Rolle des Welt— 


poliziſten übernehmen, das iſt ſelbſt— 
verſtändlich. Es iſt ja überhaupt 
Pflicht der Großen, für Ruhe und 
Ordnung unter den Kleineren und 
Kleinen zu ſorgen, und die Vorſehung 
und unſere bekannte Menſchenliebe 
verlangen dieſe edle Selbſtaufop— 
ferung für Andere (ſiehe Philip— 
piner und Kubaner und — „Kapitel 
Panama“ — die ganze fortſchrittliche 
Welt) ganz beſonders. Darf man da 
zweifeln, daß die große Republik die— 
ſes Amt freudig übernehmen wird, 


wenn die verkörperte Thatkraft imSat- 
tel iſt und darauf hinweiſen kann, 
daß ihre forſche Auslandpolitik durch 


den Ausfall der Wahl „indoſſirt“ 


wurde? 
> * * 

Der Völkerfriede wird hierzulande 
ſo heiß geliebt, daß wir bereit ſind, 
ihm alle möglichen Opfer zu bringen, 
das des eigenen Friedens eingeſchloſ— 
ſen. Deshalb iſt es ganz ungeheuer 
paſſend, daß die beiden bedeutendſten 
Friedenskongreſſe dieſes Jahr hierzu— 
lande abgehalten werden. Der erſte, 
der “interparlamentariſche“ Friedens— 
kongreß, tagt heute in St. Louis. Der 
andere, der der Internationalen Frie— 
densgeſellſchaft, wird im Oktober in 
Boſton zuſammentreten. Auf beiden 
werden ebenſo gediegene wie begeiſterte 
Reden gehalten und allerhand Vor— 
ſchläge gemacht werden, die darauf 
ſchläge gemacht werden, die darauf 
abzielen, den männermordenden Krieg 
durch das Schiedsgericht zu erſetzen. 
Das Thema: „Der Krieg iſt die Höl⸗ 
le“ wird ſo ausgibig und verſtändniß— 
voll erörtert werden, daß wir, ſofern 
wir die Reden leſen, einen ſo tiefge— 
henden Abſcheu von dem Krieg bekom— 
men werden, daß wir zu allen Opfern 
bereit ſein werden, den Völkern den 
Frieden zu erhalten. Das wird dann 
der pſychologiſche Moment für Herrn 
Roogevelt fein, fi die Unfterblichteit 
und für alfe Zeiten in der Gefchichte 


rültet | 


I mit 





und friegeris | 





ben Beinamen „Iheodor, ber That» 
fräftige” zu jichern, und vielleicht zu= 
gleich die Präfidentfchaft. Er follte 
dann, der Zeitpunkt fiele etwa in die 
legte Dftobermocde, der Welt verfün- 
den: „Der Schiedsgerichtägedanfe ift 
gut. Er muß Geltung erhalten. Alle 
Völker haben Hinfort alle ihre Strei- 
tigfeiten Schtedägerichten zu unter— 
breiten und jich deren Sprüchen zu 
fügen. Und ich, Theodor Roofevelt, 
werde mit der Macht der Großen Re: 
publif jede, etwa widerfpenftige Macht 
dazu zwingen.“ 

Etwas dergleichen ift nothwendig, 
menn die ganze Schiedägerichtärederei 
nicht zum Gefpött werden foll, und 
wir fehnen una doc nad dem Welt- 
poliziiten-,„Xob“ und fteuern fo mie jo 
darauf hin. Alfo raus mit der Spra= 
che! Das wird im Ausland Eindrud 
machen und im Inlande desgkeichen. 
Nach einer folhen Erklärung wird ein 
Seder ganz genau willen, bezw. erfah- 
ren, woran er ill. — — — 


Arbeitsrecht. 


Wieder einmal hat ein hieſiger Rich— 
ter „das Arbeitsrecht gewahrt“. In 
einem Falle, der nach den vorliegenden 
Berichten ſich folgendermaßen verhält. 
Ein Maſchiniſt, Stanelle mit Namen, 


hat ſich vor einiger Zeit um Aufnahme 


in den hieſigen Zweig der internatio— 


nalen Gewerkſchaft der Dampfmaſchi- 


niſten bemüht. Die Aufnahme iſt ihm 
abgeſchlagen worden und die Gewerk— 
ſchaft hat außerdem, durch Vorſtellun— 
gen oder Drohungen, ſeine Entlaſſung 
aus ſeiner Arbeitsſtelle bewirkt. Von 
dem. Maſchiniſtenpoſten, welchen er be— 
kleidet, verſetzten ihn ſeine Arbeitgeber 
auf eine ſchlechter bezahlte Stelle, wäh— 
rend ſie zugleich den Maſchiniſtenpoſten 
einem Gewerkſchaftler beſetzten. 
Die Thätigkeit des letzteren iſt je— 
doch angeblich nicht befriedigend gewe— 
ſen, und es iſt nach ein paar Wochen 
ſeine Entlaſſung erfolgt und die Ma— 


ſchiniſtenſtelle wieder dem Stanelle ge- 


geben worden. Auf dieſer Stelle ar— 


beitet Stanelle noch jekt, aber es ſind 


ſeitens der Gewerkſchaft wieder 
Schritte geſchehen, ſeine Entlaſſung zı 
bewirken. Die Arbeitgeber ſind mit 
„ernſtlichen Maßregeln“ bedroht wor— 
den für den Fall, daß ſie den Stanelle 
nicht entlaſſen ſollten. Gegen dieſes 
Vorgehen hat nun Stanelle den Schutz 
der Gerichte angerufen und Richter 
Mack hat ſeinem Verlangen Folge ge— 
geben. Er hat einen zeitweiligen Ein— 
wodurch er der 


nelles Entlaſſung zu fordern oder auf 
ſonſt welche Weiſe ihn zu beläſtigen 
und in ſein Arbeitsrecht einzugreifen. 


Verhält ſich Alles wie angegeben, ſo 


hat man es hier mit einem ziemlich 
häufigen 
nichts Seltenes, daß Gewerkſchaften, 
wo die Verhältniſſe ſolchem Vorgehen 
günſtig ſind, ſich ein wirkſames Ar— 
beitsmonopol au verſchaffen ſuchen, 
indem ſie einerſeits von den Arbeitge— 


bern verlangen, nur Gewerkſchaftsmit- 


zu beſchäftigen, andrerſeits 
eigne Maßregeln (hohe Ein— 
Zurückweiſung von Auf— 
der 


glieder 
durch 
trittsgelder, 
nahmeſuchenden u. dal.) die Zahl 
Mitalieder beſchränken. 

Dh der aegenmwärtige Fall zu dieler 
Art von Fällen aehört oder ob für die 
Abweiſung von Stanelles Aufnahme: 
aefuch befondere Grün»e vorlagen, aebt 
aus der vorliegenden Daritellung nicht 
hervor. E3 macht auch, fei nun das 
Eine oder das Andre der Fall. feinen 
Unterfchied, To meit e3 den Gtanelle 
und deifen Arbeitärecht betrifft, und 
macht feinen Unterſchied, ſoweit es das 
Einſchreiten des Gerichtes betrifft. 

Was dieſes Einſchreiten helfen kann, 
iſt eine andere Frage. Zugegeben wer— 
den muß, daß Stanelle das Recht hat 


zu arbeiten, wo immer ſich jemand fin— 


det, der ihn zu beſchäftigen gewillt iſt. 
Zugegeben werden muß nicht minder, 
daß die Gewerkſchaft berechtigt iſt, die 
Aufnahmebedingungen ihrer Mitalie— 
der zu regeln und jeden zurückzuweiſen, 
der ihr als Mitalied nicht paßt. Bei— 
des iſt unbeſtreitbar und ebenſo unbe— 
ſtreitbar iſt dies: daß, ſo wie der 
Stanelle und jeder andere Arbeiter das 
Recht hat, Arbeit anzunehmen, wo er 
arbeiten will, auch jeder Arbeiter und 
ſomit auch jedes Mitglied der Gewerk— 


ſchaft das Recht hat, Arbeit zu ver⸗ zurückgehen 


arbeiten till. | 


weigern wo er nicht 
Alfo 3. B. nicht au arbeiten, mo ihm 
der Arbeitslohn nicht behaat, oder der 
Arbeitäort nicht behaat, oder — die 
Urbeitsaefelfichaft nicht behaat. 

* * * 
wechſelſeitigen Rechte 
einander in Widerſtreit kom— 
können und im vorliegenden 
thatſächlich in Widerſtreit 
ſind, iſt wahr. Aber was iſt 
dagegen zu thun? Was kann 
insbeſondere der Richter mit ſeinem 


Daß dieſe 
mit 
men 
Falle 


Einhaltsbefehl thun? Er kann die Ge— 
werkſchaft nicht zwingen, den Stanelle 
Er fann | 


ala Miialied aufzunehmen. 
dieGemerfichaftämitalieder nicht zwin— 
gen, zufammen zu arbeiten mit Nicht- 
gemwerfichaftlern. Er fann die Mrbeit- 
geber nicht hindern, den Gtanelle zu 
entlaffen, fallz fie finden, da fie ohne 
die Gemerkichaftsmitalieder nicht fer- 
tig werben fünnen; oder befjer fertig 
tmerben fünnen ohne den Stanelle, als 
fie ohne die Gewerfjchaft fertig werben 
fönnen. 

Und da das Gericht das Alles nicht 
fann, wa3 fann es überhaupt? Richter 
Mad mag aleih mandhem Richter vor 
ihm jeinen Einhaltäbefehl auf den 
Grundfaß fügen, daß Leute nicht das 
Recht haben, ich zu verbünden, um 
einem Andern Schaden zuzufücen, 
welche Art von Verbündung als gefeh- 
widrige Verſchwörung angeſehen wer— 
den mag. Aber er kann ihnen das 
Recht nicht beſtreiten, ſich zur Förde— 
rung ihres eigenen Vortheils zu ver— 
bünden, ſo lange als ſie dabei keine ge— 
ſetzwidrige Handlung begehen. Und 
da nun das Nichtzuſammenarbeiten 
mit Nichtgewerkſchaftlern nicht geſetz⸗ 
widrig iſt, was macht es für einen Un— 
terſchied, ob die Verweigerung des 


— 


Borfommnih zu thun. Es ilt ı 


| Wird, 


Aufammenarbeiten mit ber Ub- 
ficht einen Andern zu fehädigen erfolgt, 
oder ob fie erfolgt mit der Abficht, den 
eigenen Vortheil zu fördern? Gar fei- 
nen Unterfchied macht e3, fomweit der 
Stanelle oder irgend melcher Andere 
in ähnlicher Zage in Betracht fommt. 
Wollen die Gemwerkjchaftler mit bem 
Stanelle nicht zufammen arbeiten, fo 
fünnen fie, wie aefagt, nicht gezwungen 
merden dazu. Und wenn die Arbeitae- 
ber es für nöthiq ober für nüßlich 
finden, fich mit der Gemerfichaft in 
autem Einvernehmen zu halten, fo 
fann niemand fie hindern, behuf3 Er- 
haltuna folcdhen Einvernehmens dein 
Stanelle feine Entlaffung zu geben. 

Das mag Sehr Ihlimm und ſ 
traurig fein für den Stanelle, aber 
iit etwas, was non Gefehes- und Ge- 
richtsmeaen nicht aeandert erden 
fann. Oder doch nicht eher aeändert 
werden fann, als bis unfer ganzes be- 
ftehendes Rechtsmefen geändert, die 
mreiheit des Arbeitsvertrages aufgeho— 
ben und an Stelle des perfünlichen Ur- 
beitärechtes ein ftaatspolizeilicher Ar— 
beitsäwang aejeßt wird — nad mel- 
cher Wendung der Dinae fchiwerlich 
jemand Verlangen tragen dürfte. 
Kahn, Mie.man zugeben muß, 


ehr 


Yf 


die politiifche alle Schäden heilen oder 


alles Unrecht verhüten, fo wird desmes | 
mit gefunden | 


m 


gen noh fein Menich 
Sinne behaupten, daß die Knechtichaft 
ihr vorzuziehen wäre. 


Unfer Weizenmarfi in Deutiher 
Beleuchtung. 

Der Weizenmarft war während der 
lesten Woche unficher und fchmaniend. 
Auf und nieder gingen die ‘Breife, je 
nad den Nachrichten, Die über die 
Erntefhäden und die vorausfichtlichen 
Ernteerträge, bezw. die zu erwartende 
Nachfrage nah amerikanifchen Wei- 
zen vom Wuslande einliefen. Die 
neuelie, am Samitag befannt gewor=- 
dene Schäbßung der Propheten des 
Ucerbaudepartements in Wafhington 
ftelt nur 190,100,000 Bufhel Som: 
meriveizen in Ausficht, fo daf fich ein- 
ſchließlich der im Auguſt-Bericht auf 
333,400,000 Buſhel geſchätzten Win— 
erweizenernte eine Geſammternte von 
523,500,000 Buſhel — 114,300,000 
Buſhel weniger als im Vorjahre und 
nur 1,200,000 Bufhel mehr ala 
Ertrag der „leichten“ Ernte von 1900 
— erivarten läht. 
tender 
wäre doch mehr als genügend, den hei= 
miichen Bedarf zu deden, der auf 
450,000,000,  höchitens 475,000,000 
Bufhel zu Thäten ift. Die boraus- 
fichtliche ausländifche Nachfrage nad 
amerifanifchen Weizen ilt daher 
Grundlage aller Preisfpefulationen. 
Als anfangs !ehterWoche befannt wur- 
de, daß bon den 11,000,000 Bufhel 
Weizen, die im Welthandel verfchict 
wurden, rund 5,000,000 8. von Ruß: 
land geitellt worden waren, moraus 
erhellt, daß Rußland immer noch, trof 
Krieg u. |. w., als Weizenlieferant zu 
beachten ift, aingen die Preife jofort 


ar 
Dr 


um einige Cents zurüd. Und fo wird’3 | 


bleiben. Die Höhe des Weizenpreifes 


wird fich ganz nach der ausländifchen | 


Nachfrage richten, und ift es intereffant 
zu Sehen, mad’ das in 
lichen Tragen Ttet3 fehr aut unterrich- 
tete Handelsblatt der Berliner Wafli- 
Ichen Zeitung Ende August über den 
amerttantichen Weizenmarit zu fagen 
hatte. 


Nachdem das Blatt 


nadiſchen 


| ba-MWeizen jpielt 


die | 
mirthfchaftfiche Freiheit jo wenig mie | Ten? nen 
| einfegt, und dann allerdinas arge Ver: 


Das ifi ein bebeus | 
Ausfall, aber eine foldhe Ernte | 


: fommen. 


Die | 


wirthſchaft⸗ 


ausgerechnet ; 
hat, daß der heimifche Bedarf Ameris | 


fa3 ih auf 460 bis 500 Millionen | 


itelien wird, faqt es: 
„Wa3 darüber hinaus 
it für die Ausfuhr zu haben, 
und je nah dem Umfange diefes 
Auantums fällt der Merth des Mei- 
zens vor dem fpefulativen Auge 
Amerifaners. 
Shlüffel fir die auffallende MWidtia- 


Des 


feit, welche man in letter Zeit jenfeits | 
t 


des Ozeans den gemwaateiten Erite- 
Ihäßungen und den Meldungen über 
die Zerjtörungen im Frühjahrsmeizen 
durch die aefürchteten Getreidefranf- 


heiten Rott und Brand beileate, die oft ! 


genug den Stempel der llebertreibuna 
an ber Stirn trugen. Die amtliche 


Ungebe dee Ertrages an Mintermeizen | 
| von 13,3 Buihels per Wcre hatte bes | 
| reits Anfang Yxauft die Schäbung für 

dreien auf ca. 330 Millionen Birfhels | 
und’ es iit nicht | da? Nuf z 
a x IE : ı da& Auftreten des Clowns bevorfteht 
- no 9 9 - I a F * 
wahrſcheinlich, daß die re | Eine malvenfarbene hochelegante Pari- 
ei. | 


laſſen, 


ernte noch kleiner ausgefallen 
Gleichzeitig wurde zum Beginn dieſes 
Monats (Auguſt) die Frühjahrswei— 
zenernte auf etwa 270 Millionen 


gewonnen 
Hippodrom; 


Wir haben hiermit den | 


| Big fpät, 


ter der Hand um 37 pCt. weniger 
foerden kann. Man hat es alfo hier- 
bei zweifellos mit argem Pellimismus 
zu thun. Als daher diefer am ameri= 
faniihen Spefulationsmarft nicht 
mehr 30a, begann man die fanadijchen 
Erntefhägungen gründlich zu berrin- 
gern. E3 ift fein Zweifel, daß auch in 
Manitoba und im Nordmeiten Kana- 
das fich NRoft und Brand im Weizen 
zeigten, aber den privaten Berichten 
über die angeblich verheerenden Wir- 
fungen jtehen auch jet noch die immer 
twiederholten offiziellen Behauptungen 
gegenüber, daß in Kanada die borher 
glänzend gemwefenen Ausfichten zum 
mindeiten noch befriedigende Durch- 
Thnitt3erträge hinterlaffen hätten. 

Die Neigung der amerifanifchen 
Haufje-Spetulation, das Bild der ka— 
Ernteausfichten möglichit 
ungünftig erfcheinen zu laflen, it er= 
klärlich, denn der prachtvolle Manito— 
an Englands Mül— 
lermärkten eine wichtige Rolle, und es 
wäre ſicherlich von großer Bedeutung, 
wenn Europa auf dieſe Provenienzen 
verzichten müßte. Die kanadiſche Wei— 
zenernte fällt diesmal verhältnißmä— 
und das bietet für dieſelbe 
immer eine Gefahr, weil der Winter in 
jenen nordiſchen Gegenden oft früh 


heerungen eintreten können. Gisher 
wurden Froſtſchäden noch nicht gemel— 
det. Anm. d. Red.) 

Wie aus dieſer Schilderung der 
Verhältniſſe erſichtlich iſt, ſind bei der 
amerikaniſchen Hauſſebewegung für 
Weizen, die einen ausgeprägt 
ſpekulativen Charakter trug, 
zweifellos übertriebene Befürchtungen 
mit im Spiele geweſen. Andererſeits 
iſt aber nicht zu verkennen, daß bei 
einem Eigenbedarfe der Vereinigten 
Staaten von 460-500 Millionen 
Bufhels Weizen und bei einer Ernte, 
die höchitens auf 600 Millionen, 
mwahrfcheinlihd aber nur 550-575 
Millionen Bufhels zu Tchäten ift, und 
die Daher nur ein Erportquantum bon 
mweniq über 100 Millionen Bufhels 
und vielleicht noch darunter rechnunas- 
mäßig hinterläht, die Situation ala 
in fich feit aufaefaßt merden mußte. 
Die ebenfall3 in Amerika verbreiteten 
Meldungen von IhledtenErn- 
ten in Europa find allerdings 
zum aroßen Theil ebenfalls nicht 
wahr, aber es liegt faum Grund vor, 
anzunehmen, daß Europa meniger 
Meizenzufhuß brauchen wird, ala im 
legten Sabre, und daß es jeine Schmie- 
riafeiten haben dürfte, ohne einen an- 
jehnlichen Zufchuß Amerikas auszu= 
Die legten Tage brachten 
an Amerikas Börfen einige Preisrüd- 
Ihläae. Daß die Bewequng drüben 
ihr Ende bereits aefunden, wird man 
aber bei der außerordentlider Ver— 
breitung der fpefulativen Betheiligung 
faum annehmen dürfen. 

Bemerfensmwerth ift, daß zulebt auch 
für Mais fih Kaufluft der Spekula— 
tion an den überfeeifchen Märkten 
fund gab. Die Maispreife find in- 
folge der alänzenden Ausfichten für die 
amerifaniiche Maisernte der Weizen— 
hauffe faum nennenswerth aefolat, 
und die Differenz zmwifchen den Wei- 
zen- und Maispreifen ift ungewöhnlich 
aroß. Wgndert fich dies nicht, fo ift 
nicht unmahrfcheinfich, daß in Ameri- 
fa die Mifchung des Weizenmehls mit 
Matsmehl einen aroken Umfang an- 
nimmt, und daß dadurch um fo mehr 
Weizen für den Erbort frei wird.“ 


Der Clown als Liebesideal. 
Man ſchreibt aus London: 
Marcelin iſt Clown im Londoner 
jeden Abend kommt der 
drollige Burſche in die Arena gepur— 
zelt; ſein weißbemehltes Geſicht lacht 
in grinſenden Verzerrungen, ſein 
ſchadhaftes Hütchen balanzirt auf dem 


einen Ohr, ſeine buntſcheckige Klei— 


dung, ſeine pluſtrigen Hoſen ſchlottern 


ihm um die dürren Glieder, und un— 


auslöſchliches Gelächter 
Witzen und Späßen. 


folgt ſeinen 
Doch kann dieſe 


groteske Figur auch zarte Gefühle er— 


gur, ſchwarze 


noch auf 600 Millionen Buſhels ta- 


xirt, nachdem vorher beträchtlich 


höhere Annahmen laut geworden mas | 


ren. 
Die Vorausfekung, daß Europa un: 
bebinat den ameritanifchen Weizen ha- 


ben müffe, war für das Kapital um | 19 
iener | Tubig geworben. 


bon 600 Millionen ! 


fo verlodender, al3 bereit3 mit 
Ernteſchätzung 
Buſhels nur 100 140 Millionen als 
für die Ausfuhr verfügungsfähig ſich 


—— . 9 - * = ı 3enDd Seſiies 
Buſhels, die Geſammtweigenernte alfo euden Geſichtes 


wecken, kann ſie auch Herzen brechen 
und nicht nur das „Zwergfell erſchüt— 
tern“? 

Marcelin kann es. 


Me ee. In ihn hat 
fi) eine Dame verliebt, 


die jeit bier 


Wochen alltäglich Itet3 auf dem fein- ! 


ten Plag des Zirkus erfcheint, wenn 


jer Toilette umfchließt eine fchöne Fi- 
ze feurige Augen fınfeln 
lebhaft, und das fchöne Oval des rei- 
deckt müde Bläſſe. 
Doch wenn der Clown erſcheint, dann 
ſteigt Röthe 


Blicken, ſie klatſcht 
und wirft ihm ein duftiges Roſenbukett 
vor die rothen Ponpons an den hoch— 
ſchnäbligen Schuhen. Marcelin iſt un— 
Er iſt nämlich kein 
Don Juan, ſondern ein gutmüthiger, 


ruhiger Spanier, der in neun Spra— 
ſchen radebrecht, glücklicher Gatte und 


kalkulirten, während man drüben die 
i 


Anſprüche Europas, das ſelbſt im letz— 


! 


ten Jahre no 120 Millionen Bufhels | 


erhalten hatte, fait auf das Doppelte 
tarirte. Die mannigfaben Klaaen 
über das Auftreten von Roft im Friih- 
jahrsmweizen famen der durch ftarfe 
Tpefulative Käufe fih entmwidelnden 
Hauffebemeaung zu Hilfe, und man 
Thraubte die Erntefhäßungen von 
TIaq zu Tag fo meit zurüd, daß 
Ihlieglih faum noch jene für den 
Eigenbedarf nothmendigen 500 Mil: 
lionen Bufhel® übrig blieben. Da 
man biefe Abitrihe am Winterweizen 
nicht mehr machen fonnte, fo entfällt 
alfo die Verminderung um ca. 100 
Millionen YBufhel? allein auf Früh— 
jahrsimweizen, der am 1. Auguſt noch 
mit 270 Millionen Bufhels eingeichäkt 
mar. Deifen Ernte war aber zıım Be- 


aehracht, und es liegt auf der Hand, 
daß eine Ernte, die man bei fchon be- 
annnenem Ginfchnitt noch auf 270 
Milienen YBufbels annimmt, nicht un 


* 


| 


| 
| 


ainn des Monats auch bereits im Zu- | eigentlich, wenn er die Liebe der Da- 
ae, und ift feitvem beinahe unter Dach | me offen zurüdmweilt, auch die koftbaren 


‚Vater zweier luitig quiefender Kinder 
ift. Doch feine Behaglichkeit wird ihm 
in leßter Zeit durch die fortmährenden 
Botichaften der Dame geftört, die ihm 
foitbare Edelſteine, indiſche Gold— 
ſchmiedearbeiten, Diamantringe, Ru— 
binenknöpfe ſchickt und ihn um Unter— 
redungen anfleht. Die Dame iſt eine 
reiche indiſche Erbin, die ſich erſt ſeit 
kurzem in England aufhält. Da ſie nur 
wenig Engliſch ſpricht und auch der 
Clown ſich nur mühſam in dieſer 
Sprache ausdrücken kann, ſo führte die 
erſte Begegnung zu keinem tieferen 
Verſtändniß. Die Sprache der Liebe, 
die bekanntlich jeder begreift, wollte 
Marcelin mohl nicht verftehen und fo 
ift die Sehnfucht der liebenden Indie— 
rin nicht geftillt worden. Der Held 
diejer Liebesgefchichte befindet fich in 
einem jchweren Dilemma. Er müßte 


Geichenfe zurüdgeben; das fällt ihm 
nun begreiflicherweife fehr fchmer, zu= 
mal da die Dame fich entfchieben mei- 
gext, fie wieder zu nefmen. So ift no 


| 


| 
! 


i 


\ 


| 


| 
| 


hoher Erregung in ihre | ;.. 
ı Wangen, fie verichlingt ihn mit ihren | ur: 
begeiitert Beifall ! de: 


ı Mittwe des deritorbene Karl 


alles im Ungemiffen,. doch darf man 
hoffen, daß diefe romantifche Elomn= 
geichichte, die enalifche Blätter in große 
Aufregung verjett, feinen tragischen 
Ausgang nehmen wird. 


Orofe Pläne. 


In einem umfangreichen Blaubud 
bat am 9. Auguft das englifche Aus- 
märtige Amt die Vorfhläge des Sir 
Wiltam Garjtin zur Anlegung bon 
rieſigen Bewäſſerungskanälen, zum 
Bau von Eiſenbahnen und zur Ent— 
fernung des Sudd im oberen Nil dem 
Parlament vorgelegt. 

Sir William iſt Unterſtaatsſekretär 
für öffentliche Arbeiten im Miniſte— 
rium des Khediv, und ſeinem äußerf 


leſenswerthen Bericht iſt ein Vorwort 


des Lord Cromer vorangeſtellt, der als 
Generalkonſul und britiſcher Agent 
für die politiſche Verwaltung des Nil— 
landes und des Sudan verantwort— 
lich iſt. Durch das vor einigen Mo— 
naten zwiſchen Frankreich und Eng— 
land getroffene Uebereinkommen ſind 
die in der Kaſſe für öffentliche Schul— 
den nutzlos liegenden überſchüſſigen 
Millionen freigegeben worden, ſodaß 
ſie in Zukunft für öffentliche Arbeiten 
verfügbar ſind, und infolgedeſſen wer— 
den jetzt großartige öffentliche Arbei— 
ten ins Auge gefaßt, die eine Ge— 


ſammtausgabe von über $107,000,000 | 
erfordern. Davon follen $42,000,000 | 
| im eigentlichen Egnpten und 65 Mil- 


lionen im Sudan ausgegeben werden. 
So lautet wenigitens der Voranjchlag 
des Sir William Oarjtin, der aller- 
dings nicht in allen Punkten auf die 
Zuftimmung des Lord Cromer redh- 


| guna um 2 
| tember, vom Hauſe 


nen fann, der als fluger, vorfichtiger | 


jinanzmann feinem 
Unterbeamten die Flügel, etwas 
fchneiden muß. 

Der den Plänen des Sir Willtam 
Garftin zu Grunde liegende Gedante 
ift, daß das Waffer des meißen N 


be= 


Nil 
für die Bemwäfferungsanlagen im ei- 
gentlichen Eanpten verwendet werben 
folfen, während das dem blauen Nil 
entnommene Waffer dem Sudan zu> 
aute fommen fol. Lord Cromer ilt 
jedoch der Anficht, daß die meijten bie- 
fer öffentlichen Arbeiten auf jpätere 
Zeiten warten fünnen, bejonbers die 
für den Sudan geplanten, welche bie 
Entfernung des Sudd, genauer Die 
Irogenlegung der Sümpfe im oberen 
Nil bezweden. Sir Willtam hat nam 
fich zwei Pläne ausgearbeitet, von de⸗ 
nen der eine, das Durchſchneiden ei— 
nes Fahrwegs durch die angeſammel— 
ten Pflanzenmaſſen, $17,500,000 er- 
fordert, während der zweite, der mit 
Umgehung der Sümpfe die Anlage ei— 
nes neuen, mehr als 200 engliſche Mei⸗ 
len langen Waſſerweges für den wei— 
ben Nil, zwiſchen Bor und Taufikia, 
im Auge hat, wahrſcheinlich 827, 500, 
000 koſten würde. Dieſer geradlinige 
Kanal würde natürlich dauernd ſein, 
während das Zerſchneiden des Sudd 
in regelmäßigen Zeitabſtänden wie— 
derholt werden müßte. Vorderhand 
hat Lord Cromer ſeine Zuſtimmung 
zur Ausgabe von nur $27,000,000 
für öffentliche Werte in Egypten er- 
theilt, mopon 43 Millionen für Be: 
wäfferunasfanäle, 15 Millionen für 
Gifenbahnen, 23 Millionen für Er> 
höhung des Dammez bei Afjuan und 
44 Millionen für die Verbefferung der 
Nilmündungen von Rofetta und Da- 
mietta bejtimmt find. Für den Gu- 
dan joll es vorerft genügen, wenn der 
Bau der Eifendahn von Suafin nad; 
Berber, der befanntlich Jchon in ben 
Kriegsjahren begonnen wurde, mit ei- 


ner Muslage von $8,500,000 zu Ende ; 


geführt wird. 


* Uniweit vom Jadjon Park fenter- 
te geftern eine fleine Jadht. Die beiden 
Infaßen wurden bon ber Lebenstret- 
tunasmannfchaft in Sicherheit ge- 
brabt. Xhre Namen Laben fie ‚nicht 
angegeben; nachdem die Verunglüdten 
ihr Fahrzeug veranfert hatten, bega= 


ben fie fih nach Haufe. 
————————————————e 


Todes-Anzeige. 

Freunden und Bekannten die traurige 

richt, daß unſere geliebte Mutter 
Maͤrgarethe Reuther geb. Schumm, 
Reuther, im Alter 
bon 77 I ı, 4 Monaten und S Tagen am 
Zamitag 10 .„Zeptember, neitorben tit. Die 
Beerdiaung findet ftatt am Tienitag, den 19. 
September, um 9.20 Norm., dom Irauerhayte, 
643 VW. Superior Str. nach der St. Bonifazius⸗ 
Kirche. don dort mach dem ‚St. Ponifaszius Got» 
teäader. Um itilles Beileid bitten die Itauerne 

deirf Kinder: 
Henry Nenther, Fran N. Eliſher, Frau 2. 
“Karmann, frau MeGon, Frau U. Rod» 
fer und Philipp Reuther. 


Blumen. 


Nach⸗ 


+hr 
\ 
Jahr 


famo 


Bitte feine 
e3-Anzeige. 
Belannien die traurige Nach 
lieber Sohn und Bruder 
Ludwig Manzelmann 
er don 12 Jahren und 23, Tagen nad 
ichwerem Leiden fanft im Herru ent» 
ift. Beerdigung findet ftatt am Dienftag, 
» 13. September, vom Irauerbaufe, 35 Joa 
r., nad dem Concordia Friedhof. Die trau- 
rnden Hinterbliebenen: 
Karl md Johanna Manzelmann, Eltern. 
Wilhelm, Wilhelmine, Georg, Karl, Ges 
ſchwiſter. 
Johanna Brigel, Schweſter. 
Remond Brigel, Schwager. 
Gertrude, Entel. 


Todes-Anzeige. 
Freunden und Bekannten die traurige Nach— 
richt, daß unſere geliebte Tochter 
Clara Wall 

im Alter von 29 Jahren am Sonntag, den 11. 
September, Morgens 11 Ubr, aeitorben tft. Die 
Beerdigung finder ftatt am Dienitag, den 13. 
Sevtember, um 11 Ubdr Borm., vom Trauer» 
baufe, 734 21. Blace, nah dem Dalridge Fried» 
bof. Um jtilles Beileid bitten die trauernden 
Eltern und Geihtwiiter: 

Em. Ball, Bater. 

Minna Ball, Mutter. it 2 

Elie Ball, AMice Wall und yrieda Wall, 

Louis N. Beſſer, H. K. 


Todbe3-Anzeige. 
‚Freunden und Belannten die traurige Nad- 
tit, dab unser Jieber Bater 
Charles Ridert 

am 11. September im Alter von 62 Jabren fanit 
entichlafen ilt. Die Beerdigung findet jtatt am 
Mittmodh, den 14. September, um 1 Ubr, vom 
Zrauerdhauie, 573 %. 12. Zfr., nab dem Con, 
cordia ‚sriedbof. Um ftille Theilmahme bitten 
die trauernden Kinder: 


Sipe, Schwäger. 


@ither, Wire. 5. M. Schulz, Virs. 9. 
T. Beters ımd Mre. E. GC. Schweiser. 


hochſtrebenden 


ne Samerzen, 


Zode83- Anzeige 


‚Sreunden und Belannten die traurige Nad- 
richt, dab meine Gattin 
Minna Barthel 
am 11. September im Herrn entichlafen ift, im 
Alter von 58 Jahren _und 6 Monaten. Beerdi 
gung findet fta am Dienftag, den 13. Septem: 
ber, um 1 br, vom Trauerbaufe, 168 ®. 12. 
Ctr,, nad- dem Concordia Frledbof, 
Heinrich Barthel, Saite. 
Sttilie Pfeiffer ach, Roh, und Ber- 
tha Hezell. 
Zu fruũh ſchlug dieſe bittere Stunde, 
Die Dich aus unſerer Mitte nahm 
Tod tröftend tönt’S ans unferem Munde: 
Was Gott tbut, das tft wobaetben. 
Ties Wort füllt unfer banges wleh’n, 


Drum rube janit, auf Wiederieh’n! 


Todes-Anzeige 
Verwandten, ‚Freunden und Belannten die 
traurige Nachricht, dag unjere geliebte Gattin 
und Mutter 
Elizabeth Götten ach. Glaifer 
am Samitag Abend um 10 Ubr 15 Min. felig im 
Herrn entihlafen it. Beerdigung dom Trauer 
bauje, ©145 Mijblan) Ave. am Dienitag, den 
13. September, 10 Ubr Miorgens, zur YAuguiti: 
nussKicche, don da mit der Grand Zrunt R. N. 
nah dem St. Marien Gottesader. im itilles 
Detleid ditteir die trauernden Hinterbliebenen: 
Nik Götten, Gatte. Ä 
Elizabery Götten, Margareid Shumader, 
Auguit Götten, Ni Götten, Wary 
Goiten, Beier Götten, Mathias Götten, 
Anna Götten, Emma Götten, Rinder. 


Tode8-Anzeige 
‚greunden umd Befannten die traurige Nach: 
richt, dab mein lieber Gatte und unfer PBater 

Adam Beth 
am Sonntag Morgen um 7 Uber fanft im Herrn 
Die Beerdigung findet jtatt am 
1 eptember, vom  rauers 
r., um 1 Uhr Nachm., nach 
Zionslirche und von da nach 
ood Friedhof. Die trauern— 


1021 59, 
Muburn Bart 
dem Moumt Gre 
den Hinterbliebenen: 
Margaretha Peth geb. Keller, Gattiır. 
Fhilipp, Sophie, John, Margaret, 
Ghriit und Heinrich, Mrs. Philipp 
Keller, Wirs. Ed. Peth, Virs. Edw. 
ildichef, Virs. John Koffer, nebit 
Schwiegertöchlern uͤnd Schwieger— 
ſöhnen. 


Geſtorben: William Hoyerman, geliebter Va— 
ter von William F. Hoyerman, Louiſe Mabr— 
lein, ® a» 5, Herman amd Edward 
Hove n Alter don 70 Jahren. Be 

Nachm., Dienſtag, den 13. Sep 
ſeines Sohnes, 865 W. Chi— 
nach Graceland. — Buffalo Zeitun— 
lopiren. 


cago Ave. 
gen bitte zu 
Geſtorben: R. G. M. Bradel, am 10. Septem— 
ber, 11.30 Vorm. Beerdigung bom Trauerhauſe, 
607 Wells Str. am Dienſtag, den 13. Septem— 
ber, 2 Uhr Nachm. Beerdigüng in Roſehill. 


Todes⸗Prognoſen. 


Wann ſtirbt der Menſch? 


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um 2:0 Bm. 12:42. 1257, 1:0, 1:17 0.135 R., 
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Rüdfahr: nah ver Stadt nah dem fünften und 

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allen Loop Stationen, Franklin, Halſted und 
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1:39 N. haltend an Canal, Halſted, Aſhland und 
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am Sonntag, den 11. September. geftorben ift. 
Geboren 1 —* —— > Beerdigung 
dom Irauerbaufe, 5003 NAjbland Ape., am Mitt- 
3 G eld 120 Randolph Str. 
zu 5 bis 6 PBrogent Zinfen au 
berleiben. Gute erite Ohpotbefen 
au berfaufen. Xel.: Gentral 2804, 


| 
| 
Emily, Agnes, Charles, Erneit, Eduard, | 


Grand Trunt Bahn nah Mount Greenwood, 
Tie trauernd binterbliebene Gattin: 


mwoh Moraen, den 14. Gedtember, mit der 
Elisa Araemer. nu 





Lokalbericht. 


Verbrecher⸗Dorado. 


Das Raubgelichter treibt es ärger als je 
zuvor auf der Weſtſeite. 

Die Polizei hat ihr prahleriſches 
Verſprechen, unter dem hieſigen Ver— 
brechergelichter —— aufräumen 
zu wollen, bisher nicht eingelöſt; auf 
der Meitfeite treiben es Räuber und 
Einbrecher ärger alS zuvor, und in den 
übrigen Stabttheilen läßt die Sicher: 
heit. auch viel au mwünfchen übrig. 

Kurz por Mitternacht betraten brei 
Banditen die Wirthihaft von Kohn 
3 — Nr. 968 W. 12. Straße, 
zwangen den Wirth und zwei Gäſte, 
den im ſelben Hauſe wohnhaften Jo— 
ſeph Stewart und Pr 1. Wiggins, Mr. 
972 B: 12, ih mit emporae= 
jtreckten Armen an die Wand zu jtels ı 
len, und durchluchten dann die Opfer. 

Der Wirth bübte $47, Stewart $3! 
und eine goldene Uhr, und Wiggins 
einen Dollar ein. 

Die Näuber, welche Gelihtsniasfen 
trugen, beiwerfitelliaten ihre Flucht. 

Bald Darauf murbe gi Quinn, 
Nr. 111 Jefferſon Str., an Mon— 
roe und Sefferfon Str. von drei Ban- 
diten itberfallen, brutal mißhandelt 
und um $10 und feine llhr beraubt. 
Geine Angreifer entfamen. Er wurde 
von der Polizei nach dem County— 
Hoſpital, und, nachdem ſeine Wunden 
verbunden waren, nach ſeiner Woh— 


nung geſchafft. 

Gegen Abend überrumpelt Frau 
Louis Fonzen in ihrer W hnung Nr. 
18 S. — Str., drei Einbrecher. Es 
gelang den Burſchen, mit Beute im 
W zerthe von 530 zu enttommen. 

An Fulton und Canal Sir. wurde 
E. €. Gurti3 Nr. 21 Desplaines 
Straße, pon drei Wegelag er rern über— 
fallen, die Geſichtsmasken trugen. Sie 
erleichterten ihn um ſeine aus 83 be— 
ſtehende Baarſchaft und prügelten ihn, 
weil er ſo wenig Geld bei ſich hatte. 

Detektives der Bezirkswache an 
Desplaines Str. verhafteten zwar eine 
ganze Menge ihnen bekannter Miſſe— 
thäter, doch konnte der Haft- 
linge von den Opfern identifizirt mer- 
den. 


Der 7 


feiner 


—1 0... 
sser ii fie? 


Die Seiche einer mıbefannten fchönen Frau 
aus dem See achtit. 

Ditende von Berfonen, Neugierige 
und Angehörige von verm ißten Mäd— 
chen und Frauen, betrachteten in Rol— 
ſtons Leichenbeſtattungsgeſchäft, 370 
und 372 Wabaſh Avenue, heute die 
ſtarren Züge einer jungen Frau, deren 
Mund für immer geſchloſſen iſt, aber 
Niemand vermochte die Todte zu er— 
kennen. Auch wird erſt durch eine 
ärztliche Unterſuc Dr 


hung, welche 
Otto-Lewke, der Koronersarzt, heute 
Nachmittag vornin 


imt, feſtgeſtellt wer 
den können, wie die rau den Tod 
fand, ob, wie manche 


meinen, die lin 
alüickliche betäubt und da in den 
Eee geivorfen wurde, mit anderen 
Morten einem Rard- oder LYujtinorde 
zum Opfer gefallen ift, oder ob jie in 
den raufchenden Kfuthen des Sees Er= 
löfung von irdiſchem Ungemach, die 
Ruhe des Todes, geſucht hat. 

Die Unbekannte iſt etwa 26 Jahre 
alt; ſie trug ſchwarze Kleidung. hatte 
braunes Haar und braune Augen, und 
einen ſympathiſchen Geſichts — 
Man hat es augenſcheinlich mit einer 
Frau aus guter zſtellung zu 
thun. 

Mehrere 
dernde Leute 
früh in der Nähe des Gebäude 
Kolumbia=‘ Jachttlubs im See tr — 
der Le bensrettungsman nichaft gelang 
es nad) einftündigen Suchen, Diejelbe 
in der Nähe der Congreß Str. aufzu— 
fiſchen. a“ Reiche het pielleicht fünf 
his zehn Tage im See gelegen An 
einem NHalssand, melches Die Todte 
trug, war ein Medaillon, Doch war ein 
darin befindliches Bild entfernt mer= 
den; od das gefchab, um jede Spur zu 
verwiſchen, muß dohingeſiellt bleiben. 
Natürlic ih gibt e53 eine Menge Theo— 
rien, mie und Ivo die Frau den Tod 
aefunden hat, vorerft ift aber, abae- 
feben ton dem Ergebniß der ilnter- 
fuhung von Dr. Lerwfe, feine Ausficht, 
daß das Geheimniß gelüftet 
wird. 


nn 


Lebens 
vom Fiſchfang heimru— 
ſahen die Leiche geftern 

des 


m: 


_— —— — — 
Die jüdische Reujahrsfeter. 


Geſtern Nachmittag wurde 
12. Str.Brücke 
ligionsbrauch 
Brücke und das 


an der 


ausgeübt. Eine die 
Ufer dicht beſetzte hal— 
tende Menge erwartete in andächtigem 
Schweigen den langen Zug, welcher 
ſich unter der Führung eines Rabbi— 
ners nach dem Fluß zu bewegte. Dort 
angelangt, öffnete einer nach dem an— 
deren ein Bündel, das Brodkrumen 
enthielt, und verſtreute ſie über das 
Waſſer mit den leiſe gemurmelten 
Worten: „Mögen meine Sünden 
von mir weichen, ſo wie die 
Krumen vom Waſſer weggetrieben 
werden!“ Die Handlung dauerte 
über eine Stunde, da immer neue 
Krumenbündel ihren Inhalt preisga— 
ben, ſodaß ſchließlich der Fluß an ſei— 
ner Oberfläche faſt weiß ausſah. All— 
jährlich zum jüdiſchen neuen Jahr 
üben ſtrenggläubige Juden dieſen 
Brauch aus. 
_— — 


nr; und en. 


* Im Warteſaal des Illinois Zen— 

tral-Bahnhofes an Part Rom murde 
geftern eine junge Frau ohnmächtig. 
Man ſchaffte ſie in's Samariter-Ho— 
ſpital. Aus einem bei ihr vorgefunde, . 
nen Brief folgert man, daß die Dame 
Fıl. Alphonfine Cadieur, 1427 Midi: 
gan Ave., re 


CASTORIA 


für Säuglinge und Kinder, 


Dig Sorte, Die Ihr Immer Gekauft Habt 


i 
1 
| 
It 
| 
| 
| 
| 
| 
| 
i 
® 
: 
| 


werden |! 


nn | Chicaao Ave. 
ein alter jüdifcher Re= | 


item © 


Bäuberifde Bohren. 
Plünderten den Agent einer Sid- 
jeite-Hochbahnitation aus. 


Verthierter Burfde. 


Brachte angeblich feiner betagten Mutter 
lebensaefährlihhe Derlegungen bei.—Aus 
Eiferfuht. — Kühlten ibr Müthchen an 
„zcabs‘'.—Das Derbrecherunmefen. 


„ames Wigginton, Nr. 325 W. 59. 
Straße, Agent der Süpdfeite-Hochbahn- 
ltation an der 18. Straße, wurde dort 
heute früh von zwei baumlangen Moh— 
ren überfallen, die Geſichtsmasken tru— 
gen. Einer der Raubgeſellen hielt ihm 
einen Revolver in's Geſicht und zwang 

ihn, die Hände gen Himmel zu ſtrecken. 
Der Kumpan ſeines Angreifers trat 
dann in den Verſchlag und zog die 
Geldſchublade heraus, war aber haſtig 
und ungeſchickt, und die Folge war, 
daß die Schublade fiel und der Inhalt 
auf die Dielen rollte. Der Raubgeſelle 
ſammelte nunmehr in aller Ruhe das 
Geld, etwa 
nen Tafchen verſchwinden, 
de Banditen das Weite ſuchten. 

Wigginton lär utete die 
tion angebrachte Alarmglocke. Da ſich 
aber fein Bol Kaift blicken ließ, nahm er 
die Verfolgung der Mohren auf, die an 
18. Straße bis zut State Straße ge⸗ 
fürmt waren und dann die Flucht in 
jüdlicher Richtung fortjegten. Er ver— 
folgte jie bis zur 22, Strafe. Dort ver- 
Ior er fie aus den Augen. 
nach der Bezirfsmache an der 22. ©tr., 
eritattete Bert ht und 
nad) der Station. Den mit der Aufar- 
beitung des Falles betrauten Detektive 
gelang e3 bisher nicht, eine Spur bon 
den Rändern zu finden, die angeblich 
ſchäbig gekleidet waren, aber Revolver 
neueſter Konſcruktion hatten. 

— Dorothea Sonnenberg, 

34 Newton Str. lie 
Suflanbe 


Darnieder, 


Nr. 


Sie wur 


Ferdinand brutal — —— 


ahrige Mutter am Samſtag Nach— 
mittag thätlich 


über die Greiſin hergefallen ſein, 
ſchwer mißhandelt und d 
Frau auf ir Det geworfen haben. 
Geitern 9 erfuchte 
Sonne nbera, der. Vater des verthierten 
Burfchen, die Volizet, feinen jauberen 
Spröhli ng »u verhaften. Die Detef- 
tives 
Bette vor Neben ihr fe 
Er wurde geweckt und ein 
Frau wurde in einer —— nach 
dem St. Eliſabeth-Hoſpital geſchafft, 
wo die ſie behandelnden Aerzte feſt— 
ſtellten, daß ſie einen Schädelbruch, 


Morgen 


—— ber S ohn. 


einen Rippenbruch und ſchwere Haut- ä H nalen end 
ı einen Einbruch in die Schneiderwerk— 


abſchürfungen erlitten hat. 

Martin Sonnenberg wurde gleich— 
falls dingfeſt gemacht, weil er nicht ſo— 
fort 
die 9 
zei in Kenntniß ſetzie. 
Wohnung von 
rion, 211 W. Lake Str., 
heute zu früher M dorgenſtunde der Far— 
bige Luther Hudſon von ſeinem Raſſe— 


In der Lucy Ma— 


Nr. 


und lebensgefährlich verwundet. 

Man muthmaßt, daß Eiferſucht der 

Streit herar fſbeſchworen, der einen ſo 
blutigen Verlauf nahm. Hudſon und 
Ward ſind Schlachthausangeſtellte. 
Hudſon — f, als er bei Lucy vorſprach, 
ſeinen Nebenbuhler an. 
war die —* ge, 


und von dieſem niedergeſchoſſen wurde. 
Ward wurde verhaftet. Hudſon fand 
Aufnahme im County-Hoſpital, 
die ihn behandelnden Aerzte ſeinen Zu— 
ſtand als nahezu hoffnungslo 
zeichnen. 

Von Baſeballſpielern, 
auf ſeinem Fuhrwerk 


die er 


Nogaah, Nr. 398 N. 
mit Steinen bombardirt und 
verletzt. Ein 
greifer — von dem Detektive John 
W. Ryan von der Bezirkswache an W. 
verhaftet. 


Lincoln Str., 
ſchwer 


Adreſſe als 
Noble Str. Roaaak wurde nad 
&t. Glifabeth - Hofpital aefchafft. 

Beim Nerfuche, drei junae Zeute zu 
trennen, die fich por der Mirthichaft 
Nr. 576 Elnbourn pe. in die Haare 
aerathen waren, wurde der 23jährtae 
Theodore Drob, Nr. 91 Fair Place, 


om, 


| pon einem der GStreithähne mit einem 


Mefferitih in den Hal bedacht. Der 
Nermefferte beaab Tih nach Haufe, 
nachdem ein Arzt die Wunde verbun= 
ben hatte. 

Sames Daden, ein 
mwerfichaft aehörender, 
höfen beichäftigter Neger, murde zu 
früher Morgenftunde an 38. Str. und 


zu feiner Ge- 


| Rarnelf Ave. von eintn Mob angearif- 


i Angreifer, Fran O’Donnell, 2 


; erten nun zehn Schüffe 


fen. In Nothmwehr z0g er fchlieklich 
fein Meffer und brachte atveien feiner 


alt, Nr. 3627 Lowe Ave., 2 James 
Gavin, 2 Jahre alt, Nr. 699 38. 
Str., Wunden bet, bie ihre Ueberfüh- 
rung nach dem Propident-Hofpital 
nothmwendig machten. 

Die Genoffen der Verwwundeten feu- 
auf ihn ab. 
Er wurde von zwei Kugeln in den Rü- 
den bezw. den Interfiefer getroffen. 
Zur Zeit Tiegt er in nahezu boff- 
nungslofem Zuftande im Propident- 
Hofpital darnieder. 

E. Lealie, ein in Dieniten derffirma 
| Swift & Co. ftehender Cleftriter, 
wurde an Root, nahe Halited Str., 
bon einem bon Frau und Rind be: 
aleiteten Untonmann jämmerlicd) ver: 
bläut und ſchließlich niedergeſchlagen, 
weil er erklärt hatte, ein Gegner von 
Arbeiterberbänden zu ſein. Sein An— 
greifer entkam. 


$16, auf, und lieh e3 in feis | 
worauf bei= | 


por der Gtas | 


Sr eilte dann | 


d begab ſich zurück | 


Waſchanſtalt 
Lake Str. zu verüben. 





gt in bedenklichem | 
im &. Clifabeth-Sofpital | 


den Angaben | 


her Bolizei gemäß, von ihrem Sohne trouillewagen ein 


Der | 


Burfche, der 23 Sabre alt ift, foll die | verfolat und nach aufregender Hebjagd 


angegriffen haben. Als | 
er Nachts heimfehrte, foll er nochmals | i ) . 

fig | mache einen Mann, den er angeblich bei 
ie bewußtloje | 
R I m 
Martin | 


fanden die Frau ohnmädht ig im 


| hen, murde der 24töhriae 


2. dem bon feinen Sohne auf | 


Mutter verübten Angriff die Polis | ben. 





wurde ſchlag gebrachter Revover 


von der 


Fr —F > m : ' findlichen Net 
genofien Charles Ward niedergefnallt | findlichen Rettu 


Ein Streit — 
in beffen Verlaufe er | 7 ch gelang es ihm, 
| anaeblih Ward mit einer Axt angriff Flucht feiner Bermubuna au ent ziehen. 


8 be: | 
| tiat, am Abend des 27. 


. | ein mit mpaon eif 
nieht | ein nit einem Kumpan einen aemwiffen 


fahıen lalfen | 


| molfte, wurde aeitern Nachmittag Emil | ae 
i me a1 


er Seiner anaeblichen Ans | 


| tochter Eva entführt zu haben, 


auf den Vieh | 


7 Jahre | Guire, 


NAbendpoit, Ehicago, Montag, den 12 


Un 47. und Loomis Str. wurde 
George Tedhurd, ein in der Anlage 
der Firma Hammond & Co. beichäf- 
tigter Nichtgemerkffchaftler, von Union- 
leuten thätlich angeariffen. Er flüd- 
tete zwar, murbe aber verfolat, mit 
Steinen bombardirt, gefällt und dann 
jo ſchwer mißhandelt, daß er zur Zeit 
in bedenklichem Zuftande in feiner in 
South Chicago gelegenen Mohnung 
Darniederlieat. 

James D’Ioole, Nr. 540 Morgan 
Eir., ein in der Anlage von WArmour 
& Co. beichäftigter, zur Union aehöri- 
ger Schlädhter, murbe geitern Wbend 
an 57. und Man Str. von Genoffen, 
die ihn für einen „Scab“ hielten, derb 
berbläut. Er wurde nach der Bezirks⸗ 
wache geſchafft, wo ſeine Wunden ber= 
bunden wurden. Seine Angreifer ent- 
famen 

A {uf der Heimfahrt von 
Heiahts begriffen, mo er 
und Kindern Verwandte befucht hatte, 
wurde geſtern Abend Louis Stadler, 
Nr. 26 Webſter Ave., in einer Halſted 
Str.Car, a dieſe fich zwiſchen Black— 
hawk und D iotfion Str. befand, bon 
Strolchen im Alter von etwa 13 Jah- 
ren der Hut vom Kopfe aerifjen. Die 
Räuber aaben Tserjenaeld und entfa- 
men mit ihrer Beute. 

Michael Zeichad, Nr. 2 . Str., 
wurde, als er 
Bruders auf dem Heimi imege 
an 47. Str. und Eenter pe. von zwei 
Megelagerern überfallen, die den ein— 
jamen Manderern Revolver 
Bruft fekten und fie um ihre Baar— 
Ihaft in Söhe ven $47 beraubten. 

Als der That verdächtig murden 
fräter Thomas Eufef 
Mefek verhaftet nnd von den Gebriü- 
dern Tefhad als ihre Angreifer iden- 
tifizirt. 

Tony 
Nr. 


Waſhington 


Schrader und Caſpar Steps, 
568 Elſton Ave. wurden geſtern 


und Michael | Nr : zer 
und Michael yumen infolge veifen Freilogis. 


mit Frau 


| einer Wirthichaft 

 Halited Straße, 
sm 

| Morgen 

fi) in — ſeines — 

befand, 


auf die 


Abend von halbwüchſigen Burſchen er- 


ſpäht, als ſie angeblich 
waren, einen Einbruch 
an Warren Ave. 


in Hop Los 
und 


Die Straßenaraber ſchlugen Lärm. 
Die angeblichen Diebe flüchteten, wur— 
den aber von einer ſtetig wachſenden 
Menaec, der ſich ſchließlich in drei Pa— 
kleines Heer von 
Detektives und Poliziſten anſchloß, 
verhaftet. 

Nach heißer 
tive Michael Driscoll von der Haupt— 
dem Verſuche überrumpvelt hatte, in 
den Laden der Wisconſin Butter Co., 
Nr. 54 State Str. einzubrechen. Der 
Häftling gab 
thony Capello an. 

Unter der Ank age. den V erſuch ge⸗ 
nacht zu haben, R. H. Der, 5 J 
2a © Salle Sir, an State und —— 

der Taſche zu zie— 
John Hana— 
on. Nr. 124 La Salle Sir. verhaftet. 

Der 16jährige Joſeph Reilly, Nr. 
2631 Abe mn * er um ein Naht 
ältere Harry Hallen werben besichtiat, 


— 


Str. die Börſe aus 


ſtätte von Louis Iſaac. Nr. 2560 Cot— 
tage Grove Ave. verübt und Stoffe 
im MWerthe von $50 aeftohlen zu ha— 


Drei anaebliche Einbrecher wurden 
non Deteftines mittels auf ie in Ans 
aezmunaen, 
der Hinterwand des Ge— 

174 Madilon Str. be 
nasleiter zu Flettern. 
Sie wurden berhaftel und einaefäfiat. 
‘ı der Wache aaben fie ihre Namen 
ala Charles Shit, George Bernttein 
und Bernard Holly an 

a 39 Str. und 


an 


bäudes Nr. 


Stemart Apr, 
red Koehler, 2939 Bonfteld 
bon Meaelagerern überfallen, 
fih durch  eilige 


Er. 


wurde 
art en Buſſian 


op u 
Der Farbiae Mm. 


ton den Deteftipes S 


wo | pon der Bezirfswache an CottageÖrove 


| Ave. nad kurzem Kampfe an 29, 


und 
Sr wird beatch- 
Augauſt im Ver— 


State Str. verhaftet. 


av a 
AL SR: 


im Mafhington Bart 
und um $60 ımdb eine 
aoldene Mr nebit Kette 
beraubt zu haben. . 

wu. der im Gebäude Nr. 4760 
Lafe Une. wohnt, TItea noch an den 
v 
. 


Verry 
mißhandelt 


— der Mikkanbkungen imMerch- 


Er aab feine | Ho ſpital darnieder. 


Frank Gottfhalf, Nr. 223 | 


TI. MeGuire, der besichtigt 
feine elf Monate alte Adoptiv— 


Yon. 
wird, 


Jagd verhaftete Detek⸗ 


ſeinen Namen als An- 


im Beoriffe | 
i der Ede der 80. 


1 ben, vorgeführt. 





tr. 170 | 


Aus den Poiizeigerihten. 


Wollte ihren angeblihen Derführer vor 
Strafe fbüten. 

Die 17jährige Lottie Nermman bon 
Grand Rapid und Fred Pearle von 
Chicago hatten fich Heute vor Richter 
Maher zu verantworten. Lottie war 
bezichtigt, ihren Eltern durchgebrannt 
und nach) Chicago gefommen zu jein, 
um Fred zu heirathen. Lebterer fol 
fie —— haben. Das Mädchen er— 
klärte, jede Strafe, die man über ſie 
berhange, geduldig tragen zu wollen. 
Fred aber ſollte man nicht beſtrafen. 
Er habe ſie ſogar dringend erſucht, 
nicht nach Chicago zu kommen. Sie 
habe es dennoch gethan. Er habe ſie 
nothgedrungen von dem Dampferan— 
lageplatz abgeholt und deshalb ſeine 
Stellung im Continental-Hotel ver— 
loren. Das ſei der Beginn ihrer 
Widerwärtigkeiten geweſen. 

Trotzdem ein Bruder des Angeklag— 
ten Fürbitte für das Brautpaar ein— 
legte, wurde Pearle um 875 und die 
Koſten beſtraft, das Mädchen aber 
dem Jugendgericht überwieſen. 

Um je $10 wurden im Polizeigericht 
bon Hhde Park heute die Neger Si- 
mons und Randall geftraft, weil fie in 
an der und 
wo ſich geſtern 
eine Anzahl 
eingefenden hatte, Revolver gezeigt 
hatten. Das Treiben der Leute 
war einigen Poliziſten in der be— 
nachbarten Bezirkswache 
vorgekommen, und ſie hatten dieſelben 
nach Waffen durchſucht. Die beiden 
Afrikaner waren die einzigen, bei de— 
nen ſolche gefunden wurden; ſie be— 


FE 
Zi. 


Sohn Powers, 1720 88. BI., wurde 
heute von Kadi Quinn in Hyde Park 
unter 51000 Bürgſchaft dem —**— 
nalgericht überantwortet, und Wm. 
Nekes wurde um 
geſtraft. 
ter C. Schroeder, 1549 93. Str., a 
Ave. ohne jede Urſache angerempelt, 
und Powers ſoll ihn 
gen Fleiſchermeſſer geſtochen haben. 
Powers' Entſchuldigung, daß Schroe— 


der die elfjiährige Schweſter des Ange- 


klagten auf der Straße beleidigt habe, 


wurde von dem Verletzten beſtritten 
und vom Richter für eine faule Aus— 


rede gehalten. 

Leo MeGrath wurde heute Vormit— 
tag Richter Quinn unter der Anklage, 
einen Raubüberfall vo Urührt zu ha— 
Fred Andrews, ein 
Straßenbahnſchaffner, 4326 Fifth 


Ave. bezeichnete mit Beſtimmtheit Me— 


Grath als den Mann, welcher ihn auf 


ſeinem Wagen der Wentworth Ave. 
Linie an dem Eiſenbahn— Uebergang an ı 
ein 


der 39. Straße anfiel und ihm 
Schießeifen vor die Stirne hielt, mäh- 


rend feine zwei Benleiter ihn um $13 | 
ı erleichterten. 


McGrath wurde an 45. 
Str. und Princeton ne. verhaftet, 
Sn feinem Befit wurde ein Todtjchlä- 
ger gefunden, mas die Volizei in ihrem 


Verdacht bejtärkte, vaß er an dem be- 


murde | 


geſtern Nachmittag im MeGuire-Hotel 


an Madiſon und Paulina Str. ver— 
haftet. 
eingeleitet worden, das 
hut der Vfleaeeltern an entziehen, 

anaeblich nicht geeignete 
fönlichfeiten zur Erziehung eines 
des ſind. 

Frou MeGuire wurde angewieſen 
das Kind dem Richter Mack borzufüh- 
ren. Ms Sie dem Befehle nicht nad: 
fam, wurde fie = aeraat ung de3 
Gerichtshofes für Schuldia befunden 
und dem Sefänanifi üibermiefen. Das 
Urtheil wurde pom Appellhofe umae: 
ftoßen, und die Frau mußte in reis 
heit aefebt werden. 

Geitern erfuhr die Nolizet, dor Me- 
der mit dem Rinde aeflücht.: 
tvar, zurücgefehrt fei. Am Nachmittag 
wurde er vom Sergeanten MeNally 
verhaftet. Die Polizei iſt der Anſicht, 


Kind der Ob— 

da 
Ver⸗ 
Kin- 


E35 waren aerichtlihe Schritte | 
ı nicht weniger ala zwölf auf Mord Iaus= ' 
tende Anft agen zu prüfen und entmwe- !' 


dat er dem Richter Mad den Berited 


des Kindes verrathen wird. 


Haben Sie Blähungen 


Sodbrennen nah dem Giien? Wenn da3 
Sal, fo willen Sie wie elend 
süblen. Sie fürdten fich, dies oder 
fen, und als 
und ausgemergelt. 
an und verfuhen Sie eine Tofis Hoitetterd? Mas- 
gen-Pitter8 dor jeder Mahlzeit. Cie werden 
eine Bejlerung aleihb bon der eriten Dofis 
an bemerfen, und wenn vegelmäßig aenommen, 
beilt es ſtets ſchwachen Magen, ſchwache Nie⸗ 
ren, ſchlehten Appetit, Nervöſität, Unverdau⸗ 
lichteit, Dyspepſie und Malaria. 


Hoſtetter's 
NMagen-Bitters. 


oder 
der 
das zu eſ—⸗ 


Sie ſich 


Folge davon werden Sie dünn | 
Nebmen Sie unseren Rath ! 


\ 


treffenden Raupüberfall betheiliat ae- 
iwejen fei. Der Fall murde bi$ zum 
19. September verfchoden. 
—.— —— 
Die Großgeſchworenen. 


Haben len v.el zu thun. 


dabei 
forajan zu We = . gehen mülfen“, 
fagte Geute Striminalrichter 


5 


„Die Jury wird dfleißig und 
Kerſten, 
nachdem er die Großgeſchworenen für 
den Septembertermin in Eid und 
Pflicht genommen hatte. „Es nu 
ihr mehr Fälle zur Unterſuchung vo 
als Die Staatsanwaltſch chaft no to ie bei. 
famnıen gehabt hat. Suchen Ste die 
Erhebuna unhaltkarer oder unnälhi 
ger An en möglichſt zu vecmeid 
ren, aber ſeien Sie wohl ein 
Grundfahes, dak Niemand, 
e verdient bat, fein Scjuldt- 
trafe entgehen jollte.“ 

Zum Sn nann 
wurde pom Nichter Herr Marfball F 
Holmes, 469 Normal Bart Wan, 
ſtimmt. Vie die Staatsanmaltichaft 
angibt, bat fte fchon geaenmärtia 500 
Antlagen zur Unterfucn una durch 
Sropasihmorenen vorbereitet. Km 
Laufe der nächlten Woche mioaen noch 
meitere 290 hinzufommen. Yu berüd 
fichtigen ift freilich, 
boriaen Monats feine 
getagt bat, dat alfo jeht Das Arbeits— 
auantum ben ‚rei Monaten zufams 
menfommt. Dennoch überlteigt Die 
Zahl der Kriminalfälle, 
erledigen aibt, felbit das fonit üblich 
aemwelene Sentemberpenfum der Giro: 


k 
meine H 


hr 
lag: 
er 
| des 
iy, af 
ra 


der 


geſchworenen um ungefähr 25 Prozent. 
allein 


Die Geſchworenen werden 


der zu beſtätigen oder verwerfen 
haben. 
ſtand verſetzte Perſonen, 
Mordverdacht vorliegt,! 


Unterſuchungshaft, weitere 


zu 


elf 


auf freien Fuß geſeht. 
abgeſehen ſetzt 
Grand Jury ſich zuſammen wie folgt: 

F Hammend, Blue 


NR. 
925 N 


Island. 
Vauling Str. 


} Cor: ell 
552% Mar von "Ave. 
5449 Wooedlawr 
We eſt Ma 


. Goß, 
. Yutbard 
Chambers, 
iron, 307 
. De Land, 
Xeriin, 416 
9. Sreag, 
T RR Copa 
Gere G 8 
Rilliam 9. Dunn: 


adiſon 

8 u 
Votoma e. 
128 Weſt Berteau Ave. 
2135 Meft Adams Str, 
‚ 6945 Anglefide Ave. 

man, 141 Mabaniia 
Pırelov, 33 Weit Chicago Une. 
Yofter, 10 Warren Ups. 

Dale, 4813 St. Lawrence Ave. 
Eharles R. Lindſay ir. 335 Ruſh Str. 
Kohn J. Kennedy. M Walnut Str. 

William W. Doolittle, 1231 Winthrop Ave. 
James J. Graham, 107 Indiana pe, 
Erneſt G. Brown, 712 3 Ellis Äbenne. 


—1 0 —— 
Kurz und Ren. 


Ave. 
Otto F 
rauf X, 
Harry ©. 


* Bundesrichter Kohlfaat hat heute 
126 Schuldner, welche Tidh zmed3 Er— 
laffung ihrer Schulden an das Bun- 
desgericht gewandt hatten, von ihren 
Zahlungsverpflichtungen befreit. Die 
Schuldfumme. belief ſich insgeſammt 
auf-$300,000. . 


Streiibrecher | 


verdächtig | fe 


$10 und die Koften | 
Die beiden Kerle follen m. | 


Str. und MWentworth | 


mit einen lan | 


| Wahlverfammlungen 


Geſchworenen 


be⸗ 


Die | 


dab mährend des | 
Grand Nur | 


welche e8 zu ! 


Neun noch nicht in Anflagezu= | 
gegen melche | en 

befinden Tich in | 

aus | 


derfelben Klaffe find gegen Bürafchaft | " 


Von dem Schon genannten Obmann ! 
die Mitagliederfchaft der ' 


September 1904, 


Die Stants-gefefgehung. | 


„Legislative Boters’ League“ wird 
Kandidaten anf den Zahn fühlen. 


Kepublitfaner Tampffertig. 


Republifanifcher Konvent in £afe Conuiy. 
Sämmtliche gegenwärtige Beamten wie: 
dernominirt. — Kampagnefiub für die 
zwanzigite Ward, 


—— Cole bon der „Legislative 
DBoters’ League” hat zahlreihe Zu: 


ſchriften erhalten von Bür gern, die jich | 
einverjtanden erklären mit dem Beitre: ' | 
der Staats: 
legislatur eine beffere und würdigere | hI 
als die | 
geſetzgebenden 
von 
den betreffenden Vrieffchreidern erſu⸗ 


ben der Liga, Chicago in 
Vertretung zu verichaffen, 
Stadt bisher in der 
Körperſchaft gehabt hat. 


N 


Diele 


hen Herrn Cole, er möge do 
tellung von unabhängigen 
turfandibaten in ge’ * nd nehmen, 
bezw. veranlaffen. diejer Hinjicht 
eg * F Jerr Sole, 
die Liga nichts th, Genügen 
ton den Parteiorganifationen 


die Auf: 


| nicht, melde a 
en Die 


Sir 


n Volksvertreter zu ſtel— 
—— berechtigt, 
nicht zu ſagen verpflichtet iſt, jo ſei es 
Sache der Bürger, andere Kandidaten 
herauszubringen. 


Perſonen geſammelt, und die Wahl— 
agitation muß 
den. Die „Voters' League“ 
ihre Thätigkeit darauf, 
„Herz und Nieren“, bezw. denRuf und 
die Perſönlichkeit der 
Kandidaten zu prüfen und von denſel— 


öffentlichen Fragen zu verlangen. Üe— 
ber dasErgebniß der von ihr angeſtell— 


ſie zu gelegener Zeit Bericht, es 
den Stimmgebern Auer aſſend, 
| Auswahl zu treffen. Die Liga ver: 
lanct von den Ranbibaten, daß d 
ji der Verantwortlichteit bewußt 
find, welche fie im yalle ihrer Ermwäh- 
| lung auf fig 
fich verpflichten, auf die Einführung 
einer vernünftigen Zivildienitordnung 
in der Staat- und der County-Ver— 
mwaltung hinzumwirfen; daß fie fich zu- 
quniten eines möglichit weitgehenden 
Selbitbeftimmungsrechtes der Gemein 
den, Bezirke ufm. erklären; ſie ſich 


Bezt 





daß 


örtlichen Steuer- und Verwaltungs 
behörden einzutreten; daß 
dem verſprechen, in der Legislatur ei⸗ 
ne perſönliche Abſtimmung über 
Antrag zu verlangen, welcher 
abzielt, 
geſetzgebenden Körperſchaft 


aus zu vergrößern. 

Nachdem jetzt das formelle 
meſchreiben des Herrn Ro ofen 
Druck vorliegt, darf man die re 
fantiche Wahltampagne in alter 
für eröffnet halten. PVorfiter Co re 
you bon der nationalen Kampaanelei- 


Anne ah 2 


elt im 
epubli- 
Form 


tung it aegenmwärtig hier in Chicaao | 
der | 


| Macomb, 


und pflegt mit den Vorſitzern 


Staatsausſchüſſe von Illinois und 


des Wahlfeldzuges Rath. Den Staats— 
Ausſchüſfen bleibt es überlaä iſſen, 
vorzubereiten, 
die nationale Parteileitung ſorgt für 
Redner, ſoweit ſolche von auswärts be— 
ſchafft werden müſſen, und in den Ge— 
genden, 
Stelle in ausreichendem Maße aufge— 
bracht werden können, 
zur Beſtreitung der Kampagnekoſten. 
In den Staaten Kanſas u 
hat man mit der Wahlagitation 
reit3 begonnen, 
| Kampf am 17. 
iperden; in Michigan, Waſhing 

Montana am 15. September 
und Weit Virginia am 


men 

| ton und 
| in —* 
17., in Jowa und in 

| in Denninlvania am 
24. Septemb 


am 1. Dftober. 


u 
ST. W 
er und im 


jota am 


Gen die Nepuklifaner nun auch ihren 
Scuntyfonvent abaehalte:: 


folgenden Kandidaten aufgeitellt 


gerichtsichreiber — 8. D. 
Koroner — Dr. %. 8. 


| märtig die betreffenden enter, find 
alfo miedernominirt morden. Herr 
George E. Foß, der Kongreßabgeord— 
nete des Bezirks, 

bei und ſprach 
die po fitifche 2 ga 


or demfelden 


3 Sommers bereiit hat. 
In der 20. Ward bat fi ein 
„Roofevelt and Deneen Club“ organi- 
der zu Vorſtands 
ı nahaenannten Herren gemählt 
ı Ben %. Nicholfon, Präſident; John 
MW. Herfen, €. E. Hamilton, Nat. 
Brenner, N. R. Wakefield und Demitt 
E. Kones, Vizepräfidenten: George R. 


ı Sirt, 


| Newcomb, Schriftführer; Romaine R. | 


Eonger, Schagmetiter. 


— Herausgeplagt. — Kranfer Pas 
pagei (zum eintretenden Thierarzt): 
„Dummkopf, Pfuſcher!“ — Thierarzt 
(verblüfft, zum Beſitzer des Vogels): 
„Nanu, habe ich denn das Thier ſchon 
früher einmal behandelt?“ 


Niedrige Raten nach Waſhington, 
Oregon, Kalifornien. 


Tickets für Hinfahrt nur $33. 
Dia 
Ch'cago, Milwanfee & St. Paul: Bahn. 
Jeden Tag, vom 15. September bit 15. 
Oktober; Tidet3 gut für Ionriften » Schlaf: 
waggons. Auswahl der Routen. E3 ift wich⸗ 
tig, frühzeitig Beftellungen zu machen, 
Tidets: 95 Mams Str. Zelephon: Harri- 
for 3843. jep5,8,12,15 


Regislas | 


u und will 
die 
aufge= | M 
ttellten Kandidaten den Anforderungen | 


um | 


Die Unterfriften | J 
ı für entfprechende Nominationsgefuche | 
müſſen von den zunächſt interejfirten | 


bon dieſen beſorgt wer- J 
beſchränkt 
semwilfenhaft | 


aufgeltellten | 


ben Ste llungnahme zu allen wichtigen 


ten Erhebungen und Umfragen erſtatte 
dann 


ihre 


dieſe 


nehmen würden; daß fie | 
| ihr abgenor nmen hat, jest hat fie die- 

f5] 
| jelb 


| bor Richter 
| lan, meltbe 


| nen 
verpflichten, für die Verfchmelzung der | 


fie auf | feiner unaufhörlihen Mihha 
auper- | 


jeden | 
—— | 
das Angeltelltenperfonal der |? 
. * ., I immer, 

uber Die | 
ftatutenmäßiaq feitgefegte Anzahl Hin= | 


| habe I nie 
| fönne nicht3 dage gen thun, weil er das 
| Gefeß fei. 


= . 2 F | dort 
anderen Staaten über die Einzelheiten ! 
| mitı 


die | 


| brachte 
| und ih mußte infolge des allgemeinen | 
Unwillens die 
* er | rau 
wo jolde nit an Ort und | und 
an Ir | den Kinder n, 
für Geldmittel | +; 


nd Miffouri | ; 

be= | 
in Slinois foll der | 

September aufgenom=»! ı 


| al3 Mutter zu erfennen gab und bie 


Yıdiana am 20., | 
Minne: | 
Ohio * 


Im benachbarten Lake County ha- 


und Die! ieh 
| enticheiden, 
Staatsanwali—R. P. Hanna; Krei2= | 
Brockway; 
Taylor: Ver⸗ 
nelfer— james Anderfon ir. Sämmt- : 
liche Kandidaten befleiven auch aegen= | 


mohnte dem ons | 


ce in Maine und | 
öftlichen Staaten, bie er wäh: | 





nr 1= | jeit ein paa 
Smitgliedern die | 


hat: | 


E. iverson & Co, 


1600-1004 Milwaukee Ave. 


Diefe nırd Viele andere gleih gute Bargains 
zum Berfauf den ganzen Tag 


Dienstag... 


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fancn Farben, jotie — | 
—lit rth 15c der Yard 3 | 
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- Die J IE 19e und 


ſchweres 


wth. 


blaue 


paſſe 


Schlechte Geſchäfte. 


tzer der Ex?urſionsdampfer klagen 
über das Sommergechſäft. 


Vor kurzem noch verſicherten Leiter 
hieſiger Dampfergeſellſchaften, daß im 
Allgemeinen das Sommergeſchäft ein 
befriedigendes geweſen ſei, jetzt klagen 
ſie aber, daß dasſelbe bedeutend ge— 
ringer war als im Voriabre. Dafür 
werden nun die verſchredenſtenUrſachen 
angegeben, erſtens und vor allen Din— 
gen das kühle Wetter während des 

| ganzen Sommers, zweitens die Melt: 
auaftellung in St. Louis, welche viele 
‚Bor acht Nahren war ich infolge | Touriften abbielt, die Tonft übliche 
: ndlungen | Wajferreife zu machen, und fohließlich 
meinen Gatten,. | hat auch der bon den beiden neuen 
ohnfon, zu verlaffen“, | Riefen idampfern „City of Benton Har— 
Frau unter Thränen auf dem hor“ und „Indianapolis“ gemachte 
Hande aus. „Er fehlug mich faft | Mitbewerb die Einnahmen der ande- 
und mein Leben war berefen- | ren Aheder geichmälert. 
et. Ginmal traf er mich vor dem Nicht minder flagen die Befiger der 
Haufe Meiner Mutter, und flug mich | Sommerhotel®. Bon biefen haben nur 
m it einen 1 Rnüpvel über den Kopf. Er | wenige Seide gefponnen. Man hofft 
(te; mich obendrein verhaften, weshalb, | nun auf eine um jo größere Einnahme 
erfahren. Ich alaubte, ich | Im nachiten Jahre, mann übrigens ein 
weiterer großer Erfurfionsdampfer 
hier in Dienft treten fol. 


Wahrheit oder Diptung ? 
täßt fih anfcheinend fhuldlos | Die Be 
ortnehmen. 


Eine Mutter 
verbaften und ihre Kinder f 
Sieben Jahre lang hatte Frau Sr 
Die Smith vergebens nach ihren drei 
Kindern geſucht. welche ihr Gatte mit 
Hilfe eines willfährigen Konſtablers 


gefunden, und heute mußte ſie 
Kapanaad per deren Be: 
dern Frl. Nellie MeMtil- 

fie auf ihrer arm bei 
ht, will fich nicht von th> 


sen 


* 


ſitz kän pfen, 
— a 
trennen. 


GEZIDUNGEN, erſten 
m rer 

Ziley K. 
adie bie 
J 


ii: 1eit 


Sch ließlich wurde ich frei 


weil ich mich ſo gut aufge — 
tie man mir faate. 


—3 Sch „Ge: ‚maniften: Kongreß“. 

u nit meinemTöchterchen nach 
* yy Tages ae Unter dem Norfit des Profeſſors 
* Fon mit einem Sonftabler | Qearned von Philadelphia wird am 
zohr I kill sicli ll IUDIE ! 2 e 
auf u erflärte merhe: bat Sitabs | sreitag in der Konventionshalle der 
u] Lil „till . IWELDE iD etiil — RB nr, Be * 
Furcht vor dem | SI Louiſer MWeltausftellung ein 

wenueen U + | 8* RE * x * er i 
Konitabler e3 geichehen. Er | „Bermantiten = Kongreß” zujammen= 
dag Kind nad Prairie 


Sue ve 
aelaffen, 
führt halte, 
A Y, s 4 .. 
fuhr dvanıit I 


Fines 


sr 
ci 


Sitn, | freien, d. &. eine Yufammenfunft von 
| Forschern und anderen Leuten ftatt- 
Die | Finden, melde ein Bejonderes In— 
| tereffe für die Nolle Haben, die 
Rachforſchungen nach in dem großen DVölferbrama von 
Gthel und Wil, | Jermani schen Llementen gefpielt . ird, 
wär und vierzehn | veralichen mit den Rollen der 
daß ſlaviſchen, lateiniſchen und ſonſti— 
—— gen Mitglieder der Menſchheits-Fami— 
an and Wid Sorietn | [fe Von Chicago aus haben fich für 
befuchte bie Anftalt und | Dielen —— die nachgenannten Her— 

Zn Märterin Fehr viel; | ren mit Vorträgen angemeldet: Wm. 
fich Tchlierfih vor Nufreaung | Qode und Emil Mannhardt, von ber 
die | Deutfch = Amerikanischen Hiftorifchen 

Geſellſchaft von Illinois; der Anglo— 
Amerikaner J. W. Manly bon der 
Chicagoer Univerfität; Dr. John U. 
Nertreter de3 Schiwe- 
und N icola ay A. Grevſtadt, als 
Däniſch— Amerikaniſchen 


Stadt verlaſſen.“ 
beſchrieb dann ihre mühſeligen 
L rfolg loſen 
ic arry, 


i: — In, 


2 Obhut der . 
te. 


yerr perlanate, da wur 
Ste mülfe fih an 
e Gerie venden, war der Rath, den 
man ihr auf den Weg gab. Die un 
alü ickliche Mutter wandte ſich dann an 
l. MeMillan, bei der die Kinder wa— 
‚ aber diefe wies ſie kurz ab, und 
at Michter Tuthill " dDariider zu | 
ob die Mutter ihre Kinder 
wieder befommen foll oder nicht. 
Frl. MMilan erklärt, fie wolle 
den beiden Kindern—der jüngfte Sohn 
par bei einer Familie in Elgin unter- 
gebracht und ift ver Mutter übergeben 
eine quie Erziehung zu 
54; il werben laffen, und das fleine 
ch meinend an die 
ihm die Mutter fo qut er= 
t bat. Die Dame war vom Nadlap- 
richte im Gountn Randolph zum Vor- 
mund de r Kinder ernannt moorden, 
nachdem beren Vater fie der Mutter 
rortgenomne a grau —— iſt 
ſ i Zimmer⸗ 
Smith, — —* 
Stra— 


Kinder zu Ipre 


J ſie abgewieſen. 


tn 
lin 


E nander, 
diſch-, 
Vertreter 
Beſtandtheiles der Bevölkerung 
rer Republik. Unter den Herren, wel— 
che aus Europa herüberkommen, um 
dem Kongreß beizuwohnen, befinden 
ſich Prof. A. A. MeDonell, von der 
Univerſität Orford, und Prof. 
Sauer, von der Univerſität Prag. 


als 


des 


Sur Iichten Auhe. 


| 
F 
| 
I 
Die Leichenfeier für den verftorbe- 
nen früheren Richter Kir! Hames fand 
j Beute Nachmittag 2 Uhr im Trauer 
| hrufe, 2235 Calumef Ave., die Beifeh- 
una der trdifchen Hülle auf dem Dal: 
Iand3 Kirchhof ftatt. 

Fine Unzahl Mitglieder der An 
maltstammer mohnte dem Leichenbe- 
aangnik bei. Ehren-Bahrtuchträger 
waren die Richter E. E. Kohlfaat, Ri: 
hard ©. Tuthill, D.H. Horton, Fran= 
ci3 Baker, M. %. Tuley, Charles ©. 
Neelen, Arba N. Waterman, Thomas 
G. Windes, Rich. W. Clifford und 
Francis Adams, fowie die Herren Ge- 
neral Blad, Edwin White, U. M. 
Strong, €. W. Barrett, 9. 9. Gase, 

z William Rofe, €. 2. Raymond, Tho= 
\ 


m ädch en kla ammerie 


* we (de i 


mann Galbin. "RR. 
und wohnt 545 MW. Ban Buren | 

Schnfon fol in Kanjas fein. 
Win. TI. MeGuire, welcher por amet 
Monaten mit der elf Monate alten Eva 
MeGuire aus dem ugendgericht ver=- 
ihmwand, wo über die fernere Obhut 
des Kindes berathen wurde, murbe, 
wie an anderer Stelle berichtet, er- 
wiiht und. heute Richter Mad im 
gleihen Gericht vorgeführt. Die- 
fer lieb ihn fofort wegen Mikachtung 
des Gericht3 anflagen und fragte ihn 
dann aus, wo er das Kind aelafjen ha- 
be. MeGuire gab aber nur die unbe- 
ſtimmte Auskunft „in Pennſylvanien“, 
und der Richter gab ihm bis zum 
Schluß des heutigen Gerichtstages 
Friſt, um ſich auf weitere Antworten 
zu beſinnen. 

Heute Nachmittag wurde MecGuire, 
da er nicht antworten wollte, zu ſechs 
Monaten Countygefängniß verur— 
theilt. 


be. 


ma MeE&leland, W. U. Gile® und 
Oberſt Calkins. 
_—)>°  —— 


Verlief alimpflid. 


An der Marfhfield Ave. - Statlon 
entqleifte eltern Abend bie Hinter- 
achie eines Perfonenwagens eines Zus 
ge3 der Metropolitan-Hohbahn. Meb- 
rere Paffagiere wurden von ihren Si- 
ten geichleudert, famen aber mit bem 
bloßen Schreden davon. Der Unfall 
hatte eine längere Betriebaftörung im 
Gefolge. 

—— 9 — 
Pe A ee nn gene (ne Ter 
einaig fihere Plan tit der, immer Dr. Fowlerd 


Zefet Die „Bonntagpoft, Ertract of Rild Strawberry borräthig —— © 





“ 


r nn ae enge gun — — 


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& 3 I, 5 oO \ Bon Hamburg, 
und Notserdam, Nirtiverpen 1%, 
534. OO ! Havre nad Rew York. 
Dies find die Preije. 
Sheilzahlunnen dürfen bon 
ten nit angenommen werde auf bon 
det3 ad) Guropa ı im Borausd 
giltig. 
V . . ‘ 02 4, 
Kauft nur von antoriirten Agenten, 


Bertreterallertinien. 


NewyYork nach Ham⸗— 
Bremen, Rotter⸗ 
Antwerpen, Havre. 


Von 
burg, 
dan, 


Nach Liverpool 


n.j.\W. 

Ton Enaland nad New 
fort und Wbiladeiphia. 

Nur gut für eusliidhe Vaf« 
welche 5 Wochen 
gewohnt haben. 


London, 


Bremen, 


offiziellen 
den Magens 
Ti⸗ 


nur 4 Wocher 


un 
84 * Salle Str. 


1892.) 
bis 12 


(Gegründet 


Esuntags offen ihr. 


13ag,famomi* 


aztira 
oillig! 


nach und von 


Deutschland, 
Kehweiz, Luxemburg, Oesterreich eit, 
sr it ran sen Damfern. 

eınl fire 


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Preiſe wieder höhe her gehen. 


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hard was in Trlomer 

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Rienzi. — Konzert jeden 


uud Nchuittags. 
iver Bicw Part— Tüglih Konzert 


—— aller Art. 

Field olumbian Mufeum— 
und * Intag3 iſt der Gintritt frei. 
Chicago Art Inſtitute. — Freie 
tage Mittwodh, Samftug und Sonntag. 


a 
Eine fönigiihe Entführung. 


Das Herrenhaus des Gutes Elaus- 
holm bei Randers in Kütland Birat 
eine prächtige Decdtenmalerei, die Die 
Entführung der fpäterenftöniain Anne 
Sofie von Dänemark durch König 
Frederif den Vierten darjtellt. Die Ge 
Tchichte diefer föntglichen Entführung 
ilt neuerdings vollſtändig aufgeklärt 
worden und verhält ſich in ihren Ein 
mans been: 

war die jiinaite Tochter 
izlers des däniſchen He 


— „When Anigaste 
tonzert jeden Uber. 
Abend und Sonntag 
und 
Samſtags 


Beſuchs⸗ 


Sofie Amalie bas | 


m rad dem Tode ihre» 

3Mittwenfit erhalten hatie 

(ter von 18 Jahren, d. ü 

im Sabre 1711, nahm die junge ru 
— il an einer Maskerade auf dem 


De 


26 


‘ 
it und ihr einnehmendes Auf: 

n einem&rade die Aufmerffan- 
— auf ſich zog, der Auf 

gte. Trotz 

e —5 — war König Frederik der 

J weibliche Schönheit ſehr 


PIE + 


n 


gewohnt, ſeinen | 


Im ang anzuthun, außeris 
dnig über die jui ige Schön— 
—— daß 
Sofies es für rathſam 
vorſichtig zu ſein und 
zu verhindern, daß 


ſich 


heit 


Hr 
Inne 


äußerit 
Möglichkeit 
König ihre 
ger 


hielt, 

der 
war eine allzu ehr: 
t daß fie eine = bin⸗ 
dung — an Tochter und dem 
Könige zu Lebzeiten der Königin hätte 
zuaeben fönnen; und von der Berberb- 
lichfeit des Hoflebens hatte fie zu viel 
gefehen, als daß fie wegen diefer fö- 
niglichen Verliebtheit hätte unbeſorgt 
ſein fönnen. der die Wachfamteit der 
Mutter half nicht viel, denn Anne 
Sofie? Schmweiter und derenMann, det 
Graf Holitein zu Holjteinbora, mun- 
terten den König auf, fein Kurmachen 
fortzufeßen —— redeten gleichzeitig 
dem jungen Mädchen zu, ſich gegen die 
Werbungen Br Könias nicht zu Tord= 
de zu verhalten. Schön Anne Sofie 
war ſelbſt nicht von beſonders großer 
Charakterſtärke, und ſo zweifelteKönig 
Frederik keinen Augenblick, daß es ihm 
gelingen werde, über die Vorſicht der 
Mutter und die Tugend der Tochter 
den Sieg davonzutragen. Im Mitt 
ſommer ſtellte ſich der König ganz un 

rwartet auf Clausholm als Gaſt ein, 
und die Gräfin ſah ſich genöthigt, ihn 
mit Anſtand zu empfangen, obwohl ſie 
ihn zu allen Teufeln wünſchte. Die 
Tochter war bei der Ankunft des Kö— 
nigs zugegen und ſah in einem elegan— 
ten Reit — m ſo vortheilhaft aus, 


* D 
bare Da 


daß der König ſeine Gefühle für ſie 
itcht zu unterdrüden vermochte; als 
die Mu das geiwahrte, befahl fie der 
Iocter, fofort auf ihr Zimmer zu ae 
hen, während fie dem Könia borfpie 
gelte, die Tochter fer frank. An einem 
Auaenblide aber, wo Mutter und 
Tochter vom Könige unbeobachtet wa 
ren, vollzoa fi eine jehr bedenkliche 
Annäherung zwtichen der recht Derben 
Hand der Sräfin Mutter und dem 
niedlihen Ohr der Gräfin-Tochter. 

Den König aenirte die lnfreund 
lichkeit der Gräfin wenia, er Tpeijte mit 
aller Bcehaalichteit zu Mittag und legte 
nah vollbradter Mahlzeit nah Lan 
desbraud) einige Dufaten als Lohn für 
die Dienerichaft unter * Seryiette, 
aber ſo reichlich, daß er hoffen konnte, 
* Dienerſchaft für Hi zu aemwinnen; 

e Gräfin befahl indeffen fofort, das 
un unter die Armen des Gutes zu 
vertheilen. Schließlih mußte der Kö 
nig Clausholm verlaſſen, * 
Geliebte wiedergeſehen zu haben. Aber 
ſchon 14 Tage ſpäter ließ er ſich ge 
als * bei der Gutsherrin anmelden, 
dieſes Mal bekam er Anne Sofie gar 
nicht auf teben, was weder dem Könige 
nod) der aefiel. Al dann 
Abends im Dunteln der König fort 
fugr, wartete jeiner auf dem Qand- 
weae in der Nähe des Gutes Niemand 
anders als Anne Sofie, die mit Hilfe 
des Hofmetiters, eines Zafaten und ei: 
ner Rammerzofe aus ihrem Zimmer 
flü war. Gie trug nur ein 

orgenkleid. Der König nahın 
ittoilfigft in jeinen Wagen, 
nah Sfanderbora, wo ihre 
und der Schwager Graf 

— fich aufhielten, die den ganzen 

ichtplan ausgeheckt und erfolgreich 
ausgeführt hatten. Wls der König 
und Anne Sofie in der Stillen Som: 
mernadht auf dem Schloßhofe zu 
Standerborg dem Wagen entitiegen, 
ernannte der Monarch das Fräulein 
zur „Gräfin von Schleswig-Holftein“ 
und furz nachher erfähien ein Prediger, 
der die Gräfin dem Könige zur Linken 
antraute. 

Sn der großen Eile, mit melcher 
Anne Sofie die Heimath verlaffen 
hatte, war es ihr nicht gelungen, die 
ee Garderobe mitzunehmen, 
und fo fehlte es ihr, iwie bie Geſchichts— 
ſchreiber verſichern, ſogar an einer an— 
ſtändigen Nachttoilette; aber die 
Schweſter, erzählt man, war zuvor— 
kommend genug, ihr eine ſolche zu lei— 
hen. Die drei Diener, die bei der 
Flucht Anne Sofies behilflich geweſen 
waren, wurden von der betrübten und 
erbitterten Mutter nach ihrer Heim— 
kehr ſofort entlaſſen; aber der König 
machte den Hofmeiſter zum Amtmann, 
den Lakai zum Landesvogt und die 
Zammerzofe — zwang er ſeinem 
Rentmeiſter als Gattin auf! Viele 
Jahre weigerte ſich die Mutter, ihre 
Tochter wiederzuſehen und ſie verzieh 
ihr niemals, ſelbſt dann nicht, als 
König Frederik Anne Sofie nach dem 
Tode der Königin krönen ließ und als 
ſeine rechtmähige Gattin anerkannte. 


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21 


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Koldinghus, wo ſie durch ihre 


einer reihlih 40 | 


die Mutter | 
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Tochter mwiederfehe. Die | 


die | 


Abendpoit, Chicago, Mentag, den 12. Schtember 1904. 


— — 


Die Mutter ſoll zur Königin Anne 
Sofie geſagt haben: „Vor der Königin 
beuge ich mich, meine Tochter aber ver— 
achte ich!“ Nach dem Tode König Fre— 
deriks wurde Anne Sofie vom Hofe 
entfernt und erhielt das von der Krone 
erworbene Heimathsgut Clausholm 
als Wittwenſitz angewieſen, bis fie 13 
Jahre nach dem Tode des Königs 


ſtarb. 
— —ï— —, — — 


Schledtes Blunt md Underdanlichfeit find 
tödtliche Feinde, guter Geſundheit. Burdock 
Blood Bitters beſeitigt ſie. momifr 


— — — — — — — 
Der neue Odyſſeus. 


Die Lebensweiſe, die der deutſche 
Reichskanzler Graf Bülow in Nor— 
derney, wo er in der „Sommerfriſche“ 
weilte, einhielt, wird in einem Arti— 
kel der Wiener Neuen Freien Preſſe 
mit liebevollem, faſt zärtlichem Inte— 
reſſe geſchildert. 

Der Berichterſtatter erzählt u. A.: 

„Das Abendeſſen im Reſtaurant Rich— 
ter dauert nicht lange, und durch das 
vielbelebte Inſelſtädtchen wird durch 
die Menge hindurch und an den Kauf— 
läden vorbei der Weg nach der von dem 
Kanzler bewohnten Billa Freſena ge— 
genommen. An regneriſchen Abenden 
ſitzt man im Salon, an halbwegs ſchö— 
nen auf der offenen Teraſſe. Um das 
Haus herum ſtürmt die See, pfeift der 
Wind, ziſchen die Wogen, und bei ſol— 
cher Muſik der Elemente wird im 
Kreiſe des Kanzlers die Konverſation 
geführt. Die Politik iſt ziemlich aus— 
geſchloſſen. Schon die Anweſenheit 
der Gräfin, die ein höchſt künſtleriſch 
gearteter, politiſchen Diſſonanzen frem⸗ 
der Schöngeiſt iſt und namentlich in 
Muſit außerordentlich Beſcheid weiß, 
bringt es mit ſich, daß das Geſpräch 
nicht in Politik im handwerksmäßigen 
Sinne ausarte. Der Kanzler ſtellt 
eine Menge feinſter Betrachtungen an 
und verblüfft durch ſein Gedächtniß. 
Er deklamirt angeſichts der wogenden 
See eine ganze Seite aus Homer vom 
Seefahrer Odyſſeus im griechiſchen 
Urtext. 
„Haben Exzellenz,“ bemerkt einer 
der Unw-f ten, „ich das noch zu ret- 
ten Se aus Tariffragen und 
SHandeleverträoen, aus Geritenzoll 
und Veterinärmaßregeln heraus?” 

„sh muß mohl,“ ermwidert ver 
Kanzler, „Freilich darf ich Veterinär 
fragen und Dpnflee nicht zufammen- 
werfen... . . Uebrigeng,” lächelt er, 
„Ind die beiden Dinge nicht jo ent- 
fernt voneinander. Ddyffeus Darf 
—— zurückkehren, weil er die Ochſen 

es Apollo getödtet . . Auch ich 
eh: dafür jorgen, daß mir die öſter— 
reichiſchen Unterhändler nicht die Oſt— 
frieſiſchen Ochſen vernichten. Nie 
kann ich mich genug an ihnen ſatt 
ſehen, ſo oft ich von Berlin nach Nor— 
derney fahre.“ „Prachtkerle das,“ 
ſagte er mit einem Seitenblick auf die 
Gräfin, „dieſe Rinder, die zwiſchen 
Emden und Norden weiden Und 
wollen mir die Oeſterreicher ſie tödten, 
ſo muß ich,“ meint der Kanzler, „den 
Miſſethätern die Rückkehr wehren.“ 


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ı ungariich und Deutich. 376 
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176 


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Hausarbeit md 


Armi⸗ 


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Ape., 1. Flat. 


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Haus ar 
J ahren. 


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in Der Familie 
rim. ML Vincennes 


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Wentworth 


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W. 60. nahe 


«Lt 


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pe. 


Str, 


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in dorgez n auch frijch 
1148 Mil: 
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nabe 2 


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Werlangt 
miliec. Gutes 


Mub eng: 


Verla Mädchen für 
liſch ſpr n. 57 Milwa 


e Arbeit. 


Mädchen für usarbeit. Kimball 


X die nur zu 
öfſentlichen und Privat— 
amilien. Zu erfragen bei 
Str., oben. 

2Daa,momifr,4w 


units 
Enrigt 


allgeme Hausarbeit, 


 Yohn 85.50 35 Bor 


X otwoor 


fur 


Gutes Mädche n 
Varry Aver 


> tüchtige 
in fliinem 


anı.lie von 
dpoſt. ſome 


Maodche 

a 
South Chic ac 
ſaſomon 


junges 
Heimath 
Commercial Ave., 
Frant Englert. 





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feinſte gamil:en. Frl. Heluis. 
Ave. N2ag, momiia,Imt 


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Haus 
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Indiana Ave.— Te L. fa3. l6ag,lın, tgl 
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Sternberger. 
Schueiderin jucdt Beihäftigung aufer'm 
Kühnemund, TE MW, 17. Er. jomo 


—— 
Geſucht Deut ĩche Frau, | praftiihe Krantenpflege- 
tin = Reicrenzen, tucht Stelle. 89 tcH Apz., 
MR. Shmas. . cip,im 


Stellungen inhen: Frauen. 
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men. 1079 Elſton 


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macheplätze in beſſeren 
— 2 
zaytın wir. 


Frau wüniht MWäfche ins Hans 


Uve., binten. 
Frau ſucht ei 
Däuiern. Mr 


und Keins | 


Heislig, 
Sunge Frau jucht Mäfce in oder in Ster ande rt 
TON. Dalited Str., 


Ach Reinemacden. 


Geſucht: 
—* Hauſe. 
3. loor. 

Geſucht: Mäpnden ucht du ht 
Stellung tr ke t amilie eh rehr —* 
tes Deim x 

Geſucht: Friſch 
n Reſtaurgut o 
Aanes Backſtoefer, 


Frau ſuch Stell e 
zum Geihirriwaiche: i. 
Bu 
ngewanderte ben ſuchen 
Dit te jelbit. orzutprecen. 


1ben 


f friſch 
ausarbert. 
— hinten 


anderte \ 


Geſucht: 3 f 
hen Stelle a & 


auch für allgemeine Hausarbeit. 
mn 5 





eſcha ne sgelegengeiten. 


disier Rubrit 2 Gents 


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Shlai fzimmer. 120) 


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Birien wegen, nidt um Gure Saden zu erhalten, 
Darum lajien wır die Waaren in Gurem Berig. 
Darlehen vo 2) bis 20 unjere 
Spezialität, 

G3 merden feine Erfundigungen eingegogen bei 
Euren Nachbarn. Abr fünnt das Darleben in Eus 
paſſenden Abzab lungen bezahlen, oder auf einmal 
zuſanmen zu beliebiger Zeit und aufhören, Zinſen 
zu bezahlen. 

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end melde arte Sicherheit zır den billigften Be— 
dingungen. Darleben fönnen gu jeder Seit gemccht 
werden. — Tbeilzablungen werden zu jeder Zeit 
angenommen, mwodurd die SKoften der WUnleihe der⸗ 
rıngert werden. 

Chicago Mortange Coan Company, 
175 Desrborn Etr., Zimmer 216 und 217. 
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nen Bruder Fri. Gib Antwort in der Abendroft. 
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Sabre alt, wünjht jih mit Mädchen oder Wittwe 
zu derheiratben. Udr.: 3. 912, Abendpoft. 
Heirathsgeſuch: Wittwe, 36 Nabre alt, 
mit Mann von 40 bis 45 Nahren befannt 
den. mur joiche, di: eine Familie lieben 
ftändig ernähren können brauden sich ziü 
Gewohnbeitätrinfer und Agenten verbete. 
I, Abendpoft. 
— mn mn nn — — — — 
Unterricht. 


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melden. 
Ar.: 3. 


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von Grumd auf. Schreibt für freie ProbesLeiion. 
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etablirt 1802, 





Eine X-Strahfen-Unlerfuchung frei. 


Die X:-Strahlen gebraucht, um den 
Sit der Krankheit zu finden. 


Man follte jofort vorſprechen, da dieſe Offerte 


irgend eine? 


Zeit zurückgezogen werden kann. 


Man ſchneide dieſes aus! 


Die Speztaliſten in der weltberühmten S 
Iranfheiten ſchneller als irgend einc 


sate Medical Dispenfarh furtren alle Männer» 
anderer Spezialiſt im Nordweſten. 
ſchwacher Männer iſt eine Spezialität, und die Diſpenſarh hat mehr Apparate vnd Du⸗ 


en 


Die Behandlusg 


ſteuniente als alle anderen Spezialiſten im Nordweſten zuſammengenommen. 


Die günſtigſten Eee 


a 2 


M ä n n e r entwickelte 


zen in der Bruſt, Nierenleiden, 
angebrachtes Erröthen, 


ſte Heilung für ſchwache Männetr. 


Junge Männer 


Medizin frei bis geheilt. 


Etunden von 10 5i3 4, und bon 6—7 Wbends. Sonntags 


Geiertagen nur von 10—12 Uhr. 


ſchmerzhafte⸗ z Uriniren, nächt 
Körpertbeile, 
slajenlatarry, Eaß im 
beflemmende3 Gefühl, 
welde Entartung, Kahninn und Tod vorausſehen, 


Geheime Krankheiten 


durch 
Selbſtheft 
möglich geheilt. 


mit ſchwachem, ſchmerzendem Rüden ı und ze bitale Smäde, 


nager grumtpfte, us 

vöfität, Schmers 
Urt n, Fle cr den Augen, un—⸗ 
Gevantenihwäde, Unfähic it, Melandolie, 
pernianent acheilt. 


Ged 


Dlutberai® 9 
AR ranıpfaders 9 
- geheilt. Schnelle # 


Ju gendfür 


ing 


iden, Ueberarbeitung und 
ſchwach geworden, ſobäld wie 


8 


ea) 


und an allen regulären 


State Medical Dispensary, 


SB.rEde State und Ban Buren Strafe. 
Eingang 66 Ban Bure@ Strafe. 
Man ſchneide diefe3 aus, da diefe AUnnonce nit jeden Tag erfhett. 


Lokalbericht. 


Geitrige Bergnügungen. 
Die Unbill des Wetters Ponnte 
Abbruch thun. 

Der ſtrebſame Turnverein La 
Salle, der 200 Mitglieder zählt 
und im vorigen Jahre über 500 Schü— 
ler ausbildete, eröffnete geſtern den 
Reigen der geiſtig— ‚gemüthlichen Volks⸗ 
abende mit einem geſchichtlichen Abend. 
Daß die Beſtrebungen des — 
auf dem Gebiete des geiſtigen Tur— 
nens gewürdigt werden, BR der un 
gewöhnlich jtarte Bejuh. Die an Ors 
hard und Billom Str. gelegene Halle 
fonnte thatfächlich Die Menge Taum 
faffen, und viele PBerjonen, die jich 
verfpätet hatten, mußten ji mit 
Gtehpläßen begnügen. 

Das geijtige Komite, beit 
den Herren A. Schwenſen, Al 
nuth und George NReimers, h h 
Satz beherzigend: „Wer Vieles 
wird allen Etwas bringe n” 


ey z 


ihnen wenig 


tehend - 
Yfred 9 
ati 8 


bri ngt, 


ſchmacke Rechnung trug und alljeitigen 
Anklang fand. 

Mit dverDurhführung wurde pünft- 
ih um 7 Uhr 31 Minuten begonnen. 
Das mird au in — * Fall 
ſein. Wer alſo einen Pla 
will, muß ſich zeitig —— 

Eine äußerſt 
hatte der Verein 
Struve aus 
wonnen. Der junge Mann 
als Organiſt, Pianiſt, Sänger 


in Herrn Hinrich 
ließ ſich 
und 


zu erobern. 
wies ſich der Vortag 
„Clotilde“, eine preisgekrönte moderne 
dramatiſche Dichtung von Lewinski, 
die Herr Struve in anerkennenswer 
ther Weiſe interpretirte, war für die 
überwiegende 
ſchwere Koſt“. 
Turner J. 
trag über Ja 


von „Zu ſpät“. 


Obgleich es dem 


iſt, durch 


Japan. 
Herrn nicht gegeben 
Macht des 
fortzureigen, 10 muß man dod) geit?- 
ben, daß er fich redliche Mühe gegeben 
bat, feiner Aufg ‚abe gerecht zu werden. 
Turner Sulius Frih trug mit 
rühmlihen Eifer „Der Tod des Ti- 


Ni= | 
den | 
| ıınDd es 
ein | 
Programm aufgeliellt, das je dem Ges | 


De nd | pr 
Itzehoe, Deutſchland, ge | fe Bruedner, 





haben | 


| hauptfächlich fol dende 
ſchätzenswerthe Kraft re 


Inia = 


| bBrocden erden, 
| arg: 


Gartens bot das Dah Schuß 
die Unbilden des Wetters, und da c 
es denn recht gemüthlich her. ES wurde 
flott getanzt; auch fand ein Kegeln 
ftatt, wobei es werthoolle Breife zu ho— 
len gab, und mancherlei andere Unter: 
haltuna. Die TFeitordnerinnen, Die 
Frauen Henriette Stiederlen, Bertha 
Mildner, Lenz, Anna Gert, Emilie 
Slüfmann, Minna Saffer, Katie 
Smith, Elijabeth Frühauf und Louife 
Mueller, ſahen überall nach dem Rech— 
ten, und ſo konnte ſich denn jeder nach 
Zerzensluft vergnügen. 

Der Bayriſch-Amerika— 
niſſcche Frauen-Verein der Süd— 
ſeite feierte ge ſtern Nachmittag und 
Abend wie alljährlich ein großes Pik— 
nik und Sommernochtsfeſt im Teuto— 

Grove, 53. Str. und Aſhland 
Ave. Trotz des ungünſtigen Wetters 
hatte ſich eine ſtattliche Anzahl Freun 
de beliebten Verei 


gegen 


ging 


8 eingefunden, 
allgemein 


herrſchte 
Gemüthlichfeit. 
war mußten zeitweilig die Spiele 
der Kinder wegen des Regens unter— 
das Programm bot 
ſoviel ſonſtige Unterhaltung, 
daß Ungunft derWitterung der Teites- 
freude feinen Abbruch thun fonnie. 
Zu dem Gelingen des Teltes trugen 
Damen, melde 
bildeten, 


den Vorkehrungsausſchuß 


bei: Marie Gutzeit, Marg. Hepp, Eli- 


Marie Kern, ‚Sole; hine 


| Meier, Viktoria Kaifer und Franzisfa 
— Becker. 

Vortragskünſtler hören und wußte ſich 
die Gunſt des Publikums im Sturme 


Biſonders s zugkräftig er- 


— — ee 
Dowie als Apoitel! 

Er ziebt fich zu ftiller Einfehr 

lobt dir Drefis. 


John Alexander Dowie iſt 


zurück und 


dieſe Wo— 


I che Eh zur Torechen, und Tpäter mochte 


; ler 

teh E zäſt ai I..X* . * 
Mehrzahl der Gäfte „zu | im per Geichichte Fortleben. In ibm it 
— eineWandlung 
Willig hielt einen Vor= | 


die | 
Mortes die Maffen mit fi | 
| die Wanbiun 


| für feinen vermeintlichen 


berius“ vor und erntete mohlverdien= | 
| Sin, boraudgelekt, daß fie fommen. 


Beifall. 


AB Slanznummer des Abends er= | 


tiefen fich indeffen die Kupletz, die 
Jurner Geo. Haecgele zum Beiten gab. 
Herr Haegele erhebt feinen Anfprud 
darauf, ein gejchulter Sänger zu fein. 
Er ift „ganz Natur” und daher unmwi- 
berftehlih. Alt und Jung Llatfchten 
fih nad) jedem Vortrag die Hände 
wand und zipanaen ihn immer wieder 
zu Zugaben. 


Allgemeinen Anklang fand auch die | 


Idee, während des Abends von allen 
Anmefenden ein Voltslied fingen zu 
lafjen. „Haibenröslein“, das geitern 
auf dem Programme jtand, war, da 
fämmtliche Gäite fräftig einftimmten, 
pon wirklich großartiger Wirkung. 
Ermähnt fei no, daß geitern ein 
pom Turner Adermann gemaltes, dem 
Verein geichenktes Bild, 
Wahrjpruh „Dem Geiſt ſein Recht, 
dem Körper ſeine Pflege“, 
darſtellt, enthüllt wurde. 
Trotz des unfreundlichen Wetters 
war das Pitnif, 
Frauenverein Viktoria gejtern im 
Erjelfior Part am Jrving Park Bou- 
lebard veranitaltete, ganz aut befucht. 
Der Regen that der Freude feinen Ab- 


mwelches den | 


melches der deutiche | 


Apoſtels 


als „Apoſtel John Alexander“ 
vorgegangen; milde wie 
ein leichter Wein floſſen von er Lip⸗ 
pen des Donnerers geſtern die Worte, 
als er * ſeinen 
Shiloh-Tabernakel ſtand. Wie groß 
na ilt, wird man daran er— 
fennen, dat er Worte des Lobes hatte 
arimmiaiter 
Und von nun an 
Berichterftatter 
Iabernafel in 


Feind, die Preſſe. 
werden die gottloſen 
Ehrenſitze erhalten im 


An einer dringenden Einladung hat e3 
der Apoftel nicht fehlen laffen. 


| thuenden Molkereis{nfpeitoren: 


| Echlempe 

3 | melchen 

J Bezug 
Milk 


4 | fereien 
M | man den ertrieb 

i fen Molfereien fommenden Milch nicht 
geitatten fünne, fo lange in denfelden | nie enaliiche Predigt. 
richt andere Fütterungsmethoden ein= | Gottesdienft — 
Vorgehen hatte | : 





5000 Anhängern tun | leuten der unteren Stadt 


» | waren, 
| 7. September wurde berichtet, daß Die 


Abendpoit, — Montag, den 12. September 1904 


| Aitd: Mit: Infpehtion, 


Wie deren — auf die 
Molkerei-Betriebe wirkt. 


Unſer gutes Leitungswaſſer. 


South Chicago eine Agitation gegen die 
Wirthichaften angereat.-£izensporfcriften 
follen ftteng beobadytet werden. — Gegen 
Straßen:Derfammlungen. 


Das Gejundheitsamt berichtet über 
den Umfang der bisherigen Ihätigkert 
feiner außerhalb der Stadt dienit- 
wurden im Oanzen 659 Molfereien 
.. die 3 zufammen 12,009 Milch⸗ 
kühe haben. Nur in 32 von diejen Be- 
trieben murden Zujtände feitgejtellt, 
melche e& geboten erfcheinen laffen, den 
Chicagver Markt für die betreffenden 
Synhaber zu fperren. In 147 Betrie: 
ben wurden Die Kühe 

gefüttert — ein lmjtand 
man für nachtheilig 

auf die Belchaffenheit 
erachtet, melche die jo gefüt- 
terten Kühe geben. Die Kunden 
der in Frage. fommenden 
wurden verſtändigt, 
der aus 


in 


die⸗ 


geführt ſeien. Dieſes 
ſehr bald die gewünſchte Wirkung. 
Am 1. September wurde der Markt 
gegen eine Molkerei geſperrt, in deren 
Rinderheerde Thiere gefunden worden 
die an Tuberkuloſe litten. Am 


kranken Thiere ſämmtlich getödtet 
worden ſeien. — Von den 110 Milch— 
proben, welche während der vergan— 


genen Woche unterſucht worden ſind, 


kamen nur 15 aus Privatfamilien, alle 


anderen waren von Geſundheitsbeam— 
ten aus 


Milchgeſchäften, Reſtaurants 


uſw. geholt worden. Uebrigens ſind 


während des Monats Auguſt von 500 
unterſuchten Rahm- und Milchproben 
nur 3.8 Prozent als 


minderwerthig 


befunden worden. 


| Reitungsmwalfers ijt 


Die Beichaffenheit des ftadtifchen 
in legter Zeit an= 


| dauernd durchweg eine quie gemelen. 


| Die 


Sahl der in vergangener Woche 
zur Dieldung gelangten Yälle von an 


ı ftedenden Krankheiten mar um 9 ge= 


ringer, al$ in der Vorwoche, und um 


58 geringer, als in der entfprechenden' 


Moce vorigen Jahres. Zwei Perjo- 
nen mußten al3 blatternfrant im |1v= 
Yierhofpital untergebracht werden. Bei- 
de waren nie geimpft worden. Der 


Stadt ift ein vortrefflicher. Die Sterb⸗ 
lichkeitsrate war bisher während die— 


ſes Monats um 20 Prozent niedriger, 
als ſie während der letzten zehn Jahre 


der Avenue J, nahe 99. Straße, 
men geſtern Vertreter von mehreren 
in | 


bayrifche | 


| durchfchnittlich zu fein pflegte. 


Sin der Erften Ep.-Luih. Kirche an 
ka⸗ 


proteſtantiſchen Kirchengemeinden 
South Chicago zuſammen, um unter 


der Führung des Sekretärs Farwell 


von der Hyde Park Protective League 
einen Feld; ug gegen folche Wirthichaf: 
ten zu beainnen, deren Lizenfirung 
nicht ftreng nad) den Vorichrifien der 


Hyde Barker Schanfordnung erfolgt | 


ift, oder deren Neulizenfirung fich mit 


| einigem gutem Willen mit Hilfe jener 


vielleicht würde binter- 


Vorfchriften ir 
Die betreffende Ver— 


treiben laſſen. 
ordnung beſagt, 
tion“Bezirken die Ausſtellung von 
Schanklizenſen davon abhängig ge— 
macht werden ſoll, daß die Eigenthü— 


mer oder Pächter vom größeren Theile 


Straßengeviert und auf der 


Straße ſich mit der 


South Chicago zu 


zenſen ausgeſtellt worden ſind, 


des Grundbeſitzes 
gegen— 

der fraglichen 
Maßnahme ein— 
verſtanden erklären. Herr Farwell 
und ſeine Leute wollen nun auch in 
bewirken ſuchen, 
daß möglichſt viele Grundbeſitzer oder 
Pächter von Grundbeſitz ihre Einwil— 
ligung zur Lizenſirung von Schanklo— 
kalen verweigern. 


überliegenden Seite 


daß man auf Beibringung der vorge— 


der 


wurde die 


In ſeiner Anſprache führte Dowie 


aus, ſich auf die Erklärung Paulus des 
im erſten Briefe an dieKorin— 
ther, ſtützend, daß Gott in der Kirche 
zuerſt die Apoſtel, dann die Propheten, 


und hierauf die Lehrer eingeſetzt habe, 
daß er ſelbſt zuerſt Lehrer der chriſtli— 
chen katholiſchen Kirche in Zion gewe-⸗ 
ſen ſei, und deren Grundſätze feſtgeledt 





| tia zu fein 
fombolifch | 
Ausaabe.der „Zeaves of Healing“ ver- 
Dem Abendagottes= | 


habe. Diefe habe er dann entiwidelt, 
und hierauf fei er von Gott ala Pro- 
phet in die Welt aefandi worden. Als 
folder babe er feine Aufgabe er— 
fit und er fchreite nun zu der Auf— 
aabe de3 „von Gott beauftragten Apo- 
ſtels des Herrn Jeſus Chriſtus.“ Wei— 
ter mahnte er ſeine Gläubigen, gleich 
ihm in dieſer W 
und ſeine Erklärung zu 
leſen, welche er in der dieswöchentlichen 


öffentlicht habe. 
dienſt wohnte er ſchon nicht mehr bei, 
er pflegte daheim ſtill der Andacht, am 
nächſten Sonntag wird er aber in 
neuer Gloxrie als Apoſtel unter ſein 
Volk treten, und alle Berichterſtatter 


— denn bei der ERROR deö find dazu eingeladen. 


oche befonder3 andäd- | 


Schriebenen Zuftimmungen beitanden 
hätte, 
betreffenden Lizenlen verlangt 


werden. 


welche ſich 


über den Spektakel vor ihren Laden— 


lokalen beſchwerten, hat die Polizei die 
Erlaubniß widerrufen, welche * für | und Raftor G. Schroeder aus Hinklen, 
anderen | 


iene Gegend religiöfen und 
Vereinigungen, 3. B. der Heilsarmee, 
den „Wolunteers of America”, der ©o- 
zialiftifchen Partei ufm., 


Straße ertheilt hat. Geitern 
Abhaltung folder Ver— 
fammlungen geduldet, aber für Ver- 
jammlungen an MWochentagen 
nur Dann Erlaubniß ertheilt werden, 


wenn die benachbarten Gefchäftzleute | 
ausdrüdlich erklären, daß Tie gegen de⸗ | 


ren Wbhaltung nichts einzumenden ba= 
ber. 
—. —— 
Aus Vereinstreiſen. 


Am kommenden Donnerſtag hält 
der Schiller Frauen-Derein 
im Erzelftor Park feine piertelfähriae 
Berfammlung mit nacfolgendem 
Preiätegeln ab. Da auch Jonitige Ver- 
anügungen borgefehen find, wird bie 
hoffentlich recht zahlreich Jich einfin- 
dende Gäftefchaar vollauf Gelegenheit 


: finden, fich zu amüfieren. Ein bemwähr- 


| 
| 


ter Ausfhuß ift mit den Vorbereitun- 


oen betraut worden. 


— Das böfe Gemwiffen. — Gatte (in 
der Kunjtausftellung vor einem etwas 
paltös aemalten Bilde): Mit vdiefer 
Dame, Elife, haft du wirklich einige 
Uehnlichteit! — Gattin dein menig 
geihmintt): DO pfui, Qugel. * 


„Abendfeier“. 
verſchönte die Feier mit Orgelverträ— 


from the Church“. 
mit „nafler | r 5 


- ı der Segensertheilung kam die 


— mittagsfeier zum Abſchluß. 


| rede, 
Mol: | = 


dag | 


und Baitor 


I nen Gedächtniktafel 


| fouti = 
allgemeine Gefundheitszuftand in der | 


‚Ind, 


| über 





in dem beizeffenben | 


| viele Neuerungen 
ed “ | find. 
In Fällen, wo Li: 
> | z mw 
ohne Ausſehen 
des WaiſenvatersA. Merz, fanden all— 
m : £ | we. . * 
ſoll vom P —* Widerrufung dann für dieAnſtalt geſammelt wurde, 
da war der Ertrag ein 
* — I licher, meit über 
Auf Veranlaffunga von Geichäfts: | 


ı breas = Gemeinde, 
od ı Chr iſtopher, 
zur Abhal- Succobps Gemeinde, ferner die Poſau— 
tung von Verfammlungen auf offener | 
Abend | 


Im neuen Gotteshanfe. 


Die dritte deutfche ev.=ref. Sriedensgemeinde 
weiht ihre neue Kirche ein. 

Zu einer erhebenden Feier geſtaltete 
ſich die Einweihung des neuen Gottes— 
hauſes, welches an Stelle des niederge— 
brannten die Dritte deutſche evange— 
liſch⸗reformirte Friedens -Gemeinde 
an der Ecke der Wellington Abe. und 
Osgood Straße erbaut hat. Jeder 
Platz in der geräumigen Kirche war 
geſtern Morgen beſetzt, als, um 105 
Uhr, mit dem Choral „Nun danket alle 
Gott“, die Feier eröffnet wurde. In 
ſeiner Predigt wies der Seelſorger der 
Gemeinde, Paſtor Johannes Traeger, 
daraufhin, wie die Gemeinde auch 
dieſe Schickſalsfügung demuthsvoll 
und treu im Glauben beſtanden habe. 
Der Geſangverein Harmonie trug 
mehrere paflende Lieder vor, „Das ift 
ber Tag” .23 Herrn“ von Kreuker, 
„Baldmorgen“, und NWltenhofens 
Paſtor W. C. Zenk 


gen, wie „Pilgerchor“ von Wagner, 
„Paſtorale“ von Lemaigne und, March 
Der’ Chor der 
Gemeinde fang einige Lieder, und mit 
Vor: 


Der Ubendanttesdienft wurde, abge— 
fehen von Pastor Daniel Volz’ Feſt— 
in englifer Sprade geführt. 
PBaitor Zent fpielte die Orgel, Frl. 
Roſe TITonning fang eine engliiche 
Hnmne mit prächtiaer Sopranftimme, 
Sohannes Traeger bielt 
Auch dieſer 
mar recht aut befucht. 
Bormitteas wie Abends alidy die Kir> 
che einem wahren Blumengarien. 

Eine Befchreibung der Kirche ilt be- 
reits in der „Abendpoft“ mitge.beilt 
iworden. 1leber die Gefchichte der Ge- 
meinde atbt der inhalt der marmor= 
über dem Ein= 
gang wie folgt Aufſchluß: 

Gegründet (. Juni 1882-2. 
von Paſtor A. Arronet. 

Bau des J. * ckwerles, AM. 

Paſtor J. Wernley, J. Auguſt F 
Dezember 1887. 

Pau des NMfarrhaufes, Ik 

Paſtor €. is. Keller, 1. 
November 1880. 

Kandidat I. Nollbresht, 1. Dez. 1889. — 

Rajtor ©. 3. Uccola, 1. Oftober 1890-31. 
Hai 1894. 


). Auguit 1887. 
Sanıar 1888-1. 


Ausbau der Kirche, T. September 1891. 
Einweihung der Kirche durch Paftor ©. X. 
Accola, 25. Januar 1802. 
Naftor 3. E. Traeger, 1. Juni 189. 
Stirche abgebrannt 3. März 1904. 
Wieder gebaut umd entworfen 6. 
1904, vorn 9. %. Beterfon, unentgeltlich. 
Gimveihung der Kirche, 11. Sept. 1904, 
durch Paſtor J. E. Traeger. 
— — —— — 


Das Waiſenfeſt in Addiſon, 


Groß: Betheiligung der dentfchen £utheras 
ner aus Chcaeo und Umegend. 

Ein freudiges Ereigniß für dieMiſ— 

Synode der lutheriſchen Kirche 

iſt das Waiſenfeſt, welches alljährlich 


Mai 


überall, wo von den lutheriſchen Kir— 


chengemeinden Waiſenhäuſer errichtet 
im ſchönen Herbſt gefeiert wird. 
Waiſenhaus des Chicagoer Be— 


Das 


irks defindet ſich bekanmlich in Abdi— 


ſon, 22 Meilen weſtlich von hier, und 


geſtern wurde dort das Waiſenfeſt be— 


gangen. Nicht weniger als acht Son— 
derzüge waren erforderlich, um alle 
Theilnehmer von Chicago zu beför— 
dern, und die Feſtgenoſſen aus Dun— 


dee und Elgin kamen ebenfalls in ei— 


Der Beſuch, 
zehntauſend ——— veran⸗ 
laßte die Leiter des Feſtes, zu gleicher 
Zeit zwei Gottesdienſte abzuhalten, 


nem langen Sonderz zuge. 


| vor dem Anftaltsgebäude und in dem 
Wäldchen 
wirkten 

be | Bethlehems - 
daß in “Local Op | 


hinter 
die 


demjelben. Dabei 
gemifchten Chöre der 
Gemeinde, Dirigent €. 
Garjtenn, und der Auftiner Gemeinde 
unter Lehrer Baumgart mit. Die 
Prediger waren Paltor E. Zapf aus 
Melrofe Bart und G. Wolter aus 
Daf Bark. In den Gemeindegefang 
jtiimmten alle Zuhörer, ein. 

Seitens der AUnftaltspermaltung 
war dafür aejorgt worden, daß alle 
Bejucher fi) nach den Gottesdienſten 
an Speije und Tranf erquiden fonn- 
ten, auch waren die Bejucher zu einer 
Belichtigung der Anftalt eingeladen, 
in welcher jeit dem letten Waifenfefte 
eingeführt morden 
Die mufterhafte Ordnung und 
Reinlichkeit der Räume, das gefunde 
der 121 Pfleabefohlenen 
gemein Anerfennung, und Als jpäter 
recht erfreu= 
83500. 
um 3 Ubr fanden 
cbermals amei Gottesdienite Statt. 
Diefes Mal prediaten PBaftor Her: 
mann Mener aus Willow Springs 


Nachmittags 


So. Der Männerchor der hiefigen An 
Dirigent Lehrer 
und der von Baltor 


nenhöre aus Propifo und Elf Grove 
iwirften mit, leßtere durch Begleitung 


' der von der andadhtäpollen Menge ge- 


et? | fungenen Choräle.. Natürli haben 
wird | 


auh die Waifenfinder an der Feier 
herzhaft Antheil genommen. 
Das Felt war Schon, und froben 


Sinne? fehrten die Theilnehmer bei 


2 Sonnenuntergang nad den heimifchen 
| Benaten zurüd. 


— ——— —— — 

— Männerſcheu. —Herr (mit einem 

Fräulein Abends auf einſamen Wege 

gehend): Sie ſind ja ſo furchtſam, lie— 

bes Fräulein. Ich bin doch bei Ihnen. 
— Fräulein: Eben darum! 


Todesfälle 


Rachfolgend veröfientlihen iwir die Namen 
Deutihen, über deren >» em Geiunbpeittems 
eldung augina: 

Eloif, Yon, 71 I3., Wabafh Ave. und Hubbard 


Court. 

Gielow, Rudolf, 59 I., 39 Wolfram Sir. 
Sayerman, William, zo 3.. 717 W. EuperiorEtr. 
Rartdels, Anna, 19 3., N. Aſhland Ave. 
Lens, Aatob M., 72 X, 229 Sonore Etr. 
Meinbard, Harın, 39 3., Chicago Heigbt3. 
Meindl, Michael, 51 X., 178 TDapton Etr. 
Nereim, Aobn, 32 N, 905 N. California Abe. 
Rapmer, Hannah F., 5 I, 47 S. Sheldon Str. 
Nedemad, Nobn, > Tage, 19 MW, 12. Str. 
Nentbir, Margaretba, 77 Y.. 643 Superior Str, 
Kod, Auguitin, 2 Won., &t. Biucent's Aſylum. 
Steinbrecher, Edna, 3 Tage, 14080 Gentral Part 


Ave. 
Are, Senedift, 6 Men., 613 Soli Etr, 


Tee EEE EEE 
a . t 3 2 2 or A 2 
(9 u BEUSHAERATS AD & . — 
win — . 
l >,« .. > Ze 
2 i er er — 7 
m yE2= 52 u. 
, 4 5 Ber a 
- x er ‘ > 2. 


Marttbericht. 
1 
Chicago, den 12. Scpfember 1904. 
(Die Breife gelten nur für den Großhandel.) 


Getreide und Heu. 
(Bearpreije.) 

Winterweizen, Rr. 2, rotb, 
Nr. 3, roth, $1.06-$1.0014; Nr. 2, 
—$1.0; Nr. 3, hart, $1.00-$1.08. 
Sommerkweizen, Nr. 1, $1.16; Nr. 
—$1.14: Nr. 3, 81.05$1.08. 
Mais, Nr. 2, 524—53c; Re. 3, 
Mr. 2, gelb, az? 556; 


neu, $1.1015; 
bart, $1.05 


2, $1.10 


23536; 
Nr. 3, weiß, 3 Mr. 
3, weiß, U -Blc Nr. 3, gelb, Hk. 
Hafer Nr 2, 301 e; Nr. 2, mei, IUı— 
3, Nr. 3, Mac: Nr. 3, mweik, IM —B2c 
Standard, 3U—32%c. 
Mehl, Winter = Batent?, 35.10-85.90 das frah: 
„Straights#, 4.085.080: Minnmpoli3 Hord 
Patents, 85.50-85.60; beiondere Marken, $6.00. 
Heu (Verkauf auf den Geleiien)— Beftes Timothy, 
312.0—$12. HD; Nr. 1, 11.081150; Nr. 2, 
$9.20—$810.00: Nr. 3. 8.00-$9. W; befte3 
Vrairie, $9.50-$10.00; ditto, Nr. E 89.06 
49.50; Wr. 5 38.088.350; Nr. 3, 97.00 
9.50; Nr. 85.00-86.00. 
Auf tünftige Lieferung.) 

Weizen, September, alt, 81.6853: September, 
neu, $1.05 — ——— Dat, 
81.1081. 

Mais, € 


twciß, 


101, 
Mai, 


PD rrmhr "1. 
Dezember, olt; 


Safer, Sept: — 32; 


Daı, Sic 


mbder, Iläc; Dezember, 24 
Provifionen. 
Edmalz;, 7.00: 

„anuar, 
Gepöte 1 
bir, 

mar, E 
Ripphen. tember, 7.9: 
sanıar, $0.5 


September, Oktober, $7.05; 

ph 

$ ‚12a. 
8 { 


Septew⸗ 


Ja⸗ 


inefleiſfſch 
*lo. 810.221; 


Oftober, 74 


506] 
gewöhn itt! 
bis ausgeſr ji te Kä 
Texas-Stiere, 2.I-BH.W. 
eine: Ausgefuchte bis beite (sum PVerfandt), 
85. IH. per 10 Pi — liche dis 
pin: * ‚Sala hausivan 38.00; Idiwere 
HB; kiichte ausge: 
3.30. 
ſchwere Schafe, per IM Viund. 
gute bis ausgeiuchte Näbrlinge. 
50; „Spring Yanıbs”, 84. 79 -86. 25. 
wWolterei-Brodutte. 
Butter- 
‚pe Biund...... 80.19 —0.105 
0. 1383 


c Oli 

Nr. 1, 0.135 

MEERE acaransenene 0.120.135 

Be fri F 
ii 

Rabinfüie 0.108 

Dari 0. 3— 8 

a 3 — J 

.I 11 


9 


09 


Friſche Waarte, ohne Abzug ven 
Ver!uft, per Dutzend (Kiſten zu⸗ 
rüfgejandt) 

Friſche Waare, 
Verluſt, per Dutzend Kiſten ein— 
geſchloſſen) 0 

— Kalbfleiſch, Fiſch. 
flüget (ie 

Hühner, das Bw 
do. „Spru s 

Truthühner, — 

Enten, das Bund ersasnnnennenese 

Gänſe, das Dutzend 

flügel (Küblipeider)— 

Hühner, das Pfund 
d)., „Springs“, das | 

Enten: DEE DEE. essen 

Bante. 

Truthühner, das Pfund 

älber (geihladtet)-- 

30— 60 Pin. Garicht, 

I 75 Ip. Gericht, 

&—120 Bid. Omict, 

J de 


ohne Abzug 


end)— 


0.19 —0.12" 
0.10 —.11 
4.00 -6. 00 


0.11 —0.12 
0.120.115 
0.0 —0.12 
0.08 —D.0H 
0.11 —0.13 


des Bhund.. 
das Pfund.. 
das Pfund.. 


0.04—0.074 
0.07 0,07 


0.07 —0.08 


Kr. 1, pe 

eh warzer Barſch, per Pfund 
Weißer Barſch, per Pfund 
Bickerel, per Pfund 

Hechte, per Pfund... 
dar; „ten, per Pfund 

Lerch yugerichtet), per Bi 
Cad:. BE IRB . 
Eedeufiid, per fund 
Helibut, per Biund 
Hlundern, per Pfund 
Bale, — 
S e— ——— 
Matrelen, per Stüchk 
Zrout, f 

Dladerel, per Pfund 
Sum: ner (gekocht), per Pfund... 


Friſche Früchte, Gemüſe. 
Aepfel, aute bis ausgeſuchte, das 
Faß zu 
Zitronen, 
Orangen,., 
Bananen, 
Weintrauben, 
Brombeeren, 
Tlanbeeren, 
Piirſiche 
Miaunen, 


0.12 
0.15 
0.98 
0.69 
0.49 
0.0: 
0.04 
0.11 
0. IL 


1.0 —1.5% 
2.75 —3.25 
39-32 


Kalitornia, per Siite,.. 2 
Kalifornia, per Kite € 
sum bo", Bündel. 1.65 —1.35 
an, 8: aD. ft % 0.16 

16 Quart 1.5 

1.9 —1.5; 
0.50 —1.15 
0.25 075 
2.0 — 3. 
0.15 —0.20 
— 

0. 0 . 75 
0. 50 —|. = 


— Cuaris 
Pirnen, Qartictts, biejige, per TFah.. 
Neionen, Gems, Allinsis, per Korb.... 
Waſſermelo nen ver Sarladung 
Kopfſalat. el 
Rothe Rüde u, per 19 Bündel........ 
Blumenlohl, per Siite 
Sellerie, s Sündchen 5 
1] —0.7 ie 3 
VÖ 25 —2 
0. 0 . 
0,50 
100, BERIBER nenne 0.75 —1.’N 
4 Körbe 0.10 
ver IM Bündel 0.753 
Ge, Der Ya: Zr 
biefiger, per RKüb: 
n, per 5 Dumgend Ss 
ohren 
Grüne Schnittbohnen, 
per Sad 
Trockene „Beans“, 


Bla 
Rüben, per Sad 
Nohrrüuben, 
Ton ateı, 


0.9 —ı.n 


Alinois, 
0.59 —0.05 


2 —1.65 


N ierenbobnen 3.2 
Kariorttfein, we Bulbdl..onieses 0.55 —0.00 
Sühtartoffe In, per Buibel 1.85 —3.0) 

— — “— 
Kratzen fra ken, 
während de 
noch während 
Sämorrboiden, 
ment beilt. 
50 Cents. 


fragen; nicht im Stande, 
Iaaes vem Geichäft borauitel ven, 
der Nacht zu ſchlafen. Juckende 
ichredliche Plage. Dvans Tint 
Serfagt nie, In jeder 


Der Grundeigenthumsmartt. 


Bolgende Srundeigenthunssllebertragengen in Ben 
Höhe von SO und darüder wurden amtlich eig- 
eetragen: 

na Fi jüdf. von 3 
24, Fr tiederifa Friedman 
21d, $14,000. 

32 5. Tüdl. von 1 Str, MWoftfr., 
Kuul an 6. ©. Schilling, 8 ö 
F. nördl. don 49. Etr., tz 

. Sfeen an Kara DM. Mit: 


Y. nördl. don 5. Str, Citir., 
Mulcahy an Feed H. MWilmerh 


Kimbart oe. 
» Word au Xobn 


nen 
Nordiront, 


Gridion, — 


ES udiweit-Fde 
ES. Kool an James 
y. nördl. don 59. Etr., 
W. Eaſtland an William 
n 55. Place, Weſtiront, 
. Burkett an Sat: E. Hal, 
von Madiſon Ape., Nord- 


S. Allis an James 


von Sheridan Drive 
Harnſtrom an 


F. öſtl. 

50 bei 17. Sanfried 
H. Jewell, 810, 000. 

Vegecon Str. 20 F. öſtl. von Wilſon Ave., Oſtfr. 
2 ba 100, J. F. Berry an Mary G. Leonard, 
4m. 

Triar Place, 59 F. dÖftl. von Evanfton Ave, N.= 
dr, 50 bei 15, 3. 3. Cost an Simms Ve: 
Guize, 87,0. 

Euyler Une, 22 #. öftl. von Leapitt Sir., Nord: 
front, 25 bei 155, U. €. ©. 
IToofe, 82,50. 

Edgewater Place, 25 F. mel. 
Sitfr., 25 bei 112%, ©. €. 
N. Rees, 84,000. 

N. Hermitag? Ane., 50 #8. 
Meftir., 25 bei 125, €. 
Couneil Rational Union“, $1,25. 

Oakley Ave, HI F. füdl. von Welmont Upe., 
front, 35 bei 15, M. €. 
Bail, $1,850. 

Osgood Str. 141 F. 
Weitfr., 25 bei 124, J. 
ma, 2,10. 

Ehool Str, 136 F. öftl. 
front, 24 bei 19, €. $- 
ma, $3,000 

California Ave. 9% % nördi. von Marianne Str., 
Meftir.. 235 bei 15. R. ®. $. Ehriftianfen an 
Vary R. Hollifon, $2,10. 

North Une, 74 F. öftl. von Ballou Str., % bei 

W.⸗ 


von Rubens Ave. 
Groß an Ermine 


Str. 


nördl. vonGornelia St 


bon Wellington Abe., 
Wahl an John F. Kre: 


von Oakley Abe. Nord: 
Mitchell an Roſa La— 


nördl. 


149, ©. Stridert.an Menzel Bartoih, i 
Prospect Ave., 148 FF. füdl. von Genter Str., 
F; 25 bei 155, 4. ©. Hill an M. €. 


Spaulp: na Ane.. 35 F. füdl. von PBloomingdale 
Noad, Oftir., 25 bei 177, U. Beljer an ®. 
Suebner, 83.500. 

Epringfield Aoe., 195 %. fübl, von Dunning Str., 
* a bei 15, T. Schuerman an Martha 3 

ofa, $1,200. 


Sweeney, 


| 


— 
*. N 


Apothefe. | 
momift | 


Yangley, | 


Wei: | 


&. | 


Wendt an Judith | 


Nebls an die „Imperial | 


t Ott: 
Reterion an Kobarır | 


— 


\ 


ch beile Bruch 


oghne Meſſer. 


Keine Schmerzen oder Zeituerlufl. 


Alle schnell, 


hunderte geheilt, 
Yeidet nicht einen Tag länger 
Leiden, wenn eine Heilung jo 
Die Kojten jind gering. 

heile 
rechne abjolut nichts. 


tit. 
den Fall, 
Vienna Mediecal Jmititute, 

130 Dearborn Str., 2. Floor. 


| 
I 

ö | 

Der Meitter-Epeziatiit. | 
| 

| 


Siermit beitätine ich 
ſich vollſt halten. 
ichnel kuridt wurde. 

Nerver € 
Kre rbruch Beſchwerde n 
RMeihode — — 


Pau! 
lorene 


den und 


Schreibt, w 
Alles durchaus vertraulich. 


| 
| 
ı Männer, 
| 
J 


Man nestraft 
Bl lutver 
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Abendpoit, Chicaao, Montag, den 12. September 1904, 


— oder gar bereiften Bäumen 
ie 

Außer jenen beiden blühenden Bäu⸗ 
men und dem im Herbſt prachtvoll ro— 
then Ahorn gibt es nun aber noch eine 
ganze Reihe von Büſchen und Blu— 
men, die an einzelnen ihrethalben be— 
rühmten Plätzen mehr oder weniger 
maſſenhaft vorhanden ſind und heute 
mehr als früher zur Blüthezeit be— 
ſucht werden. Schon im März *Aüht 
der Momo oder Pfirſich hier und da 
mehr vereinzelt, im April der Fuji 
oder die MWijteria mit ihren langen 
blaurothen oder weißen Dolden in Ka- 
meido und Kafufabe. Dann wandert 
oder fährt alles nach diefen Orten hin- 
aus und trinkt unter den Qauben, die 
mehr mit Blüthen als mit Blättern 
bededt und behangen find, Ihee over 
Limonade. Nur mwenig fpäter blüht 
die Ifutfuji oder Azalie in Dfubo, 
übrigens aber wild und doch pracdtia 
im ganzen Lande, und zwar in vielen 
sarben und Schattirunaen, weiß, qelb, 
piolet, roth. : ‘m Juni blüht die Schos | 
ben oder Sris, die Sch.zertlilie in Ho- 
rifiri; dann figen Hunderte von Mäd- 
chen mit Schamifen, dreifaitigen Zau= 
ten, am Waffer und fpielen und ſin- 
gen. Mer irgend in die Kunit einges | 
meiht ift, nimmt jein Snftrument mit | 
fih. Mit der Schoben zualeich blüht 
ihre Schmweiter Ayame, die To gern als 
Vorwurf der Malerei, Bildhauerei 
und Stiderei benußt wird. Sm Juri 
blüht ferner die Botan oder Päonie, 
die größte Blume des Landes, deren 
meiße Spielart von vielen Japanern 
über jede andere Blume des Landes 
erhoben wird. Die Botan-Schau ift : 
in Notfume. Ym Xuli wird die Afa= | 
gao- oder Winden-Blüthe in‘rija und 
die Hafus- oder Lotos-Blüthe am 
Schinobafa-Teih in Uyeno-Tofio be- 
fuht. Und im Dftober ift die be- 
rühmte Kifu oder Chryfanthemum- * 
(Winter-Aſter) Blüthe in Dangoſaka IE Hi: ELDER GEL GE * — — 
in zahlloſen Spielarten nach Farbe men = Schuhe. ER u. D ⸗ 
und Größe. Bald iſt die ganze Kraft 810 gar nirte Hüte, ae amen:Schuhe, 1 0. 
eines alten fräftigen Gemwächles in eine ne 85 = Kern 
einzige jehr große Blume bineingelei= | Muslin, Be Ir+09) 
| tet, bald hat man viele hundert kleine en 2 = : Serausforderunas - Ver: 
—— wachſen laſſen; und wenn der bleichtes Mustin, 40 J— a0. 


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Monate lang 


her erzählen. 


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id Unterröcke, ſchwarz 
und farbig. 


Verkäufe wareun ſehr lebhaft. 


Dieſe Schuh-Werthe ſind der beſte Be— 
weis von den großer ı Bargains, die in 
biejem Heraus ungs=Berfauf ge 


Brooks Fabrikat. verſche: 
Mddiſche, ſehr dauerhafte 


12! 
öc 


Der Stolz; des 


für 
faufs! hr Habt die Haupt 


ungeb 


n werder Bro 


e Styles. bequeme, 


von 35 bis 50, Aust 


Infere SI Schuß: Verkäufe 


Am Dienjtaq ftehen an hervorragender © 


Stelle ald das arößte Schul 


Bargain-Ereianit in Chicago — fol) ausgezeichnet gemachte 


Manner- und Damen-Schuhe 


wie diefe werden im Retail überall für $2 und $2.50 verfauft. 
Kid und Bor Kalbleder, und die meiften verjelben haben 
Goodyear Welt Sohlen. Wer Schuhe braucht, fann nichts 
Beileres thun al3 morgen hierher fommen 
Ausmwehl von diefen Schuhen treffen zu 


Vici 


1 


und feine 


Spart an Groceries 


wenn $hr fünnt — fauft hier und genießt den 
niedrigen Preife, die wir für Standard-Qualitäten 


Bortheil der 
anſetzen. 





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großes Padet für........ 


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9% 


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per Pfund 
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Hc Padıt für 
Ale feine Iheejorten, (35: OQua⸗ 
litäten), 343 Pfd. 
für 81; Po 


— — 


Feine frühe 
Java— ſen, neue Er 
Lachs feiner 
ver, D 
große VBüchſe 
Franco = 
Suppen, 
Nüchie 
Woll⸗Sei fe 
Royal Blue 
ertra Qual., 
Gr 


und 


Kaffee, — 


Der Japaner als Natur⸗ und 
Blumenfreund. 


Sehr häufig trifft man auf das Ur— 


theil, der Japaner ſei ein großer Na-⸗ 


turfreund, und man denkt ſich dann, 
er liebe es, in Feld und Wald, Berg 
und Thal und an der Meeresküſte um— 
herzuſtreifen. 


das. Im alten Japan fanden nur 


Yorbeerblätter, 
Gewürze, 
Kernloje Rojinen, 1 
EBD. 2nnerssneee 
Juni 
nic, 


Nichts ift verfehrter ala | 


Eroiwn Fach 
Natent = De 
83.85: | 


ie 1 Bid. 


American 
%,:Bint: 
J r 
5 Stüde zu.. 
Prand Cat 
10c 7 


Flaſche zu 


| 
| 
| 
| 


Kriegszüge und Fahrten der Großen | 
mit ihren Rittern zu Hofe, Pilgerfahr: | 


ten undfteifen einzelner Kaufleute in’3 
innere ftatt. Die Schogune aus der 
Familie Tokugawa, die 
herrſchte, zwangen zwar die Daimyos 
oder Territorialfürſten, jährlich ſechs 
Monate in der Hauptſtadt Tokio zu 
wohnen, aber das waren ebenZwangs— 
reiſen hin und her, die mit der Liebe 
zur Natur nichts zu thun hatten. Noch 


bis 1867 


halten dann und wann weit von 


heute ſind es faſt ausſchließlich Pilger- 


züge, die der Tempel wegen Berge be— 
ſteigen, oft recht ſtattliche Züge, weil 
ſich des Geſchäfts wegen auch Kauf— 
leute unter die Frommen einreihen. 


Sache iſt auch heute noch 


Mappie Brand Tomas 
toes, ertra Standards, 


Nr. 3 Büchſe me 
J——— 


950 Büchſe 
Eſſig 


148 | 


ni chter Wider 
die GSailone 3 


r Bid....28e 
Pfd... 120 


India Ceylon Thee, 


BR: . 1 +45 


T eley' 5 


a Pfd. 


Lekko Vowder 
Grb aroße Püchle zit... 
Richie 2 Ganz gemiſchte Ge— 
re 
Columbia Ki⸗ Fleiſchmarkt. 
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19e 
jup, 


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‘«c 


Ium oder Sanöfouci vergleichen. Doch 


| Jind alle diefe Orte außerhalb der Pri- 
; batgrundftüde völlig fchmudlos. 


Von 
den fhönen Anlagen eines europäifchen 
Badeortes findet fich feine Spur. Die 
weſentlich 
fremde Muſik. 

Die einzigen Japaner, die mit der 
Natur in ein etwas näheres Verhält— 
niß treten, ſind die Schüler der letzten 
Jahrgänge, die das Zob der Natur in 
jo vielen fremden Büchern leſen. Sie 
machen während des Jahres ein nder 
einige Male einen Mandverausflı ua 
unter Leitung ihrer dem Dffizier- 
ftande angehörenden Anjtrufteure, fie 
der 
Stadt Schiekübungen ab und vereini- 
aen fih au fonft wohl zu Xleinern 
Irupps, um einen benachbarten Ort, 
vor allem aber in Tokio die Parks auf⸗ 
zuſuchen. Schon als Studenten ſind 
ſie dagegen wieder —— avathiſch ge— 


genüber der Natur, reine Fachſtuden— 


| ten. 


Aber niemand macht eine Reife durch’3 | 


Sand, um die Natur fennen zu Ter- 
nen, niemand aebt in den Wald des 
Waldes wegen, auf hohe Berge, um bie 
mechfelnden Landichaftsbilder und 
Ichließlich die weite Ausficht zu genie— 
Ben. Nicht einmal das Meer ftand bei 
dem Snfelvolf in irgendmweldem An- 
ſehen wegen feiner ftillen Majeftät oder 
feiner furchtbaren Zerſtörungskraft. 


Erft die allerneuefte Zeit hat die rei= | 
Au3= | 


chen Japaner dem Vorbild der 
länder folgen laffen, fich am Meere 
Villen zu bauen und dort die heißen 
Monate zuzubringen. 
por allem in der Nähe von Tokio und 
Nolohama heute cine 
Kette von Zandhäufern hin, befonder3 


gegenüber der njel Enofchima in den | 


HeinenDrten Hajama, mo der Aron= 
prinz ein Palai3 hat, KRamafura mo 
der Daibutfu, der aroke Buddha, fteht 
und aud ein europätich 
Hotel vorhanden ift, und in S 
Ein Ort, in dem fich viele 
Gtaatsmänner, mie 3. Bd. Marquis | 
to angefiebelt haben, it Difo, aleich- 
fal3 am Meere, von Iofio mit der 
Bahn in etwa fünfpiertel Stunden zu 
erreichen; man fünnte e3 mit Tuscu⸗ 


uſchi. 


April die 
So zieht ſich 
| und im Dftober 
durchbrochene 
| oder Ahorn. 


eingerichtetes | 
japantfche | 


| mancher hinaus, um das 


Nicht einmal der Sort ftudent 
fucht den Wald auf; denn da gibt es 
ja feine Theorie. Die aroßen Parka 
der Hauptftabt, deren es feit Furzem 
einen vierten aibt, werden feit der Mei- 
jt-Beriode mehr und mehr au täglichen 
Spaziergängen benußt, aber auch fie 
erjt jeit diefer neueften Zeit. Früher 
aing der Japaner nur zur beitimmten 
Zeiten des ‘ahres aus dem Haufe in 
die Natur diefer Parks, menn tort 
nämlih eine beliebte Baumblüthe 
prangte. E3 war im Februar die duf- 
tende IIme oder Pflaume, um den 1. 
in vielen Spielarten ivor- 
handene herrliche Sakura oder Kirfche 
und November das 
roth gefärbte Blätterkleid des Momiji 
Dazu fam dann einmal 
eine „Schneefchau”, denn der Yufi, der 
Schnee, geht im Norden de3 Landes 
zwar alfiwinterlih in jtarfen Maffen 
nieder, in der Gegend der Hauptitabt 
aber fällt er nur drei bis ſechsmal 
jährlich, und wenn derTaa ausnahmza- 
meife jo falt ift, daß der Schnee his 
gegen Mittaa liegen bleibt, fo weht 
feltene Bild 
zu genießen. Dem fremden Norblän- 
ber ift e3 immer ein Felt, wenn er in 
Sapan eine Schneelandichaft mit weiß 


| find die Wappenblumen des Mitados. | 


— 


| 


| 
| 
| 
| 
| 
| 


| 


Buch weit verzweigt und blüthenreich | 
gezogen ijt, dann aibt man ihm wohl 


die Form irgend eines Gegenstandes, 
Ihieres oder Menfchen, wie unfere 


Weitfalen an der Büdeburger Grenze | 
machen. 


das mit ihren Hedenbäumen 
Das Techszehnblättriae Chrylanthe 
mum und bie Kiri 
Smperialis“, die im Februar blüht, 
Der berbitlich-rothe 
Tafinofamwa, Kioto 

bei Hatſchioji aufgeſucht, 
menblühte in Kameido, 

Sugita, die Kirſchblüthe in Uyeno, 
Mukojima und Kumagai. Die bei 
uns ſo geſchätzte Tſubaki oderKamellie 
liebt der Japaner nicht beſonders; 
iſt zu reichlich vorhanden und ihre oft 
in voller Geſundheit abfallenden Blü— 
then erinnern ihn an den oft ſo raſchen 
Tod. Die „ſieben Blüthen im Herbſt“ 
ſind Fujibakama, Hagi, Kaurkaya, 
Kikyo, Obana, Ominameſchi und 
Suſuki. 

Den zwölf Monaten ſind folgende 
zwölf Böume und Blumen der Reihe 
nach gewidmet: Matſu oder Fichte, 
Ume oder Pflaume, Salura oder Kir 
Ihe, Auji oder Wilteria, Ayame od 
Krisart, Botan oderPäonie, Hagi oder 
Pespedeza (Schmetterlingsblüthe), 
Suſuki oder Eulalia japonica, 
oder Chryſanthemum, Janagi oder 
Weide, die im Regen dargeſtellt wird, 
Momiji oder Ahorn und Kiri oder 
Paulownia imperialis. 


Ahorn wird in 
und Takaoyama 
die Pflau— 
Ornoni and 


Ein beliebtes Spiel für Frauen und 
it | ge j i 
4 findet ſich noch immer in dem en | 


beiderlei Geichlechts 
das Hanamalfuri oder Blumenfpiel 
mit 48 Karten. Der bejfere Pripai 
aarten ift immer parfartig 
mag er noch fo klein fein. 


junge Leute 


Topfblu 
mer und auf der Veranda. Der 
paner betrachtet, im Zimmer 
die kleine Natur, die er in ſeinem Haus 
und Garten künſtlich hergerichtet hat. 


Gerade deshalb, weil er die Natur ges | 


wilfermahen zum Hausthier gemacht 
oder in die Arche feines Haufes und 
Sartens hineinaezwänıt hat, liebt ei 
die Dmerggewächfe und Zmerabäume. 


Doch wird der Einfluß des Weitens | 
den Gefhmad und die Freude an der | 


wirflihenNatur allmählich weden und 


ftetgern. 
—1+9 — 


plötzlichen An 
follen 
Dil für 


feines Leben mag einen 
Hu iſten au Opfer 
Eclectric 


Ein 
fall von ne 
man nit Dr. Ibomas 
Fall im Haufe bat. 

— 19 — 


Bon den nothleidenden Elbiern. 


Deresden, im Yuault. 


Einem mit affer | 
wird man es hoffentlich nicht blos als 
Hundstagstollheit auslegen, 


| rienzeit drangab, um fich zu überzeu- 


aute Tante „Aldis“ leidet, wie man 
weiß, an einer ganz ungewöhnlichen 
Depreflion; fie war feit mehr als hun 
dert Jahren nicht jo herunter wie jet, 
und eine ber anihaulichiten Stalen 
zur Meflung ihres Zuftandes ijt der 
Pegel an der alten Auguftus brüde zu 
Dresden. Er bat, 
verfchiedener Anfichtepoftfarten mit 
photographifchen Aufnahmen bejagen, 
jüngft einmal einen Tiefjtand von 224 
Zentimeter unter Null aufgerwiefen. 
Auch der ältejte lebende Elbflorentiner 
hatte diefen Pegelttrich vorher noch nie 
erblidt. 

Der Name „Elbflorenz“ erinnert an 
die Kunitfhäge der Sachlenrejidenz. 

tan dentt da aleich an die Tirtinifche 
Madonna des Raffael, an die „Heilige 
Nacht“ von Correggio, an die KRoftbar- 
keiten des „Grünen Gemölbes“ im 
Schloß und an Gott weiß was noch. 
Dieſe altberühmten Kunſtſchätze haben 
Hans Bülow, einem gebürtigen 
Dresdener, den Scherzgedanken einge— 
geben, das wirkliche Florenz mit dem 
Namen „Arnodresden“ zu beehren. 
Doch ich ſchwöre, daß ich für diesmal 
nach der Muſeenſtadt Dresden fein 


oder „Paulownia 


ſie 


Kunſtausſtellung in Dresden. 
ich bitte Sie, 


| Tiq im Wbtheil 
| Augen nur noch auf den Auf draußen 


Kifu | 


| betrachte 





| do meniaitens das Opernhaus 
| der Seite anfeben, da, wo die noblen 
Play | Si 

— ugs N nr it 
vor dem Theater aber iſt ſeit Jahren 


Elbwaſſer Getauften 


wenn er | 


ein paar Tage diefer aluthenreichen Ze- | Blid auf die alte 


wie ein Dußend | 


De LeinenGraih dc 


+ fir 9e reinleinenes 
nes Küchen-Eraſh. 


brau— 


) nu 
) 

or @ 
teur ala 
von den bedeutenditen Putzmachern des 


| zen Landes. 


lefen. Grhielten jie zu einem 
Drittel ihres Werthes. 
den von einem öftlichen Jmpot-= 
Modelle gebraucht. 
gan— 
all' 


Perfekte Modelle mit 


ihrem originellen Reiz und Schönheit. 


en 
Weiler Lawn 

ed. für 4035. schlicht 

‘ce weiße Vietoria Lawns 


rn. * ® 2 
82 Union Suits 
für Männer, 81 
8 für 82 Winter-Männer— 

Unterzeug, feines Caſh— 
Natural grauer 


mere don 


Farbe. 


Verlangen trug und mich dementſpre— 
chend verhalten habe. Ein Plakat, dem 
man ſchon im Umkreis von 200 Kilo— 
metern begegnete, verhieß eine große 
Aber, 
welchen Eindruck kann 
das auf Leute machen, die hemdärme— 
ſitzen und mit ſtieren 
warten: „Bier gefällig! Sodawaſſer, 
Limonade gefällig!“ Nur ganz bei— 
läufig habe ich zwei Eindrücke em— 
pfangen, die vielleicht zur Beurtheilung 
des künſtleriſchen Geiſtes von Dresden 
mit in Frage kommen könnten: 
Standbild Karl Maria v. Webers be— 


ſächlichen einſpringenden Winkel des 


„Zwingers“, wohin es anno 1869 aus 
angeleat, | & , 
. | Nothbehelf 
n Murr 2 
2 Ads: — | dem Brand des 
4 or Mrın m» m: | — = . . g 

men fichen in mäßiger Anzahl — Geſchichte ſich mit dem Namen 
Jd⸗ ! 
figend, | großen Zon 
: ı gerne Jchmüdt. 

| ber noch froh Sein: 


fich die Stätte, zu deren Weltruhm er | 


murde — nad 
deſſen 


verſetzt 
Hoftheaters, 


und Kapellmeiſters 
Uebrigens kann We 
ehedem mußte er 


Ton 


ſo viel — von der Rückſeite 
wo man die K 

Seit 35 Jahren darf er 
von 


einfehleppie. 


Herrichaften vorfahren. Der 
mit einem Monument König Johanns 
befett, natürlich einem Reiterbilde, ob» 


| fchon der alte fürjtliche Herr bei feinen 
ı | Lebzeiten lieber in Büchern las als zu 
"| Pferde ah. 
Don diefem Denfmal hat man nur | 


hundert und etlihe Meter zu gehen, 
um nad dem befannten Hedig’Tchen 
Reitaurant zu gelangen, Das jest wie— 


der feinen alten Namen „italientfches | 


Dörfchen“ offiziell angenommen hat. 
Hier aenoß man ge mit Vorliebe den 
Dresdener 


Nett aber ent: 
rollt fih das Bild eines Nothitandes, 


Elbflorenz darf beinahe jhon Florenz | 
genannt werden, jo wenig tit ihm bon | Bau 


der Elbe geblieben. Von den zahlreis 
chen jteinernen Brüdenpfeilern ſtand, 


einer im Waſſer; durch mer Bogen, 


den dritten und vierten von der Altz | 


ftädter Seite her, floß noch das Waf- 
fer. Sonit find allenthalben die Fun- 
damente trodengelegt. Von der Ner- 
ſtädter Seite her, auf der die Elbe üb— 
rigens ſeit jeher eine ziemliche Neigung 


zum Verſanden gehabt hat, ſchiebt ſich 


eine mächtige Sandbank weit herüber. 
Von der Höhe der Brücke aus ſieht die 
Sache noch troſtloſer aus, und hun— 


derte von Paſſanten lehnen droben 


am Geländer, gucken und ſtaunen. 
Am linken Elbufer liegt regungslos 
die ſonſt vom Verkehr ſo belebte Flo— 
tille der grünmeißen Elbdampfer;- e3 
it aus mit dem Verkehr, Telbit die 
paar Kilometer ftromaufwärt3 zur 
Dresdener „Voaeliwiefe“ find nicht zu 
befahren, und da das achttägige alt- 
bresdener Volfäfejt gerade in die Zeit 
der Verfehrsftodung fiel, fo ift.dem 
Dampferbetrieb eine recht erhebliche 


*2 Scrath Filz:Satlors für Mädchen, 
Seide oder Sammetband— Herausford. 


| Unfitte. Eine andere Spo 
das | 


Des | 
10 | unter einer 
| nächtlicherweile Gauner 
| fih gern eines corpus delieti entle= 
da: | 


ouliſſen her- derich eine ganze Horde von Golddur 


lang 


kel die Erinnerung an das 
| aoldete 
| das bei der Elb-Hochfluth anno 1845 
| mit den Trümmern des Bfeilers, mo- 
in den Wellen verjant | 


Brüde | 
ı und das lebhafte Treiben droben und | 


| gen, twie e3 jegt mit der Elbe geht. Die | drunten auf der Elbe. 


| glied des S 


| chern! 
| Ichmwindelt Du, 


Auswahl. 
Seide, 
Su al 

n Farben und 

Alle 


500 Styles zur 
Panne Velvets, 
Chenille Braids. 
len denkbare 
Kombinationen. — 
Styles und Facons. 
Muſter-Partien von fertigen 
Damen- und Miſſes-Hüten, ſo 
wohl handgema u wie  fteife 
ifekte: handgemachte Welver, 
Zeide und Ghenille-Hüte, in 
ichwarz und farbig. Werth bis 
Zu 3.50, das Ztüdf 50Oc. 
bejet mit 
Pr. 500. 


Einnahme in dieſem Jahre entgangen. 
Eine extraordinäre Volksbeluſtigung 


hat der Tiefftand der Elbe diesmal | 


für Zurze geit geichaffen: von beiden | 


Ufern aus ward der Spaziergang ins | 


Flußbett hinein maffenhaft unter 
nommen, 
zwei Sports; der eine beitand darin, 
an den trodenliegenden hohen Qua- 
derjtufen, welche die Bafis der Pfeiler 
umziehen, Snitialbuchitaben, 
und fonftige Rundaebungen einzumei 


Beln oder anzufchreiben nach befannter 


jchaft bildeten die Goldfuder. Es 
aebt die Gage, einer habe ein Porte 
monnaie mit einem Zmanziamarfftüd 
drin aus dem Flußbett aefifcht, 
auch aor nicht unmwahrjcheinlic) 
Warum follte dergleichen nicht 


iſt. 
mög 


lich ſein an einem Platz, den ſonſt ſo 
viele Paſſagierdampfer befahren, oder 
oft 
die | 


worüber jo 
Tchleichen, 


Brücke, 


Jedenfalls hat 


digen möchten? 
Beute dieſes Elb-Al— 


Gerücht von der 


ſtigen auf die Beine gebracht, die tage 
zwiſchen Kieſeln und Schlamm 
herumangelten, bis der hohen Polizei 
Geſchichte gar zu dumm wurde. 
Manchem Goldſucher mag auch dun— 
große ver— 


Kruzifix vorgeſchwebt haben, 


rauf es ſtand, 
und nicht wieder geſehen ward. 

Aber was frommt es heutzutage, 
der Brücke ihr altes, noch dazu ſo zwei— 
felhaftes echtes Schmudſtück wieder zu 
reklamiren! Sie wirds ja doch nicht 
wieder tragen können, Fe das Ende 
ftehbt ihr nahe bevor nach jo vielhun- 
dertjährigem rühmlichen Dafein. 


eriteben, 


Einen Elbnothitand, mie in diefenm 
Sommer, wird die Auaujtusbrüde 
mohl ficherlih nicht mieder fchauen. 


ı Fahre denn wohl, du liebes altprespe- 


ner Schauſtück und Wahrzeichen, Mit— 


und unergleichliches Kuriofum mit 


deinen flußabmwärts gerichteten Eiäbre- | 


Aus dem vertrauten Gemälde | Beifpielen- erwartet werben 


wie ſchon ſo mancher 


charakteriſtiſcher Zug geſchwunden iſt, 
und hilfſt neuen “Gebilben Pla mas 
hen, jevenfalls praftifcheren, viel- 
leicht auch Tchöneren. Ueber die Schön- 
beit deffen, was in neuejter Zeit an 
den Dresdener Elbufern nachaemadı- 
jen tft, ftimmen freilich nicht alle Mei- 
nungen überein. Wohl fcheint mir die 
neue Georaenthorfront am Schloßbau 
Ihmud und würdig gerathen und ein 
mal ein qutes Beifpiel dafür, iie 
man, ohne allzu änaftlich zu fein, den- 


Wurs | 


Nachgemacht 


Dabei entwickelten ſich auch 


Namen 
hört, 
rungenſchaft; man hört ihn hier und 
rtsgenoſſen-⸗ 
vergleichen, 
kunſt vorwiegend die 


was | 


| fend-Stadt um, 


Angeſicht. 


ſchon auf d 
meln ſich die entkleideten Geſtalten um— 


| ter und hinein, 
iſt. 
aber doch feuch 


jaheia! Willkommen, gute 


und Du biſt noch die alte. 
bald wieder hübſch geſund und kräftig 


das — weeß Knebbchen! 


In 
dieſem Jahre ſcheint man ihr noch das 
Leben laſſen zu wollen, doch dann wird 
wohl bald an ihrem Platz ein neuer 
der mit viel weniger 
weitgeſpannten Bogen die an dieſem 
Punkte auch zu normalen Zeiten be— 
ſchwerlich gewordene Schiffahrt beque— 


als ich die Beſcherung anſah, nur noch 
mer macht. 


. C. aller ſteinernen Brücken feinerlei 


Schuhe. 2.50 und 3.00:Werthe zu 1.00. 


095 für 
’ ed Damen 
Kid Latentleder 
Soodyear Welt genähte 
Breiten von UM bis €, 
Sn für und 
BI Kinder = Schuhe. Ge 
macht von Gorwles Bros 
& Go., Rochefter, N. 2). 
Die forreften Lleidjamen 
Patentleder u. 


Amertca 
Schuhe. 
Kid, 


3.00 


und 
Schuhe. 
1.95. 


2.00 Miſſes 


Styles 


Kid. 

1 19 für 250 f'ey 
1LoBe7 \atentleder 
Strap Tamen:Slippers. 
Korrefte Zthles. 

25e für 50c Baby = Schuhe. 


98 für 1.50 Kuaben 


Schuhe, Doppelte Sohlen. 
1 87 a für echte Bor Calf 

d Doppelte Sohlen, Goodyear 
Schuhe, in tadellojen Styles. 


Rrächtige neue 


Männer - 


noch) im pietätvollen Sinne refonftrui- 
ren fol. Schräaüber von Ddiefer 
Front, da, wo das alte Finanzmini— 
ſterium ſtand, ſteigt jetzt ein großer öf— 
fentlicher Neubau empor, über veifen 
Mirfung man porläufiga noh auf 
Hoffnungen angemiefen ift. Dageaen 
erfcheint der hohe, fchlanfe Thurm, den 
man jebt hinter dem Hoftheater auf 


| ragen fieht und der einer großen Licht- 


und Wärmeleitungg = Anlage zuges 
eine ziweifelhafte äfthetiiche Er- 


da mit jenem chiruratichen Werfzeug 
momit die ältere Heil 
Ihätiafett des 
ıungsapparates reaelie . . 

fi denn mählid Die 
der Fünfhunderttau— 
und am Ende ilt das 


Verdar 
So wandelt 
Phyſiognomie 


und Little Men's 
Viele davon. 
Schuhe, 
Welt 
Alle Größen. 


* 
| 
| 


Muiter. 


I 
| 
i 
| 


* 
Schul⸗ 


Beinkleider für 
Damen 


15 ec} das Naar für Muslin 
ed Tamen = Beinkleider, 
prächtige Qualität. 


2»: — 
Dreſſing Sacques 
2 für ſchwere Flanell 
—X Dreſſing Sacques, 
rund herum geſteppt. 


2.95 Go⸗Carts, 


1.75 

+75 

1. 75 für 2.05 Yolding 
Go-Carts, Veneer— 


ſiß und Rücken. Endloſe Gum— 


mireifen-Räder. Grünes Run— 


3.00 nig Gear. Starke Springs. 


endliches Abfenden ber Florrefponden= 
ten und militärtichen Vertreter fragte 
ich danach, wie fich die Regierung dazu 
ftelle. Er antwortete, daß die Regie- 
rung bon vornherein diefe ganze Ange- 
legenheit dem Militär-Oberfommando 
anheimgeftellt habe, daß fie daher 
außer Stande fei, auf foldhe Anza-= 
pfungen der Zeitungen achten zu Fön- 
nen. Das jei aber für die Regierung 
immer eine mißliche Sache, denn jo 
lange fie nach dem Wunfche der Preffe 
handele, jet alles qut; fobald diefe aber 
fich irgendivie verlegt fehe oder über 
Handlungen der Regierung berärgert 


| fei, fei die Regierung den ſchlimmſten 


Angriffen ausaefeßt und habe gar fei- 


ı ne Gewalt über die Führer der Preffe. 


Bleibende nur der Boden und — die | 


Elbe. 
Ah Tchaue ihr von der Brüde herab 
gerade in das jo Jchmal aeimorbene 
Heiß brennt die Sonne; in 


den Badeanftalten, bon denen mehrere | 


den Sand gefeht ind, tum= 


her, die hier nach altem Braud) ange= 
jichts der guten und beiten Gefellichaft 
auf der Brühblfchen Ierraffe im freien 
Waffer Schwimmen dürfen. Alfo zu 


mwaflerarmen Elbiern! - 
mo es noch am tiefiten 
Bau! Tchläat Schon das warme, 
te Element über meinem 
MWeia, mwaga, leia 
Iante Ul- 
Did an mein Herz, 

MWerde nur 


Kopf zufammen. 


bis. ch drüde 


- Du bift ja eine Flußagöttin, die fich 
— aud auf 
ihre fpäten Tage leilten fann! 
— — — 
Gerade wie bei uns. 


Aus Iofio 
Sta.“ geichrieben: 
Troßdem in 
hand thörichte Gerüchte über Tſingtau 
als Zufluchtsſtätte der ruſſiſchen 
Kriegsſchiffe, über die Reiſe Wittes 


nach Norderney und über eine ruſſiſche 
Anleihe 
hat ſich die japaniſche Preſſe, die über— 
haupt den Anſpruch auf Führung ma— 


in Deutſchland auftauchten, 


chen will, muſterhaft gehalten. Es ſind 
Ausfälle gegen Deutſchland 
und beſonders auch gegen den deutſchen 
Kaiſer erfolgt, wie ſie nach früheren 
konnten. 
Es iſt das um ſo mehr zu bewundern, 


als die Regierung ſo gut wie gar keinen 


wir jetzt überraſcht 


haltend und vernünftig äußerte. 


dieſem Labſal reichts doch noch bei den 
Raſch hinun-⸗ 


ſollte, 


| die enqlifche Preffe — Reuter 


i enalifchen Königs in Kiel madt 
ı nicht mett: 


„Freies Wort“ fei fehr fchön und gut, 
imo es in mühlamer Arbeit errungen 
fei, wie in Deutfchland; aber in Ya- 
pan, mo die Führung der Preife und 
damit der öffentlichen Meinung in den 
Händen junger, unreifer Männer läge, 
jei das ein Unding, — und doc) fet es 
nun einmal da. lm fo mehr fonnten 
und erfreut fein, 
daß die japantfche Breife fich fo zurüd- 
Et⸗ 
liche ganz chauviniſtiſche Blätter, wie 
die „Nippon“, ſchließe ich dabei aus. 

Aber wir Deutſchen haben einen 
anderen Feind hier draußen, der uns 
ſchadet, wann und wo er nur kann, 
und der das Mißtrauen, falls es je 
einmal ein wenig eingeſchläfert ſein 
ſofort wieder wachzurufen ver— 
ſteht, ohne viel nach der Anſtändigkeit 
der Mittel zu fragen: Dieſer Feind iſt 
voran, 
das führende engliſche Blatt in Japan, 
die „Daily Mail“, gleichſam in engſter 
Verbindung mit ihm. Der Beſuch des 
das 
England iſt unſer Feind 


im „fernen Oſten“, und zwar durch 


ſeine Preſſe, die einen gewaltigen Ein— 
* fluß hat. 
wird der „Berl. Voſſ. Feindſchaft, pe 
von der engliſchen Geſchäftswelt aus— 


der letzten Zeit aller⸗ 


Der Grund der engliſchen 
die ja doch hauptſächlich 


geht, iſt natürlich Brotneid. Der deut— 
ſche Kaufmann und Ingenieur haben 
auch hier ſich einen einflußreichen Platz 
erobert. Nach dem Kriege iſt allgemein 
ein ungeheuerer Aufſchwung in allen 
Zweigen zu erwarten — ſelbſt die ja— 
paniſchen Sachverſtändigen reden mit 
Beſtimmtheit davon, — da iſt es jetzt 
Zeit, die Feindſchaft gegen Deutſch 
land zu ſchüren, das ein gefährlicher 


Konkurrent werden könnte. 


— — — 


— Fatale Angewohnheit. — „Wie 


kommt es nur, daß die hübſchen und 


Einfluß auf die Leiter der Preſſe in 


Japan hat. 
wieder perſönlich aus dem Munde des 
Miniſters des Auswärtigen, 
Komuras, beſtätigt worden. 

laß des Drängens der Zeitungen auf 


CASTORIA fü säugingeund Kinder. 
Die Sorte; Die Ihr Immer Gekauft Haht 


E3 ift mir das jüngft erit | 
‚ teln mit dem Kopfe angemöhnt, 
Baron | 


Hz Mn ! . 
Aus An- ‚ bung anbringen wollen, 


wirthichaftlihen Brinfmeyers Mäd- 
hen feinen Mann befommen?"— „Die 
Mutter hat fich fo’n nervöfes Schüt- 
dak 
die jungen Herren, wenn fie ihre Wer- 
immer glau= 
ben, fie feien jchon abaeiviefen”, 
— 

Trägt die 

Unterschrift 
von